.
GRIECHISCHE GRAMMATIK ZUM NEUEN TESTAMENT Ernst G. HoffDlann/Heinrich v. SiebenthaI
ImmAnUEl-UERlAIi
Ernst G. Hoffmann (1903-1985) wirkte als Pfarrer in verschiedenen Gemeinden. Daneben widmete er sich der neutestamentlichen Wissenschaft. 1972 übernahm er einen Lehrauftrag als Professor für Griechisch und N eues Testament an der Freien Evangelisch -Theologischen Akademie Basel. Heinrich von Siebenthai studierte Gräzistik und Hebraistik an den Universitäten Zürich und Liverpool. 1980 promovierte er mit einer sprachwissenschaftlichen Arbeit . An der Freien Evangelisch-Theologisch en Akademie Basel ist er Professor für Bibelsprachen, Textforschung und Umwelt der Bibel.
Die Griechische Grammatik zum Neuen Testament ist als Arbeitsmittel für Theologen sowie andere am neutestamentlichen Grundtext Interessierte gedacht. Für das neutestamentliche Griechisch gibt es zwar bereits eine Anzahl von Lehrbüchern. Doch fehlte bisher eine systematische Grammatik, die zum einen nicht (wie Blass-Debrunner-Rehkopf) die Kenntnis des Klassischen voraussetzte und zum andern durch Klar heit der Darstellung und ihr wissenschaftliches Niveau den Bedürfnissen des Anfängers und des Fortgeschrittenen gleichermaßen gerecht zu werden vermochte . Das vorliegende Werk sucht diese Lücke auszufüllen. Dem Anfänger dürfte sich diese Grammatik als willkommene Ergänzung zu seinem Lehrbuch erweisen. Der Stoff wird ihm darin in seinem Systemzusammenhang geboten, dazu manche Lernhilfen wie Tabellen, Übersichten und übersetzte Beispiele. Die Bestimmung schwieriger Verbformen wird ihm über das griechische Wortregister erleichtert. Dem Fortgeschrittenen soll dieses Buch als Nachschlagewerk zu den wichtigeren Punkten der Laut-, Schrift- und Formenlehre dienen. Vor allem enthält es aber eine ausführliche analytische und synthetische Syntax (einschließlich der syntaktischen Stilistik) mit zahlreichen Originalbeispielen und einer konsequenten Terminologie. Dabei wird jenen Erscheinungen besondere Aufmerksamkeit geschenkt, die innerhalb des griechischen Sprachsystems bzw. im Vergleich mit dem Deutschen von zentraler Bedeutung sind.
Griechische Grammatik zum Neuen Testament
Griechische Grammatik zum Neuen Testament Ernst G. Hoffmann Heinrich von SiebenthaI
IMMANUEL-VERLAG Riehen/Schweiz
Professor Ernst G. Hoffmann (1903-1985) hatte bis 1982 (dem Jahr seiner Emeritierung) an der Freien Evangelisch-Theologischen Akademie Basel einen Lehrauftrag für Griechisch und Neues Testament. Professor Dr. Heinrich von Siebenthai, geb. 1945, hat gegenwärtig daselbst einen Lehrauftrag für Bibelsprachen und Grenzgebiete. Griechische Grammatik zum Neuen Testament. Ernst G. HoffmannlHeinrich von Siebenthal © 1985 by Ernst G. Hoffmann, Oberägeri, und Heinrich von Siebenthai, Allschwil Copyright dieser Ausgabe, 1985, by ImmanuelVerlag, RieheniSchweiz. IMMANUEL-VERLAG Freie Evangelisch-Theologische Akademie Basel Mühlestiegrain 50 CH-4125 Riehen Schweiz/Switzerland
Alle Rechte vorbehalten, insbesondere auch das Recht zur Übersetzung. Nachdruck, auch auszugsweise, verboten. Kein Teil dieser Veröffentlichung darf ohne die vorherige schriftliche Genehmigung des Urheberrechtsinhabers in irgendeiner Form (auch nicht für Zwecke der Unterrichtsgestaltung) nachgedruckt, gespeichert oder übertragen werden, sei es durch elektronische, mechanische, photographische, tontechnische oder andere Mittel. All rights reserved. No part of this publication may be reproduced in any form or by any means without the prior permission of the publisher. Umschlaggestaltung: Reinhard Möller Printed in Germany by: St. -Johannis-Druckerei Postfach 5 D-7630 Lahr 12
I NHALT S VER ZEIe HNI S VORWORT
XV
ABKÜRZUNGEN
lXX
EIN LEI TUN G
1
A. DIE GRIECHISCHE SPRACHE UND DAS GRIECHISCH DES NEUEN TESTAMENTS
1
B. DIE ELEMENTE DER SPRACHE UND DIE GLIEDERUNG DER VORLIEGENDEN GRAMMATIK
4
E R S T E R
TEl L
S C H R I F T -
UND
LAU T L EHR E
A. DIE SCHRIFTZEICHEN UND IHRE AUSSPRACHE §1 §2 §3 §4
Das Die Die Die
9 9 10 10 10
Alphabet Vokale Konsonanten Silben
12
B. DIE LESEZEICHEN §5 §6 §7
7
12 14 16
~piritüs und Akzente Atona und Enklitika Weitere Lesezeichen
C. DIE WICHTIGSTEN LAUTGESETZE
17
I. Veränderungen der VokaLe
17 17 19 19 20 22 22 24 25 26
§8 §9 §10 §11
Der Ablaut Quantitätentausch (metathesis quantitatum) Ersatzdehnung für geschwundene Konsonanten Vokalkontraktion
II. Veränderungen der Konsonanten §12 §13 §14 §15 §16
Spuren von Fund j Ausfall von Konsonanten Hauchdissimilation (Behauchungswegfa11) bei Aspiraten Assimilation (Angleichung) von Konsonanten Zusammenfassung der Veränderungen beim Zusammentreffen von Konsonanten •
III. Veränderungen im AusLaut §17 Auslautgesetz §18 Bewegliche Endkonsonanten §19 Elision (Ausstossung) eines kurzen Endvokals vor vokalischem Anlaut §20 Krasis (Verschmelzung) von Vokalauslaut mit Vokalanlaut
Z WE I T E R
TEl L :
F 0 R M E N L EHR E
A. GRUNDSÄTZLICHE VORBEMERKUNGEN
27 28 28 29 30 30
~1
33
V
§21 Wortbestandteile §22 Wortarten B. DEKLINATION DER SUBSTANTIVE UND ADJEKTIVE §23 Vorbemerkungen zur Deklination §24 Der Artikel
33 34 38 38 39
I. Die Substantive
40
1.
40 40 42 43 43 44 44 44 45 45 45 46 47 47 47 48 49 49 50 51 51 52 53 53 53 54 54
2.
3.
a)
aal Muta-Stämme §34 Labial- und Gutturalstämme §35 Dentalstämme bb) Nasal-, -VT- und Liquidastämme §36 Nasalstämme und Stämme auf -VT §37 Liquidastämme (auf -ap, -EP, -np, -op, -up) cc) Andere konsonantische Stämme §38 Stämme auf -p mit drei Ablautstufen §39 o-Stämme b) Vokalische und diphthongische Stämme §40 Vokalische Stämme §41 Stämme mit Diphthong im Auslaut (F-Stämme) c) Besonderheiten und Uebersicht §42 Unregelmässige Substantive der dritten Deklination §43 Uebersicht über die Ausgänge wichtiger Stämme der dritten Deklination (Adjektive und Partizipien inbegriffen)
55
II. Deklination der Adjektive und Partizipien
57
§44 1. Klasse der Adjektive: 0- und A-Deklination §45 2. Klasse der Adjektive: dritten Deklination (-v und -0) §46 3. Klasse der Adjektive: Mask./Ntr. dritte, Fern. erste Deklination . §47 Adjektive mit mehreren Stämmen §48 Die Partizipien §49 Uebersicht über die Adjektive und Partizipien
c.
60 61 61 63
KOMPARATION (STEIGERUNG) DER ADJEKTIVE
65
§50 Regelmässige Komparationsausgänge §51 Unregelmässige Komparationsausgänge §52 Deklination der Komparative auf -LWV -LOV/-WV -OV
65 65
D. DIE ADVERBIEN §53 Das Adverb und seine Komparation
VI
57 59
67 68 68
E. DIE PRONOMINA
69
§54 §55 §56 §57 §58 §59 §60
Nichtreflexive Personalpronomina (persönliche Fürwörter) Reflexivpronomina (rückbezügliche Fürwörter) &AAO~ und das Reziprokpronomen (wechselbezügliche Fürwort) Possessivpronomina (besitzanzeigende Fürwörter) Demonstrativpronomina (hinweisende Fürwörter) Relativpronomina (bezügliche Fürwörter) Interrogativpronomina (fragende Fürwörter) und indefinite Pronomina (unbestimmte Fürwörter) §61 Pronomina und Pronominaladverbien in Korrelation (Wechselbeziehung)
F. DIE ZAHLWÖRTER
G. DIE VERBEN
76 77
79
Die Kategorien des griechischen Verbal systems Verbalaspekt und Tempus Uebersicht über die Bestandteile der Verbal formen Verbal stämme Tempusstämme Moduszeichen Personalendungen und Endungen der Verbalnomina Das Augment • Die Reduplikation Augment und Reduplikation bei Komposita Der Akzent der Verbal formen
thematische
74
79
I. AZZgemeines zum VerbaZsystem
II. Die
73
76
§62 Kardinalzahlen, Ordinalzahlen und Zahladverbien §63 Deklination der Kardinalzahlen eins bis vier
§64 §65 §66 §67 §68 §69 §70 §71 §72 §73 §74
69 70 71 71 72 73
oder w-Konjugation
§75 Vorbemerkungen: die Arten der Präsensbildung
79 81 82 82 83 86 86 88 89 91 92 94 94 96
1. Die verba vocalia a) Die verba vocalia non-contracta §76 nULöEuw - Aktiv §77 nULöEuw - Medium §78 nULÖEUw - Passiv §79 Erläuterungen zum Paradigma von nULöEuw §80 Verba vocalia non-contracta mit Besonderheiten b) Die verba vocalia contracta §81 Vorbemerkungen §82 Erkennbarkeit des Stammes aus dem Kontraktionsprodukt §83 Die Akzentuierung der verba contracta aal Die verba contracta auf §84 Präsens und Imperfekt von ayunaw ich liebe §85 Regelmässige verba contacta auf §86 Verba contracta auf mit Besonderheiten bb) Die verba contracta auf -EW §87 Präsens und Imperfekt von nOLEw ich tue §88 Verba contracta auf -rlw mit Besonderheiten cc) Die verba contracta auf §89 Präsens und Imperfekt von ÖnAOW mache offenbar
-aw
-aw
-ow
-aw
96 96 98 100 102 103 105 105 105 107 107 107 109 110 111 111 113 114 114
VII
2. Die verba muta §90 §91 §92 §93 §94 §95 §96
116
Vorbemerkungen Das Präsens der verba muta Die ausserpräsentischen Stammformen der verba muta Perfekt und Plusquamperfekt Medium-Passiv der verba muta Stammformen der wichtigsten Labialstämme Stammformen der wichtigsten Gutturalstämme Stammformen der wichtigsten Dentalstämme
3. Die verba liquida
125
Das Präsens der verba liquida Futur und Aorist Akt./Med. der verba liquida Perfekt und Pluquamperfekt Medium-Passiv der verba liquida Beispiele für Tempusbildung der verba liquida Stammformen von Stämmen auf -A Stammformen von Stämmen auf -v Stammformen von Stämmen auf -p
§97 §98 §99 §100 §101 §102 §103
4. Die starken Tempora (Aorist 2/Perfekt 2) §104 §105 §106 §107 §108 §109
132 132 135 137 139 140 142
5. Die 'unregelmässigen' Verben der thematischen Konjugation Verben mit Verben mit Verben der Verben der pletiva)
III. Die
Nasal im Präsens stamm ax-Präsens sogenannten E-Klasse Mischklasse oder ergänzende Verben (verba sup-
athematische
§115 §116 §117 §118 §119 §120 §121
-~~
~~-Konjugation
150 150
mit Präsensreduplikation (die 'Grossen Vier')
Präsens und Imperfekt Aktiv Der starke Aorist Aktiv Präsens und Imperfekt Medium-Passiv Der starke Aorist Medium Erläuterungen zu den Paradigmen der Grossen Verben auf Die übrigen Stammformen der Grossen Verben auf -~~ Verben, die wie ~aTn~~ konjugiert werden
2. Verben auf
-vu~~/-vvu~~
(Nasalpräsentien)
§122 Präsens und Imperfekt von ÖEGXVU~~ §123 Stammformen der Verben auf -VU~~ §124 Stammformen der Verben auf -vvu~~ 3. Die Wurzelpräsentien auf
-~~
§125 E~~G, El~~, ~n~G, xEC~a~ und xdan~a~
VIII
142 144 145 147
oder
§114 Vorbemerkungen 1. Verben auf
125 126 128 129 129 130 131 132
Vorbemerkungen Der thematische starke Aorist Aktiv und Medium Die Wurzelaoriste Starker Aorist Passiv und von ihm gebildetes Futur Starkes Perfekt und Plusquamperfekt Aktiv Die Wurzelperfekte
§110 §111 §112 §113
116 117 117 119 119 121 123
152
-~~
152 154 155 156 157 157 159 160 160 160 161 163 163
DRITTER
T EIL :
SYNTAX
A. GRUNDSÄTZLICHE VORBEMERKUNGEN §126 Begriff und Aufbau der Syntax §127 Der Satz und seine Glieder §128 Die syntaktischen Mittel
167 169 169 169 171
B. WORTARTEN UND WORTFORMEN IM SATZ
173
I. Syntax nominaler Wortarten und Wortformen
173
1. Die Syntax des Artikels
174
§129 Unterschiede im Gebrauch des Artikels zwischen dem Griechischen und dem Deutschen §130 Der pronominale Gebrauch des Artikels §131 Der allgemeine Gebrauch des Artikels: individuell und generell §132 Der allgemeine Gebrauch des Artikels: Substantivierung anderer Wortarten §133 Das Fehlen des Artikels §134 Der Artikel bei Eigennamen §135 Der Artikel beim Prädikatsnomen und bei adverbial gebrauchten Adjektiven und Partizipien §136 Der Artikel und die attributive und prädikative wortstellung 2. Die Syntax des Adjektivs §137 Zum Gebrauch des Adjektivs §138 Die Komparation 3. Die Syntax der Pronomina §139 §140 §141 §142 §143 §144
Personal- und Reziprokpronomina Das Possessivpronomen Das Demonstrativpronomen Das Relativpronomen Das Interrogativpronomen Das Indefinitpronomen
4. Die Syntax der Zahlwörter §145 Zum Gebrauch der Zahlwörter 5. Die Kasussyntax §146 Vorbemerkungen
174 176 177 178 180 182 184 186 189 189 191 194 194 200 202 205 207 209 211 211 212 212
al Nominativ und Vokativ
214
§147 Der Nominativ §148 Der Vokativ
214 215
bl Der Akkusativ §149 Vorbemerkungen aal Der Objektsakkusativ §150 Der gewöhnliche Objektsakkusativ §151 Der Akkusativ des inneren Objekts
216 216 218 218 219
IX
§152 §153 §154 bb) Der §155 §156 §157
Der einfache Akkusativ Der doppelte Akkusativ Der Akkusativ beim Passiv freiere Akkusativ Der Akkusativ der Ausdehnung Der Akkusativ der Beziehung (respectüs/relationis) Der adverbiale Akkusativ
c) Der Genitiv §158 Vorbemerkungen
219 221 223 224 224 225 226 227 227
aal Der echte Genitiv (des Bereiches)
229
a) Der genitivus pertinentiae (der Zugehörigkeit) §159 Genitivus auctoris (des Urhebers) und possessoris (des Besitzers) §160 Genitivus subiectivus und genitivus obiectivus §161 Der genitivus materiae (des Stoffes und des Inhalts) §162 Der genitivus qualitatis (der Eigenschaft) §163 Der genitivus pretii (des Wertes und des Preises) §164 Der Genitiv der Richtung und der Absicht . §165 Der genitivus epexegeticus (erklärender Genitiv) oder appositivus (eine Apposition bildender Genitiv) ß) Der genitivus partitivus (des geteilten Ganzen) §166 Der adnominale genitivus partitivus §167 Verben mit Genitivobjekten meist partitiver Bedeutung y) Der genitivus temporis (der Zeit) §168 Der genitivus temporis
229
237 238 238 239 242 242
bb) Der ablativische Genitiv (des Ausgangspunktes)
242
§169 Der genitivus separationis (der Trennung/des Ausgangspunktes) §170 Der genitivus comparationis (des Vergleichs) §171 Der genitivus locativus (des Ortes) ce) Sonderfälle §172 Verbindung mehrerer verschiedener Genitive d) Der Dativ §173 Vorbemerkungen aal Der §174 §175 §176 bb) Der §177 §178 ce) Der §179 §180 dd) Der §181 §182
x
echte Dativ Der Objektsdativ Der Objektsdativ als Ergänzung zu einem Adjektiv Der dativus commodi et incommodi (des Interesses) instrumentale Dativ Dativus instrumenti und causae (des Mittels und des Grundes) Der dativus respectüs (oder relationis) (der Hinsicht oder Beziehung) Dativ der Gemeinschaft Der dativus sociativus (oder comitativus) (der Gemeinschaft oder Begleitung) Der dativus modi (der Art und Weise) lokativische Dativ Der lokale Dativ (des Ortes) Der temporale Dativ (der Zeit)
229 232 234 234 236 236
243 244 244 245 245 246 246 248 248 250 250 252 253 254 255 255 256 257 258 258
6. Die Präpositionen §183 §184 §185 §186
Vorbemerkungen Die eigentlichen Präpositionen Die uneigentlichen Präpositionen Die Bedeutung der Doppelkomposita
§187 Zusammenstellung über Orts-, Zeit- und andere wichtige Bestimmungen
259 259 262 281 284 285
II. Die Syntax des Verbs
292
1. Die Diathesen (Genera)
292
§188 §189 §190 §191
Vorbemerkungen Das Aktiv Das Medium Das Passiv
292 295 298 300
2. Die sogenannten 'Tempora' (bzw. Aspekte)
304
a) Allgemeines §192 Vorbemerkungen §193 Die Zeitstufen §194 Die Aspekte §195 Uebersicht mit Beispielen für Erfassung und Wiedergabe der Aspekte b) Die indikativischen Verbalformen §196 Vorbemerkungen §197 Der Indikativ des Präsens §198 Das Imperfekt §199 Der Indikativ des Aorists §200 Der Indikativ des Perfekts §201 Das Plusquamperfekt §202 Der Indikativ des Futurs
304 304 305 306
§203 Die umschreibende (periphrastische) Konjugation
311 316 316 316 320 324 328 332 333 336
c) Die nichtindikativischen Verbal formen §204 Uebersicht über die nichtindikativischen Verbal formen d) Verbal formen mit scheinbarer Zeitstufe §205 Die scheinbare Zeitstufe bei innerlicher Abhängigkeit §206 Die scheinbare relative Zeitstufe indikativischer und nichtindikativischer Formen
338 338 339 339
3. Die Modi
347
§207 §208 §209 §210 §211 §212
347 347 348 353 357 361
Vorbemerkungen Die 'Tempora' bei den Modi Der Indikativ Der Konjunktiv Der Optativ Der Imperativ
4. Das verbum infinitum (oder die Verbalnomina) a)
Der Infinitiv
§213 Vorbemerkungen §214 Die 'Tempora' beim Infinitiv
341
364 364 364 366
XI
§215 Die Negation beim Infinitiv §216 Der Kasus beim Infinitiv: der AcI und andere Konstruktionen aal Der Infinitiv bzw. AcI ohne Artikel §217 Der Infinitiv bzw. AcI als Subjekt §218 Der Infinitiv bzw. AcI als Objekt §219 Der Infinitiv bzw. AcI als Ergänzung zu einem Adjektiv §220 Der Infinitiv bzw. AcI als finales Adverbiale §221 Der Infinitiv bzw. AcI als konsekutives Adverbiale §222 Der epexegetische (erklärende) Infinitiv bzw. AcI (als Apposition) bb) Der Infinitiv bzw. AcI mit Artikel §223 Vorbemerkungen §224 Der Infinitiv bzw. AcI mit Artikel ohne Präpositionen §225 Der Infinitiv bzw. AcI mit ToD §226 Der Infinitiv bzw. AcI mit Artikel und Präposition b) Das Partizip §227 Vorbemerkungen §228 Die 'Tempora' beim Partizip §229 Der syntaktische Gebrauch des Partizips aal Das §230 §231 §232
adverbial gebrauchte Partizip participium coniunctum und genitivus absolutus Sinnrichtungen des adverbial gebrauchten Partizips Uebersicht über Auflösungs- und Wiedergabemöglichkeiten des adverbial gebrauchten Partizips bb) Das prädikativ gebrauchte PartiZips §233 AcP (und GcP) §234 Bei Verben des modifizierten Seins und Tuns §235 Die umschreibende Konjugation cc) Das attributiv gebrauchte Partizip • §236 Das attributiv gebrauchte partizip mit Bezugswort (attributiv im eigentlichen Sinne) §237 Das attributiv gebrauchte Partizip ohne Bezugswort (substantiviertes Partizip) dd) Semitisierende Gebrauchsweisen des Partizips . §238 Das participium graphicum (beschreibendes Partizip) §239 Pleonastische Partizipien §240 Das Partizip als Uebersetzung des hebräischen infinitivus absolutus
366 367 369 369 371 376 377 378 379 380 380 380 381 384 387 387 389 390 392 392 395 405 407 407 410 412 413 413 414 415 415 416 417
III. Die Partikeln (flexionslose Wörter)
418
1. Die Adverbien
418 418 420 421 421
§241 Zum Gebrauch der Adverbien §242 Die Komparation der Adverbien 2. Die Negationen §243 Uebersicht über die Negationen §244 Allgemeine Regeln für den Gebrauch der Negationen in der Koine §245 Die Negation OU §246 Die Negation ~n §247 Besonderheiten im Gebrauch der Negationen §248 Die doppelte Verneinung §249 Negationen unter<dem Einfluss des Semitischen
XII
422 423 425 427 429 430
3. Die Konjunktionen §250 Vorbemerkungen §251 Uebersicht über die Konjunktionen §252 Zusammenstellung wichtiger Partikeln C. DER EINZELSATZ UND SEINE GLIEDER §253 Vorbemerkungen zum Einzelsatz
I. Die Satzglieder §254 Vorbemerkungen zu den Satzgliedern
431 431 432 437 451 451 451 451
1. Notwendige (konstitutive) Satzglieder
456
a) Subjekt §255 Das Subjekt b) Prädikatsverband §256 Das Prädikat §257 Ergänzungen - die Objekte §258 Ergänzungen - die anderen prädikativen Elemente
456 456 460 460 462 466
2. Freie Satzglieder
470
§259 Die Umstands- und Artangaben 3. Attribute §260 Das Attribut bzw. die Apposition
II. Die Kongruenz §261 §262 §263 §264
Vorbemerkung Uebereinstimmung im Numerus Uebereinstimmung in" Genus, Numerus und Kasus Kongruenz bei mehreren koordinierten Wörtern (Verbindung durch xaL) §265 Constructio ad sensum (sinngemässe Konstruktion) (griech. xaTa crUVEcr~V) D. DIE SATZARTEN UND SATZVERBINDUNGEN §266 Vorbemerkungen
I. Unabhängige Sätze (Hauptsätze) §267 Selbständige Behauptungssätze §268 Selbständige Begehrungssätze §269 Selbständige (direkte) "Fragesätze
II. Abhängige Sätze (Nebensätze oder Glied- und Attributsätze) §270 Vorbemerkungen
470 484 484 491 491 491 492 495 495 497 497
499 499 500 503
508 508
1. Konjunktionalsätze
514
a) Konjunktionalsätze als Subjekt oder Objekt (Subjekt-Objektsätze) §271 Subjekt-Objektsätze mit ~T~ dass o.ä. (abhängige Behauptungssätze) §272 Subjekt-Objektsätze mit ~va dass o.ä. (meist abhängige Begehrungssätze) §273 Subjekt-Objektsätze mit E~ ob usw. (abhängige Fragesätze)
514 514 518 522
XIII
526
§274 Direkte und indirekte Rede §275 Uebersicht über griechische Entsprechungen deutscher Objektsätze mit 'dass' b) Konjunktionalsätze als Adverbiale (Adverbialsätze) §276 Temporalsätze §277 Kausalsätze §278 Finalsätze §279 Konsekutivsätze §280 Konditionalsätze - Vorbemerkungen und Uebersicht §281 Konditionalsätze - indefiniter Fall ('Realis') §282 Konditionalsätze - prospektiver Fall ('Eventualis') §283 Konditionalsätze - potentialer Fall ('Potentialis') §284 Konditionalsätze - irrealer Fall ('Irrealis') §285 Konditionalsätze - Mischformen und Sonderfälle §286 Konzessivsätze §287 Komparativsätze c) Konjunktionalsätze als Attribut §288 Konjunktionaler Attributsatz
531 533 533 540 542 544 546 551 553 556 557 559 560 561 563 563
2. Relativsätze (Attribut- und Gliedsätze)
564
§289 Form und syntaktische Funktion der Relativsätze §290 Relativsätze mit adverbialem Nebensinn E. BESONDERHEITEN DES SATZBAUS UND DER SATZFÜGUNG: SYNTAKTISCHE STILISTIK §291 §292 §293 §294
Vorbemerkungen Figuren der Wort- und Satzstellung Figuren der Abkürzung Figuren der Wiederholung und der Häufung
§295 Die Tropen §296 Figuren der Umschreibung, Verschleierung und Entschleierung
564
572
576 576 577 579 581 588 593
A N H A N G
597
DIE HAUPTUNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEM KLASSISCHEN UND DEM NEUTESTAMENTLICHEN GRIECHISCH
598
§297 Laut- und Formenlehre §298 Syntax
599 606
L I T E RAT U R VER Z E ICH N I S
621
A. SYSTEMATISCHE LITERATURHINWEISE IN AUSWAHL B. ALPHABETISCHES LITERATURVERZEICHNIS .
622 628
REGISTER
633
A. B. C. D.
634 647 675 707
XIV
STELLENREGISTER SACHREGISTER GRIECHISCHES WORTREGISTER HEBRÄISCHES UND ARAMÄISCHES WORTREGISTER
VOR W0 RT Die Griechische Grammatik zum Neuen Testament ist als Arbeitsmittel für Theologen sowie andere am neutestamentlichen Grundtext Interessierte gedacht. Für das neutestamentliche Griechisch gibt es zwar bereits eine Anzahl von Lehrbüchern. Doch fehlte bisher eine systematische Grammatik, die zum einen nicht (wie Blass-Debrunner-Rehkopf) die Kenntnis des Klassischen voraussetzte und zum andern durch Klarheit der Darstellung und ihr wissenschaftliches Niveau den Bedürfnissen des Anfängers und des Fortgeschrittenen gleichermassen gerecht zu werden vermochte. Das vorliegende Werk sucht diese Lücke auszufüllen. Dargestellt wird die im Neuen Testament repräsentierte Variante der hellenistischen Volkssprache (Koine). Das Neue Testament stellt ein relativ kleines Korpus dar, so dass nicht alle Erscheinungen dieser Koinevariante darin vorkommen. Hätte man sich ausschliesslich darauf zu stützen, so entstünde eine Schrumpfgrammatik, die zwar für das Neue Testament selbst ausreichen würde, nicht aber für ausserkanonische Texte, die man bei einer ernsthaften Beschäftigung mit dieser Sprachemiteinbeziehen muss. Aus diesem Grund werden hier z. B. vollständige, mit Hilfe ausserbiblischer Quellen ergänzte, Flexionsmuster und Stammformenreihen geboten. Dazu wird regelmässig (meist in Kleindruck) auf die wichtigeren Unterschiede zum klassischen Griechisch, in der Syntax besonders auch auf die Semitismen hingewiesen; im Anhang sind diese zudem systematisch zusammengestellt. Dem Leser, der vom Klassischen her an das Neue Testament (oder andere Koinetexte) herantritt, ist damit eine wichtige Hilfe in die Hand gegeben, umgekehrt aber auch demjenigen, der im Grundkurs neutestamentliches Griechisch gelernt hat und sich darauf in klassische Werke einlesen möchte. Dem Anfänger dürfte sich diese Grammatik als willkommene Ergänzung zu seinem Lehrbuch erweisen. Der Stoff wird ihm darin in
xv
seinem Systemzusammenhang geboten, dazu manche Lernhilfen wie Tabellen, Uebersichten und übersetzte Beispiele. Die Bestimmung schwieriger Verbformen wird ihm über das griechische Wortregister erleichtert. Dem Fortgeschrittenen soll dieses Buch als Nachschlagewerk zu den wichtigeren Punkten der Laut-, Schrift- und Formenlehre dienen. Vor allem enthält es aber eine ausführliche analytische und synthetische Syntax (einschliesslich der syntaktischen Stilistik) mit zahlreichen Originalbeispielen und einer konsequenten Terminologie. Dabei wird jenen Erscheinungen besondere Aufmerksamkeit geschenkt, die innerhalb des griechischen Sprachsystems bzw. im Vergleich mit dem Deutschen von zentraler Bedeutung sind (z. B. Verbalaspekt und Partizipien). Als Hilfe für denjenigen, der tiefer in die Materie eindringen oder Einzelheiten der wissenschaftlichen Diskussion nachgehen möchte, wurde ein kommentiertes systematisches Literaturverzeichnis aufgenommen; auch wird regelmässig auf die relevanten Stellen in den Standardwerken hingewiesen, so auf diejenigen von Blass-Debrunner-Rehkopf ,1mit seiner unübertroffenen Fülle von Details zu Einzelproblemen der philologischen Exegese. Im Interesse der Brauchbarkeit wurde besonders in der Syntax vor gelegentlichen Wiederholungen nicht zurückgeschreckt. So erscheint z. B. das irreale Imperfekt nicht nur unter 'Imperfekt', sondern auch unter 'Indikativ' und im Kapitel über die Konditionalsätze, was dem Benützer übermässiges Zurückblättern erspart. Die neutestamentlichen Zitate sind, sofern nichts anderes angegeben, der 26. Ausgabe von Nestle-Aland entnommen, die alttestamentlichen zumeist der Ausgabe von Rahlfs bzw. der Biblia
Hebraiaa Stuttgartensia (Stuttgart: Deutsche Bibelstiftung , 1967/ 77). Für die übrigen Texte sind verschiedene in der Universitätsbibliothek Basel oder privat verfügbare.
Editionen heran-
gezogen worden. Die jeweils gebotene Uebersetzung stellt weder eine Musterübersetzung dar, noch will sie den Benützer auf eine bestimmte Textinterpretation festlegen; sie soll ihm lediglich
XVI
dazu verhelfen, die betreffende grammatische Erklärung richtig zu verstehen. Noch zwei praktische Hinweise: a)
In den Registern wird der Anhang nur summarisch berück-
sichtigt. b)
Die in den Querverweisen genannten Buchstaben beziehen
sich (auch innerhalb desselben Paragraphen) auf den am äusseren Rand stehenden Buchstaben, und nicht auf die systematische Gliederung. So bezieht sich z. B. der Querverweis von S. 309 'vgl. o. a' auf das
'a'
von S. 306, und nicht auf das 'a)'
von S. 308. E. Hoffmann hatte schon länger den Wunsch gehegt, eine griechische Grammatik zum Neuen Testament herauszugeben. Ueber viele Jahre hinweg sammelte er Material und schuf 1979 eine erste provisorische Fassung, die darauf eine Zeitlang im akademischen Unterricht erprobt wurde. Er lud H. von Siebenthal ein, das Werk kritisch durchzugehen und bei der endgültigen Herausgabe mitzuwirken. Dieser unterzog das Buch einer gründlichen Revision und erweiterte es an verschiedenen Stellen. Verhältnismässig wenig verändert wurden Laut-, Schrift- und Formenlehre. Im vollen Einverständnis mit E. Hoffmann wurde hingegen die Syntax zu einern grossen Teil neu geschrieben, ebenso der Anhang und das Literaturverzeichnis. H. von Siebenthal übernahm schliesslich auch die Gestaltung der druckfertigen Fassung. Bei der Ueberarbeitung lehnte er sich insbesondere an die Grammatik Bornemann-Risch zur klassischen Sprache an. Beigezogen wurden daneben u. a. vor allem Blass-Debrunner-Rehkopf und Zerwick, aber auch Kühner-Blass, Kühner-Gerth, Schwyzer, Smyth, Moulton-Howard und Turner. Als Quelle für die syntaktische Stilistik diente in erster Linie Bühlmann-Scherer. Viel zu verdanken haben die Verfasser Herrn Prof. Dr. Ernst Risch, emeritierter Ordinarius für indogermanische Sprachwissenschaft an der Universität Zürich, ehemaliger Lehrer von H. von Siebenthal. Nicht nur zeigte er reges Interesse am
XVII
Werden dieser Grammatik, sondern er gab auch bereitwillig fachliche Auskünfte. Seine Ratschläge wirkten sich vor allem auf
~.
:'.lt-, Schrift- und Formenlehre aus sowie auf die Kapitel
über die Aspekte, Partizipien und Konditionalsätze. Es würde zu weit führen, jeden einzeln zu nennen, dem wir zu Dank verpflichtet sind. Besonders erwähnen möchten wir jedoch drei Assistenten der Freien Evangelisch-Theologischen Akademie Basel: Herrn Pfarrer Reinhard Möller, der die erste Fassung der Grammatik gestaltete und dessen Tabellen in revidierter Form weitgehend übernommen werden konnten, Fräulein Pfarrer Traute Lehmkühler, die beim Erstellen der Register mitwirkte und einen Teil des Korrektur1esens übernahm, sowie Herrn Pfarrer Eddy Lanz, der zusammen mit einer Anzahl von Studenten beim Korrekturlesen mithalf. Diese Mitarbeit führte zur Tilgung einer beachtlichen Reihe von Fehlern. Für die noch verbliebenen sind selbstverständlich, wie immer, die Verfasser verantwortlich. Sie sind für Hinweise auf weitere, zweifellos vorhandene Mängel dankbar und werden sie in künftigen Auflagen gerne berücksichtigen. Danken möchten die Verfasser nicht zuletzt auch dem Immanue1Verlag, besonders Herrn Prof. Dr. S. Kü11ing, für das dem Werk entgegengebrachte Interesse und die Bereitschaft, es zu veröffentlichen. Das grösste Lob gebührt jedoch dem Herrn, der durch das Neue Testament zu uns spricht! Möge diese Grammatik dazu beitragen, dass nicht nur der sprachlichen Form, sondern auch dem Inhalt seiner Botschaft vermehrt Beachtung geschenkt wird! Oberägeri und A11schwi1, Anfang März 1985 Ernst Hoffmann
XVI II
Heinrich von Siebenthal
11
AB KUR Z UNGEN A.
1
NEUES TESTAMENT
Mt Mk Lk Jh Apg Röm 1/2Kor Gal Eph Phil Kol 1/2Thess 1/2Tim Tit phm Rb Jak 1/2Pt 1/2/3Jh Jud Apk B.
ALTES TESTAMENT
Gen Ex Lev Num Dt Jos Ri Ru 1/2Sam 1/2Kön 1/2Ch Esr Neh Esth Hi Ps Spr Pre HL Jes Jer Kl Ez Da Hos Jo Am Ob Jon Mi Na Hab Ze Hg Sach Mal C.
APOKRYPHEN (soweit daraus zitiert)
1/2/3/4Makk Sirach D.
ZEICHEN
/ / u
>
entstanden aus ähnlich sinngetreu ergänzt wird ersetzt durch, führt zu (~usw.) s. §8d/e FNl
+
s. §185a; 252a
HEBRÄISCHE BZW. ARAMÄISCHE UMSCHRIFT
E.
N ::1 :1 l\
,
<
rekonstruiert bzw. nicht bezeugt Element der Ausdrucksseite (vgl. S. 4) Langvokal Kurzvokal wird zu
*
~ ~
I
"1 i1
b'E.gg d 1:h
,
n
wz h
\)
, !I :> ? n .l
Py
e ?
e
ä
a
F.
" SONSTIGE ABKURZUNGEN
A A. a. acc.abs. AcI AcP Adj.
k k 1- m n s
9 !l ::l
P , i!I I!i 1'1 n
pp f!
q
-.-:
T
ä
oy
e
e
,
l' S
,.
S t t T
[7
Angabe (§259a) Akkusativ/Aktiv/Aspekt auch accusativus absolutus accusativus cum infinitivo accusativus cum participio Adjektiv
2
i
"i
i
0
0
0 3
T:
(5
~
U
.•. u
Adv./(-)adv. Adverb/-adverb bzw. adverbial Akk. Akkusativ AkkO Akkusativobjekt (d.P. = der Person; d.S. = der Sache) Akt. Aktiv allgem. allgemein Aor. Aorist Apposition App.
1 Allgemein gebräuchliche Abkürzungen sind nicht aufgeführt. Bei NT-Zitaten vgl. a. Nestle-Aland bzw. Aland für Abkürzungen von Handschriften. 2 sofern. ausgesprochen. 3 in unb~tonter geschlossener Silbe.
lXX
Aram./aram. Aramäisch/aramäisch Art. Artikel Artergänzung (PrädiArtE katsnomen/Objektsprädikativ, §258) AT Altes Testament att. attisch Attr. Attribut Aug. Augment bei(m) b. Blass-Debrunner-Rehkopf BDR (s.a. alphabetisches Literaturverzeichnis) Bed./-bed. Bedeutung/-bedeutung bes. besonders bibelaram. bibelaramäisch BR Bornemann-Risch (s.a. alphabetisches Literaturverzeichnis) BW Bezugswort/Bezugselement coni. coniunctivus/coniunctum Dativ D. d. der Dat./dat. Dativ/dativus DatO Dativobjekt DcI dativus cum infinitivo Def. Definition Dekl. Deklination Dep. Deponens Diat. Diathese dtsch. deutsch durativ dur. E Ergänzung (prädikatives Satzglied, §257/8) eff. effektiv eig. eigentlich Engl./engl. Englisch/englisch erg. ergänze ev. eventuell f folgend (in dieser Grammatik bei Paragraphennummerangaben a. Unterteilungssymbol, z.B. §259f: §259, Abschnitt f) f. für ff folgende Fern. Femininum Finalangabe ([freies] FinA Adverbiale, §259b/j) FinE Finalergänzung (notwendiges Adverbiale, §258c; 259j)
xx
FN frz. Fut. G. GcI GcP Gen./gen. gen.abs. GenO gen. obi. gen.subi. GK
Fussnote französisch Futur Genitiv genitivus cum infinitivo genitivus cum participio Genitiv/genitivus genitivus absolutus Genitivobjekt genitivus obiectivus genitivus subiectivus Gesenius-Kautzsch (s.a. alphabetisches Literaturverzeichnis) Griech./griech. Griechisch/griechisch Grundbed. Grundbedeutung (§184b FN) Hebr./hebr. Hebräisch/hebräisch HS Hauptsatz IdE Identifikationsergänzung (Prädikatsnomen/Objektsprädikativ, §258) Imp. Imperativ Ind. Indikativ Inf. Infinitiv ingr. ingressiv InstrA Instrumentalangabe ([freies] Adverbiale, §259b/l) InstrE Instrumentalergänzung (notwendiges Adverbiale, §258c; 2591) IntA Umstandsangabe des Interesses ([freies] Adverbiale, §259b/m) IntE Umstandsergänzung des Interesses (notwendiges Adverbiale, §258c; 259m) intr. intransitiv ion. ionisch Ipf. Imperfekt ital. italienisch iter. iterativ jmd(s/m/n). jemand (es/em/en) Kasuskonstr. Kasuskonstruktion KausA Kausalangabe ([freies] Adverbiale, §259b/g) KausE Kausalergänzung (notwendiges Adverbiale, §258c; 259g) KB Köhler-Baumgartner (s.a. alphabetisches Literaturverzeichnis) Kl(ass)./kl(ass). Klassisch/klassisch KondA Konditionalangabe ([freies] Adverbiale, §259b/h)
KondE
Konditionalergänzung (notwendiges Adverbiale, §258c; 259h) Konj. Konjunktiv (§185: Konjunktion) Konjug. Konjugation KonsA Konsekutivangabe ([freies] Adverbiale, §259b/i) KonsE Konsekutivergänzung (notwendiges Adverbiale, §258c; 259i) konst.-k(ompl). konstatierendkomplexiv KonzA Konzessivangabe ([freies] Adverbiale, §259b/k) KonzE Konzessivergänzung (notwendiges Adverbiale, §258c; 259k) Lat./lat. Lateinisch/lateinisch LokA Lokalangabe ([freies] Adverbiale, §259b/d) LokE Lokalergänzung (notwendiges Adverbiale, §258c; 259d) LXX Septuaginta Medium M. mit m. Mask. Maskulinum Med. Medium ModA Modalangabe ([freies] Adverbiale, §259b/f) ModE Modalergänzung (notwendiges Adverbiale, §258c; 259f) MT Massoretischer Text N. Nominativ nachkl(ass). nachklassisch NcI nominativus cum infinitivo NcP nominativus cum participio Neg. Negation NF Nebenform nhd. neuhochdeutsch Nomin. Nominativ NS Nebensatz NT Neues Testament ntl. neutestamentlich Ntr. Neutrum 0 Objekt o. oben/oder OA Objektsartangabe (§259n) OArtE Objektsartergänzung (Objektsprädikativ, §258)
o.ä. obl. OE
oder ähnlich (Opt.) obliquer (Optativ) Objektsergänzung (Objektsprädikativ, §258) OIdE Objektsidentifikationsergänzung (Objektsprädikativ, §258) od. oder Opt. Optativ P Prädikat P. Passiv Parad. Paradigma Part. Partizip part.coni. participium coniunctum Pass./(-)pass. Passiv/(-)passiv(isch) Pers. Person/PersonalPf. Perfekt Pl. Plural Plsqpf. Plusquamperfekt poet. poetisch Präd. Prädikat (s-) Präposition/präpositionalPräp. PräpO Präpositionalobjekt Präs. Präsens Pron./-pron. Pronomen/-pronomen Ptz. partizip punkt. punktuell Red. Reduplikation Relativum/RelativRe 1. res. resultativ Subjekt; im Anhang a. 'SemiS tismus ' (vgl. S. 598; §298) Seite/Siehe/Satz S. siehe/sich/sub/-satz s./-s. Subjektsartangabe (§259n) SA s.a. siehe auch SArtE Subjektsartergänzung (Prädikatsnomen, §258) SE Subjektsergänzung (Prädikatsnomen, §258) Singular Sg. SIdE SUbjektsidentifikationsergänzung (Prädikatsnomen, §258) sog(en). sogenannt St./-st. Stamm/-stamm Stammformen stf. Subst. Substantiv subst. substantivisch/substantiviert s.v. sub voce/verbo (unter dem entsprechenden Stichwort) targumaram. targumaramäisch TempA Temporalangabe ([freies]
XXI
Adverbiale, §259b/e) Temporalergänzung (notwendiges Adverbiale, §258c; 25ge) tr(ans). transitiv und/unten u. unatt. unattisch unkl(ass). unklassisch UmstandsA Umstandsangabe ([freies] Adverbiale, §259a) umstandsE Umstandsergänzung (notTempE
XXII
wendiges Adverbiale, §258c) V. Vokativ/Vers v. von Verb(al/en)/verb(a/al/um) Vb./vb. Vok. Vokativ vorkl(ass). vorklassisch wörtlicher w. Wz. WUrzel Zahlw. Zahlwort zur Zeit z.Z.
Einleitung
A, DIE GRIECHISCHE SPRACHE UND DAS GRIECHISCH DES NEUEN TESTAMENTS Vgl. BR, s. XlVf; BDR §lff; Hoffmann-Scherer §lff; Debrunner-Scherer §5-9; Turner, Style.
Das Griechische ist ein Zweig der
i n d
0
ger man i s c h e n
(oder indoeuropäischen) Sprachfamilie, zu der die Mehrzahl der europäischen und einige asiatische Sprachen gehören. Zu den Hauptzweigen zählen u. a. auch das Indo-Iranische, das Armenische, das Anatolische (mit Hethitisch als dem bekanntesten Vertreter), das Italische (vor allem Latein und Tochtersprachen), das Keltische, das Germanische (z. B. das Südbzw. westgermanische mit Deutsch, Holländisch, Englisch usw.), das Baltische (z.B. das Litauische) und das Slavische (z.B. Russisch, Tschechisch, Slovakisch, Polnisch usw.) •
Die geschichtlichen Perioden der griechischen Sprache 1.
Das
my k e n i s c h e
G r i e chi s c h , ca. 1400 bis
1200 v. ehr., ist die Sprache der ältesten uns erhaltenen griechischen Texte, der Tontäfelchen in Silbenschrift ('Linear B') aus Knosses, Pylos, Mykene und Theben.
1
EinLeitung / Die griechische sprache und das Griechisch des NT
2.
Alt g r i e chi s c h,
ca. 800 v. ehr. bis 550 n. ehr.,
lässt sich wie folgt unterteilen: a)
Das
vor k 1 ass i s c h e
und
k 1 ass i s c h e
Grie-
chisch, ca. 800 bis 300 v. ehr. mit vier Hauptdialekten: (1) Ionisch-Attisch (2) Arkadisch-Kyprisch (3) Aeolisch (4) Dorisch-Nordwestgriechisch Ionisch ist die Sprache Homers (mit starkem aeolischem Einschlag) und Hesiods. Attisch, das sogenannte klassische Griechisch, ist die Sprache der berühmten Tragiker Aischylos, Sophokles, Euripides, der grossen Philosophen Platon und Aristoteles, des Historikers Thukydides und des Redners Demosthenes. Diese Periode griechischer Kunst und Wissenschaft hat die abendländische Kultur mit Wirkungen bis zur Gegenwart befruchtet. b)
'K
0
i n e'
(f) KOLvi'\ öLd.Ae:K"tO~)
nennt man die griechische
Gemeinsprache der Zeit zwischen dem Ende des 4. Jahrhunderts v. ehr. und ca. der Mitte des 6. Jahrhunderts n. ehr. Die Bezeichnung 'hellenistisches Griechisch' ist ebenfalls gebräuchlich. In dem von Alexander dem Grossen gegründeten Weltreich wurde die griechische Sprache zur Weltsprache, d. h. zur Verkehrssprache des Orients und der Mittelmeerländer. In der Kaiserzeit sprachen nicht nur die Gebildeten in Kleinasien, Aegypten und Rom Griechisch, sondern z. T. auch das einfache Volk im Bereich der hellenistischen Kultur. Die Koine beruht auf dem Attischen, dessen Eigentümlichkeiten durch die weite Verbreitung abgeschliffen wurden. Auch ionische Einflüsse sind in manchen Formen und im Sprachschatz erkennbar. In der Koine ist auch das Neu e
T e s t a me n t
geschrie-
ben. Seine Verfasser waren ausser Lukas Judenchristen, hatten also wahrscheinlich Aramäisch als Muttersprache. Wohl nur
2
Die geschichtlichen Perioden der griechischen Sprache
Paulus ist - in Tarsus - zweisprachig aufgewachsen. Man trifft im Neuen Testament Wörter aus dem Hebräischen wie ä~nv,
z. T. gräzisiert wie
y~€vva,
aaßßa.ov, und aus dem
Aramäischen wie naaxa. Ca. 470 Vokabeln kommen nirgends in der vorchristlichen Literatur vor. Die Semantik (d.h. die Bedeutungslehre, vgl. u. S. 4) zeigt, dass bestimmte griechische Wörter vom biblischen Denken her mit neuem Inhalt gefüllt wurden. Im Neuen Testament hat z. B. ö6Ea die profangriechische Bedeutung Meinung ganz verloren und ist vom hebräischen kä~o~ her geprägt. Dennoch darf man das Griechisch des Neuen Testaments nicht isoliert von der hellenistischen Sprache und Kultur sehen. Man muss auch beachten, dass die Verfasser der neutestamentlichen Schriften nicht unbedeutende Unterschiede im Gebrauch des Griechischen zeigen. Die Sprache der Offenbarung weicht.in verschiedener Weise vom normalen Gebrauch ab; so verstösst sie nicht selten gegen die Regeln der Kongruenz. Der Hebräerbrief dagegen ist "das erste Denkmal christlicher Kunstsprache" (Schwyzer I, S. 126). Auch Paulus, Lukas, Jakobus und Petrus schreiben ein gutes Griechisch. Markus hat einfache Sätze, auch Johannes; der Epheserbrief dagegen ist in 1,3-14 .ein fast ununterbrochen strömender Satz. Für eine Zusammenstellung der wichtigsten Unterschiede zwischen dem klassischen Griechisch und der Koine bzw. der Sprache des Neuen Testaments sei auf §297/8 verwiesen. 3.
Das
Mit t e l g r i e chi s c h e , die dritte grosse
Periode in der Geschichte der griechischen Sprache, umfasst die Zeit von Justinian (t565) bis etwa zur Eroberung Konstantinopels (1453). 4.
Von 1453 an rechnet man das
Neu g r i e chi s c h e
Seine Keime sind schon in der Koine zu beobachten.
3
Einleitung / Elemente der Sprache und Gliederung der Grammatik
B, DIE ELEMENTE DER SPRACHE UND DIE GLIEDERUNG DER VORLIEGENDEN GRAMMATIK Zur modernen Linguistik vgl. Bünting und Heupel, zur herkömmlichen Terminologie auch Hofmann-Rubenbauer.
Aus sprachwissenschaftlicher Sicht kann man die Sprache als ein Zeichensystem bezeichnen, das der Vermittlung von Information zwischen Personen dient. Dabei wird die vermittelte Information durch Laute ausgedrückt. 1.
Mit der Informationsseite, dem Inhalt der sprachlichen
Zeichen, und ihrer Verbindung zur lautlichen, zur Ausdruckssei te der sprachlichen Zeichen befasst sich die
Sem a n t i k
(Bedeutungslehre, Sprachinhaltsforschung), deren berühmtester Zweig die Lexikographie ist. Die wichtigsten Wörterbücher für das Altgriechische allgemein und das neutestamentliche Griechisch im besonderen sind im Literaturverzeichnis aufgeführt. Mit Ausnahme einiger Punkte im Anschluss an die syntaktische Stilistik (§291-296) wird die Semantik im folgenden nicht behandelt. Siehe dazu wieder das Literaturverzeichnis. 2.
Die Erforschung der Ausdrucksseite ist die Domäne der
G r a m m a t i k , bestehend aus Phonologie, Morphologie und Syntax. a)
Die
P h
0
n
0
log i e
( Lau t 1 ehr e) befasst sich mit
den kleinsten Elementen der Sprache, den einzelnen Lauten, und der Art und Weise, wie sie zur Informationsverrnitt1ung beitragen. 1 In der vorliegenden Grammatik werden lediglich einige Teilbereiche der Lautlehre berührt; nur das wird behandelt, was für die Aussprache und für das richtige Verstehen der Formenlehre notwendig erschien (meist Sprachgeschichtliches) . Da die Griechen (seit Beginn der altgriechischen Periode) eine phonemische Schrift (und nicht etwa eine Wort- oder Bilderschrift) verwenden, hängen Laut- und Schriftlehre besonders fürs A1tISolche bedeutungsrelevanten Laute nennt man 'Phoneme' (kleinste bedeutungsunterscheidende sprachliche Elemente) •
4
ELemente der Sprache und GLiederung der Grammatik
griechische eng zusammen. Siehe §1-20. b)
Die nächst höhere Ebene des sprachlichen Systems ist die-
jenige der zu Wörtern und Wortformen kombinierten Laute. Dies ist der Gegenstand der
Mo r p hol
g i e . In der Wortbil-
0
dungslehre richtet die Morphologie ihr Augenmerk auf die Art und Weise, wie Laute zu Einheiten kombiniert werden, die sich auf bestimmte Wirklichkeitsbereiche beziehen können, d. h. zu Wörtern.
l
Die Wortbildungslehre wird im folgenden nicht behan-
delt; es wird auf BR (§296ff) und BDR (§I08-125) bzw. auf die im Literaturverzeichnis aufgeführte Standardliteratur verwiesen. Werden nun Wörter zu Sätzen verbunden, so kann sich im Griechischen wie in anderen (flektierenden) Sprachen - so in den indogermanischen und semitischen - die Form der einzelnen Wörter je nach Funktion im Satz mehr oder weniger stark verändern. So wird etwa der Stamm verändert, oder es wird eine Vor- oder Nachsilbe angehängt bzw. verändert. F
0
r m e nIe h r e
2
Diesem Bereich ist die
- der zweite Teil der vorliegenden Gram-
matik (§21-125) - gewidmet. c)
Die Information, die sich Personen mitteilen, erfordert
in der Regel mehr als ein Wort. Dies führt uns zur dritten sprachlichen Ebene: Wörter, bedeutungs tragende Lautkombinationen, werden zu Behauptungs-, Begehrungs- bzw. Fragesätzen sowie zu Satzkombinationen verbunden. In welcher Weise dies geschehen kann, wird in der
S y n tax
(siehe dritten
Teil dieser Grammatik [§126-294]) aufgezeigt.
3
Zwar ist man sich bei der Ausarbeitung der vorliegenden Grammatik der Fortschritte der (modernen) Linguistik wohl bewusst gewesen, doch wird hier aus praktischen Gründen meist an der herkömmlichen Terminologie festgehalten. loder zu 'freien Morphemen' sprachliches Element). 2 Hier 3 Zur
('Morphem' : kleinstes bedeutungstragendes
spricht man von 'gebundenen Morphemen'. textlinguistischen Ebene vgl. §266b unter 'Merke'.
5
Erster Teil
Schrift- und Lautlehre
Das AZphabet
§
1
A, DIE SCHRIFTZEICHEN UND IHRE AUSSPRACHE Das Alphabet
§
1
Vgl. BR §lf; Aland, S. 284; 89. Zeichen Lautgr! kl~ wert
MAA.qJa
b
Beta
Bfi-ca
g
Gamma Delta
a
~/ä
B
r
ß y
/::;
6
d
E
E
e"
z {; 11
e
{7
I
~
x A.
K 11.
M U
2
Zeichen Lautgr~ kl~ wert
Alpha
A
H
Benennung
ds
Ny Xl
N
v
ra.uua
o
0
/::;E:A.-ca
II
n
p
pI
P
P
r
Rho
T
-c
t
Tau Taü Ypsilon T y ~~A.6v
n x
Nü Ei:
Omikron MO u~xp6v
Zeta
rrt
Sigma
Eta th
a
Benennung
Theta
Y
u
ü
11>
qJ
ph
k
Kappa
Ka.nna
X
X
eh
Phi chi
1
Lambda
Aa.(u)ß6a
'l'
~
ps
Psi
m
MV
Mü
g
w
o
Öm~ga
11> i:
Xi:
'l'i: T
g
UE:ya
Grossbuchstaben (Majuskeln): bis 9. Jh. NT-Ueberlieferung durchweg in Majuskelschrift (ohne Abstand zwischen den Wörtern: scriptio continua! ) ; heutige Textausgaben vor allem im Anlaut von Namen und Abschnitten. ~ nur im Auslaut: aE~a~6~ Erdbeben. 3 Kleinbuchstaben (Minuskeln).
Anmerkungen: 1. 2.
3.
4.
5.
v unten spitz, u unten rund. Lies y vor y, x, ~, X als /ng/ wie deutsches n vor k oder x: &YYEAO~ Engel als /ang-gelos/, &yxupa wie Anker, ~~~y~ wie Sphinx, KEYXPEa~ Kenchreä (Hafen von Korinth) als /Keng-chreai/. L nie wie j, sondern immer wie i: 'Iouöa~o~ /I-üdaios/. T~ nie wie zi, sondern immer wie ti: a~apT~a /hamartia/ Sünde. ~E immer getrennt, nie wie Dieb: ~ETE /hi-e-te/ sendet! ax nie wie sch, sondern stets getrennt wie s-ch: Ta ~axaTa /ta eschata/ die letzten Dinge. Das frühgriechische F, ein w-Laut (nach seiner Form als 'Di-Gamma'/ Doppelgamma benannt), und das j ('Jod') gingen in der klassischen Zeit verloren. Für Spuren beider Laute s. §12. ~,~, X klass. behaucht ausgesprochen ('Aspiratae', vgl. §3) wie in deutsch ~at, ~a~ier, !ampf im Gegensatz zu den unbehauchten T, ~, x wie in frz. !.on, ~a~ier, !E..ilo, später jedoch als Reibelaute: 9
b
§
2
Schrift- und LautZehre / Die Schriftzeichen und ihre Aussprache wie engl. thing, ~ wie in Philosophie, X wie in Sache (verbreitete Schulaussprache inkonsequent: ~ klass. ausgesprochen, ~ u. X nachkl.) •
~
§
2 Die Vokale Vgl. BR §3; BDR §22-28.
a
Einfache Vokale
Diphthonge (Doppellaute)
E,O
immer kurz
aL,EL,oL,UL mit
. .. ..
immer lang
Q.,lJ,41
a,r,G
lang
11,W
L gebildet
mit stummem untergeschrie-
a, L,U kurz oder
benem L (Iota subscripturn)
q. 0 11C, AL ,HL ,Ch
i!ioov, ~on
mit stummem beigeschriebenem L (Iota adscriptum) uALÖ11C,THLÖOV,'OLÖn
aU,Eu,oU,11U mit U gebildet bAussprache: aL wie in als
II/),IoL
Frau~
Hai, E L wie in engl. m9,.de (zur Zeit des
wie in engl.
ou wie in RouZett, EU
bEJi...' UL wie in frz.
NT
nuit, au wie in
und 11U eigentlich als /e+ü/ und
/e+ü/, in der deutschen Schulaussprache gewöhnlich als /ö+i/. Die Diphthonge sind lang. Nur auslautendes aL und OL gelten in Deklination und Konjugation als kurz, ausser im Optativ (z. B. naLoe:u-oL möge er erziehen) und als Kontraktionssilbe 011AO L < 011A6E L
C
er macht deutUch).
(z. B.
S. § 2 3e; 7 4d; 89.
Man unterscheidet zwischen echtem E~ (~ ursprünglich ausgesprochen) und unechtem E~ (durch Ersatzdehnung [so §lO] od. Kontraktion - ohne Mitspielen eines ~, s. §ll - entstanden, von Anfang an als langes lei ohne ~-Element ausgesprochen). Schon im Klass. wurden die beiden gleich ausgesprochen (als langes lei, aber geschlossener als n) und von daher gleich geschrieben. Z.B.: echt unecht er erzieht lla~ÖEU-HV «E+EV) erziehen (vgl. §70). l[(l~ÖEU-E~ Bei Kontraktion mit 0- und A-Lauten (vgl. §ll) bleibt das L des echten EL erhalten, dasjenige des unechten nicht (vgl. §89; 84): echt unecht önA6-~ > ÖnAOC er macht önA6-~v > ÖnAoÜV deutlich machen - deutlich ayalla-ELV > ayall~v lieben ayalla-~ > ayallj er liebt lIn nachkl. Zeit entsprachen schliesslich L, E~, n, (~), OL, u, (UL) alle einem lil ('Itazismus') und aL u. E einem lei. Vgl. dadurch entstandene Textvarianten (Aland, S. 287f). Vgl. a. §110,4; 123,4.
10
Die Konsonanten
§
3-4a § 3
Die Konsonanten Vgl. BR §2; BDR §32-35. Einteilung der Konsonanten nach dem klass. Lautstand: Nach der Dauer
Nach der Bildung im Mund
'tönende' Dauer laute
Mutae 1 ('stumme', Verschlusslaute) Tenues 1 (stimmlose, 'harte')
Aspiratae 1 Mediae 1 ( 'behauch(stimmhafte, te') 'weiche')
Labiale (Lippenlaute)/ P-Laute
Tl:
ß
epz
Dentale (Zahnlaute)/ T-Laute
"t
Ö
8z
Gutturale (Kehllaute)/ K-Laute
K
y
XZ
Spirans1 Nasales1 Liquidae 1 (Reibe- (Nasen- ( 'fliessenlaut) laute) de')
1.I.
cr
A, P
V
y vor
y,K,X,S
ISg.: (die) 'Tenuis', 'Media', 'Aspirata', 'Nasalis', 'Liquida'. Gebräuchlich sind auch 'plosivlaut' für 'Muta', 'der Spirant' (Pl. -en) für 'die Spirans', 'der Nasal' (Pl. -e) für 'die Nasalis'; statt '-ae' (od. '-ä') verwendet man als Pl.-Endung auch '-en'. znachklassisch Reibelaute (Spirantes); vgl. §lb. Dazu kommt noch der Hauchlaut
C
/h/ (vgl. §5a).
Zwiekonsonanten sind S /ks/, ~ /ps/ und 6 /ds/
(vgl. §15g).
Als Liquiden fasst man a. 1.I., V, A, p zusammen (vg1. §36/7; 97ff). Für die vorklass. Zeit kommen noch die nicht silbenbildenden Halbvokale (Labial /w/) und j (Guttural) dazu' (vgl. §12).
F
Die Silben
§
4
Vgl. BR §6f. 1.
S i I ben I ä n g e
a)
Von Natur
kur z
(Quantität od. Zeitdauer der Silbe) sind Silben mit kurzem Vokal vor ein-
fachem Konsonanten: v6-l.I.o~
b)
Gesetz, ept-PO-l.I.e:v wir tragen,
Von Natur
la n g
Tl:o-"ta-1.I.6~
Fluss.
sind Silben mit langem Vokal oder mit 11
a
§
4b-5a
Schrift- und LautZehre / Die Lesezei.chen
Diphthong: ]..Ln-"tnp Mutter, an-]..LE C-oq;; (den) Zeichen, c)
oö-"tw~
so.
Eine Silbe mit naturkurzem Vokal gilt als lang durch (d. h. Satzung, Abkommen) , wenn mehrere Konso-
Position
nanten oder ein Zwiekonsonant folgen: 2.-(jla~A-]..L6~
Auge
ö~-O]..L6~
Fessel
Q-]..LVO~
Lied
2-4J~-aaE
ihr werdet sehen
]..L.§.-XPL
bis
Dies gilt vor allem für die Versbildung (s. auch §50a zum Komparativ), nicht aber für Akzent und Aussprache.
b
2.
Orthographische
S i I ben t ren nun g
Ein einzelner Konsonant wird zum folgenden Vokal gezogen. Doch eine Silbe kann auch mit zwei oder drei Konsonanten beginnen, sofern ein griechisches Wort sie am Anfang haben kann: ä-po-"tpoV
Pflug
a.-yp6~
Acker
öE-0Tt6-"tn~
Herr
~-OTtE-pa.
Abend
a.v-§Q.a.-aLv
Männern
npE-aßu-"tE-PO~
Aeltester
1
Komposita trennt man nach ihren Bestandteilen: auv-ciyw
so dass
B. LESEZEICHEN §
ich versammle
2
5 Spiritus und Akzente Vgl. BR §4; 8f.
a1.
Die
Spiritus
(Hauchzeichen)
Jeder anlautende Vokal oder Diphthong trägt ein Hauchzeichen (Spiritus, PI. Spiritüs). a)
C
oder lat. 6ö6~
s p i r i t u s a s per ~omo
gesprochen:
/Eodos/ Weg spiritus
b)
(rauher Hauch) wie h in Hans.
~a.
I e n i s
/höra/
Stunde
(linder Hauch) wird nicht
ausgesprochen: P-/K-Laut+T-Laut; Muta+Liquida; ~v; cr+Muta/~; Zwiekonsonanten; cr+Tenuis/Aspirata+Liquida/v (Kühner-Blass I, S. 254ff; Lejeune §285ff). 2 Die ältesten NT-Handschriften sind zumeist ohne Lesezeichen (Aland, S. 284) , 1
12
Spiritus und Akzente
§ orxo~
ich c)
5b-d
loikosl Haus
Jedes p bekommt im Anlaut den spiritus asper: ~nua
Irhemal
Wort
Doppeltes p im Wortinnern wird manchmal mit doppeltem Spiritus geschrieben: rruppo~ manchmal rruppo~ (vgl. lat. Pyrrhus).
2.
Die
A k zen t e
Drei Akzente bezeichnen die Betonung der Wörter:
a)
- Der A ku t
l
kann stehen:
b
aal auf kurzen und langen Silben: ogEa
Ehre
x~pa
Land
A~YW
ich sage
ow"ttlP
Retter
bb) nur auf einer der drei letzten Silben (auf der drittletzten nur, wenn der Vokal der letzten kurz ist): letzte:
Xp~o"t2~
Christus
vorletzte:
AQ.yO~
Wort
drittletzte: xQP~o~
Herr
~\!apWTtO~
-
b)
Der Z i rkumf lex
Mensch
c
steht:
aal nur auf naturlangen Silben:
Licht
Mahl
Richterstuhl TtAOLO\!
Schiff
bb) nur auf einer der zwei letzten Silben (auf der zweitletzten nur, wenn der Vokal der letzten kurz ist; ist die zweitletzte in einem solchen Fall betont, so
mus s
sie den
Zirkumflex haben) : o~PO\!
Gabe
TtQP
Feuer
oö~
Ohr
o~ua
Leib
c)
- Der Gravis
steht nur auf der letzten Silbe. Er
d
steht statt Akut und nur dann, wenn kein Satzzeichen folgt: Tt~o"to~
o
ow"t~p
0
aE6~,
o~'
"tau x6ouou
oö
getreu ist Gott, durch den (lKor 1,9) der Retter der Welt (Jh 4,42)
1 Ursprünglich die relative Tonhöhe (Akut den steigenden, Gravis den fallenden und Zirkumflex den steigenden und fallenden Ton), später den Wortdruck (Betonung).
13
§
Se-5a
Schrift- und LautZehre / Die Lesezeichen
Akzentwechsel: öLö~axaA2G
Lehrer
ÖOÜAQ.G Knecht
(letzte Silbe kurz)
öLöaax~AQQ
Lehrers
ÖOUAOU Knechts
(letzte Silbe lang)
Die Quantität der letzten Silbe entscheidet.
e
3.
Spiritus und Akzent - ihre
S tell u n g
Sie stehen a)
bei Kleinbuchstaben über dem Buchstaben:
Das Wort war bei Gott (Jh 1,1) b)
bei Grossbuchstaben vor dem Buchstaben: ~ßpaa~,
c)
~P~ö~G,
VAyaßoG
bei Diphthongen über dem zweiten Vokal:
Geist
Sohn
Der Spiritus steht vor dem Akut aber unter dem Zirkumflex: ~ÖWAOV
BiZd
sein
EtvaL
Bei grossgeschriebenen Langdiphthongen stehen Spiritus und Akzent vor dem ersten Vokal: VALÖ~G
§
(aber
~Ö~G)
Hades. Totenreich
5 Atona und Enklitika Vgl. BR §lOf. I
Atona (oder Proklitika) sind tonlose, Enklitika sind tonanlehnende Wörter.
a
-
I.
Atona
l.
Vier Formen des Artikels (§24) : 0,
2.
Drei Präpositionen: tx/t!; aus, dG in
3.
Zwei Konjunktionen: d
4.
Eine Negationspartikel: ou/oöx/OUX nicht
Wörter ohne Akzent:
n und o t, at - hinein,
t\l in
wenn, wG wie. aZs
Atona haben jedoch einen Akut: a)
allgemein vor einem Enklitikon: Er .LG wenn jemand
b)
ou vor einer Interpunktion:
14
Atona und EnkZitika
§
~EEOcLV ... öoüvaL ~
oü;
6b-d
Ist es erZaubt•... zu geben oder nicht? (Lk 20,22)
II. E n k l i t i k a 1.
Die Tonanlehung
(~YXALOL~)
einiger ein- und zweisilbiger
b
Wörter ('Enklitika') an das vorausgehende Wort schwächt ihren Ton so, dass sie ihn teils ganz verlieren, teils als Akut an das vorausgehende Wort abgeben. 2.
Regel:
C
Einsilbige Enklitika haben keinen Akzent, zweisilbige einen auf der letzten Silbe, doch nur dann, wenn das vorausgehende Wort einen Akut auf der vorletzten Silbe hat. 3.
Enklitisch gebraucht werden:
a)
Vom Personalpronomen der 1. und 2. Person Sg. die Kurz-
d
formen (s. §54a/b; vgl. a. 54d): ~E
meiner. mir. mich
2. Person: OOU, OOL, OE
deiner. dir. dich
1. Person: b)
~ou,
Das indefinite Pronomen in allen Formen (s. §60):
irgend jemand
cL~
c)
~OL,
Ind. Präs. von
Et~L
irgend etwas
cL
sein alle zweisilbigen Formen (d. h.
alle ausser 2. Pers. Sg., s. §125a/b): EC~C,
-,
~~gV,
d)
~OcLV
~Ocg,
ich bin. -. er/sie/es ist wir sind. ihr seid. sie sind
ELOLV
Ind. Präs. von
~n~C
sagen alle Formen ausser 2. Pers. Sg.
(s. §125d): ~n~C, ~~gV,
e)
-,
~nOLV
~cg,
ich sage. -. er/sie/es sagt
~OLV
wir sagen. ihr sagt. sie sagen
Die unbestimmten Adverbien (s. §61a/d): nou, nocg,
nw~
usw.
irgendwo. irgendeinmaZ. irgendwie
f)
Folgende Partikeln (§252): YE wenigstens. sogar (klass. auch TOL gewiss, vuv nun, also, wie)
und ~~p
durchaus,
~w
je, irgend-
15
§
e
6e-7b
Schrift- und Lautlehre / Die Lesezeichen
4.
Der Akzent der Enklitika:
a)
der einsilbigen
b) der zweisilbigen Enklitika
6.c5EA(j).Q(;
-r~(;
ein Bruder
ITtTto(;
-r~(;
ein Pferd
-r~(;
ein Herr
X.ldp~Q(;
cicSEA(j)oC ITtTto~ x.ldp~oC
-rou ÖEOU ]J.ou meines Gottes -ro cS~PQv ]J.OU meine Gabe
f
5. a)
-rou ÖEOU -ro
-r~VE(;
einige B!'Üder
HVf.(; einige Pferde einige Herren -r~VE(; to-r~v
cS~PQv to-r~v
ist Gottes die Gabe ist
Merke: Bei zwei aufeinanderfolgenden Enklitika bekommt das erste den Akut: ihr seid meine Freunde
b)
Am Anfang eines Satzes hat ein Enklitikon
E(otV n]J.tv c)
d.VcSPE~
(Jh 15,14)
e~nen
-rEooapE(; Wir haben vier Männer
Akzent:
(Apg 21,23)
Wenn die Silbe, auf die der Akzent des Enklitikons fallen müsste, elidiert ist, so behält es seinen Akzent: ciAA' Etotv
t~
U]J.wv ...
Aber es gibt in eurer Mitte (Jh 6,64)
§
7 Weitere Lesezeichen Vgl. BR §5.
a1.
Trema
Zwei Trennungspunkte über
~
oder u zeigen an, dass zwei Vo-
kale, die sonst einen Diphthong bilden, getrennt gesprochen werden müssen:
cdcS~o(; !.
Ttpau-rn(;
b 2.
sprich: /a-idios/
ewig
sprich: /pra-ütes/
Sanftmut
Interpunktion Punkt oben ('Kolon') bedeutet Semikolon oder steht für
den Doppelpunkt vor der direkten Rede. ; - Unser Semikolon wird im Griechischen als Fragezeichen gebraucht. Verwendung von Komma und Punkt wie im Deutschen.
16
§
Der Ablcmt )(UPLe:~
e:rne:", oE· :r;CI; e:r,
7e-8e
Da sprach er: "Wer bist du. Herr?" (Apg 9,5)
Griechisch Deutsch 3•
?
Apo s t rap hund
Kor
(5
n i s
e
siehe §19/20.
C, DIE WICHTIGSTEN LAUTGESETZE I. Veränderungen
der Vokale
Vgl. BDR §29-3l.
Der Ablaut
§
l
8
Vgl. BR §27f.
I.
Als
AbI a u t
bezeichnet man den Vokalwechsel zwischen
etymologisch verwandten Wörtern: 1.
Qua I i t a t i ver
Ablaut (oder Abtönung)
Wechsel der
a
Wechsel
b
Klangfarbe: e: > 0, e:L > OL Vgl. im Deutschen: finden,
2.
f~nd,
Quantitativer
gef~den.
Ablaut (oder Abstufung)
der Sprechdauer (Quantität): e: >
n, 0 > W, usw., z. B.:
na:r~p
II. Die
(Vok.)
(0) Vater
na:rnp
(Nomin.)
(der) Vater
AbI a u t s t u f e n
1.
Beim qua I i t a t i v e n
a)
E-Stufe
.l§.y~w
b)
O-Stufe
AQY-Ol; Wort
sage
e
Ablaut: ll§Y-W bleibe
O"tP§.(j)-W wende
llQ"'-n Wohnung
o"tPQcp-n Wendung
lAls morpho(pho)nologisches Phänomen (d.h. als eine durch Wortbildung oder Flexion bedingte lautliche Veränderung) steht der Ablaut nicht auf gleicher Ebene wie die anderen (lautgesetzlichen) Lautwandel. Aus praktischen Gründen aber wird er hier unter dem Titel 'Lautgesetze' aufgeführt.
17
8d-f
§
d 2. a)
Schrift- und Lautlehre / Die wichtigsten Lautgesetze
Beim qua n t i t a t i v e n
Ablaut:
Grund- oder Vollstufe nennt man die gewöhnliche Stufe des
E- oder O-Vokals:
no:t!:.p b)
(Vok.)
Sitte
(0) Vater
Dehnstufe nennt man den Uebergang vom kurzen E- oder 0-
Vokal zum langen (n, w): (Nomin.) ~8ol;; > ~801;;
ncl.,!:.p > na,.!ip Vater c)
Si tte
(Synonym)
Tief- oder Schwundstufe heisst die Schwächung der E- oder
O-Diphthonge zu L bzw. u:
1
AEGn-w lasse zurück
>
~-A~n-ov
liess zurück
q>EUY'-W fliehe
>
~-q>~y-ov
floh
oder der völlige Vokalverlust (auch 'Nullstufe' genannt): t-y.!:.v-ounv wurde
y G-yy-ouaL werde
III. U e b e r s ich t
über einige Ablautreihen
(klass.)
Vorbemerkung: Nicht alle lassen sich vollständig belegen.
e
1.
Ablaut der kurzen Vokale E > 0
Grund- oder Vollstufe
Dehnstufe
E-Stufe
O-Stufe
t-y!:.v-ounv
yl;-y.Qv-a
wurde
bin geworden
yf.v 0 I;;
ol y.QVELI;;
Geschlecht no:tep
2.
1
yG-yv-o-UaL (klass.) werde (s. §1l2,7)
Eltern na,np (Nomin. ) Vater (s. §38)
(Vok. )
(0) Vater
f
Tief- od. Schwundstufe
na,pol;;
-
(Gen.)
Vaters
Ablaut der Diphthonge EL > OL
Afin-w lasse zurück nd8-w überrede
Al;-A~n-a
~-A~n-ov
(Pf. 2)
(Aor.2)
habe zurückgelassen (s. §lO8)
liess zurück
nt-noL8-a vertraue (s.
n~a-"t61;; «
(s. §lOS)
(Pf.2)
nL8-,ol;;)
gläubig
§96,1)
lHier finden sich ursprünglich recht häufig sogen. 'silbische' Liquiden u. Nasale, d.h. Konsonanten, bei denen ohne Hinzutreten eines Vokals eine Silbe entsteht (vgl. Vat~ statt Vat~, vog! statt Vogel). Im Griech. erscheinen diese indogermanischen Laute (durch ö gekennzeichnet: ]' ~, ~, teils als blosses a, teils steht ein a vor oder hinter dem Konsonanten, z.B.: ~aTpaoL Vätern (§38) EOTaA~aL ich bin gesandt (§lOO/l) <''<~aTrOL ) «*EoTl~aL) S.a. §107d; 113,9.
w)
18 (
o
o
Quantitätentausch (metathesis quantitatum)
3.
§
8g-10a
Ablaut der Diphthonge EU > ou
Grund- oder Vollstufe E-Stufe
9
Dehnstufe
Tief- oder Schwundstufe
I O-Stufe
onEUO-W
onouo-Ti
-
eile
Eifer ~-Cjl~Y-ov
CjlEUY-W fliehe
floh
(5.
(Aor.2) §105c)
Cjl.!J.y-Ji Flucht
Quantitätentausch (metathesis quantitatum)
§
9
Vgl. BR §13.
Umgestellt werden no zu EW und na zu Ea: die beiden Vokale tauschen ihre Quantität - lang-kurz> kurz-lang -, so z. B. bei den auf einen Vokal bzw. auf einen Diphthong auslautenden Stämmen der 3. Deklination (§40j41): (ßaOLAT;FO!; »
>
n6A~!;
ßaoLAfiQ!;
>
ßaoLAEW!; Gen. v. ßaoLAEU!; König
ßaoLA~
>
ßaoLAEä
Gen. v. n6A L!; Stadt Akk. v. ßaoLAEU!;
Ersatzdehnung für geschwundene Konsonanten Vgl. BR
§
10
§14.
Der Vokal einer Silbe wird gedehnt (zu einem langen Vokal oder Diphthong), wenn ein oder zwei ihrer Konsonanten schwinden (§13): 1. a)
Bei Schwund von v oder v. vor
0
(vgl. §25;28j9;36;48;70):
-av!; und -av.!; > -ä!;! otxLa-V!; >
otxc~
Häuser
lJ.EAaV-!; > lJ.EAä!; schluarz
tuav.-!; > tlJ,ä!; Schuhriemen naLöEuo~
> naLOEUoä!; einer.
der erzieht (Ptz.Aor.Akt.) b)
-OV!; und -ov'!; > -OU!;: ~PXOV'-OLV
Herrschern
> dPXOUOLV soLchen. die gLauben (Ptz.präs.Akt.)
19
a
§
c)
10b-llb -EV~
Schrift- und Lautlehre / Die wichtigsten Lautgesetze
und
-EV'~
AU-aEV'-~
>
>
-EL~:
AU-aEL~
einer, der gelöst wird (Ptz.Aor. Pass. )
b
§
2.
Bei Schwund eines
0
nach Liquida oder Nasal (§13h; 98b-d):
~YYEA-Oa
>
~YYELAa
meldete
tcmEp-oa
>
~cmf..!&a
sette
tlJ,EV-Oa
>
~lJ,ELVa
blieb
C
3.
Bei Schwund eines 0 vor Liquida oder Nasal (vgl. §13h FN1) : > dlJ,L (§125a) bin tO-lJ,L
d
4.
Bei Schwund eines j nach v, P (§12c; 97c) : , v > XPLVW richte xp~jw > 'ELVW spanne 'Ev-jw
11 Vokal kontraktion Vgl. BR §15; BDR §31.
Vokalkontraktion
nennt man die Zusarnrnenziehung zweier Vokale
zu einern langen Vokal oder Diphthong.
a
1.
Allgemeine Re gel n :
a)
Kontraktion gleichartiger Vokale (bzw. Diphthonge) ergibt
gleichartige lange Vokale bzw. Diphthonge: E + E > EL E +
n
b
b)
n > n
+ E >
n
nOAE-E~
>
nOLt-n'E
> nOL!i.E
~~n-E
>
L
nOA~~ (§40)
~~n
(§87)
(damit) ihr tut er lebte
(§84c)
n + EL> T,l
~n-E
o +
vo-o~
>
o + W > W
ön>"O-WlJ,EV
> Ön>"WlJ,EV
(§89)
(damit) wir kundtun
a+a>a.
tOTa-aoLv
> tO.dOLV
(§1l5)
sie steHen
0
>
ou
> ~,!;! (§84c)
er lebt
voü~ (§31)
Sinn
Diphthonge verschlingen Kurzvokal, wenn er dem ersten
ihrer Vokale gleich oder ähnlich ist: E + EL > EL nOLt-EL > nOLEt" (§87) > T,l o + OL > OL E + T,l
20
Städte
nOLt-T,l
> noLfj
(§87)
Ön>..6-0LlJ,EV > ÖnAOt"lJ,EV
(§89)
er tut du tust für dich mögen wir kundtun
§
Vokalkontraktion
o + OU > ou
oT)A.6-oua~v > oT)A.oüa~v
a + a~ > a~
llva.-a~
> llva'C (§27)
Minen
a + q.
llVa.-q.
> llV§:
(der) Mine
> Q.
(§89)
(§27)
llc-e
sie tun kund (Mass) (Dat.)
O-Laute setzen sich gegen E-Laute durch (O-Laut + E-Laut
c)
C
und E-Laut + O-Laut) : o + E
> OU
OT)A.O-E.E
ihr tut kund
o + T)
> W
oT)A.O-T).E
(damit) ihr kundtut
o +
E~l
o~
OT)A.O-E~
> oT)A.o'C
(§89)
er tut kund
(§89)
du tust kund für dich
o + ~
> o~
OT)A.O-~
> oT)A.o'C
E + 0
> ou
nO~E-ollEV
>
no~oüllEV
T) + 0
> W
~~-OllEV
>
~~llEV
(§87)
(§84c)
wir
tun
wir
leben woUen tun
nO~E-wllEV
>
nO~~llEv
(§87)
wir
no~E-o~.O
>
no~o'C.o
(§87)
möge er für sich tun
E + OU > ou
~no~E-ou
>
~no~oü
E + ~
XpuaE-~
>
xpua~
E + W E +
d)
>
O~
> W >
O~
> ~
(§87) (§44)
du tatest für dich (dem) goldenen
d
O-Laute setzen sich auch gegen A-Laute durch:
e)
a +
0
>
W
ayana.-ollEv > ayan~llEV (§84)
a +
W
>
W
ayana.-w
>
a +
O~
>
~
ayana.-o~.o
> ayan~.o
ayan~
a + ou > W
f)yana.-ou
> f)yan~
o + a
lld~~(a)~
> lld~~
>
w
(§84) (§84) (§84) (§52)
wir Zieben ich Ziebe möge er geliebt w. du llJUrdestgeliebt grösser
e
Treffen A-Laute und E-Laute zusammen, so setzt sich der
voranstehende Laut durch:
a +
E
> ä.
ayana.-E.E
> ayan9:.E
(§84)
ihr Ziebt
a+T)
>Ci.
ayana.-1FE
> ayan9:.E
(§84)
(damit) ihr liebt
a+E~l>q.
ayana.-E~
> ayanq.
a + ~
> Q.
ayana.-~
> ayan§:
E + a
> T)2
YEvE-a
> YEV!}
(§84) (§84) (§39)
er Ziebt
(damit) er Ziebt Geschlechter
Echtes E~ (vgl. §2c); alu + unechtes E~ = alu + E > au/ä, vgl. §2c; 89a; 84b. 2 Manchmal > ä, z.B. §44c (Ntr.Pl.) u. l15b FN6 (~ao~v). 1
21
§
f
llf-12a
Schrift- und Lautlehre / Die wichtigsten Lautgesetze
2.
Kontraktionstabellen
a)
1. Vokal
2. Vokal A-Laut
E-Laut
O-Laut
-a -aL -q.
-E
-0
a E
ä.
aL
n
(t;l )
Q.
a
Q.
EL
EL
n OU
n W
0
b)
-EL -n -TJ
a
-OL -ou -W
-Cjl
Q.
W
Cjl
W
W
n
TJ
ou
OL
OU
W
Cjl
TJ
n
TJ
W
Cjl
OL
W
OL
OU
OL
OU
W
(Cjl)
mögliche ursprüngliche Vokale oder Diphthonge
Kontraktionsprodukt
a
(Q.)
aa
aE
an
n
(TJ )
Ea
En
nE ([Ea L] ETJ
nEL nn nTJ)
aw
aou .EW
oa
(aq.
W (Cjl)
ao
aL
aaL
EL
EE
OL
EOL OEL OTJ
OOL
ou
EO
00
aTJ
no
aE L)
on ow (ao L ECjl [OCjl]) (nOL+
EEL
EOU OE
OOU
**********
9
Zur Veränderung des alten E,
L, P
a
im Attischen immer ausser nach
(im Ionischen ausnahmslos) zu n s. §25f; 44a/b; 45b;
48e FN; 84d; 85,4-8; 98b.
II.Veränderungen der
Konsonanten
Vgl. BDR §32-35.
§
12 Spu ren von Fund
j
Vgl. BR §17; 21. F
a
1.
(Digamma) und j sind nicht mehr erhalten, s. §lb; 3. F
erscheint vor Konsonant und im Auslaut als u:
ßaCl"LAE~~
König, ßaoLAEQ (0) König, St. ßaoLAq:.-> ßaoLAE!:>.-
(s. §41; vgl. a. 46a.)
22
Spuren von F und j
2.
§
12b-d
Selten erscheint es als spiritus asper im Anlaut vor Vo-
b
kal: ~ontpa
< ~EonEpa Abend
(vgl. lat. vesper)
< FOLVO~
(vgl. lat. vinum)
aber: orvo~
3.
Wein
Altes j steht hinter der Präsensbildung der verba muta
C
(§9lb) und liquida (§97c; vgl. a. §llO,l) sowie hinter einer Reihe von anderen Wortformen (u.a. s.§46b; 48b-d): Stamm
> aal q>UAaK-
Präsens q>UAa~w
> q>UAa.ooW bewaahe
"tapa2Qw
> "tapa.oow ersahüttere
KAE!!iW
> KAtTt"tW
stehle
8a.2iw
> aciTt"tw
begrabe
ßAaßmjlCl.Y-
ßAa!Uw oq>allW
> ßM.Tt"tw
sahade
> o
sahlaahte
~ATtLÖ-
~ATtL§.iW
> ~ATtC1:00
hoffe sende
(att. '(T)
Ttj, q>j, ßj > Tt"t
Yj, öj
> 1: 1
Aj vj/pj
"tapaxKAETt8a.q>-
> AA
> o"ttAAOO O"tEAo"tE~W > vip + Ersatzdehnung des vorhergehenden Vo-
kals (s. §lOd)
onEPKPLV-
onE.eiW KPLtiW
> ondpw
sti.e (vgl. §2c)
> KptVW
!'iahte
aber
avj/apj
> aLv/aLP (j springt nach vorn: sog. Epenthese
'zusätzliches Hineinsetzen')
(j)avap"tj, 8j
> 0
(oder oa) 4.
Fj
> L2
Ttav"t-
cpa.tiw ci.eioo Ttav!ia
> q>aCvw
leuahte
> aCpoo
hebe auf
> Tta~a > Ttdcra jede
(Fem. Nomin. Sg.)
Kau-/Ka.P- KaFjoo (§80,9, vgl. 80,10)
Kaiw
(§13h)
verbrenne (trans.)
lyj vereinzelt> 00 (att. TT), z.B. Taoow (St. Tay-) ordne (§95,16, a. 95,10.11.13-15). BR §99. 2 gilt a. für oj '(§48e), l. kann zusätzlich schwinden (§80,1, 86,3, 88,1. 2). 23
d
§
§
13a-d
Schrift- und Lautlehre / Die wichtigsten Lautgesetze
13 Ausfall von Konsonanten Vgl. BR §16; 18-20.
aLVor
0
fällt T-Laut (manchmala.v) spurlos aus (s. §35/6; 92a):
+
Stamm
0
t).,TtLO-~
> t).,TtL~
t)"TtLO-aLV
> t).,TtLQLV
aw~u-c-aLV
>
TtEL{}-aw
> TtELaW
aw~uQLv
Hoffnung (Nomin. Sg.) (den) Hoffnungen Leibern
(v. TO crwjla)
werde überzeugen (Put. v. llEL<JW)
> 1l0LjlE~LV [morphologisch, nicht eigentlich lautgesetzlich - vgl. u. h - bedingt] (1l0LjlEV-
b
2.
1l0LjlEV-crLV
Hirten [Dat.pl. v. 1l0LjlnV 1l0LjlEVO~])
Vor 0 fällt v-c mit Ersatzdehnung (§lOa) aus (s. §36; 46c; 48): Stamm
+
apxov-c-
apxov-c-aLV > dpxouaLV
0
Herrschern (v. etPXWV etPXOVTO~)
)"U{}EV-C-
einer, der gelöst w.
(Ptz. Aor.
solchen, die gelöst w.
Pass. v. AUW)
TtUV-CC
3.
allen
Tt~LV
(v. lla~ llavT6~)
Vor x fällt T-Laut aus - wohl Analogiebildung (BR §19,
Anm. 1) Stamm
(s. § 9 2b; 96):
+X n)"TtLO-XU
> fi).,TtL~U
habe gehofft
ny LUO-XU
> nYLu~U
habe geheiligt (Pf. v. tAllL1;w/aYLu1;w)
d
4.
0
a)
im Anlaut schon im vorhistorischen Griechisch, meist mit
fällt aus (vgl. BR §16) :
Aspiration (= Setzung des spiritus asper auf anlautendem Vokal) des folgenden Vokals: > l-a-CT)~L
> !xw «
24
stelle (§llSa) ~xw,
Fut. ~ew)
habe (§1l3,S)
HauchdissimiZation bei Aspiraten
b)
§
im Inlaut zwischen Vokalen (§39; 52; 98a; wo
0
13e-14c e
vorhanden,
nicht ursprünglich!): YEV~G
c)
> YEV.f.::QG
> YEVOUG GeschZechts (v. Ta YEVOS;)
f
zwischen zwei Konsonanten (2. Pers. Pl. und Inf. Pf. Pass.
der verba muta und liquida, §93 und 99): "tE-"tUX-O&E > "tE-"tUX-&E d)
im Stammauslaut vor YEVEO-OLV
e)
ihr seid geordnet
(v. Taoow)
9
0:
> YEVEQLV
GeschZechtern (v. Ta YEVOS;, §39)
werde ziehen (Fut. v. onaw, §86,5) anuQ.::.Qwnach Nasal oder Liquida im Inlaut vor Vokal, wobei der
h
vorausgehende Kurzvokal ersatzgedehnt wird (s. §lOb; 98b-d):1 t-xp'Cv-OU 5.
>
~-XPLV-U
ich richtete (Aor. Akt. v. XpLVW)
v vor T-Laut bleibt unverändert.
Hauchdissimilation (Behauchungswegfall) bei Aspiraten
§
14
Vgl. BR §22. 1. (&,
Wenn zwei aufeinanderfolgende Silben mit einer Aspirata ~,
a
X) beginnen, so wird gewöhnlich die erste in die ent-
sprechende Tenuis ("t, n, x) verwandelt: er wurde geopfert (Aor. Pass.; §80,12) ~L-~T]-UL
2.
setze (§1l5a)
~E-~VEPW"tUL> :!!:E-~UVEPW"tUL
es ist offenbart (Pf. v. qJCIve:pow; §72c)
tx-xE-XU"tUL > tX-~E-XU"tUL
es ist ausgegossen (Pf. v. txXEW; §72c)
Zur Tenuis wird auch eine Aspirata im Anlaut einer Endung: nUL6EU-~T]-~L
3.
> .!.L-~T]-UL
nUL6EU-~T]-.!.L
werde erzogen! (Imp.Aor.Pass., s. §79f)
Eine Wurzel kann immer nur eine Aspirata behalten: Wurzel
Präs. !PE,2W ernähre !po,2-f] Nahrung
(s. §94,1l)
&a.n"tw begrabe !a.,2-0G Grab
(s. §94,14)
Sobald aber durch die Flexion die zweite Aspirata schwindet, taucht die erste wieder auf: ~PLX-
(§42b)
!PLX-6G Haars
b
~PLf
(Nomin. Sg.)
~PLfLV
(Dat. Pl.)
Entsprechendes gilt auch für ~"&- «OEX-,§13d) : ~"&w habe ~~w Fut.). lo+Nasal> Ersatzdehnung+Nasal (§lOc) bzw. (später) Nasal+Nasal (Assi25 milation, §15f: §125a UO]JL > e:L]JL]; 124,1-3 [Assimilation Präsens]).
c
§
d
4.
14d-15c
Schrift- und LautZehre I Die wichtigsten Lautgesetze
Ausnahmen: Im Attischen gibt es gewisse Formen mit zwei
Aspiraten: ~e:a-~iivaL
betrachtet w.
tE-e:-:~;6-~n
er wurde aus-
(§88,12.13)
gegossen
t~ava.w-~n.e:
ihr wurdet getBtet
Merke: Die Formen der Guttural- und Labialstämme im Aor. und Pf. Pass., die lautgesetzlich -X-\}-. -cp-\}- haben, werden von der Hauchdissimilation nicht berührt, da die erste Aspirata jeweils nicht am Silbenanfang steht (vgl. §90-93).
e
5.
Anderseits wird vor dem spiritus asper eine Tenuis zu
einer Aspirata (bei der Elision, §19): j.Le:!.a. + a.~6
§
~j.Li:v
+ ITlj.LL
> j.Le:~. ~j.Li:v
mit euch
> a.~LTlj.LL
vergebe
15 Assimilation (Angleichung) von Konsonanten Vgl. BR §18-20; BDR §19.
a
1.
Eine Muta kann sich nur mit einer Muta der gleichen Laut-
stufe verbinden: Media
ßo
yo
Tenuis
n.
x.
Aspirata
Xa
~.!l!a.
~ßOOj.LOI;
(§62)
sieben I siebenter
öx.w
öYOOOI;
(§62)
acht I achter
y~ypan.aL
y~ypa<pae:
(§93)
es I-ihr steht ge-
Beispiele:
schrieben Ausnahme: tx aus bleibt in Komposita vor Labialen und Gutturalen unverändert:
schZage heraus
werfe hinaus
b
2.
v vor K-Laut (y, x, xl wird zu y (nasal gesprochen, §lb): tv-xaA~CI)
>
h-xaA~CI)
auv-ypa.(j)CI)
> auy-ypciQlCl)
t~-Xa.AOUV
Hage I Hagte an
auv-~-ypa<pov
schreibe I schrieb auf
Vgl. §73c.
C
3.
26
v vor P-Laut (ß, n,
> tj.L-ßMnoo
tv-~-ßAe:nov
betrachte I -tete
auv-ßa.AACI)
> aUj.L-ßa.AACI)
auv-~-ßaAAov
treffe I traf zus.
Vgl. §73c.
Veränderungen beim Zusammentreffen von Konsonanten
4.
15d-16a d
v vor Liquida (A, p) wird zu A bzw. p: aUV-Aa1lßavw> aUA-Aa1lßclvw Ttä::!.
efia~!;
A + v
auV-e;-Acl1lßavov ergreife / ergriff
> TtaQ2llaLa
Freimütigkeit
> AA (s.
5.
§
richte zugrunde
§123,7)
e
v wird (bei der Bildung von Komposita; im übrigen s.§13h)vorazu a: (auv /
aW1la)
zu demselben Leibe gehörig
6.
Labial (ß, Tt,
"tE-aA~1!W!a~ Xe;-XAe;Tt-1la~
> XE-XAe;1l-1la~
pf.
ye;-ypa
> YE-ypa1l-1la~
pf.
Pass. v. XA':1l'l"W stehle Pass. v. ypacpw schreibe
1le;-1l~aV-1la~
> 1le;-1lLa1l-1la~
pf.
Pass. v.
].JLa~vw
f
beflecke
Zu a vor Nasal s. §13h, FNl. 7.
g
Entstehung der Zwiekonsonanten (§3; vgl. §34): K-Laut + a
>E
P-Laut + a > ljJ Beispiele: Stamm
Nominativ Sg.
awpax-
>
awpa~
Panzer
aaATt~yy
aaATt~yy+!;
> aaATtLyE
Posaune
'Apaß-
'Apaß+!;
>
Araber
"Apa~
Zusammenfassung der Veränderungen beim Zusammentreffen von Konsonanten Vgl. BR
§
16
§18-20.
Konsonantengruppen, die schwer auszusprechen sind, werden oft vereinfacht, vor allem durch Ausstossung (§13), durch Dissimilation (§14) und Assimilation (§15) von Konsonanten. Die wichtigsten Veränderungen können wie folgt zusammengefasst werden:
27
a
§
b
16b-17
Schrift- und LautZehre / Die wichtigsten Lautgesetze
Mut a e
I.
1.
vor anderen Konsonanten
Gruppen von zwei Konsonanten, deren erster eine Muta ist: +lJ.
+0
+L
+3
Labial (ß, Tt,
lJ.lJ.
l(J
TtL
Guttural (y, X, X)
YlJ.
E
XL
X3
Dental (6, L, 3)
0lJ.
0
OL
03
2.
Dreiergruppen mit einern 0 in der Mitte (s. §92a; 93) erfahren
nach Ausstossung des C
II. 1.
Na s a l e
die gleichen Veränderungen wie oben (§13f).
0
und Li q u i den
vor anderen Konsonanten
Assimilation des v an den nachfolgenden Konsonanten (s.
§99; 100): +Guttural
V
X
YX
2.
+Labial
+Liquida
+Nasal
Y
X
Tt
ß
A
p
lJ.
YY
YX
lJ.Tt
lJ.ß
lJ.
A.A.
pp
lJ.lJ.
Nasal oder Liquida + 0 (lJ.0, VO, AO, po): im Inlaut vor
Vokal
fällt das
0
aus, der vorausgehende Kurzvokal erfährt
eine Ersatzdehnung (§13h; 98; vgl. aber a. 13a u. 15e). Im übrigen siehe auch §12-15.
III. Ver ä n der u n gen
§
i
mAu s 1 a u t
17 Auslautgesetz Vgl. BR §23.
Im Auslaut ist kein anderer Konsonant möglich als v, P,
28
0
BewegZiche Endkonsonanten
§
18a-b
0;:;, l\J = Guttural bzw. Labial + 0) • Merkwort : NT]ee:u~ (Meeresgott) Ausnahmen: E~ u. OU~/X; im NT a. semitische Namen: 'Aßpaa~, Na~apE~ usw.
Beispiele: Stamm
Nomin. Sg. (Ntr.: endungslos, s. §32b/e)
YPUllllU"tYUAaJi."tnuv"t-
YPUllllU~
YUAU!rr nuv"t
Buchstabe (§35d) Milch (§42b) jedes, ganz (§46c)
> YPa.llllU_ > yaAu_
Bewegliche Endkonsonanten
§
18
Vgl. BR §24; BDR §20f.
I.
Besonders vor Vokalen und 1.
a
Bewegliches (angehängtes) v am Satzende.
In der 3. Pers. Sg. mit Endung -e: oder -OL und Pl. mit
Endung -OL (s. §70; 114d): dOL (v)
sie sind
nULöe:uoUOL (v) sie erziehen
tO"t"L(V)
er ist
In den Dativen auf -OL(V)
(§32b):
nÜOL (v)
nve:UllUOL (v)
er erzog
tnuLöe:ue: (v) 2.
aUen
Geistern
Die meisten Handschriften des Neuen Testaments setzen v immer, auch vor Konsonanten. - Beachte aber: das Zahlwort "20" lautet im NT immer e:CXOOL . Das bewegliche v fehlt durchweg in der 3. Sg. Ipf. Akt. der verba contracta und der Verben auf -llL (§82; 114d): er Uebte
1]yanu_ 11. Bewegliches
0
tÖLÖOU
er gab
b
und beweglicher Guttural
Bei der Negation ou nicht und der Präposition EX aus. 1.
vor Konsonanten: OU.....!!:LO"te:Ue:L
ergZaubtnicht EX "toO oCxou EX-ßa.A.A.W
2.
aus dem Haus werfe hinaus
vor Vokalen (u.a. vgl. §73b): er hört nicht
EI; OLXOU
aus [dem] Haus
EI;-tpxollUL
gehe hinaus
29
§
3.
19-20
Schrift- und LautZehre / Die wichtigsten Lautgesetze
vor spiritus asper:
aus [dem] Wasser
nicht wir
§
19 Elision (Ausstossung) eines kurzen Endvokals vor vokalischem Anlaut Vgl. BR §25; BDR §17.
Im NT weit weniger häufig als im Klassischen. Zeichen der Elision: ' - Apostroph (äusserlich
= spiritus
lenis) •
Beispiele (vor spiritus asper wird Tenuis zu Aspirata, §14e): dno nav"twv
dn' atll:wv
~nt
~n'
nav"ta!;
> dLl!jJ.wv
au"tou!; >
~~jJ.ä!;
von aUen/ihnen/euch auf aUe/sie/euch
jJ.E"tU nav"twv
jJ.E"t' au"twv > jJ.EB' u)J.Wv
mit aZZen/ihnen/euch
uno nav"twv
un' au"twv
von aZZen/ihnen/euch
> uLl!jJ.wv
Entsprechend:
§
uno-wtvw
ertrage
uno + rnjJ.L
weg + sende
un-tjJ.E Lva
> u
ertrug
(Aor.)
vergebe
20 Krasis (VerSChmelzung) von Vokalauslaut mit Vokalanlaut Vgl. BR §26; BDR §18.
Im NT nur in wenigen festen Verbindungen. Zeichen der Verschmelzung: • - Kor6nis Häkchen gleich dem spiritus lenis). Beispiele:
xgyW
xat
~yw
auch/und ich
xat
~XEi:VO!;
auch/und jener
xat av
30
auch wenn
(äusserlich
Zweiter Teil
Formenlehre
Die Wortbestandteile
§
21a-c
11
GRUN DS ATZ L ICH E VORBEMERKUNGEN
A,
Die Wortbestandteile Vgl.
Beispiel:
§
21
BR §297. xp(ua.o~,
Wurzel
Gen.Sg. von xptua Gericht
Wurzelerweiterung (Suffix)
t
t
t
Xp(
ua.
\
Endung
o~
I
Stamm Ausgang
Vgl. :
End- (Wurzel) 1.
'W u r z e l '
-ung- (Suffix)
-en (Endung)
nennt man die Grundform, von der alle Glie-
a
der einer Wortfamilie gebildet sind und deren Grundbedeutung ihnen allen gemeinsam ist, z. B.:
ich löse Lösegeld 2..
ich kaufe los ano-Au-.PW-OL ~ Loskauf, Erlösung
'W u r z e 1 e r w e i t e run g , :
Die Wurzel kann am Ende
b
('Suffix'), am Anfang ('Präfix') oder im Innern ('Infix') einfach oder mehrfach erweitert werden: AU-.pW-~-~
Lösung, Erlösung (2 Suffixe)
e:u-ayyEA-.!,:.Q-V
gute Botschaft (1 Präfix, 1 Suffix) (wz. jlCl
ich lerne (1 Infix, 1 Suffix)
Ebenfalls ein Präfix ist das Augment (s. §71).1 3.
c
Als' S t am m' bezeichnet man die Grundform, von der
alle Formen eines Wortes gebildet werden (kann mit der Wurzel identisch sein), z. B.:
Hand (Nomin.) Hand (Gen.)
~- (
Hand
(Dat.)
usw.
IDienen Suffixe der Wortbildung, so spricht man von 'Wortbildungssuffixen' (z.B. bei -a~[~] u. -~o[v]).
33
§
21d-22a
For-menlehre / Grundsätzliche Vorbemerkungen
Nach dem Stammauslaut werden die Deklinationen unterschieden: (1) die A-Deklination mit Stämmen auf -a (s. §25ff) , (2) die O-Deklination mit Stämmen auf
-0
(s. §28ff) und
(3) die dritte Deklination mit Stämmen auf Konsonanten, -~,
-u und Diphthonge (s. §32ff).
Aehnlich auch bei der Verbal flexion (s. §75g): (1) die verba vocalia mit einem vokalischen Stammauslaut (s. §76ff) , (2) die verba muta mit einer Muta (Labial, Dental od. Guttural) im Stammauslaut (s. §90ff) und (3) die verba liquida mit einer Liquida im Stammauslaut (s. §97ff).
d
4.
Als' End u n g'
bezeichnet man den Schlussteil eines
Wortes, durch den Kasus, Person usw. unterschieden werden,
z. B.: Wort
>"6yo-~
eS.
'A u s g a n g'
(Akk.Sg.)
>"EY-O-UEV
wir sagen
nennt man den Stammauslaut (Suffix) zu-
sammen mit der Endung (zum Verb s. §66), z. B.:
§
>..6y-ou!;
< >"oyo-V!;
YEV-~
<
YEvE(a)-~
Worte
(Akk.; §28; lOa)
Geschlecht (Dat.; st. YEVEO-, §39)
22 Wortarten Die griechischen Wörter lassen sich in drei Hauptklassen einteilen, in zwei mit flektierbaren Wortarten und eine mit unflektierbaren. I.
N
0
m i n ale
d e k 1 i nie r bar e)
Wortarten
(s. §23-63; 129-182)
a
1•
Das
Sub s t a n t i v
das Dingwort, Hauptwort
34
(iat. substantivum, Pi. substantiva)
-
Wortarten
§
22b-f
Beispiele: aM3E~a
xapTt61;;
Wahrheit
Die Substantive
Frucht
(substantia 'Wesen') zerfallen herkömmlicher-
weise in Konkreta (von concrescere 'zusammenwachsen', 'sich verdichten' ) und in Abstrakta
(von abstrahere 'wegziehen').
Konkreta: sinnlich Wahrnehmbares, Gegenständliches, z. B.:
Leib
Brot Abstrakta: Begriffe, Unanschauliches, z. B.:
Liebe
ayaTtTj
Glauhe
Für eine differenziertere Einteilung der Substantive wie auch der anderen Wortarten nach semantischen Kriterien siehe Leisi, Wortinhalt, S. 27ff oder Leisi, Praxis, S. 43ff.
2.
Das
Ad j e k t i v
(lat. adiectivum, Pl. adiectiva)
-
das
b
Eigenschaftswort Beispiele:
a.ya361;; 3.
Das
Pro n
weise
gut me n
0
c
(lat. pronomen, Pi. pronomina; pro 'für' +
nomen) - das Fürwort
Beispiele:
wir
Tll.l.EL l;;
ihr
Die Pronomina werden gebraucht
ihm
teils substantivisch, so
au./ji
teils adjektivisch, so
tl.l.61;; mein
OUOELl;;
o >..6YOl;; OÖ.ol;; ses
4.
Das
Za h 1 w
0
r t
niemand die-
Wort
d
(lat. numerale, Pl. numeralia).
ouo
Beispiel:
zwei
Deklinierbar sind die Ordinalzahlen, die Kardinalzahlen aber nur z. T. 5.
Der
Art i k e 1
n
Beispiele:
oder
II. Das
(lat. verbum, Pl. verba)
Ver b
e
- das Geschlechtswort
die
.6 -
das
das Zeitwort (s. §64-
125; 188-240)
35
f
§
22g-h
FOPmenlehre / Grundsätzliche Vorbemerkungen ich schreibe
ypacpw
Beispiel:
Ein Verb ohne Vorsilbe nennt man 'verbum simplex' simplicia ' ), z. B.:
(Pl.
'verba
ich höre,
axouüJ
eines mit einer Vorsilbe 'verbum compositum'
(Pl.
'verba com-
pos i ta' zusammengesetzte Verben ), z. B.:
ich beschneide.
g
IIr. Die
Par t i k e 1 n
Verkleinerungsform: particula,
§§) 1.
(Sg.'die Partikel',
lat. pars 'Teil',
s. §241-252 sowie unten angegebene
1
Das
A d ver b
(lat. adverbium, PI. adverbial
-
das
Umstands-
wort (s. auch §53; 241/2) Beispiele: naV1:01:E
immer
in Wahrheit, tatsächlich
2.
Die
Prä pos i t ion
(vgl. lat. praeponere
'voranstellen')-
das Vor- oder Verhältniswort (s. §183-187) Beispiele:
in 3.
Die
("Wo?")
K 0 n j unk t ion
OUV
mit
(vgI. lat. coniungere 'verbinden')
das Bindewort (s. §250/1) Beispiele:
yap 4.
denn
xaL
und
Andere Partikeln - Redeteilchen (s. §252)
Beispiele: vaL
h
ja
ou/oux/o6x
nicht
Im vorliegenden,der Formenlehre gewidmeten Teil der Grammatik (§23-125) werden die formverändernden, die flektierbaren Wortarten behandelt (anschliessend an die Komparation des Adjektivs auch kurz das Adverb, s. §53). Zunächst gilt unsere Aufmerksamkeit der Nominalflexion, der IMerke: Manche verwenden die Bezeichnung 'Partikel' nur für die unter 4. gemeinten Wörter; als Oberbegriff dient dann z. B. 'flexionslose Wörter'.
36
Wortarten
22h
§
Deklination (§23-63), angefangen mit den Substantiven und Adjektiven (§23-49). Darauf folgen die Kapitel über die Komparation der Adjektive (§50-52) und über das Adverb und seine Komparation (§53). Mit den Kapiteln über die Pronomina (§5461) und die Zahlwörter (§62f) wird die Behandlung der deklinierbaren Wortarten abgeschlossen. Grundsätzliches zur Deklination sowie das Paradigma (= Flexionsmuster) des Artikels werden am Anfang des Kapitels über die Deklination der Substantive und Adjektive geboten (§23f). Das letzte, grösste Kapitel der Formenlehre befasst sich mit der Verbalflexion, der Konjugation (§64-125). Welche Funktion diese flektierbaren Wortarten wie auch die nichtflektierbaren im Rahmen des Satzes haben können, wird im dritten, im Syntaxteil (§129-252),aufgezeigt.
37
§
23a-c
Fo~enlehre
B, D E K L I NA T ION
/ Deklination der Substantive und Adjektive
DER
SUBSTANTIVE
UND
ADJEKTIVE
§
23 Vorbemerkungen zur Deklination Vgl. BR §29; BDR §43-64.
I.
Die Nominalflexion, die Deklination, ist mit drei Inhalts-
Dzw. Funktionskategorien verknüpft:
a
1.
Drei
Gen e r a
( 'Geschlechter' ) :
Maskulinum ('männlich'), Femininum ('weiblich') und Neutrum ('sächlich'). Maskulina bezeichnen männliche Wesen (sowie Flüsse, Winde und Monate) , Feminina weibliche Wesen (sowie Bäume, Länder, Inseln und Städte) und Neutra grundsätzlich Phänomene ohne natürliches Geschlecht; als Deminutiva (-LOV, -LOLOV) können Neutra sich jedoch auch auf männliche und weibliche Wesen beziehen.
b
2.
Zwei
Nu me r i :
Singular (Einzahl) und Plural (Mehrzahl). Der Dual (Zweizahl) ist in der Koine nicht mehr gebräuchlich. S. BDR §2,2a; vgl. BR §74.
C
3.
Fünf
Kasus
Auf die Frage (sehr vereinfacht, s. §l46ff):
Fall des Subjekts
"Wer oder was?"
Genitiv
Fall der Herkunft
"Wessen/von wem?"
Dativ
Fall der Zuteilung
"Wem?"
Akkusativ
Fall des direkten Objekts
"Wen oder was?"
Vokativ
Fall der Anrede
Nominativ
38
(Beugungsfälle):
Der Artike 1-
§
23d-24
Merke: (I) Nomin.
= Akk. = Vok.
Ntr.
...
(2) Nomin., Akk. und Vok. Ntr. PI. stets (bei den o-Stämmen zu
-n
-a
kontrahiert, §39)
II. Es werden drei Deklinationsklassen unterschieden (vgl.
d
§21c) : (I) die erste oder A-Deklination (§25ff), (2) die zweite oder O-Deklination (§28ff) und (3) die dritte Deklination (§32ff). III. Der
A k zen t
e
bleibt grundsätzlich auf der Tonsilbe
des Nomin. Sg., solange dies nach den Akzentregeln (§5b-d) möglich ist. -aL und -OL gelten als kurz (§2). Ausnahmen: U.a. (s. §25d [u. 46/48], 26u. 33) folgende Vokative: OEOlto.a
Herr (§26b)
TtChe:p usw.
Vater (§38)
ow.e:p
Retter (§37)
yuvaL
Frau (§42a)
1
Sind die Genitiv- und Dativausgänge lang und betont, so steht der Zirkumflex (so beim Artikel, s. §24).
Der Artikel
§
Vgl. BR §30.
Kasus Nornin. Gen. Dat. Akk.
0,
~,
Singular Mask. Fern. Ntr.
a
Ti
.oü
.nb Lij
L4i .ov
Lnv
.0 .oü L4i LO
Plural Mask. Fern. OL at LWv LWv La'C .0Lb b Lcl!; .0Ub
Ntr. .cl LWv .0'C!; Lcl
ot und at sind Atona (vgl. §6a).
Anmerkung: Der unbestimmte Artikel (ein Mensah.
~
homme.
~
human being) fehlt im Griechischen. Ein Mensah hiesse einfach dv8poono!; (so auch §129a). IBeim Vokativ ist die Tendenz eines Akzentrückzuges verschiedentlich zu beobachten. S. Chantraine §lO.
39
24
§
Fo~enlehre
25a
/ Deklination der Substantive und Adjektive
I. DIE SUBSTANTIVE 1. Die erste
oder
Der Stamm lautet auf -a oder bestimmten Fällen
-no
A-Deklination -0.
aus; im Sg. wird aus -a
in
Es gibt Feminina und Maskulina.
S. auch §44; 46-48 für die Paradigmen der Adjektive und Partizipien.
§
25 Die Feminina Vgl. BR §31/2; BDR §43.
a
1.
Feminina mit a im ganzen Singular (nach E,
a)
mit
ä.
~,
p)
b) mit
ä.
im No-
min. u. Akk. Sg.
Ti YEVEa. das Geschlecht St.+ YEVEä-
Ti EJ.t.XAna[a die Gemeinde
Ti TilJ.E:pa der Tag
Ti EVE:PYE~a die Wirkung
EKKAna~ä-
Ti lJ.E pä-
E:VEPYE~ii-
EKKAna[-a
TilJ.E:p-a
EVEPYE~-ä.
Sg.
N.V.
Ti YEVE-a.
EKltAna[-a~
njJ.I::p-a~
{;vEPyd-ä~
EKltAna[-Q.
nlJ.EP-Q.
EVEPYE[-q.
-rnv YEVE-a.V
(;ltltAna[-av
nlJ.Ep-aV
{;VEPYE~-ä.V
at YEvE-a[
EKltAna[-a~
TilJ.EP-a~
EVEPYE~-a~
-rwv YEVE-WV
E:ltltAna~-Wv
r1J.J.EP-wV
EVEPYE~-WV
G.
-rfi~ YEVE-ä~
D.
-rf.j YEVE-Q.
A. PI. N.V. G.
40
D.
-rar~
A.
-ra.~
YEvE-at~ T
YEvE-a~
EltltAna[-a~~
nlJ.E:p-a~~
E:vEPyd-a~~
E:KltAna[-1i~
TilJ.Ep-1i~
EVEPYE[-1i~
Die Feminina der A-Deklination
§
25b-f
2. Feminina mit a nach anderen
3. Feminina mit n (ent-
Konsonanten als Pi Ci nur im Sg.
stand aus altem a) i im
N. und A.i n im Sg. G. und D.
ganzen Sg. ist
b/c
n der Ausgang.
n YAwooa
Ti ßa.Aaooa
n
die Zunge yAWOOa.-
ErUO-rOAn der Brief bUO-rOAä.-
n ßa.Aaoo-ä.
yAWOO-a.
E:n~o-rOA-n
-dil; ßaAa.OO-nl; -rij ßaAa.oO-T,l -r1lV MAaoo-ö'v
YAwOO-nl; YAWOO-T,l YAWOO-ö'V
E:n~o-roA-f.i
das Meer st.+ ßaAaooä-
n VLltn der Sieg VLltä-
Sg.
N.V. G. D. A. Pl. N.V. G.
D. A.
at ßa.Aaoo-a~ YAwoo-a~ -rWV ßaAaoo-wv YAWOO-WV -ra 'C I; ßaAa.oo-a~1; YAwoo-a~1; -ra I; ßaAa.oo-äl; YAwoo-äl;
E:n~o-roA-fib
E:n~o-rOA-nV
VLlt-n VLlt-nl; V Llt-T,l VLlt-nV
E:n~o-roA-aL
v'Clt-a~
E:n~o-roA-WV
V~lt-WV
E:n~o-roA-a'Cl;
VLlt-a~1;
E:n~o-roA-a:1;
V Llt-ä.1;
Anmerkungen: 1.
Gen. Pl. der Substantive der A-Deklination immer
-wv
d
«-a.wv), Gen. u. Dat., wenn endbetont, mit Zirkumflex (§23e). 2.
e
Ausgang -al; (Akk.Pl.) in der A-Deklination immer lang
(vgl. §lOa).
f
3.
Zu a und n im Sg.:
a)
Ein a nach E, L, P ist lang, es sei denn, der Akzent
schliesse dies aus (z. B. in UE-ra.VOLö' Sinnesänderung). b)
Das a nach anderen Konsonanten als P ist immer unbetont
und kurz: c)
66f;a. Ruhm
uEp~uvCi
Sorge
pC!:Ci Wurzel
Langes a bleibt im Sg. (a 'purum') ; kurzes ä nach E,
erscheint im Gen. u. Dat. Sg. als langes
~,
P
ä, nach anderen
Lauten wird es im Gen. u. Dat.Sg. durch n ersetzt. Vgl. §llg. Gelegentlich wird in der Koine selbst nach p das a im Gen.u. Dat.Sg. durch n ersetzt (ionisch), z. B. jJaxaL..e;::. jJaxaLpns; Schwert (BDR §43 1 ).
d)
Lautet der Nomin. Sg. auf -n aus, so bleibt dieses im
ganzen Sg.
41
§
§
26
FormenZehre / DekZination der Substantive und Adjektive
26 Die Maskulina Vgl. BR §33, BDR §43.50.55.
alb
Maskulina auf -ä!;
1.
6
VEaVl.a~
2. Maskulina auf -Tl!;/-.Tl!; 6
der Jüngling St.+ vEavLä-
npoq)]'rrTl~
0 .EAWVTl~
der Prophet
der Zöllner
np°
l:EAWVä.Vok.Sg. :
Sg.
0 VEaVl.-a-~ l:OÜ VEaVl.-OU .iji VEaVl.-q. l:QV vEavi.-a-v vEavi.-ä.
N.
G.
D. A. V.
l:EAWV-Tl-~
l:EAWV-OU l:EAWV-T,I l:EAWV-Tl-V .EAWV-Tl
b) bei Wörtern auf -Tns; und Völkernamen auf
.EAWv-aL l:EAWV-WV
Merke: Bei Ö oEolliTns; der Herr Akzentrückzug: OE01l0TCl Herr Vgl. §23e.
npo
Pl. G.
OL vEavi.-aL l:WV vEavL-wv l
N. V.
npo
I
D.
.or~ VEaVl.-aL~
npO
l:EAWV-aL~
l:OU~ vEavL-ä.~
npo
l:EAWV-a.~
3.
Eigennamen auf "HAl.a!; Elias
N.
"HAl.-a-~
"HAl.-OU ·HAl.-q. D. A. "HAl.-a-V G.
V.
d
I
A.
immer
C
'HAl.-a
-a~
und
(§25d).
" IwavvTl!; Johannes " Iwavv-Tl-!; " Iwavv-ou " Iwavv-TJ " Iwavv-Tl-v " lwa.vv-Tl
(BDR §55), z. B.
Aouxd~
Lukas,
(-Ci) KTl
bei Namen auf
-a~
Kephas, Bapvaßd!; Barna-
[Analog flektiert werden auch (vgl. §28-30, Anm. 5): N. AouxiiS; G. Aouxii
D. Aouxii A. Aouxiiv V. Aouxii
42
-wv
-ns;: -CI.
-Tl~
Eigennamen mit 'dorischem' Gen. bas:
a) allgemein Nomin. ohne s;
npo
npo
'Inooüs; Jesus 'Inooü '!nooü 'Inooüv '!nooü
AEU~S;
Levi
AEU~ 'i'AEU~ AEU~V '~AEU~
]
Die Kontrakta der A-DekZination
27
§
Die Kontrakta
§
Vgl. BR §34; BDR §45.
~ Yii
die Erde St.+ YTl- < YEä Sg.
n Yii
N.V. G.
,ii~
D.
,fj
A.
Die
Zur Kontraktion s. §lI.
]J.va.a.PI. a.t ]J.va.'C' ,wv ]J.vwv
]J.vä
Yii~
]J.vä~
yf.i
]J.vq. ]J.väv
,nv Yiiv
2.
n ]J.vä die Mine (Mass)
zweite
,a.'C'~ ]J.va.'C'~
,a~ ]J.vä~
oder
Die Stämme enden alle auf
-0.
O-Deklination Der Wortschatz enthält zahlrei-
che Maskulina und Neutra sowie eine Anzahl Feminina. S. auch §44; 47/8 für die Paradigmen der Adjektive und Partizipien Anmerkungen zu §28-30: 1.
Alle Ausgänge auf
Betonung (s. §2): 2.
im Nomin. Pl. sind kurz, darum die
-o~
ÖOÜA.O~
SkZaven,
~YYEA.O~
EngeZ,
x~p~o~
Herren
Endbetonte Substantive haben im Gen. u. Dat. Sg. u. Pl.
stets Zirkumflex (vgl. §23e). 3.
Namen von Inseln und Städten, deren Stamm auf
tet, sind Feminina, z. B.: 4.
n . p6öo~
Rhodos ,
-0
aus lau-
~ E
Ephesus.
,0 oaßßa.,ov Woche und ,0 öaxpuov Träne bilden den Dat. Pl.
nach der 3. Deklination (s. §32): oaßßa.-QlY, 5.
n
'ITlooÜ~,Gen./Dat./Vok.
'ITlOOÜ, Akk. 'ITlooÜV (vgl. §26d).
Die sog. attische zweite Deklination b VEW~ Tempel TOÜ VEW T~ o~ VE~
TWV VEWV
öaxpu-~.
VE~
TOC~ VE~~
TOV VEWV TOU~ VEW~
ist in der hellenistischen Volkssprache nicht mehr gebräuchlich. statt finden wir im NT va6~, statt AEW~ Aa6~ Volk. S. BDR §44.
VEW~
43
27
°Ev os ;::H.{a-rS ua6un){.:ralUUV °l;101§ °10 1\. 'O-l o "{u
'O-1.I\'O"{'91.
'O-I\'/{:jI1.
510-JO"{U 510-1\'/{:jI1. 5101.
510-1.1\'9"{'O1. 1\(I)-1.I\'9"{'01.
I\(I)-Jo"{u
1\(I)-I\'/{:jI1.
'O-1.I\'O"{'91.
'O-1 0 "{u
'O-I\'/{:jI1.
1\-0-1\,/{~1.
1\-0-1.1\'O"{'91.
1\(I)-"{:jIuT1'9
~1.
10-"{3UT1'9 1'0
I
'8
1\~1.
01\ NI '1cl O
01\
3-"{ 3UT1V ~
~
(I)-I\'/{:jI1. \!J1.
(1)- nu T1'9
(I)-Jo"{u nO-Jo"{u
•V ,
'01
510-"{:jIuT1'9 51'01.
1\-0-"{3uT1'9
(I)-1.I\'9"{'01.
5~1.
1\~1.
1\-0-1 0 "{u I\-O-I\'/{:jI1. «1.
nO-1.I\'9"{'01. 1\-0-1.1\'O"{'91.
5no-"{:jIuT1'9
~1.
hh j
nO-I\'/{:jI1. Q01.
1\~1.
'v
~1.
°0
nO-"{fuT1'9 5!J1.
l\-o-l o "{u I\-O-I\'/{:jI1. «1.
°8 oN
5-0-"{3UT1'9 \.L
°5 8
+ualvJ, svp
-01\'/{31.
-010"{U
-01.1\'O"{'O1.
pUJ-)[ svp
JhZfDS svp
1\01.1\'O"{'91. «1.
1\0 1 0 "{u \l1.
-0"{3uT1'9
'>fDo+suJ-a/1 .x.ap
1\01\'/{:jI1. «1.
50"{3UT1'9 \.L '9E§ HS: '1 0 1\.
'9E§ HS: °1 0 1\.
eJ:j.naN alU 'l;101§ '101\
j
+0~8
+OE§
eUlUlWaj alU 6l
O~ §
j5no-'/{Jo j5no-uC!ld{}l\'9 j 5C;1O-dA.'9 j5no-A.9"{ 5Q01. 510-'/{JO
510-uC!ld{}l\'x;>
5J.0-dA.'x;>
I\(I)-'/{Jo
1\(I)-uC!ld{}l\'9
1\~-dA.'9
1\(I)-A.9"{
1O-'/{1°
10-u(I)d{}l\'9
JO-dA.'9
10-A.9"{ 10
3-'/{1°
3-u(I)d{}l\'9
1\-0-'/{1°
l\-o-u(I)d{}l\l?
§
°v
510-A.9"{ 5101.
°0
1\~1.
°8 °1\'N °1cl '
1\-9-d A.'9
(I)-'/{Jo
(I)-UC!ld{}l\'9
\!J-dA.'x;>
nO-'/{Jo
no-uC!ld{}l\'9
Qo-dA.'9
5-0-'/{1°
5-0-u(I)d{}I\V
5-9- d A.'9
3-A.9"{ ~
'1\
1\-0-A.9"{ 1\«1.
°v
(I)-A.9"{ \!J1.
'0
no-A.9"{ Q01.
'8 'N
5-0-A.9"{ \l
°5 8
on
S
-o'/{Jo
-ou(I)d{}l\'9
aqa-rs ua6
snvH svp
ZfDsuaW .x.ap
-un){.:ra\UU'if
5°'/{1°
°
«
50u(I)d{}l\"!?
«
-odA.'9
-oA.o"{
PPd svp
+.x.o/1 svp
59 d A.'9 \l
50A.9"{ «
+'~8 '
I
°9E§ HS: '1 0 1\. eUlln~sew
aaJ-+'>fapPV pun aaJ-+uv+sqnS .x.ap U0J-+VUJ-l'>faa /
a.x.Zfalua~Od
alU 8l
O~-8l §
§
Die Kontrakta der O-DekZination
§
31-32a
Die Kontrakta
§
31
§
32
Vgl. BR §38; BDR §45. Die Kontrakta der O-Deklination sind im Neuen Testament sel-
ten. Als wichtigstes Wort sei erwähnt:
o
voü~
«v6o~)
Verstand, Vernunft, Gen. u. Dat. nach der
dritten Deklination (s. §41) - klass. nach der zweiten
0
Sg. N. G. D.
A.
(vgl. §ll)
NT
Klass.
voüs; va-os; .1 va-I.. voüv
voüs; voü viji voüv
< < < <
voos; voou
voc viiiv vocs; voüs;
< < < <
VOOI.. vowv VOOI.,S; voous;
Pl. N. G. D.
A.
VOljl
voov
S. auch §44 für die Paradigmen der Adjektive.
3.
Die d r t teD e k 1 i n a t ion
Vorbemerkungen Vgl. BR §41; BDR §46ff. 1.
Die
a
S t ä mme
Alle konsonantischen Stämme
gehören hierher (§34-39), auch
eine Reihe von vokalischen (§40) und diphthongischen (§41). Es sind alle drei Genera anzutreffen; nicht immer lassen diese sich einzeln bestimmten Stammtypen zuordnen. Der Stamm ist jeweils durch Abtrennung der Endung
-o~
des
Gen. Sg. leicht zu erkennen: Nomin. Sg.
Wächter
~-
Gen. Sg.
Stamm
und Diphthong-Stämmen (§39-41) liegt eine be-
sondere Formbildung vor. Dort lässt sich der Stamm aufgrund
45
§
32b-33a
des Dat. Pl.
Formenlehre / Deklination der Substantive und Adjektive
(mindestens z.T. ) erkennen:
Nomin. Sg.
b
2.
stamm
Dat. PI.
YEVO!;
Geschlecht
YEVE-O~V
YEVEO- u. YEVO!;
n6A.~!;
Stadt
n6A.E-O~V
nOA.E(j)- u.
ßaO~A.EU!;
König
ßaO~A.EÜ-O~V
ßaO~A.EU-
Die
Endungen Mask./Fem. Ntr.
Mask./Fem. Ntr. Sg. N.
-!; od. -
-
-E!; (-EL!;)
-0. -wv
-wv
u -~
D.
-OLV 3
-OLV 3
-
A.
-o.!;,-E~!;
-a
-
V.
= N.
=N.
-O!;(-EW!;) -O!;
D.
-L
A.
-al
V.
= N. od. -
-v 2
Pl.N. G.
G.
2
noA.~-
bei konsonantischen Stämmen. S.a. §4l. nur bei vokalischen Stämmen u. §35.
u
3 VgI. §18a.
Anmerkungen: C
1.
-a
u. -Ci!; immer kurz (im Gegensatz zur A-Deklination,
§25); ebenso
d
2.
-L
u. -OLV.
Nomin. Sg. bei Mask./Fem. mit -!; gebildet ('sigmatisch')
oder durch Dehnung des Vokals der letzten Stammsilbe ('asigmatisch'; vgl. §8d/e; 36-38).
e
3.
Nomin./Akk./Vok. Sg. Ntr.= Stamm, soweit nach Auslautge-
setz (§17) möglich (vgl. §39 und §35c).
f
4.
Vok. Sg. Mask./Fem. = Nomin.
(vgl. §34) oder = Stamm, so-
weit nach Auslautgesetz (§17) möglich (vgl. §38). S. auch §45-48 für die Paradigmen der Adjektive und Partizipien.
§
33 Akzentregeln für einsilbige Stämme Vgl. BR §46,6.
a
Die einsilbigen Stämme der dritten Deklination werden im Gen.
46
Labiat- und Gutturatstämme
§
33b-34
u. Dat. Sg. u. PI. auf der Endung betont: Gen. Sg.
Nomin. Sg.
n 8p[E o ]..u;v n aa.pE
Haar
-cp~X~~
(-cp~X-
Monat
UTlV~~
(UTlV-)
Fteisch
aapx~~
(aapx-)
<
8p~X-
I
vgI. §14c)
Ausnahmen: I.
Gen. Sg. usw.
aber Gen. PI.
Knabe, Knecht
Tta~ö~~ usw.
Tta[öwv
oö~
Ohr
w-c.2~ usw.
w-cwv
Licht
Nomin. Sg. TtaL~
2.
(§42a)
St. Ttav-c-, Mask. und Ntr. , betont im Gen. u. Dat. Sg.
Tta~,
die Endung, im Gen. u. Dat. PI. die Stammsilbe Nomin. Sg. Tta~/TtaV
3.
b
Folgende Wörter betonen im Gen.PI. die Stammsilbe (vgI. §35) :
jeder/jedes
Auch die Partizipien mit
Gen./Dat. Sg.
Gen./Dat. PI.
Ttav-cQ~/Ttav-ci
Tt9:v-cwv/Tt~a~v
ein e r
C
(s. §46c):
d
Stammsilbe betonen in
allen Kasus den Stamm:
!l!.v,
.Qv-co~,
a-c9:~'
.Qv-c~ usw..
a-c~v-co~,
a-ca.v-c~usw.
von
EtU[
ich bin
von
~a-cTlv
ich trat
(s. §125a) (s. §106e;
llSa)
a) Konsonantische Stämme aa) Muta-Stämme Labial- und Gutturalstämme
§
VgI. BR §43.
Für Gutturalstämme mit Besonderheiten siehe §42a/b.
47
34
§
alb
34a-35c
1.
For-menlehre / Deklination der Substantive und Adjektive
Labia1stänune
St.+
2.
+ a, §15g)
(~ < n/ß/~
(E
Gutturalstämme <
x/y/x + a, §15g)
n AarA.al!!
0 xfipuE
der Wirbe lstur-m
der Herold XllPUX-
Aa~Aan-
Sg.
n AarA.al!!
N.V.
,fi~
D.
,f.j
AaCAan-~
A.
'Tl\l
AaCAan-a
,0\1 xiipux-a
AaCAan-E~
G.
at ,W\I
ot xnpux-E~ ,W\I XllPux-w\I
D.
,aL~
PI. N.V.
,4i
Aa~Aa.n-W\I AaCAal!!~\I
,OL~
,o.~ AaCAan-a~
A.
§
6 xfipuE ,oü xnpux-os;;
AaCAan-o~
G.
xnpux-~
xnpuE~\I
,ou~ xnpux-a~
35 Dentalstämme Vgl. BR §44.
a/b/c
a)
endbetont
b) nicht
c) Neutra
endbetont auf
Ti
EAnC~
die Hoffnung St.+
EAn~c5-
-~S;;
n xa.p~~
,0 aWfj.a
die Gnade
der Leib aWfj.a,-
xap~,-
Sg.
N.V.
Ti
G.
,fi~
D.
'f.j
A.
,n\l
,0 aWfj.a
EAnC~
xa.p~~
EAnCc5-o~
xa.p~,-o~
EAnCc5-~
xa.p~,-~
EAnC6-a
xa.P~-\I
,4i aWfj.a,-~ ,0 aWfj.a
Xa.P~'-E~
,0. aWfj.a,-a
,oü
aWfj.a,-o~
PI.
N. V. G.
at EAnUj-E~ ,W\I EAnCc5-w\I
D.
,aL~
A.
,o.~
48
xapC,-w\I
EAnCa~\I
xa.p~a~\I
EAnCc5-a~
Xa.p~,-a~
,W\I aWfj.a.,-w\I ,OLS;; aWfj.aa~\I ,0. aWfj.a,-a
Nasalstämme und Stämme auf -VT
§
35d-36a
Anmerkungen: 1.
Der Dental ist vor
2.
Nomin. Akk. Sg. Ntr. ohne Endung (vgl. §32b).
0
geschwunden (s. §13a; l6b).
d
Der so im Auslaut zu stehende Dental fällt weg (s. §17): OW]..la_ statt *ow]..la.!.. Nur in Ausnahmefällen Nomin.Akk.Sg.Ntr. mit TEpa~
TO
3.
TEpaTos Wunder
TO
Nicht endbetonte Dentalstämme auf
bilden den Akk. Sg. auf -LV Ausser
-~~
(s.a.
§33bl
wie die L- und u-Stämme (§40). Gen. Sg.
n EPL~ n n llpo~nTL ~
EpLli-o~
Streit Regenbogen Prophetin
T
LPL~
LPL6-o~ llpo~nTL6-o~
Akk. Sg. EPL-V GpL-V llpO~nTL-V
Im NT steht zweimal (Apg 24,27 u. Jud 4) xapL"ta statt 4.
e
(im Nomin. Sg.)
im NT nur noch drei Wörter dieser Gruppe:
xapL~
Nomin. Sg. •
-~:
~w~ ~wT6s Licht
Dentalstämme auf
xap~v.
sind fern. Abstrakta und flektieren
-T~~
nach Paradigma a; z. B.:
Ti a.y ~6T~~ 5.
a.YL6T~T-O~
Heiligkeit
Dentalstämme mit
-~T
im Auslaut sind
Nomin. Sg.
Gen. Sg. die Nacht
vU~T-6~
die Milch
yaA.a~T-O~
Dat.
Pl.
vu!; LV
(vgl. §13al
(Nomin. vgl.
6.
Für Wörter mit ungewöhnlichem Nomin. s. §42a/b.
7.
Zu den Dentalstämmen gehören auch die Ptz.Pf.Akt.
Mask. u. Ntr. 8.
§17l
f
(s. §48).
Für die Stämme auf -VT siehe §36.
bb) Nasal-,
-VT-
und Liquidastämme
Nasalstämme und Stämme auf
§
-VT
36
Vgl. BR §45f. Anmerkungen zu den Paradigmen auf S. 50: 1. v-Stämme: Pl. (§13a):
V
vor 0 ohne Ersatzdehnung geschwunden im Dat. -ev/ov-oLV > -e/o-oLV
vT-Stämme: VT vor l3b):
-OVT-~
/ -OVT-OLV
0
mit Ersatzdehnung ausgefallen (§lOa; > -ou~
/ -OU-OLV
49
a
§
2.
36b-37a
Fo~enZehre
/ DekZination der Substantive und Adjektive
v-Stämme mit den Grundstufen (s. §8) -UEV und -UOV haben
Dehnstufe -unv und
-jJ.WV
im Nomin./Vok. Sg.
(Klass.: Vok. Sg. =
Stamm, wenn Endsilbe unbetont, z. B. ~ öaC~ov zu b öaL~wv öaL~ovo~ Dämon).
3. Zu den v-Stämmen gehören auch die Komparative auf -LWV/ -wv (§52); vgl. a. OU6EL~ OU6EVO~ usw. keiner (§63b). 4. S. §45/46; 48 für die Paradigmen der Adjektive und Partizipien. nOLUnv Hirte
Ö
b
st.+ nOLUEVSg. N.V. no LUnV G.
Weltalter al.wv-
ny EjJ.WV
al.wv
ö al.wv
nOLUEv-O~ r1YEUOV-O~ al.wv-o~
D. nOLjJ.EV-L A. no LjJ.Ev-a Pl. N.V. nOLjJ.Ev-E~ G. no LjJ.EV-WV D. nOLUE-oLV A. nOLUEv-a~
§
ny EjJ.WV Anführer ny EjJ.OV-
Ö
nYEUOV-L r1YEUOV-a
al.WV-L al.wv-a
Ö 6606~
äpxwv Herrscher apxov-r-
Zahn 66ov-r-
äpxwv
6606~
Ö
äpxov-r-o~ 66ov-r-o~
äPXOV-r-L äpxov-r-a
66ov-r-L 66ov-r-a
nYEjJ.Ov-E~ al.WV-E~
äpXOV-r-E~
66ov-r-E~
r1YEUOV-WV al.Wv-wv TJYEUO-OLV al.W-OLV
apxov-r-wv 66ov-r-wv äPXOU-OLV 66oü-OLV
nYEUov-a~ al.wv-a~
äpxov-r-a~ 66ov-r-a~
37 Liquida-Stämme (auf
-np, -EP, -np, -op, -up)
Vgl. BR §42.
Anmerkungen:
a
1.
Stämme mit den Grundstufen (s. §8) -EP und -op haben
Dehnstufe -np und -wp im Nomin. Sg., doch Grundstufe im Vok. Sg., sofern vorhanden. 2.
Vok.Sg. OW-rEP unregelmässig (erwartet: ow-rnp
Nomin.). Vgl. §23e.
3.
50
Besondere Fälle s. §42a.
Stamm oder
Stämme auf -p mit drei AbZautstufen
st .+
§
Cl OCJll:np
Cl a.np
0 pn-rwp
Retter ow-rT)P-
Luft a.EP-
Redner
37b-38a b
PT)-rop-
Sg.
N.
0 ow-rnp
G.
-roü
D.
-r4i OW-rfjP-L -rov ow-rfjp-a i:) OW-rEP !
A.
V.
Mp
pn-rwp
a.EP-O{; a.EP-L
pn-rop-o{; pn-rOp-L
a.EP-a
pn-rop-a pfj-rop
a.EP-E{; a.Ep-WV a.EP-OLV
pn-rOP-E{; PT)-rop-wv pn-rOp-OLV
a.E:p-a~
pn-rop-a{;
ow-rfjp-o~
Pl.
N.V. G.
D. A.
OL -rwv -ro'C{; -rOU{;
OW-rfjP-E{; ow-rnp-wv oW-rfjP-OLV ow-rfjp-a{;
cc) Andere konsonantische Stämme Stämme auf
-p
mit drei Ablautstufen
§
38
Vgl. BR §47.
0 na.-rnp
Vater St.+ na-rEp-
Ti ].J.n-rT)p
Ti 3uychT)p
0 a.vnp
Mutter
Mann
].J.T)-rEP-
Tochter 3uya-rEp-
].J.n-rT)p
3uya.-rT)p
a.VEP-
Anrnerkungen siehe Seite 52.
Sg. G.
na-rp-6~
].J.T)-rp-o~
3uya-rp-o{;
a.vnp a.vöp-61;
D.
].J.T)-rp-i.
3uya-rp-i.
a.vöp-i.
A.
na-rp-i. na-rEp-a
].J.T)-rEP-a
na.-rEP !
].J.fj-rEP !
3uya-rEp-a 3uya-rEp !
avöp-a
V.
].J.T)-rEP-E{;
3uya-rEp-E{;
aVÖp-E{; a.vöp-wv
N.
na-rnp
aVEp !
Pl.
N.V. na-rEP-EI; na-rEp-wv G. D.
na-rpa.-oLV
].J.T)-rEP-WV ].J.T)-rpa.-OLV
3uya-rEP-wv 3uya-rpa.-oLV
A.
na-rEP-al;
].J.T)-rEP-al;
3uya-rEP-al;
a.VÖpa.-OLV avöp-al;
51
a
§
b
38b-39b
Formenlehre / Deklination der Substantive und Adjektive
Anmerkungen: 1.
Bei na.np, un.np u. 3uya.np begegnen wir drei Ablautstu-
fen: -.Ep (Grundstufe), -.np (Dehnstufe) und -.p (Schwundstufe). S. §8e. 2.
Der Ablaut bei avnp zeigt in allen Kasus (ausser Nomin. u.
Vok. Sg.) die Nullstufe. Vgl. ähnlich §42a, erstes Wort. 3.
Im Vok. Sg. Akzentrückzug auf die erste Stammsilbe. Vgl.
§23e.
§
39 o-Stämrne Vgl. BR §48.
.0 YEVO!;
a
das Geschlecht
1
St.+ YEVO!; u. YEVEO-
1
übrigen E-Stufe (§8e).
Sg. N.V.
.0 YEVO!;
G.
.oü YEVOU!;
D.
.4) YEVE~ .0 YEVO!;
<
.0. YEVn
< YEVE(o)-a
A.
N./A./V. Sg. Q-Stufe, im
< YEVE(O)-O!; YEVE(O)-~
PI. N.V. G. D. A.
b
.ci3v YEvci3v .oL!;
< YEVE (0) -WV
YEVE-O~V
.0. YEVn
<
YEVE(O)-O~V
< YEVE(o)-a
S. §45b für Adjektivparadigma.
Anmerkungen: 1.
0 zwischen Vokalen und vor 0 ausgefallen (§13e/g), dann
Kontraktion (§ll): 2.
.Cl ÖPO!; Berg
3.
E~>E~,
6PE-WV
.Cl XELAO!; Lippe XE ~AE-WV (BDR §48)
Ti a(ow!; Schamhaftigkeit, St. a(öoo-,
im NT; vgl. BDR §47,4): a~6ws; a~6oüs; a~6oL a~61ii
52
EO>OU, EW>W, Ea>n.
Nicht kontrahiert wird im Gen. Pl. der Ausgang von
< < <
a~6o(a)os; a~6o{alL a~6o(a)a
flektiert (einmal
Vokalische Stämme
b) Vokalische und diphthongische Stämme Vokalische Stämme
§
40
§
41
Vgl. BR §49-51; BDR §46,2.
Ti
TtOA~!;
0 tx36!;
die Stadt St.-+ TtOAE(j)-,
der Fisch TtOA~-
4
tx3u-
Sg.
N.
TtOA~-!;
G.
TtOAE-W!; 1
tx36-!; tx36-0!;
D.
TtOAE-~
tx36-~
A.
TtOA~-V
tx36-v
v.
TtOA~
(klo
tx3ü-!;)
(klo
tx3ü-v)
(klo
tx3ü!;)
Plo
< TtOAE-E!;
N.
TtOAE~!;
G.
TtOAE-WV
D.
TtOAE-a~v
tx36-a~v
A.
TtOAE~!;
tx36-a!;
V.
TtOAE~!;
2
3
tx36-E!; tx36-wv
lAus 1l0An (j )-0 ~, 1l0An-0, (Dehnstufe , s. §8) , dann Quantitätentausch (s. §9) • 2Kontraktion (§lla). 3Angleichung an den Akzent des Sg. 4Nach §46a geht 0 lli'ixu, llrlXEW, Elle, a. TO ä(nu äOTEW, Stadt (aber N./A.Pl. -n).
Anmerkung: Die
~-Stämme
sind fast alle Feminina.
Stämme mit Diphthong im Auslaut (F-Stämme) Vgl. BR §52f; BDR §46,2.
a
Anmerkungen zum Paradigma auf S. 54: 1.
Gen./Akk. Sg.
(vgl. §12a):
ßaa~AnFO!;
> ßaa~An-O!;
> ßaa~AtW!;
ßaa~AnFa
> ßaa~An-a
> ßaa~Atä
(Dehnstufe, s. §8)
2.
(Quantitätentausch, s. §9)
In allen anderen Kasus ist der lange Vokal gekürzt.
53
§
b
41b-42a
FormenZehre / DekZination der Substantive und Adjektive
0 ßaoLAEut:;
-
der König St ..... ßaoLAll F- > ßaoL AllußaoLAEF- > ßaoLAEuSg. N. ßaoLAEu-t:; G. ßaoLAE:-wt:; D. ßaoLAE-r A. ßaoLAE:-ä V. ßaoLAEG PI. N.V. ßaoLAE 'i: t:; (klo a. ßacrLAiid <-iiE~])
ßaOLAE:-WV ßaOLAEü-OLV ßaoLAE'i:t:; (klo ßaoLAE:-(it:;)
G.
D. A.
0 ßoGt:; -
das Rind
ßou-,ßo-
<
ßoF-
Vglo §3lo
ßoG-t:; ßo-at:; ßo-f ßoü-v (ßoü)
Anmerkungen s. S. 53.
ßa-Et:; ßO-WV ßOu-o[v ßa-at:; (klo ßoGt:;)
c) Besonderheiten und Uebersicht §
42 Unregelmässige Substantive der dritten Deklination Vgl. BR §55; 44,3; 75.
a
I.
Folgende Substantive gehen bei der Kasusbildung von
m ehr
als ein e m S t a m maus: 0 ao.np Stern, St. aO.Ep-, ao.Ep-ot:; usw., aber ao.pa-oLv im Dat.Pl. (vgl. §38). 2. .ö yov~ (!) Knie, sonst St. yova.-, yova.-ot:; usw. 3. yuvn~Frau, St. yuvaLX-. Obgleich der stamm zweisilbig ist, sind die Endungen im Gen. u. Dat. Sg. u. PI. betont wie bei einsilbigen Stämmen (vgl. §33; für den Vok. 23e): 1.
n
·y uv 1 YUV~X-ES;
4.
yuvaLX-!?S; yuvaLx-§v
yuvaLx-t: yuvaL~.fv
yuv~x-a·
yuvaCx-as;
0 xuwv Hund zeigt verschiedene Ablautstufen (§8): Grund-
stufe im Vok., Dehnstufe im Nomin. Sg., Schwundstufe in den übrigen Kasus:
54
xuwv XUV-ES;
xuv-OS; xuv-liiv
xuv-t: xu-crt:v
xuv-a xuv-as;
XUO\)
Uebersicht über die Ausgänge der dritten Deklination
§
42b-43
5. Cl Ucl.P1:uG Zeuge, St. UUP1:U- u. UUP1:UP-: llapTU-S; llapTUp-ES;
llaPTUP-OS; Ilapn;p-wv
llapn1p-a llapTUp-as;
llapTUp-L llapTU-OLV
6. 1:0 ODG
(!)
Ohr, sonstSt. W1:-, W1:-oG usw.
7. Cl TtouG
(!)
Fuss, sonst St. TtOO-, TtOO-oG usw.
(s. a. §33b)
8. 1:0 üowp (!) Wasser, sonst St. UOU1:-, ÜOU1:-oG usw.
9. 1:0 ~ Brunnen, sonst St. ppEä1:-, ~pEa1:-0G usw.
10.
n XE[p
~-,
Hand, St.
XELP-OG usw., aber
XEp-O[V
im Dat. PI.
b
11. Nicht unregelmässig, sondern lautgesetzlich korrekt sind: 1. 1:0 2.
ycl.A~
n ~pO;
Milch, St. YUAUX1:-, ycl.AUX1:-0G, ycl.AU1LV (§17; 13a)
Haar, St.1:PLX-<{}pLX-, .!.PLX-OG,
~pL~[V
(§14).
C
111. Im NT ist nur ein Stamm auf -OL erhalten (vgl. BR §54; BDR
§47,4):
n TtEL{}W
Ueberredungskunst, St.TtEL{}OL-!TtEL{}O(j)-:
Uebersicht über die Ausgänge wichtiger Stämme der dritten Deklination (Adjektive und Partizipien inbegriffen) Nornin. auf:
-U
Starnrnauslaut
Nornin.Sg.
-UX1:
1:0 ycl.AU
§
Gen.Sg.
die Milch
ycl.AUX1:-0G (§35e)
-U1:
1:0 OWUu
der Leib
OWUU1:-oG
(§35)
-ULG
-ULO
Cl Ttu'CG
der Knabe
TtULO-OG
(§35; 33b)
-uv
-ä:v
UEAUV
schlllarz
UEAav-OG
(§46b)
-UV1:
1:0 TtÜV
das Ganze
TtUV1:-oG
(§46c)
-aG
-UO
n AUUTtcl.G
die Fackel
AUUTtcl.O-oG (§35a)
-U1:
1:0 1:EPUG
das Wunder
1:EPU1:-0G
(§35d)
-äG
-uv
UEAUG
schwarz
UEAav-OG
(§46b)
-UV1:
Cl LUcl.G
der Riemen
LUa.V1:-0G
(§36)
-ELP
-ELP
n
die Hand
XELP-OG
(§42a)
-ELG
-EV1:
Au{}dG
gelöst
AU{}EV1:-0G (§48d)
dG
ein
tv-oG
(§63)
n
der Schlüssel
XAELO-OG
(§35)
tv -ELO
xdp
XAE[G
55
43
§ 43 Nomin. auf:
-e:v -e:I: -e:UI: -nv -np
-nI:
Formenlehre / Deklination der Substantive und Adjektive stammauslaut
-e:v"t
AUaEV
gelöst
AUaEV"t-OI:
(§48d)
-e:v
äponv
männlich
äpoe:v-ol:
(§36)
aAnaEI:
wahr
aAnaOÜI:
(§45b)
0 ßaoLAe:UI:
der KDnig
ßaoLAE-wl:
(§4l)
0 TtOLlJ.l'lV 0 uEAAnV
der Hirte
TtOL~EV-OI:
(§36)
der Grieche
uEAAnV-OI:
(§36)
0 Mp
die Luft
Mp-ol:
(§37)
-e;p
0 Tta"t,;p
der Vater
Tta"tp-ol:
(§38)
-np
0 ow"t,;p
der Retter
ow"tnp-ol:
(§37)
-n"t
an I:
die Motte
on"t-ol:
(§35j
-e:I: nu } C-e:u -e:v -nv -e:p
0
die Sanftmut
Ttpau"tn"t-Ol:
aAna';l:
wahr
aAnaOÜI:
(§45b)
"tö llEAL "tö OLVä.TtL
der Honig der Senf
llEAL"t-OI: OL vaTte:-wl:
(§35)
die stadt
TtOAe:-WI:
(§40)
die Hoffnung
tATtLO-OI:
(§35)
die Gnade
xapL"t-OI:
(§35)
-La
n TtOALI: n HTtLI: n xaPLI: oln ÖPVLI:
der Vogel
ÖpVLa-OI:
(§35)
-ov
oweppov
verständig
owepPOV-OI:
(§45a)
-ov"t
AÜOV
lösend
AUOV"t-OI:
(§48b)
-e:I:
"to YEVOI:
das Geschlecht
YEVOU{;
(§39)
-o"t
Tte:TtaLöe:uXOI:
erzogen habend
Tte:TtaLoe:uxo"t-O{;
-L"t -e:/-e:L
-LI:
-L -LO -L"t
-ov -01:
.1
n TtPa6"tnl: -e:I: -L
Gen.Sg.
Nomin.Sg.
(§35)
(vgl. §40)
(§48e)
-OUI:
-ov"t
0 Moul:
der Zahn
60ov"t-01:
(§36)
-00
0< Ttoul:
der Puss
TtOO-OI:
(§42a)
oln
das Rind
ßO-Ol:
(§4lb)
das Ohr
w"t-ol:
(§42a)
"tö äO"tu
die Stadt
äo"te:-wl:
(§40)
ßaM
tief
-o{u) w"t -u
-u
o
ßoül:
"to OÖI:
-uv
-uv"t
Oe: LXVUV
zeigend
(§46a) ßaaE-WI: oe: Lxvuv"t-Ol: (§48b/f)
-U{;
-uv"t
Oe: LXVUI:
zeigend
oe: Lxvuv"t-Ol:
0 LXaUI:
der Fisch
LXaU-OI:
(§40)
die Elle
m'lxe:-wl: TtpaE-wl:
(§40)
-u
0 TtnXUI: .1 Ttpaul:
56
sanft
(§48b/f)
(§46a)
1. KZasse der Adjektive: 0- und A-DekZination Nomin. auf:
Stammauslaut
§
Nomin.Sg.
-U!;;
-uo
-u!;
-UX1:
n XAUUU!;; n vu!;
-Ul
-OL
-UlV
-OV
44
Gen.Sg.
das OberkZeid
XAUUUO-O!;;
(§35)
die Nacht
VUJH-O!;;
(§35e)
n TtELÖW
Ueberredung
TtELÖOU!;;
(§42c)
n nYEuWV
der Führer
ny EUOV-O!;;
(§36)
-UlV
0 aywv
der Wettkampf
aywv-o!;;
(§36)
-OV1:
0 Ö.PXUlV
der Herrscher
ö.PXOV1:-01:;
(§36)
-UlP
-op
0 pn1:Ulp
der Redner
pn1:0p-0!;;
(§37)
-Ul!;;
-O!;;
n utOW!;; TtETtULOEUXW!;;
die Scham
utoOU!;;
(§39b)
erzogen habend
TtETtULOEUX01:-0!;;
n AUUUl)! 0 AtöCol)!
der WirbeLsturm
AUCAUTt-O!;;
(§34a)
der Aethiopier
AWCoTt-O!;;
(§34a)
der Araber
~Apuß-o!;;
(§34a)
-01:
(§48e)
-l)!
-Tt
-!;
~Apul)!
-ß
0
n CPAEl)! 0 cpUAU!;
die Ader
CPAEß-O!;;
(§34a)
-x
der Wächter
CPUAUX-O!;;
(§34b)
-y
n cpM!;
die FLamme
CPAOY-O!;;
(§34b)
n aa.A TtL Y!;
die Trompete
aa.ATtLYY-O!;; (§34b)
11. DEKLINATION DER ADJEKTIVE UND PARTIZIPIEN Vgl. BR §56f; BDR §59; 45.
I. Klasse der AdJek;lve: 0- und A-Deklination
(vgl. §28; 25)
Vgl. BR §37; 39.
1. Klasse: Mask. u. Ntr. nach der O-Deklination Fern.
nach der A-Deklination bei Typ a-c = Mask.
bei Typ d
57
§
44
§
alb
44 a-d Typ a
FormenLehre / DekLination der Substantive und Adjektive (a im Fern.)
Typ b
Ö.YLOI;,-[Ö,,-LOV heiUg Fern. 1 Ntr.
(11 im Fern., §llg)
xaLvol;,-i],-ov neu
Mask.
Mask.
Fern.
Ntr.
xaLV-OI;
xaLv-i] xaLv-fjl; xaLv-ij
xaLv-ov xaLv-oü
Sg.
N. G.
Ö.YL-Ol; Ooy[-ou
D.
Ooy[-Cjl
A.
Ö.YL-OV
V.
Ö.YL-E
Ooy[-ö,
Ö.YL-OV Ooy[-ou
OoY[-Ö,1; Ooy[-q. OoY[-Ö,V Ooy[-a
OoY[-Cjl
xaLv-oü xaLv-eji
Ö.YL-OV Ö.YL-OV
xaLv-ov XaLV-g
xaLv-i]v
xaLv-eji xaLv-ov
xaLv-i]
xaLv-ov
xaLv-o[
xaLv-a[
xaLv-a.
Pl.
N.V Ö.YL-OL
ö.YL-aL
ö.YL-a OoY[-WV OoyC-wv OoY[-OLI; ay[-aLI; OoY[-OLI; OoY[-OUI; OoY[-Ö,1; ö.YL-a Ooy[-wv
G. D. A.
1 Fern. Sg.
(Typ
xaLv-wv
xaLV-wv xaLv-wv xaLv-O'C1; xaLv-aLI; xaLv-o'Cl; xaLV-OUI; xaLv-a.1;
xaLv-a.
a) auf a nach L wie §25a/f (vgl. §llg).
Merke: Der Akzent des nicht endbetonten Fern. richtet sich im Nomin./Gen. Pi. nach dem des Mask. (gegen §25d).
Typ c
eid
Typ d
(kontrahiert)
xpuaoül;,-fj,-oüv goLden
l
(zweier Endungen)
2
ö.cp8ap'OI;, -,OV unverwesUch
Ntr.
Mask./Fern. Ntr.
D.
xpua-oül; xpua-fj xpua-oü xpua-fjl; xpua-ij xpua-eji
xpua-oüv xpua-oü xpua-eji
ö.cp8ap,ov ö.cp8ap,ol; acp8a.p,ou acp8a.p,Cjl
A.
xpua-oüv xpua-fjv
xpua-oüv
ö.cp8ap,ov
ö.cp8ap,ov
xpua-oüv
d,cp8ap,E
ö.cp8ap,ov
xpua-ä
ö.cp8ap,oL
ö.cp8ap,a
Mask.
Fern.
Sg.
N. G.
xpua-oül; xpua-i;
V. Pl.
N.V xpua-o'C
xpua-a'C
xpua-wv
xpua-wv xpua-wv xpua-o'Cl; xpua-a'Cl; xpua-o'Cl; xpua-oül; xpua-äl; xpua-ä
G.
D. A. 1
2
acp8a.p,wv acp8a.p,oLI; acp8a.p,oul;
ö.cp8ap,a
St. XPUOEO-!xPUOe:a-/XPUOEO- (§ll) , vgl. XPUOEOS;/XPuoEa/XPuOEO\l bei Homer. Die meisten Adjektive des Typs d sind Komposita; häufiges Präfix ist das a-privativum (a- vor Konsonanten, a\l- vor Vokalen), z. B. a\l-a~TLOS;
unschuldig
Nicht zusammengesetzte Adjektive zweier Endungen: aGW\lLOS;, -0\1 ewig (im NT Fern. zweimal auf -.a) 60)(Lj.1OS;, -0\1 erprobt OUpa\lLOS;, -0\1 hi11H1llisch
58
§
2. Ktasse der Adjektive: dritte Dektination (-v und -0)
2. Klasse der Adjektive: dritte Deklination
(-v/-a,
45
s. §36; 39)
§
45
Vgl. BR §45; 48.
a
2. Klasse: nach der dritten Deklination, -v (Typ a), -a (Typ b) zweier Endungen (Mask. = Fern.; Ntr.)
Sg.N. G.
D. A.
Typ a - Stammauslaut auf -v (vgl. §36) ; V. Sg . =N . Sg . aw
Anmerkungen: 1. Vok. Sg. = Ntr. Nomin./Akk. Sg. (Stamm). 2.
Zur Deklination der Komparative auf -LWV/-WV s. §52.
Typ b
-
Stammauslaut auf -a (vgl. §39) ; V.Sg.=N.Sg.
aAn8i)(;;, aAn8E(;; wahr Mask./Fem.
Ntr.
~g.N. aAn8i)~
G.
aAn8oü(;;
aAnaE~
b
st. aAn8e:aMask./Fem. <&An~e:~Es;
Pl. o'An8e:L(;;
<&AnM~os;
D. aAn8e:'C
Ntr. aAn8ii
aAn8wv
<&An~e:~wv
aAn8EaLv
<&An~e:~o(,v
aAn8e: 'C (;;
nach N.
aAn8ii
Anmerkungen: 1.
Betonung durchweg auf der letzten Stammsilbe.
Ausnahme (nicht endbetont): nAi)pn(;;, nAflpe:(;; voU (llAnpns;
wird in
JhI,14 u. Apg 6,5 undekliniert, als Partikel - vgl. §22g -, gebraucht).
2.
Vok. Sg. = Ntr. Nomin./Akk. Sg. (Stamm). nEVn'-O~
3.
Merke: nEVn(;;,
4.
Klass.: wenn Vokal vor dem -EG-, Ntr. PI. statt z. B. zu uyt.,ns;, uyt.,e:s; gesund uyt.,u (Klass.) statt uyt.,n (Koine/NT).
arm
(Dentalst.!) nur ein Ausgang!
-u
-n,
59
§
§
46
Formenlehre / Deklination der Substantive und Adjektive
46 3, Klasse der Adjektive: Mask,/Ntr, dritte, Fern, erste Deklination Vgl. BR §50; 45,4; 46; BDR §46,3.
3. Klasse (mit drei Ausgängen) : Fern. nach der A-Deklination (Betonung nach §25d, nicht 44!) Mask. u. Ntr. nach der dritten Deklination (vgl. §40. 36)
Typ a (Mask. /Ntr . vgl. §40; ßa&u&;, ßa&ELa, ßa&u tief
a
V .Sg .=St.)
N. G. D. A.
< ßa&EF-, ßa&u(vgl. §12a)
Mask.
Fern.
Ntr.
ßa&u-&; ßa&E-W&;! ßa&EL ßa&u-v
ßa&ELa 2 ßa&da&; ßa&E ~q. ßa&ELav
ßa&EL&;3 ßa&ELaL ßa&u ßa&EW&;! ßa&E-wv ßa&ELwv ßa&Ei: ßa&E-aLV ßa&daL&;. ßa&u ßa&EL&; ßa&E~a&;
! klass.: ßa&EO&;. Typ b
b
st. ßa&EPl.
Sg.
Mask.
st. jJ.EA.ä.v-,
A.
Fern.
jJ.EA.a&; jJ.EA.aLVa jJ.EA.aV-O&; jJ.EA.a~vll&; jJ.EA.aV-L jJ.EA.a~vT,l jJ.EA.aV-a jJ.EA.aLVaV Typ
c
C
Mask.
jJ.EA.aV jJ.EA.aVO&; jJ.EA.aVL jJ.EA.aV
jJ.EA.aV-E&; jJ.EA.aLVaL jJ.EA.aV-WV jJ.EA.aLVWV jJ.EA.a-aLV jJ.EA.a~VaL&; jJ.EA.aV-a&; jJ.EA.aCVa&;
D. A.
Fern.
Ntr.
jJ.EA.aV-a jJ.EA.aV-WV jJ.EA.a-aLV jJ.EA.aV-a
(Mask./Ntr. vgl. §36; V.=N.)
Pl.
Sg.
N.
(§12c)
Ntr.
Ttä&;, Ttäaa, Ttäv jeder, ganz
G.
jJ.EA.aLVa- < jJ.EA.avja-
Pl.
Mask.
D.
ßa&E-a ßa&E-wv ßa&E-aLv ßa&E-a
(Mask./Ntr. vgl. §36; V.Sg.=St. )
jJ.EA.ä:&; , jJ.EA.aLVa, jJ.EA.aV schwarz
G.
Ntr.
ßa&EF-ja.
2<
Sg.
N.
Fern.
Mask.
Fern.
Ntr.
Ttä&; ! Ttav-r-o&; Ttav-r-C Ttav-r-a
Ttäaa Ttäv Ttaall&; Ttav-r-o&; TtaaT,) Ttav-r-[ Ttäaav Ttäv 2
Mask.
st. Ttav-r-, Ttav-rja-
>
Ttavaa- > Ttaaa.(§12c; 13h)
Fern.
Ttav-r-E&; TtäaaL Ttav-r-wv Ttaawv Ttä-aLv! TtaaaL&; Ttav-r-a&; Ttaaa~
Ntr.
Ttav-r-a Ttav-r-wv Ttä-aLV ! Ttav-r-a
!
§13b.
2
§17.
Anmerkungen zu Typ c: 1.
60
Gen. u. Dat. Pl. Mask.jNtr. unregelrnässig betont (§33).
AdJektive mit mehreren Stämmen
2.
§
47-48a
Ttdaa T') Tt6AL.!; die ganze Stadt TtdaaL at Tt6Ae:L!; aUe Städte Ttdaa Tt6AL!;
3.
jede Stadt
Vgl. auch §136d.
S. §48 für die Paradigmen der Partizipien mit analogem
Stammauslaut. Die im Klass. gebräuchlichen Adjektive auf -E~~ (-EVTO~), -Ecrcr~ [Dat. PI. Mask./Ntr. -~cr~l], z. B. anmutig fehlen im Neuen Testament (vgl. BR §46; Moulton-Howard §65,1,bl. 4.
(-Ecrcrn~), -EV (-EVTO~) X~P~E~~ -Ecrcr~ -EV
Adjektive mit mehreren Stämmen
§
47
§
48
VgI. BR §57. l . ~Eya!;
St.+ Sg.N. G.
D. A. Pl.N. G.
2. TtOAU!; viel-
gross
~e:ya-,~e:yaAo-~~e:yaAa-
TtOAU-,TtOAAO-~TtOAAa-
~Eya-!;l ~e:yciATl
TtOAU-!; TtOAAOÜ TtOAA4i TtOAU-V TtOAAOi. TtOAAWV
~Eya
~e:yciAOU ~e:yciATl!; ~e:yciAOU
~e:yciA41
~e:yciA41
~e:yciAr.I
~Eya-v
~e:yciATlV ~Eya
~e:yciAOL ~e:yciAaL ~e:yciAa ~e:yciACI)V ~e:yciACI)V2USW.
TtOAAn TtOAAn!; TtOAAij TtOAAnV TtOAAai. usw.
TtOAU TtOAAOÜ TtOAA4i TtOAU TtOAAci
Die Partizipien Vgl. BR §46 b; 44,6.
a
Die Partizipien werden flektiert: 1.
immer mit drei Ausgängen,
2.
nach der A- und O-Deklination (§25; 28; 44; Betonung der
A-Deklination nach §25d, nicht 44l): Präs.Med./Pass., Fut.Med. u. Pass., Aor.Med., Pf.Med./Pass. -~e:VO!;,
3.
nach den v'-Stämmen der dritten Deklination (s. §36 u. 46c): Präs./Fut./Aor.l/Aor.2 Aktiv, ebenso Aor.Pass.
4.
nach den '-Stämmen der dritten Deklination (s. §35): Pf.Akt.
IVok. ~EydAE, §44a.
2 VgI.
sonst wie Nomin. (a. bei noAü~l.
61
§ 48b-e
Fo~enlehre
ÄUW löse
/ Deklination der Substantive und Adjektive
]
(V. =N. )
La) Part.Präs.Akt. ÄU-wv, Äu-ouaa, ÄÜ-ov lösend St. Äuov-r-, Äuov-rja- > Äuovaa- > Äuouaa- (§12c; 13h)
b
Sg. Mask. N. ÄUwv G.
Fern. Äuouaa
Äuov-r-o~
D. ÄUOV-r-L A. Äuov-r-a
c
lob)
Ntr. Äüov
Äuouan~
Äuov-ro~
ÄuouaTJ Äuouaav
ÄUOV-rL Äüov
Part.Aor.Akt.
Äu-aä.~,
PI. Mask. Äuov-r-e:~
Äuov-r-wv Äuou-aLv Äuov-r-a~
Fern. ÄuouaaL Äuouawv ÄuouaaL~ Äuouaa~
Ntr. Äuov-ra Äuov-rwv ÄuouaLv Äuov-ra
Äu-aäaa, Äü-aä.v lösend
St.Äuaä.v-r-, Äuaav-rja-> Äuaavaa- > Äuaäaa- (§12c; 13h) Äuaav-ra Äuaäaa Äüaav Äuaav-r-e:~ ÄuaaaaL N. Äuaä.~ Äuac{v-rwv Äuaav-ro!;; Äuaclv-r-wv Äuaäawv G. Äuaav-r-o!;; Äuacial1~
,
,
ÄuaäaaL~
D. Äuaav-r-L
ÄuaaaT,1
Äuaav-rL
Äuaä-aLv
A. Äuaav-r-a
Äuaäaav
Äüaav
Äuaav-r,.-a!;; Äuaaaa~
d N. G.
D. A.
Äuaav-ra
Lc) Part.Aor.Pass. Äu-&d~, Äu-&e:"Caa, ÄU-&EV gelöst St. Äu&e:v-r- ,Äu&e:v-rja- > Äu3e:vaa- > Äu3e: Laa- (§12c; 13h) Äu3Ev-ra ÄU&EV-r-e:~ Äu3e:"CaaL Äu&e:"Caa ÄU3EV Äu&e:l.~ ÄU3EV-rWV ÄU3EV-rO~ ÄU3EV-r-WV Äu3e:Lawv ÄU&EV-r-O~ Äu3e: l.al1~ ÄU3EV-rL Äu3e:"C-aLV Äu3e:l.aaL~ Äu3e:"CaLV Äu3EV-r-L Äu3dCJ1) ÄU&Ev-ra Äu3Ev-r-a~ Äu3e:l.aa~ Äu3Ev-r-a Äu3e:"Caav ÄU3EV 2•
e
ÄuaäaLv
Dentalstarnrn hat Part.Pf.Akt. im Mask.u.Ntr. Äe:-Äu-xw~, Äe:-Äu-xu"Ca, Äe:-Äu-xo~ gelöst habend
St. Äe:Äuxo-r-, -xuaja-> -XULa- (§12d FN2; 13e) Fern. Mask. Ntr. Sg.N. Äe:ÄUXW~ Äe:Äuxu"Ca Äe:Äuxo~ G.
ÄEÄUXO-r-o~
D. ÄEÄUXO-r-L A. ÄEÄuxo-r-a PI.N. Äe:Äux6-r-e:~ G. ÄEÄUXO-r-wv D. ÄEÄuxo-aLv A. Äe:Äuxo-r-a~
ÄEÄuXUl.a~ 1
ÄEÄUXO-r-o~
ÄEÄUXUl.<;l Äe:Äuxu"Cav ÄEÄuxu"CaL Äe:ÄUXULWV
Äe:ÄUXo-r-L
ÄEÄuXUl.aL~
ÄEÄuXUl.a~
Äe:Äuxo~
Äe:Äux
lKoine auch -n~ (ionisch), so in Apg 5,2 cruvEG6uLn~ unter Mitwissen (der Frau), vgl. §25f; llg.
62
Uebersicht über die Adjektive und Partizipien
§
48f-49a
Anmerkungen: 1.
f
Wie 1 a, doch mit Akzentverschiebung, gehen auch ßaAwv, ßaAoüoa, ßaAov werfend (Aor. 2, §l05).
2.
Nach dem Paradigma von 1 b richten sich auch
3.
Wie 6öou!; Zahn § 3 6 werden gebeugt:
(t)o-ca.!;,
(t)o-cäoa, (t)o-ca.v hintretend (§1l8 und ßa.!; §l06).
(ÖL)ÖOU!;, (ÖL)öoüoa, (ÖL) öov gebend (§1l5/6) u. YVOU!; (§l06). 4.
Dasselbe Muster wie 1 c haben (""CL)
8ELoa,
(t)EL!;, (t)ELoa,
(t)EV
(""CL)
5.
8Ei!;,
(""CL)
8EV setzend und
sendend (§1l5/6).
Nach den v-c-Stämmen gehen auch ÖELXVU!;, ÖELxvüoa, ÖELXVUV zeigend (Mask./Ntr. Gen. Sg. -VUV-CO!;, Dat. Pl. -VÜOLV, §122).
6.
Vok.
=
Nomin.
Uebersicht über die Adjektive und Partizipien
§
49
Vgl. BR §56.
1.
Adjektive und Partizipien
a)
Die meisten Adjektive der A- und Q-Deklination und die
a
d r eie rEndungen:
Partizipien auf -UEVO!; (s. §44; 48). b)
Die Stämme auf -v (s. §46, Typ b), z. B. UEAa!;, UEAaLva, UEAav (Gen. Sg. Mask./Ntr. UEAaV-O!;) schwarz
c)
Die Stämme auf -v-c (s. §46, Typ cl, z. B. nä!;, näoa, näv (Gen. Sg. Mask./Ntr. nav-co!;) jeder. ganz
d)
Die Partizipien (s. §48) auf -wv:
naLöEu-wV -ouoa -ov (St. -ov-c-) erziehend
auf -wv:
ßaA-wv -oüoa -ov (St. -ov-c-)
auf -a!;:
naLÖEU-Oa!; -oaoa -oav (St. -av-c-) erziehend
auf -a.!;:
ßa.!; ßäoa ßa.v (S t. ßav-c-) gehend (Wz. - Aor . )
werfend (Aor. 2)
auf -(8)d!;; AU-8EL!; -8ELoa -8EV (St. -8EV-C-) gelöst auf -OU!;:
ÖOU!; öoüoa öov (St. öov-c-) gebend
auf -VU!;:
ÖELX-VU!; -vüoa -vuv (St. -vuv-c-) zeigend
63
§ 4gb
e)
Formenlehre / Deklination der Substantive und Adjektive
Adjektive auf -u
(s. §46, Typ a),
ßu{JUS;;, ßU{JE'CU, ßu{Ju f)
z. B.
(Gen. Sg. Mask./Ntr. ßU{JEWs;;)
Stämme auf --c (s. §48e, Ptz.Pf.Akt.), z. B. TLETLULOEU-XWs;;
-xu'Cu
-XOs;; (Gen. Sg. Mask./Ntr. -XO-COs;;)
erzogen habend
b
z w e i e rEndungen:
2.
Adjektive
a)
Meist Komposita mit O-Stämmen, s. §44, Typ d.
b)
Adjektive auf -v oW
c)
tief
(s. §45, Typ a), z. B.
(Gen. Sg. ow
Adjektive auf -0 (s. aAn{Jns;;, aAn{JEs;;
§45, Typ b),
z. B.
(Gen. Sg. aAn{JOÜS;;) wahr
Regelmässige Komparationsausgänge
C.
KOMPARATION
§
(STEIGERUNG)
50a-51a
DER
ADJEKTIVE Vgl. BR §59-61; BDR §60-62.
Siehe auch Syntaxteil §138.
Regelmässige Komparationsausgänge
§
50
Vgl. BR §59.
I Positiv
I stamm
I Komparativ
Isuperlativ
Komparativ auf -"t"EPO(;, -"t"Epa, -"t"EPOV und Superlativ auf -"t"a"t"o(;, -"t"el"t"T] , -"t"a"t"ov; an den Stamm des Mask. angehängt.
1.
ßEßa~O(;
ßEßa~o-
ßEßa~6-"t"EpO(;
ßEßa~6-"t"a"t"0(;
~wp6(;
~wpo-
~Wp6-"t"EPO(;
~wp6-"t"a"t"0(;
fest töricht
a
Stammauslautendes -0- > -W-, wenn die vorausgehende Silbe kurz ist (nicht aber bei Positions länge , s. §4a) : aoc.p6(; weise aoc.pW-"t"a"t"o(; aoc.poaoc.pw-"t" EPO(; VEO(; jung VEw-"t"a"t"O(; VEOVEW-"t"EPO(; ßa{Ju(; tief 6.xp ~ ßn(; genau 2.
ßa{Ju-
ßa{Ju-"t"EPO(;
6.xp~ßEa- 6.xp~ßEa-"t"EpO(;
ßa{Ju-"t"a"t"o(; 6.xp~ßEa-"t"a"t"O(;
-Ea-"t"EpO(;, -Ea-"t"a"t"O(; tritt an den Stamm der Adjektive auf -WV, -ov.
awc.ppwv
awc.ppov-
awc.ppov-ta-"t"EPO(;
b
awc.ppov-ta-"t"a"t"o(;
verständig
Unregelmässige Komparationsausgänge
§
51
Vgl. BR §60f; BDR §61.
1. Komparativ -LwVj- ~ov bzw. -wvj-ov u. Superlativ -'i:a"t"o(;j
a
- La"t"T]j- La"t"ov; Ausgänge an den z. T. veränderten St. angehängt xa>..o(; schön
Ixa>..-
65
51b-c
§
Formenlehre / Komparation (Steigerung) der Adjektive
IStamm IKomparativ )J.Eya~
gross
nOA6~
viel
,ax6~
)J.EYnAE-
schnell
,ax-
I Superlativ
)J.EL!;:WV 1 , )J.Ei:!;:OV nAELwv, nAEi:ov, Gen. nAE LOVO~ 2
2.
nAEta,o~
oder nAEov 3 ,aX-Lwv, ,clX- LOV" -nix- La,o~
< ~Ey-jwV (§12c). 2 Kontrahierte Formen: nAELous = nAELovES, nAELw 3 nAEov sehr selten in NT und LXX (klass. Form). 4 Klass. BaTTwv, BäTTOV.
b
)J.EY-La,o~
= nAELova;
vgl. §52.
Verschiedene Stämme kombiniert
aya&o~
xaxo~
gut
böse, schlecht
xPELaawv,xPEi:aaov XPcl,LO,OG ßEA,LWV, ß EA, LOV 1 ßEA,-La,oG (klo XELpLOTOS) XE LPWV, XEtpOV 2 schlimmer
naawv, i;aaov schwächer 6ALYO~
wenig, gering /
EAaoawv, EAaaaov 4 EAclX-LO,OG
)J.LXPOG 3 klein, gering 1
2
4
KI. a. &~ELVWV ä~ELVOV; äPLOTOS -n -OV. KI. a. xaXLWV xaXLOV; xaXLOTOS -n -OV. Auch regelmässig gebraucht. KI. zu OALYOS a. ~ELWV ~ELOV; OALYLOTOS
Anmerkungen:
c
1.
Im Klass. -TT- statt -00- (§12c).
2.
Gegensätze:
66
ßEA,LWV
++
XE LPWV
xpELaawv
++
naawv
(klo nXLCna Adv.)
-n
-OV.
DekZination der KOmparative auf
-LWV -LOV/-WV
Deklination der Komparative auf
-ov
§
52
-LWV -LOV/-WV -ov (vgl. §45a)
Vgl. BR §4S,S.
Bsp. ]J.E:L6WV, ]J.E: L60V grösser Sg. (V .=St.) N.
(Komparativ zu ]J.Eyac, §51a) Pl.
(V.=N.)
Mask./Fem.
Ntr.
Mask./Fem.
]J.E:L6WV
]J.E:L60V
]J.E:L60V-E:C
od. ]J.E:L60UC
Ntr. ]J.e:L60V-a 2
od. ]J.E:L6W
G.
]J.E:L60V-OC
]J.E:L60V-OC
]J.E:L66v-wv
]J.E:L66v-wv
D.
]J.e:L60V-L
]J.E:L60V-L
]J.e:L60-0LV
]J.E:L60-0LV
A.
]J.E:L60V-a
]J.E:L60V
]J.E:L60V - a C
od. ]J.E:L6W
1
od. ]J.E:L60UC
1
]J.e:L60V-a 3
od. ]J.e:L6W
1
Die kontrahierten Formen gehen auf Sigmastämme zurück: 1 < (~EL~)oa < (~EL~)oaa (§13e; 11). 2 < (~EL~)OES < (~EL~)oaES (§13e; 11). Ang1eichung an den Nomin.
67
§
52
53
§
FormenZehre / Die Adverbien
D, DIE §
ADVERBIEN
53 Das Adverb und seine Komparation
(zur Syntax s. §241/2)
Vgl. BR §62f; BDR §l02-106.
Adverb Adjektiv Nomin.Sg. Gen.Pl.Mask. Öbt.ULOC 1 ÖLXUCooV ÖLXUCooC 2 owcppoov ooocppovoov ooocppOVooC e:uoe:ßciiC e:uoe:ßnc 3 e:uoe:ßciiv noEooV noeooc nc56c 4 ayu30c 5 e:u
a
I
b
gerecht.
1.
2
verständig.
3
fromm.
4
Adverb des Komparativs ÖLxuLo-n:pov ooocppov-eo-.e:pov e:UOe:ßEO-.e:pov nÖ-LOV (klo &'jJe:LVOV)
Adverb des Superlativs ÖLXULO-.U.U ooocppov-eo-.u.u e:UOe:ßEO-.U.U Tjö-LO.U (klo äpLaTa)
sUss~
gut .
angenehm.
5
Adverbbildung
auf -ooc: Die meisten Adverbien sind von Adjektiven gebildet, vorn Gen. PI. des Mask. aus, tragen dessen Akzent und haben als Kennzeichen des Positivs den Ausgang -ooC.
C
2.
3.
Komparation des Adverbs (vg1. §50): Komparativ: Akk. Sg. Ntr.
oo~.e:pov
weiser
Superlativ: Akk. PI. Ntr.
oo~.u.u
am weisesten
Merke:
uci>"LO.U am meisten
J,.LO.>">,,ov mehr
(uci>"u sehr fehlt im NT, dafür >..Luv und O<poöpu)
d
4.
Adverbbildung avoo oben
~r;oo
auf
-00:
6nLooo hinten
ausserhaZb
5•
K a s usa r t i g e
a)
mit Suffix -3e:v (auf die Frage "Woher?"): dvoo-3e:v
B i I dun g
von oben
des Adverbs:
lJO,xpo-3e:v
von ferne
(Das Klass. kannte auch die Suffixe --&L [Frage "Wo?"] und -ae: [Frage "Wohin?"]: CXAAO--&L anderswo, cxAAo-ae: anderswohin, CXAAO--&e:V anderswoher) b)
Akk. auf -v (vgl. §157): n>..noCov nahe, öoope:a.v geschenkweise, j.J.uxpa.v (erg.oöov) fern.
Zu den Pronominaladverbien in Korrelation s. §61c.
68
Nichtreflexive Personalpronomina
E, DIE
PRO N0 MI NA
§
54a-c
(zur Syntax s. §139-144)
Vg1. BR §64-72; BDR §64; 277-306.
Nichtreflexive Personalpronomina (persönliche Fürwörter)
§
54
Vg1. BR §64; BDR §277ff.
1.Person
2.Person
Ersatz für die 3.Person
ich EYW ElJ,OO,lJ,OU ElJ,O L,lJ,0 L ElJ,E, lJ,E
ou du ooO,oou OOL ,OOL OE, OE
au,e~
er au,n sie
au,oO au,Q au,e\l
au,fi~
au,f,i au,n\l
au,e es au,oO au,Q au,e
N.
nlJ,EL~
UlJ,EL~
G. D. A.
nlJ,W\I nlJ,L\I
UlJ,W\I UlJ,L\I
ihr au,oL a6,w\I
atnaL a6,w\I
au,d. sie au,w\I
a6,oL~
a6,aL~
a6,oL~
nlJ.!'i~
UlJ,ä.~
a6,ou~
a6,d.~
a6,d.
a
Sg. N.
G. D. A. P1.
wir
Anmerkungen (s.a. §139a-e): 1.
zu
~yw,
ou:
b
Im Gen., Dat. u. Akk. Sg. stehen die betonten Formen nur: a)
bei Hervorhebung des Pronomens, z. B. im Gegensatz, so Cl axouw\I UlJ,W\I
b)
~]loO
axouEL
Wer euch hört, der hört mich (Lk 10,16)
nach Präpositionen, z. B. lJ,E,a, 000 mit dir.
Sonst braucht man die Enklitika, s. §6d. 2.
zu
a6,6~,
(vgl. BR a)
b)
§65~
aUen, au,6 selbst als pronominalem Adjektiv
selbst:
a6,ö
,ö TI\lEOlJ,a
der Geist selbst (Röm 8,16)
au,ö~
hw
ich selbst (Röm 7,25)
Cl
au,6~
derselbe:
,ö au,ö TI\lEOlJ,a c)
c
BDR §288) :
derselbe Geist (1Kor 12,11)
Ersatz für das Pronomen der 3. Pers. (s.a. d): ErÖE\I au,6\1 er sah ihn
69
§
54d-55b
FormenZehre / Die Pronomina
(Nomin. klass. nicht gebräuchlich, dafür aber foXE~VOS jener oder dieser, §58, bei Betonung auch in den anderen Kasus.)
O~TOS
d
§
3.
3. Pers. im Klass. (bezogen auf das Subjekt des regierenden Satzes): Sg. (betont u. enklit., s.o. b) PI. er/sie/es a~E~S sie ihrer seiner a~1iiv Cl~' ou ihnen a~Lat.. (v) ihm o~, o~ g, E sie ihn a~aS (s. auch c) •
55 Reflexivpronomina (rückbezügliche Fürwörter) Vgl. BR §66; BDR §64,1; 283.
l. Person
a
2. Person
Sg. G. ElJ,-aU1:oü, -fi~ meiner D. E:lJ,-au1:4i, -fj mir A. E:lJ,-au1:0V,-nV mich Pl. unser G. nlJ,WV aö1:wv od. 1 e:au1:wv D. nlJ,LV aU1:0L~, -aL~ uns od. 1 e:aU1:0L~,-aL~ A. nlJ.Ci~ aÖ1:ou~, -d~ uns od. 1 e:au1:ou~,-6.~ 3. Person Sg.G. eau1:oü, -fi~ D. e:au1:4i, -fj A. e:au1:ov, -nv Pl.G. eau1:wv 2
1
deiner ae:-au1:4i, -t'j dir ae:-au1:0V,-nV dich ae:-au1:oü,-fi~
euer UlJ,WV aö1:wv od. 1 e:au1:wv UlJ,LV aÖ1:0L~, -a.L~ euch od. 1 eaU1:0L~,-aL~ UlJ,ä.~ aÖ1:ou~, -d~ euch od. 1 e:aU1:0U~,-6.~
oder aU1:oü, -fi~ seiner, usw. oder aU1:4i , -fj oder aU1:ov, -nv ihrer, usw.
D.
e:aU1:0L~,
e:aU1:aL~
A.
eau1:ou~,
eau1:ci~,
eau1:ci
Im Neuen Testament fast ausschliesslich so gebräuchlich. plus PI. von aUTOS möglich.
2 Klass. auch Personalpronomen (§54d)
b
Anmerkungen: 1. Das Reflexivpronomen der 1. u. 2. Pers. PI. wird im NT meist durch das der 3. Pers. PI. wiedergegeben.
70
äAAOS und die Reziprokpronomina
2.
§
56-57
Im NT sind die Formen au,ou statt tau,ou sehr selten
(vgl. §139h). 3.
Das Reflexivpronomen steht, wenn es sich auf das Subjekt
des Satzes bezieht: ihr stellt euch selbst das Zeugnis aus (Mt 23,31)
4.
Zum Gebrauch der Reflexivpronomina s. §139f-l.
aAAoG
und das Reziprokpronomen (wechselbezügliches Fürwort)
§
56
Vg1. BR §65; BDR §287.
1.
aAAoG, aAl.. n, aAAo ein anderer
a
dekliniert wie au,6G, au,n, au,6 (§54). 2.
Durch Verdoppelung des Stammes uAAo- ist das Reziprok-
b
pronomen (das wechselbezügliche Fürwort) uAAnAwv gebildet. Der ganze Sg. und der Nomin. Pl. fehlen: G.
uAAnAwv
D.
uAMAo~G
uAAnAwv
UAMAo~G
uAAnAwv
A.
uAMAouG
aAAnAa (Akzent!)
3.
Zum Gebrauch des Reziprokpronomens s. §139m/n.
einander
Possessivpronomina (besitzanzeigende Fürwörter)
§
Vg1. BR §67; BDR §284-286.
mein
o6G, m;, o6v
dein
fll.1E'EPOG, r\lJ.E,Epa, fll.1E'EPOV unser Uj.1E'EPOG, Uj.1E,Epa, Uj.1E'EPOV euer Stellung (vgl. §136a):
o {:j.1ÖG na,np
/ 0 na,i'lp 0 {:l.16G mein Vater
Die Possessivpronomina werden nur gebraucht, wenn das Possessivverhältnis betont ist. Meist wird es durch den Gen. des Personalpronomens ersetzt, in der 3. Person regelmässig:
o
uOEAq>6G j.10U, oou
mein, dein Bruder
71
57
§
58
Fo~enZehre
o aOEA~O~ ~uWV,
aULOÜ
(aULn~),
/ Die Pronomina
sein, (ihr), unser, euer, ihr Bruder
uUWV, aULWV
Im übrigen s. Syntaxteil §140.
58 Demonstrativpronomina (hinweisende FUrwörter)
§
Vgl. BR §68; BDR §64,2; 289-292.
a
dieser, diese, dies da Im NT nicht häufig, Paradigma (Artikel + enklitisches OE): ööe: TOÜÖe: T1jiÖe: TOVÖe:
TOÖe: TOÜÖe: T1jiÖe: TOÖe:
nöe: TnOÖe: TT,iÖe: Tllvöe:
oröe: TWVÖe: TO'COÖe: TOUOÖe:
d
taöe: TWVÖe: TO'COÖe: Taöe:
dieser, diese, dieses
b
c
uröe: TWVÖe: TU'COÖe: Taoöe:
Sg. Mask.
Fern.
Ntr.
Fern.
Ntr.
N.
OÖLO~
aÜLn
LOÜLO
OÖLO~
aÖLa~
LaüLa
G.
LOULWV
LOULWV
Pl. Mask.
LOIhou
La\hn~
LOULOU
LOULWV
D.
LOUL'V
LaULT,1
LOULCjl
LOULO~~ LauLa~~ Lo6LO~~
A.
LOÜLOV LauLnV LOÜLO
LOULOU~ La6La~
LaüLa
jener, jene, jenes Deklination wie 4.
aAAO~
(s. §56a),
aUL6~
(s. §54a).
wortstellung der Demonstrativpronomina: Vor oder nach
Artikel und Substantiv, nie dazwischen (s. §136c; l4lb): OÖLO~
o
e
5.
6
av&pwno~
oder
av&pwno~ OÖLO~
dieser Mensch
Demonstrative Bedeutung kann auch der Artikel in bestimm-
ten Wendungen haben (s. §130) :
f
6.
0 UEV - 0 OE
der eine - der andere
0 OE
dieser/er aber
An
schliessen sich an und flektieren entsprechend
OÖLO~
die Komposita (vgl. §6lb) : LoaoüLo~, LoaauLn, LoaoüLo(v) ,
LoaaüLa~
LO~OÜLO~,
Lo~auLn,
Loao(ho~
LnA~}(OÜLO~,
, LoaaüLa LO~OÜLO(V)
LnA~}(aULn,
LnA~}(OÜLO
so gross so vieZe so beschaffen so gross/bedeutend
(Im Klass. auch TOOOOÖe:, TOOnÖe:, TOOOVÖe: usw., TOGOOÖe:, TOGaöe:, TOGOVÖe:; TnAGXOoÖe: usw.)
72
Relativpronomina
§
59-60a
Relativpronomina (bezügliche Fürwörter)
§
59
Vgl. BR §69; BDR §64,3; 293ff.
1.
Öl:;, n, Ö welcher, welche, welches
Sg.N. Öl:; T G. OU T D. 'Il A. Ö\l 2.
Ti
ö
iil:;
OUT
~
~
Ti \I
Ö
Pl.N. oL G. i:i\l T D. OLl:; A. OÜI:;
ÖO"tLI:;, n"tLI:;, Ö"tL
a
aL T W\I
ä i:i\l
ar I:; äl:;
orl:; ä
wer auch immer
(=
b
jeder, der)/pl. aUe, die
ist das unbestimmt verallgemeinernde Relativpronomen. Es ist zusammengesetzt aus Relativpronomen und enklitischem "tLI:; irgendeiner.
Im NT steht es oft anstelle von Öl:;. Beide Be-
standteile werden miteinander dekliniert; so z. B. der Pl. OL"tL\lEI:;, aL"tL\lEI:;, ä"tL\la. usw. Im übrigen s. §142; klass. a. interrogativ gebraucht (§60b). 3.
C
Den §58f genannten Demonstrativa entsprechen die Relativa
(vgl. §61b) ÖOOI:;, öon, ÖOO\l
wie gross
ÖOOL, öoaL, öoa
wie viele
OrOI:;, ora, oro\l
wie beschaffen wie gross/bedeutend
Zu den verallgemeinernden Relativpronomina anoool:; wie gross auch immer usw. s. §60c.
Interrogativpronomina (fragende Fürwörter) und indefinite Pronomina (unbestimmte Fürwörter)
§
60
Vgl. BR §70; BDR §64,5; 298-303.
N.
Interrogativpronomen (immer Akut auf l. Silbe) wer? was? welcher? welches? Sg. Pl.
Indefinitpronomen (enklitisch, §6d) (irgend-) einer/etwas, ein gewisser Sg. Pl.
"t~I:;;
"tLI:;
"t ~ ;
"tC\lEI:;;
"tC\lai
"tL
"tL\lEI:;
"tL\la.
G.
"tC\lOI:;;
"tC\lW\I;
"tL\lOI:;
"tL\lW\I
D.
"tC\lL;
"t~OL\I;
"tL\lC
"tLOC\I
A.
"t~\lai
"t Ci
"tC\lal:;i
"tC\lai
"tL\la.
"tL
"tL\la.1:;
a
"tL\la.
73
§
60b-61b
Formenlehre / Die Pronomina
Anmerkungen (s. a. §143/4):
b
1. Im Klass. wurde öaT~~, nT~~, Ö T~ (vgl. §59b) in indirekten Fragen (, wer /wel eher) verwendet. 2. Für TLVO~/T~v6~ a. ToD/TOU, für TLV~/T~VL a. T~/T~, für T~vci (Ntr.Pl.) a. etTTCt, für oih~vo~ a. ÖTOU, für ~T~V~ a. ÖTljl, für äT~VCt a. äTTCt, für WVT~vwv/o[aT~a~ a. ÖTWV/ÖTO~~.
C
3.
Weitere Interrogativa (vgl. §61b):
direkte (a. indirekt gebraucht [§143]; bei Enklise [§6d] indef ini t [klo]) : rr6oo!;~
rr600L ~ rr60aL rrotO!;~
rr6oo\!~
rr6OTl; ~
rroCa~
rrnA.CXO!;~
rr6oa~
rrotO\!;
rrnA.LXn~
rrnA.CXO\!~
wiegross?
(][oa6~
irgendwie g.)
wie viele? (][OaOL irgendwie v.) wie beschaffen? (][o~6~ irgendwie b.) wiegross/bedeutend?
(][llALXO~ i.
g./b.)
indirekte: orr6oo!;, orr6on, orr6oo\!
wie gross
orr6ooL, orr6oaL, orr6oa
wie viele
orroto!;, orroLa, orroto\!
wie beschaffen
(Zugleich verallgemeinernde Relativa [vgl. §59c]: wie gross auch immer usw. )
orr6oo!; usw.
§
61 Pronomina und Pronominaladverbien in Korrelation (Wechselbeziehung) Vgl. BR §71f; BDR §64,4; 304-6; 103-106.
a
Bei diesen Pronomina und Adverbien entsprechen sich Form (des
Anlauts) - wo vorhanden - und Funktion in folgender Weise: Anlaut
Funktion des Wortes
rr-
interrogativ (bei Enklise [§6d] indefinit, vglo u. d)
orr-
indirekt interrogativ demonstrativ
01.
b
relativ
Korrelative Pronomina
Anmerkung zur Tabelle auf S. 75: Von der klass. Reihe O][6TE;PO~
wer von beiden? wer v. b. der andere v. b. wer v. b. auch immer sind im NT nur Reste vorhanden (vgl. BR §71; BDR §64,6; 306).
74
Pronomina und Pronominaladverbien in Korrelation Demonstrativa
Interrogativa (§60) 1
direkt u. indirekt indirekt
(Ö01: L~) (wer,
1:':~;
wer? welcher? nooo~;
welcher)
(§59)
ÖOE/O~1:0~/tXEtvo~
wie gross
neOOL;
(>TIeOOL
wie viele onoto~
wie beschaffen? nnA.':xo~; wie
beschaffen
wie
cher/w. a. immer
ÖOOL
wie viele
so viele
oro~
1:0LOÜ1:0~
wie
beschaffen
so beschaffen
nA.':xo~
1:nA. LXOÜ1:0~ so
gross/bedeutend
gross/bedeutend?
wel-
wie gross
so gross
1:000Ü1:0L
noto~;
Ö~/Ö01:L~
öoo~
1:000Ü1:0!;
oneoo~
61c-d
Relativa
(§58)
dieser/dieser/jener
wie gross? wie viele?
§
wie
gross/bedeutend
la. als verallgemeinernde Rel. gebraucht wer/wie grass usw. auch immer (§60c).
2.
Korrelative Adverbien
a)
Adverbien des Ortes auf die Frage "WO?", "Woher?"
noü; wo? wohin?
c
onou
EvöcioE hier
o~
wo
EXEt dort
önou wo/wohin
wo
OEÜpO/OEÜ1:E hierher noöEv; woher?
(onoöEv)
tV1:EÜÖEV von hier
(woher)
tXEtÖEV von dort
ÖÖEV woher
b)
Adverbien der Zeit auf die Frage "Wann?", "Wie oft?" One1:E wann 1:01:E damals, Ö1:E da, als, n01:E; wann?
nachdem
(unkl. :) dann noocixL~;
OOciXL~
wie
so oft
wie oft? c) Adverbien der Art und Weise auf die Frage "Wie?" nw~;
wie?
önw~
wie
OÜ1:W~
wonEP/w~
so
wie
Anmerkungen zu den korrelativen Adverbien:
d
1.
Von den Indefinita merke fürs NT nur n01:E: (zu b) irgendwann nw~ (zu c)
2.
Im Klass. Reihen auf Fragen "Wo?" u. "Wohin?" klar unterschieden:
(fürs Kl. s. BR §72) :
irgendwie.
1I0D;
Ö1l0\J
Ev~ciöE
aUToD
EVTaD~a/EHEL
oÜ/Ev~a/Öllo\J
wo?
wo
hier
ebenda
dort
wo
1I0L;
önoL..
Ev~ciöE
a\JTOOE
EVTaü~a/EHELoE
o~/Ev~a/Öllo~
wohin? wohin hierhin ebendahin dorthin wohin 3. Im Klass. auch Reihe 1l~ wie? wo? wohin? usw. gebräuchlich (BR §72) •
75
§
62a
Formenlehre / Die Zahlwörter
F, DIE §
Z A H LW ÖRT E R
(zur Syntax s. §145)
62 Kardinalzahlen, Ordinalzahlen und Zahladverbien Vgl. BR §73; BDR §63.
a
1
Kardinalzahlen
Ordinalzahlen
3
(Ordnungszahlen)
(Grundzahlen) 1 E"fr;,j.LLa,E:V
a'
2
A'
Ttpw"tor;,-Tl,-ov 2 öuo ÖEU"tEPOr;,-EPa,-ov 3 "tPELr;,"tPLa "tpL"tOr;,-Tl,-OV 4 "tEooapEr;,"tEooapa "tE"tap"tOr;,-Tl,-ov 5 TtEV"tE TtEj.LTt"tOr;,-Tl,-Ov 6 Ef; E:x"tor; 7 e:Tt"ta E:ßÖOj.LOr; 8 ox"too oyöoor; 9 tvvEa Eva"tOr; 10 öExa öExa"tOr; 11 E:VÖEXa EVÖE:Xa"tor;,-Tl,-OV 12 öooöExa ÖWÖExa"tor; 6 13 ÖExa"tPELr;,-"tPLa "tPLoxaLÖE:Xa"tOr;,-Tl,-OV 14 öExa"tEooapEr;,-pa "tEooapEOXaLÖE:Xa"tOr; 15 ÖEXaTtE:V"tE TtEv"tExaLÖE:Xa"tOr; 16 öExaE:f; 17 ÖEXaETt"ta 18 öExaox"too ox"twxaLÖE:Xa"tOr; 19 öExaEvvEa EvvEaXaLÖE:Xa"tOr; 20 ELXOOL ELXOO"tOr;,-r,,-ov "tPLaxoO"tOr; 30 "tPLaxov"ta
j.L'
40 "tEooEPaxOV"ta
v'
50 TtEV"tr,xov"ta
ß' y' Ö' E' ~'
t:' Tl' 8' L' La' Lß' LY' LÖ' LE' L$' Lt:' LTl' L8' x'
Zahladverbien Multiplikativa
ELxOooxLr;
5
Zahlzeichen. 4 Frage 1l00c:hll,!;; wievielmal? 2 Frage 1l000~; wie viele? Koine TEooapaXOVTa. 3 Frage 1l00TO!;; der wievielte? 6 LXX, Josephus.
76
4
äTtaf; eirunal zweimal öLr; cJ:roeimal "tPLr; "tE"tpaxLr; TtEv"taxLr; ( Ef;ax Lr;) ETt"taxLr; (ox "tax Lr;) ( tvax Lr;) öExaxLr;
Deklination der Kardinalzahlen
!; ,
60 E!;rpwv-ra
0'
70 e:ßoollnxov-ra
11'
80 oyoonxov-ra
~' p'
90 EVEvnxOv-ra 100 Exa-rov 1
0'
200 oLaxooLoL,-aL,-a
-r' u'
300 -rPLaxooLoL,-aL,-a
§
62b-63a
EßOOjJ.T)XOV-rcl.XLr;;
Exa-roo-ror;;
400 -rE-rpaxooLoL,-aL,-a
cp'
500 11Ev-raxooLoL,-aL,-a
X'
600 E!;axooLo L, -a L,-a
4J' w'
800 ox-raxooLoL,-aL,-a
700 E11-raxooLoL,-aL,-a 900 EvaxooLoL,-aL,-a
",,'
,a
1000 XCA.LOL ,-aL ,-a
XLA.Lcl.XLr;;
2000 OLOXCA.LOL,-aL,-a
,ß ,L
10000 jJ.UPLOL ,-aL ,-a
jJ.UPLcl.XL!;;
1 ExaT6v in Komposita ExaTovTa- analog dem -XOVTa der Zehner von 30 bis 90, z.B. ExaTovTaETns -ES hundertjährig.
Anmerkungen: 1.
b
Klass. 13-19
TPELS (TpGa) xaC ÖExa usw. (ab 15 als ein Wort geschrieben) 13.-19. TpGTOS xaC ÖExaTOS usw. 2. Als Zahlzeichen dienen die Buchstaben mit beigesetztem Strich, ergänzt durch die älteren ~ ('Stigma', Zeichen für /st/, früher für F, vgl. hebr. Wäw) für 6, durch q ('Koppa' vgl. hebr. Qöf) für 90 und durch ~ ('Sampi') für 900.
Deklination der Kardinalzahlen eins bis vier
§
63
Vgl. BR §73; BDR §63.
eins 2. zwei Mask. Fern. Ntr. ouo N. dr;; jJ.La ~v G. e:vor;; jJ.Lär;; €:vor;; OUO 1 D. EV t jJ.LQ. EV L ouoLV 1 l.
A. Eva 1
jJ.Lav EV
OUO
klass. ÖUOLV (Dual).
3. drei
4. vier
a
M./F. Ntr. Mask./Fern. Ntr. -rEOOEpa ~ -rPEt!;; -rpCa -rEooapEr;;
-rEOOcl.PWV -rPLWV -rEooapoLV -rPLOLV -rEooEPa 2 -rpEtr;; -rpCa -rEooapar;; 2
literarische Koine TEooapa.
77
§ 63b
b
FormenZehre / Die ZahZw8rter
Wie ds; werden dekliniert:
QUÖECS; ouöEuCa ouMv
OUÖE: d's; < OUÖE: uCa < OUÖE: fv <
N. D. A.
= keiner unÖE: d's; < UnÖE: uCa < unÖE: fv <
PI. M.
Sg. G.
nicht einer
unÖECs; unÖEuCa unötv
ouöd S; ouöEv6s; OUÖEVC ouötva
ouöEuCa OUÖEULäS; OUÖEULQ. ouöEuCav
ouMv ouöEv6s; OUÖEVC ouMv
ouötVES; ouötvwv OUMOL (v) ouötvas;
Vgl. §36.
Anmerkung: Im Klass. wie öuo flektiert:
beide
78
(im NT durch &~~OTgpOL ersetzt).
§ 64a-b
Die Kategorien des griechischen Verbalsystems
G, DIE VERBEN I, ALLGEMEINES ZUM VERBALSYSTEM Die Kategorien des griechischen Verbal systems
§ 64
Vgl. BR §76; BDR §65.
I.
Das griechische Verbalsystem zeichnet sich durch seinen
R e ich turn
an
Kat ego r i e n
a
(Aussagebegriffen wie
Modi und Diathesen [früher meist 'Genera' genannt]) und F
0
r me n
aus. Dem Deutschen und Lateinischen hat es vor-
aus: eine Diathese: das Medium einen Modus: den Optativ ein 'Tempus': den Aorist Zwar verschwindet in der Koine das Futurum exactum (oder Perfektfutur, s. §201d), und der Optativ geht in seinem Gebrauch sehr stark zurück (s. §211). Es finden sich im NT keine Formen des Konjunktivs und Optativs Perfekt und des Optativs Futur. Der Imperativ Perfekt Passiv hat nur vier Belege im NT. Aber bei einem Wortschatz mit über 1840 Verben ergibt sich im Blick auf die verschiedenen Klassen ein mannigfaches Bild. 11. Zur
Dia t h e s e
(auch 'Genus verbi' genannt, Aktions-
form oder Handlungsrichtung): 1.
Das Griechische hat drei Diathesen: zwischen Aktiv und
Passiv das
Me d i um
(lat. 'das mittlere [Genus]'). Es bezeichnet
eine stärkere Verbindung des Subjekts zum Verbinhalt, z. B.: AOUW
AOUO]J.O.L 'V
2. (Sg.
ich wasche/bade
(Aktiv) (Medium)
LTt"Coua L "CdC
xe: L pac
ich wasche/bade mich (Med.) ich wasche mir die Hände
Verben, denen ein Aktiv fehlt, heissen ' D e p
0
n e n t i a '
' Deponens' ; lat. 'ablegend').
79
b
§
64c-d
Formenlehre / Die Verben
'deponentia media'
Deponentia mit medialem Aorist
'deponentia passiva'
Deponentia mit passivem Aorist
Im übrigen s. Syntaxteil §188-191. III. Man unterscheidet (1) das verbum finitum, das durch die Bezeichnung der Personen bestimmt wird
(5.
lat. finire 'abgrenzen'),
(2) das verbum infinitum, das man auch 'Verbalnomen' nennt.
c
1.
Das
ver b um
a)
drei
Per s
b)
zwei
Nu me r i
0
f i n i turn hat
n e n
(wie im Deutschen und Lateinischen)
(Singular und Plural; im Klass. auch den
Dual [Zweizahl] in der 2. und 3. Person, s. BR §141, vgl. BDR §2,2a.)
c)
vier
Mo d i :
Indikativ (Wirklichkeitsform, s. §209) Konjunktiv (Form des Wollens od. Erwartens, s. §210) Optativ (Wunsch- und Möglichkeitsform, s. §211) Imperativ (Befehlsform, s. §212) Der Optativ, dem Griechischen eigentümlich, steht im Neuen Testament selten, am häufigsten bei Paulus in der Formel
J.l.n
Das geschehe ja nicht! Nimmermehr!
YEVOL"ro
Zum Verhältnis Modij'Tempora' s. §65 sowie §192ff.
,
d)
Als
im
I nd i kat i v
Te m p
0
r a (s. §65):
Präsens
Futur
Perfekt
Imperfekt
Aorist
Plusquamperfekt
Hau p t t e m p Präsens
als
sechs
r a
0
gelten:
Futur
N e ben t e m p
0
Perfekt, r a
(auch' Augmenttempora ') die die
Vergangenheit anzeigenden Tempora: Ipf.
d
Ind.Aor.
2.
Zum
a)
den Infinitiv (s. §213ff)
b)
das Partizip (s. §227ff)
verbum
Plsqpf.
in f in i turn
zählt man
Infinitiv und Partizip werden beide im Präsens, Futur, Aorist, Perfekt zu zwei bzw. drei Diathesen gebildet. Dabei haben sie, ausser im Futur, grundsätzlich
80
k ein e
Zeitbedeutung (s. §65) .
Verbataspekt und Tempus
c)
§
65
Im Klass. auch zwei Verbaladjektive (BR §76; 92, 2h; 249): - eines auf -T6~, z. B.: bewacht oder (meist) bewachbar cpuAax-T6~ - eines auf -TEO~ (vergleichbar mit dem lat. Gerundivum), z. B.: cpuAax-TEo~ ein zu bewachender = einer, der be-
cpuAax-TEov TLVL (s. §l76c)
wacht werden muss jemand muss bewachen
In der Sprache des NT gibt es für -TEO~ nur e i n Beispiel (Lk 5,38) ; diejenigen auf -T6~ sind zu reinen Adjektiven erstarrt, z. B.: &yannT6~
geliebt
Vgl. Zerwick §l42.
Verbalaspekt und Tempus
§
Vgl. BR §77; BDR §3l8; Zerwick §240f.
Vorn deutschen und lat. Verbalsystem unterscheidet sich das griech. vor allem darin, dass jene hauptsächlich eine Zeitstufe ausdrücken (Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft), dieses aber die zeitliche Einordnung zurückstellt hinter dem, was man als 'Aspekt'
(früher 'Aktionsart' s. §192ff) bezeich-
net. Der
Asp e k t
sagt aus, wie der Sprechende den durch die
Verbalform ausgedrückten Vorgang in einer bestimmten Situation betrachtet: 1.
als etwas Andauerndes
(d u r a t i ver
Aspekt): Präsens-
stamm (einschliesslich Imperfekt) , 2.
als etwas lediglich (d. h. ohne Rücksicht auf Dauer oder
Ergebnis) zum Vollzug Kommendes
(p unk tue 1 1 e r
Aspekt):
Aoriststamm, die wichtigste verbale Eigentümlichkeit des Griechischen (im Indikativ Tempus der Erzählung) oder 3.
als etwas im Ergebnis Vorliegendes
(r e s u 1 t a t i ver
Aspekt): Perfektstamm. Von diesen , Tempusstärnrnen'
(eigentlich besser 'Aspektstärnrnen')
werden indikativische und nichtindikativische Formen gebildet (vgl. §64c/d).
Sowohl die indikativischen als auch die nicht-
indikativischen Formen haben Aspektbedeutung (dank ihrer Ver-
81
65
§
66-67a
FormenZehre / Die Verben
bindung mit dem entsprechenden 'Tempus '-I 'Aspekt '-Stamm) . Eine
Z e i t b e d e u tun g
d i kat i v i s c h e n
F
0
haftet jedoch r me n
nur
den
i n -
an, denjenigen mit Augment
eine Vergangenheitsbedeutung, denjenigen ohne Augment eine Gegenwartsbedeutung. Im übrigen s. Syntaxteil §192ff. Im Unterschied zu den obigen Tempusstämmen drückt der t urs t a m m
F u -
in sämtlichen Formen die zukünftige Zeitstufe
aus. Mit einer besonderen Aspektbedeutung scheint er nicht verbunden zu sein. S. auch §202.
§
66 Uebersicht über die Bestandteile der Verbalformen Bei den finiten Verbalformen finden sich folgende Bestandteile (zu den Moduszeichen siehe §69): Aug-
Tempus stamm
Ausgang
ment
(Aspektstamm) §68a-d
BR §80,3
§71;
Redup-
Verbal-
Tempus-
Thema-li Personal-
73
lika-
stamm
zeichen
Kenn- 2
endung
tion
§67
§68d
vokal
§70
Bildesilbe §68g
§72/3
nad3Eu-
t-
na~5Eu-
tI 2
§
nE-
na~5Eu-
nE-
na~5EU-
-x-x-
-0-
I
-UEV
wir erziehen
-0-
I
-UEV
wir erzogen
-a-
2
-UEV
wir haben erzogen
-UEV
wir hatten erzogen
-E~-
2
(Ipf. )
Auch 'Bilde'- oder 'Binde'-Vokal genannt (§68e). §68f.
67 Verbal stämme Vgl. BR §79.
a
1.
Der Stamm bzw. Verbalstamm ist die
G run d f
0
r m,
von
der alle Formen eines Verbes gebildet sind. Der Verbalstamm kann mit der dazugehörigen Wurzel identisch sein, z. B.: AU-
82
bei AU-W
lösen
(vgl. §2lc),
Tempusstämme
67b-68b
§
oder aus der Wurzel und einem Wortbildungssuffix bestehen,
z. B.:
naLOEU-
bei naU3Eu-w erziehen:
naLO-
Wurzel (vgl. natG naLooG Kind)
-EU-
verbales wortbildungssuffix, das die Beschäftigung mit etwas bezeichnen kann.
2.
U n t e r s chi e den
laut (s. §75) : a) b)
b
werden die Stämme nach ihrem Aus-
vokalische Stämme: konsonantische Stämme:
Nennform
Stamm
A.U-W
A.U-
naLoEu-w
naLOEU- erziehen
ay-w
ay-
führen
]..LEV-W
]..LE~-
bleiben
lösen
TempusstälTlTle
§
68
Vgl. BR §80.
I.
Die
T e mp u s s t ä mm e
werden vom Verbalstamm abgelei-
a
tet, z. B.: Verbalstamm
naLOEU-
Tempusstämme 1. Präsensstamm für alle
naLoEu-w
erziehe
naLOEua-w
werde erziehen
E-naLOEua-a
erzog
nEnaLOEux-a
habe erzogen
drei Diathesen 2. aktiver u. medialer Futurstamm 3. aktiver u. medialer Aoriststamm 4. aktiver Perfektstamm
5. mediopassiver Perfekt- nEnaLOEU-]..LaL
bin erzogen
stamm 6. passiver Aoriststamm
e-naLoEu{}-n-V wurde erzogen
(von dem ein passiver Fu- (naLoEu{}na-O]..LaL werde erzogen w.) turstamm abgeleitet wird) Anmerkungen: a)
Die obigen sechs Tempusstämme fasst man als 'Stammformen-
83
b
§
68e-d
Formenlehre / Die Verben
reihe' zusammen (vgl. §79h; 80; 84d; 85/6; 87b; 88; 89c; 92d; 94-96; 100-103; 106; 110-113; 120/1; 123/4). b)
Medium und Passiv haben die gleichen Formen ausser im Ao-
rist und Futur.
e
c)
Der Verbalstarnm wird oft unverändert als Tempusstarnm über-
nommen, z. B. oben. Manchmal erscheint er in verschiedenen Ablautstufen (vgl. §8), z. B. E-Stufe
Schwundstufe
(s. §94,4): O-Stufe
A.e:LnA.e:~n-w
verlasse
A.e:~4J-w
werde verlassen
E-A.Ln-OV
verliess
A.EtA.OLn-a
habe verlassen
A.EtA.e: LlJ.-]J.aL
bin verlassen
t-A.e: ~
WUX'de verlassen
Meistens wird der Verbalstarnm erweitert, z. B. durch Suffixe (Fut.Akt./Med., Aor.Akt./Med., Pf.Akt., Aor.Pass. und Fut.Pass. oben) oder durch Reduplikation (Perfektstämme, §72). Veränderungen im Präsens bleiben auf das Präsenssystem beschränkt (vgl. §75, besonders 110ff; 120/1; 123/4).
d
d)
Das Suffix, das bestimmte Tempusstämme charakterisiert,
kann man
als 'Tempuscharakter ' oder
'T e m p u s z e ich e n '
bezeichnen: Tempuszeichen oder -charakter
Tempusstamm
o
Fut.Akt.Med. Aor.Akt.Med. Pf.Akt.
3 (11)
Aor.Pass.
3 (110)
Fut.Pass.
Beim Aorist aller drei Diathesen und beim Pf.Akt. unterscheidet man zwischen 'schwachen'
84
('1') und 'starken'
('2') Formen.
Tempusstämme
§
68e-g
Die schwachen weisen ein konsonantisches Tempuszeichen auf, die starken nicht. Vgl. §l04-109. 11. Zwischen Tempusstamm und eigentlicher Endung (vgl. §70) steht in manchen Fällen ein Vokal (vereinzelt ein Diphthong) . 1.
Beim Präsensstamm der w-Konjugation sowie bei allen Fu-
e
turfarmen und starken Aoristformen des Aktivs und Mediums spricht man von einem
'Themavokal'
(auch 'Bilde-' oder
'Bindevokal' genannt): ovar U u. v sowie im Opt., z. B.:
e;
vor a, '
na~c5e;u-Q-ue;v
wir erziehen
t-naLc5e;u-o-v
ich erzog
na~c5e;u-Q- ~
möge er erziehen
(und Vokalen sowie
I-I),
z. B.:
na~c5e;u-~-,e;
ihr erzieht
na~c5e;u-~-a&e;
ihr werdet erzogen
(na~c5e;u-~-e;v > na~c5e;u-e;~v naLc5e;u-~[-I-/]
erziehen erziehe!)
Aus dem Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein der Themavokale im Präsensstamm ergibt sich die Haupteinteilung der Verbalflexion in a) die thematische (w-) Konjugation (§75-113) und b) die athematische 2.
(u~-)
Konjugation (§114-125).
Den Vokal bei anderen Tempusstämmen kann man als 'K e n n -
va k a l ' a
f
(BR §80,3) bezeichnen:
beim schwachen Aor.Akt./Med., z. B.: t-na~c5e;ua-9:-ue;v
wir erzogen
beim Pf.Akt., z. B.: ne;na~c5e;ul1.-9:-ue;v e;~
wir haben erzogen
(klo Plo e;) beim Plsqpf.Akt., z. B.: t-ne;na~c5e;ul1.-~-ue;v
wir hatten erzogen
n (vor Vokalen od. v, e;) beim Aor.Pass., z. B.: t-na~c5e;u&-D.-ue;v
wir wurden erzogen
111. Betrachtet man das Tempuszeichen und den Thema- bzw.
9
85
69-70
§
FormenZehre / Die Verben
den Kennvokal zusammen, so kann man bei den ausserpräsentischen Tempora von
I
B i 1 des i 1 ben
sprechen:
Bildesilben
Tempora
Beispiele
-OE/-OO
Fut.Akt./Med.
naLÖEU-~-~EV,
-oa
Aor.Akt./Med.
EnaCöEu-oa, EnaLöEu-~-~EV
-xa
Pf.Akt.
nEnaCÖEu-xa
naLÖEU-OE-1:E
-
-XE L
Plsqpf.Akt.
EnEnaLÖEu-xEL-V
-8T)
Aor.Pass.
EnaLÖEU-8T)-~EV
-8E vor Vok. und -V1: -8T)-OE/-OO
-1:0 -
(§64d)
TEO
--
naLÖEU-8E-LT); na LÖEU-8e:-V1:0l; Fut.Pass.
ohne Bildesilbe Pf./Plsqpf. Med.u.Pass.
§
I
Verbaladjektive
naLÖEU-8T)-oO-~E8a
nEnaLöEu-~aL
6.yanT)-1:0-l;
,
EnEnaLÖEU-~T)V
-
geliebt
ßAn-TE:o~ ein zu werfender
69 Moduszeichen Vgl. BR §81.
Vom Indikativ unterscheidet sich (vgl. §79a; 114c): 1.
der
K 0 n j unk t i v
durch die gedehnten Themavokale:
Indikativ
2.
Konjunktiv (z. B. im Finalsatz)
naLöEu-2-~EV
wir erziehen
naLÖEU-E-1:E
ihr erzieht
der
0 p tat i v
naLöEu-~-~EV
(damit) wir erziehen (damit) ihr erzieht
durch die Moduszeichen -LT)- (-LE-) u. -L-:
Indikativ
Optativ (z. B. des Wunsches)
na LÖEU-~-~EV wir erziehen
naLÖEu-o~-~EV
mägen wir erziehen
EnaLÖEU8-.!l-oav sie wurden e. naLÖEu8-E LT)-aav mägen sie e. werden
§
70 Personalendungen und Endungen der Verbal nomina Vgl. BR §82; BDR §80-87.
Es gibt drei Arten von Personalendungen: 1.
I
P r i m ä ren dun gen
I
für die Indikative der
Haupttempora (Ind.Präs., Fut., Pf.) und für die Konjunktive
86
PersonaZendungen und Endungen der VerbaZnomina
2.
I
S e k und ä ren dun gen
I
§
70
für die Indikative der
Nebentempora (Ipf., Ind.Aor., Plsqpf.) und für die Optative (Ausnahme: 1.Sg.Opt.Akt. meist 3.
-~~)
Im per a t i v end u n gen
Einige Sonderfälle werden hier nicht berücksichtigt.
Aktiv Pers. Nichtaugmentierte Form Sg.l. w1j2 2.
3.
Pl.l. 2.
E~!;2 E~2
11
Medium/Passiv Augmen- Imp. tierte Form
~~
v4
o~>!;
!;
_6,a~/!;
-c~>o~
_4
-cw
(V)12
~EV
-CE
3. V-C~>0~(V)3 /12
v5
~TlV
~a~
~EV
-CE
Nicht- Augmen- Imp. augmen- tierte tierte Form Form oa~
9
00
9
-ca~
-co
~Eaa
~Eaa
OaE -CE -cwoav 7 v-ca~
OaE v-co
8
(0)0
6/ 9
oaw OaE oawoav 7 10
Endungen der Verbalnomina Inf.
-(E-EV»E~V2,
Ptz.
(§48)
(Pf.
I
4 5
6
10 II
12
-(E)va~,
-v-c-
-oa~
-oaa~ -~EVO!;,
-~EVTl,
-~EVOV
-o-c-/-u~a)
pf. auf -(cd-. In -w , -EL~, -EL, -ELV ist der Themavokal mitenthalten (§ll). -VTL > vaL; v fällt mit Ersatzdehnung (§lOa) aus; Koine/NT Pf. a. -v. 1.Sg.Ind.Aor.l Akt. -(a)-, 3.Sg. -(E)-. -aav im Aor.Pass.: Ena~oEu~n-aav; im Ipf. der Verben auf -~L: EOGOO-auv (s. §115), vgl. Ind.Aor.; Ipf. (u. Ind.Aor.2) nachklass. (bes. a. LXX) a. -oaav, z.B. ECx-oaav (§113,5). Im Aor.l Akt.: naGOEU-aOv, Med. nUGOEU-aaL. Erweitert durch die Silbe -aa. Klass. -VTWV. Durch Ausfall des a (§13e) und Kontraktion (§ll) wird gewöhnlich (E)aaL zu lJ, (E)ao zu ou, (a)ao zu W(s. §77/8). Für aaL s. pf. (§77/8), selten thematisches Präs. (§85,3 Anm.), Fut. (§110,3; 113,4) I meist athematisches Präs. (§117; 121,7; 122; 125e/f). Klass. -a~wv. Aor.Pass. verwendet die Personalendungen des Aktivs. bewegliches v, §18a.
87
§
§
7la-d
Formenlehre / Die Verben
71 Das Augment Vgl. BR §83; 86; BDR §66f.
a
1.
Das Augment
(lat. augmentum 'Zuwachs')
Ver g a n gen h e i t . menttempora' im
b
Es erscheint in den Nebentempora/' Aug-
(Imperfekt, Ind.Aor., Plusquamperfekt), also nur
I n d i kat i v
(vg 1. § 6 5) .
2.
Zwei Arten von Augment:
a)
das
Silbenaugment
bildendes' Augment) vor (anlautendes p wird nach
E
C
E
rraL6Euw
erziehe
(pL1lTW
k 0 n s 0 n a n t i s c h e mAnlaut
werfe
Augmenttempus (hier Ipf. )
E-rraC6Euov
erzog warf)
EP-PL1lTOV
D e h nun g s augment
das
('syllabisches', 'silben-
verdoppelt):
Nennform (Präs. Ind. )
b)
ist das Zeichen der
(auch 'temporales' Augment
genannt) ist ein im Anlaut gedehnter
V0 k a 1
oder
Dip h -
thong Dehnungstypus
Nennform
Augmenttempus (hier Ipf.)
a
> Tl
Öoyw
nyov
führte
e:
> Tl
EA.rrC~w
ii.ArrL~ov
hoffte
0
> w
6vo]J.ci~w
~vo]J.a~ov
nannte
L U
> i:
"toxuw
Iox uov
war stark
6ßpC~w
~ßPL~OV
beschimpfte
ai:pw
~pov
hob
Q.6w
Q60v
sang
au > TlU
auf;civw
Tluf;avov
vermehrte
EU > TlU
EUPCOXW
TlÜPLOXOV
fand
> Ü
aL > 1J Q.
> 1J
(od. EÜPLOXOV OL >
Cjl
otx060]J.EW
~x06o]J.Tloa
u. f)
S.
(Aor.)
baute
Anmerkungen und Besonderheiten:
d
aal EL als Augment gewisser mit E anlautender Verben, so: ~xOV
hatte (s. §ll3,5)
e:IAxov
zog
d&L~OV
gewöhnte (vgl. §108g)
lAnlaut dieser Verben ursprünglich 0 E-OEX-OV > E-EXOV > dxov.
88
1
(§l3d) oder F
(s. §1l2,l4)
(§l2), z. B.:
Die Reduplikation
§
7le-72a
ECWV
liess (s. §85,4)
Etpya~o].J.llv
arbeitete (s. §96,7)
bb) Besonderheiten mit scheinbar doppeltem (Silben- und Deh-
e
nungs-) Augment (vgl. a. §123,3): a.vo ~ yw
a.v~1;a
Opa.W
twpwv
.!l
cc) Beachte:
(Aar.)
öffnete (s. §95,2) sah (s. §113,8)
Q < a~, q. a, E dd) Mit Et- oder EU- anlautende Verben haben nur selten ein <
f
Augment (im NT nur ganz vereinzelt) : Eu6oJ.f.ll0a
(Mt 3,17)
ich habe Wohlgefallen gefunden
EUA.oYlloEV
(Lk 24,30)
er segnete (es)
EUPE811
(Röm 7,10)
aber: llu6oJ.f.ll0aV
(Röm 15,26
llUCPpa.v811 3.
0
h n e
es erwies sich sie haben beschlossen
I-(B)
es freute sich
(Apg 2,26)
besonderes Augment sind Verben mit anlautendem
langem Vokal oder OU, z. B.: ~cptA.OUV
nützte.
§72
Die Reduplikation Vg1. BR §84; 86; BDR §68.
Reduplikation (Verdoppelung) ist ster Bestandteil) des
K e n n z e ich e n
Per f e k t s t am me s
(und fe-
(Pf. u. Plsqpf.) ;
im Gegensatz zum Augment (auf den Indikativ beschränkt) erscheint diese nicht nur im Indikativ, sondern auch in den nichtindikativischen Formen (Inf., Ptz. usw.). Reduplikation in anderen Tempora ist selten: im Präsens stamm (Reduplikationsvokal kl.: ~-YVw-OJ.f.-W
~):
erkenne (§111,8; vgl. a. §75f; 111,913; 112,7; 113,10/11; 115a; 121,1/2.6)
im Aoriststamm: Tly-ay-ov Der
Red u p l i kat ion s v
(St. 2:Y-ay-) zu 0
k a 1
a.yw führe (§95,1)
im Perfektstamm ist E.
89
a
§
72b-g
I.
Formenlehre / Die Verben
Reduplikation beim
Per f e k t s t a m m
Anlautart des Verbalstammes
b
1.
Konsonant im Anlaut
a)
einfacher Konsonant
Art der Reduplikation
anlautender Konsonant + E
(ausser p)
c
b)
Tta~OEUW
erziehe
AUW
löse
Aspirata
TtE-TtaLOEUXa
habe erzogen
AE-Auxa
habe gelöst
Tenuis statt anlautender Aspirata (Tt/./x statt
seavEPOW
offenbare
~EclOj..La~
schaue an
~'pLW
d
c)
salbe muta curn liquida
TtE-<PavEpwxa
habe geoffenbart
.E-aEaua~
habe angeschaut
XE-xp~xa
habe gesalbt vor Muta und Liquida wird nur
die Muta verdoppelt .r.ecl
e
d)
schreibe
Ausnahme: y ~ YVWOltW (St. yvw- 1 erkenne
f-yvwxa
mehrere Konsonanten oder
Zwiekonsonant oder p O.pE:
drehe
~Tl.E:W
QLTt.W
f
e)
habe gedreht
suche
f-i:nnlxa
habe gesucht
werfe
f-pp~
habe geworfen
nehme
dATl
Vokal im Anlaut
a)
Normalfall ~yaTtclW
oder
1
t
(wie beim Augment) f-o.po<Pa
2.
b)
habe erkannt statt der Reduplikation steht
Sonderfall: AalJ.ßclvw
9
rt-ypa<Pa
habe geschrieben XE-XAE ~xa habe geschlossen vor Muta und v steht t (wie d)
schZiesse
Dehnungsaugment Ziebe
einzelne Verben mit a, E 0
EOATl
habe ge Ziebt
'attische' Reduplikation
im Anlaut
Das anlautende p wird - wie beim Augment - in der Regel verdoppel~. Vgl. BR §83,2; BDR §ll,l.
90
Augment und RedupZikation bei Komposita
§
72h-73c
a.XOUW
höre
a.X-nXoa (§80,1)
Eydpw
erwecke
h-nYEPlJ,aL (§103,S/6)
a.Tt-6>">"UlJ,L
richte zugrunde a.Tt-o>,,-w>"Exa/a.Tt-6>..-w>..a (§123, 7/8)
(j)EpW)
trage
E\I-f)\lOxa (St. E\lEX-) (§113,14)
II. Das Augment bei der Bildung des
P 1 u s qua m per -
h
fekts: Perfekt
1.
Plusquamperfekt
bei eigentlicher Reduplikation hat das Plsqpf. vor der Re-
duplikationssilbe ein (syllabisches) Augment (NT/Koine aber nur selten): TtETtaLOEUXa
habe erzogen
.YfypaTtl:aL
ist geschrieben E-YEypaTt-l:o
aber:6i6wXEV
2.
hat gegeben
E-TtETtaLOEUX-E L\I hatte erzogen ~6WX-EG
war geschrieben
(Mk 14,44) hatte gegeben
bei vokalischer Reduplikation (s.o. e und g) ist das
Plsqpf. ohne zusätzliches Augment: ~ol:po(j)a
habe gedreht
i-ol:p6(j)-E L\I
hatte gedreht
flYclTtnXa
habe geZiebt
fl-yam;x-E L\I
hatte ge Ziebt
Augment und Reduplikation bei Komposita
§
73
Vgl. BR §8S; BDR §69. (Nennform)
1.
mit
(augmentierte bzw. reduplizierte Form)
P r ä p o s i t i o n als Präfix:
a
Augment und Reduplikation stehen hinter der Präposition. a)
Die konsonantisch auslautenden Präpositionen
Et~,
TtP6~,
UTtEP bleiben unverändert: TtPOQ-XU\lEW b)
bete an
betete an
Vor syllabischem Augment bzw. vokalischer Reduplikation
wird EX zu
E~
b
(vgl. §18b): treibe aus
c)
TtPOO-E-XU\lnOa
E~-E-ßa>"E\I
er trieb aus
vor dem syllabischen Augment bzw. der vokalischen Redup-
likation bekommen E\I und OU\I ihre ursprüngliche Form wieder (vg1. §15b!c): sehe an
sah an
91
C
§
73d-74a
Formen~ehre
/ Die Verben
{;y-xaAEw
k~age
an
{;V-E-xa.AEoa
k~agte
ouA-AajJ.ßa.vw
ergreife
Ouv-E-Aaßov
ergriff
an
Anmerkung: Beachte bei EX-, E~-, EV-, E~- als Verbanfang, ob Präposition oder Augment vor dem Stamm mit konsonantischem Anlaut vorliegt. Zum Beispiel: EV: E-V (2Kor 11,25) E-vCluaYTlGCl erli tt Schiffbruch E~: E-~ (Jak 1,11) E-~npClvEv machte dürr E~: E-~/E~L:
d
d)
E-~L
E-~GVO~EV
wir tranken
Die Präpositionen mit vokalischem Auslaut stossen den
Endvokal vor dem Augment aus, ausser nEp C und npo (vgl. §19) : a.nQ-AUw
e
a.n-E-AuoV
~öse ~os
~öste ~os
npo-opCh:w bestimme im voraus npo-wPLOEV
bestimmte im voraus
nEpL-Aa.jJ.nw
um~euchtete
um~euchte
nEp L-EAajJ.l/!Ev
2.
mit
a)
Mit a-privativum anlautende Komposita haben Dehnungsaug-
n i c h t p r ä p o s i t i o n a l e m Präfix:
ment: füge Unrecht zu i!OCXT)OEV
fügte Unrecht zu
(von ä-OLXO!;; ungerecht) b)
Komposita mit Nomen als erstem Glied haben das Augment am
Verbanfang: l/!Euoo-jJ.aPTupEw
~ege
falsches {;-l/!Euoo-jJ.aPTupouV
Zeugnis ab
~egte fa~sches
Zeugnis ab
Anmerkung: EU-ClYYEAGSO~ClL
plex:
§
verkündige die Frohbotschaft hat Dehnungsaugment am SimEU-~YYEALoa~nv verkündigte die F.
74 Der Akzent der Verbalformen Vgl. BR §87f.
a
I.
Grundregeln:
1.
Beim ver b um
1
f i n i turn wird der Akzent möglichst
(§5b-d) weit zurückgezogen, doch nie über das Augment oder die Reduplikation hinaus, z. B.: un-a.yw gehe
ün-aYE Geh!
un-fiyov ging
(Ipf.)
S. aber §118b bezüglich einiger Sonderfälle; s.a. §121,5; 125c/e. lZur Bedeutungsrelevanz des Akzents s. §79c.
92
Der Akzent der Verbalformen
§
74b-g
2.
Bei den
a)
Akt i v (und Aor. Pass. ): Der Infini ti v wird auf der vor-
Ve.rbalnomina gilt:
b
letzten Silbe betont - beim Aor.2 (§lOSb) jedoch auf der letzten -
die dazugehörigen Partizipien an der gleichen Wortstel-
le , z. B.:
b)
Inf.Präs.
nULoe:ue: LV
Ptz.Präs.
nu Loe:uwv /nuL oe: uouou/nuL oe: ÜOV erziehend
Inf.Aor.2
ßUAe:tV
Ptz.Aor.2
ßUA~V/ßUAOÜOU/ßUAQV
erziehen werfen
Medium-Passiv
werfend
(ausserAor.Pass., s. b): DerAk-
C
zent wird möglichst (§Sb-d) weit zurückgezogen; beim Pf. und beim Inf.Aor.2 (§lOSb) ist er auf der vorletzten Silbe, z.B.: Inf .Präs.
nULoe:ue:08uL
erzogen werden
Ptz. Präs.
nu Loe: uQue:vo!;/nuLoe:uoufvn/
erzogen werdend
nULoe:uQUe:vov Inf.Pf.
ne:nuLoe:üo8uL
erzogen sein
Ptz.Pf.
ne:nu Loe:uufvo!;/ne:nu Loe:uufvn /
erzogen
ne:nuLoe:uufvov Inf.Aor.2
ßUAfoaaL
Ptz.Aor.2
ßUAQUe:VO!;/ßuAoufvn/ßuAQue:VOV für sich werfend
für sich werfen
II. Me r k e : 1.
OL und UL nULoe:u-OL
gelten nur im Opt. als lang: nULoe:u-OUL
möge er erziehen
d (Präs./Aar.)
in allen anderen Modi als kurz (vgl. §2b): nULoe:Ü-OUL 2.
erziehen
(Aar.)
nULoe:u-OUL
erziehe!
(Aar .Med.)
Kontrahierte Formen behalten den Akzent auf der Kontrak-
e
tionssilbe, wenn er auf einem der kontrahierten Vokale stand (s. §83). Entsprechend betonen der Konj. Aor.Pass. (S. 100) und der Konj. der Grossen UL-Verben (§llSff) die Silbe des Modusvokals (vgl. dagegen §12l,S), z. T. ebenso der opt. 3.
f
Die Partizipien behalten wie Substantive und Adjektive
(§23e) womöglich (§Sb-d) den Akzent auf der Tonsilbe (ersichtlich beim Nomin.Sg.Mask.; Gen.Pl.Fem. aber nach §2Sd; s. §48). 4.
9
Die Betonung der 2. Sg. Imp. Aor.2 Akt. vereinzelter
93
§
75a-b
Formenlehre / Die Verben
Verben (s. §105f) ist unregelmässig:
EA.8.§. (§1l3,3)
dnE (§1l3,7)
geh!
sag!
Siehe auch §110,13; 111,4; 113,8.
11. DIE THEMATISCHE ODER w-KONJUGATION §
75 Vorbemerkungen: die Arten der Präsensbildung Vgl. BR §89f; BDR §73.
Der Präsensstamm (Nennform des Verbs ohne -w oder
-O~UL)
kann
aus dem Verbalstamm (vgl. §67/8) auf verschiedene Weisen gebildet sein: (Präsensstamm)
a
I.
(Verbalstamrn)
Stammgleiche
Präsensformen:
Der Verbalstamm ist im Präsens unverändert (= reiner Stamm) : TU O"['Eu-w
nLO"['EU-
glaube (§79a)
ßAE:n-W
ßAEn-
schaue (§91a)
~EV-W
~EV-
bleibe (§97b)
11. Präsens formen mit
b
1.
( j - Prä sen t i e n ) :
Digamma-Stämme (F)
(s. §12a/d; 80,9/10): (vgl.
Verba muta auf -n"['w, -oow, <
<
aYYEhlw
verbrenne (trans.)
Hitze)
(s. §12c; 91), z. B.:
}(.o!!.iw
Verba liquida (alle ausser aYYEAAw
xaü~a
-~w
schlage (vgl.
c)
}(.uu-
}(.UF-,
}(.ULW
b)
Ver b a l s t a m m
Der Verbalstamm ist im Präsens erweitert durch ursprüng-
liches j a)
e r we i t e r t e m
x6xo~
~EVW
aYYEA-
Schlag, Mühe)
u. OEPW; §12c; 97):
melde
(vgl. äYYEAO~ Bote)
d)
94
Sigma-Stämme (s. §12d FN2; 13e; 80,1; 86,3; 88,1.2): a}(.ouw
a}(.ouo-
häre
Vorbemerkungen: die Arten der Präsensbildung 2.
§
75C-g
Der Stamm ist im Präsens erweitert durch v, UV, V+UV, VE
C
( N a s a l p r äse n t i e n ; s. §110; vg1. l14e):
schneide (vgl.
Uj.Lup-c-av-w
TO~n
Uj.LUP-C-
Schnitt)
sündige
(vgl. a~apT~a Sünde)
j.LU(}-l1-
j.Lu-~-(}-av-w
lerne
(vgl. ~a.enTns Schüler, Jünger)
acp-Lx-VE-Oj.LUL
LX-
korrune
(vgl.
3.
LXETns der Schutzflehende)
Der Stamm ist im Präsens erweitert durch ax, Lax
d
a x - Prä sen t i e n ; s. §111l: YL-yvw-ax-w (Koine
(s. a. §72a)
yt:~w-axw)
Eup-Cax-w
yvw(a)-
(vgl. YVWOLS Erkenntnis)
EUp-/EUPE-/EUPll- finde (vgl.
4.
Der Stamm ist im Präsens mit 50x-~-w
E
EUpETns Erfinder) erweitert (s. §112):
50x-
heirate
Der Stamm ist durch Reduplikation erweitert
1 i z i e r t e
e
scheine. meine
YUj.L-~-W
5.
erkenne
red u p -
f
Prä sen t i e n ; s. §72a; 111/113; vgl. l14e):
YL (y)V-Oj.LUL
YEV-, YV-
werde. entstehe
(vgl. YEVOS Geschlecht) ~f.l-aX-Oj.LUL
erinnere mich
(s.a. d) (vgl.
~vn~n
Gedächtnis)
Im folgenden werden zunächst die Verben behandelt, die das Präsens in der unter a und b erwähnten Art bilden, und zwar dem Stammauslaut gemäss in dieser Reihenfolge (vgl. §21c): 1. verba vocalia a) verba vocalia non-contracta (§76-80) b) verba vocalia contracta (§81-89) 2. verba muta (§90-96) 3. verba liquida (§97-103) Nach dem Kapitel üb~r die starken Tempora (§l04-109) gilt unsere Aufmerksamkeit den Verben, die durch eine sichtbare Erweiterung des Präsensstammes gekennzeichnet sind (s.o. c-f), sowie Verben, deren Stammformenreihe meist aus etymologisch verschiedenen Stämmen zusammengesetzt ist ('Mischklasse', §113), unter dem Titel '''unregelmässige'' Verben der thematischen Konjugation' (§110-113).
95
9
76
§
Fo~enlehre
/ Die Verben
Die ver b a v 0 C a 1 i a a) Die verba vocalia non-contracta 76 nmOEUW - Aktiv Vgl. BR §91. 1.
§
Tempora ohne Augment
I ND I KATIV Augmenttempora
KONJUNKT IV gedehnte Themavokale
IMPERFEKT PRÄSENS Themavokal E oder 0
Sg .L naLOEU-w
Imperfekt: Augment u.
PI.I. naLoEu-o-]..J.EV
E/O
E-na(OEu-o-V
naLoEu-w
2. naLoEu-EL~
E-na(oEu-E-~
naLoEu-~~
3. naLoEu-EL
E-na(oEu-E(V)
naLoEu-~
2. naLOEU-E-l:E
E-naLoEu-o-]..J.EV E-naLOEU-E-l:E
na LOEU-W-]..J.EV naLOEU-n-l:E
3· naLoEu-ouaLv
E-na(OEU-O-V
naLOEU W aLV
3
I
I
~---------4-----4------------------~--------------------~-----------------Sg .L naLoEu-a-w FUTUR Bilde silbe
aE/ao
I
2. naLoEu-a-EL~
3. naLoEu-a-EL PI.I. na LOEu-a-o]..J.Ev 2. naLoEU-a-El:E
3. naLoEu-a-ouaLv SCHWACHER Sg .L AORIST Bilde s ilbe meist aa
E-na(OEu-aa
naLOEu-a-w
2.
E-na(OEu-aa-~
naLOEU-a-lJ~
3.
E-na(OEu-aEV
naLOEU-a-lJ
E-naLOEu-aa-]..J.EV
na LOEU-a-W-]..J.EV
2.
E-naLOEU-aa-l:E
naLOEU-a-n-l:E
3.
E-na(OEu-aa-v
naLOEu-a-w-aLV
PLI.
PLUSQUAMPERFEKT SCHWACHES Sg .L nE-na(oEu-xa PERFEKT Red.u. xa Plsqpf. : Augment, Red.u. XEL
2. nE-na(oEu-xa-~
kl. 1I:E-1I:et~6E\.J-xW
E-nE-naLoEu-xEL-V
11: E-1I:et~ 6 E\.J-X \I S
E-nE-naLoEu-xEL-~
t-nE-naLoEu-xEL 3. nE-na(oEu-xEV PI.I. nE-naLoEu-xa-]..J.Ev t-nE-naLoEu-xEL-]..J.EJ 2. nE-naLoEU-Xa-l:E
t-nE-naLOEU-XEL-l:E
2
usw., oder 11: E -1I:et~ 6 E\.J-XWS
-r
W,
-r
TlS
usw.
3. nE-naLoEu-xa-aLJ t-nE-naLoEu-xEL-aaJ In der Koine, auch im NT, bisweilen -Xet-v. Zu den Endungen allgemein s. §70 Klass. Pi. -XE-. vereinzelt nachklass. -OOetV (vgl. §113,5; 70, Anm. 5).
96
L6 'uapUnM~aS~aA '~ov'+dO
m,
uam~o~
ZUED +SEJ lua~as,1og1
501.9l1:-0391 '011-311 5'OJOl1:-039 1 '011-311 501.9l1:-0391 '011-311 59l1:-0391 '011-311 'OJ,0l1:-0391 '011-311 5<J>l1:-0391 '011-311
'~m~~-pD-n391Ull
'SSE1~
'~m~~-9-n391ull
'SSE1~
(~U13D-/~3~3D-/SU13D-)
a,p pu,s
au,o~ ~ap
ur
Sl!;p ~l!J3
S~x-n391Ull-3ll ~apo
I
'Msn
S-10X-r391Ull-3ll 1'O~-jl1:-0391'011-311
1n-10X-r391Ull-3ll '1)[
501.~-'OD-<;I391'011
5iJD-~D-0391 'Oll 501.~-'OD-<;I391'011
€~'OD-~1.-~D-0391'011
1 (~'013D-)
31.-'OD-<;I391'Oll
31.-1'OD-<;I39 1 '011 ~311-1'OD-<;I391'011
~'OD-0391'011
'OD-'OD-<;I391 'Oll 5'OD-<;I391'Oll
~3-1'OD-<;I391'011
~1.-~D-0391'011
1 (~313D-)
~OD-039J'011
1 (5'013D-)
1 'OD-0391 'Oll
1'OD-<;I391'Oll 5-1 'OD-<;I391 'Oll 111-1 'OD-<;I391 'Oll
'l'I.sn ~0-D-0391'011
'ODOO-D-<;I391'Oll
'Msn
~~-D-<;I391'011
S-10D-r 3 9 1Ull 1n-10D-r 3 9 1Ull '1~
~13-D-<;I391'011
501.~0-<;I391'011
5L1D<;I0-0391'Oll 501.~0-<;I391'011
z~'OD-~1.-j-0391'011
31.-3-<;139 1 '011
~~-<;I391'011
31.-10-<;139 1 '011 ~311-10-<;I391'011
~0-0391'O11
'ODOO-<;I391'Oll
~3-10-<;I391'011
~1.-j-0391'011
10-<;139 1 '011
3-039J'011
5-10-<;139 1 '011
~13-<;I391'011
111-10-<;139 1 '011
dIZIHI'lfd
uel!;:>1: ezsnpow
1
pun
AIlINI.::lNI
AI1'lfl::l3dWI
§
I
L11
AIl'lfldO 91{9'}-ZJ:9 1{D'}-
9L
'31
~<;I
39 1 'Oll
A,+W - mr391Ull
z
§
§ 77
77
Fo~enZehre
na~6E6w -
Medium
/ Die Verben
Vgl. BR §91.
Tempora ohne Augment
IND I KATIV Augmenttempora
KONJUNKTIV gedehnte Themavokale
IMPERFEKT PRÄSENS Themavokal E oder 0
2. na ~6EU-T,i 1
E-na~6Eu-6-jJ.llV
na~6EU-W-jJ.a~
E-na~6Eu-ou2
na~6EU-r.l4
na~6Eu-E--ca~
E-na~6Eu-E--CO
na ~6Eu-ll--ca ~
na~6Eu-6-jJ.E&a
E-na~6Eu-6-jJ.E&a
na~6Eu-w-jJ.E&a
2.
na~6E6-E-a&E
E-na~6Eu-E-a&E
na~6Eu-ll-a&E
3.
na~6Eu-o-v-ca~
E-na~6Eu-o-V-Co
na~6Eu-w-v-ca~
SCHWACHER Sg.l.
E-na~6Eu-aa-jJ.llv
na~6Eu-a-w-jJ.a~
AOR I ST Bildesilbe meist aa
2.
E-na~6Eu-aw3
na~6Eu-a-r.l5
3.
E-na~6Eu-aa--co
na~6Eu-a-ll--ca~
3. PI.I.
Imperfekt: Augment u. Themavokal
E/O
Sg.L na~6Eu-a-o-jJ.a~
FUTUR Bildesilbe
2. na~6EU-a-r.l
aE/ao
3. PI.I.
na~6Eu-a-E--ca~ na~6Eu-a-6-jJ.E&a
2. na~6Eu-a-E-a&E
3.
na~5Eu-a-o-v-ca~
E-na~6Eu-aa-jJ.E&a na~6Eu-a-w-jJ.E&a
PI.I. 2.
E-na~6Eu-aa-a&E
na~6Eu-a-ll-a&E
3.
E-na~6Eu-aa-v-co
na~6EU--a-w-v-ca~
PLUSQUAMPERFEKT
kl.
PERFEKT Red. ohne Bildesilbe
Sg.l. nE-na[6Eu-jJ.a~
Plsqpf. : Augment, Red. ohne Bildesilbe
PLI.
2.
nE-naL6Eu-aa~
E-nE-na[6Eu-ao
3.
nE-na[6Eu--ca~
E-nE-naL6Eu--cO
nE-na~6Eu-jJ.E&a
2. nE-na[6Eu-a&E
3. <
nE-na[6Eu-v-ca~
E-aa~.
< E-aO.
< aa-ao. < ll-aa~. < all-aaL
98
E-nE-na~6EU-jJ.llV
6
T
W,
T
lJ~
usw.
E-nE-na~6Eu-jJ.E&a
E-nE-na[6Eu-a&E E-nE-na[6Eu-v-CO
Im Indikativ spätattisch auch -EL, regelmässig bei ßOUAEL du willst, OLEL du meinst, 6EEL du bedarfst (und Fut. Ö~EL du wirst sehen) BR §9l; BDR §27; 87. Zu den Endungen allgemein siehe §70.
lWLÖEUW -
§
MediUJll
nULoe:UOjJ.UL
ich erziehe mir
OPTATIV
INFINITIV
IMPERATIV
Moduszeichen
nULoe:u-OC-jJ.T)V nULoe:U-OL-O 1 rrULoe:U-OL-LO nULoe:U-OC-jJ.e:{Ju nULoe:u-oL-a{Je: nULoe:u-OL-VLO
und
PARTIZI P
LT) , Le: , L
kl.
77
nULoe:u-e:-a{JuL 3
nULoe:u-OU rrULoe:U-E-a{Jw nULoe:u-e:-a{Je: nULoe:U-E-a{Jw-auv
nULoe:u-6-jJ.e:vo~
rruLoe:u-O-jJ.EVT) nu Loe:u-'6-jJ.e:vov usw. 4
nu Loe:u-ae:-a{JuL
llCtLÖEU-OOG-jJnv llCtLÖEU-OOL-O
nULoe:u-a6-jJ.e:vo~
usw.
nu Loe:u-aO-jJ.EVT) nULoe:u-a6-jJ.e:vov usw.
TtaLoe:u-auC-jJ.T)V nULoe:u-aUL-O 2 nULoe:u-aUL-LO rrULoe:u-auC-jJ.e:{Ju nu Loe:u-auL-a{Je: nULoe:u-aUL-VLO kl.
nu Loe:u-au-a{JuL nuCoe:u-aUL nu Loe:u-aa.-a{Jw rrULoe:u-au-a{Je: nu Loe:u-aa.-a{Jw-auv 5
nULoe:u-aa.-jJ.e:vo~
nu Loe:u-aU-jJ.EVT) nu Loe:u-aa.-jJ.e:vov usw.
llE-llCtLÖEU-jJEVOS
€Ln V ,
ne:-nULoe:ü-a{JUL
ECns;
usw.
ne:-nULoe:u-ao rre:-rrULoe:u-a{Jw ne:-nULoe:u-a{Je:
2
4 5
ne:-rrULoe:u-jJ.EVO~
ne:-rrULoe:u-jJ.EVT) ne:-nULoe:u-jJ.EVOV usw.
< OL-ao. < aUL-ao. < e:-ao.
Klass. llCtLÖEU-E~O~WV. Klass. llCtLÖEU-od-o~wv.
99
001
+t[~Tu
JaTt[ pUTs ua+oussTId
apuawmo~JOA
"(n§) (T)-j{} > " (nOt[.mpaTl'l +JOp) LL§"S 'mnTpaw map puat[~aJds+u~
01.(\-039)'011-311-j 3{}D-039)'011-311-~
'O{}3rt-9391'011-311-~
"M.sn
1'01.(\-03 9)'011-311 "(" 3{}D-039J'011-311
"e:
'O{}3rt-9391 '011-311 "r1d
01.-039)'O11-311-~
1'01.- 03 9)'011-311 "("
'(1]
...
OD-039)'011-311-~
1 'OD-039) '011-311
SO<\3r1-039 11:l11-311
t(\LLrt-9391'011-311-~
sli...
aqHsaPHt! auqo "paB: !=luaUI6nv : ";j:dJ)STd aqrrsapTTt! auqo "paB:
"e:
l>13.:H::l3d
t 1 'Ort-039) '011-311 "r~S
"n:
l>l3.:l~3dW'\:fnGSnld
(\1D-~{}-0391'011
(\'OD-LL{}-9391'011-~
"("
"e:
31.-1,!{}-0391'Oll
31.-LL{}-9391'011-~
(\3rt-~{}-0391'011
(\3rt-LL{}-9391'011-~
~{}-0391'O11
LL{}-9391'011-~
"("
aqusapua:
5-~{}-0391'O11
5-LL{}-9 3 9 1 '011-jl
"e:
lSI~O'\:f
z~{}-0391'011
(\-LL{}-<;t39 1 '011-jl
"r~S
"r1d
1 '01.(\OD-Y.{}-0391 'Oll 3{}D3D-Y.{}-0 391 'Oll
"
(3{})
LL{}
~3HJI:JMHJS
("
"e:
'O{}3rt9D-LL{}-0391'Oll "1"1d OD-LL{}
1 '01.3D-Y.{}-0391 'Oll "(" IJ.D-Y.{}-0391'Oll
pun 3D-LL{} aqusapua:
"e:
~nln.:l
1 'OrtOD-Y.{}-0391 'Oll "r~S 1 '01.(\-(T)-<;t391 'Oll
01.(\-0-<;t391'011-~
3{}D-LL-<;t391'Oll
3{}D-3-<;t:391'011-~
'O{}3rt-c::'-0391'Oll
'O{}3rt-9- 03 9 1 '011-jl
1 '01.-LL-<;t391 'Oll
01.-3-<;t39 1 '011-jl
1J.-<;t391'Oll
00-9391'O11-~
l 1 'Ort-(T)-<;t39 1 '011
1(\LLrt-9-0391'011-~
1'01.(\-0-9 3 9 1 '011 "("
0/3
"e:
TlD[OAEwaq.r, "n +ua~mf
3{}D-3-<;t391'Oll
'O{}3rt-9-0391'Oll "r1d 1 '01.-3-<;t391 'Oll "(" 1J.-<;t391'Oll
:+~aJJadmI
0 JapO 3 TE)[OAEwaq,L
"e:
SN3S'l(~d
l 1 'Ort-0-9 3 9 1 '011 "r~S
l>l3.:l~3dWI +ua~nv
aTE)[OAEUlaq,L a=luqapa6
'ElJodma++ua~nv
AI1>lNnrNO>l -
--
-
aUt[o
AU'\:f>l IONI ~---------
--
------_
"T6§ B:t! 'T61\
uaqdaA a}a /
'ElJodma~
ad~a7uaWdog
..
_-
AISSBd -
--
---
-----
(T)<;t39 1 '011
8L §
8L §
TOT
'~Ml~-~~-n391~li
'SSE1~
'~-3J3~-
'SSE1~
'3l-J3~-
'SSE1~
'~3n-J3~-
'SSE1~
'LL§ 'S 'wn,paw map
pua~~a~ds~u~
'i'\.sn 3QO- n3 9J'01l-311 1\01\jlrt-n391 '011-311 l.ll\jlrt-n391 '011-311 1 5O l\jlrt- n3 91'01l-311
(T)QO-<;I391 '011-311 00- n3 9J'01l-311
'M.Sn
1 1 'OQO-O 3 9 1 '011- 311
Sl.l;p
<~1.l~3
so~~n-n391~li-3li
501I\jlQ- n3 9 1 '01l 5l.l0J3Q- n3 91'01l 501I\jlQ- n3 91'01l I\jlQ-n391'Oll '0013Q-n391'Oll 5J3Q- n3 9 1 '01l
SI\'00-(T)1-~Q-n391'01l
'1~
~I\'OO-l.l J 3Q-n391 'Oll
31-l.lQ-<;I391'Oll
€31-l.lJ3Q- n3 91'01l lI\3rt-l.lJ3Q- n3 9 1 '01l
(T)1-I,tQ-n391'Oll
l.lJ3Q- n3 91'01l
11-l.lQ-<;I39 1 '01l
5-l.lJ3Q- n3 91'01l 1\-l.lJ3Q- n3 9 1 '01l
1 '01\-\;!Q-n391 'Oll
'i'\.Sn 1\01\3rt-90-l.lQ-n391'Oll l.ll\jlrt-00-l.lQ-n391'Oll 501\3rt-9o-l.lQ-n391'Oll
'M.sn
1 'OQ030-I,tQ-n391 'Oll
~l.ln-)OO-n391~li
0-100-0391~li
'i'\.sn 1\01\3rt-9- n3 9 1 '01l l.ll\jlrt-0- n3 91'01l 1501\3rt-9-n391'01l
1\'00-(T)QO-jl-n391'Oll
011\-10-<;1391'011
3QO-3-<;139 1 '01l
3QO-10-<;139 1 '01l 'OQ3rt-JO- n3 91'01l
(T)QO-jl-n391'Oll 1 nO-<;I391 'Oll
l
01-10-<;1391'011 0-10-<;391'011
1 'OQO-3-<;391'01l
II\l.lrt-JO- n3 91'01l
dIZIHlVd
ue~;:'1:ezsnpow
1
pun
AIlINI.:lNI
AIlVl:l3dWI uaßOZ.A:a ap.A:a(l'l liDJ-
8L
§
'1~
'31
I
l.l1
AIlVldO 1'OrtO<;l391'01l
iqSSEd -
Mr391~li
~
l
§
§
79a-d
Formenlehre / Die Verben
79 Erläuterungen zum Paradigma von
na~OEUW
Vgl. BR §92.
a
1.
Allgemeines
1.
Verbalstamm
2.
Die Themavokale (oder Bildevokale) -E- (vor -0-
0,
(vor
~
na~oEu-
.,
Präsensstamm (vgl. §68;75).
Vokalen u.
I-I)
und
und v) sind besonders deutlich im Medium-Pas-
siv sichtbar (vgl. §68e). 3.
Zu den Personalendungen s. §70. Das v in der 3. Person
von Präs. und Fut.Ind., Präs. und Aor.Konj., Ipf. und Aor. Ind. sowie Pf.Ind. ist kein fester Bestandteil der Endung ('bewegliches' v, §18a). 4.
Zu den Moduszeichen s. §69.
11. Zu den
Te m p u s s t ä m m e n
mit ihren Paradigmen (im
übrigen siehe §68, bes. g):
b
1.
Tempusstamm
stammveränderungenjBildesilbe
Anderes
Fut.
OE/OO
Konj., Imp.
c
2.
Aor.l
(in der Koine auch
Opt.) fehlen
Akt./Med.
Achtung: Imp. auf -ov und
oa
Akt./Med.
-a~
Akzent bedeutungsrelevant: naLOEUOoV
erziehe! Imp.Aor.Akt.
na~oEüooV
eines, das erziehen wird Ptz.Fut.Akt.Sg. Ntr.
erziehe für dich! Imp.Aor.Med. na~OEüoa~
erziehen Inf.Aor.Akt. möge er erziehen Opt.Aor.Akt. 3.Sg.
d
3.
Pf.l Akt.
Reduplika-
Inf. und Ptz. auf der ersten
tion und
Silbe des Ausgangs betont (§74).
(Plsqpf.Akt.) ua
102
(UE~)
Klass.: Konj. und Opt. mit Ausgängen des Präs. oder umschrieben mit Hilfe
§
Verba vocaUa non-contracta mit Besonderheiten
von E~).lL
4.
7ge-80,3
(§125a; 203a).
Pf./Plsqpf.
Reduplika-
Endungen direkt an den Stamm,
Med./Pass.
tion
Inf. und Ptz. auf vorletzter
e
Silbe betont (§74) Klass.: Konj. und Opt. umschrieben.
5.
Aor.l Pass.
8n(8E)
Imp.
-8L hinter dem -8- zu
f
-,L dissimiliert (§14b) 6.
Fut.Pass.
8n-OE/-oo
9
111. Die ' S t a m m f 0 r m e n r e i h e ' von naLOEuw, von der
h
alle bei diesem Verb möglichen Formen abgeleitet werden können (vgl. §68b):
Verba vocalia non-contracta mit Besonderheiten
§
80
Vgl. BR §12l,lff; BDR §lOl.
I
Präs.
""LA. IM.
Aor.Pass.
I.
Stämme mit 0 im Passivstamm
a)
Ursprüngliche o-Stämme
1. aKouw
höre l
(
2. OELW erschüttere 2 OEL-,
aKouoouaL nKou28nv OELOW
OELO3. xpIw saZbe 3
XPL-
Pf.Akt. PLM./p.
(vgl. §12d FN2) :
aKou-,aKo- aKouow od. nKouoa . aKou2-
I
XPLOW
XP L2-
aKnKoa 5
~OELoa
oe:OELKa
tOEL28nv
oe:oEL91aL
EXPLoa
Ke:XPLKa
tXP L2 8 n v
Ke:XP L2UaL4
Anmerkung: Verbaladjektiv XP~~T6s; gesalbt Vgl. 'Akustik'. Vgl. 'Seismograph'. Entsprechend auch -XUALW wälze, ).lE~UW bin betrunken mich) • Klass. auch XEXP~).la~. 'Attische' Reduplikation (§72g); Pf. 2 (§l08).
1
nKou2uaL
().lE~UOXO).la~
betrinke
103
2
3
80,4-13
§
Formenlehre / Die Verben
Präs.
Fut.
Aor.A./M.
Pf.Akt.
Aor.Pass.
Pf.M./P.
Vokalstärrune mit 'wucherndem' a im Pass. (analog zu oben):
b)
4
Starrun
4. XEAEl)(1l befehle
XEAEU
C~)-
xEAEuaw
XEXEAEUXO
EXEAEuao
EXEAElJQ&l1\i XEXEAEUQj.10L Anmerkung: vgl. TO l<EAEVO)lct der Kommandoruf
5
5. XAELW schliesse
XAE L (~)-
xAELaw
EXAELao
XEXAELXO
6
6. xpouw klopfe an
xpou(Q)-
xpouaw
EXAELa&l1\i Expouao
XEXAEL0j.10L XEXPOUXO XEXPOUQj.10L
7 8
EXPou~&l1\i
EPPUaaj.111\i Eppua&l1\i im Pf .Pass.: AEA.OU~j.10L, 8. AOUW wasche, Med. : bade mich - hat nur Aou(a)neben: AEAO~OL. I 7.pUOj.10L errette
pu(~)
-
puaOj.10L
I
11. Ursprüngliche F-Stärrune (F erscheint als
U
vor konsonan-
tischen Ausgängen, vgl. §12d)
9
9. XOLW verbrenne
xou-,XOy-
xo~aw
Exo!:!.ao EXOU&l1\i
( <xoFjw)
10
10.
XAOLW weine
XAOU-,
«xAoFjw)
xAof-
xAo~aw
111. Verben mit quantitativem Ablaut
XEX01!XO 3
XEXO!:!.j.10L
XEXAO!:!.XO ExAo!:!.ao EXAou(a)&l1\i XEXAOUj.10L (=
Kürzung des langen
Starrunvokals vom Pf.Akt. an, vgl. §8)
11
11.6uw gehe unter 6UOj.10L lege an l
6u-,6u-
6uaw
12
12. &uw
&ü- ,&u-
&uaw
TE&UXO E&üao ETU&l1\i §14a TE&Uj.10L
13
13. AUW löse, befreie AU-,AU-
Auaw
EAuao
AE:A~XO
EA~&l1\i
AEA~j.10L
1
opfere, schlachte
Medium.
104
2
6UaOj.10L
S . a. §106d.
6E6uxo E6uao2 (E6üaaj.111\i) 1 6E6Qj.10L
3 a . El
I
Vorbemerkungen zu den verba contracta
§
81-82a
b) Die verba (vocalia) contraeta Vorbemerkungen
§
81
Vg1. BR §93; BDR §70; 74; 80-91.
1.
Beg r i f f:
Verba contracta sind Verben, deren Präsens-
stamm auf -a, -E oder
-0
a
auslautet. Sie ziehen diese Vokale
in allen Formen des Präsens systems zusammen. Für die Paradig-
men der drei Gruppen der verba contracta gelten die in §ll dargebotenen Kontraktionsregeln. 2.
Ne n n f
0
r m : In allen gros sen Lexika werden die verba
b
contracta in der unkontrahierten Form (l.Sg.Ind.Präs.) aufgeführt und sind so zu lernen. 3.
H
ä u f i g k e i t:
Die stärkste Gruppe ist die der Verben
auf -EW (ca. 392mal im NT), es folgen diejenigen auf
-ow
C
(ca.
115mal) und diejenigen auf -aw (ca. 113mal) •
Erkennbarkeit des Stammes aus dem Kontraktionsprodukt 1.
In
a)
a und CI-
b)
E~
ein e r
und
E+E~)
auch 11/T,) c)
o~
«
T,) oder
der drei Gruppen zu finden: ausschliesslich bei Verben auf -aw
E+E
«
(s. §llf) §
O+E~, o~)
H]..L~l"E
< l"~]..LaEl"E
ihr ehrt
l"C]..L~
< l"C]..LaE
ehre!
l"~]..L2:!;
< H~E~!;
du ehrst
nur bei Verben auf -EW nO~Et'l"E
< nO~EEl"E
nO~Et'o{}E
<
nO[E~
< noCEE
tue!
no~!il"E
< nO~E11l"E
(damit)
ihr tut
no~].
< nO~ET,)
(damit)
er tut
nO~EEo{}E
ihr tut ihr tut für euch
charakteristisch für die Verben auf OOUA.ot'!;
-ow
im NT
du versklavst
OOUA.ot'
<
OOUA.Ot']..LEV
< OOUA.OO~]..LEV
OOUA.OE ~ /OOUA.2.!J. er versklavt/möge v. wir mögen versklaven
105
82 a
§ 82 b-e
Formenlehre / Die Verben
Anmerkung:
b
C
2.
In z w e i
3.
-ow,
nur bei Verben auf -EW oder
E+OU, 0+0,
ErrOLOUV
<
O+E oder
Erro~oü
< Erro~Eou
du tatest für dich
O+OU)
ÖOUAOÜ~EV
< ÖOUAOO~EV
wir versklaven
In allen «
ihr versklavt
ÖOUAOÜLE
<
< ÖOUAOOUO~V
d r e i
ÖOUAOELE
sie versklaven
Gruppen zu finden, z. B.: < L~W:i.W
ich ehre wir ehren
a+w, a+ou,
L~~~~EV
< L~~a.O~EV
E+W,
O+~
L~~~O~V
< L~~a.OUO~v
sie ehren
oder o+w
L~~~~EV
< L~~a.O~~EV
wir mägen ehren
rro~w
< rro~Ew
ich tue
rro ~~~EV
< rro~Ew~EV
wir wo llen tun
rro~~~Eaa
< rro~EW~Eaa
wir wollen für uns t.
ÖOUA~
<
ÖOUA~LE
< ÖOUA2.!lLE
~+o ~
])
E+Cil,
ich versklave
ÖOUAOW
(damit)
Durch die Kontraktion vermehrt sich die Zahl
me r
z. B.:
sie taten
ErroLEov
ÖOUAOÜO~V
a+o,
[a+o~,
4.
Gruppen zu finden:
ou «E+O,
(Cil~
d
Der Opt.Präs.Akt.u.Pass. der Verben auf -EW, der auch OL als Kontraktionsprodukt hat, kommt im Neuen Testament nicht vor.
ihr versklavt
h 0 mon y -
Formen (d. h. mehrere Inhalte werden durch dieselbe Form
ausgedrückt), so kann folgendes bezeichnen: a) 1.Sg.Ind.Präs.Akt.
,I
ich siege ich siege
b) 1. Sg .Konj . Präs .Akt. od.
(damit)
c) 2.Sg.Imp.Präs.Pass.
werde besiegt!
1
Darum ist das Ganze eines Satzes zu beachten.
e
5. ein
Die verba contracta haben in der 3. Sg. IpLAkt. b ewe g 1 ich e s
v (vg1. §18a; 79a). So:
er liebte er tat EÖnAOU
nie mal s
(Jh 11,5)
(Jh 5,16)
er deutete hin
(lPt 1,11)
Diese beiden Formen sind a. bei nichtkontrahierten Verben homonym.
106
Die Akzentuierung der verba contracta
§
Die Akzentuierung der verba contraeta 1.
Die
K
§
(vgl. §5b-d; 74e)
n t r akt ion s s i 1 be
0
83-84b
bekommt einen Akzent,
83 a
wenn einer der beiden zu kontrahierenden Vokale (oder Vokal und Diphthong) betont war, nach den Regeln von §5b-d, z. B.: ayumlETE
>
aYaTt~TE
ihr liebt
ayunueTw 2•
er so U lieben!
End s i 1 ben
bekommen den
Z i r k u m f 1 e x,
b
wenn der
erste Vokal betont war, z. B.: ayuna.EL \i
Lxa.ou
> ayun§:
er liebt
>
werde besiegt!
\i
Lxw
Auch bei einer Kontraktion der steht der
Z i r k u m f 1 e x,
vor 1 e t z t e n
S i 1 b e
wenn der erste Vokal betont
war und der Vokal der Endsilbe kurz ist, z. B.: wir lieben 3.
Den
Ak u t
bekommt die
K
0
n t r akt ion s s i 1 b e ,
C
wenn der zwei te Vokal betont war, a)
auf der
vor 1 e t z t e n
Silbe, wenn der Vokal der letz-
ten lang ist, z. B.: TLj.J.ueo8w ET Lj.J.UOj.J.T) \i b)
auf der
> TLj.J.g,08w
er soU geehrt werden!
> ET L~j.J.T)\i
ich wurde geehrt
d r i t t 1 e t z te n
Silbe, wenn der Vokal der
letzten kurz ist, z. B.: nOLEoj.J.E8u
> nOLouj.J.E8a
aa) Die verba contraeta auf Präsens und Imperfekt von
wir tun für uns
-a.w
§
ayunaw ich liebe
84
Vgl. BR §93-95; BDR §88; 90.
1.
Kontraktion (vgl. §ll; 82):
a)
u + E-Laut (E, T), EL,
b)
u + O-Laut (0, w, OL, ou)>w(4))
2.
Paradigma: Seite 108
~)
a
>a(ij)
b
107
Formenlehre / Die Verben
§ 84b AKTIV
aya.na.w ich Ziebe IND, Sg.l. 2. PRÄS, 3.
P1.1.
Formen kontrahiert unkontrah.
2. aya.n-a'E 3.
aya.n-wa~v
KONJ ,Sg.l. aya.n-w 2. aya.n-q.G 3. aya.n-q. P1.1. aya.n-wjJ.Ev 2. o.ya.n-ä'E 3.
aya.n-wa~v
OPT, Sg.l. o.ya.n-cjlTlV 2. aya.n-cj>l1G
o.ya.n-wjJ.a.~
-a.ojJ.a.~
-a.T.!
-a.E'E
aya.n-q. aya.n-ö:-ra. ~ aya.n-wjJ.E3a. aya.n-aa3E
-a.oua~v
aya.n-wv,a.~
-a.ov,a.~
-a.w
aya.n-wjJ.a.~
-a.wjJ.a.~
-a.T.!G -a.T.! -a.WjJ.EV
aya.n-q.
-o.T.! -o.r1'a. ~ -a.WjJ.E3a.
o.ya.n-ä,a.~
-a.E'a.~
-a.ojJ.E3a. -a.Ea3E
-o.11'E
o.ya.n-wjJ.E3a. o.ya.n-äa3E
-a.wa~v
aya.n-wv,a.~
-a.wv,a.~
-a.OL11V !
aya.n-cj>jJ.11v
-0.0 LjJ.11V
-a.OL11G !
aya.n-ijio
-a.o~o
-a.OL11
-a.11a3E
aya.n-iji'o
-a.o~,o
-a.O~jJ.EV
aya.n-cjljJ.E3a.
-0.0 LjJ.E3a.
2. o.ya.n-iji'E
-a.O~'E
aya.n-ijia3E
-a.0~a3E
3. o.ya.n-ijiEv
-a.O~EV
o.ya.n-ijiv,o
-a.o~v,o
-aov
nya.n-wjJ.11v nya.n-w nya.n-ä,o nya.n-wjJ.E3a. nya.n-äa3E nya.n-wv,o
-a.OjJ.11V -a.ou -a.E'O -a.ojJ.E3a. -a.Ea3E -a.ov,o
-a.E'E -a.E,waa.v
aya.n-w o.ya.n-a.a3w aya.n-äa3E aya.n-a.a3waa.v 2
-a.ou -0. Ea3w -a.Eo3E -0. Ea3waa.v
-a.E~V
o.ya.n-äa3a.~
-a.Ea3a.~
3. o.ya.n-cj>l1
Pl.l. aya.n-ijijJ.Ev
IPF, Sg.l. J'lYa.n-wv 2. nya.n-a.G 3. nya.n-a.
2. nya.n-ä'E
-a.E'E -a.ov
3. nya.n-wv
IMP, Sg.2. aya.n-a. 3. aya.n-a.,w
-a.E -a.E,W
P1.2. o.ya.n-ä'E 3. aya.n-a.,waa.v
INFINITIV
aya.n-äv
3
PART,M./N. aya.n-wv Gen. aya.n-wv,oG Fern. aya.n-waa. Gen. aya.n-Wa11G
!
-a.EG -a.E -a.OjJ.EV
P1.1. nya.n-wjJ.Ev
108
MED I UM/PASS IV Formen kontrahiert unkontrah.
1
-a.wv/-a.ov aya.n-wjJ.Ev- OG -ov -a.ov,oG aya.n-wjJ.EvoU -a.ouaa. o.ya.n-wjJ.Ev11 aya.n-wjJ.Ev11G -a.oua11G
klo -WVTWV (§70). 2 klo -clcr0wv (§70). 'unechtes' EG: G verschwindet (§2c; lle).
-a.OjJ.EV- OG -ov -a.OjJ.EVOU -a.OjJ.EV11 ,-a.OjJ.Ev11G
Regetmässige verba contracta auf
3.
-aw
§
84c-85,3
Verben auf -nw (§86,1/2 u. 7; vgl. §106e; 114c): teben
c
gebrauchen
Sie haben 11 statt a; Kontraktion mit O-Laut ergibt w: !:f,iG
!:f,i
!:WllEV
!:fjl:E
E!:WV
E!:I1G
E!:11
E!:WllEV
E!:fjl:E
E!:WV
Imperfekt
XPwllaL
xpf,i
XPwllE8a
xpfja8E
XPWVl:aL
Präsens
!:w
EXPWllllV EXPW 4•
Die
xpfjl:aL EXpfjl:O
a n der e n
!:waLv
EXPwllE8a Expfja8E EXPWVl:O T e mp
r a
0
Präsens
Imperfekt
werden mit Dehnung des
d
kurzen Stammvokals zu 11, ausser wenn E, L oder P vorausgehen (dann zu a, vgl. §llg): Futur
Aorist
Perfekt
Aktiv
a,yan:iJ.aw
i)ya.n:!laa
i)ya.n:!lxa
Medium
a,yan:iJ.aollaL
i)yan:!laa.llllV
i)ya.n:!lllaL
Passiv
a,yan:!l8n aOllaL i)yan:iJ.811V
i)ya.n:!lllaL
Doch: La.ollaL, 8Ea.ollaL, xal:-apa.ollaL s. § 85,4-8. Zum vereinzelten kontrahierten Fut. auf -a s. §110,2; 124,4/5. Vgl. §92f; 98a.
Regelmässige verba contracta auf -a.w
§
85
Vg1. BR §95; 121,4f.8; BDR §101.
Präsens
stamm
Fut.
Aor.A./M. Aor. Pass.
Pf.Akt. PLM. /P.
I. Mit 11 im Stammauslaut aller Tempora ausser Präs.u.Ipf. 1. YEVVa.W erzeuge
YEvva-
YEvv!iaw
EYEvv!laa
y EY Evv!lJ.ta
1
EYEVVn8 11V
YEYEVVll11a L i)pwl:!lJ.ta npWl:ll11aL
2
VEvCJ.t!J.J.ta VEvCJ.t!]llaL
3
2. EPWl:a.W frage
EpWl:a-
EPWl:!iaw
i) PWl:!J.aa i)pwl:n811V
].VLXa.W siege
VLxa-
V Lxilaw vLJ.t!]8naOllaL
EvCJ.t!J.aa EVLJ.tn811v
Anmerkung zu nauxao~aL ich rühme und b6uvao~aL ich leide Schmerzen: Die 2.Sg.Ind.Präs.Med./Pass. hat nicht die Endung -~, sondern -aaL (vg1. §70): nauxäaaL du rühmst dich (Röm 2,17.23; 1Kor 4,7) o6uväaaL du leidest Schmerzen (Lk 16,25).
109
§
Formenlehre / Die Verben
85,4-86,5
II. Verben mit
E,
Lader p vor dem starnrnauslautenden
U
(>
a)
~&.aw
6
daau ELUlI.U dUj.J.UL ELWV Ipf.Ak:t. E ta.8TlV s. §71d. "tE8f;ä.j.J.UL ~8Eä.adj.J.11v 5. 8Ea.Oj.J.U L schaue 8Eä.-,8Eu- 8E&'aoj.J.uL E:8E6.811v (§14d) an 6.ayuAALdoj.J.UL a.YUAALU- ayuAAL&'aoj.J.uL nYUAALuadj.J.11v
7
juble 7. taoj.J.uL heile
4
5
8
4. taw
lasse zu
~ii- ,~a-
taaoj.J.uL ta8naoua L 8. lI.u"tUpdOj.J.UL lI.u"t-upä-, lI.u"tupdaoj.J.uL verfluche lI.u"t-upä.-
Cö'aaj.J.11 V
Ca.-, ta-
Cd.811v
Laj.J.uL
lI.U"t 11 paOOj.J.11 V lI.U"t11 pCi811 V
lI.u"tnpUj.J.UL
Vgl. §25f; 11g. S. auch §113,8.
§
86 Verba contraeta auf
-ciw
mit Besonderheiten
Vgl. BR §97f; 121,15-17: BDR §70; 101.
Präs. I.
Fut.
stamm
Stämme auf 11 (vgl. §84c):
1
1. 6nW lebe
611-
2
2. xpnOj.J.UL gebrauche
XP11 (Q) -
2
Anmerkung: Verbaladjektiv
II. Verben, deren
3
4 5
Aor.A./M. Pf.Akt. Aor.Pass. Pf.M./P.
U
6naw u. E611au 6naoj.J.UL xpnaoj.J.UL E:XP11aaj.J.11v lI.f;XP11j.J.UL ExP1'lQ8 11V XP11Q"t6s;;
immer kurz ist (Pf./Aor.Pass. mit a)
3. YEAdw lache YEAä.(Q)- YEA~aw §13g «YEAuajw) 1 4. lI.Aciw breche lI.Aa.(Q)- 2 lI.Ag.aw 5. ana.w ziehe (das Schwert)
«ana.aw)
anä. (~:>
gütig
-
an~aw
§13g
E:y f; A9:au
YEY E:A9:lI.U
E:y EAdQ8 11V YEyEAUQj.J.UL
Eu.Agaa E:lI.Ag.a811V Eang,aa
lI.E:lI.AQ..lI.U
E:an~Q811v
Ean9:~uL
lI.f;lI.AU21J.UL EanQ:.ll.u
1
1 ursprünglicher o-Stamm (vgl. §12d FN2). 2 'wucherndes' Sigma in Analogie zu den Sigmastämmen (wie z.B. Nr. 3 und 5).
110
Präsens und Imperfekt von nOLEW tue
6. xaAa.w "lasse
xaAa. (2:) _2
§
xaA~Ow
Exa.A~oa
86,6-87c
XExa.A~xa
6
E:xaA~o&Tlv XExa.A~O]..I.aL
herab
111. Verb mit langem a im Fut. und Aor. 3
7. TIELVa.W
TIELVa-
TIELVQ,OW
ETIELvgoa
7
hungere 'wucherndes' Sigma in Analogie zu den Sigmastämmen (wie z. B. Nr. 3 u. 5). n€LVaW hungere nELvaaw EnELvaaa Klass.: n€LV~W (§84c!) n€LV~aW En€LVnaa
NT: NT:
6Lcvaw
Klass.: 6LCV~W
dürste (§84c! )
bb) Die verba contraeta auf Präsens und Imperfekt von
-EW
TIOLEW
§
ich tue
87
Vgl. BR §93; BDR §89f.
1.
a
Kontraktion (vgl. §ll; 82):
a)
E + E > EL
b)
E
c)
E vor langem Vokal oder Diphthong schwindet.
2.
In den
das
E
+
0
>
ou
aus s e r prä sen t i s c h e n
F
0
r me n
wird
b
zu Tl gedehnt: Futur
Aorist
Perfekt
Aktiv
TIOL.!iOW
ETIOC!l0a
TIETIOC!lxa
Medium
TIOL.!iOO]..LaL
ETIOL!l0a.]..LTlV
TIETIOC!l]..LaL
Passiv
TIOL!l&T')oO]..LaL
ETIOL.!1&TlV
TIETIOC!l]..LaL
Doch siehe auch §88 für Besonderheiten. Zum 'futurum contractum' s. §92fi 98a. 3.
Paradigma: Seite 112
c
III
" (OL§l
nOl\jrtno-1011 1\01\3rtQO-1011 5lll\jrtno-1011 1lI\jrtno-1011 nOl\jrtno-1011 501\3rtQO-1011
nOl\jrt031\01\3rt 9 3 5lll\jrt031l1\jrt03nOl\jrt03501\ 3rt 9 3 1 'O{}D3 j-
• (OL§l
~m~D)3-"1~ l
501.I\Oj1\0j-
~m~~00-
"1~
501.l\oj(\(1?j-
501.1\Q.0-1611 1\Q.0-1011 5 OOQO-1 Oll 'ODQ.0-1011 501.1\Q.0-1011 I\V- 1011
1'O{}D] 3-1 Oll 1\3j1->1\]3-
1\]3-1011
511DQ03'ODnOj-
zn
I
".I~N
"uao "wa,;r "uao
")[sew'
" t:
I\'OD(1)1.j3-
3{}D3j-
3{}D]3-1011
31.3j-
31.]3-1011
"(;"1d
(1){}Dj3-
(1){}DJ3-1011
(1)1.j3-
(1)1.J3-1011
" t:
nOj-
Q.0-1011
33-
13-JOll
01.I\Oj-
01.1\Q.0-1011~
1\03-
I\nO-JOll~
" t:
3{}D3j-
3{}D]3-1011~
31.3j1-
31.]3-1011~
"(;
'O{}3rtQO-1011~
1\3rtOj-
1\3rtQ.0-1011jl
01.]3-1011~
(1\)33-
13-JOll~
'O{} 3rt 9 3 -
l
01.3j-
I
Hll;fd
AIIINI.:INI
1\'OD(1){}D J 3 - 1 Oll
I\'OD(1){}Dj3-
I\'OD(1)1.J3-1011
"UaO
I I
I
"(;"OS ' dWI
"1"1d " t:
Q.0-1011~
533-
513-JOll~
" (;
I\llrtQO-1011~
1\03-
I\nO-JOll~
"1"OS '.:IdI
01.1\10j-
01.1\]0-1011
1\310j-
1\3]0-1011
" t:
3{}D10j-
3{}D]0-1011
31.10j-
31.]0-1011
" (;
'O{}3rtJ03-
'O{}3rtJ 0-1 Oll
1\3rt10j-
1\3rt]0-1011
01.10j-
01.]0-1011
llJ03-
llJO-1011
" t:
010j-
0]0-1011
i 511J 03-
511JO-1011
" (;
I\llrtJ03-
I\llrtJO-1011
i I\llJ03-
I\llJO-1011
"1"OS 'ldO
1'01.I\(1)j-
1'01.I\V-1011
1\1D(1)j-
1\1DV-1011
" t:
nOjI\ llrt 9 3 -
i
"1"1d
" (;
3{}Dllj-
3{}DiJ-1011
31.11j-
31.!J.-1011
'O{}3rt~3-
'O{}3rt~-1011
1\3rt(1)jI-
1\3rtV-1011
1 '01.11j-
1 '01.!J.-1 Oll
C!j-
~-1011
" t:
C!j-
~-1011
5CJ.j-
5~-1011
" (;
1'Ort(1)j-
1'OrtV-1011
(T)j-
V-1011
1'01.I\Oj-
1'01.1\Q.0-1011
1\1DnOj-
1\1DQ.0-1011
" t:
3{}D3j-
3{}D]3-1011
31.3j-
31.]3-1011
" (;
1\3rtQ.0-1011 ]3-1011
" t:
5]3-1011
"(;
'O{} 3rt 9 3 -
'O{}3rtQO-1011
1\3rtOj-
1'01.3j-
1'01.]3-1011
13j-
CJ.j-
~-1011
513j-
1'OrtOj-
1'OrtQ.0-101l
(1)j-
V-1011
" IrB.I,+ UO}{lffi
,+.I9P{'B.I'+UO:l[
"l{'B.I,+UO:l[un
,+.I9 1l{'B.I,+UO:l[
AI SSl;fdjWnr U3W
"1"1d
"1" OS' rNO>l
"1"1d
• S'l(~d .
"1"OS 'UNI
an+ l1YJ-
uaw.Io,;r
uaw.Io,;r
I
AII>lI;f
(1)jl1011
--
uaqJaA aJ-G /
aJ~a1ua~od
:)L8 §
Verba contraeta auf -EW mit Besonderheiten
§
88a-5
Verba contraeta auf -EW mit Besonderheiten
§
88
Vgl. BR §94; 97f; 121,6.9.18-21; BDR §101.
I.
Die
e i n s i 1 b i gen
S t ä mm e
auf
-EW
kontrahieren
a
nur in -EL (s. u. 5-7.11-13; §112,8):
ich segle
nAEL
nAEOj.LE\I
nAELLE
~nA~~ ~nAEL
tnAEOj.LE\I
tnAELLE
nAEW ~nAEO\l
ich bitte
nAEL~
6EOj.LaL nAEw
MT,) nMT,)~
6ELLaL nAET,)
6EOj.LE3a
nAEOUOL\I Präs. ~nAEO\l
6EL03E
Ipf.
6EO\lLaL Präs.
usw.
Konj.
nAEOLj.LL usw.
Opt.
nAEL\I 6ELo3aL
nAEW\I/nAEouoa/nAEO\l
Inf./Ptz.
6E6j.LE\lO~
Inf./Ptz.
usw.
usw.
Präsens
Stamm
Aor.A./M. Pf.Akt.
Fut.
Aar.Pass. Pf.M./P. 11. Verba contracta auf
-EW
mit kurzem Endvakal in allen Tempora
a) mit ursprünglichem o-Stamm (vgl. §12d FN2): 1. apxEw genüge
«apxEojw)
apxE (Q)- apxf.aw r;px§oa apxEo3nooj.LaL npxEo3T)\I
1
Pass. : Zasse mir genügen
2.LEAEW voUende «LEAEOjW)
LELEAf,xa ELEAEoa ELEAE03T)\I LELEAEOj.LaL
LEAE (,2)- LEAEOW kl. TEAW
b) mit kurzem Stammvokal in allen Tempora, dach ohne
2
im
0
Pass. :
3. a L\lEW Zobe. preise a(\lE4. CPOPEW 1 trage dauernd cpoPf,-
-Q\lEOa ECPop§oa
aL\lEOW cpoP.§.ow
f,\\lEXa
3
4
III.Verba contracta mit ursprünglichem F-Stamm (F erscheint vor konsonantischen Ausgängen u, §12a; s.a. unten 11-13)
5. nAEW fahre zur See «nAEFw) 1
nAEu-/ nAEF-
(nAE~OOj.LaL
)
€nAEuoa
nEnAE~xa
kl. regelmässig.
113
5
88,6-89a
§
6
6. n:VEW
FormenZehre / Die Verben
(
~n:VE~OU
n:VE~OOj..LUL
n:VEU-j
wehe
n:En:VEUXU
n:VEFI
IV. Verba contraeta mit Ablaut
7
7. OEW binde
lon- ,OE-
kurzer Stammvokal vom Pf.Akt. an
8.XUAEW rufe,
8
ltUAE-, ltA n- I
berufe Anmerkung: Verbaladjektiv
~0!l0u
OEOEXU
0f.{}i)OOj..LUL
EO~{}nV
OE0f.j..LUL
ltUAfOW
Elta.AEOU
ltEltAnltU
kl. JW.AW
EXAf){}nv
XEXAnj..LUL
ltAn1:0~
-
eingeZaden, berufen
9. En:LltUAEW
9
(§200b)
En:Elta.AEOU Med.+
rufe an
Pass.+
10
o.!iow
En:LltUAiOOj..LUL En:EltUAf.0a.j..LnV En:LltEltAnj..LUL En:EltAf){}nV
10. n:UPUltUAEW rufe
herbei, -auf,
n:UPElta.Af.0U n:UPExAf){}nV
n:UpUltEltAnj..LUL EPpUnltU
ermahne, spreche zu, tröste
11
11. M.w fiiesse
( <M.FW
12 13
PEF-,
PE~OW
EppUnV
PEU-, pun-
kl.
(vgl. §106d)
PUnGO]..1C
EXEU
12. XEW
giesse ( < XEF'W)
xEF-, XEW (XEE'C~) XE-,XU- kl. XEW 13. EltX EW giesse aus EltXEW
14
15
Schwundstufe (§8).
V.
Zu den
I
2
Aor. ohne Sigma (s. §105h).
u n r e gel m ä s s i gen
I
Ver ben
UtPEW §1l3,1/2 nehme
OEOj..LUL §1l2,8
W&EW
Vgl. a. §112,1.3-5.
§1l2, 2
stosse
VI. OLUltOVEW diene hat n als Dehnungsaugment (vgl. §71c):
cc) Die verba contracta auf -OW 89 Präsens und Imperfekt von onMw Vgl. BR §93; 121,7; BDR §91; 101.
a
gehören:
bitte
OL.!}ltOVOUV Ipf. OL.!}ltOVnOu Aor. OL!lltOvT'l{}nv Aor.Pass.
§
XEXUltU ltEXUj..LUL
ExU{}nv E!;EXEU 2 EltltEXUltU E!;EXU{}nv EltltEX~UL Inf .Aar.l Akt.: EltXEUL
(auch -xuvvw)
I
2
1.
114
Paradigma: Seite 115
mache offenbar
511
·~11 !~~§·S
flOl\jlTtOO1\01\3Tt9 O511l\jlTtoo1ll\jlTtoonOl\jlTtoo501\3Tt9 O-
1 mnz €
·(OL§)
nOl\jlTtno-yllg 1\01\3Tt<)0-yllg 511l\jlTtno-yllg 1ll\jlTtno-yllg nOl\jlTtno-yllg 501\3Tt<)0-yllg
~mSDrO- ·1~ < ·(OL§)
5011\0 91\ 0 95110<)00'Don0 95011\0 91\(1)9-
1'D{}oQo-yllg 1\3 9>1\ 13 9-
1'D{}039-
5011\QO-yllg I\Qo-yllg 5llo<)0-yllg 'DoQo-yllg 5011\QO-yllg 1\\9-yllg €
I\Qo-yllg
~m~~rO·ua~ ·.:I~N ·ua~
·Ula.i[ ·ua~
• ){S~W I
l\'DO(l)1j10-
3{}039-
3{}OQo-yllg
313 9-
(I){}O jI 0-
(I){}o<)o-yllg
(l)1j10-
n09-
Qo-yllg
30-
011\0 9-
01I\Qo-yllg~
1\00-
3{}039-
3{}oQo-yllgjl
313 9-
31QO-yllg~
'D{} 3Tt 9 O-
'D{}3Tt<)0-yllg~
1\3TtQo-yllg~
013 9-
01Qo-yllg~
1\ 3Tt °930-
no-yy.g~
• t:
n09-
Qo-yllg~
530-
5no-yy.g~
•G
I\ llTt9 O-
1\1lTt(;1O- yllgjl
1\00-
I\no-yy.gjl ·l·oS
011\ 109-
011\J.o-yllg
1\31093110 91\3Tt109-
3{}010 9-
3{}0J.o-yllg 'D{}3TtJO-yllg
0110 9-
01J.o-yllg
010 9-
0J.0-yllg
i 511Joo-
1\1lTtJoo-
1\1lTtJo-yllg
i 1\1lJoo-
1'011\(1)9-
1'D11\\9-yllg
1\10(1)9-
3 {}O 119-
3{}0\9-yllg
31119-
'D{}3Tt<;JO-
'D{}3Tt<;J-yllg
1\ 3 Tt(l)9-
1'D1119-
1'D1\9-yllg
1J.9-
i
llJoo-
II\'DO(l)1<)0-yllg • t: 31QO-yllg ·~·ld (l)1<)0-yllg • t: no-yy.g ·~·Os
•G
·l·ld
1\3TtJ.o-yllg ·rld llJo-yllg · t: 511Jo-yllg • G 1\1lJo-yllg ·1·0S
1\3Tt\9-yllg ·rld J.o-yllg · t: 5J.o-yllg • G
J.0-yllg
51J.9(1)9-
1'011\0 9-
1'D1I\QO-yllg
1\1on09-
3{}039-
3{}oQo-yllg
313 9-
'D{} 3Tt 9 O-
'D{}3Tt<)0-yllg
1\ 3Tt °9-
1'013 9-
1'D1QO-yllg
13 9-
J.o-yllg · t:
1J.9-
J.o-yllg
513 9-
5J.o-yllg • G
1'DTt09• Ire.I'j. uOJIUn
1'DTtQo-yllg
\9-yllg · r os
I
rNO>l
1\10Qo-yllg · t: 31QO-yllg • G 1\3TtQO-yllg ·rld
'S)(!::Id
\9-yllg ·ros 'UNI (1)9·!.f!l.I'j.UOJ[un 'j..Ia1:t[1l.I'j.UOJ[ .mqUCijjO UaUl.:IO.i[ Ci1{DVUi 1{DJ-
AISSVd/WnIU3W §
'IdO
1\10\9-yllg · t: 31\9-yllg • G
1'DTt\9-yllg
868
'~dI
1\3 J.o-yllg • t: 31J.O-yllg • G
1J.9-
'j..Ia-p·re.I'j. UOJ[
'dWI
I\no-yy.gjl · t:
1'DTt(l)9-
uauuo.i[
HIVd
AIlINI~NI
l\'DO(l){}ojlO-
'D{}3TtJOO-
·1~ I
~EquaJJO aq~Em q~1
AIl>l \1 m9yug uoa
1~CijdCidwI
(l)9yllg pun
SUCiS~dd
§
b
c
89b-90
Formenlehre / Die Verben
2.
Kontraktion (vgl. §ll; 82):
a)
0
+ Kurzvokal (E,
b)
0
+ Langvokal (n, w)
c)
0
+ L-Diphthong (E L, OL,
0)
oder ou > ou >
> OL
3.
In den aus s e r prä sen t i s c h e n
das
0
F
0
wird
r me n
zu W gedehnt: Futur
Perfekt
Aorist
Aktiv
6nA~OW
E6TiA~oa
6E6TiA~xa
Medium
6nA~oollaL
E6nA~Ocl.llnV
6E6TiA~llaL
Passiv
6nA~8TioollaL
E6nA~8nv
6E6TiA~llaL
2, Die §
T,l)
W
ver b a
mut a
90 Vorbemerkungen Vgl. BR §99; BDR §71.
a
1.
Verba muta sind Verben, die als Stammauslaut eine Muta
(Verschlusslaut, §3) haben. Es gibt drei Stammklassen: a)
Labialstämme auf n, ß, ßAE:!:!:W sehe
b)
8AL~W
~,
drücke
Gutturalstämme auf x, Y, 6LW.!:f:W verfolge ä.yw führe
c)
b
2.
C
3.
Dentalstämme auf Das
Prä sen s
"
6, 8,
z. B.: ypcl.92W schreibe
x,
z. B. :
6ExollaL nehme auf z. B. : nE L8w überrede
war ursprünglich oft durch j erweitert
(vgl. §75b). Die
aus s e r prä sen t i s c h e n
T e mp
0
r a
sind
mit denselben Bildesilben und Endungen gebildet wie naL6Euw (§76-79). Dabei wird die stammauslautende Muta gemäss den Lautgesetzen verändert oder schwindet vor 92) •
116
0
und x (vgl. §16b;
§
Das Präsens der verba muta
91-92a
Das Präsens der verba muta
§
91
Vgl. BR §99; BDR §73.
e n t -
a
11. Häufiger erscheint das Präsens in einer Form, die auf
b
I.
Der Präsensstamm kann dem
sprechen
Ver b a l s t a m m
(vg 1. § 7 5 a), z. B.:
Verbalstamm
Präsensstamm
ßAETL-
ßAETL-W
sehe
6~wx
6~wx-w
verfolge
TLE~8-
TLE L8-w
überrede
einen
dur c h
j
e r w e i t e r t e n
S t a mm
zurück-
geht (vgl. §75b; l2c, a. FN1), z. B.: Regel
Verbalstamm
j-Stamm
Präsens
XAETL-
XAE~W
xAEm;w
stehle
Labial + j >
llT
wache
ltj/xj
>
00
(vglo ltAOnn
Diebstahl)
(vgl.
(klo
EA.TL~~W
EATL~6-
TT)
EATLL1W
hoffe
6j
>
1;
xpa.1w
schreie
yj
>
1;
(vglo EAnLS -L6oS Hoffnung) xpay-
xpaYiw
Die ausserpräsentischen Stammformen der verba muta
§
92
Vgl. BR §lOO; BDR §74.
I.
Veränderungen
des
a
Stammauslautes
beim Zusammentreffen mit konsonantisch anlautenden Ausgängen (vgl. §16b):
+(0)8
[+x]
+J-L
+0
+L
Labial
J-LJ-L
4J
TLL
[
Guttural
YJ-L
E
XL
X8
[X]
Dental
O]..L
0
OL
08
[x ]
117
§
92 b-f
Formenlehre / Die Verben
Anmerkungen:
b
1.
Die letzte Spalte (+~) betrifft den aktiven Perfektstamm.
Die angegebenen Veränderungen sind nicht durch Lautgesetze bedingt. Bei den Labial- und Gutturalstämmen spricht man von einern 'starken' Perfekt (mit aspiriertem Auslaut statt
~,
vgl.
§68d; l08d), bei den Dentalstärnrnen von Analogiebildung (erwarteter Ausgang durch
-~(u)-,
analog zu den verba vocalia, er-
setzt, vgl. §13c; BR §lOO).
c
2.
Die Spalten
+~,
+0, +L, +(0)8 gelten insbesondere auch für
die Konjugation des Pf./Plsqpf.Med.Pass.
d
II. B e i s p i e l e (vgl. I)
für Stammformenreihe der verba muta:
Labialstamm
Gutturalstamm
Dentalstamm
ßA.ETt-
Ttpuy-
aYLUO-
ßA.E:TtW sehe
Ttpa.oow tue
aYLa.6w heilige
Fut.
(+0)
ßA.E~W
Ttpa.~w
aYLa.Qw
Aor.
(+0)
~ßA.E~U
~TtPU~U
flYLUQU
Akt.Präs.
pf.
[
(+~)
]
[ßEßA.E~]
[TtETtPUXU ]
[1'lY LU~U]
M./P.Pf.
(+~)
ßEßA.El!1!UL
TtETtPUWUL
flYLUO~UL
Pass.Aor.
(+8)
E: ßA.E:~ll·v
E:Ttpa.~nv
f}YLa.08nv
o
Anmerkungen:
e
(§93).
1.
Labial- und Gutturalstärnrne haben in manchen Fällen starke
Aoriste (Aktiv, §l05, oder Pass. [einsilbige Labialstärnrne mit E: Ablaut> u], §l07). Zum PE.Akt.
(§108c-f) s. auch b oben.
Siehe auch §94/5.
f
2.
Die Verben auf -L6W «
-LOjw, vgl. §91b) mit zwei
oder mehr Stammsilben haben im Klass. ein kontrahiertes Futur Akt./Med . .(sog. auch §98a):
'futurum Atticum' oder 'contractum', s.
Akt. auf
-LW
Med. auf
-LOÜ~UL
(Konjugation wie das Präs. von TtOLEW, s. §87). In der Koine ist jedoch in manchen Fällen die normale sigmatische Form gebräuchlich. S. auch §96,11-18. Vgl. a. §124,1.
118
Perfekt und Plusquamperfekt Medium-Passiv der verba muta
93-94
§
Perfekt und Plusquamperfekt Medium-Passiv der verba muta
§
93
§
94
Vgl. BR §10l.
Labialstarnm
Gutturalstamm
Dentalstamm
ypacp-
npay-
nEL8-
vgl.
nE L8w überzeuge
§92a
ypacpw schreibe npaoow tue
IND.PF. Sg. l. 2. 3.
nEnpaY-l!aL
nEnEL~-!:!:.aL
+].1
YEypay!'aL
nEnpa~aL
nEnEL-oaL - -
+0
yEypa!l-:E.aL
nEnpa~-:E.aL
nE nE Lo-.aL - -
+.
YEypal!-l!aL
YEY pal!-l!E8a
nE npar.-!:!:.E8a
nEnEL~-!:!:.E8a
+].1
2.
yEypa9?-.....QE
nEnpax-.....QE
nEnEL-08E
+08
3.
YEypa!!-!!EVOL
nEnpar.-!:!:.EVOL
nEnEL~-!:!:.EVOL
+].1
dOLV 2
EtOLv 2
dOLV 2
{;-YEYpa!!-!!T]V {;-yEypa!l!.o
{;-nEnpar.-!!T]V
{;-nEnEL~-!!T]V
+].1
2.
{;-nEnpa~o
t-nETtEL-OO - -
+0
3.
t-yEypa!l-.!.O
t-nEnpa~-.!.o
t -nETtE L0-.0
+.
{;-nEnEL~-!!E8a
+].1
Pl. l.
1
1
--
PLSQPF. Sg. l.
Pl. l.
- -
{;-YEYpa!!-!!E8a {;-nEnpa:r.-!!E8a t-nEnpaX-~El
2.
{;-yEypa9?-.....QE
3.
YEYpal!-gEVO L nEnpay-gEvoL
1
lioav 2
INF.
YEypa~- _aaL
PIZ.
YEypag-!!EVO\;
1
lioav 2 nEnpäx-_aaL
1
nEnpaY-!!EVO\;
t-nETtEL-08E
+08
nEnEL~-!!EVOL
+].1
- -
lioav 2 nEnE'C-OaaL
+08
nEnEL~-gEVO\;
+].1
o zwischen zwei Konsonanten wird ausgestossen (§13f; I6b; 92a). 2
Die dritte Person des PI. wird durch Ptz.Pf.Pass. umschrieben - im Pf. mit EtaLv, im PIsgpf. mit ~oav -, da die Endungen -vTa~, -VTO nicht an konsonantische Stämme treten können (§200j; 203).
Stammformen der wichtigsten Labialstämme Vgl. BR §121,32-42; BDR §IOI.
I.
Verben mit reinem Stamm im Präsens: Seite 120
119
§
94,1-16
Formenlehre / Die Verben Stamm
Präs.
1
Fut.
ßAETt-
ßA.E~W
2. ypacpw schreibe ypacp-
ypa~w
1. ßAETtW blicke,
sehe
2 3 4 5
6
3. {]Hßw bedY'Ücke,
{]A~ß-
bedränge 4. AdTtw lasse
AE~Tt-,A~Tt-,
{]AL~W
Ad~w
AO~TtzUY'Ück 5. EyxaTaAELTtW - verlasse (wie AE LTtW ) 6. TtE]..LTtW schicke, TtE]..LTt-, TtE]..L~W
TtO]..LTt-
sende
Aor.A./M.
Pf.Akt.
Aor.Pass.
Pf.M./P.
E:ßAE~a
ßEßAEc.pa.
EßHcp{]nv
ßEßAE]..L]..La~
E:ypa~a
YEypacpa
Eypacpnv 1
yEypa]..L]..La~
E:{]A~~a
-rE{]A~cpa
E{]H ßnv 1/3
TE{]A~]..L]..La~
EA~TtOV
AEAO ~ Tta Z
EAELcp{]nV
AEAE~]..L]..La~
ETtE).J.~a
TtETtO]..Lcpa
ETtE]..Lcp{]nV
TtETtE]..L]..La~
2
E:OTpocpa 2 Eo-rpE~a O-rPECP-, OTPE~W O-rpOCP-, I E:OTpa]..L]..La~ EOTpacpnV wende (trans. ) OTpacpwende mich um (Pass. mit reflexiver Bedeutung) s. §189b; 191e.
7
7. OTPECPW drehe,
8
3.
I
ETt~OTPECPW
s.0.7. wende, bekehre (mich)
ETt~OTPE~W ETtEOTPE~a
ETtEOTPa.cpnV l
(Akt.trans.u.intr.; Pass. intr. : wende mich, bekehre mich)s.§189;191
9
9.-rpETtW wende ETt~ TPETtW
-rPETt-, TPOTt-, TpaTts.0.9.
ge-
10
10.
11
11. -rPECPW nähre,
TPE~W
1
ELPa.TtnV ETt~-rPE~W
{]pEcp-, {]pocp-, {]pacp- §14c
{]PE~W
TETpa]..L]..La~
E:mhpE~a
ETtE-rpa.TtnV
währe, erlaube ziehe auf
TETPocpa2
E:-rpE~a
1
TETPocpa
E{]pE~a 1
E-rpa.cpnv
2
TE{]pa]..L]..La~
11. Verben mit Ausgang auf -TW im Präs.
12
12. äTtTW zünde an; a.cp-
ä~w
13. ßa. Tt-rw tauche
14
ein 14. {]a.TtTW begrabe
ßacp-
ßMw
16
15. XaAUTtTW ver-
hülle 16.a.TtoxaAuTt-rw
{]acpxaAuß-
{]a~w
-
offenbare (wie
XaAUTt-rw )
ßEßa]..L]..La~
TE-racpa
E{]a~a
ELacpnv xaAu~w
I
I
-rE{]a]..L]..La~
ExaAu~a
ExaAucp{]nV
Fussnoten s. Seite 121.
120
Eßa~a
Eßa.cpnV vgl. §14c
15
ii]..L]..La ~ , ii~a ~
ncp{]nv
Y'Ühre an (Med.)
13
ii~a
xExaAU]..L]..La~
Stammformen der wichtigsten Gutturalstämme
Präs.
Stamm
§
94,17-95,6
Aor.A./M.
Pf.Akt.
Aor.Pass.
Pf.M./P.
J.f.Ae:n-, J.f.AEliJW JiAOn-,JiAan-
EJ.f.Ae:liJa
17
18. Jion"t"w schlage
Jion-
JioliJw
19. Mn"t"w werfe
pLn-
pCliJw
EJioliJa EJiOnnV I EPPLliJa EPP C<jJnv 1/3
JiEJiAO<jJa 2 JiEJ.f.AqJ.lJ,a L J.f.EJio<jJa JiEJiOlJ,lJ,aL EppL<jJa EPPLlJ,lJ,aL
JiPU<jJ-
JipuliJw
EJ.f.puliJa
J.f.EJipu<jJa
20
17. J.f.AE:TrcW stehle
Put.
(a.pLllTEW)
20. Jipun"t"w verberge I
2
~JiAa.nnV
I
EJiPußnv 1 /
3
18 19
JiEJipUlJ,lJ,aL
Aor.2 (§105; 107), bei AELllW lasse zurück (4.) im NT auch Aor.l. Pf.2 mit Ablaut (§108f; vgl. §92a/b). klass. Aor.l gebräuchlich (zur Form s. §92d).
Stammformen der wichtigsten Gutturalstämme
(s.a. §1l3,1l; 123,1-6)
§
95
Vgl. BR §121,43-55; BDR §101.
I.
Mit reinem Stamm im Präsens
1. ayw führe
ay-
aE;w
2. avoCyw öffne
-OLY-
avoCE;w
fiYayov
1
nx{]nv (klo a. avoLyvÖ)JL
nvoLE;a/ aVECjlE;a/ nVECjlE;a
[nach §122])
nvoCx{]nv/ ave:ci>x{]nv /
1
fixa !iYlJ,aL a.vECjlya
2
2
stehe offen (§189c)
aVECjlYlJ,aL (s. §71e)
nve:ci>x{]nv/ oder (NT) nvoCynv 1 nVECjlYlJ,aL 3. apxw herrsche 4. apXOlJ,aL fange
apx-
3
apE;w
!ipE;a
!ipxa !iPYlJ,aL
apx-
apE;OlJ,aL
npx{]nv npE;a.lJ,nv
!iPYlJ,aL
4
oe:X-
OE:E;OlJ,aL
~oe:E;a.lJ,nv
OE:oe:YlJ,aL
5
6
an 5. OEXOlJ,aL nehme
EOE:x{]nV
auf 6. o LWJiW verfolge OLWJi-
Fussnoten s. Seite 123.
o LwE;w
EoCwE;a
oe:oCwxa
klo Med.
~oLwx{]nv
oe:oCwYlJ,aL
121
§
95,7-18 Präs.
Stanun
I
Fut.
FormenZehre / Die Verben
I
Pf.Akt.
Aor.A./M.
Aor.Pass.
7
7. tKJd:youaL
-AEY-
tKAE!;ouaL
t!;EAE!;a.UnV
tKAEAEYuaL
-EUX-
TtPOOEU!;OuaL
TtPoonu!;a.unv
TtPOonÜyuaL
epEUY-, epuy-
epEU!;OuaL
~epuyov
epwähZe
8
8. TtPOOEUxouaL
9
9. epEUYW
bete [Ziehe
II. Stämme mit Ausgang auf
10
10. UAAa.OOW
uAAay-
ändere
11
TtEepEuya 2
1
-0000
im Präsens (vgl. §91b)
uUa.!;w
T\AAa!;a
uAAayTtOOuaL
T\AAaxa 1/6
11. Ka.aAAa.oow
liUa.ynv Ka.TtAAa!;a
versöhne
Ka.nAAa.ynv
T\AAayuaL 1
Vg1. xaTaAAayn Versöhnung
12
12. KnpUOOW
KnpUK-
Knpu!;w
verkündige
tKTtPu!;a tKnpux8nv
KEKf}pUxa
~TtAn!;a
TtETtAnya 2
KEKf}PuyuaL
Vg1. xnpul; -xos; Herold
13
I TtMy-
13. TtATtOOW
schZage, vgl.
14
14. tKTtAf}OOOuaL
15
15. TtPa.oow
16
n ~Anyn
TtM!;w E:KTtAaYf}OOuaL TtPa.!;w
~TtPa!;a
.ay-
.a.!;w
tTtpa.x8nv "E.af;a t.o.ynv 1/3
TtETtPaxa TtETtPayuaL .E.axa .E.ayuaL
epuAaK-
epUAa.!;W
tepuAa!;a
TtEepuAaxa
tepuAa.x8nv
TtEepuAayuaL
I
Ttpay-
(a immer lang) 16.
.0.0000
ordne
17
17. epUAo.OOW
TtETtAnyuaL
tTtMynv t!;ETtAa.ynv
der Schlag
TtAny-, erschrecke intro TtAaytue
1
bewache
1
Vg1. qn! Aal; -xos; wächter
III. Stämme mit Ausgang auf -600 im Präsens (vgl. §91b; s.a. 96,22) I
18
18. ßao.o.6w
ßao.ay-
trage
ßao.aö-
ßao.o.ow
tßa.o.a!;a (LXX) tßao.dxanv
Verbaladjektiv öuaßdaTaxTos; -ov schwer zu tragen Fussnoten s. Seite 123.
122
stammformen der wichtigsten DentaZstämme Präs.
Stamm
xpay-
19 • xpa!':w
schreie 20. OaATtL!':w
Fut.
xpaf;w kl. Med.
OaATt~yy-
§
95,19-96,3
Aor.A./M.
PLAkt.
Aor.Pass.
PLM./P.
~xpaf;a
xExpaya
kL EHpayov
19
2
rufe laut (Präs .Bed.)
)
wird im NT als Dentalstamm behandelt
20
trompete 2l. O-CEva!':w
o-cEvay-
o-cEvaf;w
seufze 22. O-CllPL!':W
stärke
O-CllP~B-,
O-CllPLf;w
EO-CEvaf;a
*Eo-cEvaxa
* Eo-cEvax{711v
Eo-c Eva YJ..la ~
4
E:o-cnp~f;a
Eo-cllPLX{711v
O-CllP~y-
E:O-Cnp~xa
21 22
5
E:O-Cnp~yua~
(wird im NT überwiegend als Gutturalstamm behandelt)
ocpay-
23. ocpa!':w
ocpcif;w
kl. GfjlaTTW
~ocpaf;a
EocpaYllv
*~ocpaxa )
23
~ocpayua~
schZachte Vgl. Gfjlayn Schlachtung ) Aar.2 (§105; 107); zu nyayov vgl. §72a; klo Aar.Pass. v. avoLYw: aVE0x~nv. Pf.2 mit unverändertem Stammauslaut (§lOBc; vgl. 92b); klo Pf.Akt. van avoLYw: aVE~xa habe geöffnet. 3 klass. Aar.l gebräuchlich (zur Farm s. §92d). 4 daneben EGTnpLGa. 5 daneben EGTnpLHa. Gauch nAAax~nV. 2
§96
Stammformen der wichtigsten Dentalstämme Vgl. BR §121,56-65; BDR §101.
I.
Mit reinem Stamm im Präsens
l. TtE L{7W über-
zeuge, Pass.
TtE~{7-
TtELOW
~TtE~Oa
(/Ttod}- )
TtETtE~Xa
1
(Pf.2 llE1rOL~a vertraue»)
lasse mich überzeugen, gehorche
ETtELO{711v
TtETtE ~oua~ ) bin überzeugt
2.
cpELBoua~ schon~
3.
cpE~B-
cpELooua~
EcpE~oaUllv
l\JEuooua~
El\JEuoaUllv
2
verschone
l\JEuBoua~
l\JEuB-
~l\JEuoua~
Züge ) Vgl. §lB9c; 200b.
123
3
§
96,4-16
Formenlehre / Die Verben
Präs.
Aor.A./M. Aor.Pass.
Fut.
Stamm
11. Verben, die im Präs. auf
-a~w,
-G~w,
-u~w
Pf . Akt . Pf.M./P.
auslauten, vgl.
§91b (sehr zahlreich) a)
auf
-a~w:
4
4. ay La~w heilige
ay Wo-
aYLaow
TlY l.aoa
5
5.ayopa~w
ayopao-
ayopaow
-';YLaOallV nyopaoa
6
6.
ooEaow
nyopaoallV EooEaoa
nyOpary,J.aL oEooEa}(a
EooEaoallV
oEo6Eary,J.aL dpyary,J.aL
kaufe
ooEa~w
verherr- ooEao-
nyopa}(a
I
preise
liehe,
EPya~o~aL
7
7.
8
8.o0}(L~a~W
9
9.
10
TlY l.a}(a -';y[ary,J.aL
EPyaoo~aL
Epyao-
arbeite E;1:0L~a~W
lO.aau~a~w
b)
auf
prüfe maehe bereit bewundere
-G~w,
Er.pyaoa~llv (a.
n-;
- entsprechend I
- entsprechend - entsprechend -
mehrsilbige Stämme (vgl. §92f):.
aal mit Fut. auf -LW:
11
EÄnl.~W
11.
hoffe
EÄnLO-
EÄn~w,-E'C~
nÄnLoa nÄnl.OallV
12 13
12.Eyyl.~w nahe 13. }(aaap l. ~w
reinige
nÄnL}(a *nÄnLo~aL
nYYL}(a nYYLoa EYYLW EYYLO}(aaapLO- }(aaapLW od E}(aaapLOa *}(E}(aaapL}(a }(aaapl.ow *E}(aaapl.OallV*}(E}(aaa.PLry,J.aL
bb) mit sigmatischem Futur:
14
14.
ßan1:l.~w
taufe
ßan1:LO-
ßan1:l.ow
Eßan1:Wa
ßEßa.n1:L}(a
15
15.
YVWpl.~W
tue
YVWPLO-
YVWpl.OW
Eßan1:l.0allV EYVwpLOa
ßEßa.n1:Lry,J.aL EyvwpL}(a
EYVWpl.OallV
EYVWpLO~aL
EuaYYEÄl.-
EUllYYEÄL-
EUllYYEÄLO-
oo~aL
oa.~nv
~aL
kund, offenbare
16
'6.
EUaYYEÄl.~O~aL
-aYYE-
verkündige Froh-
ALO-
botschaft
EUllYYEÄl.O811v
124
I
§71d)
Das FTäsens der verba liquida
Präs.
§
Stamm
Fut. !
Aor.A./M. !Aor.pass.
96,17-97a Pf.Akt. Pf.M./P.
! "
17.
xapL!:oua~
xap~o-
schenke aus Gna-·
xapLooua~
Exap~Oa.unv
Med.t Pass ....
IhapLO{}nV
Ke;xa.p~aua~
17
den
cc) mit einer Stammsilbe: 18. Kr(!:W erschaffe
wc~o-
(Xl:
c)
18
EWC ~aa
Kl:LOW
La{}nV
EK"'C~oua~
auf -u!:w: Eyoyyuoa
yoyyuow
19. yoyyu!:w murre
19
III. Dentalstarnrn auf -oow im Präsens: 20. TtA.a.oow formel
bilde3
TtA.a{}-
ETtA.aOa ETtA.a.O{}nv
TtETtA.aKa
Eowoa EOW8nv npnaoa ";PTta.o{}nv
OEOWKa
TtA.a.aw
20
TtETtA.aaua~
IV. Mit zwei Stämmen 21.oci>!:w rette 22. apTta.!:w raube (vgl. §95,l8-22) I 2 3
OCjlO-, owapTtaoapnay-
owow apTta.ow apTtaynOoua ~ 2
21
OEOCjlaua~
npTtaKa
22
npTtaaua~
";POOYTlV 3
Vgl. (a) 'Plastik', (b) ~nAo~Ad~o~ Töpfer. Fut.2 Pass. (s. §107i). Aor.2 Pass. (s. §107i/g).
3, Die
ver b a
liquida
Das Präsens der verba liquida
§
97
Vgl. BR §l03; BDR §72f.
I.
a
Verba liquida sind Verben, die als Stammauslaut eine
Liquida haben (A., p und u, v, s. §3).
125
§
97b-98a
11. Der
Fo~enlehre
/ Die Verben
Prä sen s s t a m m kann mit dem Verbalstamm iden-
tisch sein, meistens geht er jedoch auf eine erweiterte Form zurück (vgl. §75a-g):
b
C
1.
2.
Re i ne r
S t am m
ist im Präsens selten:
Verbalstanun
Präs.St.
]J.EV-
wtv-w
bleibe
OEP-
OEP-W
schinde, prügle
Bei den meisten verba liquida war das Präsens
s p r ü n g 1 ich
dur c h
j
e r we i t e r t
u r -
(s. §12). Die-
ses alte j bewirkte im Präsens folgende Veränderungen (§12c; lOd; vgl. 75b): a)
Präs.St.
j-Stamm
Verbalstamm
Verdoppelung des auslautenden A: a.YYE~W
a.YYEA-
melde
(vgl. äYYEAO~ Bote)
b)
Dehnung des kurzen Stammvokals der einzigen bzw. der zwei-
ten Silbe od. Epenthese (Nachvornespringen) des j:
TEV-
TELVW
TEVjw
(vgl. E:JnEVri~ angespannt)
(Dehnung, vg1. §2c)
tyEpjw
EYEP-
(vgl. EYEPOL~ Auferweckung)
xptv-
xpfvw
xptvjw
richte
(Dehnung)
(vgl. Mptvw Fut.)
xa8apjw
reinige
xa8aLpw (Epenthese)
(vgl. Ma11ap6~ rein)
§
wecke auf
EyfiQW (Dehnung)
xa8ap-
spanne
98 Futur und Aorist Akt./Med. der verba liquida Vgl. BR §104f.
a
1.
F u t u r
Akt i v
und Me d i um
(futurum contractum;
vgl. §92f). Der reine Stamm wird erweitert durch E:
a.YYEAEOW
>
a.YYEAEW
>
a.YYEA~
ich werde melden
(s. §13e)
K 0 n j u g i er t Opt. siehe dort).
126
wie
TtOLEW:
TtOLW
(s. §87; Inf., Ptz. und
§ 9.8b-c
Futur und Aorist Aktiv und Medium der verba liquida Aktiv
Medium
crn::Ä-iii
cn;e::Ä-OÜ-].La.L
2.
cr.e::Ä-e::tl;
cr.e::Ä-ij
3.
cr.e::Ä-e::t
cr.e::Ä-e::t-.a.L
Sg.l.
cr.e::Ä-OÜ-].Le::v
cr.e::Ä-ou-].Le::8a.
2.
cr.e::Ä-e::t-.e::
cr.e::Ä-e::t-cr8e::
3.
cr.e::Ä-oücrLv
cr.e::Ä-OÜ-V.a.L
Pl.l.
und Me d i um: 2. Aorist Aktiv Das Tempuszeichen (§68d) cr fällt weg und bewirkt Ersatzdeh-
b
nung des Vokals in der vorausgehenden Stammsilbe (s. §IOb; 13h) •
Präsens
stamm
Aorist
leuchte cpa.LVW weide nOL].La.LvW d,yye:ÄÄw melde säe crne::LPw xplvw richte crxÄTJP;:;vw verhärte
CPö,vnOL].Lö,vd,yye::Äcrne::pxptv-
g-cpav-a. E-nOL].La.v-a. nyye::LÄ-a E-crne::LP-a E-xpl:v-a e::-crxÄripüv-a
crxÄTJPÜV-
Gedehnt wird:
0.>0. 1 ä>a. e:: > e::L e:: > e::L v L > -L ...u> -u
1 klass. nur nach E, L, p, sonst> n (also auch ~-~~v-a); vgl. §llg.
3.
Paradigma
a)
Akt i v :
cr.EÄÄW sende Aor.Akt. und Med.
c IMPERATIV
INDI KATIV
KONJUNKTIV
OPTATIV
f-cr.e::LÄ-a.
cr.e::LÄ-w
cr.e::LÄ-aL-].LL
2.
f-cr.e::LÄ-a-1;
cr. e::L Ä-T,l I;
cr.e::LÄ-a.L-1;
cr.e::tÄ-ov
3.
f-cr.e::LÄ-e::-V
cr.e::LÄ-T,l
cr.e::LÄ-aL
cr.e::LÄ-d,-.W
Sg.l.
PI.I. 2. 3.
€::-cr.e::LÄ-a-].Le::v cr.e::LÄ-W-].Le::v
cr.e::LÄ-aL-].Le::v
€::-cr.e::LÄ-a.-.e::
cr.e::LÄ-TJ-.e::
cr.e::LÄ-a.L-.e::
cr.e::LÄ-a-.e::
f-cr.e::LÄ-a-v
cr.e::LÄ-W-crLV
cr.e::LÄ-aL-e::v
cr.e::LÄ-d,-.w-crav 1
INFINITIV cr.e::tÄ-aL
PARTIZIP
cr.e::LÄal;, cr.e::tÄav,
1
kl. -dv-rwv (§70).
-aV.OI;
cr.e::LÄacra, -dcrTJI; -a.V.OI;
127
98d-99
§
d
b)
Formenlehre / Die Verben
M e d i um
INDI KATIV t-O-rE~A.-ci.-jJ.TlV
Sg.l.
2. t-O-rELA.-W
1
3. t-o-rELA.-a--ro
IMPERATIV
KONJUNKTIV
OPTATIV
O-rELA.-w-jJ.a~
o-rE~A.-aL-jJ.TlV
O-rELA.-lJ
o-rELA.-a~-O
o-rE'CA.-a~
O-rELA.-Tl--ra~
o-rELA.-a~--ro
O-rE~A.-ci.-O{Jw
E-o-rE~A.-ci.-jJ.E{Ja O-rE~A.-w-jJ.E{Ja o-rE~A.-aL-jJ.E{Ja
Pl.l.
2. t-o-rELA.-a-o{JE
O-rELA.-Tl-O{JE
o-rELA.-a~-o{JE
o-rELA.-a-o{JE
3. t-o-rELA.-a-v-ro
O-rELA.-W-v-ra~
o-rELA.-a~-v-ro
O-rE ~A.-ci.-o{Jw-oU\,
PARTIZIP
O-rE~A.-ci.-jJ.EVO!;
,
INFINITIV
o-rE~A.-a-jJ.EVTl
o-rELA.-a-o{Ja~
i
O-rE~A.-ci.-jJ.EVOV
I
-a-oo (vgl. §70; Seite 98, FN3). klo -aobwv (§70).
1< 2
§
99 Perfekt und Plusquamperfekt Medium-Passiv der verba liquida Vgl. BR §l06.
a.yyEA.A.W melde (st.
ayyd-)
jJ.~aLvw
beflecke (St.
IND.PF. Sg.l.
r;YYEA.-jJ.a~
jJ.E-jJ.Lal!:-l!:a~
2.
r;YYEA.-Oa~
(jJ.E-jJ.La~-2a~)
3. r;YYEA.--ra~
jJ.E-jJ.~ci.l!:-l!:E{Ja2 jJ.E-jJ.La~-~El
2. r;YYE~-~El nYYEA.-jJ.EVO~
E LOLV 3
ELOLV 3
(E-jJ.E-jJ.La~-2o) t-jJ.E-jJ.La~-:I0
3. r;YYEA.--rO
t-jJ.E-jJ.~ci.l!:-l!:E{Ja2
Pl.l. nyyEA.-jJ.E{Ja
E-jJ.E-jJ.La~-~El
2. r;YYE~-~El nYYEA.-jJ.EVO~
INF.
nYYE~-~a~
PTZ.
T1YYEA.-jJ.EVO!;
1
i'ioav
3
jJ.E-jJ.~al!:-l!:Evo ~2
i'ioav 3
jJ.E-jJ.~ci.~-~a~ 1
jJ.E-jJ.~al!:-l!:EVO!;2
o fällt zwischen zwei Konsonanten aus (§l3f). (§l5f; l6c); klo >Oll (gegen die Lautregel) , vgl. BR §20,l, Anm. 3; BDR §72,2. 3 Vgl. §93, FN 2.
V+1l > Illl
128
jJ.E-jJ.~al!:-l!:Evo ~2 t-jJ.E-jJ.~ci.l!:-l!:TlV2
PLSQPF. Sg.l. nyyEA.-jJ.TlV 2. r;YYEA.-OO
3.
2
jJ.E-jJ.La~-:Ia~
Pl.l. nyyEA.-jJ.E{Ja 3.
Il~av-)
BeispieZe für TempusbiZdung der verba Ziquida
§
100-101,5
Beispiele für Tempusbildung der verba liquida
§
100
Vgl. BR §105; 121,66ff; BDR §76; 101.
ayy EA.A.W
01: EA.A.w
onELpw
aCpw
meZde
sende
Stamm ....
">Ha Lvw befZecke j..LLav-
aYYEA.-
01: EA.-
säe onEp-
hebe ap-
Akt.Fut.
)..L~avw,
aYYEA.W,
O-rEA.W,
onEpw,
apw,
)..L~aVEL!;
aYYEA.EL!; O1:EA.EL!;
OTIEPEL!;
E)..LLä.va
fiYYE~A.a
Eo-rE~A.a
EonE~pa
)..LE)..LLayxa 1
fiYYEA.Xa
Eo-raA.Xa 3 Eonapxa 3
)..LE)..LLa)..L)..La~2
fiYYEA.)..La~
E)..L~a.V{}TjV
nyyEA.TjV
Aor. Pf. Med./Pass. pf. Aor.
2
4
OEPW prügZe OEP-
OEPW, apEL!; OEPEL!; npa npxa
EOE~pa
oEoapxa 3
np)..La~ oEoap)..La~
EO-CaA.)..La~
Eonap)..La~
Eo-ca.A. TjV 4
Eona.pTjV 4 fip{}TjV EOa.PTjV
4
Stammauslautendes v wird vor x zu Y (gutturalem Nasal;vgl. §16c). Stammauslautendes v wird vor ~ zu ~ (§16c). Die einsilbigen Stämme mit E haben vom Pf. Akt . .an Ablaut: crTIEP: Schwundstufe crTI] > crTIap (vgl. §B, bes. die FNl; 107d; 10Be/f). Aor.2 Pass. (§107, bes. j); klo Aor.l Pass. von ayycAAw: nyycABnv.
Stammformen von Stämmen auf
§10l
(s. a. §123,7)
-11.
Vgl. BR §121,69f.77; BDR §101.
Präs.
l.a.nayyEA.A.W berichte 2.
EnayyEA.A.O)..La~
verheisse
3. ßa.A.A.W werfe 4.anoo-rEA.A.W entsende
5.
EV-CEA.A.O)..La~
beauftrage
Stamm
Fut.
Aor.A./M. Aor.Pass.
Pf.Akt. Pf.M./P.
-aYYEA.- anaYYEA.W,-EL!; am;YYE ~A.a
1
vgl. §100
-aYYEA.-
EnaYYEA.OÜ)..La~
,
EnTjYYE~A.a.)..LTjV Em;YYEA.)..La~
-f.i ßaA.W,-EL!; ßaA.-, ßA.Tj-O-CEA.-, anOO-CEA.W,-EL!; -o-raA.--CEA.-, E:V-CEA.OÜ)..La~ ,-f.i --caA.-
EßaA.OV EßA.n{}TjV anEO-CELA.a anEo-ca.A.TjV
ßEßA.TjXa ßEßA.Tj)..LaL anEo-raA.xa anEO-CaA.)..LaL
EVE-rELAa.)..LTjV
EV-CE-CaA.)..La~
129
2
3 4
5
101,6-102,8
§
Präs.
6
6.
ä.>..>..a]la~
FormenLehre / Die Verben
Fut.
Stamm
Aar.Pass.
Pf.M. Ip.
I
f)>"O]lnV
springe
§
Pf.Akt.
f)>..a.]lTlV od.
a.>..au]la~
(1)..-
Aar .A. IM.
102 Stammformen von Stämmen auf
-v (s. a. §l23,8)
Vgl. BR §l2l,7l-73.78-80; BDR §lOl.
1
I.
Ohne Ablaut
a)
Mit reinem Stamm im Präs.; Stammerweiterung mit -n im Pf.Akt e;]lE~Va
I. ]lfVW bleibe b)
Mit kurzem a in der Stammsilbe:
2
2.
Eueppa[va]la~
3
3.
]l~aCvw
-eppav-
Eueppav3f]oa]la~
Tlueppa.v3nv
]l~av-
]l~avw
E]lCä,va
]lE]lCayxa
E]l~a.v3Tlv
]lE]lCa]l]la~5
I
freue mich befZecke
4
4. EnpaCvw
Enpav-
Enpavw,
-Et:~
mache dürr; vertrockne (Pass. )
5
5.
Tta~]laCvw
Tta~]lav-
Tta~]laVW,-Et:~
I I
EEf]pava EEf]pa]l]la~5
EETlpa.v3nv ETta L]lava 2
weide
6
On]lavw,
6. OTl]laLVW gebe On].iUV-
-Et:~
ein Zeichen
7
7. cpaLVW scheine. cpav-
cpavw,
-Et:~
Leuchte (intr. ) [klo zeige];
6
E01~]läva 2
OE O1;]layxa
Eon]la.v3nv e;cpäva 2
(oEof]]laO]la~)
Ecpci.vnv
(TtEcpaO]la~
TtEepayxa 4
3
)
erscheine (Pass. )
8
8. xEpoaCvw gewinne
XEpoav- XEpoavw od. XEPOTl-
1
XEPOf]ow 1
ExEpoä,va 2 od. XEXEPonxa 1
EXEPOnoa 1 EXEpof]3nv
1
XEXEpOTl]la~
1
Im NT ist der zweite stamm vorherrschend. KI. n statt a des stammes (vgl. §98b, FNl). 3 Kl. €~clv~nv wurde gezeigt, E~clvnv (Aor.2, vgl. §I07) erschien. KI. rrE~ayxa habe gezeigt (~aLvw zeige), rrE~nva bin erschienen (~aLvo~aL erscheine). 5 Klo -a~aL (vglo §99, Anm. 2). 6 NT Ix Fut.Med. (sonst Pass.) w. erscheinen. 2
130
Stammformen von Stämmen auf -p
§
Präs.
102,9-103,3
IAoroAo/Mo Aor.Pass.
c)
Mit kurzem L in der Stammsilbe:
9. xA,7vw lehne,
xA.t-
neige 10. XPLVW
1
XA,LVW,-EL!; EXA,!: va
2
XPLV-, xpt- 2
richte d)
XA,LV-,
tXA,CÖTlV 1
9
XEXA,LXa XEXA,LuaL
XPLVW,-EL!; EXPLva
10
xExPLxa
hpCöTlV
xExptuaL
Mit kurzem u in der Stammsilbe:
OJ.(.A,TlPUV- OJ.(.A,TlPüvw,
11. OJ.(.A,TlP6vw
-EL!;
verhärte
11
tOJ.(.A.1'}puva tOJ.(.A,TlP?)VÖTlv
11. v-Stämme mit Ablaut (vgl. §lOO, Anrn. 3; l08e): 12. anOXl:ELVW NF allOJHEvvW
-Xl:EV-,
anOXl:EVW, -Er!;
-Xl:OV
anEXl:ELVa anEXl:2:VÖTlV
12
anEXl:OVa 3
töte 1
Präs.; Fut.Akt./Med.; Aor.Akt./Med.
2
pf.; Aor.Pass.
3 K1ass. allE0uvov; als pf. Pass. TE0vn)(u (vgl. §1ll,3).
Stammformen von Stämmen auf
§
-P
103
Vgl. BR §l21,66-68.75f; BDR §l01.
I.
Mit a als Stammsilbe, ohne Ablaut
1. aLpw
ap-
2. xaöaLpw
1
xaöap-
E
xaöapw, -EL!;
reinige 11. Mit
apw, -EL!;
hebe
1
!ipa
!ipxa
npÖllv
!ipuaL
ha.3Ö.pa
xExa.öapxa
txaöa.pöTlv
XExa.8apuaL
2
in der Stammsilbe und Ablaut (vorn Pf.Akt. an; vgl.
§lOO, Anrn. 3; l08e; mit Aor.2 Pass., §l07j):
3. OEPW prügle
OEP-, oap-
OEPW, -EL!;
EOELpa
oEo~pxa
toa.PTlV
oEo~puaL
1 Aehnlich, aber mit z.T. unregelmässigen Formen, ist XULPW freue m., Aor.2 Pass. ExapnV freute m. (!), dazu Fut.Med. xupnao~uL werde m. freuen (!) (§107j/g; kl. Fut.Akt. XULpnaw, a. Pf.Akt. )(Sxapn)(u).
3
131
103,4-105a
§
Formenlehre / Die Verben
I
Präs.
4
Aor.A./M.
4. am: Cpw
OTtEP-, OTtUp-
säe
111. Mit
5
E
OTtEPW-, -Er!;
Pf.M./P.
EOTtELPU
EOTtQ:PXU
EOTtQ'pTlV
EOTtQ:P].J.UL
in der Stammsilbe, ohne Ablaut
5. EyECpw
EYEPW,
IEYEP-
wecke/richte auf
6
IPf.Akt.
Aor.Pass.
6. EYECPO].J.UL wache auf
-Er!;
EYEP-
EYEp{}n-
(Eyp- ,
aO].J.uL
Eyop- )
nYELPu
EYTlYEPXU 1
ny Ep{}TlV
EynYEp].J.UL
1
ny Ep{}TlV
EynYEp].J.UL
1
(klo nYPolJn v )
(klo Eyprlyopa bin wach; §189c)
(klo Med.)
'Attische' Reduplikation (§72g).
4. Die §
starken
T e mp 0 r a
(Aorist 2 / Perfekt 2)
104 Vorbemerkungen Vgl. BR §l08.
'Starke Tempora' sind Tempora, die ohne besonderes Tempuszeichen aus dem Verbalstamm (oder der Verbalwurzel) gebildet werden (vgl. §68d).
Ausser dem immer starken Pf.Med./Pass.
handelt es sich um a)
den thematischen starken Aorist Aktiv und Medium (§l05);
b)
die Wurzelaoriste (§l06);
c)
den starken Aorist Passiv und das von ihm gebildete Futur
(§l07) ;
§
d)
das starke Perfekt und Plusquamperfekt Aktiv (§l08);
e)
die Wurzelperfekte (§l09).
105 Der thematische starke Aorist Aktiv und Medium Vgl. BR §l09; BDR §75; 81.
a
1.
132
Er fügt an den reinen Stamm die
Th e ma v
0
k a l e (Bil-
Der thematische starke Aorist Aktiv und Medium
§
105b-e
devokale, §68e) E/o, z. B. zu ßa.A.A.W werfe, Stamm ßaA-: ~-ßaA-.Q-\I ich warf ~-ßaA-§.-!; du warfst (Dagegen ist das Imperfekt vom Präsensstamm gebildet:
du warfst) ~-ßaA.A.-§.-!; ich warf Aus g ä n ge stimmen im Indikativ mit dem Im per -
~-ßaAA-.Q-\I
2.
Die
f e k t
b
überein, sonst mit den entsprechenden Formen des
Präsens Vier Formen aber haben abweichenden Komposita gültig)
A k zen t
(auch für
(vgl. §74):
Aktiv Infinitiv und Partizip: ßaAEL\I
(Präs. ß~ne:L.\!)
ßaA~\I
(Präs. ß~nW\!)
Medium Infinitiv und 2. Sg. Imperativ: ßaA~o8aL
3.
(Präs. ß~ne:o-aaL.)
ßaAOÜ
(Präs.
ß~nou)
Der Stamm hat bei manchen Verben Schwundstufe, s. §8d-g):
lasse zurück
~-A~n;-O\l
liess zurück
fliehe
~-CP~y-o\l
floh
STARKER AORIST AKTIV IND,PRÄS, KONJUNKTIV OPTATIV Sg.l. e:ßaAO\l 2. e:ßaAE!; 3. e:ßaAE\I Pl.l. Eßa.AOUE\I 2. Eßa.AE1:E 3. e:ßaAO\l
ßa.AW ßa.AT,l!; ßa.AT,l ßa.AWUE\I ßa.All1:E ßa.AWOL\I
INFINITIV ßaAEL\I
ßa.AOLUL ßa.AOL!; ßa.AOL ßa.AOLUE\I ßa.AOL1:E ßa.AOLE\I «
ßa.AwuaL ßa.AT,l 3. Eßa.AE1:0 ßa.All1:aL Pl.l. EßaA6uE8a ßaAwUE8a 2. Eßa.AE08E ßa.Al108E 3. Eßa.AO\l1:0' ßa.AW\l1:aL 2. Eßa.AOU
d
PARTIZIP ßaA~\I
ßa.AE ßaAhw ßa.AE1:E ßaAlhwoa\l2
-~\l1:0!;
ßaAoüoa -OUOll!; ßaA~Y -~\l1:0!;
-tE\I)
STARKER AORIST MEDIUM IND,PRÄS, KONJUNKTIV OPTATIV 8g.1. EßaA6Ull\l
IMPERATIV
ßaAoCUll\l ßa.AOLO ßa.AOL1:0 ßaAoCUE8a ßa.AOL08E ßa.AOL\l1:0
e IMPERATIV
PARTIZIP
ßaAoü 1 ßaAEo8w
ßaA6UE\lO!; ßaAOUE\lll ßaA6UE\lO\l usw.
ßa.AE08E • 3 ßaAEo8woa\l
INFINITIV ßaA!o8aL 1 <-EO< -EOO (§70, Anm.9). 2 kl. -OVTW\! (§70). 3 kl. -Eo-aw\! (§70). nachkl. (bes. a. LXX) a. -ooa\! (§70, Anm. 5).
4
C
133
§
f
l05f-g
Die
Formenlehre / Die Verben
wie h t i g s t e n
Ve rb e n
mit starkem Aorist Aktiv
und Medium im NT: Aorist 2
Präsens a.yw
fUhre
atpEw
nehme
dAOV §113,1
aj.Lapl:a:vw
sUndige
ijj.Lapl:ov §1l0, 7
cmo8vi.Jaxw
sterbe
anE8avov §lll, 3
r;yayov
§95,1
ßcl.Hw
werfe
EßaAov §101,3
yCVOj.LaL
werde
EYEVOj.LllV §112,7
EPXOj.LaL
komme
!jA8ov §113,3
Eo8Cw
esse
Ecpayov
od. n].L(:l.pl:llOa
Imp.2.Sg. EA8E!
§113, 4
EUPCaxw
finde
EUPOV §111,4
EXW
habe
EOXOV §113, 5
Aaj.Lßavw
nehme
EAaßov
)..,Eyw
sage
E '[ nov §113, 7
Imp. 2 • Sg . Ei. nE od. EAE Ll/Ia
§110, 13
Adnw
lasse
EALnov §94,4
j.Lav8avw
lerne
Ej.La8ov §110, 18
anOAAUj.LaL
gehe zugrunde
anWAOj.LllV §123, 7
opaw
sehe
E'[ÖOV §113,8
naoxw
leide
Ena80v §113, 9
nCvw
trinke
EnLOV
nCnl:w
faZZe
EnEOOV §113, 10
l:CXl:W
gebäre
El: EXOV §113, 11
trage
f\VEYXOV §113, 14
fliehe
ECPUYOV §95,9
(kl. Imp.2.Sg. EUP{)!
St. OX- (ohne
E:t
(kl. Imp.2.Sg. AaßE)! !
(klo Imp.2.Sg. L6E')!
§1l0,3
Die Komposita sind jedoch normal betont. 2Imp.2.Sg. aXE~ [!]lvgl. §119b. Anmerkungen:
9
1. In der Koine (vereinzelt schon im Klass.) wird manchmal der Stamm des Aor.2 mit dem Kennvokal a (§68f) und den Endungen des Aor.l (§76-79) gebildet (vgl. BR §1141 BDR §81), z.B.: E[~-a statt E[~-O-V ich sagte T T E~~-a-~ statt E~~-E-S; du sagtest EL~-a-J.lEV statt ELn-O-l.lEV wir sagten ELTC-a-TE statt ELlt-E-TE ihr sagtet T E~ll-a-V statt E[~-O-V sie sagten (Inf. aber immer auf -EGV, Imp.2.Sg. fast immer -E, Ptz.Akt. fast immer -wv)
Vgl. §116, FN25, für vereinzelte Formen, die das Umgekehrte aufweisen.
134
Die WurzeZaoriste
§
105h-106d h
2. EinzelneAoriste (Akt./Med.) sind zwar ohne Tempuszeichen 0 (§68d), werden aber mit dem Kennvokal a + Aor.l-Endungen gebildet: XEw gi esse E-X~ (§88,12/13) ~Epw trage nVEY~ neben nVEYx-o-V Vgl. auch: (§113,14) TL~n~L setze E-~n~ (nur Ind.Akt., s. §116; 119) Ln~L sende n~ (nur Ind.Akt., s. §116; 119) 6L6w~L gebe E-6wx-a -(nur Ind.Akt., s. §116; 119)
Die Wurzelaoriste
§
106
Vgl. BR §llO; BDR §95.
1.
Beim Wurzelaorist ist der S tarn m der
Wu r z e 1
a
gleich. Diese endet immer mit einem langen Vokal. 2.
Die
End u n gen werden u n mit t e l bar
(also ohne
b
Bildesilbe, vg1. §68g) an den langen Vokal der Wurzel angehängt. Sie wird nur vor einem Vokal (also im Opt.) und vor -V1:
(also im Ptz.) gekürzt: 01:9: Ln- V
möge ich treten 01:Q,-V1:-0!;
eines Tretenden
ß9: Ln- V
möge ich gehen ßQ,-V1:-0!;
eines Gehenden
YV2 Ln- v
möge ich erken- YVQ-V1:-0!;
eines Erkennenden
nen 3.
Die
F 1 e x ion
Aor.Pass.
4.
c
ist dieselbe wie die des (schwachen)
(vg1. §78; 70, Anm. 11):
Ind. Sg.l.
-v
P1.1.
-j.1e:v
2.
-!;
2.
3.
--
3.
-1:e: -oav
Als seltene (je 1x im NT) Wurzelaoriste sind noch zu
d
nennen: Präsens
Stamm
Futur
Aorist
tppunv
M:w fZiesse
(vgl. §71b)
(§88,11)
öuw gehe unter öu-
öuow
gÖUV od.
Eöuoa
(Sonne) a. 6uvw (§80,11) Vgl. a. §110,5; 124,2.
135
§
l06e
Formenlehre / Die Verben
Ea-CT]V stellte EßT]V schritt, mich, trat ging a-CT]-, a-caßT]-, ßar a-cajJ.a LvgL §1l8 ßal.vw
e stamm ....
EßnV
IND, Sg .1. Ea-CT]V
2. Ea-CT]!;;
Eßn!;; EßT] EßT]jJ.EV
Ea-Cn Pl.l. Ea-CT]jJ.Ev 2. Ea-CT],E 3.
Eßn-CE EßT]aaV
3. Ea-CT]aaV
EYVWV erkannte YVW-, yvoYL VWffii.W EYVWV EYVW!;; EYVW EYVWjJ.EV EYVW-CE Eyvwaav yvw «yvWw)
2. a,ij!;; (vgl. §84c) ßij!;; (vgl. §84c) 3. a-cij Pl.l. a-cwjJ.Ev 2. a-cfj,E
3. a-cwaLv
OPT,
YVWjJ.EV
ßfi-ce: ßwaLv
YVW-CE yvwaL v
ßaCT]V ßaCT]!;;
2. a-cat-cE
ßat-cE
YVOl.T]V YVOl.T]!;; YVOLT] yvotjJ.EV yvot,E
3. a-catEv
ßatEv
YVOtEV
Sg.l. a-cal.T]v
!
2. a-cal.T]!;;
!
3. a-cal. n ! Pl.l. a-catjJ.Ev
I MP, Sg. 2. a,f)ß L (a.
ßaCn ßatjJ.Ev
-GTCl) 1
3. a,r1-rw
Pl.2. a,f),E 3. a-cn-cwaav 2
PART,Mask. a-ca!;; Gen. Fern. Gen. Ntr.
Gen.
a-caV-Co!;; a-cä.aa a-caaT]!;; a-cav a-cav,o!;;
ßfiß L ßr;-cw
(a. -Sa) 1 (a.-SaHll) 1
yvwß L YVw,w
ßfi-CE (a.-SaTE)I ßn-cwaav 2 ßfivaL
yvwvaL
ßa!;; ßav-co!;;
YVOV-CO!;;
ßä.aa ßaaT]!;; ßdv ßav,o!;;
Koine-Formen (nur in Komposita). 2 klo GTaVTWV, SavTwv, YVOVTWV
136
yviji!;; (vgl. §ll) yviji «yvot)
ßij ßWjJ.EV
(vgl. §70).
yVOU!;; yvoüaa yvouan!;; yvov yVOV-CO!;;
Starker Aorist Passiv und von ihm gebiZdetes Futur
§
106f-107f f
Stammformen: Präsens
Futur
i:aLalla~
aLnaOlla~
~aTT1v
~aLnxa
(vgl. §120, 5)
ßaCvw
ßnaolla~
gßnv
ßEßnxa
(s. §1l0,1)
y~vwaxw
yvwaolla~
~yvwv
~yvwxa
e:yvwa&nv
~yvwalla~ (s. §11l,8)
Aorist
Perfekt
Starker Aorist Passiv und von ihm gebildetes Futur
§
107
Vgl. BR §lll; BDR §76.
1.
Er unterscheidet sich vom schwachen Aor.Pass. nur durch
das
Feh 1 e n
des
a
in der Bildesilbe (§68g).
Diese ist -n (Kennvokal, §68f) , vor Vokalen und -VL gekürzt zu E:
e:-ypap-n zu 2.
ypa$W
St. ypaep-
schreibe
Die 2. Sg. Imp. zeigt die ursprüngliche
End u n g
- & ~
b
(wegen Wegfalls der Aspirata in der Bildesilbe -an, vgl. §70; 79f) : ypaep-n-&~
3.
Der
(aber 1[c(L6EU-!Il-~L)
S tarn mau s 1 a u t
Werde geschrieben! bleibt gewöhnlich unverändert,
C
vgl. die entsprechenden Nominalbildungen: Aor.2 Pass.
Präsens
xaL-nAAay-n-v xaLaAAaaaw
Verbalstamm
Nominalbeispiel
-aAAay-
n xaLaAAa1.n
versöhne
4.
e:-Lap-n- V
&aTHw
(s. §14c)
begrabe
die Versöhnung
-&ap-
0 Ldpo!;
(s. §14c)
das Grab
Ein s i 1 b i geStämme mit Stammvokal
Schwundstufe (§8, bes. die, FNl; 100,
E
d
haben die
Anm. 3; s.a. §94,8-11; 103,3.4):
aLpEep, aLpoep,
aL~ep
>
aLp~ep
drehe/wende mich 5.
Man c h e
sc h e
starke Aor .Pass. haben
nichtpassivi-
e
(intransitive) Bedeutung, so (s.a. §191e):
t-epav-n-v
erschien
cpaCvoua~
werde sichtbar, zeige mich
6.
Der starke Aor. Pass. findet sich
nur
bei Verben, die
im Aktiv keinen starken Aorist haben.
137
f
§
9
l07g-j
FormenZehre / Die Vepben
7.
Vorkommen
8•
Das
s t a r k e
bei Labial-,Guttural- und Liquidastämmen. F u t u r
Pas s i v
wird leicht vom
starken Aorist her gebildet (vgl. §68g; 79g), so: Präsens
Aor.2 Pass.
ypacpw
E-ypa~-n-v
schreibe
wupde
Fut.2 Pass. ypa~-n-QQ-~L
wepde geschrieben wepden
geschrieben W ich t i g s t e
Ver ben mit starkem Aorist Passiv:
Präsens
h
a)
ypacpw
schpeibe
Eypa~nV
Mn.w
begrobe
E.a~nv
8ALßW xAEn.w x6n.w xpun.w pCn"tw a.pEcpw
bed:I'ücke
'PEnw 'PECPW
1
j
b)
c)
138
Aorist 2 Passiv
Labialstämme (§94)
vepbepge
E8ALßnV 1 EXAannV Ex6nnv EXpUßnV 1
wepfe
E'ppL~nvl
wende mich
Ea.pa.~nv
wende
E"tpa.nnv
e:mähre
E.pa.~nv
stehZe schZage
wandte mich (vgl. o.e)
Gutturalstämme (§95)
aAAaaaw
ändepe
apnd.~w
paube
aVOLYw nAnaaw
öffne schZage
ExnAnaao~L
epschrecke intro
nAAaynv 1 npna.ynv nvoLynv 1 EnMynv EEEnAa.ynv
a~a~w
schZachte, töte
Ea~ynv
s. §96,22
epschrak (vgl.o.e)
Liquidastämme (§lOO-l03)
aYYEAAw anoa.EAAw OEPW OTtELPW
meZde
säe
nYYEAnv 1 anEO"taAnV Eoapnv Eancipnv
~LVO~L
epscheine
E~vnv
xaLPw
fpeue mich
hapnv
entsende pT'ÜgZe
1
fpeute mich (vgl.o.e)
Aor.l ebenfalls bezeugt.
Starkes Perfekt und PZusquamperfekt Aktiv
d)
Stämme auf
-u~
§
107k-108d
(§12 3)
k
xaTayvuu~
zerbreche
xaTe:aYTlV
Ttliyvuu~
befestige
ETtaYTlV
pTiyvuU~
zerreisse
EPpaYTlV
Starkes Perfekt und Plusquamperfekt Aktiv
§
108
Vgl. BR §112; BDR §lOl.
1.
a)
a
Allgemeines Bildesilben (§68g) sind biosses -a bzw.
-e:~
(ohne x)
unmittelbar am reduplizierten Verbalstarnm: Präsens
Stamm
Perfekt 2
Plusquamperfekt 2
ypaqJW
ypacp-
yt-ypacp-9,
E-ye:-ypacp-~-v
habe geschrieben
hatte geschrieben
schreibe b)
Vor kom m e n
fast nur bei Labial- und Gutturalstärnmen
und wenigen verba liquida. c)
K
0
n j u g a t ion:
Plsqpf.
gleich der des schwachen Pf. und
(nur ohne x; §76; 79d) :
Pf.2
ye:ypacpao~v
ytypacpa,
Plsqpf.2
Eye:ypacpe:~v,
Inf.
ye:ypacptva~
Part.
ye:ypacpW~,
2.
Der
S t a mm
Eye:ypacpe:~~,
-OTO~~
-ura,
•..
Eye:ypacpe:~oav
-u~a~~
erscheint im Pf. 2 meist
-o~,
OTO~
a)
durch Aspiration auslautender Labiale oder Gutturale,
b)
durch Ablaut kurzer Stammvokale oder
c)
durch Aspiration und Ablaut.
3.
Bei s pie 1 e
für starkes Pf . Akt. regelmässiger Verben
Präsens
a)
b)
mit
Stamm
u n ver ä n der t e m
Perfekt 2
schreibe
ypa~-
yt-ypa~-a
xpa~w
schreie
xpa1.-
xt-xpa1.-a
Tapaoow
verwirre
Tapax-
Te:-Tapax-a
aspiriertem
XOTtTW
schZage
c
Starnmauslaut (vgl. §94/5):
ypacpw
mit
b
ver ä n der t
Stammauslaut (vgl. §92a/b; 94/5): XOTt-
xt-xo~-a
139
d
§
e
108e-109a
c)
Formenlehre / Die Verben
npaoow
tue
l:aoow
ordne
mit
AbI au t
npuy-
nE-npux-u
l:uy-
l:E-l:UX-U
des Stammvokals (vg1. §8; 94; 100, Anm. 3;
102,12; 103,3/4; 107d):
cmOlHE[Vw
f
9
d)
4.
töte
-Xl:EV-
an-E-Xl:QV-U AE-AoLn-u
AE[nw
lasse zurück
AELn-
Ol:PE
drehe
Ol:p§.
E-Ol:PQ
l:PE
ernähre
{7p§.
l:E-l:PQ
mi t
Asp i r a t ion
und
AbI a u t
(vg1. §8; 94):
nEunw
sende
nE-nQU~-u
l:pEnW
wende
l:E-l:PO
0 h n e
bezeugtes
Prä sen s
sind:
dw&u
bin gewohnt
(Präs.
E~W
~OLXU
gleiche
(Präs.
ELKW
als Ptz. ausserbibl.) bei Homer)
(kl. scheine)
Vgl. auch §80,1; 96,1; 110,12-14.17; 111,5; 112,7; 113,3.9. 14; 123,3.5.6.7; zur Bedeutung a. §189c.
§
109 Die Wurze!perfekte Vgl. BR §113; 115; BDR §96; 99,2.
a
1.
Ga n z
wen i ge
vokalische Stämme haben ein (älteres)
Perfekt Aktiv. So finden sich zu St. 0l:11-, Ol:U- steHe mich, trete (§120, 5)
LOl:UUUL neben dem Pf.1 ~Ol:11XU
stehe (Koine/NT dafür a.
auch Perfektformen ohne die Bildesilbe XU, der reduplizierten
W ur z e 1
~-OTa-OGV
t-Ol:a-VUL t-Ol:W~,
t-Ol:~l:O~
t-o,WOU, t-0l:2~
140
t-Ol:W011~
(a.
-~~),
t-Ol:~l:O~
dir e k taus
gebildet: wir stehen ihr steht sie stehen
E-OTct-].lEV E-OTct-TE
OTnKw)
} fehlen im NT
Infinitiv
stehen
Partizip
stehend
Die Wurzelperfekte
2.
§
109b-d b
Zum Verb
a.no-3vf,)-axw
St. 3vT)-, 3vu- sterbe (§lll,3)
kommt neben dem schwachen Perfekt
bin tot auch ein Wurzelperfekt vor (im NT nur der Infinitiv bezeugt): wir sind tot
tot sein or6u ich weiss/ St. FE~6-, Fo~6-, F~6-, eigentlich 'habe gesehen'
3.
INDI KATIV
IMP.
KONJ.
PLUSQUAMPERFEKT
klass.
or6uG
o~ol1o:
Or6EV OC6UlJ,EV
klass.
d6w
or6u
f;l6E~V
~ön
d6f.iG
Lo3~
f56E~G
~önol1o:
d6f.i
LOl:W
f56E~
2
LOIlEV
d6wlJ,EV
oL6uLE
LOTE
Et6t;LE
oC6uo~v
GOO:OLV
d6wo~v
f56E~lJ,EV
~ÖYEV
LOLE
f56E~LE
usw.
LOLWOUV
f;l6E~OUV
Et6EVU~
INFINITIV PARTIZI P OPTATIV FUTUR 4.
E t6wG, -
-uCuG~
doc>G, -(hoG
d6dT)v d6i]ow
(klo E LOOIlO:L)
d
Nicht im NT bezeugt ist: fürchte
5. Die t h e ma t
I
i
3. PI. Infinitiv Partizip
ÖEÖLO:OLV ÖEÖLEVO:L ÖEÖLW~, -6TO~
usw.
e gel mä s s i gen Verben der s ehe n Konjugation Un r
I
Behandelt werden hier Verben, deren Präsens stamm durch eine sichtbare Erweiterung gekennzeichnet ist (§75c-f), sowie Verben, deren Stammformenreihe meist aus etymologisch verschiedenen Stämmen zusammengesetzt ist (vgl. §75g): 1
C
Zur Bedeutung s. §200b.
2 < ELÖEW.
141
1l0,l-7
§ a)
Verben mit Nasal im Präsensstamm (§llO);
b)
Verben mit mt-Präsens (§lll) ;
c)
Verben der sogenannten E-Klasse (§1l2) ;
d)
Verben der Mischklasse oder ergänzende Verben (verba
suppletiva)
§
Formenlehre / Die Verben
(§113) •
110 Verben mit Nasal im Präsensstamm
(vgl. §75c)
Vgl. BR §123; BDR §lOl.
IAor .A. IM. IPf • Akt.
Präs.
1.
1
Verben mit vokalischem Stammauslaut ßaL:::!.w gehe
l.
«ßa:::!.jw,
ßriao~a~
ßa-,ßn-
Eßn\l
ßEßnxa
(s. §lO6)
§12c)
(klo z.T ..
a. Pf.2)
2
3
2. EAau:::!.w treibe.
(EAaF-) ,
E:A.eil, -Q.~
rudere; ziehe
EAau-,
(s. §84)
(intr. )
EAa-
3. TtL\lW trinke
Tt~-,
4
TtW-,
"tE~-,
"t~-
5. cpM:::!.w komme. zu-
E:A.nAa~a~
ETt~O\l
TtLO~~
I
cpaa-,cpan-
2/3
TtETtWXa
2. Sg. llLEOUl-
ETtOan\l
TtETtO~~
"tELaw
E"tE~aa
"tE"tE~xa
(klo )
od. "tLaw
leide Strafe
5
EAnAaxa (vgl. §72g)
TtO4. "tL\lW bezahle.
T;Aaaa nM.an\l
I
(cpanao~a~
"tE"tE~a~a~
)
vor; gelange hin
(Ecpan\l )
Ecpfuxa
(s. §lO6)
Ecpaaaa
(NT)
11. Verben mit konsonantischem und vokalischem Stammauslaut
6
7
6. ataM:::!.o~a~ nehme
aLaa-,
7.
ataanao~a~
f.laao~n\l
2
f,\aan~~
wahr. empfinde
ataan-
a.~p"tci:::!.w
a.~ap"t-,
a.~ap"tnaw
i)~ap"to\l2 od n~p"tnxa
sündige
a~p"tn-
(klo Med.)
n~cip"tnaa 1't~ap"tnan\l n~cip"tn~a~
lVgl. §2b FN1.
142
2 Aor • 2
(§lOS).
3rnf . NT neben lll-ELV a. llELV.
Verben mit Nasal im Präsensstamm
§
Präs.
8.
IAor.A./M·lpf.Akt. I Aor.pass.pf.M./P. lasse waah- auE-,
auEa~w
sen, vermehre; 9.
llO,8-19
auEnow
nuEnoa nuEn8nv
nu!;nKa nu EnJ.J.a L
8
fKauov 7
KtKunKa
9
.t'unKa .t'un].J.aL
auEn-
waahse
(Pass. )
Kau~w
ermüde
Kau(e:)-,
Kauoüucü, -ij (§87. 98a)
sahneide
Kun.e:u(e:)-,
.e:].J.W, -e:'L!;
f.e:uov 7
'un-
(§87. 98a)
t"tun8nv
10. .tu~w
10
III. Mutastämme mit -avw im Präs. u. Nasaleinschub in der Stammsilbe 1l. 8 Ll.yavw berühre
8LY-
12. Aal.@w erlange,
Aax-,AnXAaß-,Anß-
I
II
(MEo].J.aL)
f8LYOV 7 (8t:yw Konj. Aor.) e:LAnxa 6 fAaxov 7
Anul!JouaL 1
fAaßov 2 /
e:Uncpa.6
13
Mow
tMucp8nv 1 e:LAnu].J.aL fAa80v 7 AtAn&
12
erhalte 13. AaHßavw nehme 14.
Aa8-,An8-
Aa~Mvw
7
14
bin verborgen 15.
tn LAa~Mvo].J.a L
s. 14.
tnLAnoO].J.aL
vergesse 16. nu~Mvo].J.aL • LVOS;; nu8-,ne:u8- ne: uoo].J.aL
tne:Aa8ounv 7 tnu8ounv 7
tnLAtAno ].J.aL ntnuO].J.aL
15 16
'L erfahre von jmdm. etwas IV. Mit wechselndem Stammauslaut (im übrigen wie III.) 17.
.ul.~w
treffe,
erlange 18.
V.
ua~Mvw
Mit
'UX-,·e:ux- .e:UEO].J.aL
f.uxov 7
.t.uxa 3 .t.e:uxa 4 .e:.uXnKa!
17
f].J.a8ov 7
Ue:].J.
18
'uxnlerne
-ve:~
19. aCPLKvtouaL
ua8-,].J.a8n- ].J.a8noouaL
im Präs.; Gutturalstamm. Einziges Verb im NT: -tK-
acpt:Eo].J.aL
aCPLKoUnv 7 acp'LY].J.aL
gelange hin 1 kl. St. ohne 11. 2 k l. Imp. AClßE (§105). 6 s. §72f. 7 Aor.2 (§105).
3 Hb 8,6. ~ Koine.
5 Kl.
143
19
§
§
111
111a-8
Verben
mit
Formenlehre / Die Verben
ox-Präsens (vgl. §75d/f)
Vgl. BR §124f; BDR §lOl.
a
Bestimmte Verben erweitern im Präsens und Imperfekt ihren Stamm durch -ox oder -LOX. Vokalisch auslautende Stämme haben -OX-, konsonantisch auslautende -LOX- (ausser oLoaoxw, das den Stamm oLoax- hat, s.u. Nr. 5). Einige Verben haben Präsensreduplikation (vgl. §72a; 75f) . Vgl. a. §1l3,9. Präs.
a.pEOXW gefalle
l.
altere
2
2. YTlpaoxw
3
3. a.no&vf.Joxw sterbe
I
!AorOAo/Po PLAkt. PLM./P.
Aor.Pass.
a.PE-
a.pEOW
YTlP~-/ä-
(YTlpaOouaL) Eynpaoa
&av-,&vTl-
a.no&avoüua L, a.nE&avov a.no&avf,i (§87 ; 98a)
«*-&VTl LOXW)
4
IFUt.
Verben ohne Präsens reduplikation
I.
1
IStamm
4. EUPLOXW finde
Ipf. :
r;pEoa ye;ynpaxa 6
vgl. a.
EUP-,
EUpnOW oder
§lO2,12 EUPOV 1 /6
EUPTl-,
EupnoouaL
EUpE&TlV
EUPE-
.E&VTlXa bin tot vgl. §109b; 200b EüPTlxa EüPTluaL
5
TlUPLOXOUTlV 5. o Loaoxw lehre
oLoax-
vgl. §7lf zu Augment u. Reduplikation oEoLoaxa EOLoaf;a oLoaf;w
6
6. avä)"LoxW 2 oder
Fa)"-,-a.)"-
a.va.)"wow
a.va)"ow 2
EOLoaX&Tlv
oEoLoayuaL
a.vn)"woa
a.vn)"wxa
a.VTl)"W&TlV
aVn)"wuaL
verzehre
7
7. t )"aoxoua L2
t)"a(o)-
tAao&Tlv
7
(Pass. ) L.Ada.enTl:'
sühne, versühne
j.I0L 3
,
11. Verben mit Präsens reduplikation (vgl. §72a; 75f):
8
8. yt:VW~W4
ilivwoxw 1 2
144
yvw(o)5
erkenne
kl. Imp. SUPE (§l05) . Im NT selten. Lass dich mit mir versöhnen:/ Sei mir genädig!
yvwoouaL
EYVWV §lO6
yvwo&noouaL Eyvwo&TlV
7
Eyvwxa EyvwouaL
4 Koine. 5 Klass. (vgl. §72a) . 6 Aor.2 (§l05). 'wucherndes' 0 (vgl. §80,4-8).
7
!
§
Verben der sogenannten E-Klasse
stamm
Präs.
9.
ETt~Y~vwoxw
s. 8
Fut.
ETt~YVWOo~~
(an) erkenne
10.
-UVT) (0)-
avau~uvi.Joxw ,~va
,~
avauvnow
erinnere jmdn. an etwaE
111,9-112,4
Aor.A./M.
Pf.Akt.
Aor.Pass.
Pf.M./P.
ETtEYVWV
ETtEyvwxa
ETte:YVWO{]T)V
E:TtEyvwoua~
aVEUVT)Oa ave:uvr,o{]T)V
-<-
1l. \JTtOU ~ uvi.Joxw
s. 10
tJTtOUVr,OW
UTtEUVT)Oa
11
UTte:uvr,o{]T)V
erinnere u~uvi.Jaxoua~ ,~vo~
10 'wuchern-
des' o{§80,4)
« *U~ UVT) LOXW)
12.
9
s. 10
UVT)o{]r,ooua~
EUVnO{]T)V
erinnere mich an etwas
13. Tt~Ttp(iaxw oder 6.TtOÖLÖOua~
ITtpa-
UEuvT)ua~
ge-
12
denke, §200b aTtOÖWOOua~
(vgl. §120)
aTte:öo{]T)v
TtETtpCixa
ETtpa{]T)V
TtETtpäua~
13
verkaufe (Pf. in Mt 13,46 als Aor. -Ersatz gebraucht [Zerwick §289J vgl. §200f) Dafür im NT meist nWAEw (regelmässig).
I
I
Siehe §112,7; 113,10.11; 115a für weitere Verben mit Präsensreduplikation.
Verben der sogenannten E-Klasse
§
(vgl. §75e)
112
Vgl. BR §126; BDR §101.
Der Verbalstamm ist durch einen E-Laut erweitert, teils nur im Präsens, teils in einigen oder allen Tempora. I. l.
E-Laut nur im Präsens (vgl. §87) öox~w meine~
öox-,
scheine~
öoxe:-
beschliesse,öoxEL
~OL
6Of;w
1
~öof;a ~öof;e:v
(öEöox,a~)
~woa
~wxa
EWO{]T)V
~WO~~
mir scheint/ich glaube
Aber EUÖOXEW habe Wohlgefallen, beschliesse ganz nach den Verben auf -EW.
Iw{]- , w{]e:-
2. w{].fw stosse
WOW
Im NT nur Komposita, s. 3. u. 4.
3.
aTtw{]Eoua~
verwerfe
4. t f;W{]EW vertreibe
s. 2. s. 2.
aTtWooua~
2
aTtwoa.UT) V
3
tf;woa
4
145
§
112,5-12
Formenlehre / Die Verben
Präs.
!AoroAo/Po !PfoAkt o AaroPasso :PfOMo/Po
11. E-Laut im Präsens und in den anderen Tempora (vgl. §87)
5
yau-,
5. yau~w
heirate
yaUE-,
kl. :
yaun-
yaJ..@, -Er!: (§87; -98a)
~ynua
YEYcl.U.!J.xa
Eycl.U.!J.oa1
yauoüua L, -Ji Eynuciunv Eyau.!i8n v1
YEYcl.U.!J.UaL
Akt. : Mann eine Frau} Med.: Frau einen Mann
Vgl. 0 yall 0 5;- Hochzeit.
NT:
Akt. : für beide Fälle; Frau einen Mann a. Pass.
I
111. Verben mit E-Laut, ausser im Präsens (das den kürzeren Stamm hat)
6
6. ßoUA.OuaL will (ßOUAE~
ßOUA.-,
du willst,
ßOUA..!ioouaL
ßOUA.n-
EßouX.!i8nv IßEßOUA..!J.UaL Vgl. n ßOUAn Ratschluss.
§77, S.98, FN 6)
7 8
7. y LvouaL 1
y [yvouaL 2 werde,
YEV(n)-, yov-,
entstehe, geschehe
yv-
8. oEouaL bitte
5
YEV.!iOOUaL Bedeutung:
9. 8EA.W will E:~SAW4
YEyova YEyEV.!J.UaL
Akt. (Aar ./pf.) = Pass. (Aor./Pf.)
OE-,OEn-
oE.!J.8nooua L3 EOE.!i8nv OE.!iOOUaL 4
OEOE!lUaL
8EA.-,
8EA..!iOW
n8EA..!J.xa
Pass.Dep. (s. §88a)
9
EyEvoUnV EYEv.!i8n v1
n8EA..!J.oa
E:~EAnOw4
8EA.n-
"tE8EA..!J.xa 3
Ipf. : il8EA.OV (Augment n statt E)
10
10. UEA.A.W bin im Be- ~I UEA.A.-, griff, habe vor, soll uEA.A.n-
11
1l. UEA.EL UOL "tLVO!: !UEA.-,UEA.n- UEA..!iOEL
Ipf.:
(Ipf.:
12
iiUEA.A.OV ~UEA.EV)
UEA.A..!iow
(seltener €IlEAAOV)
s. ll.
UE "taUE A..!J.8noouaL
bereue, Pass.Dep.
2
146
EUEA..!J.OEV
mir liegt an etwaE
12. UE"tauEA.OuaL Ipf.:
EuEA.A..!J.oa
UE-rEUEA..!i8nv
UE"tEUEA.oiLnv
Koine. Klass. redupliziertes Präs. (vgl. §72a; 7Sf; 111,8-13).
LXX. 4 5
Klass. Vgl. a. S. 98 FN6; 6EL esistnötig.
Verben der Misahkrasse oder ergänzende Verben Fut.
Stanun
Präs.
§
112,13-113,2
Aor.A./M.
Pf.Akt.
Aor.Pass.
Pf.M./P.
~Ue:LVU
Ue:UEV!lXU
IV. Verben mit E-Laut nur im Pf.Akt.
lue:v-,ue:VTl- Ue:vw
13. UEVW bLeibe
s.
13
(§87; 98a)
verba liquida, §lO2,1.
Anmerkung:
13a
Wei tere Verben der E-Klasse, die im Klass. wichtig waren: ~&xo~aL kämpfe ~axoü~aL (§87) E~aXEo&~nv ~E~axn~aL oCo~aL/o?:~aL meine, glaube otnoo~aL ~n\1nv (s.a. s. 98 FN6) oCxo~aL gehe fort, otxnoo~aL [Apg 14,16 1[apot.:'xo~aL bin fort vergehe: 1[ap~Xn~EvoL]
&x\1o~aL
bin unwillig &x\1foo~aL
nX\1fo\1nv
-
********** V.
Verb mit u(cr)-Erweiterung ausserhalb des Präsens (nicht
zur E-Klasse gehörig, aber wegen der vergleichbaren Besonderheit hier aufgeführt; vgl. §7ld zu Augment und Reduplikation) 14.
~AXUcrW
~AXW
~AX-,
ziehe (trans. )
~AXU(cr)-
e:Ux~cru
e: tAX ucr8Tlv 2
e:LAXUXU e: LAXUcrUUL2
Verben der Mischklasse oder ergänzende Verben (verba suppletiva)
§
14
113
Vgl. BR §127, BDR §lOl.
So heissen die Verben, die ihre Tempora aus zwei oder drei (meist miteinander nicht verwandten) Stämmen bilden. l.
ULPEW nerune (§87) ; ULpe:-, Med. nerune fUr miah ULPTl-, währe; Pass.: ge- ~A« cre:A- , nommen/gewählt w.
uLPncrw uLPncrOlJ,UL utpe:8ncroUuL
=
Ipf.Akt.
~pouv
Ipf.Med./Pass.
-oPOUUTlV
töte nachklass.
2
'wucherndes'
~PTlXU
e:UOUTlV
~PTlUUL
'f.lPE8Tlv
1'lPTlUUL
0
1
Augment Aor.2: §71d.
a.Ve:AW, -e: i: G 1 a.Ve:i:AOV (§87; 98a) a.vT,lpe8Tlv
2. a.vuLpew beseitige 1
§13d)
e:l'AOV
(§80,4-8).
2
147
§
113,3-8 Präs.
3
Formenlehre / Die Verben Stanun
3. EPXOjJ.UL komme Dazu gibt es 17 Komposita, am häufigsten: &11:-, ELO-,
EF,;-, llPOO-, ouv-;
EPX-,
E/"EUOOjJ.UL
E/"EU8-,
«
E/"u8-,
jJ.UL)
EA8-
Imp.Aor. d:od.!JE (vglo §l05) .
4
5
4. Eo8(w, a. Eo8w,
Fut.
Eo8 ( L) - ,
T
(klo EL\lL, s. §125c)
QJa.YOjJ.UL, 2.
(klo E6-) ,
Sg.
esse
QJuY-,ßpw-
(klo E6o\lClL)
ELXOV
Ipf.
(3.Plo a. d~XOOClV)
OEX->EX-> EX-, OX-,
Pf.Akt.
Aor.Pass.
Pf.M./P.
/j/"8ov
E:A.f}/"u8a
E/"EU8oo-
ßLßpWOXW 5. EXW habe
Aor.A./M.
QJclYEOUL
~Ew
P1sqpf. :
E/"T)/"u8ELV EA.!JE Imp. (s. §72g) EA.!J"JV Ptz. EA.!JEl:V Inf. *- (§lO5) EQJUYOV
ßEßpWXd.
Eßpw8T)V
ßEßPWjJ.UL
EOXOV
EOXT)XU
(klo a. OXrlow) oxw
OXES OXELV
OXT)-
oxwv
(s. a. §13d; 7ld)
EXOjJ.UL
EEojJ.UL
Konj. Imp. Inf. Ptz.*- (§lO5)
EOXOjJ.T)V
IEOXT)jJ.UL
Dazu gibt es 14 Komposita (vglo 3) ; insbesondere seien erwähnt: xClTaoXES halte fest: (Imp.Aor.Akt.), llClPClOXWV erweisend (Ptz.Aor.Akt.) , all~OXO~halte dich fern: (Imp.Aor.Med.) •
6
6. a.VEXOjJ.UL halte aus, ertrage
7
a.vEEojJ.UL
aVE LXOjJ.T)V
Ipf.
7. /"EYW
sage
(klo a. ayopEUw)
aVEOXT)jJ.UL
avaoxou Imp.
/"EY-,QJT)-,
QJT)jJ.L (Ipf. EQJT)V) FELn-, (§125d)
a.VEOXOjJ.T)V
EPW,-E'C~
ELrwv
(§87, 98a)
E:Cnw
ELPT)XU
Konj. Ptz. EL.ne Imp. El,llELV Inf. (vg1. §lO5)
d,llwV
FEp-,FPT)(klo a.
ayoPEU-) Dazu seien folgende Komposita genannt:
EPPE8T)V
ELPT)jJ.UL
6LClAEYO\lClL unterrede mich OUAAEYW sammle p.!}..!Jd S Ptz. hAEYO\lClL erwähle mir Mit Ausnahme von aVTLAEYW widerspreche (Aor.Akt. aVTEL1l0v) haben die Komposita von AEYW rege1mässige Formen (s. Gutturalstämme, §95) •
8
8. opa.w sehe (§84) Ipf.
EWPWV
(§71e)
opu-,on-,
öljJOjJ.UL
(F) LÖ- >
(vglo a. S. 98
tö- (lat. :
FN6)
L6w G6E l L6wv L6ECv
OQJ8f}OOjJ.UL
wQJ8T) V
v!:...a eo )
e:LÖOV
EOpÖ.XU
oep.!Jw 1
148
EWPÖ.XU od. Konj. Plsqpf. : Imp. EWpa.XELV Ptz. Inf.*- (§lO5)
EWPUjJ.UL Konj.
s. §71e
statt klass. L6E (§l05):
§
113,9-15
Aor .A. IM.
Pf • Akt.
Aor.Pass.
pf.M./p.
Verben der Mischklasse oder ergänzende Verben Präs.
9. TtaOXw
Stamm
leide
(
faUe
10. TtLTt1:W 1
Fut.
Tta3-< Tt IJ3 -, TtELoojJ.aL (
Ttov3- (vglo Ej8d/e, FNl)
OOjJ.aL 13a/h)
TtE1:-,
TtEOOUjJ.aL
TtEO(E)-,
ITtETtov3a
ETta30v
TtEv3-,
9
Vglo TO nEv0o,; Trauer
,-f.i
TO na0o,;
Leid(-enschaft)
ETtEOOV
TtETt1:WXa
10
E1:EXOV
1:E1:0Xa
11
OE o pajJ.T)xa
12
(§87; 98a)
Tt1:-,Tt1:W11. 1: LX1:W
gebäre
«1: L1:XW)
1
12. 1:pEXW
laufe
13. 1:UTt1:W
schlage
1:EX-,1:X-,
1:E!;ojJ.aL
1:0X3PEX-,
E1:EX3T]V opajJ.oujJ.a L ,
opajJ.(T))-
-f.i (§87; 98a)
1:UTt-
(klo TunTnaw)
Bildet nur Präs. u. Ipf. ; sonst ersetzt durch: ncnaynaTa!;:w llCtTaacrw naLw nAnaaw (§95,13) üny14.
oCow
EopajJ.ov
13 EnaTa!;:a Eno,Loa
Pass. : EnAnynv r;VEYXOV od. EVnVoxa r;VEyxa
EVEYX-,
..
- --
Imp.Aor. EVEY){ECv Inf.Aor. ( od.EvEy){aL EVEy){a,; Pt;:;.Aor.,§105h
EVEX-
/EVr.YXE;
nVEX3T)V 1
14
(s. §72g)
IEVnVEYjJ.aL
Präsensreduplikation, vgl. §75f; 111,8-13.
Im Klass. war noch wichtig: Eno~aL folge En-C'
15
Ean6~nv (anw~aL
Konj.)
(§105); zum Pf.2 Akt. von
3, 9 und 14 s. §108.
149
§
114a-b
111,
§
FormenZehre / Die Verben
DIE ATHEMATISCHE ODER
~L-KONJUGATION
114 Vorbemerkungen Vgl. BR §128; BDR §92f.
I.
a
Allgemeines
I•
Der
a)
Man spricht von
Akt. auf
Th e ma v -~L
kaI
0
'~L-Konjugation',
weil die I.Sg.Ind.Präs.
lautet, oder von 'athematischer' Konjug"ation,
weil im Präs., Ipf. und oft auch im starken Aorist die Endungen und Moduszeichen ohne Themavokal (Bilde- oder Bindevokal, vgl. §68e) an den Stamm angefügt werden. Beispiele:
ich sage
wir geben b)
Die athematische Konjugation tritt am reinsten im Ind.Präs.
Akt. u. Med.-Pass. hervor. c)
Der Themavokal findet sich in einigen Formen, so in solchen
des Ipf.Akt. und der 2.Sg. Imp.Präs.Akt. t-otoouv
ich gab
t-otoOU!;
du gabst
t-öLoou
er gab
öLoou
gib!
'" '" '" '"
(§llSff) :
e:-ÖnAOU\I «-00\1)
machte offenbar
e:-ÖnAOU!; «-OES;)
machtest offenbar
e:-ÖnAOU ÖnAOU
( <-o~)
«-o~)
machte offenbar mach offenbar:
Vgl. §89. «-E~S;)
t-l:t8EL!;
du setztest'"
e:-noLELS;
t-l:t8EL
er setzte
'"
e:-noLEL «-EE)
machte
l:t8EL
setze!
'"
nOLEL «-EE:)
mach:
machtest
Vgl. §87.
b
2.
Im Präs.Akt.Ind. ist der auslautende Vokal der Verben auf
-~L
im Sg. lang und im PI. kurz
lau t,
Ab -
vgl. §8d. kurz ist der Vokal a. im ganzen Medium) :
l: t8!l-~L
ich setze ich sage
150
(q u a n t i t a t i ver
l: t8f.-~EV
wir setzen wir sagen
~~-Konjugation
Vorbemerkungen zu der athematischen oder
3.
Die
Mo d u s z e ich e n
§
114c-f
(§69) sind die gleichen wie in
C
der w-Konjugation. Diejenigen des Konj. (n/w) werden mit dem Stammauslaut kontrahiert, ausgenommen bei -u- u. - L- (§11), z. B. : nÖn-w
>
nö~
(damit)
ich setze
ÖLöw-n-cröE
>
öLö~-cröE
(damit)
ihr gebet
4.
Per s
(s.
§70):
n ale n dun gen
0
IPF.
-cw
Pl.l. ]J.EV 2. -CE
-CE
5.
s
]J.EV -CE cra.v 1
3. crL (v) •
l
d
IMP.
Sg.l. ]J.L v 2. crL > S S 3. "["L > crL (v) • -
wie in der w-Konjugation, s. §77/78.
-cwcra.v
2
crÖa.L
(E) va.L V"["- 3
und Endungen der Verbalnomina
MEDIUM-PASSIV
AKTIV PRÄS.I IND.
INF. PTZ.
(vgl. §84c)
(Pf. O-C-/ULa.)
wie der Aar.l E:llaLOEu-crav.
Man unterscheidet
3
]J.EVO~/]J.EVn/]J.EVOV
(§48)
2
k l.
3
VTWV.
d r e i
3
z.T. a. m. Themavak. 'Vgl. §l8a.
G r u pp e n
von Verben in
e
der athematischen Konjugation: a)
reduplizierte Präsentien (§11s-121; vgl. 7sf),
b)
Nasalpräsentien, z. B. ödX-VU-]J.L zeige (§122-124; vgl. 7sc),
c)
Wurze1präsentien, z. B.
~~~
sage (§12s).
11. Entwicklungen in der Koine In der Koine zeigt sich bei den Verben auf -]J.L ein dringen 1.
der
Ein -
w-Konjugation.
Sichtbar ist dies an einzelnen Formen von Verben, die
f
sonst athematisch flektiert werden, so: ÖELX-VU-~~
statt
ÖE~X-VU=s
du zeigst
tcr-cpwvvu-,Qv
statt
tcr-cpwvvu-cra.v
sie breiteten aus
Ö]J.VU]J.L
schwöre
Von allen Formen von cruv-~n]J.L
verstehe
151
§
114g-115a
FormenZehre / Die Verben
ist nur je eine einzige Form im NT mit Sicherheit als nach der uL-Konjugation gebildet festzustellen. Vgl. a. §117 FN2.
9
2.
Neben Verben mit Präsens auf -UL erscheinen Nebenformen
(besonders im Präs.) naeh der oo-Konjugation, so:
h
3.
OUV-LO"Ca.Voo
neben
oUV-LonlUL
empfehZe
nap-Lo"Ca.Voo
neben
nap-Lo"CnUL
steZZe zur Verfügung
to"Ca.voo
neben
Lo"CnUL
steZZe
Verben der UL-Konjugation werden ersetzt durch gleichbe-
deutende Verben nach der oo-Konjugation, z.B.: XOPEVVUUL
durch
xop"Ca.~oo
sättige
OXEÖa.VVUUL
durch
oxopnL~oo
zerstreue
nLunAnUL
durch
nAnpOoo
füZZe
S. a. §120,5, FN4.
1. Die Verben auf -UL mit Präsensredupl ikation 1 (die 'Grossen Vier') Vgl. BR §129; BDR §94f.
§
115 Präsens und Imperfekt Aktiv Vgl. BR §129,1; BDR §94.
a
Die 'Gros sen vier Verben' auf -UL: Verbal s tamm
Präsensstamm
n3n- j"C L3E- 2
l.
"CL3n-UL
setze
3n-j3E-
2.
Ln-UL
sende
1']-jt.-
tn-jtE-
3. 4.
ÖLÖoo-UL
gebe
öoo-jöo-
ÖLöoo-jÖLÖO-
LO"Cn-UL
steZZe
o"Cn-jo"Ca-
to"Cn-jto"Ca«*oLo"Cn-joLo"Ca-) 3
lVgl. §72a.
2Eauchdissimilation (s. §14a; vgl.72c).
3§13d.
Fussnoten zur Tabelle von Seite 153: 1
<-e:e:- (§1l4a).
z
<-OO/E-
(§114a).
3 NT a. E:-r L.eOUV.
152
4
<-nUl (§1l4c). 6 <~e:a.(JLV 8 <ÖLÖWUl (§1l4c). kl. -VTUlV <~(JT(:ia.(JLV (§ll) • 9 kl. ;:-~e:L!; (> (§70). 7 NT a~EÖLÖoUV. [&~]e:[~, Apk 2,20); BDR §94 6 .
~ST
5 Ol. 1\'9l.D 1 1\'9l.D1 5lLD'91.D1 'DD'Pl.D1 5 Ol.I\'93.D 1 5'9l.D1
50l.1\99 1 9 1\99 1 9 5lLDQ 0 9 1 9 PDQ0 9 19 5Ol.1\99 1 9 5Q 0 9 1 9
50l.l\jl1 I\jl1 5lLD131 PDJ 3 1 50l.l\jl1 5131
50l.l\jl~1l.
513~1l.
"uaf) ".:r:j.N "uaf) "Wad "uaf) "}[SEW' HI'lfd
1PI\-'93.D1
1PI\-991 9
1 pl\-jl 1
1PI\-j~1l.
AIlINI~NI
~PD(I)l.-'91.D1
~PD(I)l.-9919
I\PD(I)l.-"31 5 ••
~'DDOOl.-j~1l.
3 l.-Pl.D 1
3l.-09J9
3l.-31
3l.-3~Jl.
OOl.-'9101
OOl.-99 1 9
OOl.-:n
OOl.-j~1l.
lUD 1
z009J9
[ 13 1
13~Jl.
1\3-JPl.D1
1\3-J 0 9 19
1\3-J 3 1
1\3-J3~1l.
"E
3l.-JPl.D1
3l.-J 0 9 19
3l.-J 3 1
3l.-J3~1l.
"2:
1\3Tt-JPl.D1
1\3Tt-J091 9
1\3Tt-J 3 1
1\3Tt-J3~1l.
uJP1.D1
uJ 0 9 1 9
u131
uJ3~1l.
i
i
5lLD13~1l. 'DDJ3~1l.
50l.l\jl~1l.
[
i
"E
"2:"1d "E
"1"1d "E
i 5-uJ 0 9 1 9
i 5-u131
i 5-U13~1l. "2:
i l\-uJPl.D1
i I\-UJ 09 1 9
i I\-U J 31
i
1\1D-~101
1\1D-~919
1\1D-~1
9
I\-U13~1l.
"1" os
1\1D-~~1l.
"E
3l.-!Jl.D1
3l.-~919
3l.-!J1
3l.-!J~1l.
1\3Tt-~l.D1
1\3Tt-~919
1\3Tt-~1
1\3Tt-~~1l.
'dWI
"2:"OS
i 5-UJPl.D1
'ldO
"2: "1"1d
!;!.l.D1
~919
!;!.l
~~1l.
"E
5-!;!.101
5-~919
5-!;!.1
5-~~1l.
"2:
~l.Dl
a~919
., 001 -.
.,
" 1" OS'
I\PD-P1.D1
lPD- 0 9J9j
I\PD- 3 1
3l.-Pl.D1
3l.-09J9j
3l.-31
1\3Tt-P1.D1
1\3Tt- 0 9J9jl
1\3Tt- 3 1
Ul.D1
z 009J9~
13~J l.~
"E
5-Ul.Dl
z 5- 00 9J9j
[ 13 1 [5- 13 1
!5-13~Jl.jl
"2:
'~dI
I\-Ul.D1
z l\- o0 9J9jl
1\- 13 1
I\-U~Jl.jl
"1"OS
'aNI
1\ 1 D-'Pl.D 1
1\1D'Q-99 19
1\1D-'Pl
1\1D'Q-j~1l.
3 l.-Pl.D 1
3l.-09J9
3l.-31
3l.-3~Jl.
1\3 Tt-Pl.D1
1\3Tt- 0 9J9
1\3Tt- 3 1
1\3Tt-3~Jl.
"1"1d
1\1D-Ul.D1
1\1D-009J9
1\1D- U1
1\1D-U~Jl.
"E
5 - U1 1 Tt-U1
1Tt-U~Jl.
.,
5-Ul.D1
5-OO9J9
1 Tt-Ul.D1
1 Tt-009J9
I
q
i
I\jl~1l.
-Pl.Dl -Ul.D1
1 TtUl.D 1
I
-09 1 9 -009 1 9
1 TtOO9J 9
9
6
I
-31 -Ul
1TtU1
~~1l.
EI\'DD-3~Jl.jl
rNO>l
"E
3l.-3{}Jl.j "2: 1\3Tt-3~Jl.j
[
5-u~p
"1" 1d
"E
"2:
"2: "1"OS
'S'!(Md ' aNI
-3~1l. I
-U~1l.
+-
WWE:j.S·
1TtU~Jl.
----- -
qsn
§
'lr1_ Jnv ,uaqu:aA u:aJ-CL uassOU:fJ, u:ap CLH">llf ~">laJu:adJJ.LI pun suasr;Ud
I
§ §
116
Formenlehre / Die Verben
116 Der starke Aorist Aktiv Stamm -+
l:UhHH
LT)l.H
6C6wjJ.~
LOl:11jJ.L
&11-, &E-
li-,
6w-, 60-
0l:11-
e:6wxa
[e:Ol:11Oa
t-
IND, Sg.l. e:&l1xa 2. e:&l1Ha-~
j!jxa 25
j!jHa-~
3. e:&l1HE-(V)
Pl.l. E&nHa-jJ.Ev l 2. E&nHa-l:E 2 3. E&l1Ha-v 3
KONJ,Sg.l. &c'ii 4 2.
Vgl. BR §129,2; BDR §95.
&ij-~
3. &f.i
Pl.l. &c'ii-jJ.EV
e:6WHa-~
j!jHEV
E6wHE-(V)
nHa-jJ.Ev 6 nHa-l:E 7
E6wHa-jJ.Ev .l 4 Aorist (s. §76)] E6wHa-l:E I5
j!jHa-v 8
E6wHa-v 16
~9
6c'ii
T
T.l-~
6iii-~18
T.i
6iii
~-jJ.EV
6c'ii-jJ.EV
T
11-l: E
6W-l:E
w-o~v
T
6w-0~v
EL11-V
!
!
d11-~
!
60C11-V 20 ! 21 ! 60C11-~
!
d11
!
60C11
!
2. &E'C-l:E
EL11-jJ.EV IO EL11-l:E I1
3. &E'C-EV
E L11-oav 12 60'C-EV
Pl.l. &E'C-jJ.EV
[Ol:nOW usw. ]
19
2. &n-CE
3. &d11
schwacher
17
3. &c'ii-OLV
OPT, Sg.l. &d11-V 2. &d11-~
usw.
usw. ]
!
60'C-jJ.EV 60'C-l:E
IMP, Sg.2. &E-~ 3. &E-l:W
E-~
60-~
E-l:W
6o-l:w
Pl.2. &E-l:E
E-l:E
60-l:E
3. &t -l:Woav 2 3 E-l:Woav 23
22
[dn'loa~jJ.~
lOl:fioov usw. ]
6o-l:woav 23
INF IN ITIV
&E'C-vaL 5
E I-va~13
60ü-vaL 24
[ol:fioa~
PART,Mask. Gen. Fern. Gen. Ntr. Gen.
&d~
EL~ EVl:O~
60u~ 6ovl:0~
[ol:noa~
&EVl:O~
&E'Coa
EIoa
60üoa
kl. E-&E-]..IEV. 2 kl. !t-&E-TE. kl. E-&E-crav. 4 <-&nw (§1l4c). 5 <-&E-E'vaL (§1l9c) •
154
&dOT}~
d011~
60U011~
&EV
EV
60v
&Evl:O~
EVl:O~
9 10 II 12
kl. d-]..IEV. kl. E~-TE. kl. d-crav.
]
usw.]
60Vl:0~
13 <e:-e:VUL (§1l9c) • 14 kl. EÖO-]..IEV. 15 kl. !tÖO-TE. 16 kl. Eöo-crav. 17 <ÖWW (§1l4c) . 18 u. ÖOL!; (NT) •
19 20 21 22 23 24
u. ÖOL u. MI] (NT) od. öq3n-v (ion.) • od. öq3n-!; (ion.) • od. öq3n (ion.) • kl. -VTWV (§70) . <öo-E'vaL (§1l9c) • 25 Apk 2,4C/(1 a.cp-fjx~!; •
•
55T
"OINd sn "n 51: Nd 9n§
9 SE'v My z "(OL§)
(\\l)B-D-
1\.0(\3Tt-jQ1~
".:r~N
1I(\jlTt-3~
1I(\jTt-3Q1~
"waa:
50(\3Tt-'9~D~
50(\3Tt-j~
50(\3Tt-jlQ1~
1'OQD-'O~D1
1'OQD- 0 9J9
1'OQD- 3 1
1'OQD-3QJ~
l(\'OD(T)QD-'9~D~
{'-'OD(T)QD-99 1 9
~'OD(T)QD-j~
(\'OD(T)QD-jQ1~
3QD-'O~D1
3QD- 0 9J9
3QD- 3 1
3QD-3QJ~
0(';°1d
(T)QD-'9~D~
(T)QD-99 1 9
(T)QD-j~
(T)QD-jQ1~
°E
OD-'O~D1
OD- 0 9J9
OD- 3 1
OD-3QJ~
O~(\-.1'O~D~
0~(\-.10919
0~(\-.13~
0~(\-.13Q1~
°E
3QD-.13~
3QD-.13Q1~
'OQ3Tt- J3 ~
'OQ3Tt-J3Q1~
o~-.1'O.lD~
0~-.10919
0~-.13~
0~-.13Q1~
O-.1'O~D~
0-.1 0 9 1 9
0-.13~
0-.13Q1~
(\lITt-1'O~D1
(\lITt-J 0 9 1 9
(\lITt- J3 ~
(\lITt-J3Q1~
°1" 6 8
1'O~(\-V~D~
1'O~(\-V919
1'O~(\-V~
1'O~(\-VQ1~
"E
3QD-!J.~D1
3QD-V9 1 9
3QD-!J.1
3QD-!J.Q1~
'OQ3Tt-<;J~D1
'OQ3Tt-<;J9 1 9
'OQ3Tt-<;J1
'OQ3Tt-<;JQ1~
1'O~-!J.~D1
1'O~-V919
1'O~-!J.1
1'O~-!J.Q1~
°E ° (';
~~D~
~919
~1
~Q12
1'OTt-V91 9
1'OTt-V1
1'OTt-VQ1~
0~(\-'O~D1
0~(\-09J9j
0~(\-31
0~(\-3QJ~j1
3QD-'O~D1
3QD- 0 9J9j1
3QD-3:1
3QD-3QJ~j
'OQ3Tt-'9~D1
'OQ3Tt-9919~
'OQ3Tt-jl1
o~-'O.lD:I
0~-09J9~
0~-3:1
z
" (';
"1"1d °E 0(';
I
"1"1d I
° 1" 68'
rNO>l
°E 0(';
'OQ3Tt-jlQ12j1 ° 1"1d 0~-3QJ~jI
"E
OD-'O~D:I
OD-09J9~
OD-3:1
OD-3QP~
(\lITt-99 1 9i
(\lITt-jl1
(\lITt-jQ1~i
"1° 6 8
1'O~(\-'O~D1
1'O~(\-09J9
1'O~(\-31
1'O~(\-3QJ~
°E
3QD-'O~D:I
3QD- 0 9J9
3QD-3:1
3QD-3QJ~
'OQ3Tt-'9~D1
'OQ3Tt-99 1 9
'OQ3Tt-j~
'OQ3Tt-jlQ1~
1'O~-'O~Dl
1'O~-09J9
1 'O~- 3:1
1'O~-3QJ~
1'OD-'O~D:I
1'OD- 0 9J9
1'OD-3:1
1'OD-3QJ~
1'OTt-'O~D:I
1'OTt- 0 9J9
1'OTt-3:1
1 'OTt- 3G'J ~
-'O~D1
-09 1 9
-31
-3Q1~
1Ttll~Dl
1 Tt(T)9J 9
1Ttlll
1 TtllQP
111- Jnv • deM uessodD.
'ldO
" (';
(\lITt-'9~D1
Alssed-wnlpaw
HIVd
' dWI
°(';° 6 8
3QD-.109 1 9
1'OTt-V~D1
1
°E
'OQ3Tt-J 0 9 1 9
.
"Tl!
AI1INI.:INI
3QD-.1'O~D~
"v6§ ~aa !E'61:T§ ~a "ID1\.
§
1
O)[Sl?W'
'OQ3Tt-J'O.lD~
,
Lll
1
(\0(\3Tt-j~
1II\.jTt-'O~D~
§
OD9;J9 3 -
(\0(\3Tt-99 1 9 1I1\.jTt-0 9 1 9 50(\3Tt-99 1 9
(\0(\3Tt-'9.lD~
Ln
"l1"S
" (';
'.:IdI ' aNI
" (';
°1"1d "E
. S'1~d "1"68 'aNI 0(';
WI l>Iaj.JadwI pun
-<-
WWE~8
J suas~Jd
dep (t"j-SSVd-lllwfpeW ulJ HeJdedulI pun sueS!?dd
§ §
118
Formenlehre / Die Verben
118 Der starke Aorist Medium
a
Stamm
+
l: UhHH
LTHH
o U)W~H
tonHJ.L (Wz.Aor., §lO6)
{}E-
E-
00-
Ol:n-/Ol:a-
Et-jJ.nV
EOO-jJ.TlV
~Ol:n-V
IND, Sg.i. E{}E~jJ.nV 2. E{}OU 1
~Ol:Tl-\;
Er-OO
EOOU
EL-l:O '"
~00-l:0
d-jJ.E{}a
EOO-jJ.E{}a
~{}E-O{}E
Er-O{}E
EOO-O{}E
~Ol:Tl-l:E
3. E{}E-Vl:O
Er-Vl:O
EOO-Vl:O
~ol:Tl-oav
<1-jJ.aL
oW-jJ.aL
Ol:W 7
'" T,l
o<ji
Ol:fj-\;
3. E{}E-l:O
Pl.l. E{}E-jJ.E{}a 2.
KONJ ,Sg.l. {}w-jJ.aL 2. {}ij 3. {}fj-l:aL
Pi.i. {}w-jJ.E{}a
5 10
~Ol:Tl
EOl:Tl-jJ.EV
'" n-l:aL
OW-l:aL
Ol:fj
w-jJ.E{}a
oW-jJ.E{}a
Ol:W-jJ.EV
2. {}fj-O{}E
n-O{}E
OW-O{}E
Ol:n-l:E
3. {}w-Vl:aL
'" W-Vl:aL
OW-Vl:aL
Ol:W-OLV
OPT, Sg.i. {}EC-jJ.nV 2. {}EC-O
d-jJ.nv
oOC-jJ.TlV
Ol:aLTl-V
EL-O '"
00'C-0
Ol:aLTl-\;
3. {}EC-l:O
Er-l:O
00'C-l:0
Ol:aLTl
EL-jJ.E{}a
OoC-jJ.E{}a
Ol:a'C-jJ.Ev
2. {}EC-O{}E
d-O{}E
OO'C-O{}E
Ol:a'C-l:E
3. {}EC-Vl:O
Er-Vl:O
oO'C-Vl:O
Ol:a'C-Ev
000
Ol:n-{}L
Pl.l. {}EL-jJ.E{}a
OU '"
IMP, Sg.2. {}002 3. {}E-O{}W Pi.2. {}E-O{}E 3. {}E-o{}woav 3
INFINITIV
{}E-o{}aL
PART,Mask. {}E-jJ.EVO\; Fern.
Ntr.
b
Vgl. BR §129,4; BDR §95.
{}E-jJ.Evn {}E-jJ.EVOV
4
6
8
E-O{}W
oo-o{}w
Ol:n-l:W
E-O{}E
OO-O{}E
Ol:n-l:E
E-o{}woav 3
oo-o{}woa~
Ol:n-l:WOaV
E-o{}aL
oo-o{}aL
Ol:n-VaL
E-jJ.EVO\; E-jJ.EVn E-jJ.EVOV
06-jJ.EVO\; OO-jJ.Evn OO-jJ.EVOV
Ol:a.\; Ol:a.Vl:O\; Ol:ä.oa Ol:a.OTl\; Ol:a.V Ol:a.Vl:O\;
9
Anmerkung zur Akzentuierung der Komposita (vgl. §74): Der Akzent bleibt auf dem Simplex und rückt nur im Aor.2 auf die Präp.,z.B.: snL-BE~
npoa-BE~
snL-BEaBE
npoa-BEaBE
Doch b;halten Bou, 60u~ 00 den Akzent-nach einer einsilbigen Präposition:
npoa-Bou 1
2
156
aqJ-ou
< r.BEao (vgl. §70, FN 9) . < ~Eao (vgl. §70, FN 9).
klo -aBwv (vgl. §70). Eao (vgl. §70, FN 9).
4 <
< r.60ao (vgl. §70, FN 9) • < 6oao (vgl. §70, FN 9). < aTTlw (vgl. §1l4c; 84c). a. -aTa (Koine-Form, nur in Komposita).
10
kl. aTC1-vTwV (§70) . Rb 12,16AC an-E6po (Mou] ton-Howard, S. 212).
Erläuterungen zu den Paradigmen der Grossen Verben auf -].l~
§
119a-120
Erläuterungen. zu den Paradigmen der Grossen Verben auf
§
-UL
119
Vgl. BR §130; BDR §94f.
1.
Die Verben O(OWUL, "(8nUL, LnUL weisen folgende gemein-
same Besonderheiten auf: a)
Sie bilden den
z e ich e n
b)
x
0
r . Akt.
mit dem
EOW-XU
ich gab
EOW-XUV
sie gaben
E8n-~u
ich stellte
E8n-~uv
sie stellten
T'i-~u
ich sandte
T'i-~uv
sie sandten
Die
2. S g • I m p . A
8E~
setze!
Der
Inf
a
T e mp u s -
(anders als im Klo a. im Plo; vglo §105h):
(§70; 114d; vgl.
c)
I nd . A
OXE~
E~
0
r . Akt.
hat -
~
als Endung
b
-e:VUL (§70;
C
zu EOXOV, §113,5): OO~
sende!
Aor.Akt
gib!
hat die Endung
1l4d) :
8e:-EVUL
(vgl. §lla)
setzen
t-EVUL
(vgl. §lla)
senden
(vgl. §llc)
geben
OO-EVUL d)
Im
Akt on
>
OOUVUL
Sg.Ipf.Akt
und in der
kommt es zu Angleichungen an die
d
2. S g . I m p . Prä s W -
K
0
n j u g a t i -
(vgl. §114a), was zu kontrahierten Formen führt. Siehe
Fussnoten bei den Paradigmen. 2.
Das Verb
L
schwachen
0"
nU
L
e
ich stelle hat einen regelmässigen
Aorist
§118 aufgeführte Med. EO"nV
EO"nOU ich stellte. Das unter (Wurzelaorist, s. §l06) hat die
Bedeutung
ich trat (eigentlich ich stellte mich,
und nicht
ich stellte für mich
direktes Medium)
(indirektes Medium); für letztere
Bedeutung war die schwache Form to"noaunv gebräuchlich (im NT nicht bezeugt). S. auch §120,5.
Die übrigen Stammformen der Grossen Verben auf
§
-UL
Vgl. BR §131; BDR §97; 96.
1.
Die drei ersten Verben
Tabelle siehe Seite 158.
157
120
120,1-5
§
FOPmenlehre / Die Verben
Präsens
1
l.
I Futur
IAorist
8now
~8nKa
.E8e:LKa l
8noouaL "te:8nOOuaL 2
E8EUnv E"tE8nv 2
"tE8e:LuaL
öwow
EöwKa
öEöwKa
Med. -+
öwoouaL
öEöouaL
Pass.-+
öo8noouaL
e:öounv Eöo8nv
öEöouaL
iiow
i'\Ka
e:lKa 3
Med. -+
i')oouaL
e:LunV
~WuaL
5
Pass.-+
~8noOuaL
E8nv 4
~WuaL
5
"tU7nUL lege, setze Med. -+ Pass.-+
2
3
4
2. ÖLÖWUL gebe
3. LnuL sende
I
5
2.
Ke:LuaL 6 od. "tE8e:LuaL
ci.
ci.
ci.
Med. -+
ci.
ci.
ci.
Pass.-+
ci.
ci.
ci.
4. ci.
2
I Perfekt
klo TE~nxa. Hauchdi-;similation (§14a) .
klo kl. EL~nV. klo EI~a~.
4
6
Paradigma s. §125e.
LO"tnUL ich steHe TRANSITIV AKTIV
(indirektes)
INTRANSITIV PASSIV
MEDIUM steHe
steHe
für mich
(direktes)
MEDIUM I
Präsens
LO"tnUL
Lo"tauaL
Futur
o"tnow
O"tnOOuaL
werde
steHe mich
gestellt
=trete
Lo"tauaL
LO"tauaL o"ta8nOOuaL O"tnoouaL od. o"ta8noouaL 2
Aorist
~o"tnoa
e:o"tnociunv
EO"tci8nv
~o"tnv
od.
EO"tci8nv 2 Perfekt
3
EO"tnKa 4 stehe
Plusquamperfekt
do.nKe: LV stand
I
2 3
158
Kommt im NT nicht vor. nachklassisch. -EOTäxa Apg 8,11.
Inf. EOTclva~ Ptz. EOTW~ -WTO~, EOTwoa -won~, EOT6~ (a. -W~) -WTO~ (a.EoTnXW~ usw.); s. §109a. Koine/NT: statt EOTnxa a. OTnXW. Vgl. a. §200c.
4
Verben, die wie
~aTnVL
Verben, die wie
konjugiert werden
121,1-7
§
konjugiert werden
LO,n~L
§
121
Vgl. BR §132; BDR §lOl.
I
Präsens
Stamm
1. OV [vn~ L nütze
ovn-,ovu-
IFutur
IAorist
ovnow
wvnou
oV [VU~UL 2 habe
I Perfekt
1
wvn~nv (wva.~nv
Nutzen/Freude
später)
6va~vnv Opt.
2. Tt[~TtA.n~Ll/2
fülle an
TtA.n(o)-,
TtA.nOW
TtA.U-
(vg1. §80,4-8)-> ~TtA.no3nv
5uvn-,
5uVnOO~UL
3. 5UVUUUL kann,
€TtA.nOU
n5uva.o3nv
Tabelle
(vg1. §80,4ff)
verstehe, kenne 1 Im NT
ETtLO,n-,
ETtLO,nOOUUL
2
TtETtA.n~UL
n5uvn3nv od. 5E5uvn~UL
vermag s. unten die 5uvu(o)4. ETt[O,UUUL
TtETtA.nXU
3
4
nTtLo,n3nv
ETtLO,U-
dafür a. 1!AnpOW u. YEV~~W.
2kompliziertere Präsensreduplikation (vgl. §72a), s. auch u. 6.
Anmerkungen: Die Deponentia ziehen anders als ~aTnVL den Akzent im Konj. und Opt. 1. zurück: ÖUvnTaL ö!:1.vwvaL ö"JvaLTo 2. Im NT kommen weiter vereinzelt vor: 1!~v1!pnVL 1!pn(a)-, 1!p~aw ~1!pnaa 1!~1!pnKa verbrenne (tr.) 1!pa(vg1. §80,4ff)+ hp~a%nv 1!~1!pnavaL K~xpnVL xpnExpnaa (Lk 11,5) leihe
AKTIV IND.PRÄS.
IMPERFEKT
KONJUNKTIV OPTATIV
E5uva.-~nv 2
5UVW-UUL
2. 5UVU-OUL 1
(E5uvw 3)
5uvlJ
5UVUL-O
3. 5UVU-,UL
~5uvu-,o
5Uvn-,UL
5UVUL-,O
Sg.l.
5UVU-~UL
E5uva.-UE3u
5UVW-UE3u
5UVU[-~E3u
~5uvu-03E
5uvn-03 E
5UVUL-03E
3. 5uVU-V,UL
E5uvu-v,o
5uVW-V't"UL
5UVUL-V,O
INFINITIV 5uvu-03uL PARTIZIP 5UVa.-UEVOS;;, 1
5UVU-~EVn,
oder öuv~ 2 auch ~öuvdvnv. (nachklass.).
3<
6
7
5uvu[-unv
2. 5uvu-03E
P1.1. 5UVa.-UE3u
5
5uva-UEvov €öuva-ao(§70,FN 9).
159
§
122-123
FormenLehre / Die Verben
2. Verben auf §
-VUj.J.L/-VVUj.J.L
122 Präsens und Imperfekt von
(Nasalpräsentien)
OELKVUj.J.L
Vgl. BR §133; BDR §92.
OE LKVUj.J.L zeige
OELK-
AKTIV IND.PRÄS.
IMPERFEKT
KONJUNKTIV
8g.1. OdKVU-]..LL
tOdKVU-V
OELKVU-W
2. OdKVU-~
tOdKVU-~
OELKVU-TJ~
3. odKvu-aLv
tOdKVU EOELKVU-j.J.EV
OE LKVU-TJ OELKVU-Wj.J.EV
tOELKVU-'E 3. OELKvu-äaLv tOELKvu-aav
OELKVU-n'E OELKvu-waLV
Pl.l. OELKVU-j.J.EV 2. OELKVU-'E
IMPERATIV
OdKVU OELKVU-.W OELKVU-'E OE LKvU-.waav 1
MED./PASS. 8g.I. OELKvu-j.J.aL
EOELKVU-j.J.nv EOELKvu-ao 3. OELKvu-.aL tOELKVU-'O Pl.l. OELKvu-j.J.E8a EOELKvu-j.J.E8a 2. OELKvu-a8E EOELKvu-a8E 3. OELKvu-v.aL EOE LKVU-V"W 2. OELKvu-aaL
AKTIV INFINITIV OELKvu-vaL PARTIZIP OELKVU~, -VUV'O~i
OELKvUw-j.J.aL OELKvu-ao OELKVUTJ OELKvUn-.aL OELKvu-a8w OELKVUW-l-LE8a OELKvun-a8E OELKvu-a8E 2 OELKvUw-v.aL OE LKvu-a8waav
oELKvüaa~
-an~i
OE LKVUV,
MEDIUM/PASSIV INFINITIV oELKvua8aL PARTIZI P OELKVUl-LEVO~i OELKVUl-LEVni OELKVUl-LEVOV 1 2
§
klo -VTWV (§70). klo -cr~wv (§70).
123 Stammformen der Verben auf
-VUl-LL
Vgl. BR §135; BDR §92; 101.
1.
Gutturalstämme (vgl. §90ff; 95)
Tabelle siehe Seite 161.
160
-vuv.o~
Stammformen der Verben auf
-VVU~L
I
Präsens
I
Perfekt
Stamm
I Futur
IAorist EOE~!;a
oEoE~xa
e:OELXaTjV
OEoE~YjJ.a~
E~Eu!;a
-
e:~EUXaTjV
E~EuYjJ.a~
xa-rEa!;a
xa-rEaya
xa-rEaYTjV I
binzerbrochen [!] 3
l.
OE LXVUjJ.~ zeige
OE~X-
od!;w
2.
~EUyVUjJ.~
~EUY-
~EU!;W
verbinde 3.
123,1-124
§
3
-e:ay-
xa-ra!;w
od.
xa-rEa!;w
zerbreche
s. §71e. jJ.dyvujJ.~
(att.)
jJ.EL!;W
jJ.E~y-
4
jJ.LY-
jJ.EjJ.E~Yua~
jJ.L!;W
EjJ.~!;a
-
EjJ.LXaTjV
jJ.EjJ.~yjJ.a~
miEw
ErrTj!;a
rrErrTjya
mische rrf)yvujJ.~
rrTjY-,
be-
rray-
festige 6.
~)liyvujJ.~
(tr. );
e:rraYTjv
pay-
reisse
I
bin fest [!]
EppTj!;a
pf)!;w
zerreisse PTjY-,
4
EjJ.E~!;a
e:jJ.ELXaTjV
mische
jJ.LyVUjJ.~
5.
2
(F)ay-,
ä.yvujJ.~
xa-rayvujJ.~
4.
1
paynoojJ.a~
EppaYTjV
a.rroAEow
arrwAEoa
5 3
6
EPpwya I
(Pass. , intro )
bin zerbro3 [!] chen
2. Liquidastämme (vgl. §97ff) 7.
-OA-,
a.rr6AAujJ.~ «-OAVUjJ.~, §lSd)
-OAE-
(a. k1.
richte zugrunde .• verliere a.rr6AAujJ.a~
ojJ.vujJ.~
a.rroAoüjJ.a ~ ,
gehe
schwöre
(s. §72g)
-sCs, §87; 98a)
a.rrwA6jJ.Tjv 1
ojJ.oüjJ.a~
ojJ.-,
a.rr6AwAa bin verZoren 2 / 3
a.rroAf.i
zugrunde, verZoren
8.
cnoAw,
7
arroAwAExa
,
wjJ.ooa
8
OjJ.wjJ.oxa
Im NT dafür meist OjJ.OOjJ.f.i (§87; 98a (s. §72g) (§1l4f) ; sicher ist nach der ~L-Konjugation nur der Inf.Präs. O~VUVCtL •
o]Jvuw
Stammformen der Verben auf
-vvujJ.~
§
Vg1. BR §13S; BDR §92; 101.
1.
Stänune auf
-0
(zum Präs. s. §13h FN1; zu
-00> -0
§13g)
Tabelle siehe Seite 162. I
Aor.2 (§107k; 10Sf).
2
Vg1. §200b.
3 Vg1. §189c.
4
Vg1. §2b, FN1.
161
124
§
1
124,1-7
Formenlehre / Die Verben
Präsens
IStamm
1. 6.UCjJ~EVVUU~
EO- < EO-
6.UCjJ~Evvuua~
(F)
bekleide
(aUCjJ~EvvUU~
(Akt. )
bekleide mieh
2
6.UCjJ~w,
-Et~
(§87; vgl. 92f)
<
)
OßEO-,
-EavUU~
erlösehe 3. !:WVVUU ~ gUrte
EOßE0311v oßTiooua~
1
~oßEoua~
1/3
~oßl1ltal
E!:wo311v 2
~!:woua~
~oßl1V
Vgl. äOßEOTO~ unauslöschlich.
!:wo-
~!:woa
!:wow
2
gUrte mieh
Stämme mit vokalischem Auslaut
2. 4.
ltEpcivvuu~
ltEpa-,
ltEPW,
misehe
ltEpaO-,
(§84)
(Wein)
-Q.~
EltEpaOa EltPa.311v
ltpa5.
ItEXPClllClG
ltPEUa.VVUU~
ltPEua-,
ltPEuW,
hänge
ltpEuaO-
(§84)
(tr.)
ltEltEpaoua~
klass. :
Vgl. äxpcno~ unvermischt.
5
nUCjJLEoua~
~oßEoa
OßEOW
( < !:wavuu ~ )
4
nUCjJLEoa nl!CjJ ~ EOa.Ul1V
)
oßl1-
OßEvvuua~
Med.:
IPerfekt
IAorist
(Med.)
2. OßEVVUU~ lösehe «OßEavUU~
3
I Futur
_Q.~l
EltpEuaoa EltPEUa.o311v
ltpEuaua~
hange
6
pWVVUU~
6.
pw(o)-
pwow
~ppwoa
Eppwo311v
stärke
~ppwua~
Imp.Pf.Pass.: EPPWOO gehab dich wohl:
7
Ol;pWVVUU~
7.
breite aus
2
o-epw-
o-epwow
~o-epwoa
Eo-epW3l1v
~o-epwua~
klass. klass. ohne o. Wurzelaorist (vgl. §l06) wie E-ßn-v schritt, aber Opt. OßE~n-v usw. und Ptz. OßE~~Oßi.VTO~ usw.; davon abgeleitet: Fut. oßnooll-;;:G.
162
§
Wu r Z e 1 prä sen
3. Die
t i
125a-b
en §
1.
Et~L
125 a
ich bin (Wz. EO-, vgl. lat. esse 'sein')
Vgl. BR §138; BDR §98.
IND. PRÄS, IPF, Sg.l. E t~L
9
T
2. EL
3. E01; LV
Pl.l.
t~EV
KONJ, oPT.
ii~nvl
~5
n!; nv
T,1!; 1)
n~Ev3
~~EV
2
T
2. tOTE
nTE"
nTE
3. doCv
noav
~OLV
PARTIZIP Mask. Gen. Fern. Gen. Ntr. Gen.
WV ÖVTO!; oDoa OÜan!; ÖV ÖVTO!;
I
kl. kl. 3 und " kl.
2
dnv dn!; dn
IMP,
FUTUR e:oo~aL
INF, PRÄS,
CO&L
e:OT,1
ErVaL
e:OTW
6
e:OTaL ! Eoo~E&a
Ern~Ev 7
e:OEO&E ErnTE e:OTE B eOTwoav eoovTaL e:oEo&aL ELnoav
~v od. ~. ~cr1Ja (im NT selten).
B
9
kl. SOTWV (§70) . Vgl. §lOc.
ih.lE1Ja (unklass . ) . a. ~crTE.
5
< EcrW.
6
auch ihw (unklass . ) • Statt 2.pl. Imp. wird im NT 2 .Pl.Fut. Ind. EcrEcr1JE (z.B. Mt 5,48) gebraucht oder dann
7
INF, FUT,
yLvEC11JE.
Enklitisch sind alle Formen des Ind.Präs. ausser Er in ihrer Funktion als Kopula (§256c; 6d), aber betont, wenn das Verb dasein vorhanden sein bedeutet. In diesem Fall sowie in jeder Bedeutung lautet die 3. Sg. nach oux, W!;, E t , xaL, TOÜT' u. a),,),,'
~OT
LV, z. B.:
e:OTLV Cl &EO!;
Gott existiert (Hb 11,6)
oux e:OTLV OLXaLO!;
Da ist kein Gerechter. (Röm 3,10)
oux
~OTLV
c1>OE
Er ist nicht hier.
(Mk 16,6)
Vgl. §6f. Komposita: ä.nEL~L
bin abwesend
napEL~L
bin anwesend
e:!;EOTLV
es steht frei, (dafür a. EVL; im NT OUlt EVL es gibt ist erlaubt
e:VEOTLV
es ist möglich/erlaubt
nicht)
163
b
125c-d
§ C
2•
FormenLehre / Die Verben
Er j.1 L werde gehen (Wz. E L-, L- ), im NT nur in Präsensbedeutung
(und zwar in Komposita); vgl. §113,3. Vgl. BR §137; BDR §99.
IND,PRÄS, IPF, Sg.l.
2. 3. Pl.l. 2. 3. 1
d:j.1L d: EraLV Lj.1EV [TE LaaLv
auch ~CY..
IMP,
INFINITIV
fjELv l fjE q; LaL TjEL LTW f,ij.1EV f,iTE [TE f,iaav 2 LTWO"aV 3 2
auch
~ wcy.v •
cgvaL KONJ, LW usw. OPT, COLj.1L usw. 3
PARTIZIP
Mask. Cwv gen. COVTO~ Fern. Coüaa Gen. COUO"11~ Ntr. Cov Gen. tOVTO~
klass. L. OVTWV (§ 70) •
Akzent der Komposita (vgl.§74a): !!;ELj.1L ich gehe hinaus, aber: T~ EnLOU~ nj.1EP~
d
3.
EnL~v
-Loüaa -LOV foLgend
am foLgenden Tag
cpnj.1L sage (Wz. cpn-, cpa-) Vgl. BR §136; BDR §99.
IND,PRÄS, IPF.
Sg.l. cpnj.1L 2.
cpn~
(cp1j~)
3. cpnaLv Pl.l. cpaj.1EV
1
IMPERATIV
INFINITIV
~cpnv
cpa.a L, cpciTE
cpcivaL
~cpnaaa
KONJUNKTIV cp{j)2 usw •
PARTIZIP cpa.axwv usw.
~cpn ~cpaj.1EV
2. cpaTE
~cpaTE
OPTATIV cpaLnv usw.
FUT .IAOR, cpnaw usw.
3. cpaaLv
~cpaaav
cpaLj.1EV usw.
~cpnaa usw.
1
Auch als Aorist gElbraucht.
2
<
cpn w.
Anmerkungen: 1)
Der Ind.Präs. ist mit Ausnahme der 2.Sg. enklitisch (§6d).
2)
Im NT bezeugt: 1.Sg./3.Sg./3.Pl.Ind.Präs. und 3.Sg.Ipf.
164
§ 4.
KELlJ,aL Ziege
125e-g
(Wz. KEL-)
e
Vgl. BR §139; BDR §100.
IND,PRÄS, IPF, 8g.1. KELlJ,UL
EKe:LlJ,nV
2. KELOUL
EKELOO
3. KELl:UL
EKELl:O
INFINITIV
Anmerkungen:
KEL08uL
1. Dieses Verb wird als Pf. Pass. von TL~n~~ lege gebraucht (vgl. §120,1). 2. Die Komposita ziehen nur im Ind. und Imp. den Akzent zurück (vgl. §74): EK~H~Ccr~a~ auf ••. liegen &vTfH~~~a~ bin entgegen
PARTIZIP
EKe:LlJ,E8u
KEClJ,EVO~
2. KEL08E
EKEL08E
KELlJ,EVn
3. KELVl:UL
EKELVl:O
KEClJ,EVOV
Pl.l. KEClJ,E8u
FUTUR KELOOlJ,aL 5.
Kci8nlJ,UL sitze (Wz. Ku8n-, Ku8no-)
f
Vgl. BR §139; BDR §100.
IND,PRÄS, IPF, 8g.1. Kci8nlJ,UL 2. Kci8T,l1 3. Kci8nl:UL
Pl.l. Ku8nlJ,E8u
IMP,
EKu8nlJ,nv
INFINITIV Ku8fjo8uL
EKci8noo
Kci8ou 2
EKci8nl:o
KU8no8w
PARTIZIP Ku8nlJ,EVO~
EKU8nlJ,E8u
2. Kci8no8E
EKci8no8E
Kci8no8E
KU8nlJ,EVn
3. Kci8nvl:UL
EKci8nvl:o
KU8no8wouv 3
KU8nlJ,EVOV
IND,FUT, Ku8noolJ,a L4 1
2
klass. Hd~ncra~. statt att.: Hd~ncro.
3
4
klass. Ha~ncr~wv. klass. Ha~~c5ou~a~ (§87).
Anmerkung:
9
Im Klass. war noch wichtig (vgl. BR §138; BDR §358 1 ) : xpn es ist nötig, man muss (im NT nur Jak 3,10) Ipf. xpnv od. ~xpnv Inf. xpnva~ Konj. xpn Opt. xpdn Ptz. (TC) xp~wv
165
Dritter Teil
Syntax
Begriff und Aufbau der Syntax
§
126-127c
11
A, GRUN DS ATZ L ICH E VOR B E ME RKUNGEN Begriff und Aufbau der Syntax
§
126
§
127
Vg1. BR, S. 162; Heupe1, S. 137f.
Unter
'S Y n t a x '
OUVTCXOOW
1.
(von
zusammenstellen)
n ouvTa~L~
Zusammenstellung, Anordnung,
versteht man die Lehre von
der Funktion der Wortarten und Wortformen im Satz
(§129-252) , 2.
deren Verbindung zum Satz (§253-265) und
3.
der Verbindung von Sätzen (§266-296).
Beim ersten Punkt handelt es sich um die sogenannte 'analytische Syntax', beim zweiten und dritten um die sogenannte 'synthetische Syntax'.
Der Satz und seine Glieder Vg1. Organon, S. 163; Heupe1, S. 120; 137f.
1.
Der
S atz
- der im Zentrum der Syntax steht - drückt
a
einen vollständigen Gedanken (Informationsseite, Inhalt, vgl. Einleitung unter B) aus, und zwar mit Hilfe bestimmter formaler Mittel (Ausdrucksseite; s. §128). Die wichtigste (inhaltliche) Einteilung ist diejenige in Behauptungs-, Begehrungs- und Fragesätze (s. §266ff). 2.
Der Satz hat eine bestimmte formale Struktur, deren selb-
ständige Teile man
's
atz g 1 i e d e r '
b
nennt. Am wichtig-
sten sind (ausführlicher §254ff): Subjekt ('S', Satzgegenstand), Prädikat ('P', Satzaussage), Objekt ('0', häufigste Ergänzung), Adverbiale ('UmstandsA/UmstandsE', Umstandsbestimmung). Das Attribut (Beifügung) ist nur Teil eines Satzgliedes (s. §260) • 3.
Der nicht erweiterte Satz besteht aus
Sub j e k t
(S,
169
C
§
127d-e
Syntax / Grundsätzliche Vorbemerkungen
s. §255) und
Prä d i kat
(P, s. §256), (S+p):
e:Öa.XPUOEV (p)
Jesus weinte
(Jh 11,35)
o "InOOü!: (S) d
4.
Das
'0
b j e k t'
(0)
ist eine (meist)
not wen d i g e
(od. konstitutive) Ergänzung (§254d) zu der von Subjekt und Prädikat gemachten Aussage; es gehört zum Prädikatsverband 'prädikative~'
und ist daher ein 'Notwendig'
Satzglied (§257a; 254c).
(od. 'konstitutiv') bedeutet, dass der Satz ohne
diese Bestimmung unvollständig, ungrammatisch wäre (§254b), (S+P+O) : at cl.Ac::mExE!: (S) CPWAEOUl: (AkkO)
(P)
~XOUOLV
(AkkO+P
=
5.
Das
(Mt 8,20)
Prädikats verband)
Ohne das AkkO (pWAEOUl: Höhlen
e
Die Füchse haben Höhlen
wäre der Satz unvollständig.
'A d ver b i a l e '
f r eie
(s. §254e) ist eine gewöhnlich
Umstandsangabe (Umst,andsA, §259a-m) zu dem von Sub-
jekt und Prädikat beschriebenen Sachverhalt (seltener eine notwendige Umstandsergänzung [UmstandsE], §258c). 'Frei' meint, dass der Satz auch ohne diese Angabe vollständig wäre (§257b) : OTllJ.EPOV (Adverbiale: TempA) UE"t" EUOÜ
Heute wirst du mit mir im Paradies
~OT,I
sein (Lk 23,43)
(Prädikatsverband/Subjekt) EV
"t~ napaöELcr~
(Adver-
biale: LokA) Die Adverbialien oTlUEPOV heute ("Wann?", Temporalangabe) und EV
"t~ napaöELo~
im Paradies
("wo?", LOkalangabe) sind freie
Umstandsangaben. Der Satz wäre auch ohne sie vollständig. UE"t" EUOÜ mit mir
("Mit wem?", "Wo?") hingegen ist notwendi-
ger Teil des Prädikatsverbandes ([prädikative] Lokalergänzung [LokE], §258c). Im übrigen siehe §254-260 zu den einzelnen Satzteilen, insbesondere zu den verschiedenen formalen Möglichkeiten, in denen diese erscheinen können.
170
Die syntaktischen MitteZ
§
128a-b
Die syntaktischen Mittel
§
128
Vgl. BR §143-145.
Im Griechischen werden Zusammengehörigkeit und gegenseitige Beziehung der Wörter eines Satzes und der Sätze eines Satzgefüges bzw. eines Textes hauptsächlich durch folgende Mittel ausgedrückt: 1.
Die
F 1 e x ion sen dun gen.
Sie kennzeichnen die
a
wesentlichen Satzteile (s. §127) und lassen erkennen, welche Wörter durch Kongruenz (§261-265) zusammengehören. 2.
Die
Wo r t s t e l l u n g
(BR §144; BDR §472-478).
Sie ist im
Griechischen (wie im Lateinischen) viel freier als in den modernen europäischen Sprachen, da die Satzzusammenhänge schon weitgehend durch die Flexionsendungen bestimmt werden. Doch gewisse Regeln bzw. Neigungen sind auch hier zu beobachten. Am wichtigsten sind folgende: a)
Anfang- und Schlussstellung heben das betreffende Satz-
glied hervor. b)
Das NT (namentlich die Erzähler) zieht im Hauptsatz (im
Verbalsatz mit Vollverb) folgende Reihenfolge vor (wahrscheinlich unter semitischem, vor allem hebr. Einfluss, vgl. GK §142f, Bauer-Leander §99 alb): ~
(Prädikat+Subjekt+Objekt)
(bei Sätzen mit Kopula bzw. Nominalsätzen aber meist: S+(P)+SE [Subjekt+(Kopula)+ Subjektergänzung/Prädikatsnomen],
§135a; 256c/d; 258a/b)
Im ausserbiblischen Griechisch hat das Prädikat häufiger eine MittelsteIlung. Soll ein Satzteil hervorgehoben werden, so kann von der NormalsteIlung abgewichen werden. Meist wird dann der betonte Teil vorangestellt. c)
Enklitika und wenig betonte Wörter stehen gerne an der
zweiten Stelle des Satzes (§6; 252). d)
06 und
~n
stehen, wenn sie den ganzen Satz verneinen, ent-
171
b
§
128c
Syntax / Grundsätzliche Vorbemerkungen
weder am Satz anfang (bei einem Nebensatz meist nach der einleitenden Konjunktion) oder vor dem finiten Verb (vgl. §244). e)
Das Subjekt oder Objekt (selten) des Nebensatzes kann als
Objekt des übergeordneten Satzes vorausgenommen werden ('Prolepsis' oder 'Antizipation', vgl. §292b):
Betrachtet die Lilien auf dem Felde, a.ypoü nWG au!;a:vouoL"v.
f)
wie sie wachsen!
(Mt
6,28)
Wichtig ist der Unterschied zwischen 'attributiver' und
'prädikativer' Wortstellung (§136). C
3.
Die zahlreichen B e z i e h u n g s w ö r t e r
Sie bestim-
men das Verhältnis zwischen Wörtern, Satzgliedern und Sätzen. Neben dem Artikel (§129-l36) finden sich hier vor allem die Präpositionen (§183-l86), Konjunktionen (§25l) und die übrigen Partikeln (grossenteils an eine bestimmte Wortstellung gebunden; §252).
172
Syntax nomina Zer Wortarten und Wortformen
B, WORTARTEN UND WORTFORMEN I M SATZ
I, SYNTAX NOMINALER WORTARTEN UND WORTFORMEN Für eine allgemeine Kurzeinführung in die Kategorien der griechischen Nominalformen, die Genera, Numeri und Kasus, siehe Formenlehre §23. Im Vergleich mit dem Deutschen und für die Exegese besonders relevant sind die Kasussyntax und der damit verbundene Gebrauch der Präpositionen. Sie werden daher hier im Anschluss an die Syntax des Artikels (§129-l36), des Adjektivs (§137/8), der Pronomina (§139-l44) und der Zahlwörter (§145) ziemlich detailliert behandelt (§146-l87). Weniger Eigentümlichkeiten
weist der Gebrauch von Genus und
Numerus auf; sie sind bei BDR unter §138-l42 aufgeführt. Zur Kongruenz s. §26l-265. Hier die wichtigsten Punkte zu den Numeri (vgl. BDR §139-142): Bezeugt ist u.a. auch 1. a)
der Singular mit verallgemeinernder Bedeutung ('kollektiver/genereller Sg.'): TL OOV Ta KEPLOOOV TaU Welchen Vorzug hat nun der Jude ... ? 'Iou6aLou ... ; (d.h. der Jude als Jude [vgl. §131b]) = ... haben nun die Juden •.• ? (Röm 3,1) b) mit distributiver Bedeutung ('distributiver Sg. '): &V6pE~ 6uo tKEoTnoav aDTaL~ zwei Männer traten in leuchtenden EV to~nTL aOTpaKTouoQ Gewändern (w. in leuchtendem Gewand) zu ihnen (Lk 24,4) Normalerweise wird allerdings im Altgriech. (wie im Lat. und z.B. im Englischen) in solchen Fällen der PI. verwendet. Dies gilt an sich auch für das NT (vgl. andere Lesart zu dieser Stelle sowie Apg 1,10), man begegnet aber auch dem Sg. (begünstigt durch das Hebr. [beide Gebrauchsweisen vorhanden, vgl. GK §124r/sl wie im Deutschen,vgl. Duden-Grammatik §382] und das Aram. [offenbar Sg. bevorzugt, vgl. Bauer-Leander §87k]). Vgl. die hebraisierenden Umschreibungen präpositionaler Begriffe §185b. Vgl. a. §262-265 zur Numeruskongruenz.
173
§
129a
Syntax / Die Syntax des Artikels
2. der Plural mit folgenden bemerkenswerten Gebrauchsweisen: a) bei Konkreta aal Himmelsgegenden und Richtungen: ano avaToAwv aus dem Osten (Mt 8,11) EX 6E~~WV rechts, zur Rechten (Mt 20,21.23) bb) Festnamen: Ta EyxaLv~a das Tempelweihfest (Jh 10,22) b) bei Abstrakta zur Bezeichnung konkreter Erscheinungsformen: %u~6~ + %U~OL Zorn + Zornesausbrüche (2Kor 12,20; Gal 5,20)
1. Die
Syntax des
Art
kels
Der Artikel wird meist als Attribut gebraucht (§260b, vgl. aber a. §130).
§
129 Unterschiede im Gebrauch des Artikels zwischen dem Griechischen und dem Deutschen Vgl. BR §148f.
a
I.
Das Griechische ist
1.
Das Griechische hat keinen unbestimmten Artikel (wie im
0
h n e ,
das Deutsche mit Artikel:
Deutschen 'ein, eine'). Das unbestimmte Pronomen (§60; l44a) kann dafür gebraucht werden; vereinzelt findet sich auch das Zahlwort _o;v1')p
Er~
(§62; l45b):
(·n~)
([E~~] ypa~~aTEu~
ein Mann (Apg 25,14; Jak 2,2) ein Schriftgelehrter [Mt 8,19; lKor 1, 20])
2.
Beim Prädikatsnomen (in der Regel, s. §135):
3.
Häufig nach Präpositionen (s. §133a):
4.
von der Stadt (Mt 23,34) Manchmal, wenn eine Grösse genannt wird, die einzigartig
••• _ qXj)~ E CU ~ "Coü xoauou
•.. bin ich das Licht der We l t (Jh 9,5)
und unverwechselbar ist (s. §133b), z.B.: der Glanz der Sonne (lKor 15,41)
174
Untersahiede im Gebrauah des Artikels Grieahisah-Deutsah
5.
§
Oft bei abstrakten Substantiven (s. §133c): _ayann Ka.AUn.e: L
nAii8o~
auapnii>v
Die Liebe deakt viele Sunden zu (lPt 4,8)
11. Das Griechische ist mit,
das Deutsche ohne Artikel:
1.
In Verbindung mit Pronomina (vgl. §13l):
a)
beim Possessivpronomen (vgl. §57; l40a; s.a. §136a): Ö öLaKovo~
b)
.Q
~u6~
mein Diener
(Jh
12,26)
beim Demonstrativpronomen (vgl. §58; l4lb; s.a. §136b):
.Q
oiho~
c)
12gb
.e:Awvn~
dieser Zöllner (Lk 18,11)
beim Zweizahlpronomen aucp6.e:pOL beide
EXaTEpO!;
(klo a. tlllQlW beide,
jeder von beiden, oft a. EXa.OTO!; jeder)
(vgl. §63b; l36c):
beide Boote (Lk 5,7)
d)
nach den Personalpronomina (1. u. 2. Person) zur Einfüh-
rung einer Apposition (vgl. §260h): tAacr8n.L UOL e)
~
auap.wAlji Sei mir Sunder gnädig! (Lk 18,13)
nach dem possessiven Genitiv des Relativpronomens (vgl.
§59; 142e): •••• L~ uto~
ßacrLALKö~
oö Ö
f)cr8tVe:L
••• ein känigliaher Beamter, dessen Sohn krank war
(Jh 4,46)
(vg1. frz. dont le fils)
f)
bei nu~ jeder/ganz/alle (s. §136d): nucraL at ye:ve:aC alle Gesahleahter
(Mt
1,17)
2.
Bei Eigennamen (s. §134):
a)
bei Namen von Personen, die man als schon genannt oder
als allgemein bekannt bezeichnen will (s. §134a): ane:KPL8n
a6.oi:~
Johannes antwortete ihnen
(Jh
1,26)
.Q • Ic.xivvn~ (vg1. schweizerdeutsch de Johannes hät ••• )
b)
(vg1. hehr. [De1itzsch] ,~~f'_ O~N '~!l)
meistens bei Namen von Landschaften und Ländern, selten
auch bei Ortsnamen (s. §134c). 3. Beim vokativisch gebrauchten Nomin. (Koine, s. §148b):
Mn
cpoßoü, .0 ULKPOV nOLuvLoV
FUrahte diah niaht, du kleine Herde! (Lk 12,32)
175
b
§
§
130
Syntax / Die Syntax des Artikels
130 Der pronominale Gebrauch des Artikels Vgl. BR §146; BDR §249-251.
Der Artikel hatte ursprünglich die Bedeutung eines Demonstrativpronomens (vgl. §141e). In folgenden Verbindungen findet sich noch der pronominale Gebrauch (einem Demonstrativ- oder Personalpronomen entsprechend [vgl. §54; 139c; 141e], daher a. mit Satzgliedfunktion [S/O, §255b; 257b, s.a. Syntax der Kasus und der Präpositionalgefüge, §146ff; 183ff]) :
1.
Mit zwei Gliedern (auf Bekanntes bezogen od. ganz unbestimmt) :
o
]J.EV
der eine - der andere od.
0 OE
-
einer - ein anderer (lKor 7,7; Gal 4,23) OL
]J.EV
-
OL
OE
die einen - die anderen od. einige - andere (Apg 14,4; 17,32; 28,24)
(dafür a. 0 ~EV ETEPO~ - 0 6' ETEPO~; im NT a. [0] E~~ - [0] ETEpO~/ E~~, Mt 6,24; 20,21 [BDR §247,3], a. OG ~EV - äAAOL 6E, TLVE~ OG 6E u.ä., Mt 16,14; Apg 17,18 [BDR §250])
2.
Ohne das zweite Glied
(im NT nur Apg) :
sie (gingen weg) (Apg 5,41) 3.
Am
häufigsten ist die Wendung (im NT nur in den Evangelien und
in der Apg üblich):
o
öft,
0
L öft
dieser/der aber, diese/die aber
(doch oft ohne adversativen Sinn des öft, vgl. §252,12):
o
ÖE dnEv
er (aber/und er) sagte (Mt 12,3)
Tl ÖE dnEv
sie (aber/und sie) sagte (Mk 6,24)
OL ÖE Ernav
sie (aber/und sie) sagten (Lk 5,33)
Statt des Artikels in obigen Wendungen tritt oft (bes. Koine/NT) das Relativpronomen (vgl. §54; 142h) ein, das ursprünglich auch demonstrativen Sinn hatte: ·o~ ~EV - O~ 6E der eine - der andere: €OTotUpWOotv •• ~EV €x 6E~LWV, sie kreuzigten den einen zur Rechten, 6E €~ apL
'ov
176
:ov
Der angemeine Gebrauch des Artikels: individuen u. generell.
§
131a-b
Der allgemeine Gebrauch des Artikels: individuell u. generell
§
131
Vg1. BR §147; BDR §252; Zerwiek §165-171.
Allgemein gesehen, wird der griechische Artikel weitgehend wie der (bestimmte) deutsche gebraucht: Er weist auf etwas hin (vgl. ursprüngliche demonstrative Bedeutung, s. §130), er bestimmt ('determiniert') es und hebt es von anderem ab; er sagt, dass es sich um dieses oder diese handelt, und nicht bloss um solches oder solche. Er wird (1) individuell (s.u. a), (2) generell (s.u. b) und (3) substantivierend (§132) gebraucht. 1.
Der
i n d i v i d u eIl e
Artikel hebt ein einzelnes We-
a
sen, eine einzelne Grösse hervor a)
vor einem im Kontext erwähnten Nomen. Der Artikel ist hier
eine Rückbeziehung auf eine vorher erwähnte Grösse und heisst darum 'anaphorischer Artikel' (avacpopa. Zurückbringung) :
b)
Aaßiöv.oO!;; mtv.E d.p.OU!;;
er nahm die fünf Brote und die zwei
xat .oO!;; ouo tx3ua!;;
Fische
(Mk
6,41 - s. V. 38)
zur Bezeichnung einer allgemein bekannten Grösse:
fl ypacpn/aL ypacpaL
die Schrift/Schriften (des AT; Jh 7,38; Mt 26,54)
.0 tEPOV
c)
das Heiligtum, der Tempel (Apg 21,28)
Der Artikel kann den Sinn eines Possessivpronomens haben
(in der Koine weniger häufig als im Klass.; vgl. §57; 140d): OUX ~XE~
noü .nv
xEcpaAf'\v XALVT,l
er hat nicht, wohin er sein Haupt legen könnte (Lk 9,58)
Vgl. Jh 19,30.
2.
Der
gen e r e I l e
Artikel steht,
a)
wenn ein einzelner als Vertreter einer ganzen Kategorie
b
gemeint ist, singularisch (vgl. S. 173): oux tn' d.p.ep uovep
nicht vom Brot anein lebt der Mensch (Mt 4,4)
177
§
131c-132b
Syntax / Die Syntax des Artikels
der Arbeiter ist seines Unter-
1:i;!;; 1:po
haUs (seiner Speise) wert (Mt 10,10)
auch bei substantivierten Partizipien (s. §237; vgl. 135):
Q nL01:EUWV ~XEL
~w~v
Q 8EAWV ~wi;!;;
b)
C
EL!;;
1:0V
utöv
ULWVLOV.
AUßE1:W ü6wp
6wpEav.
Jeder, der an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben. (Jh 3,36) Jeder, der will, nehme das
Wasser
des Lebens umsonst. (Apk 22,17)
wenn eine besondere Gruppe genannt wird, pluralisch:
ot • Iou6u'COL
die Juden (Jh 1,19)
ot Il>UPLOU'COL
die Pharisäer (Mt 23,2)
ot 1:EAWVUL
die Zöllner (vgl. Mt 9,11)
Merke: Die Wiederholung des Artikels hält zwei koordinierte Begriffe auseinander; steht umgekehrt nur e i n Artikel vor mehreren Substantiven, so werden die Begriffe zu einer gewissen Einheit zusammengefasst, wenn nicht sogar einander gleichgesetzt (s. Zerwick §184; vgl. BDR §276) :
EV 21
MaxE6ov~~
xaC
EV 21
'Axät~
(Ihr seid ein Vorbild geworden denen) in Mazedonien und in Achaia (die beiden Provinzen werden unterschieden)
(Denn das Wort des Herrn hat sich von euch aus verbreitet nicht nur) in Mazedonien und Achaia (sondern überall) (die beiden Provinzen stehen dem 'überall' als Einheit gegenüber) (lThess 1,7f)
§
132 Der allgemeine Gebrauch des Artikels: SUbstantivierung anderer Wortarten Vgl. BR §147,3; BDR §263-267.
Durch Voranstellung des Artikels können substantiviert werden (im Griechischen geschieht dies in grösserem Ausmass als im Deutschen; vgl. auch den Artikel bei Attributen, §136):
aLAdjektive (s. §137):
b
2.
178
ot n1:WXOL
die
ot nAouoLoL
die Reichen (vgl. Lk 6,24)
A~en
(Lk 6,20)
Partizipien (s. §237):
ot XU1:0LXOÜV1:E!;;
die Bewohner (Apg 2,9)
1:a unapxov1:u
der Besitz (Mt 19,21)
Der aZZgemeine Gebrauch des ArtikeZs: Substantivierung
3.
§
132c-j
c
Infinitive (s. §223ff):
"'Co {}EAELv ••• "'Co xa"'CEpya~Eo8aL
das WoUen ... das VoZZbringen
4.
Adverbien (s. §24lb):
a)
der Zeit (Temporaladverbien):
"'Co
VUV:
ano "'COU VU\I
(Röm 7,18)
d die gegenwärtige Zeit: von jetzt an (Lk 1,48)
b)
des Ortes (Lokaladverbien):
"'Co nEpav 5.
das jenseitige Ufer
(Mt 8,18)
e
Präpositionalgefüge (§183c):
ot UE"'C
atnou
"'Ca. xa"'C' EUE
seine BegZeiter
(Mt 12,3)
was mich angeht
(od.
meine Lage)
(Phil 1,12)
6.
Partikeln (s. §252):
"'Co vat ••• "'Co oü 7.
(2Kor 1,17)
Zahlwörter (s. §145):
ot öwöExa 8.
f das 'Ja' ... das 'Nein'
9 die ZwöZf
(Apostel)
(Lk
9,12)
eine Wortgruppe od. ein Satz (s. z.B. §273b) bzw. ein Zitat:
"'Co d
ÖUV\l .•.
h
Das lWort) 'wenn du kannst' ... (Mk 9,23)
in dem lWort) 'Du soZZst deinen
nAnOLOV oou
w~
oEau"'Cov
Nächsten Zieben wie dich seZbst' (Gal 5,14)
9.
ein Ausdruck im Genitiv (der Artikel regiert den Genitiv-
ausdruck; s. §159b/c):
ot "'Cou XPLO"'COU
die Christus Angehörenden
"'Ca. "'Cou {}EOU
die Sache Gottes
"'Ca
KaLoapo~
(lKor 15,23)
(Mt 16,23)
das, was dem Kaiser gehört
(Mt 22,21)
j
Merke: Bei gewissen Adjektiven und Pronomina kann die Substantivierung durch den Gebrauch des Artikels zu einer Bedeutungsverschiebung führen, z. B.
nOAAoL
vieZe
(vgl. §5l):
oL nOAAOL
(neben
die vieZen)
die grosse MehrzahZ, die meisten
(Mt 24,12)
179
§
133a-c
Syntax / Die Syntax des Artikels
mehrere
TtAELOVE!;
ot TtAELOVE!;
die meisten (lKor 15,6)
sehr viele
die meisten (Apg 19, 32D)
§
133 Fehlen des Artikels Vgl. BR §149,2-5; BDR §252-259; Zerwick §171-183.
a
1.
Der Artikel kann fehlen, wenn ein Nomen von einer
Prä pos i t ion
(s. §183-186) abhängt, selbst wenn es
sich auf etwas Bestimmtes bezieht
(im Klass. vor allem bei ad-
verbial gewordenen Ausdrücken, in der Koine allgemeiner):
b
2.
aTto _TtOAEW!;
von der Stadt (Mt 23,34)
OLU _TtLO"t"EW!;
durch den Glauben (Eph 2,8)
EX _XELPO!; Ex3pwv
aus der Feinde Hand (Lk 1,74)
ETti: _yfi!;
auf Erden (Mt 6,10)
TtUPU _Ttu"t"pO!;
vom Vater (Jh 1,14)
UTt~P _o'YLWV
für die Heiligen (Röm 8,27)
Der Artikel kann fehlen, wenn eine Grösse genannt wird,
die in ihrer
Art
ein z i g
ist und nicht verwechsel t
werden kann (vgl. Eigennamen, §134b): o6E;u _TtALou. • •
der Glanz der Sonne ...
ooE;u _oEA1')VT]!;
der Glanz des Mondes (lKor 15,41)
3EO!; fiv EV XPLO"t"4> _XOO1J,OV Gott war in Christus und versöhnte
die Welt mit sich selbst (2Kor 5,19)
xu"t"uAAcloowv tuu"t"4>
C
3.
Der Artikel fehlt oft bei
a b s t r akt e n
Nomina
(vgl. §22a): _aYclTtTl XUAUTt"t"E L TtAfi30!;
die Liebe deckt viele Sünden zu
O,1J,Up"t"LWV
(lPt 4,8)
vuvi: o~ W~;VEL _TtLO"t"L!;,
EA- Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung,
TtL!;, _aYclTtTl, "t"o."t"pLU"t"UU"t"U _ V01J,OV
oOv xu"t"UPYOÜ1J,EV
OLU "t"fi!; TtLO"t"EW!;; 1J,f'l
180
Liebe - diese drei. (lKor 13,13) Setzen wir nun durch den Glauben das Gesetz ausser Kx>aft? Keineswegs!
y EVO L"t"o· aAAo. _ V01J,OV
Vie lmehr richten wir das Gesetz
to"t"clV01J,Ev.
auf. (Röm 3,31)
Fehlen des Artikels
Et yap OLa
§
v6~ou
Denn wenn die Gerechtigkeit durch das Gesetz
_OLxaLoouVn •.• 4.
133d-f
l käme J • ••
(Ga1 2,21)
Im biblischen Griechisch (LXX und NT) kann der Artikel
d
auch vor einem Substantiv fehlen, von dem ein determiniertes Substantiv im Genitiv abhängig ist, beeinflusst von der hebr. Regel des
I
status
c
0
n s t r u c tu s ' , nach welcher das re-
gierende Nomen nie den Artikel hat (s. GK §125a; Zerwiek §182; vgl. u. §136e):
_o6!;a XUPLOU
(= ka!?.o~
die Herrlichkeit des Herrn (Lk 2,9;
Jhwh/~l~' ii~T;
Jhwh als
vgl. Ps 104,:31)
hebr. Eigenname ist ohne Art., entsprechend sein Ersatz
){UPLOS;)
5.
Regelmässig fehlt im NT der Artikel auch vor Substantiven
im
Gen i t i v
e
die von einem artikel losen Substantiv ab-
hängen (s. Zerwiek §183; vgl. u. §136e): A.6yo~
das Wort Gottes (lThess 2,13)
8EoD
6.va.o,aoL~
_VEXPWV
die Auferstehung der Toten (lKor 15,21)
Der Gebrauch des Artikels bei
6.
Herr
8 E6
~
Gott,
x u p L0
f
~
(vgl. BDR §254): Der Artikel steht, wenn Gott als der Gott,
der sich in Jesus Christus und zuvor in Israel geoffenbart hat, hervorgehoben werden soll. Er fehlt a)
oft nach Präpositionen (vgl. o. a):
tv _8EQ!EX _8EoD!üno _8EOÜ!napa _8EQ usw. b)
im Gen., der von einem artikellosen Substantiv abhängt
(vgl. o. e): pfi~a
Gottes Wort (Lk 3,2)
8EOÜ
die Gerechtigkeit Gottes (Röm 1,17) u.ö. Die Formel
XUPLO~
0
8E6~
begegnet meist in Zitaten aus dem AT
(z. B.: Mt 4,7.10).
o
XUPLO~
bezeichnet an den meisten Stellen den erhöhten Jesus.
Der Artikel fehlt auch dort oft nach Präpositionen (vgl. o. a) , z. B.
npo~
_xup LOV zwn Herrn (2Kor 3,16).
ZU TO äYLOV ~vED~a bzw. TO ~vED~a TO äYLOV und ~vED~a äYLOV der Heilige Geist s. BDR §257,2 und Bauer s.v. 5ca/S bzw. Konkordanz.
181
§
g
133g-134b
Syntax / Die Syntax des Artikels
MERKE für die Exegese (s. Zerwick §176ff): 1. Bei abstrakten Nomina ist das Fehlen des Artikels normal, das Setzen des Artikels (die bewusste Determinierung) exegetisch besonders bedeutsam (vgl. o. c und s. Jh 14,6). 2. Bei konkreten Nomina hingegen ist das Fehlen des Artikels exegetisch bedeutsam. Dabei ist zu beachten: In folgenden Fällen kann das durch das Substantiv Gemeinte trotz des Fehlens des Artikels determiniert sein: a) beim Prädikatsnomen (s. §135a/c), b) bei Personennamen im NT (s. §134b), c) bei Präpositionalgefügen (s.o. a), d) im Bibelgriechischen manchmal beim Nomen regens einer Genitivverbindung (beeinflusst von der hebr. Constructus-Regel; s.o. d) und e) bei einem Substantiv im Genitiv, das von einem artikellosen Substantiv abhängig ist (s.o. e).
§
134 Der Artikel bei Eigennamen Vgl. BR §148,l; BDR §260-262; 254.
I.
Bei
Per san e n n am e n
(vgl. individuellen Artikel,
§13la) :
a
1.
Altgriechische Regel für Personennamen:
Der Artikel steht beim Personennamen, wenn die Person als schon genannt oder als allgemein bekannt bezeichnet werden soll; sonst fehlt der Artikel:
]..LE-Ci1 ••• prnoPO!; _TEP-CUA.A.OU mit .. . einem Anwalt, einem gewissen Tertullus
(Apg 24,1)
(Tertullus wird hier zum erstenmal erwähnt: der Artikel fehlt.) ~pEa-co
xa-CnYOpEtv
Q TEp-CUA.A.O!;
Tertullus fing an, lihnJ anzuklagen (Apg 24,2)
(Vor dem Namen steht der Artikel, da Tertullus schon genannt worden ist. )
b
2.
Im NT ist der Gebrauch des Artikels bei Personennamen
nicht einheitlich. Der Artikel fehlt häufig da, wo wir ihn nach obiger Regel erwarten würden; dies lässt sich gut durch semitischen Einfluss, direkt oder indirekt (über die LXX) erklären: im Hebr. und Aram. fehlt bei Personennamen der Artikel bzw. die Determinationsendung
(GK §125c; Segert, S. 334).
Die Synoptiker haben fast immer den Artikel bei 'Jesus', also:
182
§
Der Artikel bei Eigennamen
2
134c
während er bei Johannes oft weggelassen wird.
"Inooü~,
rraüAo~;
Meistens heisst es 0
bei
rrETPO~
jedoch steht zur
Hälfte ein Artikel, zur Hälfte keiner. Nicht deklinierbare Eigennamen bekommen manchmal zur Verdeutlichung des Kasus den Artikel: tYELpaL TExva
~
"Aßpa.O.lJ. 11. Bei s c h e n 1.
g e
dem Abraham Kinder erweaken (Mt 3,9)
0
g rap his c h e n und
e t h n
0
c
g rap h i -
Namen:
Namen von Landschaften und Ländern werden meist mit dem
Artikel verbunden, da sie ursprünglich Adjektive waren, zu denen xwpa Land und
yfi Erde/Land ergänzt werden sollte (vgl.
Ellipse, §293c):
n "IouöaCa n I'aALAaCa
!!. "AoCa
2.
3.
Judäa (Mt 19,1) Galiläa (Mt 2,22) Asien (römische Provinz; Apg 16,6)
Namen von Flüssen haben den Artikel: nEpav TOÜ "Iopöavou
jenseits des Jordans (Mt 4,25)
2
der Euphrat (Apk 16,12)
Eu
Namen von Völkern werden teils mit, teils ohne Artikel
genannt: (OL) "IouöaLoL
die Juden
(in den Evangelien - bes. Jh. - mit, bei Paulus meist ohne Artikel)
die Grieahen (im NT selten mit Art.) 4.
Ortsnamen stehen überwiegend ohne Artikel: • I EPoo6AUlJ,a, "IEpoUOaAnlJ. Jerusalem KacpapvaoulJ.
Kapernaum (fast immer ohne Artikel)
183
§
§
135a
Syntax / Die Syntax des ArtikeLs
135 Der Artikel beim Prädikatsnomen und bei adverbial gebrauchten Adjektiven und Partizipien Vgl. BR §149,1; BDR §273; Zerwick §172-175.
a
I.
Beim
Prä d i kat s n
0
me n
(Identifikationsergänzung zum
Subjekt [SIdE, weitgehende Gleichsetzung od. Klassifizierung], §258a; 256c/d) :
1.
Als allgemeine Regel gilt: Das Prädikatsnomen hat keinen
Artikel (weitgehende Gleichsetzung od. Klassifizierung; vgl. §136b): EL 0
8EÖ~ naT~p
(SIdE)
~v
Wenn Gott euer Vater wäre . .•
ugWv
•••
(Jh 8,42)
(weitgehende Gleichsetzung) Vgl. Jh 9,5; 10,36.
ouxoüv
er
ßaOLAEO~
(SIdE)
OU~
Du
bist aLso doah ein König?
(Jh 18,37)
(Klassifizierung)
2.
Der Artikel kann jedoch stehen
betont), wenn
a)
(meist völlige Gleichsetzung
(s. individuellen Artikel, §131a)
das Prädikatsnomen eine den Hörern bekannte Grösse ist:
o 1tpocpnTT)~
(SIdE)
er
oU~
Bist du der Prophet? (der in Dt 18,15 verheissene)
(Jh 1,21)
Vgl. Mk 6,3.
b)
das Prädikatsnomen ein in seiner Art einziges Wesen be-
zeichnet: 00 Er 0 XPLOTÖ~ 0 utö~ TOÜ 8EOÜ TOÜ
~OOVTO~
Du
bist der Christus, der Sohn des
-Lebendigen Gottes! (Mt 16,16)
Darum hat das Prädikatsnomen in den Selbstzeugnissen Jesu im Johannesevangelium meist den Artikel: ~yw Et~L ~
tyw
Iah bin das Brot des Lebens
(Jh 6,35)
(SIdE) Et~L
x6~ou
c)
0 dpTOG TnG TO ceWG TOÜ
Iah bin das Liaht der WeLt (Jh 8,12)
(SIdE)
Subjekt und Prädikatsnomen identisch sind (bei völliger
Gleichsetzung, in Definitionen):
184
t} älJ.a~:nLa tOTtV
die Sünde besteht in der Gesetz-
t} civo~La (SIdE)
Losigkeit
(lJh 3,4)
Artikel bei Prädikatsnomen u. adverbialem Adjektiv u. Partitip
3.
§
135b-c
Die Wortstellung kann bei der Artikelsetzung eine Rolle
spielen (s. BDR §273) : a)
bei der Standardwortstellung S+(P)+SIdE (vgl. §128b)
steht der Artikel in der grossen Mehrzahl der Fälle im NT: EYW TOÜ
b)
(S)
e:t~L
Ta
(P)
xoogou (SIdE)
Ich bin das Licht der welt (Jh 8,12)
bei der weniger häufigen Wortstellung SIdE+(P)+S fehlt
der Artikel in der grossen Mehrzahl der Fälle (zwecks Markierung des Prädikatsnomens): ... ~ (SIdE) TOÜ xoo~ou
e:t~L
(S/p) ... bin ich das Licht der Welt
(Attribut zu
(Jh 9,5)
SIdE) II. Bei
a d ver bi al
t i v e n 1.
und
gebrauchten (s. §259c)
Par t i z i pie n
A d j e k-
b
fehlt der Artikel:
beim adverbial gebrauchten Adjektiv (s. §137dl:
o
ä.AAO~ ]J.a8Tni1~ ••• liA8EV
n:PWTO~
(TempA)
e:t~ TO
Der andere Jünger ... kam zuerst an das Grab (Jh 20,4)
~Vl1~E'COV
2.
beim adverbial gebrauchten Partizip 6.xouoa~ 6~
0
(TempA)
ßaoLAEU~...
(s. §230-232):
Aber als der König ... hörte . .. (Mt 2,3)
c
MERKE für die Exegese: 1. Stellt sich bei zwei nominalen Satzelernenten die Frage, welches von beiden das Subjekt bzw. das Prädikatsnomen (SIdE) sei, so gilt folgendes: a) Sind beide determiniert (d.h. mit Artikel, doch siehe auch §133b; 134b) - oder nicht determiniert -, so handelt es sich in der Regel beim ersten um das Subjekt und beim zweiten um das Prädikatsnomen (SIdE). b) Ist eines nicht determiniert, so handelt es sich bei diesem grundsätzlich um das Prädikatsnomen (SIdE). 2. Fehlt bei einern Adjektiv oder Partizip der Artikel, so hat es keine attributive Funktion (vgl. §136), es sei denn, das Bezugswort wäre nicht determiniert, in welchem Falle attributive Deutung möglich wäre. Ob adverbialer oder prädikativer Gebrauch vorliegt, ergibt sich in der Regel aus dem syntaktischen Kontext (vgl. §229b). Mit Artikel hat es stets attributive oder substantivische Funktion (vgl. §132a/b; 136a; 229b).
Zur Kongruenz s. §263 u. 265.
185
§
§
136a-b
Syntax / Die Syntax des Artikels
136 Der Artikel und die attributive und prädikative Wortstellung Vgl. BR §150-153; BDR §269-272; Zerwick §186-192.
a
1.
Attribute verschiedenster Form (vgl. §260c-m) mit deter-
miniertem Bezugswort stehen grundsätzlich entweder a)
zwischen Artikel und Nornen LÖ axaaaPLOV rrvEüua
der unreine Geist (Mt 12,43)
~
der Glaube an Christus (vgl. Kol 2,5)
Et~ Xp~aLöv rrLaL~~
oder b)
nach dem wiederholten Artikel: La rrVEüua La axa3apLov
der unreine Geist
n rrLaL~~ ... n rrpo~
der Glaube an Gott (lThess 1,8)
LOV
(Mk 1,26)
3E6v Der zweite Artikel kann fehlen, wenn mehrere Attribute bei einem Substantiv stehen (besonders wenn es verbale Kraft hat) : eure durch den Geist lbewirkte) Liebe (Kol 1,8) Weiter s.u. e.
Dies ist die sog.
attributive
Wortstellung (s.a.c/d).
Bei nicht determiniertem Bezugswort ist das Attribut meist ohne Artikel. Doch kommt es (bes. in der Koine) - nachgestellt - auch mit Artikel vor (attributive Funktion wird eindeutig) : xaAov e:pyov ein gutes Werk (Mk 14,6) Xapi'tv llEyaAllv grosse Freude (Lk 2,10) ein erstklassiges Gewand (Lk 15,22)
b
2.
Nicht attributiv bzw. substantiviert gebrauchte Adjektive
(vgl. §137) und Partizipien (vgl. §229ff, s.a. §2590) stehen grundsätzlich ohne Artikel a)
vor dem Artikel des Substantivs uaxap~o~
rrLwxot
(SArtE) ot
L~ rrvE6uaL~
Selig sind, die arm im Geist sind. (Mt 5,3)
oder b)
hinter dem Substantiv
n EVLOAn
aYLa xat
xat aya3i).
186
(SArtE)
ö~xaLa
Das Gebot ist heilig, gerecht und gut. (Röm 7,12)
ArtikeZ und attributive und prädikative WortsteZZung
136c-d
§
Ein Beispiel mit Prädikatsakkusativ (S+P+AkkO+OArtE [Objektsartergänzung/Objektsprädikativ], §258b.a; 259n):
.0 arj.La .nG ÖLa&";XTlG xo~VOV
lder) das BZut des Bundes für wert-
(OArtE) 1'!YTlaa.j.Le:voG Zos geaahtet hat (Rb 10,29)
Da hier meist prädikativer Gebrauch vorliegt, spricht man von
'p r ä d i kat i ver '
Wortstellung. S. auch a und c
sowie §259 0, zum Begriff 'prädikativ' §254c FN. 3.
In einer Reihe von Fällen haben Attribute dieselbe Wort-
stellung wie die oben unter b genannten prädikativen
C
Fälle.
Zu Unrecht spricht man meist auch hier von 'prädikativer' Wortstellung: äusserlich stimmt sie zwar mit der prädikativen überein, aber ein prädikativer Sinn liegt nicht vor. Sie ist in folgenden Fällen obligatorisch: a)
bei den (fast immer nachgestellten) possessiven Genitiven
der Personalpronomina (vgl. §57; 140): .ö ovoj.La atnoü
b)
c)
sein Name (Mt 1,21)
bei den Demonstrativpronomina (vgl. §58; 141): oihoG 0 .e:AWVTlG
dieser ZöZZner (Lk 18,11)
o
dieser Mensah (Lk 23,47)
äv&pwnoG oö.o>
bei den partitiven Genitiven (vgl. §166; s.a. unten e): .0uG nAe: CovaG
.wv
die meisten Brüder
(Phi! 1,14)
ä.Öe:AqlWV d)
beim Zweizahlpronomen
EXaTEpO!;
jeder von beiden, oft
ä.j.Lql(s.e:po~
a.
beide (klo a.
EXaaTO!; jeder)
&).HPW beide,
(vgl. §63b):
beide Boote (Lk 5,7)
4.
d
In gewissen Fällen sind beide Wortstellungen möglich,
doch haben sie unterschiedliche Bedeutungen: a)
näG (verstärkt
äTla!;,
klo a. aUjlTla!;) /ÖAOG (vglo BDR §275; Zerwiek
§188-191)
aal
'prädikative' Wortstellung: n§.aa 1'! näaa~
x.Ca~G
at ye:ve:aC
die ganze Sahöpfung (Röm 8,22) aZZe (soeben genannten) GesahZeahter (Mt 1,17)
(die Vollzähligkeit aller Teile wird betont)
187
§
136e
bb)
Syntax / Die Syntax des Artikels
'attributive' Wortstellung:
o nu!; vO]..LO!;
das gesamte Gesetz (Gal 5,14)
OL nav'E!; äV6pE!;
die Gesamtzahl der Männer (Apg 19,7)
(die Vollständigkeit als Einheit wird betont) Ohne Artikel:
1I:äv O€VOPoV 1I:aVTE:!; äv0pw1r0L,
jeder (beliebige) Baum (Mt 3,10) alle beliebigen Menschen, alles, was Mensch heisst (Apg 22,15)
doch nachkl., bes. - hebraisierend - bei Namen (vgl. §134c), manchmal: 1räoa OLXOOO~n der ganze Bau (Eph 2,21)
b)
a6.o!; (vgl. §54c):
aal
'prädikative' Wortstellung: a6.o!; 0
bb)
der Herr selbst
Kup~o!;
(lThess 4,16)
'attributive' Wortstellung: derselbe Geist (lKor 12,11)
c)
klass. auch einige Adjektive der Ortsangabe (s. BR §152) :
aal 'prädikative' Wortstellung (Adjektiv bezeichnet einen Teil des von ihm bestimmten Substantivbegriffs): 1rOAL,!; ~€on/~€on 1rOAL,!; die Mitte der Stadt bb) 'attributive' Wortstellung: die mittlere Stadt
n
e
n
5. Beim Gen i t i v a t t r i b u t (§158b) gibt es im NT vier Möglichkeiten (die ersten beiden sowie aa sind auch kl.); es steht a)
zwischen dem Artikel und dem regierenden Nomen (eingerahmt; vgl. o. a): TO Tn!; ~E:yaAn!; 0E:ä!; das Heiligtum der grossen Göttin 'ApT€~L,OO!; ~E:POV Artemis (Apg 19,27) b) mit Wiederholung des Artikels hinter dem regierenden Nomen (vgl. o. a): TnV OL,OaOXaALav TnV ToD die Lehre Gottes, unseres Erretters OWTnpO!; n~wv 0E:oD (Tit 2,10) c) Regens und Genitivattribut folgen aufeinander, wobeibeide ihren Artikel haben, der Artikel des Regens vor dem Attribut jedoch nicht wiederholt wird (allgemein Koine) : die Liebe des Christus beherrscht n ••• aya1rn ToD XPLOTOÜ OUV€XE:L, n~ä!; uns (2Kor 5,14) Im NT sind Wendungen der folgenden Art sehr häufig: SaOL,AE:La TOÜ 0E:oÜ die Gottesherrschaft (Mk 1,15 usw.) n SaOL,AE:La TWV oupavwv die Himmelsherrschaft (Mt 3,2 usw.) d) Regens und Genitivattribut sind ohne Artikel miteinander verbunden (vgl. §133d/e): OL,xaL,OOuvn ••• 0E:OÜ EV aUT~ Gottes Gerechtigkeit wird in ihm &1rOXaAU1rTE:TaL, ---offenbart (Röm 1,17)
n
188
Zum Gebrauch des Adjektivs
§
137a
Häufig sind auch Wendungen wie: Freund Gottes (Jak 2,23) die Menge der Sünden (lPt 4,8)
=RAn~oS;~PTLWV
Merke: aal Der gen i t i v u s par t i t i v u s (§166) hat nie attributive Stellung (wohl aber attributive Funktion!): OL AOLROL TWV &V~pWRWV die übrigen der Menschen (Lk 18,11) bb) Nach einem Gen., der ohne wiederholten Artikel ist, kann der Artikel auch vor dem attributiven Präpositionalgefüge fehlen: TWV auyye:\lWV 1l0U ..!cn& aapxC!.
meine Volksgenossen nach dem Fleisch
(Röm 9,3)
Zur Kongruenz s. §263 u. 265.
2. Die
Syntax
des
Zum Gebrauch des Adjektivs
AdJektivs
§ 137
(vgl. §44-49)
Vgl. BR §150-l53; 260f; BDR §24l-243; 263f; 270; Zerwick §140-l42.
Das Adjektiv kann vierfach verwendet werden:
1.
(1) attributiv,
(3) substantiviert und
(2) prädikativ,
(4) adverbial.
Bei
a t t r i b u t i ver
Anwendung gibt es vier Möglich-
keiten der Stellung (vgl. §260; 136a/d): a)
Das Adjektiv steht zwischen Artikel und Substantiv:
o
ÖLXULO~ XPL.n~
n XULVi'l b)
öLu8nxTj
der gerechte Richter (2Tim 4,8) der neue Bund
(Lk 22,20)
Das Adjektiv wird dem determinierten Substantiv mit Wie-
derholung des Artikels nachgestellt:
o nOL]J.i'lv 0 .ö c)
cpW~
xUA6~
.Cl a.ATj8LV6v
der gute Hirte (Jh 10,11) das wahre Licht
(Jh 1,9)
Das Adjektiv steht ohne Artikel hinter dem artikellosen
Substantiv (häufig; vgl. aber a. §136a):
!:wr;
UtwVLO~
~PYov ••• xUA6v
d)
das ewige Leben (Röm 6,23) ein gutes Werk (Mt 26,10)
Das Adjektiv steht ohne Artikel vor dem artikellosen Sub-
189
a
§
137b-c
Syntax / Die Syntax des Adjektivs
stantiv: xuL"vi'i
x-["Co~~
eine neue schäpfung letzte Stunde
EOXa.LTl WPU
b
2.
prä d i k a t i ver
(2Kor 5,17)
(lJh 2,18)
Gebrauch (vgl. §258b; 136b, prädi-
kative wortstellung) : a)
als Objektsartergänzung (OArtE,
'Objektsprädikativ',
S+P+Ak);O+OArtE, §258b, vgl. 259n): ~XW
ich habe das Zeugnis als ein grässe-
~UPLUPCUV ~EC~W
Li'iV
(= ~EC~OVU,
OArtE) =
n
res
~EL~WV
~UPLUPCUV
das Zeugnis, das ich habe, ist
grässer/ich habe ein Zeugnis, das
~UPLUPCU ~v ~xw ~EL~WV
EOLLV/EXW
=
n
grässer ist
EOLCV
(Jh 5,36; BDR §270,3;
Zerwick §186; vg1. P1aton, Apologie 31b)
TIETIWpwgEVTlV (OArtE, eig.
Habt ihr euer Herz als ein verhärte-
ein Ptz., aber wie ein Adj.
tes?
ihr ein Herz, das verhär-
tet ist?/Habt ihr ein verhärtetes
EXELE Liiv
gebraucht)
= Habt
XUPOLUV UlJ,WV;
Herz?
(vg1. §233d)
endurci? (Mk
vg1. frz.
avez-vous le coeur
8,17)
Vgl. Rb 7,24.
b)
als Subjektsartergänzung (SArtE,
S+[p]+SArtE; §258a) mit oder ohne
'Prädikatsnomen',
dw: sein
oder
YLVO~~
werden
(§256c/d) :
n EVLOAn
o~xuCu
das Gebot ist heilig und gerecht und
XUL ayu8D (SArtE)
gut
YCVOU TI ~ OLÖ~ (SArtE)
sei treu bis zum Tode
ä.xP~
C
ayCu xut
(Röm 7,12)
(Apk 2,10)
8UVa.LOU
3.
sub s t a n t i v i s c her
Gebrauch:
a)
mit oder ohne Artikel (dafür im letzteren Fall oft mit
Beiwort; vgl. §132a): LOi:~ ayCo~~
den Heiligen
XATl1:0i:~ ayCo~~
berufenen Heiligen
(Eph 1,1) (Röm 1,7)
Vgl. 1Kor 1,2.
b)
Manche Adjektive werden wegen häufiger Verwendung nicht
mehr als Adjektive empfunden (vgl. §260c):
190
lJie Komparation
§
n ~pnuo~ (erg. xwpa od. yfi Land)
137d-138a
die Steppe, Wüste (vgl. Mt 3,3 u.ö.)
Zur Ellipse von yfi/xwpa Land, nUEPa Tag, wpa Stunde/Zeit usw. s. §293c c)
(u.
BDR §241).
Beliebt ist besonders bei Paulus der Ersatz eines abstrak-
ten Substantivs durch das Neutrum Sg. eines Adjektivs (auch Klass. und höhere Koine): .0 xpncr.Ov .00 3EOO =
die Güte Gottes (Röm 2,4)
n
xpncr.6.n~ .00 3EOO .ö öuva.öv au.oO = .~v
4.
seine Macht (Röm 9,22)
öuvaULv au.oO
Gelegentlich wird das Adjektivauch
a d ver b i a 1
d
ge-
braucht, d.h. es bestinunt nicht das Substantiv näher, mit dem es übereinstinunt (wie beim Attribut), sondern den durch das Prädikat bezeichneten Vorgang (s. §259a-m, q; 258c; vgl. adverbial gebrauchtes Ptz., §230-232); es hat ebenfalls 'prädikative' Wortstellung (§135b): öEu.Epa'LoL (TempA) "'A30- Am zweiten Tag kamen wir an. UEV
E t yap
(Apg 28,13) ~xoov
(ModA) .00.0 Denn wenn ich dies freiwillig tue,
npa.crcrw. • •
. .. (lKor 9, 17 )
Vgl. 2Kor 8,17. oXnVOÜ~EV unaL~p~o~
(LokA)
wir lagern unter freiem Himmel (Xenophon, Anabasis 5.5.21)
Zur Terminologie s. §2590. Zur Kongruenz s. §26l-265; zum pleonastischen xaL §252,29.
e
Anmerkung: Ein genitivus qualitatis wird öfters statt eines Adjektivs (im NT) gebraucht, dazu vgl. §162; 260c/e.
Die Komparation
§
(vgl. §50-52)
138
Vg1. BR §253,21. 183. BDR §244-246. Zerwick §143-153.
I.
Im Griechischen sind zwei Konstruktionen möglich:
1.
Die verglichene Grösse (Attribut zum Adjektiv, §2600)
a
191
§
138b-c
Syntax / Die Syntax des Adjektivs
wird mit der Partikel Ti als an den Komparativ angereiht: ö.~
UE[~WV
tutv
n
denn er, der in euch ist, ist grässer
Eo.tv Ö EV
Ö EV .~ x6ou~
als jener, der in der welt ist (lJh 4,4)
Vg1. a. 1Kor 14,5.
Diese Konstruktion ist selten. 2.
Die verglichene Grösse folgt ohne Ti im Gen.
(genitivus
comparationis, s. §170): UE [~w (= UE [~ova) 'OtHWV
du wirst Grässeres als das
öljJT,l
sehen (Jh 1,50)
Vg1. a. Jh 13,16; Lk 21,3; 7,26; 1Kor 15,10.
b
Anmerkungen: 1.
Das zweite Glied des Vergleichs kann auch wegfallen, doch
muss man dann im Deutschen den Artikel des weggelassenen Substantivs setzen: • Eyw
6~
UE[~W
Vor
2.
~Xw
.i'1v uap.up [av Das Zeugnis, das ich habe, ist grässer als
.oü "Iwavvou
TOÜ
das des Johannes (Jh 5,36; vg1. §137b)
'I. würde man vom Deutschen her
TnS
erwarten.
Ohne Vergleich kann der Superlativ wie in anderen Sprachen
auch elativisch gebraucht werden, d.h. es wird ein sehr hoher Grad der gemeinten Eigenschaft bezeichnet: EX EUAOU
.~]..!.~w.a..ou
aus kostbarstem
(=
sehr kostbarem,
nicht dem absolut kostbarsten) Holz (Apk 18,12)
3.
Der Komparativ kann durch den dat. differentiae (od. men-
surae, §178b) von
nOAu~
viel verstärkt werden (Attribut zu Ad-
jektiv od. Adverb, §260o): xat
nOAA~ nAE[ou~
Und noch viel mehr lLeute) kamen zum Glauben lan ihn) (Jh 4,41)
En[o'Euoav 4.
WS beim Superlativ bedeutet möglichst (vgl. §252,61 [u. 46] im NT Ix): WS TCXX LOTet möglichst schnell (Apg 17,15)
5.
Zu (ot)
nAdovE~
u.
(ot)
nAELo.O~
s. §132j.
11. Besonderheiten der Komparation im Bibelgriechischen:
c
1.
Besonderheiten, die auf
rückgehen
192
sem i t i s c h e n
Einfluss zu-
(vgl. GK §133; Bauer-Leander §94g): Da das Hebräische
§ 138d
Die Komparation
und Aramäische keine Komparativformen kennen und das biblische Griechisch beeinflusst haben, steht manchmal der
Pos i t iv
a)
statt des Komparativs:
xu>..ov EO-r Cv oe: e: i. oe:>..{}e: LV
es ist besser für> dich, Zahm zum
e: i. ~ -rr;v l:wr;v xw>..ov i'l
Leben einzugehen, aZs mit zwei Füssen
ouo
noou~
~xov-ru
-rou~
ß>"l1{}fjVUL in die HöZZe geworfen zu werden. (Mk 9,45)
Merke: Dem Komparativ kann folgen als wie oben oder (so oft in der LXX): Kapa m. Akk. im Vergleich zu, mehr als (Lk 3,13; Hb 11,4), UKEP m. Akk. hinaus über, mehr als (Lk 16,8; Hb 4,12) oder &KO m. Gen. (vgl. hebr. min) von - weg, mehr als. (Vor diesen Partikeln stehen gelegentlich auch Substantive [z.B. Lk 13,2] oder Verben ohne ~äAAOV [z. B. Lk 18,14; Hb 1,9] mit komparativischem Sinn.)
n
b)
statt des Superlativs:
noCu EV-ro>"n ue:ya>"l1 EV
was für ein Gebot ist das grösste
-riji VOJ.lCil;
im Gesetz? (Mt 22,36)
Einzelne Forscher meinen, der Komparativ könne im NT statt eines Gradunterschiedes auch einen Gegensatz (im Sinne einer semitischen Konstruktion mit min) bezeichnen (z. B •••• .(1E1ji ~äAAOV '1'\ &V.(1pulKOLS •• • Gott, nicht den Menschen statt ••• Gott mehr als den Menschen [Apg 5,29], BDR §246,2 [vgl. dagegen frühere Ausgaben dieser Grammatik]); doch rechtfertigt u.E. keines der angegebenen Beispiele für diese Konstruktion das Einführen einer solchen Nebenbedeutung.
2.
Besonderheiten, die auf den Einfluss der V
c h e
0
1 k s s pr a -
(Koine) zurückgehen: Die Volkssprache tendierte dazu,
die Superlativformen durch die Komparativformen zu ersetzen. So hat im NT der
Kom par a t i v
neben seiner eigentlichen
Funktion auch die Funktion des Superlativs übernommen (der Superlativ kommt nur in Jud 20; Apg 26,5; Apk 18,12; 21,11 vor) : a)
superlativisch:
ue:Cl:wv
o~
f] ayanll.
-rou-rwv
Die grösste unter diesen aber ist die Liebe. (lKor 13,13)
193
d
§ 139a b)
Syntax / Die Syntax der Pronomina
elativisch: onou6aL6-rEpO\;; 6~ una.Pxw\I
weil er aber sehr eifrig ist, ist
au3aLPE-rO\;; tEiiA,3E\I npö\;;
er aus eigenem Entschluss zu euch
UlJ,Q.\;;
abgereist (2Kor 8,17)
Merke: Die Regeln der Komparation des Adjektivs gelten grundsätzlich auch für das Adverb. S. §242.
3. D e
S y n tax
der
Pro n 0 m n a
Zu den verschiedenen Funktionen der Pronomina s. Syntax der Kasus und der Präpositionalgefüge (§146ff; 183ff). In der Syntax der Pronomina unterscheidet sich das Bibelgriech. bzw. die Koine vorn Klass. hauptsächlich in zweierlei Hinsicht: 1.
Die Pronomina kommen häufiger und dabei öfter pleonastisch
(vgl. §294x) vor (§139a-c; 140d; 289i). 2.
Die feineren klass. Unterscheidungen werden nicht mehr be-
achtet (§139g-j,1; 141c; 142a/b; 143b).
§
139 Personal- und Reziprokpronomina Vg1. BR §64-66; 154; BDR §277-283; 287f; Zerwiek §195-212.
a
I•
Das
n ich t r e f 1 e x i v e
Per s
0
n alp r
0
n
0
me n
(vgl. §54) 1.
Zum
No m i n a t i v
des Personalpronomens (als Subjekt,
§255a/d) a)
Grundsätzlich wird er nur dann dem Verb hinzugesetzt, wenn
er die Person hervorheben soll, vor allem bei Gegensätzen: tyeu xpda\l ~xw ••• }tat 00
Ich habe es nötig ... und du
~PXT,l np6\;; lJ,E;
kommst zu mir?
}tat 00
194
tE
au-rw\I Er
(Mt
3,14)
Auch du gehörst zu ihnen (Lk 22,58)
Personal- und Reziprokpronomina
b)
§
139b-c
Im NT gibt es jedoch Fälle, wo eine Hervorhebung vom
Kontext her wenig wahrscheinlich ist: ~3nKa
-u]J.Ö.!;
[va -UUe:L!;
-unciyn"te:...
Ich habe euch dazu
besteUt~
ihr hingeht .•.
15,16)
(Jh
dass
S. BDR §277,2; Zerwick §198.
2. oi'i
Die
b e ton t e n Formen tuoü usw., aoü usw. (k1ass. auch
b
usw., bezogen auf das Subjekt des regierenden Satzes) werden ebenI
falls bei Hervorhebungen gebraucht, und zwar a)
im Gegensatz: e:t
~
tÖLooEav, Kat
Wenn sie mich verfolgt (Jh
15,20)
(meist) nach Präpositionen: uci3e:"te: än' tuoü
S
so
werden sie auch euch verfolgen.
-uuäc öLwEouaLv. b)
haben~
0
n s t
Lernt von mir!
(Mt
11,29)
stehen die enklitischen Formen. Der Tendenz der
Volkssprache entsprechend (semitischer Einfluss wohl weniger wichtig) stehen diese im NT (oft pleonastisch) häufiger als im Klass., welches sie nur so weit verwendet, als es für die Deutlichkeit notwendig ist: tdv
3€A~!;
öuvaaaL
~
wenn du
Ka3aPLaaL
reinigen
willst~
(Mt
kannst du mich
8,2)
Zur noch stärkeren Hervorhebung konnte im Klass. dem Pronomen ein YE angehängt werden: ~YWYE (Akzent!) ich auf jeden Fall (vgl. §252, 10; 269c)
3.
Zur
a)
In der Koine steht in der dritten Person meist au"t6!;
(im K1.
d r i t t e n
Per 5
0
n :
c
im Nomin. EHE~VO~ jener oder Oi'iTO~ dieser [§58; 141d]):
au"tot napaKAn3naov"taL
sie werden getröstet werden
(Mt
5,4)
dem k1. Gebrauch entsprechend: Wo ist er? (Jh 7,11)
b)
Häufig (bes. KOine/NT) hat der pronominal gebrauchte
Artikel oder das entsprechend gebrauchte Relativpronomen die Funktion eines Personalpronomens (s. §130; 142h): OL }.L~v oöv tnope:uov"to... Sie gingen nun ••. (Apg 5,41)
195
§
139d-e
Syntax / Die Syntax der Pronomina
c) Im Klass. standen 00 (ou), oe (OL), E (E), a~ECs, a~wv usw. nur bezogen auf das Subjekt des regierenden Satzes (indirekt reflexiv, s.u. f-j): MEAEuoua~ yap n~fis MO~VQ Denn sie drängen uns, gemeinsam mit ihnen ... Krieg zu führen. ~ETa a~wv ... noAE~ELV. (Andokides, 3.27)
d
4.
a
u,
0 (;
usw. hat in der Koine drei Anwendungsmöglich-
keiten (vgl. BDR §288; 277,3): a)
b) c)
selbst
(bei Nomina 'prädikative' Wortstellung, s. §136b/d):
au,o(; 0 Kup LQ(;
der Herr selbst (lThess 4,16)
au,o(; EYW
ich selbst (Röm 7,25)
0 au,o(; derselbe
(' attributive' Wortstellung, s. §136a/d):
,ö au,ö nVEÜlJ,a
derselbe Geist (lKor 12,11)
er, seiner, ihm, ihn usw., Personalpronomen der 3. Person
(s.o. c). Merke: Bei Lukas begegnen wir in einigen wendungen einem einfachen a{nos statt eines aUTOS OOTOS (EMECVOS) dieser (jener) selbe, z. B.: EV aUTQ T~ n~{p~ am gleichen (an diesem selben) Tag (Lk 24,13)
e
5.
Im NT - wie auch in anderen griechischen und nichtgriechi-
schen Texten - gibt es Fälle mit uneigentlichem Gebrauch von
nlJ,EL(;: nlJ,EL(;
wird statt EYW
(bzw. 1. PI. statt 1. Sg. des
finiten Verbs) gebraucht; damit zieht der Schreibende (oder Redende) die Leser (oder Hörer) in eine Gemeinschaft mit seinem eigenen Tun ( , s ehr i f t s t e I l e r i s ehe r
P 1 u -
r a 1 ' oder 'pluralis sociativus' genannt):
nw(;
OlJ,O~WOWlJ,EV ,~v
ßaoLAE~av
,oü 8EOÜ .•• ;
Womit sollen wir das Reich Gottes ... vergleichen? (Mk 4,30)
Bei Paulus findet sich dieser Gebrauch, entgegen einer verbreiteten Auffassung, offenbar nur vereinzelt (z. B. 2Kor 10,11ff). S. BDR §280; Zerwick §8. Zur Verwendung von 1. oder 2. Sg. als Vertretung für eine beliebige Person zur Darstellung von Allgemeingültigem (in manchen Sprachen, im Griech. seit der spätklass. Zeit) mit einigen Beispielen bei Paulus (Gal 2,18; Röm 2,17; 11,17; mögiicherweise Röm 7,9.16.20.25; 8,2) s. BDR §281.
Zur Verwendung der Genitive anstelle von Possessivpronomina
s. §140b.
196
Personal- und Reziprokpronomina
§
139f-i
Zur Kongruenz s. §26l-265. Ir. Das 1. das
r e f 1 e x i v e
Per san alp r
0
n
0
Das reflexive Personalpronomen b e z i e h t Subjekt
me n
(vg1. §55)
s ich
auf
f
des Satzes.
Reflexives Beispiel (die Person des Pronomens entspricht der Person des Subjekts: das Pronomen bezieht sich auf das Subjekt, es ist rückbezüglich, reflexiv):
Ich lege Zeugnis über mich (selbst) ab. (Jh 5,31) Nichtreflexives Beispiel (die Person des Pronomens entspricht derjenigen des Subjekts nicht) :
Er legt Zeugnis über mich ab. (Jh 5,32) Man unterscheidet (für das Klass. relevant, vgl. o. c) zwischen a) direkt reflexiv, bezogen auf das Subjekt des eigenen Satzes und b) indirekt reflexiv, bezogen auf das Subjekt des übergeordneten Satzes.
2.
Die
F
0
r m endes Reflexivpronomens in den verschiedenen
Personen: a)
In der Koine wird für die erste und zweite Person Plural
9
fast ausschliesslich dieselbe Form des Reflexivpronomens wie in der dritten Person Plural gesetzt, dies im Unterschied zum Klass., das in der ersten und zweiten Person Plural die nichtreflexiven Formen mit
aULo~
verbindet
(~wWv
aULwv usw.,
uwWv
aULwv usw.). S. §55. b) Die im Klass. gebräuchlichen kontrahierten Formen des Reflexivpronomens der dritten Person (aUToü statt EauToü usw., s. §55) treten im NT ganz zurück. Während die 25. Auflage von Nestle-Aland in Lk 12,21 und in Apg14,17 noch aUT~/aUT6v setzt, kommen solche Formen in der 26. Auflage überhaupt nicht mehr vor. (Die ältesten Handschriften sind zumeist ohne Akzente und Spiritus [vgl. o. S. 12, FN2]!)
c)
Beispiele:
aal Singular: uapLupw fiEpt EgauLoQ
Ich lege Zeugnis über mich (selbst) ab. (Jh 5,31) Was sagst du über dich (selbst)? (Jh
1,22)
197
h
§
139j
Syntax / Die Syntax der Pronomina
nä~
u~wv
0
~uu.ov
Jeder, der sich selbst erhöht,
.une: ~ vw&Tioe:.u~ •
wird erniedrigt werden. (Lk 14,11)
bb) Plural:
EV
~uu.ot~ o.e:va~o~e:v
OU yc'ip
~uu.ou~ XTlPuooo~e:v
Wir seufzen in uns
xou~
.ou~
~e:&"
EXe:.e:
npooExe:.e:
n.wEUU'WV
EUU'Ot~.
(Röm 8,23)
Denn wir verkUndigen nicht uns selbst.
nav.o.e: yc'ip
selbst
(2Kor 4,5)
Denn allezeit habt ihr die Armen bei euch
(Mt 26,11)
Habt acht auf euch
selbst!
(Lk 17,3)
vg1. Apg 13,46; Röm 12,16.19.
E<j)"
~uu.o.~
XAULe:.e:
Weint uber euch selbst
(Lk 23,28)
Vgl. Mt 25,9. o\hw~ 6<j)e:LAOUO~V ä.v6pe:~
.o.~
ayunäv
yuvutxu~ w~
xui: OL
1:0.
~UU1:WV
~uu.wv
In gleicher Weise mUssen auch die Männer ihre (eigenen) Frauen wie ihre (eigenen) Leiber lieben. (Eph 5,28)
OW~U1:u.
j
3.
Ver n ach 1 ä s s i gun g
des Reflexivpronomens.
Die Regel im klass. Griechisch: Das Reflexivpronomen muss stehen, wenn das ergänzende Pronomen dieselbe Person wie das Subjekt bezeichnet (vgl. o. f): yvW&~
ouu.ov
(=
oe:UU1:ov) • Erkenne dich selbst! (Inschrift am Apo11ontempe1 in Delphi in k1ass. Zeit)
Im allgemeinen berücksichtigen die Autoren des NT das Reflexivverhältnis, doch trifft man, besonders beim genitivus possessivus (s. §159b) nicht wenige Fälle, wo statt des reflexi ven das nichtreflexive Personalpronomen (bes. der 3. Pers.) gebraucht wird. Dies kommt in der Koine allgemein vor, ist im Bibelgriechischen aber wohl wegen des semitischen Hintergrundes beliebt, wird doch im Hebr. und Aram. grammatisch nicht zwischen dem reflexiven und nichtreflexiven Verhältnis unterschieden. Beispiele (je mehr zwischen Subjekt und Pronomen steht, umso seltener begegnet man dem Reflexivpronomen) :
198
anupvTloao&w tuu.öv xut
er verleugne sich selbst und nehme
apa.w 1:ÖV 01:UUPÖV UU1:0Ü
sein Kreuz auf sich (Mt 16,24)
Personal- und Reziprokpronomina
napaAaßE UE.a oou E'L ~va
§
139k-n
Nimm noch einen oder zwei mit dir
'Ti ouo
(Mt 18,16)
nä~ av8pwnmnovo~
oux
kein Mörder hat ewiges Leben in
EXEL l:wT;v aLwvLov EV au. sich (lJh 3,15) Vgl. auch Lk 23,12; Mk 2,6; 14,33; Jh 1,29; Apk 13,16. Gelegentlich sind deswegen verschiedene Deutungen möglich: 6~&
durch das Kreuz, nachdem er durch dieses (oder durch sich) die Feindschaft getötet hatte (Eph 2,16) Vgl. auch Kol 1,20; lJh 5,10; Jak 5,20.
Tnv
4.
TOÜ oTaupoü anoxTELvas Ex~pav EV aUT0
~au.wv
kann das Reziprokpronomen aAAnAWV ersetzen (s.u. n).
k
5. Im Hebr. kann nepeJ 'Seele' die Funktion eines Reflexivpronomens haben (KB3 s.v.). Diese Gebrauchsweise kommt vereinzelt auch im Bibelgriechischen vor: anOAEO~ TnV ~uxnv aUToü ~ (wer) seine 'Seele' verliert ~ EauTov OE anoAEoas sn~~w~ELS sich selbst aber verliert oder zu Schaden bringt (Lk 9,24/25) S. BDR §283 8 ; Zerwick §212.
n
Zur Verwendung der Genitive anstelle der Possessivpronomina s. §140b.
Zur Kongruenz s. §26l-265. III. Das 1.
Re z i pro k pro n
0
me n
(vg1. §56)
Beispiele: ot
nOLUEvE~
m EAaAouv
npö~
Die Hirten sprachen zueinander
aAAnAou~
(Lk 2,15)
Lva ayanä'E
aAAnAou~
damit ihr einander liebt (Jh 13,34)
2.
Ersatz des Reziprokpronomens:
a)
~au.wv
n
(s.o. k) statt aAAnAwV (auch klass.): Haltet Frieden untereinander (lThess5,13)
b)
Er~
.öv
~va
OLXOOOUEL'E
statt Er~
aAAnAou~
.bv
~va
(nach BDR §247,4 Aramaismus; vgl. 145b):
Erbaut euch gegenseitig! (lThess 5,11)
199
§
§
140
140a-c
Syntax / Die Syntax der Pronomina
Das Possessivpronomen (vgl. §57) Vgl. BR §67; 155; BDR §284-286; Zerwick §195ff.
aLDaS
Pos ses s i v pro n
rück. Am meisten wird noch
0
tu6~
me n
mein
tritt im NT stark zugebraucht.
Syntaktisch wird es wie ein Adjektiv verwendet (vgl. §137; daher manchmal auch die Bezeichnung possessives 'Adjektiv'; das Bezugswort ist allerdings nur selten ohne Determination) :
tJ.
ßaa~Ae:La
fl M
meine Königsherrschaft (Jh 18,36) wegen deiner Rede (Jh 4,42) ein Freund von mir (BR §67)
In seltenen Fällen drückt das Possessivpronomen einen genitivus obiecti-
vus (s. §160e) aus (dies gilt auch fürs Klass.): zur Erinnerung an mich (lKor 11,24f) (vgl. Bauer, Spalte 115) Vg1. Röm 11,31.
b
2.
An die Stelle des Possessivpronomens treten die
t iv e
Gen i -
(genitivus possessivus, vgl. §159b) des Personalpro-
nomens (bereits Klass.): nicht reflexiv (meist 'prädikative' Wortstellung, vgl. §136c):
reflexiv (häufiger - wie klass. - 'attributive' Wortstellung, vgl. §136a):
uou
mein
e:uaU1:0Ü
mein (eigen)
aou
dein
ae:au.oü
dein (eigen)
sein. ihr
~au.oü -fi~
sein. ihr (eigen)
atrtoü
-fi~
(od. EXE~VOU -n~/TouTOU. T(lUTn~)
t'luwv
C
3.
unser
uuii)v
euer
atlLWV
ihr
Auch das Adjektiv t: ö
unser (eigen) ~au.wv
(s. §56/139 fürs Klass. ) ~ 0 ~
oft einfach die Bedeutung von .0. t:ö~a np6ßa.a (jlWve:i:
1
eigen, eigentümlich hat im NT ~au.oü:
er ruft seine Schafe (Jh 10,3)
Vgl. auch Lk 6,41; Jh 4,44; lKor 4,12.
200
euer (eigen)
ihr (eigen)
Das Possessivpronomen
§
140d-e
4. Eine naturgegebene Zugehörigkeit kann - wie im Deutschen - durch den blossen Artikel ausgedrückt werden, in der Koine allerdings weit weniger häufig als im Klass. (vgl. §139b; 131a): EXTsLva~ TnV xsCpa n~aTO Er streckte seine Hand aus und rührte mhoD. ihn an. (Mt 8,3)
d
Zum Gebrauch von xu.a m. Akk. im Sinne dieses Possessivpronomens in der Koine s. §184k.
e
5.
Beispiele:
a)
nicht reflexiv:
aal normal betont (s.o. b) : 0 rrUL!; UOU
Tl ö6f;u TluWV n 6.p~O'Epa oou .0 q>W!; uuwv .a ~PYu ulnou 0 AOYO!; utnwv bb) stärker betont (s .0. alb)
unser Ruhm (lThess 2,20) deine Linke (Mt 6,3) euer Licht (Mt 5,16) seine Werke (2Tim 4,14) ihr Wort (2Tim 2,17) :
in m ein e m
EL!; .a Egov övouu E L!; Ti'iV
mein Knecht (Mt 8,6)
zu
ngE·n~puv
uns e r e r
Namen (Mt 18,20) Lehre (Röm 15,4)
o~OUOXUACUV
o AOYO!; 0 OO!; o xu~pa!; 0 ugE'EPO!; 'OL!; EXELVOU
ypauuuo~v
.a EXELVWV uo.EpnUu .fj
b)
.ou.wv
6.rrE~8EL~
dei n Wort (Jh 17,17) e ure
Zeit (Jh 7,6)
sei n e n ihr wegen
Schriften (Jh 5,47)
MangeL (2Kor 8,14) ihr e s
UngLaubens (Röm 11,30)
reflexiv (in der Koine auch die nichtreflexiven Formen
möglich, vgl. §139j): aal normal betont (s.o. a-c): ou r::n.w
.a
8EAnuu .0 Egov Ich trachte nicht nach meinem eigenen WiUen. (Jh 5,30)
Xu.a
.av
ngE'EpoV
n8EAnouUEV
VOUOV
XPCVE~V.
Nach unserem eigenen Gesetz woLLten wir lihnJ richten. (Apg 24,6 gewisse Handschriften)
.flv OE EV .iji
ooxav
~
6cp8UA]J.iji
ou XU'UVOEL!;i
den BaLken in deinem eigenen Auge nimmst du nicht wahr? (Mt 7,3)
201
§
141a
Synt= / Die Synt= der Pronomina
(für 2. Pl. kein
Beispiel) wer seine Frau liebt (Eph 5,28)
YUVULXU M\/JUL 1:0U!; ~UU1:WV VEXPOU!;
ihre eigenen Toten begraben (Mt 8,22)
EUpLOXEL ••• 1:0V aOEA~ov
Er findet .•. seinen eigenen Bruder
1:0V
.,.
COLOV •••
t0
un01:UOOOUEVU L 1:0 L!;
La L!;
(Jh 1,41)
sich ihren eigenen Männern unterordnen (lPt 3,5)
avopa.oLV
bb) stärker betont (s.o. b): un 6n1:WV 1:0 EUUU1:0Ü
Ich suche nicht meinen eigenen
OUU~oPov.
Vorteil (lKor 10,33)
EtJOOXOÜUEV UE1:UOOÜVUL...
Wir waren willig, . .. unsere eigenen
1:Ci!; '~UU1:WV \/JUXa.!;
Seelen darzubringen
(lThess 2,8)
(für 2. Sg. kein Beispiel) 1:nV ~UU1:WV OW1:npLUV
eure eigene Rettung (schafft)
(XU1:EPya.6E08E)
(Phi! 2,12)
Im übrigen s. unter 'normal betont'.
§
141 Das Demonstrativpronomen
(vgl. §58)
Vgl. BR §68; 156; BDR §289-292; Zerwiek §213f.
a
1•
Im
Alt g r i e chi s ehe n
gab es drei Arten von De-
monstrativpronomina, zwei für die Nahdeixis und eine für die Ferndeixis a)
(vgl. OELl1VUIlL zeigen,
Nah dei x i s :
n OELt;LS
das Zeigen) :
Es wird auf das, was in Raum, Zeit oder
Gedanken näher liegt, hingewiesen: (1)
der/die/das hier, dieser/diese/dieses
ÖOE/t\OE/1:00E
(lOx im NT)
(weist auf gerade Vorliegendes oder Folgendes hin)
(2)
OÖ1:0!;/uü1:n /1:0Ü1:0
(1391x im NT)
b)
F ern dei x i s : (3)
202
Genanntes, Vorliegendes hin)
Es wird auf das Entferntere hingewiesen:
EXELVO!;/EXELVn/ExELVO
(265x im NT)
dieser/diese/dieses (weist auf schon
jener/jene/jenes
Das Demonstrativpronomen
2.
§
141b-c
Wird das Demonstrativpronomen attributiv gebraucht, so
b
steht es entweder vor dem Artikel oder nach dem Substantiv, es hat also sogenannte
I
prädikative I
Wo r t s t e l l u n g
(s. §136c): OOEO t..6yor;/o t..6yor; ÖOE oi~h;or;
dieses Wort (das vorliegt oder folgt)
o t..a6r;/o t..aör; ou"tor; dieses Volk (das genannt wurde)
EJ,I.E LV11 n nJ.d:pa/"r; nj.J.Epa
jener Tag
bl.E Lv11 3.
Die Demonstrativpronomina in der Koine und im N T
a)
In der Koine verschwindet öOE/nOE/"t6oE (vgl. Häufigkeits-
c
angabe o. unter a); ou"tor;/aö"t11/"toÜ"tO kann sich in der Folge sowohl auf das eben Genannte/Vorhergehende (wie im Klass.) als auch auf das Vorliegende bzw. Folgende beziehen. b)
Beispiele: (1) öOE/nOE/"t6oE (lOx im NT) : Dies/Folgendes sagt (Apg 21,11 und siebenmal in der Apk) (In Lk 10,39 weist es gegen die klass. Regel auf Genanntes hin.)
(2) oU"tor;/aö"t11/"toÜ"tO (1391x im NT): Hinweis auf Genanntes (wie im Klass.) : ou"tor; yap EO""tLV 0 p118ELr;
Denn dies ist derjenige, von dem ge-
"taü"ta t..Et..a.t..11xa Uj.J.i:v rva
Dies habe ich zu euch gesagt, damit
1'1 xapa 1'1 Ej.J.Tl EV uj.J.i:v ~
meine Freude in euch sei.
sagt wurde
(Mt
3,3)
(Jh 15,11)
Hinweis auf Folgendes (unklassisch): axouoa"tE "tour; t..6your;
Hört diese (folgenden) Worte! (Apg 2,22)
"tou"tour; "toü"to
o~
t..EyW
Dies (Folgendes) sage/meine ich: (Gal 3,17)
(3) EXEi:vOr;/ExELV11/ExEi:vo (265x im NT) : not..t..oi: EPOÜOLV j.J.OL EV
Viele werden an jenem Tag zu mir sagen:
(Mt
7,22)
203
§ d
141d-e
Syntax / Die Syntax der Pronomina
4.
Das Demonstrativpronomen steht im NT wie im Klass.
a)
vor einem Relativsatz (vgl. §142; 289d): .GI;
oö.6(; Ea'Lv '0(;...
Wer ist dieser 3 der ... (Lk 7,49)
Vgl. Lk 19,15; Jh 13,26.
b)
als Neutrum (.00.0) zur Einführung eines Nebensatzes
mi t ön
(vgl. §271; 288a):
rechnest du damit 3 dass ... (Röm 2,3) S. a. Lk 10,11; Phil 1,6; IThess 4,15; 2Tim 1,15.
c)
vor einem Finalsatz mit rva (vgl. §278; 272; 288a):
oLCl
.00.0 T)A.E n{}TlV
r va. ••
Darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren 3 damit ... (lTim 1,16)
S. a. IJh 3,8.
d)
als Ersatz,vor allem OÖ.OI; und EXELvo(;,für das Personal-
pronomen der 3. Person (vornehmlich im Klass.); vgl. §54/5; 139c; HOb.
e
5.
Artikel und Relativpronomen mit demonstrativer Funktion
a)
Entsprechend seiner ursprünglichen Bedeutung kann der
Art i k e I
in gewissen Verbindungen die Funktion eines De-
monstrativpronomens haben (vgl. §130):
o
]..Ltv
0 OE
-
der eine/dieser - der andere/jener (lKor 7,7)
o b)
OE
dieser aber/und dieser (Mt 12,3)
Statt des Artikels wird hier oft (bes. Koine/NT) das
Re I a t i v pro n
0
me n
verwendet, das ursprünglich eben-
falls demonstrative Bedeutung hatte (vgl. §142h): '01; ]..L~V
-
'0(; OE
der eine/dieser - der andere/jener (Lk 23,33)
Zur Kongruenz s. §261-265.
204
Das Relativpronomen
Das Relativpronomen
§
142a
§
(vgl. §59)
142
Vgl. BR §157; 292; BDR §293; Zerwick §215-220.
der Relativpronomina
1.
Bedeutung
1.
Das klassische Griechisch unterscheidet zwei Arten von Re-
lativpronomina (bzw. Relativadverbien, vgl. §61): a)
das
i n d i v i du e I l e
Relativum, das sich auf etwas
Bestimmtes bezieht: ör;;./Ti/ö welcher/welche/welches:
.•• 0 • Inoour;;.
ov EYW xaTaYYEAAw
••. Jesus, U~LV
den ich euch ljetzt) verkünde (Apg17,3)
analog auch:
öaos; öao\.,
b)
o~os;
wie gross wie viele wie beschaffen
das
gen e r e I l e
wo als } wie
s. Konjunktionalsätze (§276; 287; vgI. 252,61)
(verallgemeinernde) Relativum, das
sich auf etwas Unbestimmtes/die Gattung bezieht:! ÖOTLr;;./i\TLr;;./Ö TL wer/was auch immer/jeder, der; PI. aUe, die (frz. quiconque/quoiconque): öonr;;. yap ~XEL,
Denn wer {auch immer} hat, dem wird
508f}oETaL aUTij)
gegeben werden (Mt 13,12)
analog auch: b~6aos; b~6aoL b~oCos;
wie gross auch immer wie viele auch immer wie beschaffen auch i11l1ller
Ö~ou b~6TE ö~WS;
wo auch immer wann auch immer wie auch i11l1ller
Merke: Daneben kann ÖOTLS;/nTLS;/Ö TL auch qualitativ mit der Bedeutung ein solcher, der/eine solche, die/ein solches, das oder insofern, als er/sie/es ••. gebraucht werden: mit einem klugen Mann, einem solchen, avöpC ~pov~~~ ÖOTLS; ~Hoö6~naEv ••• ----der ••• baute (Mt 7,24)
Zum Gebrauch als indirekte Interrogativa s. §143a, als Indefinitum (selten) s. §144d. !Die Unbestimmtheit kann durch äv/tav m. Konj. vorgehoben werden. Vgl. §290e.
(§252,3) zusätzlich her-
205
a
§
b
142b-f
2.
Syntax / Die Syntax der
Pronom~na
Die Koine hält die beiden nicht mehr streng auseinander: e:L!;; nOALv ßaui:6 TlH!;;
in die Stadt Davids, die ...
(statt T'\) ltaAE'C1:aL
heisst (Lk 2,4)
Vgl. Lk 7,37; Jh 8,53 u.ö.
II. Bemerkenswertes zum syntaktischen
G e b rau c h der Re-
lativpronomina (vgl. a. §289c-f):
C
1.
Im Relativpronomen ist dem Sinne nach oft ein Demonstra-
tivpronomen mit enthalten (vgl. §289d): 'ov qlLAE'C!;; ao{1EvE'C
der, den du liebst, ist krank (Jh 11,3)
S. auch Jh 6,29; 10,36; Röm 8,24.25.
d
2.
Relativpronomen und Präposition (vgl. a. §28ge/f):
a)
Eine vor dem Rel.Pron. stehende Präp. gehört entweder zum
weggelassenen Demonstrativpron., zum Rel.Pron. oder zu beiden: Lva nL01:EUn1:E Ei.!;; OV anE01:ELAEV tltE'CVO!;; TOÜTOV
oV
(=
d.s;
den er gesandt hat (Jh 6,29)
anEoTELAEV ••• )
ITW!;; ..• EnLltaAEOWV1:aL
Wie sollen sie ihn anrufen, ohne
EL!;; OV OUlt tn(01:EUOaV;
zum Glauben an ihn gekommen zu sein?
(= TOÜTOV E~S;
1:(
ov ... )
ßAao~nUOüuaL
••• EUxaPL01:W; TOVTOU vnEp
b)
damit ihr an den glaubt,
(Röm 10,14)
un~p o~
warum werde ich verlästert wegen einer Sache, für die ich Dank
(= vnEp
sage?
00 ... )
(lKor 10,30)
Die bereits beim Bezugswort stehende Präp. braucht vor
dem Rel. Pron. nicht wiederholt zu werden •.• e:L!;; 1:0
~pyov ~
(=
d
S;
npOOltEltAnuaL aU1:ou!;;
e
3.
(8.
Zerwick §21):
0) ... zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe
(Apg
13,2)
Hat der Genitiv des Relativpronomens possessiven Sinn
(s. §159), so bekommt das von ihm bestimmte Substantiv den Artikel (vgl. frz. le pere dont le fils, §129b): MapLuu ••• ik.....Q
a6EA~O!;;...
Maria .. . deren Bruder .. . krank war (Jh 11,2)
Vgl. auch Lk 3,16; 13,1; Jh 10,12; Röm 3,8.14.
f
4.
206
Das Relativpronomen kann auch einen abhängigen Fragesatz
§
Das Interrogativpronomen
142g-143a
einleiten (vgl. §143b; 273b): llT1 Ei,600s;; Q AE:YE L
denn er wusste nicht, was er sagte (Lk 9,33)
vg1. ou yap QÖ~L TL &no~PL~~
denn er wusste nicht, was er antworten sollte (Mk 9,6)
Anderseits kann in der Koine das Interrogativpronomen auch einen Relativsatz einleiten (vgl. §143b). 5.
g
Das Relativpronomen kann auch am Anfang eines neuen Satzes
stehen (sog.
'relativischer Anschluss' oder 'relativische An-
knüpfung', §289g; vgl. 130; l4ld). Es erscheint dann im Deutschen als Demonstrativ- oder Personalpronomen:
·AAE:Eav6pos;; .•• noAAa llOL xaxä EvE6ELEa.o· ••• Bv xat cU ~uAaooou .••
AZexander ... hat mir vieZ Böses getan. ... Hüte auch du dich vor ihm ... ! (2Tim 4,14/15)
S. auch Apg 11,23; 16,24; 1Pt 5,9 u.Ö.
6.
Wie der Artikel kann auch das einfache Relativpronomen
h
(bes. Koine/NT) mit der Funktion eines Personal- bzw. Demonstrativpronomens gebraucht werden (vgl. §130; l39c; l4le):
der eine/dieser - der andere/jener (Lk 23,33)
Zur sogenannten 'Attraktion' bzw.
'Assimilation' des Relativ-
pronomens s. §28ge/f. Zur Kongruenz s. §26l-265.
Das Interrogativpronomen
§
(vgl. §60)
143
Vg1. BR §158; BDR §298-300; 436/7; Zerwick §221-223.
1.
Die Interrogativpronomina (und -adverbien, vgl. §6l) wer-
den wie folgt gebraucht: a)
in
d i r e k te n
.LS;;~
wer?
.L~
und
i n dir e k t e n
Fragen (§269d):
was?
nooo~;
wie gross? noooL; wie viele? wie beschaffen? (dafür im NT a. das nachk1. nnAL~o~; wie gross?/wie bedeutend? noü; wo? wohin? no~~v; woher? nOT~; wann? nood~L~; wie oft? n1ii~; wie? no~o~;
nOTano~;)
207
a
§
143b
b)
in
Syntax / Die Syntax der Pronomina
i n dir e k t e n
ÖOTL~ onocro~ onoCo~
önou onoTE önw~
Fragen (§273b):
wer Ö TL was wie gross onocro~ wie viele wie beschaffen wo, wohin ono~Ev woher wann wie
Merke: Diese Wörter werden auch - im NT fast ausschliesslich! - als generelle Relativa verwendet. Vgl. §142a. c)
Beispiele:
aal direkte Frage (§269d):
Sie fragten ihn also: "Wer bist du?" (Jh 1,22)
nw~
öuvao8E UUEL~ nLoTEüoaL ••. i
Wie könnt ihr zum Glauben kommen •.• ? (Jh 5,44)
bb) indirekte Fragen (§273b):
dnE TC~ tOHV AaAn8noETaC OOL Ö TC OE öEL nOLELv UnayyEAAoUOLv ••• nw~ tnEoTPE!jJaTE npo~ TOV 8EOV uno TWV dÖWAWV. Etnav aUT~ .•• önw~ TE napEöwxav aUTOV OL ••.
b
2.
Sag, wer
es
ist!
(Jh 13,24 BeL usw.)
Es wird dir gesagt werden, was du tun musst. (Apg 9,6)
Sie berichten .•. wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt. (lThess 1,9)
Sie erzählten ihm •.• und wie ihn die • .. ausgeliefert hatten •••
Da indirekte Fragen und Relativsätze eng miteinander ver-
wandt sind, können (in der Koine; im Klass. z. T.) r
0
(Lk 24,19f)
g a t i v -
und
R e 1 a t i v pro n
0
mi n a
I n t e r -
sich gegensei-
tig ersetzen (vgl. §142f): a)
Interrogativpronomen statt des Relativpronomens (in der
Koine; nicht im Klass., vgl. §289a):
UAA' OU TC EYW 8EAW, UAAU TC ou.
Doch nicht, was ich will, sondern was du willst. (Mk
Vg1. Handschrift D: OUX ~ .•. &AA· ~ crO ~EAE~~.
b)
Vg1. a. Lk 17,8/11,6.
Relativpronomen statt des Interrogativpronomens (vgl.
§273b) :
208
14,36)
Das Indefinitpronomen
§
143c-144a
er weiss ... ~ wessen ihr bedürft (Mt 6,8)
ihr wisst nicht, worum ihr bittet (Mt 20,22)
3.
Andere Funktionen von
a)
LL~/LL
LL~
und LL
c
wird auch adjektivisch bzw.
braucht (ähnlich auch
nOLo~)
a t tri b u t i v
: Welaher König •.. ?
LL orllJ.e:LO'V
Öe:LK'VUe:L~
LL wird auch
(Lk
14,31)
rll.LL'V Was für ein Zeiahen zeigst du uns ••• ?
b)
ge-
a d ver b i a 1
(Jh 2,18)
gebraucht, entweder als
warum?, statt ÖLa LL (klass., vgl. §156/7) oder vereinzelt als wie! (Semitismus, vgl. hebr.mah [KB3 s.v.]): Warum maaht ihr euah Sorgen? (Mt 6,28)
LL Ue:PLU'VÜLe:: LL
aLe:'V~
n nUAn •••
Wie sahmal ist doah die Pforte .•. ! (Mt 7,14)
Zur Kongruenz s. §26l-265.
Das Indefinitpronomen
(vgl. §60; 63)
§
144
Vgl. BR §159; BOR §301-303.
1.
Beispiele zum Gebrauch von LL~/LL
(zur Bedeutung man s. §255f; statt a)
LL~
a
(irgend-)einer/(irgend-)etwas~
(irgend-)einer~
0
ein gewisser
llE\!-
0 oE s. §130):
ein gewisser:
aal substantivisch: nii>~
öu'VaLaL
~ •••
KaL
n'Ve:~ KaLe:Aa6'VLe:~...
:
Wie kann irgendeiner/jemand ••• ? (Mt 12,29) Und einige kamen herab ... (Apg 15,1)
bb) adjektivisch/attributiv (§260b; es kann so dem deutschen unbestimmten Artikel entsprechen, vgl. §129a): ein (gewisser) Priester namens Z. (Lk
1,5)
ce) Merke auch (mildernd oder verschärfend) : EL~ TÖ E~va~ nlla~ anapxnv T~va damit wir eine Art (mildernd) Erstlingsfrucht seien (Jak 1,18)
209
§
144b-c
Synt= / Die Synt= der Pronomina
~o߀pa 6~ TL~ EM60xn Mp~a€W~
b)
ein gewisser:
(irgend-)etwas~
"tL
sondern ~ (verschärfend) ein schreckliches Warten auf das Gericht (Hb 10,27)
aal substantivisch:
(dein Bruder) hat (irgend-)etwas gegen dich (Mt 5,23) bb) adjektivisch/attributiv: ... "tL ayu8öv
n
... etwas Gutes oder Schlechtes
$UUAOV
(Röm 9,11)
Zur häufigen Verbindung mit einern gen. partitivus s. §166b (LL~/LL
b
ist dann manchmal semitisierend zu ergänzen).
2.
Statt
a)
Er~
"tL~
kann stehen:
(Semitismus [GK §125b; Rosentha1 §46; Da1man §20,1] §129a; 145b) :
ein (gewisser) Schriftgelehrter (Mt 8,19) ä.v8pwno~
b)
(a. kl.; a. im Sinne von man, §255f [Bauer s.v. 3]):
(irgend)ein Feind
EX8po~ ä.v8pwno~
c) , avnp (ähnlich a. kl.; vgl. a. hebr.
~t§
(Mt 13,28)
und ararn.
~enii~
[KB2/3 s.v.]):
onCow ·ö~
~ou ~PXELUL av~p
nach mir kommt
einer~
der ..•
(Jh
1,30)
•..
Vgl. a. §260j. C
3.
Negatives Gegenstück zum Indefinitpronomen - niemand/keiner:
a)
Zunächst
b)
Daneben im NT a. das hebraisierende
OUOEt~
lö~
OUOEC~
bzw.
~noEC~
OUVU"tUL...
(vgl. §63; 145):
Niemand/Keiner kann •.. (Mt 6,24) ou(~n)
••• nä~ (vgl.
•.• köl, s. §249a): es würde niemand (w. kein Fleisch, nicht nicht alles Fleisch) gerettet (Mt 24,22)
oux aouVu"tnoEL nupa LOU 8EOU näv
pfi~u
bei Gott wird nichts (w. keine Sache, nicht nicht jede Sache) unmöglich
sein (Lk 1,37)
210
Zum Gebrauch der Zahlwörter
Vgl. dagegen Mt 7,21
c)
ou
§ na~
144d-145b
nicht jeder (klass.).
Aehnlich auch e:r~ ... ou (semitisch und klass.): ·~v
.. . ou Tte:ae:i:-raL ...
Keiner .. . fällt . .. (Mt 10,29)
d
4. Eine mit dem Indefinitpronomen vergleichbare Funktion kann gelegentlich auch das generelle Relativpronomen ÖcrTL~ wer auch immer usw. haben (im NT nur Gal 2,6; Glosse von Jh 5,4). Vgl. §142a.
Zur Kongruenz s. §261-265.
4. Die
Syntax
der
Zum Gebrauch der Zahlwörter
Zahlwörter §
(vgl. §62/3)
145
Vgl. BDR §247f; Zerwick §154-159.
Zum Gebrauch der Zahlwörter - im grossen und ganzen wie im Deutschen -
sind folgende Besonderheiten zu erwähnen (meist
attributiv ffi260b]): 1.
erster
a
(Tag):
klass. TtPw.n, dagegen:
NT/LXX
~Ca
(vgl. Hebr.
n ~Ca
.wv aaßßa.wv
e:t~ ~Cav
der erste Tag der Woche (Apg 20,7) zum ersten Tag der Woche (Mt 28,1)
aaßßa.wv
vgl. npwT~ craßßaTou
[so KB3 s.~e,:ä~] )
(klass.)
am ersten Tag der Woche (Mk 16,9)
Vgl. ähnlich Apk 9,12.
2.
e:r~/~Ca/~v
a)
anstelle des Indefinitpronomens (Semitismus, vgl. §144b;
anstelle von Pronomina:
b
129a) :
Uiwv auxf;v ].LCav (= auxf;v
als er einen Feigenbaum sah
'Lva)
(Mt 21,19)
Dagegen ist EC~ TL~ ein beliebiger (z. B. Mk 14,47) klass.
b)
anstelle des Reziprokpronomens otxoöo~e:'C.e: e:r~
.öv ~va
(Aramaismus; vgl. §139n):
Erbaut euch gegenseitig! (lThess 5,11)
Vgl. a. §130: 0 e:r~ - 0 ~.e:po~ der eine - der andere.
211
§ C
145c-146a
Syntax / Die Kasussyntax
3.
Distributive Ausdrücke mit Zahlen:
a)
ava
oder xa.a vor einer Zahl (klass.; vgl. §184c/k):
je fünfzig (Lk 9,14)
avu TLEV.Tixov.a xa.u OUO
n
.0 TLAEtO'OV
.pEtG b)
jedesmaZ zwei oder höchstens drei (lKor 14,27)
Doppelschreibung der Zahl (Koine und semitisch
[GK §134q;
Da1man §23, 4] ) :
ouo ouo (auch
d
4.
5.
f
6.
av& 6uo 6uo
Lk 10,1)
Ungefähre Zahlenangaben mit WG/WOEL ~
e
je zwei/zu zweien (Mk 6,7) (§252,61);
ungefähr zweitausend (Mk 5,13)
OLOXLALOL
Zu Mt 18,22: Eß60~nXovTaxL~ E~Ta
77mal (nicht - wie Luther siebzigmal siebenmal)
Zu Mk 4,8.20: ~v
TpLaxovTu usw.
dreissigfach usw. (vg1. 1;la~ im Aram. -mal/-fach, Da 3,19 MT/LXX [KB2/Da1man s.v.])
g
7.
Zum drittenmal usw.: Ta TP~TOV (Mk 14,41 usw.;
EX
TP~TOU
(Mt 26,44)
vgl. §157)
Zum Zweizahlpronomen s. §63b; 129b. Zu
~xao.oG
(der) andere
jeder sowie
~'EPOG
(der) andere von heiden und dAAOG
(im NT dAAOG manchmal anstelle von
~'EPOG
gebraucht)
s. BDR §305f.
5,
Die
K a s u s s y n tax
(vg 1.
§23)
Vg1. BR §160-194; BDR §143-202; Zerwick §25-74.
§
146 Vorbemerkungen Vgl. BR §160.
a
1.
Von den acht Kasus, die das
I n d
0
ger m a
Ir
i s c h e
wahrscheinlich einst besass (im Sanskrit sind sie erhalten),
212
Vorbemerkungen Kasussyntax
sind im
§
G r i e chi s ehe n
146b
nur noch fünf gebräuchlich;
die Funktion der drei verlorenen ist von anderen Kasus übernommen worden: a)
Verlorener Kasus:
Funktion übernommen durch:
Ablativ (Antwort auf
Genitiv
die Frage "Woher?") b)
Lokativ (Antwort auf
Dativ
(im Lat. durch Ablativ)
Dativ
(im Lat. durch Ablativ)
die Frage "Wo?") c)
Instrumentalis (Antwort auf die Frage "Womit?"; im Mykenischen noch erhalten)
2.
Unterschiede zwischen dem Klass.
a)
K 1 ass.
und der
K0 i n e
Koine/NT
Gewisse Konstruktionen, die im Klass. ohne Präposition
verwendet werden konnten, haben in der Koine entweder
i m m e reine
Prä pos i t ion :
Akk. des Zieles
d!; m. Akk.
OLxaOE
EL,
'MnVCli;;E
«' A&nVCla6E)
nach Haus nach Athen
Dat. des Ortes (vgl. §181) in Athen
oder h ä u f i g
eine
(vgl. §149b) nach Haus nach Cäsarea
,Tiv OL){LClV
EL, KClLoapELClv
EV m. Dat. (vgl. §173c)
-sv
fkaOClAOVL){l],
in Thessalonich
Prä pos i t ion :
gen. partitivus/separa-
Gen. oder häufig
tionis/locativus (vgl.
EX (z.T a.
§167; 169; 171)
§158c)
dat. instrumenti/causae/
Dat. oder häufig bis vorwiegend
modi (vgl. §177; 180)
EV m. Dat. und andere Präposi-
ana)
m. Gen.
(vgl.
tionen (vgl. §173c) b)
Antwort auf die Frage "In welcher Hinsicht/Beziehung?": Akk. normal, Dat. selten
Dat. normal, Akk. selten (vgl. §149b)
c)
Genitivus qualitatis (der Eigenschaft) beschränkter Gebrauch
(vgl. §162):
NT: zunehmender Gebrauch
213
b
§ C
146c-147a
3.
Syntax / Die Kasussyntax
Kurzüberblick
über die griech. Kasus (s. auch
Inhaltsverzeichnis): Name:
a)
I
bezeichnet hauptsächlich:
casus recti I ('gerade' Kasus) / unabhängige Fälle:
Nominativ (§147)
Subjekt
Vokativ (§148)
angeredete Grösse (ausserhalb des Satzes)
b)
I
casus obliqui I
(oblique Kasus [, schräge/schiefe' Kasus] / ab-
hängige Fälle) Genitiv (§158-172)
Zugehörigkeitsbereich; Ausgangspunkt
Dativ (§173-182)
indirektes Objekt; Mittel/Be-
Akkusativ (§149-157)
direktes Objekt; Umstände
gleitgrösse; Zeit/Ort
Siehe auch §187 (Zusammenstellung über Orts-, Zeit- und andere wichtige Bestimmungen) . Zur Kongruenz s. §261-265.
a) Nominativ und Vokativ §
147 Der Nominativ Vgl. BR §162; BDR §143-145; Zerwick §25-34.
a
1.
Im Nominativ steht das
Sub j e k t
des Satzes (auf die
Frage "Wer oder was?", S, vgl. §255), ferner alle
Bestim-
m u n gen, die mit dem Subjekt durch Kongruenz verbunden sind (vg1. §259q; 261; 265): a)
kongruierende Attribute (vgl. §260b/c): ßaOLAeu~
~.epo~
(Attri-
ein anderer König (Apg 7,18)
but) b)
Subjekts(identifikations/art)ergänzungen (S[Id/Art]E, Prä-
dikatsnomina, §258a/b; 234/5): .Exva 8eoü (SIdE) Eouev
214
Wir sind Gottes Kinder (lJh 3,2)
Der Vokativ
§
147b-148a
Im Unterschied zum Klass. steht im NT (meist in AT-Zitaten) manchmal nach YLvo~aL und E~~L nicht der Prädikatsnominativ, sondern ELS m. Akk. (vgl. hebr. la, KB3 s.v. Ziffer 13; vgl. §258a): EoovTaL o~ 6uo E~S oapxa ~Lav die zwei werden e i n Fleisch (la!!.ä~är 'eQä~) (SIdE) sein (Mk 10,8) Vgl. ähnlich beim Akk.
c)
(§153b; 258a).
kongruierende Adverbialien ([freie] Umstandsangaben
[UmstandsA, §259b/c]):
o
aAAo~ uaön.~~
Ttpilno~
ö~
•.• ~AÖEV
(TempA)
(Jh 20,4)
EAnAUÖEL TtpoaKuvnowv
(FinA) d)
Der andere JÜnger .•. kam zuerst Er war gekommen, um anzubeten (Apg 8,27)
(freie) Artangaben zum Subjekt (SA, §259n/o): ou.o~
uuwv
TtapEO.nXEV EVWTtLOV ~
(SA)
dieser steht gesund vor euch (Apg 4,10)
2.
Ausserhalb einer Satzkonstruktion kann er stehen:
a)
als
n
0
mi n a t i v u s
p end e n s
(I hängender I,
b d. h.
nicht in der Konstruktion stehender Nominativ):
o VLXWV xat o.npwv ... owow atnCjl •••
Wer überwindet und ... bewahrt ... geben werde ich ihm...
(Apk 2,26)
(Das, was im Dativ stehen sollte, ist zur Hervorhebung aus der Konstruktion herausgenommen und als Anakoluth [zusammenhangsloser Satzteil, s. §292el im Nominativ an die Spitze gestellt.) Vgl. Jh 7,38; 17,2; Apg 7,40. b)
in Ausrufen (als verkürzte Sätze [Ellipsen, §293a]): äv~pwnos' Ich elender Mensch: (Röm 7,24)
TaAaLnwpos EYW c)
anstelle des Vokativs, vgl. §148b.
d)
bei listenmässigen Aufzählungen, z.B. in Inschriften (BR §162, Anm.l).
Der Vokativ
§
148
Vgl. BR §16l; BDR §146f; Zerwick §33-35.
1.
Der Vokativ bezeichnet die angeredete Grösse (Kasus der
Anrede). Er steht ausserhalb des eigentlichen Satzverbandes (parenthetisch, §254e; 292d).
In der Koine ist er meist ohne die
attisch übliche Interjektion
waVÖpWTtE
ÖEOO'
w; o
mit
wist
die Anrede betont:
Gottesmensch! (lTim 6,11)
215
a
§
148b-149a
Syntax / Die Kasussyntax
MERKE für die Exegese: Klass.: Da das ~ üblicherweise da steht, ist sein Fehlen exegetisch bedeutsam: es drückt sachliche Kühle oder gar Geringschätzung aus. Koine/NT: Hier gilt das Umgekehrte: ~ fehlt normalerweise; wenn es gebraucht wird, so meistens mit Affekt (in der Apg allerdings einige Male ohne Affekt wie im Attischen: z.B. 18,14; 27,21).
b
2.
Gebrauch des Nominativs anstelle des Vokativs:
a)
Wo der Vok. durch eine besondere Endung als solcher kennt-
lich gemacht wird, erscheint er - besonders in den Evangelien - nicht selten, z.B. XUPLE Herr, öLöaaxaAE Lehrer, ÖOÜAE Knecht, UL~
Sohn,
ö~ono.a
b)
Doch tritt oft der Nomin. an die Stelle des Vok., auch
Herr,yuvaL Frau, ßaoLAEü König.
dort, wo dieser eine eigene Form hat:
ja, Vater (Lk 10,21)
vaL, 6 na1:Dp t~~Aaa'E
c)
0
Aa6~ ~OU
geh heraus, mein Volk! (Apk 18,4)
Wird der Nomin. als Vok. angewandt, so tritt in der Koine
der Artikel hinzu (vgl. §129b):
6 xupL6G
~OU
Kai: 6 8E6G
(Jh
~OU.
~~ ~oßoü,
.0 HLXPÖV
nOLHvLoV C
3.
mein Herr und mein GoU! 20,28)
fUrchte dich nicht, du kleine Herde (Lk 12,32)
Tritt ein attributives. Adjektiv (§137a) zum Vok., so be-
kommt es nach den Regeln der Kongruenz (vgl. §263a) auch die Vokativform: na'Ep ciYLE
s.
heiliger Vater
(Jh
17,11)
auch Mt 25,21.
b) Der Akkusativ §
149 Vorbemerkungen Vgl. BR §163; BDR §148ff; Zerwick §66ff.
a
1.
Der griechische Akkusativ hat hauptsächlich zwei syntak-
tische Funktionen:
216
Vorbemerkungen zum Akkusativ
a)
§
In erster Linie ist er der Kasus des d i r e k t e n
j e k t e s
149a 0 b -
("Wen oder was?") - Objektsakkusativ (§150-154).
Er nennt gewöhnlich das nähere Objekt, das vom Verbal inhalt unmittelbar (direkt) betroffen wird. Im Unterschied zu ihm bezeichnen Dativ und Genitiv häufiger die indirekt betroffene Grösse (s. §257b). Den Akk. haben auch alle mit dem AkkO kongruierenden s tim m u n gen
Be -
(vgl. §259q; 261-265):
aal kongruierende Attribute (vg1. §260a-c; 136a): TLOAUV (Attribut zum AkkO) es trägt viel Frucht (Jh 12,24) xapTLOV
'Ob-
jektsprädikative', vg1. §259a/bj 233): uua~ 6~
ELpnxa
PLAOU~
(OIdE)
Aber ich habe euch Freunde genannt (Jh 15,15)
cc) kongruierende Adverbialien ([freie] Umstandsangaben [UmstandsA], seltener [notwendige] Umstands ergänzungen [UmstandsE, §259a-m; 258c]; §137d; 229-232):
dd)
aTLEal:E LAEV a{Hov EUAO-
er hat ihn gesandt, damit dieser euch
y oüvl:a UUa~
segne
(F inA)
(Apg
3,26)
(freie) Artangabe zum Objekt (OA, §259n/o): xat aTLEal:ELAaV [aUl:Ov]
und sie jagten ihn mit leeren Händen
xEv6v (OA)
fort
(Mk
12,3)
Bei bb-dd spricht man von 'Prädikatsakkusativ'
(§153b; dd ist
aber nicht prädikativ und cc nur z.T., vg1. §254c FN). b)
Daneben steht er in freierer, nicht kongruierender
Weise
a d ver b i a 1
(als [freie] Umstandsangabe [§259a-m],
seltener als [notwendige] Umstandsergänzung [§259c]; a. als Attribut [§260g]) - der freiere Akkusativ (§155-157): ~UEPa~
l:EaaEpaXOVl:a
40 Tage lang (Mt 4,2)
(TempA) Zur Substantivierung sprachlicher Ausdrücke, die die verschiedensten syntaktischen Funktionen ermöglicht, s. §132e (u. Syntax der nominalen Wortarten allgemein) •
217
§
149b-150b
Syntar / Die Kasussyntar
Zu den Präpositionen mit Akk. s. §183/4. 1 Zum Subjektsakkusativ beim AcI s. §2l6.
b
2.
Unterschiede zwischen dem K 1 ass • und der K 0 i n e
in bezug auf den freieren Akkusativ: Klass.
a)
Koine/NT
Akkusativ der Ausdehnung (§155) auf die Frage "Wie lange?": Akk.
Akk. normal, selten durch Dat. ersetzt (§182)
b)
Akkusativ der Beziehung (§156) auf die Frage "In welcher Beziehung/Hinsicht?": Akk. normal, Dat. selten c)
Akk. bei den Dichtern zu finden (sonst Präp.-Gefüge, s. §187b)
aa) Der Objektsakkusativ §
Akk. selten, Dat. normal (§178)
Akkusativ des Ziels (BR §173, Anm. 2) auf die Frage "Wohin?": Akk. fehlt, Präp.-Gefüge verwendet
(s. §187b)
("Wen oder was?", AkkO [§257bll
150 Der gewöhnliche Objektsakkusativ Vgl. BR §163ff.
a
1.
Er bezeichnet die Person oder Sache, die vom Verbalinhalt
direkt betroffen wird, das
o
a f f i z i e r t e
2
Objekt:
Denn der Vater Ziebt den Sohn
yap Ttu.T\p
ut6v
(Jh 5,20)
XU.fXAUcre:V .00, dp.ou,
er braah die Brote (Mk 6,41)
(AkkO)
b
2.
Der Akkusativ bezeichnet das Ergebnis
der Verbalhandlung, das
e f f i z i e r t e
oder den Inhalt 3
Obj ekt:
av3pwTto, ••• 4>xocS6lJ.ncre:v
ein Mensah baute einen TUI'I11 •••
1t\jpyov (AkkO)
(Mt 21,33)
Vgl. Objekte bei Verben wie tpyd~o~aL (Ta ~pya die Werke, Jh 9,4) wirken, HaTacrHEud~w bereit machen, ~OLEW tun, ypd~w (t~LcrToAnv Brief) schreiben. lZum Akk. der angerufenen Gottheit o.ä. s. §252,33.4l. lat. afficere 'etwas antun'. 3 vgl . lat. efficere 'bewirken'.
2 Vgl •
218
Der Akkusativ des inneren Objekts
§
151a"'"152a
Der Akkusativ des inneren Objekts
§
151
Vgl. BR §163; 170; BDR §153.
Darunter versteht man Substantive, die ihrem Stamm ('figura etymologica',§294h) oder Sinn nach denselben Gedanken enthalten wie
das regierende Verb. 1.
a
Wohl zur Vermeidung einer Tautologie (= unnötige Wiederholung bekommt ein solcher Akk. in der Regel ein
einer Aussage)
tribut
At -
in Form eines Adjektivs oder eines Relativsatzes
(vgl. §260a/c/n): a)
wuoAoynaa~ .~v xaA~v
du hast das gute Bekenntnis bekannt
OuoAoYLav (AkkO)
(lTim 6,12)
t~oßnanaav
sie gerieten in grosse Furcht
poßov UEyav
(AkkO)
(Mk 4,41)
Vgl. Mt 2,10; Lk 11,46; Jh 7,24; 2Tim 4,7; Apk 16,9.
b)
.0 ßaTtHoua ö (AkkO) EyW
die Taufe, mit der ich getauft werde
ßaTt.L1:oua~
(Mk 10,38)
Vgl. Jh 17,26; Eph 2,4.
2.
Der Akk. des inneren Objekts kann ein
S y non y m
b
des
Verbalbegriffs sein (Belege selten für das NT):
(zu gedenken) an den Eid, den er
öpxov OV (AkkO) wuoaEv
geschworen hat (Lk 1,73) U~ ~OßouUEva~ Tt.ona~ v
3.
fürchtet keinen Schrecken
gnoEgLav
(AkkO)
Er kommt auch
der Bedeutung ~uAaaaE ~ v
(lpt 3,6) 0
h n e
A t tri b u t
c
zur Präzisierung
des Verbs vor: puAaxa.~
(AkkO)
OLXOOOUELV oLxLav (AkkO)
Der einfache Akkusativ
Wache haUen (Lk 2,8) ein Haus bauen (Lk 6,48)
§
(S+P+AkkO)
152
Vgl. BR §164-167; BDR §148-154; Zerwiek §66-70.
1.
Der einfache Akk. bei Verben, die
De u t s c h e n
ab w e ich end
vom
- oft nur in der gebräuchlichen Uebersetzung -
219
a
§
152b-c
Syntax / Die Kasussyntax
mit dem Akk. verbunden werden: a)
W~EAEW nützen,
ßAanTw schaden und aÖLxEw Unrecht tun:
oux W~EAnGEV Ö AOYOS Tns axons hdvous WGnEp GXWAn~ ~UA~, O~TWS Aunn avöpos ßAanTEL xapöLav (AkkO)
das wort, das sie zu hören bekamen, nützte jenen nicht (Hb 4,2) wie der Wurm dem Holz so schadet Traurigkeit dem Herzen des Mannes (LXX/Spr 25,20)
wir haben niemandem Unrecht getan (2Kor 7,2) b)
nach einzelnen Verben des Affektes, z. B. EAEEW TLva sich erbarmen
über oder U~E
EnLno~Ew
TLva sich sehnen nach:
ßauLö, EAEnGOV
~ (AkkO)
Sohn Davids, erbarme dich über mich: (Mk 10,48)
Vgl. Phil 1,8.
c)
~nAOW
TL eifrig streben nach,
~nAoDTE
... Ta
~POVEW
TL bedacht sein auf:
nVEu~aTLxa
(AkkO) strebt eifrig nach den Geistesgaben (lKor 14,1) du bist nicht auf Gottes, sondern der ou ~POVELS Ta ToD ~EoD, aAAa Ta TWV av~pwnwv. (AkkO) Menschen Sache bedacht. (Mt 16,23)
b
2. ten, a)
Der einfache Akkusativ bei Verben mit der Bedeutung fürchfliehen, meiden, sich hüten vor: <poßEojJ.aL,
öLaTay~a
ToD sie fürchteten sich nicht vor der Anordnung des Königs (Hb 11,23)
Vgl. Lk 12,5; 22,2; Jh 9,22. b)
~~uyov GTO~aTa ~axaLpnS
aber auch mit ~UYELV
ano
TnS
(AkkO) sie entkamen der Schärfe des Schwertes (Hb 11,34)
ano: ~EAAOUGnS
oPyns vor dem kommenden Zorn zu entfliehen (Lk3,7)
(PräpO) Vgl. Mt 23,33. c)
'üv (AkkO) xaC GU aber auch mit
C
3.
~UAaGGEG~E
ano naGnS
nAEovE~Las
(PräpO)
I n t r ans i t i v e
auch a)
~UAaGGOu·
hütet euch vor jeder Art von Habsucht (Lk 12,15)
Verben können besonders als Komposita
t r ans i t i v e
Bedeutung bekommen:
Verben der Bewegung mit einer Präposition zusammengesetzt: ÖLEPxo~aL
npoayw napaßaLvw
hindurchgehen vorausgehen übertreten
ÖLnpXETo ÖE TnV EupLav xaC (TnV) KLALXLaV (AkkO) ••.
220
hüte auch du dich vor ihm: (2Tim 4,15)
ano:
napEPxo~aL npoEPxo~aL
vorbeikommen vorausgehen
er durchzog Syrien und Zilizien . •. (Apg 15,41)
Der doppelte Akkusativ
o aaTnp •.. nponYEV
§
aUTOU~
der Stern zog vor ihnen her (Mt 2,9)
(AkkO)
b)
152d-153a
EVEPYEW wirksam sein (intr.); wirken, bewirken (trans.): naVTa ... TaUTa (AkkO) EVEPYEC To ... nvEulla
das alles wirkt der ..• Geist (lKor 12,11)
Vgl. Gal 3,5; Phil 2,13.
c)
llEVW bleiben, avallEvw erwarten, unollEvw ertragen, nXEw tönen, xaTnXEW unterrichten, unterweisen: avallEvELv TOV ULOV aUTou
seinen Sohn erwarten •.• (AkkO) .•• (lThess 1,10) ... navTa (AkkO) unollEvEL sie erträgt alles (lKor 13,7) Lva xaC äAAOU~ (AkkO) xaTnxnaw damit ich auch andere unterweise (lKor 14,19) Vgl. Apg 18,25.
4. dem
Manche Verben werden sowohl mit dem D a t.
A k k.
wie
mit
d
konstruiert, wobei die Dativkonstruktion über-
wiegt (vgl. §174d): a) EuaYYEAG~OllaL die Heilsbotschaft verkündigen mit dem Akk. der Person oder Adresse, an die sie gerichtet wird (a. Akk. der Sache) : er verkündigte dem Volk die Frohbotschaft (Lk 3,18) Vgl. Apg 8,25.40; Gal 1,9; lPt 1,12. Für Akk. der Person elf Belege, für den Dat. fünfzehn (so Lk 2,10; 4,43; Röm 1,15; lKor 15,1.2).
b)
npoaxuvEw huldigen, anbeten (dreizehnmal mit Akk. [klass.], einunddreissigmal mit Dat.), mit Akk.: XUPLOV TOV ~E6v aou (AkkO) du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten (Mt 4,10) npoaxUvnaEL~ Vgl. Jh 4,22.23; Apk 13,8.12.
Der doppelte Akkusativ
§
(S+P+AkkO+AkkO/OE)
153
Vgl. BR §168f; 171; BDR §155-158; Zerwick §70.
1.
Zwei Akkusative des
§150a), nämlich der
af f i z i e r t e n
Per s
0
nun d
der
0 b j e k t s
S ach e
(vg1. haben
(S+P+AkkO+AkkO) : a)
ÖLÖcl.OXW lehren,
o
cl.Vaj.J.Lj.J.v-Ooxw/unoj.J.q.LVnOXW erinnern:
öt napa.XAn"tOt; ••• uj.J.üt;
(AkkO der Person)
ÖLÖcl.~e:L
der Helfer (od. Beistand) wird euch alles lehren und euch an alles er-
221
a
§
153b
Syntax / Die Kasussyntax
rraVLa (AkkO der Sache) xat
urro~vnoEL
u~ä~
innern (Jh 14,26)
(AkkO
d. P.) rravLa (AkkO d. S.) Vgl. Apg 21,21; lKor 4,17; Hb 5,12.
b)
tpwLaw u. aLLEW LLva LL jmdn. etwas fragen, um etwas bitten:
tav l!:. (AkkO d. S.) aLLnOT)LE
tv Lijl
~
Wenn ihr mich etwas in meinem Namen
(AkkO d. P.)
6v6~aLL
~ou
bitten werdet, will ich es tun.
tyw
(Jh 14,14)
rrOLnow. Vgl. Mt 21,24; Mk 4,10; 6,22.23; Jh 11,22; 16,23; lPt 3,15.
c)
tvoUW, rrEp LßaAAW, txoUW
d)
t uaL Lov rropL6v (AkkO d. P.) Kausativa: rroLL~w
an- u. ausziehen: sie legten ihm einen puxpurroten Mantel um (Jh 19,2)
trinken lassen, zu trinken geben (Kausativ zu
n~vw)
tragen lassen, beladen (Kausativ zu epE'pw)
yaAa (AkkO d. S.)
u~ä~
ich gab euch Milch zu trinken
(AkkO d. P.) trr6LLoa
(lKor 3,2)
ihr ladet den Menschen unerträg-
(AkkO d. P.) <popLLa OUo-
liche Lasten auf
(Lk 11,46)
ßaoLaxLa (AkkO d. S.) •..
b
2.
Verben, die einen Akk. des
j e k t s
(§150a) und einen
a f f i z i e r t e n
Ob-
Prä d i kat s a k k usa t i v
(meist eine darauf bezogene Objekts[identifikations/art]ergänzung [O(Id/Art)E], häufig 'Objektsprädikativ' genannt, §258a/b; S+P+AkkO+OE) haben, sind: a)
6vo~a~w,
xaAEw, AEYW jmdn. nennen:
oux trraLoxuvELaL (OIdE)
aULoi)~
aOEA<poO~
(AkkO)
er schämt sich nicht, sie Brüder zu nennen (Hb 2,11)
xaAELv u~ä~
(AkkO) .•. ELpT)Xa
(OIdE)
ich habe euch Freunde genannt (Jh 15,15)
Vgl. Mt 1,21; Mk 10,18; Lk 1,13; 6,14; Jh 10,35; Apg 14,12; Röm 9,25.
222
Der Akkusativ beim Passiv
b)
§
für etwas haUen oder
nYEoUuL
153c-154a
ansehen:
.uü.u (AkkO) "l\ynUuL...
ich habe dies ... für Schaden ange-
bnu(UV
sehen (Phil 3,7)
(OIdE)
Vgl. Apg 26,2; Phil 2,3.6; ITim 1,12; Rb 11,26. c)
nOLEW jmdn. zu etwas machen: nOLnOW u]J.a~ uv8pwnwv
(AkkO) a.A.LE1:~ ich witz euch zu Menschenfischern
(OIdE)
machen (Mt 4,19)
Vgl. Mt 21,13; Jh 4,46; Apg 2,36; 2Kor 5,21; IJh 1,10; Apk 1,6; 3,12 usw. d)
nup(O.nUL
etwas (als Opfer) darbringen:
nupuo.fjouL .Cl oW]J.u.u
eure Leiber als lebendige Opfer
u]J.wv
darzubringen (Röm 12,1)
(AkkO) 8uo(uv bWOUV
(OA, vgl. §259n/o) e)
xu8(O.nUL, .(8nUL einsetzen als: • (~ JJ..§.
(AkkO)
Xp (.nv
(OIdE) •••
xu.Eo.nOEV
Wer hat mich zum Richter . .. eingesetzt? (Lk 12,14)
Vgl. Lk 20,43; lKor 9,18; Rb 1,2. Merke: Statt des Prädikatsakkusativs steht im NT bisweilen - durch die semitische Syntax begünstigt (vgl. KB2/3 s. la- und ka-) - E~&, seltener E~&
(andere Lesart w&) nposie hielten ihn für einen Propheten ~nTnV (OE) aVTOV (AkkO) Elxov (Mt 21,46) Vgl. Apg 7,21; 13,22.47; Röm 8,36; Mt 14,5. Vgl. den ähnlichen Gebrauch beim Nominativ (§147a; 258a).
C
3. Im Klass. finden sich bei vielen transitiven Verben zwei Akkusative, einer des inneren und einer des äusseren Objekts. Dies ist auch im NT vertreten: XaTaXAGVaTE aVTOÜ& (äusseres lasst sie in Essgruppen lagern (Lk 9,14) AkkO) XALOGa& (inneres AkkO) Zum AcP, WO der zweite Akk. in einern Partizip besteht,s. §233.
Der Akkusativ beim Passiv
§
154
Vgl. BR §205; BDR §159; Zerwick §72f.
1.
Bei Verben, die einen 0 b j e k t s -
k a t s a k k.
und einen
Prä d i a
haben (§153b), bewirkt die Passivkonstruktion
(vgl. §191), dass
bei d e
Akkusative in
No rn i n a t i v e
223
§
154b-155a
Syntax / Die Kasussyntax
verwandelt werden (S+P+AkkO+OE
b
2.
+
S+P+SE) :
xA118i]oov.aL (p/S) ULOl:
sie werden Söhne des lebendigen
8EOÜ !:iiiv.o\: (SE)
Gottes heissen (Rörn 9,26)
Aber bei Verben mi t
z we i
0 b j e k t s a k k usa t i v e n ,
einem der Person u. einem der Sache, bleibt der Akk. der Sache (S+P+AkkO[Person]+AkkO[Sache]
+
S[Person]+P+AkkO[Sache]):
fiv (p/S der Person) xa.-
er war unterrichtet in der Lehre
llXnl.LEVO\: .f1v OOÖV 'OÜ
des Herrn (Apg 18,25)
XUPLOU (AkkO der Sache) Vg1.
C
3.
Mk
1,6;
Lk
16,19; Ga1 6,6; 2Thess 2,15.
Auch bei Verben, die im Akt. mit dem Dat. der Person
konstruiert werden, kann der Akk. der Sache im Pass. bleiben (S+P+AkkO[Sache]+DatO[Person]
+
S[Person]+P+AkkO[Sache]; §191c):
TtETtLo'EuuaL (p/S der Per-
mir ist die Heilsbotschaft für
son) .0 EuaYYEALoV .fj\:
die Heiden anvertraut (Ga1 2,7)
axpoßuo.La\: (AkkO d. S.) (aus
nLoTEuw TLVL TL
jmdm. etwas anvertrauen)
Vg1. 1Kor 9,17; 1 Thess 2,4.
d
4.
In Wendungen wie Jh 11,44 und Hb 10,22 handelt es sich
um Fälle, die am besten als Akk. der Beziehung (s. §156) verstanden werden: OEOEUEVO\: .oO\: Tt6oa\: (ModA)
gebunden an den Füssen (Jh 11,44)
pEpaV'LouEVOL .cl\: xapoLa\: besprengt an den Herzen (ModA)
(Hb 10,22)
bb) Der freiere Akkusativ §
155 Der Akkusativ der Ausdehnung
("Wie weit/lange?", meist LokA
oder TempA, §259d/e)
a
1.
224
vg1.
BR
§173;
Im
Rau m
BDR
§161.
auf die Frage
"w i e w e i t ?"
(nur sehr
Der Akkusativ der Beziehung (respectus/relationis)
§
155b-156
wenige Belege im NT): tAnAaH6.e:~ •• e:CHOO~
• w~
n~v.e:
(naÖLOU~
als sie ungefähr 25 Stadien ge-
(LokA)
rudert hatten
(Jh
e:[~ Hw~nv an~xouoav ~
in ein Dorf,
das 60 Stadien (weit)
ÖLOU~
von Jerusalem entfernt liegt
tEDHov.a anö 'Ie:pouoaADu (LokA)
2.
In der Z e i t
(Lk
.e:ooe:-
e:l'öov
.a
~pya ~.n·
"w i e
1 a n g e ? ":
b
als er 40 Tage und 40 Nächte ge-
pa.Hov.a Hat vUH.a~ .e:OOe:pa.Hov.a (TempA) pa.Hov.a
24,13)
auf die Frage
vno.e:uoa~ fll.L~pa~
6,19)
fastet hatte
uou .e:ooe:-
(Mt
4,2)
sie sahen meine Werke 40 Jahre
(TempA)
lang (Hb 3,9.10)
Vg1. Apg 21,7; 28,12; Apk 20,4.
Im NT auch auf die Frage
"w a n n ? " , bei der der Dativ (mit
und ohne tv) viel häufiger steht (§182; l87e): tx8~~
ciSpav tßö6unv (TempA)
.nv
~u~pav .n~
HOO.fj~
gestern um die siebte Stunde (Jh
ne:v.e:-
4,52)
am Pfingsttage (Apg 20,16)
(TempA)
Vgl. Apk 3,3.
Für eine Zusammenstellung der möglichen Orts- und Zeitbestimmungen s. §187a-i sowie 259d/e.
Der Akkusativ der Beziehung (respectüs/relationiS)
§
("In welcher Hinsicht/Beziehung?") Vg1. BR §172; BOR §160; Zerwick §74.
Das NT hat nur sehr wen i g e
Beispiele für diesen Akk., da
dessen Funktion fast ganz auf den Dativ übergegangen ist (s. §178a; l87k). Er dient der näheren Bestimmung auf die Frage "In welcher Hinsicht/Beziehung?" (als Attribut [§260g] oder ModA [§259f]): ••. n~o.ö~ npO~
apx~e:pe:O~
.d
.Ov 8e:6v (Attribut)
ein .•. treuer Hohepriester in bezug auf das Verhältnis zu GOtt (Hb 2,17)
225
156
§
157
Syntax / Die Kasussyntax
a:vtnEoav ••• 0 t
dVOPE~
o.p d~uov (Attr.)
w~
"töv die Männer lagerten siah, an Zahl
nEv"ta- etwa 5000
XLOXLALOL
(Jh
6,10)
oLanapa"tpLßai: OLE
Zänkereien von Mensahen, die im
vwv o.v8poonwv "töv vouv
Verstand zerrüttet sind (lTim 6,5)
(Attr. ) d.v8pwno~
nAOUOLO!; o.no
ein reiaher Mann von Arimathia,
• Ap Lua8a. La~ "touvoua (="tö mit Namen Joseph övoua, Attr.)
• IWOl'l
(Mt 27,57)
Für eine Zusammenstellung möglicher Konstruktionen, die die Frage "In welcher Hinsicht/Beziehung?" beantworten können, s. §187k; vgl. a. 259f.
§
157 Der adverbiale Akkusativ Vgl. BR §174; BOR §160; Zerwiek §74.
Er findet sich im NT noch in Form von Adjektiven (Neutra) - z. T. praktisch zu Adverbien erstarrt (vgl. §53; 241) als ModA (§259f) oder Attribut (vgl. §260m/o): ("to) AOLn6v im übrigen, weiterhin, endliah (lKor 4,2) noAAa., no AU
viel, sehr (Mk 9,26; 12,27)
ouotv
in keiner Weise, in keiner Hinsiaht (Gal 4,1; Apg 15,9)
U.a. in Form von Komparativen und Superlativen (Neutra, vgl. §53) : "ta.XLOV "to nAELO"tOV
sahneller, bald (Hb 13,19.23) 1
nAELOV
mehr, in höherem Grade (Mt 5,20)
XPELOOOV
besser (lKor 7,38)
"to vuv fxov
fUr jetzt
av "tp6nov
auf welahe Weise, wie (Lk 13,34)
"tO xa8'
'flutpav 1
loer Artikel kanp fehlen.
226
höahstens (lKor 14,27)
(Apg 24,25)
tägliah (Lk 11,3; vgl. §184k)
Vorbemerkungen zum Genitiv
§
158a-b
c) Der Genitiv Vorbemerkungen
§
158
Vgl. BR §175; BDR §162ff; Zerwiek §36ff.
1.
Im griechischen Genitiv sind zwei (indogermanische) Kasus
a
zusammengefallen (vgl. §146a); er bezeichnet daher a)
als
deren
e c h t erG e n i t i v B e r e ich
eine Person oder Sache, zu
etwas gehört oder die von einern Verbalin-
halt - im Gegensatz zum Akk.
(vgl. §149a) - nur indirekt bzw.
teilweise betroffen wird (§159-168) - der Gebrauchsumfang ist in seinen Unterteilungen nicht immer deutlich abgrenzbar; daher die Unterschiede zwischen einzelnen Grammatiken -; b)
anstelle des
Ab 1 a t i v s
(vgl. Lat.) den
Aus-
gangspunkt, räumlich (Trennung) oder übertragen (z. B. Vergleich)
(§169-171).
Die bei den Gebrauchsbereiche a und b sind nicht immer scharf geschieden. 2.
b
Der Genitiv kann von einern Nornen
(a d n
0
mi n a l e r
Gen., s. §159-166; 170; 172)
oder einern Verb
(adverbaler
Gen., s. §163; 167-169; 171)
abhängig sein. An syntaktischen Funktionen kommen vor= a)
Der Genitiv kann
durchweg adnominal -
At t r i b u t
(§260aje)
sein - fast
(Mehrzahl der Fälle, s. §159-162; 164-
166; 168b; 170; 172):
o
AOYOl; TOU {}e;ou (Attr.)
das Wort Gottes
(Apg
6,7)
Zum Gebrauch des Artikels und zur wortstellung bei Genitivattributen s. §136e. b)
Er kann auch
prä d i kat i v , als Subjekts (art) ergän-
zung oder Objekts (art) ergänzung (S[Art]EjO[Art]E, PrädikatsnomenjObjektsprädikativ, §258b; eventuell auch OA, §259n; zum
227
§
158c
Syntax / Die Kasussyntax
GcP s. §233) gebraucht werden - adverbal bzw. verblos bei Ellipse (s. §159b; 168c; 293c) -: UUEt:G c)
6~
ihr aber gehört Christus
XpLO'OU (SE)
Er kann auch als
Ob j e k t
(lKor 3,23)
(GenO, §257b) stehen - adver-
bal (vgl. §163; 167; 169; vgl. a. §160a) und bei Adjektiven mit verbähnlicher Funktion (s. §163b), ebenso in allen damit kongruierenden Bestimmungen, z.B. als Attribut (§260c; 259q):
d)
EnLAußou .nG atwvLou
ergreife das ewige Leben
(Attr.) !:wnG (GenO)
(lTim 6,12)
Schliesslich kann er auch
a d ver b i a 1
(als [freie]
Umstandsangabe [UmstandsA] oder seltener als [notwendige] Umstandsergänzung [UmstandsE], §259a-m; 258c) stehen (s. §163; 167i-169; 171): TtUEpaG xat vux.OG (TempA)
Tag und Nacht (Lk 18,7)
Zur Substantivierung sprachlicher Ausdrücke, die die verschiedensten syntaktischen Funktionen ermöglicht, s. §132e (und Syntax der nominalen Wortarten allgemein), insbesondere auch §159c. Zu den Präpositionen mit Gen. s. §183-185. Zum deklinierten Infinitiv im Gen. s. §225. Zum seltenen GcI s. §216d. Zum genitivus absolutus s. §230. Zum Gen. bei Komposita s. BR §185; BDR §181. Zum seltenen casus pendens s. §292e.
c
3.
Vergleich zwischen dem
K 1 ass
und der Sprache des
N T Im NT geht der Gen.
(bes. adverbal) erheblich zurück und wird
oft durch Präpositionen (vor allem EX und ano) ersetzt (§166; 169; 171). Dagegen nimmt der Gen. der Qualität (Eigenschaft) unter dem Einfluss des Hebräischen zu (§162).
228
Genitivus auctoris und possessoris
§
159a
aa) Der echte Genitiv (des Bereiches) Der echte Genitiv lässt sich dreifach unterteilen: a)
genitivus pertinentiae (der Zugehörigkeit)
(§159-l65)
ß)
genitivus partitivus (des geteilten Ganzen)
y)
genitivus temporis (der Zeit)
a)
Der genitivus pertinentiae (der Zugehörigkeit)
(§166-l67)
(§168)
("Welchem Bereich zugehörig?") Vgl. BR §176. Den genitivus pertinentiae, der eine Zugehörigkeit zum übergeordneten, meist nominalen Beziehungswort ausdrückt, kann man wie folgt unterteilen: genitivus auctoris (des Urhebers) und possessoris (des Besitzers) (§159) genitivus subiectivus und genitivus obiectivus (§160) genitivus materiae (des Stoffes und des Inhalts) (§16l) genitivus qualitatis (der Eigenschaft) (§162) genitivus pretii (des Wertes und des Preises) (§163) genitivus der Richtung und der Absicht (§164) genitivus epexegeticus (erklärender Gen.) oder appositivus (eine Apposition bildender Gen.) (§165)
Genitivus auctoris (des Urhebers) und possessoris (des Besitzers) ("Wessen?")
§
159
Vgl. BR §176 a; BDR §162; 183; Zerwiek §36-39.
1.
Der
genitivus
auctoris
(Gen. des Urhebers;
Attribut, §260e):
EuayyEA.LOV aEOÜ
das Evangelium Gottes (Röm 1,1)
(Gott ist der Urheber des Evangeliums, s. Röm 15,16 und IThess 2,2.)
Der Genitiv bei substantivierten Verbaladjektiven nennt den Urheber:
EXA.EX.ot 'OÜ aEOÜ
als von Gott Erwählte (Kol 3,12)
a.yann.öi:s;; aEOÜ
von Gott Geliebte (Röm 1,7)
229
a
§
15gb
Syntax / Die Kasussyntax
XAn,ot "Inoou XPLO,OU
von Jesus Christus Berufene (Röm 1,6)
vg1. nyann~EvoL uno ToD ~EOÜ
von Gott geliebte (Brüder)
(lThess 1,4)
Für eine Zusammenstellung kausaler Ausdrucksformen s. §187m.
b
2.
Der
gen i t i v u s
pos ses s
°r
i s
(Gen. des Eigen-
tümers) : a)
attributiv (§260e): EV
,~
OtXL~
rra,p6~
,au
]lau ...
im Hause meines Vaters •.. (Jh
14,2)
Vgl. Mt 13,27.
An die Stelle des regierenden Nomens kann der blosse Artikel treten (s. §132i): arro60'E
,a
Ka~oapo~
KaLoapL xat
,a
gebt dem Kaiser, was dem Kaiser ge-
'au ßEOU
,{j> ßE{j>.
b)
hört, und Gott, was Gott gehört. (Lk 20,25)
prädikativ (als Subjekts[art]ergänzung, S+[P]+S[Art]E,
§258b) : ,au XUPLOU (SE) EOUEV
wir gehören dem Herrn (Röm 14,8)
Auch ohne Kopula (§256d): rrav,a ugwv (SE),
U]lEL~
alles gehört euch, ihr aber gehört
6~
XPLO,Ö~
Christus, Christus aber gehört Gott
XPLO,OU (SE),
(lKor 3,22.23)
M ßEOU (SE) Vgl. Mt 5,3.
Seltener mit YLVO]laL werden: EYEVE,O
n ßaoLAELa
XOO]lOU ,au XUPLOU
,au
ngWv
xat ,au XPLO,OU au,ou
die Herrschaft über die Welt wurde unserem Herrn zuteil und seinem Christus (Apk 11,15)
(SE) Vgl. Apk 12,10.
Zur Alternativkonstruktion mit Dativ und dem Bedeutungsunterschied zwischen den beiden Konstruktionen s. §176b. Am häufigsten wird das Eigentumsverhältnis durch den Gen. des
Personalpronomens der 1., 2., und 3. Sg. und Pl. ausgedrückt (vgl. §140b). In der Koine steht dafür a. xa,a m. Akk. (§184k).
230
3.
Der
Gen i t i v
159c-d
§
Genitivus auctoris und possessoris
zur Bezeichnung von
s c h a f t s ver h ä 1 t n i s s e n
c
Ver w a n d t -
als Attribut mit Ellipse
des Bezugswortes "Sohn", "Mutter", "Frau", "Leute" (Hausgenossen) o.ä. a)
(vgl. §260e; l32i; zur Ellipse §293c):
von Sohn (Ellipse) und Vater:
'Ia.xwßoG 0 LOÜ ZEßEoaLou
Jakobus, der lSohn) des Zebedäus (Mt 10,2)
b)
ot LOÜ ZEßE6aLou
die lSöhne) des Zebedäus
EtOEV AEULV LOV LOÜ
er sah Levi, den lSohn) des AZphäus
'AA<paLou
(Mk 2,14)
(Jh 21,2)
von Sohn und Mutter (Ellipse):
MapLa
n LOÜ
'Iaxwßou
Maria, die lMutter) des Jakobus (Mk 16,1/Lk 24,10 ohne Artikel)
c)
die Frau (Ellipse) mit Gen. des Gatten:
MapLa
n LOÜ
Maria, die lFrau) des KZeophas
KAwna
(Jh 19,25)
d)
von der Zugehörigkeit von Sklaven zu einem 'Haus'
(einer
Familie; Ellipse von "Leuten" [Hausgenossen]):
tOTlAwaTl •.. uno
LWV
XAOTlG
es wu:L'de kundgegeben von den lLeuten) der ChZoe (lKor 1,11)
e)
von Brüdern (Ellipse von "Bruder") :
'Iou6as; 'Ia){wSou
Judas der lBruder) des Jakobus (oder der lSohn) des Jakobus (Lk 6,16; Apg 1,13, vg1. BDR §162 4 )
4. Meist als Hebraismus bzw. Sem i t i s mus zu verstehen ist der übertragene Gebrauch von U ~ 0 S; Sohn oder T E )( v 0 v Kind mit dem Gen. zur Bezeichnung einer engen Beziehung zu einer Person, Sache oder Eigenschaft (BDR §162,6; Zerwick §42-44; GK §128s-v; Bauer-Leander §89h): O~ ••• ULOC TnS; SaoLAE~as; die Menschen, die zur Königsherrschaft (Gottes) gehören/die von ihr bestimmt sind (Mt 8,12; 13,38) u~OS; 6LaSoAou Teufelssohn (Apg l3,10) ULÖS; YEEvvnS; Höllenkind (Mt 23,15)
UL Ol, VU\Hj)WVOS;
die dem Bräutigam am nächsten stehenden Hochzeitsgäste, die Freunde des Bräutigams (Mt 9,15)
S. auch Jh 17,12; Lk 16,8; 20,36.
Kinder des Lichts
(= dem Bereich des (Eph 5,8) Kinder des Gehorsams (= vom Gehorsam bestimmt) (lPt 1,14)
Lichts angehörig)
Vg1. Ga1 4,28; 2Pt 2,14.
231
d
§
§
160a-b
Syntax / Die Kasussyntax
160 Genitivus subiectivus und genitivus obiectivus Vgl. BR §176 a, Anm.; BDR §163; Zerwick §36-39.
a
Diese zwei Gruppen von Genitiven werden nicht in allen Grammatiken als besondere Anwendungsforrnen aufgeführt. Sie sind nichts anderes als Genitive der Zugehörigkeit, die bei Verbalsubstantiven (z. B. im Deutschen Retter
oder Rettung)
stehen (Attribut, §260e). Diese Genitive bezeichnen entweder a)
das handelnde Subjekt (den Agens, vgl. §255), von dem
das im Verbalsubstantiv genannte Geschehen (od. die Beziehung) ausgeht -
n aya.Ttn
gen i t i v u s
"tau 8EOU
sub i e c t i v u s - :
die Liebe Gottes
= die
Liebe~
die
Gott eT'Weist entspricht z. B.:
o 8EÖ~
n~~ ayuTt~.
Gott liebt uns.
oder b)
das Objekt, die Grösse, die von dem Geschehen (od. der
Beziehung) betroffen ist (den Patiens, vgl. §257) tivus
geni-
obiectivus-
die Liebe zu Gott ~ die a:uf Gott gerichtete Liebe entspricht z. B.:
aYUTtWUEV "tOv 8E6v.
Wir lieben Gott.
Siehe §187m für verschiedene Konstruktionsmöglichkeiten mit kausaler Bedeutung (vergleichbar mit dem gen. subiectivus).
b
MERKE für die Exegese: 1.
t i
Wenn das übergeordnete Substantiv ein S
no m e n
(Nornen, das den Agens/Handelnden bezeichnet) oder ein
nornen
a c t ion i s
(Nornen, das die Handlung bezeichnet)
ist, erscheint der Gen. in den meisten Fällen als vus a)
N 0
obiectivus m i n a
aal -Tn&, z. B.:
232
a gen -
a gen t i s
sind die Substantive auf
gen i t i
Genitivus subieativus und genitivus obieativus
bb) -Tnp, z. B.: b)
N 0
m i n a
§
aWTT1P Retter a c t ion i s
sind Substantive auf
aal
-aL~/-TL~, z.B.: yviiiaL~
XTLaL~
bb)
-~6~,
~wTLa~6~
Erkenntnis Verfolgung RELp~a~6~ Prüfung cc) -EL~ (abgeleitet von Verben auf -EUW), z. B.: ß~aLAEL~ Königsherrschaft dd) -a/-n, z. B.: Rpoa~opa Herbei-, Darbringen X~T~ßOAn Grundlegung, Anfang öLwy~6~
z. B.:
KP L1:~~
160c-d
~w'Vn)'V
Kai: 'VEKPW'V
Riahter
der
Schöpfung Erstrahlen
X~T~AA~yn
Versöhnung
Lebendigen und der
Toten (Apg 10,42)
2.
Ö OW1:~P 1:00 KOquOU
der Retter der WeZt
tnLY'VWOL~ äuap1:La~
Erkenntnis
uno
K1:LOEW~
uno
Ka1:aßOAn~
der
Sünde
seit Ersahaffung
K6quou K6quou
(Jh
der
4,42)
(Röm
3,20)
WeU
(Röm
1,20)
von der Gründung der WeZt an (Mt 25,34)
Et~ ••• pa'V1:LOUo'V aLua1:0~
zur Besprengung mit dem BZut
'InooO XPL01:00
Jesu Christi (lPt 1,2)
In manchen Fällen zeigt der
K 0 n tex t
c
den Sinn des
Genitivs. Z. B.:
aö1:n yap t01:L'V 1:00 8EOO, L'Va Aä~
~
ayann
1:ä~
t'V1:0-
aU1:00 1:npWUE'V •••
Denn die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote haZten (lJh 5,3)
(Der LV~-Satz erklärt, worin sich die äyaRn TOU ~EOU äussert: es ist also die Liebe ~ Gott [ein gen. obiectivus].) u~ ~
UnL01:La aU1:w'V
1:~'V
nL01:L'V 1:00 8EOO Ka1:ap-
hebt etwa ihre Untreue Gottes Treue auf?
(Röm
3,3)
ynOE L; (Der Kontext macht deutlich, dass "die Treue Gottes" und nicht etwa "der Glaube an Gott" gemeint ist.)
3.
Es gibt Fälle, besonders in den Paulusbriefen, wo man
d
durch die Zuweisung des Gen. in die eine oder die andere der beiden Kategorien der Fülle des ausgesprochenen Gedankens nicht gerecht wird (vgl. §172); gen. subi. und gen. obi. scheinen gleichsam kom bin i e r t ~
••• ayann 1:00 Xp L01:00
OU'V~XEL ~ud~
vorzuliegen. Z. B.:
die Liebe des Christus .•. beherrsaht uns ganz (2Kor 5,14)
(Dem Kontext nach ist es die von Christus in seinem stellvertretenden Tode offenbarte Liebe [also genitivus subiectivus], doch erweist
233
§
160e-162a
Syntax / Die Kasussyntax
sie sich als lebendige Macht im Herzen des Apostels, ist also nicht ohne die Gegenliebe gedacht [schliesst also fast etwas wie einen genitivus obiectivus mit ein].)
e
4.
Gelegentlich wird das
Pos ses s i v pro n
me n
0
im
Sinn eines genitivus obiectivus gebraucht (vgl. §140a):
.0D.o
nO~Et'E
EtG
.~v
das tut zur Erinnerung an mich
t}.J.~v ava.}.J.vT]o~v
f
5.
Bei der
v u s
fJ
(Lk 22,19/1Kor 11,24.25)
U e b e r set z u n g
0
b i e c t i -
muss man im Deutschen meist Präpositionen gebrauchen:
.0D xOO}.J.ou
~x8pa
die Liebe zur WeU ist Feindschaft ~
§
des genitivus
GDtt (Jak 4,4)
161 Der genitivus materiae (des Stoffes und des Inhalts) ("Aus welchem Stoff?" oder "Mit welchem Inhalt?", Attribut, §260e) Vgl. BR §176 b; BDR §167,1.
Beispiele: XEPa.}.J.~OV üöa.oG aA.a.ßao.pov gupou
.0 ÖLX.UOV
.wv
einen Krug mit Wasser ein AZabastergefäss mit SaZbe
tx8uwv
das Netz voZZ Fische (Jh 21,8)
Vgl. Apk 18,12 (mit acht Gen.); 20,10.
§
162 Der genitivus qualitatis (der Eigenschaft) ("Von welcher Art oder Eigenschaft?") Vgl. BR §176 C; BDR §165; 162,6; Zerwick §40f; 42-44.
a
1.
Im engeren Sinn verstanden, sagt dieser Gen. eine
Eigenschaft me n s
des
i~
übergeordneten
No-
aus (als Attribut, §260e). Im Klass. war er praktisch
auf Mass- und Altersangaben (vgl. §168c, prädikativ) beschränkt. Unter dem Einfluss des Semitischen, das nicht reich an Adjektiven ist, hat er im NT zugenommen (vgl. GK §128p; BauerLeander§89; vgl. a. u. §295s zur 'Enallage'). Er kommt oft einern Ad-
jektiv gleich und kann mit einern solchen übersetzt werden.
234
Der genitivus quaZitatis (der Eigenschaft)
6 XUPLOr;
XU~
Em~ve:oe:v
.ov
otxov6uov
xLur;
(=
.ov
~
a.OL-
ä,OLXOV otxo-
§
162b
und der Herr Zobte den ungerechten VerwaZter (Lk 16,8)
v6uov) EX .oi) uuuwvn .ijr; a.OLXLUr; mit dem ungerechten Mammon (Lk 16,9) a.xpou.i'lr; E:TtLATlOlJ,OvTir;
ein vergessZicher Hörer (Jak 1,25)
(= a.xpou.i'lr; EnLA1'louWV)
(Vulgata: auditor obliviosus)
ähnlich auch: qJEPWV •••• a na.v.u .i;l P1'luu- er trägt das AU durch sein
Machtwort (Hb 1,3)
2.
Zu einigen bemerkenswerten Fällen mit gen. qualitatis
b
im NT: a)
Paulus liebt den gen. qualitatis zur Kennzeichnung des
menschlichen owuu Leib: owuu .ijr; auup.Lur;
Leib der Sünde
EX .oi) owuu.or; .oi) öuva-
aus diesem Todes-Leib
(Röm 6,6) (Röm 7,24)
.ou .Ou.ou owuu .Tir; .une:LvWOe:Wr; owuu .!ijr;
b)
MET]!;
Leib der Niedrigkeit (Phil 3,21) Leib der HerrZichkeit (Phil 3,21)
Mit dem Genitiv .Qpyijr;
XU~
a.noxuAulIJe:Wr; OL- des Zorns und der Offenbarung des
XULOxpLoLur; .oi) öe:oi)
gerechten Gerichts Gottes
kennzeichnet Paulus in Röm 2,5 die nUEpU den 'Tag' als den Jüngsten Tag. Vgl. auch: auf den Tag der ErZösung (Eph 4,30)
c)
Weitere Beispiele für den gen. qualitatis: npooe:pxwUe:öu ••••i;l
Zasst uns hinzutreten zum Thron
.ijr; XapL.or;
der Gnade (Hb 4,16)
pCr;;u nLXPLU>
eine bittere WurzeZ (Hb 12,15)
XUPOLU novTlPn anLo.Lu>
ein böses Herz voZZ UngZaubens (Hb 3,12)
Taufe der Umkehr
(Mk 1,4)
(New English Bible: baptism in token of repentance ' ... als Zeichen der ... ')
235
§
163a-164
Syntax / Die Kasussyntax
Vgl. §159d zum semitisierenden Gebrauch von Sohn/Kind,
ut6~
und .txvov
gefolgt von einem Gen., um eine enge Beziehung zu
einer Person, Sache oder Eigenschaft auszudrücken. Für eine Zusammenstellung möglicher Artbestimmungen s. §187jff; 260b-n.
§
163 Der genitivus pretii (des Wertes und des Preises) ("Für wieviel?"/"Wieviel wert?") Vg1. BR §176 d; BDR §179; 182,2.
a
1.
Er steht adverbal nach den
Ver ben, die 'kaufen, ver-
kaufen, erwerben, für wert achten' bedeuten. Der Preis bzw. die Bezeichnung des Gutes, dessen man wert geachtet wird, steht im Gen. (adverbial [UmstandsA/E, §259a-m; 258c] oder als Objekt [§257b]): a.yoPa.6CJ.> TtülAtOlJ,O.L
kaufen
siah erwerben
verkaufen
für wert aahten
Beispiele: a.yopaoCJ.>j..LEV ouvapLCJ.>v oLaXOOLCJ.>V (ModA)
Cip.ou~
•••
~
saUen wir für 200 Denare (SUberstuakeJ Brot kaufen? (Mk 6,37)
xa.a!;Lw8f\vaL •••• f\~ ßaoL-
der GoUesherrsahaft für würdig er-
AELa~ .00 ~EOO
aahtet werden (2Thess 1,5)
(GenO)
Vg1. Mt 10,29; Apg 22,28.
b
2.
Der genitivus pretii steht adnominal nach dem
t i v
Ad j e k -
Ci!; LO~, - La, -ov würdig (als GenO/2. Grades, §254d):
nLo.o~
0
A6yo~
a.noöoxf\~ a.!;LO~
xai:
~
(GenO/2.
zuver~ässig
ist das Wort und voUer
Annarune 'WÜrdig (lTim 1,15)
Grades)
§
164 Der Genitiv der Richtung und der Absicht ("Mit welcher Richtung oder Absicht?", Attribut, §260e) Vgl. BDR §166.
Beispiele: ~
236
.Wv a.yLCJ.>V
oo6~
der Weg ins
Hei~igtum
(Hb 9,8)
Genitivus epexegeticus oder appositivus
~
165a-b
die Tür zu den Schafen (Jh 10,7)
8upa LWv rrpoßaLwv
Mot:
§
Wege zum Leben (Apg 2,28)
~wn\:
den Weg zum Heil (Apg 16,17)
60öv aWLTlPCa\:
Hier ist wohl der finale Inf. mit LoG einzuordnen. S. §225. Für eine Zusammenstellung der Orts- und anderen wichtigen Bestimmungen s. §187b/n.
Der genitivus epexegeticus (erklärender Genitiv) oder appositivus (eine Apposition bildender Genitiv)
§
165
("Was für ein?"/"Worin bestehend?") Vgl. BDR §167,2; Zerwick §45f.
Er erläutert das regierende Substantiv (als Attribut, §260e/h). Dieses ist oft ein Bildwort, das durch ein Abstraktum im Gen. ausgelegt wird. 1.
Der Genitiv als
E r k 1 ä run g
des
- B i 1 d war t e s
a
(vgl. §295x zum Annexionsvergleich) : rrEpt: LoG
vaoO LOO aw]..!.a-
(er sprach) vom Tempel seines Leibes
La\: aULoO
(Jh
2,21)
der Siegeskranz des Lebens (Jak 1,12/Apk 2,10)
o
Ln\: OLxaLoaUVTl\: aLE-
<jlavo\:
(2Tim 4,8)
EopLa~W~EV, ~u~~
der Sieges kranz der Gerechtigkeit
~~ ... ~V
lasst uns feiern nicht mit dem
Sauerteig der Bosheit, sondern
xaxCa\: .. oUAAo EV
U~U~OL\:
E~ALxpLVECa\:
xat:
mit dem ungesäuerten (Teig) der Lauterkeit und Wahrheit (lKor 5,8)
uATl8da\: . Vgl. Eph 6,14.16.17; 2Kor 5,5.
2.
Ohne Bildwort: ~
OWPEU LOO ayCou
Gabe (Apg 10,45/vgl. 2,38)
rrvEu]..!.aLo\: LÖ
aTl~E~OV
b die im Heiligen Geist bestehende
°Iwvä
das Zeichen des Jona (Lk 11,29)
(Jona selber ist das Zeichen [als der vom sicheren Tod Errettete].)
237
§
166a-e
ß)
§
Syntax / Die Kasussyntax
Der genitivus partitivus (des geteilten Ganzen)
166 Der adnominale genitivus partitivus ("Wovon/Von welchem Ganzen?") Vgl. BR §177,1; BDR §164.
Als solchen bezeichnet man einen Genitiv, wenn das ihm übe r g e 0 r d n e t e
N0 me n
einen
T eil
der durch
ihn ausgedrückten Grösse bildet. In der Koine wird er zurückgedrängt durch Umschreibungen mit Ex/tE und z. T. auch äno. Es liegt meist attributiver Gebrauch (§260e), aber keine 'attributive' Wortstellung (§136e) vor. Vgl. aber auch §258b (SArtE) .
a
1.
Er steht regelmässig bei
Na me n
von
L
ä n der n ,
wenn eine in ihnen liegende Ortschaft genannt wird: EV Kuva "tfiG rUALAULUG
in Kana in Galiläa (Jh 2,1.11)
E tG Ea.pEn"tU "tfiG E LOWVLUG
nach Sarepta in Sidonien (Lk 4,26)
Vgl. Mt 2,5; Apg 22,3.
b
2.
Er steht überwiegend beim
"tLG/"tL (§144a;
semitisierend ist
I n d e f i n i t pro n 0 m e n ns/n manchmal zu ergänzen):
"tLVEG "tWV ypUggU"tEWV
einige (der) Schriftgelehrten (Mt 9,3)
"tLVaG "tWV gu3n"twv uu"tou
einige seiner Jünger (Mk 7,2)
Doch findet sich auch die Konstruktion mit sx/s~:
yvvaCxES TLVES s~ n~wv
C
3.
~
Er steht nach ~VU ~xua"tov
einige Frauen von uns (Lk 24,22)
x U 0 "t 0 G
"tWV XPE-
0PELAE"tWV "tou XUPLOU
j e der :
jeden einzelnen der Schuldner seines Herrn
(Lk 16,5)
~uu"tou
d
4.
Er steht oft nach ·~V
e
5.
238
ErG
"twv gEAWV (JOU
Er steht bei
/llLU/EV
ein s :
eins deiner Glieder (Mt 5,29)
M eng e n b e z e ich nun gen
• IOUOULWV "tE xut • EAAn-
eine grosse Menge von Juden und
vwv nOAO nAfi30G
Griechen (Apg 14,1)
I
§
Verben mit Genitivobjekten meist partitiver Bedeutung
167 a
Verben mit Genitivobjekten meist partitiver Bedeutung
§
167
Vgl. BR §177,2; 178; BDR §169-178; 182,1.
Der Geni ti v, mit dem die im folgenden genannten konstruiert werden, bezeichnet das
Objekt
Ver ben der Verbal-
handlung (GenO, §257b), bei den meisten mit partitiver Bedeutung, da er das Ganze bezeichnet, von dem ein Teil genommen wird. 1.
Sinnestä-
Er steht bei Verben, die eine bestimmte
t i g k e i tausdrücken: a)
axouw
hören mit dem Gen. der Person, die man reden hört, öfter mit
dem Gen. der Stimme, die jemand hört :
ö axouwv ugwv (GenO)
I
wer euch hört.
Standardgebrauch von axouw: 1. mit Gen. der Person od. Sache, die man reden bzw. ein Geräusch machen hört ( Qu e 1 1 e (a. napa/ano o.ä. mit Gen. [klass.] oder a. ano/6La/€M ToD GTO~aTO, mit Gen. [unkl.]) a) 'normale' Bedeutung b) davon abgeleitet (mit Aufmerksamkeit hören) 2. mit A k k . der Sache a) der Sache, die man hört (das Geräusch, die a k u s t i s c h e Seite der Mitteilung) oder b) die Sache (auch Person), über die man reden hört ( I n h a l t der Mitteilung)
jmdn. od. etw. hören; anhören, hören auf, gehorchen etwas hören
etwas (od. über jmdn. [etwas] ) hören
Merke: a) Der Akk. der Sache steht oft neben dem Gen. der Quelle. b) Gewisse Wörter kommen sowohl im Gen. als auch im Akk. vor: neben AOYOL Worte vor allem qJwvri Laut, Geräusch (akustisch 2a); Stimme (Quelle, 1), Ruf/Schrei (akustisch, 2a); Ausspruch (akustisch od. inhaltlich, 2a/b) (im Klass. ist der Gen. die Regel; für Jh gilt: qJwvn, gehorchen,
a.
a.
qJwvnv hören)
S. BR §178; BDR §173; Zerwick §69; vgl. Turner, Grammatical Insights, S. 87-90.
239
a
§
167b-d
Syntax / Die Kasussyntax
EgOO (GenO)
hört mich (Lk
aXOUE~
10,16)
EaV .Til;
(Hb 3,7)
Siehe §233 zum GcP, wo das GenO durch eine (prädikative) Partizipialkonstruktion ergänzt wird (OE). b)
ä.n.o]J.a~
berühren: wer hat mich berührt?
~~a.01
.CI; ]J.ou (GenO)
(Mk 5,31)
VgI. Lk 22, SI.
c)
b
2.
YEuo]J.a~
schmecken:
YEuoE.aC ]J.ou .00 oECn-
(niemand) wird mein Mahl
vou (GenO)
schmecken (Lk
14,24)
Er steht bei Verben, die 'ergreifen, fassen, halten'
bedeuten: a)
En~Aa]J.ßa.vo]J.a~
En~AaßoO
sich halten an, ergreifen: ergreife das ewige Leben
.Til; atwvCou
!:wTi I; (GenO)
(lTim 6,12)
Vgl. Mk 8,23; Hb 8,9.
b)
xpa.Ew fassen, halten,
mit Gen., wenn das Erfasste ein Teil ist,
mit Akk., wenn es ein Ganzes ist:
Expa..nOEv .Til;
XE~POI;
er ergriff ihre Hand (Mt
9,25)
au.Ti I; (GenO)
C
3.
Er steht bei Verben, die 'füllen, voll sein' bedeuten: nC]J.nAT]]J.~/nAnp6w
füllen, yE]J.W voll sein: alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt
ayCou nVEuga.ol:;
WV
.0 o.6]J.a apal; xat
n~-
yE]J.E~
xpCal; (GenO)
(Apg 4,31)
ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit
(Röm 3,14)
VgI. Apg 13,52.
d
4.
Bei 'teilnehmen, Anteil geben an': ]J.E.EXW Anteil haben, teilnehmen, ]J.E.aAa]J.ßa.vw Anteil erhalten: 06 ouvao8E .panE!:T]l:; xupCou (GenO) • panE!:T]1;
oa~govLwv
VgI. Apg 2,46.
240
]J.E.EXE~V
xat
(GenO)
ihr könnt
nicht teilhaben am Tisch
des Herrn und am Tisch der Dämonen • (lKor 10,21)
Verben mit Genitivobjekten meist partitiver Bedeutung
5.
§
167e-i
Er steht bei Verben, die 'erstreben, begehren' bedeuten
e
(z. T. kaum zu trennen von den Fällen in §169a): 6pEYOl-La~
streben nach,
Er ,~~ En~oxonn~ 6pEYE,a~,
(GenO)
xaAOÜ tpyou
En~&Ul-LE'C
(GenO) 6.
En~&Ul-LEW
begehren:
Wer das Vorsteheramt anstrebt, begehrt eine gute Aufgabe (lTim 3,1)
Bei l-L~ l-L\if.loxol-La~ /J.L\i11l-LO\iEUW sich erinnern, gedenken: El-L\inO&l1 0 IIE"tpO~ "toü pnl-La"to~
• I1100Ü (GenO)
f
Petrus dachte an das Wort Jesu (Mt 26,75)
Vgl. Lk 1,54.72; 17,32; Gal 2,10; Kol 4,18.
7.
Verben des Affekts wie 6.\iEXOl-La~ aushaUen, ertragen: ~w~
no"tE ••• 6.\iEEol-La~ UuW\i
(GenO)
~
9
'Wie Zange soU ich euch ertragen? (Lk 9,41)
S. auch Eph 4,2; Rb 13,22.
8.
Verben des Herrschens wie XUP~EUW Herr sein, xa"taxuP~EuW
h
beherrschen, unterjochen: al-Lap"tLa ••• ugW\i ou XUP~EUOE~
(GenO)
die Sünde 'Wird nicht über euch herrschen (Röm 6,14)
Vgl. Mk 10,42. Anmerkung (vgl. BR §180f; BDR §178) : Besonders für das Klass. lässt sich auch ein gen i t i v u s res p e c t ü s (der Beziehung oder des 'Sachbetreffs') als Sonderform des echten Genitivs unterscheiden (deutsch im Hinblick auf oder wegen; GenO [§257b] od. KausAlE [§259g]), dies a) bei j u r i s t i s c h e n Ausdrücken wie: Tn~ oL~La~ (GenO) E6~~a~6~nv ich prozessierte um das Haus (Lysias 17,5) 6wpwv (KausA) E~pL0noav sie wurden wegen Bestechung verurteilt (Lysias 27,3) b) bei Ausdrücken der G e m ü t s b ewe gun g wie: ~nAW OE TOÜ VOÜ (KausA) ich beneide dich wegen deines Verstandes (Sophokles, Elektra 1027) Andere reihen diese Fälle als gen. criminis bzw. causae beim ablativischen Genitivein. Siehe §187k/m für Konstruktionen mit ähnlicher Bedeutung.
241
§
168a-c
y)
§
Syntax / Die Kasussyntax
Der genitivus temporis (der Zeit)
168 Der genitivus temporis
("Wann allgemein?" oder "Innerhalb
welches Zeitraumes?") Vg1. BR §179; BDR §186,2.3.
Dieser Genitiv bezeichnet den
Z e i t rau m,
i n
dem
etwas geschieht (meist adverbial, TempA/E, §25ge). Im NT werden meist
a
b
C
1.
2.
3.
allgemeine, artikel lose
Wen dun gen
VUXTÖG xat nutpaG
Nacht und Tag
(lThess 2,9; 3,10)
nutpaG xat vuxT6G
Tag und Nacht
(Lk 18,7)
XE LUWVOG
während des Winters
dis tri b u t i v
gebraucht:
(Mt 24,20; Mk 13,18)
mitZahladverb (Attr. dazu, vgl. §260o) :
tnTaxLG TnG ngtpaG
siebenmal am Tage
otG ToD aaßßaTou äna~ ToD EVLauToD
zweimal in der Woche einmal im Jahr
(Lk 17,4) (Lk 18,12)
(Hb 9,7)
Wendungen wie die folgenden sind als genitivus qualitatis
(s. §162) zu bezeichnen, nicht als gen. temporis (prädikativ gebraucht: SE, §258b):
-fiv •.• ETWV owoExa (SE)
es (das Mädchen) war zwölf Jahre alt
tytVETO ETWV owoExa (SE)
(Mk 5,42)
er war zwölf Jahre alt
(Lk 2,42)
Für eine Zusammenstellung möglicher Zeitbestimmungen s. §187e-i sowie 25ge.
bb) Der ablativische Genitiv (des Ausgangspunktes) Der ablativische Genitiv lässt sich wie folgt unterteilen: a)
genitivus separationis (der Trennung/des Ausgangspunktes) (§169)
242
Der genitivus separationis (der Trennung/des Ausgangspunktes)
ß)
genitivus comparationis (des Vergleichs)
y)
genitivus locativus (des Ortes)
§
169a
(§170)
(§171)
Der genitivus separationis (der Trennung/des Ausgangspunktes)
§
169
( "Woher?" oder "Von wo weg?") Vgl. BR §182; BDR §180; 182,3.
1.
Dies ist die
Funktion des Genitivs.
a b 1 a t i v i s c h e
Er steht adverbal (meist als GenO, §257b): a)
der in Betracht kommenden Verben
Für die m eis t e n
sind im
NT
nur
ein
0
der
z we i
Bel e g e
für die
Konstruktion mit dem Gen. ohne Präposition zu nennen. Sie seien darum ohne Stellenangabe erwähnt: anEXW entfernt sein von aOToXEw abirren, sich lossagen von a~LoTa~aL sich entfernen
b)
Folgende haben O~a.qH~;PW
XP~~w
XWAUW hindern, verhindern AELno~aL ermangeln npoooEo~aL noch dazu bedürfen ßpaouvw zögern, zögernd zurückhalten
v i e rod e r
m ehr
Belege:
s. unterscheiden von, mehr wert sein ats (lKor 15,41 usw.)
nötig haben, bedürfen (Lk 11,8; 12,30; 2Kor 3,1), vgl. auch
xpdav EXW (Z.B. l,aTpoü) nötig haben (z.B. den Arzt [Mt 9,12])
OEOj.J.a.L -r ~ v61: -r ~ jmdn. um etwas bitten anExoj.J.a.~sich
(vergleichbar mit §167e)
enthaUen (lPt 2,11 usw.)
ihr seid mehr wert ats viete Spertinge
oEf)8TlLE •.. -roü U.UpLOU -roü 8EP~Oj.J.OÜ
(GenO)
(Mt 10,31)
bittet den Herrn der Ernte
...
(Mt 9,38)
-roü tOLOU utoü (GenO) ouu. er verschonte nicht seinen t
eigenen Sohn (Röm 8,32)
rtav-rEI: ••• UO-rEPOÜV-ra.~ -rTi!:;;
aUe ermangetn der HerrUchkeit
o6En!:;; -roü 8EOÜ (GenO)
Gottes (Röm 3,23)
243
a
§
b
169b-17l
Syntax / Die Kasussyntax
2. Folgende Verben, die ein Lösen, Befreien usw. bedeuten, werden i m N T nur mit P r ä pos i t i o n e n konstruiert (im K1ass. mit Gen.):
AUW analEM lösen, befreien (Apk 1,5 usw.) EAEu~Epaw ana befreien (Röm 8,21 usw.)
analEM retten, analEM erretten
pUOvaG
cr~~w XWPL~W
ana
erretten (2Tim 4,17 usw.) (Jh 12,27 usw.) scheiden, trennen (Röm 8,35)
NT-Beispiel: crw~ncr6VE~a ••• ano Tn~ 6pyn~
(PräpO) K1ass. Beispiel:
crwcraG MaMoü (GenO)
wir werden gerettet werden vor dem Zorn (Röm 5,9) vor Uebel retten (Sophok1es, Phi10ktet 919)
Für eine Zusammenstellung der Ortsbestimmungen s. §187a-d sowie 259d.
§
170 Der genitiVUS comparationis (des VergleiChs) (" ••• als wer oder was?") Vg1. BR §183f; BDR §185.
Er steht bei Komparativen und komparativischen Begriffen (meist als Attribut zu Adj. oder Adv., §2600). Er ist gebräuchlicher als die Konstruktion mit j.J.€ L!:W
j.J.€ L!:ova) "w
(=
(Attr. zu
o TIal:i'1P
j.J.€L!:W)
öl]JT,1
n als
(s. §138a; 242a):
du wirst Grösseres als dieses sehen (Jh 1,50)
j.J.€L!:WV j.J.ou (Attr. der Vater ist grösser als ich
zu j.J.e::L!:wv)
(Jh 14,28)
Vg1. Apg 17,11; Rb 1,4; 11,26.
§
171 Der genitivus locativus (des Ortes) ("Wo?" oder "Woher?", LOkAlE, §259d) Vg1. BR §182, Anm.l; 179, Anm.; BDR §186,1.
Der Genitiv des Ortes wurde im Klass. fast nur von den Dichtern bei der Frage "Woher?" (auch bei der Frage "Wo?" entsprechend dem gen. temporis, vgl. §168) verwend€t. Er ist im NT bis auf
244
§172
Verbindung mehrerer verschiedener Genitive
ganz geringe Reste verschwunden. Herkunft oder Ursprung werden meist mit EX/EE m. Gen. ausgedrückt, seltener durch uno. Für eine Zusammenstellung der Ortsbestimmungen siehe §187a-d sowie 259d.
cc) Sonderfälle
§172
Verbindung mehrerer verschiedener Genitive Vg1. BDR §168; Zerwiek §47.
In den Briefen des Paulus finden sich schiedenartiger
Gen i t i v e ,
H ä u fun gen
ver-
die nicht immer eindeutig
erklärt werden können, z. B.:
1:aV <jlW1:LOl-LOV 1:00 EuaYYE-
das Leuchten des Evangeliums von
ALOU 1:n!; 6oETl!; 1:00 XPLO-
der Herrlichkeit des Christus
1:00
(2Kor 4,4)
Der erste Gen. ist ein gen. auctoris (§159a) :
das Leuchten, das von der Frohbotschaft ausgeht; der zweite Gen. ist ein gen. obiectivus bzw. des Inhalts (§160/1) :
die Frohbotschaft von der Herrlichkei t Christi; der dritte Gen. ist ein gen. subiectivus bzw. possessoris (§160; 159b): die Herrlichkeit, die Christus ausstrahlt bzw. hat.
Lva
aVanATlPWO~
1:0 ugwv
(gen. subi.) U01:EPTlua
1:n!; npo!; gE AEL1:0upYLa!;
damit er ergänze, was euch mangelte bei eurem Dienst für mich (Phi! 2,30)
(gen. obi.[§160]) Einfacher: Eph 1,6.18; 1Thess 1,3.
245
§
173a-b
Syntax / Die Kasussyntax
d) Der Dativ §
173 Vorbemerkungen Vgl. BR §186; BDR §187ff; Zerwick §51ff.
a
1.
Im griechischen Dativ sind drei (indogermanische) Kasus
zusammengefallen (vgl. §146a); er bezeichnet daher a)
als
e c h t erD a t i v
(weitgehend dem lat. und
deutschen Dat. entsprechend) das indirekte (entferntere) Objekt ("Wem?")
(§174/5) oder
die am Verbinhalt interessierte Person ("Für wen?") (§176); b)
als Ersatz für den ursprünglichen
Ins t rum e n t a l i s
(vgl. lat. Ablativ) das Mittel (die Ursache u.ä.)
("Womit?" u.ä.) (§177/8) od.
die Begleitgrösse ("Mit wem?" u.ä.)
(§179/80) des Verbin-
halts; c)
als Ersatz für den den Ort ("Wo?")
(vgl. lat. Ablativ)
(§18l) oder
die Zeit ("Wann?")
b
Lok a t i v
(§182) des Verbinhalts.
2.
An syntaktischen Funktionen kommen vor:
a)
Der Dat. kann
0 b j e k t
(DatO, §257b) sein (s. §174/5; 179)
od. eine damit kongruierende Bestimmung, z.B. Attr. (§260c; 259q): Aa.pEtle; LV {Je;/ii !:WVH
b)
(DatO)
(Attr.)
Er kommt auch
dem lebendigen Gott zu dienen (Rb 9,14)
prä d i k a t i v, als Subjekts (art) ergän-
zung (S[Art]E, Prädikatsnomen, §258b, eventuell a.
o [Art]E/OA,
§258b; 259n) vor (s. §176): Aa6!;;
EO.L
UOL
(SE) nOAU!;;
ich habe ein grosses Volk (eigentlich ein grosses Volk ist mir) (Apg 18,10)
c)
Häufig steht er weiter
a d ver b i a 1
(als [freie] Um-
standsangabe [UmstandsA] oder seltener als [notwendige] Umstandsergänzung [UmstandsE] , §259a-m; 254d; 258c)
246
(s. §176-
Vorbemerkungen zum Dativ
§
173c
182) : MnÖEL~ üuä~
anuLuLw
XEvOt~ A6YOL~
d)
Niemand bet1'Üge euch
l länger)
durch
leere Worte! (Eph 5,6)
(InstA)
Schliesslich kann er auch
a t tri b u t i v
(§260f/o)
gebraucht werden (s. §178; auch oben zum Objekt) : nLwxoL
L~
die Armen im Geist (Mt 5,3)
nVEuuuLL
(Attribut) Zur Substantivierung sprachlicher Ausdrücke, die die verschiedensten syntaktischen Funktionen ermöglicht, s. §132e (und Syntax der nominalen Wortarten allgemein). Zu den Präpositionen mit Dat. s. §183/4. Zum seltenen DeI s. §216d. Zum seltenen casus pendens s. §292e. 3.
Unterschiede zwischen dem Klass.
a)
K 1 ass • und der
K0 i n e
Koine/NT
dativus instrumenti/causae ("Womit/Wodurch?"/"Auf Grund/In-
folge wovon?", §lT7; a. 1870): Dat.
Dat., häufiger aber EV m. Dat. sowie andere Präpositionen wie ÖLU m. Gen.
b)
dativus modi ("Auf welche Art und Weise?"; §180; a. 187j): Dat.
Dat., häufig EV m. Dat. sowie UELU m. Gen.
c)
lokaler Dativ ("Wo?"; §181; a. 187a): Dat.
d)
(vor allem Poesie)
praktisch immer EV m. Dat.
temporaler Dativ (§182; a. 187e/g-i): auf die Frage "Wann?"
meist auf die Frage "Wann?", gelegentlich aber auch auf "Wie lange?"
e)
dativus respectüs ("In welcher Hinsicht/Beziehung?"; §178;
a. 187k): Dat. selten, Akk. nor-
Dat. normal, Akk. selten
mal (§156)
247
C
§
174a
Syntax / Die Kasussyntax
aa) Der echte Dativ Den echten Dativ kann man wie folgt unterteilen: a)
Objektsdativ (§174: bei Verben; §175: bei Adjektiven)
ß)
dativus commodi et incommodi (Dativ des Interesses, §176)
Zum vereinzelten Ersatz durch EV m. Dat. im NT s. BDR §220,1.
§
174 Der Obj ektsdat iv
("Wem?")
Vgl. BR §187; BDR §187; 202 (Komposita).
Der echte Dativ ist in erster Linie der Kasus des (meist) i n dir e k t e n
0 b j e k t s,
d. h. er bezeichnet eine not-
wendige (konstitutive) Ergänzung zum Verb (vgl. §257; 254c), im Unterschied zu den meisten anderen Dativfunktionen (so z.B. §176). Ebenfalls als Objektskasus kann der dativus sociativus fungieren (§179). Der (echte) Objektsdativ wird wie folgt gebraucht: aLBei
t r ans i t iv e n
Verben bezeichnet der Dat. das
i n dir e k t e
oder entferntere
dann
einem
n e ben
A k k.
0 b j e k t.
Dieses steht
der Sache oder Person (S+P+
AkkO+DatO): ÖCÖWUL 6W~V
au.oL~
ich gebe ihnen ewiges Leben
(DatO)
aLwvLov (AkkO)
~ÖWXEV
au.Ov (AkkO)
(Jh
~
gn.pt au.ou (DatO)
10,28)
er gab ihn seiner Mutter (Lk
7,15)
Andere Verben: ~apEXW
darreichen, gewähren schenken &cpLn~L vergeben &~oHaAu~Tw offenbaren xapL~o~aL
E~cpaVL~W
offenbaren offenbaren Ö~LHVU~L zeigen YVWPL~W kundtun cpav~pow
Auch Verben, die 'sagen, melden, schreiben' bedeuten: AEYW (meist mit Dat., auch mit ~po~ m. Akk.) sagen &vaYYEAAw melden AaAEw reden, sagen ypacpw schreiben
248
Der Objektsdativ
2.
Bei
§
in t r ans i t i v e n
meist
persönliches
174b-d
Verben ergänzt der Dat. als Objekt
b
die Aussage (S+P+
DatO) : OUÖEt~ öuva,a~
öuot
Niemand kann zwei Herren dienen
XUpCOL\;; (DatO)
ÖOUA.EUE~V·
(Mt 6,24)
Häufige Verben mit persönlichem DatO: a)
Verben des Dienens:
b)
bei 'glauben, vertrauen': (TILOTEUW steht 39mal mit DatO, 48mal mit EL~ m. Akk., 22mal mit ÖTL-Satz, seltener mit ETIL od. EV, s. Bauer s.v.)
c)
bei 'gehorchen':
UTIaXOUW, TIEL~O~aL
d)
bei 'befehlen':
ETILTdoow, TIapaYYEAAw
3.
Von Verben, die
a b w e ich end
vom
De u t s c h e n
C
- oft nur in der gebräuchlichen Uebersetzung - m. Dat. verbunden werden, seien nur die häufig gebrauchten Verben genannt: ETILn ~dw TIPOOX1JVEW ESO~OAoYEo~aL
anfahren, schelten huldigen, anbeten (s.u. d) preisen (im NT zwar nur viermal, doch in der LXX sehr häufig)
4.
Als Verben, die sowohl mit dem
A k k. a)
Da t i v
wie
mit dem
verbunden werden, kommen in Betracht (vgl. §152d):
EuaYYEAL~o~aL die Heilsbotschaft verkündigen: EU~YYEALoaTO ELpnV~V (AkkO) U~LV TOL~ ~axpav (DatO) xaC
er verkündigte den Frieden euch, den Fernen und Frieden den Nahen
ELpnV~V CAkkO) TOL~ EYYU~
(Eph 2,17)
(DatO) Der Konstruktion mit dem Dat. der Person kommt die mit dem Akk. der Person fast gleich an Zahl. b) TIPOOX1JVEW huldigen, anbeten (einunddreissigmal mit Dat., dreizehnmal mit Akk. [klass.]): OG &A~~LVOC TIPOOX1JV~TaL TIPOOX1JVnOO1JOLV T~ TIaTpL (DatO) EV
die wahren Anbeter werden den Vater im Geist anbeten
TIVEU~aTL
(Jh 4,23)
S. auch Jh 4,21; 9,38; Apg 7,43; lKor 14,25; Apk 4,10; 7,11; 11,16 (bei Mt und Apk überwiegend Dat., bei Jh gemischt).
S. a. §260f/o zum Gebrauch dieses Dativs als Attribut.
249
d
§
§
175-176a
Syntax / Die Kasussyntax
175 Der Objektsdativ als Ergänzung zu einem AdJektiv Vg1. BDR §187,4; 202,2.
Bei Adjektiven, die denselben Stamm haben wie Verben mit (echtem) Objektsdativ, steht ebenfalls ein Dativ, ein DatO zweiten Grades (S+P+SArtE+DatO/2. Grades oder S+P+AkkO+OArtE+ DatO/2. Grades, vgl. §254d): gläubig an den Herrn (Apg 16,15)
nLo.Tjv .lj? KUPLql YOVEÜOLV ou6~v
anEL3EL~
Evav.Lov
den Eltern ungehorsam
nOLnoa~
(Röm 1,30)
ich. der ich nichts Feindseliges
.lj? Aalj)
gegen das (jüdische) Volk getan
EUa.PEO.OL au.lj?
ihm wohlgefällig (2Kor 5,9)
.a apEO.a au.1ji
das ihm Wohlgefällige
.LULO~
geschätzt vom ganzen Volk (Apg 5,34)
habe (Apg 28,17)
§
nav.t .Iji Aa/ji
(Jh
8,29)
176 Der dativus commodi et incommodl (des Interesses) ("Für wen, d.h. in wessen Interesse, zu wessen Vor- oder Nach teil?" ) Vg1. BR §188; BDR §188-190; 202; Zerwick §55f.
a L D e r echte Dativ kann weiter die die ein
I n t e res s e
a m
Per s
n
bezeichnen,
Ver bin haI t
hat, mag er
0
zum Vorteil oder Nachteil gereichen. Im Gegensatz zum Objektsdativ (s. §174) stellt der dat. cornrnodi et incornrnodi gewöhnlich keine notwendige (konstitutive) Ergänzung, sondern meist eine freie (wegstreichbare) Umstandsangabe
(A d ver b i ale
vgl. §259a-m; 258c), eine IntA (§259m) dar. Doch s.u. b. Zur möglichen attributiven Verwendung s. §260f/o. Beispiele: EUpnOE.E aveinauoLv l\!uxaLG uJJii?v (IntA) nOpEUOJ,LaL
~.OLueioaL
UJ,LLV (IntA)
250
.aL~
ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen (Mt 11,29) (dat. commodi)
.6nov ich gehe hin. um euch den Ort zuzubereiten
(Jh
14,2) (dat. commodi)
Der dativus commodi et incommodi (des Interesses)
§
176b
ihm bezeugen alle Propheten npo
uap-rupoüa~v
uap-rupe: En; tau-roE ~ ö-r~
uto~
(Apg 10,43) (dat. commodi)
(IntA) ihr bezeugt euch selbst, dass ihr
ta-rE -rWV
aav-rwv -rou~ npo
Söhne derer seid, die die Propheten getötet haben (Mt 23,31) (Belastungszeugnis: dat. incommodi)
Beliebt ist dieser Dativ bei Paulus; er gebraucht ihn dort, wo er das Ziel des Christenlebens nennt - so: OUc5E L~ ••• nuWv tau-rij> (IntA)
(:f,i ••• tav ••• (:WUEV,
-rij> XUPLCjl (IntA)
s.
keiner von uns lebt für sich selbst ••. wenn wir leben, so leben wir für
den Herrn (Röm 14,7.8)
(:WUEV
auch Röm 6,11; 2Kor 5,15; lKor 6,13; 9,20-22; 2Kor 2,lS.
Siehe §187p~ 259m für Konstruktionen, die auf die Frage "In wessen Interesse?" stehen können. 2•
Durch E LU ~ sein, Y ~ voua ~ werden, unapxw vorhanden sein/werden/
vorliegen mit diesem Dativ kann auch das h ä I t n i s pos ses s
E i gen turn s ver -
ausgedrückt werden - manchmal 0
r i s
I
I
d a t i v u s
genannt. Der Da t. -Ausdruck wird dann
meist prädikativ (als Subjektsartergänzung [SArtE], Prädikatsnomen verwendet (§258b, zum attributiven Gebrauch vgl. §260f/o) : (SE) Wem wird gehören, was du zugerüstet ~a-ra~
hast? (Lk 12,20)
;
tav YEvn-raL -r~v~ av3pwnCjl
wenn einem Menschen 100 Schafe
(SE)
gehören (Mt 18,12)
txa-röv npoßa-ra
apyup~ov xat unapXE~
~
xpua~ov oux
(SE)
Silber und Gold besitze ich nicht (Apg 3,6)
Andere Beispiele für EL~L
TLVL
haben: Lk 9,13; Apg 18,10.
Unterschied zwischen genitivus possessoris
(§159b)
und dati-
vus possessoris (BOR §189,1): Der
Gen i t i v
der
D a t i v
den
b e ton t
gewöhnlich den
B e s i t zer,
B e s i t z
nuWv Ea-ra~ n xA.npOVOu~a
uns
wird das Erbe gehören
(Mk
12,7)
sie hatten keinen Platz (Lk 2,7)
251
b
§
C
176c
Syntax / Die Kasussyntax
3. Vor allem fürs Klass. wichtig sind noch folgende an den Dativ des Interesses anschliessende Gebrauchsweisen (s. BR §189) : a) sog. d a t i v u s s y m p a t h e t i c u s (sachlich dem gen. possessoris entsprechend; IntA [§259m], vgl. BDR §473 2 ): 'H xap6La ~n6~ ~ Das Herz klopft mir (statt mein Herz klopft) (vgl. Platon, Symposion 215e) b) sog. d a t i v u s e t h i c u s (beschränkt auf 1. und 2. Person eines Personalpronomens; wohl IntA [§259m]): Mn ~ ~oPUßnanTE Schlagt mir keinen Lärm: (vgl. Platon, Apologie 20e) c) d a t i v u s a u c t o r i s : bezeichnet den Urheber einer Handlung (KausA [§259g]): aal Klass.: immer beim n~LV
y'
(§64d) : e k t i v wir wenigstens müssen unsere Freiheit verteidigen (Demosthenes 9.70)
Ver b a 1 a d
U~EP Tn~ EAEu~EpLa~
aywv~aTE"ov
bb) Klass. oft/NT nur einmal nachweisbar (s. BDR §191; Zerwick §59) : statt u~6 m. Gen. beim Pas s i v , vor allem beim Per f e k t :
OU6EV ä~~ov ~avdTou EaT~v ~E~pay~E"vov a6T~
nichts, was die Todesstrafe verdient, ist von ihm begangen worden (Lk 23,15)
Zum Passiv s. §191a. Siehe a. §187m für andere Konstruktionen mit kausaler Bedeutung. d) sog. D a t i v des S t a n d p unk t e s ("für einen" oder "in jmds. Augen" - manche ziehen diesen Dat. zum dat. ethicus; adverbial [§259m] oder attributiv [§260f/o] gebraucht): äa~~Ao~ xaC a~W~nTO~ aUT~ EupE~nva~
fleckenlos und untadelig vor ihm erfunden werden (2pt 3,14)
Vgl. Apg 7,20. Vgl. das ähnlich gebrauchte ~apd m. Dat. §184m.
bb) Der instrumentale Dativ
l
Der instrumentale Dativ (vgl. lat. Ablativ; s. §146a) lässt sich wie folgt unterteilen: a)
dativus instrumenti (des Mittels) und causae (des Grundes)
(§177) ß)
dativus
BeZiehung)
respectü~
(oder relationis)
(der Hinsicht oder der
(§178)
lDer Sociativus-Instrumentalis ist im folgenden in seine beiden Teile zerlegt. Diese sind nicht immer scharf trennbar (vgl. BR §190).
252
§
Dativus instrumenti und causae (des Mittels und des G-rundes)
177a-b
Dativus instrumenti und causae (des Mittels und des Grundes)
§177
("Womit/Wodurch?" und "Auf Grund/Infolge wovon?") Vg1. BR §191,1/2, BDR §195f, Zerwiek §58, 64.
1.
Der
d a t i v u s
ins t rum e n t i
a
bezeichnet das
Werkzeug oder Mittel, durch das die Verbalhandlung geschieht. In der Koine ist er zurückgegangen unter dem Einfluss der Präpositionen ev
(im
NT
semitisierend, vgl. §184i) und
OL.a.
(s. §1870, meist InstrA [§259l]). Beispiele: e:pya~6UEvoL
l:aL~
tOLaL~
XEPOLV (InstrA)
mit den eigenen Händen arbeitend (lKor 4,12)
Vgl. Eph 4,28.
AEAOUO']..LEVO L••• üoal: L Kaaa- gewaschen mit reinem Wasser ~
(InstrA)
l:aL~
apL{;i:v
eEEuaEEv
(Hb 10,22) a(Hfj~
(InstrA) sie hat mit ihren Haaren (meine
(l:oO~ n6oa~
UOU) Füsse) getrocknet (Lk 7,44)
Der Sprachgebrauch wechselt in gewissen Wendungen zwischen dem date instrumenti und dem instrumentalen ev m. Dat.: aVELAEV .•• ·IuKWßOV •••
er tötete Jakobus mit dem Schwert
uaxaLplJ (InstrA)
(Apg 12,2)
ev uaxaCPlJ (InstrA)
sie werden durch das Schwert
anOAOUVl:aL e:ßunl:LOa
uua~
umkommen (Mt 26,52)
ÜOal:L
(InstrA)
ich habe euch mit Wasser getauft (Mk
1,8)
ßanl: L~w ev üoal: L (InstrA) ich taufe mit Wasser (Mt 3,11) Vg1. a. Mt 3,12/Apk 14,10, Apg 10,38/Lk 3,16.
Neben häufigem Gebrauch von ev findet sich auch die Konstruktion mit OLU m. Gen.: durch sein Blut (Apg 20,28) Vg1. Eph 1,7, Ko1 1,20, Hb 9,12.
2.
Mit dem date instrumenti ist der
da t i v u s
ca usa e
verwandt, der Dat., der den Grund, das Motiv oder die Gelegenheit des Verbalinhaltes nennt (gewöhnlich KausA, §259g):
253
b
§
178 ~
Synt= / Die Kasussynt=
(KausA) ••. a.rroAAuuaL
ich gehe an Hunger zugrunde (Lk 15,17)
,fj a.rrLo,L~ (KausA)
E~
Ex AclO{}l1 oav
wegen ihres Unglaubens wurden sie herausgebrochen (Röm 11,20)
VEXPOU!; 'OL!; rraparr,wJJ.aoL v tot infolge der Uebertretungen (KausA)
(Eph 2,1) ,~ UJJ.E,Ep~
nrrEL{}l1oav
EAEE L (KausA)
sie wurden ungehorsam, weil euch Barmherzigkeit widerfahren sollte (Röm 11,31; vgl. BOR §196 1 ; Pron. im Sinn eines gen.obi. [§140e])
Siehe §187m/o sowie 259g/1 für Konstruktionen, die ebenfalls eine instrumentale oder kausale Bedeutung haben können.
§
178 Der dativus respectüs (oder relationis) (der Hinsicht oder Beziehung) ("In welcher Hinsicht/Beziehung?") Vgl. BR §191,3; BOR §197; Zerwick §53.
a
1.
Er findet sich im NT weit häufiger als der Akk. der Be-
ziehung