Zeit zu leben
E-Book
Ausgabe 05 / 2003
www.zeitzuleben.de
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Das Zeit zu leben E-Book – © Tania Konnerth / Ralf Senftleben GbR – http://www.zeitzuleben.de
Inhaltsverzeichnis Persönlichkeits- Entwicklung.................................................................................. 7 Der Schlüssel zu einem aktiven Leben: Eigenverantwortung übernehmen! ...................................................... 8 Aktiv leben....................................................................................................................................................... 14 Voraussetzung für ein aktives Leben: Erkennen Sie Ihre Möglichkeiten ........................................................ 17 Sechs hilfreiche Einstellungen für ein aktives Leben...................................................................................... 21 Die Bedeutung von Veränderungen für ein aktives Leben............................................................................... 23 Sorgen Sie gut für sich ..................................................................................................................................... 33 Für ein aktives Leben brauchen Sie Kraft ........................................................................................................ 34 Im Hier und Jetzt leben .................................................................................................................................... 39 Einfach gelassener sein!? ................................................................................................................................. 42 7 Schlüssel für mehr Charisma ........................................................................................................................ 45 10 Tipps für mehr Selbstbewusstsein............................................................................................................... 49 10 Tipps, mit denen Sie Ihr Leben vereinfachen können ................................................................................. 54 Einsamkeit überwinden- Alleinsein genießen .................................................................................................. 58 Vom Umgang mit dem Tod ............................................................................................................................. 63 Persönlichkeitstests - Selbsterkenntnis durch Ankreuzen? .............................................................................. 68 Wege zur Selbsterkenntnis: Tarot & Co........................................................................................................... 77 Im Portrait: Die Methode des Voice Dialogue ................................................................................................. 82 Träume - der Schlüssel zum Unterbewusstsein................................................................................................ 86 NLP für den Alltag........................................................................................................................................... 89 Grundlagen der persönlichen Zielsetzung...................................................................................................... 102 Ziele finden .................................................................................................................................................... 104 Entscheiden Sie sich für Ihre wichtigsten drei Ziele ..................................................................................... 112 Wirkungsvolle Ziele formulieren ................................................................................................................... 117 Praktische Tipps zum Verwirklichen Ihrer Ziele ........................................................................................... 123 So bekommen Sie Ihre "Aufschieberitis" in den Griff ................................................................................... 130 Erfolgsteams: Gemeinsam Ziele umsetzen .................................................................................................... 134 Glaubenssätze: Nur weil Sie etwas glauben, muss es nicht auch wahr sein! ................................................. 139 Kampf dem Chaos: drei Prinzipien für mehr Ordnung .................................................................................. 142 Bewusster fern sehen - So nutzen Sie Ihren Fernseher richtig ....................................................................... 146 Lachen tut so gut!........................................................................................................................................... 150 Denk-ABC zum Thema "Angst".................................................................................................................... 152 Goldene Momente - der Zauber des Glücklichseins ...................................................................................... 161 Was tun bei schlechter Laune?....................................................................................................................... 164 Die Welt der eigenen Gefühle entdecken....................................................................................................... 168 Vom Anspruch, perfekt zu sein...................................................................................................................... 171 Wie coache ich mich selbst? .......................................................................................................................... 175 –3–
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Schlechte Angewohnheiten - wie kann man sie ändern? ............................................................................... 182 "Self-Talk" - Wie reden Sie eigentlich mit sich? ........................................................................................... 186
Beruf & Karriere.................................................................................................... 190 Der kreative Problemlösungsprozess ............................................................................................................. 191 Methoden zur Entscheidungsfindung............................................................................................................. 201 Intuitive Methoden zur Entscheidungsfindung .............................................................................................. 207 Was ist Zeitmanagement? .............................................................................................................................. 210 Tipps und Tricks zum Zeitsparen................................................................................................................... 215 Der Zeit zu leben - Zeitplanbuch-Test............................................................................................................ 217 Zeitplaner des cgd-Verlags ............................................................................................................................ 221 Zeitplaner CollegTiming................................................................................................................................ 222 Planbücher der Firma HelfRecht.................................................................................................................... 222 „Extra“: Seminar-Report: HelfRecht Planungstage ....................................................................................... 223 Zeitplaner von MEGAtimer ........................................................................................................................... 225 Zeitplaner von succes..................................................................................................................................... 226 Zeitplaner von tempus.................................................................................................................................... 227 Zeitplaner von Time/system........................................................................................................................... 228 Arbeitssucht - erkennen und in den Griff bekommen .................................................................................... 230 Erfolgreich delegieren.................................................................................................................................... 235 Mehr Kraft und Energie im Beruf .................................................................................................................. 240 8 Tipps für Ihren finanziellen Erfolg.............................................................................................................. 243 Das 1x1 des effektiven Wissensmanagements ............................................................................................... 247 Wenn das Unternehmen wächst - Expansion und der Faktor Mensch ........................................................... 252 Erfolgreich networken.................................................................................................................................... 256 Das Karriere-ABC.......................................................................................................................................... 259 Coaching - Unterstützung durch Profis .......................................................................................................... 267 Selbstverwirklichung im Beruf: Finden Sie Ihren Traumjob ......................................................................... 271 7 Tipps für Ihre erfolgreiche Bewerbung ....................................................................................................... 280 Emotionale Intelligenz ................................................................................................................................... 284 Und so werden Sie "emotional intelligent" .................................................................................................... 286 Wie motiviere ich andere Menschen? ............................................................................................................ 288 Einige wirklich wichtige Management-Lektionen (Humor :-)....................................................................... 293 10 Tipps , sich selbst zu motivieren ............................................................................................................... 295 Erfolgreich reden............................................................................................................................................ 298 So können Sie Ihre Redeangst überwinden.................................................................................................... 301 Mediation - was ist das genau? ...................................................................................................................... 303 Das Problem Mobbing ................................................................................................................................... 306 Was Sie in einer Mobbing-Situation konkret tun können .............................................................................. 308
Denken, Lernen & Kreativität............................................................................... 313 Kreativität - was ist das eigentlich?................................................................................................................ 314 Übungen für Ihre Kreativität .......................................................................................................................... 318 Kreativitätstechnik: Brainstorming ................................................................................................................ 320 Konzentration - leicht gemacht ...................................................................................................................... 322 7 Tipps für ein effektiveres Lesen.................................................................................................................. 326 Denkmethode: Fragetechnik .......................................................................................................................... 329 Die Methode des 6-Hut-Denkens................................................................................................................... 332 Schriftliches Nachdenken............................................................................................................................... 337 Grundlagen der Autosuggestion..................................................................................................................... 339 Das Unterbewusstsein - eine Einführung ....................................................................................................... 347 Phantasiereisen - was ist das eigentlich genau? ............................................................................................. 352 Phantasiereisen erleben .................................................................................................................................. 354 Lernen lernen ................................................................................................................................................. 358 –4–
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Die verschiedenen Lernstile ........................................................................................................................... 363 Lerntipps für Sie............................................................................................................................................. 364 Das Brain-Gym .............................................................................................................................................. 371 Mind Mapping nach T. Buzan - eine Methode für kreative Aufzeichnungen................................................ 374 Ein Mind Map erstellen - Schritt für Schritt................................................................................................... 376 Einsatzgebiete von Mind Maps ...................................................................................................................... 382 Lernen Sie Malen - entdecken Sie Ihr Talent................................................................................................. 387 Übungen für alle Sinne: ein 5-Tage-Programm ............................................................................................. 390 5 Tipps für das lösungsorientierte Denken und Handeln ............................................................................... 394
Kommunikation .................................................................................................... 397 Menschliche Kommunikation verstehen: die Transaktionsanalyse................................................................ 398 10 Praxistipps für erfolgreiche Gespräche ..................................................................................................... 402 Erfolgreich smalltalken .................................................................................................................................. 407 Besser mit Konflikten umgehen..................................................................................................................... 411 Wenn wir uns durch andere provoziert fühlen ............................................................................................... 415 Die Sache mit den Meinungsverschiedenheiten............................................................................................. 417 Ein Exkurs zum Thema Konfliktmanagement: Die Landkarte ist nicht das Gebiet....................................... 420 Umgang mit verbalen Angriffen bzw. mit "schwierigen" Leuten.................................................................. 423 Kritisiert werden und kritisieren .................................................................................................................... 426 Für die Arbeit im Team: Die Kärtchenmethode............................................................................................. 429 TZI - Themenzentrierte Interaktion nach R. C. Cohn .................................................................................... 434 Die Win-Win-Strategie in Alltag und Beruf .................................................................................................. 441 Umgang mit Killerphrasen............................................................................................................................. 444
Wellness & Gesundheit........................................................................................ 447 Vitamine......................................................................................................................................................... 448 Alternative Heil- und Gesundheitsmethoden im Überblick ........................................................................... 450 Traditionelle Thailändische Massage "Nuad Bo Rarn".................................................................................. 460 Gesund und fit rund um die Uhr..................................................................................................................... 462 Das Phänomen Stress ..................................................................................................................................... 467 Anti-Stresstipps für Sie .................................................................................................................................. 472 Kreative Pausen - So bleiben Sie leistungsfähig ............................................................................................ 474 5 Tipps für ein richtig erholsames Wochenende ............................................................................................ 476 Einführung in die mentale Entspannung ........................................................................................................ 480 Gut und erholsam schlafen............................................................................................................................. 482 Das große Wellness-ABC .............................................................................................................................. 485 4 Tipps, wie Sie gesund und dauerhaft abnehmen können............................................................................. 493 Ätherische Öle: Anwendung und Wirkung .................................................................................................... 497
Familie & Partnerschaft ....................................................................................... 502 Wie Sie damit umgehen können, wenn jemand deprimiert ist ....................................................................... 503 Das kleine ABC der Familie .......................................................................................................................... 507 Kommunikationstipps für den Umgang mit Kindern..................................................................................... 513 Das ABC einer erfolgreichen Partnerschaft ................................................................................................... 516 So umschiffen Sie Klippen in Ihrer Partnerschaft.......................................................................................... 524 Was Kommunikation für Ihre Partnerschaft bedeutet .................................................................................... 528 Missverständnisse vermeiden......................................................................................................................... 531 Führen Sie Spielregeln in Ihrer Partnerschaft ein........................................................................................... 534 Tipps für die Kommunikation in Ihrer Partnerschaft ..................................................................................... 537 Teufelskreise durchbrechen ........................................................................................................................... 541
Inspiration & Spiritualität ..................................................................................... 542 Das kleine ABC des Glücklichseins............................................................................................................... 543 Glücklich und zufrieden sein - aber wie?....................................................................................................... 547 –5–
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Meditation - Der Weg zu Ruhe, Gelassenheit und Besinnung ....................................................................... 551 Die 10 Regeln des Menschseins..................................................................................................................... 554 Was im Leben gesucht wird ........................................................................................................................... 556 Schicksal und freier Wille.............................................................................................................................. 559 Die 7 HUNA - Prinzipien............................................................................................................................... 563
Der Geschichtenerzähler ..................................................................................... 565 Zeit zu leben-Kolumnen ....................................................................................... 607 Zeit zu leben- Denkfragen .................................................................................... 663 Aufgelesen und weitergedacht............................................................................ 680
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PersönlichkeitsEntwicklung
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Der Schlüssel zu einem aktiven Leben: Eigenverantwortung übernehmen! Von Tania Konnerth Um ein selbstbestimmtes und bewusstes Leben führen zu können, gilt es vor allem zu erkennen, dass nur Sie selbst für Ihr Leben verantwortlich sind. Eigenverantwortung anzunehmen bedeutet z.B.: Sie sind dafür verantwortlich, dass es Ihnen gut geht. Sie selbst sind verantwortlich dafür, Ihre Ziele und Wünsche zu erreichen. Es liegt in Ihrer Verantwortung, ein erfülltes glückliches Leben zu führen. Tatsächlich aber machen wir unser Wohlbefinden oft abhängig von anderen Menschen, von den Umständen oder vom Schicksal. Unser Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen, ist deshalb nicht leicht. Wir sind es zu sehr gewohnt, uns gegenseitig Verantwortungen zuzuschieben und fühlen uns deshalb vielleicht bei solchen Aussagen provoziert.
Widerstände, Abwehr und Angst sind ganz natürlich Die Aussage, dass jeder für sein Leben, für sein Wohlbefinden, sein Glück und seine Erfolge selbst verantwortlich ist, löst bei vielen Menschen Widerstände oder Angst aus. Wie geht es Ihnen damit? Rumort es in Ihrem Bauch? Möchten Sie widersprechen? Fühlen Sie sich überfordert oder unter Druck gesetzt?
Die Konsequenzen eines eigenverantwortlichen Lebens machen vielen Menschen Angst Vielen von uns bereiten solche Gedanken Unbehagen. Das Gewicht der Eigenverantwortung wiegt auf unseren Schultern und wir setzen uns selbst unter Druck, fühlen uns vielleicht als Versager, wenn wir nicht so erfolgreich sind in Hinblick auf Erfüllung und Zufriedenheit. Vielleicht haben wir das Gefühl, bisher "alles falsch gemacht zu haben". Vielleicht sagen Sie sich ja auch, dass es schon zu spät sei, um noch etwas zu ändern? Mit solchen Aussagen nehmen Sie sich selbst die Möglichkeit, tatsächlich etwas zu tun und zu erreichen. Es ist nie zu spät, etwas zu verändern. Sie können jederzeit damit beginnen, Ihr Leben aktiver und eigenverantwortlicher zu leben. Sie müssen es nur wollen.
Eigenverantwortung heißt: mit der Erfahrung aus dem Gestern heute leben und nach vorne schauen Vielen von uns wurden Wunden zugefügt. Wir sind verletzt worden, enttäuscht, vielleicht betrogen. Viele von uns haben eine schlimme Kindheit erlebt oder wir hatten andere ungünstige Startbedingungen. All das hat zu bestimmten Einstellungen und Glaubenssätzen geführt, die wir für uns übernommen haben. Der Blick zurück ist wichtig, um solche Muster zu erkennen und herauszufinden, warum Sie sind wie Sie sind. Erlauben Sie es sich, Mitleid mit sich zu haben, wenn es Ihnen schlecht ergangen ist. All das ist wichtig und vollkommen in Ordnung. Aber ab einem bestimmten Punkt, geht es darum, heute zu leben. Heute für sich selbst zu sorgen, damit es Ihnen morgen gut geht.
Es liegt heute in Ihrer Hand, eigenverantwortlich für sich zu sorgen Auch wenn wir als Kinder vielleicht unseren Eltern ausgeliefert waren: heute sind wir erwachsen und es liegt in unserer Hand, von nun an für uns selbst zu sorgen. Im Normalfall wird Ihnen das auch niemand abnehmen. Wir müssen selbst dafür sorgen, dass es uns gut geht, dass wir glücklich und zufrieden sind, und dass wir erreichen, was uns wichtig ist.
Ein eigenverantwortliches Leben ist ein großes Ziel Es ist manchmal hart, für unser Leben selbst die Verantwortung zu übernehmen. Dann können wir uns schnell als Versager fühlen, weil wir es z.B. "einfach nicht schaffen, glücklicher zu sein". Ein erfülltes Leben zu leben, ist ein großes Ziel. Sie haben sich viel vorgenommen, wenn Sie glücklich und zufrieden sein wollen. Deshalb sehen Sie sich Fehler und Rückschläge nach.
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Es geht immer wieder auch mal runter. In manchen Phasen gehen wir vielleicht drei Schritte vor und zwei wieder zurück. Aber auch so kommen Sie voran! Geben Sie sich genügend Zeit und nehmen Sie sich Ruhepausen. Eigenverantwortung heißt auch, gut für sich zu sorgen.
Raus aus der Opferrolle: Beenden Sie Ihr Leid Viele von uns sehen sich selbst als Opfer. So sind es die Umstände, das Schicksal oder andere Menschen, die uns übel mitspielen. Wir verlieren Geld, unseren Job oder Freunde, wir werden krank oder arm und andere bringen uns dazu, etwas zu tun oder zu sein, obwohl wir das eigentlich nicht wollen. Wir werden verlassen und sind unglücklich und "können gar nichts dafür". Das Gefühl Opfer zu sein, ist vielen von uns nur zu gut vertraut. Dabei haben wir es fast immer selbst in der Hand, ob wir leiden wollen oder nicht, auch wenn diese Behauptung manche von uns vielleicht zunächst verärgern mag.
Ein wirklich eigenverantwortliches Leben ist nicht leicht "Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist freiwillig." – M. Kathleen Casey Tatsächlich ist die Einsicht der Eigenverantwortung in diesem Bereich mit einer gewissen Härte verbunden: Durch eine solche Sicht der Dinge verlieren wir unsere vielen kleinen und großen Entschuldigungen für alles Mögliche . Z.B. dafür, Dinge nicht geschafft zu haben ("Daran waren die Kinder schuld."), Geld oder einen Job verloren zu haben ("Ich habe mir solche Mühe gegeben und kann gar nichts dafür"), unglücklich und einsam zu sein ("Ich bin verlassen worden und weiß gar nicht warum.") usw.
Opfer geben Macht ab Machen Sie sich einmal klar, wie viel Macht wir anderen Menschen über uns in die Hand geben, wenn wir uns ihnen als Opfer ausliefern: Die Frau im Supermarkt kann Ihnen mit einer dummen Bemerkung den ganzen Tag vermiesen. Der pampige Schalterbeamte löst bei Ihnen Sodbrennen und Magendruck aus. Aus Ärger über den Taxifahrer streiten Sie sich mit Ihrem Lebenspartner. Weil Ihre Eltern früher etwas falsch gemacht haben, leiden Sie nun den Rest Ihres Lebens. Weil Ihr Lebenspartner Sie enttäuscht hat, können Sie nun niemanden mehr vertrauen und bleiben allein. usw.
Wer hat Macht über Sie? Überlegen Sie doch einmal, wem in Ihrem Leben Sie alles Macht über sich geben und fragen Sie sich, ob Sie das eigentlich wirklich wollen. Wenn nicht, dann geben Sie anderen Menschen weniger Macht über sich und Ihre Gefühle: Kein Mensch kann dafür sorgen, dass Sie sich schlecht fühlen, wenn Sie es ihm nicht erlauben.
Sie selbst lassen Ihr Leiden zu
Tipp Denken Sie doch einmal in verschiedensten Situationen darüber nach, ob es sich wirklich lohnt, sich z.B. aufzuregen oder schlecht zu fühlen. Vielen Menschen hilft es, wenn sie sich im Vorfeld überlegen, wie sie sich in diesen Situationen das nächste Mal anders verhalten wollen. Schreiben Sie sich das vielleicht auf.
Machen Sie sich klar, dass Sie Ihr Leiden selbst zulassen. So hart das klingen mag, aber Sie selbst entscheiden z.B., dass ein wildfremder Mensch Ihnen so wichtig ist, dass Sie Zeit und Energie verbrauchen und im schlimmsten Fall sogar Ihre Gesundheit gefährden, um sich über ihn oder sie zu ärgern. Sie können stundenlang über die Verkäuferin oder den Beamten schimpfen, können sich als Opfer fühlen und leiden, aber Sie ändern damit überhaupt nichts und Sie fügen sich damit selbst Leid zu.
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Auch "nichts zu tun" ist eine Entscheidung Jeder von uns trifft täglich, stündlich, ja minütlich Entscheidungen. Entscheidungen für oder gegen etwas. Auch nichts zu tun ist eine Entscheidung. So ist es Ihre persönliche Entscheidung, wenn Sie sich z.B. nicht wehren, obwohl Sie übergangen werden. Es ist auch Ihre Entscheidung, sich nicht um einen neuen Job zu bemühen, obwohl Sie in Ihrem alten Job unglücklich sind. Und es ist Ihre Entscheidung, nichts in Ihrem Leben zu verändern, obwohl Sie vielleicht unzufrieden sind.
Sparen Sie Energie: Hören Sie mit dem Jammern auf Wir jammern alle mal ganz gerne, nicht wahr? Darüber, wie teuer alles geworden ist, wie schlimm die wirtschaftliche Situation ist, wie hoch die Kriminalitätsrate steigt, über das schlechte Wetter (zu kalt, zu heiß, zu nass oder zu trocken), über die zu hohen Steuern und Benzinpreise, über die Politik, die Unfreundlichkeit der Leute, darüber wie ungerecht doch das Leben ist usw. usw... - Manchmal ist es tatsächlich ganz nett, sich einmal so richtig über alles Mögliche auslassen zu können.
Übung Schreiben Sie für sich selbst eine Liste der Dinge oder Situationen unter denen Sie regelmäßig leiden. Schreiben Sie auf, worüber Sie sich ärgern, wer Sie ärgert was Sie ärgert, wodurch Sie sich schlecht fühlen, worunter Sie leiden Und dann überlegen Sie einmal, was Sie ganz konkret tun können, um etwas zu ändern. Vielleicht können Sie bestimmte Situationen vermeiden, oder ein klärendes Gespräch führen. Vielleicht können Sie auch etwas an Ihrer Einstellung verändern, so dass Sie sich nicht jedes Mal wieder über dieselben Dinge ärgern müssen. Fragen Sie vielleicht auch andere Menschen um Rat, wie Sie die Dinge, die Sie stören in Zukunft anders gestalten können.
Auch jammern kostet Energie Wenn Sie aber das nächste Mal beim Jammern sind, sollten Sie einmal folgendes beachten: Auch jammern kostet Kraft und Energie. Zunächst einmal müssen Sie dafür auf alles Schlechte und Negative in Ihrer Umgebung schauen, denn über tolle Sachen jammert es sich nicht so gut. Und außerdem werden Gefühle in uns wach, wie z.B. Enttäuschung, Frust, Wut, Ärger oder ähnliches. Auch das kostet Kraft!
Tipp Denken Sie einmal darüber nach, in welchen Bereichen Ihres Lebens Sie sich dafür entscheiden, nichts zu tun und damit Macht über Ihr Leben abgeben. Sind Sie mit diesen Situationen zufrieden?
Wer sich bewusst entscheidet, braucht weniger zu jammern Wenn wir uns für etwas entscheiden, entscheiden wir uns gleichzeitig gegen etwas. Das heißt einerseits, dass wir nie alles haben können und andererseits, dass wir Kompromisse eingehen müssen, um etwas anderes zu bekommen. Ein Beispiel dazu: Wenn Sie arbeiten gehen, können Sie nicht zu Hause faulenzen. Sie entscheiden sich aber für die Arbeit, weil Sie das Geld brauchen. Damit treffen Sie die Entscheidung, arbeiten zu gehen. Sie könnten sich durchaus auch dafür entscheiden, zu kündigen - dann aber hätten Sie weniger Geld. Egal wie Sie sich entscheiden - je bewusster Sie Ihre Entscheidung fällen, desto weniger ungerecht dürfte Ihnen eigentlich das Ergebnis vorkommen, denn die möglichen Alternativen schienen Ihnen ja schlechter.
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Ihre Entscheidungen bestimmen Ihr Leben Es sind Ihre persönlichen Entscheidungen, die dazu führen, dass Sie etwas bekommen oder erreichen und dafür auf etwas anderes verzichten müssen. Das macht es so bedeutend, dass Sie Ihre Entscheidungen ganz bewusst treffen und nicht dem Zufall überlassen. Wenn Sie sich öfter einmal klarmachen, dass bestimmte, manchmal vielleicht unangenehme oder störende Aspekte in Ihrem Leben die Ursache in einer Ihrer persönlichen Entscheidungen haben, brauchen Sie im Grunde kaum zu jammern. Sie wissen dann z.B. ja, dass Sie arbeiten gehen wollen, um Geld zu haben. Und dann gilt es eben entweder die Folgen der Entscheidung in Kauf zu nehmen, oder eine neue Entscheidung zu treffen, sich z.B. um eine neue Arbeitsstelle zu bemühen.
Bei falschen Entscheidungen nicht jammern, sondern entsprechende Konsequenzen ziehen
Übung Wenn immer Sie mit einer Situation unzufrieden sind, können Sie sich folgendes fragen: Was genau stört mich? Was kann ich in dieser Situation verändern? Was kann ich anders machen? Was sind meine Alternativen? Nehmen Sie sich einen kleinen Zettel und schreiben Sie sich diese Fragen auf. Stecken Sie den Zettel in Ihre Brieftasche und tragen Sie ihn immer bei sich. Immer wenn Sie mit einer Situation unzufrieden sind, schauen Sie auf diesen Zettel und beantworten sich diese Fragen. Dann können Sie sehr schnell erkennen, wo es sich lohnt, Energie zu verwenden und wo nicht.
Hin und wieder kann es passieren, dass wir uns falsch entscheiden. So haben wir z.B. vorschnell einen Job angenommen oder gekündigt, im Ärger eine Freundschaft beendet oder unüberlegt einen Kredit aufgenommen. In solchen Fällen möchten wir alle jammern. Das ist menschlich. Jammern Sie ruhig ein bisschen . Dann aber hören Sie auf damit, und überlegen Sie, welche Konsequenzen Sie nun noch ziehen können. Sie können sich z.B. entscheiden, dass Sie das nächste Mal besser nachdenken, der Bank können Sie das Geld vielleicht wieder zurückgeben und sich bei Ihrer Freundin entschuldigen. Nicht immer können wir ungünstige Entscheidungen wieder ins Lot bringen. Manchmal können wir einfach nur aus ihnen für die Zukunft lernen. Die Gefahr, sich einmal falsch zu entscheiden, sollte für Sie aber keine Entschuldigung dafür sein, die Entscheidungen lieber anderen zu überlassen. Es ist Ihr Leben und zu Ihrem Leben gehört es auch, Fehler zu machen.
Verschüttete Milch Dale Carnegie schreibt in einem seiner Bücher: "Weine nicht über verschüttete Milch". Mit diesem kleinen Satz ist gemeint, dass wir uns oft viel zu lange den Kopf über Dinge zerbrechen, die schon längst vorbei sind. Dann hadern wir mit Ereignissen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind oder jammern über Verlorenes. Es ist natürlich nachvollziehbar und tiefmenschlich, wenn wir unserer Enttäuschung oder Wut mit Tränen Ausdruck verleihen. Das ist an dieser Stelle auch nicht der Punkt. Weinen Sie ruhig einen Moment über die verschüttete Milch. Dann aber sollten Sie die Scherben einsammeln und die Milch fortwischen. Sie können an dieser Stelle nichts mehr tun. Vielleicht können Sie daraus etwas für die Zukunft lernen. Vielleicht auch nicht. Wir verschütten in unserem Leben eine Menge Milch. Und wir könnten sehr, sehr lange darüber weinen. Tun Sie das nicht. Schauen Sie lieber nach vorne.
Auszeiten zum Jammern sind erlaubt Natürlich haben wir alle diese Momente, in denen wir einfach nur "richtig schön destruktiv" sein wollen. Das ist absolut OK. Heulen Sie sich dann einfach bei einem guten Freund oder einer vertrauten Freundin aus oder weinen und schlagen Sie in Ihr Kopfkissen. Dann aber sollten Sie wieder aktiv werden, sonst kommen Sie nicht weiter. Entscheidend ist, dass Sie sich im Durchschnitt zu einem größeren Teil auf Lösungen und zu einem geringeren Teil auf die Probleme konzentrieren
Packen Sie es an Wenn es einiges in Ihrem Leben gibt, über das Sie jammern möchten, dann ist es vielleicht an der Zeit, einmal herauszufinden, was Sie ändern wollen und können. Klarheit über das, was wir wollen, ist meist eine große Erleichterung, weil wir so eine Perspektive haben, mit der wir aus der oft lähmenden Leidenshaltung herauskommen können. – 11 –
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Die Sache mit den Schuldzuweisungen Vielen von uns fällt es leichter, anderen Menschen die Schuld für einen Streit, ein Problem oder einen gemachten Fehler zu geben, als unseren eigenen Anteil zu suchen.
Schuld ist immer der andere? So sagen wir z.B., dass wir ja durchaus zu diesem oder jenem bereit wären, aber das die oder jene Person "uns das unmöglich macht". Oder wir beschuldigen andere Menschen uns unglücklich, wütend oder krank zu machen. Oder das Wetter ist schuld, die Politiker, die Wirtschaft oder was auch immer.
Auf den ersten Blick entlasten uns Schuldzuweisungen zwar, aber tatsächlich geben wir dadurch Macht ab Wenn wir anderen die Schuld zuschieben, fühlen wir uns zunächst entlastet, weil wir dann nicht über unseren eigenen Anteil an der Situation nachdenken müssen. Gleichzeitig überlassen wir damit aber anderen Menschen eine ganze Menge Macht über uns, denn wir selbst sind durch dieses Verhalten passiv und nicht in der Lage, an der jeweiligen Situation etwas zu verändern.
Übung Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und zeichnen Sie eine Tabelle mit drei Spalten. Nun schreiben Sie in die erste Spalte einmal alle Dinge auf, über die Sie jammern möchten. In die zweite Spalte schreiben Sie dann alle guten Gründe auf, warum Sie die jeweilige Sache auf jeden Fall ändern sollten. In die dritte Spalte schreiben Sie hingegen alle guten Gründe auf, warum Sie die Sachen auf keinen Fall ändern sollten. In bestimmen Bereichen werden Sie vielleicht gleich gute Gründe für und gegen eine Veränderung finden. Hier müssen Sie im Einzelfall ganz für sich persönlich abwägen, ob die Nachteile aus der aktuellen Situation oder Ihre Gründe gegen eine Veränderung schwerer wiegen. Überprüfen Sie genau, was es für Sie bedeutet, die jeweilige Situation unverändert zu lassen und was es bedeuten könnte, sie anzugehen. Alles was Sie nicht ändern wollen, sollten Sie annehmen lernen. Alle Bereiche, für die Sie gute Gründe gefunden haben, sie zu verändern, können Sie zu Ihren nächsten Zielen machen.
Dabei sind wir selbst niemals vollkommen schuldlos Tatsache ist, dass wir immer auch selbst "schuld" sind, wenn dieses Wort überhaupt verwendet werden soll. Wir haben immer einen Anteil, auch wenn wir z.B. gar nichts tun. Denn auch nichts zu tun ist eine Entscheidung, die wir fällen. Eigenverantwortung heißt anzunehmen, dass wir immer auch irgendwie beteiligt sind, bei allem was mit uns geschieht.
Probleme beginnen nicht erst dann, wenn das Problem offensichtlich wird Ob wir nun übergangen werden, jemand sich mit uns streitet oder wir verlassen werden. Mindestens lassen wir es zu, dass andere etwas mit uns tun. Meist aber haben wir selbst auch aktiv etwas zur jeweiligen Problemsituation beigetragen. So mögen Sie zwar z.B. von Ihrem Lebenspartner verlassen worden sein, aber Sie haben im Vorfeld entweder aktiv dazu beigetragen, dass Sie sich beide entfremdet haben oder Sie haben es zumindest versäumt, an der Partnerschaft zu arbeiten. Wenn Sie gekündigt werden, tun Sie dies zwar nicht selbst, aber Sie haben vielleicht nicht genug Engagement gezeigt oder Sie haben es versäumt, zu registrieren, dass in Ihrer Firma Arbeitsplätze abgebaut werden, so dass Sie sich nicht rechtzeitig um etwas Neues gekümmert haben.
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Wer ist "schuld" im Streit? Zu einem Streit, zu einem Konflikt oder zu einer Auseinandersetzung gehören immer zwei Menschen. Einer allein kann nicht streiten. Wenn Sie nicht streiten wollen, müssen Sie es nicht tun. Sie können selbst sachlich bleiben, zuhören, verständnisvoll sein, Sie können aber genauso gut das Gespräch abbrechen, den Raum verlassen und den Kontakt abbrechen. Sie können sich aber natürlich auch provozieren lassen und selbst unsachlich werden. Es geht hier nicht darum zu sagen, welches die beste Lösung wäre, sondern nur darum, herauszustellen, dass Sie Wahlmöglichkeiten und damit auch einen eigenen Anteil an der jeweiligen Situation haben.
Nutzen Sie Ihren Handlungsspielraum
Tipp Denken Sie einmal an einige Situationen, in denen Sie das Gefühl hatten, dass andere schuld an dem waren, was geschehen ist. Schreiben Sie diese Situationen auf. Und dann versuchen Sie einmal mit einem möglichst objektiven Blick von außen auf die jeweilige Situation zu schauen: Rufen Sie sich das Erlebnis vor Ihrem geistigen Auge zurück und betrachten Sie die beteiligten Personen und sich selbst als wären Sie ein neutraler Betrachter. Finden Sie heraus, was Sie selbst anders hätten tun können, um die Situation zu einem positiven Verlauf zu bringen.
Oft denken wir, dass wir nur auf eine bestimmte Art und Weise reagieren können. Tatsächlich aber haben Sie in den meisten Situationen viele verschiedene Möglichkeiten, zu reagieren. Das heißt, Sie haben einen enormen Handlungsspielraum, den Sie nutzen können. Sie müssen sich z.B. nicht über eine andere Person ärgern und Sie müssen sich nicht schlecht fühlen, weil Sie von einer anderen Person kritisiert worden sind. Und Sie müssen sich auch nicht alles von Ihrem Chef bieten lassen. Übernehmen Sie Verantwortung für sich und Ihre Lage, suchen Sie nach Alternativen und gestalten Sie aktiv die jeweilige Situation.
Immer bei sich selbst beginnen Die Forderung, immer zunächst bei sich selbst zu beginnen, mag Ihnen vielleicht hart vorkommen. Denken Sie mal einen Moment darüber nach: Wer sagt Ihnen denn, dass Sie sich über den Schalterbeamten bei der Post ärgern müssen? Wer bringt Sie dazu? Sie sind es, der sich ärgert. Was würde z.B. geschehen, wenn Sie statt dessen ruhig, freundlich und gelassen bleiben würden?
Literatur zum Thema Reinhard K. Sprenger: Die Entscheidung liegt bei Dir Heinz Körner: Johannes Ken Blanchard, John P. Carlos und Alan Randolph: Kursbuch Selbstverantwortung
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Übung Überlegen Sie einmal, in welchen Situationen Sie das Gefühl haben, Sie können gar nicht anders reagieren, als Sie es bereits tun. Dann versuchen Sie, andere Verhaltensweisen zu finden. Stellen Sie sich z.B. vor, wie Ihr Freund, Ihre Partnerin, Ihre Mutter, Ihr Chef, ein berühmter Politiker oder ein Sportler reagieren würden. Versetzen Sie sich in die Lage eines anderen Menschen und betrachten Sie die jeweilige Situation aus diesen Augen - fallen Ihnen andere Lösungen ein? Sie können auch einfach einmal andere Menschen fragen, was sie tun würden. Hören Sie aufmerksam zu und bewerten Sie das, was Sie hören nicht gleich mit "Das geht sowieso nicht." Vielleicht sind ja doch ein paar gute Ansätze dabei.
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Aktiv leben Von Tania Konnerth Haben Sie sich einmal überlegt, dass Sie etwas daran ändern können, Opfer oder Spielball anderer zu sein? Fangen Sie noch heute an, Ihr Leben aktiv zu leben.
Was heißt Aktivität? Mit Aktivität ist gemeint: Agieren Sie statt nur zu reagieren. Setzen Sie sich selbst aktiv Ziele und erreichen Sie diese Ziele. Verändern Sie aktiv Ihr Leben, um glücklicher und zufriedener zu sein
Und was heißt aktive Lebensgestaltung? Eine aktive Lebensgestaltung bedeutet u.a., das eigene Leben stärker selbst in die Hand zu nehmen, herauszufinden, was man wirklich will und das auch zu erreichen, die eigenen Denkweisen, Eigenschaften und Verhaltensweisen besser zu erkennen und wo nötig zu verändern, all das loslassen zu können, was uns unglücklich macht, selbst besser für sich zu sorgen, insgesamt zufriedener und bewusster leben zu können.
Wer aktiv ist, lebt selbstbestimmt Wenn wir passiv sind und andere entscheiden lassen, unsere eigenen Interessen zurücknehmen und uns selbst immer nur anpassen, führen wir kein selbstbestimmtes Leben. Ein selbstbestimmtes Leben fordert von uns Aktivität. Zunächst müssen wir dafür herausfinden, wer wir sind, was wir wollen und wie wir erreichen können, was wir uns vornehmen. Dann müssen wir beginnen, etwas dafür zu tun, um das zu bekommen, was wir uns wünschen. Wir müssen für uns und unsere Rechte einstehen und gut für uns sorgen. Das alles lässt sich nicht durch Passivität erreichen.
Be proactive - Nehmen Sie Ihr Leben in die Hand "Proacitivity" ist eines der Wörter aus dem Englischen, die im Deutschen (noch) keine Entsprechung haben. Gemeint ist damit, die Energie aufzubringen, dass eigene Leben aktiv zu gestalten und das persönliche Wohlbefinden nicht dem Zufall, Schicksal oder was auch immer zu überlassen. Eine proaktive Lebenseinstellung zu haben bedeutet, sich ständig zu fragen: "Was kann ich tun, um das jeweilige Problem zu lösen, um meine Träume zu verwirklichen oder um die Situation zu verbessern?"
Wie kann ich ein aktives Leben erreichen? "Macht hat, wer macht" Reinhard K. Sprenger Zu erreichen ist das alles nicht von allein und nicht von heute auf morgen. Der Weg zu einer aktiven Lebensgestaltung ist oft ein langer Weg der Veränderung. Aber es ist auch ein schöner und erfüllender Weg, auf dem Sie viel Neues lernen, viele spannende und aufregende Dinge erleben und viel über sich selbst erfahren. Erreichen können Sie eine aktive Lebensgestaltung vor allem dadurch, dass Sie aktiv werden - also sich noch heute auf den Weg dorthin machen.
Was brauche ich dazu? Um zu beginnen, brauchen Sie im Grunde zunächst nur ein bisschen Neugier, die Lust, etwas Neues zu erfahren und vielleicht ein bisschen Mut, sich auf Veränderungen einzulassen. Und dann machen Sie sich auf die Suche nach Inspirationen und Informationen.
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Stöbern Sie z.B. in unserem Angebot - wir haben so viele Themen einer aktiven Lebensgestaltung für Sie erstellt. Gehen Sie in Buchhandlungen, besuchen Sie Seminare. Lernen Sie Menschen kennen, die sich mit den selben Themen beschäftigen. Wir wünschen Ihnen viel Freude und viel Erfolg auf Ihrem Weg in ein aktives Leben.
Aktiv leben heißt, Entscheidungen zu treffen Entscheidungen bestimmen unser Leben. Das beginnt schon morgens, nach dem Aufstehen, wenn Sie überlegen, was Sie anziehen, frühstücken, welchen Bus Sie nehmen oder um wie viel Uhr Sie aus dem Haus gehen. Und das geht den ganzen Tag so weiter. Viele Entscheidungen nehmen wir dabei gar nicht mehr als solche wahr, sondern "entscheiden" einfach. Tatsächlich aber sind Entscheidungen die Basis eines selbstbestimmten Lebens.
Es gibt bewusste und unbewusste Entscheidungen Viele unserer Entscheidungen fällen wir, ohne groß darüber nachzudenken. Andere Entscheidungen kosten uns dagegen viel Kraft. Und eine ganze Reihe von Entscheidungen scheinen uns gar keine zu sein, sondern sie wirken auf uns, als seien sie vorgegeben: So sehen Sie möglicherweise darin, dass Sie morgens zur Arbeit fahren, gar keine persönliche Entscheidung, sondern eine Pflicht. Oder Sie empfinden das Essen mit den Schwiegereltern am Samstagnachmittag als lästig, aber unvermeidlich. Tatsächlich aber entscheiden Sie sich selbst jedes Mal erneut dafür. Denn Sie könnten ja durchaus auch zu Hause bleiben oder das Essen absagen - es kann Sie niemand zwingen.
Machen Sie sich Ihre Entscheidungen bewusst Überdenken Sie doch einmal, wofür und wogegen Sie sich in Ihrem alltäglichen Leben entscheiden. Wenn Sie erkennen, dass Sie sämtliche Entscheidungen bewusst statt unbewusst treffen können, sind Sie ein ganzes Stück näher an einem selbstbestimmten und eigenverantwortlichem Leben. Bewusst Entscheidungen zu treffen, ist ein wesentliches Element eigenverantwortlichen Handelns.
Entscheiden heißt wählen Sich für oder gegen etwas zu entscheiden, ist ein Vorgang des Ent-Scheidens und stellt fast immer eine Wahl dar, eine Wahl für eine Sache und meist auch gegen etwas anderes. Eine Wahl ist eine Aus-Wahl und damit oft auch eine Ab-Wahl. Das macht die Sache so schwierig: Wenn Sie sich z.B. für einen ruhigen Abend zu Hause entscheiden, entscheiden Sie sich gegen die Party bei Ihren Freunden (oder umgekehrt).
Manchmal müssen wir etwas loslassen Im Grunde möchten wir gerne alles haben und natürlich tut es manchmal einfach weh, sich gegen etwas entscheiden zu müssen. Deshalb meiden viele von uns bewusste Entscheidungen und lassen lieber andere für sich entscheiden oder versuchen sich so lange es geht, alle Möglichkeiten offen zu halten. Wie auch immer wenn wir nicht herausfinden, was wir wirklich wollen und uns nicht bewusst dafür entscheiden, vergeben wir jedes Mal wieder die Chance, unser Leben selbst zu gestalten.
Entscheidungen fällen ist nicht immer leicht Sich für eine von verschiedenen Alternativen zu entscheiden, fällt vielen von uns schwer. Wir überlegen hin und her, versuchen im Vorfeld abzuschätzen, welche Vor- und Nachteile eine bestimmte Entscheidung wohl bringen wird und wir fragen andere Menschen, die aber meist auch alle unterschiedliche Meinungen haben. Gerade weil wir uns mit einer Entscheidung für, aber eben immer auch gegen etwas entscheiden müssen, tun wir uns damit so schwer. Es gibt einige Methoden zur Entscheidungsfindung, die uns dabei helfen können, eine Entscheidungssituation besser und klarer einzuschätzen. Aber die Entscheidung selbst nimmt Ihnen keine Methode und auch kein anderer Mensch ab. Und das ist auch eine Chance - Entscheidungen bedeuten immer, dass wir Wahlmöglichkeiten haben. Und das ist nichts anderes als Freiheit.
Für das "Richtige" entscheiden Vielen von uns fallen Entscheidungen leichter, wenn wir wissen, was "richtig" ist. Was richtig und falsch ist, übernehmen wir z.B. von Erziehungs- oder Autoritätspersonen, Vorbildern oder aus den Medien. Ob diese gelernten Wertvorstellungen aber auch tatsächlich richtig für uns sind, sollte jeder für sich selbst immer wieder überprüfen.
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Was ist richtig? Was richtig ist, können Sie nur für sich selbst bestimmen. Richtig ist z.B. all das, was gut für Sie ist, was Ihnen wohl tut, was Sie persönlich weiterbringt, wo immer Sie hinmöchten. Deshalb geht es immer wieder darum, für sich herauszufinden, was man persönlich erreichen will, was man erwartet, erhofft oder sich wünscht.
Richtig ist, was gut für uns ist Um die für uns richtigen Entscheidungen treffen zu können, müssen wir wissen, was wir brauchen und was wir wollen. Um wiederum herauszufinden, was wir brauchen und wollen, müssen wir uns selbst kennen lernen . Wir müssen uns selbst fragen, welche unsere Wünsche und Hoffnungen, unsere Träume und Ziele sind, welche Bedürfnisse wir haben und was wir brauchen, um glücklich und zufrieden zu sein.
Übung Schreiben Sie eine Liste von allen Dingen, die Ihnen wichtig sind. Fragen Sie sich dazu, was Ihnen wirklich fehlen würde, wenn Sie darauf verzichten müssten. Diese Liste wird Ihnen dabei helfen, sich in Zukunft noch besser zu entscheiden. Sie können dann bei jeder Entscheidung abwägen, welche Alternative zu dem passt, was Ihnen wichtig ist. Ein Beispiel - Die wichtigsten Dinge in meinem Leben sind: meine Familie, finanzielle Sicherheit, ein gutes Verhältnis zu anderen Menschen und eine Arbeitsstelle, die mir Spaß macht. Wenn ich mich entscheiden muss , stehen diese Bereiche ganz oben und ich kann leicht erkennen, welche Alternativen deshalb nichts für mich sind
Manchmal widersprechen sich unsere Bedürfnisse Vielleicht stellen Sie beim Schreiben Ihrer Liste fest, dass Sie Bedürfnisse und Wünsche haben, die sich im Grunde widersprechen. So können Sie z.B. ein großes Freiheitsbedürfnis verspüren und sich gleichzeitig nach einer festen Beziehung sehnen. Es ist für Sie sehr hilfreich, solche Widersprüche und gegensätzlichen Bedürfnisse zu erkennen. Denn genau an diesen Punkten stehen für Sie Entscheidungen an. Hier müssen Sie entweder Prioritäten setzen oder einen Weg finden, der Ihnen beides ermöglicht. Nicht immer wird das gehen, aber es lohnt sich, einmal nach einem solchen Weg zu suchen.
Die Bedeutung von Entscheidungen: Sie haben immer eine Wahl Wir alle befinden uns manchmal in Situationen, in denen wir unzufrieden, unglücklich oder frustriert sind. Dann können wir uns klarmachen, dass es in der Regel immer auch einen Ausweg aus der Situation gibt. Keiner sagt, dass solche Entscheidungen leicht sind, aber sie sind möglich. In jedem Fall ist es wichtig, sich selbst immer wieder zu verdeutlichen, dass wir uns entscheiden können und dass uns offenbar das, was wir wählen, besser als etwas anderes erscheint. Und wenn wir tatsächlich keine realisierbare Alternative sehen, dann können wir immer noch das Beste daraus machen. Wir können uns ärgern, wir können Frust, Wut oder Schmerz empfinden - oder wir können das Ganze auch mit Humor nehmen.
Literatur zum Thema: Robert Anthony: Dr. Robert Anthony's Startbuch für Lebensveränderer Reinhard K. Sprenger: Die Entscheidung liegt bei Dir Peter Prange: Sieben Wege zum Misserfolg
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Voraussetzung für ein aktives Leben: Erkennen Sie Ihre Möglichkeiten Von Tania Konnerth Wenn Sie aktiv leben wollen, sollten Sie sich zunächst erst einmal für die Möglichkeiten öffnen, die Sie haben. Auch wenn Sie vielleicht gerade in einer Krise stecken oder Ihnen Ihr Leben hoffnungslos festgefahren erscheint, so ist es dennoch so, dass Sie das ändern können! Veränderung ist immer möglich. Natürlich ist das mit Aufwand verbunden und kann Kraft, Energie und Zeit kosten. Aber wir haben jeden Tag neu, jede Stunde neu und sogar in jedem Augenblick wieder die Chance, Veränderungen anzugehen.
Die Welt ist voller Möglichkeiten Wenn wir die Augen öffnen, können wir erkennen, dass uns die Welt offen steht. Es gibt so viel zu sehen, soviel zu unternehmen und wir können soviel auf die Beine stellen. Es gibt so viele Menschen, die bereit sind mitzumachen und es gibt so viele Tätigkeitsfelder, in denen wir aktiv werden können. Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihre Wahlmöglichkeiten viel eingeschränkter sind, könnte das an Ihrem Fokus liegen.
Sehen Sie Probleme oder Chancen? Menschen bewerten das, was Ihnen widerfährt sehr unterschiedlich. Während manche Menschen von "Problemen", "Katastrophen" oder "Unglücken" sprechen, gibt es andere, die in den gleichen Situationen von "Herausforderungen", "Veränderung" oder "Chancen" sprechen. Es liegt an unserer ganz persönlichen Sichtweise, ob eine Sache als Problem oder als Chance erscheint.
Sie können alles tun! Dieser Satz will nicht glauben machen, dass wir allein durch positives Denken oder durch die Kraft der Vorstellung die Welt verändern können. Natürlich können Sie nicht plötzlich fliegen oder zaubern. Mit diesem Satz ist vielmehr gemeint, dass wir Wahlmöglichkeiten haben. Sie können sich aktiv und bewusst entscheiden, etwas zu tun oder nicht zu tun.
Sie können alles tun, wenn Sie bereit sind, den Preis dafür zu zahlen "Sie können alles tun... Alles hat Konsequenzen" Reinhard K. Sprenger Sie könnten z.B. Ihren Job aufgeben. Sie werden vielleicht sagen, dass Sie dann kein Geld mehr hätten und Sie haben ja auch eine Verantwortung gegenüber Ihrer Familie. Das ist natürlich richtig. Der Preis dafür, dass Sie Ihren Job aufgeben, ist wahrscheinlich hoch und zieht Konsequenzen nach sich. Das ändert aber nichts daran, dass Sie es durchaus könnten. Niemand kann Sie daran hindern. Es stimmt nicht, dass Sie Ihren Job nicht aufgeben können, sondern Sie haben Sich dafür entschieden, dass Sie Ihren Job nicht aufgeben wollen.
Dinge, die Sie jetzt tun könnten Das alles könnten Sie jetzt tun: lachen oder weinen eine Zeitung lesen oder weiter im Internet surfen etwas Leckeres essen oder hungern sich schlecht fühlen oder sich etwas Gutes gönnen ins Reisebüro gehen und eine Reise nach Brasilien buchen oder zu Hause bleiben Ihren Job kündigen oder weiter arbeiten ...(ergänzen Sie ruhig, was Sie alles tun könnten)
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Übung: Versuchen Sie, sich doch einfach einmal in einer ruhigen Minute die Vielfalt auszumalen, die in Ihrem Leben möglich ist. Schreiben Sie einmal alles hintereinander auf, was Ihnen einfällt, was Sie tun könnten in Ihrem Leben. Z.B. so: Ich könnte Bilder malen. Ich könnte mit Freunden eine Aktionsgruppe zum Umweltschutz aufbauen. Ich könnte mir selbst wunderschöne Kleider schneidern. Ich könnte ein Studium beginnen. Ich könnte um die Welt segeln. Ich könnte Spanisch lernen ... Was könnten Sie?
Sie glauben nicht daran, alles zu können? Glauben Sie nicht daran, dass Sie alles tun können? Kommen Ihnen Bedenken, Zweifel und Einwände? Sagen Sie z.B., dass Sie nicht genug Geld haben, dass Sie zu alt sind, dass Sie zu viele Verpflichtungen haben und was Ihnen sonst noch einfällt? Wenn Sie so argumentieren, dann haben Sie natürlich recht. Für viele Vorhaben brauchen Sie Geld und für manche Dinge sind Sie vielleicht zu alt. Das aber sind oft aber auch nur Entschuldigungen für uns selbst, damit wir nicht beginnen müssen, tatsächlich an der Erfüllung unserer Träume zu arbeiten.
Alles hat seinen Preis Fast alles, wovon Sie träumen, können Sie in der Regel auch erreichen. Sie müssen nur bereit sein, den entsprechenden Preis dafür zu zahlen. Sie können für Ihr Ziel völlig unterschiedlich "bezahlen" – z.B. mit Geld, mit Zeit, mit Arbeitskraft, mit Energie, mit Verzicht (z.B. indem Sie Überzeugungen oder Gewohnheiten aufgeben oder indem Sie Beziehungen hinter sich lassen müssen), mit Mut usw.
Der kleine Zweifler in unserem Kopf Für alle solche Fragen haben wir einen kleinen Zweifler in unserem Kopf. Es handelt sich dabei um jene Stimme, die sich immer dann meldet, wenn wir überlegen, irgend etwas zu tun. Sie hören diese Stimme vielleicht bereits bei der Überlegung, heute noch einkaufen zu gehen oder nicht ("Dann kaufe ich bestimmt wieder vielmehr, als gut ist. Ich habe sowieso kein Geld. Aber ich bräuchte unbedingt ein neues Radio. Aber was das wieder kostet...") und Sie werden den Zweifler hören, wenn Sie überlegen, ab dem nächsten Monat in ein Fitness-Studio zu gehen ("Ich weiß ja gar nicht, ob ich überhaupt die Zeit dafür habe. Vielleicht macht mir das ja auch gar keinen Spaß."). Bei manchen von uns ist der kleine Zweifler sehr stark ausgeprägt und er meldet sich ständig zu Wort.
Je größer die Entscheidung, desto stärker die zweifelnde Stimme Sie hören die zweifelnde Stimme in Ihnen natürlich erst recht, wenn es um gravierende Veränderungen in Ihrem Leben geht: "Das geht ja nun wirklich nicht. Du kannst doch nicht einfach Deine Ehe aufs Spiel setzen, um ein Jahr nach Japan zu gehen. Wie willst Du Dich dann dort verständigen? Wie willst Du allein klarkommen?". Je größer die Veränderung, desto heftiger sind oft die Einwände des Zweiflers in uns.
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Oft denken wir einfach zu viel Der kleine Zweifler in unserem Kopf kann es uns oft sehr schwer machen, einfach einmal "ja" zu einem neuen Weg zu sagen. Sicher ist es gut, sich das Für und Wider einer Entscheidung zu überlegen, aber wenn wir zuviel überlegen und abwägen, kommen wir gar nicht mehr dazu, tatsächlich etwas zu tun.
Wägen Sie die Kosten gegen den Nutzen ab
Tipp Machen Sie sich einmal die Dialoge in Ihrem Kopf bewusst . Treten Sie innerlich einen Schritt zurück und hören Sie sich selbst zu. Vielleicht möchten Sie den Dialog auch schriftlich auf dem Papier führen. So erfahren Sie sehr viel über Ihre persönlichen Zweifel und Bedenken und können sich dann in einem zweiten Schritt einmal Gegenargumente überlegen.
Wenn wir im Geist immer wieder überlegen, was uns ein bestimmtes Vorhaben kosten kann, wie viel Gefahr, Arbeit oder Aufwand es mit sich bringt, übersehen wir oft, wie viel Befriedigung und Erfüllung es uns im Gegenzug bringen kann. Wann immer wir etwas wollen, wird das etwas kosten. Wir haben aber einen Grund dafür, die Sache zu wollen. Es würde uns Spaß machen, wir würden uns gut fühlen usw. Hier gilt es, den Nutzen und den Preis abzuwägen.
No pain - No gain Für größere Dinge ist der Preis in der Regel höher als für kleine. Wenn Sie heute ins Kino gehen wollen, müssen Sie Karten kaufen und den Fahrtweg zum Kino in Kauf nehmen. Wenn Sie ein Hotel in der Karibik aufmachen wollen, brauchen Sie ein bisschen mehr als das. Gleichzeitig aber bieten uns gerade die großen Projekte viel. Im Kino waren Sie vielleicht schon hundertmal. Wie aufregend aber wird es sein, ein Hotel in der Karibik aufzubauen? Lösen Sie den Preis einer Sache nicht von dem, was Ihnen dieses Vorhaben persönlich bringt. Welcher Preis kann zu hoch sein, wenn Sie dabei glücklich werden?
Nur wer wagt, gewinnt Wenn wir immer nur darüber nachdenken, was alles gegen ein Vorhaben oder eine Idee spricht, kommen wir nicht dazu, aktiv zu werden. Es gibt immer unzählige Gründe gegen eine Entscheidung. Der Preis scheint uns dann zu hoch. Aber andererseits müssen wir hin und wieder auch einen Einsatz wagen, um belohnt zu werden.
Eine heikle Frage: Nicht können heißt nicht wollen!? Wenn Menschen mit ihrer Situation unzufrieden oder unglücklich sind, sagen Sie häufig: "Ich kann das nicht ändern!". Und wie oft stimmt das tatsächlich? Wäre es meist nicht viel angebrachter, zu sagen "Ich will das nicht ändern"?
Der Unterschied zwischen "Nicht können" und "Nicht wollen" Es gibt einen ganz klaren Unterschied zwischen "nicht können" und "nicht wollen": Wenn Sie etwas nicht wollen, treffen Sie eine Entscheidung. Wenn Sie etwas nicht können, machen Sie etwas anderes verantwortlich, z.B. Ihr mangelndes Talent, andere Menschen, Ihr Umfeld, das Schicksal oder was auch immer.
Es gibt fast nichts, das Sie tatsächlich nicht können Es gibt wenige Dinge, die Sie tatsächlich nicht können. Etwas nicht zu können, meint die vollkommene Unmöglichkeit es zu tun. Welche Sachen fallen Ihnen ein, die absolut unmöglich sind, selbst wenn Sie dafür das nötige Geld, die Zeit oder was auch immer hätten? Ob etwas möglich ist, hängt nämlich nicht davon ab, ob wir nicht über die Voraussetzungen verfügen, eine Sache zu tun, sondern davon, ob es tatsächlich an sich nicht möglich ist. Voraussetzungen lassen sich erreichen.
Sie könnten so vieles tun Sie können z.B. Ihren Job nicht kündigen? Natürlich können Sie das. Dafür brauchen Sie nur Ihre Kündigung zu schreiben und schreiben können Sie ja, nicht wahr? Aber Sie wollen es vielleicht nicht. Sie können es Ihrer Frau nicht antun, sich von ihr zu trennen? Das ist nicht wahr, Sie können das durchaus, aber Sie wollen ihr das vielleicht nicht antun, aus welchen Gründen auch immer. Es gibt also sehr viele Dinge, die Sie nicht wollen und das ist vollkommen in Ordnung. Aber reden Sie sich nicht ein, dass Sie es nicht können, denn damit nehmen Sie sich die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden. – 19 –
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Naturgesetze und Einzelfälle ausgenommen Natürlich gibt es ein paar Dinge, die wir tatsächlich nicht tun können: Neben den Naturgesetzen, die wir auch mit noch so viel Willen nicht außer Kraft setzen können, gibt es Einzelfälle, in denen wirklich nicht alles möglich ist. So haben manche von uns so tiefe Wunden aus ihrer Geschichte davon getragen, dass sie alle Kraft zum Überleben brauchen. Anderen fehlen wesentliche Fähigkeiten oder Möglichkeiten, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Wieder andere sind schwerkrank.
Über Grenzen - ein Wort zur Kritik am positiven Denken Die Vertreter des positiven Denkens gehen davon aus, dass unsere Gedanken unsere Realität bestimmen. Wenn wir unsere Gedanken auf das, was wir wollen konzentrieren, werden wir es auch erreichen, denn unsere Gedanken schaffen unsere Realität. Von der Grundidee her ist das auch unserer Ansicht nach richtig. Es gibt aber einige Grenzen, die wir akzeptieren müssen. So gibt es einfach bestimmte Dinge, die wir nicht hinbekommen, auch wenn wir noch so positiv denken. Diese Grenzen heißt es zu akzeptieren, zumindest für den Augenblick. Aber es gilt immer wieder zu überprüfen, ob es sich tatsächlich um unüberwindliche Grenzen handelt oder um welche, die Sie sich selbst geschaffen haben und die Sie aus eigener Kraft überwinden können, wenn Sie es wollen. Grenzen können sich mit der Zeit auch verändern. Was uns vor zwei Jahren noch unmöglich war, kann heute durchaus erreichbar sein.
Eine realistische Einschätzung ist unerlässlich Nur weil eine Sache unerreichbar erscheint, muss sie es noch lange nicht sein. Wenn Sie sich z.B. große Dinge vornehmen, können Sie diese vielleicht nicht an einem Tag erreichen, durchaus aber innerhalb eines Jahres. Wenn Sie eine große Veränderung schon morgen erreicht haben wollen, ist klar, dass das unrealistisch ist und Sie frustrieren sich damit nur unnötig selbst. Es geht aber nicht darum, dass das Vorhaben an sich unmöglich ist, oder dass Sie es nicht können - sondern es ist nur unmöglich, es in der kurzen Zeit zu erreichen. Es handelt sich in solchen Fällen nicht um Grenzen, sondern die Notwendigkeit einer realistischen Einschätzung. Niemand sagt, dass Sie Ihre großen Vorhaben morgen erreicht haben müssen. Je größer Ihr Vorhaben, desto höher der Berg, den Sie erklimmen müssen – und je schneller Sie es erreichen wollen, desto steiler und beschwerlicher wird der Weg.
Sie müssen nicht alles wollen Es ist wichtig, sich einmal klarzumachen, dass Sie gar nicht alles wollen müssen. Wer sagt denn, dass Sie Millionär sein müssen, um glücklich zu sein, oder dass Sie eine Berühmtheit werden müssen, um zufrieden zu sein. Sie können ganz für sich entscheiden, was Sie aus Ihrem Leben machen wollen. Und wenn Sie herausfinden, dass Sie viel Geld haben wollen oder berühmt werden wollen, dann gibt es auch einen Weg dorthin.
Wer will schon...? Wir erleben viele Moden und Trends, die kommen und gehen. Es muss tatsächlich nicht jeder mit einem Gummiseil von hohen Türmen springen, Rollerblading lernen oder Aquarellmalerei beherrschen. Es steht Ihnen frei zu wählen, was Sie wollen. Und das meiste was Sie wollen, können Sie auch. Es kommt nicht darauf an, was andere tun, sondern, was Ihnen persönlich gut tut und Spaß macht. Orientieren Sie sich bei Ihren persönlichen Entscheidungen lieber an Ihren eigenen Bedürfnissen, als an Moden, Trends und dem, was andere tun.
Seien Sie ehrlich zu sich selbst,... Stehen Sie zu den Dingen, gegen die Sie sich entscheiden. Verstecken Sie sich nicht länger hinter der Entschuldigung, etwas nicht zu können. Seien Sie ehrlich zu sich selbst.
... aber bleiben Sie offen für Neues Sagen Sie das nächste Mal vielleicht "Das kann ich noch nicht." Dann können Sie es später probieren. Vielleicht gefällt es Ihnen ja?
Literatur zum Thema: Reinhard K. Sprenger: Die Entscheidung liegt bei Dir – 20 –
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Sechs hilfreiche Einstellungen für ein aktives Leben Von Tania Konnerth Es gibt eine Reihe von hilfreichen Einstellungen, die Ihnen Ihren Weg zu einer aktiven Lebensgestaltung erleichtern. Natürlich ist es nicht leicht, neue Einstellungen zu gewinnen. In der Theorie klingt vieles so einfach, aber in der Umsetzung merken wir dann oft, wie schwer es ist, eine bestimmte Einstellung tatsächlich zu leben. Trotzdem sollten wir immer wieder versuchen, uns von anderen Einstellungen dazu inspirieren zu lassen, die Dinge auf eine andere Art zu sehen. Hier finden Sie einige hilfreiche Einstellungen für eine aktive Lebensgestaltung.
Einstellung Nr. 1: Veränderungen als Chance sehen Veränderungen lösen bei vielen von uns Ängste aus. Dann neigen wir dazu, lieber alles beim Alten zu lassen, auch wenn wir unzufrieden sind und uns nach etwas anderem sehnen. Manche Menschen entwickeln in dieser Hinsicht eine enorme Frustrationstoleranz: sie sind sogar bereit, lieber massives Leid und Unwohlsein zu ertragen, als sich ändern zu müssen. Da wir nie genau wissen können, was sie uns tatsächlich bringen, wirken Veränderungen zugegebenermaßen oft etwas bedrohlich. Es ist aber ein Irrglaube, dass wir Veränderungen vermeiden können. Es verändert sich immer irgend etwas, denn Veränderungen sind ein Bestandteil des Lebens. Die Frage ist allein, ob Sie selbst Veränderungen initiieren oder auf Veränderungen von außen nur reagieren wollen. Entscheiden das nächste Mal Sie selbst, was sich verändern soll, bevor es andere tun! Sehen Sie Veränderungen immer als Chance, die Sie für sich nutzen können.
Einstellung Nr. 2: Mit sich selbst zusammenarbeiten und nicht gegen sich Viele von uns machen sich das Leben schwer, in dem sie mit sich selbst unzufrieden sind. Da fühlen wir uns zu dick, zu klein, zu dumm oder was auch immer. Mit dieser Einstellung arbeiten wir immer gegen uns. Wir können es aber lernen, uns selbst als Freund oder Freundin zu sehen und nicht als Feind. Nehmen Sie sich an, wie Sie sind - Sie sind ok! Das ist vielleicht leicht gesagt und für viele schwer getan - aber genau das könnte die erste Veränderung sein, die Sie anstreben: ab heute jeden Tag sich selbst ein Stück näherkommen, sich selbst wertschätzen und gut für sich sorgen. Sie verbrauchen sehr viel Energie, sich nicht zu mögen - denn tatsächlich müssen Sie auch dafür etwas tun (z.B.: sich selbst ständig sagen, wie hässlich Sie sind, wie unfähig oder ähnliches) - nutzen Sie diese Energie doch von heute an lieber dafür, sich selbst anzunehmen. Vielleicht schaffen Sie es nicht sofort, Ihr Selbstbild zu ändern, aber Sie können damit beginnen - heute, jetzt.
Einstellung Nr. 3: Sich selbst etwas zutrauen Eine ganz wesentliche Einstellung bei allen Veränderungsvorhaben ist, dass Sie sich selbst zutrauen müssen, die jeweilige Aufgabe bewältigen zu können. Ihr eigenes Vertrauen in sich selbst gibt Ihnen die Kraft, die Sie brauchen. Was immer wir uns zutrauen, können wir auch erreichen. Was Sie sich selbst absprechen, wird unerreichbar. Also: glauben Sie an sich.
Einstellung Nr.4: Es gibt Grenzen, aber Grenzen können überwunden werden Natürlich gibt es Grenzen. Wir können nicht alles erreichen, nicht alles verändern, wir können keine Naturgesetze außer Kraft setzen. Grenzen können real sein oder aber auch nur in unserer eigenen Phantasie existieren. Hier ist wieder Ihre persönliche Einstellung entscheidend. Entdecken Sie neugierig Ihre Grenzen, die z.B. durch Körpergröße, Aussehen, Fähigkeiten, Erfahrungen usw. gesetzt sind, und dann überlegen Sie, ob Sie diese Grenzen gerne überwinden möchten. Wenn das, was hinter der Grenze liegt, Ihre Sehnsucht weckt, dann lohnt es sich vielleicht, diese Grenze zu überwinden, auch wenn Sie dafür viel tun müssen.
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Einstellung Nr. 5: Nicht in Extremen denken und leben Bei allem, was wir Ihnen hier anbieten, meinen wir niemals die extremen Positionen. Es gibt immer eine Reihe von Möglichkeiten, Zwischentönen und Abstufungen. Wir möchten Sie ermuntern, nicht nur die Exrempositionen zu sehen, also "ganz oder gar nicht" oder "Sekt oder Selters", denn eine solche Sichtweise ist anstrengend und aufreibend. Mit dieser Einstellung lehnen wir verständlicherweise Vorschläge schnell kategorisch ab, weil uns die Veränderung so groß und umfassend erscheint. Wenn wir Ihnen z.B. vorschlagen, Ihre Interessen deutlich zu vertreten, dann bedeutet das nicht, dass Sie ab sofort skrupel- und gewissenlos werden sollen. Es geht viel mehr darum, einen neuen Gedanken erst einmal neugierig zu betrachten und dann zu schauen, inwiefern er für Sie persönlich Sinn macht. Sie können jederzeit für sich selbst entscheiden, wie weit Sie gehen wollen. Und oft sind gar keine Riesenschritte notwendig, um etwas zum Besseren zu verändern.
Einstellung Nr. 6: Heute beginnen, aber nicht alles heute erreichen wollen Entscheidend ist Ihre Bereitschaft, heute zu beginnen. Wir schieben zu vieles auf morgen und dann wieder auf den nächsten Tag und fangen dadurch nie an. Nutzen Sie den heutigen Tag, aber bedenken Sie dabei auch: niemand kann von heute auf morgen sein ganzes Leben umkrempeln. Darum soll es auch überhaupt nicht gehen. Beginnen Sie heute an einer kleinen Ecke Ihres Lebens oder jeweils ein bisschen an verschiedenen Stellen. Wenn Sie einen Ratschlag übernehmen wollen, müssen Sie ihn nicht 100%ig befolgen, sondern Sie können Teile davon ausprobieren, ihn abwandeln, sich etwas Neues dazu ausdenken. Hauptsache, Sie probieren es überhaupt.
Die drei G-Wörter - drei Eigenschaften für ein zufriedenes Leben Wir möchten Ihnen drei Eigenschaften nahe legen, die für ein zufriedenes Leben und stetiges Wachstum eine große Hilfe sind: Es sind: Geduld, Güte und Gnade.
Große Worte ganz praktisch Es handelt sich dabei um große Worte - aber sie lassen sich zu drei ganz konkreten, praktischen Tipps formulieren: Lernen Sie, Geduld zu haben mit anderen - aber vor allem auch mit sich selbst. Extra-Tipp Üben Sie sich darin, gütig zu sein, wenn es darum Schreiben Sie die drei G-Wörter – Geduld, Güte geht, zu verzeihen – anderen und sich selbst. Und seien Sie gnädig, wenn Sie urteilen – über andere und Gnade – auf einen Zettel und kleben Sie den Zettel dorthin, wo Sie ihn oft sehen. So werden Sie oder über sich selbst. immer wieder an diese sehr hilfreichen Eigenschaften erinnert.
Zur Veranschaulichung eine kleine Geschichte
Nikos Kazantzakis, Autor von "Zorbas, der Grieche" beschreibt in seiner Autobiographie folgendes Erlebnis: Er fand eines Tages in der Rinde eines Olivenbaumes einen kleinen Kokon, aus dem gerade ein Schmetterling zu schlüpfen begann. Fasziniert und voller Ungeduld wollte er den Prozess des Schlüpfens beschleunigen und begann den Kokon mit seinem Atem zu erwärmen. Tatsächlich erreichte er so, dass der Schmetterling schneller aus dem Kokon schlüpfte. Durch die Beschleunigung hatte der Schmetterling aber nicht die nötige Sonnenbestrahlung mit ihrer geduldigen Wärme und lebensspendenden Energie bekommen. So lag er auf der Handinnenfläche des Schriftstellers, die Flügel hoffnungslos am eigenen Körper verklebt und Kazantzakis konnte nur noch zusehen, wie das Tier wenig später starb. Diese kleine Geschichte lehrt uns viel darüber, dass Entwicklungsprozesse Zeit und Geduld benötigen. Nehmen Sie sich selbst alle Zeit, die Sie brauchen und seien Sie nachsichtig, wenn dies auch andere Menschen tun.
Literatur zum Thema Andrew Matthews: So geht´s dir gut Robert Anthony: Dr. Robert Anthony's Startbuch für Lebensveränderer
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Die Bedeutung von Veränderungen für ein aktives Leben Von Tania Konnerth Das Leben ist Veränderung. Veränderungen gehören zum Leben dazu. Sie sind absolut unvermeidlich und das ist auch gut so. Ohne Veränderungen würden wir immer nur auf der Stelle treten - Entwicklung und Wachstum wären unmöglich. Dennoch stehen wir Veränderungen nicht immer positiv gegenüber.
Wir können uns nicht nicht verändern! Auch wenn manch' einer von uns kein Freund von Veränderungen ist, so kommt doch keiner darum herum. Machen wir uns nichts vor: In unser aller Leben wird sich ständig irgendetwas ändern. Wir können nichts dagegen tun. Immerzu verändert sich irgendetwas. Z.B. wir selbst, in dem wir älter werden, uns weiterentwickeln, dazu lernen und Neues erleben. Es verändern sich die Menschen um uns herum - manche gehen, neue Menschen kommen in unser Leben. Dann verändert sich die Umwelt, die Jahreszeiten, die Moden, die Trends, die Technik usw. usw. Veränderung ist ein Element des Lebens. Ohne Veränderung gäbe es keine Weiterentwicklung. Sehen wir der Tatsache ins Auge: Es bleibt uns nichts anderes übrig, als zu lernen, mit Veränderungen umzugehen.
Veränderungen tragen Chancen und Möglichkeiten in sich Veränderungen tragen grundsätzlich die Chance zu einer Verbesserung der bestehenden Situation in sich. Veränderungen sind zunächst weder gut noch schlecht. Entscheidend ist immer, was wir aus einer solchen Situation machen. Wenn sich etwas verändert, können wir darunter leiden und darüber jammern. Oder wir tun folgendes: Wir können überlegen, was uns diese neue Situation für Chancen und Möglichkeiten bietet. Mit einer Veränderung zu hadern, ist eine menschliche Reaktion, aber leider langfristig nicht sehr hilfreich.
Aktiv leben heißt, selbst Veränderungen zu initiieren Wenn Sie sich für den Weg eines aktiven Lebens entscheiden, gehört Veränderung einfach dazu. Veränderung ist ein Instrument der aktiven Lebensgestaltung. Um Ihr Leben selbst zu gestalten, werden Sie immer wieder etwas verändern wollen - von sich aus. Und dann gewinnen Sie eine ganz andere, positive Einstellung zu Veränderungen.
Die Angst vor der Veränderung Machen Ihnen Veränderungen auch Angst? Das geht vielen Menschen so. Das Unbekannte macht uns oft Angst. Veränderungen bringen neue Dinge mit sich, mit denen wir erst noch lernen müssen umzugehen. Mit dem Vertrauten kennen wir uns aus, aber Neues wirkt bedrohlich, weil wir nicht einschätzen können, welche möglichen Gefahren und Unannehmlichkeiten damit verbunden sind. Unsere Skepsis oder Angst bezüglich Veränderungen ist vollkommen natürlich, denn sie sichert unser Überleben. Sie dürfen sich von diesen Impulsen nur nicht beherrschen lassen. Sie haben als hochentwickeltes Lebewesen viele verschiedene Möglichkeiten, aktiv mit den Gefühlen umzugehen, die mit Veränderungen verbunden sind. Sie können lernen, Veränderungen als etwas Positives zu erkennen und aktiv etwas daraus zu machen. Je mehr Sie über Veränderungsprozesse wissen, desto leichter wird es Ihnen fallen, sie zu Ihrem Vorteil zu nutzen.
Warum uns Veränderungen Angst machen Jedes Lebewesen ist grundsätzlich auf Erhalt seiner Art ausgerichtet oder anders gesagt: Jedes Lebewesen will überleben. Alles was neu, ist bedroht möglicherweise unser Überleben und deshalb reagieren wir mindestens mit Vorsicht und Skepsis, möglicherweise mit Angst und vielleicht sogar mit Panik (je nach Größe und Ausmaß der Veränderung). Diese erste Reaktion auf Neues ist im sogenannten Stammhirn verankert, dem primitiven, instinkt-gesteuerten Teil unseres Gehirns, den unsere Vorfahren schon vor hunderttausend Jahren hatten. Was diesen ersten Schock – 23 –
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angeht, helfen Ihnen weder Ihre Rationalität noch Ihr Intellekt. Wenn Ihr Stammhirn im Bruchteil einer Sekunde entscheidet, dass eine neue Situation Gefahr bedeutet, bekommen Sie Angst. Erst in einem weiteren Schritt können Sie dann mit Ihrer Fähigkeit zur Erkenntnis Ihre Gefühle und Handlungen beeinflussen.
Oft scheinen Veränderungen einfach so aus dem Nichts zu kommen Es gibt es Veränderungen, die scheinbar von außen kommen - z.B. dass die Straße vor unserem Haus verbreitert wird oder dass unsere Regierung die Steuern erhöht. Wie aus heiterem Himmel stehen wir vor der Veränderung aussuchen konnten wir es nicht. Wirklich nicht?
Wir warten oft so lange, bis wir nur noch reagieren können Viele Menschen fühlen sich wie ein Spielball ihres Umfeldes. Sie haben das Gefühl, dass sie nur noch auf das reagieren können, was um sie herum geschieht. Solche Menschen denken, Veränderungen kommen ständig von außen und man kann nichts tun, außer auf sie zu reagieren. Tatsächlich aber warten wir mit vielen notwendigen Entscheidungen bezüglich Veränderungen oft so lange, bis irgendetwas auf uns zukommt. Wir werden selbst also erst aktiv, wenn es nicht mehr anders geht. Und dann haben wir den Eindruck, dass wir nur noch reagieren können, selbst aber keine Wahl hatten. In Wirklichkeit hätten wir aber sehr wohl die Situation selbst verändern können.
Ein Beispiel: Sie werden gekündigt Nehmen wir an, Sie sitzen an Ihrem Schreibtisch und plötzlich kommt ein Kollege herein, der Ihnen mitteilt, dass Sie doch bitte zum Chef kommen sollen. Dort eröffnet Ihnen nun Ihre Vorgesetzte im Beisein des Prokuristen, dass die Firma es sehr bedauert, aber dass sie sich leider von Ihnen als Mitarbeiter oder Mitarbeiterin trennen müssen. Sie werden zum nächstmöglichen Termin gekündigt. Ein Schicksalsschlag? Eine Veränderung völlig aus heiterem Himmel? Und Sie konnten das überhaupt nicht absehen? Ist das wirklich so?
Vorzeichen erkennen und Konsequenzen daraus ziehen Fast alle Veränderungen haben Vorzeichen. Im obigen Beispiel können es möglicherweise schlechte Geschäftsergebnisse der Firma, Auslagerungs- Maßnahmen oder andere Umstrukturierungen gewesen sein. Entscheidend ist nur, ob wir diese Vorzeichen wahrnehmen und dann auch danach handeln. In der Regel haben wir sehr viele Möglichkeiten, zu erkennen, in welche Richtung etwas verlaufen wird. Wir müssen nur die Augen öffnen, uns aktiv darum bemühen, die wichtigen Informationen zu erhalten und dann entsprechend damit umgehen. So können Sie selbst Ihr Leben gestalten und eine selbstgewählte und für Sie vorteilhafte Veränderung bewirken (z.B. rechtzeitig einen besseren Job suchen), bevor Sie nur noch auf Veränderungen von außen reagieren können (die Kündigung).
Handlungsalternativen gleich Null? Wenn uns eine Veränderung scheinbar aus heiterem Himmel trifft, befinden wir uns an einem Punkt, an dem wir nichts anderes tun können, als auf die Veränderung zu reagieren. Unsere Handlungsmöglichkeiten sind dann sehr eingeschränkt und es geht oft nur noch darum, Schaden zu begrenzen. Im Vorfeld hätte es sicher unzählige Möglichkeiten gegeben, die Situation selbst aktiv zu gestalten. Viele Menschen sind aber zu bequem, zu ängstlich oder auch einfach zu unachtsam bezüglich der kleinen und großen Signale, mit denen sich eine Veränderung meist ankündigt. Im Beispielfall hätten Sie im Vorfeld erkennen können, dass Ihr Arbeitsplatz gefährdet ist (z.B. weil verstärkt Maschinen die Arbeit Ihrer Kollegen übernommen haben oder Ihre Firma immer mehr in die roten Zahlen gerät). Sie hätten dann die Möglichkeit gehabt, Ihre weitere Zukunft in Ruhe zu planen, sich einen neuen Job zu suchen oder sich in der Firma in einem bestimmten Feld unentbehrlich zu machen. Wenn wir aber alle Zeichen ignorieren und hoffen, dass alles beim Alten bleibt, kommt irgendwann der Augenblick, in dem die Veränderung - im Beispiel die Kündigung - uns tatsächlich wie ein Schicksalsschlag trifft, auf den wir nur noch reagieren können. Dann fühlen wir uns in der Regel überfordert, hilflos und sind sehr verunsichert.
Anders ist es, wenn Sie selbst die rechtzeitig Veränderung wählen Ganz anders fühlen Sie sich, wenn Sie das, was um Sie herum passiert, bewusst wahrnehmen, kleine Signale erkennen und wenn Sie beginnen, Veränderungen selbst bewusst anzustoßen. Nun können Sie Entscheidungen bezüglich anstehender Veränderungen treffen. Sie müssen nicht mehr nur reagieren. Sie entscheiden sich dann vielleicht auch bereits für eine Veränderung, selbst wenn es eigentlich noch nicht zwingend notwendig ist.
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Das nennt man dann Vorbeugen. Ein solcher Zeitpunkt ist z.B. gekommen, wenn Sie kleine Anzeichen für gesundheitliche Probleme bemerken. Vielleicht bekommen Sie das Symptom mit ein bisschen Erholung oder mit Medikamenten wieder in den Griff. Hier wäre es aber sicher angebrachter, einmal zu überlegen, ob Sie etwas an Ihrer Lebensweise ändern müssen. Tun Sie es nicht, könnte irgendwann der Punkt kommen, an dem Sie ernsthaft erkranken - ein sogenannter "Schicksalsschlag". Dann sind Sie gezwungen, etwas zu tun. Idealerweise reagieren Sie aber schon, bevor die ersten ernsten Schwierigkeiten kommen.
Auch selbst gewählte Veränderungen können Angst machen Natürlich können auch solche selbst gewählten Veränderungen Angst und Unsicherheit auslösen. Aber hier sind Sie der aktive Teil in der Situation. Sie gestalten Ihr Leben selbst. Dafür brauchen Sie Mut und Kraft und um durchzuhalten, Disziplin und Eigenmotivation.
Übung Überlegen Sie doch einmal in aller Ruhe, wo in Ihrem Leben möglicherweise Veränderungen auf Sie zukommen oder notwendig sein könnten: an Ihrem Arbeitsplatz / in Ihrer Firma in Bezug auf Ihre Partnerschaft in Hinsicht auf Ihre Gesundheit in Fragen zu Ihrer Zufriedenheit und Ihres Wohlbefindens in Hinsicht auf finanzielle Absicherung in Bezug auf persönliches Wachstum und Weiterentwicklung in Fragen der Zukunftsplanung oder in anderen Bereichen? Machen Sie es sich zur Gewohnheit, immer wieder zu überlegen, wo Sie selbst etwas aktiv verändern können und zwar so, wie Sie es wollen und nicht wie es andere wollen.
Eine kleine Warnung: vom Umgang mit anderen in Bezug auf Veränderungen Vielleicht haben Sie nun für sich herausgefunden, dass es durchaus einiges gibt, wo Sie etwas verändern möchten oder sogar müssen. Dann sind Sie jetzt möglicherweise voller Entschlossenheit und Energie. Wenn Sie aber nun losstürmen und alles in Ihrem Leben und Ihrem Umfeld verändern wollen, kann das andere Menschen schnell überfordern. Erwarten Sie bitte keine Freudenrufe von anderen Menschen, wenn Sie beginnen, sich und Ihr Leben aktiv zu verändern. Die wenigsten Leute schreien "Hurra", wenn Veränderungen an sie herangetragen werden. Sie wissen ja: Veränderung macht uns Menschen Angst. Das ist oft auch dann der Fall, wenn Menschen, die wir kennen und die uns nahe stehen, sich verändern. Gehen Sie also wohlüberlegt vor, wenn Sie sich dafür entschieden haben, etwas ändern zu wollen.
Veränderungen nicht um ihrer selbst willen Versuchen Sie Veränderungen um ihrer selbst willen zu vermeiden. So positiv Veränderungen auch sein können: Es ist davon abzuraten, auf "Teufel komm raus" alles verändern zu wollen. Wir alle brauchen einen gewissen festen Rahmen, um uns sicher zu fühlen und orientieren zu können. Verändern Sie die Dinge Schritt für Schritt und eines nach dem anderen.
Auswirkungen von Veränderungen Veränderungen finden in den wenigsten Fällen nur punktuell statt. In der Regel ziehen Veränderungen eine ganze Kette an weiteren Veränderungen nach sich. Wenn Sie gesunder leben wollen, reicht es nicht nur, einmal in der Woche zum Sport zu gehen, sondern Sie müssen sich auch anders ernähren und für mehr Erholung sorgen. Dies wiederum hat Auswirkungen auf Ihren Alltag und Ihr Berufsleben. Manchmal kann eine Veränderung auch an irgendeiner anderen Ecke etwas Neues auslösen. Sie setzen z.B. in Ihrem Arbeitsraum durch, dass dort nicht geraucht werden darf und merken dann zwei Wochen später, dass Sie auch von den Rauchern aus anderen Abteilungen geschnitten werden.
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Wir wollen Ihnen keine Angst machen, sondern nur das Bewusstsein dafür schärfen, dass es nicht um das Verändern selbst gehen kann, sondern immer darum, tatsächlich eine Verbesserung für sich selbst zu erreichen. Manchmal muss man dafür natürlich negative Konsequenzen in Kauf nehmen. Das aber fällt leichter, wenn man sich vorher überlegt hat, welche Folgen eine Veränderung möglicherweise haben kann.
Das Wesen von Veränderungsprozessen Um weitere Elemente von Veränderungsprozessen zu verdeutlichen, wählen wir hier nun eine Metapher: Anhand eines PKWs lassen sich wesentliche Merkmale von Veränderungen gut beschreiben. Sie können so auch schnell erkennen, worauf es in Veränderungssituationen wirklich ankommt. Wir beschreiben den Veränderungsprozess vor allem für persönliche Veränderungen. Sie können diese Metaphern aber auf Projektteams, Unternehmen oder andere Organisationen anwenden.
Ein Auto braucht Kraftstoff bzw. Energie Um ein Auto bewegen zu können, brauchen Sie Kraft, z.B. Kraftstoff (Benzin) oder Muskelkraft (schieben). Fehlt die Kraft, bleibt das Auto stehen. Nur eine kontinuierliche Kraftzufuhr stellt die dauerhafte Bewegung sicher. Gleiches gilt für Veränderungsprozesse: auch hier ist zunächst ein verstärkter Kraftaufwand nötig, um einen Veränderungsprozess überhaupt in Bewegung zu bekommen. Nach dem Start ist ein kontinuierlicher Kraftaufwand erforderlich, um den Prozess in Bewegung zu halten und letztlich das Ziel der Veränderung zu erreichen. Das gilt für persönliche Veränderungen genauso wie für die von Organisationen. Was für das Auto das Benzin ist, das kann für eine Veränderung das persönliche Engagement, der Wille zur Veränderung oder auch der Veränderungsdruck sein. Wir brauchen diesen inneren Antrieb, um Veränderungen zu planen und sie wirklich umzusetzen.
Einfache und beschwerliche Wege Je steiler der Weg, desto mehr Benzin - also Kraft und Energie - ist nötig, um den Wagen den Berg hinaufzubekommen. Deshalb ist es wichtig, sich über die vorhandenen Kraftreserven und Tankstellen auf dem Weg schon im Vorfeld im Klaren zu sein, sonst kann es sein, dass man auf halber Strecke wieder zurückrollt. Planen Sie sorgfältig, denn nicht immer besteht die Möglichkeit, sich Benzin von anderen Fahrern zu borgen, um den Berg hinaufzukommen. Übertragen heißt das: Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie groß Ihr Vorhaben sein wird. Fragen Sie sich, über welche Kraftreserven Sie verfügen. Trauen Sie sich einen steilen Weg zu oder möchten Sie vielleicht lieber erst einmal mit einem etwas Flacheren beginnen? Wo und von wem können Sie Hilfe bekommen, wenn Sie merken, dass Ihre Kraft für das Vorhaben nicht ausreicht?
Was haben Sie für ein Auto? Entscheidend für den Erfolg von Veränderungen ist auch die Technik und Ausstattung des Autos, mit dem Sie Ihre angepeilte Strecke bewältigen wollen. Es gibt z.B. schwerfällige, altmodische und überfüllte Modelle oder flexible, schnelle und wendige Typen. In der Regel hat jedes Auto Vor- und Nachteile. Machen Sie eine Bestandsaufnahme und überlegen Sie, was mit diesem Fahrzeug realistisch und was erreichbar ist. Sie können nicht von heute auf morgen aus einem Omnibus einen Porsche machen. Aber Sie haben viele andere Möglichkeiten: Sie können einen Sportwagen kaufen oder mieten und Sie können sich mit anderen zusammentun oder Sie können den vorhandenen altersschwachen Motor austauschen. Übertragen bedeutet das: Sie sollten sich im klaren über Ihre Fähigkeiten, Ihr Wissen und Ihre Voraussetzungen sein. Nur so können Sie einschätzen, welche Veränderungen Sie sich vornehmen können, ohne dass das Vorhaben von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Wenn Ihre Voraussetzungen überhaupt nicht zu dem passen, was Sie sich vornehmen, sollten Sie zunächst daran arbeiten, sich die Voraussetzungen dafür zu schaffen.
Ihr Ziel muss klar sein Besonders wichtig ist, dass das Auto einen Fahrer hat, der weiß, wo es hingehen soll. Sonst fahren Sie mal hierhin und mal dorthin, ohne jemals mit einem Ort zufrieden zu sein und ohne je wirklich anzukommen.
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Übertragen: Sie brauchen Ziele, damit die angestrebten Veränderungen erfolgreich sein können. Nur wenn Sie wissen, was Sie persönlich eigentlich erreichen wollen, sollten Sie beginnen, etwas verändern. Ziel- und planlose Veränderungen tun selten ein Gutes, denn möglicherweise kommen Sie dann irgendwo an, wo Sie gar nicht hinwollten. Also: Immer erst überlegen, wo Sie eigentlich hinwollen, bevor Sie losfahren.
Neue Wege beschreiten Wer sich nur auf asphaltierten Straßen bewegt, macht es sich leichter, aber diese Straßen sind oft überfüllt und Sie fahren immer nur anderen hinterher. Veränderungen zu initiieren heißt deshalb sehr oft, neue Wege zu wählen. Wenn Sie sich auf neue Wege begeben wollen, können Sie sich in der Regel nicht auf bereits gebauten Straßen vorwärtsbewegen, sondern müssen sich Ihren Weg erst selbst bahnen. Dementsprechend beschwerlich und langsam kommen Sie vielleicht auf diesem Weg voran. Beachten Sie aber, dass neues Terrain auch bedeutet, dass Sie einer oder eine der Ersten sind. Vielleicht finden Sie ja auch einen Beifahrer, der Ihnen auf dem beschwerlichen Weg hilft und Sie unterstützt.
Veränderungen im Großen Manchmal ist es mit kleineren Veränderungen nicht getan, sondern es müssen größere, umfassendere Veränderungen angestrebt werden. Dann kann es nötig sein, Ihr Fahrzeug durch ein ganz anderes auszutauschen. Nicht immer und überall ist ein Auto geeignet, in einem anderen Medium brauchen Sie ein anderes Transportmittel, z.B. ein Schiff oder ein Flugzeug. Übertragen bedeutet das, dass wir manchmal unsere gewohnte Umgebung, unser gewohntes Leben und unser gewohntes Denken in Frage stellen und verlassen müssen, um wirklich etwas zu verändern.
Der Veränderungsprozess im Modell - Teil 1 Anhand eines modellhaften Veränderungsprozesses wird schnell deutlich, worin die Schwierigkeiten bestehen, mit Veränderungen konstruktiv umzugehen und wie man es trotzdem schaffen kann. Wir wollen hier das Modell einer Veränderung vorstellen. Dazu nehmen wir zunächst ein ganz praktisches Beispiel:
Das Beispiel: Sie wollen mit dem Zug fahren Stellen Sie sich vor, Sie haben einen wichtigen Termin. Sie wollen mit dem Zug fahren, haben eine Fahrkarte und warten nun am Bahnhof.
Der Zug fährt nicht Plötzlich hören Sie eine Durchsage, dass es einen Unfall gegeben hat und der Zug ausfällt. Sie bekommen zunächst einen gehörigen Schreck. In diesem Moment sitzen Sie da und tun nichts. Dann werden Sie vielleicht denken: "Das war sicher nicht mein Zug!" oder "Ich habe mich bestimmt verhört". Als nächstes werden Sie wahrscheinlich dennoch aufstehen und jemanden suchen, den Sie fragen können. An dieser Stelle tun Sie dies aber mit der Annahme, dass Ihnen gesagt wird, dass Ihr Zug fährt. Wie viele Leute fragen Sie? Glauben Sie dem ersten Fahrgast, der die Durchsage auch gehört hat? Suchen Sie dann einen Schaffner? Glauben Sie dem sofort?
"Das kann ja nicht sein" Dann folgt sehr wahrscheinlich eine Phase, in der Sie vielleicht so etwas wie "Das kann ja gar nicht sein, ich habe eine Fahrkarte, ich fahre immer Zug und dieser Zug kommt auch immer. Ich habe schließlich bezahlt, das können die mit mir nicht machen..." oder ähnliches denken. Sie wollen die Situation nicht wirklich wahrhaben. Und doch: Der Zug fährt nicht.
Und was nun? Nach einer Weile werden Sie zumindest auf einer rationalen Ebene akzeptieren, dass Ihr Zug nicht fährt. Was tun Sie dann? An diesem Punkt setzt normalerweise ein gewisses "Ja, ... aber"- Denken ein: "Dann nehme ich einen anderen Zug, ja, ich nehme einfach den nächsten Zug." Sie erfahren, dass heute gar kein Zug mehr aus diesem Bahnhof fahren wird. Dann erkundigen Sie sich nach dem nächsten Bahnhof und fragen, ob Sie dann da den Zug nehmen können, aber Sie erfahren, dass die ganze Strecke gesperrt ist. Sie kommen durch dieses Vorgehen keinen Schritt weiter und sitzen immer noch auf dem Bahnhof, wo Ihnen die Zeit davon rennt.
Keine Chance Sie kommen hier mit keinem Zug weg! - Nun gilt es, auch emotional zu erkennen, dass weder Ihr Zug noch irgendein anderer Zug von diesem Gleis fahren wird. Und das fühlt sich nicht gut an. Sie werden vielleicht – 27 –
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verärgert sein, wütend, traurig oder sogar verzweifelt. Vielleicht fragen Sie nochmals beim Schaffner nach. Irgendwann aber werden Sie ruhiger und begreifen, dass Sie von diesem Bahnhof heute nicht mehr mit einem Zug wegfahren werden. Der neue Gedanke ist dann: "OK, mit dem Zug kann ich nicht fahren, was nun?"
Suche nach neuen Möglichkeiten Nun fangen Sie an, nach einer anderen Lösung zu suchen. Sie erkundigen sich nach dem Preis für ein Taxi, das aber ist zu teuer. Sie überlegen, ob Sie fliegen können, aber in der Nähe gibt es keinen Flughafen. Sie durchdenken verschiedene Möglichkeiten. Irgendwann finden Sie eine neue Strategie. Sie finden also durch Versuch und Irrtum heraus, was Sie tun müssen, um weiterzukommen. In diesem Beispiel: Sie nehmen einen Mietwagen und schaffen es so auch noch rechtzeitig zu Ihrem Termin.
Der Veränderungsprozess im Modell Dieses kleine Beispiel lässt sich nun auch modellhaft darstellen. Die folgende Graphik stellt die verschiedenen Quelle Phasen eines Veränderungsprozesses dar. Sie können Das folgende Modell stammt aus dem Buch: Die dieses Modell grundsätzlich auf Veränderungsprozesse neuen Methoden des Lernens und der Veränderung anwenden, wobei die einzelnen Phasen in verschiedenen von Franz Decker, Lexika Verlag, 1996, S. 194ff Situationen unterschiedlich lang oder intensiv sein können. Je komplexer und gravierender die anstehenden Veränderungen sind, desto schwieriger wird es aber, die einzelnen Phasen zu erkennen.
Die Eigenkompetenz-Achse steht für die subjektiv empfundene persönliche Einschätzung der Kontrolle über die Situation. Die Zeit-Achse symbolisiert die Zeit, die während eines Veränderungsprozesses vergeht. Die Ziffern in dieser Graphik stehen für die verschiedenen Abschnitte im Veränderungsprozess.
Der Veränderungsprozess im Modell - Teil 2 Es ist sehr interessant die einzelnen Abschnitte des Veränderungsprozesses einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Die einzelnen Abschnitte des Veränderungsprozesses
1 - Schock + Verwirrung Unsere erste Reaktion auf eine Veränderung ist Schock und Verwirrung. Dies hat seine Ursache in dem entwicklungsgeschichtlich sehr alten Teil unseres Gehirns, dem Stammhirn. Das Stammhirn erfüllt für uns eine ganz wesentliche Schutzfunktion: hier wird im Bruchteil einer Sekunde entschieden, ob wir in einer Situation fliehen oder kämpfen sollen. Die anderen Teile des Gehirns reagieren deutlich langsamer. Wann immer eine neue Situation auftaucht, müssen wir damit rechnen, dass uns unsere bisherigen Annahmen, Fähigkeiten oder Verhaltensweisen in dieser Situation nichts nützen. Das macht Angst. Denken Sie an das Zug-Beispiel: Sie hören die Ansage und Sie bekommen einen Schreck (körperliche Reaktion). Dieser erste Schock verunsichert uns. In manchen Situationen reagieren wir in diesem Moment, – 28 –
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indem wir resignieren, depressiv werden oder sogar mit einer Fluchtreaktion. In diesem ersten Moment sinkt unsere subjektiv empfundene Eigenkompetenz, also die von uns empfundene Kontrolle der Situation.
2 - Verneinung + Wahrnehmungsverzerrung Dem Schock folgt die Verneinung der Realität: "das kann nicht sein." Im Zug-Beispiel haben Sie vielleicht gedacht, dass es sich nicht um Ihren Zug handelt (obwohl es eigentlich ganz klar war). In dieser zweiten Phase mobilisieren wir häufig zusätzliche Energie. Diese Energie ist aber ein Mehr von dem, das bereits in der Vergangenheit nicht funktioniert hat. Wenn z.B. der Lift nicht erwartungsgemäß kommt, drücken Sie mehrmals auf den Knopf oder im Zug-Beispiel: Sie fragen verschiedene Personen, ob Ihr Zug nicht doch fährt. Wir wollen hier die Situation wieder in den Griff bekommen, weigern uns aber, die veränderte Situation anzuerkennen. Durch die Handlung steigt die subjektiv empfundene Eigenkompetenz, denn wir glauben durch unsere Aktion die Situation wieder unter Kontrolle zu bekommen.
3 - Rationale Akzeptanz + "Ja,...aber"-Denken Nachdem aber nun auch der verstärkte Energieeinsatz beim Verneinen der Realität keinen Erfolg zeigt, beginnen wir rational einzusehen, dass sich etwas verändert hat. "Der Zug fährt nicht." In dieser dritten Phase begeben wir uns häufig auf sogenannte "Verneinungsschleifen". Uns kommen Gedanken wie: "Veränderung ist wichtig, aber..." oder "Ich will abnehmen, aber...". "Mein Zug fährt nicht, aber ich kann den nächsten nehmen". Wir sehen zwar die Notwendigkeit der Veränderung ein, aber wir finden noch keine Lösung, die uns wirklich weiterbringt und wir wollen auch die möglicherweise notwendigen Konsequenzen nicht in Kauf nehmen. Wir sind noch nicht bereit, uns wirklich zu ändern. Unsere Wahrnehmung orientiert sich noch an der Vergangenheit, wir haben die alte Situation emotional noch nicht losgelassen. Unsere subjektiv empfundene Eigenkompetenz steigt hier immer wieder, wenn wir glauben, jetzt die richtige Lösung gefunden zu haben, sinkt dann aber bei der Erkenntnis, dass sie es doch nicht war.
4 - Emotionale Akzeptanz + Annahme der Situation Die vierte Phase ist die schmerzlichste, gleichzeitig aber die wichtigste. An diesem Punkt erkennen wir, dass wir nicht weiterkommen, wie bisher. Wir haben alles versucht - nichts hat geholfen. Aus dem Zug-Beispiel ist das die Erkenntnis: "Ich komme hier heute mit keinem Zug weg." In dieser Phase erkennen wir, dass wir das Alte loslassen müssen, um frei zu werden für das Neue. Man nennt diese Phase auch das "Tal der Tränen", weil diese Erkenntnisse meist schmerzlich sind. Das trifft auf komplexere und schwierige Veränderungsprozesse stärker zu als auf so relativ einfache, wie das Zug- Beispiel. Aber auch in dem eher simplen Zug-Beispiel müssen wir erst zu der Erkenntnis gelangen, bevor wir offen für neue Ideen werden. Es hilft, sich klarzumachen, dass erst durch das Tal der Tränen der Weg nach vorne frei wird. Ein Gedanke hier ist: "Ok, ich muss neu anfangen". Ohne diese vierte Phase können wir schlicht keine wirklichen Veränderungen erreichen. Viele Menschen versuchen diese Phase zu vermeiden, um dem Schmerz aus dem Weg zu gehen. Das führt meist dazu, dass sie sich immer weiter in Verneinungs- schleifen begeben und nicht wirklich vorankommen. Um auch emotional zu begreifen, dass sich tatsächlich etwas verändern muss , müssen wir bereit sein, unsere Eigenkompetenz zu Gunsten der emotionalen Erfahrung loszulassen. Es geht darum, sich nicht weiter zu wehren, sondern aktiv in die Veränderung zu gehen.
5 - Experimentierphase + Ausprobieren Nach dem "Tal der Tränen", also nach der emotionalen Erkenntnis, dass sich nun tatsächlich etwas verändern muss , werden wir frei für neue Lösungsansätze. Wir beginnen nun, wirklich Neues auszuprobieren. Im ZugBeispiel bekommen wir hier nun die Idee, ein Taxi zu nehmen oder zu unserem Termin zu fliegen In dieser Phase fangen wir an, die Situation aktiv umzugestalten. Wir entwickeln Ideen und beginnen zu experimentieren. Unsere subjektiv empfundene Eigenkompetenz steigt dadurch, dass wir aktiv werden. Dabei geschehen immer auch Fehler. Diese Fehler helfen uns auf dem Weg, eine geeignete Strategie zu entwickeln. Die Eigenkompetenz sinkt immer wieder ein wenig, wenn wir eine Idee verwerfen müssen, in der Summe aber steigt sie. Das Motto dieser Phase lautet: "Versuch und Irrtum bringen mich weiter."
6 - Neue Kompetenz + erweiterter Denk- und Handlungszustand Irgendwann finden wir eine Lösung oder eine hilfreiche Strategie, die uns weiterbringt. Im Zug-Beispiel haben wir uns überlegt, einen Mietwagen zu nehmen. Und da ist tatsächlich eine Autovermietung und es gibt auch noch – 29 –
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ein Auto. So schaffen wir es dann doch noch, zu unserem Termin zu kommen. In der sechsten Phase befindet sich unsere Eigenkompetenz auf einem höheren Level als zu Beginn des Veränderungsprozesses. Wir haben etwas gelernt. Wir haben eine neue Strategie entwickelt, um mit einer uns zuvor unbekannten Situation klarzukommen. Wir übernehmen Verhaltensweisen, die sich als erfolgreich herausgestellt haben in unser Handlungsrepertoire, welches sich dadurch kontinuierlich erweitert. Wir empfinden Zufriedenheit, da wir etwas geschafft haben. Wir haben unsere Kompetenz erweitert. Diese Kompetenzerweiterung ist um so höher, desto komplexer und schwieriger der Gesamtprozess war.
7 - Visionen und Ziele Der gesamte Prozess bekommt eine andere Dynamik, wenn an seinem Ende ein klar definiertes Ziel oder eine attraktive Vision steht. Ein Ziel oder eine Vision wirkt wie ein Magnet. Wenn wir wissen, wohin wir eigentlich wollen, dann halten wir Phasen von Misserfolgen oder "Abwegen" besser aus als ohne Ziele und Visionen. Wir können die einzelnen Phasen des Veränderungsprozesses energievoller und zuversichtlicher durchlaufen, da wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Nutzen Sie dieses Wissen für sich Das Wissen über den Verlauf und die typischen Phasen eines Veränderungsprozesses ermöglicht es uns, auf einer übergeordneten Ebene (Metaebene) unser Verhalten zu analysieren und einzuordnen. Wenn wir eine Situation aus einer eher neutralen Warte heraus betrachten können, fällt es uns oft leichter, die einzelnen Schritte, derer es noch bedarf, zu erkennen. Versuchen Sie also, sich immer wieder einmal anhand des Modells klarzumachen, wo Sie sich persönlich gerade befinden und welche weiteren Schritte noch nötig sind, um weiterzukommen.
Hilfreiche Eigenschaften und Fähigkeiten für Veränderungen Hilfreiche Eigenschaften und Fähigkeiten für Veränderungsprozesse sind in erster Linie die sogenannten Erfolgseigenschaften wie Mut, Selbstvertrauen, Optimismus, Flexibilität, visionäres Denken und Pioniergeist. Solche Eigenschaften haben Einfluss auf unsere Handlungsbereitschaft und auf unsere Bereitschaft, unser Leben eigenverantwortlich zu gestalten. Anstatt Veränderungen aus der Opferrolle heraus zu erleben, können wir sie dann als Herausforderung und Chance annehmen. Wir möchten im folgenden auf einige Eigenschaften und Fähigkeiten besonders eingehen, da sie ganz wesentlich für unseren Umgang mit Veränderungen sind.
Die Fähigkeit zur Selbstreflexion Eine wichtige Erfolgseigenschaft ist die Fähigkeit zur Selbstreflektion. Gemeint ist damit das Vermögen, das eigene Handeln und die eigenen Einstellungen zu überdenken und auf ihre Nützlichkeit hin zu prüfen, um dann gegebenenfalls etwas zu ändern. Das ist nicht immer leicht. Vor allem, wenn wir mitten in einer Situation stecken, können wir oft nicht den symbolischen Schritt zur Seite machen, um auf uns selbst mit dem Blick von außen zu schauen. Deshalb ist es so wichtig, sich immer wieder die Zeit zu nehmen, um sich in Ruhe hinzusetzen und - vielleicht durch Aufschreiben - einen Überblick über das Ganze zu gewinnen. Leitfragen hierfür könnten sein:
In welcher Situation befinde ich mich eigentlich? Worum geht es und was ist mein Ziel innerhalb dieser Situation? Was habe ich bisher getan, um diese Situation zu meistern? Was war davon erfolgreich und was nicht? Was behindert mich darin, mein Ziel zu erreichen? Was könnte ich in Zukunft besser oder anders machen? Die Fähigkeit die eigene Inkompetenz zu erkennen Sehr eng verbunden mit der Fähigkeit zur Selbstreflektion ist das Vermögen, die eigene Inkompetenzen zu erkennen. Diese Fähigkeit meint, dass Sie in der Lage sind, Ihre eigenen Fehler zu erkennen, sie einzugestehen und dann schnell Abhilfe schaffen. Es geht hier nicht darum, dass Sie sich selbst wegen Ihrer Fehler fertig machen. Entscheidend ist, fehlerhafte Handlungen als einen Versuch zu akzeptieren, unser Ziel zu erreichen. Aus solchen Fehlern können wir viel lernen.
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Wenn Sie merken, dass Ihnen Wissen oder Fähigkeiten fehlen, die Sie brauchen, können Sie gezielt etwas tun: Sie können sich etwas von anderen erklären lassen, Schulungen machen, Unterricht nehmen, trainieren und üben. Nur dazu müssen Sie selbstkritisch einschätzen können, wo Sie einen solchen Weiterbildungs- oder Weiterentwicklungsbedarf haben.
Soziale Kompetenz Wenn Sie selbst Veränderungen anstoßen wollen, werden Sie immer mit anderen Menschen zu tun haben. Die wenigsten Dinge können Sie ganz für sich allein entscheiden und durchziehen. Deshalb ist die Fähigkeiten zu einem konstruktiven Miteinander eine ganz wesentliche Erfolgseigenschaft im Zusammenhang mit Veränderungsprozessen. Gemeint sind hier vor allem: die kommunikative Fähigkeit, Dinge offen ansprechen können, Konfliktlösungen suchen und finden zu können, Kritikfähigkeit, Toleranz und Verständnis für sich und andere. Die Fähigkeit, paradoxe und uneindeutige Situationen ertragen zu können Wir leben in einer widersprüchlichen Welt. Nicht auf alles gibt es eine eindeutige Antwort und bei vielen Dingen wissen wir nicht, ob sie richtig oder falsch sind. Viele Dinge widersprechen sich schlichtweg. Besonders in Veränderungen werden wir oft damit konfrontiert, dass wir Situationen nicht sofort klären können. Da wir uns auf neues Terrain bewegen, können wir wenig vorhersehen und müssen vieles einfach erst einmal ausprobieren. Dabei geschehen oft seltsame Dinge. Wir erleben viel Unklarheit. Lernen Sie, solche Situationen auszuhalten. Arbeiten Sie weiter auf Ihr Ziel hin. Oft begreifen wir erst im Nachhinein den Sinn mancher Ereignisse.
Loslassen können Es ist wichtig, auch mal die Kontrolle abgeben zu können, denn wir können im Rahmen von Veränderungen niemals alle einzelnen Elemente und Details des Veränderungsprozesses beeinflussen. Lernen Sie loszulassen, was nicht in Ihrer Macht steht. Manches geschieht einfach, wie es will und nicht wie Sie wollen. Für die Gelassenheit, Dinge laufen lassen zu können, brauchen Sie eine Portion innerer Zuversicht und Sicherheit und manchmal auch einfach Geduld.
Flexibilität Eine weitere, sehr wichtige Eigenschaft, die Ihnen einen konstruktiven Umgang mit Veränderungen ermöglicht, ist Flexibilität. Bleiben Sie beweglich. Verbeißen Sie sich nie in ein Problem und versteifen Sie sich nicht auf einen Lösungsweg. Veränderung heißt immer Bewegung. Und deshalb müssen wir selbst beweglich sein. Wenn Sie Ihr Ziel klar vor Augen haben, können Sie auch ruhig einmal vom vorgeplanten Weg abkommen - vielleicht ist es ja sogar eine Abkürzung? Wie heißt es so schön im NLP: "Wenn etwas nicht funktioniert, versuche etwas anderes."
Fähigkeit in Zusammenhängen zu denken Die Fähigkeit zum systemischen Denken ist die Fähigkeit, den Überblick über das Ganze zu haben und gleichzeitig die einzelnen Elemente nicht aus den Augen zu verlieren. Bemühen Sie sich immer darum, die großen Zusammenhänge zu erfassen und zu verstehen, wie die einzelnen Elemente zusammenspielen und sich gegenseitig beeinflussen. Seien Sie wie ein Adler, der aus luftiger Höhe den Blick über das Ganze bekommt und so auch Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Teilen erkennen kann. Je leichter Ihnen der Wechsel zwischen der Überblicksperspektive und dem Blick auf das einzelne Detail fällt, desto leichter kommen Sie auch mit komplexen Situationen klar.
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Spaß und Freude Und last but not least: Sie sollten Freude haben an dem, was Sie tun. Dafür ist es absolut unerlässlich, dass Sie wissen, was Sie wollen. Wenn Sie eine Veränderung aktiv gestalten, an deren Ende Ihr persönliches Ziel steht, sind Sie engagiert. Wenn Sie mit Herz und Seele dabei sind, können Sie andere Menschen mitreißen und aktivieren. Sie werden dann viel leichter Hilfe und Unterstützung bekommen.
Literatur zum Thema: Ingrid Hack: Davon will ich mich befreien Praxiskurs NLP Martina Schmidt-Tanger: Veränderungscoaching
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Sorgen Sie gut für sich Von Tania Konnerth Wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihr Leben aktiv zu gestalten, sollte eines Ihrer ersten Ziele sein, gut für sich selbst zu sorgen. Sehen Sie in sich selbst einen wertvollen Schatz, den Sie hüten und beschützen müssen - Sie sind das Allerwichtigste, was Sie haben! Vielen Menschen fällt es schwer, gut zu sich selbst zu sein. Wir müssen lernen, uns selbst anzunehmen und zu schätzen, damit wir es uns wert werden, gut für uns zu sorgen. Denken Sie einmal daran, wie gerne Sie einem geliebten Menschen etwas Gutes tun: Sie kochen etwas Schönes, bringen ein kleines oder großes Geschenk mit, Sie umsorgen diese Person, wenn sie krank ist usw. Und genau das sollten Sie viel öfter auch mit sich selbst tun. Gönnen Sie sich öfter mal ausdrücklich etwas Gutes - und zwar ohne schlechtes Gewissen! Seien Sie es sich wert.
Belohnen Sie sich selbst Es gibt eine einfache und befriedigende Art, sich selbst etwas Gutes zu tun: Belohnen Sie sich selbst für Ihre Leistungen. Sie können sich z.B. dafür belohnen, die Wohnung aufzuräumen, zweimal in der Woche eine halbe Stunde zu turnen, den Samstag ausschließlich für Familienaktivitäten freizuhalten oder den gutbezahlten Job zu bekommen. Versprechen Sie sich als Belohnung für Ihre Leistungen schöne Dinge, die Ihnen gut tun und – das ist ganz wichtig – halten Sie Ihr Versprechen.
Tipp Weil uns manchmal gar keine Belohnungen für uns einfallen, sollte Sie einmal alle möglichen Dinge aufschreiben, mit denen Sie sich selbst belohnen könnten. Das können Sachen sein, die Sie sich selbst kaufen wollen, Ausflüge oder Annehmlichkeiten, wie ein heißes Bad oder ein Saunabesuch. So haben Sie immer eine Liste bereit.
Achten Sie auf Ihre inneren Dialoge Fast jeder von uns spricht im Geist mit sich selbst und es ist teilweise erschreckend, was wir uns an Botschaften senden. Wir kritisieren z.B. ständig an uns selbst herum, schimpfen mit uns und können manchmal kaum etwas Gutes an uns lassen. Wenn Sie das von sich kennen, dann versuchen Sie doch einmal, sich diese inneren Dialoge bewusst zu machen, damit Sie aktiv dagegen steuern können. Wenn Sie sich z.B. sagen "Also, das war ja nun wirklich blöde.", dann ergänzen Sie z.B. "Ich muss zum Glück nicht perfekt sein.", "Ich habe es so gemacht, wie ich es in diesem Moment für richtig gehalten habe.", "Es ist ok, wenn ich Fehler mache, so lerne ich." oder "Das habe ich vielleicht nicht so gut gemacht, dafür aber war das andere klasse." Wenn wir netter und freundlicher mit uns selbst umgehen, fühlen wir uns besser und werden selbstbewusster.
Lächeln Sie Ihr Spiegelbild an Was ist Ihre erste Reaktion, wenn Sie sich irgendwo im Spiegel sehen? "Oh Gott, wie seh' ich schon wieder aus"? Oder "Ich müsste wirklich wieder etwas abnehmen!"? Oder "Also, dieses Hemd sah früher auch mal besser aus."? Uns würde es wohl viel besser gehen, wenn wir uns selbst freundlicher begegnen könnten. Denken Sie doch mal über folgende Anregung nach: Ihr Spiegelbild zeigt Ihnen jedes Mal, dass Sie tatsächlich existieren. Und Sie könnten einmal versuchen, es dankbar anzulächeln und zu denken: "Schön, dass es dich gibt."
Literatur zum Thema: Jennifer Louden:Tu dir gut - das Wohlfühlbuch für Frauen Michael Reitz: Mann, das tut gut! Ulrich Praman: Das Wohlfühlbuch
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Für ein aktives Leben brauchen Sie Kraft Von Tania Konnerth Ja, es ist richtig: für ein aktives Leben brauchen wir Kraft. Aber auch für ein Opferdasein brauchen Sie Kraft – das wird oft übersehen. Viele Menschen glauben, nicht genug Kraft zu haben, um ihr Leben zu verändern. Sie geben an, zu viel zu tun zu haben und schon jetzt vollkommen ausgelastet und gestresst zu sein. Viele fühlen sich selbst schwach. Und wie neidvoll schauen sie dann oft zu den Menschen auf, die die nötige Kraft zu haben scheinen, um ihr Leben aktiv zu gestalten. Vielleicht sagen wir Ihnen nun etwas Neues: Auch Sie haben genug Kraft in sich, um zu erreichen, was Sie wollen!
Wir haben enorme Kraftreserven Wir verfügen in der Regel über unglaublich viel Kraft. Wie viel Energie und Power in uns steckt, zeigt sich immer dann, wenn ein Mensch etwas findet, für das es sich aus seiner subjektiven Sicht zu kämpfen lohnt – z.B. um den Lebenspartner in einer Krise, das Hab und Gut bei einer Naturkatastrophe, den Job oder was auch immer. Wenn uns etwas sinnvoll erscheint, ist es uns oft einen großen Aufwand wert. Und wenn wir etwas erreichen wollen, können wir ungeahnte Kräfte mobilisieren.
Wofür verwenden Sie Ihre Kräfte? Gerade die Menschen, die von sich selbst denken, nicht genug Kraft zu haben, verfügen teilweise über enorme Kraftreserven. Diese verwenden sie aber oft dazu, sich selbst negativ zu programmieren. Sie können sich mit einer unglaublichen Energie und Kraft einreden, dies oder das nicht zu können und zu dumm oder zu unfähig für dies oder jenes zu sein. Sie sind voller Energie, wenn es darum geht, Schlechtes zu sehen, etwas Negatives an sich selbst zu finden oder auch, sich gegen etwas Neues zu wehren, das ihnen möglicherweise gut tun könnte. Wofür verwenden Sie Ihre Kraft? Für die positiven oder für die negativen Dinge in Ihrem Leben?
Wo sind ihre Kraftfresser? Es ist sehr wichtig, sich einmal klarzumachen, wofür wir eigentlich unsere Energien verwenden. Es gibt viele Kraftfresser in unserem Leben. Wir lassen es immer wieder zu, dass wir dort Kraft verlieren. Kraftfresser können zum Beispiel Personen sein, mit denen Sie immer wieder über die gleichen Dinge streiten, ohne dass sich je etwas verändert. Oder Menschen, die alle Sorgen bei Ihnen abladen, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, wie Sie sich fühlen. Kraftfresser können aber vor allem auch wir selbst sein, in dem wir uns selbst schaden, z.B. durch einen überhöhten Anspruch oder durch andauernde Kritik an uns selbst.
Überlegen Sie sich sorgfältig, wo Sie Kraft und Energie investieren Negative, frustrierende und aussichtslose Vorhaben kosten uns viel Energie. Vielleicht haben wir gute Gründe, unsere Kraft dort zu investieren. Dann muss uns aber immer auch klar sein, dass wir diese Kraft von irgendwo anders her aufladen müssen. Es lohnt sich einmal zu überlegen, wofür wir unsere Kräfte einsetzen und wo wir neue Energien sammeln können.
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Übung: Schreiben Sie einmal alle Bereiche in Ihrem Leben auf, für die Sie Kraft und Energie brauchen. Schreiben Sie aber nicht nur negative Aspekte auf, sondern auch die Bereiche, die Sie lieben, aber die Sie dennoch Kraft kosten. Beispiele für solche Bereiche: Ihre Arbeit, die Erziehung Ihrer Kinder, Ihre pflegebedürftige Mutter oder die Freundin, die Ihnen regelmäßig ihre Probleme mit ihrem Mann erzählt. Schreiben Sie dann auf, woraus Sie überall Kraft ziehen. Das kann z.B. ein erfüllendes Hobby sein, oder das Lachen Ihrer Kinder, die Liebe zu Ihrem Lebenspartner usw. Sie können hier möglicherweise auch einige der Bereiche aufschreiben, die Sie Kraft kosten, denn manchmal bekommen wir auch sehr viel aus den Situationen die uns Kraft kosten. Schauen Sie nun, ob in Bezug auf Ihre Kraft ein ungefähres Gleichgewicht in Ihrem Leben herrscht. Finden Sie genug Kraft, um all die Energie für die ersten Aktivitäten zu bekommen? Überprüfen Sie auch, ob sich der Kraftaufwand für Sie subjektiv als gerechtfertigt erscheint oder ob Sie ihn vielleicht für bestimmte Bereiche reduzieren möchten. Vielleicht stellen Sie auch fest, dass es an der Zeit ist, einen besonders kraftfressenden Aspekt in Ihrem Leben zu verändern?
Ist ein aktives, positives Leben schwerer? Vielen Menschen fällt es offenbar leichter, ihren Blick mehr auf die negativen Dinge im Leben zu richten als auf die positiven. Viele von uns investieren eine Menge Kraft und Energie in aufreibende und tendenziell selbstzerstörerische Vorhaben, statt das eigene Leben nach den persönlichen Bedürfnissen und Wünschen zu gestalten. Da stellt sich doch die Frage, ob ein positives und aktives Leben vielleicht schwerer ist als ein Leben mit dem Fokus auf den negativen Dingen. Wer aber kann dafür auch nur einen vernünftigen Grund nennen? Die Vermutung liegt nahe, dass wir dieses Verhalten in der Vergangenheit gelernt haben und einfach daran gewöhnt sind. Gewohnheiten aufzugeben, fällt uns oft schwer.
Tipp Schreiben Sie einmal all das auf, worüber Sie sich in Ihrem Leben freuen können. Ergänzen Sie diese Liste immer weiter, wenn Ihnen etwas Neues einfällt. Wenn es Ihnen dann wieder einmal so erscheint, als gäbe es überwiegend Negatives in Ihrem Leben, schauen Sie einfach auf diese Liste. Dann geht es Ihnen sicher schon ein ganzes Stück besser. Es gibt so viele schöne Dinge in unserem Leben. Wir vergessen sie nur allzu leicht.
Den inneren Schweinehund überwinden Wenn Sie sich vornehmen, mehr Gewicht auf die positiven Dinge im Leben zu legen, gilt folgendes: Das Schwierigste bei allen Aktivitäten ist es, überhaupt erst zu beginnen. Egal ob das ein Spaziergang ist oder unser Vorhaben, mehr Sport zu treiben, eine Bürgerinitiative zu gründen oder unser Lebensziel zu verwirklichen. Bei all dem müssen wir immer zuerst einfach nur beginnen. Anfangen. Loslegen. Am besten heute. Dafür müssen wir uns selbst motivieren. Und das jeden Tag neu. Immer wieder geht es darum, morgens nicht einfach im Bett liegen zu blieben (real und im übertragenden Sinn), sondern aufzustehen und aktiv zu leben.
Gönnen Sie sich Auszeiten Verlangen Sie aber von sich selbst nicht, ständig perfekt zu funktionieren. Sie können nicht jeden Tag dieselbe Energie, Leistungsfähigkeit oder Aktivität erreichen. Seien Sie nachsichtig mit sich, wenn Sie in Ihrem Elan einmal etwas nachlassen. Gönnen Sie sich dann Ruhezeiten und geben Sie sich die Möglichkeit zum Rückzug. Es gibt viele Dinge, die Sie tun können, um sich zu erholen, wenn Ihre Kräfte nachlassen. Seien Sie gut zu sich selbst.
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Fokus umlenken und Energien neu einsetzen Gerade in Zeiten, in denen wir wenig Kraft haben, ist unser Fokus oft auch ständig auf alles Negative gerichtet und dadurch rauben wir uns selbst zusätzliche Kräfte. Wir Tipp müssen ständig nur noch daran denken, nicht genug Kraft Sie könnten z.B. immer wieder zu sich selbst sagen, dass Sie so viel Kraft haben, wie Sie brauchen: "Ich zu haben und so zieht das weitere Energien. Mit unserer habe alle Kraft, die ich benötige." inneren Einstellung können wir uns selbst aber entscheidend unterstützen. Das kostet nicht viel Kraft und durch eine solche Wie wäre es z.B., einfach mal ein bisschen Kraft von dem Autosuggestion lenken Sie die Energie weg vom Negativen hin zum Positiven. negativen Denken hin zu dem motivierenden und aufbauenden Denken zu lenken? Wie wäre es, ein bisschen Kraft dafür zu verwenden, gut zu uns selbst zu sein und uns selbst Mut und Hoffnung zu machen?
Schonen Sie Ihre Kräfte: Verändern Sie Ihren Fokus Wir können selbst beeinflussen, wie wir die Welt und unser Leben wahrnehmen und damit beeinflussen wir unsere Gefühle und unser Befinden. Für viele klingt das zunächst unwahrscheinlich. Dennoch ist es möglich.
Was sehen, hören oder spüren Sie? Denken Sie einmal darüber nach: Wir können unsere Augen dazu benutzen, nur das Schlechte zu sehen. Wir können mit ihnen aber auch all die schönen Dinge wahrnehmen. Wir können mit unseren Ohren nur die negativen Botschaften hören. Wir können mit ihnen aber auch Musik und harmonische Klänge, Lob und wohlwollende Worte vernehmen. Wir können unsere Finger immer in die Wunden legen. Wir können mit ihnen aber auch kleine Wunder von Zärtlichkeiten vollbringen.
Was denken Sie? "Wie wir der Welt entgegentreten, so tritt die Welt uns entgegen." Nikolaus B. Enkelmann Mit dem Denken ist das ähnlich wie mit dem Sehen, Hören und Wahrnehmen. Sie können beeinflussen, was Sie denken. Auch wenn wir oft das Gefühl haben, dass unsere Gedanken machen, was sie wollen, oder dass wir einfach an etwas ganz bestimmtes denken müssen, ohne Einfluss zu haben, ist das nicht ganz richtig. Es gibt eine ganz Reihe von sehr hilfreichen Methoden, die eigenen Gedanken zu steuern. Diese werden besonders im NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) eingesetzt. Wir möchten Sie dazu ermuntern, Ihrer Gedanken ein bisschen mehr Herr zu werden. Denken Sie immer daran: Es ist Ihr Kopf!
Unsere Aufmerksamkeit verstärkt die Dinge Je mehr wir uns auf das Schöne in der Welt und in unserem Leben konzentrieren, desto mehr Schönes werden wir erleben. Schauen wir ständig auf das Negative, werden wir das Negative in unserem Leben verstärken. Das gilt auch für das Zusammenleben mit anderen Menschen: Wenn wir nur die negativen Eigenschaften unseres Partners oder Kindes sehen und kritisieren, verstärken wir sie. Betonen wir aber die guten Eigenschaften und loben sie, können wir sie verstärken.
Entscheiden Sie sich für das Schöne Wir können selbst bestimmen, wie viel Schönes und Wunderbares in unserer Wahrnehmung und damit in unserem Leben Platz bekommen soll und wie viel Raum wir den negativen Dingen und Gedanken geben. Achten Sie z.B. einmal darauf, wie Sie durch die Straßen Ihres Heimatortes gehen. Sehen Sie dort immer den ganzen Abfall auf den Straßen und die Risse in der Fassade? Sehen Sie die Löcher in der Straße und die beschmierten Hauswände? Oder sehen Sie vielleicht das kleine Bäumchen, dass sich dort kraftvoll der Sonne entgegenstreckt oder den wunderschön bepflanzten Balkon? Sehen Sie die Würde der alten Häuser und den blauen Himmel über ihnen?
Von der moralischen Verpflichtung das Schlimme zu sehen Viele von uns empfinden es regelrecht als eine moralische Verpflichtung, über alle Katastrophen und Verbrechen auf der ganzen Welt informiert zu sein und immer hinzuschauen, wo es Elend gibt. Die Tagesschau gehört bei vielen von uns immer noch zum Pflichtprogramm. – 36 –
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Achten Sie doch einmal darauf, wie viele positive und wie viele negative Nachrichten Sie in der Tagesschau sehen. Das müssen Sie sich nicht antun! Natürlich geht es auch nicht darum einfach wegzuschauen. Es geht nur darum, sich einmal klarzumachen, wie wenig es eigentlich nutzt, nur über das Elend der Menschen informiert zu sein, ohne aber aktiv etwas dagegen zu tun.
Wem hilft es, wenn Sie sich schlecht fühlen? Wie wenig nutzt es all den Menschen in ihren Leidenssituationen, wenn auch Sie sich schlecht fühlen? Wenn Sie nicht bereit sind, im Hinblick auf eine Misere etwas zu tun, hat wirklich niemand etwas davon, wenn Sie auch noch leiden. Im Gegenteil - dann gibt es noch mehr Elend, weil auch Sie sich elend fühlen. Wenn Sie nichts gegen einen Missstand unternehmen wollen, weil Sie schon wegen anderen Dingen engagiert sind oder selbst zu wenig Kraft oder Geld haben, dann schauen Sie lieber weg als sich elend zu fühlen. Das klingt vielleicht hart, aber wir könnten einmal darüber nachdenken.
Aktive Anteilnahme setzt die Kraft des Positiven voraus Wenn wir uns moralisch verpflichten, uns mit all den schlimmen Dingen auseinander zusetzen, dann sollten wir uns auch moralisch verpflichtet fühlen, etwas dagegen zu tun. Nur dann macht unsere Anteilnahme einen Sinn. Sie können vieles tun: Spenden, selbst helfen, Hilfe holen, Rat geben, Zuhören, Hände halten, Kraft und Hoffnung geben, Know-how vermitteln usw. Aber um aktiv zu sein, um wirklich helfen zu können, brauchen Sie selbst Kraft und Hoffnung. Sie müssen deshalb gut für sich selbst sorgen. Und genau dafür ist es wichtig, dem Schönen viel mehr Raum im eigenen Leben zu geben.
Schonen Sie Ihre Kräfte: Verändern Sie Ihren Fokus Unsere Kräfte können wir auch durch unsere innere Grundeinstellung schonen. Und damit meinen wir nicht das klassische positive Denken, sondern, eine positive Lebenseinstellung.
Positiv leben statt positiv denken Es geht nicht darum, alles schönzureden oder Probleme zu ignorieren. Positiv zu denken ist wichtig, aber unser Tipp Tun und unsere Aktivität sind noch wichtiger. Es gibt Schreiben Sie doch einmal eine Liste von all den viele Dinge, die schlimm sind. Dingen, über die Sie sich in Ihrer Umgebung freuen Aber es gibt auch so viel Schönes. Es gilt sich die Dinge oder die Ihnen wichtig sind. Vielleicht finden Sie zu suchen, für die sich - ganz subjektiv - ein Einsatz hier etwas, wofür Sie sich persönlich einsetzen lohnt. Und dann können Sie selbst etwas dafür tun, diese Dinge zu erhalten oder zu erweitern. Das ist für den einen möchten? vielleicht der Schutz von Vögeln, für den anderen sein Garten und für noch einen anderen die Einrichtung einer sozialen Hilfsorganisation.
"Hin-zu" statt "Weg-von" Viele von uns vermeiden Situationen, in denen wir uns nicht wohlfühlen, die uns Angst machen oder die schwierig sind. Eine Lebensstrategie, die darauf ausgerichtet ist, solchen Dingen auszuweichen, also weg von ihnen zu gehen, ist menschlich aber wenig nützlich. Es ist besser, wenn wir uns auf das konzentrieren, was wir haben wollen und nicht auf das, was wir nicht mehr wollen. Wenn Sie z.B. nicht mehr krank sein wollen und sich das den ganzen Tag selbst sagen, beschäftigen Sie sich ständig mit Ihrer Krankheit, die Sie ja eigentlich loswerden wollen. Sie können aber Ihren Blick auch auf das richten, was Sie erreichen wollen: z.B. einen gesunden und einsatzbereiten Körper zu haben, mit dem Sie spazieren gehen, wandern und schwimmen können. Es ist für uns viel einfacher, uns auf ein Ziel zuzubewegen, das uns attraktiv erscheint, als uns wegzubewegen von dem, was uns schadet.
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Übung Überlegen Sie einmal, was Sie in Ihrem Leben stört, was Sie verändern wollen. Schreiben Sie diese Dinge auf die linke Seite auf ein Blatt Papier. Dann schreiben Sie rechts daneben, was Sie statt dessen wollen. Beispiele: Ich will nicht mehr krank sein.
Ich möchte einen Körper, der fit und gesund ist.
Ich will nicht mehr so viel mit meinem Mann streiten.
Ich will viel liebevoller und verständnisvoller zu meinem Mann sein.
Ich will nicht mehr von allen Kollegen ausgenutzt werden.
Ich will, dass mich meine Kollegen respektieren, gleichberechtigt behandeln und achten.
Ich will mich nicht mehr so ungesund ernähren
Ich will frisches Obst und Vollkornprodukte essen.
Die linke Seite können Sie nun vergessen. Wichtig ist die rechte Seite. Die Sätze auf der rechten Seite könnten Ihre nächsten Ziele sein, die Sie sich selbst setzen, um glücklicher und zufriedener zu werden.
Literatur zum Thema: Anné Linden und Kathrin Perutz: Kraftquellen erschließen - erfolgreich leben John Chitty und Mary L. Muller: Einfach mehr Energie
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Im Hier und Jetzt leben Von Ralf Senftleben Im Hier und Jetzt zu leben, ist der Schlüssel zu einem aktiven Leben - denn nur jetzt können wir etwas tun. Nur jetzt in diesem Moment können wir aktiv sein. Wir können es vielleicht auch morgen, aber vielleicht auch nicht. Und wenn wir immer nur sagen, dass wir morgen aktiv sind, werden wir es auch nie sein. Der einzige Augenblick ist also der, der genau jetzt ist.
Erfüllt leben Wer es schafft, im Hier und Jetzt zu leben, kann wahre Erfüllung erfahren. Dann sind wir wirklich ganz und gar in unserem Sein, ganz wir selbst und ganz hier. Denken Sie an die wertvollen und unvergesslichen Glücksmomente, in denen Sie ganz bei sich selbst waren. Was waren das für Momente?
Zeit ist eine Illusion - real ist nur das Jetzt Zeit ist etwas Seltsames. Es fällt uns viel leichter in der Zeit zu leben, die gar nicht da ist als in der realen JetztZeit. Ein Beispiel: Die meisten Menschen leben nach der Uhr. Mit dem ständigen Blick auf die Armbanduhr sind wir zeitlich immer woanders: "In fünf Minuten kommt der Bus. Heute Mittag muss ich unbedingt mit Herrn Keller reden. Freitag muss ich die Reise buchen. Nächste Woche kommt meine Schwester zu Besuch..." Wir sind gedanklich überall, nur nicht bei uns selbst. Das Verrückte ist, dass wir aber gar nicht wissen können, ob es das Nachher, das Morgen oder die nächsten Monate für uns noch gibt. Alles, was wirklich und real ist, ist der Augenblick, in dem wir gerade sind.
Heute leben heißt nicht, das Morgen zu vergessen Diese Äußerungen scheinen vielleicht provokativ. Einwände wie "Na, ich muss doch aber planen. Ich muss Geld verdienen, damit ich morgen leben kann. Und Ziele soll ich doch auch haben, schreibt Ihr." sind vollkommen richtig. Im Hier und Jetzt leben, heißt ja auch nicht, das Morgen vollkommen zu vergessen. Wie immer liegt die Wahrheit in der Mitte.
Es geht um Bewusstheit Worum es eigentlich geht, ist die Bewusstheit zu erlangen, jetzt und hier zu sein - wo immer Sie sind und was immer Sie tun. Wenn Sie essen, dann essen Sie. Wenn laufen, dann laufen Sie. Wenn Sie Schmerzen haben, dann haben Sie Schmerzen. Und wenn Sie glücklich sind, sind Sie glücklich. Nach diesem Prinzip können wir alles annehmen, was auf uns zukommt. Wir sagen "Ja" zu dem, was wir erleben. Indem wir ja sagen, sind wir ganz da. Und dann können wir uns entscheiden, was zu tun ist.
Möglichkeiten erkennen "Ich wünsche mir die Gelassenheit, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Sachen anzunehmen, die ich nicht ändern kann und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden." Spruch der anonymen Alkoholiker Um das zu erreichen, müssen wir ganz bei uns und ganz in der augenblicklichen Situation sein. Denn nur dann ist es uns möglich zu erkennen, was wir tun können und was nicht. Im Hier und Jetzt zu leben ist ein philosophischer Ansatz, aber es geht um unser ganz praktisches Leben. Es geht z.B. darum: sich von Herzen zu freuen, wenn es einen Grund dafür gibt, ohne Einschränkungen zu lieben, wenn wir den oder die Richtige gefunden haben, aus vollem Hals zu lachen, wenn etwas lustig ist, das Gefühl der Trauer zu spüren, wenn wir Abschied nehmen müssen, konzentriert bei der Sache zu sein, wenn wir eine Aufgabe zu erledigen haben, einem anderen zu helfen, wenn wir das können, die Chancen des Augenblicks zu nutzen, wenn sie da sind und vieles, anderes mehr.
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Drei Schritte für das Leben im Hier und Jetzt Es sind eigentlich nur drei Schritte, die es Ihnen ermöglichen, im Hier und Jetzt zu leben:
Leben Sie nicht in der Vergangenheit Wir alle kennen es. Wir denken an vergangene Dinge, mit denen wir noch nicht abgeschlossen haben. Immer wieder kehren unsere Gedanken in die Vergangenheit zurück und wir denken Gedanken wie z.B. "Wenn ich doch bloß ... hätte ..." Beliebt ist auch, dass wir uns wegen etwas schuldig fühlen, das wir nicht mehr ändern können. Aber es ist, wie es ist: Die Vergangenheit ist unwiderruflich vorbei und wir können dort nichts mehr ändern. Was die Vergangenheit angeht können wir im "Hier und Jetzt" nur folgendes tun: Wir können aus dem Vergangenen lernen. Wir können uns und anderen verzeihen. Wir können mit den Geistern der Vergangenheit abschließen. Wir können uns heute reich und erfüllt fühlen für alles, was wir in der Vergangenheit erlebten, lernten und taten. Trauern Sie also nicht länger Dingen nach, an denen Sie nichts mehr ändern können. Diese Energien sind vergeudet. Schließen Sie mit dem ab, was vergangen ist und nehmen Sie all das Positive daraus mit in das Heute. Hin und wieder können Sie dankbar und freudig zurückschauen, aber nicht um zu verweilen. Nicht das Gestern, sondern das Heute braucht Sie!
Leben Sie nicht in der Zukunft Wer seinen gedanklichen Fokus zu sehr in die Zukunft richtet, lebt auch nicht heute. Viele Menschen, die zu sehr in die Zukunft schauen, machen sich entweder ständig Sorgen und denken: "Was, wenn dieses und jenes passiert?" oder sie projizieren das eigentliche Leben und Glück in die Zukunft: "Wenn ich erst genug Geld habe, dann bin ich glücklich. Wenn erst die Kinder aus dem Haus sind, dann mache ich dies und jenes." Beide Varianten halten uns davon ab, das Leben heute zu genießen. Keiner kann wissen, was morgen sein wird und Menschen, die versuchen, ihr Leben "aufzusparen", könnten morgen den sprichwörtlichen Dachziegel auf den Kopf bekommen, der alles beendet. Natürlich ist es wichtig, von Zeit zu Zeit in die Zukunft zu schauen, um unseren Weg festzulegen, um uns zu überlegen, wo es hingehen soll. Persönliche Ziele festzulegen, ist ein wichtiger Schritt zu einem bewussten und erfülltem Leben. Aber sobald Ihnen klar ist, was Sie wollen, kehren Sie zurück aus der Zukunft und leben heute denn nur im aktuellen Augenblick können Sie etwas dafür tun, Ihre Ziele zu erreichen.
Leben Sie in der Gegenwart Leben Sie also nicht in der Vergangenheit und leben Sie auch nicht in der Zukunft. Leben Sie heute. Leben Sie jetzt. Saugen Sie das Leben in sich ein. Nehmen Sie mit allen Ihren Sinnen wahr, jetzt zu leben. Leben Sie so, dass es morgen vorbei sein könnte, ohne dass Sie etwas bereuen würden, das Sie noch nicht getan haben. Erfüllen Sie sich Ihre Träume und erledigen Sie das, was unerledigt ist. Leben Sie heute so, dass Sie mit allen Geistern aus der Vergangenheit im Reinen sind. Nehmen Sie jede Erfahrung mit. Genießen Sie, was da ist. Nehmen Sie jede Chance wahr, die das Leben Ihnen bietet. Werden Sie ein Experte im Genießen des Lebens. Versuchen Sie an allem, was Sie tun die positiven Seiten zu entdecken. Genießen Sie um des Genießens willen. Kosten Sie das Leben aus. Jede Minute. Jede Sekunde. Verschenken Sie nichts. Denn morgen könnte es vorbei sein.
Affirmationen für ein Leben im Hier und Jetzt Affirmationen sind Sätze, die wir uns immer wieder selbst sagen können, um uns positiv zu motivieren. Sie können sich Affirmationen auf ein Kärtchen schreiben und immer wieder darauf schauen oder sie im Geiste immer wieder denken. Für ein Leben im Hier und Jetzt bieten sich folgende Affirmationen an: Mein Leben findet jetzt statt, genau in dieser Sekunde - und das immer und immer wieder neu. Ich lebe achtsam im Hier und Jetzt. Ich bin mir meines Lebens ganz bewusst - ich nehme das Jetzt mit allen meinen Sinnen wahr. Ich nutze die Zeit, die ich habe, um mein Leben zu leben. Die Zeit, die ich habe, ist immer jetzt. Jetzt ist die Zeit zu leben. Jetzt werde ich aktiv. Jetzt tue ich etwas für mich. Jetzt ist alles was zählt. – 40 –
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Literatur zum Thema: Dan Millman: Der Pfad des friedvollen Kriegers Karlheinz A. Geißler: Zeit - verweile doch... Jean-Dominique Bauby: Schmetterling und Taucherglocke
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Einfach gelassener sein!? Von Tania Konnerth und Ralf Senftleben Kennen Sie auch Menschen, neben denen eine Bombe einschlagen kann und die trotzdem noch lächeln und vollkommen ruhig bleiben? Menschen, die scheinbar nichts erschüttern kann! Solche Menschen geraten nicht in Panik und regen sich erst recht nicht über Kleinigkeiten auf. Sie gehen souverän und entspannt mit Problemen um und strahlen eine innere Sicherheit aus. Was diese Menschen haben ist etwas, was den meisten von uns fehlt: Gelassenheit.
Der Nutzen der Gelassenheit Wünschen Sie sich nicht auch, im Alltag und Beruf gelassener zu sein? Die Vorstellung, gelassen und entspannt die Klippen des täglichen Lebens zu umschiffen, ist ja auch wirklich attraktiv. Gelassenheit steigert nicht nur unsere Lebensqualität, sondern ist auch noch gesund, da sich gelassene Menschen viel weniger stressen lassen. Gelassene Menschen treffen auch die besseren Entscheidungen, weil sie sich selbst nicht so schnell unter Druck setzen, sondern ruhig bleiben und so keine vorschnellen Entscheidungen fällen. Außerdem sind sie oft erfolgreicher als andere, weil sie ihre Probleme mit Abstand und objektiver betrachten können und so schneller konstruktivere und bessere Lösungen finden.
Gelassenheit kann man erreichen! Wie ist das aber nun ganz praktisch mit der Gelassenheit? Ist das eine angeborene Eigenschaft oder können wir lernen, mehr Gelassenheit in unser Leben zu bringen? Beides stimmt wohl: Zu einem gewissen Teil ist die Fähigkeit zu Gelassenheit persönlichkeits- und typbedingt, aber Gelassenheit lässt sich auch ein ganzes Stück weit erlernen und trainieren.
Gelassenheit als Lebenseinstellung Gelassenheit ist neben der Persönlichkeit im wesentlichen eine Frage Ihrer Grundeinstellung. Es geht hier zu einem großen Teil um "eine persönliche (Lebens-) Philosophie". Aber welche Einstellungen helfen uns dabei, mehr Gelassenheit zu erreichen?
Ein weiser Spruch Vielleicht kennen Sie den Spruch, der bei den Anonymen Alkoholikern verwendet wird und der ganz verschiedenen Verfassern zugeschrieben wird (z.B. Oetinger)? Hier ist er in leicht abgewandelter Form: "Ich wünsche mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann; und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." In diesem Spruch finden sich die drei Hauptelemente der Gelassenheit: Das hinnehmen, was nicht zu ändern ist! Das ändern, was zu ändern ist! Und erkennen, was ich hinnehmen muss und was ich ändern kann!
Aber das ist alles gar nicht so einfach! Leider gehören diese drei Elemente mit zum Schwierigsten überhaupt. Die meisten Menschen finden sich zwar mit unendlich vielen Dingen ab, die sie stören, unzufrieden oder unglücklich machen - die aber bei einer genaueren Betrachtung änderbar wären. Gleichzeitig sind sie nicht oder kaum in der Lage, solche Dinge – 42 –
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anzunehmen, die wirklich nicht zu ändern sind. Das eine ist also wirklich gar nicht so leicht vom anderen zu unterscheiden!
Was wir beeinflussen können, ist für jeden unterschiedlich Unsere Einflussmöglichkeiten sind individuell sehr verschieden. Z.T. werden sie durch unseren Beruf, unser Einkommen, unsere Kontakte u.ä. bestimmt. Aber auch unsere inneren Einstellungen und Glaubenssätze, unsere körperliche und seelische Energie, unser Wissen und unserer persönlicher Entwicklungstand spielen hier eine große Rolle. Tatsächlich aber können wir alle meist viel mehr von dem ändern, was uns nicht gut tut, als die meisten glauben. Wir sehen uns viel zu schnell als Opfer oder "Spielball des Schicksals" und versäumen unsere Chancen, unser Leben so zu gestalten, dass wir glücklich sind. Aber auch hier geht es darum, sorgsam auszuwählen, was geändert werden soll - denn alles auf einmal kann niemand von uns verändern. Fragen Sie sich doch einmal systematisch: Was regt mich immer wieder auf? Kann ich das beeinflussen? Wenn nein - wer oder was kann es beeinflussen und wie habe ich auf denjenigen oder dasjenige Einfluss? Wenn ja - was konkret kann ich tun? Solche Gedanken sollten Sie am besten schriftlich machen und das auch immer wieder, denn die Antworten auf diese Fragen können sich immer wieder verändern.
Was wir einfach nur annehmen können Du kannst die Brandung nicht aufhalten, aber du kannst surfen lernen. Anonym Es gibt immer wieder auch ein paar Sachen, auf die wir keinen Einfluss haben - zumindest nicht auf die Sache selbst. Dazu gehören z.B.: das Wetter (lachen Sie nicht - das Wetter ist sicherlich eine der Sachen, über die sich die meisten Leute fast permanent aufregen!), plötzliche Todes- oder Unfälle, feststehende Entscheidungen anderer Menschen u.ä. Bei solchen Ereignissen gilt es, anzunehmen, was kommt und das Beste daraus zu machen und damit leben zu lernen.
Der Schlüssel zur Gelassenheit Der Schlüssel zur Gelassenheit ist ein liebevoller Blick auf sich selbst und auf alles um einen herum. Wer die Welt, die Menschen und sich selbst mit einer liebevollen Einstellung anschaut, kann leichter geduldig sein und auch gelassener. Es geht um ein inneres Vertrauen, um Zuversicht, Optimismus und um das kleine Wörtchen "Ja". Es geht darum, anzunehmen, was kommt, das Leben zu bejahen, das eigene Schicksal als Aufgabe und nicht als Bürde zu sehen. Gelassenheit entsteht aus der Liebe zum Leben und zu anderen Menschen. Für alle, die neben solch eher philosophischen Gedanken auch ein paar "handfeste" und praktische Ratschläge suchen, haben wir hier noch 5 Tipps für mehr Gelassenheit für Sie.
5 praktische Tipps für mehr Gelassenheit Hier finden Sie 5 praktische und leicht umsetzbare Tipps:
Tipp Nr. 1: Nie das Atmen vergessen So trivial es vielleicht klingt, aber es ist ein ernstgemeinter Tipp: Was auch passiert - atmen Sie immer erst einmal tief durch. Wenn wir unter Stress stehen, uns eine Situation überfordert, wir nervös oder auch ängstlich sind, geht unsere Atmung schnell und flach. Durch gezielt tiefes Atmen können wir aber Stress, Anspannung - ja sogar Angst regelrecht wegatmen. Für unsere Gefühle sind Körperreaktionen verantwortlich - und indem Sie tief durchatmen, können Sie Ihrem Körper zeigen, dass die Situation "nicht so schlimm" ist. Damit unterbrechen Sie den normalerweise unbewussten und automatischen Prozess, durch den Sie immer verspannter und unruhiger werden. – 43 –
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Tipp 2: Gehen Sie auf Distanz und schauen Sie sich die Situation von dort aus an Ein Grund dafür, warum wir es oft nicht schaffen, ruhig und gelassen zu bleiben, besteht darin, dass wir ganz und gar in dem Geschehen sind und nun panikartig gegen "das Übung Probieren Sie das doch gleich einmal aus: Atmen Untergehen ankämpfen, um nicht zu ertrinken". Wir sind Sie für eine kurze Zeit ganz schnell und flach, so dann meist gar nicht mehr in der Lage, überhaupt einmal als wären Sie gehetzt oder sehr erschrocken. Achten nachzudenken, sondern reagieren nur noch und steigern Sie darauf, wie Sie sich dabei fühlen. und selbst in die Panik hinein. Atmen Sie dann ruhig und tief durch. Lassen Sie Deshalb ist es so wichtig, dass wir in der Lage sind, in bewusst Ihren Atem ein- und ausströmen und einer solchen Situation einen Schritt neben uns selbst zählen Sie innerlich mit jedem Atemzug mit. Wie machen zu können. fühlen Sie sich jetzt? Gewöhnen Sie sich an, immer dann, wenn Sie merken, dass Sie Ihre innere Ruhe verloren haben, die Augen zu schießen und sich selbst vor Ihrem eigenen inneren Auge zu sehen. Holen Sie sich die aktuelle Situation und auch die Vorgeschichte zu dieser Situation vor Augen und beobachten Sie sich selbst, wie Sie eine andere Person beobachten würden. Fragen Sie sich dann, was Sie einer anderen Person in dieser Situation raten würden. Schreiben Sie sich diese Antwort gleich auf. Erstens erreichen Sie durch diese kleine Übung eine Unterbrechung des Panik-Teufelskreises und zweitens können Sie sich so sehr wahrscheinlich mit tröstlichen oder ratspendenden Worten selbst beruhigen, denn einem anderen könnten wir in fast jeder Situation einen Tipp geben.
Tipp 3: Vier Fragen für alle Fälle Ein Kartei-Kärtchen mit den folgenden Fragen kann Ihnen in jeder Situation Ihre Gelassenheit retten. Was genau ist im Moment so schlimm / beängstigend / stressig? Was könnte mir oder anderen im schlimmsten Fall passieren? Wie wahrscheinlich ist das? Was kann ich jetzt tun? Beantworten Sie sich in jeder Situation, in der Sie Ihre Gelassenheit verloren haben, systematisch diese vier Fragen. Sie schalten damit automatisch Ihren Kopf ein und es können dann nicht mehr nur Ihre Gefühle herrschen. Die gewinnen ein bisschen Abstand von der Situation und kommen entweder auf Lösungsansätze oder erkennen, dass Sie nichts tun können. Beides erleichtert.
Tipp 4: Bringen Sie die Dinge in einen zeitlichen Rahmen Eine Situation, in der wir unsere Gelassenheit verlieren, erscheint uns als besonders erschreckend oder stressig, weil wir sie in dem aktuellen Augenblick als beherrschend und alles ausfüllend erleben. Da hilft es sehr, sich einmal klarzumachen, in welchem zeitlichen Rahmen das Geschehen eine Rolle spielt. Fragen Sie sich dazu immer: Welche Bedeutung hat dieses Ereignis in einem Jahr? Welche Bedeutung hat das Ereignis in fünf Jahren? Welche Bedeutung hat das Ereignis in 20 Jahren? Damit soll nicht die Wichtigkeit Ihrer Gefühle heruntergespielt werden, aber diese Fragen ermöglichen es Ihnen, Ihre momentane Panik zu unterbrechen, um dann wieder "klar" denken zu können.
Tipp 5: Machen Sie sich klar: keiner kann wissen, wozu etwas gut ist Der letzte dieser Tipps ist, einmal die Geschichte "Wer weiß...?" (Siehe Geschichten) zu lesen und vor allem zu verinnerlichen. Diese sehr weise Geschichte macht deutlich, dass keiner von uns wissen kann, wozu ein bestimmtes Ereignis gut ist. Was heute bedrohlich wirkt, kann sich morgen als Glücksfall herausstellen. Nichts schafft mehr Gelassenheit, als sich klarzumachen, dass unsere Reaktion auf ein Ereignis eine subjektive Wertung ist, die im nächsten Moment schon wieder ganz anders aussehen kann. Begrüßen Sie deshalb jede Situation und auch Ihre emotionale Reaktion darauf zunächst einfach und denken Sie an den alten Mann aus der Geschichte.
Literatur zum Thema Paul Wilson: Das Buch der Ruhe - Gelassenheit am Arbeitsplatz Janet Luhrs: Lebe einfacher - ein HandlungsBuch für mehr Gelassenheit – 44 –
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7 Schlüssel für mehr Charisma Von Heike Kretz, Beratungswerk – www.beratungswerk.de Haben Sie auch schon einmal einen Menschen getroffen, über den Sie dachten: "Wow, was für eine charismatische Persönlichkeit!" Was macht nun dieses "Wow" aus? Warum wecken diese Menschen unsere Aufmerksamkeit? Vielleicht ist diese Person noch nicht einmal besonders attraktiv, intelligent oder fällt durch eine ungewöhnliche Fähigkeit auf. Und dennoch spüren Sie eine Aura von Besonderheit, von .... ja, was ist es eigentlich, das Charisma ausmacht?
7 Schlüssel für mehr Charisma: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.
Eigenliebe - sich selbst nicht nur annehmen, sondern lieben lernen, ohne selbst verliebt zu sein. Selbstbewusstsein - sich seiner Stärken und Schwächen bewusst sein. Lebenssinn - herausfinden, worin der Sinn des eigenen Lebens besteht. Interesse - echtes Interesse am Leben und an anderen haben. Bewegung - beweglich sein und das nicht nur im Geist. Reichtumsbewusstsein - dankbar das schätzen, was man hat. Ausdruck - sich selbst authentisch zum Ausdruck bringen.
Der erste Schlüssel: Eigenliebe Bitte verwechseln Sie Eigenliebe nicht mit "Selbstverliebtheit", was eine Form von Eitelkeit ist. Selbstverliebtheit kann entstehen, wenn wir einen besonderen Erfolg feiern oder andere Menschen uns bewundern. Auf einmal stellen wir fest, dass wir unglaublich toll, schön, unwiderstehlich... sind. Aber wehe, wir werden plötzlich nicht mehr beachtet, Erfolge sind vergessen, der/ die Geliebte wendet sich ab: auf einmal fühlen wir uns nicht mehr wie die "Schönheitskönigin" oder der "Held".
Was ist nun Eigenliebe? Eigenliebe ist ein bedingungsloses Annehmen; im Frieden mit sich selbst sein; eine innere Kraftquelle. Heute fühlen Sie sich stark, sind mutig und zuversichtlich. Morgen fühlen Sie sich schwach, ängstlich und traurig. Menschen mit einer starken Eigenliebe feiern an guten Tagen ihre Freude und trösten oder verwöhnen sich an schlechten Tagen. Diese Menschen sind gut zu sich selbst. Sind Sie gut zu sich selbst? Charismatische Menschen lieben sich selbst und somit das Leben.
Praxistipps zum Lebenssinn: Um Ihre Eigenliebe zu stärken, gibt es nur eine Möglichkeit: Lieben Sie andere Wesen oder Dinge bedingungslos. Die Liebe, die Sie anderen entgegenbringen, fließt in Ihr Inneres zurück. Denken Sie z.B. an einen bestimmten Menschen. Betrachten Sie diesen Menschen in all seinen Facetten. Lieben Sie ihn/sie ganz, mit allen Fähigkeiten und Unzulänglichkeiten, mit seinen / ihren liebenswerten Gesten und nervigen Macken. Wenn Ihnen dieses bedingungslose Annehmen eines Menschen noch nicht gelingt, betrachten Sie Ihr Haustier, einen Baum, eine Blume, einen Apfel oder Ihre Arbeit. Schauen Sie genau hin: Der Baum in seiner Kraft und Schönheit ist gleichzeitig bewegungslos und starr. Spüren Sie die Liebe in sich.
Der zweite Schlüssel: Selbstbewusstsein Wissen Sie, wer Sie sind? Kennen Sie Ihre Stärken, Ihre Schwächen In meiner Arbeit als Coach habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen sich ihrer selbst nicht bewusst sind. Oft werden die eigenen Talente nicht als solche erkannt.
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Zwei Beispiele aus der Praxis Eine Geschäftsleitungsassistentin "managt" seit Jahren die gesamte Organisation. Sie kommt jedoch nicht auf die Idee, sich für eine Manager-Position zu interessieren. Ein Abteilungsleiter erkennt Fehler im Organisationsablauf des Unternehmens. Seit Jahren "schimpft" er und denkt nicht darüber nach, wie er seinen analytischen Verstand für seine Karriere nutzen kann. Wie bewusst sind Sie sich Ihrer Talente?
Und die Schwächen? Auch unserer Schwächen sollten wir uns bewusst sein. Wenn wir etwas nicht besonders gut können, haben wir die Chance entweder an dieser Schwäche zu arbeiten oder uns damit auszusöhnen. Das meint: Sollten Sie z.B. chronisch unordentlich sein, gibt es 2 Möglichkeiten: 1. Durch Ihre Unordnung entstehen Ihnen Nachteile (z.B. Sucharbeit, Ärger mit Kollegen ...). Dann können Sie mit Disziplin an dieser Schwäche arbeiten. 2. Ihre Unordnung belastet Sie nicht, da Ihr/e Sekretär/in Ordnung hält. Sie schätzen Sie / Ihn dafür um so mehr.
Selbstbewusstsein heißt... ...die eigene Schwäche zu kennen und sich bewusst für den Umgang damit zu entscheiden. Kennen Sie Ihre "Macken"? Charismatische Menschen sind sich ihrer selbst bewusst !
Praxistipps zum Selbstbewusstsein: Machen Sie eine Liste über Ihre Stärken und Schwächen. Fragen Sie andere Menschen, was ihnen besonders an Ihnen auffällt. Und betrachten Sie Ihre Wirkung. Wie reagiert die Umwelt auf ein bestimmtes Verhalten? Wofür werden Sie besonders geschätzt? Was "nervt" Ihre Mitmenschen an Ihnen? Was macht Ihre besondere Persönlichkeit aus? Betrachten Sie auch die Wirkung anderer Menschen auf sich selbst. Was passiert in Ihnen, wenn Frau X etwas Positives über Sie oder Herr Y etwas Negatives sagt? Wenn Sie wahrgenommen haben, wie Sie sich fühlen, fragen Sie sich warum ist das so? Mit jedem bewussten Hinschauen erlangen Sie mehr Selbstbewusstsein.
Der dritte Schlüssel: Lebenssinn Warum tun Sie das, was Sie tun? Kennen Sie den Sinn Ihres Handelns? Was ist Ihre Lebensvision? Ihr Lebenssinn ist ein Porsche? Oder ein Häuschen im Grünen? Was tun Sie, wenn Sie den Porsche / das Haus besitzen oder wieder verlieren? Verliert Ihr Leben dann an Sinn?
Was Lebenssinn ist Materielle Güter können Ziele sein, die uns motivieren und Spaß machen - aber niemals den Sinn unseres Lebens ausmachen. Der Lebenssinn hat immer auch etwas mit anderen Menschen bzw. mit dem Leben zu tun. Was kann ich der Welt durch meine Talente geben? Aber auch: Wie kann ich mich verwirklichen?, d.h. was bekommt durch mein Handeln Wirkung?
Finden Sie Ihre Vision Vielleicht wollen Sie ihren Kindern ethische Werte vermitteln - leben Sie sie vor ! Oder Ihre Vision ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau - leben Sie Gleichberechtigung in Beruf und Partnerschaft! Sie erkennen die Talente Ihrer Mitmenschen und es macht Ihnen Spaß diese zu fördern - arbeiten Sie als Coach oder Mentor. Sie haben ein "Händchen" für Geldanlagen - verhelfen Sie anderen Menschen zu Reichtum! Vielleicht sind Sie künstlerisch begabt - verschönern Sie die Welt! Jeder Mensch hat seine ganz besonderen Möglichkeiten. Charismatische Menschen leben ihre Vision.
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Praxistipps zum Lebenssinn: Denken Sie einmal darüber nach, was Ihnen als Kind besonders viel Spaß gemacht hat. Dann denken Sie darüber nach, welche Tätigkeit Ihnen heute viel Kraft und Befriedigung verschafft. Welche Themen berühren Sie besonders? Wann regen sich Ihre Emotionen? Was ist Ihr Anliegen im Leben? Wenn Sie allein nicht weiterkommen, reden Sie mit ausgesuchten Menschen darüber.
Der vierte Schlüssel: Interesse Nur wer sich interessiert, ist interessant! Wofür interessieren Sie sich? Für die Wettervorhersage und den nächsten Gehaltsscheck? Menschen, die sich nur um sich selbst drehen sind für andere uninteressant. Wissen Sie, was sich Ihr Kollege / Mitarbeiter wirklich vom Leben wünscht? Kennen Sie die aufregenden Hobbys Ihres Tankwarts? Sprechen Sie mit den Menschen und interessieren Sie sich für deren Gedanken und Wünsche. Sie werden feststellen, wie bunt und reichhaltig das Leben ist. Wir erinnern uns an charismatische Persönlichkeiten, weil sie an den Menschen und dem Leben interessiert sind.
Praxistipps zum Interesse: Interessieren Sie sich einfach mal so für eine Sache, einen Menschen oder eine Situation. Versuchen Sie zu entdecken: Was ist mir verborgen? Was gibt es noch zu entdecken? Entscheiden Sie sich einfach mal für die Neugierde. Sie werden staunen, was Sie alles lernen können. Außerdem werden Ihre kreativen Gehirnzellen angeregt.
Der fünfte Schlüssel: Bewegung Wer rastet, der rostet! Sie fahren mit dem Auto ins Büro, sitzen die ganze Woche vor dem PC und abends vor dem Fernseher? Ihre tägliche Bewegung beschränkt sich auf den Weg zur Kaffeemaschine? Haben Sie schon einmal gemerkt, wie Ihre geistige Kreativität durch diese Bewegungslosigkeit erlahmt? Geist und Körper gehören zusammen und wirken wechselseitig aufeinander. Bleiben Sie in Bewegung Regen Sie Geist und Körper an, damit Ihre Lebensgeister in Schwung bleiben. Ein 30-Minuten-Spaziergang (oder Walken, Joggen, Radfahren, Schwimmen) hält in Schwung und regt die Gedanken an. Charismatische Menschen sind in Bewegung.
Praxistipps zur Bewegung: Die Wirkung von Bewegung können Sie ganz einfach testen: Verändern Sie Ihren Standpunkt! Sie sitzen an Ihrem Schreibtisch? Dann stehen Sie auf und gehen zum Fenster. Sie haben einen neuen Blick auf den Raum und werden feststellen, wie sich Ihre Gedanken verändern. Was wird passieren, wenn Sie über viele Stand- und Bewegungs-Punkte verfügen?
Der sechste Schlüssel: Reichtumsbewusstsein An dieser Stelle möchte ich nicht über Ihr Bankkonto sprechen, sondern vielmehr die Frage stellen: Sind Sie sich Ihres Reichtums bewusst ? Bitte erzählen Sie jetzt nicht, dass Sie nicht genug Geld verdienen, den Zweitwagen finanzieren mussten und das Haus noch nicht abbezahlt haben. Das wäre ein ausgeprägtes Armutsbewusstsein.
Reichtum beginnt im Herzen Charismatische Menschen sind sich Ihres Vermögens - auch im Sinne von Befähigungen - bewusst . Offenherzigkeit und Großzügigkeit in materieller und immaterieller Hinsicht sind Zeichen von Reichtumsbewusstsein. Sind Sie großzügig mit liebevoller Zuwendung, wertvollen Tipps, unterstützenden Anregungen? Wo auch immer Ihr Reichtum liegt - teilen Sie ihn mit den Menschen. – 47 –
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Charismatische Menschen haben einen Herzens-Reichtum, der nach außen spürbar ist (und sich letztendlich auch positiv auf das Bankkonto auswirkt).
Praxistipps zum Reichtumsbewusstsein: Machen Sie sich bewusst , was Sie haben! Wie viel Geld, welche Güter, welche Talente, usw. Heraus kommt ein Wert, mit dem Sie arbeiten können. Betrachten Sie Ihren Reichtum auf den verschiedenen Ebenen (Materie - Geist - Seele) und machen Sie sich Ihren Wohlstand - auch den Ihrer Begabungen bewusst .
Der siebte Schlüssel: Ausdruck Über Ihre Art des Ausdrucks präsentieren Sie sich Ihrer Umwelt. Die Menschen sehen das von Ihnen, was Sie zum Ausdruck bringen, d.h.:
In welcher Art kommunizieren Sie? Sprechen Sie durch die Wahl Ihrer Worte eine konstruktiv positive oder eine eher destruktive Sprache? Wie treten Sie Ihrer Umwelt entgegen? Gehen Sie offen lächelnd auf die Menschen zu oder eher verhalten, vielleicht sogar misstrauisch? Wie kleiden Sie sich? Welche Umgangsformen pflegen Sie?
Ihr Ausdruck ist das Resultat Ihres Geistes Über dieses Resultat werden Sie von Ihren Mitmenschen wahrgenommen. Vielleicht halten Sie sich für sehr freundlich, laufen aber meist in Gedanken versunken über die Büroflure. Ihre Kollegen denken: "Der / Die grüßt nie - total unfreundlich!" Wahrscheinlich sind Sie tatsächlich ein freundliches Naturell - aber Sie müssen es auch zeigen! Fragen Sie sich doch einmal, wie Sie gesehen werden möchten - und, ob Sie sich dementsprechend ausdrücken, d.h. verhalten. Charismatische Menschen bringen ihren Geist zum Ausdruck.
Praxistipps zum Ausdruck: Wie innen, so außen - und umgekehrt. Wenn Sie sich in Übereinstimmung mit Ihrer Wesensnatur ausdrücken (Sprache, Gefühlsausdruck, Kleidung), können Sie der Welt mutiger, selbstbewusster und damit lebendiger entgegentreten. Was möchten Sie sagen? Bereiten Sie sich vor, indem Sie die für Sie persönlich richtigen Worte finden. Welches Gefühl wollen Sie vermitteln? Überprüfen Sie, ob Ihre Worte, Ihre Körpersprache, Ihre Stimmlage mit der gewünschten Aussage übereinstimmen. Wie kleiden Sie sich? Fühlen Sie sich in Ihrer Kleidung / mit Ihrer Frisur / mit Ihrem Make-up wohl? Wenn nicht, finden Sie Ihren persönlichen Stil, mit dem Sie sich rundherum wohlfühlen.
Literatur zum Thema: Nikolaus B. Enkelmann: Charisma - Beruflicher und privater Erfolg durch Persönlichkeit Stephanie Barrat-Godefroy: Charisma ist erlernbar
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10 Tipps für mehr Selbstbewusstsein Von Tania Konnerth Viele Menschen möchten selbstbewusster sein. Sie bewundern andere für ein forsches und offenes Auftreten und sind selbst schüchtern oder unsicher. Mehr Selbstbewusstsein zu bekommen, ist ein schwieriges Thema, denn es nützt nicht viel, hier nur an der Oberfläche etwas zu verändern. Beim Thema Selbstbewusstsein geht darum, wie Sie zu sich stehen und wie Sie sich selbst annehmen lernen können. Es kostet schon ein bisschen Kraft und Energie, an der eigenen Einstellung zu sich selbst zu arbeiten. Wir können Ihnen hier keine "How-to-do"-Anleitung für mehr Selbstbewusstsein bieten, denn für jeden bedeutet es etwas ganz anderes, selbstbewusster zu werden. Wir haben Ihnen aber 10 praktische Tipps zusammengestellt, mit denen Sie zumindest beginnen können, sich auf den Weg zu mehr Selbstbewusstsein zu machen.
Tipp 1: Forschen Sie doch mal nach den Ursachen Wissen Sie eigentlich, warum Ihr Selbstbewusstsein nicht so stark ist, wie Sie es sich wünschen? Es ist sehr lohnenswert, einmal zu überlegen, wo die Wurzeln davon liegen. Die Gründe für ein mangelndes Selbstbewusstsein sind vielfältig. Oft sind es sehr frühe Erfahrungen in der Kindheit, die eine tiefe Unsicherheit manifestiert haben. Botschaften an Kinder, wie z.B. "Lass das sein, das schaffst du eh nicht." oder "Was soll aus dir bloß mal werden?" prägen uns. Darüber hinaus können auch einzelne Erlebnisse wie das Versagen in einer bestimmten Situation oder das Verlassenwerden von einem wichtigen Menschen zu mangelndem Selbstbewusstsein führen. In jedem Fall gehört immer auch eine Unsicherheit über den Wert der eigenen Person und ein "Sich-nicht-annehmen-können" dazu. Nutzen Sie einmal folgende Fragen, um an Ihre Kindheit zurückzudenken und die möglichen Ursachen für den Mangel Ihres Selbstbewusstseins zu finden: Welche Botschaften über sich selbst haben Sie in der Kindheit gehört? Denken Sie an das, was man direkt zu Ihnen gesagt hat, aber auch das, was über Sie gesagt wurde und das Sie trotzdem mitgehört haben. Was stand in Ihrem Zeugnis über Sie? Wie sind die Menschen, mit denen Sie aufgewachsen damit umgegangen, wenn Sie etwas falsch gemacht haben? Wie groß ist oder war das Selbstbewusstsein Ihrer Eltern oder anderer Erziehungspersonen? Sind Sie verlassen worden? Wenn ja von wem und wie sind Sie damit umgegangen? Lassen Sie sich Zeit damit, die Ursachen zu finden. Eine 100%ige Antwort werden Sie sehr wahrscheinlich sowieso nicht finden. Der Grund für ein mangelndes Selbstbewusstsein ist in der Regel eine Kombination aus vielen verschiedenen Faktoren. Sinn der Sache ist vor allem, dass Sie sich selbst ein bisschen besser kennen lernen.
Tipp 2: Lernen Sie sich selbst besser kennen Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Selbstbewusstsein, ist der, sich selbst besser kennen zu lernen. Oft ist das Bild, das wir von uns selbst haben nämlich stark verzerrt. Wir sehen uns z.B. viel hässlicher, viel dicker, viel unfähiger usw. als wir es sind. Jeder Mensch hat viele liebenswerte Seiten an sich und Fähigkeiten, Eigenschaften und Verhaltensweisen, die ihn oder sie wertvoll und einzigartig machen. Versuchen Sie, sich selbst mit einer liebevollen Distanz zu beobachten und sich einmal so kennen zu lernen, wie Sie einen anderen Menschen kennen lernen würden - offen und neugierig.
Exkurs: Wer bin ich? Herausfinden, wer man ist Selbsterkenntnis ist ein langer und intensiver Prozess. Wir können Ihnen hier nur einige Denkanstöße geben, mit denen Sie sich einmal auf den Weg machen können, um mehr über sich zu erfahren. nehmen Sie sich darüber hinaus einfach vor, sich selbst liebevoll zu beobachten, um sich besser kennen zu lernen. Wenn wir lernen, unser eigenes Verhalten nicht zu verurteilen, sondern einfach nur anzunehmen, lernen wir uns automatisch besser kennen. Dann hören wir nämlich auf, uns vor uns selbst zu verstecken.
Grundübung Eine Grundübung zur Selbsterkenntnis ist die folgende: Schreiben Sie Ihren Lebenslauf.
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Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit. Schreiben Sie den Lebenslauf als Fließtext, in Stichworten, auf Karteikarten oder wie immer es Ihnen passend erscheint. Achten Sie aber in jedem Fall darauf, möglichst vollständig und chronologisch vorzugehen. Es ist erstaunlich, welche Erkenntnisse man durch diese über das eigene Leben gewinnen kann. Plötzlich werden viele Zusammenhänge und Ursachen klar, derer man sich vorher gar nicht bewusst war.
Allgemeines Im folgenden finden Sie noch eine ganze Reihe von Fragen, mit denen Sie sich selbst besser kennen lernen können: Wie würden Sie sich selbst für jemanden beschreiben, der Sie nicht kennt? Was sind Ihre besonderen Stärken? Was sind Ihre größten Erfolge gewesen? Worauf sind Sie in Ihrem Leben richtig stolz und warum? Welche verschiedenen Rollen haben Sie im Moment in Ihrem Leben inne? Welche mögen Sie, welche nicht so sehr? Die Drei Dinge, die sie am allerliebsten machen sind... Die berühmten drei Wünsche an die Fee - welches sind Ihre? Was möchten Sie, was man später einmal über Sie und Ihr Leben sagen soll?
Glaubenssätze erkennen Vervollständigen Sie möglichst spontan die folgenden Sätze: Das Leben ist... Sterben müssen heißt... Menschen können... Menschen sollten... Die Welt braucht... Das Wichtigste im Leben ist... Unwichtig ist... Vergangenheit ist... Zukunft bedeutet... Gegenwart heißt... Zeit ist ... Liebe ist... Freunde haben ist... Glück ist... Zufriedenheit bedeutet... Gefühle sind... Konflikt bedeuten... Hoffnung ist... Glauben können ist... Träume sind... Visionen sind... Veränderung bedeutet... Stagnation bedeutet... Ich brauche... Angst habe ich vor... Mut bedeutet... Das Allerschwerste ist... Es ist so leicht,... Verlieren bedeutet... Gewinnen heißt... Perfekt sein bedeutet... Versagen bedeutet... Verlust ist... – 50 –
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Schmerz ist... Arbeiten bedeutet... Geld bedeutet... Leistung ist... Stärke ist... Phantasie kann... Kreativität ist... ... kann ich nicht ertragen. ... wünsche ich mir mehr als alles andere. ...ist mir sehr wichtig. ...will ich erreichen. ...mag ich an mir besonders. ...hasse ich an mir.
Fragen zur Kindheit Vervollständigen Sie den Satz: Ich war der einzige in der Familie, der immer... Angenommen, es hätte ein Spruchband über Ihrem Zimmer gegeben - was hätte dort drauf gestanden? Was auf einem Spruchband für die elterliche Wohnung? Was erschien für Sie als Kind das, was am allermeisten verboten war? Was war ausdrücklich erwünscht? Was ist Ihre früheste Erinnerung? Wie würden Sie Ihre Kindheit beschreiben (schlagwortartig, kurz)? Was war Ihre glücklichste Zeit als Kind? Was hat diese Zeit ausgemacht? Was war traurig oder schlimm gewesen für Sie als Kind und warum? Was war Ihre Lieblingsgeschichte als Kind und warum? Was war Ihr liebstes Spiel und warum? Hatten Sie einen imaginären Freund als Kind oder ein "alter ego"? Was war Ihre glücklichste Zeit als Kind und warum?
Literaturtipp Philip Keel: Alles über mich
Tipp 3: Lernen Sie sich anzunehmen Selbstbewusstsein braucht als Basis die Selbstakzeptanz. Nur wer sich selbst annehmen kann und zu sich selbst steht, hat Selbstbewusstsein und wirkt selbstsicher nach außen. Sich selbst anzunehmen, scheint für viele Menschen aber unendlich schwer zu sein. Wir kritisieren uns, hadern mit unserer Figur, unserer Intelligenz und unserem Aussehen. Wir können oft kein gutes Haar an uns lassen und eine innere Stimme nörgelt an uns herum. Meistens sind wir mit uns selbst strenger, als wir es mit jedem anderen Menschen wären. Probieren Sie einmal folgende Übung aus:
Übung Setzen Sie sich vor einen Spiegel, in dem Sie sich gut sehen können. Schauen Sie sich selbst in die Augen und sagen Sie sich "... (Ihr Name), Du bist ein wundervoller und wertvoller Mensch - ich mag Dich." Tipp: Fangen Sie mit etwas Leichtem an, wie z.B. "Du hast schöne Augen." Fällt Ihnen das bereits schwer? Üben Sie es. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihnen diese Übung unmöglich erscheint. Es fällt tatsächlich sehr vielen Menschen unglaublich schwer, sich auf diese Weise selbst etwas Nettes zu sagen. Wir sind es nicht gewöhnt und haben alle so etwas gelernt wie "Eigenlob stinkt". Aber sich selbst zu mögen, ist eine Grundvoraussetzung für ein zufriedenes und glückliches Leben. Und mehr noch - sich selbst zu lieben, ist die Basis dafür, auch andere lieben zu können. – 51 –
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Selbstannahme können Sie im Alltag üben und praktizieren, z.B. so: Stoppen Sie sich selbst, wenn immer Sie so etwas denken wie "Ich blöde Kuh..." oder "Na toll, ich mach auch immer alles falsch." Je öfter Sie sich solcher inneren Kritik bewusst werden, desto leichter wird es Ihnen fallen, diese Sätze durch etwas liebevolles und versöhnliches zu ersetzen, wie z.B. "Na, das war nicht so toll, aber gleich mache ich es viel besser." oder "Das ist heute einfach nicht mein Tag, macht nichts." Konzentrieren Sie sich auf Ihre positiven Eigenschaften, nicht auf Ihre Schwächen. Wenn Sie Ihren Blick immer nur auf das richten, was Sie nicht können, bekommen Sie ein falsches Bild von sich. Denken Sie immer auch an all das, was Sie gut können. Sie sind in Ihrer Art einzigartig und es gut, dass es Sie gibt. Wenn es etwas gibt, dass Sie nicht können, aber gerne beherrschen möchten, nützt es nichts, sich deswegen fertig zu machen. Fällen Sie lieber die Entscheidung, es zu erlernen. Lassen Sie nicht zu, dass man Sie respektlos behandelt. Wenn Sie anderen Menschen erlauben, Sie respektlos zu behandeln, ist das ein herabwertendes Signal an Ihr Selbstbewusstsein. Sie sind es wert, gut behandelt zu werden und können das ruhig und sachlich einfordern. Es wird Ihnen gut tun, wenn Sie für sich selbst einstehen.
Tipp 4: Grundeinstellung: Ich bin ok - du bist ok Eignen Sie sich die Grundeinstellung "Ich bin ok - du bist ok." an. Wie oft machen wir uns über andere lustig, verurteilen sie und denken schlecht von ihnen? Es ist fast ein Gesetz, dass die Art und Weise, mit der wir andere Menschen behandeln - sei es real oder nur in Gedanken - auf uns selbst zurückschlägt. Wenn Sie sich über andere Menschen lustig machen, dann gehen Sie in der Regel auch davon aus, dass es andere Menschen mit Ihnen genauso machen. Und schon fühlen Sie sich verunsichert. Viel angenehmer und für Ihr Selbstbewusstsein wohltuend ist es, wenn Sie sich und andere Menschen mit derselben positiven Einstellung und einem liebevollen Blick betrachten. Denken Sie daran: Jeder Mensch gibt immer sein Bestes.
Tipp 5: Suchen die Sicherheit in sich selbst, nicht außen Wir sind es gewohnt, andere Menschen um ihre Meinung zu fragen. Wir orientieren uns an Vorschlägen anderer und hoffen durch den Rat anderer, das "Richtige" zu tun. Je mehr Sie aber vermeintliche Sicherheit bei anderen suchen, desto abhängiger machen Sie sich von dem Urteil anderer Menschen. Lernen Sie viel mehr, sich selbst zu vertrauen. Gewöhnen Sie sich daher an, die meisten Ihrer Entscheidungen, bei denen es nur um Sie selbst geht, unabhängig von anderen Menschen zu treffen und vielleicht auch mal entgegen der Ansicht anderer. Wenn Sie damit beginnen, auf sich selbst und Ihre innere Stimme zu hören, haben Sie den besten Ratgeber der Welt, denn niemand kennt Sie so gut, wie Sie sich selbst kennen können, wenn Sie sich auf sich einlassen. Sie können offen sein für Anregungen von außen, aber lassen Sie es sich nicht nehmen, die Entscheidungen für Ihr Leben selbst zu treffen. Wenn wir den Mut zu dieser Art der Eigenverantwortung finden, gibt uns das ein tiefes Gefühl der Selbstbewusstheit und damit Selbstbewusstsein.
Tipp 6: Lernen Sie, mit Kritik umzugehen Kritik anderer Menschen kann uns tief treffen und unser Selbstbewusstsein erschüttern. Lassen Sie das nicht zu. Machen Sie sich einmal folgendes klar: Die Kritik eines Menschen ist nicht anderes als seine ganz persönliche Meinung. Ein anderer Mensch kann schon wieder etwas ganz anderes denken. Lassen Sie nicht zu, dass Kritiker so viel Macht über Sie haben, dass diese Ihr Selbstbewusstsein manipulieren können. Hören Sie sich Kritik zwar offen an, seien Sie bereit etwas dazuzulernen, aber entscheiden Sie immer in aller Ruhe, ob Sie dieser Meinung überhaupt folgen wollen oder lieber nicht.
Tipp 7: Beziehen Sie nicht alles auf sich Nehmen Sie sich selbst ernst, aber nicht zu wichtig. Dieser Satz klingt wie ein Widerspruch, ist es aber nicht. Viele Menschen nehmen sich selbst zu wichtig, indem sie denken, dass sich ständig alles um sie dreht. Wenn z.B. zwei Leute im Gang sich unterhalten, denken Sie dann auch gleich, dass sie über Sie reden - und wahrscheinlich auch nichts Gutes? Gehen Sie grundsätzlich davon aus, dass jeder Mensch sein eigenes Leben zu leben hat, und dass die Bedeutung, die Sie für andere haben, in den meisten Fällen recht gering ist. Wenn Sie dieser Gedanke schmerzt, ist es um so wichtiger, dass Sie sich aber dafür persönlich wichtig genug nehmen und gut für sich selbst sorgen. Und genau das bedeutet es, sich selbst ernst zu nehmen.
Tipp 8: Lernen Sie "Nein" zu sagen Selbstbewusst zu sein, heißt auch, zu wissen, was gut für einen selbst ist und was nicht. Wenn Sie mit sich in Kontakt sind, wissen Sie ziemlich genau, wann Sie z.B. eine Arbeit überfordert oder welche Anliegen, die man an Sie heranträgt, nicht gut für Sie sind. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die sich schwer damit tun, "Nein" zu jemandem zu sagen, dann gehört genau das zu Ihrem Programm für mehr Selbstbewusstsein. – 52 –
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Vielleicht denken Sie nun, dass Sie dafür gerade mehr Selbstbewusstsein brauchen, aber das ist so nicht richtig. Es bedingt sich vielmehr gegenseitig. Wenn Sie für sich einstehen und zu Ihrem eigenen Wohl zu jemandem "Nein" sagen, signalisieren Sie sich damit auch, dass Sie sich das selbst wert sind. Und das steigert das Selbstwertgefühl. Üben Sie sich deshalb darin, auch mal "Nein" zu sagen, wenn Sie etwas nicht möchten - tun Sie es freundlich aber bestimmt und vor allem ohne schlechtes Gewissen. Und wenn Sie zu große Schwierigkeiten damit haben, dann fangen Sie an mit einem: "Ich überlege es mir".
Tipp 9: Arbeiten Sie an Ihrer Ausstrahlung Unsere Ausstrahlung ist sehr entscheidend dafür, wie selbstsicher wir auf andere Menschen wirken. Und wenn wir positiv und selbstbewusst wirken, baut das positive Feedback anderer Menschen unser Selbstbewusstsein noch weiter auf. Dadurch entsteht eine richtige kleine Erfolgsspirale. Für Ihre Ausstrahlung sind vor allem folgende Bereiche wichtig: Körpersprache - Die Körpersprache ist viel bedeutungsvoller, als Sie vielleicht vermuten. Tatsächlich macht sie den größten Teil unsere Kommunikation aus. Achten Sie ab sofort auf die Körpersprache anderer Menschen und auch auf Ihre eigene. Welche Haltung, Mimik und Gestik wirkt offen und positiv, welche unsicher und verschlossen? Indem Sie Ihre Körperhaltung verändern, können Sie auch Ihre Gefühle ändern. Probieren Sie es einfach einmal aus. Sprache - Die Art, wie Sie sprechen, die Lautstärke, Betonung und Wortwahl hat immer eine bestimmte Wirkung auf Ihre Zuhörer. Wenn es Ihnen möglich ist, sich mit einer wohlklingenden und notfalls auch kräftigen Stimme Gehör zu verschaffen, gibt Ihnen das viel mehr Sicherheit, als wenn Sie befürchten müssen, dass Ihre Stimme bricht. Ihre Stimme können Sie z.B. mit Hilfe eines Logopäden oder innerhalb eines guten Rhetorikkurses trainieren. Kleidung, Frisur und Äußeres - Entscheidend ist viel weniger, was Sie an Kleidung tragen, welche Figur oder was für eine Frisur Sie haben - entscheidend ist, dass Sie sich damit wohlfühlen. Tragen Sie das, worin Sie sich sicher fühlen und nicht eingeengt. Wählen Sie eine Frisur, die Ihren Typ unterstreicht. Passen Sie sich Ihrem Umfeld nur insoweit an, dass es nicht vollkommen unpassend ist (es sei denn, Sie fühlen sich damit wirklich wohl). Für all diese Bereiche können Sie mit professioneller Hilfe durch Berater oder Trainer an sich arbeiten. Entscheidend ist aber auch hier, dass Sie sich vor allem erst einmal so annehmen, wie Sie sind. Und dann können Sie schauen, was sich vielleicht noch verbessern lässt, damit Sie so sicher auftreten können, wie Sie sich das wünschen.
Tipp 10: Führen Sie Buch über Ihre Erfolge Ein Tipp von Erfolgsautor Alexander Christiani: Legen Sie sich Ihr ganz persönliches Erfolgsbuch an. Schreiben Sie darin alles auf, was Sie erreichen - große und auch die kleinen Dinge. Schneiden Sie sich dazu Fotos aus Zeitschriften auf, die Ihren Erfolg symbolisieren oder malen Sie etwas dazu. Blättern Sie immer wieder in diesem Buch und feiern Sie Ihre Erfolge.
Literatur zum Thema: Birgit B. Lehner: Selbstsicher werden Rolf Merkle: So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen Nathaniel Branden : Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls
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10 Tipps, mit denen Sie Ihr Leben vereinfachen können Von Ralf Senftleben Trotzdem wir im Vergleich zur Vergangenheit immer weniger arbeiten müssen, platzt bei vielen von uns das Leben aus allen Nähten. Unser Leben wird immer komplizierter. Es gibt zu viele Dinge, die wir tun müssen. Es gibt zu viele Dinge, denen wir Beachtung schenken müssen. Es gibt zu viele Dinge, die uns Energie abziehen. Wenn wir aus der Tretmühle des täglichen Stresses ausbrechen wollen, gibt es ein einfaches Rezept: Vereinfachen Sie Ihr Leben. Und hier finden Sie 10 Tipps dazu.
Tipp 1: Setzen Sie konsequent Prioritäten Das Leben zu vereinfachen heißt, Unwichtiges und Unnützes aus unserem Leben zu verbannen, so dass mehr Tipp Zeit für das Wesentliche bleibt. Das bedeutet, dass Sie Sortieren Sie die Tätigkeiten in Ihrem Leben doch sich entscheiden müssen, was in Ihrem Leben gut und nützlich ist und was Ihnen wirklich gut tut und was nicht. einmal nach den Prioritäten A, B, C und D. Erst nachdem Sie herausgefunden haben, was in Ihrem Leben wichtig ist und was nicht, können Sie in einem A Notwendig und erfüllend zweiten Schritt konsequent die Prioritäten auf das B Erfüllend wirklich Wichtige legen. C Notwendig Stellen Sie sich dazu die folgenden Fragen: D Unnötig und nicht erfüllend Welche Ziele, Pläne, Tätigkeiten, Aufgaben und Hobbys in meinem Leben gibt es? Welche davon sind mir wirklich wichtig, so dass es mir auf die eine oder andere Weise wehtun würde, wenn sie aus meinem Leben verschwinden würden? Was könnte ich alles problemlos aus meinem Leben verbannen, ohne das einen negativen Effekt hätte? Was würde ich nicht vermissen? Wenn Sie herausgefunden haben, was in Ihrem Leben wirklich wichtig ist, können Sie Ihr Leben hauptsächlich um diese Dinge herum organisieren. Lassen Sie die anderen, unwichtigen Dinge nach und nach aus Ihrem Leben verschwinden. Sie werden es nicht bereuen. Und achten Sie vor allem auch darauf, dass sich nicht wieder so viel von dem eher Unwichtigen "ansammelt".
Tipp 2: Planen Sie Ihre Zeit Wenn Sie Ihr Leben vereinfachen wollen, dann sollten Sie sich angewöhnen, Ihre Aufgaben und Ihre Zeit systematisch zu planen. Schaffen Sie sich am besten ein Zeitplanbuch an und gönnen Sie sich täglich 5 Minuten, um Ihren Tag zu planen. Für eine einfache Aufgaben- und Zeitplanung müssen Sie sich nur regelmäßig morgens hinsetzen und sich selbst schriftlich die folgenden Fragen beantworten: Was ist das wichtigste Ziel, das ich im Augenblick erreichen will? Was will ich heute dafür tun, diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen? Was ist so wichtig, dass ich es unbedingt heute erledigen muss? Welche wichtigen Dinge will ich nicht aus den Augen verlieren, auch wenn sie heute nicht im Vordergrund stehen? So stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Verpflichtungen rechtzeitig nachkommen und den wichtigen und auch den langfristig orientierten Dingen in Ihrem Leben den notwendigen Platz einräumen. Und auch Kleinigkeiten werden Sie so nicht vergessen.
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Tipp 3: Werfen Sie Ballast ab: Werden Sie "sinnlose" Dinge los Wir alle besitzen sehr viel "Zeugs", das wir eigentlich gar nicht brauchen und das dazu auch noch oft im Weg steht. Kennen Sie das vielleicht auch, dass Sie gar nicht wissen, wo Sie den ganzen Krempel unterbringen sollen? Viele unnütze Gegenstände sorgen nicht nur dafür, dass wir zu wenig Platz haben. Jeder Gegenstand zieht und zerrt an uns und buhlt regelrecht um unsere Aufmerksamkeit: Eine Zeitschrift will durchgeblättert werden, ein Puzzle will zusammengesetzt, ein Spiel gespielt und ein Buch will gelesen werden. Vielleicht haben Sie ja auch häufig ein schlechtes Gewissen, weil Sie all die Dinge, die Sie in Ihrer Wohnung haben, gar nicht richtig wertschätzen können, weil es einfach zu viele sind? Dann wird es Zeit auszuräumen und sich von unnötigem Ballast zu befreien.
Tipp Durchforsten Sie Ihre Wohnung nach Gegenständen, die Sie seit wenigstens einem Monat nicht mehr benutzt haben und von denen Sie eigentlich genau wissen, dass Sie sie auch in Zukunft nicht mehr benutzen werden. Alten Krempel zu verkaufen, wegzuwerfen oder zu verschenken, kann sehr befreiend wirken. Nutzen Sie kostenlose Anzeigenblätter, um Dinge zu verschenken. Es gibt genug Menschen, die froh über all das Zeug sind und die mehr damit anfangen können.
Tipp 4: Konzentrieren Sie sich mehr auf innere Werte als auf äußere Dinge Wenn wir einmal ehrlich sind, brauchen wir alle doch gar nicht viel zum Glücklichsein: genug zu essen, ein Dach über dem Kopf, liebe Menschen und eine befriedigende Aufgabe. Auch wenn uns die Werbung einreden möchte, dass unser Glück in Äußerlichkeiten liegt, stimmt es einfach nicht. Mehr Konsum macht leider nicht automatisch glücklicher. Auch wenn hier keine Askese propagiert werden soll, liegt der Schlüssel eines einfachen und erfüllten Lebens für sehr viele Menschen darin, sich mehr auf die inneren Dinge zu konzentrieren, wie z.B. die eigene Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und den eigenen inneren Frieden. Statt materiellen Dingen hinterher zuhechten, könnte es viel sinnvoller sein, der eigenen Entwicklung und dem eigenen Wachstum mehr Zeit und Raum zu geben. Glück, Erfüllung und innerer Frieden kommen von innen und nicht von außen. Wir können uns auch für alles Geld der Welt kein Glück kaufen. Der Mönch, der nichts besitzt, außer seiner Kleidung kann glücklicher sein, als der Top-Manager, der jährlich 1 Million DM verdient. Machen Sie also jetzt eine Liste mit allen Dingen, die Sie in Zukunft tun wollen, um sich mehr den inneren Dingen zu widmen und machen Sie auch gleichzeitig eine Liste mit allem, das Sie dafür aus Ihrem Leben streichen. Sie brauchen dabei auch nicht auf Liebgewonnenes verzichten - in der Regel reicht es, den überflüssigen Konsum einzuschränken und sich das zu gönnen, was man wirklich haben will.
Tipp 5: Gönnen Sie sich einen Ruhetag "In der Woche wird gearbeitet und am Wochenende machen wir das, was uns Spaß macht." Diese Devise gilt für viele von uns. Das führt aber auch dazu, dass das Wochenende, das ja eigentlich als Erholungspause und Ruhetag gedacht ist, oft anstrengender wird, als die Arbeit! Das Ergebnis ist, dass wir gar nicht zur Ruhe kommen und eigentlich keinen Tag in der Woche für Entspannung, Besinnung und für das Tanken neuer Energien nutzen können. Das kann auf Dauer zum Ausbrennen führen, denn wir alle brauchen echte Ruhephasen. Deswegen sollten Sie sich konsequent wenigstens einen Tag Ihres Wochenendes als Ruhetag gönnen und diesen nicht mit Aktivitäten und Verpflichtungen ausfüllen. Nehmen Sie sich einen Tag in der Woche frei von allem, was anstrengend ist. Nutzen Sie einen Tag der Woche als Ruhetag, also als einen Tag, an dem Sie wirklich zur Ruhe kommen können.
Tipp 6: Werden Sie ordentlich Die meisten Menschen mögen Ordnung. Das gilt übrigens auch für diejenigen, die ein Problem damit haben, Ordnung zu halten. Fast jeder mag den Anblick eines aufgeräumten Schreibtisches oder eines aufgeräumten Zimmers. Ordnung gibt uns das Gefühl der Klarheit und Einfachheit, ermöglicht uns einen schnellen Überblick und lenkt uns nicht ab. Neben der Klarheit und Einfachheit, die eine ordentliche und aufgeräumte Umgebung - ob im Privatbereich oder auf der Arbeit - ausstrahlt, hat es noch einen ganz anderen Vorteil, wenn Sie Ordnung halten: Sie sparen massiv Zeit. Sie finden Dinge schneller, weil alles seinen Platz hat, Sie verbringen weniger Zeit mit Nebensächlichkeiten und können sich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren. Ordnung gibt uns Klarheit und spart also Zeit. Deswegen lohnt es sich wirklich, ordentlicher zu werden.
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Tipp 7: Lernen Sie, mit Geld Das Leben zu vereinfachen heißt, sich den Dingen zu widmen, die am wichtigsten für einen selbst sind. Oft bedeutet das auch, die Zeit, die man dem Beruf und dem "Geld verdienen" einräumt, zu reduzieren, um mehr Zeit für das zu haben, was einen ganz persönlich wirklich etwas bedeutet. Leider lässt sich mit vielen dieser für uns persönlich wichtigen und erfüllenden Dinge kein zusätzliches Geld verdienen, so dass wir in diesem Fall mit weniger Geld auskommen müssen. Wir können aber lernen, mit Geld umzugehen und sparsamer zu leben. Glücklicherweise geht ein einfacheres Leben auch damit einher, dass wir weniger Geld ausgeben, denn jemand, der ein einfaches Leben führt, braucht auch weniger Dinge.
Tipp 8: Suchen Sie sich die richtige Arbeit für Sie Unser Beruf nimmt in unserem Leben eine bedeutende Rolle ein. Wenn Sie nicht zu den Menschen gehören, die finanzielle Freiheit genießen und genug Geld haben, um bis zu Ihrem Lebensabend davon zu leben, dann müssen Sie arbeiten, um Ihre Miete zu bezahlen, damit Sie genug zum Essen haben und um andere lebensnotwendige Dinge kaufen zu können. Und dafür investieren wir sehr viel unserer Lebenszeit. Wenn wir unser Leben vereinfachen wollen, dann müssen wir uns auf die Dinge konzentrieren, die uns wichtig sind. Folglich sollte unser Beruf etwas sein, das uns Spaß macht. Wenn Sie Ihr Leben vereinfachen wollen, wählen Sie Ihren Beruf nach den folgenden Richtlinien aus: Macht mir die Arbeit Spaß? Ist die Tätigkeit erfüllend? Gehe ich in meinem Beruf auf? Sehe ich Sinn in meiner Tätigkeit? Erwirtschaftet meine Tätigkeit ausreichend Geld, damit ich davon ein einfaches Leben führen kann? Ein Beruf, der Ihnen Spaß macht und in dem Sie genau soviel Geld verdienen, wie Sie brauchen, ist viel besser als ein Beruf, in dem Sie sehr viel mehr Geld verdienen, der Ihnen aber nicht soviel Spaß macht.
Tipp 9: Vereinfachen Sie die Arbeiten in Ihrem Leben Das Leben zu vereinfachen bedeutet auch, die täglich anfallenden Arbeiten und Tätigkeiten zu vereinfachen, so dass Sie Zeit für wichtigere Dinge gewinnen. Es gibt viele Tipp Wenn Sie eine bestimmte Haushaltstätigkeit Möglichkeiten, unsere täglichen Routinearbeiten wirklich hassen, dann überlegen Sie folgendes: einfacher zu gestalten. Überlegen Sie einmal selbst, womit sich Zeit und Arbeit sparen lässt. Kann ich diese Tätigkeit mit irgendjemanden tauschen und diesem Menschen dafür etwas Seien Sie pragmatisch. Reduzieren Sie Ihren Hausputz, abnehmen, was ich gerne tue und dieser wo es geht, indem Sie z.B. nicht versuchen einen Preis verabscheut? dabei zu gewinnen. Überlegen Sie, was Ihnen das Reinigen erleichtert. Wenn etwas in Ihrem Haushalt regelmäßig viel Putzarbeit verursacht, dann überlegen Sie, ob Sie sich davon trennen können. Schuhe können z.B. grundsätzlich im Flur oder vor der Eingangstür stehen bleiben. Wenn Sie genug Geld zur Verfügung haben, dann leisten Sie sich eine Haushaltshilfe. Besser können Sie Ihr Geld kaum anlegen, denn Sie gewinnen Zeit und Lebensqualität. Konzentrieren Sie Ihre Einkäufe auf wenige Tage und vermeiden Sie die Stoßzeiten. Gehen Sie organisiert vor und schreiben eine Liste, damit Sie nichts vergessen und nicht noch einmal losfahren müssen. Auch hier ist systematisches Vorgehen ein wirklicher Zeitsparer. Wenn Sie einkaufen, kaufen Sie Großpackungen. Dann müssen Sie nicht nur seltener einkaufen, sondern sparen auch noch Geld.
Tipp 10: Schaffen Sie den Fernseher ab Für viele Menschen gehört der Fernseher zu den Dingen, die sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Der durchschnittliche Deutsche verbringt 4 Stunden pro Tag vor dem Fernseher und viele davon wirklich nur, weil sie nichts Besseres zu tun haben oder weil es so wunderbar einfach ist, sich vor den Fernseher zu setzen und sich berieseln zu lassen. Wir haben mittlerweile von vielen Menschen gehört, die ihren Fernseher abgeschafft und diesen Schritt seitdem noch keine Sekunde bereut haben. Wenn der Fernseher abgeschafft wird, bleibt mehr Zeit für aktivere Tätigkeiten, für das Lesen, für Spiele im Familien- oder Freundeskreis, für Austausch und, und, und. Und nicht zuletzt verlieren Sie eine Entschuldigung, warum Sie jetzt nicht an dem arbeiten können, was Ihnen wichtig ist (z.B. Ihre Ziele), denn der spannende Film heute Abend fällt ohne Fernseher notgedrungen aus. Wenn Sie nicht gleich auf's Ganze gehen wollen, dann stellen Sie den Fernseher erst einmal in den Keller oder in einem Raum, wo das Fernsehen nicht mehr so gemütlich ist, weil Sie dann z.B. auf dem Boden sitzen müssen. So überlegen Sie es sich zweimal, ob Ihnen die Sendung wichtig genug ist, den Fernseher anzuschalten.
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Literatur zum Thema Janet Luhrs: Lebe einfacher! Elaine St. James: In Einfachheit leben: 100 Schritte zu mehr Lebensfreude Simplify Your Life - Newsletter
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Einsamkeit überwinden- Alleinsein genießen Von Tania Konnerth Allein zu sein gilt für viele Menschen als Makel. Wer in Gesellschaft ist, Familie und Freunde hat, wirkt beliebt, aber wer einsam ist, schämt sich oft dieses Gefühls. Aber: Es gibt einen Unterschied zwischen Einsamkeit und bewusstem Alleinsein. Während Einsamkeit regelrecht krank machen kann, können wir das bewusste Alleinsein dazu nutzen, uns selbst näher zu kommen und uns Auszeiten vom Stress nehmen. Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen Tipps dafür geben, wie Sie Einsamkeit überwinden und das Alleinsein genießen können.
Alleinsein und Einsamkeit - die zwei Seiten einer Medaille? Alleinsein und Einsamkeit sind zwei Begriffe, die sehr oft in einem Atemzug verwendet werden und die für viele ein und dasselbe aussagen. Tatsächlich aber handelt es sich hier um zwei ganz verschiedene Dinge. Wo genau liegt der Unterschied? Wann sind wir allein und wann einsam? Alleinsein ist zunächst eine neutrale Situationsbeschreibung. Wenn wir allein sind, ist das ein Zustand, der sich dadurch auszeichnet, dass da kein anderer Mensch bei uns ist - und das kann für uns positiv oder negativ sein. Alleinsein kann etwas sein, das wir bewusst wählen, um zu uns zu finden und Abstand von anderen zu gewinnen. Einsamkeit ist vor allem ein Gefühl, mit dem wir die Situation, in der wir sind (nämlich allein zu sein) negativ bewerten. Einsam können wir uns im Alleinsein fühlen, aber auch, wenn wir unter Menschen sind. Einsamkeit ist ein tiefer Schmerz darüber, dass wir uns niemanden nahe fühlen und mit keinem teilen können, was in uns ist. So verstehen wir diese beiden Begriffe zumindest für diesen Artikel.
Tipps gegen die Einsamkeit Wer sich einsam fühlt, leidet darunter oft sehr. Wir fühlen uns dann verlassen und der Einsamkeit ausgeliefert und vielleicht auch hilflos, gelähmt, wie ein Opfer. Und so sitzen dann gerade einsame Menschen allein zu Hause, womöglich noch in der stillen Hoffnung, jemand würde kommen, um sie aus ihrer Einsamkeit zu retten. Ein Teufelskreis der krank machen kann.
Das Wichtigste: Einsamkeit ist keine Schande Das Allerwichtigste beim Thema Einsamkeit ist, dass Sie sich unbedingt klar machen sollten, dass Einsamkeit kein Makel ist und nichts, wofür Sie sich schämen müssen. Sehr viele Menschen fühlen sich einsam - insofern sind Sie ironischerweise sogar in guter Gesellschaft. Einsamkeit ist aber auch kein Schicksal, das Sie hinnehmen müssen. Einsamkeit ist etwas, das Sie ändern können. "Einsamkeit ist eine Gefängniszelle, die sich nur von innen öffnen lässt." Alfredo La Mont
Selbsterkenntnis: Warum fühlen Sie sich einsam? Zu Beginn ist es ratsam, einmal herauszufinden, warum man sich eigentlich einsam fühlt. Nicht jeder der allein ist, fühlt sich auch einsam. Einsamkeit liegt in uns selbst begründet. Überlegen Sie einmal, ob einer der folgenden Gründe auch bei Ihnen zutrifft: eine gewisse Unfähigkeit, etwas mit sich selbst anzufangen, Angst vor den Gedanken und Gefühlen, die in einem selbst hochkommen, wenn man allein ist (z.B. schlimme Erinnerungen, Schuldgefühle etc.), zu hohe Erwartungen an andere, z.B. dass andere Menschen dafür verantwortlich sind, Sie glücklich zu machen das Gefühl, wertlos zu sein und nicht gemocht zu werden, Scham- und Schuldgefühle, Angst vor anderen Menschen, vor allem vor Verletzungen, anderes, nämlich:.... Diese kleine Übung soll nicht dazu dienen, dass Sie sich selbst kritisieren, sondern ermöglicht es Ihnen zu erkennen, wo Sie von Ihrer Einstellung her an Ihrer Einsamkeit ansetzen können.
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Ihre Einsamkeit können nur Sie selbst beenden Sie sind der Mensch, der etwas gegen Ihre Einsamkeit tun kann. Sie können zunächst lernen, Ihr Alleinsein anzunehmen und für sich zu nutzen. Tipps dafür haben wir Ihnen bereits gegeben. Darüber hinaus können Sie einiges dazu tun, nicht länger allein zu sein, wenn Sie damit unzufrieden sind. Tipps dafür haben wir hier im folgenden für Sie zusammengestellt.
Unternehmen Sie etwas Werden Sie aktiv, indem Sie unter Menschen gehen. Überlegen Sie sich, wo Sie andere treffen können, die ähnliche Interessen wie Sie haben und gehen Sie dort hin. Hier einige Ideen, wo Sie Menschen treffen können: Volkshochschulkurse, Sportkurse, Lesungen, Vorträge, Wanderungen, Ausstellungen, Gesprächsgruppen und -kreise, Selbsthilfegruppen, Vereine, u.v.m. Sie können sich natürlich auch dann einsam fühlen, wenn Sie unter Menschen sind. Aber wenn Sie nicht unter Menschen gehen, werden Sie in jedem Fall einsam bleiben. Wenn Sie unter Menschen gehen, bestehen immer wieder neue Möglichkeiten andere Menschen kennen zu lernen. Also - raus aus Ihrer Wohnung.
Engagieren Sie sich Eine gute Möglichkeit Einsamkeit zu überwinden ist sich zu engagieren. Sie können sich eine ehrenamtliche Tätigkeit suchen, in der Sie zusammen mit anderen Menschen etwas Gutes tun - sei es für Notleidende, für die Umwelt, für Tiere oder was auch immer. Eine ehrenamtliche Tätigkeit bringt Sie in Kontakt mit anderen Menschen und gibt Ihnen darüber hinaus das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Das tut einfach gut. Wofür möchten Sie sich engagieren?
Wie Sie Freunde finden können Viele Menschen, die sich einsam fühlen, sehnen sich nach einem Freund oder einer Freundin. Aber wie und wo kann man so jemanden finden? Hier haben wir einige Tipps für Sie: Nicht zu sehr wollen - Zunächst ist es wichtig, dass Sie nicht gleich jede neue Bekanntschaft mit einer zu großen Erwartungshaltung überfordern. Eine Freundschaft kann sich nur aus sich heraus entwickeln und nicht erzwungen werden. Also geben Sie sich Zeit. Alte Freunde wiederentdecken - Was ist aus Ihren alten Freundschaften und Bekanntschaften geworden? Gibt es vielleicht jemanden, mit dem es schön wäre, sich wieder einmal zu treffen? Nicht immer lassen sich alte Freundschaften wieder aufwärmen, aber es kann für beide Seiten ein schönes Erlebnis werden, sich einmal wiederzusehen. Freundschaftsanzeigen - Sie können wie auch bei einer Partnersuche einfach eine Anzeige schalten, dass Sie jemanden suchen, mit dem Sie z.B. die Stadt, Kulturszene, Natur o.ä. entdecken möchten. Sie werden staunen, wie viele Menschen ebenfalls nach Gesellschaft suchen. Eine eigene Gesprächsgruppe gründen - Warum suchen Sie sich nicht drei oder vier andere Menschen, die ebenfalls Gesellschaft suchen und gründen einen Gesprächskreis. Wenn Sie sich regelmäßig treffen und z.B. über bestimmte Themen diskutieren, lernen Sie sich schnell kennen. Hieraus können schöne Freundschaften entstehen.
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Das Kapitel Partnersuche Einsamkeit entsteht oft auch nach der Trennung vom Lebenspartner. An dieser Stelle wollen wir das Thema Exkurs: Der Tod des Partnersuche nur kurz anreißen - es ist eigentlich einen Lebenspartners eigenen Artikel wert. Einen neuen Partner können Sie auf ganz unterschiedliche Wer seinen durch Tod Lebenspartner verliert, fällt sehr oft in ein tiefes Einsamkeitsloch. Selbst nach Weise finden: einer langen Trauerphase erlauben sich viele nicht Kontaktanzeigen - Auch wenn viele diesen Weg noch den Gedanken an einen neuen Partner. Denken Sie scheuen, so sind Kontaktanzeigen eine sehr gute aber daran: Ihr Lebenspartner oder Ihre Partnerin Möglichkeit, jemanden kennen zu lernen. Erwarten hätte nicht gewollt, dass Sie für den Rest Ihres Sie nicht, sofort den Traumpartner zu finden, sondern Lebens einsam bleiben. lassen Sie sich spielerisch auf das Abenteuer "BlindSie leben weiter und weiterzuleben, heißt auch für Date" & Co ein. sich zu sorgen. Wenn Sie Liebe in sich haben und Verkuppelt werden - Lachen Sie nicht, denn Ihre sie an jemanden weitergeben möchten, ist das mehr Freunde wissen oft recht gut, wer zu Ihnen passen als in Ordnung. Der Tod Ihres Partners verpflichtet könnte. Auf diese Weise haben schon viele Paare nicht auch Sie dazu, innerlich zu sterben. Sie zusammengefunden. vergessen den Menschen, den Sie geliebt haben ja Singleveranstaltungen besuchen - In allen größeren nicht. Und sie betrügen ihn oder sie auch nicht. Städten gibt es Singlebars oder Single-Partys. Auch Geben Sie sich und einer neuen Liebe die Chance. hier geht es nicht in erster Linie darum, sofort mit DEM Richtigen nach Hause zu gehen, sondern viel mehr unter Leute zu kommen, ein bisschen zu flirten und Möglichkeiten zu schaffen, andere kennen zu lernen. Gleichgesinnte suchen - Suchen Sie vor allem auch dort nach potentiellen Partner, wo Sie selbst gerne hingehen. Wenn Sie sich z.B. für Kunst interessieren, ist es eine gute Idee, sich in Museen, im Kunstgeschichtskurs oder bei einem Vortrag über die Malerei des 19. Jahrhunderts umzuschauen. Hier finden Sie Gleichgesinnte. Offen durchs Leben gehen - Öffnen Sie sich für die Möglichkeiten, jemanden zu finden, indem Sie aufrecht gehen und nicht den Boden mit Ihrem Blick absuchen. Ein freundlicher Blick und ein fröhliches Lächeln kann andere bezaubern. Und wenn Sie jemanden zum Flirten finden, dann nutzen Sie die Chance und verkriechen sich nicht in der nächsten Ecke. Der Traumpartner oder die Traumfrau kann überall sein.
Tipps zum Alleinsein Alleinsein kann etwas wirklich Wohltuendes und Heilsames haben. Einmal nur für sich selbst zu sein, können wir ohne Beeinflussung von außen richtig zur Ruhe kommen. Aber die meisten Menschen, die nicht allein, sondern in einer Partnerschaft und / oder mit Kindern leben, haben sehr selten einmal Zeit ganz für sich ungestört und eben allein. Vielleicht tun Sie sich einmal ganz bewusst etwas Gutes, indem Sie sich Zeit für sich reservieren und diese ganz ohne die Gesellschaft anderer verbringen.
Chancen und Nutzen des Alleinseins Alleinsein ermöglicht: sich einfach so zu verhalten und benehmen, wie man mag, ohne Rücksicht zu nehmen oder Angst zu haben, was jemand anderes denken könnte, uns unserer Gedanken und unseres inneren Dialoges bewusst zu werden, in Ruhe über uns, unser Leben und unsere Ziele nachdenken, ohne Einflüsse von außen, zu entspannen und meditieren, einen eigenen Rhythmus finden und dem nachgeben, u.ä.
Tipp Achten Sie einmal ganz bewusst darauf, was Sie tun, wenn Sie allein sind. Oft machen wir dann Dinge, die wir uns im Beisammensein mit anderen verbieten. Vielleicht können Sie etwas davon ja auch in Ihrem Alltag ausleben?
Was Sie tun können, wenn Sie Zeit für sich haben Hier einige Tipps für Dinge, die Sie tun können, wenn Sie einmal ganz für sich sind: Tagebuch führen oder einen Brief an sich selbst schreiben, – 60 –
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malen, Collagen erstellen oder aus Ton ganz nach Lust und Laune Figuren modellieren, mit einem Blick zurück, einmal ein Resümee der Vergangenheit ziehen, darüber nachdenken, welche Vorhaben und Ziele Sie sich für die Zukunft vornehmen möchten, sich selbst mit Wohlfühlmaßnahmen verwöhnen und es sich einfach nur gut gehen lassen, gar nichts tun, sondern einfach nur Körper und Seele baumeln lassen.
Auch mal etwas allein bewältigen Im Alleinsein können wir auch die Erfahrung machen, dass wir in der Lage sind, viele Dinge allein zu bewältigen. Wo wir vielleicht sonst die Hilfe unseres Lebenspartners oder unserer Partnerin in Anspruch nehmen, packen wir nun selbst an. Auch größere Erlebnisse oder Projekte können wir einfach einmal allein bewältigen, denn das stärkt unser Selbstbewusstsein enorm. Jugendliche, die für eine gewisse Zeit allein ins Ausland gehen, erleben in dieser Zeit oft einen großen Entwicklungssprung. Überlegen Sie doch einmal: Welches Projekt könnten Sie allein bewältigen?
Angst vor dem Alleinsein? Viele Menschen haben Angst vor dem Alleinsein. Wenn es Ihnen auch so geht, dann ist es vielleicht sehr hilfreich, dass Sie sich einmal bewusst mit Ihrer Angst beschäftigen. Fragen Sie sich z.B.: Wovor genau habe ich Angst? Vor Gefühlen? Vor schlechten Stimmungen? Davor, dass ich immer allein bleiben werde? Sind es Erinnerungen an vergangene Ereignisse, die wieder in mir aufkommen? Üben Sie dann vielleicht das Alleinsein zunächst in kleinen Schritten - mal ein Spaziergang allein oder mal einen Abend nur für sich.
Alleinsein als Selbsterfahrung und spirituelles Erlebnis Der Gedanke des "Retreats", also des bewussten Rückzugs aus dem Alltag ist uralt. Immer und überall haben Menschen sich aus der "normalen" Welt zurückgezogen. Oft waren es Heilige oder Weise, die über den Sinn des Lebens oder andere Fragen nachdenken wollten. Aber Sie müssen natürlich kein Heiliger sein, um die heilsame Ruhe des bewussten Alleinseins zu genießen, sondern können einfach von ihnen lernen.
Tipp Vielleicht ist auch eine sogenannte „Vision Quest“ das Richtige für Sie? Eine Vision Quest oder zu deutsch "Visionssuche" ist ein besonderes Erlebnis für Menschen, die einmal ganz allein sein wollen. Buchtipp: „Vision Quest“ von Sylvia Koch-Weser und Geseko von Lüpke
Alleinsein im Alltag organisieren Es tut jedem von uns gut, auch im Alltag mal kleinere Rückzugsmöglichkeiten zu haben, sei es um einmal Abstand zu gewinnen oder einfach nur tief durchzuatmen. Ein Schild an der Tür "Bitte nicht stören" kann schon ein erster Schritt sein, mal ganz für sich zu sein. Und warum nicht einmal allein verreisen? Es muss ja nicht gleich eine Weltreise sein. Fahren Sie vielleicht einfach einmal übers Wochenende in eine kleine Pension und lassen Sie sich ganz von Ihren Bedürfnissen und Einfällen treiben. Nehmen Sie sich ein paar gute Bücher mit und vielleicht etwas zu schreiben und zu malen. Es gibt auch die Möglichkeit, für eine gewisse Zeit in der geschützten Atmosphäre eines Klosters zur Ruhe zu kommen. Erkundigen Sie sich dazu einfach mal bei den Fremdenverkehrsbüros der entsprechenden Regionen.
Literatur Zum Thema Alleinsein: Sylvia Boorstein: Retreat - Zeit für mich Für Frauen: Jennifer Louden: Zeit für dich Zum Thema Einsamkeit: – 61 –
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Doris Wolf: Einsamkeit überwinden Lilo Almstadt: Einsam? ... aber nicht mehr lange Eine inspirierende Geschichte: Robert Fisher: Der Ritter in der rostenden Rüstung Und ein tolles Kinderbuch zum Thema: Grégoire Solotareff: Ganz allein
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Vom Umgang mit dem Tod Von Tania Konnerth Das Thema Tod bei Zeit zu leben? Ja, denn der Tod gehört zum Leben dazu. Sehr viele Menschen mögen sich am liebsten gar nicht mit der Tatsache beschäftigen, das alles Leben auch einmal sein Ende finden wird - das von geliebten Menschen und auch das eigene. Aber wer das Sterben verneint, schneidet sich von einem Teil des Lebens ab. Leben und Sterben sind untrennbar miteinander verbunden. Die Angst vor dem Tod oder davor, geliebte Wesen zu verlieren, hemmt unsere unbeschwerte Lebensfreude und -energie.
Konstruktive Gedanken zum Tod Wir möchten Sie dazu ermutigen, sich aktiv und konstruktiv mit dem Thema Tod zu beschäftigen. Das Verneinen und Verdrängen des Todes hilft niemanden. In früheren Zeiten, war der Tod als Phänomen viel präsenter. In einer Großfamilie kam es z.B. viel öfter dazu, dass das Sterben von allen begleitet wurde. Heute findet das Sterben vor allem in Krankenhausbetten statt. Das Thema Tod sollte aber kein Tabu sein, denn es ist Teil des gesamten Kreislaufs.
Und irgendwann ist alles vorbei - Gedanken zum eigenen Tod Wirklich zu verstehen, dass das eigene Leben irgendwann zu Ende geht, ist keine einfache Erkenntnis. Den Gedanken an unsere Vergänglichkeit zuzulassen, macht schnell Angst. Vielen Menschen helfen spirituelle oder philosophische Ansätze dabei, mit der Tatsache zu leben, dass unser Dasein irgendwann zu Ende geht. So kann die Aussicht auf einen himmlischen Zustand nach dem Leben, auf eine Wiedergeburt oder auch die Vorstellungen eines energetischen Zustandes, in den wir übergehen, für den einen oder andern sehr tröstlich sein.
Den Tod akzeptieren In letzter Konsequenz können wir uns nur von unserer Angst vor dem Sterben frei machen, wenn wir lernen, unseren Tod als etwas ganz Natürliches zu akzeptieren.
Tipps Befassen Sie sich doch einmal ganz bewusst mit den unterschiedlichen Denkansätzen, die die verschiedenen Religionen oder auch Philosophen hervorgebracht haben und überlegen Sie, welche Vorstellungen Ihnen ganz persönlich den Gedanken an Ihren Tod leichter und annehmbarer für Sie machen. Reden Sie auch mit anderen Menschen über den Tod. Der Austausch mit anderen hilft bei der Bewältigung eigener Ängste und ermöglicht neue Gedanken.
Übung: Überlegen Sie einmal, wie Ihr eigener Tod aussehen könnte: Wenn es ein Bild, eine Figur, ein Wesen gäbe, was Ihren Tod symbolisieren würde, wie sähe das aus? Können Sie es beschreiben? Vielleicht sogar malen? Möglicherweise haben Sie schnell sehr beängstigende und grauselige Bilder im Kopf. Dann versuchen Sie sich diesen Bildern zu stellen, in dem Sie z.B. Fragen an Ihren Tod stellen und ihm Ihre Ängste mitteilen. Lernen Sie ihn kennen. Das mag sich vielleicht merkwürdig anhören, aber durch die inneren Bilder, die wir in unserem Kopf erschaffen können, haben wir die Möglichkeit, genau so etwas zu tun. Sie können sich auf diese Weise sehr konstruktiv mit Ihrem Tod auseinandersetzen und er verliert so seinen Schrecken.
Beim Thema Tod geht es vor allem um das Leben Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod bringt uns fast zwangsläufig zu der Frage, was wir aus unseren Leben machen wollen. Denn was auch immer wir annehmen, was nach unserem Tod geschehen wird, so geht es für uns in diesem Augenblick doch einzig darum, zu leben. Keiner weiß wirklich, was nach unserer Existenz hier folgt, und dass wir hier sind, stellt uns vor die Aufgabe, etwas aus unserem Leben zu machen.
Was uns der Tod lehren kann Wenn wir uns mit unserem eigenen Lebensende beschäftigen, können wir daraus vieles für uns lernen: – 63 –
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Der Tod kann uns lehren, das Leben zu lieben. Der Tod lässt uns die Bedeutung unserer Lebenszeit klar werden. Der Gedanke an unseren Tod kann uns heute bewusst und intensiv leben lassen. Der Tod lässt das deutlicher werden, was wirklich wichtig ist. Der Tod macht klar, dass nichts selbstverständlich ist. Es geht hier nicht darum, Gedanken an den eigenen Tod zu verherrlichen. Aber wer sich wirklich einmal bewusst macht, dass sein Leben irgendwann zu Ende ist, kann daraus die Motivation und auch die Lust schöpfen, heute etwas aus der Zeit zu machen, die man hier hat.
Übung: In vielen Selbsterfahrungsseminaren wird der eigene Tod dafür genutzt, herauszufinden, was man wirklich will. Diese Übungen können sehr heftig, aber auch sehr hilfreich sein. Sie müssen für sich selbst entscheiden, inwieweit Sie sich auf eine solche Übung einlassen wollen. Ein Klassiker ist die Visualisierung der eigenen Beerdigung. Sie stellen sich dazu das vor, was Sie möchten, was an Ihrem Grab über Sie und über Ihr Leben gesagt wird.
Carpe diem - Nutze den Tag! Was immer Sie glauben mögen, was nach dem Tod passieren wird - es lohnt sich, heute im Hier und Jetzt zu leben. Denn das Leben jetzt ist Ihnen sicher. Jeder Augenblick, den Sie hier sind, ist es wert, von Ihnen wertgeschätzt und genossen zu werden. Leben Sie Ihr Leben!
Für immer fort - mit dem Tod anderer leben lernen Der Tod eines nahestehenden Menschen oder eines geliebten Wesens reißt ein großes Loch ganz tief in uns. Der Schmerz ist so unendlich groß und es scheint, als könnten nie wieder unbeschwerte und fröhliche Tage kommen. Die Verzweifelung über den Verlust kann so groß sein, dass manch einer selbst kaum weiterleben will. Wie kann man lernen, mit einem solchen Verlust umzugehen und wie können wir den Tod derer, die wir lieben akzeptieren?
Über Abschied und Trauer Das Annehmen des Verlusts von Menschen und Wesen, die wir lieben, ist eine der schwersten Aufgaben, die wir in unserem Leben zu bewältigen haben. Wir müssen erkennen, dass wir nichts festhalten können und dass es Dinge gibt, die sich unserer Kontrolle entziehen, so verzweifelt wir auch versuchen mögen, Einfluss zu nehmen. Abschied und Trauer sind Themen, die früher oder später auf jeden von uns zukommen und wir müssen lernen, mit dem Schmerz umzugehen.
Phasen der Trauer Die Verarbeitung eines Verlusts durch den Tod erfolgt in der Regel in verschiedenen Phasen (n. Verena Kast): Phase 1: Schock und Verneinung - Nach dem Verlust eines geliebten Menschen reagieren die meisten von uns mit Schock und Verneinung. Wir können es einfach nicht fassen und deshalb "kann nicht sein, was nicht sein darf". Diese Phase kann kurz sein, aber auch über Wochen, ja sogar Monate andauern. Phase 2: Aufbrechende Gefühle - Während für die erste Phase eine Empfindungslosigkeit typisch ist, brechen nun die Gefühle des Hinterbliebenden hervor. Wut, Verzweifelung, Schuldgefühle, Schmerz - alle möglichen Gefühle können nun spürbar werden und uns überwältigen. Phase 3: Suchen und Trennen - In dieser Phase sucht der Hinterbliebende den Kontakt zum Verstorbenen - sei es durch Rituale, wie das Mitdecken des Tisches für den Toten, durch Tagträume oder ähnliches. In dieser Phase ist ein Wechselbad der Gefühle zwischen Verneinung, Trauer, Trost, Ernüchterung und Annehmen typisch. Phase 4: Entstehen eines neuen Selbst- und Weltbezugs - Erst in dieser Phase erfolgt die tatsächliche Akzeptanz des Todes. Der Hinterbliebende beginnt, seinen Lebensrhythmus neu zu gestalten, die Gewohnheiten, die mit dem Verstorbenen geteilt wurden, werden aufgegeben. Eine Form von Neuanfang wird möglich. In der Praxis sind diese Phasen keineswegs deutlich voneinander zu trennen und sie stellen auch kein gradliniges Nacheinander dar. Vielmehr mischen sich die einzelnen Phasen, gehen ineinander über und wechseln sich ab. Es – 64 –
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gibt auch bei Personen, die glaubten, über den Verlust hinweggekommen zu sein, immer wieder heftige Gefühlsausbrüche und man kann auch noch nach Jahren heftig schmerzende Trauerphasen erleben.
Trauer braucht vor allem Zeit Eine so tiefe Wunde, wie die, die durch den Verlust eines geliebten Wesens entsteht, heilt nicht schnell. Es ist wichtig, sich klarzumachen, dass Trauer und Abschied sehr langwierige Prozesse sein können. Jeder Mensch hat hier sein ganz eigenes Tempo - und manch einer trauert Jahre. Lassen Sie sich also selbst Zeit mit Ihrer Trauer und geben Sie diese Zeit auch anderen Menschen, die trauern. Als Angehörige von trauernden Menschen neigen wir dazu, uns zu wünschen, der andere solle doch den Tod möglichst schnell überwinden. Das aber geht oft schlicht nicht. Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen ist eine tiefe Verletzung und so wie Menschen oft nach einer körperlichen Erkrankung eine sehr lange Rekonvaleszenzzeit brauchen, um wieder zu Kräften zu kommen, so ist es auch beim Trauerschmerz.
Der Satz "Das Leben geht weiter" "Das Leben geht weiter" ist vielleicht einer der Sätze, die man in der Trauer am wenigsten hören mag. Der Satz wirkt zynisch angesichts der Leere, die man empfindet. Gleichzeitig aber ist es ein sehr tröstlicher Satz, der den Blick nach vorn öffnen kann. Wer trauert, will manchmal selbst nicht mehr leben. Aber genau darum geht es: Weiterzuleben. Und das Weiterleben ist möglich, so schlimm uns der Verlust auch scheint. Wer seine Trauer und den Schmerz annimmt und lernt, mit dem Tod der Lieben zu leben, wächst und reift.
Übungen zum Umgang mit der Trauer Wir haben hier einige Übungen zusammengestellt, mit denen sich Trauer aktiv bearbeiten lässt. Aber wir wissen auch, dass gerade in Phasen, in denen wir vor Schmerz nicht weiterwissen, es sehr schwer ist, die Energie zu finden, solche Übungen auch tatsächlich zu machen. Setzen Sie sich nicht unter Druck. Möglicherweise ist es noch nicht Zeit, den Verlust aktiv zu bearbeiten. Schauen Sie einfach einmal, wovon Sie sich angesprochen fühlen und forcieren Sie nichts.
Trauer zulassen und ausleben Der Schmerz über den Verlust stürzt uns zunächst in eine Starre. Wie unter Schock fühlen wir möglicherweise über eine ganze Zeit gar nichts. Irgendwann aber brechen Gefühle durch. Für unsere Mitmenschen ist es nicht immer nachvollziehbar, wieso wir vielleicht nach einem halben Jahr oder noch längerer Zeit voller Verzweifelung und Schmerz reagieren. Es ist aber sehr wichtig, sich zu erlauben, diese Gefühle zu haben und auszuleben.
Übung: Finden Sie Wege und Möglichkeiten, mit denen Sie Ihren Schmerz, Ihre Gefühle und Gedanken ausdrücken können. Solche Möglichkeiten sind z.B. Malen oder zeichnen, Schreiben (z.B. Geschichten oder ein Trauertagebuch) das Gestalten von Figuren und Skulpturen Ausdruck durch Tanz oder Bewegung Kontakt mit der Natur, u.ä. Finden Sie in jedem Fall einen Weg, durch den Sie das, was in Ihnen ist, herauslassen können. Was Sie dauerhaft unterdrücken, macht krank.
Finden Sie ein Ritual des Abschiednehmens Den Tod von jemanden anzunehmen und zu verarbeiten heißt, loslassen zu lernen. Loslassen ist etwas, das vielen Menschen sehr schwer fällt, vor allem dann, wenn es um ein endgültiges Loslassen geht. Die verschiedenen Kulturen haben ganz unterschiedliche Rituale entwickelt, mit denen Verstorbene verabschiedet werden. Viele dieser Rituale haben etwas Tröstliches, denn Symbole haben eine große Wirkung auf uns.
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Übung: Finden Sie ein ganz persönliches Ritual, mit dem Sie sich verabschieden wollen. Vielleicht möchten Sie einen Brief an den Verstorbenen schreiben und den dann ganz bewusst verbrennen oder an einen Ballon binden und in den Himmel schicken. Vielleicht möchten Sie etwas, das zu dem Verstorbenen gehörte, nehmen und an einem ganz besonderen Ort vergraben. Vielleicht gestalten Sie auch ein spezielles Fotound Erinnerungsalbum, durch das Sie Ihre Beziehung zu dem Toten noch einmal bewusst erleben und durcharbeiten. Wählen Sie etwas, bei dem Sie spüren, dass es für Sie stimmt. Wie kitschig es auch immer sein mag - tun Sie, wonach Ihnen ist. Tun Sie es bewusst und lassen Sie den Schmerz zu. Machen Sie sich aber auch immer klar, dass es um das Loslassen und Verabschieden geht. Inszenieren Sie den Abschied auf Ihre ganz persönliche Art.
Beenden Sie das ewige Kreisen um die Frage: Warum nur, warum? Mit am schmerzlichsten kann die ewige Frage nach dem Warum sein. "Warum musste er oder sie sterben?" Je nach Glaubenshintergrund können wir hierfür ganz unterschiedliche Antworten finden. Sehr häufig suchen Menschen die Antwort bei sich selbst und entwickeln große Schulgefühle. Damit wird der Schmerz noch größer.
Übung: Es hat in der Regel wenig Sinn, zu versuchen sich über den Verstand her klar zu machen, dass die Frage nach dem Warum im Grund nur qualvoll aber wenig konstruktiv ist. Es sinnvoller, sie einmal ganz bewusst "abzuarbeiten". Lassen Sie sich - wenn Sie sich stark genug fühlen - einmal ganz auf diese bohrende Frage ein. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schreiben Sie alle vermeintlichen Gründe auf, die Ihnen auf Ihre Frage nach dem Warum einfallen. Schreiben Sie alles auf, so abstrus es vielleicht klingen mag. Durch das Aufschreiben bringen Sie Ihre Gedanken aus sich heraus, was sehr befreiend wirken kann. Werfen Sie am Ende der Übung die Blätter fort oder verbrennen Sie sie.
Trost finden Nach der akuten Trauerphase geht es darum, das eigene Leben ohne die verstorbene Person weiterzuleben. Viele Trauernde fühlen sich verlassen und einsam. Um weiterzumachen, müssen wir Trost finden. Seien Sie vor allem liebevoll und nachsichtig zu sich selbst und finden Sie einmal systematisch heraus, was Sie trösten kann.
Übung: Auch hier geht es vor allem um die Kraft der Symbole. Schreiben Sie auf, welche Dinge Sie ganz persönlich trösten können. Vielen Menschen tut es gut, Blumen zum Grab zu bringen oder Kerzen in einer Kirche anzuzünden. Andere müssen über ihre Empfindungen reden und finden in einer Trauer-Selbsthilfegruppe Trost. Auch eine innere Vorstellung darüber, wo der Verstorbene nun gerade ist, kann sehr tröstlich sein. Vielleicht haben Sie auch ein besonderes Erinnerungsstück, das Sie immer bei sich tragen. Setzen Sie verschiedene dieser Möglichkeiten um.
Wenn andere trauern - Trost und Begleitung im Trauerfall Es ist ja nicht immer nur unsere eigene Trauer, mit der wir konfrontiert werden. Wir erleben auch die Trauer nahestehender Menschen und wollen gerne etwas tun, um den Schmerz zu lindern.
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Geben Sie der Trauer des anderen Raum Tod und Trauer gehören leider zu den großen Tabu-Themen unserer Zeit. Im allgemeinen Schönheits- und Jugendwahn unserer schnellen Gesellschaft, haben Verfall und Sterben wenig Raum, denn sie erinnern uns nur zu deutlich, dass viele von uns einer Illusion nachjagen. Weil dies so ist, treffen Trauernde oft auf wenig Verständnis für ihren Schmerz. Eine gewisse Trauerzeit - in der Regel ein paar Tage - wird den meisten zwar zugestanden. Dann aber bitte schön soll derjenige doch loslassen, das Leben geht schließlich weiter... Sie können sehr viel tun, indem Sie dem Trauernden signalisieren, dass der Schmerz, die Gefühle und Tränen für Sie in Ordnung sind - und das unabhängig davon, wie weit der tatsächliche Verlust zurück liegt. Versuchen Sie nicht, mit Ablenkung oder Aufmunterung den anderen aus seiner Trauer holen zu wollen, sondern akzeptieren Sie den Schmerz des anderen. Verdrängt wird schon genug.
Seien Sie sich über Ihre persönlichen Grenzen klar Sie müssen selbst für sich sehen, wie viel Auseinandersetzung Sie mit der Trauer eines anderen Menschen aushalten können. Wenn wir einen anderen Menschen trauern sehen, kommen wir auch in Berührung mit unseren eigenen Ängsten, unseren eigenen Verlusten und unserem Schmerz. Denken Sie hier zunächst an sich selbst. Vermeiden Sie es aber, den anderen deshalb von seiner Trauer wegbringen zu wollen und fühlen Sie sich nicht schuldig. Sie sind dem anderen keine Hilfe, wenn Sie selbst seelisch zusammenbrechen, weil bei Ihnen unverarbeitete Verluste aufbrechen. Machen Sie das im Notfall transparent, indem Sie sagen, dass Sie merken, dass Sie nicht stark genug sind für den Schmerz des anderen, weil bei Ihnen selbst so viel Schmerz oder Angst ist.
Seien Sie einfach da Trauernde fühlen sich oft verlassen und alleingelassen. Vielen Menschen tut es deshalb gut, zu spüren, dass jemand da ist. Das heißt nicht immer unbedingt, dass Sie aktiv etwas tun müssen oder ständig um denjenigen herumsein müssen. Signalisieren Sie einfach Ihre Anwesenheit und Ihre Verfügbarkeit. Eine liebe Karte mit einer Telefonnummer und dem Hinweis, dass Sie zu jeder Zeit erreichbar sind, tut schon sehr gut. Auch immer mal wieder von sich aus anzurufen und nachzufragen, wie es geht, manchmal das einfache nur "Dabeisitzen", wenn jemand weint, gemeinsame Spaziergänge zum Friedhof - all das sind Dinge, die Sie tun können.
Hören Sie zu Des Weiteren können Sie zuhören. Viele Trauernde möchten in bestimmten Phasen wieder und wieder über die Person, die sie verloren haben, sprechen. Es sind oft immer wieder dieselben Geschichten - vielleicht auch verbunden mit Fotos oder ähnlichem. Hören Sie zu und signalisieren Sie Interesse. In dieser Zeit ist der Schmerz so übermächtig, dass es einfach notwendig ist, dass derjenige über den Toten spricht. Und es tut gut, wenn man da auf Verständnis stößt.
Wenn der andere nicht mit der Trauer klarkommt Es kann auch passieren, dass Menschen mit dem Verlust, den sie erlitten haben, nicht klarkommen. Da Sie selbst wahrscheinlich keine therapeutische Ausbildung haben, sind hier Ihren persönlichen Möglichkeiten Grenzen gesetzt. Sie dürfen nicht selbst an der Trauer des anderen kaputtgehen. Informieren Sie sich über Trauerberatungen, Selbsthilfegruppen und andere Einrichtungen, die im Notfall weiterhelfen können. Zeigen Sie behutsam diese Möglichkeiten auf, wenn Sie merken, selbst nicht mehr mit der Situation klarzukommen.
Literatur zum Thema Tobias Brocher: Wenn Kinder trauern Jorgos Canacakis: Ich begleite dich durch deine Trauer Jerome Groopman: Abschied vom Leben Verena Kast: Trauern und andere Titel der Autorin Elisabeth Kübler-Ross: Interviews mit Sterbenden und andere Titel der Autorin Birgit Lambers: Rat und Hilfe für den Trauerfall Marlene Lohner: Plötzlich allein Ein Mensch geht Und ein Buchtipp einer Leserin: "Das Leben vollenden: wie wir Sterbenden helfen, wie wir uns auf den eigenen Tod vorbereiten können", erschienen im Zweitausendeins-Verlag Frankfurt a.M., Juni 99 ( nur dort zu bestellen)
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Persönlichkeitstests - Selbsterkenntnis durch Ankreuzen? Von Tania Konnerth Persönlichkeitstests gibt es zuhauf - sicher haben Sie auch schon mal in einem solchen Test einige Kreuzchen gemacht und hinterher dann im Ergebnis nachgelesen, "wie Sie sind". Da es sehr viele verschiedene solcher Tests gibt, ist auch die Fundiertheit der Ergebnisse ist sehr unterschiedlich. Handelt es sich um seriöse Verfahren, können diese für die Selbsterkenntnis ein sehr nützliches Instrument sein.
Einführung Persönlichkeitstests und ähnliche Verfahren sind der Versuch, ein möglichst objektives Bild über das Verhalten und die Persönlichkeit einer Person zu bekommen. Dabei ist die Bezeichnung "Test" zumindest bei seriösen Verfahren etwas irreführend, denn es geht nicht darum, besonders "gut" abzuschneiden. Im Mittelpunkt steht viel mehr, ein möglichst vielschichtiges und genaues Bild einer Persönlichkeit zu bekommen und dafür auch unbewusste Verhaltensweisen oder Einstellungen zu erfassen. Zu finden sind Persönlichkeitstests z.B.: in Zeitschriften, in Bewerber-Auswahlverfahren, wie z.B. im Assessment-Center, in der Ratgeberliteratur zur Persönlichkeitsentwicklung, in der Psychotherapie bzw. klinischen Psychiatrie. Je nach Herkunft und Anwendungsgebiet unterscheiden sich diese Psychotests in Ihrer Seriosität und Fundiertheit. Bei vielen Tests wird scheinbar "eher gewürfelt", aber es gibt auch Tests, die Erstaunliches zutage fördern.
Einsatz von Persönlichkeitstests Bei der Behandlung psychischer Erkrankungen dienen diese Verfahren der Persönlichkeitsdiagnostik. Man erhofft sich so, geeignete Therapiemaßnahmen festlegen zu können. Persönlichkeitstests werden aber auch für die Bewerberauswahl eingesetzt, z.B. in sogenannten Assessment-Centern. Für den Einzelnen können Testverfahren dieser Art für die persönliche Selbsterkenntnis sehr hilfreich sein.
Typen von Persönlichkeitstests Unterschieden werden: objektive Test und projektive Tests.
Objektive Tests Tests dieser Art zeichnen sich dadurch aus, dass die Durchführung und Auswertung nach festen Regeln erfolgt. Einige der Tests werden per Computer ausgewertet, so dass in diesem Fall keine Interpretationen der auswertenden Personen einfließen können. Im Normalfall gibt es eine Reihe von Fragen, bei denen die betreffende Person die zutreffenden Antworten ankreuzt bzw. jeweils das am meisten und am wenigsten Zutreffende markiert. Manchmal wird auch nach einer Gewichtung gefragt, so dass z.B. Vorlieben mit Noten von 1-6 bewertet werden müssen. Zu solchen objektiven Tests gehören z.B. das MMPI (Minnesota Multiphasic Personality Inventory), das Freiburger Persönlichkeitsinventar FPI o.ä.
Projektive Tests Bei den projektiven Tests werden der Person sogenannte "Stimuli", wie z.B. abstrakte Muster, Zeichnungen oder Bilder vorgelegt, die so vage sind, dass sie ganz verschiedene Interpretationsmöglichkeiten zulassen. Der Betrachter bringt bei der Deutung oder Ergänzung dieser Stimuli sich selbst, innere Gefühlszustände, Vorerfahrungen u.ä. ein. In diesen Tests werden die Antworten und Assoziationen dann von demjenigen, der den Test durchführt interpretiert und analysiert. Damit sind die Testergebnisse unter Umständen auch abhängig von der Person des – 68 –
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Testenden, denn eine vollkommene Objektivität bei der Auswertung kann natürlich nicht gewährleistet werden. Der bekannteste Test dieses Typs ist der Rorschachtest, bei dem die Interpretation von Tintenklecksbildern ausgewertet werden.
Was erfährt man durch Persönlichkeitstests? In den verschiedenen Persönlichkeitstests werden sehr unterschiedliche Dinge erfasst, wie z.B.: Verhaltensweisen, Einstellungen, Überzeugungen und Wertvorstellungen, Vorlieben, Stärken, Schwächen Charaktereigenschaften u.v.m. In der Regel haben die einzelnen Test bestimmte Schwerpunkte. So geht es z.B. um die Verhaltensweisen vor allem im Beruf, um das Kommunikationsverhalten in Konflikten o.ä. Idealerweise wird ein möglichst komplexes Bild der Persönlichkeit erfasst.
Nutzen und Grenzen solcher Testverfahren Es scheint verlockend: Selbsterkenntnis durch ein Testverfahren. Aber welchen Nutzen kann ich konkret aus einem bestimmten Testverfahren ziehen und gibt es vielleicht auch Aspekte, die ich in jedem Fall beachten sollte, damit mir das Ganze nicht schadet?
Schauen Sie genau hin, wer den Test anbietet Entscheidend ist, wer einen Test anbietet und mit welcher Zielsetzung das getan wird. So arbeiten z.B. bestimmte Sekten mit Persönlichkeitstests. In solchen Tests werden dann persönliche Schwächen oder Probleme erfragt und es wird dem potentiellen Mitglied suggeriert, dass die Sekte der einzige Weg bietet, diese Schwächen auszubügeln und glücklich und zufrieden zu werden. Bei diesen Tests kommt immer ein Ergebnis heraus, bei dem die Probleme des getesteten Menschen im Vordergrund stehen - und für die die Sekte dann natürlich die Lösungen anbietet. Tests in Stellenauswahlverfahren werden oft mit der Zielrichtung eingesetzt, die "Besten" zu finden. Lassen Sie sich darauf nur ein, wenn Sie ein solches Ausleseverfahren auch wirklich aushalten können. Wenn Sie dem Druck eines solchen Verfahrens nicht gewachsen sind, können Sie damit sich und Ihrem beruflichen Selbstwertgefühl schaden. Das ist kein Job wert. Für alle, die es sich zutrauen, kann sehr interessant sein, sich einmal selbst in einem Assessment-Center zu erleben und Sie können dort viel über sich und andere lernen.
Ideal: Die konstruktive Selbsterkenntnis Im besten Fall bringt Ihnen das Ergebnis eines Persönlichkeitstests ein positives "Aha"-Erlebnis. Es kann sehr versöhnend sein, ein umfassendes Bild der eigenen Persönlichkeit auf einer relativ objektiven Ebene zu bekommen. Gute Verfahren, wie z.B. das Enneagramm oder die INSIGHTS®- Potentialanalyse, legen dabei das Gewicht auf die Stärken und Potentiale, nicht auf die Schwächen. Weiterhin werden Hilfestellungen dazu gegeben, wie man das Beste aus seinen Neigungen und Anlagen machen kann.
Wann Sie besser vorsichtig sind Vorsicht ist z.B. angesagt wenn Sie wahllos alle möglichen Tests machen, in der Hoffnung so endlich etwas über sich erfahren; wenn Sie dazu neigen, sich mit den Testergebnissen selbst "fertig zu machen" und nur auf die negativen Aspekte schauen oder wenn Sie feststellen, dass Sie sich selbst gleichsam auf solche Ergebnisse "hypnotisieren" und sich deshalb in einer Beschreibung regelrecht "gefangen" fühlen, denn so kann es passieren, dass das Testergebnis zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung wird. In all diesen Fällen ist es ratsam, professionelle Hilfe z.B. in der Form einer therapeutischen Beratung oder eines Coachings anzunehmen. Sie vermeiden es so, allein mit sich und dem Ergebnis zu selbstkritisch zu sein. Ein guter Berater wird gemeinsam mit Ihnen Stärken und konstruktive Maßnahmen erarbeiten.
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Persönlichkeitstests sind Denkanstöße Sie sollten die Ergebnisse von Psycho-Tests und ähnlichen Verfahren immer als das nehmen, was sie zunächst sind: Denkanstöße. Niemand kann 100%ig Ihre Persönlichkeit mittels eines Tests erfassen. So gut und treffend manche Verfahren auch sind, so erfassen sie in der Regel nicht, inwieweit bereits Veränderungen oder Bewusstseinsprozesse aktiv sind. Entscheidend ist, dass Sie sich mit Testergebnissen jeder Art nicht verrückt machen, sondern dass Sie etwas Positives und Konstruktives daraus ziehen. Alles andere tut Ihnen nicht gut.
Vorgestellt: Das Enneagramm Das Enneagramm ist ein Persönlichkeits- Modell, mit dem sich Menschen in neun verschiedene Persönlichkeitstypen einteilen lassen. Das Symbol des Enneagramms gibt es schon seit Jahrhunderten und es heißt, dass diese Persönlichkeitstypologie bereits bei den Sufis gelehrt wurde. Der russische spirituelle Lehrer G. I. Gurdjieff brachte das Enneagramm in den 20er Jahren nach Europa. Wörtlich übersetzt heißt Enneagramm "eine Zeichnung mit neun Spitzen". Die neun Spitzen stehen symbolisch für die neun Persönlichkeitstypen dieses Modells.
Ein Persönlichkeitstest für Zuhause Das Enneagramm ist eine Typenlehre, mit der Sie selbständig arbeiten können. Es gibt verschiedene Bücher mit integrierten Tests, mit denen Sie durch die Beantwortung verschiedener Fragen herausfinden können, welchem Typ des Enneagramms Sie angehören. Aber bitte unterschätzen Sie deshalb diese Typologie nicht: das Enneagramm ist eine sehr tief gehende Persönlichkeitslehre, deren Erkenntnisse einen ganz schön nachdenklich machen können.
Die neun Persönlichkeitstypen im Enneagramm Im Enneagramm gibt es neun verschiedene Persönlichkeitstypen (Archetypen), wobei jeder Mensch Anteile von jedem Typus in sich trägt, aber einen Haupttypus hat. Wir möchten Ihnen die neun Typen hier kurz skizzieren. Bitte beachten Sie dabei, dass die Stichwörter zu den einzelnen Typen nur einen winzigen Einblick in den jeweiligen Persönlichkeitstyp geben. Die Beschreibungen in den Büchern zum Enneagramm sind sehr viel komplexer. Typ 1: Die Reformer oder Perfektionisten - Menschen mit festen Idealen und Prinzipien, mit schnellem Urteil und Lust an der Verbesserung; Hang zu Intoleranz und Perfektionismus. Typ 2: Die Helfer oder Fürsorglichen - Menschen, die Anteil am Leid anderer nehmen, treu und hilfsbereit sind; Hang dazu, sich selbst zu vernachlässigen und zum Märtyrer zu werden. Typ 3: Macher oder Statusmenschen - Menschen, die gerne im Mittelpunkt stehen, ehrgeizig und zielgerichtet sind; Hang zu Eitelkeit und Orientierung am Äußeren. Typ 4: Künstler oder Romantiker - Menschen mit Phantasie, Kreativität und großen Emotionen; Hang zu Depressionen und Realitätsflucht. Typ 5: Denker oder Beobachter - Menschen mit einen großen Wissensdurst, analytischen Fähigkeiten und Zuhörvermögen; Hang zur Introvertiertheit und Detailversessenheit. Typ 6: Loyalen oder Fragenden - Menschen, die vertrauenswürdig und kooperativ sind, geborene Networker; Hang zu Ängsten und Autoritätsgläubigkeit. Typ 7: Vielseitigen oder Abenteurer - Menschen voller Energie, sehr vielseitig und charismatisch; Hang zu Extremen und zu impulsiven Handlungen. Typ 8: Führer oder Bosse - Menschen, mit einem großen Selbstbewusstsein, die Herausforderungen lieben und andere Menschen gerne führen; Hang zu Dominanz und Aggressivität. Typ 9: Friedliebenden oder Harmonischen - Menschen, die beliebt sind, für Harmonie sorgen und eine ruhige Ausstrahlung haben. Hang dazu, sich zurückzuziehen und dazu, andere zu idealisieren.
Ein komplexes und vielschichtiges System Die verschiedenen Typen werden im Enneagramm sehr ausführlich beschrieben. Die Charakterstudien sind eindringlich und entlarvend. Jeder Typ kommt in einer "gesunden", einer "durchschnittlichen" und in einer "krankhaften" Ausprägung vor. Sich mit den jeweiligen Eigenschaften und Entwicklungsschritten zu beschäftigen, kann Sie in Ihrer Selbsterkenntnis einen großen Schritt weiterbringen. Das Enneagramm geht sogar weit über die reine Einordnung in Typen und die entsprechenden Beschreibungen der Charaktere hinaus: Innerhalb des Enneagramms beeinflussen sich bestimmte Persönlichkeitstypen gegenseitig, wie auch durch die Linien in dem graphischen Symbol angedeutet wird. Manche Typen fördern – 70 –
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andere, während andere sich eher negativ auswirken. Durch diese Vielschichtigkeit enthält das Enneagramm sehr viele Tipps für die Persönlichkeitsentwicklung.
Ziel: Würdigung dessen, was ist Das Enneagramm verfolgt einen sehr versöhnenden Ansatz: Den größten Nutzen aus dem Enneagramm können Sie dann ziehen, wenn Sie sich darauf einlassen, anzuerkennen, wer Sie wirklich sind. Viele Menschen versuchen ständig jemand anders zu sein - sie verstellen und verkleiden sich. Nur wenn wir lernen, uns mit unseren ganz besonderen Stärken und auch mit den Schwächen anzunehmen und nicht mehr gegen uns, sondern mit uns zu arbeiten, können wir die in uns schlummernden Potentiale wirklich entfalten. In diesem Zusammenhang ist auch die INSIGHTS®- Potentialanalyse sehr interessant und hilfreich.
Literatur zum Thema: Don R. Riso: Das Enneagramm- Handbuch (mit Test) Richard Riso: Die neun Typen der Persönlichkeit und das Enneagramm Richard Rohr, Andreas Ebert: Das Enneagramm
Vorgestellt: Die INSIGHTS®- Potentialanalyse Die INSIGHTS®- Potentialanalyse basiert auf den Arbeiten der Psychologen C. G. Jung und W. M. Marston. Dieses Verfahren wird weltweit in 18 Ländern und acht Sprachen eingesetzt.
Was mit der Potentialanalyse ermittelt wird Die INSIGHTS®-Potentialanalyse hilft Ihnen dabei Ihre eigenen Verhaltenstendenzen, Werte und persönlichen Interessen vor allem in beruflicher Hinsicht zu erkennen. Ein Bewusstsein über die eigenen Stärken und Schwächen macht es viel leichter, herauszufinden, für welche Stelle im Unternehmen man selbst besonders geeignet ist und in welchem beruflichen Umfeld die persönlichen Stärken und Neigungen am besten gefördert werden. Auch für die zwischenmenschliche Kommunikation im Beruf geben die Ergebnisse wertvolle Erkenntnisse. Faszinierend ist vor allem die Ausführlichkeit und Treffgenauigkeit der Ergebnisse. In einer Studie in den USA bestätigten Teilnehmer dem Verfahren sowohl eine große Objektivität als auch eine hohe Zuverlässigkeit.
Persönlichkeitstypen der Potentialanalyse Kern des Verfahrens ist das Ermitteln der zugrundeliegenden Basis-Persönlichkeitstypen, mit ihren verschiedenen Eigenschaften: Direktor (ausprobierend, durchsetzend) Motivator (neue Ideen entwickelnd) Berater (analysierend und beratend) Unterstützer (Hilfe anbietend) Koordinator (abstimmend) Beobachter (prüfend und beschreibend) Reformer (neue Methoden einführend) Daneben bietet die INSIGHTS®- Potentialanalyse noch eine weitere, interessante Komponente: Sie erfasst neben Ihrem Basistypen auch Ihr angepasstes Verhalten und zeigt so unter Umständen, wie weit Sie sich durch die Anpassung von Ihren eigentlichen Eigenschaften und Fähigkeiten entfernt haben. Das ist besonders dann hilfreich, wenn Sie z.B. das Gefühl haben, "gar nicht so recht" an Ihren Arbeitsplatz zu gehören bzw. wenn Sie in immer wieder die gleichen Konflikte geraten.
Ablauf einer INSIGHTS®- Potentialanalyse Mittels eines Fragebogens werden Ihr Verhalten, Ihre Emotionen und Ihr Potential erfasst und ausgewertet. Als Ergebnis erhalten Sie einen 12- bis 18-seitigen persönlichen Report mit individuellen Erklärungen. Diese Selbstanalyse wird in einem Lizenzierungsverfahren von unterschiedlichen Anbietern durchgeführt.
Einsatz der INSIGHTS®- Potentialanalyse Die Ergebnisse der Auswertung können in verschiedenen Bereichen mit großem Nutzen eingesetzt werden: Bei der Personalauswahl: Der Report vermittelt einen Einblick in die Verhaltensweisen eines potentiellen Bewerbers. Es wird deutlich, inwieweit sich das Verhaltens- und das Anforderungsprofil decken. – 71 –
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In Fragen der Teambildung: Teamleiter und Teammitglieder können mit Hilfe des Reports erkennen, worin die besonderen Leistungen jedes einzelnen im Team bestehen. Das fördert die gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung. So wird es leichter, eine gemeinsame Teamidentität zu entwickeln. Zur Leistungsbeurteilung: Durch die Darstellung der berufsbezogenen Verhaltensmuster im Report wird eine effektive Beurteilung möglich. Für eine Motivationssteigerung: In den Reports werden auch die Motivationsfaktoren herausgearbeitet. So können Vorgesetzte erkennen, wie die einzelnen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen optimal zu fördern oder fordern sind. In Fragen des Verkaufs und der Kundenbetreuung: In den Reports wird deutlich, bei wem besondere Verkaufsfähigkeiten vorhanden sind bzw. welcher Stil im Kontakt mit Kunden ausgeprägt ist. So lassen sich Mitarbeiter nicht nur optimal einsetzen, sondern auch fördern. Zur Selbsteinschätzung: Auch für Sie ganz persönlich macht eine Potentialanalyse Sinn, denn Sie bekommen so guten Überblick über Ihre Stärken, Fähigkeiten und Potentiale.
Vorgestellt: Das DISG®- Persönlichkeits- Profil Das DISG®-Persönlichkeits- Profil wurde von der "Carlson-Learning-Systems" entwickelt. Grundlagen für das heutige DISG®-System stammen aus der Arbeit des Psychologen William Marston und der von John Geier, Professor für Verhaltenspsychologie.
Und dafür steht DISG® Die Buchstaben DISG® kürzen folgende vier Verhaltensstile ab: Dominant Initiativ Stetig Gewissenhaft Damit sind zunächst die groben Verhaltenstypen skizziert, unter die wir uns innerhalb dieses Systems einordnen lassen.
Dieses Koordinatensystem stellt das Spannungsfeld der verschiedenen Typen dar und illustriert damit gut das DISG®.
Die einzelnen Typen des DISG® Die einzelnen Typen lassen sich kurz wie folgt charakterisieren: Typ D - dominant - Personen die vor allem dem D-Typ entsprechen, sind durchsetzungsfähig, risikobereit, entscheidungsfreudig, konsequent und direkt. Sie treten meist etwas autoritär auf und übernehmen gerne das Kommando. Typ I - initiativ - I-Typen sind teamfähig und kommunikativ, knüpfen gerne Kontakte und unterhalten andere Menschen. Sie können andere mitreißen und begeistern und zeichnen sich durch Optimismus und Vielseitigkeit aus.
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Typ S - stetig - Personen des Typen S sind sympathisch, hilfsbereit, loyal-konservativ, beständig und geduldig. Sie entwickeln in der Regel ein spezielles Können und halten sich gerne an einmal festgelegte Arbeitsläufe. Typ G - gewissenhaft - G-Personen sind qualitätsbewusst und streben nach Perfektion. Sie hinterfragen kritisch, analysieren und konzentrieren sich auf Fakten. Auch sie nehmen gerne einmal definierte Arbeitsabläufe an, wenn diese qualitativ hochwertige Ergebnisse gewährleisten.
Entscheidend ist die Kombination Nun geht es aber nicht allein darum, herauszufinden, welcher Typ man ist, sondern vielmehr welche Anteile in welcher Kombination in einem vorherrschen. Damit wird das System weit komplexer, als es zu nächst den Anschein hat. Der DISG®-Test erfasst sowohl den Persönlichkeitstyp, den man z.B. im Berufsfeld nach außen zeigt, als auch den innen liegenden, nicht präsenten Teil. Das kann unter Umständen gleich oder ähnlich sein, aber in vielen Fällen unterscheiden sich diese Typen.
Nutzen des DISG®- Persönlichkeits-Profils Das DISG® gibt zu ganz verschiedenen Fragen Informationen - z.B.: Welche Stärken hat eine Person? Welchen Arbeitsstil bevorzugt eine Person? Welches Umfeld braucht die Person, um sich optimal entfalten zu können? Was sollten Kollegen tun, um mit dieser Person gut auszukommen? Welche Konfliktpotentiale gibt es und wie lassen sich dise schon im Vorfeld reduzieren? Wozu ist eine Person "berufen"? u.a. Den DISG®-Test können Sie mit Hilfe eines Buches selbst durchführen oder auch bei einem lizenzierten Trainer ein entsprechendes Seminar buchen, in dem dann noch sehr viel tiefer in das DISG®-System eingestiegen wird.
Vorgestellt: Der Myers-Briggs®-Typenindikator Von Irene Galler – http://www.ganzheitscoaching.at Basierend auf den "Psychologischen Typen" von C.G. Jung entwickelten Myers und Briggs einen Fragebogen, der bestimmte Muster und Züge menschlichen Grundverhaltens verständlich und transparent macht. Wer Unterschiede im Verhalten zwischen verschiedenen Personen bewusst wahrnimmt, über seine eigenen Neigungen bzw. Präferenzen Bescheid weiß und die der anderen erkennt, respektiert und in seinem persönlichen Verhalten berücksichtigt, wird in seiner Umgebung besser zurechtkommen und erfolgreicher sein - sei es im Beruf oder im Privatleben.
Instrument zur Persönlichkeitsanalyse Der Myers-Briggs Typenindikator (MBTI®) gibt darüber wichtige Aufschlüsse. Er ist mehr als ein Test. MBTI® ist eines der seriösesten und weltweit am häufigsten eingesetzten Instrumente zur Persönlichkeitsanalyse. Allein in den USA erforschen damit jährlich über 3,5 Millionen Menschen ihr Stärken/Schwächen-Profil. Durch kontinuierlich begleitende Forschung ist der MBTI® wissenschaftlich abgesichert, validiert und in Fachkreisen anerkannt. Bis heute ist der MBTI® in 27 Sprachen übersetzt worden, im deutschen Sprachraum allerdings noch nicht sehr bekannt.
Denk- und Wahrnehmungskategorien Der MBTI® hilft, eigene Denk- und Wahrnehmungskategorien zu erkennen und fremde Kategorien einschätzen zu lernen. Er vermittelt, dass alle Profile prinzipiell gleich wertvoll und hilfreich für die Problemlösung sind. Irritationen zwischen Partnern haben nicht zuletzt ihre Ursachen in Unsensibilitäten. Ist man z.B. selbst extravertiert, sollte man versteckte Signale erkennen, um einem introvertierten Geschäftspartner Zeit zu geben, seine Entscheidung ungestört zu durchdenken. Er ermöglicht dadurch, mit anders strukturierten Personen vorurteils-, stress- und wertfrei umzugehen.
Voraussetzungen Zu den Voraussetzungen der MBTI® -Theorie zählen vor allem drei Punkte: Menschliches Verhalten ist nicht zufällig, auch wenn es manchmal so scheint. Es existieren Muster. Menschliches Verhalten ist klassifizierbar und bis zu einem gewissen Grad vorhersagbar. Es kann beschrieben werden, wie Menschen Informationen bevorzugt aufnehmen und Entscheidungen darüber treffen. – 73 –
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Menschliches Verhalten ist unterschiedlich, weil es bestimmte Neigungen und Präferenzen gibt. Wir verhalten und entscheiden so, weil wir bestimmte Präferenzen haben - andere Menschen mit anderen Präferenzen entscheiden anders. Dieses "Anderssein" ist der Grund oder Schlüssel für misslungene oder gelungene Kommunikation, für Konflikte oder deren Lösung, für Abneigung oder Verständnis, für ineffektive handelnde Teams.
Worum geht es beim Myers-Briggs Typenindikator? 1. Die "vier bevorzugten Grundpräferenzen" Der MBTI macht Ihnen bewusst, welche Neigungen Sie haben in folgenden vier Bereichen:
© Future Systems Consulting
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2. Die vier Grundtypen ST, SF, NT und NF Personen, die
ST sinnlich wahrnehmen und analytisch bewerten
legen Wert auf
Fakten
und behandeln diese
objektiv analytisch
und sind entsprechend
praktisch und realistisch Technik und im Umgang mit Fakten
und finden eine Möglichkeit für ihre Fähigkeiten im Bereich
"der bürokratische Organisator"
SN sinnlich wahrnehmen und gefühlsmäßig bewerten Fakten personenbezogen sympathisch und freundlich Dienstleistung und praktische Hilfe "der freundliche Verhandlungspartner"
NF intuitiv wahrnehmen und gefühlsmäßig bewerten
NT intuitiv wahrnehmen und analytisch bewerten
Möglichkeiten
Möglichkeiten
personenbezogen begeistert und voller Ideen Kommunikation und Umgang mit Menschen
objektiv analytisch
"der kollegiale Katalysator"
logisch und erfinderisch theoretischer und technischer Entwicklungen "der unternehmerische Architekt"
3. Die "dominante" und "inferiore" Funktion Einer der beiden Buchstaben wird als "dominante Funktion" bezeichnet. Das heißt, der einen Funktion vertraut man mehr und verlässt sich auf sie (sagt nichts aus, wie sehr man sich darauf verlassen kann). Sie übernimmt die führende Rolle und verleiht der Person Selbstsicherheit. Die vierte oder auch "inferiore Funktion" ist wichtig zu erwähnen, weil sie unsere "verwundbare Stelle", gleichzeitig aber auch die Herausforderung zur Vollständigkeit darstellt. Größere Schwierigkeiten und Konflikte treten vorwiegend mit Menschen auf, deren dominante Funktion auf die eigene inferiore Funktion stößt.
Persönlicher Nutzen Der MBTI® wird beim Einzelcoaching bei Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Laufbahnplanung und Teambildung angeboten. Der MBTI® kann aber auch für sich alleine gebucht werden. Schärfung der Wahrnehmung, des Bewusst-Seins und der Sinne Erkennen der eigenen "Muster" und Verhaltensweisen mehr Verständnis für sich selbst mehr Einfühlungsvermögen und Toleranz anderen gegenüber Verbesserung der partnerschaftlichen Beziehung Erkennen von persönlichen Gaben, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen Erkennen des eigenen "Führungsstils" Erkennen, ob sich persönliche Präferenzen und berufliche Aufgaben entsprechen Laufbahn/Karriereplanung Verbesserung der sozialen Kompetenzen bessere und effizientere Kommunikation.
Das MBTI® Präferenzprofil Das MBTI® Präferenzprofil ergibt sich aus der Auswertung eines Fragebogens, der in 10 bis 20 Minuten ausgefüllt werden kann. Die schriftliche Auswertung umfasst folgende Unterlagen: Präferenzprofil (5 Seiten) Erklärung des Präferenzprofils (8 Seiten) Managerprofil (1 Seite) Persönlicher Führungsstil (1 Seite) Überzeugen (1 Seite) – 75 –
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Kommunikation (1 Seite) Lernen und Lehren / eigener Stil (1 Seite) In einem persönlichen Gespräch, dem "Validierungsgespräch" wird der Klient mit seinem Präferenzprofil vertraut gemacht. Da die Analysewerte validiert werden müssen, also durch den Klienten selbst bestätigt werden und für richtig empfunden werden. Dies fällt vielen Personen schwer, vor allem dann, wenn die Präferenzen nicht eindeutig sind. In einem persönlichen Gespräch mit einem MBTI® - Trainer bzw. einer MBTI®-Trainerin können viele Strukturen transparenter gemacht werden, als das durch das Studium der Analyse möglich ist. Für Fragen oder auch bei Interesse an einem MBTI® steht Ihnen die Autorin Irene Galler gerne zur Verfügung. © bei Irene Galler, MBTI Trainerin, www.ganzheitscoaching.at
Literatur zum Thema: Friedbert Gay: Persönlichkeits - Profil DISG® Persönlichkeits - Profil DISG®. Light Version David W. Keirsey: Versteh Mich Bitte: Charakter- und Temperament-Typen Gabriele Stöger: Besser im Team. Stärken erkennen und nutzen
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Wege zur Selbsterkenntnis: Tarot & Co Von Tania Konnerth Das Kartenlegen ist für viele Menschen mit kopftuchtragenden Wahrseherinnen auf Jahrmärkten verbunden, gehört in die Ecke "Esoterik" oder ist sogar "Humbug". Das ist schade, denn Kartensets wie z.B. das Tarot können ein sehr hilfreiches Instrument zur Selbsterkenntnis sein. Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie Kartensets ganz praktisch für sich nutzen können.
Die Sache mit dem Wahrsagen In diesem Artikel geht es nicht darum, wie aus den Karten die Zukunft abgelesen werden kann. Wir folgen hier Evelin Bürger und Johannes Fiebig, die in ihrem Buch Tarot: Spiegel der Erfahrungen folgendes schreiben: "Um es als Orakel zu gebrauchen, ist das Tarot viel zu schade! Man kann es natürlich versuchen. So wie man vielleicht eine Bratpfanne nimmt, um einen Nagel in die Wand zu schlagen, oder wie man sich auch Bücher kaufen kann, um darin kleine Pflanzen trockenzupressen. Wer jede Tarot-Karte in zwei, drei Stichwörtern zusammenfasst oder eine Auslage danach bewertet, wie viele "gute" oder "schlechte" Karten darin enthalten seien, der oder die braucht im Grunde überhaupt kein Tarot. Ihm oder ihr würden auch ein paar Loszettel oder Textkärtchen mit aufgedruckten Begriffen der Warnung, des Trostes, der Ermunterung usw. genügen." Das gilt eigentlich für alle Kartensets. Wirklich gewinnbringend ist es nämlich, die Karten als Möglichkeit zu sehen, über sich selbst nachzudenken.
Kartensets bieten hilfreiche Gedankenanstöße Kartenlegesets bieten Ihnen vor allem Denkanstöße. Wenn wir uns auf eine Themen- oder Fragestellung konzentrieren und in einem kleinen Ritual aus einem verdeckten Stapel einige Karten ziehen und diese dann deuten, finden wir Zugang zu unserer Intuition. Am rein rationalen Denken vorbei können wir so auf Aspekte aufmerksam werden, die uns zuvor entgangen sind. Neue Fragen tauchen auf, wir sehen Zusammenhänge plötzlich anders und finden zu neuen Ideen und Lösungsansätzen.
Karten zeigen Symbole Kartenlegesets beinhalten vielfältigste Symbole, die stellvertretend für Gefühle, Situationen oder auch Ereignisse stehen. Je nach Ursprung und Kultur werden die Symbole auf unterschiedlichste Art und Weise dargestellt. So gibt es neben den klassischen Tarotkarten inzwischen auch viele andere Kartenlege-Sets. Schauen Sie doch einmal welche Ihnen persönlich am meisten liegen und Ihnen den Zugang in die Welt der Symbole am leichtesten machen.
Komplexe Deutungen Kartenlegesets haben oft sehr komplexe und vielfältige Bilder, in denen auch die kleinen Elemente symbolträchtig sind. Achten Sie z.B. auf eine Pflanze, die am Kartenrand wächst, einen winzigen Vogel, der am Horizont zu sehen ist, ein Liebespaar als Schattenriss und ähnliches. Genau in diesen Details können sich wertvolle Denkanstöße verbergen, die die Hauptaussage einer Karte z.T. auch vollkommen verändern können. Beispiel: Im Tarot gibt es eine Karte mit dem Titel "Der Tod". Diese Karte wirkt auf die meisten Menschen sehr bedrohlich. Aber dort sind z.B. in der klassischen Variante des Rider-Waite-Tarots rechts unten zwei Kinder zu erkennen, von denen das eine einen Strauß Blumen in der Hand hält. Wer diese Kinder sieht, kommt auf vollkommen andere Deutungsmöglichkeiten der Karte als derjenige, der nur das grausige Skelett erkennt. Auch hier entscheidet vor allem unser Fokus darüber, wie wir die Welt (der Karten) sehen.
Mut zur individuellen Deutung Sie können die Karten auch sehr gut als Inspiration z.B. zum Schreiben oder für entspannende Phantasiereisen nutzen. Die meisten Symbole haben allgemeingültige Bedeutungen, so wie z.B. ein Herz für Liebe steht oder ein Skelett für Tod. Diese Bedeutungen können uns eine erste Orientierung geben. Viel entscheidender ist aber, ein Symbol ganz individuell und persönlich zu deuten. So kann ein Herz für den einen z.B. auch für Gefühl allgemein stehen oder ein Skelett für das Ende einer schwierigen Situation. – 77 –
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Lassen Sie sich Deutungen nie vorgeben, sondern fragen Sie sich immer selbst, was Ihnen an Assoziationen zu einem Symbol in den Kopf kommt - dann finden Sie viel über sich selbst heraus.
Legetechniken und Deutung In der Praxis wird oft davon gesprochen, "die Karten zu befragen". Wir gehen hier aber gerade nicht davon aus, dass die Karten ein Eigenleben führen, sondern wir möchten Sie anregen, sie dazu zu nutzen, Ihre Intuition anzuregen. Also befragen Sie nicht wirklich die Karten, sondern Sie befragen sich selbst und nutzen dafür die Karten.
Finden Sie Ihr eigenes System Sie können sich dabei entweder an die klassischen Legetechniken halten oder die Karten auch ganz individuell so nutzen, wie es Sinn für Sie macht. Lassen Sie sich nicht von Regeln an ein System fesseln, sondern schaffen Sie sich Ihre eigenen Regeln. Spielen Sie mit den Karten, arbeiten Sie mit ihnen, lassen Sie sich darauf ein, sich mit den Bildern und Symbolen zu befassen, dann haben Sie am meisten davon.
Das Mischen Die Karten werden am besten verdeckt auf einem großen Tisch gemischt. Mischen sollte immer die Person, die mit den Karten etwas über sich erfahren will. Karten, die auf diese Weise gemischt werden, können später auch auf dem Kopf stehend gezogen werden. Hieraus ergeben sich eine Reihe von weiteren Deutungsmöglichkeiten. Eine auf dem Kopf stehende Karte kann die Bedeutung der Symbole z.B. umkehren oder sie verstärken. Achten Sie auf jeden Fall darauf, wie herum Sie die Karten ziehen.
Legetechniken Hier stellen wir Ihnen drei Legesyteme vor, damit Sie eine Orientierung haben:
Eine oder mehrere Karten ziehen Die einfachste Möglichkeit ist, zu einer konkreten Frage- oder Themenstellung einfach eine oder mehrere Karten zu ziehen und der intuitiven Interpretation freien Lauf zu lassen. Dies können Sie auch zu Beginn eines Tages tun, um mit einem entsprechenden Tagesmotto einen meditativen Start zu haben.
Spiel mit drei Karten Im Spiel mit drei Karten ziehen Sie hintereinander drei Karten und legen Sie nebeneinander vor sich hin. Die erste Karte steht für den Kopf / Verstand und repräsentiert das bewusste Denken. Die zweite Karte steht für das Herz und symbolisiert die Gefühle und das Unterbewusstsein. Die dritte ist die Bauchkarte und steht für eine noch tiefere Ebene und für das oft ganz Unbewusste. Diese Legemethode ist hilfreich, wenn Sie darüber nachdenken möchten, wie Sie zu einer bestimmten Fragestellung stehen oder bei Entscheidungen.
Das keltische Kreuz Diese Legemethode ist relativ komplex und bietet eine Deutung für verschiedene Lebensbereiche und Einflussfaktoren. Dafür legen Sie die Karten wie folgt aus:
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1. Zentrum - Das Zentrum steht symbolisch für den grundlegenden Einfluss auf den Fragenden und deutet auf eine grundlegende Eigenschaft der betreffenden Person oder ihrer Situation. Was könnte die Karte ausdrücken, das für Sie oder Situation charakteristisch ist? 2. Kreuzkarte - Diese Karte repräsentiert einen zur ersten Karte gegensätzlichen Einfluss oder unterstützt die erste Karte. Während die erste Karte zeigen kann, wie eine Person ist, so kann die Kreuzkarte symbolisieren, wie sich die Person verhält. Diese Karte wird immer richtig herum gelesen. Was könnte die Karte im Zusammenhang mit der ersten ausdrücken? 3. Grundlage - Diese Karte steht symbolisch für die Grundlage der Befragung. Sie bildet die Basis für das augenblickliche Problem und kann in Verbindung mit allen anderen Karten das Gesamtbild entscheidend beeinflussen. Welche grundlegende Situation symbolisiert diese Karte? 4. Vergangenheit - Diese Karte symbolisiert Ereignisse oder Situationen, die zurückliegen, aber immer noch Einfluss auf uns haben. Dieser Einfluss kann langsam nachlassen, aber auch immer noch sehr groß sein. Für welche Einflüsse aus Ihrer Vergangenheit könnte diese Karte stehen? 5. Mögliches Ergebnis - Diese Karte gibt einen ersten Trend an - eine Ahnung der Antwort auf die gestellte Frage oder eine erste Lösungsidee. Worauf könnte mich diese Karte hinweisen wollen? 6. Zukunft - Ein Einfluss, der sich anzudeuten beginnt, etwas das beachtet werden will. Achtung: hier geht es nicht darum, in die Zukunft zu schauen, sondern nur darum, nachzuspüren ob sich vielleicht etwas andeutet, das wir eben schon jetzt wahrnehmen können. Das könnte eine anstehende Veränderung sein, ein Ziel, das wir verfolgen o.ä. Was könnte möglicherweise demnächst für mich eine Bedeutung haben? 7. Selbst - Diese Karte symbolisiert, wie sich die fragende Person in bezug auf die Situation oder das Problem verhält und welche Einstellung sie dazu mitbringt. Wie beeinflusse ich die Situation und die anderen Faktoren? 8. Umwelt - Die Karte symbolisiert den Einfluss anderer Personen oder andere Faktoren auf die Person bzw. Situation. Wie beeinflussen äußere Faktoren die Situation? 9. Hoffnungen und Ängste - Die Karte ist sehr wichtig, denn sie kann die Bedeutung der anderen Karten beeinflussen. Welche Hoffnungen oder Ängste werden hier dargestellt und wie beeinflussen sie meine Situation? 10. Ergebnis - Diese Karte fasst alle anderen Karten zusammen und setzt mit ihrer Bedeutung ein entscheidendes Gewicht. Welche Hauptaussage könnte hier symbolisiert werden?
Die Deutung der Karten Für alle Kartensets gibt es immer auch diverse Deutungsbücher. Sie geben uns eine Orientierung dahingehend, wie wir die Symbole verstehen können - nicht mehr und nicht weniger. Für den Einstieg ist es sehr hilfreich, in so einem Deutungsbuch zu lesen, denn so bekommen wir erst einmal eine Vorstellung davon, wovor Symbole alles stehen können. Wenn Sie sich aber sklavisch nur an den Text halten, der Ihnen die Deutung einer Karte vorgibt, haben Sie nur halb so viel davon. Viel entscheidender als das was in den Büchern steht, ist aber, was Sie selbst an Assoziationen mit den Bildern verbinden.
Lassen Sie Ihre Intuition sprechen Wen Sie sich mit Hilfe von Kartensets selbst entdecken wollen, dann sollten Sie Ihrer Intuition und auch Ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Denken Sie daran: es gibt kein "richtig" und kein "falsch", sondern allein Ihre Assoziationen. Alles, was Ihnen zu einer Karte und Ihrer jeweiligen Frage- oder Themenstellung einfällt, kann Ihnen wertvolle Hinweise geben. Nutzen Sie z.B. Die folgenden Fragen, um sich mit den Karten zu befassen: Was sagt mir diese Karte? Was drückt sie für mich aus? Wofür könnte sie in meinem Leben stehen? Welche Situation könnte mit dieser Karte gemeint sein? Welche Handlungsaufforderung könnte sich für mich aus dieser Karte ergeben? Auf welche Ideen bringt mich die Karte? Welche Fragen eröffnet mir diese Karte? Gibt es vielleicht ein Thema, das durch diese Karte ausgedrückt wird, mit dem ich beschäftigen könnte? Worauf könnte mich die Karte noch hinweisen?
Im Portrait: Das Tarot Hier stellen wir Ihnen nun noch das Tarot ausführlicher vor, denn es ist eine der ursprünglichsten Kartenlegemethoden und bildet die Grundlage für viele Nachfolger. – 79 –
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Schauen Sie doch einmal, ob Sie nicht vielleicht Lust bekommen, sich intensiver damit zu beschäftigen.
Die großen und kleinen Arkana Im Tarot gibt es die sogenannten "großen und die kleinen Arkana". Die großen Arkana bestehen aus 22 Karten, die als Ganzes genommen, den Menschen auf der Reise seiner Entwicklung zeigen. Die Karten stellen einzelne Entwicklungsstationen dar, in denen es etwas Bestimmtes zu erkennen oder zu erlernen gilt. Aber mit der Erkenntnis aus einer Karte hört die Entwicklung nicht auf, sondern sie ist nur eine weitere Stufe. Je mehr Stufen wir erklimmen, desto weiter entwickeln wir uns in Richtung auf Zufriedenheit und inneren Frieden. Am Ende schließt sich der Kreis und es beginnt wieder mit der Karte "Null", die gleichzeitig die Nr. 22 ist: dem Narren. So wird der ewige Kreislauf des Lebens symbolisiert. Die kleinen Arkana erinnern etwas an unsere Spielkarten, denn hier gibt es vier verschiedene Folgen, jeweils vom Ass bis zum König. Sie werden z.B. als Münzen, Schwerter, Stäbe und Kelche dargestellt und weisen mit ihren Momentaufnahmen auf ganz verschiedene Ereignisse oder Deutungsmöglichkeiten hin.
Die Lehren der Karten Das Tarot kann zu einem richtigen Begleiter unserer Persönlichkeitsentwicklung werden. Das Tarot liefert uns Weisheit, Wissen und Erkenntnis, das über lange Zeit gesammelt, ergänzt und weitergegeben wurde. Die Karten des Tarots lehren uns z.B., dass alles in seinen Extremen negativ wird. Je mehr der verschiedensten Elemente, also z.B. Macht, Liebe, Tod u.a., wir kennen lernen und in einem gesunden Maß in uns und in unser Leben integrieren, desto reichhaltiger wird unser Leben. Eine weitere Erkenntnis aus den Karten ist die, dass nichts im Leben nur negativ ist, sondern dass alles immer zwei Seiten hat. Allein an diesen Beispielen können Sie erkennen, dass wer sich aktiv mit den Karten beschäftigt, viele praktische Hilfestellungen für den Alltag und die Persönlichkeitsentwicklung bekommen kann.
Nicht nur das Offensichtliche sehen Wenn Sie Karten zu einer Fragestellung ziehen, dann deuten Sie diese möglichst nicht nur vordergründig, sondern schauen Sie hinter das Symbol. Beispiel: Angenommen, Sie ziehen die Karte mit dem Bild "Eremit". Sie sehen dort einen alten Mann, der als Eremit lebt. Die vordergründige Deutung wäre "Einsamkeit" - also entweder, dass Sie einsam sind oder es werden. Wenn Sie aber tiefer gehen, könnte der Eremit Sie auch darauf hinweisen, dass es für Sie vielleicht einmal an der Zeit ist, sich selbst aus all dem Geschehen zurückzuziehen, um zu sich zu finden. Es kann auch ein Symbol für gelassene Weisheit sein - möglicherweise wäre es hilfreich, eine solche Person zu suchen und um Rat zu fragen oder Sie haben diese Qualitäten bereits in sich. Die Karten und Symbole sind also immer nach Ihrer ganz subjektiven Situation und auch Persönlichkeit zu deuten. Den Einstieg dazu können Ihnen entsprechende Deutungsbücher durchaus erleichtern.
Ein Grundlagenwerk Als Grundlagenwerk empfehlen wir Ihnen folgendes Buch: Rachel Pollack: Tarot: mit den Rider Waite-Karten. 78 Stufen der Weisheit. - München: Droemer Knaur, 1998. - ISBN: 3-4268-6134-8. - ca. 30,- DM Dieses Taschenbuch + Kartenset bringt Ihnen das Tarot als spannende Reise durch die persönliche Entwicklung nahe. Es beschreibt sowohl die großen als auch die kleinen Arkana sehr anschaulich und ermutigt uns dazu, unsere eigenen Deutungen für die jeweils gezogenen Karten zu entwickeln. Empfehlenswert für Einsteiger, die Tiefgang suchen und auch für alle, die sich schon ein bisschen mit dem Tarot beschäftigt haben.
Weitere Tarot-Sets Es gibt ganz verschiedenen Tarot-Sets (Karten + Anleitungsbuch), die sich in der Darstellung der einzelnen Themen sehr unterscheiden können. Nicht jedes gefällt jedem. Wählen Sie sich das Ihre ganz nach Lust und Laune aus. P. Scott Hollander: Tarot für Anfänger: Ausgabe Rider-Waite. Buch und 78 Karten. Das praktische Einführungswerk in die Welt des Tarots. - Neuhausen: Urania, 1997. - ISBN: 3-9086-4661-8 - Sie erhalten hier ein komplettes Rider-Waite-Tarot-Set plus Anleitungsbuch. Das Rider-Waite-Tarot ist ein sehr ursprüngliches, das in seiner Darstellung z.B. etwas drastisch, dadurch aber auch sehr eindringlich und klar ist. Das Buch ist für Anfänger konzipiert. Ebenfalls zum Rider-Waite-Tarot: Hajo Banzhaf: Das Arbeitsbuch zum Tarot. – 80 –
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Gerd Ziegler und Aleister Crowley: Tarot, Spiegel der Seele: Handbuch und 80 Karten. Aleister Crowley Tarot- Set. - Neuhausen: Urania Vlg., 2000. - ISBN: 3-9086-4611-1 Das Aleister Crowley Tarot- Set bietet wundervoll gestaltete Karten mit einer reichen Symbolwelt. Das inspirierende Buch von Gerd Ziegler gibt viele Denkanstöße und stellt Fragen, mit denen man sich intensiv befassen kann. Sehr gut für Einsteiger geeignet, aber auch für alle, die mit diesem besonderen Karten-Set arbeiten möchten. Amy Zerner und Monte Farber: Das verzauberte Tarot. - Trier: Kleine Schritte, 1999. - ISBN 3-9232-61411. - ca. 44,- DM - Ein Tarotset der besonderen Art. Die Tarot-Motive wurden in Form von Wandteppichen entworfen und sind sehr liebevoll und farbenprächtig gestaltet. Die Bilder und Figuren stammen aus unterschiedlichsten Kulturen und Zeiten und lassen viel Raum für Entdeckungen und Inspiration. Besonders geeignet für romantische Seelen. Gibt es auch als Set mit Anleitungsbuch. Alika Lindbergh und Maud Kristen: Zukunfts- Tarot. - Neuhausen: Urania Vlg., 2001. - ISBN: 3-90864690-1. - ca. 46,- DM - Ein vollständiges Tarot-Set mit Karten und Anleitungsbuch. Die Motive sind plakativ und eigenwillig. Sie wirken wie aus Fantasy-Welten entnommen. Die Bildsymbolik des klassischen Tarots ist zum Teil sehr reduziert, indem Details weggelassen oder die Themen neu interpretiert werden. Mit diesem Kartenset entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die auch Tarot-Profis einen ungewohnten Zugang zu den Karten ermöglichen kann. Geeignet für Personen, die das Extravagante lieben. Ananda Kurt Pilz: Ananda- Tarot Set. - Neuhausen: Urania Vlg., 2001. - ISBN: 3908646863. - ca. 50,- DM Noch eine ganz andere Variante der Tarot-Karten: Die Themen des Tarot werden hier in wundervoller Weise mit surrealistisch anmutenden Bilderwelten umgesetzt. Die Motive wirken, als seien sie zarten Traumwelten entsprungen und sind sehr anregend. Für verspielte Personen.
Andere Kartenlegesysteme Neben dem Tarot gibt es inzwischen auch immer mehr andere Kartenlegesysteme, die im Grunde die gleiche Funktion erfüllen: Sie geben Ihnen durch ihre Symbolik die Möglichkeit, über sich nachzudenken. Auch für diese Sets gilt, dass Sie die Deutungen der Autoren immer nur als Denkanstöße nehmen sollten und nicht als ultimative Wahrheiten. Lassen Sie sich inspirieren. Zwei solcher Kartenlegesets sind z.B.: Donni Hakanson: Das Traumzeit-Orakel Chuck Spezzano: Karten der Erkenntnis
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Im Portrait: Die Methode des Voice Dialogue "Voice Dialogue" heißt übersetzt so viel wie "Dialog der Stimmen". Gemeint sind Stimmen in uns selbst. Nach dem Ansatz des Voice Dialogue sind wir nicht nur eine Person, sondern haben über die Zeit in uns ganz verschiedene einzelne Personen ausgebildet. Diese inneren Personen kennen zu lernen, ist ein faszinierendes Erlebnis und wir lernen auf diese Weise viel über uns selbst.
Sind wir alle persönlichkeits-gespalten? Wer das zum ersten Mal liest, bekommt vielleicht den Eindruck, dass uns hier so etwas wie die Krankheit der Persönlichkeitsspaltung eingeredet werden soll. Weit gefehlt! Es geht hier weder um eine krankhafte Störung, noch darum Ihnen etwas einzureden. Es geht viel mehr um ein wundervolles Modell, das es uns ermöglicht, uns selbst besser kennen zu lernen und viel versöhnlicher mit uns selbst umzugehen.
Die Begründer Hal und Sidra Stone Entwickelt wurde die Methode von dem amerikanischen Psychologen-Ehepaar Hal und Sidra Stone. Es war Hal Stone, der einem intuitiven Gespür folgend eines Tages seiner Frau einige Fragen stellten, auf die dann plötzlich nicht mehr Sidra zu antworten schien, sondern jemand anders - eine andere Person in Sidra. Diesem Phänomen gingen die beiden nach und entdeckten so, dass wir ganz unterschiedliche Personen in uns haben.
Personen in uns Sie können sich das mit den inneren Personen ruhig bildlich vorstellen - in der Regel haben wir, wenn wir uns auf das Modell einlassen, sehr schnell eine konkrete Vorstellung von einigen Personen in uns. Da können z.B. strenge Personen in uns sein, wie ein Perfektionist oder ein Antreiber, die dafür sorgen, dass wir leistungsfähig sind. Dann gibt es auch ganz weiche Anteile, wie z.B. eine fürsorgliche Person, die immer darauf achtet, dass es allen gut geht. Die Art der Personen in uns ist für jeden von uns ganz verschieden und es ist faszinierend und erhellend, die Personen in uns selbst entdecken. Sie können sich mit der Zeit regelrechte Landschaften der Zusammenstellung Ihrer inneren Personen erstellen und sich selbst so sehr intensiv kennen lernen. Psychotherapeut und Buchautor Artho Wittemann arbeitet seit Jahren mit der Methode des Voice Dialogue. In dem folgenden Artikel stellt er Ihnen das Prinzip und auch die Anwendung des Voice Dialogue vor.
Voice Dialogue - die innere Ordnung finden Von Artho Wittemann – Institut für IndividualSystemik – www.individualsystemik.de "Jeder Mensch ist eine kleine Gesellschaft" Novalis Stellen Sie sich bitte für einen Moment etwas Merkwürdiges vor: Stellen Sie sich bitte einen Förster vor, der nicht weiß, dass es Bäume gibt. Er geht in den Wald und sieht viele Blätter, Stämme, Äste, Wurzeln und Blüten. Er kennt sie und liebt sie und versucht, sie zu pflegen. Aber er begreift nicht, wie sie zusammengehören. Er sieht die Bäume einfach nicht. So geht es uns, wenn wir versuchen, die menschliche Psyche zu verstehen. Wir sehen eine unglaubliche Vielfalt an Gedanken, Gefühlen und Impulsen, aber wir verstehen nicht genau, wie sie zusammengehören.
Chaotische Komplexität Wo immer wir hinblicken in der Natur, sehen wir komplexe Einheiten, die aus den unterschiedlichsten Materialien zusammengesetzt sind. Beim Baum zum Beispiel, finden wir Laub, Holz und den Saft, der durch seine Adern fließt. Wenn wir diesen Baum nun näher betrachten, entdecken wir auch, dass sich sein Bild in vielen kleinen Teilen wiederholt: Wir sehen Äste, die für sich betrachtet dem ganzen Baum sehr ähnlich sehen. An den Ästen sind Zweige, die wieder eine ähnliche Struktur haben. Sogar die Adern der Blätter weisen eine ähnliche Form auf, wie der Baum.
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Aber nicht nur Form und Struktur sind ähnlich, sondern auch Material und Funktion. In der Chaos-Theorie heißt dieses Phänomen "Selbst-Ähnlichkeit". Wenn man es erst einmal kennt, kann man es überall in der Natur entdecken: In den Bergen, in den Wolken, im Wasser... und in der Psyche des Menschen.
Die Muster erkennen Aber zurück zu unserem Wald! Unser Förster hat einen Geistesblitz: Plötzlich sieht er, dass dieses Durcheinander aus Laub und Holz und Wurzeln eine Ordnung hat. Er erkennt, dass die schmalen, dünnen Blätter zu dem einen Stamm gehören, und die festen runden Blätter zu dem Stamm daneben. Er weiß auf einmal, wie alles zusammengehört! Er sieht die Bäume. Jetzt betrachtet er die kranken Blätter, die ihm so viele Sorgen machten, mit neuen Augen. Es dämmert ihm, dass es keinen Sinn hat, sie abzuzupfen. Er muss sich um die kranken Wurzeln kümmern. Aber nicht um alle Wurzeln, sondern nur um die des kranken Baumes! Voller Freude macht er sich an die Arbeit.
Vom Überlebenswillen der einzelnen Teile Jeder einzelne Baum im Wald hat aus sich heraus den Willen zu sein und zu wachsen. So entsteht, ganz von alleine, der Wald. In gleicher Weise besteht die Psyche aus Einheiten, die aus sich heraus den Willen haben, zu sein und zu wachsen. Jede einzelne dieser Einheiten kann sich über Gefühle, Bilder, Symbole und Gedanken ausdrücken; das macht sie, in viel größerem Maße als Bäume, zu außerordentlich vielseitigen, komplexen Erscheinungen. Diese Einheiten nennen wir die Inneren Personen. Sie besitzen die beiden wichtigsten Merkmale der Gesamtpersönlichkeit: Den Willen zu leben und die Komplexität der menschlichen Psyche.
Von den Personen, die in uns sind Wie auf der ganzen Erde ist die Natur auch in der menschlichen Psyche enorm kreativ und verschwenderisch: In jedem von uns lebt eine überwältigende Vielzahl der unterschiedlichsten Gestalten. Aber wie in der Natur gilt auch in der Psyche zunächst das Gesetz des Stärkeren: Eine kleine Gruppe setzt sich früh in unserem Leben durch, reißt die Macht an sich und bildet die Innere Regierung. Jedes Mitglied dieser Gruppe trägt ein kleines Namensschild, auf dem "Ich" steht. Manche arbeiten zusammen, andere konkurrieren miteinander, es gibt Generäle und folgsame Diener. Jeder glaubt zu wissen, was am besten für uns ist, und wie wir am sichersten durchs Leben kommen.
"Ich" ist das, was gerade regiert Diese Regierungsclique, die wir "ich" nennen, ist in jedem Menschen anders zusammengesetzt. Während der eine auf das Kommando hört, "still und unauffällig zu bleiben", und das auch meisterlich umzusetzen weiß, wird dem anderen etwa befohlen, seinen Platz in der Welt mit Offenheit und freundlicher Zugewandtheit zu behaupten. So unterschiedlich diese beiden Regierungen auch arbeiten, haben sie doch eins gemeinsam: Sie wollen an der Macht bleiben, und müssen daher ihr Gegenteil bekämpfen.
Voice Dialogue in der Praxis Denken Sie bitte für einen Moment an eine Person, die Sie wirklich nicht leiden können. Was genau können Sie nicht leiden? Ist Ihnen die Person zu dominant, zu aggressiv und rücksichtslos, oder zu schüchtern, unbeholfen oder tapsig? Finden Sie ein Wort, das ihren Fehler treffend beschreibt. Wir behaupten: Es lebt jemand in Ihnen, ein Mitglied Ihrer Inneren Regierung, der auf keinen Fall will, dass Sie so werden. Er will, dass Sie das Gegenteil bleiben. Mit dieser Person können Sie sprechen. Nicht als Phantasie, sondern ganz real.
Lernen Sie Ihre Inneren Personen kennen Das ist die Kunst von Voice Dialogue: Sie lernen das System Ihrer Inneren Personen kennen. Wir beginnen immer mit der Regierung. Person für Person lernen Sie die Anführer und Gesetzgeber und die Diener und Ausführenden kennen.
Ein Beispiel Markus ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. Er möchte sich Ihnen hier kurz vorstellen, hat aber wie immer wenig Zeit. (Er bittet Sie daher, jetzt etwas schneller zu lesen). Er hat im Büro einen Kollegen, der etwas bedächtig ist. Markus nennt ihn "die Schnecke". – 83 –
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Wer, meinen Sie, ist ein wichtiges Mitglied in Markus` Innerer Regierung? Sein Antreiber - genau. Als wir Markus in einer Voice-Dialogue-Sitzung fragen, wo sich sein Antreiber im Raum aufhalten würde, wenn er nicht in ihm wäre, antwortet er intuitiv und ohne zu zögern: "Der steht hinter mir". Markus stellt sich auf den Platz, wo er den Antreiber gespürt hat und erlebt eine Veränderung seiner Wahrnehmung. Er fühlt sich kräftig, unter Spannung, ungeduldig. Die Energie des Antreibers ergreift Besitz von ihm. Wir können einen Dialog beginnen.
Ein Dialog beginnt Begleiter: "Guten Tag. Darf ich fragen, was du da machst, hinter Markus?" Antreiber: " Ich schiebe ihn an!" Begleiter: "Wie machst du das?" Antreiber:" Ich mache ihn ungeduldig. Ich gebe ihm das Gefühl, keine Zeit zu haben. Und ich bete ihm die Liste vor mit all den Dingen, die er noch nicht getan hat!" Begleiter: "Was steht denn ganz oben auf deiner Liste?" Antreiber: "Der Beruf! Ich will, dass er erfolgreich ist, deshalb muss er immer auf Zack sein, immer wach und bereit. Briefe und Anrufe müssen sofort beantwortet werden; er muss immer zur Verfügung stehen, egal, wie spät es ist. Zeit spielt für mich keine Rolle. Er muss Kontakte pflegen, neue Ideen entwickeln, Bescheid wissen, was läuft. Er muss Fachzeitschriften und Bücher lesen. Und dann ist da natürlich noch die Familie. Und Entspannung ist wichtig!" Begleiter: "Entspannung?" Antreiber: "Ja, natürlich, ich schicke ihn einmal die Woche zum Yoga. Nur ein entspannter Geist ist fit und innovativ!"
Die Weiterführung des Dialogs Der Dialog mit dem Antreiber vertieft sich. Markus identifiziert sich immer mehr mit diesem speziellen Energiemuster, das ihn ja schon so lange bestimmt. Nach einiger Zeit vergisst er sogar, dass er in einer VoiceDialogue-Sitzung ist. Er wird zum Antreiber. Leidenschaftlich preist er die Vorteile von Effektivität, Schnelligkeit und Erfolg. Er beschreibt, wie er Markus bereits in den ersten Schuljahren zu Bestleistungen verholfen hat, wie stolz die Eltern auf Markus waren. Doch dann schlägt die Stimmung auf einmal um.
Plötzlich geschieht etwas Unerwartetes "Was wäre denn aus Markus geworden, wenn du nicht gewesen wärst?" hat der Begleiter eben gefragt. Dem Antreiber steigen die Tränen in die Augen. Er erinnert sich an den kleinen, verträumten Bub, der mit großen, fragenden Augen dem Vater hinterherläuft. Ein Bild taucht auf, wie der kleine Markus allein auf dem Dachboden spielt. Ein Gefühl von Verlorenheit, das er schon sehr lange nicht mehr geschmeckt hat, erfasst ihn. "Er wäre verloren gewesen!" schluchzt der Antreiber. "Sie hätten ihn fallengelassen!" Er gibt sich seiner Trauer hin, weint wie ein Vater, der sein eigenes Kind verloren hat. "Du musst ihn sehr lieb haben, den kleinen Markus", sagt der Begleiter. Der Antreiber nickt. "Ja, ich liebe ihn. Ich wollte ihm doch nur helfen." Nach einiger Zeit lässt der Begleiter das Gespräch mit dem Antreiber ausklingen. Er bittet Markus, sich wieder auf den Stuhl zu setzen, hinter dem er stand.
Die Sitzung zusammengefasst Der Begleiter erklärt Markus einige wichtige Punkte zu der Sitzung: "Es sind drei wichtige Dinge passiert: Zunächst hast du erlebt, wie sich die Energie des Antreibers anfühlt und äußert. Du hast es im Körper gespürt, du hast seinen Enthusiasmus gefühlt, du hast seine Worte gehört. Dann hast du erlebt, warum er das alles tut. Du hast seine Liebe und Sorge um den kleinen, verträumten Jungen in dir gesehen. Genau diese Liebe ist der Motor für sein unerbittliches Antreiben. Er wollte unbedingt vermeiden, dass du die Verlorenheit des kleinen Jungen noch einmal erleben musst. Aber er hatte vergessen, warum er das alles tat. Jetzt hat er sich erinnert. Und als drittes: Du hast dich jetzt ein Stück vom Antreiber gelöst. Vor der Sitzung hättest du gesagt: "Ich möchte immer alles sofort erledigen." Jetzt weißt du, dass es ein Teil von dir ist, der das will, ein Teil, der keine Rücksicht darauf nimmt, was das Gegenteil von ihm, der kleine Junge und vielleicht auch der Faulenzer in dir wollen." – 84 –
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Das bewusste Ich Die Instanz, die sich von einer Hauptstimme löst, nennen wir das "Bewusste Ich". Das Bewusste Ich ist nicht mehr mit dem Antreiber identifiziert. Wenn es, vielleicht in einer nächsten Sitzung, den kleinen Jungen oder das Faultier in Markus kennen lernt, beginnt es, eine echte Wahlfreiheit zu genießen. Dann fällt die Entscheidung nicht mehr nach dem Gesetz des Stärkeren, sondern aus der Freiheit, zwischen zwei Möglichkeiten frei zu wählen. Dann entwickelt sich eine neue innere Ordnung: Jede Kraft bekommt ihren Platz im System. Das Bewusste Ich wird in wachsendem Maße fähig, Gegensätze zu halten und anzunehmen. Das Chaos und der Krieg im Inneren können zu einem Miteinander werden.
Was die Methode des Voice Dialogue möglich macht Mit dieser Methode können wir unsere innere Landschaft Stück für Stück erforschen und klären. Wir brauchen Tipp nicht unbedingt ein großes Problem zu haben; Neugierde Achten Sie doch einfach ab sofort im Alltag darauf, und Lust auf Entdeckung genügen. Dann tut sich vor ob Sie erkennen können, "wer" da in Ihnen in unseren Augen ein unglaublich dynamisches, vernetztes und letzten Endes immer auch sinnvolles System auf, das bestimmten Momenten aktiv wird. Wer z.B. ist schnell reizbar? Was für eine Person ist das in von Liebe getragen ist. Ihnen, die Sie vielleicht ständig kritisiert? Und gibt Ein System, das aus triebhaften, emotionalen, es vielleicht jemanden in Ihnen, der gerne Witze symbolischen, intellektuellen und spirituellen macht und im Rampenlicht steht? Schreiben Sie Energiemustern besteht, die alle darauf warten, entdeckt sich ruhig auf, wen Sie da so entdecken - mit der zu werden. Wir finden die Kräfte, die schon lange Zeit wird das Bild dann immer vollständiger. bestimmen, wer wir sind und die, die von genau diesen Kräften unterdrückt wurden, weil sie das Gegenteil wollten. Wir beginnen auch zu verstehen, warum wir uns so entwickeln mussten. Voice Dialogue ist keine eigenständige Therapierichtung. Es ist ein Werkzeug, das sich leicht in alle bestehenden Methoden integrieren lässt, und diese unterstützt und erweitert. Es ist eine Einladung - gerade auch an Therapeuten und alle, die mit Menschen arbeiten - Menschsein zu verstehen und zu fördern.
Literatur zum Thema: Artho Wittemann: Die Intelligenz der Psyche Hal und Sidra Stone: Du bist viele Hal und Sidra Stone: Du bist richtig
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Träume - der Schlüssel zum Unterbewusstsein Von Tania Konnerth Alle Menschen träumen. Auch wenn Sie sich vielleicht nicht daran erinnern können Sie träumen trotzdem. Und zwar drei bis viermal pro Nacht insgesamt ca. 2 Stunden lang. Statistisch gesehen hat eine Person, die 75 Jahre alt ist in ihrem Leben mehr als 100.000 Träume gehabt. Wir träumen in bestimmten Schlafphasen - vor allem kurz bevor wir aufwachen. Traumlos sind allein die extremen Tiefschlafphasen.
Messbare Träume durch Hirnwellen Die Aktivitäten unseres Gehirns im Schlaf lassen sich messen. Elektroden an der Kopfhaut können die entsprechenden Hirnwellen aufzeichnen. Außerdem lassen sich an den Augenbewegungen ebenfalls Traumaktivitäten erkennen: Wenn wir träumen, bewegen sich unsere Augen hinter den geschlossenen Lidern sehr schnell. Man spricht dann von REM-Phasen (Rapid Eye Movement - zu deutsch: schnelle Augenbewegung).
Warum soll ich mich überhaupt mit meinen Träumen befassen? Man kann sich fragen, warum man sich überhaupt mit Träumen beschäftigen sollte. Manch einem erscheinen sie wie eine Art Abfallprodukt des Gehirns. Andere träumen schlecht und wollen sich eigentlich gar nicht daran erinnern. Und wieder andere wissen am nächsten Morgen gar nicht, ob und was sie geträumt haben. Es ist aber lohnenswert, sich einmal mit den eigenen Träumen zu beschäftigen, denn sie können uns viele wertvolle Hinweise geben - einerseits über uns selbst und über unser Unterbewusstsein und andererseits können wir sie als Quelle der Inspiration und für neue Ideen nutzen.
In unseren Träumen spricht unser Unterbewusstsein Das wirklich Faszinierende an unseren Träumen ist, dass wir uns in ihnen von jeglichen Begrenzungen und Zwängen befreien können. Da in unseren Träumen unser Unterbewusstsein aktiv wird, kommen wir in Kontakt mit unserem Ur-Innersten. Erkenntnisse durch Träume können sehr aufschlussreich sein, wenn wir mehr über uns selbst erfahren wollen. Die Botschaften können uns aber auch Angst machen.
Die verschiedenen Traumarten Träume können wir in verschiedene Kategorien einteilen. Man hat festgestellt, dass bestimmte Traumtypen bei vielen Menschen auftauchen. Die meisten Träume werden aufgrund ihres zentralen Themas eingeteilt, z.B. Angst-, Fall-, Flug- oder Tierträume. Weiterhin unterscheidet man Wunsch- und Erfüllungsträume von Angstund Beklemmungsträumen. Die Häufigkeit und Intensität der Träume ist alters- und geschlechtsabhängig. So träumen Kinder meist viel lebhafter und intensiver als Erwachsene. Weiterhin hat man herausgefunden, dass Frauen viel häufiger als Männer auch farbig träumen oder Musik im Traum vernehmen können.
Träume, die durch äußere Reize hervorgerufen werden Häufig sind auch äußere Reize oder Impulse die Ursache von Traumbildern. So können Sie beispielsweise Geräusche, Gerüche, Temperaturschwankungen (z.B. wenn Ihre Decke verrutscht und Ihr Bein frei liegt) oder auch die Berührung mit dem Stoff oder der Unterlage in Ihren Träumen verarbeiten. Darüber hinaus verarbeiten wir auch konkrete Geschehnisse und Eindrücke - aus der Gegenwart oder Vergangenheit. So träumen wir nach einem Film möglicherweise die Handlung nach oder träumen von leidenschaftlichem Sex, nachdem wir gerade mit unserem Partner geschlafen haben. Solche Träume haben keine tiefere Bedeutung und sollten für eine psychologische Deutung nicht herangezogen werden.
Und manch einer träumt wahr Immer wieder scheint es auch das Phänomen der Wahrträume zugeben - also das Vorwegträumen realer Ereignisse, die in der Zukunft tatsächlich eintreffen. Das führt dann zu Dejavú-Erlebnissen, bei denen man denkt, eine Situation schon mal erlebt zu haben. Diese Art von Träumen wird vor allem in der Parapsychologie näher erforscht. – 86 –
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Luzides Träumen - Träume bewusst nutzen Wir können unsere Träume auch selbst beeinflussen. So können Sie z.B. einen Verfolgungstraum, den Sie immer und immer wieder haben, versuchen bewusst zu verändern, indem Sie sich vor dem Einschlafen vornehmen, im Traum auf der Flucht einfach stehen zu bleiben und den Verfolger anzusprechen. Sie stellen sich dazu Ihren Traum vor Ihrem geistigen Auge vor und auch die veränderte Handlung. Es bedarf ein bisschen der Übung, aber so können Sie quälende Träume beenden. Sie können dieses Phänomen auch so nutzen, dass Sie, wenn Sie z.B. neue Ideen finden müssen, sich am Abend fest vornehmen, etwas zu der jeweiligen Aufgabenstellung zu träumen. Notieren Sie sich dann beim Aufwachen sofort alles, an das Sie sich erinnern können, auch wenn es scheinbar zunächst nichts mit Ihrer Ideensuche zu tun hat. Oft sehen wir die Verbindung erst, wenn wir Abstand gewonnen haben. Von dem Chemiker Friedrich A. Kekulé wird z.B. behauptet, dass er verzweifelt auf der Suche nach der Formel für Benzol war, als er eines Nachts von einer Schlange träumte. Zunächst konnte er damit nichts anfangen, fand aber dann durch das Bild der Schlange die Ringformel für das Benzol.
Traumdeutung - wie kann ich meine Träume deuten? Wer sich an seine Träume - ob positive oder negative - erinnern kann, möchte oft wissen, was sie bedeuten könnten. Bei manchen Träumen fällt uns eine Deutung leicht, denn sie sind die Folge konkreter Erlebnisse und wir können sie eindeutig bestimmten Geschehnissen in unserem Leben zuordnen. Bei anderen Träumen ist es schwieriger, denn sie sind in Symbolen und Metaphern verschlüsselt und machen auf den ersten Blick wenig Sinn.
Traumdeutung - Ursprung und Entwicklung Früher wurden Träume meist zur Zukunftsdeutung genutzt. Erst Sigmund Freud sah in den Symbolen und Bildern der Träume die Möglichkeit, diese psychologisch auszuwerten und damit die Person besser zu verstehen. Für Sigmund Freud stammten die Bilder in den Träumen aus dem Unterbewusstsein und stellten Elemente oder Gedanken dar, die der Mensch zuvor verdrängt hatte. Er unterschied aber zwischen den ursprünglichen verdrängten Elementen und den Traumbildern insofern, als dass das Ich (der bewusste Teil) die unbewussten Elemente in Traumbildern chiffriert. Nur so kann der Mensch trotz der Konfrontation mit den unbewussten Elementen ruhig weiterschlafen. In der Psychoanalyse nach Sigmund Freud werden Träume interpretiert und es wird versucht, die eigentlich unbewussten Elemente zu finden. Sigmund Freud und später auch C.G. Jung nahmen an, dass Träume zusätzlich ererbte archaische Elemente enthalten, die sich aus den Erfahrungen der Vorfahren der Person bilden. Demnach wurden einige Symbole als sogenannte Archetypen bezeichnet und entsprechend gedeutet.
Erste Voraussetzung: sich an die Träume erinnern Um sich mit den eigenen Träumen befassen zu können, muss man sich zunächst überhaupt an sie erinnern können. Traumbilder verflüchtigen sich oft so schnell, dass wir nur noch vage Erinnerungsfetzen im Kopf haben und sie schnell komplett vergessen. Sie können es aber trainieren, sich an Ihre Träume zu erinnern. Dazu können Sie z.B. folgendes tun: Nehmen Sie sich am Abend bevor Sie einschlafen fest vor, sich am Morgen an Ihre Träume erinnern zu können. Legen Sie Stift und Papier neben das Bett und schreiben Sie sofort, wenn Sie aufwachen (auch mitten in der Nacht) auf, an was Sie sich alles erinnern können. Wenn Sie die Bilder nicht in Worten ausdrücken können, zeichnen Sie, was geschehen ist. Gehen Sie Ihren Traum noch einmal im Geiste durch, wenn Sie gerade beim Aufwachen sind und sich noch im Halbschlaf befinden. Erinnern Sie sich an Ihre Träume, bevor Sie aus dem Bett steigen. Der Kontakt Ihrer Füße mit dem Boden bringt Sie symbolisch und körperlich in die reale Welt. Das kann das Vergessen der Träume verstärken. Geben Sie nicht gleich auf, sondern nehmen Sie sich immer wieder vor, sich an die Träume zu erinnern. Schreiben Sie auch kleine Erinnerungsstücke auf, die Ihnen vielleicht zunächst bedeutungslos erscheinen. So signalisieren Sie Ihrem Unterbewusstsein , dass Sie ein wirkliches Interesse an seinen Botschaften haben.
Traumsymbole erkennen und deuten Unser Unterbewusstsein äußert sich oft in Symbolen. Diese Symbole können dann entschlüsselt und so die Träume gedeutet werden. Dafür gibt es umfangreiche Traumlexika, in denen die einzelnen Symbole mit ihrer Bedeutung aufgeführt sind. Solche Lexika sind weniger dazu gedacht, die Bedeutungen 1:1 auf die eigenen Träume zu übertragen, sondern vielmehr sie als ein Angebot zu sehen und zu schauen, was die Symbole vielleicht mit uns zu tun haben. – 87 –
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Beachten Sie bei der Deutung von Trauminhalten immer, ob Ihr Traum nicht möglicherweise schlicht durch äußere Reize ausgelöst wurde und gar keine tiefere Bedeutung hat.
Deuten Sie Ihre Träume immer subjektiv für sich Entscheidend ist, dass Sie Ihre Träume ganz persönlich für sich selbst auswerten und nicht einfach nur irgendwelchen Schemata, Vorgaben oder Hinweisen anderer folgen. Ihre Träume sind etwas sehr persönliches und letztlich liegt der Schlüssel zu den Bildern in Ihnen selbst. Traumdeutungslexika sind eine gute Grundlage, aber viel wichtiger ist es, dass Sie in sich hineinhorchen und herausfinden, welche Bedeutung ein Bild oder ein Symbol für Sie ganz persönlich hat. Seien Sie dabei nicht allzu verbissen, denn nicht immer sollten wir in unsere Traumbilder einen tieferen Sinn hineindeuten. Vielleicht können Sie eine offene und spielerisch neugierige Herangehensweise entwickeln. So werden Ihnen die Botschaften Ihres Unterbewusstseins am ehesten verständlich. Schreiben Sie sich Ihre spontanen Ideen und Deutungen immer gleich zu Ihrem Traum auf. So können Sie auch später noch einmal darüber nachdenken und dann fallen Ihnen vielleicht noch weitere Deutungsmöglichkeiten ein.
Traumaufzeichnungen miteinander vergleichen und in Beziehung setzen Es kann sehr sinnvoll sein, die eigenen Träume über eine gewisse Zeit hinweg zu beobachten und auszuwerten. Wenn Sie Ihre Träume aufschreiben, können Sie sie leicht miteinander vergleichen und die Aussagen in Beziehung setzen.
Traumarbeit als Methode für Therapie und Selbsterkenntnis Viele Therapeuten setzen die Traumarbeit in Therapien oder Selbsterfahrungsseminaren ein. So können Sie mit professioneller Hilfe vielleicht einige Aussagen Ihres Unterbewusstseins erkennen, die Ihnen sonst unerklärlich geblieben wären. In für Sie besonders wichtigen und aufreibenden Lebensphasen können Sie Ihren Träumen eine besondere Aufmerksamkeit widmen, denn sie beinhalten vielleicht hilfreiche Hinweise, z.B. wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen oder Ereignisse zu verstehen. Reden Sie auch mit anderen Menschen über Ihre Träume - manchmal kommen von außen sehr aufschlussreiche Hinweise.
Literatur zum Thema: Johana Miller: Ein Kurs im Träumen Hanns Kurth: Lexikon der Traumsymbole
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NLP für den Alltag Von Ralf Senftleben NLP ist heute in aller Munde: NLP für Lehrer, NLP für Verkäufer, NLP für den Manager. Überall stolpern wir über diese magischen drei Buchstaben. Was hat es eigentlich damit auf sich?
NLP ist ein Werkzeugkasten für die Kommunikation mit sich und anderen NLP heißt Neuro Linguistisches Programmieren und ist ein Werkzeugkasten mit Techniken, Methoden und Einstellungen, die wir nutzen können, um wirkungsvoll mit uns selbst und mit anderen zu kommunizieren.
Was bringt mir das NLP?
Quelle
Sie können die Methoden des NLPs z.B. nutzen, Viele Inhalte und Übungen dieses Artikels wurden um unerwünschte Verhaltensweisen bei sich selbst zu aus den folgenden Büchern entnommen: NLPverändern, Welten von Susanne Haag und Praxiskurs NLP um einschränkende Einstellungen durch nützlichere von Steve Andreas und Charles Faulkner. Einstellungen zu ersetzen um Ihre eigene Kommunikationsfähigkeit mit sich selbst und mit anderen zu verbessern. Beim NLP geht es auch darum, die Qualität des eigenen Erlebens zu verbessern oder einfacher gesagt: sich öfter gut und weniger oft schlecht zu fühlen. NLP ist sehr beliebt bei Verkäufern, Beratern, Trainern, Lehrern und nicht zuletzt bei Psychotherapeuten.
NLP enthält die Erfolgsstrategien exzellenter Psychotherapeuten Das NLP hat seinen Ursprung in den 70 Jahren. Die beiden Amerikaner John Grinder und Richard Bandler wollten damals herausfinden, warum manche Psychotherapeuten höhere Heilungsquoten erzielten als andere. Deshalb untersuchten sie u.a. die Arbeit des Hypnosetherapeuten Milton Erikson, des Gestalttherapeuten Fritz Perls und der Familientherapeutin Virginia Satir. Aus diesen Untersuchungsergebnissen leiteten sie bestimmte erfolgreiche Verhaltensweisen, Methoden und Vorannahmen ab, um Menschen in der Psychotherapie erfolgreich zu behandeln. Daraus entstand das NLP: Bandler und Grinder modellierten die Kommunikations- und Behandlungsmethoden wirklich erfolgreicher Psychotherapeuten und fassten dies zur Lehre des NLPs zusammen. In den nächsten Jahren wurde das NLP immer weiter verfeinert und mit neuen Methoden und Modellen angereichert.
Dieser Artikel beschreibt den Einsatz des NLPs für den Alltag, nicht für die Lösung tiefer Problem. Dieser Artikel beschreibt den Einsatz von NLP für den persönlichen Alltag. Sie finden hier Methoden, mit denen Sie mit alltäglichen Schwierigkeiten besser fertig werden können. Eine Anmerkung zur Vorsicht: Auch bei tiefgreifenden Problemen kann Ihnen das NLP helfen - aber nur in der Anwendung durch einen erfahrenen Psychotherapeuten. Das NLP ist ein sehr wirkungsvolles Werkzeug. Genau wie ein Messer kann damit viel Gutes aber auch viel Schlechtes angerichtet werden.
Üben, üben und nochmals üben "Repetition is the mother of skill" Anthony Robbins Frei übersetzt bedeutet das "Wiederholung ist der Schlüssel zum Können". Viele der Übungen, die wir Ihnen im folgenden vorstellen, benötigen einige Übung. Nehmen Sie sich die Zeit und trainieren Sie Ihre neuen Fähigkeiten. Geben Sie nicht sofort wieder auf, wenn es nicht beim ersten Mal klappt. Sollten Sie dennoch keinen Erfolg haben, sollten Sie eine der Grundannahmen des NLPs berücksichtigen: Wenn etwas nicht funktioniert, probiere etwas anderes!
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Klein anfangen und allmählich steigern Wenn Sie anfangen NLP-Techniken zu üben, dann beginnen Sie am besten nicht gleich mit Ihrem größten Lebensproblem. Fangen Sie lieber mit kleinen Problemen an und steigern Sie sich dann. Die Methoden des NLPs müssen kontinuierlich geübt werden und das fällt am Anfang am leichtesten, wenn Sie mit kleineren und weniger schwergewichtigen Dingen beginnen.
Grundannahmen des NLPs Eine Reihe von Einstellungen und Grundannahmen - die sogenannten Axiome - bilden die Grundlage des NLPs. Sie durchziehen alle Methoden, Prozesse und Modelle des NLPs. Wir wollen Sie Ihnen hier kurz darstellen:
Einstellung Nr. 1: "Die Landkarte ist nicht das Gebiet" Wir schaffen uns ein Modell der Welt: unsere persönliche Landkarte - Im NLP wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch in seiner Vergangenheit unterschiedliche Erfahrungen gemacht hat und sich anhand dieser Erfahrungen in seinem Kopf seine ganz individuelle Landkarte der Welt konstruiert. Diese Landkarte beruht also auf den persönlichen Einstellungen und Glaubenssätzen und ist an vielen Punkten stark vereinfacht oder an anderen Punkten auch verzerrt. Jeder Mensch sieht die Welt anders, auch wenn die meisten von uns die eigene Landkarte der Welt für die einzig wirkliche Realität halten. Persönliche Landkarten werden nicht nach "richtig oder falsch" beurteilt - Verschiedene Menschen haben einfach verschiedene Landkarten der Welt und alle haben ihre Berechtigung. Es gibt keine falsche Sicht und keine richtige Landkarte. Im NLP wird die Landkarte unseres Gegenübers genauso gewürdigt wie unsere eigene. Aber: Landkarten können nützlicher als andere sein - Im NLP werden die persönlichen Landkarten aber anhand eines wichtigen Merkmals unterschieden: der Nützlichkeit. Wenn wir ein bestimmtes Ziel vor Augen haben, kann eine Landkarte in Hinblick auf dieses Ziel nützlicher sein als eine andere. Bestimmte Überzeugungen können uns besser dabei unterstützen, ein Ziel zu erreichen als andere. Wir können unsere Landkarten überprüfen und ändern - Eine weitere Annahme des NLPs ist, dass Landkarten auf ihre Nützlichkeit hin überprüft werden können, um sie gegebenenfalls zu verbessern und anzupassen. Oder anders gesagt: Das NLP geht davon aus, dass wir unsere Einstellungen und Glaubenssätze verändern können, wenn wir feststellen, dass sie uns behindern oder schaden.
Einstellung Nr. 2: "Menschen treffen immer die für sie bestmögliche Wahl" Das NLP geht davon aus, dass jeder Mensch immer sein Bestes gibt. Damit ist gemeint, dass das Verhalten jedes Menschen das ihm oder ihr bestmögliche Verhalten in dieser Situation ist. Jeder von uns hat seine eigene Geschichte. So haben wir aufgrund unserer Erfahrungen und Vorbilder Verhaltensweisen und Glaubenssätze übernommen, von denen wir glauben, dass sie nützlich sind, um mit unserem Leben zurechtzukommen. Auch wenn diese Verhaltensweisen objektiv nicht nützlich oder sogar schädlich sind, sind sie das, wozu wir in dieser Situation in der Lage sind.
Einstellung Nr. 3: "Jedes Verhalten hat positive Absicht" Aus der Grundannahme heraus, dass wir immer das für uns bestmögliche tun, folgt auch die Annahme, dass hinter unserem Verhalten immer eine positive Absicht steckt. Nach dem NLP gehen wir aufgrund unserer Erfahrungen davon aus, dass das, was wir tun, gut und richtig ist. So basiert z.B. auch ein Verhalten, dass objektiv selbstzerstörerisch wirkt, auf der persönlichen Annahme, dass dieses Verhalten gut für uns ist. Ein Beispiel: Sie wiegen 20 Kilogramm zuviel und wollen eigentlich abnehmen. Bisher haben Sie das aber nicht geschafft. Das NLP geht nun davon aus, dass hinter diesem Scheitern eine positive Absicht steckt: Nahrung befriedigt z.B. Bedürfnisse. Wir können uns mit Lebensmitteln selbst verwöhnen. Vielleicht fungiert das Übergewicht auch als ein Schutzpanzer - so könnten Sie unbewusst annehmen, dass Sie mit Übergewicht nicht von einer Frau oder einem Mann angesprochen werden und sich so vor peinlichen Situationen oder Enttäuschung schützen können. Es gilt herauszufinden, welche positive Absicht hinter unserem jeweiligen Verhalten steckt.
Einstellung Nr. 4: "Körper, Geist und Seele sind ein System" Nach dem NLP beeinflussen sich unser Körper, unser Gefühlsleben und unser Gedankensystem. So können Sie z.B. dadurch, dass Sie Ihre Körperhaltung verändern, Gefühlszustände und Gedanken verändern. Dies wirkt auch umgekehrt: Wenn wir unsere Gedanken verändern, dann verändert sich automatisch unsere Körperhaltung. Diese Annahme wird noch weitergeführt: Nach Erkenntnissen der Immunbiologie ist das Immunsystem unmittelbar abhängig von unserem inneren Einstellungen und daraus folgenden Gedanken. Wenn Sie also fröhliche Gedanken haben, arbeitet Ihr Immunsystem besser, als wenn Sie z.B. an traurige Dinge denken. Körper, Geist und Seele lassen sich nicht trennen. – 90 –
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Einstellung Nr. 5: "Wir haben bereits alle Ressourcen, die wir brauchen" Das NLP geht davon aus, dass jeder Mensch die Lösung für seine Probleme schon in sich trägt. Ressourcen können Erfahrungen, Erinnerungen, Wissen oder Bilder sein, die uns bei einem Problem weiterhelfen. Oft können wir aber nicht über sie verfügen, weil wir keinen Zugang zu diesen Ressourcen haben. Davon ausgehend, dass in jedem Menschen alle nötigen Elemente vorhanden sind, die er zur Lösung seiner Probleme braucht, geht es im NLP darum, diese Ressourcen verfügbar zu machen.
Einstellung Nr. 6: "Wenn etwas nicht funktioniert, muss man etwas anderes ausprobieren" Im NLP wird davon ausgegangen, dass Methoden und Prozesse für verschiedene Menschen ganz unterschiedlich wirken können. Keine Methode wird deshalb um ihrer selbst Willen angewandt, sondern nur dann, wenn Sie erfolgreich ist. Wenn Sie merken, dass Sie mit einer Methode nicht weiterkommen oder eine Technik für Sie nichts bringt, dann gilt es, flexibel zu sein und eine andere Methode auszuprobieren - und das nötigenfalls solange, bis Sie die Methode gefunden haben, die für Sie funktioniert. Aus dieser Vorannahme lässt sich folgende Erfolgsformel ableiten: 1. Machen Sie sich Ihr Ziel klar und haben Sie es in jeder Sekunde vor Augen. 2. Überprüfen Sie konsequent, ob Sie sich mit dem was Sie tun, Ihrem Ziel nähern oder nicht. 3. Verändern Sie so lange Ihre Strategie, Ihr Ziel zu erreichen bis Sie es geschafft haben oder bis Sie vielleicht ein besseres Ziel gefunden haben.
Einstellung Nr. 7: "Es ist gut, viele verschiedene Wahlmöglichkeiten in einer Situation zu haben" Das NLP geht von folgender Annahme aus: Je mehr Wahlmöglichkeiten wir in einer Situation haben, desto flexibler können wir reagieren und desto größer sind die Chancen, dass wir das gewünschte Resultat erreichen. Wer in einer Situation nur eine oder zwei Möglichkeiten zur Auswahl hat, steckt schnell fest und weiß nicht mehr weiter, wenn diese Varianten sich als unbrauchbar herausstellen. Dann wird das Ziel oft aufgegeben. Viel besser ist es, möglichst viele verschiedene Handlungsoptionen zu haben, mit denen wir versuchen können, unser jeweiliges Ziel zu erreichen. Nur so können wir z.B. flexibel auf Einflüsse von außen reagieren oder unsere Strategie den Umständen anpassen. Viele Übungen und Methoden des NLPs arbeiten mit unseren verschiedenen Sinnen. Deshalb ist es sehr hilfreich unser Sinnessystem besser zu verstehen.
Unsere fünf Sinneskanäle Wir erleben unsere Umgebung durch unsere fünf Sinne: wir sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen. Alle Informationen von außen erreichen uns also über unsere Sinne. Wir speichern diese Informationen oft auch in der selben Art ab, wie wir sie bekommen haben: So können wir innere Bilder sehen, Töne hören, uns an Gerüche oder an einen Geschmack erinnern und wir können im Geist auch Berührungen und sogar Gefühle wiedererleben.
VAKOG - unsere fünf Sinne im NLP Im NLP bezeichnet man alle fünf Sinneskanäle oft mit der Abkürzung VAKOG. VAKOG steht für: V wie visuell: das Sehen A wie auditiv: das Hören von Geräuschen, Tönen K wie kinästetisch: das Fühlen durch Tasten, Berührungen unser Haut aber auch Magenschmerzen und Verspannungen O wie olfaktorisch: das Riechen G wie gustatorisch: das Schmecken
Ein Experiment - Wie erinnern wir uns? Denken Sie doch einmal kurz an die Grundschule, zu der Sie als Kind gegangen sind und achten Sie einmal darauf, wie Sie sich genau daran erinnern. Was fällt Ihnen zu Ihrer Grundschule als erstes ein: Ist es das Bild des Gebäudes oder hören Sie den Klang einer vertrauten Stimme oder vielleicht haben Sie auch einfach nur ein Gefühl, das Sie früher in der Schule hatten. Ist es ein besonderer Geruch, den Sie mit Ihrer Schule verbinden oder vielleicht der Geschmack einer Speise oder eines Getränkes? Wie erinnern Sie sich an Ihre Grundschule? – 91 –
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Unsere Erinnerung hängt von unseren Sinnen ab Wir alle erinnern uns unterschiedlich. Die Art, wie wir uns erinnern, ist sehr eng an die Sinne gekoppelt, die wir am liebsten nutzen. Viele Menschen sehen zuerst ein Bild vor Augen, wie Ihre Grundschule ausgesehen hat. Andere dagegen erinnern sich zuerst an Geräusche oder Gefühle. Wieder andere erinnern sich an den Geruch auf den Gängen. Wir erinnern uns also, indem wir uns Sinneseindrücke zurückholen und in unserem Kopf noch einmal erleben. Im NLP sagt man, wir repräsentieren eine Erfahrung durch einen oder mehrere Ihrer Sinneskanäle. Deswegen nennt man die fünf verschiedenen Sinneskanäle auch Repräsentationssysteme.
Unsere Augen zeigen, wie wir uns erinnern Lustigerweise bewegen sich unsere Augen abhängig davon, was wir im Geiste gerade tun, in verschiedene Richtungen. Wenn wir uns im Geist ein Bild machen, bewegen sich unsere Augen z.B. nach oben und wenn wir mit uns im Geiste selbst sprechen, bewegen sich die Augen nach unten. Versuchen Sie sich einmal daran zu erinnern, wie die Stimme Ihres Grundschullehrers oder Ihrer Lehrerin sich angehört hat. Wohin bewegen sich dabei Ihre Augen ganz automatisch?
Was die Bewegung unserer Augen über die Art, uns zu erinnern, aussagt Durch die Augenbewegungen eines Menschen können wir erkennen, zu welchem Repräsentationssystem er oder sie gerade Zugang hat. Diese Augenbewegungen werden deshalb auch Augenzugangshinweise genannt.
Stehen die Augen eines Menschen oben rechts, erinnern wir uns an etwas, was wir in unserer Vergangenheit wirklich gesehen haben. Für diese Form des Erinnerns gibt es im NLP das Symbol Ver (visuell erinnert) .
Wenn unsere Augen oben links stehen, dann konstruieren wir uns in unserem Geist ein Bild, das wir bisher noch nicht in dieser Art gesehen haben (z.B. wenn Sie sich einen rosa Elefanten vorstellen oder überlegen, wie Ihre Freundin mit einem zwei Meter hohen, roten Hut aussehen würde. (NLP-Symbol: Vk - oder visuell konstruiert).
Stehen die Augen in der Mitte rechts, dann erinnern wir uns an Töne und Geräusche, die wir gehört haben (NLP-Symbol: Aer - auditiv erinnert).
Augen, die in der Mitte links stehen, deuten darauf, dass wir uns in unserer Phantasie Töne, Geräusche oder Worte konstruieren, die wir bisher noch nicht gehört haben (NLP-Symbol: Ak - auditiv konstruiert)
Wenn unsere Augen nach rechts unten zeigen, führen wir einen inneren Dialog, z.B. wenn wir uns innerlich selbst etwas zu uns sagen (NLP-Symbol: Ad - auditiv digital).
Stehen unsere Augen nach unten links, konzentrieren wir uns auf Gefühle, z.B. wenn Sie sich fragen, wie es sich anfühlt, barfuß am Strand lang zu gehen (NLP-Symbol: K - kinästethisch). – 92 –
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Übung: Sie können Ihr Erinnerungsvermögen durch die entsprechenden Augenbewegungen verbessern und intensivieren. Probieren Sie es einfach mal aus: Nehmen wir einmal an, Sie möchten sich an einen schönen Urlaub erinnern, um wieder in den schönen Erlebnissen zu schwelgen. Tun Sie dies nun einmal systematisch über alle Ihre fünf Sinneskanäle. Welche Bilder fallen Ihnen ein? Wie roch es dort? Was hörten Sie dort? Welche Empfindungen hatten Sie? Und was haben Sie dort gegessen? Mit den entsprechenden Augenbewegungen - nun bewusst eingesetzt - können Sie sich selbst dabei unterstützen.
Übungen, die Ihre geistige Vorstellungskraft verbessern Das NLP arbeitet in einem großen Maße mit Methoden, für die Sie in der Lage sein müssen, im Geiste innere Bilder, Töne oder Empfindungen zu erleben und wiederzuerleben. Ihre geistige Vorstellungskraft umfasst alle Ihre fünf Sinne. Hier bieten wir Ihnen einige Übungen, mit denen Sie diese Fähigkeit trainieren können. Für alle Übungen ist es hilfreich, wenn Sie sie zuerst ganz durchlesen, sich einprägen und dann mit geschlossenen Augen durchführen. Es macht aber auch nichts, wenn Sie zwischendurch wieder auf die Anleitung schauen.
1. Übung: Verbessern Sie Ihr visuelles Vorstellungsvermögen Das bildhafte Denken ist nicht nur für verschiedene NLP-Übungen sehr nützlich, es steigert auch Ihr Denkvermögen und Ihre Kreativität. Hier eine Übung für das bildhafte Vorstellungsvermögen: Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich einen Apfel vor. Wenn Sie keinen Apfel mögen, können Sie auch eine Banane nehmen. Beantworten Sie im Geist für sich die folgenden Fragen: Wie sieht der Apfel genau aus? Wie ist seine Farbe? Wie groß ist der Apfel? Wie weit ist der Apfel entfernt? Sehen Sie den Apfel wie ein Standbild oder bewegt er sich in Ihrer Vorstellung? Sehen Sie ein gemaltes Bild oder eher einen fotorealistischen Apfel? Sehen Sie den Apfel 2-dimensional oder in 3-D? Fangen Sie nun an, die Eigenschaften Ihres Bildes langsam zu verändern. Lassen Sie den Apfel vor Ihrer Vorstellung größer werden, bis er so groß ist wie Sie selbst. Stellen Sie sich einen gigantischen Apfel vor. Wie viele Apfelkuchen könnten Sie mit diesem Apfel wohl backen? Lassen Sie den Apfel als nächstes wieder kleiner werden, bis er so groß ist, dass er in einen Fingerhut passt. Lässt sich so auch leichter transportieren, nicht? Schieben Sie den Apfel in Ihrem Geist so weit weg, bis Sie ihn nur noch erahnen können und holen Sie ihn danach wieder so nahe heran, bis er direkt vor Ihrer Nasenspitze ist. Lassen Sie den Apfel als nächstes um seine eigene Achse rotieren, zuerst ganz langsam, dann schneller und zuletzt so schnell, dass Sie ihn nur noch verschwommen wahrnehmen können. Es gibt noch viele, weitere Möglichkeiten, den Apfel in Ihrer Vorstellung zu verändern. Experimentieren Sie einfach ein bisschen herum.
2. Übung: Verbessern Sie Ihr akustisches Vorstellungsvermögen Genauso, wie Sie in Ihrem Kopf innere Bilder erschaffen können, können Sie sich Töne und Geräusche im Kopf vorstellen und gezielt verändern. Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich das Geräusch einer kleinen Glocke vor. Beantworten Sie dazu im Geist die folgenden Fragen: Wie laut ist der Ton? – 93 –
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Wie klingt der Ton der Glocke? Ist es hoch, tief, klar oder dumpf? Wie lange klingt die Glocke? Vibriert der Ton? Von wo kommt der Ton? Von links, rechts, vorne, hinten oder von überall? Wie weit ist das Geräusch von Ihnen entfernt? Fangen Sie nun an, die Eigenschaften des Tons langsam zu verändern. Lassen Sie den Ton lauter und wieder leiser werden. Verändern Sie die Dauer des Tons von ganz kurz bis ganz lang. Verändern Sie die Richtung, aus der der Ton kommt. Lassen Sie ihn erst von vorne, dann von hinten und dann aus allen möglichen Richtungen kommen. Experimentieren Sie einfach ein bisschen mit dem Ton in Ihrer Vorstellung herum. Wie wäre es mit einem Echoeffekt? Seien Sie kreativ.
3. Übung: Lernen Sie Ihre Gefühle kennen Auch Gefühle können wir uns in unsere Erinnerung rufen. Sie können so z.B. Ihre Körperfunktionen beeinflussen. Wenn Sie sich lang genug vorstellen, Ihr linker Arm ist schwer und warm, dann wird Ihr Arm sich früher oder später schwer und warm anfühlen, weil er durch Ihre Vorstellungen besser durchblutet wird. Die Entspannungsmethode "Autogenes Training" arbeitet auf diese Art und Weise. Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, wie Sie barfuß über einen langgezogenen Sandstrand gehen. Der Sand ist ganz fein und weich. Vielleicht kriecht er zwischen Ihre Zehen. Die Wellen kommen rhythmisch an den Strand und umspülen Ihre Füße. Wie fühlt sich das an? Beantworten Sie dazu im Geist z.B. die folgenden Fragen: Was genau spüren Sie an Ihren Füßen? Welche Temperatur hat der Sand? Welche Qualität hat das Gefühl - ist es angenehm oder eher unangenehm? Welche Temperatur hat das Wasser? Wie fühlt es sich an, wenn das Wasser Ihre Füße erreicht? Auch hier haben Sie wieder die Möglichkeit, diese Übung zu erweitern und zu variieren.
4. Übung: Kombinieren der inneren Erlebnisse Am eindrucksvollsten ist es, wenn wir die drei Sinneskanäle: Sehen, Hören und Fühlen verbinden. Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, sie stehen auf einer Anhöhe. Es ist Mittag und die Sonne scheint warm auf Sie herab. Sie sehen sich langsam um und blicken auf eine hügelige, grüne Landschaft. Sie stehen barfuß inmitten einer grünen Wiese. Ihr Blick schweift über Bäume und Felder. Um Sie herum hören Sie das Summen der Bienen, das Zwitschern der Vögel und das Plätschern eines Baches. Sie können spüren, wie der Wind sanft über Ihr Gesicht streicht. Über Ihnen bewegen sich die Wolken langsam aber stetig nach Norden. Sie gehen einige Schritte weiter und gelangen an den Bach, den Sie vorher gehört haben. Sie beugen sich hinunter und tauchen Ihre Hände in das kühle, fließende Wasser. Trinken Sie doch einen Schluck!
So können Sie sich auch entspannen Wenn Sie sich diese Szenerie vorgestellt haben, haben Sie die drei Repräsentationssysteme V, A und K miteinander kombiniert. Normalerweise gehen wir automatisch in einen leichten Entspannungszustand (auch Trance genannt), wenn wir uns auf unsere innere Erlebniswelt konzentrieren. Wann immer Sie sich entspannen wollen, können Sie sich im Geist einfach an einen ruhigen Ort zurückziehen, den Sie sich mit all Ihren Sinnen ausmalen. Sie können auch eine angenehme Erfahrung aus Ihrer Vergangenheit visuell, auditiv und kinästetisch wiedererleben. Vielleicht schaffen Sie sich in Ihrem Geist auch ein neues Szenario und erleben es mit Ihren Sinnen.
NLP-Übungen für Probleme und unerwünschte Gefühle Hier stellen wir Ihnen einige Übungen vor, die Ihnen dabei helfen können, mit Ihren alltäglichen Problemen besser fertig zu werden. Bei den meisten dieser Übungen brauchen Sie die Fähigkeit zur Visualisierung - also, die Fähigkeit, sich Bilder vor dem geistigen Auge hervorrufen zu können. Sie konnten dies auch schon auf der vorhergehenden Seite üben. Trainieren Sie diese Fähigkeit immer wieder. Auch wenn Sie am Anfang vielleicht
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das Gefühl haben, damit gar nicht klarzukommen, sollten Sie nicht aufgeben, denn hier macht die Übung den Meister!
Unsere inneren Bilder und Vorstellungen sind mit Gefühlen verbunden Vielleicht kennen Sie das: Sie haben ein schreckliches Bild in der Zeitung gesehen, das Ihnen nicht mehr aus dem Kopf geht. Immer wieder müssen Sie daran denken. In unserem Kopf verstärken wir oft noch die schlimme Wirkung, indem wir die Details hervorheben, die am schrecklichsten sind. Unsere inneren Bilder, Töne oder Gefühle können wir nämlich verändern und ausgestalten. Z.B. kann ein inneres Bild größer oder kleiner, heller oder dunkler und farbig oder schwarz/weiß sein. Die Eigenschaften unserer innerer Bilder, Töne und Gefühle nennt man im NLP Submodalitäten. Indem Sie die Submodalitäten Ihrer inneren Bilder und Vorstellungen verändern, können Sie auch Ihr Erleben, also Ihre Gefühle verändern. Damit erhalten Sie die Möglichkeit, gezielt Ihre Empfindungen zu beeinflussen. Probieren Sie doch einmal eine der folgenden Übungen aus.
So verändern Sie unangenehme Bilder in Ihrem Kopf Unangenehme Erfahrungen setzen sich oft als Bilder in unserem Kopf fest. Immer und immer wieder sehen wir das Geschehen vor uns. Solche Bilder können Sie in Ihrer Vorstellung aber so verändern, dass den Bildern die negative Kraft genommen wird.
Machen Sie unangenehme Bilder kleiner
Tipp Wenn Sie bei den Übungen Schwierigkeiten haben, sich Dinge im Geiste vorzustellen, dann können Sie einen NLP-Trick anwenden: Folgen Sie den Anweisungen der Übungen und tun Sie einfach so, als würde es funktionieren. Im NLP spricht man dabei vom Als-Ob-Rahmen. Wenn Sie sich gar nicht um die Realität scheren, sondern so tun, als ob alles bereits so ist, wie Sie wollen, kann es passieren, dass die Realität Ihre Vorstellung von selbst bestätigt. Wie sagt man so schön: Glauben kann Berge versetzen.
1. Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich das unangenehme Bild bewusst vor. Gleichzeitig werden damit negative Gefühle in Ihnen aufkommen. Machen Sie sich diese Gefühle bewusst und lassen Sie sie einen Moment zu, auch wenn das unangenehm ist. 2. Stellen Sie sich dann einen kleinen SchwarzweißFernseher vor, der links unten zu Ihren Füßen steht. 3. Nehmen Sie nun das unangenehme Bild und schieben Sie es zum Fernseher, so dass Sie das Bild auf der Mattscheibe des Fernseher sehen können: klein und in schwarzweiß. Wenn Sie wollen können Sie den Fernseher auch noch weit von sich weg schieben, so dass Sie ihn kaum noch erkennen können. Wie ändert sich dabei das Gefühl, dass Sie mit der Erfahrung verknüpfen? Dann öffnen Sie die Augen und beschäftigen sich kurz mit etwas anderem. 4. Wiederholen Sie die Schritte eins bis drei einige Male, bis Sie merken, dass die Veränderung vom Ausgangsbild zum Bild auf dem Fernseher automatisch passiert und Sie sich auch dann gut fühlen, wenn Sie an die vorher unangenehme Erfahrung denken.
Verbrennen Sie unangenehme Bilder 1. Schließen Sie wieder die Augen und holen Sie sich das negative Bild vor Ihr inneres Auge. Spüren Sie bewusst den Gefühlen nach, die Sie mit dem Bild verbinden. 2. Zünden Sie nun in Ihrer Vorstellung ein Streichholz an und halten es an das unangenehme Bild. Schauen Sie zu, wie es langsam an der einen Ecke Feuer fängt, wie sich das Feuer langsam durch das gesamte Bild frisst, wie das Bild immer mehr vom Feuer zerstört wird und wie am Ende nur noch ein bisschen schwarze Asche übrigbleibt. 3. Stellen Sie sich vor, ein Wind bläst durch Ihre Vorstellung und trägt die schwarze Asche Ihres Bildes davon und lässt Sie ohne die unangenehme Erfahrung zurück. Dann öffnen Sie die Augen und beschäftigen sich kurz mit etwas anderem.
Drehen Sie unangenehme Bilder dunkel 1. Schließen Sie wieder die Augen schauen Sie das unangenehme Bild an. Werden Sie sich Ihrer Gefühle dabei bewusst , auch wenn es schmerzt. 2. Stellen Sie sich vor, wie Sie das Bild immer dunkler werden lassen, so als ob Sie langsam den Helligkeitsregler an Ihrem Fernseher herunterdrehen - solange bis das Bild nicht mehr zu erkennen ist. 3. Wiederholen Sie diese Übung solange, bis das unangenehme Bild an Intensität und Wirkung verliert. Dann kann es Ihnen nichts mehr anhaben. – 95 –
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So ändern Sie kritische, innere Stimmen in Ihnen Wir alle haben innere Stimmen, die uns kritisieren und manchmal das Leben schwer machen. Gerne sagen diese inneren Stimmen Dinge wie: Was hast Du denn da schon wieder getan!? Du bist so ein Idiot! Nicht einmal das schaffst Du! Oft haben wir auch die Stimmen von anderen Menschen ständig im Kopf. Wenn Ihr Chef mehrmals am Tag zu Ihnen sagt: "Aus Ihnen wird nichts mehr." dann glauben Sie es irgendwann selbst und hören diese Stimme, auch wenn Ihr Chef gar nicht da ist. Wenn Sie genug von diesen Stimmen haben, dann versuchen Sie doch einmal, die Stimmen in Ihrem Kopf zu verändern: Machen Sie sich im Geiste die innere Stimme ganz bewusst , die Sie ändern wollen. Verändern Sie nun den Klang der Stimme. Wie würde sich die Stimme z.B. anhören, wenn Mickey Mouse sprechen würde oder wenn Sie statt dessen die Stimme von der Comicfigur Popeye hören würden? Sie können die Stimme auch einfach schneller machen, so als wenn Sie ein Tonband oder eine Platte schneller abspielen. Wie hört sich Ihre kritische Stimme dann an? Verändern Sie Ihre Stimme so, dass sie langsamer und verzerrter wird. So als ob in einem Tonband die Batterien alle sind. Die Stimme wird immer tiefer und langsam, fängt an zu leiern und verstummt letztendlich. Verändern Sie die Richtung aus der die Stimme kommt. Erst kommt Sie von oben, dann von unten, von rechts oder links oder von hinten. Achten Sie einmal darauf, welche Veränderung in Ihrem Erleben der kritischen Stimme vor sich gehen, wenn Sie die Stimme wie vorgeschlagen verändern. Wählen Sie die Methode, mit der Sie die Stimme am wirkungsvollsten beeinflussen können?
Mit Problemen anders umgehen: Lachen! Wenn Sie ein Problem in Ihrem Leben haben, dass Sie gefühlsmäßig belastet, können Sie folgende Übung durchführen: 1. Stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge einen guten Freund von Ihnen vor. Es sollte eine Person sein, die Ihnen wirklich wohlgesonnen ist und die außerdem sehr klug und sehr weise ist. Weil die meisten von uns keinen solchen Menschen real kennen, können Sie sich auch in Ihrer Phantasie so einen Menschen herbeiwünschen. Vielleicht fällt Ihnen eine bekannte Person ein, der Sie das zutrauen: z.B. ein Prominenter, ein Gelehrter oder eine Filmfigur. Wählen Sie eine Person, von der Sie denken, dass sie gütig, weise und Ihnen wohlgesonnen ist. 2. Stellen Sie sich nun vor, Sie sitzen mit diesem Freund zusammen und schildern ihm Ihr Problem in allen Details. Während Sie nun immer mehr von Ihrem Problem erzählen, fängt Ihr weiser Freund an zu lächeln. Aus dem Lächeln wird bald ein gütiges Lachen und es dauert nicht lange, da kann sich Ihr Freund vor Lachen nicht mehr halten. Er klopft sich auf die Schenkel und ihm laufen Tränen über seine Wangen. 3. Was löst das in Ihnen aus? Vielleicht können Sie Ihr Problem aus einem neuen Blickwinkel betrachten? Vielleicht lassen Sie sich anstecken und lachen gemeinsam mit Ihrem weisen und gütigen Freund? Und wenn Sie das nächste Mal mit Ihrem Problem konfrontiert sind, sehen Sie dann vielleicht das gütige Lachen Ihres Freundes vor Ihrem geistigen Auge.
Durch Musik im Kopf Gefühle ändern Wenn Sie bei einer Vorstellung immer wieder unangenehme Gefühle haben, können Sie die folgende Übung versuchen. Achtung: Beginnen Sie nicht gleich mit Ihrem großen Lebensproblem. Fangen Sie zum Üben lieber mit einer kleineren Schwierigkeit an. 1. Stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge die problematische Situation wie einen Film vor. Achten Sie dabei auf Ihre Gefühle. 2. Wählen Sie nun eine beliebige Filmmusik, die Sie kennen und die überhaupt nicht mit dem unangenehmen Gefühl Ihrer problematischen Situation zusammenpasst. Vielleicht nehmen Sie eine Musik aus einem Cartoon oder wilde Zirkusmusik. 3. Stellen Sie sich erneut die problematische Situation als Film vor und unterlegen Sie diesmal die Szene von Anfang bis Ende mit der Filmmusik. Wiederholen Sie diesen Schritt ruhig einige Male.
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4. Stellen Sie sich zum Abschluss noch einmal die problematische Situation als Film vor und überprüfen Sie, ob sich Ihre unangenehmen Gefühle geändert haben. Bei vielen Menschen sind die unangenehmen Gefühle sehr viel schwächer geworden oder sie sind komplett verschwunden.
Das Prinzip des Ankerns Hier zeigen wir Ihnen, was es mit der NLP-Methode des "Ankerns" auf sich hat und wie Sie das Prinzip des Ankerns für sich nutzen können.
Manche unserer Sinneseindrücke sind mit automatischen Reaktionen verbunden Sinneseindrücke lösen bei uns oft automatisch Gefühle, Gedanken und Reaktionen aus. Jedes Mal, wenn jemand das Wort "New York" sagt, höre ich z.B. sofort den Rap-Song "NewYork, New York big city a dream...". Da kann ich gar nichts dagegen machen. Wenn ich Zimt rieche, erinnere ich mich sofort an Weihnachten und wenn ich "unser Lied" höre, dann überfällt mich sofort ein romantisches Gefühl. Das ist wie ein Reflex.
Im NLP verankern wir absichtlich Gefühle mit Gesten, Wörtern oder Bildern Im NLP wird dieses Phänomen bewusst genutzt, indem wir absichtlich gewünschte Gefühlszustände an einem Auslöser verankern, so dass der gewünschte Gefühlszustand praktisch auf Kommando durch den Auslöser abrufbar wird. Der Auslöser wird im NLP Anker genannt. Der Anker kann eine Geste, eine Berührung, ein Bild aber auch ein Ton, ein Wort oder ein Geruch sein. Grundsätzlich kann jeder Sinneseindruck als Anker eingesetzt werden.
So ankern Sie Gefühle Das Ankern von Gefühlszuständen besteht aus folgenden fünf Schritten:
Schritt 1 Zunächst setzen Sie sich ruhig hin und entspannen sich. Atmen Sie mehrmals tief durch und schließen Sie die Augen. Nun überlegen Sie sich, welches Gefühl Sie gerne ankern möchten. Holen Sie sich dieses Gefühl innerlich zurück. Um ein Gefühl zurückzuholen können Sie sich an eine Szene in Ihrem Leben erinnern, in der Sie das Gefühl schon einmal gespürt haben. Wollen Sie z.B. das Gefühl von Freude ankern, denken Sie an eine besonders schöne Situation und erinnern Sie sich an etwas, wo Sie voller Freude waren.
Schritt 2 Nun geht es darum, dieses Gefühl in uns richtig aufleben zu lassen und zu verstärken. Dazu können Sie sich folgende Fragen stellen: Was war das für eine Situation, in der Sie sich gefreut haben - wo waren Sie, was ist geschehen, wer war dabei? Was haben Sie damals, als Sie sich gefreut haben, gesehen? Was haben Sie gehört? Was haben Sie in dieser Szene Ihres Lebens gedacht? Wo genau haben Sie diese Gefühle in Ihrem Körper gespürt? Wie spüren Sie dieses Gefühl? Ist das Gefühl z.B. warm oder kalt? Ist es pulsierend, ist es stetig oder ist es ein fließendes Gefühl? Wenn Sie diesem Gefühl einen Namen geben wollten, wie würden Sie dieses Gefühl nennen?
Schritt 3 Bleiben Sie kurz bei Ihrem Gefühl und genießen Sie es. Vielleicht können Sie Ihr Gefühl noch ein bisschen stärker werden lassen?
Schritt 4 Wenn Sie denken, dass das Gefühl am stärksten ist, lösen Sie den Anker aus: Berühren Sie sich z.B. an einer bestimmten Stelle Ihres Armes oder am Bein, machen Sie eine eindeutige Geste oder sagen Sie ein Wort. Eines ist dabei wichtig: Der Anker muss eindeutig und unverwechselbar sein. Sie sollten also keine Bewegung oder Berührung wählen, die Sie sowieso schon oft unbewusst machen. Wählen Sie eine ganz spezielle Bewegung oder Geste, die aber leicht durchführbar ist. – 97 –
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Schritt 5 Testen Sie nun, ob Ihr Anker funktioniert. Dazu denken Sie zuerst einfach an etwas ganz anderes, um sich von Ihrem geankerten Gefühlszustand zu lösen. Dann lösen Sie den Anker aus und wenn daraufhin der gewünschte Gefühlszustand wiederkommt, dann hat das Ankern funktioniert. Wenn nicht, dann kehren Sie zu Schritt zwei zurück und wiederholen den Prozess so lange, bis der Anker sitzt.
Beispiel für das Ankern Nehmen wir an, Sie möchten das Gefühl von Selbstbewusstsein ankern. Sie entspannen sich und erzeugen in sich ein starkes Gefühl von Selbstbewusstsein. Sie denken vielleicht an einen großen Erfolg, den Sie hatten, an einen Auftritt oder an eine Situation, in der Sie stolz auf sich waren und sich sehr sicher und selbstbewusst gefühlt haben. Wenn das Gefühl am stärksten ist, berühren Sie sich selbst am Ohrläppchen und verbinden diese Bewegung mit dem intensiven Gefühl in sich. Wenn das Ankern erfolgreich war, reicht von nun an eine Berührung am Ohrläppchen, um ein Gefühl von Selbstbewusstsein auszulösen. Das klappt manchmal nach einem einzigen Mal. Besser ist es, wenn Sie das Ankern wiederholt durchführen, denn wir lernen durch Wiederholung.
Die Kurzformel für das Ankern von Gefühlszuständen In Kurzform besteht das Ankern aus folgenden drei Schritten: 1. Sie erzeugen in Ihrem Inneren den gewünschten Gefühlszustand. 2. Wenn die Gefühle am stärksten sind, lösen Sie den Anker aus. 3. Das Ganze wiederholen Sie so lange, bis der Anker automatisch den gewünschten Gefühlszustand auslöst.
Übung: Der magische Kreis Der magische Kreis ist eine Übung im NLP, mit der es Ihnen in Zukunft leichter fallen kann, anstehende Probleme und Aufgaben zu lösen. In dieser Übung ankern Sie einen kraftvollen Gefühlszustand aus Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit und Optimismus an einen imaginären Kreis auf dem Boden. Wenn Sie diese Übung erfolgreich ausführen, haben Sie mit diesem magischen Kreis eine Art Kraftfeld, das Sie dann jederzeit für sich nutzen können. Und so geht´s:
Schritt 1 Stellen Sie sich vor Ihnen auf dem Boden einen magischen Kreis vor. Sie können sich dazu einen auf den Boden gemalten Kreis vorstellen oder einen Kreis, der mit Steinen geformt ist oder wie auch immer Ihr Kreis aussehen mag. Denken Sie daran, dass Sie diesen Kreis mit dem Gefühl der inneren Sicherheit und unbändigen Kraft verbinden werden. Welche Farbe müsste für Sie so ein Kreis haben? Hat er einen Rahmen? Ist er gefüllt oder in der Mitte leer? Wie sieht dieser Kreis vor Ihrem geistigen Auge aus?
Schritt 2 Entspannen Sie sich und schließen Sie die Augen. Stellen Sie sich dann eine Situation vor, in der Sie eine herrliche innere Selbstsicherheit spüren. Vielleicht haben Sie ein solches Gefühl schon einmal erlebt? Dann erinnern Sie sich daran. Wenn nicht, dann konstruieren Sie einfach eine Situation, in der Sie sich so fühlen könnten. Erzeugen Sie in sich eine tiefe Gewissheit, dass Sie jedes Problem lösen und dass Sie jede Situation bewältigen können. Spüren Sie eine unbändige Kraft in sich, die Ihnen eine tiefe Zuversicht, Gelassenheit und Ruhe gibt.
Schritt 3 Verstärken Sie das Gefühl, indem Sie für sich folgende Fragen beantworten. Was genau ist das für eine Situation, in der ich mich so fühle? Wo bin ich? Wer ist dabei? Was tue ich? Was höre ich in dieser Szene, wenn ich auf diese wunderbare Art diese Sicherheit und dieses Selbstbewusstsein in mir spüre? Was sehe ich, in dieser Situation, wenn ich diese unbändige Kraft habe, jedes Problem zu bewältigen? Was denke ich, wenn ich so selbstbewusst und sicher bin? Was spüre ich dann? Wo genau spüre ich es in mir? Wie spüre ich dieses Gefühl? Ist es warm oder kalt? Ist es pulsierend, ist es stetig oder ist es ein fließendes Gefühl? Wenn ich diesem Gefühl einen Namen geben wollte, wie würden ich es nennen? – 98 –
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Schritt 4 Bleiben Sie kurz bei diesem herrlichen Gefühl und genießen Sie es. Wenn Sie wollen, verstärken Sie das Gefühl noch ein wenig.
Schritt 5 Wenn Sie denken, dass das Gefühl am intensivsten ist, treten Sie einen Schritt vorwärts in Ihren imaginären Kreis hinein und genießen Sie das Gefühl der wunderbaren Kraft und Selbstsicherheit in Ihnen. Die Vorstellung und das Hineingehen in Ihren magischen Kreis ist hier der Anker, der mit Ihrem kraftvollen Gefühlszustand verbunden wird. Wenn Sie merken, dass das Gefühl wieder schwächer wird, treten Sie aus dem Kreis hinaus.
Schritt 6 Beschäftigen Sie sich nun kurz mit etwas ganz anderem. Dieses bewusste Ablenken und Konzentrieren auf etwas anderes heißt im NLP Seperator und der neutrale Zustand in den Sie dadurch gelangen ist der Seperator-State. Nach ein oder zwei Minuten, stellen Sie sich wieder Ihren magischen Kreis vor und treten in ihn hinein. Nun werden Sie wieder die Gefühle Ihres kraftvollen Zustandes erleben. Wenn Ihnen die Gefühle beim Eintreten noch nicht stark genug sind, wiederholen Sie einfach die Schritte 1 bis 4. Wenn Sie in Zukunft diesen Zustand der Selbstsicherheit und unbändigen Kraft gebrauchen können, stellen Sie sich einfach Ihren magischen Kreis vor sich vor und treten Sie hinein. Das wird Ihnen in vielen Situationen helfen, Probleme besser und wirkungsvoller zu bewältigen und mehr Spaß dabei zu haben.
Sich selbst motivieren Um unser Leben aktiv und kraftvoll gestalten zu können, müssen wir uns selbst motivieren können. Hier haben wir eine Übung für Sie, die Ihnen dabei helfen kann.
Viele von uns schieben unangenehme Dinge gerne vor uns her Viele Menschen schieben gerne unangenehme Dinge auf. Ob es das Aufräumen, Müll runterbringen oder die Steuererklärung ist - bestimmte Dinge schieben wir gerne tage-, wochen- oder sogar monatelang vor uns her, bis es nicht mehr anders geht. Wie viele Steuererklärungen werden wohl erst am Tag vor dem Abgabetermin erledigt?
Die NLP-Methode: Der New Behaviour Generator Im NLP gibt es einige Methoden, die Ihnen dabei helfen Tipp können, sich selbst zu motivieren, unangenehme aber notwendige Dinge zu erledigen. Eine Methode heißt New Es gibt einen Trick, mit dem Sie sich die Vorstellung einer Trennung Ihres anderen Ichs von Behaviour Generator. sich selbst leichter machen können: Stellen Sie sich Dabei gehen Sie wie folgt vor: vor, Sie selbst würden in einem Glaskasten sitzen, 1. Suchen Sie sich ein ruhiges, ungestörtes Plätzchen, während Sie Ihr anderes Ich beobachten. setzen Sie sich und entspannen Sie sich. Stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge in kurzer Entfernung einen Menschen vor, der genauso aussieht wie Sie selbst: Ihr anderes Ich. Es geht in dieser Übung um folgendes: Dieses andere Ich wird nun lernen, all die Dinge freudig und motiviert zu tun, für die Sie sich gerne selbst motivieren möchten. Sie beobachten Ihr anderes Ich dabei. Und erst, wenn Sie vollkommen zufrieden damit sind, wie Ihr anderes Ich die Aufgaben erfüllt, werden Sie dieses andere Ich in Ihrer Vorstellung in sich selbst hereinziehen und damit auch die Fähigkeit lernen, Ihre Aufgaben motiviert und freudig zu erledigen. 2. Wenn Sie sich selbst nun aus dem Abstand heraus sehen, wählen Sie eine Aufgabe aus, die Sie gerne motiviert und freudig erledigen möchten. 3. Stellen Sie sich dann vor, wie es ist, wenn Ihr anderes Ich die Aufgabe erledigt hat. Stellen Sie sich vor, wie Ihr anderes Ich von den kurz- und von den langfristigen positiven Konsequenzen dieser Handlung profitiert: wie z.B. Erfolg, Freude, Annerkennung, Zufriedenheit, Lob, Verdienst o.ä. 4. Stellen Sie sich weiterhin vor, wie Ihr anderes Ich diese Aufgabe ganz leicht und ohne Schwierigkeiten ausführt. Sie bemerken dabei ganz deutlich, dass Ihr anderes Ich dabei die ganze Zeit die positiven Konsequenzen vor Augen hat und sich deswegen sehr gut fühlt, diese Aufgabe zu erledigen und Spaß und Freude daran hat. – 99 –
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5. Wenn Sie mit dem Bild, das Sie sehen - also mit der Art, wie Ihr anderes Ich die Aufgabe ausführt - noch nicht vollkommen zufrieden sind, können Sie zu einem kleinen Trick greifen: Stellen Sie sich vor, wie die gesamte Szene von einem Nebel eingehüllt wird. Durch den Nebel wird die Situation unsichtbar und so kann Ihr Unbewusstes die erforderlichen Änderungen an der Szene vornehmen, so dass Sie, wenn der Nebel kurz darauf wieder verschwindet, die für Sie ideale Szene vorfinden. 6. Wenn Ihr anderes Ich die Aufgabe so freudig erfüllt, wie Sie es sich wünschen, können Sie nun dieses andere Ich in Ihrer Vorstellung in sich selbst hineinziehen. Sie können dazu z.B. Ihre Arme ausstrecken und sich vorstellen wie Sie dieses Ich in die Arme schließen und ganz in sich aufnehmen. Oder Sie stellen sich vor, dass Sie Ihren Mund weit öffnen und das andere Ich mit einem tiefen Atemzug in sich hineinsaugen. Wählen Sie hier eine Vorstellung, die für Sie passt. 7. Zum Schluss sollten Sie sich noch für sich festlegen, in welcher zukünftigen Situation Sie nun real auf diese neue motivierte und freudige Art an eine Aufgabe herangehen werden. Im NLP nennt man diesen Schritt Future Pace. Sie gehen einen Schritt in die Zukunft und stellen sich vor, wie es ist, wenn Sie bereits das erreicht haben, dass Sie erreichen wollen. Das erleichtert die Umsetzung und sichert den Erfolg der Maßnahme.
Selbstbild und Selbstwertgefühl Viele von uns leiden unter einem angeschlagenen Selbstwertgefühl. Ein gutes Selbstwertgefühl ist aber eine wichtige Voraussetzung, für ein aktives, selbstbestimmtes und glückliches Leben. Vielleicht kann Ihnen die folgende Übung dabei helfen.
Unser Selbstwertgefühl hängt von unserem Selbstbild ab Unser Selbstwertgefühl hängt stark davon ab, wie wir uns selbst sehen - also von unserem Selbst-Bild. Das Selbstbild ist das Bild, das wir von uns selbst in unserer Vorstellung haben. Wenn wir die Art und Weise verändern, wie wir uns selbst sehen, werden wir auch unser Selbstwertgefühl verändern.
Überprüfen und korrigieren Sie Ihr Selbstbild Rufen Sie sich einmal das Bild vor Augen, dass Sie von sich selbst haben. Wie sehen Sie sich selbst? Entspricht dieses Bild wirklich der Realität oder bewerten Sie sich vielleicht zu streng? Machen Sie sich klar, dass Sie als Mensch und Person einzigartig sind. Niemand auf der Welt, ist genauso wie Sie! Niemand! Hören Sie damit auf, sich mit anderen Menschen zu vergleichen, denn Sie sind Sie und Sie sind ein wundervoller Mensch genau so, wie Sie sind. Dafür müssen Sie nichts tun oder besitzen. Das ist bei Ihnen seit Ihrer Geburt sozusagen eingebaut.
Übung: Die magische Brille Mit dieser kleinen Übung können Sie sich selbst einmal ganz anders sehen: Stellen Sie sich vor, Sie besitzen eine magische Brille. Durch diese magische Brille können Sie alles und jeden mit Güte, Geduld, Gnade, Toleranz und Liebe betrachten. Stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge vor, wie Sie diese Brille aufsetzen und dann vor einen Spiegel treten, um sich selbst anzuschauen. Was sehen Sie nun durch die Gläser dieser Brille? Was können Sie Neues an sich wahrnehmen, wenn Sie sich wohlwollend und liebevoll betrachten? Welche Stärken und positiven Eigenschaften fallen Ihnen auf? Was können Sie sich selbst Positives und Aufbauendes sagen?
Die Autobiographie-Übung Auch mit dieser wirkungsvollen Übung können Sie Ihr Selbstbild verändern: 1. Suchen Sie sich einen ruhigen und ungestörten Platz, an dem Sie sich entspannen können. Atmen Sie einige Male tief ein und aus, während Sie dabei merken, dass Sie langsam aber stetig in einen entspannten und wohligen Zustand gehen und dabei alle Spannung loslassen. An welcher Stelle Ihres Körpers merken Sie zuerst, dass Sie entspannt sind? Schließen Sie ruhig die Augen. 2. Denken Sie an einen Menschen, der Sie bedingungslos liebt, genau so, wie Sie sind. Wenn Ihnen niemand einfallen sollte, stellen Sie sich einfach eine fiktive Person vor. Dieser Person sind Sie sehr wichtig und sie liebt Sie ohne Fragen und Vorbedingungen genau so, wie Sie wirklich sind - mit all Ihren Eigenheiten, Verhaltensweisen, Stärken und Schwächen. Wenn Sie sich für eine Person entschieden oder sich eine solche Person erfunden haben, gehen Sie weiter zum nächsten Schritt. 3. Stellen Sie sich vor, wie Sie selbst in einem Zimmer sitzen und die Geschichte Ihres eigenen Lebens aufschreiben. Vielleicht benutzen Sie einen Stift oder eine Schreibmaschine oder einen Computer. Sie fühlen Sich sehr wohl und friedlich, während Sie am Schreibtisch sitzen und schreiben. Die Worte und Sätze fallen Ihnen ohne Anstrengung ganz von alleine ein, so dass Sie sie nur noch aufschreiben müssen: die Geschichte Ihres eigenen Lebens. – 100 –
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4. Plötzlich bemerken Sie, dass hinter der Glastür des Raums genau die Person steht, die Sie sich zu Beginn vorgestellt haben. Sie beobachtet Sie liebevoll, während Sie Ihre Autobiographie schreiben. Auch Sie schauen diese Person liebevoll an und entscheiden sich dafür, über diese Person und Ihr Verhältnis zu ihr zu schreiben. 5. Nachdem Sie über die Person geschrieben haben, die Sie bedingungslos liebt, verlassen Sie langsam Ihren Körper und schweben durch die Glastür neben die Person, die Sie bedingungslos liebt. Wie fühlt es sich an, neben dieser Person zu stehen? Betrachten Sie nun aus dieser Position Ihren eigenen Körper, wie er dort am Schreibtisch sitzt und schreibt. Was empfinden Sie nun, wenn Sie sich selbst dort sitzen sehen? Nehmen Sie die positiven und liebevollen Empfindungen wahr, die Sie nun sich selbst gegenüber haben. 6. Nehmen Sie sich alle Zeit, die Sie brauchen, um nun langsam und vorsichtig mit Ihrem körperlosen Geist in die Person neben sich zu gehen. Tauchen Sie vollständig in die Person, die Sie bedingungslos annimmt und liebt. Wenn Sie vollständig im Körper dieser liebevollen Person sind, können Sie durch die Augen dieser Person schauen und sich selbst am Schreibtisch sitzen sehen. Sie sehen sich selbst genau so, wie diese Person Sie sieht: mit Güte, Geduld, Toleranz und einer tiefen bedingungslosen Liebe. Sie sehen sich selbst, wie Sie sich bewegen, wie Sie langsam und konzentriert schreiben, wie Sie atmen. Dieser liebevolle Blick auf sich selbst, erlaubt Ihnen viele kleine Dinge wahrzunehmen, die Sie selbst liebenswert und wundervoll machen und die Sie vorher vielleicht nicht gesehen haben. Sie sehen so unzählige Einzelheiten, wegen derer man Sie lieben und wertschätzen muss. Sie sehen sich selbst aus der Perspektive, von jemandem, der Sie wirklich bedingungslos liebt. 7. Genießen Sie dieses Gefühl und verbleiben Sie so solange Sie wollen. Wenn Sie dann soweit sind, kehren Sie mit Ihrem Geist durch die Glastür wieder zurück in den schreibenden Körper. 8. Schreiben Sie in Ihrer Vorstellung nun in Ihrer Autobiographie genau über dieses Erlebnis, das Sie eben hatten. Beschreiben Sie, wie es sich anfühlt, sich selbst durch die Augen einer Person zu sehen, die Sie bedingungslos liebt. 9. Denken Sie dann an die Zukunft und werden Sie sich bewusst, in welchen zukünftigen Situationen Sie sich an dieses wundervolle Erlebnis erinnern und daraus Kraft schöpfen möchten. 10. Kehren Sie am Ende der Übung langsam und in Ihrer persönlichen Geschwindigkeit zurück aus Ihrem Erlebnis in das Hier und Jetzt. Nehmen Sie Ihre Umgebung wahr und hören Sie die Geräusche um Sie herum. Vielleicht möchten Sie sich nun auch real einige Notizen machen. Denken Sie auch daran, dass Sie diese Übung jederzeit wiederholen können.
Literatur zum Thema: Roman Braun: NLP - eine Einführung Susanne Haag: NLP-Welten Praxiskurs NLP
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Grundlagen der persönlichen Zielsetzung Von Ralf Senftleben Warum ist es eigentlich so wichtig, sich mit seinen eigenen Zielen zu beschäftigen? Wozu nutzen uns Ziele?
Am Anfang des Erfolges steht oft ein Ziel Die meisten erfolgreichen Menschen haben Ziele. Es ist aber natürlich nicht nur wichtig, Ziele zu haben, sondern vor allem, sie auch zu verwirklichen. Genau das ist die Basis einer aktiven Lebensstrategie: nicht auf das Glück zu warten, sondern aktiv daraufhin arbeiten. Deshalb stehen am Anfang des Erfolges in der Regel wohldurchdachte Ziele.
Viele gute Gründe sprechen für persönliche Ziele Die Welt um Sie herum ändert sich ständig - in den letzten Jahrzehnten schneller, als jemals zuvor. Wer klare Ziele hat, kann sich vor allem in turbulenten Zeiten ständiger Veränderung besser orientieren, denn Ziele weisen den Weg. Mit klaren Zielen vor Augen wissen Sie viel eher, wann Sie sich in die richtige und wann Sie sich in die falsche Richtung bewegen. Sie wissen auch, wann Sie "Ja" und wann Sie "Nein" sagen müssen. Und Sie wissen, wann Sie kämpfen müssen und wann Sie gelassen sein können.
Ziele wirken wie ein Kompass Ziele wirken wie ein Wegweiser in Ihrem Leben: Sie geben Ihnen bei Ihren Entscheidungen Klarheit. Sie sagen Ihnen, in welche Richtung Sie sich bewegen sollen. Ohne klare Ziele besteht viel eher die Gefahr, dass die Richtung Ihres Lebens von den Ereignissen in Ihrer Umgebung oder von anderen Menschen bestimmt wird. Ohne Ziele reagieren viele Menschen oft nur auf das, was in ihrer Umgebung passiert und kommen vor lauter Reagieren nicht mehr dazu, nachzudenken, was sie eigentlich wollen. Sind Sie sich aber darüber im klaren, was Sie wirklich wollen, können Sie viel bestimmter Ihren eigenen Weg gehen.
Wie Ziele funktionieren Wer sich selbst konsequent Ziele setzt, wird sie in der Regel auch erreichen. Das mag manch einem seltsam vorkommen. Tatsächlich aber funktioniert es genau so: Wenn Sie wissen was Sie wollen und wenn Sie es ernst damit meinen, dann werden Sie darauf hinarbeiten. Und das geschieht oft viel weniger bewusst als unbewusst.
Die Macht Ihres Unterbewusstseins Für das Erreichen Ihrer Ziele spielt Ihr Unterbewusstsein eine große Rolle. Wenn Sie sich z.B. mit dem Gedanken tragen, sich ein neues Fahrrad zu kaufen, werden Sie plötzlich überall Fahrräder sehen. Sie haben sich durch Ihren Wunsch nach einem neuen Fahrrad gleichsam "programmiert". Sie registrieren nun, was Sie vorher, wenn überhaupt, nur unbewusst wahrgenommen haben, denn nun haben Fahrräder eine Bedeutung für Sie. Ihr Unterbewusstsein arbeitet jetzt also Hand in Hand mit Ihrem Bewusstsein. Damit Ihr Unterbewusstsein Ihre Botschaften auch verstehen kann, sollten Sie bei der Formulierung Ihrer Ziele einige Regeln beachten.
Wenn Sie sich Ziele setzen, öffnen Sie sich für neue Chancen Auf dem Weg zu Ihrem Ziel können Ihnen seltsame Dinge passieren, die Ihnen dabei helfen, Ihre Ziele zu verwirklichen. Wir nennen das dann "Zufall". Tatsächlich aber sind das meist gar keine Zufälle. Sie haben sich nur mit Ihrer gesamten Wahrnehmung für neue Möglichkeiten und Chancen geöffnet, so dass Sie auch Ihr Unterbewusstsein beim Erreichen Ihrer Ziele unterstützt und Sie z.B. im richtigen Moment zu einem Buch mit einem entscheidenden Hinweis greifen oder genau die richtige Person um Rat fragen.
Glauben Sie an sich und Ihre Fähigkeiten "Egal ob Sie denken Sie können etwas oder ob Sie denken, Sie können es nicht. Sie haben auf jeden Fall recht." Henry Ford Viele von uns glauben einfach nicht, dass sie tatsächlich erreichen können, was sie sich wünschen. Anderen Menschen trauen wir das viel eher zu, aber nicht uns selbst. Denken Sie einmal daran: Die meisten Menschen können sehr viel mehr, als sie sich selbst zutrauen. – 102 –
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Haben Sie keine Angst davor, Ihre Träume zu verwirklichen Viele Menschen haben Angst davor, damit zu beginnen, Ihre Träume zu verwirklichen. Sie haben Angst davor, es nicht zu schaffen. Dabei ist es nicht schlimm, wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappt. Wenn Sie es nicht gleich schaffen, versuchen Sie es einfach noch einmal. Denken Sie doch einmal daran, wie Sie als Kind das Laufen erlernt haben. Haben Sie es da gleich beim ersten Versuch geschafft? Wahrscheinlich nicht. Und was haben Sie dann getan? Aufgegeben? Nein, Sie haben es immer und immer wieder versucht, bis Sie dann endlich das erste Mal auf Ihren eigenen Füßen standen und tatsächlich laufen konnten.
Es ist nicht schlimm, etwas nicht beim ersten Mal zu schaffen Es ist nicht schlimm, etwas nicht zu schaffen. Schlimm ist eigentlich nur, es erst gar nicht versucht zu haben. Dann sagen Sie sich selbst mit 80 Jahren vielleicht: "Ach hätte ich es doch wenigstens probiert." Wenn Sie ein Ziel nicht auf Anhieb erreichen, können Sie es einfach noch mal versuchen - vielleicht brauchen Sie einen anderen Plan oder mehr Unterstützung?
Literatur zum Thema: Brian Tracy: Thinking Big Bärbel Mohr: Bestellungen beim Universum Ulrike Bergmann: Erfolgsteams Barbara Sher: Wishcraft Barbara Sher: "Live the Life you love" (nur auf englisch) Manfred Helfrecht: Planen, damit's leichter geht Marlene Stadler: KDOW - Know it, Do it, Win it
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Ziele finden Von Ralf Senftleben Nicht jedem von uns ist auf Anhieb klar, was er oder sie eigentlich wirklich erreichen will. Vieles scheint verlockend und erstrebenswert. Es ist aber wichtig, herauszufinden, welche Ziele wirklich Ihre Ziele sind und nicht die Ihrer Eltern, Freunde oder von sonst wem. Finden Sie heraus, was Sie ganz persönlich in Ihrem Leben erreichen wollen. Denn nur Ihr persönlicher innerer Antrieb gibt Ihnen genug Kraft, Ihre Ziele tatsächlich zu erreichen.
Mit den folgenden Übungen können Sie Ihre persönlichen Ziele finden Die folgenden Übungen können Ihnen dabei helfen, Ihren persönlichen Zielen auf die Spur zu kommen. Sie brauchen dafür nicht unbedingt alle Übungen durchführen. Schauen Sie sich die Übungen einmal an und wählen Sie dann die Übungen aus, die Ihnen am besten gefallen. Allerdings kann es manchmal durchaus hilfreich sein, die Frage nach den eigenen Zielen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und deshalb möglichst alle der folgenden Übungen auszuprobieren. Die persönlichen Lebensbereiche erkennen - Wenn Sie herausfinden wollen, was Sie in Zukunft erreichen wollen, ist es nützlich, sich zuerst etwas genauer mit Ihrer augenblicklichen Lebenssituation auseinandersetzen. Mit dieser Übung bekommen Sie Klarheit über Ihre jetzigen Lebensbereiche und deren Bedeutung für Ihr Leben. Plus-/Minusanalyse des eigenen Lebens - Um zu wissen, was man will, ist es hilfreich zu erkennen, was einem gut tut und was nicht. Schauen Sie deshalb einmal, welches die positiven und welches die negativen Dinge in Ihrem Leben sind. Der ideale Tag - "Der ideale Tag" ist eine wundervolle Übung, bei der Sie Ihrer Phantasie freien Lauf lassen können und so spielerisch erkennen, was Ihnen wirklich wichtig ist. Der 80. Geburtstag - Unsere Werte geben uns manchmal Ziele vor. Außerdem ist es sehr wichtig, dass unsere persönlichen Werte in Einklang mit unseren Zielen stehen, um innere Konflikte zu vermeiden. Lernen Sie in dieser Übung deshalb mehr über Ihre persönlichen Werte. Zielliste schreiben - Wenn Sie genug über Ihre Träume, Wünsche und Bedürfnisse herausgefunden haben, ist es an der Zeit, eine erste Zielliste zu schreiben. Ihre Ziele schriftlich zu fixieren, verleiht Ihren Vorhaben mehr Gewicht. Prioritäten setzen - Meist werden Ziellisten ziemlich lang. Sie können aber nicht alle Ihre Ziele sofort angehen. Das wäre nicht praktikabel. Deshalb müssen Sie sich entscheiden, womit Sie anfangen wollen. Es gilt also, Prioritäten zu setzen und sich zunächst einmal für Ihre drei wichtigsten Ziele zu entscheiden.
Welche Lebensbereiche oder Rollen gibt es in Ihrem Leben? Der Weg zu Ihren Zielen beginnt da, wo Sie heute stehen. Deswegen kann es hilfreich sein, Ihr heutiges Leben etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dazu bietet es sich an, die verschiedenen Lebensbereiche Ihres Lebens einmal gezielt zu betrachten.
Ihr Leben teilt sich in verschiedene Lebensbereiche auf Zunächst gilt es herausfinden, welche Lebensbereiche es in Ihrem Leben überhaupt gibt und welche Rollen Sie darin ausfüllen. Ein Lebensbereich ist ein Teilbereich Ihres Lebens, über den Sie nachdenken und auf den Sie Zeit und Arbeit verwenden und Rollen sind Funktionen, die Sie in Ihrem Leben ausfüllen.
Welche Lebensbereiche gibt es? Bei den meisten Menschen gibt es vor allem die folgenden Lebensbereiche: Familie, Partnerschaft Freunde, soziale Kontakte Finanzielles, Materielles Spirituelles, Religion Hobby, Freizeit, Entspannung Persönliches und Privates, persönliche Weiterentwicklung Intellektuelles, Lernen Sonstiges – 104 –
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Welche von diesen Lebensbereichen treffen für Sie persönlich zu? Finden Sie in Ihrem Leben weitere Teilbereiche?
In den verschiedenen Lebensbereichen erfüllen wir unterschiedliche Rollen In unserem Leben erfüllen wir in unserem Zusammensein mit anderen Menschen eine ganze Reihe von verschiedenen Rollen oder Funktionen. Welche Rollen das sind und wie wir diese Rollen selbst sehen, prägt uns und unser Leben. Deshalb ist es wichtig, sich einmal klar darüber zu werden, welche Rollen wir eigentlich innehaben und was das für uns bedeutet. Welche unterschiedlichen Funktionen es in Ihrem Leben geben könnte, wird an den folgenden Beispielen klarer. Mögliche Rollen könnten sein: Vater, Mutter, Sohn, Tochter, etc. Angestellter, Chef, Abteilungsleiter Kegelbruder, Segler, Skatspieler, Golfer Gemeindemitglied Weltbewohner, Europäer, Deutscher, Engländer, Franzose, Hamburger, Berliner Buddhist, Christ, Moslem Ich Freund, Bekannter, Nachbar Naturfreund Reisender usw.
Übung: Ziehen Sie sich an einen ungestörten Platz zurück und nehmen Sie sich 15-20 Minuten Zeit. Schreiben Sie einmal alle Rollen und Teilbereiche Ihres Lebens auf und fragen Sie sich, was Ihnen diese Funktionen und Lebensbereiche jeweils bedeuten. Wann geht es Ihnen gut, wo fühlen Sie sich wohl, in welchen Funktionen sehen Sie einen Sinn? Kennzeichnen Sie die Bereiche, in denen Sie zufrieden sind z.B. mit einem Plus und die Bereiche, in denen Sie eher unzufrieden sind, mit einem Minus. Vielleicht stehen bei Ihnen auch Veränderungen an, durch die Sie einige Bereiche Ihres Lebens heute noch nicht genau einschätzen können? Markieren Sie solche Bereiche z.B. mit einem Fragezeichen. Durch solche Überlegungen erhalten Sie ein detailliertes Bild Ihrer jetzigen Lebenssituation. Wenn Sie im nächsten Schritt konkret Ihre Ziele suchen, können Sie sich für jeden einzelnen Lebensbereich und für jede Rolle fragen, was Sie von Ihrem Leben in diesem Bereich erwarten. Wird das bis jetzt nicht erfüllt, könnten Sie hier lohnende Ziele finden. Die Zielsuche anhand Ihrer Lebensbereiche gibt dem Prozess einen roten Faden. Denken Sie aber auch daran, dass Sie Ihr Leben um neue Lebensbereiche und Funktionen erweitern können - was z.B. möchten Sie noch alles tun?
Was sind die Plus- und die Minuspunkte in Ihrem Leben? Im Leben eines jeden Mensch gibt es positive und negative Aspekte. Sie könnten sich vornehmen, die positiven Dinge in Ihrem Leben zu vermehren und die Anzahl der negativen Dinge zu vermindern und daraus entsprechende Ziele ableiten. Um das zu tun, müssen Sie zuerst genau herausfinden, welche positiven und negativen Aspekte es in Ihrem Leben gibt.
Übung: Ziehen Sie sich an einen ruhigen Ort zurück und nehmen Sie sich so viel Zeit und Ruhe, wie Sie brauchen. Schreiben Sie auf, welche Plus- und welche Minuspunkte es in Ihrem Leben gibt. Geben Sie nicht gleich auf, wenn Ihnen nur wenig einfällt - denken Sie genau nach. Suchen Sie nach allen möglichen positiven und negativen Aspekten in Ihrem Leben. Dazu können Sie z.B. auch systematisch Ihre Rollen und Lebensbereiche durchgehen. Schreiben Sie auch auf, warum für Sie eine Sache positiv oder negativ ist.
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Welche Pluspunkte könnte es geben? Pluspunkte sind z.B.: Dinge oder Personen, die Sie lieben Vorlieben und Dinge, die Sie gerne tun Erfolge Dinge, für die Sie dankbar sind Bedürfnisse, die erfüllt werden Dinge, die Ihnen wichtig sind alles, über das Sie sich freuen können Dinge, die Sie erfüllen und glücklich machen Sachen, über die Sie lachen können usw.
Und welches sind mögliche Minuspunkte? Minuspunkte sind vielleicht: Dinge, die Sie nicht gerne tun, aber trotzdem tun müssen Sachen, über die Sie sich immer wieder ärgern Dinge, mit denen Sie nicht klar kommen Probleme Schmerzvolle Dinge alles, was Ihnen negativen Stress bereitet das, was Sie traurig oder wütend macht Personen, mit denen Sie immer wieder aneinander geraten usw.
Sortieren Sie die Plus- und Minuspunkte in Ihrem Leben Sortieren Sie Ihre Pluspunkte nach Wichtigkeit, damit Sie einen Überblick darüber bekommen, welche Dinge für Sie besonders schön und welche besonders schlimm sind. Setzen Sie von Ihren Pluspunkten das, worauf Sie am wenigsten verzichten wollen an die erste Stelle, dann das Zweitwichtigste an die zweite Stelle usw. Verfahren Sie ähnlich mit Ihren Minuspunkten: Setzen Sie an die erste Stelle das, was Sie als allererstes aus Ihrem Leben entfernen würden, wenn Sie könnten. Das Zweitnegativste setzen Sie an die zweite Stelle usw.
Mögliche Ziele aus Ihrer Plus-/Minus- Analyse Aus Ihrer Plus-/ Minus-Analyse können Sie nun sehr leicht Ziele ableiten: Sie können sich vornehmen, den obersten Pluspunkten auf Ihrer Liste in Ihrem Leben mehr Platz einzuräumen und Sie können versuchen, den obersten Minuspunkten in Ihrem Leben weniger Platz zu geben oder sie ganz aus Ihrem Leben zu entfernen.
Beispiel für Ziele aus einer Plus-/Minus- Analyse Jürgen Schmidt hat die Plus-/Minus-Analyse für sich durchgeführt. Seine obersten drei Pluspunkte sind: Spaziergänge und Ausflüge in der Natur Bücher lesen Ein Haus zu verkaufen (Jürgen ist Makler) Seine obersten drei Minuspunkte sind: Er lebt getrennt von seinen Kindern, weil er geschieden ist und seine Frau das Sorgerecht hat. Er lebt allein und ist einsam. Er fühlt er sich bei Terminen mit Kunden immer sehr angespannt und steht unter Druck. Aus diesen Plus- und Minuspunkten leitet Jürgen nun folgende Ziele ab: Er macht ab sofort alle zwei Wochen einen großen Tagesausflug in die anliegenden Naturschutzgebiete. Er nimmt sich von heute an pro Woche wenigstens 4 Stunden Zeit zum Lesen. Er lernt, ein besserer Verkäufer zu werden und knüpft gezielt neue Geschäftsbeziehungen. Er verbringt ab sofort mehr Zeit mit seinen Kindern.
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Er gibt in einer der nächsten Ausgaben der Zeitung eine Kontaktanzeige auf, um eine neue Partnerin zu finden. Er erlernt in den nächsten Wochen eine Entspannungstechnik, um sich während Kundenterminen entspannter zu fühlen.
Übung: Ihr idealer Tag Der ideale Tag ist eine sehr schöne Übung, mit der Sie herausfinden können, was Ihnen wichtig ist und was Sie sich für Ihr Leben wirklich wünschen.
Nutzen Sie diese Chance: Werfen Sie die Realität über Bord und träumen Sie
Quelle Übung nach Barbara Sher, einer amerikanischen Erfolgsautorin – Titel: „Wishcraft“
In dieser Übung haben Sie die Möglichkeit, sich für eine kurze Zeit von Ihrer persönlichen Realität zu lösen und sich einen Tag in einem "perfekten" Leben zu erträumen. Dieser Tag muss nicht unbedingt etwas mit Ihrem wirklichen Leben zu tun haben. Stellen Sie sich vor, Ihr Leben ist bis auf das i-Tüpfelchen perfekt und stellen Sie sich vor, wie ein Tag in diesem perfekten Leben aussehen würde.
Beschreiben Sie Ihren idealen Tag Nehmen Sie sich dafür etwas zum Schreiben, ein bisschen Zeit und ziehen Sie sich an einen Ort zurück, wo Sie ungestört sind. Wenn Sie mögen, können Sie sich eine schöne Musik anmachen. Lassen Sie sich dann ganz darauf ein, sich selbst einen perfekten Tag auszudenken und schreiben Sie alles auf, was Ihnen einfällt, damit später nichts verloren geht.
Gehen Sie über die Grenzen Ihres Alltags - die Welt steht Ihnen offen Die Übung "der ideale Tag" dient dazu, einen Blick über diese selbstgesteckten Grenzen zu wagen und in Kontakt mit den eigenen Träumen zu kommen, die wir vielleicht im Moment für vollkommen unrealistisch halten. Alles steht Ihnen offen. Für diese Übung gibt es keinerlei Beschränkungen - Stellen Sie sich vor, Sie könnten alles erreichen, was immer Sie wollen, Sie könnten alles tun, was immer Sie möchten, Sie könnten alles haben, was immer Sie sich erträumen. Lassen Sie sich von den nachfolgenden Fragen anregen.
Es gibt nur eine Regel: Ihr idealer Tag darf Ihnen nicht so schnell langweilig werden Achten Sie darauf, dass Ihnen Ihr idealer Tag nicht so schnell langweilig wird. Dies ist die einzige Einschränkung der Übung - wählen Sie keine Dinge, die Ihnen nur über kurze Zeit Freude bereiten und nach einer Weile schal schmecken würden, wenn Sie sie täglich hätten. Erschaffen Sie sich vielmehr einen idealen Tag, von dem Sie nie genug bekommen würden.
Erfinden Sie Details für Ihren idealen Tag In welchem Land wohnen Sie und wie sieht es dort aus? Wohnen Sie in der Stadt oder auf dem Land? Wie groß ist das Haus oder Ihre Wohnung? Malen Sie sich jedes Detail aus. Überlegen Sie sich einmal, mit welchen Menschen Sie am allerliebsten zusammen sein würden - Menschen, die Ihnen wohlgesonnen sind, die Sie mögen und mit denen Sie Freude haben. Wer wäre das alles? Wie gestalten Sie Ihren Tag? Was genau tun Sie? Wie verdienen Sie z.B. Ihren Lebensunterhalt? Oder sind Sie vielleicht reich und brauchen gar nicht zu arbeiten? Haben Sie interessante Hobbys oder verfolgen Sie andere persönliche Projekte? Welche? Was besitzen Sie alles? Haben Sie eine Jacht? Haben Sie teure Autos oder vielleicht ist Ihnen das in Ihrem idealen Leben nicht so wichtig? Möchten Sie Tiere um sich haben und Pflanzen? Lieben Sie es warm oder kalt? Möchten Sie vielleicht immer wieder neue Dinge entdecken, erforschen und kennen lernen ? Stellen Sie sich immer wieder die Frage, was Sie ganz persönlich brauchen, um sich wohlzufühlen und zufrieden zu sein und bauen Sie all das in Ihren idealen Tag ein.
Auch das, was wir jetzt schon haben kann in Ihrem idealen Tag vorkommen Wichtig: Vergessen Sie nicht, auch die Dinge in Ihrem idealen Tag zu beschreiben, die Sie schon heute haben und die Sie auch in Ihrem idealen Tag behalten wollen. So könnte es z.B. zu Ihrem idealen Tag gehören, etwas mit Ihrem Kind zu unternehmen. Dann sollten Sie es in Ihrem idealen Tag nicht vergessen. – 107 –
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Egal, was für Sie persönlich zu Ihrem idealen Tag gehört: Schreiben Sie es auf oder vielleicht sprechen Sie es auf Band. Sie können es auch aufmalen.
Beispiel für die praktische Anwendung der Übung „Ihr idealer Tag“ Christine Wolters (25) ist Angestellte bei einer Versicherung. Sie lebt seit zwei Jahren mit ihrem Freund zusammen. Sie beschreibt ihren idealen Tag folgendermaßen: Ich stehe morgens um 8 Uhr ausgeruht und voller Tatendrang auf, wasche mich und gehe mit meinem Mann und meinen beiden Kindern zum Frühstück. Unsere liebenswerte und fürsorgliche Haushälterin hat bereits alles vorbereitet. Wir wohnen in einem wunderschönen, renovierten Bauernhof. Von unserem Hof ist es mit dem Auto ca. 30 Minuten zur nächsten größeren Stadt mit vielfältigen kulturellen Angeboten und guten Einkaufsmöglichkeiten. Nach dem gemütlichen Frühstück ziehe ich mich in mein Atelier auf dem ausgebauten Dachboden zurück. Dort arbeite ich an meinen Bildern oder anderen Projekten. Ich bin eine anerkannte Malerin und Graphikerin und habe bereits viele eigene Ausstellungen gehabt. Meine Bilder verkaufen sich phantastisch und wir sind finanziell bereits bis ins hohe Alter abgesichert. Neben dem Bauernhof gehören uns drei wertvolle Eigentumswohnungen und wir haben 1 Million DM in Wertpapieren angelegt. Nachdem die Kinder aus der Schule zurück sind, essen wir alle gemeinsam: Mein Mann, die Kinder, unsere Haushälterin und unsere zwei Landwirte. Die Landwirte betreiben eine biologische Landwirtschaft auf unserem Bauernhof, so dass wir immer unser eigenes Obst und Gemüse essen können und so viel Milch und Eier haben, dass wir die Überschüsse an hilfsbedürftige Menschen verteilen können. Nachmittags machen mein Mann, die Kinder und ich lange Spaziergänge rund um unser Anwesen. Ich fotografiere dabei die herrliche Landschaft. Zum Abendessen kommen oft gute Freunde, mit denen wir danach zusammen verschiedene Hilfsprojekte planen und organisieren. Wir gehen um 1 Uhr schlafen, dankbar für unser ideales Leben. Gehen Sie über das hinaus, was Sie für möglich halten Viele Menschen begrenzen ihre persönlichen Ziele auf das, was sie selbst für möglich halten. Sie setzen sich damit Grenzen, die in der Wirklichkeit vielleicht gar nicht da sind. Das, was wir für möglich halten und das, was wirklich möglich ist, sind oft zwei ganz verschiedene Dinge. Gerade betont realistische Menschen nehmen sich damit oft die Möglichkeit, ihre Träume zu finden und zu verwirklichen. In dieser Übung können wir alle gefahrlos träumen und phantasieren. Versuchen Sie es - es macht Spaß.
Und so leiten Sie aus Ihrem idealen Tag reale Ziele ab Wie kommen Sie nun von Ihrem idealen Tag zu Ihren realen Zielen? Sie könnten sich natürlich zum Ziel setzen, Ihren idealen Tag genau so zu erreichen, aber für die meisten Menschen wäre das nur schwer realisierbar. Sie können deshalb einzelne Elemente aus Ihrem idealen Tag auswählen und sich diese zum Ziel setzen.
Sortieren Sie zunächst die einzelnen Elemente Ihres idealen Tages Unterteilen Sie die einzelnen Teile Ihres idealen Tages in folgende drei Kategorien: Welche Teile sind für Sie absolut unverzichtbar? Wobei würde Ihnen das Herz brechen oder was würde Sie wirklich unglücklich machen, wenn Sie es nicht bekommen oder erreichen könnten? Welche Teile sind Ihnen wirklich wichtig, wenn Sie sie aber nicht bekommen können, dann würde es auch irgendwie gehen? Welche Teile Ihres idealen Tags wären schon richtig nett, sind aber trotzdem verzichtbar? Jetzt können Sie die einzelnen Teile Ihres idealen Tages in diese drei Kategorien einsortieren. Damit wird schnell deutlich, was Ihre wichtigsten Träume sind. Diese Ihnen sehr wichtigen Träume könnten auch Ihre wichtigsten Ziele sein.
Wiederholen Sie die Übung "Idealer Tag" in regelmäßigen Abständen Da wir uns ständig weiterentwickeln, ändert sich zum Teil auch, was uns gut tut, was wir zum Glücklichsein brauchen und was uns Freude bereit. Deshalb macht es Sinn, sich immer mal wieder hinzusetzen und sich einen idealen Tag auszumalen. So bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Sehnsüchten und Träumen und erkennen schnell, wann es an der Zeit ist, vielleicht einige neue Ziele anzugehen.
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Übung: Ihr 80. Geburtstag Auch aus unseren persönlichen Werten lassen sich konkrete Ziele ableiten. Die Übung "Ihr 80. Geburtstag" hilft Ihnen dabei, Ihr persönliches Wertesystem klarer zu erkennen. Dabei schauen Sie einmal aus einer anderen Perspektive auf Ihr Leben:
Stellen Sie sich eine große Feier zu Ihrem 80. Geburtstag vor Stellen Sie sich vor, es ist Ihr eigener 80. Geburtstag und es findet eine große Feier zu Ihren Ehren statt. Sie sitzen in einem bequemen Lehnstuhl und freuen sich darüber, dass viele Menschen zu Ihrem großen Fest gekommen sind. Alle Gäste kommen zu Ihnen, um sich mit Ihnen zu unterhalten und Ihnen persönlich zu gratulieren. Sie sind der Mittelpunkt des Abends. Stellen Sie sich diese Situation ruhig bildlich vor. Sie können dazu auch die Augen schließen.
Vier Personen halten eine Rede über Sie Nach dem Festmahl sitzen alle Ihre Gäste zufrieden und gesättigt da. Jetzt wollen einige Ihrer Besucher eine kleine Rede halten. Diese vier Gäste werden über Sie sprechen - über Ihr Leben, über das, was Sie in ihrem Leben erreicht haben und über Ihre positiven Eigenschaften. Die vier Festredner sind: jemand aus Ihrer Familie, ein guter Freund bzw. eine Freundin von Ihnen, ein Arbeitskollege und jemand aus der Stadt oder Gemeinde, in der Sie leben, z.B. der Bürgermeister.
Was wollen Sie, dass diese Personen über Sie sagen? Diese vier Menschen werden also über Sie sprechen. Was würden Sie gerne hören? Es geht hier nicht um das, was Sie glauben, was andere momentan realistischerweise über Sie sagen, sondern es geht um Ihre Wunschvorstellung. Die Frage ist: Was möchten Sie, dass andere Menschen über Sie sagen, über Ihr Leben und was sollen andere von Ihnen denken, wenn Sie 80 Jahre alt sind?
Was würde Sie an Ihrem Lebensabend zufrieden machen? Viele ältere Menschen schauen auf Ihr Leben zurück und wünschen sich, sie hätten in Ihrem Leben manches anders getan oder andere Prioritäten gesetzt. Der Zauber dieser Übung ist, dass Sie das vorwegnehmen können. Indem Sie sich heute fragen, was Sie am Ende Ihres Lebens erreicht haben möchten, können Sie bereits heute die Weichen dafür stellen, schon morgen und mit 80 zufrieden und stolz auf sich zu sein.
Mit dieser Übung finden Sie häufig Ihre persönlichen Wertvorstellungen Viele von den Sachen, die Sie gerne an Ihrem 80. Geburtstag hören würden, werden Ihnen zunächst vielleicht gar nicht wie konkrete persönliche Ziele vorkommen. Das liegt daran, dass bei vielen Menschen in dieser Übung nicht immer konkrete Ziele zu Tage kommen. Sie finden dabei viel mehr persönliche Eigenschaften, wie z.B. Ehrlichkeit, Treue oder Hilfsbereitschaft. Hierbei handelt es sich um Werte, die Ihnen persönlich wichtig sind.
Wenn wir unsere Werte kennen, fällt es uns leichter, unsere Ziele zu finden Aus unseren Werten können sich direkt Ziele ergeben. So können Sie es sich z.B. ganz konkret zum Ziel machen, hilfsbereit zu sein, indem Sie sich vornehmen, sich in der Nachbarschaftshilfe zu engagieren. Oder Sie haben herausgefunden, dass es Ihnen wichtig wäre, berühmt zu sein. Dann können Sie hieraus entsprechende Ziele ableiten, die Sie berühmt machen, z.B. Sänger oder Schauspielerin zu werden.
Unsere Ziele dürfen unseren Werten nicht widersprechen Es ist außerdem sehr wichtig zu wissen, welche persönlichen Wertvorstellungen wir haben. Nur so können wir verhindern, dass wir Ziele auswählen, die unseren Wertvorstellungen widersprechen. Sonst kann es passieren, dass wir uns Ziele setzen, die dem zuwiderlaufen, was uns eigentlich wichtig ist und dann sabotieren wir uns oft selbst. Deshalb sollten Sie Ihre Ziele immer auch mit Ihren Wertvorstellungen vergleichen.
Beispiel für die Übung "80. Geburtstag" Hans Späth hat bei der Übung "80. Geburtstag" folgendes aufgeschrieben (hinter dem Satz sind immer die möglichen persönlichen Werte in Klammern aufgeführt): Mein Sohn soll über mich sagen, – 109 –
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dass ich für ihn da war (Hilfsbereitschaft oder ein guter Vater sein), dass ich ihn ernst genommen habe (Respekt), dass ich verständnisvoll und tolerant war (Toleranz), und dass ich versucht habe, ihn zu verstehen, auch wenn es mir schwer fiel (Verständnis, Toleranz). Mein guter Freund Karl soll über mich sagen, dass es viel Spaß gemacht hat, mit mir etwas zu unternehmen (Spaß), aber ich auch ernst sein konnte (Ernsthaftigkeit), dass er meinen Humor und Witz schätzt (Humor), dass ich für ihn da war, wenn er mich brauchte (Hilfsbereitschaft, ein guter Freund sein) und dass ich ein treuer und verlässlicher Freund war, auch wenn wir mal Meinungsverschiedenheiten hatten (Verlässlichkeit, Freundschaft). Mein alter Arbeitskollege Franz sagt, dass ich immer versucht habe, die Dinge in der Firma zu verbessern (Verantwortungsbewusstsein), dass ich Probleme gelöst habe und nicht die Ursache für sie gewesen bin (Probleme lösen), dass ich immer vermittelt habe, wenn es Streit gab (Friede, Harmonie) und dass ich zuverlässig und gründlich, aber dabei nie ein Prinzipienreiter war (Zuverlässigkeit, Sorgfalt). Der Bürgermeister meiner Stadt sagt, dass ich ein verantwortungsvoller Bürger war (Verantwortungsbewusstsein), dass ich mich in einem hohen Maße sozial engagiert habe (Hilfsbereitschaft) und dass ich durch meine großzügigen Spenden geholfen habe, die Stadt zu einem schöneren und lebenswerteren Ort zu machen (Großzügigkeit).
Beispiel für konkrete Ziele aus dieser Übung Hans Späth hat u.a. herausgefunden, dass er ein guter Vater sein möchte. Darauf formuliert er das Ziel, zusammen mit seinem Sohn ein gemeinsames Hobby zu suchen und sich dafür die Zeit zu nehmen. Er hat aus dieser Übung weiterhin erkannt, dass es ihm wichtig ist, sozial engagiert und hilfsbereit zu sein. Also formuliert er das Ziel, ab dem nächsten Monat ehrenamtlich zwei Stunden in der Woche in der Altenpflege zu arbeiten.
Beispiel dafür, wie persönliche Werte und Ziele sich widersprechen können Heike Straub hat bei der Übung "Der 80. Geburtstag" herausgefunden, dass "Familie" ein sehr wichtiger Wert für sie ist. Als Heike ihre Ziele aufschreibt, formuliert sie das Ziel, dass sie bis spätestens 35 Abteilungsleiterin in ihrer Firma ist. Sie überprüft ihr Ziel, ob es mit ihren Wertvorstellungen in Konflikt gerät und sie stellt schnell fest, dass ihr Wert "Familie" sich nicht ohne weiteres mit ihrem Karriereziel verträgt. Heike weiß nun, dass sie einen Weg finden muss, wie sie ihr Ziel mit ihrem Wunsch nach einer eigenen Familie verbinden kann. Diese Klarheit hilft ihr dabei, bessere Entscheidungen zu treffen.
Schreiben Sie eine Zielliste Es ist sehr zu empfehlen, Ziele immer schriftlich zu fixieren. Wenn Sie Ihre Ziele aufschreiben, wird aus den Zielen, die bislang nur in Ihrem Kopf existierten, etwas Materielles. Ihre Ziele bekommen dadurch mehr Kraft. Bei der Formulierung von Zielen, gibt es einiges zu beachten. Beginnen Sie aber zunächst einmal damit, eine erste Liste all der Dinge zu erstellen, die Sie erreichen wollen: Schreiben Sie die Antworten auf die folgenden Fragen auf Was will ich in meinem Leben / Was ist mir wichtig? Was will ich erreichen? Was will ich besitzen? Was will ich werden? Was will ich können? Was will ich behalten? Was will ich nicht mehr?
Beispiel für das Schreiben der Zielliste nach Lebensbereichen Susanne Liebig hat ihre erste Zielliste nach Ihren Lebensbereichen sortiert. Berufliches, Karriere, Erfüllung toller, erfüllender Arbeitsplatz beim Fernsehen – 110 –
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großes, helles Büro mit 38 mache ich mich selbständig Finanzielles, Materielles große, freundliche Wohnung in Berlin-Zehlendorf mit mindestens 150 qm 50.000 DM bis in 5 Jahren gespart in zwei Jahren Geld für Reise nach Brasilien zusammen Freunde, soziale Kontakte veranstalte ein Klassentreffen treffe mich zweimal die Woche zum Kartenspielen mit Rudi und Gertrud Hobby, Freizeit, Entspannung mehr lesen einen Meditationskurs machen
Bei langen Listen müssen Sie sich entscheiden Ihre erste Zielliste kann sehr umfangreich werden. Eine sehr lange Liste wirkt fast schon entmutigend, weil wir dann nicht genau wissen, wie wir das alles schaffen sollen. Sie können natürlich nicht alles auf einmal schaffen. Deshalb müssen Sie sich entscheiden, womit Sie beginnen. Und beginnen tun Sie am besten mit Ihren wichtigsten Zielen.
Literatur zum Thema: Brian Tracy: Thinking Big Barbara Sher: Wishcraft Barbara Sher: "Live the Life you love" (nur auf englisch) Marlene Stadler: KDOW - Know it, Do it, Win it Bärbel Mohr: Bestellungen beim Universum Ulrike Bergmann: Erfolgsteams Manfred Helfrecht: Planen, damit's leichter geht
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Entscheiden Sie sich für Ihre wichtigsten drei Ziele Von Ralf Senftleben Wenn wir zu viele Ziele auf einmal verfolgen wollen, kann uns das entmutigen oder wir verzetteln uns. Deshalb sollten wir uns zunächst für unsere wichtigsten Ziele entscheiden.
Entscheiden heißt loslassen Nun wird es für manch' einen schwierig: Wir lernen meist schon in unserer Kindheit, dass wir nicht alles auf einmal haben können. Wenn Sie Ihre Zielliste geschrieben haben, haben Sie vielleicht viel mehr Ziele, als Sie auf einmal erreichen können. Dann müssen Sie Prioritäten setzen. Und wenn Sie sich für etwas entscheiden, müssen Sie meist etwas anderes dafür loslassen - zumindest für den Augenblick.
Wählen Sie Ihre drei wichtigsten Ziele Es ist hilfreich, wenn Sie zuerst herausfinden, welches Ihre drei wichtigsten Ziele sind. Mit diesen Zielen können Sie dann beginnen. Nehmen Sie sich also Ihre vielleicht sehr umfangreiche Zielliste vor und wählen die drei Ziele aus, die für Sie am wichtigsten sind. Es gibt verschiedene Hilfsmittel, mit denen Sie Ihre wichtigsten drei Ziele finden können: Ziele nach Wichtigkeit sortieren - Um sich für drei Ihrer Ziele entscheiden zu können, müssen Sie herausfinden, welche Ihrer Ziele für Sie besonders wichtig sind. Hilfreiche Fragen - Auch durch gezielte Fragen, können Sie herausfinden, ob Ihnen ein Ziel wirklich wichtig ist. Fragen Sie sich nach dem Preis Ihres Zieles - Bei jedem Ziel, für das Sie sich entscheiden, gilt es auch zu prüfen, welchen Preis dieses Ziel hat und ob Sie bereit sind, diesen Preis zu zahlen. Der Antrieb hinter Ihren Zielen - Indem Sie Ihren inneren Antrieb hinter einem Ziel erkennen, finden Sie heraus, ob es Ihnen tatsächlich um dieses spezielle Ziel oder vielleicht um etwas ganz anderes geht.
Und was ist mit den restlichen Zielen? Wenn Sie sich nun für drei Ziele entscheiden sollen, fragen Sie sich vielleicht, was aus all den anderen Zielen wird? Ganz einfach: Sobald Sie eines Ihrer Ziele erreicht haben oder eines vielleicht weniger wichtig geworden ist, können Sie ein neues Ziel zu Ihren Favoriten nehmen. Die anderen Ziele gehen also nicht verloren.
Keine Angst vor falschen Entscheidungen Sie brauchen keine Angst haben, sich vielleicht falsch zu entscheiden. Klarheit über die eigenen Ziele zu bekommen, ist in der Regel ein Prozess, der viele Tage, Wochen, Monate und manchmal sogar Jahre dauern kann. Ihre Ziele sind nicht in Stein gemeißelt. Wenn Sie Ihre Prioritäten morgen anders setzen wollen, dann überlegen Sie es sich eben anders. Sie sind deswegen nicht rückratlos, sondern Sie sind flexibel. Gestatten Sie sich, Ihre Meinung zu ändern und z. B. dazulernen – das ist das Leben.
Wie Sie Ihre Ziele nach ihrer Wichtigkeit sortieren können An verschiedenen Stellen dieses Artikels geht es darum, Ziele oder z.B. auch persönliche Werte nach Prioritäten zu sortieren, um herauszufinden, welches Ziel oder welcher Wert für Sie am wichtigsten ist. Das ist für viele Menschen nicht so einfach. Die folgende Methode kann Ihnen hierbei helfen.
Beispiel für das Sortieren von persönlichen Zielen Sie wollen Ihre persönlichen Ziele nach der Wichtigkeit sortieren, um herauszufinden, womit Sie anfangen sollen. Schreiben Sie dafür zunächst jedes Ihrer Ziele auf einen kleinen Zettel und legen Sie diese untereinander in beliebiger Reihenfolge vor sich auf einen Tisch. Und dann gehen Sie wie folgt vor:
1. Schritt Nehmen wir an, Sie hätten die folgenden Ziele: 1. 100.000 DM auf meinem Konto – 112 –
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2. Inneren Frieden finden 3. Ein ½ Jahr in der Karibik segeln 4. Eine Familie gründen Schauen Sie auf das letzte und das vorletzte Ziel und fragen Sie sich: "Welches der beiden Ziele ist mir wichtiger?" Ist Ihnen das Jahr in der Karibik wichtiger, dann bleibt die Liste wie sie ist. Ist die Familie für Sie wichtiger, vertauschen Sie die beiden Ziele in der Reihenfolge. Nehmen wir an, die Familie ist wichtiger für Sie, dann ergibt sich die folgende Zielliste. 1. 100.000 DM auf meinem Konto 2. Inneren Frieden finden 3. Eine Familie gründen 4. Ein ½ Jahr in der Karibik segeln Hier können Sie vielleicht schon das Prinzip der Methode erkennen: Sie gehen die Liste von unten nach oben durch und vergleichen Ihre Ziele immer paarweise miteinander. Das wichtigere der beiden Ziele kommt immer an die obere Position der beiden Ziele. Dadurch rutschen Ihre wichtigsten Ziele immer weiter nach oben, die weniger wichtigen nach unten.
2. Schritt Im zweiten Schritt vergleichen Sie nun das dritte und das zweite Ziel miteinander. Sie fragen sich wieder, welches der beiden Ziele Ihnen wichtiger ist. Wenn Ihnen innerer Frieden wichtiger ist als die Familie, bleibt die Liste, wie sie ist, sonst vertauschen Sie wieder die Ziele. Das führt zu der folgenden Liste. 1. 100.000 DM auf meinem Konto 2. Eine Familie gründen 3. Inneren Frieden finden 4. Ein ½ Jahr in der Karibik segeln
3. Schritt Nun gehen Sie wieder eine Position höher in Ihrer Liste und nehmen das zweite und das erste Ziel und fragen sich: "Welches Ziel von beiden ist mir wichtiger?" Ist Ihnen das Geld wichtiger als die Familie, lassen Sie die Liste wie sie ist. Sonst vertauschen Sie wieder die Ziele und die Familie landet auf dem ersten Platz.
Falls Sie sich nicht entscheiden können, tun Sie folgendes Wenn Sie sich zwischen zwei Alternativen wirklich nicht entscheiden können, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten: Sie werfen eine Münze. Sie fragen sich, welches Ziel dringlicher für Sie ist und nehmen das dringlichere von beiden; dringlicher ist hier im zeitlichen Sinne gemeint, fragt danach, welches der beiden Ziele Sie schneller erreicht haben wollen. Sie lassen beide nebeneinander stehen. Diese beiden Ziele sind vielleicht gleich wichtig.
Am Ende haben Sie Ihre Ziele sortiert Wenn Sie wie beschrieben nach der Methode vorgegangen sind, haben Sie am Ende eine sortierte Liste vor sich, auf der ganz oben die wichtigsten Ziele stehen und weiter unten die weniger wichtigen.
Wiederholen Sie dieses Vorgehen in gewissen Abständen Im Laufe der Zeit verändert sich, was uns wichtig ist. Wir erreichen einige Ziele, andere verlieren an Bedeutung. Deshalb ist es sinnvoll, sich hin und wieder neu zu überlegen, welches aktuell die wichtigsten Ziele sind.
Hilfreiche Fragen, mit denen Sie Ihre wichtigsten Ziele finden können Um herauszufinden, welche unserer vielen Ziele die wirklich wichtigen sind, können wir uns selbst Fragen zu jedem Ziel stellen, durch die wir erkennen, welche subjektiven Vorteile uns das jeweilige Ziel bringt.
Formulieren Sie Fragen, die sich aus Ihren Werten ergeben Wie wichtig ein Ziel für uns ist, steht in einem engen Zusammenhang mit unseren Werten. Mit der Übung "Ihr 80. Geburtstag" können Sie viel über Ihre persönlichen Werte erfahren. Sie können Fragen zu Ihren Zielen formulieren, die Sie direkt aus Ihren persönlichen Wertvorstellungen ableiten. Wenn Sie z.B. wissen, dass Ihnen – 113 –
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Harmonie besonders wichtig ist, können Sie sich die Frage stellen: "Wird mir dieses Ziel helfen, harmonischer mit mir und meiner Welt zu leben?" Sie können eine Liste Ihrer persönlichen Werte erstellen und daraus entsprechende Fragen für die Prüfung Ihrer möglichen Ziele ableiten.
Beispielfragen Kann ich auf das Ergebnis meines Zieles stolz sein? (Wert: Erfolg) Wird dieses Ziel meine finanzielle Sicherheit erhöhen? (Werte: Sicherheit, Geld) Wird mir dieses Ziel dabei helfen, Freunde zu gewinnen? (Werte: Freundschaft, soziales Miteinander) Wird mir dieses Ziel mehr Zufriedenheit und Ausgeglichenheit bringen? (Werte: Zufriedenheit und Ausgeglichenheit) Wird dieses Ziel meine Beziehung zu meiner Familie und meinen Freunden verbessern? (Werte: Harmonie, Gemeinschaft) Wird dieses Ziel meine Hoffnung in die Zukunft stärken? (Wert: Zuversicht) usw. Nehmen Sie diese Fragen als Vorlagen, ergänzen Sie sie, formulieren Sie sich Ihre persönlichen Fragen oder streichen Sie Fragen, die Ihnen nichts bedeuten.
Finden Sie heraus, welche Ziele Ihnen die größten Vorteile bringen Wenn Sie so vorgehen, erfahren Sie, welche Ziele entsprechend Ihrer Werte Ihnen die größten persönlichen Vorteile bringen, d.h. Sie am zufriedensten machen können. Da Sie die Fragen auf der Grundlage Ihrer Werte formulieren, wird dabei die Gefahr geringer, einem Ziel nachzujagen, das Sie eigentlich nicht wirklich befriedigen würde. Viele Menschen streben z.B. nach Reichtum. Oft aber hat dieses Ziel für manche gar nichts mit Ihren persönlichen Werten zu tun. Wenn Sie dann viel Geld haben, spüren diese Personen, dass ihnen dieses Ziel nicht viel gebracht hat.
Der Maßstab sind Sie Bei diesen Fragen geht es ganz allein um Ihren Maßstab. Es sind Ihre Werte und Ihre Ziele. Prüfen Sie Ihre Ziele nicht auf allgemeine Werte oder auf die Werte Ihrer Eltern hin. Nehmen Sie Ihre persönlichen Werte und Vorstellungen. Wenn Ihnen Humor wichtiger ist als alles andere, dann sind für Sie die Ziele am wichtigsten, die es Ihnen ermöglichen, zu lachen oder komisch zu sein. Wenn bei Ihnen soziale Kontakte, Freundschaften oder Familie ganz oben stehen, dann richten Sie Ihre Ziele danach aus. Sie allein entscheiden, was für Sie wichtig ist. Nehmen Sie sich an mit dem, was Ihnen wichtig ist.
Welchen Preis sind Sie zu zahlen bereit? Jedes Ziel hat seinen Preis. Dieser Preis kann niedrig oder hoch sein. Deshalb ist es gut, sich rechtzeitig zu überlegen, welches der Preis für ein Ziel ist und ob Sie bereit sind, diesen Preis zu zahlen. Ist der Preis sehr hoch, muss uns das Ziel schon sehr wichtig sein, damit wir tatsächlich bereit sind, ihn zu zahlen.
Was Ziele kosten können Der Preis eines Zieles kann z.B. sein, dass Sie Zeit, Arbeit oder Geld investieren müssen. Vielleicht müssen Sie auch ein anderes Ziel dafür aufgeben. Oder mit Ihrem Ziel ist ein Umzug in eine andere Stadt verbunden. Manchmal ist der Preis für das Erreichen eines Zieles auch nur, unsere eigene Bequemlichkeit zu überwinden.
Der Preis eines Zieles entspricht den Konsequenzen, die Sie daraus tragen müssen Kurz gesagt entspricht der Preis eines Zieles immer genau den Konsequenzen, die Sie dafür in Kauf nehmen müssen. Das kann eben ein erhöhter Arbeitsaufwand oder ein Umzug sein, das können aber auch Auseinandersetzungen mit Ihrem Lebenspartner oder anderen Familienangehörigen sein, die z.B. nicht wollen, dass Sie das Ziel erreichen, oder es ist der Stress auf der Arbeit, mangelnde Zeit usw.
Ein bisschen bleibt der Preis aber auch offen In den seltensten Fällen wissen wir allerdings schon vorher ganz genau, welche Konsequenzen ein Ziel für uns haben wird. Es kann sein, dass der Preis in Wirklichkeit viel höher ist, er kann aber auch niedriger ausfallen. Egal wie - sich immer mal wieder zu überlegen, was einem ein bestimmtes Ziel wohl kosten wird, hilft dabei, Klarheit zu bekommen, ob man dieses Ziel wirklich erreichen will.
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Die Höhe des Preises empfinden wir alle unterschiedlich Ob ein Preis für Ihr Ziel hoch oder niedrig ist, können Sie nur selbst entscheiden. Dem einen fällt es leicht, Zeit zu investieren, für einen anderen ist das eine große Hürde. Denken Sie daran: Der Maßstab sind Sie selbst. Wenn Sie z.B. für eine Beförderung so viel arbeiten müssen, dass Ihre Kinder Sie nicht wiedererkennen, wenn Sie nach Hause kommen, dann könnte Ihnen der Preis für die Beförderung zu hoch sein - zumindest, wenn Ihnen Ihr Familienleben wichtig ist. Vielleicht aber sagen Sie sich auch, dass Sie bereit sind, das für eine überschaubare Zeit in Kauf zu nehmen, weil Ihnen die Beförderung so wichtig ist.
Ermitteln Sie den Preis Ihres Zieles Sie können sich z.B. für jedes Ihrer Ziele fragen: Was muss ich dafür tun, dieses Ziel zu erreichen? Was muss ich für dieses Ziel an Zeit, Geld oder Arbeit investieren? Was könnte ich verlieren, wenn ich dieses Ziel erreiche? Was muss ich aufgeben, wenn ich dieses Ziel erreichen will? Welche möglichen Nachteile müsste ich in Kauf nehmen, wenn ich dieses Ziel erreichen will - z.B. Auseinandersetzungen mit dem Lebenspartner, fiese Bemerkungen der Arbeitskollegen usw.
Der innere Antrieb hinter unseren Zielen Zu wissen, welcher innerer Antrieb hinter einem Ziel steckt, hilft uns ebenfalls dabei herauszufinden, welche Ziele wirklich wichtig für uns sind.
Oft steckt hinter einem Ziel etwas ganz anderes, als wir vielleicht denken Haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie etwas unbedingt haben wollten und als Sie es dann endlich hatten, war das gar nicht so, wie Sie es sich vorgestellt hatten? Das kann daran liegen, dass wir uns oft bestimmte Dinge wünschen, aber eigentlich etwas ganz anderes damit erreichen wollen.
Reichtum bedeutet nicht immer auch Glück und Freiheit Sie träumen vielleicht von Reichtum und wollen aber eigentlich Freiheit und Glück. Oder Sie wollen unbedingt ein Kleid von Joop, einen teuren Sportwagen oder edlen Schmuck, aber Sie sehnen sich im Grunde vielleicht nach Bewunderung und Anerkennung. Wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben, stellen Sie dann vielleicht fest, dass Reichtum weder die gewünschte Freiheit, noch das gewünschte Glück bringt, und dass Ihnen vielleicht Ihr teurer Sportwagen nur Neid oder Sorgen einbringt, nicht aber die erhoffte Anerkennung. Nichts gegen Geld und Reichtum - Geld ist ein wichtiges Hilfsmittel, um die eigenen Träume zu verwirklichen. Aber dieses Beispiel macht deutlich, dass Geld alleine nicht unbedingt glücklich macht. Und so kann es Ihnen auch mit anderen Zielen gehen.
Was ist der wirkliche Antrieb hinter Ihren Zielen? Es ist nützlich, wenn Sie sich bei Ihren Zielen immer fragen, ob Sie mit dem Ziel eigentlich noch etwas anderes als das Ziel selbst erreichen wollen. Machen Sie sich deshalb immer auch Ihre Motivation und Ihren Antrieb für Ihr Ziel klar. Überdenken Sie, ob Sie mit Ihrem Ziel wirklich das erreichen können, was Sie glauben - vielleicht ist das ja mit diesem Ziel gar nicht möglich? Stellen Sie sich zu jedem Ziel die folgenden Fragen: Was ist mir an diesem Ziel besonders wichtig? Warum genau will ich dieses Ziel erreichen? Was verspreche ich mir vom Erreichen dieses Ziels? Was sind meine Hoffnungen? Kann ich das, was ich will, mit diesem Ziel tatsächlich erreichen?
Beispiel Mein Ziel lautet "Ich segle ein halbes Jahr durch die Karibik." Fragen: Was verspreche ich mir vom Erreichen dieses Ziels? Was ist mir an diesem Ziel besonders wichtig? Warum genau will ich dieses Ziel erreichen? Antwort: Ich verspreche mir Entspannung und viel Zeit zum Nachdenken. Ich bekomme vielleicht endlich Klarheit, über den weiteren Verlauf meines Lebens. Besonders wichtig ist mir das Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit. Ich will das Ziel erreichen, weil ich für ein halbes Jahr meine Alltagssorgen komplett vergessen möchte. – 115 –
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Hier können Sie schnell erkennen, dass mit dieser Zielsetzung die Segeltour in der Karibik zu einer Art Selbsterfahrung werden soll. Dann gilt es, dafür zu sorgen, dass auf der Segeltour tatsächlich der Raum für Muße und Ruhe gegeben ist. Es wäre mit dieser Zielsetzung z.B. nicht ratsam, eine Segelgruppe auszuwählen, bei der es den Teilnehmern vor allem darum geht, "die Sau rauszulassen".
Machen Sie es sich nicht zu einfach Bitte geben Sie sich nicht sofort mit der Antwort: "Na, ich will das, weil ich es will!" zufrieden. Wenn Sie herausfinden, was die eigentliche Antriebskraft hinter Ihrem Ziel ist, dann haben Sie etwas Wesentliches über sich selbst herausgefunden: Sie haben entdeckt, was Ihnen selbst wirklich wichtig ist. Sie haben damit eine Ihrer tiefen, inneren, persönlichen Wertvorstellungen erkannt.
Sie ersparen sich Enttäuschungen Wenn Sie herausfinden, was Sie eigentlich wirklich wollen, ersparen Sie sich die Enttäuschung, möglicherweise die ganze Zeit für ein falsches Ziel gearbeitet zu haben. Besser Sie wissen im Vorfeld, was eigentlich der Antrieb für Sie ist, dann merken Sie auch viel schneller, ob das jeweilige Ziel tatsächlich richtig für Sie ist.
Und vielleicht geht es ja viel leichter Durch die Suche nach der Absicht, die hinter Ihrem Ziel steht, können Sie auch noch etwas anderes herausfinden: Vielleicht ist ja das was Sie wollen, viel einfacher zu erreichen!
Literatur zum Thema: Marlene Stadler: KDOW - Know it, Do it, Win it Brian Tracy: Thinking Big Barbara Sher: Wishcraft Barbara Sher: "Live the Life you love" (nur auf englisch) Bärbel Mohr: Bestellungen beim Universum Ulrike Bergmann: Erfolgsteams Manfred Helfrecht: Planen, damit's leichter geht
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Wirkungsvolle Ziele formulieren Von Ralf Senftleben Wenn Sie sich für die Ziele entschieden haben, die Sie nun angehen wollen, sollten Sie sie schriftlich formulieren. Dazu gibt es einiges zu beachten.
Ziele haben eine starke Zugkraft Ziele haben Macht. Sobald Sie sich konkret etwas vorgenommen haben, scheinen alle Ihre Sinne darauf ausgerichtet zu sein. Sie sehen, hören und fühlen Dinge, die mit Ihrem Ziel zu tun haben und die Sie vorher nicht im entferntesten wahrgenommen haben. Wenn Sie sich z.B. dafür entschieden haben, sich einen neuen roten VW-Golf zu kaufen, dann sind die Straßen plötzlich voller roter VW-Golfs. Vorher ist Ihnen wahrscheinlich kein einziger roter Golf aufgefallen.
Das Aufschreiben erhöht die Kraft von Zielen Das Aufschreiben Ihrer Ziele ist sehr wichtig: Erst dadurch wird aus Ihren Wünschen - die ja bis dahin nur in Ihrem Kopf existierten - etwas Materielles. Durch das Aufschreiben wird Ihr Ziel quasi geboren und damit erhöhen Sie die Kraft Ihrer Ziele. Der Akt des Aufschreibens von Zielen kann etwas Feierliches haben: Sie bekennen sich damit zu Ihren Zielen. Aus bloßen Gedanken wird nun eine konkrete Absichtserklärung. Es ist ein bisschen so, als würden Sie einen Vertrag mit sich selbst machen.
Ziele wollen wohlüberlegt sein Gerade weil Ziele eine erhebliche Macht haben, ist eines besonders wichtig: Überlegen Sie sich immer genau und detailliert, was Sie sich als Ziel vornehmen und welche Konsequenzen sich daraus ergeben könnten. Denken Sie daran: Sie könnten es tatsächlich erreichen!
Achten Sie auf die Formulierung Ihrer Ziele Die genaue Formulierung Ihres Ziels ist sehr wichtig. Die Formulierung Ihres Ziels kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Beachten Sie deshalb folgende Regeln:
Regeln für die Formulierung von Zielen Hier finden Sie wichtige Hinweise für die Formulierung Ihrer Ziele – zunächst im Überblich: Zur Größe Ihrer Ziele - Ihr Ziel sollte die richtige Größe haben. Es sollte nicht zu groß und damit vielleicht unerreichbar sein, aber auch nicht zu klein und unbedeutend. Ihre Ziele sollten nicht von anderen Personen abhängen - Es nutzt nichts, sich Ziele zu setzen, bei denen andere Menschen der bestimmende Faktor über Ihren Erfolg sind, weil Sie darauf keinen Einfluss haben. Achten Sie genau auf die sprachliche Formulierung - Ziele sollten immer positiv und in der Gegenwart formuliert sein. Beschreiben Sie so viele Details wie möglich, schreiben Sie zusätzlich auch Ihre Motivation zu dem jeweiligen Ziel auf und formulieren Sie immer auch, was Sie behalten wollen. Machen Sie Ihr Ziel messbar - Die Messbarkeit eines Zieles ist wesentlich dafür, dass Sie überprüfen können, ob und wann Sie ein Ziel tatsächlich erreichen. Machen Sie deshalb Ihr Ziel messbar. Die ersten Schritte - Schreiben Sie zu jedem Ziel immer auch die ersten Schritte auf, die Sie unternehmen wollen, um es zu erreichen. Erst durch konkrete Handlungen in Richtung auf Ihr Ziel bekommt Ihr Ziel Energie.
Ihr Ziel sollte die richtige Größe haben Ziele, die zu groß sind, können uns schnell frustrieren und zum Aufgeben bringen. Zu unbedeutende Ziele wirken oft unattraktiv und führen dazu, dass Sie vielleicht schnell die Lust daran verlieren. Deshalb ist es wichtig, die richtige Größe eines Zieles zu finden.
Ob ein Ziel zu groß oder klein ist, empfinden wir alle unterschiedlich Welche Größe richtig für Ihr jeweiliges Ziel ist, müssen Sie selbst entscheiden. Wählen Sie Ihre Ziele groß genug, so dass Sie motiviert sind, wählen Sie sie aber nicht zu groß, so dass Sie sich schon im Vorfeld entmutigt
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fühlen. Hören Sie dabei auf Ihr Gefühl. Es geht nicht darum, ob jemand anders meint, Ihr Ziel wäre zu groß oder zu klein, sondern allein, wie Sie es empfinden. Ihnen muss das Ziel passen!
Was Sie machen, wenn Ihr Ziel zu groß ist Nun haben Sie aber vielleicht eine Reihe von Zielen, die wirklich sehr groß sind. Sie müssen diese nun aber nicht aufgeben, nur weil Sie Angst haben, dadurch frustriert zu werden. Große Ziele können Sie in kleinere Teilziele umformulieren, die dann einzeln sehr gut erreichbar sind.
Beispiel für das Aufteilen eines großen Ziels in Teilziele Wenn Sie z.B. davon träumen, ein Hotel in der Karibik zu besitzen, erscheint Ihnen das vielleicht wirklich unrealistisch. Bei näherer Betrachtung ist dieses Ziel jedoch sehr wohl erreichbar: Sie müssen dieses Vorhaben nur in verschiedene kleine Teilziele aufteilen. Einige Teilschritte könnten sein: Familie überzeugen Entscheiden, welches Land in der Karibik Landessprache lernen Hoteleriekenntnisse erwerben Genug Geld auftreiben (vielleicht Investoren gewinnen oder Freunde fragen) Ein Hotel suchen, das zu verkaufen ist Kontakte mit Reiseveranstaltern aufnehmen Werbung machen usw. Wenn eines dieser Teilziele Ihnen zu groß erscheint, können Sie dieses Teilziel auch wiederum in weitere Teilschritte herunterbrechen.
Sortieren Sie die Einzelziele nach Prioritäten Wenn Sie ein großes Ziel in kleine Teilziele aufgeteilt haben, können Sie nun diese Einzelziele nach der Wichtigkeit sortieren. Hier sollten Sie zu Beginn vor allem Schritte angehen, die die wesentlichen Voraussetzungen für Ihr Ziel bilden. Und wählen Sie auch die Teilziele, die Sie zum Weitermachen motivieren. Ein großes Ziel zu erreichen, erfordert meist einen langen Atem. Dafür müssen Sie sich selbst motivieren.
Was Sie mit einem Ziel machen, das Ihnen zu klein erscheint Ziele, die Ihnen sehr klein oder unbedeutend vorkommen, stellen im Grunde gar kein Problem dar: Sie können solche Ziele in der Regel ohne viel Aufwand umsetzen. Wir können Ziele, die sehr klein sind, auch einfach als Maßnahmen bezeichnen. Ein Ziel ist normalerweise etwas, das wir nicht einfach sofort umsetzen können, sondern für das wir einen gewissen Aufwand betreiben müssen. Mit Ihren Maßnahmen können Sie meist sofort beginnen. Können Sie aber nicht sofort mit der Umsetzung beginnen, ist das Vorhaben vielleicht doch gar nicht so klein, wie Sie anfangs dachten. Fragen Sie sich dann, ob Sie motiviert sind, das Ganze anzugehen oder nicht.
Ihr Ziel sollte nicht von anderen Personen abhängen Oft machen wir unser Seelenheil oder unser Glück von anderen Personen abhängig. Das sollten Sie bei Ihren Zielformulierungen unbedingt vermeiden, da sonst Enttäuschungen vorprogrammiert sind. Es gilt, Ziele zu finden, bei denen das Erreichen nicht von bestimmten anderen Personen abhängt.
Ein Ziel, auf das Sie keinen Einfluss haben, ist kein Ziel, sondern ein Wunsch Wenn Sie keinen Einfluss auf die Faktoren haben, die Ihr Ziel ausmachen, handelt es sich nicht um ein Ziel, sondern eher um einen Wunsch. Ihre Ziele müssen durch Sie selbst erreichbar sein. Wenn unser Ziel von anderen abhängt, liegt das Erreichen des Zieles nicht in unserer Hand.
Wie Sie also Ihre Ziele formulieren sollten Statt zu formulieren: Ich will, dass mein Chef gerecht ist oder Ich will, dass das Wetter morgen schön wird
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sollten Sie lieber schreiben: Ich bleibe ab sofort bei den ungerechten Anschuldigungen meines Chefs ruhig und gelassen oder Wie immer das Wetter morgen auch ist, ich habe gute Laune
Noch ein Beispiel Es ist nicht immer ganz einfach, diese Regel zu befolgen. Nehmen wir einmal an, Sie wollen unbedingt wieder mit Ihrer Ex-Frau zusammenkommen. So formulieren Sie das Ziel: Bis Ende des Jahres bin ich wieder mit meiner Ex-Frau zusammen. Genau das ist ein Ziel, das nicht in Ihrer Hand liegt. Sie können Ihre Ex-Frau nicht dazu bringen, sich wieder in Sie zu verlieben. Sie können sich zwar darum bemühen, aber ob sie sich wieder für Sie entscheidet, liegt außerhalb Ihres Einflusses. Was Sie aber formulieren können, ist folgendes: "Bis zum Jahresende lerne ich eine tolle Frau kennen, mit der ich glücklich bin." Dieses Ziel hängt nicht von einer einzigen Person ab. Mit einem solchen Ziel öffnen Sie sich dafür, ganz generell mit einer Frau zusammenzukommen. Das kann theoretisch auch Ihre Ex-Frau sein, aber es ist nicht gewiss.
Ein Ziel selbst erreichen können, heißt nicht, auf Hilfe verzichten zu müssen Wenn hier davon die Rede ist, dass Ihr Ziel von Ihnen selbst erreichbar sein muss, so soll das nicht heißen, dass Sie keine Hilfe suchen oder annehmen können. Sie können sich jederzeit helfen lassen und Leute darum bitten, Ihnen zu helfen. Das ist sogar in den meisten Fällen zu empfehlen, da uns andere Menschen erheblich dabei helfen können, ein Ziel zu erreichen.
Entscheidend ist, dass Ihr Ziel von keiner anderen Person abhängt Das Wesentliche ist, dass das Erreichen Ihres Zieles nicht von dem Wohlwollen oder einer Entscheidung anderer Menschen abhängen darf. Denn das können Sie nicht beeinflussen. Wenn Sie aber Hilfe brauchen, können Sie sich selbst aktiv darum kümmern. Und wenn Ihnen ein Mensch nicht helfen will, können Sie zu jemand anderen gehen.
Die sprachliche Formulierung von Zielen Dadurch dass Sie Ihre Ziele aufschreiben, programmieren Sie sich selbst und vor allem Ihr Unterbewusstsein darauf, auf das jeweilige Ziel hinzuarbeiten. Damit Ihr Unterbewusstsein die Botschaften auch verstehen kann, gilt es einige Regeln bei der Formulierung Ihrer Ziele zu beachten.
Regel Nr. 1: Formulieren Sie Ihr Ziel positiv Die erste Regel für das Formulieren von Zielen ist, dass ein Ziel immer positiv formuliert sein sollte. Vermeiden Sie Verneinungen.
Das Unterbewusstsein versteht keine Verneinungen Viele Experten sagen, dass das Unterbewusstsein keine Verneinung versteht. Ein Versuch: Denken Sie jetzt nicht an einen Elefanten - wahrscheinlich mussten Sie nun erst recht an einen Elefanten denken, oder? Auf Ihre Ziele bezogen bedeutet das folgendes: Sie haben das Ziel, mit dem Rauchen aufzuhören. Sie formulieren: "Ich will nicht mehr rauchen." Wenn Ihr Unterbewusstsein nun Verneinungen nicht verstehen kann, bleibt als Botschaft: "Ich will rauchen." Und das ist ja genau das, was Sie nicht wollen. Es ist nicht eindeutig geklärt, ob dieser Mechanismus tatsächlich so funktioniert - manche Menschen kommen auch gut mit Verneinungen in Ihren Zielen klar. Aber vielleicht gehen Sie besser kein Risiko ein. Und es ist auch nicht sehr schwer, diese Regel zu beachten.
Sagen Sie einfach was Sie wollen und nicht, was Sie nicht wollen Wenn Sie in ein Restaurant gehen, sagen Sie dem Ober auch nicht, was Sie alles nicht wollen, sondern Sie sagen ihm sehr genau, was er Ihnen bringen soll. Mit Zielen ist es genauso. Schreiben Sie also als Ziel immer das auf, was Sie haben wollen (z.B. selbstbewusst sein, 10.000 DM besitzen usw.) und nicht, was Sie nicht mehr wollen (z.B. keinen Ärger mehr mit dem Chef, nicht mehr arbeitslos sein usw.).
Beispiele dafür, wie Sie aus negativen Formulierungen positive machen können Sie können aus einem Ziel mit einer negativen Formulierung schnell ein positives Ziel machen: Schreiben Sie einfach auf, was Sie anstelle dessen haben wollen. Negative Formulierung – 119 –
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Ich will nicht mehr arbeitslos sein. Ich will nicht mehr arm sein. Ich will nicht mehr dick sein. Positive Formulierung Ich habe einen gut bezahlten und sicheren Arbeitsplatz. Ich habe 50.000 DM auf meinem Konto. Ich wiege 67 Kilogramm.
Regel Nr. 2: Formulieren Sie Ihre Ziele, als hätten Sie sie schon erreicht Formulieren Sie ein Ziel immer so, als hätten Sie es bereits erreicht. Dadurch programmieren Sie Ihr Unterbewusstsein sehr effektiv darauf, dieses Ziel tatsächlich Realität werden zu lassen.
Das Unterbewusstsein nimmt alles sehr wörtlich Viele von uns formulieren: "Ich werde einen Job finden." Diese Formulierung ist vage und soll irgendwann stattfinden. Daraus ergibt sich für Ihr Unterbewusstsein keine Dringlichkeit. Andere schreiben: "Ich versuche abzunehmen." Dann werden Sie es immer nur versuchen, aber nicht auch erreichen, weil Ihr Unterbewusstsein das Wort "versuchen" wörtlich nimmt. Damit Sie es immer wieder versuchen können, könnte Ihr Unterbewusstsein möglicherweise sogar dafür sorgen, dass Sie immer wieder zunehmen. Deshalb formulieren Sie also immer genau das, was Sie wollen - nämlich Ihr Ziel erreichen. Und das soll am besten schon jetzt der Fall sein.
Wie Sie in der Gegenwart formulieren Schreiben Sie z.B.: Ich habe 10.000 DM für mich selbst auf meinem Konto. Ich bin Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, in dem ich arbeite. Ich segle ein halbes Jahr durch die Karibik. Ich wiege 75 Kilogramm. Ich finde eine bezahlbare 3-Zimmer-Wohnung Ziele so zu formulieren, als wären Sie tatsächlich schon erreicht, ist vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Wenn Sie aber zu Beginn konsequent darauf achten, geht es Ihnen schnell in Fleisch und Blut über.
Regel Nr. 3: Schreiben Sie so viele Details zu Ihren Zielen auf, wie möglich Beschreiben Sie Ihr Ziel möglichst detailreich. Das hat zwei Gründe: Einerseits geben Sie Ihrem Unterbewusstsein auf diese Art Bilder vor, was es ihm erleichtert, auf das Ziel hinzuarbeiten. Andererseits können Sie so die Gefahr einschränken, dass sich Ihr Ziel nachher ganz anders entwickelt, als Sie sich das vorgestellt haben.
Stellen Sie sicher, dass Sie auch erreichen, was Sie wirklich wollen Nehmen wir einmal an, Sie suchen eine Wohnung. Sie überlegen sich, was Sie alles wollen und formulieren Ihr Ziel: "Ich habe bis Anfang Oktober eine 3-Zimmer-Wohnung in einer ruhigen, grünen Gegend." Bei dieser Formulierung bleiben eine große Anzahl von Merkmalen Ihrer zukünftigen Wohnung offen. Sie haben z.B. nichts darüber gesagt, ob die Wohnung hell sein soll, wie groß sie sein soll, in welchen Zustand sie sein soll usw.
Sehen Sie Ihre Zielformulierung einmal wie einen Bestellzettel Stellen Sie sich vor, Sie bestellen Ihr Ziel wie Sie ein Kleid oder einen Anzug im Katalog bestellen. Da geben Sie auch die Größe, die Farbe und den Preis an, damit Sie das passende Kleidungsstück bekommen. Bei Zielen ist das genauso wichtig, denn wenn Sie wichtige Details offen lassen, erfüllt sich Ihr Ziel vielleicht auf eine Art und Weise, die Ihnen hinterher gar nicht gefällt.
Beispiele Wenn Sie vielleicht viel Geld besitzen wollen, schreiben Sie genau auf, wie viel Geld, in welcher Währung und wie Sie es angelegt haben - z.B.: "Ich habe in zwei Jahren 500.000,- DM in Erfolgsaktien angelegt." Wenn Sie abnehmen wollen, dann schreiben Sie auf, wie viel Sie wiegen wollen und wie lange Sie Ihr neues Gewicht – 120 –
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halten wollen, z.B.: "Ich nehme in zwei Monaten 5 Kilo auf eine so natürliche Weise ab, das ich dieses Gewicht für die nächsten Jahre problemlos halten kann."
Ein weiteres Detail: Machen Sie sich Ihre Motivation für Ihr Ziel klar Zu einer detailgenauen Beschreibung eines Zieles gehört es auch, dass Sie Ihre Motivation, also den Grund dafür aufschreiben, warum Sie dieses Ziel erreichen wollen. Dies hilft Ihnen vor allem in Phasen, in denen Sie entmutigt sind und das Ziel vielleicht völlig anzweifeln. Sie können sich dann immer wieder selbst daran erinnern, warum Ihnen das Ziel so wichtig ist. Außerdem kann so vielleicht Ihr Unterbewusstsein Ihnen einen Weg zeigen, wie Sie das, was Sie wollen, leichter erreichen können.
So finden Sie die Motivation für Ihr Ziel Stellen Sie sich doch einmal die folgenden Fragen: Was genau macht mein Ziel eigentlich so attraktiv für mich? Welche Vorteile habe ich davon, wenn ich dieses Ziel erreicht habe? Was hat mein Ziel für wunderbare Folgen für mich und andere?
Schreiben Sie Ihre Motivation gleich hinter Ihr Ziel Beispiel für eine Zielformulierung mit Motivation: Ich segle ein halbes Jahr in der Karibik, weil ich mich frei und unabhängig fühlen will und weil ich so über meine Zukunft nachdenken kann und losgelöst von allen Alltagsproblemen bin.
Regel Nr. 4: Schreiben Sie immer auch auf, was Sie alles in Ihrem Leben behalten wollen Wenn wir ein Ziel in unserem Leben erreichen, dann verlieren wir oft etwas anderes dafür. Sie haben z.B. Ihr Ziel erreicht und den gut bezahlten Arbeitsplatz in Ihrer Traumfirma bekommen. Dafür müssen Sie dort vielleicht viele Überstunden machen und verlieren Zeit, die Sie vorher mit Ihrer Familie verbracht haben. Damit die Verluste nicht zu schmerzlich werden, sollten Sie immer auch formulieren, was Sie behalten wollen.
Tipp Auch Nachteile können motivieren. Eine hilfreiche Strategie kann es deshalb sein, sich einmal die persönlichen Nachteile auszumalen, falls man das Ziel nicht erreicht. Das kann Sie sehr motivieren, weiter am Ball zu bleiben.
Klarwerden darüber, was man vielleicht verlieren könnte Es ist sehr nützlich, sich bereits beim Formulieren eines Ziels über mögliche negative Konsequenzen Gedanken zu machen. Fragen Sie sich also immer auch: "Welche möglichen negativen Konsequenzen könnte mein Ziel oder der Weg zu meinem Ziel haben? Was könnte ich möglicherweise dadurch verlieren oder gefährden? Wie kann ich diese negativen Konsequenzen im Vorfeld verhindern?"
Machen Sie Ihr Ziel messbar Oft formulieren wir unsere Ziele sehr vage und unbestimmt. So sagen Sie z.B.: "Ich will abnehmen" oder "Ich will reich sein". Solche Ziele lassen sich schwer erreichen, weil hier jeder Maßstab fehlt.
Ein detailliertes Ziel ist messbar Wenn Sie Ihr Ziel detailliert beschreiben, wissen Sie viel eher, wann Sie es erreicht haben. Sie haben es erreicht, wenn die Realität mit allen Details Ihrer Zielbeschreibung übereinstimmt. Durch die vielen Details ist Ihr Ziel plötzlich messbar geworden. Wenn Sie einfach nur das Ziel haben, dass Sie schlank sein wollen - wann haben Sie Ihr Ziel dann erreicht? Wenn Sie 70kg wiegen? Bei 60kg oder 50kg? Wenn Sie sich dagegen vornehmen, dass Sie 65kg wiegen wollen, dann wissen Sie ganz genau, wann Sie Ihr Ziel erreicht haben.
Setzen Sie sich Termine für Ihre Ziele Zur Messbarkeit Ihres Zieles gehört auch, dass Sie sich selbst einen Termin setzen, wann das jeweilige Ziel erreicht sein soll. Wenn ein Ziel keinen Endtermin hat, dann ist es kein Ziel, sondern nur eine Absichtserklärung. Geben Sie Ihren Zielen einen genauen Zeitrahmen. Nennen Sie ein konkretes Datum oder einen fest definierten Zeitpunkt für die Erfüllung Ihres Zieles. Wenn wir ein Ziel ohne Termin planen, dann neigen wir oft dazu, das Ziel endlos vor uns herzuschieben. Oft erreichen wir es dann nie. – 121 –
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Messbare Ziele "ziehen" mehr Welche Formulierung ist anziehender und motivierender für Sie? "Ich will Geschäftsführer werden" oder "Bis zum 31.7.2001 bin ich Geschäftsführer der Firma xyz mit einem monatlichen Gehalt von 11.000,- DM brutto."
Aber aufgepasst! Große Ziele brauchen meist auch einige Zeit. Setzen Sie sich deshalb realistische Termine. Es ist meist besser, die Termine etwas großzügiger zu planen, um Zeit für unvorhergesehene Ereignisse zu schaffen. Wenn Sie Ihre Termine zu eng setzen, dann demotivieren Sie sich vielleicht von Anfang an, weil es so unrealistisch erscheint, Ihr Ziel innerhalb der kurzen Zeit zu erreichen. Dann fangen Sie vielleicht gar nicht erst an. Sie können Ihr Ziel auch immer mit einem "bis mind. Zeitpunkt x" formulieren, dann halten Sie sich die Möglichkeit offen, das Ziel schneller zu erreichen.
Die ersten Schritte auf dem Weg zu Ihrem Ziel Wenn Sie Ihre persönlichen Ziele gefunden haben, haben Sie anderen Menschen einiges voraus: Sie wissen, was Sie wollen und das ist eine wesentliche Voraussetzung für Zufriedenheit, Erfolg und ein selbstbestimmtes Leben.
Nun folgt die eigentliche Herausforderung Sie haben Ihre Ziele gefunden, sorgfältig formuliert und müssen sich nun daran machen, sie umzusetzen. Aber Vorsicht: hier kann es heikel werden. Viele Menschen geben an dieser Stelle unvermittelt auf. Der Grund: Sie haben Angst vor ihrer eigenen Courage oder ihr Alltag, mit all seinem Stress, hält sie so in Atem, dass sie gar nicht weiter dazu kommen, sich mit ihren Zielen zu beschäftigen.
Fangen Sie an - noch heute! Es gibt immer eine Menge von Gründen, unsere Vorhaben zu verschieben. Irgendwann geraten sie so in Vergessenheit. Sie können aber etwas dafür tun, dass Sie Ihre Ziele nicht gleich wieder aus den Augen verlieren: Schreiben Sie sich die nächsten Schritte für Ihr Ziel auf - und zwar solche, mit denen Sie heute beginnen können. Und dann fangen Sie sofort an. Fragen Sie sich z.B.: Welche konkreten Schritte, kann ich schon heute oder morgen für mein Ziel angehen? Worüber kann ich nachdenken? Wen kann ich anrufen? Worüber brauche ich noch mehr Informationen? Und wo bekomme ich diese Informationen her?
Sorgen Sie für den richtigen Treibstoff für Ihre Ziele Geben Sie Ihrem Ziel den nötigen Treibstoff. Der beste Treibstoff für ein Ziel ist immer, etwas zu tun. Nicht in einem Monat, nicht in einer Woche, sondern heute und morgen. Warten Sie nicht, bis Sie den Kontakt verloren haben, mit dem, was Ihnen wichtig ist. Beginnen Sie sofort.
Literatur zum Thema: Brian Tracy: Thinking Big Bärbel Mohr: Bestellungen beim Universum Ulrike Bergmann: Erfolgsteams Manfred Helfrecht: Planen, damit's leichter geht Marlene Stadler: KDOW - Know it, Do it, Win it Barbara Sher: "Live the Life you love" (nur auf englisch)
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Praktische Tipps zum Verwirklichen Ihrer Ziele Von Ralf Senftleben Oft ist ja gerade die Umsetzung unserer Ziele das eigentliche Problem. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre Ziele zu verwirklichen - zunächst im Überblick: 1. Erstellen Sie konkrete Aktionspläne - Aktionspläne können beim Erreichen der Ziele sehr hilfreich sein. 2. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Zielen - Die Begeisterung und Leidenschaft für Ihre Ziele sind Ihre größten Kraftquellen. Nur wenn wir dauerhaft in Kontakt mit unseren Zielen bleiben, können wir aus dieser Kraftquelle schöpfen. 3. Lernen Sie, mit inneren Widerständen umzugehen - Wenn Sie sich selbst sabotieren, kommen in Ihnen vielleicht innere Widerstände auf. Manchmal machen wir uns das Leben selbst unnötig schwer. Wenn Sie sich vielleicht selbst sabotieren, indem Sie z.B. Ihre wichtigsten Träume und Ziele einfach vergessen, dann haben Sie vielleicht innere Widerstände gegen Ihre Ziele. Dafür, wie Sie mit inneren Widerständen umgehen können, gibt es einige hilfreiche Anregungen. 4. Suchen Sie sich Hilfe von anderen - Viele von uns versuchen in Einzelkämpfermanier unsere Ziele ganz allein zu erreichen. Damit machen Sie es sich nicht nur unnötig schwer, manchmal werden Sie Ihr Ziel ohne die Hilfe anderer gar nicht erreichen können. 5. Erledigen Sie das Wesentliche immer zuerst - Wenn Sie das Gefühl haben, ständig zu wenig Zeit zu haben, dann ist vielleicht ein systematisches Zeitmanagement das Richtige für Sie. Erfahren Sie, wie Sie ihre Zeit effektiver organisieren und das Wesentliche immer zuerst erledigen. 6. Ändern von Verhaltensweisen und Angewohnheiten - Vielleicht sind einige Ihrer Verhaltensweisen und Einstellungen Ihnen dabei im Weg, Ihre Ziele zu erreichen. Dann kann Autosuggestion Ihnen dabei helfen, sich langfristig zu verändern.
Aktionspläne Nachdem Sie zuerst Ihre Ziele gefunden und dann sorgfältig formuliert haben, geht es nun darum, sie auch umzusetzen, denn ganz von allein erfüllen sich Zielformulierungen natürlich nicht. Vor allem für die Umsetzung von großen Zielen brauchen Sie einen konkreten Plan.
Aktionspläne machen Ziele überschaubar Ein Aktionsplan erfordert es, systematisch über das Erreichen Ihres Zieles nachzudenken und die konkreten Schritte auf dem Weg dorthin zu planen. Ein Aktionsplan enthält jeden Schritt auf dem Weg zu Ihrem Ziel. Damit wird Ihr Ziel überschaubarer, denn ein Ziel besteht aus vielen kleinen Einzelschritten, die allein für sich genommen meist problemlos zu bewältigen sind. Anhand Ihres Aktionsplanes sehen Sie genau, was Sie alles noch erledigen müssen, um Ihr Ziel zu erreichen und Sie können gleichzeitig ablesen, was Sie alles schon geschafft haben auf dem Weg zu Ihrem Ziel.
Wie Sie Ihren Aktionsplan entwickeln Es ist recht einfach, einen Aktionsplan zu entwickeln. Wir zeigen es hier einmal an folgendem Beispielziel: "Ich segle spätestens im Jahr 2001 ein halbes Jahr durch die Karibik."
1. Schritt: Finden Sie zuerst die nötigen Schritte auf dem Weg zu Ihrem Ziel Zunächst gilt es Ihr Ziel in die einzelnen Schritte herunterzubrechen, die getan werden müssen, damit Sie das Ziel erreichen können. Fragen Sie sich dafür: Was hindert mich daran, mein Ziel morgen schon zu erreichen? Für unser Beispiel sieht das wie folgt aus: Was hindert mich daran, ab morgen ein halbes Jahr durch die Karibik segeln? Ich habe zur Zeit kein halbes Jahr Urlaub Ich habe nicht genug Geld Ich kann nicht segeln Ich habe kein Boot Ich habe keinen Flug in die Karibik gebucht usw. – 123 –
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2. Schritt: Formulieren Sie Teilziele Sie haben durch den ersten Schritt nun Hinweise auf die Dinge bekommen, die Sie noch lösen müssen. Daraus formulieren Sie Teilziele. Beispiel: Welche Teilziele müsste ich erreicht haben, um ab morgen ein halbes Jahr durch die Karibik segeln zu können? Ich habe ein halbes Jahr Urlaub Ich habe ausreichend Geld für ein halbes Jahr Segeltörn in der Karibik (hier müssten Sie hochrechnen, wie viel Sie brauchen) Ich kann segeln. usw. Damit haben Sie Ihr eher großes Ziel in kleinere Teilziele aufgeteilt. Sie haben dadurch schon viel konkretere Ideen, wie Sie Ihrem Ziel näher kommen.
3. Schritt: Teilen Sie die Teilziele in weitere Teilziele auf Als nächstes fragen Sie sich, wieder für jeden Punkt in Ihrem Plan: 7. Was hindert Sie daran, die Teilziele morgen zu verwirklichen? 8. Was müsste ich tun, damit ich es morgen erreichen kann? Dadurch erstellen Sie einen baumartig strukturierten Aktionsplan. Um Ihr Hauptziel zu erreichen, müssen Sie sich dann von den äußeren Ästen dieser Baumstruktur - also den kleinsten Teilschritten - zu Ihrem Hauptziel voranarbeiten. Dafür ein Beispiel: Ein halbes Jahr durch die Karibik segeln Ich habe genug Urlaub. Ich habe mit meinem Chef verhandelt und ein halbes Jahr unbezahlten Urlaub bekommen. Ich habe genug Geld Ich habe meine Aktien verkauft * Ich habe eine Hypothek auf mein Haus aufgenommen Ich kann segeln Ich habe eine Segelschule in meiner Nähe gefunden Ich habe einen Segelkurs besucht und erfolgreich abgeschlossen Ich habe ein Boot gechartert Ich habe mich für eine Route entschieden Ich habe Anbieter am Routenstart recherchiert Ich habe mir die Adressen besorgt Ich habe Anbieter am Routenstart recherchiert Ich habe Kontakt aufgenommen Ich habe einen Vertrag gemacht Ich habe einen Flug gebucht
4. Schritt: Finden Sie Teilziele, die Sie morgen erledigen könnten Suchen Sie so lange weiter nach Teilzielen, bis Sie nur noch Teilziele übrig haben, die Sie schon morgen erledigen können. Sie haben dann eine regelrechte Checkliste vor sich liegen, die Sie nach und nach abarbeiten können.
5. Schritt: Beginnen Sie damit, die Teilziele umzusetzen Wenn Sie Ihren Aktionsplan fertig geschrieben haben, kennzeichnen Sie Ihre ersten Schritte mit einem kleinen Stern. Wenn Sie dann diese ersten Schritte erreicht haben, können Sie den Schritt einfach abhaken und sich die nächsten Schritte vornehmen
Beispiel: Ein halbes Jahr durch die Karibik segeln Ich habe genug Urlaub. Ich habe mit meinem Chef verhandelt und ein halbes Jahr unbezahlten Urlaub bekommen. Ich habe genug Geld – 124 –
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Ich habe meine Aktien verkauft * Ich habe eine Hypothek auf mein Haus aufgenommen * Ich kann segeln Ich habe eine Segelschule in meiner Nähe gefunden Ich habe einen Segelkurs besucht und erfolgreich abgeschlossen Ich habe ein Boot gechartert Ich habe mich für eine Route entschieden Ich habe Anbieter am Routenstart recherchiert Ich habe mir die Adressen besorgt Ich habe Anbieter am Routenstart recherchiert Ich habe Kontakt aufgenommen Ich habe einen Vertrag gemacht Ich habe einen Flug gebucht Es ist hilfreich, immer wieder die als nächstes anstehenden Schritte zu kennzeichnen und aufzuschreiben, wann Sie diesen Schritt erledigen. Die nächsten Schritte zu kennen, ist ganz wichtig, um in Kontakt mit Ihren Zielen zu bleiben und um kontinuierlich an der Erreichung Ihres Zieles zu arbeiten.
Ihr Aktionsplan als ständiger Begleiter Ihr Aktionsplan kann Sie die ganze Zeit auf dem Weg zu Ihrem Ziel begleiten. Sie können ihn verändern, neuoder umschreiben, einzelne Aufgaben abhaken. Es ist sehr motivierend, auf dem Papier zu sehen, wie Sie Ihrem Ziel Schritt für Schritt näher kommen. In der Regel bereitet das Erstellen von Aktionsplänen keine großen Probleme, wenn Sie vorgehen, wie Sie es im ersten Teil lesen konnten. Hier finden Sie noch einige hilfreiche Tipps und Ergänzungen dazu, wie Sie mit Ihren Aktionsplänen effektiv arbeiten können.
Wenn Sie in Ihrem Aktionsplan für ein Problem keine Lösung finden Es wird immer Fälle geben, in denen Sie für eine Problemstellung keine Lösung haben oder in denen Sie noch nicht einmal wissen, wo Sie anfangen sollen zu suchen. In diesem Fall haben Sie verschiedene Möglichkeiten, die es ebenfalls zu planen gilt:
Bitten Sie andere um Hilfe Sie können einfach andere Menschen um Hilfe bitten. Laden Sie Ihre Freunde und Bekannten ein und veranstalten Sie gemeinsam ein Brainstorming. Sie werden vielleicht staunen, was Ihre Freunde alles wissen und wie viele Lösungen Sie auf einmal für Ihr Problem angeboten bekommen.
Seien Sie selbst erfinderisch Sie können auch in eine Bibliothek gehen oder im Internet nach Informationen zu Ihrem Problem suchen. Auch in den Gelben Seiten finden Sie Experten für fast jedes Gebiet. Suchen Sie andere Menschen, die ein ähnliches Ziel wie Sie verfolgen und helfen Sie sich gegenseitig. Suchen Sie überall nach möglichen Lösungen für Ihr jeweiliges Problem.
Falls Sie nicht wissen, welche Lösung Sie für ein Problem wählen sollen Vielleicht haben Sie auch zu viele Lösungsansätze für ein Problem und wissen nicht, welchen Lösungsansatz Sie wählen sollen. Auch in diesem Fall gibt es verschiedene Möglichkeiten: 1. Wählen Sie die Lösungsmöglichkeit, bei der Sie das beste Bauchgefühl haben. 2. Sie können auch eine systematische Entscheidungsmethode anwenden, um sich für eine Möglichkeit zu entscheiden.
Es gibt oft mehrere Antworten für eine Problemstellung Um Ihren Aktionsplan zu erstellen, fragen Sie sich - wie dargestellt - immer wieder, was Sie daran hindert, Ihr Ziel morgen zu erreichen. Wenn Sie eine Antwort gefunden haben, ist das nicht notwendigerweise auch die einzige Antwort. Vielleicht gibt es noch ganz andere Möglichkeiten, Ihrem Ziel näher zu kommen. Dazu ein Beispiel: Sie sagen, Sie können nicht morgen in die Karibik fahren, weil Sie nicht genug Geld haben, um sich ein Boot zu chartern. Wer sagt aber, dass Sie sich unbedingt selbst ein Boot chartern müssen? Es gibt ja – 125 –
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auch noch andere Möglichkeiten, in der Karibik auf einem Boot mitzufahren, bei der Sie keines oder weniger Geld bräuchten: Was wäre z.B., wenn Sie sich die Fahrt durch Arbeit verdienen, z.B. als Schiffskoch oder als "Mädchen für alles"? Die Möglichkeiten für Lösungen sind fast unbegrenzt. Sie müssen nur ein bisschen offen und findig sein.
Fragen Sie andere Menschen und finden Sie neue und einfachere Lösungen Vielleicht gehen Sie Ihren gesamten Plan auch einmal gezielt mit anderen Menschen durch. Andere Menschen haben andere Sichtweisen, Ideen und am allerwichtigsten: sie wissen oft Dinge, die Sie nicht wissen. Fragen Sie deshalb andere Leute nach alternativen Lösungswegen und fragen Sie danach, ob sich in deren Augen bestimmte Teilschritte auf dem Weg zu Ihrem Ziel auch einfacher erreichen lassen.
Das allerwichtigste: Fangen Sie einfach an Mit der Planung ist das manchmal so eine Sache. Es kann uns passieren, dass wir vor lauter Planen das Anfangen vergessen. Wir schreiben die ausgefeiltesten Pläne, aber es kommt nicht zur Umsetzung. Deshalb sollten Sie vor allem erst einmal beginnen. Auch wenn Ihr Aktionsplan noch nicht perfekt ist, nehmen Sie Ihren ersten Schritt aus Ihrem Aktionsplan und tun Sie es einfach.
Beginnen Sie, indem Sie sich ein Teilziel vornehmen und sich dafür eine Belohnung versprechen Die Aussicht, das angestrebte Ziel irgendwann erreicht zu haben, reicht für viele Menschen nicht aus, um sich dauerhaft damit zu motivieren - die große Belohnung scheint noch so weit weg. Wenn Sie sich kleine Belohnungen für jeden einzelnen Teilschritt in Aussicht stellen, werden Sie auch unangenehme Aufgaben mit mehr Freude und Leichtigkeit erledigen. Schreiben Sie also hinter jedem Ihrer Teilschritte auf, womit Sie sich dafür belohnen wollen. Belohnungen sind ein nützliches Mittel, um sich selbst zu motivieren, etwas zu tun, das einem vielleicht schwer fällt.
Passen Sie Ihre Pläne an die Realität an Eines ist sehr wichtig: Scheuen Sie sich nicht davor, Ihren Plan - wenn nötig - abzuändern oder sogar komplett über den Haufen zu werfen. Planung ist im Grunde nur ein Versuch, die Wirklichkeit vorwegzunehmen, die eigenen Handlungen zu strukturieren und große Vorhaben überschaubar und bewältigbar zu machen. Unsere heutige Planung basiert aber nur auf den Fakten, die wir heute kennen. Wenn Sie neue Informationen erhalten oder wenn sich Ihre Prioritäten ändern, dann müssen Sie auch Ihren Plan ändern. Immer daran denken: Ein Plan ist nur ein Mittel zum Zweck. Halten Sie nie an einem Plan um seiner selbst willen fest.
Bleiben Sie immer in Kontakt mit Ihren Zielen Da sich unsere Ziele selten von heute auf morgen verwirklichen lassen, müssen wir uns dauerhaft für unser Ziel motivieren. Da ist es wichtig, mit dem in Kontakt zu bleiben, was Sie erreichen wollen.
Der Alltag lenkt uns oft von unseren Zielen ab Im alltäglichen Leben kann es leicht passieren, dass Sie Ihre Ziele aus den Augen verlieren. Zu viele Dinge fordern unsere Aufmerksamkeit und kosten uns Kraft. Ein halbes Jahr später stellen Sie fest, dass Sie Ihren wichtigen Zielen keinen Schritt näher gekommen sind. Das kann sehr frustrierend sein und dazu führen, dass man sich ganz von den eigenen Zielen abwendet.
Bleiben Sie deshalb immer in Kontakt mit Ihren Zielen Damit der Alltag Sie nicht von Ihren Zielen ablenkt, sollten Sie dafür sorgen, dass Sie immer in Kontakt mit Ihren Zielen bleiben. Bleiben Sie Ihren Zielen treu und versuchen Sie, Ihre Begeisterung und Leidenschaft für Ihre Ziele zu behalten.
Erinnern Sie sich selbst Machen Sie sich Ihre Ziele täglich bewusst . Schreiben Sie sich Ihre Ziele z.B. auf Post-It-Notes und kleben Sie diese überall hin, wo Sie oft hinschauen - gute Plätze dafür sind z.B. der Badezimmerspiegel oder der Kühlschrank. Oder schreiben Sie sich selbst einen motivierenden und aufbauenden Brief und bitten Sie eine Freundin oder einen Freund, Ihnen diesen Brief in zwei Wochen zu schicken. Machen Sie selbst mit sich Termine, an denen Sie sich intensiv mit Ihren Zielen auseinandersetzen wollen und tragen Sie diese Termine konsequent in Ihren Terminplaner ein. Beweisen Sie Phantasie. Egal was Sie tun: Stellen Sie sicher, dass Sie im Tagesgeschäft die wichtigsten Dinge in Ihrem Leben nicht aus den Augen verlieren: Ihre Ziele. – 126 –
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Stellen Sie sich das erreichte Ziel genau vor Sie können die Leidenschaft für Ihre Ziele immer wieder entfachen, wenn Sie sich detailliert vorstellen, wie Sie Ihr Ziel erreichen: Wodurch werden Sie wissen, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben? Wie genau wird das sein? Wo sind Sie dann? Wann ist es genau? Wer ist bei Ihnen? Wie feiern Sie Ihr Ziel? Stellen Sie sich Ihren Triumph bildlich vor. Versuchen Sie, es sich so intensiv vorzustellen, als ob es jetzt schon wahr wäre.
Bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Beweggründen für Ihr Ziel Sie wollen ein Ziel erreichen, weil Sie sich bestimmte Vorteile davon versprechen. Wenn Sie sich die Beweggründe für Ihr Ziel oft und immer wieder deutlich vor Augen führen, bleiben Sie motiviert für Ihr Ziel. Das ist besonders hilfreich, wenn einige der notwendigen Schritte zu Ihrem Ziel unangenehm oder anstrengend sind. Wenn Sie die Beweggründe für Ihr großes Ziel im Auge behalten, werden Sie anstrengende Schritte auf dem Weg einfacher bewältigen können.
Bewahren Sie sich Ihren Humor und haben Sie Spaß Ganz wichtig ist es auch, die ganze Sache mit einer Portion Humor anzugehen. Seien Sie nicht zu verbissen. Vertrauen Sie darauf, dass Sie Ihre Ziele erreichen und genießen Sie einfach die Aussicht auf all die schönen Dinge, die Ihnen passieren können.
Was tun mit inneren Widerständen? Oftmals sind es nicht die Umstände oder gar andere Menschen, die zwischen uns und unseren Zielen stehen, sondern wir selbst. Das nennt man dann "innere Widerstände".
In Ihnen gibt es verschiedene Stimmen Die Persönlichkeit eines Menschen hat viele Facetten, die in unterschiedlichen Situationen zum Vorschein kommen. Während ein Teil von uns den großen Erfolg will, sehnt sich ein anderer Teil in uns vielleicht nach Stille und Ruhe - und zwar gleichzeitig! Vielleicht kennen Sie es ja, dass Sie in sich selbst so etwas wie verschiedene Stimmen vernehmen. Eine Stimme feuert Sie an, Ihr Ziel zu erreichen, die andere mäkelt nur herum und wieder eine andere lacht Sie aus.
Innere Dialoge erkennen Es ist hilfreich, sich solche inneren Dialoge einmal bewusst zu machen. Die Botschaften, die wir uns auf diesem Weg selbst geben, beeinflussen unser Denken und Tun. Und wenn zu viele Stimmen in uns gegen das Ziel arbeiten, kann es sehr schwer werden, es überhaupt zu erreichen.
Der innere Schweinehund... Sicher kennen Sie ihn auch: den inneren Schweinehund. Es gibt nur wenige Menschen, die diesen Persönlichkeitsanteil nicht haben. Typisch für den inneren Schweinehund ist: Er will keine Veränderung. Er will es bequem haben. Er will, dass alles beim Alten bleibt.
...macht uns das Erreichen von Zielen manchmal schwer Eines kann uns immer dann passieren, wenn wir an unseren Zielen arbeiten wollen: Unser innerer Schweinehund wird aktiv und macht es uns schwer, unsere Ziele zu erreichen, indem er uns wichtige Dinge für unsere Ziele vergessen lässt, indem er uns glauben macht, wir müssten dringend den Müll runterbringen oder die ganze Wohnung putzen, wenn wir eigentlich etwas für unsere Ziele tun wollten, indem er uns ablenkt, müde oder verwirrt macht, indem er uns frustriert und uns an allem zweifeln lässt und indem er verhindert, dass wir uns überhaupt aufraffen können, auch nur den kleinsten Schritt in Richtung unserer Ziele zu machen.
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Akzeptieren Sie Ihre Bequemlichkeit Das wichtigste vorab: Im Grunde will Ihr innerer Schweinehund nur Ihr Bestes. Ärgern Sie sich nicht über ihn. Sie könnten statt dessen einmal versuchen, Ihre Bequemlichkeit zu akzeptieren, wertzuschätzen und anzunehmen. Damit nehmen Sie Ihrem inneren Schweinehund die Energie. Er ist gewohnt, gegen Sie zu kämpfen - wenn Sie ihn liebevoll annehmen, verliert er in der Regel die Zähne.
Sorgen Sie vor Einer der besten Tricks Ihrer Bequemlichkeit ist es, Sie einfach Dinge vergessen zu lassen. Erinnern Sie sich also selbst mit Post-It-Notes, einem Wecker, einem Terminkalender, Ihrem Anrufbeantworter. Erinnern Sie sich so, dass Sie sich selbst nicht austricksen können.
Manchmal möchte man alles hinschmeißen Es gibt Situationen, da möchte jeder einmal alles hinschmeißen. Sie zweifeln dann vielleicht massiv an Ihrem Ziel und stellen in Frage, ob es überhaupt das Richtige für Sie ist. An dieser Stelle gibt es eine gute Lösung für Sie:
Dann schmeißen Sie es hin... Schmeißen Sie alles hin! Schreiben Sie auf, warum dieses Ziel keine gute Idee ist. Heulen Sie sich mal richtig bei einem Freund oder bei einer Freundin aus. Aber lassen Sie sich nicht trösten oder aufmuntern. Lassen Sie Ihrer Negativität ungehindert freien Lauf.
... und am nächsten Tag machen Sie weiter Am nächsten Tag, machen Sie einfach weiter, ohne noch ein Wort darüber zu verlieren. Auch Zweifel und Negativität müssen Ihren Raum haben. Leben Sie solche Gefühle aus und gehen Sie dann zur Tagesordnung über.
Suchen Sie sich Hilfe Das eigene Leben konsequent nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen auszurichten, ist nicht immer leicht. Sie werden vielleicht an einen Punkt kommen, an dem Sie nicht mehr weiterwissen. Vielleicht fehlen Ihnen wichtige Informationen oder Sie haben einfach keine Idee, wie Sie ein bestimmtes Problem lösen können. Viele von uns sehen sich selbst als Einzelkämpfer. Wir scheuen uns oft, andere um Hilfe zu bitten. Vielleicht wollen wir nicht stören oder haben Angst, andere könnten uns abweisen. Damit aber nehmen Sie sich selbst wichtige Möglichkeiten, Ihr Ziel zu erreichen.
Gehen Sie mit Ihren Sorgen nach außen und fragen Sie andere um Rat Wenn Sie an einem solchen Punkt ankommen, ist es an der Zeit, das Einzelkämpfertum zu beenden und sich mit Ihren Sorgen nach außen zu wenden. Sie müssen nur eines tun: Fragen Sie andere Menschen nach dem, was Sie wollen oder brauchen. Wenn Sie nicht fragen, werden Sie auch keine Hilfe bekommen. Und es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen sofort bereit sind zu helfen.
Möglichkeiten, wie Sie Hilfe bekommen können Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie Sie sich Hilfe Tipp suchen können. Hier einige Beispiele: Überlegen Sie einmal, was Sie anderen Menschen Fragen Sie Freunde und Bekannte um Rat. Erzählen geben und welche Hilfe Sie anbieten könnten. So Sie Ihrem gesamten Bekanntenkreis von Ihrem können Sie einander im Austausch gegenseitig Vorhaben. Rufen Sie alle Personen an, von denen Sie helfen. glauben, dass Sie Ihnen weiterhelfen könnten und fragen Sie um Rat. Selbst wenn Sie nicht sofort Hinweise oder Hilfe bekommen, kann es sein, dass Sie innerhalb kürzester Zeit von dem einen oder anderen die Unterstützung bekommen, die Sie brauchen. Manchmal entstehen so wertvolle Kontakte über fünf Ecken. Laden Sie Freunde und Bekannte zu einem Ideenbrainstorming ein. Je mehr Personen sich hier einbringen, desto vielfältiger die Ergebnisse. Suchen Sie sich Menschen, die ein ähnliches Ziel verfolgen und tun Sie sich zusammen. Vieles lässt sich einfacher, effektiver und mit viel mehr Spaß erledigen, wenn man mit Gleichgesinnten zusammen ist. Sie können dafür z.B. Kleinanzeigen in ihrer Regionalzeitung schalten, Aushänge an Orten machen, wo Sie – 128 –
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vermuten, dass Menschen mit ähnlichen Interessen auftauchen oder auch gezielt nach bereits bestehenden Vereinen oder Gruppen zu Ihrem Thema suchen. Nutzen Sie Informationseinrichtungen, um Ihre Fragen beantwortet zu bekommen. Recherchieren Sie nach Einrichtungen, in denen Informationen oder Beratungen zu Ihrem Thema angeboten werden. Viele Einrichtungen und Organisationen bieten kostenlose oder kostenpflichtige Beratungen an. Bibliotheken sind für eine solche Recherche immer eine gute erste Adresse. Suchen Sie nach Fachzeitschriften und Ratgeberliteratur zu Ihrem Thema. Hier finden Sie wertvolle Informationen und Tipps . Redakteure von Fachzeitschriften sind oft richtige Spezialisten - und mit ein bisschen Glück haben sie auch die Zeit, Ihre Fragen zu beantworten. Schauen Sie auch aufmerksam das Radio- und Fernsehprogramm durch, ob eventuell Sendungen zu Ihrem Thema erscheinen. Besuchen Sie Fachmessen und Kongresse zu Ihrem Thema. Hier können Sie lauter Menschen treffen, die sich für ähnliche Fragestellungen wie Sie interessieren. Schauen Sie auch, ob es Kurse, Seminare oder Workshops zu Ihrem Thema gibt. Nutzen Sie gezielt das WWW. Neben umfangreichen Informationsangeboten gibt es dort auch zahlreiche Newsgroups und Diskussionsforen zu allen erdenklichen Themen. Die Teilnehmer sind dort sehr schnell bereit, anderen Rat zu geben. Nutzen Sie diese Chance. Sie können auch professionelle Beratungsleistungen in Anspruch nehmen. In vielen Bereichen haben sich Leute darauf spezialisiert, andere Menschen in Fachfragen zu beraten. Seien Sie in jedem Fall erfinderisch. Es gibt für alles immer verschiedene Möglichkeiten, auch wenn sie nicht sofort sichtbar sind. Verlieren Sie nicht den Mut. Wenn Sie etwas wirklich wollen, lohnt es sich, durchzuhalten.
Literatur zum Thema: Barbara Sher: Wishcraft Barbara Sher: "Live the Life you love" (nur auf englisch) Brian Tracy: Thinking Big Bärbel Mohr: Bestellungen beim Universum Ulrike Bergmann: Erfolgsteams Manfred Helfrecht: Planen, damit's leichter geht Marlene Stadler: KDOW - Know it, Do it, Win it
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So bekommen Sie Ihre "Aufschieberitis" in den Griff Von Ralf Senftleben Viele von uns leiden sehr darunter, dass wir bestimmte Verpflichtungen tage-, wochen- oder sogar monatelang vor uns herschieben. Wir wissen ganz genau, dass wir eigentlich dies oder jenes erledigen sollten. Aber es gibt dann immer wieder gute Gründe, es einfach doch nicht zu tun. Unabhängig davon, was Sie sich im Einzelnen vorgenommen haben - ob nun die Steuererklärung, Ihre Zielplanung oder ein körperliche Betätigung - es erscheint plötzlich viel wichtiger, den Müll runterzubringen oder das Geschirr zu spülen. Dann kommt ja noch dieser tolle Film im Fernsehen und mit Oma habe ich auch schon lange nicht mehr telefoniert... Und so finden sich immer wieder neue Sachen, die man tun kann, nur um nicht mit dem eigentlichen Projekt zu beginnen.
Was tun? Aufschieberitis nicht nur ärgerlich, sondern auf Dauer auch frustrierend. Man schafft nicht das, was man sich vornimmt und zweifelt bald an der eigenen Leistungsfähigkeit. Es gibt aber einige Dinge, der Aufschieberitis Herr zu werden und die Dinge zu erledigen, die erledigt werden müssen. Mit diesem Artikel können Sie mehr über Ihre Aufschieberitis und über sich erfahren und Sie finden praktische Tipps, mit denen es Ihnen in Zukunft leichter fällt, die Dinge.
Dem Phänomen auf die Spur kommen Bevor Sie sich mit Tricks und Kniffen selbst zum Arbeiten bringen, sollten Sie einmal einige Gedanken auf das Phänomen selbst richten. Aufschieberitis ist etwas, das in Ihnen - und wohl in uns allen - ist. Da eigentlich nichts in uns vollkommen nutzlos ist, sollten Sie es ernst nehmen und nicht einfach nur "weg haben" wollen. Manchmal haben wir nämlich gute Gründe für das Aufschieben.
Warum schieben Sie Dinge eigentlich auf? Es lohnt sich einmal zu analysieren, warum wir bestimmte Aufgaben vor uns herschieben - denn nur so können wir auch den richtigen Weg im Umgang mit der Aufschieberei finden. Sehr wahrscheinlich werden Sie feststellen, dass die Gründe bei verschiedenen Aufgaben ganz unterschiedlich sein können. Sie erfahren so sehr viel über Ihre Eigenmotivation und Prioritätensetzung. Aufschieberitis kann ganz verschiedene Ursachen haben, wie z.B.: schlichte Unlust, weil die Sache einfach keinen Spaß macht, mangelnde Motivation, weil der Sinn der Tätigkeit entweder nicht klar oder zu gering ist, ein Trotzgefühl, das aus früheren Ereignissen immer noch aktiv ist und dafür sorgt "dass man doch nicht das macht, was andere von einem erwarten", schlechte Organisation, mangelnde Erfolgserlebnisse und anderes mehr. Darüber hinaus kann die Ursache für das Verschiebens auch in persönlichen Widerständen liegen. Hierauf sollten Sie vor allem bei persönlichen Projekten oder Zielen einmal genau achten: Welche Gründe kann es haben, dass Sie z.B. Ihre Selbständigkeit oder das Buchprojekt nicht endlich angehen? Angst? Zweifel? Vielleicht ist es auch nicht das richtige Ziel?
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Übung: Beantworten Sie sich in der nächsten Zeit einmal zu jeder Aufgabe, die Sie aufschieben, die folgenden Fragen: Warum mache ich diese Aufgabe jetzt nicht? Was habe ich davon, die Aufgabe jetzt nicht zu erledigen? Welche Gefühle sind in mir, wenn ich an diese Aufgabe denke? Wie fühle ich mich damit, dass ich diese Aufgabe vor mir herschiebe? Was will ich jetzt ändern? Durch diese Analyse gewöhnen Sie sich daran, sich über Ihre Aufschieberei, über Ihre Gründe dafür und Ihre Gefühle dabei bewusster zu werden. So kommen Sie mit sich selbst in Kontakt und werden möglicherweise Muster oder Motive erkennen, mit denen Sie weiterarbeiten können. Sie erkennen so auch, ob und warum ein persönliches Ziel vielleicht nicht das Richtige ist und was Sie sich statt dessen vornehmen können.
Und warum erledigen Sie bestimmte Aufgaben? Schauen Sie aber nicht nur dahin, wo Sie Aufgaben vor sich herschieben, sondern beachten Sie bei Ihrer Analyse unbedingt auch, warum Sie manche Aufgaben sofort erledigen und was dafür die Gründe sind. So finden Sie heraus, wann und wodurch Sie motiviert sind.
Und dann kommen auch noch die Schuldgefühle... Häufig mit der Aufschieberitis verbunden sind die Schuldgefühle, die wir uns machen, wenn wir etwas nicht erledigen. Damit sind wir fast so ist wie Kind und Eltern zugleich. Wir sind "böse", weil wir etwas aufschieben und bestrafen uns auch gleich selbst dafür, indem wir uns deswegen schlecht fühlen. Schuldgefühle sind aber leider meist vollkommen nutzlos - im Gegenteil, sie kosten uns auch noch viel Energie.
Lieber eine klare Entscheidung treffen Viel besser ist es, zu der eigenen Aufschieberei zu stehen. Sie sind ein erwachsener Mensch und wenn Sie gute Gründe gefunden haben, eine Aufgabe nicht machen zu wollen, dann stehen Sie dazu. Sie können ja vielleicht auch auf andere Art dafür sorgen, dass die Aufgabe erledigt wird, indem Sie diese delegieren, jemand anderen dafür bezahlen oder auch jemanden finden, der kein Problem damit hat, dem Sie dann aber dafür etwas anderes abnehmen können.
Vielleicht ist auch einfach morgen ein besserer Tag Und manchmal macht das Verschieben einfach auch Sinn! Es gibt z.B. diese Zeiten, in denen wir die sprichwörtliche Aktion in Menschengestalt sind. Wir schaffen dann in wenigen Stunden Dinge zu erledigen, für die wir sonst Tage gebraucht hätten. Alles geht und leicht von der Hand und wir arbeiten unsere Aufgaben einfach so weg. An anderen Tagen, quälen wir uns mit den einfachsten Arbeiten und nichts klappt, wie es soll. An solchen Tagen ist es dann tatsächlich besser, eine Aufgabe zu verschieben. Und das ohne Reue und ohne Schuldgefühl, sondern einfach, weil wir es besser wissen.
Wenn es aber doch heute sein muss... Es gibt eine Reihe von Aufgaben, die wir aber leider nicht länger verschieben können. Und dafür haben wir im folgenden für Sie noch lohnende Denkanstöße und praktische Tipps. Wenn Sie nun eine Aufgabe haben, die Sie wirklich nicht länger aufschieben wollen oder können, haben wir hier zwei sehr wirkungsvolle Denkanstöße für Sie:
1. Schieben Sie heute Ihre Aufschieberitis auf So provokant oder vielleicht auch ironisch Ihnen diese Aufforderung vielleicht vorkommen mag, so ernst ist sie gemeint! Die Sache mit Ihrer Aufschieberitis kann man nämlich auch einmal ganz anders betrachten: Wenn Sie Ihre Aufgaben öfters aufschieben, haben Sie - neutral und ohne Bewertung gesprochen - die Fähigkeit, Dinge nicht zu erledigen, von denen Sie denken, sie müssten sie eigentlich erledigen.
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Das muss nicht immer eine Schwäche sein. Es kann in vielen Fällen positive Auswirkungen haben. Vielleicht bewahrt es Sie manchmal von übereilten Handlungen oder zu voreiligen Entscheidungen. Aufschieberitis ist eine Fähigkeit, die nicht grundsätzlich schlecht ist. Das sollten Sie sich vielleicht einmal klarmachen. Und deshalb hier der Vorschlag: Setzten Sie die Fähigkeit zum Aufschieben doch einmal zu etwas wirklich Nützlichem ein: Sie können zum Beispiel das Aufschieben selbst aufschieben. Wenn Sie sich das nächste Mal dabei erwischen, wie Sie etwas aufschieben wollen, sagen Sie einfach zu sich selbst: "Ich schiebe einfach morgen wieder auf. Heute ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür." Probieren Sie es einmal aus!
2. Die Welt ist voller kostenloser Motivationstrainer Wissen Sie eigentlich, wer der erfolgreichste und bestbezahlteste Motivationstrainer auf der ganzen Welt ist? Das Finanzamt. Früher oder später bringt das Finanzamt jeden von uns dazu zu handeln und endlich unsere verflixte Stererklärung zu erledigen oder uns darum zu kümmern, dass sie erledigt wird. Das macht ein nützliches Prinzip deutlich: Viele Menschen brauchen den Druck von außen, um eine Sache zu erledigen. Das ist einfach so - auch wenn von vielen Erfolgsautoren und Motivationstrainern die Motivation aus uns selbst heraus als der erstrebenswerte Zustand angepriesen wird. Sehr viele Menschen motivieren sich in den meisten Dingen aber in der Praxis nicht selber, sondern lassen sich lieber motivieren. Diesen Umstand können Sie für sich nutzen. Wenn Sie sich wirklich dazu bringen wollen, etwas zu erledigen, machen Sie Ihr Vorhaben öffentlich und verpflichten sich Ihren Freunden, Kollegen und Bekannten zu einer selbstgewählten Strafe, falls Sie nicht das tun, was Sie sich vorgenommen haben. Wenn Sie sich zum Beispiel nicht aufraffen können, mit der Steuererklärung anzufangen, dann versprechen Sie Ihren Freunden deren Fenster zu putzen, wenn Sie die Erklärung bis nächsten Sonntag nicht erledigt haben. So schaffen Sie sich den künstlichen Druck, den viele brauchen, um eine Aufgabe zu beginnen. Und im folgenden finden Sie noch drei konkrete Tipps, mit denen Sie sich leichter für Ihre Aufgaben aufraffen können.
Tipp 1: Bringen Sie den Stein ins Rollen Es gibt ein physikalisches Gesetz - das sogenannte Trägheitsgesetz - nachdem ein Körper in Bewegung eher dazu tendiert in Bewegung zu bleiben. Denken Sie nur einmal daran, wie schwierig es ist, ein Auto anzuschieben, aber wie leicht es fällt, es am Rollen zu halten. Was heißt das konkret für Sie? Wenn Sie sich zu etwas aufraffen wollen, fangen Sie mit einem kleinen Schritt an. Überlegen Sie sich, was der allerkleinste Schritt ist, den Sie tun können und den tun Sie dann. Dann werden Sie merken, dass Sie ins Rollen gekommen sind und Lust darauf bekommen, die anderen Schritte auch noch zu erledigen. Wichtig dabei ist aber eines: Verpflichten Sie sich selbst gegenüber nur dazu, den ersten, kleinen Schritt zu Ende zu führen. Stellen Sie sich frei, danach einfach aufzuhören, wenn Sie keine Lust mehr haben. Zwingen Sie sich nicht zum Weitermachen, denn sonst betrügen Sie sich selbst und wissen beim nächsten Mal, dass die Sache mit dem ersten kleinen Schritt leider nicht ernst gemeint ist. Wenn Sie also Ihre Steuererklärung vor sich herschieben, dann nehmen Sie sich vor, heute den kleinsten Schritt zu erledigen. Nehmen Sie z.B. sich vor, die Papiere aus dem Schrank zu holen und auf den Tisch zu legen. Das ist der kleinste Schritt. Wenn Sie dann noch Lust haben, weiterzumachen, tun Sie es. Andernfalls nehmen Sie sich den nächsten kleinen Schritt für den nächsten Tag vor. So bringen Sie den Stein ins Rollen. Und eine Steuererklärung, die jeweils in 50 kleinen Schritten an 50 Tagen erledigt wird ist besser als eine, die man ein halbes Jahr vor sich herschiebt und dann einen Tag vor Fristende in einer Nacht-und-Nebel-Aktion erledigt. Ein erster Schritt kann übrigens auch die Planung der Aufgaben sein.
Tipp 2: Planen Sie Ihre Aufgaben Auch die längste Reise beginnt mit einem einzelnen Schritt. Chinesisches Sprichwort Wenn Sie eine Aufgabe haben, die zu groß ist, um an einem Tag erledigt zu werden, kann Ihnen die Aufgabe von Anfang an schon so unüberwindlich erscheinen, dass Sie gar nicht erst anfangen mögen. In einem solchen Fall macht es Sinn, eine große Aufgabe auf dem Papier in viele kleine und einzeln zu bewältigende Teilaufgaben zu zerlegen. Die Teilschritte wirken dann viel motivierender.
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Wenn wir eine große Aufgabe zerlegen, planen und schriftlich durchdenken, gewinnen wir einen Überblick über das, was uns vorher noch als unüberwindlich erschien. So können wir jede noch so große Aufgabe bewältigen. Eine systematische Aufgabenplanung ist eines der wichtigsten Hilfsmittel, um unserer Aufschieberitis bei größeren Vorhaben Herr zu werden. Schriftliche Planung gibt uns Sicherheit und nimmt uns unsere Angst auch vor großen Aufgaben.
Extra-Tipp Damit Sie im Alltag nicht gerade dann, wenn es darauf ankommt, das Planen vergessen, können Sie ein kleines Schild schreiben, mit dem Sie sich daran erinnern, dass eine große Aufgabe systematisch in Einzelschritte aufgeteilt werden sollte. Am besten finden Sie dafür ein witziges Bild zur Illustration.
Tipp 3: Belohnen Sie sich, wenn Sie etwas erledigt haben Belohnungen sind, wenn sie richtig und konsequent eingesetzt werden, sehr motivierend. Das können Sie für sich nutzen. Um die Aufschieberitis in den Griff zu bekommen, ist viel Selbstdisziplin nötig und manchmal auch ganz schön viel Druck. Was meinen Sie, wie attraktiv da die richtige Belohung wirken kann! Überlegen Sie sich immer bevor Sie eine Aufgabe erledigen, wie Sie sich am Ende dafür belohnen wollen. Schreiben Sie diese Belohnung auf und haben Sie sie möglichst in Sichtweite, damit Ihr Blick immer mal wieder darauf fällt. Bei einer großen Aufgabe macht es auch Sinn, sich auch schon für das Erledigen von Teilschritten zu belohnen, um sich sozusagen selbst bei Laune zu halten. Überlegen Sie sich für jede zu erledigende Aufgabe eine kleine oder größere Belohnung. Machen Sie hier aber nicht den Fehler, sich eine Belohnung auszusuchen, die keine echte Belohung ist. Wählen Sie als Belohnung etwas, das Ihnen ausschließlich Spaß macht und das sich einfach und unkompliziert einlösen lässt. Sonst fangen Sie an Ihre Belohnung aufzuschieben, und das ist nun wirklich nicht der Sinn der Sache. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Literatur zum Thema Neil Fiore: "Wenn nicht jetzt wann dann? So überlisten Sie Ihre "Aufschieberits" Anthony Robbins: "Das Robbins-Power-Prinzip"
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Erfolgsteams: Gemeinsam Ziele umsetzen Von Ralf Senftleben Ein Erfolgsteam ist eine Gruppe von Menschen, die sich regelmäßig treffen, um sich gegenseitig dabei helfen, ihre Ziele zu verwirklichen. Ziele systematisch zu erreichen ist für viele Menschen nicht so einfach. In der Anfangsphase ist man hoch motiviert und hat viel Energie. Wenn die ersten Schwierigkeiten auftauchen oder man in eine Art Sackgasse gerät, hören viele auf, ihr Ziel weiter zu verfolgen. Oft fehlen einem auch Anregungen und Tipps von außen. Genau bei diesen Schwierigkeiten hilft das Erfolgsteam.
Quelle Die Idee kommt aus den USA
"Erfolgsteams" von Ulrike Bergmann
Die Idee zur Gründung von Erfolgsteams stammt aus Amerika. So hat zum Beispiel die Autorin Barbara Sher in ihren wirklich empfehlenswerten Erfolgsbüchern (z.B. "Live the life you love", leider bisher nicht auf deutsch erschienen) bereits darauf hingewiesen, wie hilfreich es sein kann, sich zum Erreichen von Zielen mit anderen Menschen zusammenzutun. Ulrike Bergmann hat diese Idee nach Deutschland gebracht.
Worum geht es? Für ein Erfolgsteam schließen sich mehrere Menschen zu einem Team zusammen, wobei jedes Teammitglied mindestens ein konkretes Ziel verfolgen muss . Es geht darum, zusammen mit Gleichgesinnten persönliche und berufliche Ziele systematisch anzugehen. Ein Erfolgsteam ist aber weniger eine Selbsthilfegruppe, als vielmehr ein echtes Arbeitsteam. Es gibt bestimmte Regeln für die Zusammenarbeit, die ein effektives Vorgehen gewährleisten. Im wesentlichen wird durch ein solches Team die konsequente Verwirklichung der persönlichen Ziele sichergestellt und jedes Teammitglied kann dabei auf die Unterstützung der anderen bauen.
Das Ziel des Erfolgsteams ist Erfolg Wie der Name schon sagt, geht es bei einem Erfolgsteam um Erfolg. "Erfolgreich" ist dabei eine persönliche Definitionsfrage und hängt von den jeweiligen Zielen ab, die sich die einzelnen Teammitglieder setzen. Diese Ziele können beruflicher oder persönlicher Natur sein. Die Mitglieder eines Erfolgsteams unterstützen sich dabei, die gesetzten Ziele erfolgreich zu erreichen oder ggf. diese auch erst herauszufinden.
Konkrete Vorteile von Erfolgsteams Ein Erfolgsteam bietet die Möglichkeit, konsequent an den eigenen Zielen zu arbeiten, dafür Rat und Feedback von anderen zu bekommen und anhand der verschiedenen individuellen Vorgehensweisen zu lernen. Allein durch die Teilnahme am Team wird die Selbstdisziplin gefördert, tatsächlich an den eigenen Zielen zu arbeiten. Ein Erfolgsteam bedeutet Networking - also Kontakte knüpfen, Menschen kennen lernen . Ein Erfolgsteam bringt vielerlei Austauschmöglichkeiten mit Personen, die aus ganz anderen Gebieten kommen und damit die Möglichkeit, viel dazuzulernen. Ein Erfolgsteam bedeutet eine echte "Win-Win-Situation", also alle haben davon Nutzen: Sie bekommen Rat und Tat von Menschen, die Sie bei Ihrem Ziel unterstützen wollen und Sie können die anderen dabei unterstützen, ihre Ziel zu erreichen.
Was es für ein gutes Erfolgsteam braucht Einige Grundvoraussetzungen sind für den Erfolg eines Erfolgsteams unerlässlich:
Eine geeignete Gruppe von Menschen... Für ein Erfolgsteam müssen sich Menschen zusammenfinden, die bereit sind, sich für die Zeit des Bestehens des Erfolgsteams aufeinander einzulassen und vor allem auch mit Engagement dabeizubleiben. Vertrauen und Stimmung in der Gruppe - Es ist sehr wichtig, dass die Teammitglieder sich gegenseitig vertrauen und eine positive, konstruktive Grundstimmung herrscht. Nur so können alle offen genug sein, um etwas von sich selbst mitzuteilen und auch um Rat von anderen zuzulassen und anzunehmen oder über Misserfolge und Probleme zu berichten. Verständnis füreinander und ein respektvoller Umgang sind deshalb – 134 –
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ganz wichtig. Selbstverständlich können sich die Teammitglieder wenn nötig auch kritisieren, aber bitte immer mit einer konstruktiven Ausrichtung. Engagement und Commitment - Für die Arbeit in einem Erfolgsteam ist es unerlässlich, dass jeder sich im Vorfeld überlegt, ob er oder sie wirklich bereit ist, die Zeit, Energie und das Engagement aufzubringen, tatsächlich dabeizubleiben. Zielerreichung geschieht fast nie "so nebenbei". Es bedeutet oft viel Arbeit und Durchhaltevermögen, in einem Erfolgsteam mitzuarbeiten. Wer nur halbherzig mit dabei ist, schadet dem Team mehr, als dass er oder sie etwas nutzt. Die Bereitschaft jedes Mitglieds, etwas Neues dazuzulernen - Ein Erfolgsteam bietet die Möglichkeit, sehr viel zu lernen - über sich selbst, über den Umgang mit Zielen, darüber, wie andere vorgehen, welche Methoden und Möglichkeiten es gibt, sich seinem Ziel zu nähern, über menschliches Verhalten ganz allgemein u.v.m. Je offener die Teammitglieder sind, desto interessanter wird es.
Einen Raum für Ihre Arbeit... Sie brauchen einen Raum, in dem Sie sich regelmäßig treffen können und der eine angenehme Arbeitsatmosphäre hat. Sich abwechselnd bei jemanden Zuhause zu treffen, ist meist nicht so günstig, da dort selten eine ungestörte Arbeit gewährleistet werden kann.
Ein Ziel... In einem Erfolgsteam geht es darum, Ziele zu erreichen. Ulrike Bergmann schlägt in ihrem Buch vor, dass jeder nur ein Ziel für die Arbeit im Erfolgsteam einbringt. Damit wird verhindert, dass man sich verzettelt. Natürlich kann ein großes Ziel sehr viele Teilziele beinhalten, aber jeder sollte eine grundsätzliche Marschrichtung bestimmen. Das macht es auch für alle leichter, den Überblick über die Ziele, die im Team verfolgt werden, zu behalten. Ein solches Ziel zu finden, ist schon die erste große Aufgabe für die Mitglieder eines Erfolgsteams. Für manch' einen ist es gar nicht so einfach, ein Ziel zu finden und den Mut aufzubringen, sich diesem Ziel konsequent zu widmen. Dafür brauchen wir alle Mut und Energie.
Das Erfolgsteam in der Praxis Hier finden Sie nun ganz praktische Tipps für die Gründung und Arbeit in einem Erfolgsteam.
Gründung des Teams Die ideale Mitgliederanzahl eines Erfolgsteams liegt zwischen 4 und 6 Personen. Die Teammitglieder dafür können Sie wie folgt finden: Bekanntenkreis - Sie können ein solches Team aus Ihrem Bekanntenkreis heraus bilden - Kollegen, Vereinskameraden, Bekannte und Freunde. Fragen Sie einfach mal herum, ob nicht jemand Lust oder Interesse hat, bei einem solchen Team mitzumachen. Achten Sie aber darauf, dass Sie diesen Leuten nicht zu nahestehen, das erschwert durch eventuell bestehende Rollenmuster die Arbeit im Team. Anzeige - Sie können auch eine Anzeige aufgeben, in der Sie nach Teammitgliedern suchen. Ein Anzeigentext für ein Erfolgsteam könnte z.B. wie folgt lauten: „Menschen gesucht, die Lust haben, ein Erfolgsteam zu gründen, in dem wir uns gegenseitig dabei unterstützen unsere persönlichen und beruflichen Ziele zu erreichen.“ Fortbildungsveranstaltungen - Wenn Sie eine Fortbildungsveranstaltung - wie z.B. ein Seminar oder einen Workshop - besucht haben, können Sie dort möglicherweise genau die richtigen Mitglieder für ein Erfolgsteam finden. Gerade nach solchen Veranstaltungen sind die Teilnehmer oft sehr motiviert, in ihrem Leben etwas zu verändern, haben aber genausoviel Angst vor der Umsetzung oder an ihrem Ziel zu scheitern, wie Sie auch. Also: Fragen Sie doch hier einfach einmal nach, wer Lust hätte ein solches Team zu gründen.
Wer ist geeignet für ein Erfolgsteam? Die Teammitglieder müssen weder aus gleichen Berufs- noch Interessenzweigen kommen. Alter, Geschlecht und Vorbildung ist unerheblich für die Arbeit im Team - im Gegenteil: Durch verschiedene Arbeitsbereiche oder Erfahrungen können Sie sich nachher viel mehr gegenseitig befruchten. Gerade wenn jemand nur wenig Ahnung von Ihrem Fachgebiet hat, kann er manchmal die viel besseren Schlüsselfragen stellen, als jemand, der genauso tief in der Materie steckt, wie Sie. Entscheidend für die Teambildung ist, dass Sie sich miteinander gut verstehen, Zutrauen zueinander haben und dass Sie alle ein festes Ziel vor Augen haben.
Die Sache mit dem Ziel Wie schon gesagt: Eine Voraussetzung, um an einem Erfolgsteam teilzunehmen ist, dass Sie ein klares Ziel vor Augen haben. Nicht jedem Menschen fällt es leicht, ein solches Ziel zu finden und zu formulieren. Lesen Sie – 135 –
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hierzu vielleicht einmal unsere Artikel zum Thema "Ziele". Dort finden Sie praktische Anleitungen, wie Sie Ihre persönlichen Ziele finden und formulieren können. Falls aber Ihre Unsicherheit in Bezug auf das, was Sie wirklich wollen sehr groß ist, könnten Sie es auch zum Ziel für die Arbeit im Erfolgsteam machen, herauszufinden, was Sie wirklich wollen. Aber auch dieses Ziel sollten Sie im Vorfeld genau formulieren und festlegen.
Häufigkeit der Treffen Sie sollten sich im Team darüber absprechen, wie oft Sie sich treffen wollen. Gute Erfahrungen wurden mit zwei- oder dreiwöchigen Treffen gemacht. Liegen die Termine zu weit auseinander, verliert man leicht den Kontakt zu seinem Ziel.
Struktur der gemeinsamen Arbeit Ulrike Bergmann schlägt für die Arbeit im Erfolgsteam vor, die Treffen immer gleich ablaufen zu lassen. Ein Treffen eines Erfolgsteams hat demnach drei Phasen: Phase 1: Einstieg - Die Sitzung beginnt damit, dass sich alle Mitglieder gegenseitig über den Stand der Dinge informieren und darüber berichten, was aus den vorgenommenen Schritten geworden ist. Leitfragen: Wo stehe ich heute auf dem Weg zum Erreichen meines Zieles? Was ist seit dem letzten Treffen passiert? Welche Schritte habe ich getan? Was wurde von außen an mich herangetragen? Was habe ich erreicht? Welche Erfolge kann ich verbuchen? Wo bin ich noch nicht weitergekommen? Wo bin ich zufrieden und wo nicht? Hier geht es vor allem darum, sich selbst Rede und Antwort zu stehen und Klarheit darüber zu bekommen, wie effektiv man an seinem Ziel gearbeitet hat. Rechnen Sie für diese Runde ca. 5 Minuten pro Person ein. Sehr viel länger sollten die Beiträge nicht sein. Phase 2: Unterstützung - Diese Phase bildet die Hauptarbeit eines jeden Treffens. In dieser Phase können alle Teilnehmer um Unterstützung bitten. Leitfragen: Bin ich ins Stocken geraten? An welchen Punkten und warum? Welche Informationen oder welche Unterstützung brauche ich, damit ich weiterkomme? Was könnte mir in dieser Situation am besten helfen? Sie können sich im Team entscheiden, ob hier auch Rat und Feedback von den anderen gegeben werden soll oder ob jedes Teammitglied tatsächlich nur von sich aus um Hilfe bitten soll. Für die Runde sind ca. 15 bis 20 Minuten pro Person einzuplanen. Phase 3: Hausaufgaben festlegen - Im dritten Teil werden die nächsten Schritte festgelegt, die sich jeder für die nächste Zeit auf dem Weg zu seinem Ziel vornimmt. Alle Vorhaben sollten schriftlich fixiert werden und allen vorliegen. Am besten ist, wenn einer der Teammitglieder ein Protokoll führt. Das Mitteilen der nächsten Schritte dauert ca. 2. Minuten pro Person.
Wie lange besteht ein Erfolgsteam? Es ist ratsam, die Zeit für das Team zunächst auf ein halbes Jahr festzulegen. So bekommt die Ziele einen gewissen Termindruck, der für viele motivierend ist. Es bleibt aber natürlich bei Ihnen, nach Ablauf dieses halben Jahres zu entscheiden, in eine weitere Runde zu gehen.
Sonderfall: Virtuelle Erfolgsteams Ursprünglich ist das Erfolgsteam als ein "reales" Team konzipiert, das sich regelmäßig trifft. Allerdings kam uns schnell die Idee für ein "virtuelles" Erfolgsteam. Wir selbst haben mit einem solchen Erfolgsteam bereits Erfahrungen gemacht und halten die Idee für vielversprechend.
Die Idee des virtuellen Erfolgsteams Für viele Menschen ist es schwierig, Zeit für regelmäßige Teamtreffen zu finden, da möglicherweise einiges an Anreise nötig ist. Dann scheuen sie vielleicht schon im Vorfeld den Aufwand. Und so viele Vorteile persönliche Treffen auch haben, so gestaltet sich manchmal die enge persönliche Zusammenarbeit unter Umständen auch sehr schwierig. Angesichts dieser Erkenntnisse und mit dem Wissen über vielen Möglichkeiten der neuen Medien haben wir die Idee des "virtuellen Erfolgsteams" entwickelt. Hier sind keine realen Treffen vorgesehen, sondern die Kommunikation, Hilfestellungen, Tipps und der Austausch erfolgen per Email und auf einem geschlossenen Diskussionsforum im Internet.
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Kommunikation per Email - Das Schreiben von Emails ist vor allem für die alltägliche Kommunikation gedacht - für schnelle Anfragen zwischendurch, für Hilferufe, Ratschläge, Tipps oder kürzere Mitteilungen über Erfolge oder Schwierigkeiten. Alle im Team sollten alle paar Tage in ihre Mailbox schauen und die Emails aus dem Erfolgsteam lesen und ggf. beantworten. Damit die Emails immer an alle verschickt werden, sollten die Teammitglieder beim Email-Verschicken entweder einen Verteiler einrichten, so dass die Emails, die man schreibt automatisch an alle gehen oder alle Mitglieder als Kopie-Empfänger (Cc) eintragen, was den gleichen Effekt hat. Es ist natürlich auch möglich, eine Mailingliste im Internet für das Erfolgsteam einzurichten. Kommunikation auf dem Team-Nachrichtenbrett - Eine zusätzliche Möglichkeit ist die Kommunikation über ein web-gestütztes Diskussionsforum. Hierbei muss man wegen der Wahrung der Privatsphäre der Mitglieder ein Diskussionsforum verwenden, dass durch ein Passwort geschützt ist und auf das nur die autorisierten Teammitgliedern Zugriff haben. Dieses Nachrichtenbrett soll die regelmäßigen Treffen ersetzen. Hier berichtet jeder im Team alle ein oder zwei Wochen über die Erfolge, Fortschritte und Schwierigkeiten. So erhält das Team eine Art Dokumentation der Entwicklung. Hier kann auch jede/r jederzeit nachlesen, was die Ziele der anderen waren und welche Schritte der eine oder andere schon mit welchen Resultaten ausprobiert hat. Weitere Medien - Natürlich können auch die anderen Medien, wie Telefon oder Fax genutzt werden oder es treffen sich auch mal Teammitglieder persönlich. In diesem Fall sollte davon die Zusammenfassung / Quintessenz für alle veröffentlicht werden, damit alle mitreden können und nicht den Anschluss verlieren.
Vor- und Nachteile eines virtuellen Erfolgsteams In einem virtuellen Team wird die gewisse Anonymität mit der die Teammitglieder zusammenkommen in mancher Hinsicht die Sache leichter machen und in mancherlei vielleicht auch schwerer.
Die Vorteile des virtuellen Erfolgsteams sind: Die Tatsache, dass in einem virtuellen Erfolgsteam Menschen zusammenkommen, die sich in der Regel alle nicht persönlich kennen, gewährleistet, dass die Informationen und Äußerungen nicht "schaden", weil mit den Informationen keiner wirklich was anfangen kann. So können viele Menschen sicher freier und ungehemmter über sich schreiben. Im Team gibt es keine "Vorgeschichten" miteinander, was einen unverkrampften Umgang miteinander erleichtern kann. Die Teammitglieder beschränken sich nicht mehr nur auf den engen Kreis der eigenen räumlichen Umgebung, sondern können theoretisch überall auf der Welt sitzen.
Nachteile, oder besser gesagt Herausforderungen, sind: Dass die Mitglieder sich wahrscheinlich nicht persönlich kennen und treffen fordert von allen ein höheres Maß an Commitment (Verbindlichkeit und Engagement) und Selbstdisziplin, sich ohne den Druck von regelmäßigen Treffen, mit den Zielen der anderen zu beschäftigen. Die virtuelle Kommunikation erfordert einiges an Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl, denn manchmal wirkt das geschriebene Wort viel härter als das gesprochene. Hier müssen alle Teammitglieder darauf achten, z.B. bei Missverständnissen oder Worten, die jemandem zu hart erscheinen, das sofort anzusprechen und sich gegenseitig mitzuteilen, wie die Worte bei den anderen ankommen. Hilfreich für die Kommunikation im Team sind die sogenannten "Emoticons", um z.B. eine Aussage zu relativieren. Einige Beispiele für Emoticons. Bitte drehen Sie den Kopf schräg, um die Emoticons korrekt zu betrachten: :-) = Freundlich lächelnd, aufmunternd. :-( = Ich bin traurig oder verärgert. ;-) = Ironie: Das ist nicht so gemeint, wie es da steht! %-( = Ich bin verwirrt :´-( = Mir kommen die Tränen Eine Liste solcher Emoticons sollte zu Beginn allen Teammitgliedern zur Verfügung gestellt werden.
Eines steht fest: auch ein virtuelles Erfolgsteam macht Arbeit! In einer Sache unterscheidet sich ein virtuelles Erfolgsteam in nichts von einem realen Team: Auch für ein virtuelles Erfolgsteam ist eine Menge Einsatzbereitschaft und Zeit notwendig. In der Anfangszeit sollte eine Person die Koordination übernehmen, so dass die ersten Hemmnisse und die ungewohnte Art der Kommunikation überwunden werden können. Sinnvoll sind hier Impulsfragen, klare Anleitungen und Vorgaben. Nach einiger Zeit sollten sich aber alle verantwortlich für das Fortbestehen und für die effektive Arbeit im Team fühlen. Dazu gehört z.B. konstruktive Vorschläge zu machen, wenn etwas nicht gut läuft, nachzufragen, wenn zu – 137 –
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einem Thema die Kommunikation plötzlich abbricht und aktiv daran zu arbeiten, dass alle im Team etwas von der gemeinsamen Arbeit haben.
Literatur zum Thema: Barbara Sher: Wishcraft Barbara Sher: "Live the Life you love" (nur auf englisch) Ulrike Bergmann: Erfolgsteams
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Glaubenssätze: Nur weil Sie etwas glauben, muss es nicht auch wahr sein! Von Tania Konnerth Unsere Glaubenssätze, also die "Wahrheiten", von denen wir fest überzeugt sind, prägen uns, unser Denken, Fühlen und Handeln. Wir übersehen dabei oft nur eines: Wenn wir etwas glauben, dann ist das nur eine mögliche Sicht der Dinge und eben nicht die Wahrheit.
Quelle Dieser Artikel stammt im Wesentlichen aus dem Buch Tania Konnerth: Leben kann so einfach sein; Junfermann Verlag
Die Sache mit den Glaubenssätzen Glaubenssätze sind Meinungen und Überzeugungen, die wir uns aus bestimmten Erlebnissen oder Erfahrungen gebildet haben oder die wir von anderen Menschen übernommen haben. Typische Glaubenssätze sind z.B.: "Andere wollen dich immer übers Ohr hauen." "Geld macht arrogant." "Männer können nicht treu sein. "Frauen können nicht sachlich bleiben." "Ich bin nicht liebenswert." u.ä. An diesen Beispielen können Sie erkennen, dass Glaubenssätze sehr häufig Verallgemeinerungen sind, die etwas in Stein meißeln, das so gar nicht immer zutreffen muss. Damit machen wir uns das Leben oft schwer, denn wir verschließen uns vor der Möglichkeit, andere, vielleicht viel positivere Erfahrungen zu machen.
Warum bilden wir uns Glaubenssätze? Glaubenssätze und Überzeugungen geben uns Halt und ein Gefühl von Sicherheit. Sie sind für viele Menschen wir ein Geländer, an dem man sich entlang hangeln kann und das uns vor Enttäuschungen schützt. Tatsächlich aber können genau diese Überzeugungen einen großen Teil dazu beitragen, dass wir immer wieder Schmerzen und Enttäuschungen erleben, da wir selbst durch unsere Erwartungshaltung oft genau solche Situationen anziehen, in denen wir uns in unserem Glaubenssatz wieder bestätigt sehen
Alles nur Zufall? Vielleicht kennen Sie das ja von sich selbst oder auch von anderen Menschen, dass wir oft genau das anziehen, von dem wir überzeugt sind: Da lernt genau die Frau, die überzeugt davon ist, dass kein Mann es je mit ihr ernst meint, immer nur solche Männer kennen, die sie dann auch wirklich schlecht behandeln. Da wird genau dem Mann die Brieftasche von einem Teenie gestohlen, der der Überzeugung ist, dass die Jugend von heute verdorben ist. Da wird genau der Mitarbeiter gekündigt, der schon immer sagt, dass es ihn als Ersten trifft, wenn Stellen abgebaut werden. u.ä. Alles Zufall?
Was wir glauben, muss nicht wahr sein... Eigentlich steckt es ja bereits im Wort: Es heißt schließlich Glauben-ssätze und nicht Wahrheit-ssätze o.ä. Aber dennoch stellen Glaubenssätze für die meisten von uns eine unverrückbare Tatsache dar, mit denen wir es uns aber oft viel schwerer als nötig machen.
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Es ist nämlich möglich, unsere Glaubenssätze zu ändern, wenn sie uns nicht gut tun. Je eher Sie damit beginnen, Ihre Überzeugungen einfach einmal vorsichtig zu hinterfragen, desto leichter wird es für Sie, sich von Glaubenssätzen zu lösen, die Ihnen nicht gut tun. Im Folgenden finden Sie dafür einige praktische Tipps.
5 praktische Tipps, mit denen Sie Glaubenssätze ändern können Hier finden Sie hilfreiche Übungen, mit denen Sie Ihre Glaubenssätze ändern, hinterfragen und ggf. auch verändern können.
Tipp 1: Finden Sie heraus, was Sie glauben. Der erste Schritt, Glaubenssätze zu verändern ist der, sich ihrer überhaupt erst einmal bewusst zu werden. Viele unsere Überzeugungen und Glaubenssätze sind nämlich so tief in uns verankert, dass wir uns ihrer gar nicht bewusst sind. Und so kommen Sie Glaubenssätzen auf die Spur: Registrieren Sie jeden Satz, den Sie mit dem Brustton der Überzeugung sagen oder denken. Auch wenn Sie Worte wie "immer" oder "alle" verwenden, könnte sich hinter dieser Aussage ein Glaubenssatz verbergen. Nehmen Sie ab sofort Ihre eigenen Gedanken wahr, wenn jemand anders seine Meinung kund tut. Stimmen Sie zu oder geht Ihnen eine andere Überzeugung durch den Kopf. Schreiben Sie sich alle Glaubenssätze, die Sie finden, auf. Hier können Sie schon einmal beginnen, indem Sie die Satzanfänge ganz spontan vervollständigen: Immer ... Alle ... Jeder ... Grundsätzlich ...
Tipp 2: Überprüfen Sie einmal, was Sie von anderen Menschen übernommen haben. Viele unserer Glaubenssätze und Überzeugungen haben wir von Personen übernommen, die uns geprägt haben. Mein Vater sagte immer: ... Meine Mutter sagte häufig: ... Der Lieblingsspruch meines Opas war: ... Von meiner Oma hörte ich immer: ... Eine Lektion, die mein erster Lehrer ständig wiederholte: ... Der wichtigste Satz meiner Kindheit: ... Eine Lehre, die ich nie vergessen werde: ... Etwas, das ich nie wahrhaben wollte: ... Gehen Sie nun jede dieser Aussagen einmal ganz in Ruhe durch und fragen Sie sich, ob Sie das auch heute noch so sehen möchten oder nicht. Macht der jeweilige Satz jetzt Sinn für Sie? Dient er dazu, Ihnen das Leben einfacher zu machen? Ist er geeignet, Sie glücklich und zufrieden zu machen? Fallen Ihnen vielleicht viel bessere Sätze und Überzeugungen ein? Schreiben Sie diese am besten gleich auf!
Tipp 3: Beginnen Sie damit, Glaubenssätze ungezwungen zu hinterfragen. Achtung: "Hinterfragen" heißt nicht gleich "aufgeben". Viele unserer Glaubenssätze erfüllen eine wichtige Funktion und es tut uns nicht gut, sie einfach aufzugeben. Der Ansatz des Hinterfragens ist ein viel sanfterer. Stellen Sie dazu z.B. solche Fragen wie: Was könnte eine andere Meinung dazu sein? – 140 –
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Wie könnte eine Situation aussehen, in der das nicht zutrifft? Wie würde sich wohl das genaue Gegenteil diese Ansicht anfühlen und was würde ich dann denken? Wie könnte jemand das Ganze sehen, der von der anderen Seite der Erde kommt? Wie könnte ich das vielleicht in 20 Jahren sehen?
Tipp 4: Lernen Sie die Glaubenssätze anderer Menschen kennen. Hören Sie anderen Menschen aufmerksam zu. Sie können hier mit ein bisschen Übung viele neue Glaubenssätze kennen lernen. Entscheidend ist, dass Sie sich durch andere Meinungen nicht gleich bedroht fühlen, sondern viel mehr offen und neugierig andere Ansichten "sammeln". Überlegen Sie, welche Überzeugungen vielleicht nützlich sein könnten und notieren Sie sich diese für sich. Hier eine kleine Auswahl: Jeder Mensch hat ein Recht darauf, glücklich zu sein. Jeder sollte sich einmal am Tag etwas Gutes tun. Probleme sind Chancen und ich kann aus allen Situationen etwas lernen. Jeder Tag ist ein kleiner Neuanfang. Alles hat seinen Sinn.
Tipp 5: Hinterfragen Sie einmal für sich die Ihnen bekannten Sprichwörter. Sicher haben Sie auch zahlreiche Sprichwörter und sogenannte Lebensweisheiten parat. Aber wie nützlich oder hilfreich sind viele von denen? Haben Sie z.B. "Wer hoch hinaus will, kann tief fallen" im Kopf oder "Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach."? Dann könnte es sein, dass Sie sich mit diesen Einstellungen selbst bremsen. Achten Sie deshalb einmal ganz bewusst auf Sprichwörter, die Ihnen immer wieder durch den Kopf gehen und ob Sie diese nicht ggf. durch neue ersetzen wollen.
Literatur zum Thema: Tania Konnerth: Leben kann so einfach sein Klaus Grochowiak und Susanne Haag: Seth und NLP Moritz Boerner: Byron Katies "THE WORK" Elaine St. James: In Einfachheit leben: 100 Schritte zu mehr Lebensfreude
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Kampf dem Chaos: drei Prinzipien für mehr Ordnung Von Tania Konnerth Gehören Sie auch zu den Menschen, die sich mit der Ordnung schwer tun? Stapeln Sie bei Ihnen vielleicht auch die Bücher- und Zeitschriftenstapel? Suchen Sie ewig nach Dingen, die "irgendwo sein müssen"? Quellen Ihre Regale und Schränke über vor Krempel, den Sie eigentlich nicht mehr brauchen? Dann finden Sie hier drei grundlegende Ideen, mit denen Sie relativ einfach für ein bisschen mehr Ordnung in Ihrem Leben sorgen können.
Warum überhaupt Ordnung halten? "Wer ordentlich ist, ist nur zu faul zu suchen!" ist sicher ein Ausspruch eines Menschen, der sich ein bisschen schwer mit der Ordnung tat. Manche Menschen empfinden ihr "kreatives" Chaos der Ausdruck der persönlichen Individualität oder eine schlichte Notwendigkeit, um gut arbeiten zu können. Wenn das wirklich so ist - herzlichen Glückwunsch!" Dann brauchen Sie nicht viel zu ändern. Tatsächlich aber ärgern sich die meisten Menschen immer wieder über ihre mangelnde Ordentlichkeit. Eine gewisse Ordnung zu halten, hat nämlich verschiedene Vorteile: Zeitersparnis durch schnelleres Auffinden von gesuchten Dingen, Vereinfachung der Arbeit und des Alltags, Klarheit und Überblick, Raum für Neues, freier Kopf, Selbstachtung und Selbstbewusstsein u.a.
Tipp Als "Messies" werden Personen bezeichnet, bei denen es nicht nur um Unordnung geht, sondern die in einem extremen Chaos leben. Es handelt sich hierbei um eine Zwangshandlung, die oft auch verbunden ist mit einem Kaufzwang und einer nicht mehr zu steuernden Sammelwut. Die Unordnung ist bei ihnen bereits krankhaft, so dass sie ihr Leben zunehmend weniger im Griff haben. Sollten Sie das Gefühl haben, betroffen zu sein, empfehlen wir Ihnen, eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen oder therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Sie müssen ja nicht gleich das Motto "Ordnung ist das halbe Leben" verfolgen, aber vielleicht haben Sie Lust, Tipp einige Dinge in Sachen Ordnung und Organisation etwas Dieser Tipp ist für ganz harte Fälle: wenn Sie allein zu optimieren. Es gibt ja inzwischen zahlreiche gar keine Chance sehen, Ihr Chaos in den Griff zu Ordnungssysteme und Aufräumtipps - aber oft bekommen, können Sie auch einen professionellen überfordern die uns selbst bereits und wir lassen dann Aufräumdienst beauftragen. Recherchieren Sie doch wieder alles beim alten. Weniger ist hier mehr dazu in dem Branchenbuch Ihrer Stadt. Damit denn wenn Sie nur eine Regel für mehr Ordnung bekommen Sie zumindest schon einmal einen anwenden, haben Sie mehr erreicht, als wenn Sie immer Grundschliff. Das erleichtert oft den Neustart. wieder daran scheitern, alle gut gemeinten Tipps auch wirklich umzusetzen. Nach der Theorie nun die Praxis: Wie können Sie für mehr Ordnung sorgen? Wenden Sie einfach die folgenden drei Prinzipien an und Sie sollten mit dem Ordnunghalten deutlich weniger Probleme haben!
Prinzip 1: Reduzieren Sie, wo es nur geht! Der erste Schritt zu mehr Ordnung in Ihrem Leben ist das Ausmüllen. Chaos und Unordnung entstehen in den meisten Fällen durch zu viel Krempel. Eine Wohnung, die überall mit Krimskrams vollgestopft ist, sieht schon ihrer Natur nach eher unordentlich aus. Zudem kommt, dass neue Sachen keinen Platz mehr finden und erst einmal "irgendwo hingestellt" werden müssen, was zu Chaos und noch mehr Unordnung führt. Das Wegwerfen oder Weggeben fällt vielen Menschen sehr schwer. Wenn Sie aber lernen, sich konsequent von dem zu trennen, was Sie nicht mehr brauchen, werden Sie sicher Folgendes erkennen: Es tut richtig gut, den
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Krempel und all die Dinge, die wir eigentlich gar nicht mehr brauchen, zu entsorgen, denn so befreien wir uns regelrecht vom Ballast.
Was wir besitzen, bindet unsere Aufmerksamkeit Experten für Anti-Messie-Strategien sind der Ansicht, dass jedes Teil in unsere Wohnung unsere Aufmerksamkeit fordert und Energien bindet. Wenn Sie z.B. Ihren alten Squash-Schläger auf dem Schrank liegen haben, dann "will" dieser Schläger benutzt werden. Er fordert Sie auf, ihn zu benutzen und damit zieht er einen Teil Ihrer Aufmerksamkeit zu sich. Wenn Ihnen das vielleicht als Blödsinn erscheint, dann denken Sie einmal daran, welche Schuldgefühle Sie z.B. haben, wenn Ihnen die nur 1x benutzen Rollerblades in die Hände fallen. Genau diese Art von "Energie" ist auch gemeint. In dem Fall ist es besser, Sie verschenken die Rollerblades. Es muss Ihnen nicht alles Spaß machen!
So werden Sie Krempel los: verkaufen, verschenken, wegwerfen Der erste Schritt zum Ordnunghalten ist also, sich von dem zu trennen, was Sie nicht (mehr) brauchen und nicht (mehr) mögen. Jeder von uns kauft sich hin und wieder Sachen, die im Moment ihren Sinn erfüllten oder von denen wir glaubten, dass wir sie gebrauchen könnten, die aber schnell in der Ecke landen. Hinzu kommen zahlreiche Geschenke von lieben Leute, die unseren Geschmack entweder weniger oder gar nicht treffen oder schlicht etwas schenken, mit dem wir nichts anfangen können. Zu den Stapeln an ungelesenen Zeitschriften, kaum getragene Klamotten, nie benutzen Sportgeräten kommen meist noch sich ständig vermehrende Nippesfiguren usw. usw. Wer hier nicht im Chaos versinken will, muss konsequent aussortieren. Um sich von dem, was Sie nicht mehr brauchen, zu trennen, können Sie es: wegwerfen verkaufen verschenken / spenden.
Bitte keine Skrupel! Bitte haben Sie keine Skrupel, sich von Dingen zu trennen, die Sie nicht mögen oder nicht gebrauchen können. Auch ein noch so lieb gemeintes Geschenk müssen Sie dann nicht behalten, wenn Sie nichts damit anfangen können. Hier zählt die Geste, über die Sie sich freuen können. Ein Geschenk sollte Sie aber nicht Zeit Ihres Lebens dazu verpflichten, es aufzubewahren, wenn Sie es vielleicht gar nicht mögen. Und auch Fehlkäufe können Sie sich ruhig eingestehen. Erstens bringt es das Geld auch nicht mehr zurück, wenn Sie den Gegenstand aufheben, obwohl Sie ihn nicht benutzen und zum anderen ist die Erkenntnis, zu schnell gekauft zu haben, ein erster Schritt dazu, es sich das nächste Mal etwas besser zu überlegen.
Wo beginnen? Wo Sie anfangen sollten? Na, starten Sie doch z.B. schon einmal mit den folgenden drei Bereichen - für den Anfang finden Sie hier sicher genug! Sammlungen - Ob nun Keramikfigürchen, Parfümfläschchen oder Bierdeckel - Sammlungen sind schon per Definition eine Ansammlung von "zu viel". Das ist ja quasi das Ziel der Sammlung. Aber hier heben wir sehr oft Dinge auf, die wir nicht einmal mehr schön finden, einfach nur, "weil wir sie ja sammeln". Also trennen Sie sich von Ihren Sammlungen - das befreit! Alles, "was man ja vielleicht noch einmal gebrauchen könnte" - Hierzu gehören z.B. Anziehsachen, die noch gut sind, aber aus der Mode oder nicht mehr passen, die 125. Tupperdose oder Bücher, die man immer mal lesen wollte, es aber nie tut. Machen Sie sich nichts vor - man kann alles vielleicht noch einmal gebrauchen. Aber deswegen müssen Sie nicht auch alles aufheben. Haben Sie den Mut, sich von all den "ach so nützlichen" Sachen zu trennen - ggf. können Sie sich so ein Stück auch noch einmal kaufen. Dinge, die wir aus Sentimentalität aufheben - Unsere Kuscheltiere aus der Kindheit, das Kleid, das wir an dem Tag trugen, als wir zum ersten Mal geküsst wurden, Stapel von Briefen. Solche Dinge heben wir oft auf, weil wir emotionale und gedanklich noch immer an dem hängen, woran Sie uns erinnern. Lassen Sie die Vergangenheit los und öffnen Sie sich für Neues. Wenn Sie auf jeden Fall ein Erinnerungsstück behalten wollen, können Sie auch ein Foto davon machen und das aufheben.
Und so geht's: Tipp 1: Verschenken oder Verkaufen - Es ist viel einfacher, sich von Dingen zu trennen, wenn man weiß, dass jemand anders daran noch Freude hat. Auf einem Flohmarkt zu verkaufen, kann viel Spaß machen, Dinge an soziale Einrichtungen zu verschenken, auch. Vielleicht haben Sie auch im Freundes- oder Bekanntenkreis Personen, die sich über einzelne Dinge richtig freuen würden? – 143 –
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Aber Vorsicht: die Sachen in den Keller zu stellen, um sie dann "irgendwann" zu verkaufen oder zu spenden, birgt die Gefahr in sich, dass die Sachen dort einfach bleiben. Damit haben Sie aber nichts gewonnen. Deshalb: gleich den Flohmarkttermin heraussuchen und sich anmelden oder denjenigen, den Sie beschenken wollen, anrufen, dass er sich die Sachen abholen kann. Tipp 2: Wegwerfen für alle, die sich schwer damit tun - Es gibt ein gutes System, mit dem Sie sich leichter von Dingen trennen können: Packen Sie regelmäßig alles, was Sie eigentlich nicht mehr brauchen und alles, was Ihnen nicht mehr gefällt in Umzugskartons. Schreiben Sie dann das Datum von genau einem Jahr von heute auf den Karton und bringen Sie ihn in den Keller. Gehen Sie dann immer mal wieder Ihre Kartons durch und alle, die Sie innerhalb der Jahresfrist nicht wieder geöffnet haben, geben oder werfen Sie ungeöffnet fort. Sie haben offenbar nichts daraus vermisst und deshalb kann der Karton weg.
Prinzip 2: Planen Sie und setzen Sie sich konkrete Ziele Überlassen Sie das Thema Ordnung nicht länger dem Zufall, denn genau so wird vieles "schlicht vergessen". Tipp Vielleicht hilft Ihnen folgendes Bild: Systematisches Ordnunghalten ist ein Teilbereich des Selbstmanagements Wenn Sie die Aufschieberitis packt, dann machen Sie mit sich selbst aus, wenigstens für fünf Minuten und Sie können sich hier ruhig als Ihre eigene anzufangen - 5 Minuten schafft jeder! Danach Führungsperson sehen. Managen Sie sich und Ihre können Sie aufhören, wenn Sie möchten. Meist Ordnung und führen Sie Ihre eigenen Vorgaben so machen wir aber weiter, wenn wir erst einmal gewissenhaft aus, wie wenn Sie einen angefangen haben. verantwortungsvollen Job übernommen haben. Auch beim Projekt "Ordnung schaffen", ist es also empfehlenswert, sich konkrete Ziele zu setzen und diese auch konsequent zu überprüfen.
Beispiel: Ein Vorsatz wie "Ich müsste mal wieder den Keller aufräumen" reicht in den meisten fällen nicht auf. Formulieren Sie statt dessen lieber Folgendes: "Am 25.5. räume ich von 15.00 bis 17.00 Uhr den Keller auf. Einzelziele dabei sind: Krempel fertig gepackt für den Sperrmüll, Regale angebracht und das Werkzeug dort verstaut, Fahrräder repariert.“ Je konkreter Sie Ihre Ziele formulieren, desto leichter fällt es Ihnen, sie abzuarbeiten und auch zu kontrollieren, was Sie geschafft haben. Gehen Sie auf diese Weise ruhig auch bei kleineren Aufgaben vor. Sie können sich einzelne Hausarbeiten, die Sie nicht vergessen wollen, in Ihrem Kalender notieren und dann abstreichen. So bekommen Sie auch über einen längeren Zeitraum einen guten Überblick darüber, wie viele Aufgaben Sie erledigt haben. Und vergessen Sie eines nicht: Belohnen Sie sich im Anschluss an die Arbeit mit etwas Schönem.
Prinzip 3: Schritt für Schritt und nicht alles auf einmal Wenn Sie mehr Ordnung in Ihrem Leben schaffen Tipp möchten, dann nehmen Sie sich möglichst nicht vor, alles Beginnen Sie mit den Ecken in Ihrer Wohnung, die auf einmal zu ändern. Gerade wenn Sie eher sehr Sie selbst nerven. So tun Sie sich mit dem unordentlich sind, bedeutet eine Radikaländerung, dass Sie sich einen fast unüberwindlichen Berg auftürmen. Das Aufräumen etwas spürbar Gutes. Das motiviert zum Weitermachen. macht schnell mutlos. Eine Radikaländerung macht allenfalls dann Sinn, wenn Sie z.B. umziehen oder renovieren. Ansonsten gehen Sie lieber in kleinen Schritten vor und schaffen Sie sich kleine "Ordnungsinseln" im Chaos. So erleben Sie schneller Erfolgserlebnisse und bekommen vielleicht richtig Lust darauf, immer mehr Ordnung zu schaffen.
Immer dran bleiben! In vielen Haushalten sammelt sich über die Zeit viel Krempel, Unrat und Schmutz an, so dass irgendwann der große Hausputz ansteht, vor dem sich alle graulen. Manchmal ist so eine Grundreinigung tatsächlich unerlässlich, aber dennoch ist es sinnvoller, dafür zu sorgen, möglichst regelmäßig kleinere Dinge zu erledigen,
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als immer wieder zuzulassen, dass man dann stundenlang räumen und kramen muss. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, zwischendurch für wenige Minuten ein bisschen was für die Ordnung zu tun: Gehen Sie mindestens dreimal am Tag durch die Wohnung und schauen Sie, was Sie alles gleich wegräumen oder säubern können. Durch die Regelmäßigkeit dieser "Patrouillen-Gängen" werden Sie nicht allzu viel finden und so nimmt das nur wenige Minuten in Anspruch. Kleine Mengen von schmutzigem Geschirr sollte jeder im Haushalt immer gleich abwaschen - z.B. der Teller vom Abendbrot, die Müslischüssel oder die Teetasse. Solange das noch nicht angetrocknet ist, lässt es sich problemlos abspülen und so stapelt sich das dreckige Geschirr nicht gleich meterhoch auf der Ablage. Einmal in der Woche ein bis zwei Stunden fürs Aufräumen reservieren und konsequent alles wegräumen, was rumfliegt. Belohnen Sie sich danach mit einer Kleinigkeit. Ausgelesene Zeitschriften gleich in den Altpapierkarton packen, Bücher, mit denen Sie durch sind, sofort ins Regel stellen usw. u.ä. Falls Ihnen genau diese Disziplin fehlt, die Sachen immer gleich wegzuräumen, könnten Sie sich einmal für einige Tage stündlich eine Zeitschaltuhr stellen. Wenn immer sie piepst, schauen Sie sich in Ihrer Wohnung nach allem um, was Sie liegen gelassen haben und räumen es weg. Wenn Sie das eine Weile so machen, geht es Ihnen in Fleisch und Blut über, hin und wieder zu schauen, was herumliegt, um es wegzuräumen.
Literatur zum Thema: Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags Stephanie Winston: Leben ohne Chaos Elaine St. James: In Einfachheit leben: 100 Schritte zu mehr Lebensfreude Und ein englischer Buchtipp: Julie Morgenstern: Organizing from the Inside Out
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Bewusster fern sehen - So nutzen Sie Ihren Fernseher richtig Von Ralf Senftleben Je nachdem, welche Studie man bemüht, sitzt ein normaler Erwachsener in Deutschland täglich zwischen 3 und 4 Stunden vor dem Fernseher. Wenn wir von 3 Stunden ausgehen, dann macht das pro Woche 21 Stunden, pro Monat 84 Stunden und pro Jahr 1092 Stunden. Gehen wir einmal weiter davon aus, dass wir ca. 16 Stunden pro Tag wach sind, dann verbringt ein Erwachsener pro Jahr allein 68 Tage vor der Flimmerkiste. Übrigens schauen bereits viele Kinder auch nicht weniger oft fern.
Wie viel Zeit verbringen Sie vor dem Fernseher? Mal ganz ehrlich: Wie viele Stunden pro Woche schauen Sie durchschnittlich fern? Falls Sie sich nicht sicher sind, können Sie ja in den kommenden Tagen einmal bewusst darauf achten. Nutzen Sie dann die folgenden Übersicht, um zu schauen, wie viele Tage Ihr Konsum pro Woche, Monat und im Jahr sind und wie viel Prozent das von Ihrer wachen Zeit einnimmt. Stunden pro Tag vor dem Fernseher
Tage Pro Woche
Tage Pro Monat
Tage Pro Jahr
In % vom Leben
1
0,40
1,60
20,80
6%
2
0,90
3,60
46,80
13%
3
1,30
5,20
67,60
19%
4
1,80
7,20
93,60
26%
5
2,19
8,75
113,75
31%
Wie viele Tage pro Jahr macht das für Sie aus?
Macht uns das Fernsehen glücklich? Wenn uns das Fernsehen glücklich machen würde, dann wäre ja auch gegen Fernsehen ohne Ende nichts einzuwenden, aber jetzt einmal ehrlich: Fühlen Sie sich satt, erfüllt und befriedigt nach dem Fernsehen? Stehen Sie auf und haben das Gefühl, dass Sie wirklich etwas Gutes für sich, für Ihren Geist und Ihre Weiterentwicklung getan haben? Bei den meisten Menschen ist das leider nicht so, sondern es bleibt nach dem Fernsehen eher ein schaler Geschmack und manchmal sogar ein schlechtes Gewissen, weil man weiß, das man die Zeit hätte besser nutzen können. Wenn Sie auch das Gefühl haben, dass Sie zuviel Zeit vor dem Fernseher zubringen, dann überlegen Sie doch einmal, wie es wäre, wenn Sie diese Zeit regelmäßig anders nutzen würden, z.B.: für das Verwirklichen Ihrer Träume, mit Tätigkeiten, die Sie erfüllen und Ihrem Leben Sinn geben, um zu lernen und sich weiterzuentwickeln oder mit Menschen, die Ihnen etwas bedeuten. Was würde das in Ihrem Leben verändern? Vermutlich eine ganze Menge. Sie müssen ja nicht von heute auf morgen komplett mit dem Fernsehen aufhören. Das wäre wahrscheinlich eine viel zu drastische Maßnahme, die auch gar nicht nötig ist. Aber vielleicht macht es für Sie Sinn, wenn Sie einfach ein bisschen weniger Zeit vor dem Fernseher verbringen und dafür Dinge tun, die langfristig mehr zu Ihrer persönlichen Zufriedenheit beitragen?
Was kann ich tun? Aber wie gehen Sie nun am besten vor, wenn Sie Ihren Fernsehkonsum einschränken wollen? Dabei helfen Ihnen die folgenden Tipps: – 146 –
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Tipp 1: Machen Sie sich bewusst, warum Sie fern sehen Warum schauen wir eigentlich so viel und so gerne fern? Aus Spaß an der Freude? Weil es uns glücklich macht? Informationsbedürfnis? Nichts besseres zu tun? Der eigentliche Haupteffekt des Fernsehens ist für viele der folgende: Wir können abschalten, hören auf nachzudenken, werden abgelenkt und es hilft uns, unsere Sorgen, Ängste und unerwünschten Gefühle zu vergessen. Damit erfüllt das Fernsehen eine ähnliche Funktion, wie Drogen, Alkohol oder Beruhigungsmittel. Und Fernsehen kann erstaunlicherweise ähnlich süchtig machen. Wie ist das nun bei Ihnen? Wann schauen Sie fern? Welche Art von Sendungen schauen Sie? Welchen Zweck erfüllt das Fernsehen für Sie? (Überlegen Sie hier bitte auch einmal ganz ehrlich, ob die Gründe, die sich "gut" anhören, wie z.B. "Informationsbedürfnis" tatsächlich der Hauptgrund für Ihren Fernsehkonsum sind. Wenn Sie z.B. 5x am Tag die Nachrichten schauen, werden Sie in der Regel kaum etwas Neues erfahren...) Und die wichtigste Frage: Wie können Sie das, was Sie persönlich vom Fernsehen haben, auf eine vielleicht gesündere und bessere Art bekommen? Durchdenken Sie diese Frage einmal in aller Ruhe. Vor allem in der Antwort auf die letzte Frage liegt der Weg zu weniger und bewussterem Fernsehen.
Tipp 2: Finden Sie andere Möglichkeiten, um abzuschalten und sich zu entspannen Wir setzen uns oft vor die Flimmerkiste, wenn wir uns zu nichts anderem mehr aufraffen können und wenn wir keine Energie mehr für irgendetwas anderes haben. So verführt der Fernseher als Mittel zum Abschalten dazu, viel mehr fern zu sehen, als wir eigentlich wollen. Das Dumme daran ist vor allem, dass das Fernsehen unsere Energiereserven nicht wieder auflädt, wie andere erholsame Tätigkeiten. Und so können wir ein paar Stunden vor dem Fernseher sitzen und sind noch genauso geschafft wie vorher. Was Sie also brauchen, sind alternativen Tätigkeiten, um abzuschalten, sich zu entspannen und Ihre Batterien wieder aufzuladen. Was könnte das sein? Hier folgen einige Möglichkeiten: Machen Sie ein kurzes Nickerchen - Anstelle sich vor dem Fernseher zu entspannen, können Sie doch einfach ein kurzes Nickerchen machen oder ein bisschen vor sich hindösen. Experimentieren Sie mit der Dauer Ihres Schlafes. Für die meisten Menschen sind 30 Minuten erholsamer, als eine ganze Stunde. Stellen Sie sich ruhig einen Wecker, falls Sie dazu neigen, zu tief und damit auch zu lange einzuschlafen. Wenn Sie tagsüber nicht schlafen können, dann dösen Sie einfach ein bisschen vor sich hin. Durch Kurzschlaf laden Sie Ihre Batterien auf gesunde Art und Weise auf. Erlernen Sie eine Entspannungsmethode - Vielleicht macht es für Sie auch Sinn, eine Entspannungsmethode Buch-Tipp zu lernen (z.B. autogenes Training). Damit können sich „Entspannen Sie sich selbst“ von Joachim H. systematisch entspannen und auch Ihre Sorgen loslassen. Angerstein: Entspannungsmethoden sind eine sinnvolle und gesunde Art, abzuschalten und loszulassen und die eigenen Batterien wieder aufzuladen. Bewegen Sie sich einfach - Wenn wir das Bedürfnis haben, abzuschalten und zu entspannen, ist meistens nicht nur unser Geist gestresst, sondern auch unser Körper. In diesem Fall sollten Sie vor allem auch Ihren Körper entspannen. Dabei helfen Ihnen leichte Gymnastik- und Dehnübungen - und zwar ohne Leistungsdruck. 20 Minuten langsame und ruhige Bewegung kombiniert mit tiefem Atmen geben Ihnen Ihre Kraft zurück. Wenn Sie möchten, können Sie auch eine der asiatischen Bewegungsmeditationen lernen, wie z.B. Tai Chi oder Qi Gong. Auch ein Spaziergang ist eine wohltuende Alternative zur Fernsehsession.
Tipp 3: Schaffen Sie Alternativen, für Ihre freie Zeit Für den ein oder anderen gibt es auch noch einen weiteren Grund, warum er zu viel fern schaut: Langeweile! Viele Menschen wissen einfach nicht, was sie sonst tun sollten. Sie haben keine attraktiven Alternativen zum Fernsehen. Wenn das auch auf Sie zutrifft, dann – 147 –
Extra-Tipp Dieser Tipp ist auch besonders für Eltern wichtig! Kinder, die spannende Alternativen zum Fernseher haben, schauen von ganz allein weniger fern!
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überlegen Sie doch einmal ganz gezielt, was Sie mit Ihrer Zeit sonst noch anstellen können. Hier folgen einige Beispiele: Unternehmen Sie etwas mit Freunden. Setzen Sie sich attraktive Ziele und arbeiten daran. Beginnen Sie ein persönliches Projekt, wie z.B. ein Buch zu schreiben. Engagieren Sie sich ehrenamtlich. Lesen Sie Dinge, die Sie weiterbringen oder unterhalten. Meditieren Sie oder entspannen Sie sich (z.B. mit autogenem Training). Treiben Sie Sport. Schlafen oder dösen Sie. Legen Sie sich ein spannendes Hobby zu. Tun Sie etwas Kreatives. Beginnen Sie eine Weiterbildung oder ein Fernstudium. Die Welt ist groß und bietet Ihnen unendliche Möglichkeiten. Es gibt so viele Dinge, die wir anstelle des Fernsehens tun können. Geben Sie sich einfach mal die Chance dazu - dann haben Sie in Zukunft vielleicht gar keine Zeit mehr, fern zu sehen!
Tipp 4: Machen Sie es sich weniger bequem, fern zu schauen Ein Grund, warum wir so viel fern sehen, ist sicherlich auch, dass es so schön bequem ist. Das Fernsehgerät steht in den meisten Wohnungen sehr präsent im Wohnzimmer vor dem Sofa. Da muss man sich also nur noch fallen lassen, den Fernseher anschalten - und schon ist man mittendrin und zappt sich durch die Kanäle. Wenn Sie weniger fern sehen wollen, dann macht es Sinn, wenn Sie es sich selbst einfach ein bisschen schwerer zu machen, überhaupt erst mit dem Fernsehen zu beginnen und auch, länger vor der Glotze hängen zu bleiben. Nehmen Sie dem Fernsehen seine Bequemlichkeit: Wenn Sie einen großen Fernseher besitzen, dann verkaufen Sie diesen und legen Sie sich einen kleineren zu. Hierbei überlegen Sie sich dann schon eher, ob Sie die Sendung wirklich interessiert, denn die Sogkraft der Flimmerkiste wird mit steigendem Format auch größer. Machen Sie das Fernsehgerät weniger präsent. Verbannen Sie den Fernseher aus dem Wohnzimmer und stellen Sie ihn in einem weniger gemütlichen Raum auf. Auf diese Weise werden Sie sich auch jedes Mal gut überlegen, ob Sie wirklich fern sehen oder vielleicht doch lieber etwas anderes tun möchten. Für Fortgeschrittene oder ganz harte Fälle: Schaffen Sie den Fernseher ab!
Tipp 5: Überlegen Sie sich vorher gut, was Sie schauen wollen Oft ist es so, dass wir uns einfach vor den Fernseher Extra-Tipp setzen und schauen, ob etwas läuft. Und dann zappen wir Achten Sie einmal darauf, wann Sie "rein aus durch alle Kanäle und bleiben einmal hier hängen und Gewohnheit" fern sehen. In vielen Familien, wird einmal dort und schon sind wieder 2 Stunden vergangen. das Fernsehgerät zu einer ganz bestimmten Zeit Oder wir haben eine Sendung gesehen, die uns angeschaltet und dann läuft der Fernseher bis zum interessiert haben und bleiben dann einfach sitzen und Schlafengehen. Unterbrechen Sie diese Routinen suchen uns eine andere Sendung um weiter zu schauen. und entscheiden Sie wirklich jedes Mal neu, ob Sie Viel sinnvoller ist es, wenn Sie sich vorher überlegen, weiterschauen möchten oder nicht. was Sie schauen wollen, diese Sendung sehen und dann den Fernseher konsequent wieder ausmachen. Bleiben Sie nicht vor der Glotze hängen und fangen Sie nicht an, die Kanäle abzusuchen. Schauen Sie bewusst fern, indem Sie sich nur das anschauen, wofür Sie sich im Vorfeld entschieden haben. Dazu brauchen Sie natürlich eine gute Fernsehzeitung oder einen guten Fernseh-Ratgeber im Internet. In unseren Fernsehtipps finden Sie ja schon einige Sendungen.
Tipp 6: Vorsicht mit Serien Serien sind besonders tückisch, denn einmal eingestiegen, kann man sich oft nur schwer wieder davon lösen. Falls Sie auch gerne - und oft zu viele - Serien schauen, dann machen Sie es sich zur Regel, immer nur eine Serie zu einer Zeit zu schauen und nicht mehrere gleichzeitig. Wählen Sie sich die Serie aus, die Sie am liebsten mögen und zelebrieren Sie das dann mit Genuss.
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Tipp 7: Vereinbaren Sie sich ein wöchentliches Fernsehbudget und halten Sie es ein Wenn Sie Ihren Fernseher nicht abschaffen wollen, dann können Sie einmal Folgendes versuchen: Überlegen Sie sich, wie viele Stunden Sie pro Woche maximal fern sehen wollen und halten Sie sich daran. Am Anfang können Sie z.B. mit 14 Stunden pro Woche beginnen und dann Ihr Fernsehbudget langsam herunterschrauben, bis Sie zufrieden sind. Ganz wichtig dabei: Schreiben Sie wirklich auf, wie viel Sie fern gesehen haben. Sonst laufen Sie Gefahr, sich selbst zu überlisten und mehr zu schauen, als Sie sich vorgenommen haben. Und wenn Sie einmal Ihr Budget überschreiten, dann geben Sie nicht gleich auf, sondern machen einfach weiter, solange, bis Sie Ihren Vorsatz wirklich umgesetzt haben. Nutzen Sie diese Tipps, um in Zukunft weniger und bewusster fern zu sehen. Denn zu viel fern sehen tut uns nicht gut und macht uns ganz sicher nicht glücklicher. Zu viel fern sehen und zu viele belanglose und inhaltsleere Sendungen stumpfen uns eher ab und machen uns dauerhaft unzufrieden. Füllen Sie Ihre Zeit lieber mit sinnvollen Dingen. Carpe diem - nutze den Tag.
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Lachen tut so gut! Von Tania Konnerth "Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag." Charlie Chaplin Lachen gehört zum Leben dazu. Unser Humor ist ein richtiger Lebenshelfer, denn mit Humor geht alles leichter und wer aus Herzen lachen kann, tut sich selbst etwas Gutes.
Warum Lachen gut tut Lachen tut nicht nur unserer Psyche, sondern vor allem auch körperlich gut. Wer eine Minute lacht, fühlt sich danach so erfrischt, als wenn er oder sie eine dreiviertel Stunde lang ein Entspannungstraining absolviert hätte. Das haben Lachforscher herausgefunden, denn es gibt sogar einen eigenen Forschungszweig, der sich mit dem Lachen als Phänomen und mit seinen Wirkungen beschäftigt, die Gelotologie (Lehre vom Lachen). Die Fähigkeit zum Lachen ist auch entscheidend für unsere Entwicklung: so entwickeln sich Kinder umso besser und schneller, je mehr sie lächeln und lachen. "Jedes Mal, wenn ein Mensch lacht, fügt er seinem Leben ein paar Tage hinzu." Curzio Malaparte Aber was genau passiert, wenn wir lachen? Zunächst bewegen wir dabei rund 80 Muskeln und unser Körper wird in einen positiven Stresszustand (Eustress) versetzt. Unser Herz schlägt schneller und der Blutdruck steigt. Mehr Sauerstoff erreicht die Lunge. Neben diesen relativ offensichtlichen Auswirkungen gibt es noch weitere: Durch das Lachen werden Stresshormone im Körper abgebaut. Unser Immunsystem wird gestärkt. Schmerzen werden leichter ertragen. Wer lacht, bekommt neuen Lebensmut. Spannungen lösen sich. Heilungsprozesse bei Krankheiten werden gefördert. Ängste werden gemildert. U.a.m. "Lachen ist wie ein Aspirin, es wirkt nur doppelt so schnell." Groucho Marx
Und es gibt sogar: die Lachtherapie! Lachen hat so viele positive Auswirkungen, dass es inzwischen auch ganz bewusst als therapeutisches Mittel eingesetzt wird. So wird in immer mehr Krankenhäusern die Lachtherapie erfolgreich angewandt, um die Genesung der Patienten zu beschleunigen. Dazu kommen speziell ausgebildete Clowns in die Kliniken und bringen die Patienten mit ihren Späßen auf andere Gedanken. Vorreiter war hier der amerikanische Arzt Patch Adams. In der Psychotherapie wird das Mittel Humor ebenfalls erfolgreich eingesetzt, wie z.B. in der so genannten "provokativen Therapie". Ziel ist es hier, den Klienten so zu konfrontieren, dass er oder sie in der Lage ist befreiend über sich und die eigene Situation zu lachen. Wenn das erreicht ist, lösen sich oft feste Blockaden oder Glaubensmuster auf und es wird möglich, neue Wege einzuschlagen. Nutzen Sie das auch für sich.
Wie oft lachen Sie eigentlich?
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Wissen Sie eigentlich, wie oft Sie lachen? Schätzen Sie doch mal! Durchschnittlich lacht laut Studienergebnissen ein Deutscher rund sechs Minuten am Tag. Vor 40 Jahren war es noch dreimal so lang. Erwachsene Menschen lachen im Durchschnitt 15 mal am Tag, während Kinder es 400 mal (!) tun. Offenbar verlernen wir mit dem Alter das Lachen. Und das ist mehr als schade. Tun Sie etwas dagegen! Natürlich geht es nicht darum, immer nur lachen zu wollen - auch andere Gefühle haben ihre Berechtigung. Aber wir alle könnten ruhig viel öfter lachen. Ein Lachen zur richtigen Zeit kann uns aus einem Stimmungstief katapultieren und unseren Tag retten.
Tipps, mit denen Sie mehr zu lachen haben So sorgen Sie dafür, immer genug zu lachen zu haben:
1. Denken Sie öfter daran, zwischendurch einmal zu lächeln So unglaublich es klingen mag, aber allein indem Sie lächeln (auch dann, wenn Ihnen nicht danach zumute ist), können Sie Ihre Stimmung positiv verändern. Lächeln Sie also einmal ganz bewusst ca. 1 Minute lang. Zunächst ist es vielleicht nur eine Fratze, aber Sie werden merken, dass Sie recht schnell wirklich zu lächeln beginnen. Durch das Lächeln stimulieren Sie Nerven im Gesicht, die dem Gehirn signalisieren "Da ist etwas Schönes oder Lustiges". Extra-Tipp: Nehmen Sie einmal einen dünnen Bleistift quer zwischen die Zähne (möglichst weit Richtung Mundwinkel schieben). Psychologen haben das in einem Versuch getestet. Wir lächeln auf diese Weise automatisch - und, was das Entscheidende ist: fühlen uns gleich etwas besser, als wenn wir mit grimmigem oder traurigem Gesichtsausdruck über ein Problem brüten.
2. Suchen Sie bewusst Komisches Humor ist so vielfältig wie wir Menschen es sind - jeder findet etwas anderes komisch. Stehen Sie zu dem, worüber Sie lachen können. Solange Sie mit Ihrem Humor niemanden verletzten, ist alles erlaubt. Machen Sie sich auf die Suche nach lustigen Websites und Büchern. Schauen Sie sich witzige Filme an. Lesen Sie mindestens einen Witz am Tag. Tragen Sie sich in eine Witze-Mailingliste ein oder abonnieren Sie einen Witze-Newsletter. Lassen Sie sich von anderen Lustiges erzählen.
3. Sammeln Sie Komisches Lustige Dinge können wir sammeln und so für "schlechte Zeiten" aufbewahren. Schneiden Sie witzige Cartoons und Witze aus und kleben Sie in Ihr persönliches Lach-Buch. Sie können dort auch lustige Begebenheiten oder Film- und Buchtipps usw. notieren. Auf diese Weise haben Sie immer etwas zum Lachen parat, wenn Sie Ihre Stimmung heben wollen.
4. Lernen Sie, über sich selbst zu lachen Über sich selbst lachen zu können, ermöglicht es uns nicht nur, immer wieder Grund zum Lachen zu haben, sondern es macht uns auch das Leben leichter. Um über sich selbst lachen zu können, müssen Sie zunächst einen Schritt quasi neben sich selbst machen. Beobachten Sie sich dann aus der Perspektive eines Dritten - möglichst liebevollen Beobachters. Mit dem Blick von außen fällt uns meist recht schnell auf, das vieles was wir tun sehr komisch sein kann.
Literatur zum Thema: Vera F. Birkenbihl: Humor: An Ihrem Lachen soll man Sie erkennen Barbara Rütting: Lachen wir uns gesund Jürgen Wippich: Lachen lernen: Einführung in die Provokative Therapie Frank Farrellys
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Denk-ABC zum Thema "Angst" Von Tania Konnerth und Ralf Senftleben Praktische Tipps klingen für Menschen, die unter Ängsten leiden, oft wie ein Hohn. Schnell fühlt man sich bei guten Ratschlägen unverstanden. Wenn man das könnte, was einem da empfohlen wird, würde man es ja tun! Statt solcher praktischen Tipps möchten wir Ihnen mit diesem Artikel vor allem Denkanstöße bieten. Sie finden ganz verschiedene Einzelaspekte zum Thema Angst und jeweils ganz konkrete Denkanstöße, mit denen Sie für sich weiterarbeiten können.
A wie Angst
Wichtiger Hinweis! Die folgenden Ausführungen sind als reine Denkanstöße gemeint und stellen keine wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Phobieforschung dar. Wenn Sie unter einer ernsten Angststörung leiden, empfehlen wir Ihnen, auf jeden Fall die fachliche Hilfe eines guten Therapeuten in Anspruch zu nehmen.
Angst hat viele Gesichter. Zwischen einem mulmigen Gefühl und schierer Panik gibt es alle erdenklichen Facetten und Abstufungen. Fest steht: Angst hat jeder Mensch. Angst kann eine leichte bis starke Unsicherheit auslösen, aber Angst kann auch quälende und krankmachende Züge annehmen. Wenn Angst für Sie ein Thema ist, dann finden Sie hier und im Folgenden viele Möglichkeiten, sich damit einmal ausführlich zu befassen. Zum Weiterdenken: Meine spontanen Assoziationen zum Thema Angst:... Erfahrungen, die ich mit der Angst gemacht habe:... Vor welchen Dingen oder Situationen habe ich Angst? Angst zu haben, bedeutet für mich: ... Wenn ich mir in bezug auf meine Angst etwas wünschen könnte, dann wäre das:...
B wie Berührungsängste Gewisse Berührungsängste haben wir wohl alle. Meistens geht es um Dinge, die wir nicht kennen und die uns (noch) unheimlich sind. Es geht um die Angst vor dem Unbekannten. Wenn wir diese Dinge erst einmal kennen gelernt haben, verlieren wir unsere Berührungsängste meist schnell - ja, manchmal können freunden wir uns mit dem erst so Bedrohlichen an. Es ist sehr oft die Angst davor, mit einer Situation oder Sache nicht umgehen zu können, also eine Angst vor Peinlichkeit oder nicht den eigenen Ansprüchen zu genügen, die Berührungsängste auslöst. Wenn wir z.B. in eine Gruppe von unbekannten Menschen kommen, haben wir fast alle Berührungsängste - man kennt die anderen nicht, will erst einmal abwarten, will sich keine Blöße geben. Wenn Berührungsängste zu stark werden, verlieren wir damit die Möglichkeit, uns auf Neues einzulassen. Zum Weiterdenken: Wo hatte ich in der Vergangenheit schon mal Berührungsängste, die aber schnell verschwunden sind? Wo habe ich heute Berührungsängste? Mit welchen Dingen möchte ich nicht in Berührung kommen? Wovon halten mit meine Berührungsängste alles ab? Wie könnte ich heute meine Angst vor dem Unbekannten um 5% kleiner werden lassen?
C wie Chaos Wir empfinden instinktiv Angst, wenn unsere ganz persönliche Ordnung aus den Fugen gerät oder zu geraten droht. Aus den Fugen kann unsere Welt durch ganz verschiedene Ereignisse geraten, wie z.B.: Verlust des Arbeitsplatzes, Trennung vom Partner, – 152 –
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Tod eines nahe stehenden Menschen, Misserfolge, finanzielle Nöte, Krankheiten und durch vieles andere mehr All diese und ähnliche Ereignisse stürzen uns in ein Chaos und Chaos kann sehr bedrohlich sein. Manche Ereignisse können uns sogar so stark belasten, dass wir daraus eine kurzfristige oder auch dauerhafte Angststörungen entwickeln. Nun ist es leider so, dass Ordnung immer nur ein vorrübergehender Zustand ist. Leben heißt Veränderung und wenn sich Dinge verändern, geraten sie oft auch durcheinander. Wir sind also gefordert, mit einem gewissen Chaos leben zu lernen. Zum Weiterdenken: Meine spontanen Assoziationen zum Thema Chaos: ... Welche chaotischen Situationen habe ich bereits in meinem Leben erlebt und wie ging es mir damit? Welche Art von Chaos macht mir am meisten Angst? Was könnte mir dabei helfen, mit chaotischen Situationen besser umzugehen?
D wie Dunkelheit Vor der Dunkelheit haben nicht nur viele Kinder Angst, sondern auch Erwachsene. In harmloseren Fällen geht man mit einem mulmigen Gefühl in den Keller oder vermeidet Spaziergänge zu später Stunde. In ernsten Fällen kann die Angst vor der Dunkelheit aber auch zu einer richtigen Phobie werden. Tatsächlich hat die Dunkelheit ein bisschen etwas Unheimliches: Wir können weniger sehen, uns weniger orientieren und so fühlen wir uns auch weniger sicher. Darüber hinaus kann die Dunkelheit aber auch symbolhaft für Dinge stehen, mit denen wir uns nicht beschäftigen wollen - oder, wie man auch sagt, die wir "verdrängen". Hin und wieder macht es aber Sinn, auch mal in die dunklen Ecken zu schauen, denn nur so können wir erkennen, dass dort gar keine schrecklichen Monster sind. Zum Weiterdenken: Meine spontanen Gedanken zum Thema Dunkelheit: ... Wie ich die Dunkelheit als Kind erlebt habe: ... Wie es mir heute mit der Dunkelheit geht: ... Welche dunklen Punkte in mir (oder in meiner Vergangenheit) könnte es geben, die mir Angst machen? Wie könnte man Licht in die Dunkelheit bringen?
E wie Enge Von seiner Wortbedeutung her kommt "Angst" von dem lateinischen Begriff "angustus", was soviel wie "eng" bedeutet. Und als Enge oder Beklemmung empfinden wir dann auch oft unsere Angst. Enge bedeutet, keinen Ausweg zu haben, sich nicht bewegen zu können, festzustecken. Man sagt auch, dass jemand sich in die Enge getrieben fühlt - und das ist ein sehr unangenehmes Gefühl. Wer Angst hat, neigt dazu, sich einzuigeln. So wird der Erfahrens- und Lebenshorizont immer kleiner - und enger. Ein Teufelskreis setzt ein. Um den durchbrechen zu können, ist es wichtig, wieder Stück für Stück für eine Erweiterung zu sorgen - in unseren Gedanken, in unseren Erfahrungen, in unserem Leben. Zum Weiterdenken: Enge bedeutet für mich: ... Wodurch ich mich in die Enge getrieben fühle: ... Wo spüre ich die Enge in meinem Körper? Was könnte mir ein Gefühl von Weite geben? Welche konkreten Dinge kann ich tun, um mehr Platz in meinem Leben zu haben?
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F wie Fokus Wenn wir Angst haben, dann sind wir wie das Kaninchen vor der Schlange. Völlig gelähmt starren wir auf die Gefahr (real, aber auch bildlich gesprochen). Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, gewinnt an Bedeutung - wird also größer (auch wieder real und bildlich gesprochen). Es füllt bald unser gesamtes Sicht- und Wahrnehmungsfeld aus, so dass es nur noch das angstmachende Element gibt. Tatsächlich aber, gibt es immer noch die Welt darum herum. Indem wir lernen, unseren Fokus nicht spitz nur auf das angstauslösende Objekt zu richten, sondern auch wenigstens kleine Teile der Umgebung wahrzunehmen, können wir uns ein bisschen aus unserer Angststarre lösen. Zum Weiterdenken: Auf welche Dinge konzentriere ich mich, wenn ich Angst habe? Wenn ich Angst habe, was nehme ich dann wahr? Wie könnte ich es schaffen, in einer Angstsituation auch noch andere Dinge wahrzunehmen? Drei Dinge in meiner Außenwelt, auf die ich mich konzentrieren könnte: ...
G wie Geborgenheit Wenn wir uns geborgen fühlen, haben wir weniger Angst oder können uns der Angst leichter stellen. Innerhalb einer geborgenen Atmosphäre können Kinder und auch Erwachsene leichter Mut und innere Stärke entwickeln. Geborgenheit suchen wir vor allem bei unserem/r Partner/in. Manchmal kann aber der andere durch unser Bedürfnis nach Halt überfordert werden. Auch wenn wir verlassen werden oder keinen Partner haben, geht es darum, dafür zu sorgen, trotzdem Geborgenheit zu finden - z.B. in dem wir uns Gleichgesinnten anschließen. Es ist gut, gerade in der Angst, nicht allein zu sein. In letzter Konsequenz müssen wir aber selbst innerlich bereit sein, Geborgenheit erleben zu können. Wir müssen sie uns erlauben, sie uns zugestehen und bereit sein, etwas dafür zu tun. Dazu gehört, sich manchmal einzugestehen, schwach zu sein und dazu gehört auch, selbst etwas zu geben. Zum Weiterdenken: Geborgenheit bedeutet für mich: .... Momente der Geborgenheit in meiner Vergangenheit: ... Was gibt mir heute Halt und Geborgenheit? Bei welchen Menschen oder Einrichtungen könnte ich ganz konkret Halt und Geborgenheit finden? Was könnte mich daran hindern, Geborgenheit zu erleben? Was könnte ich tun, um mir selbst Halt und Geborgenheit zu geben? Wem gebe ich Geborgenheit?
H wie Hilfe Angst ist zunächst ein ganz normales und grundsätzlich auch ein sehr sinnvolles Gefühl. Ohne Angst würden wir Link-Tipps uns zu leicht in allerlei Gefahrensituationen begeben. www.angst-auskunft.de Unsere Angst bewahrt uns also vor vielen schlimmen Dingen. Aber wie alles andere auch wird unsere Angst www.angst-und-panik.de dann kritisch, wenn sie zu stark wird. Bei stärkeren und vor allem massiven Angststörungen ist es ratsam, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Immer noch scheuen viele Menschen diesen Weg, weil sie befürchten, als "verrückt" angesehen zu werden. Wer aber spürt, allein nicht weiterzukommen, ist nicht krank, sondern braucht einfach Hilfe. Und Hilfe braucht jeder mal. Zum Weiterdenken: Was geht mir spontan durch den Kopf, wenn ich daran denke, eine Therapie zu machen? Welche Bedenken habe ich vielleicht gegen eine Therapie? Welchen Nutzen könnte eine Therapie für mich haben? Wo könnte ich mich über eine Therapie beraten lassen?
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I wie Innere Sicherheit Als Kinder waren wir in hohem Maß abhängig von anderen Menschen. Als Säuglinge noch vollständig, aber mit zunehmenden Alter wurden wir selbstständiger und damit auch unabhängiger. Mit der zunehmenden Selbstständigkeit bildet sich dann auch das in uns, was man als "innere Sicherheit" bezeichnen kann. Innere Sicherheit - das ist im Idealfall die Gewissheit, dass wir selbst für uns sorgen können und dass, was immer auch passieren wird, es einen Weg geben wird, wie es weitergeht. Gerade bei ängstlichen Menschen ist das Gefühl der inneren Sicherheit aber oft wenig ausgeprägt bzw. verkümmert. Es ist sehr hilfreich, sich einmal ganz bewusst mit dem Thema "innere Sicherheit" zu befassen, denn indem wir lernen, dieses Gefühl zu entwickeln, werden uns auch beängstigende Momente immer weniger hilflos sein lassen. Zum Weiterdenken: In welchen Situationen in meinem Leben habe ich ein Gefühl von innerer Sicherheit gespürt? Auf einer Skala von 1 für "nicht vorhanden" bis 10 für "perfekt" wo würde ich meine momentane innere Sicherheit einschätzen? Was für ein Symbol, eine Erinnerung oder Metapher könnte für meine innere Sicherheit stehen, woran ich denken kann, wenn ich mich schwach fühle? Was macht es mir schwer, mich innerlich sicher zu fühlen? Was kann ich heute tun, um 5% mehr innerer Sicherheit zu gewinnen?
J wie Ja Die meisten Menschen kämpfen gegen ihre Angst an, sehen sie als Feind, als Quälgeist, ja sogar als Folterknecht. Sehr oft aber könnte sich die Situation durch folgende zwei Buchstaben ändern: "Ja". Das kleine Wörtchen "ja" ist eines der kraftvollsten, das es gibt! Wenn Sie Ihre Angst hassen und bekämpfen, dann hassen und bekämpfen Sie damit einen Teil in sich selbst. Wenn Sie Ihre Angst annehmen können und "ja" sagen, dann nehmen Sie diesen Teil in sich an und sagen zu sich selbst "ja". So abstrus das vielleicht klingen mag, weil Sie ja die Angst weghaben wollen, aber durch dieses "ja" wird die Angst kleiner werden. Zum Weiterdenken: Meine Assoziationen zu dem Wort "ja": ... Was könnte schlimmstenfalls passieren, wenn ich öfter "ja" zu meiner Angst sagen würde? Ob es mir möglich wäre, vielleicht zunächst nur zu 5% "ja" zu meiner Angst zu sagen? Würde es vielleicht etwas bringen, wenn ich statt "nein", zuerst "vielleicht" sage?
K wie Körperreaktionen Unsere Angst können wir auch körperlich spüren: Wir bekommen ein mulmiges Gefühl im Magen, unsere Knie werden weich, vielleicht zittern wir, unsere Stimme kann versagen, uns der Schweiß ausbrechen, unsere Atmung wird immer schneller und flacher und trotzdem haben wir das Gefühl, kaum Luft zu bekommen, uns kann schwindelig werden, die Fähigkeit, klar zu denken, wird blockiert u.ä. Diese körperlichen Reaktionen setzen oft reflexartig ein, so dass wir zunächst nicht allzu viel tun können. Aber sowie wir uns unserer Angst bewusst werden, können wir mit kleinen und einfachen Dingen der Angstreaktion entgegensteuern, wie z.B. tief durchzuatmen, uns zu bewegen u.ä. Zum Weiterdenken: Wie könnte ich mich selbst daran erinnern, in einer Angstsituation einige Male tief durchzuatmen? – 155 –
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Welche Bewegungsmethoden (oder auch Körpertherapien) könnten mir gut tun? Wo könnte ich z.B. Atemtechniken oder die Bioenergetik erlernen? Was könnte mir sonst noch alles körperlich gut tun, wenn ich Angst habe?
L wie Loslassen Angst bekommen wir oft dann, wenn wir das Gefühl haben, über eine Situation keine Kontrolle zu haben. Aber wenn wir mal ehrlich sind, dann haben wir sowieso nur über ganz wenige Dinge wirklich Kontrolle. Wir versuchen Dinge festzuhalten, die man nicht festhalten kann. Was hier hilft, ist loslassen, loslassen und noch mal loslassen. Zum Weiterdenken: Was fällt mir spontan zum Thema "Loslassen" ein? Über was in meinem Leben habe ich wirkliche und 100%-ige Kontrolle? Was würde passieren, wenn ich mehr Dinge mit einem Lächeln loslassen könnte? In welchen Bereichen kann ich das Loslassen üben?
M wie Mut Als Gegenteil von Angst gilt Mut. Aber was ist Mut eigentlich? Mut hat genauso viele Gesichter wie die Angst. Mutig kann es sein, sich einer Gefahr zu stellen. Mut beweist aber auch, wer eine Angst zugeben kann. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Sprung vom 3-Meter-Brett im Schwimmunterricht. Die ganze Schulklasse steht unten und johlt. Wer dort oben ist, seine Angst eingesteht und die Treppe heruntersteigt, zeigt eine andere Art von Mut als die wir normalhin kennen. Mut ist also nicht das Gegenteil von Angst. Aber Mut ist eine enorme Kraftquelle, um uns der Angst zu stellen. Zum Weiterdenken: Wo bin ich schon einmal mutig gewesen? Wo würde ich gerne mutiger sein? Was könnte ich tun, um meinen Mut öfter zu spüren? Welches Symbol oder welche Metapher könnte mich in Kontakt mit meinem Mut bringen? Wann wäre ich richtig mutig?
N wie Nutzen Ein Punkt der oft übersehen wird, ist der Nutzen, den wir von unserer Angst haben. Vielleicht reagieren Sie jetzt ganz erstaunt oder sogar etwas verärgert? Sie leiden schließlich unter Ihrer Angst - wie kann ich da von "Nutzen" schreiben? Tatsächlich aber haben wir von unserer Angst, so schlimm sie auch sein mag, einen oder sogar mehrere so genannter "Sekundärnutzen". Wir bekommen auch etwas dafür, sonst würden wir die Situation ändern. Als ängstliche Menschen bekommen wir zum Beispiel oft: Aufmerksamkeit, Fürsorge, eine Entschuldigung, etwas nicht tun zu müssen, die Möglichkeit zu Aus- oder Schonzeiten u.ä. Wenn wir nun versuchen, unsere Angst zu überwinden, dann kann es sein, dass wir es unbewusst gar nicht wollen, weil sie ja eben auch einen Nutzen hat. Sich klar darüber zu werden, was uns unsere Angst bringt, ermöglicht es uns, für diese Sachen auf eine bessere Art zu sorgen, so dass es leichter wird, die Angst loszulassen. Zum Weiterdenken: Was könnte ich von meiner Angst haben? Was könnte sie mir für einen Nutzen bringen? Wie könnte ich diesen Nutzen auf anderen Wegen erreichen, mit denen es mir besser geht?
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O wie Ohnmacht Angst kann uns in eine Starre versetzen. Wir fühlen uns ohnmächtig und sind unfähig, etwas zu tun. Durch das Gefühl der Ohnmacht und des Gelähmtseins wird unser Angstgefühl noch schlimmer, denn zu spüren, dass wir nichts tun können, ist zusätzlich beängstigend. Diesen Teufelskreislauf gilt es zu unterbrechen. Ein Ansatz könnte sein, eine winzig-kleine Aktivität zu machen. Zum Weiterdenken: Welche aktive Handlung - so winzig sie auch immer sein mag - könnte ich das nächste Mal machen, wenn ich Angst habe? Wie könnte ich mich an diese winzige, aktive Handlung erinnern, damit ich sie nicht vergesse? Womit belohne ich mich, wenn ich diese kleine aktive Handlung geschafft habe?
P wie Panik(attacke) Die Steigerung von Angst ist Panik. Hier verlieren wir vollkommen die Kontrolle über uns. Wir sind komplett gelähmt oder schreien, weil wir uns nicht anders zu helfen wissen. Menschen mit einer Angststörung kann eine Panikattacke ohne ersichtlichen Grund überfallen. Wenn das passiert, dann kommt zu der Angst oft auch noch die Angst vor der unerwarteten Angst hinzu. Wieder entsteht ein Teufelskreis. Bei solchen massiven Angststörungen ist grundsätzlich therapeutische Hilfe zu empfehlen. Zum Weiterdenken: War ich schon mal richtig in Panik? Was hat das mit mir gemacht? Was bedeutet Panik für mich persönlich? Wozu könnte Panik gut sein? Gibt es Dinge, die ich tun kann, um eine Panikattacke im Vorfeld zu vermeiden? Welche sind das? An wen kann ich mich in einer akuten Panik-Attacke wenden? Wo finde ich Hilfe?
Q wie Qualität Kennen Sie den Begriff "Lebensqualität"? Lebensqualität ist ein Ausdruck dafür, dass wir unser Leben so gestalten, dass wir es genießen können. Dass wir glücklich sind, zufrieden und dankbar, mit dem was wir haben und dass wir wissen, was wir gerne noch erreichen möchten und das angehen. Für Menschen, die unter massiver Angst leiden, hat das Leben oft kaum noch Qualität. Es wird vielmehr zur Qual. Hier gilt es hinzuschauen, dass wir oft bereit sind, unendliche Qualen zu ertragen, bevor wir z.B. Hilfe annehmen oder etwas in unserem Leben verändern. Sie können Ihre Lebensqualität aber nur steigern, wenn Sie etwas für sich tun. Angst geht nicht von allein weg. Zum Weiterdenken: Welche Qualität hat mein Leben jetzt? Wie würde ich mir mein Leben wünschen? Will ich zulassen, dass weiterhin durch meine Angst leide? Was könnte es mir ermöglichen, für mich zu sorgen und mein Leben in die Hand zu nehmen? Wo kann ich Hilfe finden, um meine Lebensqualität Schritt für Schritt zu steigern?
R wie Referenzsituationen Ängstliche Menschen neigen dazu, sich ganz generell allem zu entziehen, was bedrohlich wirkt. Dadurch verlieren sie aber mehr und mehr das Vertrauen in sich selbst, Herausforderungen zu bewältigen, weil sie nicht mehr die Erfahrung machen, es zu schaffen. Eine Angstspirale setzt ein. "Referenzsituationen" sind solche Situationen, in denen wir ein Angstgefühl überwunden haben. Aus diesen Erfolgen können wir Kraft und Mut schöpfen. Zum Weiterdenken: Wo in meinem Leben habe ich schon mal Ängste überwunden? In welchem Bereich könnte ich es wagen, ein kleines Risiko einzugehen?
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Welche Angst scheint mir überschaubar genug, dass ich mich daran wagen kann, sie Schritt für Schritt zu überwinden? Wie stelle ich sicher, dass ich auch meine kleinen Erfolge wahrnehme und würdige?
S wie Sicherheit Wenn wir uns sicher fühlen, haben wir keine Angst. Nun ist die Sache mit der Sicherheit aber ziemlich schwierig, denn 100%ige Sicherheit gibt es nicht. Erich Kästner sagte einmal sinngemäß "Das Leben ist immer auch lebensgefährlich." und hat damit eine sehr wichtige Erkenntnis auf den Punkt gebracht. Es gibt aber einige Dinge, die wir tun können, um uns sicherer zu fühlen. Wenn eine Frau öfter abends unterwegs hat und befürchtet, überfallen zu werden, kann ein Kurs in Selbstverteidigung einerseits das Selbstvertrauen stärken, aber ganz praktisch auch die eigene Sicherheit erhöhen. Maßnahmen dieser Art können uns also dabei helfen, uns unserer Angst nicht als Opfer hinzugeben, sondern aktiv etwas dafür zu tun, uns nicht von ihr beherrschen zu lassen. Zum Weiterdenken: Was brauche ich, um mich sicherer zu fühlen? Welche konkreten Maßnahmen fallen mir ein, die mir ein größeres Sicherheitsgefühl geben würden? Was könnte mir dabei helfen, damit klarzukommen, dass es keine endgültige Sicherheit gibt?
T wie Tod Starke Angst ist in letzter Konsequenz immer eine Todesangst. In Gefahrensituationen fürchten wir uns davor, verletzt zu werden und im schlimmsten Fall zu sterben. In dem wir uns mit dem Thema Tod befassen und uns mit der Aussicht, irgendwann sterben zu müssen, bewusst auseinandersetzen, können wir deshalb allen anderen Ängsten etwas von ihrer Energie nehmen. "Ja" zum Tod zu sagen, öffnet den Weg zum Leben. Zum Weiterdenken: Was mir zum Thema Tod einfällt: ... Wie ich mich mit dem Thema Tod auf eine neue Art befassen könnte: ... Wer oder was mit dabei helfen könnte, mich mit dem Thema Tod auszusöhnen: ... Was ich vom Tod über das Leben lernen kann: ...
Ü wie Überwindung Einige Angsttherapien arbeiten damit, Betroffene gezielt in die angstmachenden Situationen zu bringen, damit sie auf diese Weise lernen, ihre Angst zu überwinden. Das kann durchaus erfolgreich sein - muss es aber nicht. Um die eigene Angst zu überwinden, muss es nicht immer die Schocktherapie sein, sondern es ist auch möglich, sich der Angst in winzig kleinen Schritten zu nähern. Was hilfreich oder angeraten ist, ist individuell verschieden. Zum Weiterdenken: Wie könnte ich mich ganz behutsam Schritt für Schritt an meine Angst herantasten? Verlange ich bei der Angstbewältigung vielleicht zu viel von mir? Könnte ich mir vorstellen, meine Angst dadurch zu überwinden, dass ich plötzlich mit ihr konfrontiert würde? Wer könnte mir dabei helfen, meine Angst in meinem eigenen Tempo zu überwinden?
V wie Vertrauen Nicht "Mut" ist das Gegenteil von Angst, sondern "Vertrauen" ist es. Angst ist die Erwartung, dass etwas Schlimmes passieren wird. Vertrauen dagegen ist die Erwartung, dass alles gut wird. Wenn wir also lernen wollen, mit der Angst umzugehen, dann sollten wir vor allem unser Vertrauen stärken. Gemeint ist damit das Vertrauen, dass wir in der Lage sind, Herausforderungen und auch schwierige Situationen zu bewältigen. Also Vertrauen in uns selbst und in unsere Fähigkeiten. Aber zusätzlich ist auch unser Vertrauen in die Welt und in das Leben gemeint. Hier geht es um eine Form von spirituellem Wachstum. – 158 –
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Zum Weiterdenken: Was für mich Vertrauen bedeutet: ... Wann in der Vergangenheit habe ich vertrauen können: ... Wie könnte sich mein Leben verändern, wenn ich mehr vertrauen könnte: ... Was könnte ich heute tun, um ein ganz klein wenig mehr Vertrauen zu entwickeln?
W wie Wichtig nehmen Beim Thema Angst gibt es zwei sich scheinbar widersprechende Aspekte, die aber bei genauerem Hinsehen zu einem passenden Ganzen verschmelzen: wir nehmen uns oft zu wichtig und gleichzeitig nicht wichtig genug. Gemeint ist damit Folgendes: Sich selbst zu wichtig zu nehmen - Angst hat jeder Mensch. In unserer eigenen Angst glauben wir oft, dass sie einzigartig ist. Aber tatsächlich gibt es immer auch andere Menschen, die genau die gleiche Angst haben manchmal weniger und manchmal sogar stärker. Sich das einmal klarzumachen und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, kann unsere eigene Angst in eine andere Perspektive bringen. Sich selbst nicht wichtig genug zu nehmen - Sich selbst nicht wichtig genug zu nehmen, äußert sich oft darin, dass wir nicht gut für uns sorgen. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die meisten Menschen sich selbst wirklich schlecht behandeln? Da wird Raubbau mit dem eigenen Körper betrieben, da werden sich Wünsche und Sehnsüchte verboten und da wird man für sich selbst zum schlimmsten Kritiker. Menschen, die in dieser Weise nicht gut für sich sorgen, neigen manchmal dazu, dieses Defizit auszugleichen. Und zwar paradoxerweise häufig genau dadurch, dass sie sich selbst zu wichtig zu nehmen beginnen (s.o.). So entsteht ein Teufelskreis. Zum Weiterdenken: Wo könnte ich mit Menschen sprechen, die unter ähnlichen Ängsten wie ich leiden? Inwiefern könnte es mir helfen, zu erkennen, mit meiner Angst nicht allein zu sein? Wie es wohl wäre, wenn ich einen Menschen treffen würde, der noch mehr Angst als ich hat? Wie ganz konkret, kann ich besser für mich sorgen? Fallen mir Dinge ein, die ich brauche, nach denen ich mich sehne? Kann es einen Menschen geben, der wichtiger für mich sein kann, als ich selbst?
X wie x-beliebige Objekte Angst können wir einigen wenigen Dingen haben, aber es gibt auch Menschen die fast vor allem Angst haben. Wir können Angst vor Ereignissen, Aufgaben, Situationen, Tieren, anderen Menschen und vielem, vielem mehr haben. Deutlich gesagt: letztlich ist der Angstauslöser gar nicht so wichtig. Selbst wenn unsere Angst aus einem schlimmen früheren Ereignis entstanden ist (wie z.B. eine Angst vor Hunden, weil man gebissen wurde) - es hätte auch ein anderes Ereignis sein können und wir hätten dann vor einer anderen Sache Angst. Das zu erkennen, gibt uns einen Schlüssel zur Lösung unseres Angstproblems in die Hand: Wenn wir nämlich den Gedanken zulassen können (und sei er auch noch so kurz), dass das Objekt selbst vielleicht wirklich xbeliebig sein könnte, dann würde es für diesen kurzen Moment sehr viel weniger bedrohlich wirken. Zum Weiterdenken: Wovor ich Angst habe: .... Warum es genau diese und keine andere Sache ist:... Wovor ich noch Angst haben könnte: ... Warum ich davor aber keine Angst habe: ...
Z wie Zivilisationskrankheit Das Leben in unserer westlichen Welt ist im Gegensatz zu früher deutlich ungefährlicher geworden: Wir müssen (im Normalfall) nicht mehr um das nackte Überleben kämpfen. Aber wir brauchen auch keine "realen" Gefahren, um Angst zu haben. Wir können genauso Angst haben vor Spinnen, offenen Plätzen, Hunden oder vor der Angst selbst.
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Obwohl Außenstehende das kaum verstehen können, sind diese Gefahren für den Einzelnen nicht weniger real, als wenn jemand mit einer gezogenen Pistole vor einem steht. Gefahren werden zutiefst subjektiv empfunden. Zum Weiterdenken: Was ist für mich gefährlich? Auf einer Skala von 1 für vollkommen harmlos bis 10 für Todesgefahr: wo würde ich das, was ich als gefährlich empfinde, einordnen? Was kann mir aus dieser Gefahr heraus faktisch passieren? Wie wahrscheinlich ist das? Durch welche Maßnahmen könnte ich mich vielleicht etwas sicherer fühlen?
Literatur zum Thema: Shirley Trickett: Angstzustände und Panikattacken erfolgreich meistern Doris Wolf: Ängste verstehen und überwinden Roger J. Callahan: Leben ohne Phobie Susan Jeffers: Selbstvertrauen gewinnen. Die Angst vor der Angst verlieren Heilmeditationen von Rüdiger Dahlke: Angstfrei leben (Cassette)
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Goldene Momente - der Zauber des Glücklichseins Von Esther M. Djahangiri, MA - < mailto:
[email protected] > Auf der Suche nach einem glücklichen Leben erliegen die meisten Menschen dem Irrtum, dass Glück ein anhaltender Zustand ist, den sie irgendwann erreichen können, wenn sie sich nur intensiv genug darum bemühen. Hinter dieser Vorstellung verbergen sich zwei Irrtümer, die uns unweigerlich daran hindern, unser Ziel zu erreichen: 1. Glücklich-sein ist kein anhaltender Zustand. 2. Die Straße nach Irgendwann führt nach Nirgendwo.
Glücklich-sein ist kein anhaltender Zustand Wer das nicht versteht, der verwechselt Glück mit Zufriedenheit. Die traurige Folge dieser Verwechslung ist ein Leben ohne Höhepunkte. Ein Leben, das sich uns nicht in seiner Vielfalt zeigen kann, und das uns irgendwann eine gewisse Leere spüren lässt. Eines Tages erreichen wir dann den Punkt, wo wir uns fragen, warum wir nicht glücklich sind, obwohl sich doch viele unserer Wünsche erfüllt haben. Wir schauen auf unser Leben und suchen nach dem Fehler. Träumten wir die falschen Träume? Erreichten wir die falschen Ziele? Weshalb befinden wir uns in einer seelischen Sackgasse? Und immer wieder fragen wir uns: "Warum bin ich nicht glücklich?" Wir stecken uns neue Ziele, arbeiten noch härter, leisten uns noch mehr und stellen uns eines Tages doch wieder dieselbe Frage: "Warum bin ich nicht glücklich?" Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach; und dennoch fällt es fast allen Menschen sehr schwer, den Inhalt voll anzunehmen und in das tägliche Leben einzubauen: "Du bist nicht glücklich, weil du den Augenblick nicht genießen kannst!"
Die Straße nach Irgendwann führt nach Nirgendwo Eben weil wir verlernt haben, den Augenblick als einen in sich abgeschlossenen Abschnitt unseres Lebens zu sehen, ignorieren wir ihn. Wir leben in einer Welt, in der Zeit eine wichtige Rolle spielt. Wir sind trainiert, ungeduldig zu sein: ExpressPutzereien, Ein-Stunden-Photoentwicklung, Fast Food, noch schnellere Computer, programmierbare Herde, augenblicklich wirkende Medikamente ... all diese "Hilfen" verlocken uns unser Denken vom Augenblick abzulenken, um in der Zukunft mehr Zeit zu haben. Gegen die Idee ist ja nichts einzuwenden. Natürlich ist es wunderbar, wenn ich nach Hause komme und mich sofort zu Tisch setzen kann, weil der Herd das Nachtmahl schon auf die gewünschte Temperatur gebracht hat. So gewinne ich Zeit um mit meiner Familie zu plaudern. Aber: nützen wir all diese Einrichtungen tatsächlich in diesem Sinne? Sind sie nicht in Wahrheit versteckte Stressfaktoren? Wann haben Sie zuletzt die Zeit, die Sie durch einen raschen Imbiss im Fast Food Restaurant gewonnen haben, dazu genutzt sich Freude, Regeneration oder Genuss zu verschaffen? ... Was hat Ihnen die rasche Fahrt von A nach B tatsächlich gebracht? Haben Sie Ihren (Zeit-)Gewinn sinnvoll angelegt, oder haben Sie ihn einfach verjubelt? Ohne darüber nachzudenken tappen wir alle immer wieder in dieselbe "wenn ..., dann ..."-Falle: Wenn ich wieder gesund bin, dann werde ich mehr Zeit mit meinen Lieben verbringen. Wenn ich genügend Geld gespart habe, dann werde ich mich ein paar Tage im Wellness Hotel verwöhnen lassen. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann werde ich den Sprachkurs machen. Usw.
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Die Liste lässt sich endlos fortführen. Aber: ist dieses dann jemals eingetreten? Eingetreten in dem Sinn, dass Sie auch tatsächlich gemacht haben, was Sie sich vorgenommen hatten? Was ist Ihnen schon alles entgangen, weil Sie Ihr Wohlbefinden auf irgendeinen Punkt in der Zukunft verschoben haben?
Der richtige Zeitpunkt ist immer JETZT! Um einen Augenblick zu einem Goldenen Moment werden zu lassen, ist es wichtig, seine Bestandteile zu kennen: 1. Bewusst-sein - Ein Goldener Moment ist ein Zeitabschnitt, in dem ich mir vollkommen bewusst bin, dass er soeben passiert. Mit allen Fasern meines Körpers und mit geschärften Sinnen. 2. Loslassen bzw. Annehmen - Ich versuche nicht länger die Lösung für ein Problem zu finden, sondern ich überlasse alles dem Leben. Ich beurteile nicht, sondern nehme einfach an, was mir dieser Goldene Moment gibt. Alles ist wertfrei; es ist, wie es ist. 3. Die innige Verbindung - Ich gehe mit mir oder meiner Umgebung eine bewusste, innige Verbindung ein. Diese innige Verbindung ist nichts anderes als Liebe. Ich überwinde die übliche Trennung und werde eins mit jemandem oder mit etwas.
Wie kann ich möglichst viele Goldene Momente in meinen Alltag einbauen? Die wichtigste Voraussetzung ist, dass ich meine Ansicht über den Wert und über die Qualität der Zeit überdenke. Nicht Quantität darf im Vordergrund stehen, sondern Qualität! Was verbinden Sie z.B. mit dem Wort "langsam"? Wenn ich meinen Seminarteilnehmern diese Frage stelle, so lauten die Antworten: "alt", "nervtötend", "zeitraubend", "unmodern" ... Kaum je nannte jemand positive Eigenschaften. Und das ist schade! 1. Bewusst-sein 2. Annehmen bzw. Loslassen 3. eine innige Verbindung eingehen ... So einfach kann es sein, einem scheinbar leeren Dasein wieder Leben einzuhauchen! Das funktioniert aber nur, wenn Sie das Gelesene auch wirklich in die Tat umsetzen! Wissen allein bedeutet noch keine Macht - erst der Einsatz dieses Wissens macht uns zu proaktiven Menschen, die bewusst ihr Leben so gestalten, dass es ihnen auch Freude macht und sie erfüllt! Sollten Sie bis hierher ein bisschen aufgewacht sein, und Lust auf Goldene Momente bekommen haben, so möchte ich Ihnen mit den folgenden Tipps bei Ihrem Unternehmen helfen:
1. Seien Sie Ihr bester Freund oder Ihre beste Freundin Wie oft wissen wir, was unseren Liebsten gut tut: Wir kaufen ihnen Geschenke, die wir uns selbst nicht kaufen würden, wir hören ihnen teilnahmsvoll zu, wo wir unsere innere Stimme ignorieren und wir hoffen, dass sie unsere gut gemeinten Ratschläge befolgen, und denken gar nicht daran, dass uns diese Ratschläge auch helfen würden!
2. Entscheiden Sie, was wirklich wichtig ist! Überdenken Sie Ihre Ziele: Sind sie wirklich alle so wichtig? Tragen sie wirklich alle zu Ihrem Wohlbefinden bei? – 162 –
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Sind nicht manche bei genauerer Betrachtung nichts anderes als Gewohnheiten, die Sie gar nicht mehr bewusst wahrnehmen?
3. Seien Sie flexibel Nehmen Sie allen Mut zusammen und überlegen Sie, ob Dinge, "die man einfach nicht ändern kann", wirklich eherne Gesetze sind. Und wenn ja, wer ist denn der Autor dieser Vorschriften?
4. Legen Sie bewusst kleine und kleinste Pausen ein Überdenken Sie Ihren Tagesablauf und finden Sie Möglichkeiten, sich kurz zurückzuziehen, um neue Kraft zu tanken. Dazu brauchen Sie kein Bett! Aber Achtung: lassen Sie sich während dieser Pausen nicht dazu verleiten, über all das nachzudenken, das noch erledigt werden muss. Leben Sie besonders während dieser Zeit nur im Augenblick. Sie haben beschlossen, eine gewisse Zeit zu entspannen, und genau das sollten Sie dann auch tun. Ohne schlechtes Gewissen!
5. Kommen Sie doch einmal absichtlich zu spät Das scheint Ihnen unmöglich? Probieren Sie es doch einfach - und lassen Sie sich von der Tatsache überraschen, dass sich die Welt dennoch weiterdreht!
6. Bündeln Sie Ihre Energien Ich könnte auch sagen: Konzentrieren Sie Ihre Anstrengungen, bündeln Sie sie. Machen Sie einen Laserstrahl aus jeder Handlung und fragen Sie sich, ob dieser Strahl sein Ziel auch klar treffen kann.
7. Der Weg ist das Ziel Das rasche Tempo, in dem wir leben, zwingt uns, unseren Blick immer auf das Ziel zu richten. Das ist notwendig und richtig, solange wir es schaffen, uns schon am Weg zu vergegenwärtigen, dass es eine schöne Reise ist!
8. Schreiben Sie täglich ein paar Zeilen Unterhalten Sie sich einfach mit sich selbst. Erzählen Sie sich Ihre Sorgen und Ihre Freuden, loben Sie sich für Gelungenes und besprechen Sie mit sich Lösungen für die täglichen Herausforderungen.
9. Das Leben ist ein Marathon, kein Sprint Dieses Bild, das Leben als Marathon und nicht als Sprint zu sehen, verhindert automatisch, dass Sie schon bei den ersten Kilometern versuchen, all Ihre Kräfte einzusetzen.
10. Geben Sie sich selbst mehr Raum Waren Sie schon einmal in der Situation, dass Sie einem anderen gute Ratschläge geben konnten, und erst in diesem Augenblick erkannten, dass Sie selbst in einer ähnlichen Situation ratlos waren? Außenstehende haben fast immer einen besseren Blickwinkel. Verschaffen Sie sich diesen breiten Blickwinkel, indem Sie Ihr Problem loslassen. Sie werden sehen, dass sich aus dieser neuen Perspektive Lösungen zeigen, an die Sie vorher nicht gedacht haben - an die Sie gar nicht denken konnten! © bei Esther M. Djahangiri, MA, Life Academy - < mailto:
[email protected] >
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Was tun bei schlechter Laune? Von Tania Konnerth Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht auch hin und wieder mal schlechte Laune hat. So eine handfeste miese Stimmung ist also vollkommen menschlich. Aber leider fühlt sich schlechte Laune nicht wirklich gut an - und wenn sie auch noch anhält, wird es meist auch für unsere Umgebung unangenehm. Gut, die meisten Verstimmungen gehen auch von allein vorbei, aber manche sind hartnäckiger oder kommen häufig wieder. Wie geht man nun am besten damit um? Ablenken, wegdrängen oder ausleben? Eine klare Antwort auf diese Frage haben wir nicht, dafür aber einige Tipps und Denkanstöße dafür, was Sie bei Schlechte-Laune-Attacken tun können. Schauen Sie doch einmal, ob etwas für Sie dabei ist.
Der erste Schritt: Gestehen Sie sich ein, schlechte Laune zu haben Schlechte Laune haben und sich selbst einzugestehen, schlecht gelaunt zu sein, sind meist zwei ganz verschiedene Paar Schuhe. Sicher haben Sie auch schon öfter erlebt, dass jemand einen anderen anmotzt: "Ich habe überhaupt keine schlechte Laune!" und sein Tonfall und Gesichtsausdruck den Sprecher sofort Lügen strafen. Der Satz "Du hast wohl schlechte Laune, was?" kann uns, wenn wir schlecht gelaunt sind, regelrecht auf die Palme bringen. Wir sind vielleicht etwas gereizt, aber gleich von schlechter Laune zu reden, ist ja wohl übertrieben. Es geht auch niemanden was an und uns darauf anzusprechen, ist eine Frechheit. Wird ja wohl mal erlaubt sein, nicht immer nur strahlend durch die Welt zu laufen, oder? So und ähnlich reagieren wir, wenn wir auf unsere Laune angesprochen werden. Tatsächlich ist es nämlich gar nicht so leicht, sich selbst seine schlechte Laune zuzugestehen. Wie bereits eingangs geschrieben, ist mal schlechte Laune zu haben, menschlich und an sich kein Problem. In unserer Spaßgesellschaft wollen aber die meisten immer gut drauf sein bzw. erwarten es auch voneinander. Schlechte Laune ist schließlich anstrengend und unangenehm und man zeigt damit in gewisser Weise eine Schwäche. Lösen Sie sich von diesen Gedanken und sagen Sie einmal zu sich selbst: "Ok, ich habe jetzt schlechte Laune." Einfach so als neutralen Satz, ohne Entschuldigung und ohne Beschwichtigung und auch ohne zu dramatisieren. Es wird Sie erleichtern.
Und dann: Informieren Sie die anderen über Ihre Missstimmung Schlechte Laune ist vor allem auch für unser Umfeld unangenehm - dann z.B., wenn wir andere anmotzen oder gar verletzen. So kann unsere schlechte Laune schnell ansteckend wie ein Virus werden und sie verbreitet sich, ohne dass wir es wollen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir den Menschen, die zum Zeitpunkt unserer schlechten Laune um uns herum sind, einfach kurz sagen, dass wir heute etwas muffelig sind und dass sie uns doch bitte ein bisschen in Ruhe lassen sollen. Nun gibt es sicher einige Menschen, die damit nicht gut umgehen können, die meisten aber werden Verständnis haben und unsere Reaktionen zumindest etwas besser einschätzen können. Am besten sagen Sie den anderen, was Sie sich von ihnen wünschen, also z.B. für einen Moment allein sein zu können oder dass der andere keine Fragen stellt u.ä. Das macht es Ihrem Gegenüber leichter, Sie nicht ungewollt zu provozieren.
Dritter Schritt: Treffen Sie eine Entscheidung Wenn Sie sich Ihre schlechte Laune eingestanden und dafür gesorgt haben, dass die Menschen um Sie herum, Ihr Verhalten besser verstehen, können Sie sich nun überlegen, ob Sie diese Stimmung annehmen und ausleben oder ob Sie sie verändern wollen. Sich selbst die Chance zu geben, zu entscheiden, ob man für eine Zeitlang muffelig bleiben will oder nicht, bringt ein aktives Element in die Situation. Schlechte Laune kommt zwar manchmal ungefragt, aber wir sind ihr nicht hilflos ausgeliefert. Wir haben immer eine Wahl.
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Sowohl die Stimmung auszuleben, als auch sie zu verändern, kann je nach Situation sinnvoll sein, es gibt hier also kein "richtig oder falsch". Die meisten Menschen werden spontan wohl lieber die schlechte Laune in eine gute umwandeln wollen. So verständlich der Wunsch ist, sich schnell wieder besser zu fühlen, so wichtig ist es aber, sich darüber hinaus klarzumachen, dass auch unsere miesen Stimmungen zu uns gehören und wichtig sind. Oft ist es sehr sinnvoll, auch mal schlechte Stimmungen zuzulassen. Schlechte Laune kommt oft scheinbar grundlos wie aus heiterem Himmel. Tatsächlich aber hat sie in der Regel einen Grund. Nur sind die tieferen Gründe von Missstimmungen gar nicht so leicht zu erkennen. Indem wir die schlechte Laune überhaupt erst einmal annehmen und zulassen, erhalten wir die Möglichkeit, ihre Wurzeln zu entdecken. Auf diese Weise können wir unter Umständen eine ganze Menge über uns erfahren.
Ideen für die schlechte Laune und dagegen Wie auch immer Sie sich in Ihrer Situation entscheiden - im Folgenden finden Sie nun noch eine Reihe von Tipps, was Sie ganz praktisch tun können, um entweder Ihre Laune auszuleben oder aber sie zu verändern. Hier kommen einige konkrete Praxistipps für Sie, mit denen Sie Ihre schlechte Laune entweder mal ganz bewusst ausleben oder sie auch verändern können.
So können Sie Ihre schlechte Laune bewusst leben Mit "schlechte Laune ausleben" meinen wir natürlich nicht, sie an anderen Menschen auszulassen. Hier einige Ideen, was Sie statt dessen tun können: Sie können z.B. dafür sorgen, eine Zeitlang allein zu sein, um ungestört und ganz für sich selbst da sein zu können. Sie können alle Gedanken ungefiltert aufschreiben - ohne Punkt und Komma und ohne über Rechtschreibung oder Stil nachzudenken. Schreiben Sie für mind. 10 Minuten, ohne zu unterbrechen (Zeitschaltuhr stellen). Wenn Ihnen nichts einzufallen scheint, schreiben Sie, dass Ihnen nichts einfällt - es ist wichtig, den Schreibfluss nicht zu unterbrechen. Sie können sich auch ein Stück weit in die Stimmung hineinsinken lassen und mal überlegen, ob es Dinge in Ihrem Leben gibt, die immer wieder ein Gefühl von Unzufriedenheit auslösen. Allein mögliche Themenfelder benennen zu können wie z.B. "Partnerschaft" oder "Beruf", reicht zunächst vollkommen aus konkreter darüber nachdenken können Sie später. Vielleicht möchten Sie mit jemandem über Ihre Laune sprechen? Es sollte eine Person sein, die eine schlechte Stimmung aushält und diese nicht zu verändern versucht, sondern einfach nur zuhören kann, ohne kluge Ratschläge zu geben. Probieren Sie vielleicht auch einmal aus, ob es Ihnen gut tut, Ihre schlechte Laune durch das Schlagen auf ein Kissen, die Bettmatratze oder, wenn Sie einen haben, auf einen Sandsack, auszuleben. Viele Menschen fühlen sich danach erleichtert und befreit. Hören Sie Musik, durch die Sie in Kontakt mit Ihren Gefühlen kommen. So finden Sie vielleicht überraschende Empfindungen, die sich quasi hinter der schlechten Laune verstecken, wie z.B. Trauer, Langeweile oder Unzufriedenheit. Überlegen Sie sich ruhig noch weitere Maßnahmen, die Ihnen dabei helfen, Ihre schlechte Laune auszuleben (ohne dabei anderen zu schaden) und ergänzen Sie diese Liste für sich.
So kommen Sie an die "schlechte-Laune-Wurzeln" Wie schon zuvor angesprochen, können häufige und andauernde schlechte Laune-Attacken ein Zeichen dafür sein, dass etwas Grundlegendes in unserem Leben nicht stimmt. Dann ist es ratsam, sich einmal genauer damit zu befassen. Hier finden Sie einige Denkfragen, mit denen Sie Ihre schlechte Laune durchleuchten können: Gibt es einen konkreten Anlass für meine Laune? Wenn ja, welcher ist es? Oder sind es mehrere? Welche? Was genau ist jetzt in mir? (Bitte alles unzensiert aufschreiben, was Ihnen hier spontan in den Sinn kommt) Was würde ich jetzt am allerliebsten tun? Was ärgert mich oft? (Bitte alles notieren) Was macht mich unzufrieden? Was würde ich mir für mein Leben anders wünschen?
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Fassen Sie Ihre Erkenntnisse aus diesen Denkfragen dann zusammen und überlegen Sie sich, welche konkreten Ziele Sie daraus ableiten können, mit denen Sie Ihr Leben nach und nach so gestalten können, dass Sie zufriedener werden.
Und das können Sie tun, um Ihre schlechte Laune zu verändern Ihre Stimmung verändern zu wollen, ist z.B. dann angeraten, wenn Sie beginnen, sich hineinzusteigern, zunehmend destruktiv bzw. aggressiv werden oder schlicht keine Lust mehr auf die Muffeligkeit haben. Hier finden Sie einige Ideen, die Ihre Laune deutlich verbessern können.
Tipp Probieren Sie doch einmal aus, welche der Tipps bei Ihnen wirken und ergänzen Sie diese Liste noch mit eigenen Ideen. Wenn Sie dann mal wieder richtig muffelig sind und daran etwas ändern wollen, können Sie je nach Bedarf aus den verschiedenen Tipps wählen.
Verändern Sie Ihre Körperhaltung und Mimik Was Sie als erstes tun können, ist ganz einfach, dabei aber sehr wirkungsvoll: Richten Sie sich gerade im Rücken auf, ziehen Sie Ihre Schultern etwas zurück und heben Sie den Kopf. Gucken Sie gerade und aufmerksam in Ihre Umgebung. Entspannen Sie Ihre Augenbrauen und die Stirn und vor allem: lächeln Sie! Sie glauben nicht, dass das etwas bringt? Um zu erfahren, dass allein diese kleinen Änderungen tatsächlich einiges gegen Ihre schlechte Laune tun, müssen Sie es einfach ausprobieren. Sie können, wenn Sie aufrecht und fröhlich lächelnd in die Welt schauen, kaum noch muffig sein. Ihr Körper sendet so nämlich ganz andere Signale - und zwar gut gelaunte. Und die wirken sich auf Ihre Stimmung aus. Etwas schwierig ist nur, diese positive und fröhliche Haltung beizubehalten. Das schaffen Sie aber mit etwas Selbstdisziplin durchaus.
Bewegen Sie sich Wenn wir schlecht gelaunt sind, sind wir oft auch verbissen und verkrampft. Lösen Sie deshalb zunächst einmal Ihre Kaumuskeln und das Kiefergelenk. Tun Sie so, als würden Sie einen riesigen Kaugummi kauen und machen Sie Mundbewegungen wie ein dicker Karpfen. Dann stehen Sie auf und strecken und räkeln sich. Schütteln Sie Arme und Beine aus. Hüpfen Sie auf der Stelle. Noch besser: gehen Sie joggen, Fahrrad fahren oder schwimmen. Auch zu tanzen, kann befreien und bewirken, wieder gut drauf zu sein. Probieren Sie aus, was Ihnen gut tut.
Suchen Sie sich was zum Lachen Humor und Lachen sind natürlich das allerbeste Mittel gegen schlechte Laune. Wie Sie lachen können, wenn Sie schlecht gelaunt sind? Machen Sie sich auf die Suche nach komischen Sachen: Witze, lustige Filme, Comics, witzige Bücher, Comedy-Sendungen u.ä. Und noch besser ist, über sich selbst lachen zu können. Karikieren Sie deshalb einfach sich und Ihre schlechte Laune so sehr ins Extrem, dass Sie vielleicht etwas grinsen, bald aber befreit über sich lachen können.
Gönnen Sie sich oder unternehmen Sie etwas Schönes Manchmal brauchen wir auch einfach nur eine Freude, um wieder besser gelaunt zu sein. Vielleicht sollten Sie sich etwas Schönes gönnen oder sich verwöhnen lassen. Eine Massage oder ein Saunabesuch kann sehr wohltuend sein. Oder Sie unternehmen etwas, bei dem Sie gar nicht mehr schlecht gelaunt sein können: ein Besuch im Kabarett, einen Kinofilm, sich mit jemandem treffen, der einen mit seiner guten Laune anstecken kann oder was immer Ihnen einfällt. Sich etwas Schönes zu gönnen, kann übrigens auch darin bestehen, sich ein heißes Bad einzulassen und danach früh ins Bett zu gehen.
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Tun Sie etwas Sinnvolles Manchmal entsteht schlechte Laune auch aus einer inneren Unzufriedenheit mit sich selbst heraus. Hier kann es sehr hilfreich sein, sich an eine sinnvolle Arbeit zu machen, die so oder so gemacht werden muss, zu der man sich aber sonst nicht aufraffen kann, wie z.B. die Steuer zu machen, den Keller aufzuräumen oder die Fenster zu putzen. Schlechte Laune haben Sie ja bereits - es kann also nur besser werden. Und das wird es ganz sicher: Wenn Sie die ungeliebte Aufgabe erledigt haben, werden Sie sich auf jeden Fall besser fühlen.
Literatur zum Thema: Aljoscha Schwarz und Ronald Schweppe: Licht für die Seele Anton Lichtenauer (Hrsg.): Gönn dir einen Stern
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Die Welt der eigenen Gefühle entdecken Von Tania Konnerth Gefühle gehören zu uns und unserem Leben. Im Alltag neigen wir allerdings dazu, unsere Gefühle zu unterdrücken und zu verheimlichen. Selbst im Privatleben erlauben wir uns oft nicht, Gefühle auszuleben. Die meisten haben damit schlechte Erfahrungen gemacht - wir wurden z.B. als Kinder geschimpft und gemaßregelt, haben vielleicht andere durch Gefühlsausbrüche verletzt oder erlebten Gefühle vor allem als schmerzhaft. Und so tragen viele Menschen Masken, hinter denen Emotionen und Empfindungen jeder Art gut verborgen werden. Wenn wir unsere Gefühle ständig unterdrücken, schneiden wir uns von einem ganz wesentlichen Teil von uns selbst ab. So sinnvoll es oft ist, die eigenen Gefühle kontrollieren zu können, so wichtig ist es auch, sich hin und wieder auf die Entdeckungsreise zu ihnen zu machen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie genau das tun können.
Keine Angst vor Gefühlen! Gefühle machen vielen Menschen Angst. Gefühlsausbrüche anderer sind den meisten von uns unangenehm und auch wir selbst tun alles dafür, uns selbst in dieser Hinsicht keine Blöße zu geben. Wenn wir Gefühle zeigen, fürchten wir vielleicht, dass andere uns für schwach, unkontrolliert, überzogen, hysterisch oder ähnliches halten. Außerdem können Gefühle vollkommen überwältigend sein - und so haben viele Angst, dass einiges in unserem Leben aus den Fugen geraten könnte, wenn wir unsere Gefühle einmal zulassen. Wichtig ist, sich klarzumachen, dass es zwischen den Extremen "Keine Gefühle zeigen" auf der einen Seite und dem "sich unkontrolliert in Gefühle hineinzusteigern" auf der anderen viele Spielarten gibt. Es besteht durchaus die Möglichkeit, sich seinen Gefühlen in kleinen Schritten und auf eine "gesunde" Art zu nähern und sie konstruktiv auszudrücken. Sie selbst können die Intensität beeinflussen.
Gefühlvoll leben Gefühle dauerhaft zu unterdrücken führt dazu, dass wir auch das Leben nicht in seiner Intensität auskosten können. Wer sich von Schmerz und Trauer abschneidet, blockiert damit auch schöne Gefühle wie Freude oder Liebe. So verständlich die Sehnsucht danach ist, nur angenehme Empfindungen zu haben, so unerreichbar ist dieser Wunsch. Zum Leben gehört ganz einfach die gesamte Gefühlsfarb-Palette dazu, denn erst durch sie wird unser Leben bunt. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich Gefühle in der Regel schlicht nicht dauerhaft unterdrücken lassen. So sehr wir sie auch verdrängen möchten, sie sind dennoch da. Sie wirken dann in tieferen Schichten. Von dort aus können sie hin und wieder unerwartet hervorbrechen, sie können sich verhärten und manchmal machen sie auch krank.
Die Energie der Gefühle nutzen Gefühle haben viel Energie - positive oder negative. Diese Energie konstruktiv auszuleben, tut gut - und wir können lernen, diese Energie für uns zu nutzen. Begeben Sie sich deshalb ruhig einmal mutig auf eine Entdeckungsreise zu Ihren Gefühlen. Es gibt viel zu entdecken! Sie müssen dabei auch gar nicht in jedes Gefühl in aller Tiefe einsteigen. Es reicht, wenn Sie mit Neugier und Offenheit schauen, was da so alles in Ihnen ist. Dazu stellen wir Ihnen im Folgenden einige Übungen vor. – 168 –
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5 Möglichkeiten, die eigenen Gefühle zu erforschen Wichtig dabei ist, dass Sie sich möglichst keine Gedanken über die Ergebnisse machen, sondern sich einfach mit Spaß und Offenheit daran machen, wieder ein Stück von sich selbst kennen zu lernen.
Übung 1: Gefühle beschreiben Beginnen Sie am besten mit etwas Bekanntem: Unsere Gefühle zu beschreiben, fällt uns deshalb am leichtesten, weil wir uns im Gespräch mit sehr vertrauten Menschen hin und wieder so weit öffnen können, dass wir über unsere Gefühle sprechen. Nutzen Sie hier nun einmal die Methode des so genannten "Free-Writings", um sich schreibend Ihren Gefühlen zu nähern. Für diese Übung nehmen Sie sich bitte mindestens 20 Minuten Zeit, in denen Sie ungestört sein können. Sie brauchen einen Stift und ein Blatt Papier oder ein Notizbuch. Schreiben Sie oben auf das Blatt den Titel "Meine Gefühle". Schließen Sie nun die Augen und atmen Sie einige Male tief durch. Spüren Sie behutsam in sich hinein. Was fühlen Sie gerade? Können Sie eines oder mehrere Gefühle erkennen? Bitte lassen Sie die Augen so lange geschlossen, bis Sie wirklich in Kontakt mit einem oder mehreren Ihrer Gefühle sind. Für den Anfang brauchen das keine "spektakulären" Empfindungen zu sein. Auch so etwas wie "müde", "neugierig", "ungeduldig" oder "albern" sind Empfindungen, mit denen Sie sich näher befassen können. Registrieren Sie, welche Bezeichnungen, welche Worte Ihnen in den Sinn kommen. Öffnen Sie die Augen und schreiben Sie alles auf - und zwar unsortiert, unzensiert und ohne viel zu überlegen. Sie brauchen nicht auf Rechtschreibung oder Stil zu achten. Alles, worum es geht, ist einfach eine schriftliche Skizze von dem zu bekommen, was da gerade in Ihnen ist. Wichtig: wenn Sie glauben, dass Ihnen nichts mehr einfällt, bleiben Sie trotzdem dran und schreiben Sie weiter. Wenn Ihnen immer wieder dasselbe einfällt, schreiben Sie Begriffe ruhig doppelt oder dreifach auf. Ihr Schreibfluss sollte nicht abbrechen. Diese Übung können Sie ruhig einige Male wiederholen. Sie kann sogar zu einem täglichen Ritual werden - 5-10 Minuten Freewriting bringt Sie jeden Morgen in Kontakt mit dem, was in Ihnen ist und so werden Sie sehr viel bewusster in den Tag starten und können einigen Ballast loswerden.
Übung 2: Gefühle malen Gefühle lassen sich nicht immer vollständig in Worte fassen. Manchmal sind sie diffus und flüchtig. Nutzen Sie einmal die Möglichkeit, das was in Ihnen ist, in Farben und Formen auszudrücken. Sie brauchen dafür Malpapier und Farben. Sehr gut eignen sich Wachsmalstifte oder auch Wasser- bzw. Acrylfarben. Sie können natürlich auch Filzstifte, Buntstifte oder anderes wählen - ganz wie es Ihnen angenehm ist. Versetzen Sie sich nun in ein Gefühl Ihrer Wahl. Vielleicht spüren Sie den ganzen Tag schon etwas in sich rumoren. Oder Sie machen eine bestimmte Musik an, mit der Sie sich in ein bestimmtes Gefühl versetzen können. Schließen Sie ruhig wieder die Augen, um intensiv in Kontakt mit dem Gefühl zu kommen. Und malen Sie dann einfach drauf los! Es geht nicht darum, ein Bild zu malen, sondern Sie sollen nur Ihre Gefühle mit Farben und Formen auszudrücken versuchen. Lassen Sie sich ganz von Ihren inneren Gefühlen leiten - versuchen Sie bitte nicht, etwas davon zu manipulieren. Möchten Sie alles schwarz malen, tun Sie es. Spüren Sie den Impuls, mit mehreren Stiften gleichzeitig zu malen, tun Sie das. Vertrauen Sie sich ganz dem Gefühl an und seien Sie neugierig darauf, was sich Ihnen zeigen wird. Diese Übung können Sie jederzeit zwischendurch machen, wenn Sie spüren, dass etwas in Ihnen Ausdruck finden möchte. Sehen Sie es als Ventil und als Möglichkeit, Gefühle in Ihnen konstruktiv auszuleben. Sie können die Bilder nach der Übung fortwerfen - oder, wenn Sie Ihnen gefallen auch aufheben oder rahmen. Wichtig ist nur, während der Übung keinerlei Qualitätsanspruch an das Ergebnis zu haben.
Übung 3: Gefühle tanzen Eine wundervolle Möglichkeit, Gefühle auszudrücken ist der Tanz. Das nutzen jedoch die allerwenigsten von uns. Seltsamerweise tanzten wir als Jugendliche fast alle gern und konnten uns auf der Tanzfläche auch richtig gehen lassen. Mit dem Erwachsenwerden ließ das meist nach und viele brauchen leider inzwischen einiges an Alkohol, um sich zu trauen, sich tänzerisch auszudrücken. Probieren Sie diese Möglichkeit einfach einmal in Ihrem Zimmer aus, wenn Sie allein sind. Wählen Sie eine Musik, die Sie tief berührt. Drehen Sie den Regler ruhig ein bisschen lauter (ggf. setzen Sie Kopfhörer auf). Stellen Sie sich in die Mitte des Raumes, schließen Sie die Augen und spüren Sie zunächst nur. Lassen Sie die – 169 –
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Musik Sie umschmeicheln oder aufrütteln. Nehmen Sie die Melodie, den Rhythmus, die Stimme, die Instrumente und das Gesamtbild der Musik ganz bewusst wahr. Wenn Sie einen Impuls spüren, dann geben Sie dem einfach nach. Zu Beginn werden es eher kleine Bewegungen sein - wir müssen erst lernen, uns zu trauen. Lassen Sie alles zu, was Ihr Körper tun möchte. Schwingen Sie mit den Armen, hüpfen Sie, wiegen Sie sich im Takt, drehen Sie sich. Was immer sich da ausdrücken will, heißen Sie herzlich willkommen und freuen sich an Ihren eigenen Bewegungen. Der körperliche Ausdruck dessen, was wir fühlen, kann im wahrsten Sinne sehr bewegend sein. Wundern Sie sich deswegen bitte nicht, wenn Sie vielleicht lachen oder weinen möchten. Tun Sie es. Lassen Sie sich auf Ihre Gefühle ein - und tanzen Sie Ihren ganz persönlichen Tanz. Diese Übung können Sie mit unterschiedlichen Musikarten wiederholen. Seien Sie gespannt darauf, wie viel Ausdruckskraft Sie an Ihrem Körper entdecken werden.
Übung 4: Gefühle tönen Wir können unsere Gefühle auch in Tönen ausdrücken. Trauer wird oft in Schluchzen ausgedrückt, Wohlbefinden in Seufzen usw. Darüber hinaus können wir aber noch zahlreiche andere Töne machen. In den seltensten Fällen nutzen wir unsere Klangmöglichkeiten - vielleicht aus Scham oder weil wir uns es selbst nicht erlauben. Ziehen Sie sich für diese Übung wieder in Ihren eigenen Raum zurück und sorgen Sie dafür, nicht gestört zu werden. Vielleicht können Sie Ihre Wohnung ja auch mal für eine halbe Stunde ganz für sich allein haben. Stellen oder setzen Sie sich in die Mitte des Raumes und bringen Sie sich wieder in Kontakt mit einem intensiven Gefühl. Es spricht nichts dagegen, auch dafür Musik spielen zu lassen. Und während Sie sich immer tiefer auf Ihr Gefühl einlassen, erlauben Sie sich Töne zu machen. Zunächst nur ganz leise und zaghaft. Vielleicht ist es ein Brummen? Ein Quietschen? Ein Zischen? Ein Wimmern? Ein Grollen? Geben Sie den Impulsen nach, die kommen, ohne sie zu zensieren oder zu unterdrücken. Erlauben Sie sich nach und nach auch lauter zu werden, wenn Ihnen danach ist. Sie dürfen sich ausdrücken - lassen Sie Ihre Gefühle tönen. Auch bei dieser Übung kann es sein, dass die Gefühle dadurch stärker werden. Weinen Sie ruhig, wenn Ihnen danach ist oder lachen Sie aus ganzem Herzen.
Übung 5: Gefühle zeigen Als letzte Übung möchten wir Ihnen vorschlagen, Ihre Gefühle zu spielen. Denken Sie dazu an einen Pantomime-Künstler. Sie haben Ihren Körper, Ihre Mimik und Ihre Gestik, um darzustellen, was in Ihnen ist. Nehmen Sie sich den ganzen Raum, um sich auszudrücken. Haben Sie Mut, weit aus sich herauszugehen. Diese Übung können Sie zunächst auch allein für sich machen. Mit vertrauten Menschen gemeinsam kann aus dieser Übung aber auch eine sehr schöne und intensive Gruppenerfahrung werden.
Literatur zum Thema: Gefühle schreibend erforschen: Gabriele Rico: Von der Seele schreiben Für Kinder: Aliki: Gefühle sind wie Farben Simone Pfeffer: Emotionales Lernen Für den Beruf: Michael Weger: Gefühle zeigen und gewinnen
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Vom Anspruch, perfekt zu sein... Von Tania Konnerth Haben Sie an sich selbst auch den Anspruch, möglichst perfekt zu sein? Möchten Sie immer der oder die Beste sein und sind Sie selbst Ihr gnadenlosester Kritiker? Dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft, denn das geht sehr vielen Menschen so. Leider. Denn so ein Perfektionsanspruch ist ein sehr sicheres Mittel, es sich selbst nicht nur schwer zu machen, sondern auch eine Garantie dafür, dauerhaft unglücklich zu sein. Mit diesem Artikel möchten wir das Phänomen "Perfektionismus" beleuchten und Ihnen einige praktische Tipps bieten, wie Sie liebevoller mit sich selbst umgehen können.
Der Kampf um gute Noten, um Anerkennung - und um Liebe Wer sehnt sich nicht danach, geliebt und angenommen zu werden? Schon früh als Kinder lernen wir, dass diejenigen das meiste Lob und die größte Anerkennung bekommen, die gute Leistungen bringen. Wer brav ist, gut rechnen kann oder ein schönes Bild malt wird gelobt, erhält gute Noten und wir hören "Schau dir das mal an, warum kannst du das nicht auch so?" Wir lernen damit, den Wert unserer Leistungen - und in einem zweiten Schritt dann auch den unseres Seins - an anderen zu messen. Wir glauben, dass wenn wir nur gut genug wären, so gut wie eben die anderen, würden wir endlich von allen geliebt und angenommen werden. Und so vergleichen wir uns ständig mit anderen. Wir schielen nach deren Leistungen und Erfolgen und möchten genau das auch erreichen. Nur nicht schlechter sein, nur nicht versagen.
Ich muss besser sein... Bald reicht es uns nicht mehr, genauso gut wie andere zu sein - nein, wir wollen besser sein. Und zwar im Idealfall besser als alle anderen. So entsteht die fixe Idee vom Perfektionismus: Wir beginnen damit, unsere Leistungen mit unserem persönlichen Wert gleichzusetzen. Nur wenn wir perfekte Leistungen bringen, sind wir überhaupt etwas wert und nur wenn wir es schaffen, vollkommen und fehlerfrei zu sein, dann ist uns die Liebe aller sicher - so glauben wir. Ein Irrtum, der sehr schwer wieder aus unseren Köpfen zu bekommen ist...
Ein aussichtsloser Kampf Wir geraten auf diese Weise quasi in einen ewigen Wettkampf. Allerdings mit einem Gegner, den wir niemals schlagen können. Auch wenn wir uns nämlich mit anderen vergleichen, so sind es tatsächlich wir selbst, mit dem wir ringen. Überlegen Sie doch einmal: selbst wenn Sie etwas besser gemacht haben, als ein anderer, reicht es in der Regel nicht aus. Vielleicht fühlen Sie für kurze Zeit eine Befriedigung. Sie werden aber immer nur so gut sein, wie Sie es eben gerade sind. Sie können nicht besser sein, als Sie es sind. Und damit kämpfen Sie einen Kampf, den Sie nie gewinnen werden.
Perfektionsstreben bringt keine Liebe... Hinter unserem Drang, perfekt zu sein, liegt oft die Idee, dass uns andere Menschen lieben werden, wenn wir nur gut genug sind. Nicht selten versuchen wir durch hohe Leistungen die Liebe vor allem von den Menschen zu bekommen, die uns Anerkennung verweigern. Liebe lässt sich aber nicht bestechen. Hohe Leistungen bringen uns vielleicht bewundernde Blicke, aber noch lange keine Liebe. Der erste Schritt, um geliebt werden zu können ist, dass Sie lernen, sich selbst anzunehmen und zu lieben - so unperfekt Sie auch immer sein mögen.
... aber dafür so viel Schmerz – 171 –
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Instinktiv spüren wir alle, dass unser Ziel, perfekt zu sein, nicht zu erreichen ist. Schließlich scheitern wir wieder und wieder, denn es gibt immer jemanden, der etwas besser kann als wir. Und sollten wir tatsächlich in einem Gebiet Meisterschaft erreichen, so wachsen irgendwann Jüngere nach, die uns überholen oder wir stellen fest, dass dafür andere in anderen Gebieten besser als wir sind. Mit unserem Perfektionsdrang fügen wir uns immer wieder selbst Schmerz zu. Zunächst durch den enormen Druck, den wir uns auferlegen und dann aber auch durch die ständige - zwangsläufige - Konfrontation mit unserem Scheitern. Und wie um das Ganze noch schlimmer zu machen, schimpfen wir dann auch noch auf uns selbst und reden uns ein, dass wir nicht liebens- oder achtenswert sind.
Was tun Sie sich an? Sehr wahrscheinlich werden Ihnen diese Formulierungen überzogen vorkommen und Sie werden viele gute Argumente dafür finden, warum es gut ist, perfekt sein zu wollen. So werden Sie vielleicht einwenden, dass Sie nur durch Ihren Perfektionsanspruch so leistungsfähig und erfolgreich sind und dass man immer an sich arbeiten muss - Stümper gibt es genug... usw. Richtig ist, dass ein gesunder Ehrgeiz uns zu guten Leistungen anspornt, dafür sorgt, dass wir uns konzentrieren, wenn es darauf ankommt und uns dazu motiviert, uns stetig zu verbessern. Aber zwischen diesem Ehrgeiz und dem Anspruch, perfekt zu sein, liegen Welten. Bei Menschen, die an sich den Anspruch haben, perfekt zu sein, ist Dauerfrust und -schmerz vorprogrammiert. Spüren Sie noch einmal in aller Ruhe nach: Wo ordnen Sie sich selbst ein? Wenn Sie beim Lesen dieses Artikels ahnen, dass Sie sich mit Ihrem Perfektionsanspruch das Leben doch deutlich schwerer machen, als nötig, dann haben wir im Folgenden einige Denkanstöße und praktische Tipps für Sie, wie Sie einen anderen Umgang mit sich selbst lernen können. Hier finden Sie nun einige Denkanstöße sowie praktisch umsetzbare Tipps, mit denen Sie in zwei kleinen Schritten lernen können, Ihren Perfektionsanspruch an sich zu reduzieren.
1. Erkenntnis: Perfektion gibt es nicht! Eine ganz wichtige Erkenntnis im Zusammenhang mit dem Thema "Perfektion" ist die folgende: Perfektion gibt es nicht. Perfektion ist für uns schlicht unmöglich. Warum? Weil wir Menschen sind. Es ist menschlich, Fehler zu machen und Fehler machen uns menschlich. Wir sind keine Roboter, keine Maschinen, sondern wir sind Wesen mit Stimmungen und Emotionen. Wir können viel wissen und Sachen exzellent beherrschen - aber wenn wir z.B. traurig sind, müde oder auch hungrig, können unsere Leistungen nachlassen. Wir lassen uns ablenken, wir reagieren manchmal trotzig. Wir können auch einfach mal etwas vergessen oder uns richtig "blöd" anstellen. Es ist das wunderbare, breite und schillernd bunte Spektrum menschlicher Verhaltensweisen, das uns tagtäglich zur Verfügung steht. Und es ist unser einzigartiger Charakter, unser ganz besonderes Wesen, das uns immer von anderen unterscheiden wird. Selbst wenn wir lernen, so gut wie ein anderer zu rechnen oder zu turnen, wenn wir so viel Geld wie jemand haben oder so gut Auto fahren können - wir werden immer wir selbst bleiben. Was wir also erreichen können, ist auf perfekte Weise wir selbst zu sein. Nehmen Sie folgenden Spruch für sich mit: "Ich bin der beste Ich, den es gibt." Ralf Senftleben
2. Erkenntnis: Ein Perfektionsanspruch behindert Eine weitere und gerade für Perfektionisten verblüffende Erkenntnis ist folgende: unser Perfektionsanspruch schadet er uns oft viel mehr als dass er uns nutzt. In Julia Camerons Buch Der Weg des Künstlers findet sich u.a. ein sehr interessanter Gedanke: "Perfektionismus ist die Weigerung, sich die Erlaubnis zu geben, sich vorwärts zu bewegen."
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Und da ist einiges dran. Viele Menschen, die unter ihrem eigenen Perfektionsanspruch leiden, haben so viel Angst davor, Fehler zu machen, dass Sie kaum Neues ausprobieren. Die Aussicht "Anfänger" zu sein und damit unendlich viele Fehler zu produzieren, lähmt sie. Etwas ganz neu zu beginnen, kostet viel Mut - wie aber sollen wir Mut aufbringen, wo wir uns doch selbst als allerschlimmste Kritiker im Nacken sitzen... Wären alle Menschen Perfektionisten, gäbe es kaum Entwicklung. Die Menschen selbst würden sich nicht weiterentwickeln und es gäbe auch keine neue Erfindungen oder Ideen. Was wäre das für eine Welt?
3. Erkenntnis: Wir werden liebenswerter, wenn wir weniger perfekt sein wollen Diese dritte Erkenntnis ist vielleicht die allerwichtigste, denn sie trifft Perfektionisten an ihrer empfindlichsten Stelle - nämlich an ihrer Sehnsucht danach, geliebt zu werden. Wissen Sie was passiert, wenn Perfektionisten den Mut aufbringen, sich auch mal Fehler zuzugestehen und ihren Drang, alles besser als andere zu machen, loslassen? Etwas ganz Wunderbares: andere Menschen öffnen sich plötzlich. Sie verlieren nämlich ihre Angst vor den scheinbaren Übermenschen, die durch ihren eigenen Anspruch auch in ihrer Umwelt ein Übermaß an Druck verursachen. Wer an sich selbst extrem hohe Ansprüche stellt, tut das auch anderen gegenüber. Wir können uns das vielleicht nicht zugestehen, aber die Bewertung von Leistungen in "perfekt" oder "nicht perfekt" ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir auch andere auf diese Weise betrachten. Machen Sie sich an dieser Stelle noch einmal Erkenntnis Nr. 1 bewusst: nicht perfekt zu sein, macht uns menschlich - und Menschen kann man lieben!
2 praktische Tipps für Sie Perfektionismus zu reduzieren, ist alles andere als einfach. Viele Menschen klammern sich an ihren Perfektionsanspruch, weil sie fürchten, ohne ihn würde alles zusammenbrechen. Nehmen sie es sich dann doch vor, dann oft mit der gleichen Härte - und dem gleichen Anspruch wie gewohnt, nach dem Motto: "Ich muss jetzt perfekt darin sein, nicht mehr perfekt sein zu wollen." Dass das nicht funktionieren kann, liegt auf der Hand. Beginnen Sie deshalb zunächst mit den folgenden zwei Schritten. Sie mögen Ihnen als Perfektionist fast zu klein und einfach vorkommen, aber glauben Sie mir, wenn Sie diese beiden Tipps anwenden, bedeutet das einiges an Veränderungsarbeit für Sie. Und sie lohnt sich!
Tipp 1: Hören Sie auf, sich mit anderen zu vergleichen Wann immer Sie merken, dass Sie sich mit anderen vergleichen und sich z.B. fragen, wie viel besser Sie oder der andere in was auch immer ist, dann halten Sie inne. Führen Sie den Gedanken nicht weiter, sondern fokussieren Sie sich auf sich selbst. Sie können dazu z.B. Ihre Hand auf Ihren Bauch legen, um sich selbst zu spüren. Atmen Sie dreimal ruhig und tief durch und sagen Sie zu sich: "Ich bin ganz bei mir."
Tipp 2: Verändern Sie Ihren inneren Dialog Achten Sie ab sofort darauf, wie Sie mit sich selbst reden - ob das nur in Gedanken ist oder auch laut ausgesprochen. Sie werden feststellen, wie hart Sie sich für Fehler selbst schimpfen und wie unerbittlich Sie mit sich umgehen, selbst wenn Sie gute Leistungen vollbringen. Halten Sie jedes Mal inne, wenn Sie merken, dass Sie kritisch mit sich selbst sind. Stoppen Sie mitten im Gedanken oder Satz und denken oder sagen Sie statt dessen: "Ich gebe in jeder Situation mein Bestes und das ist genug."
Zum Abschluss eine Inspiration Und zum Ende dieses Artikels möchte ich Ihnen noch eine wundervolle kleine Geschichte ans Herz legen, die Sie vermeintliche Fehler in Zukunft vielleicht ganz anders sehen lässt: Der kaputte Krug (Siehe Geschichten)
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Das Zeit zu leben E-Book – © Tania Konnerth / Ralf Senftleben GbR – http://www.zeitzuleben.de
Literatur zum Thema: Cynthia Curnan: Einfach perfekt
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Wie coache ich mich selbst? Von Ralf Senftleben Menschen, die ein Ziel erreichen wollen oder ein Problem zu lösen haben, können dazu die Hilfe eines professionellen Coaches in Anspruch nehmen. Auf diese Weise haben sie eine Person, die die richtigen Fragen stellt, um z.B. die eigenen Ziele zu überprüfen oder den Gedankenhorizont zu erweitern, wenn man mal feststeckt, die dafür sorgt, dass man seine Ziele nicht zu hoch steckt, bzw. sie in handliche kleine Portionen aufteilt und die einem hilft, dass man auf dem Weg nicht stecken bleibt, sondern sein Ziel wirklich umsetzt. Nun kann oder will sich nicht jeder einen solchen persönlichen Trainer oder Coach leisten. Für diesen Fall gibt es die Möglichkeit, sich selbst zu coachen. In diesem Artikel möchten wir Ihnen eine kleine "Schritt-für-Schritt-Anleitung" bieten, wie Sie ganz praktisch beim Selbstcoaching vorgehen können.
Schritt 1: Legen Sie Ihr Coachingziel fest Ganz zuerst überlegen Sie sich bitte, was Sie mit Ihrem Selbstcoaching überhaupt erreichen wollen. Also: was genau ist Ihr Ziel? Wollen Sie z.B.: aufhören zu rauchen, sich selbst mehr annehmen, abnehmen, regelmäßig Sport treiben, Ihr Selbstvertrauen verbessern, beruflich weiterkommen, sich selbst besser organisieren oder was genau ist es für Sie? Geht es Ihnen darum in bestimmten Situationen, Ihre Gefühle zu ändern, sich anders zu verhalten oder wollen Sie eine andere Einstellung zu bestimmten Dingen gewinnen? Nehmen Sie sich am besten ein leeres DIN-A4-Blatt und schreiben oben auf das Blatt groß "Mein Selbstcoaching" drauf. Mein Selbstcoaching
Dann überlegen Sie sich, was Sie erreichen wollen und schreiben dann oben auf das Blatt: Mein Coachingziel: Ich will ... – 175 –
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Lassen Sie sich ruhig Zeit, wenn Sie sich noch nicht 100%-ig darüber im klaren sind, was genau Ihr Coachingziel ist. Manchmal haben wir am Anfang nur eine verschwommene Vorstellung. Ziel des ersten Schritts ist es, diese Vorstellung zu konkretisieren und ein möglichst genaues, erreichbares Ziel festzulegen. Und dafür gibt es Hilfsmittel, wie z.B. die Zielmatrix.
Nutzen Sie die Zielmatrix Stellen Sie einmal eine Zielmatrix auf, um sich über Ihr Ziel klarer zu werden. Dafür erstellen Sie sich folgende Tabelle: Was will ich?
Genauer?
Bereich?
Bis wann?
Beantworten Sie nun in den einzelnen Spalten die folgenden Fragen: Was will ich?
Was will ich erreichen, verändern, tun, können oder fühlen?
Genauer?
Welches ganz konkrete Verhalten, welches Gefühl, welche Einstellung, welches Ereignis würde zeigen, dass ich mein Coachingziel erreicht habe?
Bereich?
In welchen Lebensbereichen oder Situationen will ich mein Coachingziel erreichen?
Bis wann?
Bis wann will ich mein Coachingziel erreicht haben?
Hier ein Beispiel: Was will ich?
Genauer?
Bereich?
Ich will mich besser organisieren
Ich weiß jederzeit, was ich Bei der Arbeit zu tun habe. Ich vergesse keine Aufgaben oder Termine mehr.
31. Januar
Ich habe meine Aufschieberitis im Griff.
Ich erledige unangenehme Aufgaben sofort bzw. möglichst schnell. Ich habe die die Einstellung: "Alle Aufgaben schnell vom Tisch" kultiviert.
Vor allem bei unangenehmen Aufgaben.Wenn ich vor der Entscheidung stehe, eine Aufgabe jetzt oder später zu erledigen.
31. Februar
[...]
[...]
[...]
[...]
Versuchen Sie nun selbst einmal, Ihr Ziel mit einer solchen Matrix zu erarbeiten.
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Bis wann?
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Nicht zu viel auf einmal Achten Sie an dieser Stelle bitte darauf, dass Sie sich nicht zu viel auf einmal vornehmen. Mit zu großen Erwartungen und Ansprüchen zu starten, ist der meist nur ein guter Weg, es nicht zu schaffen. Starten Sie lieber mit einem kleinen Ziel und lassen Sie es später größer werden.
Schritt 2: Überprüfen Sie Ihr Ziel noch einmal Wenn Sie ein Coachingziel für sich gefunden haben, dann macht es Sinn, noch einmal einen genaueren Blick darauf zu werfen.
Check 1: Setzen Sie überhaupt am richtigen Punkt an? Oft neigen wir nämlich dazu, ein Coachingziel festzulegen, das eigentlich nur Symptombekämpfung ist und uns gar nicht wirklich dahin führt, wo wir eigentlich hinwollen. Das hat u.a. damit zu tun, dass wir meist dazu neigen, die erstbeste und vielleicht auch die bequemste Problemlösung zu wählen, die uns in den Sinn kommt, obwohl dies nicht immer auch die tatsächlich beste Lösung ist. Wenn Sie z.B. von Ihrem Chef einfach zu viel Arbeit auf den Tisch bekommen, dann nutzt Ihnen das Coachingziel "Sich besser organisieren" nur bedingt. Zu viel Arbeit ist zu viel Arbeit, egal, wie gut man organisiert ist. Natürlich können Sie mit einer besseren Selbstorganisation auch mehr Arbeit in kürzerer Zeit erledigen, aber ein Zuviel bleibt ein Zuviel. Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, bei einem Problem genau nach den Ursachen zu suchen. In diesem Fall wäre vielleicht ein besseres Coachingziel, wenn Sie mittel- bis kurzfristig Ihre Arbeitslast verringern würden.
Hilfreiche Fragen Um Ihr Coachingziel noch einmal genauer zu untersuchen, können Sie sich an dieser Stelle fragen: Was will ich durch mein Coachingziel eigentlich erreichen? Worum geht es eigentlich? Und erreiche ich das auch wirklich durch mein Coachingziel? Wie ist es also bei Ihrem Ziel? Ist das nur Symptombekämpferei oder erreichen Sie damit wirklich das, was Sie erreichen wollen?
Check 2: Was ist der Preis Ihres Coachingziels? Viele Ziele scheitern daran, dass wir im Vorfeld die damit verbundenen Nachteile (das, was es uns kostet, das Ziel zu erreichen), nicht mit in unsere Überlegungen einbezogen haben. Erst bei der Umsetzung stellen wir dann fest, dass der Preis zu hoch ist. Deshalb ist es sinnvoll, Ihr Ziel noch einmal mit folgenden Fragen zu durchdenken: Was sind die Vor- und die Nachteile meines Coachingziels? Und wiegen die Vorteile wirklich schwerer als die Nachteile, wenn ich es erreicht habe? Beispiel Nehmen wir wieder unser Beispiel aus dem Schritt 1. Coachingziel: Ich will mich selbst besser organisieren, eine tägliche Aufgabenliste führen und keine Aufgaben mehr aufschieben. Vorteile, wenn ich mein Ziel erreiche
Mögliche Nachteile, wenn ich mein Ziel erreichen will
Ich erreiche mehr in weniger Zeit.
Es ist anstrengend, jeden Tag an die Aufgabenliste zu denken, besonders nachdem die erste Begeisterung nachgelassen hat.
Ich bin verlässlicher.
Es kostet Kraft und Überwindung, auch bei Unlust unangenehme Aufgaben zu erledigen.
Ich bin gelassener.
Ich bekomme mehr Arbeit aufgebürdet, weil ich effektiver arbeite.
[...]
[...]
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An dieser Stelle werfen Sie einmal einen ehrlichen Blick auf Ihr Ziel und fragen sich, was es Sie an Kraft, Zeit, Geld und Überwindung kosten wird und was es vielleicht noch für Nachteile hat. Wenn wir uns von Anfang an auch die möglichen Kosten eines Ziels bewusst machen, können wir uns besser darauf vorbereiten - oder auch entscheiden, dass der Preis zu hoch ist und uns von dem Ziel verabschieden.
Zusammengefasst Im zweiten Schritt geht es also darum, Ihr Coachingziel noch einmal zu überarbeiten und zu verändern, so dass Sie mit dem Ziel zum einen das "wirkliche Problem" adressieren und zum anderen die Kosten des Ziels nicht zu hoch sind oder Sie sich auf die Kosten des Ziels vorbereiten können. Im dritten Schritt lernen Sie nun eine Möglichkeit kennen, wie Sie es sich selbst einfacher machen können, Ihr Ziel zu erreichen.
Schritt 3: Erstellen Sie einen Coachingplan Was Sie jetzt noch brauchen, ist ein guter Plan, mit dem Sie festlegen, wie genau Sie Ihr Coachingziel erreichen und in welchen Zwischenschritten Sie das tun wollen.
Wie erreiche ich mein Coachingziel? In den meisten Fällen wissen wir selbst schon ziemlich gut, wie wir ein Coachinziel erreichen können. Wenn Sie sich allerdings noch nicht sicher sind, dann stellen Sie sich doch einfach einmal die folgende Frage: "Was fehlt mir noch, um mein Coachingziel zu erreichen?" oder "Was verhindert, dass ich mein Coachingziel bereits morgen erreicht habe?" Ausgehend von den Antworten auf diese beiden Fragen können Sie sich auf die Suche nach konkreten Schritten machen, mit denen Sie Ihr Coachingziel erreichen können. Wenn Sie sich z.B. fragen: "Was fehlt mir, um morgen schon gut organisiert zu sein?" fallen Ihnen vielleicht die folgenden Antworten ein: Ein aufgeräumter Schreibtisch (Mein Schreibtisch ist total zugemüllt) Überblick über meine Aufgaben (im Augenblick ist alles Chaos). Klarheit (Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll). Prioritäten (Ich halte mich ständig mit unwichtigem Kleinkram auf) [...] Aus diesen Punkten können Sie jetzt einen Aktionsplan festlegen, mit dem Sie planen, was genau Sie zu Ihrem Coachingziel führt. Aktionsplan: Ich räume meinen Schreibtisch auf und er bleibt aufgeräumt. Ich schreibe jeden Tag meine Aufgaben auf und notiere neue Aufgaben sofort. Ich teile meine Aufgaben in wichtig und unwichtig ein. Ich erledige die wichtigen Dinge immer zuerst. Ihr Aktionsplan gehört natürlich auch auf Ihren Selbstcoaching-Zettel. Es gibt auch Fälle, bei denen die Schritte zu Ihrem Coachingziel nicht ganz so offensichtlich sind. In diesem Fall macht es Sinn, wenn Sie sich entsprechende Literatur besorgen oder andere Leute fragen, ob diese Rat wissen.
Ein schrittweiser Stufenplan Es ist zwar ein verständlicher Wunsch, aber es macht in der Regel wenig Sinn, wenn Sie nun von sich selbst erwarten, dass Sie Ihr Coachingziel schon morgen erreicht haben. Leider tun wir das aber unbewusst oft ganz – 178 –
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automatisch. Auf diese Weise ist natürlich Frust vorprogrammiert. Um sich nicht auf diese Weise zu überfordern, stufen Sie jetzt noch Ihr Ziel ab und legen Zwischenschritte fest, die Sie nacheinander anstreben. Hilfreiche Fragen dazu sind: Wie sieht es z.B. aus, wenn Sie Ihr Ziel zu 10% erreicht haben? Wie, wenn Sie es zu 25% erreichen? Wenn Sie Ihr Ziel zu 50% erreicht haben? Und zu 75%? Und wie ist es, wenn Sie Ihr Ziel 100%-ig erreicht haben? Genau das sind die Zwischenschritte, die Sie jetzt schriftlich festlegen. Nehmen wir dazu wieder das Beispiel aus den vorangehenden Schritten. Coachingziel: Ich will mich selbst besser organisieren, eine tägliche Aufgabenliste führen und keine Aufgaben mehr aufschieben. in % Zwischenziele 10%
Ich schreibe einmal pro Woche eine Liste mit all meinen Aufgaben.
25%
Ich schreibe einmal pro Woche eine Liste mit all meinen Aufgaben und ergänze diese Liste alle 2 Tage um neue Aufgaben. Ich kennzeichne wichtige Aufgaben auf meiner Liste.
50%
Ich schreibe einmal pro Woche eine Liste mit all meinen Aufgaben und ergänze diese täglich um neue Aufgaben. Ich kennzeichne wichtige Aufgaben auf meiner Liste. Ich erledige 1 X pro Woche eine der wichtigen Aufgabe als allererstes am Tag.
75%
[...]
100% [...] Ihren Stufenplan übertragen Sie am besten auch auf Ihren Selbstcoaching-Zettel. Wenn dieser langsam voll wird, benutzen Sie ruhig auch die Rückseite. Ziel dieses Zettels ist, dass Sie alles zu Ihrem Coachingziel an einer Stelle gesammelt im Überblick haben. Diese Vorgehensweise mit dem Stufenplan ist beim Selbstcoaching ganz wichtig, denn ohne professionelle Anleitung neigen viele Menschen dazu, sich zu überschätzen. Nehmen Sie sich immer kleine Schritte vor. Machen Sie eines nach dem anderen. Verlangen Sie von sich selbst nicht, dass alles gleich perfekt läuft. Freuen Sie sich über kleine Fortschritte. Und akzeptieren Sie, dass es Rückschläge geben wird. Wenn Sie in Ihrem Plan bereits bei 50% sind und dann klappt es nicht mehr, dann gehen Sie einfach zu 25% zurück und machen dort weiter. Das wichtigste ist, dass Sie dranbleiben und genau darum geht es im nächsten Schritt. Und nicht vergessen: Schreiben Sie Ihr Coachingziel auf Ihren Coachingzettel. Das gilt generell für alles, was Ihr Coachingprojekt betrifft. Das Aufschreiben ist ganz wichtig, denn so können Sie noch fokussierter nachdenken, Sie vergessen nichts und Ihr Vorhaben wird verbindlicher, weil Sie alles schwarz auf weiß haben. Kommen wir nun zum zweiten Schritt im Selbstcoaching.
Schritt 4: Planen Sie Ihre Durchhaltestrategie Am Anfang eines neuen Vorhabens sind wir fast immer "Feuer und Flamme" und wir glauben fest daran, dass diese Begeisterung für den Rest unseres Coachingprojekts anhalten wird. Die Wirklichkeit sieht leider oft etwas anders aus: Sobald die erste Begeisterung nachlässt, vergessen wir oft auch unser Coachingprojekt schnell. Das Dumme ist nur, dass sich ja der Grund für unser Vorhaben meistens nicht erledigt hat, weswegen wir unser Selbstcoachingprojekt in Angriff genommen haben... Was uns hier hilft, ist bereits im Vorfeld eine Durchhaltestrategie zu planen und uns zu überlegen, wie wir trotz Unlust, Bequemlichkeit, Rückschlägen und fehlender Selbstdisziplin weiter an unserem Selbstcoaching dranbleiben und es erfolgreich zum Abschluss bringen können. Bestandteile Ihrer Durchhaltestrategie können sein: – 179 –
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Erinnern Sie sich immer wieder selbst an das, was Sie tun und lassen wollen. Lenken Sie den Fokus immer wieder auf die Wichtigkeit Ihres Coachingziels Schaffen Sie sich eine Umgebung, die das Erreichen Ihres Coachingziels begünstigt
Erinnern Sie sich immer wieder selbst an das, was Sie tun und lassen wollen Oft vergessen wir ganz einfach, was wir uns vorgenommen haben. Wenn sich etwas anderes in den Vordergrund drängt, dann beschäftigen wir uns erst einmal damit. So gerät unser Coachingziel schnell aus unseren Augen. Uns selbst immer wieder an unser Ziel zu erinnern, ist ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor für die tatsächliche Umsetzung. Was wir also brauchen, sind Möglichkeiten, uns selbst daran zu erinnern, was wir uns vorgenommen haben. Drei Möglichkeiten dazu sind: Kleine Haftzettel, ein Wecker oder eine Zeitschaltuhr und andere Menschen.
Kleine Haftzettel Sie kennen bestimmt diese kleinen gelben Haftzettel (z.B. PostIt-Notes). Diese eignen sich sehr gut dazu, sich selbst an das eigene Coachingziel zu erinnern. Nehmen Sie sich einfach 5-10 dieser Haftzettel und schreiben Ihr Coachingziel darauf. Dann verteilen Sie diese Haftzettel an Orten in Ihrer Wohnung oder Ihrem Büro, wo Sie oft darüber stolpern. So erinnern Sie sich selbst an Ihr Coachingziel. Extra-Tipp: Verändern Sie ruhig öfters mal die Orte, wo Sie Ihre Haftzettel ankleben, denn wir neigen dazu Dinge zu übersehen, an die wir uns gewöhnt haben und bei den Haftzetteln ist es genauso, wenn diese immer an der gleichen Stelle kleben.
Ein Wecker oder eine Zeitschaltuhr Auch eine gute Möglichkeit, sich selbst an das eigene Coachingziel zu erinnern, ist ein Wecker oder eine Eieruhr. Stellen Sie sich Ihren Wecker auf die Zeit, wo Sie an Ihrem Coachingziel arbeiten wollen, dann können Sie es nicht vergessen. Auch eine Zeitschaltuhr kann Ihnen bei der Umsetzung Ihres Coachingziels helfen. Wenn Sie sich z.B. daran erinnern wollen, alle 30 Minuten von Ihrem Bürostuhl aufzustehen, ein paar Schritte zu laufen und sich zu strecken, dann stellen Sie sich die Zeitschaltuhr auf 30 Minuten und lassen sich so erinnern.
Lassen Sie sich erinnern Auch Freunde, Bekannte, Familienmitglieder oder Kollegen können Sie bitten, Sie regelmäßig an Ihre Coachingziele zu erinnern. Das hat sogar noch den Nebeneffekt, dass Ihr Coachingziel noch eine größere Verbindlichkeit bekommt, wenn Sie anderen davon erzählen und diese mit einbeziehen. Es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten, wie Sie sich selbst an Ihr Coachingziel erinnern können. Welche Möglichkeiten fallen Ihnen ein?
Lenken Sie den Fokus immer wieder auf die Wichtigkeit Ihres Coachingziels Wenn wir eine Weile an unserem Coachingziel gearbeitet haben und die ein oder die andere Schwierigkeit aufgetaucht ist, dann verschiebt sich oft unser Blick auf unser Ziel. Die Schwierigkeiten drängen sich in den Vordergrund und erscheinen deshalb plötzlich gewichtiger, als die Gründe, wegen derer wir unser Vorhaben begonnen haben. Deswegen ist es sehr wichtig, sich immer wieder die ursprünglichen Gründe für das Coachingziel klarzumachen - und das am besten sogar täglich, damit die emotionale Verbindung zu Ihrem Ziel nicht abreißt und im Alltag untergeht. Fragen Sie sich doch einmal: Was wird es für positive Konsequenzen in meinem Leben haben, wenn ich mein Coachingziel erreiche? Wie wird das mein Leben positiv verändern? Was wird dann möglich sein? Welche negativen Konsequenzen wird es in meinem Leben haben, wenn ich mein Coachingziel nicht erreiche? Welche Möglichkeiten sind dann versperrt? Wie schränkt das mein Leben ein? Und wenn Sie die Antworten auf diese Fragen gefunden haben, dann schreiben Sie diese bitte auch auf Ihr Coaching-Blatt. Dann haben Sie alles auf einen Blick, nämlich
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was Sie erreichen wollen (Schritt 1), wie Sie es erreichen wollen (Schritt 3) mit welchen Zwischenschritten Sie es erreichen wollen (Schritt 3) und warum Sie es erreichen wollen und wie Sie das auch durchhalten (Schritt 4).
Schaffen Sie sich eine Umgebung, die das Erreichen Ihres Coachingziels begünstigt Unsere Umgebung beeinflusst, wie einfach es uns fällt, an unserem Coachingziel dranzubleiben. Wenn Sie abnehmen wollen, und Ihr Kühlschrank ist nur mit kalorienarmen Lebensmitteln gefüllt, dann hilft Ihnen das dabei, standhaft zu bleiben (während Ihnen ein gut gefüllter Kühlschrank mit Kalorienbomben die Sache schwerer macht). Und wenn jeden Morgen die Sporttruppe um 8:00 Uhr bei Ihnen klingelt, um Sie zum Walken abzuholen, dann stellt sich die Frage gar nicht, ob Sie heute Sport treiben oder nicht. Oft können wir unsere Umgebung so organisieren, dass sie unser Coachingziel begünstigt und wir können sie aber genauso so organisieren, dass sie unser Coachingziel behindert. Ihre Aufgabe ist jetzt, schon im Vorfeld Ihre Umgebung so zu gestalten, dass Sie es möglichst einfach haben, an Ihrem Coachingziel dran zu bleiben. Das geht natürlich nicht immer, aber erstaunlich oft. Dazu wieder einige Fragen für Sie: Wie können Sie es sich selbst einfacher machen? Was begünstigt Ihr Coachingziel? Was behindert es? Wie können Sie Ihre Umgebung zugunsten der begünstigenden Einflüsse verändern? Und dann müssen Sie natürlich die Erkenntnisse aus diesen Fragen noch in Ihr Leben einbauen.
Schritt 5: Fangen Sie an und bleiben Sie dran Bisher war alles nur Planung, aber jetzt geht es wirklich los. Fangen Sie an, Ihren Coachingplan in die Tat umzusetzen. Nehmen Sie sich Ihren Coachingplan vor und schauen Sie, was der erste Schritt ist, den Sie unter 10% eingetragen haben. Fangen Sie mit diesem Schritt jetzt gleich an. Schmieden Sie das Eisen, solange es noch heiß ist. Der beste Zeitpunkt etwas zu beginnen, ist immer jetzt. Also los :-) Eines dabei ist wirklich wichtig: Fangen Sie auch wirklich nur mit den 10% an. Beginnen Sie klein und steigern Sie sich. Und bleiben Sie vor allem dran. Anfangen allein hilft nichts. Das ist zwar auch wichtig, aber noch wichtiger ist, dass Sie durchhalten und sich schrittweise von den 10% bis zu den 80% oder sogar bis zu den 100% bewegen. Gehen Sie kleine, aber stetige Schritte in Richtung auf Ihren nächsten Schritt in Ihrem Coachingplan. Markieren Sie dort auch, auf welcher Stufe Sie sich gerade befinden. So können Sie Ihre Erfolge messen. Kalkulieren Sie auch Rückschläge mit ein. Das ist ganz normal. Das gehört einfach dazu. Wichtig ist nur, dass Sie bei einem Rückschlag nicht aufgeben, sondern einfach weitermachen. Behalten Sie bitte immer im Hinterkopf, dass erreichte 50% besser sind, als 0%. Schauen Sie immer auf das, was Sie bereits geschafft und nicht auf das, was Sie noch nicht geschafft haben. Noch ein Hinweis: Wenn Sie im Schritt 5 merken, dass Sie Schwierigkeiten haben anzufangen, dann ist wahrscheinlich Ihr Coachingziel zu hoch gesteckt. Dann kann es Sinn machen, Ihr Coachingziel zu überarbeiten oder die ersten 10% Ihres Coachingplans noch bescheidener festzulegen.
Zusammenfassung Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung der Schritte. Legen Sie Ihr Coachingziel fest, überprüfen Sie Ihr Coachingziel, legen Sie die Schritte fest, die auf Ihr Coachingziel führen, planen Sie in Stufen, wie Sie Ihr Coachingziel erreichen wollen, planen Sie, wie Sie durchhalten können und legen Sie los. Das sind 5 einfache Schritte, mit den Sie sich selbst coachen können. Viel Erfolg mit Ihrem Projekt.
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Schlechte Angewohnheiten - wie kann man sie ändern? Von Tania Konnerth Gehören Sie auch zu den Menschen, die gerne die eine oder andere ihrer Gewohnheiten ändern würden? Sei es, das Rauchen aufzugeben, endlich pünktlicher zu werden oder die elende Aufschieberitis zu überwinden? Wenn ja, dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft, denn diesen Wunsch haben sehr viele. Und wenn Sie vielleicht schon verschiedene Anläufe unternommen haben, ohne dass Sie Ihre Gewohnheiten dauerhaft ändern konnten, dann sind Sie auch damit nicht allein. Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen einige Denkanstöße der etwas anderen Art zum Thema "Gewohnheiten ändern" anbieten.
Unsere "schlechten Angewohnheiten" Jeder Mensch hat so genannte "schlechte Angewohnheiten". Gemeint sind damit Verhaltensweisen, die es uns selbst oder anderen in irgendeiner Weise schwer machen, wie z.B.: Unzuverlässigkeit, Faulheit, Ängstlichkeit, Gedankenlosigkeit, Schlampigkeit und dergleichen mehr. Allein die Bezeichnung "schlechte Angewohnheiten" macht deutlich, dass wir hier Bewertungsmaßstäbe anlegen. Wir verurteilen uns für das, was wir da tun und wir bekämpfen unsere schlechten Angewohnheiten und damit bekämpfen wir auch uns selbst. Dass das leider nur selten von Erfolg gekrönt ist, ist eigentlich nicht verwunderlich...
Warum sich solche Angewohnheiten so schwer ändern lassen In Büchern zum Thema "Selbstmanagement" hört sich das alles oft so einfach an: Wir können unsere Angewohnheiten mit etwas Disziplin und einem guten Plan ändern. Wir brauchen also nur einen Schritt-fürSchritt-Plan und den nötigen Willen, um uns der lästigen Verhaltensweisen zu entledigen. Soweit die Theorie. In der Praxis scheitern allerdings die meisten von uns, wenn sie versuchen, alte Angewohnheiten zu ändern. So ein Plan funktioniert vielleicht einige Tage, aber dann fallen wir zurück in die bekannten Muster. Nicht wenige schieben das dann auf die eigene Schwäche. Und so kommt zu den Selbstvorwürfen bezüglich unserer schlechten Angewohnheiten auch noch das Gefühl, versagt zu haben... Dabei liegt die Ursache für unser Scheitern viel weniger in Willensschwäche oder einem schlechten Plan, als vielmehr darin, dass wir etwas Wesentliches übersehen: Nämlich, dass wir von unseren schlechten Angewohnheiten profitieren und deshalb unbewusst gar kein Interesse haben, sie zu ändern.
Vom Nutzen schlechter Angewohnheiten Der Gedanke, dass wir von unseren schlechten Angewohnheiten auch profitieren sollen, ist für viele Menschen neu. Schließlich leiden wir darunter und wollen sie ja deshalb weghaben - wie sollen sie uns da nutzen? Tatsächlich aber haben wir immer einen Grund für unser Verhalten.
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Beispiele Beim Rauchen dürften die meisten Menschen (vor allem Raucher) diesen Gedankengang noch relativ leicht nachvollziehen können: Ein Vorteil (von vielen anderen), den uns das Rauchen ermöglicht, kann z.B. der sein, dass wir uns jederzeit eine kleine Pause gönnen können. Gerade in Stressphasen, in denen wir das Gefühl haben, keine Zeit für Pausen zu haben, wirkt die kleine Zigarette zwischendurch wie eine Entspannungsinsel und sorgt für eine Auszeit. Auch wer ständig zu spät kommt, hat dadurch Vorteile: So ist dem Zuspätkommenden z.B. die Aufmerksamkeit der anderen sicher (auch negative Reaktionen wie Vorwürfe o.ä. sind Aufmerksamkeit!). Und wer immer wieder Fastfood isst, obwohl er sich eigentlich gesund ernähren will, hat dadurch z.B. den Nutzen, dass durch das fette Essen Gelüste befriedigt werden. Usw. Sie können hier den Nutzen variieren - für jeden Menschen ist ein anderer Vorteil denkbar.
Grundprinzip: Erst verstehen, dann verändern Die eben skizzierten Beispiele zeigen, wie gesagt, nur einige der vielen, vielen Vorteile, die uns schlechte Angewohnheiten bringen können. Es empfiehlt sich, einmal ganz systematisch für sich selbst herauszufinden, was uns unsere jeweiligen Angewohnheiten an Nutzen bringen und zwar aus folgenden Gründen:
Selbsterkenntnis Wir verwenden oft viel Bereitschaft auf, die Beweggründe anderer Menschen zu verstehen, aber bei uns selbst machen wir uns nur selten diese Mühe. Wenn Sie aber erst einmal erkennen, warum Sie etwas tun, werden Sie liebevoller mit sich selbst umgehen können und brauchen sich nicht länger selbst fertig zu machen. Die Energie, die Sie bisher darauf verwendet haben, sich aufgrund Ihrer schlechten Angewohnheit selbst zu schelten, können Sie dann dafür nutzen, einen konstruktiveren und erfolgversprechenderen Weg einzuschlagen.
Neue Wege Wenn Sie erst einmal wissen, was Sie von einer schlechten Angewohnheit haben, öffnet sich ein ganz neuer Weg: Sie können sich nun fragen, wie Sie diesen Nutzen auch auf anderem Weg bekommen können - auf eine Weise, die vielleicht deutlich weniger Nachteile hat, als Ihre schlechte Angewohnheit. So wird es Ihnen viel leichter fallen, die schlechte Angewohnheit Schritt für Schritt loszulassen. Sie tun eine Sache ja nicht um der Sache wegen, sondern um den Vorteil zu bekommen. Wenn Sie sich den Vorteil auf anderem Wege verschaffen, wird die Angewohnheit mehr und mehr zur Hülse, die im besten Fall irgendwann einfach überflüssig wird. Wenn Sie z.B. erkennen, dass Ihre Angewohnheit, übermäßig viele Süßigkeiten zu essen, sehr viel damit zu tun hat, dass Sie sich selbst etwas Gutes tun wollen, dann können Sie sich einmal gezielt überlegen, auf welche Art Sie sich auf eine gesündere Weise etwas Gutes tun können. D.h. nicht, dass Sie völlig aufhören müssen, Süßigkeiten zu essen - aber Sie können mit etwas mehr Bewusstsein über die Zusammenhänge auch andere Dinge finden, die Ihnen gut tun - und so den Süßigkeitenkonsum reduzieren.
Arbeiten Sie mit sich, nicht gegen sich Viele Ansätze, persönliche Veränderungen anzugehen, scheitern, weil wir viel zu hart mit uns selbst umgehen. Wir behandeln uns oft sehr brutal, kritisieren uns und reden uns ein, "unfähig", "schwach" und "ungenügend" zu sein. Gerade was unsere schlechten Angewohnheiten angeht, so sind wir noch ungeduldiger und kritischer mit uns als sonst und nicht selten kommt dieser Veränderungsversuch dann einem persönlichen Kleinkrieg gleich. Kein Wunder, dass wir da auf stur stellen und jede Mitarbeit verweigern! Wenn Sie aber wie eben beschrieben vorgehen, arbeiten Sie mit sich und nicht gegen sich. Probieren Sie es doch einmal aus. Im Folgenden haben wir dazu für Sie 3 konkrete Schritte erarbeitet.
Schritt 1: Würdigen Sie Ihre schlechten Angewohnheiten Zunächst ist es wichtig, nicht länger gegen sich selbst zu kämpfen. Wenn Sie sich dafür verurteilen, eine schlechte Angewohnheit zu haben, denken Sie negativ von sich und behandeln sich schlecht. Das ist weder angenehm noch motivierend.
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Viel nützlicher ist es, schlechte Angewohnheiten stattdessen ab sofort als eine Chance zu sehen, etwas über sich selbst zu erfahren und etwas für sich zu verbessern. Würdigen Sie und verzeihen Sie sich also Ihre schlechten Angewohnheiten, so schwer es Ihnen vielleicht auch fällt - sie bieten Ihnen Entwicklungsmöglichkeiten. Kleiner Tipp dazu: Schauen Sie vor allem auf das Entwicklungspotential, also darauf, wie es sein wird, wenn Sie sich von einer schlechten Angewohnheit lösen können. So entsteht Lust an Veränderung.
Schritt 2: Verstehen Sie Ihre schlechten Angewohnheiten Mit Schritt 1 wird es Ihnen möglich, sich konstruktiv mit Ihren schlechten Angewohnheiten zu befassen, anstatt sie nur blind zu bekämpfen. Die folgende Vorgehensweise hat sich bewährt, um herauszufinden, warum wir etwas tun: 1. Schreiben Sie zunächst alle Angewohnheiten auf, die Sie an sich nicht mögen - die Sie also als Ihre "schlechten Angewohnheiten" bei sich bezeichnen würden. Bitte seien Sie hier nicht übermäßig kritisch. Notieren Sie nur das, was Ihnen spontan in den Kopf kommt und grübeln Sie nicht stundenlang nach. 2. Überlegen Sie sich nun, welche von diesen Angewohnheiten Sie als besonders hinderlich im Alltag empfinden. Wählen Sie bitte höchstens drei der Angewohnheiten aus und entscheiden Sie sich dann für diejenige, unter der Sie am meisten leiden. Und mit der beginnen Sie, zu arbeiten. 3. Nehmen Sie sich diese Angewohnheit nun vor und analysieren Sie sie mit den folgenden Denkfragen: Kurze Beschreibung meiner Angewohnheit: Wie oft ich das tue: Tipp Welche Nachteile mir durch dieses Verhalten Leider glauben die meisten Menschen von sich, entstehen: sehr viele schlechte Angewohnheiten zu haben. Wann ich das zum ersten Mal gemacht habe: Eine solche Liste wirkt frustrierend. Entscheidend (Nicht immer werden Sie das rekonstruieren ist zu erkennen, welche unserer Angewohnheiten können, aber versuchen Sie bitte, sich daran zu uns wirklich behindern, um dann mit diesen zu erinnern. Das kann Sie direkt an die Wurzeln arbeiten. Die anderen können Sie selbstbewusst als dieser Angewohnheit führen und Ihnen einige "Schrullen" abbuchen. wichtige Erkenntnisse vermitteln) Gründe dafür, dass ich damit begonnen habe: (Forschen Sie hier bitte, auch wenn es vielleicht etwas unangenehm ist, möglichst intensiv nach den ursächlichen Gründen. Wenn Sie verstehen, was Sie ursprünglich zu diesem Verhalten veranlasst hat, fällt es Ihnen deutlich leichter, den heutigen Nutzen dieser Angewohnheit zu erkennen) Was mir diese Angewohnheit ermöglicht, nutzt oder was sie mir an Vorteilen bringt: (Hier bitte nicht gleich aufgeben, sondern wirklich ein bisschen überlegen - Sie haben in jedem Fall mindestens einen Vorteil von dieser Angewohnheit, denn sonst würden Sie das nicht tun! Es muss sich dabei aber nicht immer um deutlich erkennbare, also direkte Vorteile handeln, denken Sie also auch um die Ecke.)
Schritt 3: Hebeln Sie Ihre schlechten Angewohnheiten aus Wenn Sie erkannt haben, welchen Vorteil (oder auch mehrere) Sie von einer schlechten Angewohnheit haben, halten Sie den Schlüssel in der Hand, um diese Angewohnheit auszuhebeln. Nehmen Sie nun ein großes Blatt Papier und sammeln Sie Ideen dafür, wie Sie diesen Vorteil auf eine andere Weise als durch Ihr Verhalten erreichen können.
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Beispiel Sie haben als schlechte Angewohnheit "Nägel kauen" aufgeschrieben. Da Sie sich Ihre Nägel oft blutig beißen, haben Sie genügend Motivation, das zu ändern. Sie finden durch die Analyse heraus, dass Sie vor allem dann an Ihren Nägeln kauen, wenn Sie sich von anderen Menschen unter Druck gesetzt fühlen. Diesen Zusammenhang hatten Sie bisher noch nicht gesehen, sondern dachten, Sie machen das grundsätzlich in stressigen Situationen. Sie erkennen, dass Ihr Nägelkauen Ihnen ermöglicht, aus der Situation zu fliehen: Indem Sie sich selbst Schmerzen zufügen, müssen Sie sich nicht mehr mit Ihrer Ohnmacht befassen, die Sie erleben, wenn Sie von anderen unter Druck gesetzt werden. Sie erkennen, dass Ihr Nägelkauen eine Art Signallampe für Situationen ist, in denen Sie mit sich Dinge geschehen lassen, die Sie eigentlich nicht wollen. Auf diese Weise wird es Ihnen möglich, sensibler für sich selbst zu werden und immer öfter für sich einzustehen. Statt sich blutig zu beißen, wird es Ihnen vielleicht zunächst möglich, den Raum zu verlassen, wenn Ihnen jemand zu sehr zusetzt. Beim nächsten Mal trauen Sie sich dann vielleicht schon, ein offenes Wort zu sprechen. Natürlich ist dieses Beispiel vereinfacht dargestellt. Es macht aber anschaulich, wie unsere schlechten Angewohnheiten gleichsam zu Verbündeten werden können, die uns dabei helfen, uns auf eine Weise zu verändern, die uns gut tut. Also nicht einfach etwas "weghaben" zu wollen, sondern sich so zu entwickeln, dass wir die schlechte Angewohnheit einfach nicht mehr nötig haben.
Und noch ein Tipp zum Schluss Ganz wichtig ist bei diesem Thema eines zu beachten: Gehen Sie nicht verbissen vor, sondern seien Sie liebevoll und nachsichtig mit sich. Kein Mensch ist perfekt und frei von schlechten Angewohnheiten. Unsere kleinen und großen Schwächen machen uns menschlich und oft auch liebenswert. Wir sollten uns grundsätzlich von dem Anspruch verabschieden, an uns zu arbeiten, um fehlerfrei zu werden. Machen Sie sich immer wieder klar, dass wir gute Gründe für das haben, was wir tun, auch wenn sie uns nicht immer bewusst sind. Unsere so genannten schlechten Angewohnheiten sind nichts weiter als Leuchtbojen, die uns zeigen, wo wir noch Entwicklungspotential haben - und zwar dahingehend, etwas für uns zu verbessern.
Literatur zum Thema Gabriele Stöger und Mona Vogl: Gewonnen wird im Kopf, gestolpert auch Ingrid Hack: Davon will ich mich befreien
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"Self-Talk" - Wie reden Sie eigentlich mit sich? Von Tania Konnerth Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Sie mit sich selbst reden? Selbstgespräche sind nämlich keineswegs nur etwas, das "seltsame Leute" tun. Auch wenn es vielen Menschen nicht bewusst ist, so führen wir alle täglich Selbstgespräche. In unseren Gedanken senden wir uns selbst Botschaften - mal mehr, mal weniger, mal fast ununterbrochen. Und die Art und Weise, mit der wir da mit uns selbst kommunizieren, kann einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und auf unsere Motivation haben. Hier erfahren Sie mehr über den so genannten "Self-Talk".
Der ständige Fluss der Selbstbotschaften Laut ausgesprochene Selbstgespräche führen tatsächlich nicht allzu viele Menschen. Aber fast jeder kommuniziert dennoch ständig mit sich. Ja, auch Sie! Wenn Sie z.B. so etwas denken wie "Warum habe ich das nun wieder gemacht?" oder "Ich muss nachher noch an die Milch denken." dann "sprechen" Sie mit sich selbst - führen also einen "Self-Talk". Self-Talk findet auf folgenden Ebenen statt: In der Form unserer Gedanken, in Sätzen, die wir zu uns selbst sagen und in Äußerungen anderen gegenüber, in denen wir etwas über uns sagen.
Leider die Regel: Negativer Self-Talk Leider ist das, was wir uns selbst sagen, sehr oft extrem respektlos. Wir kritisieren uns, putzen uns runter und schimpfen mit uns. Kaum jemand würde sich das von jemand anderem gefallen lassen, was wir uns da selbst an den Kopf werfen! Nur merken wir oft nicht einmal, was wir uns da antun, denn unsere inneren Botschaften an uns selbst sind uns meist vollkommen unbewusst.
Beispiel Die meisten Menschen lassen, wenn sie über sich selbst reden, kein gutes Haar an sich. Varianten dieser Schimpferei sind vielfältig: z.B. Vorwürfe: "Mensch, diesen Fehler habe ich nun schon x-mal gemacht. Irgendwann könnte ich daraus ja auch mal lernen!" oder Beleidigungen: "Ich dumme Gans!" oder "Immer stelle ich mich so dusselig an!" oder Ironie und Sarkasmus: "Na, das war aber mal wieder wirklich glorreich von mir... " oder "Ich Genie!" (wenn etwas schief geht). u.ä. Stellen Sie sich nun einmal ein Kind vor, das den lieben langen Tag von seinen Eltern gesagt bekommt, wie "dumm", "unfähig" oder "unmöglich" es ist... "Das arme Kind!" denken Sie jetzt? Tja, und das ist genau das, was sich viele Menschen selbst antun - mit weitreichenden Folgen.
Selbstbotschaften haben eine Wirkung Über 50.000 Gedanken sollen wir täglich durchschnittlich denken - und nach Expertenansicht besteht davon der größte Teil aus Gedanken über uns selbst. Das kann natürlich nicht wirkungslos bleiben. Sicher kennen Sie das Sprichwort "Kleider machen Leute". Auf unser Thema umgewandelt könnte es lauten: "Worte machen Leute" oder noch präziser: "Worte machen Stimmungen und Gefühle". Der innere Dialog ist, wie gesagt, bei sehr vielen Menschen negativ. Und das hat Folgen, wie z.B.: Unsicherheit, Selbstzweifel,
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Entmutigung, Antriebsschwäche, Lustlosigkeit, Unwillen, Trotz, Unzufriedenheit u.a. Dass sich das auf Dauer negativ auf das Selbstbewusstsein auswirkt, liegt auf der Hand. Darüber hinaus beeinflusst eine solche Haltung sich selbst gegenüber nicht selten auch unsere Grundstimmung ganz allgemein. Wer mit einem ewig negativen Selbstdialog lebt, sieht sehr oft auch vieles im Leben ähnlich negativ. Und das Gleiche gilt umgekehrt: wer die Welt negativ sieht, lässt kaum an sich selbst ein gutes Haar. Dieses sich gegenseitig bedingende System kann man zwar nicht von heute auf morgen durch einen veränderten inneren Dialog knacken. Aber mit kleinen Schritten können wir auf Dauer viel bewirken - in unserer Einstellung uns selbst gegenüber und auch gegenüber dem Leben an sich.
So machen Sie sich bewusst, wie Sie mit sich reden Der erste Schritt, Ihren inneren Dialog zu ändern, ist ihn überhaupt erst einmal wahrzunehmen. So unbewusst, wie Tipp wir mit uns reden, so schwierig erscheint es, sich hier Hier kann es sehr hilfreich sein, sich eine selbst auf die Schliche zu kommen. Aber es geht! Zeitschaltuhr zu stellen, um sich regelmäßig an Halten Sie zunächst mehrfach am Tag inne und machen diese kleine Reflektionsübung zu erinnern. Sie sich klar, was Sie gerade denken. Sammeln Sie Ihre Gedanken über sich selbst, damit Sie eine Übersicht bekommen. So wird es möglich zu erkennen, in welchen Situationen Sie wie über sich denken, ob Ihre Botschaften an sich selbst durchgehend negativ sind oder ob Sie vielleicht auch schon eine Reihe von liebevollen und aufbauenden Gedanken zu sich sagen. Halten Sie Ihre Gedanken ruhig auch schriftlich fest oder nehmen Sie sie auf Tonband auf.
Fragen zur Reflektion Hier finden Sie einige Fragen, mit denen Sie Ihre Botschaften an sich selbst reflektieren können: Welches Gefühl geben mir die Botschaften, die ich mir selbst sende? (z.B. ich fühle mich kraftvoll, demotiviert, angeregt, ausgelaugt u.ä.) Wie wirkt das, was ich mir selbst sage auf mich? (z.B. respektvoll, abwertend, liebevoll, ungeduldig, genervt, wohlwollend o.ä.) Welche Bilder kommen mir in den Kopf, wenn ich mir diese Botschaften mit einem gewissen Abstand anschaue? (Solche Assoziationen können uns Aufschluss über die Gefühlsqualität geben, wenn Sie z.B. ein rotes Tuch assoziieren, spricht das für Wut o.ä.) Wie würde ich reagieren, wenn mir jemand anderes so etwas sagen würde? (Wie weiter oben schon beschrieben, würden wir uns viele Dinge, die wir uns selbst sagen, von anderen nicht widerspruchslos gefallen lassen. Sich einmal klarzumachen, wie wir reagieren würden, wenn diese Botschaft von einer anderen Person käme, hilft dabei sich bewusst darüber zu werden, wie unangemessen unsere Selbstbotschaften manchmal sind) Wenn Sie erst einmal wahrnehmen, welche Botschaften Sie sich selbst senden, können Sie diese auch behutsam verändern. Negativen, vernichtenden und demotivierenden Sätzen, können wir etwas Positives, Aufbauendes und Liebevolles zur Seite oder entgegen stellen. Auf diese Weise wird Ihre Sprache und Ihr immer feiner werdendes Sprachgefühl in Bezug auf Ihre Selbstdialoge zu einem nützlichen Helfer.
Praktische Tipps Nachdem Sie nun erfahren haben, welche Chancen in der Bewusstmachung unserer Selbstbotschaften liegen, möchten wir Ihnen hier noch einige konkrete Tipps dafür geben, wie Sie Botschaften, mit denen Sie sich nicht gut fühlen, verändern können. Denn wenn Sie allein einen Teil der negativen Selbstbotschaften auf eine konstruktive und fördernde Weise verändern können, kann das sowohl für Ihr Wohlbefinden als auch für Ihre Selbstmotivation positive Folgen haben.
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Das Zauberwort "noch" Ein wahres Zauberwort ist das unscheinbare Wörtchen "noch". Mit diesem Wort können wir die Botschaften, die wir uns selbst geben, auf ganz einfache, aber sehr wirkungsvolle Weise verändern.
Beispiele Spüren Sie einmal den folgenden Sätzen nach: "Ich habe keine Arbeitsstelle." >> "Ich habe noch keine Arbeitsstelle." "Ich bin allein." >> "Ich bin noch allein." "Ich kann das nicht!" >> "Ich kann das noch nicht." "Ich kann mich nicht zum Sport aufraffen." >> "Ich konnte mich bisher noch nicht zum Sport aufraffen, aber..." Der Unterschied ist für die meisten Menschen sofort spürbar. Das Wort "noch" öffnet auf gleichsam magische Tipp Weise Türen in Richtung auf Kleben Sie einen Post-it-Note mit dem Wörtchen Veränderungsmöglichkeiten. Eine Aussage ist nicht "noch" an eine gut sichtbare Stelle, um sich daran länger selbstbestätigend, sondern das "noch" deutet an, zu erinnern. dass wir bereits auf dem Weg sind, etwas zu ändern. Es braucht nur ein wenig Selbstdisziplin, um das Wörtchen "noch" in Ihre Selbstbotschaften einzubauen - die Wirkung hingegen ist enorm.
Noch ein Zauberwort: "Vielleicht" Eine ähnliche Wirkung wie das Wort "noch" kann auch das Wort "vielleicht" haben.
Beispiele So können sich Sätze verändern, wenn Sie ein "vielleicht" nutzen: "Das schaffe ich nie!" >> "... vielleicht aber doch." "Da mache ich nicht, davor habe ich Angst" >> "... aber vielleicht traue ich mich es schon bald." Das Wort "vielleicht" oder auch "möglicherweise" können Sie nutzen, um einen vollkommen negativen Satz über sich durch einen Zusatz abzuschwächen. Auch hiermit öffnen Sie die Tür für neue Möglichkeiten. Und das tut gut.
Denkfalle "Ich muss..." Eine richtige Denkfalle ist die Formulierung "Ich muss...". Wann immer Sie "Ich muss..." denken oder sagen, machen Sie sich selbst zum Opfer. Grundsätzlich gilt: Müssen müssen Sie gar nichts. Sie entscheiden sich dafür. Ihr Chef gibt Ihnen eine Anweisung? Dann müssen Sie dieser nicht Folge leisten. Sie tun es aber, um Ihren Job zu behalten. Also entscheiden Sie sich dafür - und das auch noch aus einem guten Grund. Formulierungen wie "Ich will..." oder "Ich entscheide mich für..." haben eine ganz andere Qualität als Formulierungen wie "Ich muss..." oder "Ich soll...". Sie bekommen ein Bewusstsein dafür, Ihr Leben selbst zu gestalten und nicht nur Spielball äußerer Mächte zu sein. Probieren Sie das einmal im Alltag aus.
Warum nicht einfach Negatives durch Positives ersetzen? Ein Tipp, den Sie im Zusammenhang mit dem inneren Dialog überall finden, ist der, negative Formulierungen durch positive auszutauschen. Das kann sinnvoll sein, wenn es funktioniert. Vielen Menschen geht das aber gegen den Strich. Sie haben das Gefühl, sich selbst in die Tasche zu lügen, wenn sie statt "Ich bin ein Versager" so etwas sagen sollen wie "Das habe ich gut gemacht." Grundsätzlich gilt: Wir tun nichts ohne Sinn. Wenn sich jemand ständig selbst kritisiert, tut er das nicht, weil er "dumm" ist, sondern er verfolgt damit - unbewusst - ein Ziel. So kann hinter der Selbstkritik z.B. die Überzeugung stehen, ohne die Selbstkritik nichts erreichen zu können oder faul zu werden. Unerwünschtes Verhalten einfach "weghaben" zu wollen, ist in den seltensten Fällen von Erfolg gekrönt, solange wir nicht verstehen, warum wir etwas tun.
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Wir haben Ihnen hier deshalb vor allem solche Tipps angeboten, mit denen Sie Ihre Selbstbotschaften zunächst behutsam ergänzen und verändern können. Dennoch ist es langfristig durchaus ratsam, die negativen Selbstbotschaften zumindest zu reduzieren, denn negative Botschaften haben negative Folgen. Auf eine etwas vereinfachte Kurzformel gebracht, gilt: Je weniger Sie schlecht über sich denken, desto besser werden Sie sich fühlen.
Sich selbst verstehen Wenn Sie merken, dass Sie Ihre negativen Selbstbotschaften nicht einfach durch positive ersetzen können, dann nehmen Sie sich die Zeit, diese Botschaften etwas genauer zu erkunden. Dafür finden Sie hier einige Denkfragen: Wie genau fühle ich mich, wenn ich das zu mir sage? Will ich das so beibehalten oder möchte ich mich anders fühlen? Wenn ja wie? Und was müsste ich mir sagen, wenn ich mich so fühlen will? Warum sage ich mir das eigentlich? Was will ich damit erreichen? Wie könnte ich das, was ich will, auf eine andere Art erreichen? Gab oder gibt es vielleicht Personen, die ähnliches zu mir gesagt haben? Wer war das? Welchen Einfluss hat diese Person noch heute auf mich - und will ich ihr weiterhin diesen Einfluss zugestehen? Wie würde ich mich fühlen, wenn ich das nicht mehr zu mir sagen würde? Diese Fragen sind nicht unbedingt einfach zu beantworten. Nehmen Sie ausreichend Zeit, um sich mit diesen Fragen zu befassen und erwarten Sie bitte nicht, gleich beim ersten Mal alle Antworten zu finden. Bringen Sie Geduld mit und seien Sie behutsam mit sich. Unsere Selbstbotschaften haben viel mit unserer Geschichte und unserer Persönlichkeit zu tun. Wer hier tiefer einsteigt, begibt sich auf die spannende Reise der Selbsterkenntnis. Je liebevoller Sie hier mit sich umgehen, desto eher werden Sie sich sich selbst anvertrauen können - und auf diese Weise vielleicht etwas sehr Wichtiges über sich erfahren.
Literatur zum Thema Shad Hemlstetter: Anleitung zum positiven Denken Bruce I. Doyle: Pass auf, was du denkst
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Beruf & Karriere
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Der kreative Problemlösungsprozess Von Ralf Senftleben Probleme gibt es überall. Kaum jemand wird wohl von sich sagen können, dass sein Leben vollkommen ohne Probleme sei. Unabhängig davon, ob im Beruf oder im Privatleben: Probleme sind Realität. Das aber wiederum ist nicht so schlimm, denn aus vielen Problemen können ganz schnell neue Chancen und Möglichkeiten entstehen - vorausgesetzt wir kennen die richtige Methode zum Lösen von Problemen und gehen ein Problem mit der richtigen Einstellung an und lassen unsere Kreativität zu.
Einstellungen gegenüber Problemen Es gibt verschiedene Einstellungen gegenüber einem Problem: "Da ist ein Problem und da kann ich nichts machen. Ich muss das so hinnehmen. Und weil das so ist, jammere ich und tue mit selbst leid." - Das ist die typische Opfer-Einstellung. "Für mich gibt es keine Probleme. Ich sehe kein Problem. " - Das Problem wird - meist unbewusst übersehen oder verdrängt. Eine solche Einstellung stammt oft aus der Überzeugung, dass es nicht gut ist, Probleme zu haben "Das ist ein Problem und ich werde es lösen. Probleme sind Geschenke in Verkleidung und erlauben es mir zu wachsen, zu lernen und mich zu entwickeln. Ich sehe Probleme als Chance, mein Leben besser zu machen und mich weiterzubringen." - Das ist die Einstellung, mit der Menschen erfolgreich werden. In welcher Einstellung finden Sie sich wieder?
Mit der richtigen Einstellung fällt es uns leichter, Herausforderungen zu meistern Mit der richtigen Einstellung können Sie tatkräftig und aktiv an Ihre Problem- und Aufgabenstellungen herangehen. Lassen Sie sich aber nicht entmutigen, wenn Sie nicht sofort in jedem Problem eine Chance sehen können. Manchmal machen uns Probleme wirkliche Sorgen und das ist sehr menschlich. Versuchen Sie aber von der Grundeinstellung her, immer auch das Positive an einer neuen Herausforderung zu sehen. Wenn Sie bereit sind, Ihre Probleme aktiv anzugehen und zu lösen, finden Sie hier das Handwerkszeug dazu.
Die Phasen des kreativen Problemlösungsprozesses Die Lösung eines Problems lässt sich klassischerweise in verschiedene Phasen unterteilen. Indem wir uns diese Phasen bewusst machen und sie auf unsere jeweilige Aufgabenstellung übertragen, wird der Prozess überschaubarer. Außerdem können wir so später immer überprüfen, in welcher Phase des Prozesses wir uns befinden, was uns Richtung und Sicherheit bei der Problemlösung gibt.
Probleme wahrnehmen Es scheint offensichtlich, dass wir erst beginnen können, ein Problem zu lösen, wenn wir es auch als solches wahrnehmen. Tatsächlich aber ist das nicht ganz so selbstverständlich, wie es vielleicht aussieht. Oft leiden wir unter einer Situation, sind unzufrieden, kommen aber nicht darauf, dass wir es mit einem Problem zu tun haben, das sich systematisch lösen lässt .
Wie wir Probleme entdecken Wir nehmen Probleme z.B. wahr, wenn wir sehr unzufrieden mit einer Situation sind, wenn andere unzufrieden sind und uns das mitteilen, – 191 –
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wenn wir immer wieder in Konfliktsituationen wegen eines bestimmten Themas oder einer Situation geraten, wenn wir in eine ausweglose Situation oder in eine Krise geraten oder wenn wir uns wiederholt ein Ziel setzen, es aber nie erreichen.
Beispiele Wenn wir uns wiederholt vorgenommen haben, unser Normalgewicht zu erreichen und zu halten und wir merken nach einigen Monaten, dass wir es immer noch nicht geschafft haben, dann haben wir offensichtlich ein Problem damit. Wenn immer mehr Kunden einer Firma sich über Verzögerungen bei der Auslieferung der Produkte beschweren, gibt es dort wohl ein Problem. Wenn wir uns mit unserem Lebenspartner mehr streiten als gut vertragen, scheint auch hier ein Problem zu bestehen. Entscheidend ist, dass wir eine Situation, die uns nicht gut tut, nicht als gegeben hinnehmen, sondern als ein Problem wahrnehmen, das sich lösen lässt .
Ich such mir jetzt ein Problem... Proaktive Menschen - also Personen, die ihr Leben aktiv gestalten - versuchen Probleme zu erahnen und zu verhindern, möglichst schon bevor sie auftreten oder zumindest bevor das Problem zu groß wird. Viele Firmen und Organisationen suchen im Rahmen von Qualitätssicherungs-Maßnahmen gezielt nach Problemen und deren Lösungen. Durch eine solche präventive Suche nach Problemen und deren Beseitigung lassen sich z.B. massiv Kosten einsparen.
Fragen mit denen Sie Probleme finden können Um bestehende Probleme aufzudecken, können wir uns z.B. die folgenden Fragen stellen: In welcher Beziehung könnte ich ... verbessern? (Anstelle von "..." können Sie einsetzen: mein Leben, meine Beziehung, meine Karriere, meinen Arbeitsplatz, meine Wohnung usw.) Was könnte besser sein? Womit bin ich unzufrieden? Womit sind andere unzufrieden? Was will ich nicht mehr? Was muss anders werden? Wo könnte es in Zukunft Schwierigkeiten geben? Wo sind Probleme abzusehen? Wo gab es in der Vergangenheit Probleme und wann und wo werden diese vielleicht wieder auftauchen?
Vorsicht vor Perfektionismus An dieser Stelle muss allerdings gewarnt werden: Vorsicht vor Perfektionismus. Man sagt zwar, dass das Gute der Feind des Besseren ist, aber trotzdem muss nicht alles Gute auch verbessert werden. Suchen Sie sich die Schlacht- oder Betätigungsfelder, auf denen Sie Zeit, Geld und Energie investieren, sorgfältig aus.
Probleme oder nur Symptome? Wenn wir uns auf die Suche nach Problemen machen, ist eines ganz wichtig: Was wir als Problem wahrnehmen, ist oft nicht das Problem selbst, sondern nur eine Auswirkung des eigentlichen Problems, also ein Symptom. Viele Menschen versuchen dann, die Symptome des Problems zu beseitigen. Das eigentliche Problem bleibt dabei aber unverändert bestehen und tritt dann auf anderen Wegen wieder zu Tage. Deswegen müssen wir uns immer genau überlegen, ob wir das Problem oder nur ein Symptom des Problems vor uns haben. Diese Unterscheidung ist Inhalt der zweiten Phase des Problemlösungsprozesses.
Das Problem benennen und Ziele entwickeln Je besser wir ein Problem kennen, desto leichter wird es uns fallen, es zu lösen.
Wir kennen oft nur die Symptome unseres Problems Oft kommt es vor, dass wir zwar merken, dass wir ein Problem haben, aber wir wissen nicht genau, worin unser Problem tatsächlich besteht. Wir sehen an verschiedenen Punkten die Auswirkungen des Problems - z.B. in Form von Symptomen wie einem schlechten Gefühl, mangelnder Qualität, Fehlern oder Konflikten - aber die Wurzel des Problems können wir nicht fassen.
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Beispiel für eine zuerst undurchsichtige Problemursache Ausgangslage - Ein Abteilungsleiter stellt fest, dass seine Mitarbeiter zunehmend unmotivierter und unzufriedener werden. Er kann sich das nicht erklären, denn dem Unternehmen geht es blendend, die Gehälter wurden vor kurzem deutlich erhöht und die Geschäftsführung hat den neuen Plänen zugestimmt, die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten. Die Auswirkungen (Symptome) des Problems sind: offensichtliche Demotivation und Unzufriedenheit der Angestellten. Die Wurzel des Problems - Nach vielen Einzelgesprächen stellt der Abteilungsleiter fest, dass die Mitarbeiter Angst vor Entlassungen haben. Sie sehen die flexible Gestaltung der Arbeitszeiten als Vorboten einer Entlassungswelle, nachdem das in anderen Betrieben bereits so gehandhabt wurde. Das Problem ist also: Mangelnde Information der Angestellten durch die Geschäftsführung und mangelnde Transparenz der Unternehmenssituation.
Es geht darum, das Problem zu lösen und nicht nur die Symptome Es sollte immer darum gehen, das eigentliche und ursächliche Problem zu lösen und nicht nur an den Symptomen herumzudoktern. Es gilt, das Problem an seiner Wurzel anpacken, um es langfristig zu beseitigen. Dazu müssen wir zuerst einmal die Wurzel finden. Dieser Schritt ist im Grunde der Wichtigste. Hier stellen wir die Weichen für den gesamten Problemlösungsprozess. Nur wenn wir an dieser Stelle unser tatsächliches Problem identifizieren, werden wir überhaupt erst Lösungen für dieses Problem finden können.
Tipp Gute Problemlösungen sind langfristig orientiert. Eine wichtige Frage, die Sie in diesem Zusammenhang stellen können: "Wird diese Problemlösung das Problem langfristig und dauerhaft beseitigen?". Diese Frage bewahrt uns vor manchem "Schnellschuss".
Suchen Sie nicht nach Schuldigen Ein häufiger Fehler bei der Problemsuche ist, dass wir uns zuerst auf die Suche nach einem Schuldigen machen. In unserem Kopf herrscht dann die Vorstellung, dass das jeweilige Problem von einer Person abhängt. Diesen Schuldigen wollen wir dann am liebsten bestrafen - z.B. kritisieren, ausschimpfen oder feuern - und dann denken wir, ist auch das Problem verschwunden. So einfach ist das aber nicht. In der Regel ist nie nur ein Element - also eine Person oder ein Arbeitsschritt - die Ursache des Problems. Wir haben es meist mit einem ganzen Ursachenbündel zu tun. Deshalb geht es bei einer wirkungsvollen Problemlösungsstrategie niemals darum, den Schuldigen zu suchen, sondern immer darum, Lösungen für das Problem zu finden.
Das Problem genau beschreiben Um alle wichtigen Informationen über das zu lösende Problem zu sammeln, beantworten Sie schriftlich die folgenden Fragen: Was ist passiert oder wird bald passieren? Wann ist es passiert oder wird es passieren? Wen oder was betrifft das Problem? Wie genau äußert sich das Problem? Welche Faktoren haben das Problem verursacht? Wenn Sie diese Fragen gezielt und ehrlich beantworten, haben Sie bereits einen guten Überblick über das Problem.
Suchen Sie die Ursachen für Ihr Problem Als nächstes müssen die Ursachen Problems herausgefunden werden. Fragen Sie also zu jedem einzelnen Symptom des Problems z.B.: Was wissen wir über dieses Symptom? Mit welchen anderen Symptomen hängt dieses zusammen? Wann tritt dieses Symptom immer auf? Warum ist das Symptom aufgetreten? Was ist die mögliche Ursache dieses Symptoms? Oft kann es sein, dass Sie bei der Suche nach den Ursachen nicht sofort die Wurzel des Problems finden. Viele Ursachen entdecken wir erst im Laufe der Zeit. Notieren Sie dann ein Fragezeichen und überlegen Sie sich, wen Sie zu diesem Symptom noch um Rat fragen könnten.
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Fragen Sie immer weiter nach der Ursache Um wirklich die Wurzel eines Problems zu finden, müssen wir oft tief graben. Das heißt, Sie müssen immer wieder nach der Ursache fragen - nach der Ursache des Symptoms, dann nach der Ursache dieser Ursache und wieder nach der Ursache der Ursache usw. Das sieht dann vielleicht so aus: Problem/ Symptom:
Ursache:
Davon die Ursache:
Und davon die Ursache:
Ich fühle mich einsam.
Ich lebe alleine ohne Partner.
Ich gehe selten aus, so Ich weiß nicht, wohin dass ich auch niemanden ich ausgehen sollte. kennen lernen kann.
Das Ganze machen Sie so lange, bis Sie etwas gefunden haben, bei dem Sie sinnvoll ansetzen können.
Manche Probleme haben verschiedene Ursachen Geben Sie sich mit Ihren Antworten nicht zu schnell zufrieden. Oftmals hat ein Problem nämlich nicht nur eine Wurzel sondern mehrere. Es ist wichtig, möglichst alle Wurzeln eines Problems zu erkennen, um geeignete Lösungsansätze zu entwickeln.
Manchmal wissen wir nicht genug Ein erstes Ergebnis Ihrer Suche nach den Ursachen für Ihr Problem kann auch sein, dass Sie entdecken, dass Sie bestimmte Dinge noch genauer beobachten und analysieren müssen. Wenn Ihr Problem z.B. ist, dass Sie ständig zu wenig Geld haben, dann müssen Sie vielleicht erst einmal einen Monat lang genau aufschreiben, wofür Sie wie viel Geld ausgeben. Erst dann wissen Sie genug, um überhaupt erst die Ursachen für Ihren Geldmangel benennen zu können - vorher haben Sie vielleicht nur Vermutungen angestellt.
Formulieren Sie Ziele Wenn Sie Ihr Problem genau identifiziert und beschrieben haben, dann wissen Sie, was Sie nicht mehr wollen. Sie wissen also, von welchem Zustand oder von welcher Situation Sie weg wollen. Aus dieser Beschreibung müssen wir nun sinnvolle Ziele entwickeln, damit wir eine präzise Vorstellung davon gewinnen, wie die Situation aussieht, wenn das Problem gelöst ist - also beschreiben können, wohin wir wollen. Dazu können Sie sich folgende Fragen stellen: Was genau will ich anstelle des Problems? Wie genau soll diese Situation aussehen, wenn das Problem gelöst ist? Woran genau werden wir merken, dass unser Problem gelöst ist? Nachdem Sie Ziele entwickelt haben, achten sie darauf, dass diese wirkungsvoll formuliert sind. Die genaue Formulierung von Zielen hat eine große Bedeutung. Setzen Sie sich vor allem einen Termin, bis zu dem das Ziel erreicht sein soll.
Annahmen machen und überprüfen Wenn wir uns mit einer Problemstellung befassen, gehen wir automatisch von bestimmten Grundannahmen aus. Wir haben diese Grundannahmen in der Vergangenheit durch unsere Erfahrungen gelernt und verallgemeinert, so dass wir ganz sicher glauben, bestimmte Dinge zu wissen.
Grundannahmen können Sie über alles Mögliche haben Grundannahmen können ganz allgemeiner Art sein, wie z.B. "Geld verdienen ist gut." oder "Ich finde nie eine Arbeit." oder "Nur wer Sport macht, bleibt gesund." Oder sie können sich auf Ihr konkretes Problem beziehen: Wenn Sie z.B. abnehmen wollen, könnte es sein, dass eine Ihrer inneren Grundannahmen ist: "In unserer Familie waren immer schon alle rundlich - ich habe keine Chance." oder Sie können denken: "Abnehmen ist kinderleicht." An diesem Beispiel können Sie erkennen, wie unterschiedlich Grundannahmen sein können.
Diese Grundannahmen müssen nicht der Realität entsprechen Wir sind von unseren Grundannahmen in der Regel sehr überzeugt. Aber das muss nicht heißen, dass sie auch wirklich der Realität entsprechen. Wenn Sie in der Kindheit ein Hund gebissen hat, haben Sie vielleicht daraus die Grundannahme gewonnen, dass größere Tiere gefährlich sind. Wenn in meiner Firma die letzten zwei Projekte schief gegangen sind, schließe ich – 194 –
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vielleicht daraus, dass Projektarbeit nicht funktioniert. In beiden Fällen ist das natürlich nicht allgemeingültig. Projektarbeit funktioniert oft sehr gut und es gibt viele große Tiere, die ungefährlich sind. Solche persönlichen Verallgemeinerungen prägen aber unsere Wahrnehmung und können zu einer sogenannten "selbsterfüllenden Prophezeiungen" werden.
Unsere Grundannahmen können verhindern, dass wir alle möglichen Lösungsansätze in Betracht ziehen Bei der Problemlösung verhindern viele unserer Grundannahmen, dass wir auch einmal in eine ganz andere vielleicht viel sinnvollere - Richtung denken, um ein Problem zu lösen. Aufgrund unserer Grundannahmen schließen wir oft bestimmte Lösungswege von vorneherein aus. Wer z.B. bei einer Krise in seiner Beziehung der festen Überzeugung ist, dass "dieser ganze Psychoquatsch" nichts bringt, der wird von vorneherein ausschließen, zu einer Paartherapie zu gehen. Eine solche Therapie hätte aber möglicherweise diese Beziehung wesentlich weiterbringen können.
Es geht darum, sich die eigenen Grundannahmen selbst klarmachen Um offen und flexibel für neue Lösungsansätze zu sein, müssen wir unsere persönlichen Grundannahmen erkennen und sie - wenn nötig - in Frage stellen. Nur wenn wir wissen, wo unsere eigenen blinden Flecken sind, können wir bei der Problemlösung die ganze Bandbreite möglicher Lösungsansätze ausschöpfen.
Wie Sie Ihre Grundannahmen erkennen können Um herauszufinden, welche Grundannahmen wir über eine Problemsituation haben, ist es zunächst hilfreich, die folgende Frage zu beantworten. Was weiß ich - bzw. wissen wir - ganz sicher über dieses Problem? Sie können sich so eine Liste Ihrer Grundannahmen erarbeiten. Geben Sie sich dabei aber nicht nur mit sachlichen und offensichtlichen Antworten zufrieden, sondern überlegen Sie z.B. auch, welche inneren, ganz persönlichen Überzeugungen und Glaubenssätze Sie zu diesem Problem haben.
Grundannahmen in Frage stellen Im nächsten Schritt versuchen Sie jede dieser Überzeugungen über Ihr Problem zu überprüfen, indem Sie dazu die folgenden Fragen stellen: Woher genau wissen wir das? Inwiefern ist das bewiesen? Was wäre, wenn das nicht so wäre? Unter welchen speziellen Umständen ist das vielleicht nicht so? Wenn Sie Ihre Grundannahmen gezielt in Frage stellen, öffnen Sie sich für neue Möglichkeiten. Das Überprüfen der eigenen Grundannahmen ist eine wichtige Voraussetzung für den nächsten Schritt: Lösungsalternativen für Ihr Problem entwickeln.
Lösungsalternativen entwickeln Nun kommen wir zum kreativen Teil des kreativen Problemlösungsprozesses.
Möglichst viele Ideen produzieren In der Regel beginnen wir bei unseren Überlegungen zu unserem Problem mit uns vertrauten oder allgemein bekannten Lösungsansätzen. Nicht immer lässt sich aber ein Problem nach bewährter Art lösen. Dann muss eine innovative, neue Möglichkeit gefunden werden. Um auf eine solche Lösung zu kommen, geht zunächst darum, möglichst viele Ideen zu produzieren. Je mehr Ideen Sie entwickeln, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit dass Sie eine wirklich gute Idee finden, die auch realisierbar ist.
Der kreative Prozess Ideen zu entwickeln ist ein kreativer Prozess. Der klassische kreative Prozess gliedert sich in verschiedene Schritte: 3. Zuerst werden möglichst viele Fakten über das zu lösende Problem gesammelt. Das Problem wird beschrieben, möglichst viele offene Fragen beantwortet und alle wichtigen Rahmenbedingungen erfasst. Hier sollte auch bereits der gewünscht Zielzustand formuliert werden. 4. Als nächstes kommt eine Phase, in der wir uns am besten nicht direkt mit dem Problem beschäftigen, sondern es ein Stück weit loslassen. Diese Phase wird als Inkubationszeit bezeichnet und stellt eine Art – 195 –
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Reifephase dar. Unser Unterbewusstsein kann in dieser Phase die Informationen bearbeiten und neue Ideen "ausbrüten". Hier geht es darum, etwas Geduld zu haben und darauf zu vertrauen, dass unser Unterbewusstsein in unserem Sinne für die Problemlösung arbeitet. Irgendwann folgt dann ein Geistesblitz und wir finden eine oder mehrere neue Ideen, die das Problem lösen können. Das passiert meist in einer Situation, in der wir entspannt sind, z.B. unter der Dusche oder abends, kurz vor dem Einschlafen. Halten Sie also Stift und Papier bereit, wo immer Sie sich befinden solche Ideen gehen schnell wieder verloren, wenn wir nicht alles sofort aufschreiben. Manchmal bekommen wir in einer solchen Phase auf Botschaften in unseren Träumen, da hier das Unterbewusstsein besonders aktiv ist. Auch wenn Ihre Träume zunächst nicht offensichtlich mit Ihrem Problem zu tun haben, kann es sehr sinnvoll sein, sich die Bilder und Symbole aufzuschreiben und einmal in Ruhe darüber nachzudenken.
Unterstützen Sie sich in Ihrer Kreativität Sie können Ihre Kreativität unterstützen, indem Sie sich ein kreatives Klima schaffen und Kreativität zu einem Teil Ihres Lebens werden lassen. Umgeben Sie mit allem, was Sie inspiriert und anregt - das können Bilder, Farben, Gegenstände oder auch Personen sein. Tun Sie inspirierende Dinge: Lesen Sie viel. Schauen Sie sich interessante Reportagen und Berichte im Fernsehen an. Seien Sie an neuen Themen interessiert und lernen Sie ständig dazu. Wenn es Ihnen möglich ist, reisen Sie in ferne Länder. Gehen Sie in die Natur und staunen Sie über all die kleinen und großen Wunder, die Sie dort finden. Malen und zeichnen Sie. Tanzen Sie. Lassen Sie sich von anderen kreativen Menschen anregen. Machen Sie Phantasiereisen und kreative Erholungspausen. Folgen Sie dabei aber keinen Dogmen, sondern suchen Sie Ihren eigenen Weg. Finden Sie einen Zugang zu Ihrer Phantasie und zu Ihrer ganz persönlichen Kreativität.
Systematische Methoden können uns helfen Es gibt eine Reihe von Kreativitätstechniken und Ideenfindungsmethoden, mit denen Sie Ihre Kreativität beflügeln können. Nutzen Sie solche Methoden!
Methoden zur kreativen Problemlösungsfindung Es gibt viele Methoden, um Lösungsalternativen für ein Problem zu produzieren. Ziel dieser Methoden ist es, so viele Lösungsansätze wie möglich zu entwickeln. Es geht hier noch nicht darum, welche Ideen später tatsächlich umgesetzt werden können oder sollen, sondern allein darum, eine möglichst große Auswahl an Lösungsansätzen zu erarbeiten. Wir stellen Ihnen hier eine Auswahl solcher Methoden vor:
Methode: Freie Assoziation Um auf möglichst viele verschiedene Lösungsansätze zu kommen, ist es hilfreich, die eigenen Gedanken einmal Tipp vollkommen frei in verschiedene Richtungen wandern zu Diese Übung zur Visualisierung bietet sich zum lassen. Dafür bietet sich die Methode der freien Beginn einer Kreativ-Sitzung an. Dadurch lockern Assoziation an: Wählen Sie dafür zunächst einen Sie sozusagen Ihre kreativen Muskeln und stimmen Begriff aus dem Bereich Ihres Problems. Nehmen Sie sich auf Ihr Problem ein. dieses Wort als Ausgangspunkt und schreiben Sie das nächstbeste Wort auf, das Ihnen einfällt. Und dazu fällt Ihnen wieder ein Begriff ein, den Sie aufschreiben können. Das wiederholen Sie so lange, bis Sie einen ordentlichen Vorrat an Wörtern haben (ca. 20-50 Wörter). Diese Wörter können Sie dann dafür nutzen, weitere Ideen zu entwickeln.
Beispiel Nehmen wir an, Sie sind sehr im Stress und wollen dieses Problem lösen. Sie beginnen Ihre freie Assoziation mit dem Wort "Stress" und schreiben dann z.B. folgende Wörter: Ausruhen - fehlender Ausgleich -Urlaub - zu wenig Zeit - zu wenig Schlaf - usw. Nun können Sie zu jedem einzelnen Wort einen Lösungsansatz entwickeln: Zu "ausruhen" fällt Ihnen ein, dass Sie auf Ihrer Arbeit alle zwei Stunden konsequent eine viertel Stunde lang Pause zum Ausruhen machen könnten. Zu "fehlender Ausgleich" überlegen Sie sich, dass Sie sich einen ganzen Tag und zwei halbe Tage in der Woche vollkommen für Freizeitaktivitäten freischaufeln wollen. Und so können Sie zu allen Begriffen, die Ihnen durch das freie Assoziieren eingefallen sind, Lösungen entwickeln.
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Methode: Mind Mapping Das Mind Mapping ist eine sehr kreative Art der Aufzeichnung und inhaltlichen Aufarbeitung eines Themas oder Problemfeldes. Fertigen Sie also einfach ein Mind Map zu Ihrem Problem an. Fügen Sie viele Graphiken in Ihr Mind Map ein und verwenden Sie viele Farben. Das stimuliert Ihre Kreativität und Sie werden so vielleicht auch zu neuen und ungewöhnlichen Ideen kommen.
Methode: Systematische Checkliste für mögliche Veränderungen Um auf neue Lösungsansätze zu kommen, können Sie Ihr Problem einmal anhand einer systematischen Checkliste erörtern, in der Sie bereits im Vorfeld alle Möglichkeiten aufgeschrieben haben, die Sie an dem jeweiligen Problem verändern könnten. Das sieht z.B. so aus: Was kann man vergrößern? Was kann man verkleinern? Was kann man ersetzen? Was kann man neu anordnen? Was kann man umkehren? Was kann man kombinieren? usw.
Tipp Erweitern Sie die Begriffe in der Checkliste so, wie es Ihren Bedürfnissen entspricht. Je mehr Begriffe, desto mehr Möglichkeiten können entstehen.
Beispiel Nehmen wir an, Ihre Verkaufsmannschaft setzt nicht mehr genug Produkte ab. Dann könnten anhand der Checkliste folgende Ideen entwickelt werden: Was könnte vergrößert werden? Werbeetat Verkaufsmannschaft Motivation Produktpalette Was könnte verkleinert werden? Verkaufsmannschaft Anreisewege Gehalt Was könnte ersetzt werden? Verkaufsmannschaft oder einzelne Verkäufer Produkte Management Was könnte neu angeordnet werden? Die Hierarchie Die Verteilung der Verantwortlichkeiten Was könnte neu kombiniert werden? Produktlinie Verkauftsteams Verkaufsargumente usw. Sie können so systematisch die einzelnen Elemente der Checkliste auf Ihr Problem anwenden und dadurch zu Lösungsansätzen kommen, die Ihnen ohne diese Checkliste vielleicht nicht eingefallen wären.
Methode: Umdrehen Ihrer Grundannahmen Im vorangehenden Schritt haben Sie Ihre Grundannahmen über Ihr Problem genauer analysiert. Wenn Sie diese Grundannahmen umdrehen, können Sie schnell zu überraschenden Ergebnissen kommen.
Beispiel – 197 –
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Nehmen wir an, Sie haben das Problem, dass Ihr Chef Sie regelmäßig in lautem Ton kritisiert und Sie sehr darunter leiden. Ihre Grundannahmen dazu: "Wenn ich meinem Chef die Meinung sage, verliere ich meine Stelle". Wenn Sie diese Grundannahmen umdrehen, entsteht eine neue Ausgangslage: Dann könnte die Annahme heißen "Wenn ich meinen Chef nicht die Meinung sagen, verliere ich meine Stelle." oder: "Auch wenn ich meinem Chef die Meinung sage, behalte ich meinen Job." Durch das Umdrehen der Grundannahmen öffnen Sie sich gedanklich für neue Möglichkeiten. Sie können so einmal gedanklich durchspielen, was geschehen würde, wenn Sie das Gegenteil von dem tun, was Sie eigentlich tun würden. Dabei geht es aber nicht darum, nun sofort genau dieses Gegenteil in die Tat umzusetzen, sondern vielmehr darum, dadurch vielleicht auf ganz neue Ideen zu kommen.
Methode: Morphologischer Ansatz Der morphologische Ansatz basiert auf dem zufälligen Kombinieren von bestimmten Eigenschaften eines Problems. Das Ganze lässt sich am besten an einem Beispiel demonstrieren.
Beispiel Nehmen wir an, Sie wollen ein neues Produkt im Bereich "Unterhaltung für weibliche Personen" entwickeln. Aus dieser Problemstellung heraus entwickeln Sie die folgende Tabelle: Art
Alter
Thema
Zeitschrift
5-12
Karriere
Fernsehsendung
12-17
Soap-Opera
Show
17-25
Haushalt
Online-Angebot
25-35
Sex
Verein
35-50
Beauty
Wettbewerb
50-65
Sport
Gewinnspiel
65-99
Mode
In der obersten Zeile stehen die thematischen Kategorien und unter dem Eintrag finden Sie Beispiele für diese Kategorie. Bei Art der Unterhaltung finden Sie z.B. Zeitschrift, Show oder Verein. Durch willkürliches Auswählen einer Kombination aus allen drei Spalten lassen sich nun Ideen entwickeln. Ideen könnten z.B. sein: Ein Sportverein für Frauen von 65-99 oder ein Gewinnspiel für Mädchen von 12-17 zum Thema Soap-Operas.
Methode: Brainstorming Beim Brainstorming sammeln Sie alleine oder in der Gruppe möglichst viele Ideen. Dabei dürfen die Ideen nicht gleich kritisiert und bewertet werden, sondern es ist alles erlaubt - je verrückter, desto besser.
Methode: Brainwriting Das Brainwriting kann in einer Gruppe von 3 - 12 Teilnehmern durchgeführt werden. Die Teilnehmer sitzen im Kreis an einem Tisch und haben alle ein Blatt Papier vor sich. Nachdem das Problem genau definiert ist, schreibt jeder der Teilnehmer drei Ideen für eine Lösung für das Problem auf sein Blatt. Nach einer vorher festgelegten Zeitspanne schiebt jeder sein Blatt zu seinem rechten Nachbarn. Der Nachbar schreibt dann inspiriert von den Ideen seines Vorgängers drei weitere Ideen auf. Das Ganze wird so lange wiederholt bis jeder sein Blatt wieder vor sich hat. Durch die Assoziationen mit dem, was jeweils die anderen geschrieben haben, führt diese Methode zu einer Fülle von Ideen.
Für Lösungsalternativen entscheiden Wenn wir nun viele Ideen für eine Problemstellung gefunden haben, müssen wir uns für einen oder zumindest für einige wenige Lösungsansätze entscheiden, damit wir mit der Umsetzung beginnen können. Einige Lösungsansätze sind vielleicht schon auf den ersten Blick hin unbrauchbar oder nur mit einem sehr hohen Aufwand zu realisieren. Wenn wir aber eine Reihe von erfolgversprechenden Lösungsansätzen haben, können uns folgende Kriterien bei der Auswahl helfen:
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Kriterien für die Bewertung der Lösungsansätze Wie sind die Erfolgschancen der Lösung? - Die Erfolgsaussichten unserer verschiedenen Lösungen sind sicherlich nicht gleich. Deswegen sollten Sie versuchen die Erfolgschancen Ihrer Lösungsalternativen zu bewerten. Gehen Sie hierbei z.B. nach bereits bestehenden Erfahrungen, fragen Sie andere um Rat oder entscheiden Sie aus Ihrer persönlichen Einschätzung heraus. Führt der Lösungsweg zum angestrebten Ziel? - Sie sollten Ihre Lösungsalternativen auch ganz bewusst daraufhin überprüfen, ob sie überhaupt zu dem gewünschten Ziel führen. Eine Lösung kann geeignet sein, ein Problem zu beseitigen, sie muss aber deshalb noch lange nicht zu dem von Ihnen gewünschten Ziel führen. Gibt es einen Zielkonflikt? - Es kann sein, dass ein Lösungsansatz mit Ihren anderen Zielen nicht zu vereinbaren ist. Dann würde die Lösung des Problems auf diese Art andere Ziele unmöglich machen oder gefährden. Das kann dann ein Ausschlusskriterium sein. Überprüfen Sie deshalb Ihren Lösungsansatz daraufhin, ob es einen möglichen Konflikt mit anderen Zielen gibt. Ist der Lösungsansatz wirtschaftlich sinnvoll? - Bei manchen Problemen ist es wichtig, dass ein Lösungsansatz wirtschaftlich sinnvoll ist. Das spielt natürlich besonders in Unternehmen eine wichtige Rolle. Die Lösung des Problems darf hier z.B. weder zu teuer noch mit einem zu hohem Personalaufwand zu realisieren sein. Andererseits sollten die wirtschaftlichen Überlegungen auch nicht allein entscheidend sein, denn u.U. ist eine Investition notwendig. Hier gilt es genau abzuwägen. Wie viel Zeit beansprucht die Lösung? - Die Lösung eines Problems sollte nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Versuchen Sie deshalb den Zeitaufwand der einzelnen Lösungsansätze einzuschätzen. Lösungsansatz ist bekannt und war schon einmal erfolgreich? - Wenn Sie mit einem bestimmten Lösungsansatz ein ähnliches Problem schon einmal gelöst haben, ist das ein klares Argument für diesen Lösungsansatz. Seien Sie aber trotzdem noch offen für die anderen Lösungsalternativen. Vielleicht ist noch eine bessere Lösung möglich? Wie einfach ist der Lösungsansatz "zu verkaufen"? - In machen Fällen müssen Sie andere Personen von einen Lösungsansatz für ein Problem überzeugen, z.B. Ihren Chef oder Ihren Lebenspartner. Dann ist das Kriterium, wie leicht dies sein wird, ebenfalls zu beachten.
Lösungsalternativen in die Tat umsetzen Nach der Planung folgt die Phase der Umsetzung.
Machen Sie einen Aktionsplan für die Lösung Ihres Problems Sie wissen jetzt worum es bei Ihrem Problem geht, Sie haben Ziele festgelegt, nach Lösungen gesucht, mögliche Lösungsalternativen gefunden und sich dafür entschieden, wie Sie das Problem anpacken wollen. Um die Umsetzung Ihrer Problemlösung zu strukturieren, sollten Sie an dieser Stelle einen Aktionsplan ausarbeiten. Erledigen Sie dann jeden Punkt auf Ihrem Aktionsplan Schritt für Schritt. Benutzen Sie Ihren Aktionsplan, um Ihre Erfolge zu dokumentieren, indem Sie jeden umgesetzten Schritt abhaken.
Durchhalten ist vielleicht die wichtigste Fähigkeit zum Lösen von Problemen Jetzt kommen Sie zu einem weiteren wesentlichen Punkt: das Durchhalten. Wie schnell erscheint uns - vor allem wenn es um die Umsetzung geht - das eigentliche Problem als gar "nicht mehr so schlimm". Frust entsteht nun vielleicht durch den Ärger der Umsetzung und lässt das eigentliche Problem nicht mehr so wichtig erscheinen. Besonders wenn wir in der Umsetzungsphase auf Schwierigkeiten stoßen, kann es passieren, dass wir das ganze Vorhaben aufgeben. Erstaunlicherweise hören viele Menschen auf an Ihrem Problem zu arbeiten, wenn erste Erfolge sichtbar sind! Sie erliegen dann dem Irrtum, dass das Problem selbst schon gelöst sei. In diesem Fall hören sie aber oft zu früh auf, an ihrem Problem zu arbeiten und es schleicht sich von hinten wieder ein.
Schaffen Sie sich Motivation Um konsequent an der Lösung eines Problems zu arbeiten, sollten Sie sich selbst motivieren können. Hier kann Ihnen ein Ziel helfen, das möglichst verlockend formuliert sein sollte. Die Aussicht darauf, das zu erreichen, was Sie sich vorgenommen haben, kann uns viel Kraft zum Weitermachen geben. Erinnern Sie sich auch immer wieder daran, wie schlimm das Ausgangsproblem war und wie sehr Sie sich auf eine Lösung gefreut haben.
Belohnen Sie sich und andere Zusätzlich können Sie sich, Ihre Mitarbeiter oder Partner auch für kleinere Leistungen auf dem Weg zur Problemlösung belohnen. Gönnen Sie sich persönlich z.B. ein gutes Essen, wenn Sie wieder einen Schritt Ihres Aktionsplanes abgearbeitet haben, kaufen Sie sich eine schöne CD oder machen Sie sich auf eine andere Art eine – 199 –
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Freude. Loben Sie Ihre Mitarbeiter und zeigen Sie ihnen Ihre Anerkennung. Unternehmen Sie zur Belohnung etwas Schönes mit Ihrem Partner.
Lernen Sie mit Rückschlägen umzugehen Nicht immer läuft alles so glatt, wie es unser Aktionsplan verspricht. Da dauern Dinge viel länger als erwartet, eine erhoffte Hilfestellung bleibt aus oder eine geplante Maßnahme stellt sich als nutzlos heraus. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie in der Lage sind, mit Rückschlägen und Misserfolgen umzugehen. Diese Fähigkeit bezeichnet man als "Frustrationstoleranz". Geben Sie also nicht gleich auf. Sie haben sich auf den Weg gemacht, dieses Problem zu lösen und Sie sind weit gekommen. Halten Sie durch!
Problemlösung kontrollieren Der letzte Schritt des Problemlösungsprozesses ist die Kontrolle. Hier geht es darum, sich zu fragen, ob Sie mit den Maßnahmen, die Sie eingeleitet haben, tatsächlich Ihr Problem lösen und Ihr Ziel erreichen.
Kontrolle ist ein dauerhafter Prozess Auch wenn die Erfolgskontrolle hier als letzter Schritt des Prozesses erläutert wird, so handelt es sich aber eigentlich um eine prozessbegleitende Maßnahme. Das bedeutet, dass Sie über die gesamte Dauer der Problemlösung hinweg, immer wieder überprüfen sollten, ob Sie sich wirklich in die richtige Richtung bewegen. Eine kontinuierliche Kontrolle hilft Ihnen dabei, Fehler schneller zu erkennen und Korrekturen rechtzeitig vornehmen zu können.
Kontrolle heißt nach vorn schauen Kontrolle in diesem Zusammenhang bedeutet nicht, dass Sie nur zurückschauen und herausfinden, was Sie getan haben. Kontrolle heißt vor allem immer wieder mit dem Blick auf Ihr eigentliches Ziel zu überprüfen, ob Sie sich noch in diese Richtung bewegen. Durch eine solche vorwärtsgerichtete Kontrolle können Sie Ihre Maßnahmen immer wieder flexibel auf die eigentliche Problemlösung ausrichten und werden so Ihr Ziel sicherer erreichen.
Check-Termine für die Kontrolle festlegen Machen Sie Ihre Erfolgskontrolle zu einem Teil Ihrer Planung und tragen Sie von vornherein Check-Termine in Ihren Terminplaner ein. So stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Kontrolle nicht einfach vergessen. Nutzen Sie diese Termine konsequent dafür zu überprüfen, wie weit Sie noch von Ihrem Ziel entfernt sind und ob Sie sich überhaupt noch auf Ihr Ziel zu und nicht davon weg bewegen.
Checkliste für die Kontrolle Sie können auch die folgende Checkliste für Ihre Kontroll-Termine nutzen: Welche Schritte habe ich bis heute erledigt und zu ca. wie viel % ist mein Ziel bereits erreicht? Was muss ich aktuell tun, um mein Ziel zu erreichen? Was macht die Umsetzung der Problemlösung schwierig? Welche Gegenkräfte treten auf? Wenn Sie den Erfolg Ihres Plans bezweifeln: Was muss ich vielleicht an meinem Plan ändern, um doch noch zum Erfolg zu kommen? Gibt es neue Erkenntnisse über das Problem und sollte ich vielleicht einen anderen Lösungsansatz wählen? Zeichnet sich möglicherweise ab, dass ich mein Ziel umformulieren sollte, weil mir ein anderes Ziel noch größere Vorteile bringt oder es leichter zu erreichen ist?
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Methoden zur Entscheidungsfindung Von Ralf Senftleben In unserem Leben fällen wir ständig Entscheidungen und das ist nicht immer leicht. Manchmal sind es auch die kleinen, fast alltäglichen Entscheidungen, die uns schwer fallen. Erst recht aber tun wir uns bei großen Entscheidungen schwer, deren Konsequenzen weitreichend sind.
Es gibt einige hilfreiche Methoden zur Entscheidungsfindung Um die verschiedenen Alternativen einer Entscheidung gegeneinander abzuwägen, gibt es verschiedene Methoden. Mit solchen Methoden können wir uns gezielt über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen Gedanken machen, so dass wir bereits im Vorfeld besser abschätzen können, welche Möglichkeit für uns den besten Nutzen bringen wird.
Vertrauen Sie auch auf Ihre Intuition Trotz aller Methoden und Strategien sollten wir nicht versäumen, auch auf unser Bauchgefühl zu hören. Auch wenn sich das vielleicht seltsam anhört, Ihre Intuition erfasst oft Dinge, die Sie bewusst gar nicht wahrnehmen. Versuchen Sie deshalb, Ihre Entscheidung nicht nur mit dem Kopf zu treffen, sondern hören Sie auch in sich hinein und fragen sich selbst, was Ihr Bauchgefühl zu den verschiedenen Alternativen sagt.
Methoden, die Ihnen bei Ihren Entscheidungen helfen Es gibt eine ganze Reihe von Methoden, die Ihnen bei Ihrer Entscheidungsfindung helfen können – hier im Überblick: CAF (Consider All Facts) Die Methode CAF von Edward de Bono eignet sich besonders dazu, die Randbedingungen einer Entscheidungssituation zu erfassen und mit in die Entscheidung einfließen zu lassen. Am besten bereiten Sie wichtige Entscheidung immer mit einem CAF vor. PMI (Plus Minus Interesting) Die Methode PMI von Edward de Bono ermöglicht es Ihnen, die positiven und negativen Aspekte einer Entscheidungsmöglichkeit genau zu erkennen und gegeneinander abzuwägen. Entscheidungsmatrix Eine Entscheidungsmatrix ist ein hilfreiches Instrument, um Entscheidungen rational zu treffen. Methoden zur intuitiven Entscheidungsfindung Neben den rationalen und sehr systematischen Entscheidungsmethoden gibt es auch intuitive Methoden, sich zu entscheiden. An wichtige Entscheidungen sollte man am besten rational und intuitiv herangehen.
CAF - Consider All Facts nach E. de Bono Bei dieser Methode geht es darum, möglichst alle Einflussfaktoren für eine Entscheidung zu berücksichtigen.
Quelle De Bono, Edward: Thinking Course. - London: BBC, 1993
Listen Sie alle Faktoren auf, die mit Ihrer Entscheidung zusammenhängen Bei der Methode CAF schreiben Sie zunächst alle Faktoren auf, die etwas mit Ihrem Problem, Ihrer Fragestellung oder mit Ihrer Entscheidungssituation zu tun haben.
Beispiel für ein CAF Wenn Sie sich ein Auto kaufen wollen, gibt es bei der Entscheidung u.a. die folgenden Faktoren zu berücksichtigen: Kosten Gebraucht oder neu? – 201 –
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Marke Farbe Verbrauch Inländischer oder ausländischer Wagen PS Größe des Wagens Wie wird er meiner Frau / meinem Mann gefallen? Sicherheit Extras Einsatzgebiet des Autos Finanzierungsmöglichkeiten Sicherheit usw.
Übung: Machen Sie zur Übung einfach mal je ein CAF zu den folgenden Fragestellungen: Ich habe drei Angebote für einen Arbeitsvertrag. Welchen Arbeitgeber soll ich wählen? Soll ich nach Amerika auswandern oder nicht? Ich wünsche mir ein Kind - soll ich mich in meiner jetzigen Situation schon dafür entscheiden oder lieber noch warten?
Je mehr Sie wissen, desto leichter die Entscheidung Der Zweck dieser Methode ist, möglichst viele Informationen und Einflussfaktoren, die mit Ihrer Entscheidungssituation zu tun haben, zu sammeln. Alle Faktoren, die Sie aufgeschrieben haben, helfen Ihnen dabei, Ihre Entscheidungssituation besser zu erkennen und einschätzen zu können.
Setzen Sie Prioritäten Nicht alle Einflussfaktoren sind gleich bedeutungsvoll. Sortieren Sie deshalb Ihre Liste, in dem Sie die wichtigsten Einflussfaktoren nach oben stellen und die weniger wichtigen weiter unten anfügen.
Nutzen Sie das Ergebnis der CAF wie eine Checkliste Sie können Ihre Ergebnisse des CAFs wie eine Checkliste benutzen. Bei der Entscheidung nehmen Sie Ihre Liste zur Hand und prüfen die verschiedenen Alternativen anhand der einzelnen Punkte. Das CAF ist auch eine gute Basis, um im Anschluss daran ein PMI durchzuführen.
PMI - Plus-Minus- Interesting nach E. de Bono Beim PMI überlegen Sie sich alle positiven und alle negativen Folgen einer Entscheidung, um so die möglichen Alternativen besser einschätzen zu können.
Quelle De Bono, Edward: Thinking Course. - London: BBC, 1993
Minus- und Pluspunkte zu einer Fragestellung oder einer Entscheidung erarbeiten Beim PMI richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nacheinander gezielt für jeweils zwei bis drei Minuten erst auf die positiven und dann auf die negativen Aspekte einer anstehenden Entscheidung und schreiben das Ergebnis Ihrer Gedanken auf. Es lohnt sich, vorher ein CAF durchzuführen, damit Sie möglichst viele Einflussfaktoren der jeweiligen Entscheidung kennen und für das PMI berücksichtigen können.
Beispiel für ein PMI Fragestellung: Soll ich das Jobangebot der XYZ AG als Abteilungsleiter annehmen? – 202 –
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Pluspunkte Höheres Einkommen als bisher. Mitarbeitererfolgsbeteiligung in Aktien. Aufgabe ist interessanter als bisher. Bessere Aufstiegsmöglichkeiten. Minuspunkte Weniger Urlaub als bisher. Muss französisch lernen. Muss in eine neue Stadt ziehen. Mein Lebenspartner, meine Lebenspartnerin findet die Idee des Umzugs nicht gut. Die Kinder müssen die Schule wechseln. Aspekte, die für Sie sowohl positiv als auch negativ zu bewerten sind, sollten Sie in beiden Tabellen aufführen.
Für offene Fragen gibt es eine weitere Kategorie Für Aspekte, die weder positiv noch negativ sind, bei denen Sie die Auswirkung noch nicht einschätzen können sowie für offene Fragen eröffnen Sie eine weitere Kategorie mit der Bezeichnung "Interessant". i Werde ich den neuen Anforderungen gewachsen sein? i Werde ich dort mehr Gestaltungsspielraum haben? i Wie werden sich meine Mitarbeiter von mir führen lassen? i Wie schwierig wird es sein, dort eine Wohnung zu finden? Die i-Aspekte zeigen Ihnen in der Regel, wo Sie noch Informationsbedarf haben. Wenn Sie mehr über die einzelnen Fragen wissen, können Sie meist auch entscheiden, ob der jeweilige Aspekt positiv oder negativ für Sie ist.
PMI gibt keine klaren Antworten Das PMI gibt Ihnen noch keine klare Antwort auf die Frage "ja oder nein?". Es dient in erster Linie dazu, Ihre Aufmerksamkeit gezielt auf die Plus- und Minuspunkte einer Fragestellung zu lenken, um sich über möglichst alle Folgen der anstehenden Entscheidung klar zu werden. Zusätzlich erhalten Sie einen Überblick über offene Fragen.
Erweiterung der PMI-Methode, um eine eindeutige Antworten zu erhalten: das gewichtete PMI Um eine eindeutige Antwort auf die Frage "ja oder nein?" zu bekommen gehen Sie wie folgt vor: 1. Bewerten Sie die einzelnen Plus- und Minusaspekte mit einer Zahl zwischen eins und sechs, je nach der Bedeutung des Aspekts. Sechs bedeutet "sehr wichtig" und eins "gar nicht wichtig". Schreiben Sie hinter dem Plus- oder Minuspunkt jeweils die entsprechende Zahl. Für einen wichtigen Aspekt geben Sie z.B. fünf Punkte und für einen weniger bedeutenden Aspekt z.B. nur zwei Punkte. 2. Zählen Sie alle Punkte der Plusaspekte zusammen. 3. Zählen Sie alle Punkte der Minusaspekte zusammen. 4. Ziehen Sie nun das Ergebnis der Minusaspekte von dem der Plusaspekte ab. 5. Ist das Ergebnis größer als Null, heißt die Antwort "ja", ist es kleiner als Null, bedeutet das "nein" und wenn das Ergebnis gleich Null ist, dann ist es ein Unentschieden.
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Beispiel für ein gewichtetes PMI Fragestellung: Soll ich nach Australien auswandern?
Das gewichtete PMI bei mehreren Alternativen Auch wenn Sie eine Entscheidungssituation haben, bei der Sie sich zwischen drei oder mehr Möglichkeiten entscheiden müssen, können Sie diese Methode benutzen: Tipp Verwenden Sie eine Tabellen-Kalkulation, um die Führen Sie dazu einfach ein gewichtetes PMI für alle Rechenaufgaben zu erledigen. So können Sie sich Alternativen durch. Wenn Sie die Plus- und die ganz auf die eigentlichen Argumente konzentrieren. Minusaspekte aller Entscheidungsmöglichkeiten einzeln bewerten und wieder jeweils die Minus- von den Pluspunkten abziehen, dann gewinnt am Ende die Alternative mit dem höchsten Ergebnis.
Entscheidungsmatrix Die Entscheidungsmatrix ist eine sehr rationale Möglichkeit, um eine Entscheidung zu treffen. Bei dieser Methode steht am Ende ganz klar fest, für welche Möglichkeit Sie sich entschieden haben.
Zuerst müssen Sie Kriterien für Ihre Entscheidungssituation suchen Als erstes suchen Sie nach den Kriterien, die für Ihre Entscheidung wesentlich sind. Das sind natürlich für jede Entscheidungssituation andere Kriterien. Für die Fragestellung "Ich habe drei Jobangebote. Welches soll ich annehmen?" könnten die folgenden Kriterien benutzt werden: Gehalt Spaß an der Aufgabe Urlaub Gestaltungsfreiraum Freizeit usw.
Alle Kriterien müssen gleich formuliert sein Bitte beachten Sie, dass Sie für die Methode der Entscheidungsmatrix nur positiv formulierte Kriterien verwenden können - d.h. Sie sollten für jedes Kriterium sagen können: je mehr Kriterium, desto besser. Beispiel: Je mehr Urlaub, desto besser oder je mehr Gestaltungsfreiheit, desto besser. Wenn Sie positive und negative Kriterien mischen, funktioniert die Entscheidungsmatrix nicht mehr.
Mit der Entscheidungsmatrix bewerten Sie jede Ihrer Möglichkeiten Nun geht es darum, für jede Ihrer Alternativen die einzelnen Kriterien zu bewerten. Dies tun Sie ähnlich dem Schulnotensystem mit Punkten von 1 bis 6. Nur ist es hier umgekehrt - 6 Punkte verteilen Sie, wenn das Kriterium bei einer Entscheidungsalternative optimal erfüllt ist und einen Punkt vergeben Sie, wenn es gar nicht erfüllt wird.
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Die Entscheidungsmatrix Hier sehen Sie, wie eine Entscheidungsmatrix aussieht:
Oben im Kopf der Tabelle tragen Sie Ihre verschiedenen Entscheidungsalternativen mit einem Stichwort ein. Die Kriterien 1 bis 4 in diesem Beispiel ersetzen Sie durch die Kriterien, die bei Ihrer Entscheidung eine Rolle spielen. Wenn Sie mehr Kriterien haben, erweitern Sie die Matrix einfach durch die neuen Kriterien. Das gleiche gilt für die Alternativen.
Beispiel für eine Entscheidungsmatrix Für die Entscheidung, bei welchem Arbeitgeber Sie mit einer Anstellung beginnen sollen, sieht die Entscheidungsmatrix z.B. wie folgt aus.
In diesem Beispiel wurde z.B. der Spaß an der Aufgabe bei der Firma "Tuwas AG" am höchsten eingeschätzt. Dort wurden 6 Punkte vergeben. Bei der Firma "Samson GmbH" wird der Gestaltungsspielraum als extrem gering eingeschätzt und damit gibt es dort nur einen Punkt.
Am Ende zählen Sie die Punkte zusammen und lesen das Ergebnis ab In der letzten Zeile der Matrix wird die Summe aller Bewertungen einer Alternative gebildet. Die Alternative mit der höchsten Summe ist der Gewinner, weil diese Alternative nach den Bewertungen die einzelnen Kriterien am besten erfüllt . Im Beispielfall wäre das die Firma "Samson GmbH". Sie werden nun vielleicht einwenden, dass aber nicht alle Kriterien gleich wichtig sind. Dieses Problem lässt sich lösen, indem Sie jedem der Kriterien je nach Wichtigkeit ein größeres oder ein kleineres Gewicht bei der Entscheidung geben. Dazu können Sie die Methode der bewerteten Entscheidungs- Matrix anwenden.
Die bewertete Entscheidungsmatrix Die bewertete Entscheidungsmatrix ist eine Entscheidungsmatrix, in der die einzelnen Kriterien gewichtet werden. Diese Gewichtung ist dann sinnvoll, wenn nicht alle Kriterien für Sie dieselbe Wichtigkeit oder Bedeutung haben. Bitte lassen Sie sich nicht dadurch entmutigen, dass die Methode der bewerteten Entscheidungsmatrix ein bisschen kompliziert wirkt. Gehen Sie zunächst einmal den gesamten Text durch und erstellen Sie dann eine Matrix nach diesem Vorbild. Sie werden sehen, dass es letztlich gar nicht so schwer ist.
Sie erweitern Ihre bestehende Entscheidungsmatrix um gewichtete Noten Erstellen Sie zunächst eine Entscheidungsmatrix wie zuvor beschrieben. Fügen Sie nun eine weitere Spalte in Ihre Tabelle ein, in der Sie die verschiedenen Kriterien prozentual gewichten. Die für Sie wichtigsten Kriterien bekommen eine höhere Prozentzahl, als die weniger wichtigen. Nach dem Beispiel erklären wir, wie diese prozentuale Gewichtung vorgenommen wird. – 205 –
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Beispiel für eine gewichtete Entscheidungsmatrix In diesem Beispiel wurden den einzelnen Kriterien in der Spalte "Bew." (für Bewertung) jeweils eine Wichtigkeit für die gesamte Entscheidung zugeordnet. Das Kriterium "Spaß an der Aufgabe" wurde hier mit 30% doppelt so wichtig wie das Kriterium "Gehalt" mit 15% eingeschätzt. Um Ihre Kriterien zu bewerten, müssen Sie dann ein bisschen rechnen.
Wie Sie leichter zu Ihrer Gewichtung kommen Alle Gewichtungen müssen zusammenaddiert 100% ergeben. Die durchschnittliche oder normale Wichtigkeit für ein Kriterium ergibt sich, indem Sie 100% durch die Anzahl der Kriterien teilen. In dem konkreten Beispiel ergibt 100% : Anzahl Kriterien (5) = 20% pro Kriterium als die durchschnittliche Wichtigkeit. Werte über 20% sind in diesem Fall überdurchschnittlich wichtig und Werte unter 20% unterdurchschnittlich wichtig. Wenn Sie nun ein Kriterium als wichtiger als normal einstufen wollen, müssen Sie den Durchschnittswert 20% erhöhen. Im gleichen Zug müssen Sie aber auch bei einem anderen Kriterium die Prozentzahl vermindern, damit die Gesamtsumme wieder 100% ergibt.
Multiplizieren Sie die Noten mit der Gewichtung und addieren Sie die gewichteten Noten In einem zweiten Schritt müssen Sie nun die von Ihnen verteilten Punkte (1-6) mit der Gewichtung multiplizieren. So erhalten Sie eine gewichtete Note. Zum Schluss bilden Sie auch hier die Summe unten am Ende der Tabelle. Sie haben dann die Summe der jeweils gewichteten Noten. Wie auch bei der einfachen Entscheidungsmatrix ist die Alternative mit dem höchsten Gesamtergebnis der Gewinner.
Tipp Benutzen Sie eine Tabellen-Kalkulation, die die Rechenarbeit für Sie erledigt. Damit können Sie dann auch ganz einfach neue Kriterien hinzufügen oder die Gewichtungen der einzelnen Kriterien versuchsweise verändern.
Unterschied zwischen der einfachen und der gewichteten Entscheidungsmatrix Während im Beispiel der einfachen Entscheidungsmatrix der Gewinner die Samson GmbH war, gewinnt in der gewichteten Entscheidungsmatrix die Tuwas AG. Mit der gewichteten Entscheidungsmatrix können Sie Ihre Entscheidungen differenzierter treffen.
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Intuitive Methoden zur Entscheidungsfindung Von Tania Konnerth Wir können Entscheidungen nicht nur systematisch und rational treffen, sondern auch intuitiv, also aus dem Bauch heraus. Im folgenden geht es darum, wie Sie intuitive Entscheidungsmethoden bewusster nutzen können.
Die meisten unserer Entscheidungen sind intuitiv Wie oft entscheiden Sie in Ihrem täglichen Leben Dinge einfach aus dem Bauch heraus? Angenommen, Sie sehen eine Parklücke. Überlegen Sie dann lange oder wägen das Für und Wider dieses Parkplatzes ab? In der Regel werden Sie einfach einparken und sich freuen, dass Sie einen Parkplatz gefunden haben. Oder Sie wenn Sie einkaufen gehen: überlegen Sie wirklich bei jedem einzelnen Produkt, ob Sie es kaufen wollen oder nicht? Viele Produkte werden Sie aus Gewohnheit kaufen, aber hin und wieder werden Sie einfach zu einem Produkt greifen und es mitnehmen - ganz unbewusst oder intuitiv. Die meisten alltäglichen Entscheidungen treffen wir intuitiv, ohne bewusst das Pro und Contra abzuwägen.
Unsere Intuition erspart uns viel Kopfzerbrechen Müssten wir uns ständig über alles Gedanken machen und immer das Für und Wider zu jeder Entscheidung abwägen, würden wir wahrscheinlich zu nichts mehr kommen. Dadurch, dass wir aber zahlreiche Entscheidungen automatisch und intuitiv treffen, sparen wir uns das Kopfzerbrechen und können so vieles schneller erledigen. Deshalb sind intuitive Entscheidungsmethoden eigentlich nicht Neues. Ob Sie wollen oder nicht: Sie nutzen Ihre Intuition täglich.
Das Prinzip der intuitiven Entscheidungsmethoden Das Prinzip der intuitiven Entscheidungsmethoden besteht darin, die Kraft und das Wissen Ihres Unterbewusstseins zu nutzen. Unser Unterbewusstsein hat viel mehr Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse gespeichert, als wir bewusst abrufen können. Diese Informationen sind aber trotzdem da und können vom Unterbewusstsein in Beziehung gesetzt werden. Dadurch "weiß" es manchmal mehr als wir selbst. Wir erleben diese innere Verarbeitung dann nur als Bauchgefühl. Wenn Sie es schaffen, Zugang zu diesem Wissen zu bekommen, können Sie Entscheidungen besser und ganzheitlicher treffen, weil Sie dann bewusste und (vormals) unbewusste Informationen in der Entscheidung berücksichtigen können. Das klingt vielleicht etwas esoterisch, aber wie bereits weiter oben geschildert, sind diese intuitiven Entscheidungen alltägliche Prozesse. Hier soll es darum gehen, diese Möglichkeit bewusst als Entscheidungshilfe zu nutzen.
Geben Sie Ihrer Intuition eine Chance! Viele Menschen reagieren sehr skeptisch, sobald sie das Wort Intuition hören. In unserer oft sehr rationalen Welt gilt für viele nur was wissenschaftlich bewiesen und rational nachvollziehbar ist. Intuition ist nicht zu fassen und auch wissenschaftlich nicht zu belegen. Deshalb ist die eigene Intuition aber nicht weniger wichtig! Geben Sie Ihrer Intuition eine Chance. Je mehr wir lernen, unsere Intuition wahrzunehmen und auf sie zu hören, desto größer wird der Nutzen sein, denn wir daraus ziehen können.
Wann Sie gezielt intuitive Entscheidungsmethoden einsetzen können Es gibt verschiedene Situationen, in denen Sie durch intuitive Entscheidungsmöglichkeiten bessere Entscheidungen fällen, als wenn Sie sich auf rein rationale Techniken beschränken: Angenommen, Sie haben eine wichtige Entscheidung zu treffen, bei der eine Reihe von Gründen für eine Alternative und einen Menge Gründe für die andere Möglichkeit sprechen. Sie haben rational alle Alternativen gegeneinander abgewogen, aber irgendwie kommen Sie zu keinem klaren Ergebnis, weil die Gründe für und gegen die einzelnen Möglichkeiten ausgeglichen sind. Vielleicht haben Sie zwar durch rationale Entscheidungsmethoden herausgefunden, dass Sie die eine Alternative wählen sollten, haben dabei aber ein ganz seltsames Gefühl, so als ob das trotz allem nicht die beste Wahl wäre. In diesen Fällen können Sie intuitive Entscheidungsmethoden nutzen, um noch eine weitere Ebene in Ihre Entscheidung mit einzubeziehen. Manchmal haben Sie auch keine andere Möglichkeiten, als sich intuitiv zu entscheiden: Nämlich dann, wenn Sie sich schnell entscheiden müssen und Ihnen die notwendigen Informationen fehlen.
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Intuition im Alltag trainieren Sie können auch im Alltag kontinuierlich Ihre Intuition trainieren. Je mehr Sie Ihre Intuition trainieren, desto eher wird es Ihnen passieren, dass Sie in einer Entscheidungssituation intuitiv wissen, welche Entscheidung die Richtige ist. Die Intuition zu trainieren kann sogar richtig Spaß machen. Fragen Sie sich z.B. immer, wenn das Telefon klingelt, wer dran sein könnte. Sehen Sie das alles nicht so ernst, sondern mehr wie ein Spiel. Probieren Sie Ihre intuitive Entscheidungsfähigkeit einfach mal bei kleinen und ungefährlichen Entscheidungen aus. So üben Sie für den Ernstfall.
Visualisierungsübung Mit der folgenden Visualisierungsübung können Sie Ihr Unterbewusstsein und Ihre Intuition aktivieren. Entspannen - Sorgen Sie dafür, dass Sie für die nächsten 15-30 Minuten ungestört sind. Setzen Sie sich hin und atmen Sie tief durch. Schließen Sie die Augen, entspannen Sie sich und atmen Sie noch einige Male tief durch. Entscheidungssituation rekapitulieren - Denken Sie nun intensiv an die Entscheidung, die Sie treffen wollen. Worum geht es genau? Welche Bedeutung hat diese Entscheidung? Wer ist daran beteiligt? Welche Handlungsalternativen haben Sie? Visualisierung - Nun stellen Sie sich vor, dass Sie in einem Raum sind. In diesem Raum gibt es verschiedene Türen. Wie viele Türen hat Ihr Raum? Und wie sehen diese Türen aus? Sehen Sie alle gleich aus oder unterscheiden Sie sich in Farbe, Größe oder Beschaffenheit? Stellen Sie sich nun vor, wie Sie in der Mitte des Raumes stehen und eine Stimme hören. Diese Stimme sagt Ihnen, dass sich hinter diesen Türen Hinweise für Ihre Entscheidung befinden. Sie können sich nun eine Tür aussuchen, die Sie öffnen wollen. Haben Sie keine Angst, denn Sie können nichts falsch machen und es wird Ihnen auch nichts passieren. Seien Sie einfach neugierig, was sich hinter Ihrer Tür verbirgt. Tür öffnen - Wenn Sie sich für eine Tür entschlossen haben, können Sie auf diese Tür zugehen. Wenn Sie mögen, können Sie die Tür auch berühren und noch einmal nachspüren, ob dies die richtige Tür ist. Sie können zuversichtlich sein, dass Sie in jedem Fall einen wertvollen Hinweis für Ihre Entscheidung bekommen werden. Nun öffnen Sie die Tür. Deutung - Sie können nun das, was Sie hinter der Tür finden in Beziehung zu Ihrer Entscheidung setzen. Am besten schreiben Sie sich dazu auf, was Sie gesehen haben. Schreiben Sie weiterhin alles auf, was Ihnen spontan dazu einfällt. Es ist sehr wichtig, dass Ihnen in dieser Phase keine Gedankengänge verloren gehen, mögen Sie vielleicht auch noch so seltsam oder unsinnig sein. All das, was Ihnen jetzt in den Kopf kommt, sind Botschaften Ihres Unterbewusstseins. Es ist gut möglich, dass Sie diese Gedanken gleich wieder verlieren, wenn Sie sie nicht aufschreiben. Schauen Sie auch in den nächsten Tagen immer wieder auf Ihre Aufzeichnungen und finden Sie neue Verbindungen oder Deutungen. Manchmal braucht unser Unterbewusstsein ein bisschen Zeit. Finden Sie Ihre persönlichen Deutungen, denn darauf kommt es an. Natürlich können Sie auch Freunde nach einer Deutung fragen. Entscheidend aber ist, was Sie selbst mit einem Bild oder Gegenstand verbinden.
Achtung - Bei dieser Übung gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten: Versuchen Sie in jedem Fall offen und neugierig an die Übung heranzugehen. Wenn Sie zu skeptisch sind und das alles nur blödsinnig finden, wird Sie das blockieren. Zensieren Sie bitte nichts - keine Bilder, keine Gedanken. Was immer Sie sehen oder denken mögen, hat etwas mit Ihnen zu tun. Lassen Sie es zu, denn so können Sie am ehesten herausfinden, was es heißen mag. Achten Sie auf möglichst alle Details. Fragen Sie sich z.B. was die Wahl der Tür mit Ihrer Entscheidung zu tun hat. Überlegen Sie einmal, wie Sie sich gefühlt haben, als Sie sich für eine Tür entscheiden sollten - fiel Ihnen das leicht oder schwer? Achten Sie auf alles! Und: Fällen Sie Ihre Entscheidung möglichst nicht sofort nach der Übung. Geben Sie sich und Ihrem Unterbewusstsein immer ein bisschen Zeit, zu überprüfen, ob Ihr erster Eindruck und Ihre Deutungen richtig waren. Auch wenn Sie nach der Übung noch so euphorisch sind, sollten Sie trotzdem eine Nacht darüber schlafen. Übung abändern - Sie können diese Übung auch nach Ihren Bedürfnissen abändern. Vielleicht stellen Sie sich lieber vor, dass in dem Raum verschiedene Kisten stehen, von denen Sie eine öffnen und das deuten, was Sie darin finden. Oder Sie stellen sich eine Bibliothek vor, in der Sie ein Buch auswählen und das Thema und den Inhalt dieses Buches für Ihre Entscheidung auswählen. Sie können die Visualisierung nach Ihren Bedürfnissen abwandeln. Wichtig ist nur, dass Sie sich in dieser Übung intuitiv für eine der verschiedenen Möglichkeiten entscheiden können und dort etwas Symbolisches finden, das sich in Hinblick auf Ihre Entscheidungssituation deuten lässt .
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Nutzen Sie Ihre Träume als Entscheidungshilfe Setzen Sie sich, bevor Sie sich schlafen legen, für einen Moment auf Ihr Bett. Schließen Sie die Augen und entspannen Sie sich. Denken Sie nun intensiv an Ihre anstehende Entscheidung. Holen Sie sich die möglichen Alternativen und ihre jeweiligen Folgen ganz bewusst vor Ihr geistiges Auge. Denken Sie auch noch einmal an Alternativen, die Sie vielleicht schon verworfen haben. Gehen Sie im Geiste alle Möglichkeiten durch, die Sie in dieser Frage haben. Und dann sagen Sie sich selbst, dass Sie in dieser Nacht einen Traum haben werden, der Ihnen eine Antwort geben wird. Bitten Sie sich selbst um einen solchen Traum. Nehmen Sie sich fest vor, etwas zu träumen. Nehmen Sie sich auch ganz fest vor, sich genau an Ihren Traum zu erinnern. Dann legen Sie sich schlafen. Trauen Sie der Kraft Ihres Unterbewusstseins - In Ihren Träumen kann sich Ihr Unterbewusstsein zu Wort melden und Ihnen durch Bilder und Geschichten Signale geben, die Sie im bewussten und wachen Zustand gar nicht wahrnehmen würden. Ihr Unterbewusstsein will Ihnen helfen und Sie bei Ihren Vorhaben unterstützen, denn es ist ein Teil von Ihnen das es gut mit Ihnen meint! Leider verstehen wir die Sprache und die Signale unseres Unterbewusstseins oft nicht. Je besser wir lernen, wie unser Unterbewusstsein funktioniert, desto mehr werden wir profitieren. Vielleicht klappt es nicht auf Anhieb, dass Sie etwas zu Ihrer Entscheidungsfrage träumen. Aber es ist einen Versuch wert, denn wir können unsere Träume und die Tatsache, ob wir uns an sie erinnern oder nicht tatsächlich beeinflussen. Ganz wichtig: So erinnern Sie sich an Ihre Träume - Oft vergessen wir unsere Träume sehr schnell wieder. Viele Menschen behaupten sogar, gar nicht zu träumen. Es gibt einige Tricks, mit denen Sie sich besser an Ihre Träume erinnern können: Etwas zum Schreiben bereitlegen - Legen Sie sich immer einen Stift und Papier an Ihr Bett, so dass Sie jederzeit alles aufschreiben können, woran Sie sich erinnern. Halten Sie dabei alles fest, auch wenn es nur unzusammenhängende Bilder oder Erinnerungsfetzen sind - alles kann wichtig sein. Noch mit geschlossenen Augen erinnern - Wenn Sie morgens aufwachen, sollten Sie sich noch bevor Sie die Augen öffnen oder gar aus dem Bett steigen noch einmal mit geschlossenen Augen die Bilder der Nacht vor Augen holen. Wenn Sie noch nicht in die reale Welt gekommen sind, sondern sich im Halbschlaf mit geschlossenen Augen zu erinnern versuchen, wird Ihnen das viel leichter fallen. Immer wieder üben - Üben Sie sich im Träumen und im Erinnern Ihrer Träume. Je öfter und intensiver wir versuchen, uns an unsere Träume zu erinnern, desto mehr Erfolg werden wir damit haben.
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Was ist Zeitmanagement? Von Ralf Senftleben Zeitmanagement ist das systematische und disziplinierte Planen Ihrer Zeit. Der Zweck des Zeitmanagement ist es, mehr Zeit für die wichtigen Dinge in Ihrem Beruf und in Ihrem Privatleben zu haben. Sie können durch eine systematische Zeitplanung täglich erstaunlich viel Zeit gewinnen.
Zeitmanagement gibt Ihnen mehr Zeit für sich Durch ein gezieltes Zeitmanagement gewinnen Sie mehr Zeit, die Sie frei nutzen können. Es geht beim Zeitmanagement aber nicht darum, dass Sie noch mehr Zeit für Arbeit freimachen, so dass Sie in den 12 Stunden, die Sie täglich arbeiten, die Arbeit von 15 Stunden hineinquetschen können. Vielmehr sollten Sie sich mit Ihrem Zeitmanagement mehr Freiraum z.B. für Erholung, für Möglichkeiten, neue Energie zu tanken, Hobbys oder andere Vorhaben, die Ihnen wichtig sind, schaffen. So können Sie insgesamt ein ausgeglicheneres und damit glücklicheres Leben führen.
Vorteil des Zeitmanagements: Sie erledigen die wesentlichen Dinge in weniger Zeit Das Zeitmanagement hilft Ihnen nicht nur dabei, Zeit zu gewinnen, sondern es unterstützt Sie auch dabei, die wirklich wesentlichen Dinge zu erledigen. Dadurch können Sie erfolgreicher und zufriedener werden. Und Sie haben durch ein systematisches Zeitmanagement letztlich weniger Arbeit mit diesen Aufgaben als vorher, weil Sie durch die konsequente Ausrichtung auf das Wesentliche immer die wichtigen Dinge im Blick behalten. So können Sie schon im Vorfeld Probleme und mögliche Krisenherde erkennen. Im Anfangsstadium lassen sich solche Situationen meist mit sehr viel weniger Aufwand lösen, als wenn Sie bereits mittendrin sind.
Eines aber sollten Sie sich fragen: Wollen Sie wirklich mehr Zeit? Menschen, die ständig zu wenig Zeit haben, wirken wichtig und werden in unserer Gesellschaft entsprechend gewürdigt. Deswegen wehren sich viele Menschen - vielleicht auch unbewusst - gegen das Zeitmanagement. Dann hätten sie plötzlich mehr Zeit und wären dadurch in ihren eigenen Augen nicht mehr so wichtig. Anderen Menschen bereitet die Aussicht Unbehagen, tatsächlich mehr Zeit für sich selbst zu haben. Wir sind es oft schon gar nicht mehr gewohnt, Zeit für uns selbst zu haben. Bevor Sie sich ernsthaft mit Zeitmanagement beschäftigen, sollten Sie die bewusste Entscheidung treffen, ob Sie wirklich mehr Zeit haben wollen. Ansonsten könnte es ein, dass Sie sich selbst boykottieren. Und dann helfen alle Zeitspartechniken nichts.
Bestandsaufnahme: Wofür verbrauchen Sie wie viel Zeit? Wenn Sie den Umgang mit Ihrer Zeit verbessern wollen, sollten Sie zuerst schauen, wo Ihre Zeit eigentlich bleibt. Um Zeitfresser auszumerzen, müssen Sie erst wissen, was Ihnen Ihre Zeit stiehlt.
Welche Bereiche gibt es in Ihrem Leben? Zunächst können Sie einmal überlegen, in welche verschiedenen Bereiche sich Ihr Leben aufteilt und wie viel Zeit Sie ungefähr für jeden Bereich verwenden. Ein Beispiel: Ich bin berufstätig, arbeite ca. 40 Stunden die Woche + 8 Stunden Fahrtweg. Ich spiele Handball in einem Verein und verbringe dort ca. 5 Stunden die Woche mit meinem Training. Ich führe meinen Haushalt und brauche dafür ca. 9 Stunden die Woche. Mit meinen Freunden verbringe ich ca. 6 Stunden in der Woche. usw. Verschaffen Sie sich einen solchen Überblick über Ihre momentane Lebenssituation.
Überprüfen Sie Ihre erste Bestandsaufnahme mit einem Zeitprotokoll Um einen exakten Überblick über Ihren tatsächlichen Zeitverbrauch zu bekommen, sollten Sie für eine Woche folgendes tun: Schreiben Sie in einem Zeitprotokoll genau auf, wie viel Zeit Sie für welche Aktivitäten in Ihrem Leben verbrauchen, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Das erfordert ein bisschen Disziplin, aber Sie erkennen so genau, wie viel Zeit Sie tatsächlich wofür verwenden. Wählen Sie eine möglichst normale Woche und nicht gerade die Urlaubszeit oder eine andere Ausnahmezeit. – 210 –
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Analysieren Sie Ihr Zeitprotokoll Nach der Woche können Sie dann Ihr Zeitprotokoll analysieren. Suchen Sie nach den Aktivitäten, für die Sie die meiste Zeit investieren. Fragen Sie für jede der Aktivitäten, ob Sie weiterhin bereit sind, so viel Zeit dafür aufzuwenden. Vielleicht möchten Sie auch für einige Aktivitäten ab sofort mehr Zeit haben als bisher? Diese Zeit müssen Sie dann woanders einsparen. Sie können auf diese Weise aus Ihrem Zeitprotokoll erfahren, ob und wie Sie Ihren Tagesablauf gestalten wollen, um mehr von den Dingen machen zu können, die Sie wollen. Dabei geht es ganz allein um Sie. Sie müssen hier keine Auflagen erfüllen oder jemand anders zufrieden stellen. Urteilen Sie nicht gleich hart über sich, wenn Sie feststellen, dass Sie ziemlich viel Zeit vertrödeln oder mit Sachen verbringen, die Ihnen gar nicht so wichtig sind - Sie haben ja die Möglichkeit, das jederzeit zu ändern!
Zeitplanung – ganz praktisch Nachdem Sie einen Überblick über Ihre Aufgaben und über das, was Sie erreichen wollen, bekommen haben, können Sie mit der konkreten Zeitplanung beginnen.
Planung spart Zeit Viele Menschen behaupten, sie hätten zu viel zu tun, um zu planen. Das ist zu kurz gedacht, denn tatsächlich verkürzt eine gute Planung den Aufwand für eine Aufgabe oft erheblich. Planen spart Zeit und das Arbeitsergebnis hat oft eine bessere Qualität. Vorher gut zu planen, bedeutet also schlauer zu arbeiten.
Planen Sie täglich 5 bis 15 Minuten Reservieren Sie sich 5 bis 15 Minuten ungestörte Zeit. Dafür eignet sich zum Beispiel die Zeit morgens nach dem Frühstück, so dass Sie den aktuellen Tag planen können. Oder planen Sie abends vor dem Schlafengehen den kommenden Tag.
Auch eine Wochenplanung ist möglich Sie können auch am Wochenende oder am Montagmorgen für die gesamte kommende Woche planen. Die Wochenplanung hat den Vorteil, dass Ihr Fokus mehr auf den langfristigen und strategischen Ergebnissen liegt. Planen Sie für eine Woche, müssen Sie aber trotzdem täglich Ihren Plan überprüfen und Unvorhergesehenes in Ihren Plan einarbeiten.
Planen Sie Ihre Aufgaben schriftlich und ergebnisorientiert Ihre Planung sollte grundsätzlich schriftlich erfolgen. Beginnen Sie mit der Frage: "Was sind die wichtigsten Dinge, die ich heute erledigen will oder muss ?" Die Antworten auf diese Frage - Ihre Aufgaben - schreiben Sie auf. Formulieren Sie Ihre Aufgaben ergebnisorientiert, so als ob das Ergebnis der Aufgabe bereits fertig wäre. Statt "Bericht schreiben" schreiben Sie "Bericht fertiggestellt". Sie wollen schließlich ein Ergebnis erreichen und schreiben den Bericht nicht um der Tätigkeit willen. Die Formulierung "Bericht fertiggestellt" lässt auch eher die Möglichkeit offen, die Aufgabe zu delegieren.
Schreiben Sie auch die jeweiligen Voraussetzungen auf Halten Sie am besten auch alle Voraussetzungen fest, die Sie für das Erledigen der Aufgabe brauchen. Brauchen Sie vielleicht noch Informationen oder müssen Sie vorher noch mit jemandem ein Gespräch führen? Notieren Sie das alles ebenfalls. Dadurch verhindern Sie, dass Ihnen wichtige Voraussetzungen fehlen, wenn Sie anfangen wollen, Ihre Aufgabe zu bearbeiten.
Unterscheiden Sie wichtige und dringende Aufgaben Nicht alle Aufgaben haben die gleiche Wichtigkeit oder Dringlichkeit. Deshalb ist es sinnvoll, Aufgaben zu unterscheiden. Sortieren Sie Ihre Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit und vergeben Sie danach die Priorität der Aufgabe. Dringende Aufgaben haben einen festen, in der Regel sehr nahen Termin, an dem Sie abgeschlossen werden müssen. Wichtige Aufgaben sind von Ihren Auswirkungen und Folgen her gewichtig. Dringende Aufgaben sind z.B. Präsentationen, Vorbereitungen für Kundentermine, Deadlines, usw. Wichtige Aufgaben sind eher strategischer, langfristiger und präventiver Natur.
Die vier Aufgabenklassen Aufgaben lassen sich in vier verschiedene Klassen einteilen, nämlich in die Klassen A, B, C und D.
A-Aufgaben – 211 –
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Die Aufgabenklasse A beinhaltet Aufgaben, die dringend und wichtig sind. Oft stellen sich Ihnen Aufgaben der Klasse A in einer Krisensituation, z.B. wenn viel auf dem Spiel steht (= wichtig) und wenn Probleme schnell gelöst werden müssen (= dringend). Bsp.: Ein wichtiger Kunde droht abzuspringen. Sie müssen schnell reagieren, um zu verhindern, dass er zur Konkurrenz geht.
B-Aufgaben Aufgaben der Klasse B sind solche, die im Augenblick nicht dringend wirken, die aber für die Zukunft wichtig sind. Wenn Sie Aufgaben der Klasse B vernachlässigen, geraten Sie möglicherweise schnell in eine Krisensituation. Dann werden aus den B-Aufgaben sofort A-Aufgaben. Zu den B-Aufgaben gehören oft Aktivitäten, die einen präventiven oder strategischen Charakter haben. Bsp.: Sie haben seit längerer Zeit ein Druckgefühl im Magen. Nun nehmen Sie sich vor, einmal zum Arzt zu gehen. Bekommen Sie akute Magenschmerzen würde der Arztgang zu einer A-Aufgabe werden.
C-Aufgaben In die Aufgabenklasse C gehört das typische Tagesgeschäft. Es handelt sich dabei um solche Aufgaben, die dringend (weil sie schnell erledigt werden müssen) aber langfristig gesehen nicht wichtig sind. Viele solcher Aufgaben können wir delegieren oder durch eine bessere Organisation verkürzen. C-Aufgaben können zu AAufgaben werden, wenn Sie nicht rechtzeitig erledigt werden. Bsp.: Ihre Wohnung ist unaufgeräumt oder Unterlagen im Büro müssen abgeheftet werden.
D-Aufgaben D-Aufgaben sind nicht dringend und auch nicht wichtig. Das heißt, es entsteht kein Schaden, wenn diese Aufgaben nicht erledigt werden. Welche Aufgaben tatsächlich D-Aufgaben sind, können Sie nur für sich selbst entscheiden. Es gilt zu überprüfen, ob Sie solche Aufgaben überhaupt erledigen wollen. Es kann z.B. sein, dass Ihnen eine D-Aufgabe viel Freude bereitet, auch wenn Sie eigentlich keine große Bedeutung hat. Sie können im Bereich der D-Aufgaben leicht Zeit sparen, sollten aber auch darauf achten, dass es manchmal schön ist und gut tut, etwas zu tun, das weder wichtig noch dringend ist. Im Rahmen des Zeitmanagements gilt die Richtlinie: DAufgaben erst dann erledigen, wenn Sie die anderen Aufgaben abgearbeitet haben.
Wie setzen Sie die Aufgabenklassen bei Ihrem Zeitmanagement ein? Wenn Sie Ihre Zeit planen, dann teilen Sie Ihre Aufgaben nach den Aufgabenklassen ein. Erledigen Sie zuerst AAufgaben. Versuchen Sie dann soviel wie möglich B-Aufgaben zu erledigen. C-Aufgaben sollten Sie am besten an andere Menschen delegieren. Dies ist natürlich nur in einem gewissen Maß möglich. Z.B. sind besonders viele Aufgaben aus dem Haushalt typische C-Aufgaben. Die können Sie ja nicht einfach alle Ihrem Lebenspartner bzw. Ihrer Lebenspartnerin zuschieben, auch wenn das natürlich sehr angenehm wäre. Sie sollten sich ein System erarbeiten, mit dem Sie Routine- und Alltagsaufgaben möglichst schnell und effizient erledigen können. D-Aufgaben sollten Sie entweder streichen oder sich ihre Ausführung bewusst gönnen und sie genießen. Noch einmal zusammengefasst: Erledigen Sie A- und B-Aufgaben immer zuerst vor allen anderen. Dann gehen Sie an die C-Aufgaben. Vielleicht können Sie einige dieser Aufgaben an jemand anderen delegieren. Wenn nicht, können Sie hier effiziente Strategien entwickeln, mit denen Sie diese Aufgaben möglichst schnell erledigen können. Die D-Aufgaben, die Sie nicht erledigen wollen, brauchen Sie einfach nur zu ignorieren. Sie verschwinden sozusagen von allein.
Planen Sie die geschätzte Dauer Ihrer Aufgaben und überlegen Sie sich, wann Sie die Aufgabe erledigen Überlegen Sie sich nun zu jeder Aufgabe, wie lange Sie schätzen, dafür zu brauchen. Aber Vorsicht: Schätzen Sie nicht zu knapp. Wenn Sie zu knapp kalkulieren, geraten Sie später mit Ihrem Zeitplan völlig durcheinander. Planen Sie dann auch, wann Sie anfangen und wann Sie fertig sein wollen. Eine Planung ohne Termine ist kein Planen, sondern nur ein Vornehmen.
Schätzen müssen Sie wahrscheinlich erst lernen Wenn Sie sich am Anfang verschätzen, wie lange eine Aufgabe dauern wird, ist das ganz normal. Lernen Sie aus Ihren Schätzungen und schätzen Sie demnächst besser. Haben Sie hier ein bisschen Nachsicht mit sich, denn das Schätzen von Aufgaben ist wirklich schwer. Rechnen Sie im Zweifelsfall lieber mehr Zeit ein.
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Planen Sie unbedingt Pufferzeiten mit ein Planen Sie zwischen den Aufgaben immer Pufferzeiten mit ein. Die meisten Menschen werden während Ihrer Arbeit häufig gestört und unterbrochen. Dagegen kann fast niemand etwas tun. Wenn Sie Spielraum für Unterbrechungen mit einplanen, können Sie gelassener auf Unterbrechungen und Störungen reagieren und Sie geraten mit Ihren Aufgaben nicht völlig in Verzug.
Tipp Planen Sie in Blöcken: Fassen Sie gleichartige Aufgaben zusammen. Wenn Sie fünf Anrufe zu erledigen haben, dann erledigen Sie die alle hintereinander. So sparen Sie Zeit und müssen spätere Aufgaben damit nicht unterbrechen.
Ihre Zeitplanung zusammengefasst Um Ihre Zeitplanung durchzuführen, schreiben Sie also zu jeder Aufgabe folgendes auf: Das gewünschte Ergebnis Was Sie vorher noch alles brauchen Die Wichtigkeit und Dringlichkeit (A,B,C oder D) Anfang, Ende und Dauer (inklusive Pufferzeit)
Kontrollieren Sie Ihre Tagesplanung... Am Ende des Tages sollten Sie Ihre Tagesplanung überprüfen. Aufgaben die Sie heute nicht geschafft haben, übertragen Sie in Ihre Planung für den nächsten Tag.
... und lernen Sie aus Ihren Fehlplanungen Es ist wichtig, dass Sie aus Ihren Fehlplanungen lernen. Versuchen Sie nicht perfekt zu planen. Das geht gar nicht. Versuchen Sie aber zu analysieren, worin die Ursache einer Fehlplanung lag und überlegen Sie, wie Sie Ihre Zeitplanung in Zukunft verbessern können. Berücksichtigen Sie vielleicht die Weisheit: Es gibt keine Fehler, sondern nur Resultate. Ziehen Sie einfach die Konsequenzen aus den Resultaten.
Beim Planen ist Flexibilität gefragt, ... Seien Sie flexibel, was Ihre Planung angeht. Sie müssen den Plan ja nicht um des Planes wegen erfüllen. Ein Plan ist immer nur eine Hilfe zum Nachdenken darüber, was wichtig und was weniger wichtig ist und was Sie an einem Tag alles schaffen wollen. Wenn Sie Ihren Plan wegen unvorhersehbarer Dinge nicht einhalten können, müssen Sie Ihren Plan eben ändern. Dem Plan tut das nicht weh, also sollte es Ihnen auch nicht weh tun.
...aber ein bisschen Disziplin ist auch wichtig Sie sollten aber auch nicht zu großzügig sein, wenn es darum geht, Ihre Pläne wieder zu ändern. Wenn Sie dauerhaft mit Ihrer Zeitplanung in Verzug geraten, dann ist es vielleicht nötig, dass Sie ein bisschen disziplinierter vorgehen. Überprüfen Sie dann auch, ob Sie sich vielleicht zu viel auf einmal vornehmen und ob Sie die Zeiten für Ihre Aufgaben vielleicht zu knapp planen.
Hilfsmittel für Ihre Zeitplanung Das bekannteste Hilfsmittel für Ihre Zeitplanung ist das Zeitplanbuch. Es enthält neben einem Kalendarium meist auch Vordrucke für Tages- und Wochenpläne, Aufgabenlisten, Projektpläne und ähnliche nützliche Dinge. Zeitplanbücher bekommen Sie in vielen verschiedenen Preisklassen und Ausstattungen in jedem Kaufhaus.
Wählen Sie das für Sie passende Zeitplansystem Nicht jedem liegen vorgefertigte Zeitplansysteme. Sie können eine gute Zeitplanung auch mit einem normalen Kalender oder mit einem kleinen Notizbuch erledigen. Manchen ist ein elektronischer Kalender lieber. Suchen Sie sich das für Sie passende Zeitplansystem aus. Möglicherweise müssen Sie hier ein bisschen herumprobieren.
Zeitmanagement und die Bedeutung der persönlichen Ziele Beim Zeitmanagement geht es darum, dass Sie Ihre Zeit optimal für sich nutzen und das bedeutet, dass Sie die für Sie wirklich wichtigen und wesentlichen Dinge konsequent zuerst tun. Nicht immer sind die Aufgaben, die wir täglich erledigen, auch das, was wir wirklich tun wollen. Fragen Sie sich deshalb einmal, was Ihnen wirklich wichtig ist.
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Finden Sie Ihre Ziele und was Sie erreichen wollen Ziehen Sie sich dazu vielleicht an einen Ort zurück, an dem Sie für einige Zeit ungestört sein können. Nehmen Sie sich mehrere leere Blätter Papier und schreiben Sie alle Ziele zu den folgenden Lebensbereichen auf: Persönlich Finanziell Beruflich Familie Spirituell Gesellschaftlich Fragen Sie sich zu jedem dieser Bereiche: Was wünsche ich mir? Was will ich erreichen? Was macht mich glücklich? Was ist mir wichtig?
Achtung: Es sollen tatsächlich Ihre Ziele sein und nicht die einer anderen Person Achten Sie darauf, dass es wirklich Ihre eigenen Ziele sind und nicht die Ihrer Eltern oder Ihres Partners bzw. Ihrer Partnerin oder die Ihrer Firma, in der Sie arbeiten. Hier geht es nur um Sie selbst und das, was Sie von Ihrem Leben erwarten. Denn es geht ja auch um Ihre Zeit, die Sie für Ihre Ziele in Zukunft besser nutzen wollen.
Zu wissen, was wir wollen, gibt uns Orientierung für unsere zukünftige Zeitplanung Es geht nun nicht darum, dass Sie alle Ziele und alles, was Ihnen wichtig ist, sofort umsetzen wollen. An dieser Stelle sollen Sie für sich nur einen Überblick darüber bekommen, was wirklich wesentlich für Sie ist. Sie können nun einmal die Liste all der Sachen, die Ihnen wichtig sind, mit Ihrem Zeitprotokoll vergleichen: Tun Sie tatsächlich das, was Sie wollen oder verbringen Sie viel mehr Zeit mit Sachen, die Ihnen gar nicht so wichtig sind? Wenn Sie ein solches Ungleichgewicht entdecken, geht es für Sie darum, neue Prioritäten zu setzen und danach Ihren Zeitplan auszurichten.
Literatur zum Thema: David Lewis: Ab heute hab' ich immer Zeit Lothar Seiwert: Mehr Zeit für das Wesentliche Stephen R. Covey u.a.: Der Weg zum Wesentlichen Gisela Blümmert: Zeitmanagement mit NLP
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Tipps und Tricks zum Zeitsparen Von Ralf Senftleben Neben dem systematischen Planen der eigenen Zeit gibt es noch eine Reihe praktischer Tipps und Tricks, mit denen Sie Zeit sparen können.
Tipp 1: Vermeiden Sie Unterbrechungen Kennen Sie das? Sie sind konzentriert und beschäftigen sich mit einer für Sie wichtigen Aufgabe. Nun kommt alle drei Minuten jemand herein und unterbricht Sie. Da ist es schnell vorbei mit der Konzentration. Jedesmal nachdem Sie von einem anderen Menschen unterbrochen wurden, brauchen Sie einige Minuten, um wieder mit der gleichen Konzentration weiterzuarbeiten, wie vorher. Deswegen gilt: Vermeiden Sie Unterbrechungen. Bleiben Sie deshalb konsequent bei Ihrer momentanen Aufgabe... - Wenn Sie jemand stört, dann sagen Sie demjenigen freundlich, dass Sie im Augenblick keine Zeit haben. Vereinbaren Sie mit dem Störenfried einen anderen Zeitpunkt, an dem Sie sich mit seinem Thema beschäftigen. Aber tun Sie es nicht sofort. Das verschafft Ihnen Ruhe und obendrein Respekt. ... und sorgen Sie dafür, ungestört zu bleiben - Wenn Sie alleine in einem Zimmer sitzen, können Sie auch ein Schild an die Tür hängen, das anderen sagt, dass Sie jetzt nicht gestört werden wollen. Schalten Sie auch den Anrufbeantworter an, denn oft reißt uns das Telefon aus der Arbeit. Wollen Sie ganz sicher sein, dass Sie nicht gestört werden, dann ziehen Sie sich doch einfach an einen "unbekannten" Ort zurück. Das könnte eine Bibliothek oder das Büro eines Kollegen sein.
Tipp 2: Planen Sie ausdrücklich "stille Stunden" mit ein Planen Sie einige "stille Stunden" am Tag, an denen Sie völlig ungestört arbeiten können. In diesen ruhigen und störungsfreien Zeiten können Sie deutlich mehr schaffen als sonst. Besondere Termine für Ihre stillen Stunden - Für Ihre stillen Stunden eignen sich am besten die frühen Morgenstunden oder der Abend. Planen Sie ganz bewusst diese ein oder zwei Stunden in Ihrem Tagesablauf mit ein. Wenn Sie ein Zeitplanbuch oder einen Terminkalender haben, tragen Sie Ihre stillen Stunden dort wirklich ein und behandeln Sie diesen Termin so, wie einen Termin mit einer anderen Person. Bitten Sie andere, Ihnen dabei zu helfen, Ihre stillen Stunden zu haben - Für Ihre stille Stunden können Sie sich abschirmen lassen. Diese Aufgabe könnte z.B. Ihr Lebenspartner, ein Kollege oder Ihre Sekretärin für Sie erledigen. Diese Menschen können Anrufe entgegennehmen, Rückrufe vereinbaren und Störenfriede abwimmeln.
Tipp 3: Nutzen Sie Ihre Leistungshochs Jeder Mensch hat eine persönliche Leistungskurve, d.h. er ist zu bestimmten Tageszeiten leistungsfähiger als zu anderen. Viele Menschen haben z.B. ein Leistungshoch zwischen: 8.00 und 12.00 Uhr, sacken dann mit Ihrer Leistungsfähigkeit mittags ab und haben ein weiteres Leistungshoch zwischen 18.00 und 21.00 Uhr, das gefolgt wird von einem weiteren Leistungstief am späten Abend. Das sind natürlich nur verallgemeinerte Werte. Jeder Mensch hat seine eigene, ganz persönliche Leistungskurve. Bestimmen Sie Ihre persönliche Leistungskurve - Finden Sie heraus, wie Ihre persönliche Leistungskurve aussieht. Dazu können Sie für einige Tage jeweils stündlich aufschreiben, wie leistungsfähig und konzentriert Sie sich fühlen. Sie können für jeden Tag eine Tabelle mit einzelnen Kästchen für die Stunden verwenden und jeweils Ihre Leistungsfähigkeit mit Schulnoten bewertet in die Tabelle eintragen. So bekommen Sie schnell ein Gefühl dafür, zu welchen Tageszeiten Sie in Topform sind. Legen Sie wichtige Aufgaben in Ihr Leistungshoch - Sie können Ihr Leistungshoch gezielt ausnutzen, indem Sie Ihre wichtigsten Aufgaben erledigen, wenn Sie in Bestform sind. Zu den Zeiten am Tag, wo Sie ein Leistungstief haben, können Sie Routinearbeiten erledigen. So nutzen Sie Ihre Fähigkeiten optimal.
Tipp 4: Halten Sie sich an Ihre Zeitlimits Egal ob Sie eine Aufgabe erledigen, einen geschäftlichen Termin wahrnehmen oder eine Besprechung haben: setzen Sie sich immer ein Zeitlimit und halten Sie es konsequent ein. Wir brauchen in der Regel immer so lange, wie wir Zeit haben - Es gibt eine scheinbar unerklärliche Wechselwirkung zwischen der Zeit, die uns für eine Aufgabe zur Verfügung steht und der Zeit, die wir tatsächlich dafür brauchen. Meist brauchen wir genau so viel Zeit, wie uns zur Verfügung steht. Achten Sie einmal bei sich selbst darauf - es ist tatsächlich so! Wenn Sie sich also vornehmen, eine Aufgabe in einer – 215 –
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bestimmten Zeitspanne zu erledigen, dann werden Sie wahrscheinlich auch genau diese Zeit dafür benötigen. Und genau deswegen ist eine wohlüberlegte Zeitplanung auch von einzelnen Aufgaben sinnvoll. Zeitlimits fokussieren unseren Arbeitsstil - Es gibt noch einen weiteren positiven Nebeneffekt, wenn wir uns für unsere Arbeitsschritte ein Zeitlimit setzen und diszipliniert auf die Einhaltung dieser Zeit achten: Wir arbeiten konzentrierter und fokussierter auf die konkrete Aufgabe hin und lassen uns weniger ablenken. Machen Sie es sich also am besten zur Gewohnheit, sich vor jeder Aufgabe und vor jeder Besprechung ein Zeitlimit festzusetzen und versuchen Sie diszipliniert dieses Limit einzuhalten.
Tipp 5: Teilen Sie große Aufgaben in sinnvolle Teilaufgaben auf "Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt." Chinesisches Sprichwort Große Aufgaben wirken allein schon wegen Ihrer Größe oft so, als ob Sie gar nicht zu schaffen wären. Bei vielen Menschen führt das dazu, dass sie gar nicht erst anfangen wollen. Für dieses Problem gibt es ein Gegenmittel: teilen Sie die große Aufgabe in kleinere Teilaufgaben auf und erledigen Sie diese einzeln. Wenn Sie eine große Aufgabe vor sich haben, gehen Sie also wie folgt vor: Sie fragen sich, aus welchen einzelnen Tätigkeiten oder Teilschritten die jeweilige Aufgabe besteht. Diese einzelnen Schritte schreiben Sie auf und erledigen sie Schritt für Schritt, bis Sie Ihre große Aufgabe erledigt haben.
Tipp 6: Hören Sie auf, Aufgaben vor sich herzuschieben Viele Menschen neigen dazu, Aufgaben tagelang vor sich herzuschieben. Das geht oft so lange, bis die Aufgabe nicht länger aufgeschoben werden kann und dann folgen schnell Zeitdruck und Stress, weil nicht mehr genug Zeit bleibt. Es gibt einige wirkungsvolle Mittel, um der eigenen Aufschieberei ein Ende zu bereiten: Fangen Sie klein an - Überlegen Sie sich, was der allerkleinste Teilschritt für Ihre Aufgabe sein könnte und tun Sie ihn. Nehmen Sie sich zunächst nur vor, diese eine kleine Aufgabe zu erledigen. Damit ist der erste Schritt getan, der oft so schwierig ist. Meist können wir dann auch ohne Probleme weitermachen. Oft schieben wir eine Aufgabe nur vor uns her, weil Sie uns zu groß erscheint. Wenn Sie Ihre Steuererklärung vor sich herschieben, könnten Sie z.B. damit anfangen, zunächst nur die Belege zu sortieren. Wenn Sie das Schreiben eines Berichts aufschieben, dann sammeln Sie vielleicht erst mal nur die Stichworte für den Inhalt. Wenn Sie mit dem kleinsten Schritt anfangen, bekommen Sie vielleicht Lust auf mehr. Belohnen Sie sich für erledigte Aufgaben - Oft erledigen wir Aufgaben so ungern, weil wir aus Ihnen nur einen indirekten Nutzen haben (z.B. den Job zu behalten oder keinen Ärger mit dem Lebenspartner zu bekommen etc.). Dann fehlt uns die Motivation. Denken Sie sich deshalb für das Erfüllen Ihrer Aufgabe einfach verschiedene tolle Belohnungen aus. Wählen Sie für jede Aufgabe, bei der Sie sich schwer tun, Sie zu beginnen, eine Belohnung, die Sie wirklich motiviert und bei der die Vorfreude auf die Belohnung stärker ist, als Ihre Gründe, die Aufgabe vor sich herzuschieben. Zwei Dinge, die dabei ganz wichtig sind: Erstens dürfen Sie sich wirklich erst dann belohnen, wenn Sie Ihre Aufgabe erfüllt haben. Vorher belohnen gilt nicht, sonst ist ja die Motivation weg. Zweitens müssen Sie sich, wenn Sie Ihre Aufgabe erfüllt haben, dann auch tatsächlich belohnen. Betrügen Sie sich auf keinen Fall selbst, dann funktioniert diese Art der Motivation nicht mehr.
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Der Zeit zu leben - Zeitplanbuch-Test Von Ralf Senftleben Wir leben in einer schnellen Zeit voller Hektik und Stress. Die meisten von uns haben viel zu tun, hetzen von einem Termin zum anderen und haben 1000 verschiedene Aufgaben zu erledigen. Alle Dinge in unserem Leben unter einen Hut zu bekommen, erfordert einiges an persönlichem Organisationstalent und ein funktionierendes Zeitplansystem. Zeitplanbücher können uns unterstützen, unser Leben systematisch zu planen und wirkungsvoll zu organisieren. Wir haben Ihnen hier einmal zusammengestellt, worauf es bei der Auswahl eines Zeitplanbuches ankommt und dann eine Reihe von Produkten für Sie getestet.
Das Zeitplanbuch Sie haben bestimmt schon einmal ein Zeitplanbuch gesehen oder wahrscheinlich besitzen Sie selbst schon eines. Die meisten Zeitplanbücher bestehen aus einem Ringbuch in dem ein Kalender (Kalendarium) und die verschiedensten Formulare für unsere Aufgaben, Adressen usw. enthalten sind. Was ist nun das Besondere an einem Zeitplanbuch im Gegensatz zu einem normalen Kalender? Ein Zeitplanbuch hilft uns, Termine zu planen und nicht zu vergessen. Es hilft uns, unsere Aufgaben zu planen und keine Aufgabe zu vergessen. Wir können mit einem Zeitplanbuch die Zeit systematisch planen, die uns zur Verfügung steht Experten sind sich darüber einig, dass eine effektive Planung schriftlich erfolgen muss . Ein Zeitplanbuch unterstützt uns dabei, schriftlich zu planen. Wir können ein Zeitplanbuch auch dazu verwenden, wichtige Informationen, die wir oft benötigen, gebündelt an einer Stelle mit uns herumtragen. Wir haben in einem Zeitplanbuch ausreichend Platz, um Notizen und Ideen zu sammeln, was unsere Zettelwirtschaft reduziert und vereinfacht. Wir haben unsere Adressen und Telefonnummern immer parat. Kurz gesagt, wir haben alles, was wir für unsere persönliche Organisation und Planung benötigen an einem Platz gebündelt: nämlich im Zeitplanbuch.
Ein System ist notwendig Ein Zeitplanbuch hilft uns natürlich nur dann, wenn wir es auch wirklich benutzen. Das klingt eigentlich selbstverständlich, aber viele Menschen kaufen sich ein Zeitplanbuch und benutzen es dann nur kurz, hin und wieder oder vollkommen unsystematisch. Wenn wir uns aber nicht angewöhnen, unser Zeitplanbuch täglich zu benutzen, um Aufgaben und Termine zu notieren und zu planen, verliert es seinen Wert. Deswegen gilt: Das Zeitplanbuch muss immer dabei sein und alle Aufgaben und Termine werden grundsätzlich sofort im Zeitplanbuch notiert.
Die Auswahl eines Zeitplanbuchs ist nicht so einfach In Deutschland bieten über 40 Firmen Zeitplanbücher an. Da ist es nicht einfach, sich für eines zu entscheiden. Im folgenden finden Sie verschiedene Beurteilungskriterien, die es Ihnen erleichtern, das für Sie optimale Zeitplanbuch auszuwählen. Und wir haben hier auch einige Zeitplansysteme für Sie getestet.
Wie kann ich ein Zeitplanbuch beurteilen? Die Auswahl des passenden Zeitplanbuchs hängt sehr vom persönlichen Arbeitsstil und den individuellen Anforderungen ab. Deswegen lohnt es, sich im Vorfeld über die eigenen Anforderungen Gedanken zu machen, denn ein gutes Zeitplanbuch ist meist nicht ganz billig und schnell schließt man aus einem Fehlkauf, dass Zeitplanbücher per se nichts bringen, obwohl man im Grunde nur das falsche System gekauft hat. Die folgende Darstellung der verschiedenen Kriterien, nach denen man ein Zeitplanbuch auswählen kann, soll Ihnen helfen, sich gleich für das richtige System zu entscheiden.
Wie groß soll mein Zeitplanbuch sein? Zeitplanbücher werden in verschiedenen Größen angeboten. Die gängigsten Formate sind A5 und das sogenannte Westentaschenformat (ca. A6). Darüber hinaus finden Sie auch noch kleinere Zeitplanbücher und einige Anbieter haben sogar DIN A4-Formate im Angebot. – 217 –
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Zeitplanbücher im Westentaschenformat (WT) haben den Vorteil, dass sie handlicher sind und dass Sie sie einfacher überall dabei haben können. Das ist ein Faktor, den Sie nicht unterschätzen sollten, denn ein Zeitplanbuch macht wie schon dargestellt nur Sinn, wenn es wirklich ständig verfügbar ist. Dafür bieten aber solche kleinen Formate naturgemäß nicht so viel Platz für Eintragungen, Aufgaben und Termine. Die größeren Bücher (A5 oder A4) bieten mehr Platz, sind dafür aber deutlich unhandlicher. Einige Hersteller bieten als Ergänzung zu ihren A5-Büchern handliche Monatskalender, die im Planer aufbewahrt, aber auch herausgelöst werden können. So können Sie Ihren kleinen Planer immer bei sich tragen, um wichtige Termine zu notieren und brauchen Ihren kompletten A5-Planer dann nicht mitzunehmen.
Welches Format eignet sich also für wen? Westentaschenformat oder kleiner: Geeignet für wenige Termine und Aufgaben, bzw. für Menschen, die eher oberflächlich planen wollen. Gut für mobile Menschen, die beruflich und privat viel unterwegs sind und die ungern immer ein größeres Ringbuch mit sich herumtragen. Für Frauen, die ihr Zeitplanbuch gern jederzeit in ihrer Handtasche transportieren möchten. A5 oder A4: Geeignet für Menschen mit vielen Aufgaben und Terminen bzw. Menschen, die eher detailliert planen wollen. Gut für Menschen, die beruflich und privat weniger unterwegs sind oder denen es nichts ausmacht, ein großes Zeitplanbuch mit sich herumzutragen. Erforderlich für Menschen mit vielen Ideen, die überall in der Lage sein wollen, diese Ideen auch aufzuschreiben. Gedacht für alle, die ihr Zeitplanbuch als zentrales Planungs- und Organisationsmittel verwenden wollen und alle notwendigen Informationen ständig verfügbar haben wollen.
Der Lochabstand des Ringbuchs Eines der großen Ärgernisse vieler Zeitplanbücher ist die Lochung der Formulare und Kalendarien. Die meisten Zeitplanbücher haben ihre eigenen Lochungen (Anzahl und Abstand), so dass Sie handelsübliche Einlagen für Ringbücher nicht verwenden können und die Formulare der verschiedenen Hersteller nicht beliebig austauschen können. Einige Anbieter verwenden für ihre Formulare allerdings eine Universallochung, so dass diese Formulare dann für die meisten Ringbücher passen. Glücklicherweise bieten einige Anbieter mittlerweile passend zu ihren Zeitplanbüchern spezielle Locher an. Die Firma Leitz bietet sogar einen Locher, der sich variabel verstellen und so beliebig an jedes Zeitplanbuch mit sechs Löchern anpassen lässt .
Das Ringbuch Auch bei den Ringbüchern selbst gibt es große Unterschiede. So finden Sie Kunststoffringbücher, Ringbücher aus hochwertigem Leder, braune, farbige, schwarze oder bunte Ringbücher. Die meisten Hersteller bieten hier eine große Auswahl für jeden Geschmack. Und weil ein Zeitplanbuch etwas ist, mit dem Sie eine Menge Zeit verbringen wollen, sollte es auch zu Ihrem persönlichen Stil passen.
Was so ein Zeitplanbuch kostet Es ist unglaublich, wie groß die Preisunterschiede bei den verschiedenen Zeitplanbüchern sind. Sie bekommen ein komplettes Zeitplanbuch schon für 50,- DM, aber auch für 1000,- DM. Die Preise der Zeitplanbuchhersteller spielen eine wichtige Rolle, denn bei einem Zeitplanbuch haben wir ja nicht nur die einmaligen Anschaffungskosten, sondern, wenn wir es ernst meinen, kaufen wir jedes Jahr wieder ein neues Kalendarium. Zu den einmaligen Anschaffungskosten kommen also auch laufende, jährliche Kosten. Da lohnt es sich durchaus, auch ein bisschen auf den Preis zu achten.
Das System hinter dem Zeitplanbuch: Flexibel oder systematisch strukturiert Die Kalendarien und sonstigen Formulare der unterschiedlichen Zeitplanbuchanbieter unterscheiden sich stark. Es gibt Formulare die systematisch eine bestimmte Methodik folgen und deshalb relativ wenig kreativen Spielraum lassen, während andere ganz offen aufgebaut sind. Hier müssen Sie Ihren ganz persönlichen Stil und Ihre Vorlieben entdecken. Die Formulare der offenen Bücher bieten meist viel Raum für Ihre eigenen Notizen und Aufzeichnungen, während die strukturierten auf den Formularen genau vorgeben, was an welcher Stelle eingetragen werden soll. Beispiele für typische Felder auf den Formularen sind: Termine mit einer Zeitleiste – 218 –
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Aufgaben / Aktivitäten, oft strukturiert nach "Selbst erledigen" - "Kontakte" - "Delegieren" inspirierende Zitate oder Leitfragen Tagesziele oder ein Tagesmotto Raum für Notizen Statistische Aufzeichnungen, wie z.B. Ausgaben o.ä. Wenn Sie also zu den kreativen Menschen gehören, die mit jeder Art von starrem Planungssystem nicht zurechtkommen, dann wählen Sie lieber einen offenen Planer, der genug Spielraum für Ihre planerische Kreativität lässt . Wenn Sie sich mit einer systematischen Struktur wohler fühlen, dann wählen Sie lieber einen Planer, der eine feste Methodik vorgibt und Sie so bei Ihrer Planung leitet.
Zeitplanung oder Zielplanung? Auf dem Markt der Zeitplanbücher gibt es verschiedene Philosophien. Während sich die einen darauf konzentrieren, in erster Linie die Zeit des Zeitplanbuchbenutzers zu organisieren, verstehen andere Anbieter ihre Planungsbücher viel mehr als nur einen kleinen Bestandteil einer umfassenden Lebens- und Zielplanung. Die Zeitplanbücher - "Normale" Zeitplanbücher konzentrieren sich auf das, was der Name aussagt: auf das Planen der Zeit. Dazu gehört es in erster Linie, die Termine und Aufgaben des Besitzers zu organisieren. Dazu gibt es dann verschiedene Methoden wie z.B. das Zuweisen von Prioritäten zu den entsprechenden Aufgaben. Hier geht es um Effizienz, d.h. darum, die bestehenden Aufgaben schnell zu erledigen. Die Ziel- und Zeitplanbücher - Ziel- und Zeitplanbücher setzen eine Ebene höher an. Die Methodik, die hinter diesen Planbüchern steckt, bezieht auch private und berufliche Ziele mit ein. Ausgangspunkt der Planung ist hier also nicht nur die Zeit, die der Planbuchbenutzer zur Verfügung hat. Das Grundprinzip hinter dieser Art von Planungsbuch ist nicht die Effizienz sondern die Effektivität, also das Ziel, die wirklich wichtigen Dinge zu erledigen. Es geht nicht darum, die Dinge richtig zu tun, sondern vielmehr darum, die richtigen Dinge zu tun.
Für wen ist welches Planbuch? Die Zeitplanbücher Eignen sich für Menschen, die bereits eine große Klarheit über die eigenen höheren Ziele haben. Sind gut für Menschen, die keine Schwierigkeiten haben, ihre höheren Ziele im Tagesgeschäft im Auge zu behalten. Eignen sich für alle, denen es in erster Linie darauf ankommt, die bestehenden Aufgaben möglichst effizient zu erledigen. Die Ziel- und Zeitplanbücher Sind empfehlenswert für Menschen, die ständig daran erinnert werden wollen, die richtigen Dinge zu tun (persönliche Effektivität) und nicht nur das, was gerade ansteht. Sind gut für Menschen, die sich noch keine Gedanken über ihre eigene Zielsetzung gemacht haben. Sind praktisch für alle, die durch den alltäglichen Kleinkram oft ihre höheren Ziele aus den Augen verlieren.
Kalendarium: Der Kalenderteil des Zeitplanbuchs Der Kalenderteil des Zeitplanbuchs, das sogenannte Kalendarium, bieten die meisten Anbieter in verschiedenen Variationen an. Es gibt die folgenden Möglichkeiten: 1 Blatt pro Kalendertag 2 Blätter pro Kalendertag (gegenüberliegend) 1 Blatt pro Woche 2 Blätter pro Woche (gegenüberliegend) Bei einem Planer, der ein oder zwei Blätter pro Tag hat, ist ein jährlicher oder monatlicher Vormerkkalender ganz wichtig, denn bei einem täglichen Kalendarium passt selten das ganze Jahr in das Ringbuch. Weil Sie deswegen immer nur einen Teil mit dabei haben, brauchen Sie eine Möglichkeit um spätere Termine und Aufgaben vorab zu notieren Ob Sie ein wöchentliches oder tägliches Kalendarium wählen, ist reine Geschmackssache. Wenn Sie tägliche Blätter haben, haben Sie natürlich mehr Platz. Bei einem wöchentlichen Kalendarium haben Sie die Ganze Woche im Überblick, was vielen eine übersichtlichere und weitreichendere Planung ermöglicht. Sie sparen sich damit auch das Übertragen der Termine, wie Sie es bei einem täglichen Kalendarium oft tun müssen.
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Aufgaben- und ggf. Zielplanung Für die Verwaltung der Aufgaben gehen die Planbücher unterschiedliche Wege. Meistens finden Sie im Kalendarium für jeden Tag einen besonderen Raum, wo Sie die Aufgaben für diesen Tag notieren können. Unabhängig davon gibt es immer auch Formulare, wo Sie Aufgaben ohne festen Termin eintragen können. Besonders nützlich sind Aufgabenformulare, die sich ausklappen lassen und die dann aus dem Zeitplanbuch herausragen, dass Sie sie neben dem zu planenden Tag oder der zu planenden Woche zu sehen sind. So haben Sie einen praktischen Überblick über die Aufgaben und Termine des Tages und der noch zu erledigenden Aufgaben ohne Termin. Einige Zeitplanbücher bieten neben Aufgabenformularen auch Formblätter für die Zielplanung an. Da sich der Trend im Zeitmanagement immer mehr in Richtung Zielverwirklichung entwickelt, ist es sehr sinnvoll, auch die persönlichen und beruflichen Ziele im Zeitplanbuch zu verwalten.
Nützliches Zubehör Obwohl die meisten Zeitplanbuchhersteller eine bestimmte Methodik vorgeben, ist das Planen mit einem Zeitplanbuch eine höchst individuelle und kreative Angelegenheit. Deswegen ist es nützlich, wenn der Hersteller eines Zeitplanbuches umfangreiches Zubehör für seine Zeitplanbücher anbietet, aus denen man nach Lust und Laune bzw. nach Bedarf auswählen kann. Angeboten werden zum Beispiel: Formblätter für die verschiedensten Zwecke Plastikhüllen zum Verstauen von Visitenkarten, Disketten, CDs oder sonstigem Zubehör. Speziallocher, um eigenes Material im Zeitplanbuch einzuheften. Kopiervorlagen und Druckerpapier im Format des Zeitplanbuches Farbige Motivationsblätter u.v.m. Wenn Sie ein systematischer Methodiker sind, dann benötigen Sie meist nur wenige Formulare und Zubehör, dass Sie dann durchgängig anwenden. Für die verspielten und kreativen Menschen unter uns, ist es sehr ansprechend, wenn umfangreiches Zubehör angeboten wird.
Datenbank Die meisten modernen Zeitplanbücher enthalten auch einen Datenbankteil, in dem neben Adressen und Telefonnummern weitere nützliche Informationen verstaut werden können. Hier können Sie z.B. Ihre Ziele, Ideen, Statistiken, Verkaufszahlen und vieles mehr verwalten. Meistens sind in der Grundausstattung und den Jahreskalendarien bereits Informationsblätter zum Einheften enthalten, die z.B. Ferientermine, europäische Ländervorwahlen, Postgebühren usw. enthalten. Zusätzlich zu diesen Informationen können Sie auch Ihre eigenen Daten ablegen, die Sie immer parat haben möchten. Beachten Sie dabei, dass zu viele Informationsblätter dieser Art Ihr Zeitplanbuch schnell sehr dick werden lassen und möglicherweise auch unübersichtlich. Je mehr Daten Sie in Ihrem Zeitplanbuch verwalten wollen, desto wichtiger ist ein übersichtliches Register. Nur so können Sie Ihre Informationen schnell und zuverlässig finden. Teilweise sind die Register nummeriert, alphabetisch geordnet oder sogar frei beschriftbar. Für den Adressteil ist meist ein eigenes alphabetisches Register vorhanden.
Zeitplanbuch-Test (Stand September 2000) Hier haben wir für Sie die folgenden Zeitplanbücher getestet: cgd-Verlag CollegTiming HelfRecht MEGAtimer success tempus Time/system
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Zeitplaner des cgd-Verlags Größen - Die Zeitplaner des cgd-Verlags gibt es in den Größen A6, A5 und als einziger der getesteten Hersteller Zusammengefasst bietet der cgd-Verlag auch einen A4-Planer an. Ein preisgünstiger Planer für Menschen, die sich Ringbuch-Auswahl - Im Vergleich zu den anderen wenig Vorgaben und wenig Struktur wünschen und Anbietern bietet cgd hier relativ wenig Auswahl. Es gibt denen es reicht, sich bei der Planung auf Aufgaben Kunststoff- und Lederringbücher. und Termine zu konzentrieren. Methodik oder Philosophie - Hinter den Zeitplanbüchern des cgd-Verlags steckt die Philosophie, sich bei der persönlichen Planung in erster Linie auf das Planen der Aufgaben und auf das Verwalten der Termine zu konzentrieren. Die Formulare geben wenig Struktur vor, so dass die Kreativen unter uns hier vollen Freiraum haben. Systematische Menschen, die gerne klare Strukturvorgaben haben, fühlen sich mit den Formularen vielleicht etwas allein gelassen. Zur Aufgabenplanung bietet der Planer von cgd lediglich karierte Formblätter an. Wenn Sie hier ein Formblatt mit Feldern für Enddatum, Delegationsmöglichkeiten, Prioritäten und ähnlichem suchen, ist dieses System für Sie weniger geeignet. Eine systematische Zielplanung ist hier nicht vorgesehen. Kalendarium Auswahl - Als Auswahl für die Kalendarien bietet cgd folgende an: A4 1 Woche auf 2 Seiten A5 1 Woche auf 2 Seiten 1 Tag auf 2 Seiten A6 1 Woche auf 2 Seiten 1 Tag auf einer Seite Ein faltbarer Jahreskalender ist integriert. Zubehör Auswahl und Details - Die Philosophie hier: Konzentration auf das Notwendige. Als Zubehör werden lediglich die folgenden Artikel angeboten: Scheck- und Visitenkartenhüllen Klarsichthüllen Ein System-Locher Lederetui für den Monatsfaltkalender Datenbank - Die Datenbank besteht aus dem üblichen A-Z-Register für Adressen und einem dreiteiligen Register zum Selbstbeschriften. Auch hier kommt der Hersteller den individuellen Bedürfnissen des Zeitplanbuchbenutzers durch wenig Vorgaben nach. Für Menschen, die viele Informationen im Zeitplanbuch unterbringen möchten, sind die 3 Registerblätter vielleicht zu wenig. Benutzeranleitung - Eine Benutzeranleitung in dem Sinne liegt nicht dabei. Es gibt nur ein kleines Faltblatt, das in die Grundzüge der Zeitplanbuchbenutzung einführt. Preise Planer mit Jahresinhalt A4 ca. 80,- DM Planer mit Jahresinhalt A5 von ca. 63,- DM - 299,- DM Planer mit Jahresinhalt A6 von ca. 47,- DM - 120,- DM Sonstiges - Eine Besonderheit der cgd-Planer ist, dass Sie sie nicht im Handel bekommen. Sie können sie aber direkt beim cgd-Verlag bestellen. Abschließend noch ein Wort über die Lochung: Die Formblätter sind mit einer ovalen Lochung versehen, so dass sie in nahezu jeden Planer passen. Sie können also ein Ringbuch Ihrer Wahl bei einem anderen Hersteller kaufen und die Einlagen von cgd verwenden. Prädikat: Sehr praktisch.
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Zeitplaner CollegTiming Größen - Die Zeitplaner von CollegTiming gibt es in den zwei Standard-Formaten: Zusammengefasst A5 Ein solider und gut verarbeiteter Planer mit allem, A6 was Sie brauchen. Ringbuch-Auswahl - Die Auswahl an verschiedenen A5und A6-Ringbüchern ist recht klein, wenn man das Angebot mit den anderen Testkandidaten vergleicht. Die A5-Ringbücher werden jeweils mit verschiedenen Innenausstattungen geboten, entweder mit einer Handytasche oder einer Tasche für einen PalmPilot™. Das Ringbuch, das uns hier vorliegt, ist sehr gut verarbeiteten und bleibt auch offen liegen, wenn man es aufschlägt (wichtig!). Methodik oder Philosophie - CollegTiming bietet alles, was Sie für eine systematische und methodische Zielund Zeitplanung brauchen: Es gibt Formulare für das Erfassen von Jahres- und Monatszielen. Spannend ist das Erfolgsbarometer, wo man in ein Chart den eigenen Erfolg grafisch eintragen kann. So gewinnt man schnell einen Überblick über das eigene Erfolgs-Empfinden. Die Formulare des Kalendariums und die ToDo-Listen (ausklappbar) sind offen gehalten, was Menschen entgegenkommt, die ein Zeitplanbuch nicht rein methodisch anwenden, sondern lieber ihre eigenen Symbole und Kürzel (z.B. für "Aufgabe erledigt") erfinden. Auf jeder Seite des Tagesplaners finden Sie ein Zitat. Die Formulare sind übersichtlich und grafisch ansprechend gestaltet. Kalendarium Auswahl A5 1 Tag auf 2 Seiten 1 Woche auf 2 Seiten A6 1 Tag auf 2 Seiten 1 Woche auf 2 Seiten Ein 12-Seitiger Vormerk-Jahreskalender ist Bestandteil des Systems. Zubehör Auswahl und Details - CollegTiming bietet einiges an Zubehör an. Archivbox und -ordner Verschiedene Formulare und Informationsblätter Ein Systemlocher Scheck- und Visitenkartenhüllen Klarsichthüllen Taschenrechner und einiges mehr Datenbank - CollegTiming hat das übliche A-Z-Adressregister und ein 10-teiliges-Register (A5) für eigene Informationen. Benutzeranleitung - Ein CollegTiming-Planer kommt mit einem kleinen Begleitheft, das kurz in die Benutzung des Planers einführt. Preise Planer mit Jahresinhalt A5 von ca. 278,- DM - 598,- DM Planer mit Jahresinhalt A6 von ca. 168,- DM - 328,- DM
Planbücher der Firma HelfRecht Eines vorweg: Bei den Planungsbüchern der Firma HelfRecht handelt es sich nicht um herkömmliche Zeitplanbücher. HelfRecht unterstützt Unternehmen und Privatpersonen dabei, ihre Ziele festzulegen und zu planen. Dazu bietet HelfRecht sogenannte Planungstage – 222 –
Zusammengefasst Der Planer für alle, die Interesse und Lust haben, ihr Zeitmanagement mit einem umfassenden methodischen Zielplanungssystem zu koppeln.
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(Seminare) an. Die Planbücher von HelfRecht sind daher nur bedingt mit anderen Zeitplanbüchern zu vergleichen, weil sie Teil einer ausgefeilten und sehr strukturierten Methode sind, Ziele und Aufgaben systematisch zu planen. Größen - Die Planbücher der Firma HelfRecht gibt es nur im Westentaschenformat. Platz für umfangreiche Notizen oder Daten ist hier nicht. Ringbuch-Auswahl - Es steht eine umfangreiche Auswahl an Lederringbüchern zur Verfügung. Es gibt auch ein Kunststoffringbuch. Das vorliegende Ringbuch wirkt robust und qualitativ hochwertig. Methodik oder Philosophie - Wie schon gesagt, steckt hinter diesem Planer eine ausgefeilte und sehr systematische Planungsmethodik. Diese Methodik zieht sich wie ein roter Faden durch den Planer. Auf den Trennblättern sind sogar kleine Anleitungen aufgedruckt, wie genau geplant werden soll und es gibt spezielle Formulare (z.B. Zielplan für den Monat), die diese Planungsmethodik unterstützen. Die Planung der persönlichen oder unternehmerischen Ziele steht ganz klar im Mittelpunkt. Formulare für die Planung der eigenen Ziele, sowie Projekt- und Aufgabensteuerungs-Formulare. Die Seiten des Kalendariums sind recht offen gestaltet, so dass sie an die eigenen Vorlieben angepasst werden können. Trotzdem gibt HelfRecht ein System für die Benutzung mit einem speziellen Satz an Kürzeln vor. Eine gute Kombination zwischen System und Offenheit. Schön ist auch die tägliche oder wöchentliche Frage zur Reflexion auf den Formblättern. Ein Beispiel: "Was werde ich täglich/wöchentlich für meine Gesundheit tun?" Kalendarium Auswahl A6 1 Woche auf 2 Seiten 1 Tag auf 2 Seiten Zubehör Auswahl und Details Umfangreiche Auswahl an den verschiedensten Formularen Ausweishülle. Farbige Notizzettel System-Locher Lederetuis für Notizblätter Boxen- und Halter zur Ablage der Formblätter Datenbank - Der Datenbankteil bietet das obligatorische A-Z-Register für Adressen, darüber hinaus aber keine Strukturierungshilfen. Hier wünscht sich der eine oder andere sicherlich weitere Register, die zwar separat erhältlich, aber nicht im Standard-Lieferumfang enthalten sind. Benutzeranleitung - Die Benutzeranleitung hat HelfRecht sehr schön aufbereitet. Zum Lieferumfang des Sets, das uns vorliegt, gehört der sogenannte "PlanerTrainer", der Schritt für Schritt in die systematische Benutzung des Planungsbuches einführt - vorbildhaft! Preise - Planer mit Jahresinhalt erhalten Sie zwischen 100,- DM und ca. 380,- DM.
„Extra“: Seminar-Report: HelfRecht Planungstage von. Ralf Senftleben Vor einigen Wochen habe ich mir etwas ganz besonderes gegönnt: Ich habe die Planungstage für Unternehmer und Führungskräfte im HelfRecht Unternehmerzentrum in Bad Alexandersbad besucht. Hier konnte ich an fünf Tagen in der Abgeschiedenheit des Fichtelgebirges mein zukünftiges Leben planen. Und es hat sich gelohnt.
Planungstage: Das eigene Leben methodisch planen Das HelfRecht Unternehmerzentrum vermittelt seinen Besuchern auf den Planungstagen "Planungsmethodik". Sie erlernen ein System, mit dem Sie Ihr zukünftiges Leben systematisch planen können. Gleichzeitig erhalten Sie in den Planungstagen den Raum und die Zeit, diese Planungsmethoden praktisch auszuprobieren. Sie lernen also nicht nur, wie man methodisch plant, sondern, Sie können das gelernte Wissen auch sofort anwenden.
Die ersten zwei Tage: Selbsterkenntnis pur Am ersten Planungstag erhalten die Teilnehmer erst einmal zwei dicke Ordner, gefüllt mit Unterlagen. Ein Grossteil davon sind leere Formblätter mit Fragen, die darauf warten, beantwortet zu werden. Nach der Begrüßung und einem Einführungsvortrag startet auch gleich die erste Arbeitsphase. Und diese Phase steht ganz im Zeichen der Selbsterkenntnis. – 223 –
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Wer bin ich? Wo komme ich her? Was kann ich? Was kann ich nicht? Was will ich? Was will ich nicht? Diese und noch viele andere Fragen wollen an den ersten beiden Tagen geklärt werden. Und da es hier um sehr persönliche Dinge geht, ist es sinnvoll und sehr angenehm, dass jeder Teilnehmer seinen eigenen Tisch hat - und das in einem großzügigen Abstand vom nächsten Teilnehmer. Auch die hohen und hellen Räume des modernen Tagungsraums schaffen eine luftige und angenehme Atmosphäre. Innerhalb dieses Schutzraums wird es den Teilnehmern so leicht wie möglich gemacht, den Fragen auch in aller Ehrlichkeit zu beantworten. Um genau diesen Schutzraum zu gewähren, gibt es auch keine Gruppenarbeit und keine Vorstellungsrunde. Niemand muss hier etwas preisgeben, wenn er nicht will. Jeder kann sich vollkommen sich selbst widmen, ohne Gefahr, dass persönliche Dinge offen diskutiert werden.
Zwei Prinzipien - Polarität und "Geben und Nehmen" Die Methodik zur Selbstanalyse und der restlichen Planungsmethode basiert auf der Arbeit von Dr. Gustav Grossmann, der seine Methode schon vor über 50 Jahren entwickelte. In jedem Werkzeug der HelfRechtMethode schimmert das Polaritätsprinzip hindurch: Alles wird von zwei Seiten beleuchtet. Was ist gut daran? - Was ist nicht gut? Was kann ich? - Was kann ich nicht? Was will ich? - Was will ich nicht? Durch diese verschiedenen Blickwinkel ist die Chance größer, auf Antworten zu stoßen. Ebenso hilfreich ist der Gedanken des "Nutzen-bietens". Immer wieder werden die Teilnehmer der Planungstage gefragt, wie sie mit dem, was sie können und was sie wollen, anderen Menschen einen Nutzen bieten können. Die Idee dahinter ist, dass jeder dann wirklich erfolgreich ist, wenn er anderen Menschen dauerhaft einen Nutzen bietet. Auch hierhinter versteckt sich wieder ein Grundprinzip, nämlich das Prinzip des "Gebens und Nehmens".
Lebensziele setzen Der nächste Schritt ist dann das Definieren eines würdigen Lebensziels - das ist die große Idee hinter unserem Leben, die Vision, wo wir in vielleicht 20 oder 30 Jahren gerne sein wollen. Wer die Selbstanalyse erfolgreich betrieben hat, für den ergibt sich das Lebensziel quasi von ganz alleine, denn unsere Lebensvision ist die direkte Konsequenz aus dem, was wir können und wollen. Ausgehend vom Lebensziel werden dann Periodenziele (Horizont: 5-7 Jahre), Jahrespläne und letztlich Monatspläne entwickelt.
Das Planungsinstrument: Der HelfRecht-Planer Am dritten Tag lernen die Teilnehmer dann, wie der HelfRecht-Planer effektiv zu benutzen ist. Der HelfRechtPlaner ist sozusagen das Instrument, mit dem Sie Ihre Ziele verwirklichen. Hier tragen Sie alle Ziele und Aufgaben ein, die Sie auf Ihr Lebensziel hinführen. Jeder Teilnehmer bekommt dazu einen Planer, den er auch behalten darf. Wer ein anderes Modell möchte, kann seinen Planer gegen einen anderen umtauschen.
Hauptaufgaben - Wofür sind Sie in Ihrem Unternehmen verantwortlich? Weiter geht es am dritten Tag mit den sogenannten Hauptaufgaben - also den Aufgaben, die jeder in seinem beruflichen Alltag hauptsächlich erfüllen muss. Diese Hauptaufgaben gilt es zu identifizieren und zu beschreiben. Und es ist wirklich sehr interessant, die eigenen Hauptaufgaben einmal daraufhin abzuklopfen, ob es auch genau die Dinge sind, die man laut Selbstanalyse besonders gut kann und auch wirklich tun will.
Und noch mehr Planungswerkzeuge Am vierten und fünften Tag lernen die Teilnehmer dann noch mehr methodische Planungsinstrumente kennen: Instrumente zum Abwägen von verschiedenen Alternativen, zum detaillierten Planen der Vorgehensweise zum Erreichen eines Ziels und zu manchem mehr. Insgesamt zeichnet die Planungstage eine wohltuende Kombination zwischen Theorie und praktischem Arbeiten aus. Die praktischen Beispiele und Geschichten des Dozenten machen Spaß. Am Ende der fünf Planungstage weiß jeder Teilnehmer auf jeden Fall, was es wirklich heißt, systematisch und methodisch vorzugehen und zu planen. Und dieses Know-how ist eine wirkliche Bereicherung für den Lebensalltag - beruflich und privat.
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Der Rahmen des Seminars Nun noch einiges zum Seminarrahmen: Im Preis der Planungstage inbegriffen ist die Unterbringung in einem gemütlichen Golf-Hotel und Vollpension. Das ruhige Hotel im Grünen liegt ca. 10 Minuten vom Unternehmerzentrum entfernt und morgens, abends und zum Essen werden die Teilnehmer jeweils mit einem Bus zwischen Hotel und Unternehmerzentrum transportiert. Die Seminarzeiten sind jeweils von 9 - 12:30 Uhr und dann wieder von 14:30 - 18:00 Uhr, am letzten Tag bis 12:30 Uhr. Sehr schön ist, dass nach der Mittagspause eine dynamische und humorvolle Bewegungstrainerin für eine Viertelstunde aus der Mittagsmüdigkeit heraus hilft.
Ein gutes Vorbild ist der beste Lehrer Was wohl am bemerkenswertesten ist, ist die Atmosphäre im HelfRecht Unternehmerzentrum. Die Mitarbeiter dort sind freundlich und hilfsbereit und hier scheint alles sehr exakt geplant zu sein und systematisch abzulaufen. Das merkt man besonders an den Kleinigkeiten: Es gibt z.B. Regenschirme für die Besucher oder es gibt Plastikhüllen für den Transport der Seminarunterlagen bei Regen. Man merkt schnell: Hier wird nicht nur erzählt, sondern das auch gelebt. Vielleicht ist diese Vorbildfunktion mit das Wertvollste dieser Tage.
Mehr Infos... Die "HelfRecht-Planungstage für Unternehmer und Führungskräfte" kosten 5.480 Mark inklusive aller Leistungen wie Planer, Hotel, Arbeitsunterlagen sowie lebenslangem (telefonischen und schriftlichen) Beratungsrecht zum HelfRecht-Planungssystem. Wenn Sie sich für die HelfRecht-Planungstage interessieren, schreiben Sie eine leere E-Mail mit dem Betreff "Planungstage" an die Adresse:
[email protected].
Zeitplaner von MEGAtimer Größen - Die Zeitplaner von MEGAtimer gibt es in zwei Formaten: A5 PASSPORT (11 cm x 17,5 cm) Ringbuch-Auswahl - Im Vergleich zu tempus, Time/systems oder HelfRecht ist die Auswahl an Zusammengefasst Ringbüchern gering und es werden ausschließlich Der MEGAtimer ist das richtige Zeitplanbuch für Ringbücher in schwarz angeboten. Das uns vorliegende alle, die systematisch und terminorientiert planen Ringbuch macht einen sehr ansprechenden, stabilen und und die ein qualitativ hochwertiges und repräsentativen Eindruck. repräsentatives Planungsinstrument suchen. Die Methodik oder Philosophie - Die Methodik des vielen kleinen Einzelheiten überzeugen. MEGAtimers macht einen sehr durchdachten Eindruck. Der Planer erlaubt es, durch den Aufbau und die mitgelieferten Formblätter vom Großen zum Kleinen zu planen, d.h. zuerst wird das Jahr geplant, dann die Monate mit konkreten Wochenzielen und erst dann werden die Tagesaktivitäten verwaltet. Die Formulare des Kalendariums und die restlichen Formulare sind stark vorstrukturiert und sehr ansprechend gestaltet. Erstaunlicherweise gibt es in dem uns vorliegenden Lieferumfang nur ein einziges Blatt einer tagesunabhängigen To do- oder Aktivitätenliste und auch im Planer selbst gibt es keinen Platz, der dafür reserviert ist. Wer solch eine Liste verwenden möchte, muss die Aktivitätenformulare also nachbestellen. Leider sind die Aktivitätenformulare auch nicht ausklappbar, wie beispielsweise bei Time/systems oder tempus. Kalendarium Auswahl A5 1 Tag auf 2 Seiten 1 Woche auf 2 Seiten PASSPORT 1 Tag auf 2 Seiten 1 Woche auf 2 Seiten Ein herausnehmbarer Jahreskalender ist Teil des Systems.
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Besonders interessant: Die A5-Formulare werden mit einer Universallochung angeboten, die in alle gängigen Zeitplanbücher passt. Zubehör Auswahl und Details - MEGAtimer bietet ein umfangreiches Sortiment an Zubehör, wobei er durch viele kleine höchst praktische Details glänzt. Als besonders nützlich aufgefallen sind z.B. Das Tageslineal, in das ein Foto (o.ä.) eingeschoben werden kann. Ein Beleg- oder Ideenformular als Papiertasche, so dass lose Zettel und Belege sicher verstaut werden können. Haftnotizen, die von der Größe her auf das Tageslineal zugeschnitten sind. Ansonsten erhalten Sie als Zubehör: Archivbox Verschiedene Formulare und Informationsblätter Ein Systemlocher Lederetui für den Monatskalender und Scheck- und Visitenkartenhüllen Klarsichthüllen Eine CD mit Formularen für Microsoft Word zum Ausdrucken. u.v.m. Datenbank - Neben dem üblichen A-Z-Adressregister hat der MEGAtimer ein 15-teiliges-Register (A5) für eigene Informationen, so dass Raum für umfangreiche Daten ist. Benutzeranleitung - Dem MEGAtimer liegt eine Broschüre bei (PROFI-Tipps ), die viele hilfreiche und nützliche Informationen für den Alltag eines Managers enthält. Die eigentliche Benutzung wird durch die Anwendungstips erklärt. Preise Planer mit Jahresinhalt A5 von ca. 368,- DM - 678,- DM Planer mit Jahresinhalt PASSPORT von ca. 150,- DM - 365,- DM
Zeitplaner von succes Größen - Die Zeitplaner von succes gibt es in vielen Formaten: Zusammengefasst A5 Was die succes-Planer auszeichnet, ist die große Office (13 cm x 21 cm) Auswahl an unterschiedlichen Ringbüchern und die Standard (9,5 cm x 17,1 cm) vollkommen offene Planungsmethode. Senior (9,5 cm x 15 cm) Compact (8 cm x 15 cm) Junior (9,5 cm x 12,5 cm) Mini (6,7 cm x 10,4 cm) Wenn Sie also was die Größe des Planers angeht, bestimmte Vorstellungen haben, bietet Ihnen succes eine wirklich große Auswahl. Ringbuch-Auswahl - Die Auswahl an verschiedenen Ringbüchern macht nicht bei der Größe halt. Was verschiedene Farben, Verschlüsse, Oberflächen und andere Ausstattungsmerkmale angeht, schlägt succes sogar noch tempus. Hier gibt es eine beinahe unüberschaubare Auswahl. Die Verarbeitung des vorliegenden A5-Ringbuchs ist exzellent. Methodik oder Philosophie - Eine bestimmte Methodik ist beim succes-Planer nicht zu erkennen. Dem vorliegenden Exemplar lagen lediglich 2 Blatt einer "To-Do"-Liste bei. Jahres- oder Monatsziel-Pläne gibt es nicht, auch nicht als Zubehör. Die Formulare des Kalendariums sind komplett offen und, lediglich Kalenderangaben, ein tägliches Zitat und Zeiten sind aufgedruckt. Der succes-Planer ist damit eher ein ganz normaler Kalender als ein Zeitplanbuch. Kalendarium Auswahl A5 1 Tag auf 1 Seite – 226 –
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1 Woche auf 2 Seiten 1 Tag auf 2 Seiten Office, Standard, Senior, Junior, Mini 1 Tag auf 1 Seite 1 Woche auf 2 Seiten Compact 1 Woche auf 2 Seiten Es gibt auch einen Jahresinhalt im A4-Format. Zubehör Auswahl und Details - Zum Zubehör von succes gehören: Verschiedene Formulare, Notiz- und Informationsblätter Ein Systemlocher Citypläne für verschiedene deutsche Großstädte Scheck- und Visitenkartenhüllen Archivbox Taschenrechner Datenbank - Der succes-Planer hat ein A-Z-Adressregister. Ein Register für eine weitere Unterteilung des Notizteils können Sie als Zubehör bestellen. Benutzeranleitung - Dem succes-Planer liegt keine Benutzeranleitung bei. Preise Die Preise für die Ringbücher bewegen sich zwischen 39,- DM und (kleines Format, Synthetik-Ringbuch) bis zu 399 (A5, Nappaleder). Die Jahresinhalte kosten zwischen 23,50 DM (Mini) und 75,- DM (A5).
Zeitplaner von tempus Größen - Die Zeitplaner von tempus gibt es in im Westentaschen- (A6) und im A5-Format. Zusammengefasst Ringbuch-Auswahl - tempus bietet wirklich eine Wenn Sie die möglichst große Auswahl bei unglaubliche Zahl an verschiedenen Ringbüchern an. Sie Ringbuch und Ausstattung haben wollen und eine können sich Ihr Ringbuch sogar individuell anfertigen solide Zeitplan-Methodik erwarten, dann wählen lassen und haben die Wahl zwischen verschiedenen Sie den tempus-Planer. Lederarten, Größen bei den Ringmechaniken u.a.m. Ein Super-Service für alle, die ein ganz individuelles Zeitplanbuch haben möchten. Das vorliegende Ringbuch ist stabil und gut verarbeitet. Methodik oder Philosophie - Der tempus-Planer bietet tägliche, wöchentliche, monatliche und jährliche Checklisten und Vormerkkalender, um die Planung auch längerfristiger Vorhaben und die der eigenen Ziele zu unterstützen. Die Methodik kommt von der Systematik aber nicht an die von HelfRecht heran. Die Formulare des Kalendariums und z.B. der To do-Liste (Aufgabensteuerung) sind stark vorstrukturiert. Die To do-Liste ist ausklappbar, so dass ein Tag oder eine Woche des Kalendariums und gleichzeitig die To do-Liste sichtbar sein können, was die Planung erleichtert. Besonders interessant ist, dass tempus seit Neuestem auch Formblätter für die neue ganzheitliche PlanungsMethode von Lothar Seiwert enthält, die er in seinem Buch: Wenn Du es eilig hast, gehe langsam vorgestellt hat. Kalendarium Auswahl - Als Auswahl für die Kalendarien bietet tempus folgende an: A5 und A6 1 Woche auf 2 Seiten 1 Tag auf einer Seite 1 Tag auf 2 Seiten 1 Tag auf 2 Seiten mit Bibeltexten auf der 2. Seite Es gibt ein normales (graues) und ein sogenanntes "Design-Kalendarium", das optisch etwas peppiger gestaltet ist. Ein herausnehmbarer Vormerkkalender ist integriert, so dass bei Benutzern von Tageskalendarien spätere Termine vorgemerkt werden können. – 227 –
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Zubehör Auswahl und Details - tempus ist der ungeschlagene Sieger, wenn es um Ideenreichtum und Ausstattungsvielfalt geht. Es gibt an Zubehör nichts, was es für den tempus-Planer nicht gibt. Im folgenden ein kleiner Ausschnitt: Unzählige Formulare und Informationsblätter Scheck- und Visitenkartenhüllen Klarsichthüllen Ein Systemlocher Lederetui für den Monatsfaltkalender und Notizblock Korrekturetiketten für Adressblätter Lochverstärker Taschenrechner zum Einheften Motivationsblätter diverse Stifte u.v.m. Besonders erwähnenswert sind die beschreibbaren Papierlineale oder Aktivitätskarten, die wie ein Tageslineal immer beim aktuellen Tag eingeheftet werden können. Wichtiges kann so gut sichtbar gemacht werden. Datenbank - Die Datenbank des tempus umfasst das übliche A-Z-Adressregister und ein dreiteiliges Register für eigene Informationen, was einigen vielleicht zu wenig ist. Benutzeranleitung - tempus liefert zu seinem Zeitplanbuch eine Kurzanleitung und eine Kassette, die in die Grundlagen der Benutzung des Zeitplanbuchs einführt. Preise Planer mit Jahresinhalt A5 von ca. 229,- DM - 998,- DM Planer mit Jahresinhalt A6 von ca. 148,- DM - 449,- DM
Zeitplaner von Time/system Größen - Die Zeitplaner von Time/system gibt es in drei Formaten: Zusammengefasst A5 Time/system liefert ein solides und methodisch Midi (8,5 cm x 16,9 cm) fundiertes Zeitplanbuch für alle, die klare Mini (7,5 cm x 13 cm) Strukturen lieben. Time/systems ist das schnörkellose Managerwerkzeug. Ringbuch-Auswahl - Die Auswahl ist gut, kommt aber nicht an die von z.B. tempus heran. Es werden hier vor allem sehr hochwertige Ringbücher angeboten. Das uns vorliegende Ringbuch ist gut verarbeitet und für den täglichen Einsatz geeignet. Methodik oder Philosophie - Der Zeitplaner von Time/system beinhaltet alles, was man für eine systematische und methodische Ziel- und Zeitplanung benötigt: Zielformulare, Projektplanblätter und Aufgabenlisten. Aber auch hier ist HelfRecht an Systematik und Ganzheitlichkeit noch einiges voraus. Die Formulare des Kalendariums und der Aktivitäten-Checkliste (Aufgabensteuerung) sind exzellent vorstrukturiert und graphisch klar gestaltet. Die Aktivitäten-Checkliste ist ausklappbar, was die Planung einfacher macht. Kalendarium Auswahl A5 1 Tag auf 2 Seiten 1 Woche auf 2 Seiten Midi 1 Tag auf 2 Seiten 1 Woche auf 1 Seite Mini 1 Tag pro Seite Ein faltbarer Jahreskalender ist integriert. Zubehör Auswahl und Details - Time/system bietet umfangreiches Zubehör an. – 228 –
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Archivbox Verschiedene Formulare und Informationsblätter Ein Systemlocher Lederetui für den herausnehmbaren Jahreskalender Scheck- und Visitenkartenhüllen Klarsichthüllen u.v.m. Besonders nützlich sind die sogenannten "Activity Cards". Das sind kleine Pappkarten, die, ohne die Ringmechanik zu öffnen, bei einem Tag ins Ringbuch geklemmt werden können. Auf den Activity Cards lassen sich wichtige Aktivitäten festhalten und flexibel zwischen den Tagen verschieben. Datenbank - Time/system hat das übliche A-Z-Adressregister und ein 10-teiliges-Register (A5) für eigene Informationen. Dieses Register ist auch für anspruchsvolle Menschen groß genug. Benutzeranleitung - Ein Time/system-Planer kommt mit einer guten Bedienungsanleitung, die hinreichend in die Grundlagen der Zeitplanung einführt. Preise Planer mit Jahresinhalt A5 von ca. 353,- DM - 1100,- DM Planer mit Jahresinhalt Midi von ca. 208,- DM - 250,- DM Planer mit Jahresinhalt Mini von ca. 149,- DM - 199,- DM
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Arbeitssucht - erkennen und in den Griff bekommen von Tania Konnerth Der Begriff "Workaholic" stammt aus dem Englischen und beschreibt in Anlehnung an den Begriff der Alkoholiker Menschen, die so viel arbeiten, dass man von "Arbeitssucht" sprechen kann. Arbeitssucht? Schon wieder ein neues Schlagwort und einmal mehr eine Suchtgefahr an die Wand gemalt? Nicht ganz, denn hinter diesem Begriff verbirgt sich ein Phänomen, dass offenbar stark zunimmt und nicht nur für die Betroffenen selbst bedenklich ist. In diesem Artikel wollen wir das Phänomen "Arbeitssucht" näher beleuchten, Ihnen die Möglichkeit geben, einmal zu überlegen, ob Sie selbst gefährdet oder gar betroffen sind und Wege aus der Arbeitssucht aufzeigen.
Arbeitssucht - was ist das eigentlich? Nach Arbeit süchtig sein? Wer nicht betroffen ist, kann sich das kaum vorstellen. Viele machen ja drei Kreuze, wenn endlich der Feierabend da ist oder das Wochenende ansteht. Einigen aber geht es da ganz anders - und ihre Zahl wird offenbar immer größer. Es sind Menschen, die neben der normalen Arbeitszeit auch noch einen Großteil - oder im Extremfall auch ihre ganze Freizeit mit Arbeit füllen. Betroffen sind vor allem Selbstständige, Manager/innen und Personen, die in helfenden Berufen arbeiten, die also mit Herz und Seele in ihrem Job aufgehen.
Am Anfang steht der Spaß... Am Beginn steht meist eine Berufstätigkeit, die richtig Spaß macht. Wir sehen Sinn in unserer Arbeit, haben Erfolg und genießen das Gefühl, wichtig zu sein und gebraucht zu werden. Dass Arbeit Spaß macht, ist kein Problem - im Gegenteil, das ist mehr als wünschenswert. Aber wenn unsere Arbeit zum einzig und alleinigen Lebensinhalt wird, kann das unangenehme Folgen haben. Die Definition aus dem Gesundheits-Brockhaus besagt, dass Arbeitssucht als ein "übersteigertes Verlangen nach Arbeit, Leistung und Erfolg" gesehen wird, "wobei der Bezug zu anderen Lebensbereichen wie Freunde, Familie, Freizeit verloren zu gehen droht". Dabei kann man allerdings nicht genau sagen, ab wann genau das leistungsorientierte und ehrgeizige Engagement für die Arbeit zu einem Suchtphänomen wird, denn die Grenze hier ist fließend.
Arbeitssucht hat viele Gesichter Arbeitssucht zeigt sich z.B. beim ständig hetzten Manager, der alles allein erledigen will und das Gefühl hat, die Firma würde ohne ihn zusammenbrechen. Sie zeigt sich auch bei der Geschäftsfrau, die es vermeidet, nach Hause zu gehen, weil ihr dort die Decke auf den Kopf fällt und die sich deshalb in die Arbeit stürzt. Arbeitssucht zeigt sich auch beim Rentner, der am Ende seines Arbeitslebens vollkommen den Lebenssinn zu verlieren scheint.
Entscheidend ist die Einstellung Der Schlüssel zum Verständnis des Phänomens Arbeitssucht liegt in der Einstellung der jeweiligen Person zur Arbeit. Wenn wir beginnen, uns ausschließlich über die Arbeit zu definieren, ja, sogar unsere Daseinsberechtigung allein über unser Engagement im Job ableiten, bekommt die Arbeit in unserem Leben ein zu großes - und damit sehr häufig ungesundes - Übergewicht. Sehr oft führt das zu einem Gefühl von Wertlosigkeit, wenn wir nicht genug leisten und damit zu einem stetig steigenden Anspruch an uns selbst, der in eine Arbeitsspirale führt, an deren Ende der Zusammenbruch steht.
Arbeit soll etwas Schlechtes sein? Nein, Arbeit ist natürlich nichts Schlechtes und wer viel arbeitet, ist gut angesehen. Deshalb ist es auch gar nicht so leicht, hier die Grenze zu ziehen, von der man aus erkennen kann, wann es zu viel des Guten wird. Der Fall ist das z.B. dann, wenn jemand, der in seiner Freizeit mit dem Malen beginnt, um einen Ausgleich zur Arbeit zu finden, sehr schnell zu überlegen beginnt, wo er die Bilder verkaufen kann o.ä. Das macht den
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Suchtcharakter deutlich: Ein Hobby kann gar nicht mehr um seiner selbst genossen werden, sondern muss durch einen "Erwerbscharakter" mit einer Berechtigung versehen werden. Typisch für Workaholics ist also, dass zunehmend nur noch das Sinn macht, was unter Arbeit fällt, anderes wird als "sinnlos" oder "wertlos" angesehen.
Arbeit als einzig bestimmendes Element Es ist also weniger der Stellenwert der Arbeit in unserem Leben das bedenkliche, als vielmehr die Tatsache, dass unsere Arbeit zum alles bestimmenden Element unseres Lebens wird. Und deshalb zählen z.B. auch Personen zu den Betroffenen, die vor lauter Angst vor der Arbeit kaum noch schlafen können und auch zu Hause an nichts anderes mehr denken können, als nur noch an die Arbeit...
Die Folgen der Arbeitssucht Arbeitssucht wird erstaunlicherweise von den Betroffenen erst dann bemerkt, wenn die Folgen überdeutlich werden, so dass auch sie nicht mehr daran vorbeischauen können. Und mögliche Folgen gibt es viele: Eine angeschlagene Gesundheit durch die chronische Überarbeitung und Selbstausbeutung, dauerhafte Stresssymptome, Erschöpfung, Burnout, ein Gefühl der Überforderung und der Eindruck, immer weniger wirklich gewachsen zu sein, eine immer geringer werdende Leistungsfähigkeit, mangelnde Konzentration und Aufmerksamkeit Vernachlässigung von Familie, Freunden und anderen Aktivitäten, Verlust von sozialen Kontakten, Einsamkeit Isoliertheit, Schwinden des Interesses am Leben und damit Schwinden der Lebensfreude u.ä.
Und wenn es Ihnen gut damit geht? Sicher werden einige, die diesen Artikel lesen, sich fragen, was das Ganze soll. Sie fühlen sich rundum wohl mit der vielen Arbeit und sehen kein Problem darin. Wenn das tatsächlich so ist: Glückwunsch. Allerdings hat Sie das Thema angesprochen - und in der Überschrift steht "Arbeitsucht - erkennen und in den Griff bekommen". Vielleicht möchten Sie einfach im Folgenden einmal überprüfen, wie betroffen Sie eigentlich überhaupt sind. Im folgenden finden Sie dazu einen Selbsttest.
Bin ich betroffen? Der erste Schritt ist - wie so oft - Einsicht. Sich selbst einzugestehen, dass man zu viel arbeitet, ist für Betroffene unendlich schwer. Genau das macht nun einmal das Wesen eines suchtähnlichen Phänomens aus. So viel arbeite ich doch gar nicht... "So viel ist es doch gar nicht." "Letzte Woche habe ich kaum Überstunden gemacht." "Ich arbeite nur das Nötigste, du übertreibst maßlos." "Es muss ja schließlich gemacht werden, die Arbeit erledigt sich ja nicht von selbst." Das alles sind Sätze, die vor allem Angehörige hören, wenn sie den Betroffenen auf sein Arbeitspensum ansprechen. Auch vor sich selbst wird derjenige unzählige Entschuldigungen, Beschwichtigungen und Ausreden finden. Je nach Leidensdruck und Persönlichkeit wird der eine früher, der andere später erkennen, dass er betroffen ist. Ohne sich selbst ehrlich einzugestehen, dass die man zum Workaholic geworden ist, wird man kaum etwas verändern. Dieser erste, und dabei vielleicht schwierigste Schritt, eröffnet aber erst den Weg zu Veränderungen.
Der Blick in den Spiegel Gehören Sie auch zu den Leuten, die deutlich mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten und fragen sich nun, ob Sie vielleicht ebenfalls eine Tendenz zur Arbeitssucht haben? Dann gehen Sie einmal die folgenden Fragen durch und zählen Sie für sich zusammen, wie viele der Aussagen auf Sie zutreffen. – 231 –
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Selbsttest: Bin ich gefährdet? Ich denke sehr oft über meine Arbeit nach. Meine Arbeit ist mein Leben! Ich arbeite häufig auch zu Hause. Auch im Urlaub nehme ich mir meist einige Dinge mit, die ich dort erledigen kann. Für Treffen mit Freunden, Unternehmungen o.ä. habe ich fast nie Zeit, weil ich arbeiten muss. Überstunden sind für mich normal. Es gibt Phasen, in denen scheint mir außer der Arbeit nichts sonst wirklich interessant. Einfach nur rumzusitzen macht mich kribbelig, dann arbeite ich lieber was weg. Hobbys hab ich eigentlich keine oder nur wenige - meine Arbeit ist auch mein Hobby. Zu Hause fällt mir schnell die Decke auf den Kopf, bei der Arbeit nie. In letzter Zeit bin ich nicht mehr so leistungsfähig wie früher, obwohl ich mehr arbeite. Ja, wenn ich ehrlich bin, bin ich schon etwasüberarbeitet - aber die Arbeit muss ja gemacht werden. Wenn Not am Mann ist, sage ich auch meinen Urlaub ab oder fahr am Wochenende in die Firma. Meine Arbeit macht den Großteil meines Lebens aus. Meine Arbeit gibt meinem Leben Sinn. Ehrlich gesagt wüsste ich gar nicht so recht, was ich mit freier Zeit anfangen sollte... Ich arbeite oft bis zur völligen Erschöpfung - bei der Arbeit selbst merke ich aber gar nicht, wie viel Kraft mich das kostet. o Ich glaube, dass keiner meine Arbeit so gut wie ich machen kann, deshalb fällt es mir auch schwer, etwas zu delegieren. Ich mach am liebsten alles selbst. o Sollte es mal wirklich nichts zu tun geben, suche ich mir etwas. Je mehr zutreffende Aussagen Sie hier ankreuzen konnten, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Arbeit in Ihrem Leben einen etwas zu hohen Stellenwert bekommen hat. Schon ab mehr als 5 Zustimmungen kann sich eine ernstzunehmende Tendenz zur Arbeitssucht abzeichnen. Falls Sie bei vielen Aussagen halb zustimmen können, dann ist auch das ein Zeichen dafür, dass Sie vielleicht schon etwas zu viel arbeiten. o o o o o o o o o o o o o o o o o
Nicht gleich abwehren, sondern einfach mal nachdenken Wenn Sie bei dieser Liste nun einer Reihe von Aussagen zustimmen konnten, wird Sie die Auswertung vielleicht wütend machen. "Was sagt das schon aus?" fragen Sie sich vielleicht. "Mir geht es doch prima!" Wenn Sie schon bis hier hin gelesen haben, scheint Sie das Thema aber offenbar doch weitaus mehr mit Ihnen zu tun zu haben, als Sie sich vielleicht eingestehen möchten. Nutzen Sie das doch einmal als Chance, einen Moment lang in sich zu gehen. Welchen Stellenwert hat Arbeit für Sie? Gibt es etwas Wichtigeres als Ihren Job? Wenn ja, was ist es? Können Sie sich vorstellen, etwas ganz anderes zu tun, als zu arbeiten? Was wäre, wenn Sie von heute auf morgen Ihre Arbeitstätigkeit nicht mehr ausüben können? Was würde das für Sie bedeuten? Leiden andere Lebensbereiche zu Gunsten Ihrer vielen Arbeit? Mit solchen und ähnlichen Fragen können Sie sich aktiv mit dem Thema beschäftigen und für sich herausfinden, ob die Tatsache, dass Sie viel arbeiten bedenklich ist oder eher nicht. Im Folgenden finden Sie einige Tipps für den Fall, dass Sie sich betroffen fühlen und in Zukunft weniger arbeiten wollen, aber nicht sicher sind, wie Sie das anstellen sollen.
Was kann ich tun? Wenn Sie merken, dass Arbeit in Ihrem Leben einen zu großen Stellenwert hat und Sie das ernsthaft ändern wollen, können Sie eine Menge tun!
Beginnen Sie damit, die Arbeitszeit bewusst zu reduzieren Gerade wenn Sie in einer verantwortungsvollen Position sind, können Sie in den seltensten Fällen Ihren Job einfach von heute auf morgen um die Hälfte reduzieren. Es ist ja auch mit der Arbeit nicht so, wie z.B. beim Alkohol, dass man sie komplett meiden kann - selbst wenn man es wollte. In den meisten Fällen werden Sie sich sinnvollerweise dagegen entscheiden, Ihren Job zu kündigen und arbeitslos zu bleiben. – 232 –
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Die Lösung aus dem Dilemma Arbeitssucht heißt also nicht vermeiden, sondern einen bewussten Umgang damit zu lernen.
Die Arbeitszeit-Buchführung Führen Sie ab sofort exakt Buch darüber, wie viel Zeit Sie täglich mit der Arbeit verbringen. Achtung: Zu dieser Zeit gehören nicht nur die Stunden, die Sie am Arbeitsplatz verbringen, sondern auch die Stunden, in denen Sie über Probleme auf der Arbeit nachdenken, zu Hause arbeiten oder auf Dienstreisen sind u.ä. Sie können dafür ein Formular nutzen, in dem Sie auf einer DinA4-Seite in einer Tabelle die Tage und Stunden notieren und dort dann eintragen, wann Sie wie lange und mit welcher Arbeit im Einzelnen beschäftigt waren. Eine andere Möglichkeit ist es, einen Kalender zu nutzen, in dem Sie Tag für Tag eintragen, wie lange Sie arbeiten. Wählen Sie ein System, mit dem Sie leicht klarkommen. Eine solche Buchführung über die tatsächliche Zeit, die man mit der Arbeit verbringt, kann schon allein durch das Bewusstwerden heilsam sein. Wenn Sie sehen, dass Sie täglich 10 oder mehr Stunden vom Tag de facto mit Arbeit beschäftigt sind, kann Ihnen das ganz schön zu denken geben. Darüber hinaus können Sie diese ZeitBuchführung dann dafür nutzen, Ihre Arbeitszeit Schritt für Schritt zu reduzieren.
Suchen Sie sich eine sinnvolle Alternative zur Arbeit Wenn unsere Arbeit zu unserem zentralen Lebensinhalt geworden ist, dann ist es meist keine gute Idee, sie einfach reduzieren zu wollen. Es entsteht dann schnell ein Vakuum, was uns Angst macht. Der Arbeitssüchtige wird dieses Loch naturgemäß schnell zu füllen versuchen - und zwar mit neuer Arbeit. Sie sollten sich deshalb ganz bewusst überlegen, was Sie mit der freien Zeit anfangen wollen, die Sie für sich gewinnen werden, wenn Sie Ihre Arbeit reduzieren. Sehen Sie das als Chance, ab sofort auch solche Dinge tun zu können, für die Sie bisher keine Zeit hatten. Möglichkeiten dazu wären z.B.: Ausflüge und Unternehmungen mit Ihren Lieben - bitte schreiben Sie konkrete Ideen auf, wie z.B. "in den Vogelpark gehen" oder "Drachen steigen lassen" u.ä. Unternehmungen mit Freunden, wie z.B. "Skatabende", "Kegeln gehen" oder "Konzert-Besuche", ein neues Hobby (und zwar eines, das Sie wirklich nur aus Freude tun und ohne Verdienstgedanken), sportliche Betätigungen - bitte auch hier konkret aufschreiben, worauf Sie Lust haben, wie z.B. ein AikidoKurs oder in den Fußballverein eintreten, u.a. Also: Worauf haben Sie Lust? Was wollten Sie immer schon machen?
Eine Auszeit für einen Neustart Eine gute Möglichkeit, um einen Schnitt zu setzen, ist es, sich eine Auszeit zu gönnen. In den Mühlen des Alltags Tipp lassen sich Veränderungen nur schwer planen und Z.B. ein Klosteraufenthalt kann eine sehr heilsame umsetzen. Gerade wenn Sie tendenziell arbeitssüchtig Wirkung haben. Wir ziehen uns dann einmal für sind, werden Sie sich selbst immer wieder so in Ihre Arbeit stürzen, dass Sie kaum zum Nachdenken kommen. einige Zeit ganz aus dem normalen Leben zurück, um zu uns zu kommen. Inzwischen bieten immer Deshalb: Machen Sie zunächst einmal eine Pause. mehr Klöster in Deutschland, aber z.B. auch in Mindestens zwei, besser drei oder vier Wochen. Bleiben Sie möglichst nicht zu Hause, sondern fahren Sie an einen Asien eine solche Möglichkeit auch für NichtGläubige an. ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind und keine Möglichkeiten zum Arbeiten haben. Nutzen Sie diese Zeit, um sich zu erholen, zu sich zu kommen und sich einmal mit so wesentlichen Fragen zu beschäftigen, wie z.B.: Was macht mein Leben aus? Was will ich vom Leben? Was ist mir wirklich wichtig? Was könnte ich später bereuen, wenn ich so weitermache, wie bisher? Was vernachlässige ich zur Zeit in meinem Leben? Was sind lebens- und liebenswerte Dinge? Wie könnte ich mein Leben gestalten, um erfüllt und zufrieden zu leben?
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Suchen Sie sich ggf. Hilfe und Unterstützung Wenn Sie merken, dass Sie allein nicht weiterkommen und immer wieder in die Arbeitsspirale geraten, dann sollten Sie sich Hilfe suchen. In leichteren Fällen kann es ausreichen, gemeinsam mit einem Coach oder Trainer ein funktionierendes Zeit- und Selbstmanagement zu entwickeln, damit Sie Ihre Zeit nicht länger nur mit stetig ansteigender Arbeitsbelastung verbringen, sondern auch wieder Zeit für anderes finden. In ernsteren Fällen ist professionelle Hilfe durch einen Therapeuten sinnvoll, denn dann kann es unter Umständen nötig sein, das eigene Leben wesentlich zu verändern. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich einer Selbsthilfevereinigung anzuschließen. Ein Beispiel sind die AAS - Anonyme Arbeitssüchtige. Infos unter www.arbeitssucht.de. Welchen Weg Sie wählen, ist letztlich nicht wirklich wichtig. Entscheidend ist, dass Sie es schaffen, in Ihrem Leben wieder ein bisschen mehr zu sehen, als nur ein ausführendes Arbeitstier zu sein. Sie und Ihr Leben sind es wert!
Literatur zum Thema: Reinhold Ruthe: Wenn Erfolg zur Droge wird Thema Burnout Myron Rus: Brennen ohne auszubrennen John Selby: Arbeiten ohne auszubrennen
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Erfolgreich delegieren Von Tania Konnerth Zu viel zu tun? Überarbeitet? Dauerstress? Das geht heutzutage vielen Menschen so. Wenn Sie auch dazu gehören, kann Ihnen die Fähigkeit, bestimmte Aufgaben systematisch an andere zu delegieren erheblich weiterhelfen (natürlich neben einem effektiven Zeitmanagement und einem bewussten Stressmanagement). Mehr noch: Dass, was man am besten kann, selbst tun und den Rest anderen überlassen - das ist eine wesentliche Strategie, wenn man wirklich erfolgreich sein will. Dieser Artikel gibt Ihnen praktische Tipps, mit denen Sie lernen können, im Beruf und auch im Alltag erfolgreich zu delegieren.
Viele gute Gründe für das Delegieren Erstaunlicherweise halten gerade überarbeitete Menschen häufig nicht viel von der Vorstellung, ihre Aufgaben zu Tipp delegieren. Es gibt aber viele gute Gründe, um es einfach Delegation kann im Idealfall zu einer Win-Winmal auf einen Versuch ankommen zu lassen: Situation werden, also einer Situation, in der beide Delegieren führt dazu, dass Sie mehr Zeit für das Seiten gewinnen. Mehr zur Idee des Win-Win Wesentliche haben. finden Sie hier. Wer gut delegieren kann, hat weniger Stress. Die Arbeit kann deutlich mehr Spaß machen, weil Sie unter weniger Druck arbeiten und einen großen Teil der ungeliebten Aufgaben abgeben können. Geschicktes Delegieren kann zu besseren Arbeitsergebnissen führen, weil auf diese Weise die Potentiale aller am besten genutzt werden können. Als Führungskraft können Sie durch wohlüberlegte Delegation Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr effektiv fördern. Indem Sie zu delegieren lernen, lernen Sie auch, Ihren Mitarbeitern und Kolleginnen zu vertrauen. U.a.m. Wenn sich das für Sie zwar ganz gut anhört, Sie aber noch nicht überzeugt sind, sind Sie nicht allein, denn sehr viele Menschen neigen dazu, im Zweifelsfall dann doch lieber alles selbst zu machen.
Vom Anspruch, alles allein zu machen "Delegation? Schön und gut, aber meine Aufgaben kann mir eh keiner abnehmen..." - Diese und ähnliche Sätze bekommt man schnell zu hören, wenn man einen überarbeiteten Menschen auffordert, doch Teile seiner Arbeit zu delegieren. Vorbehalte gegen die Delegation gibt es viele: "Das macht sowieso keiner richtig." "Keiner außer mir weiß wie das geht." "Bis ich das alles jemanden erklärt habe, habe ich es schon selbst gemacht." "Wenn ich da nicht aufpasse, geht das sicher daneben." "Wem kann man schon trauen?" "Es gibt niemanden, dem ich diese Aufgaben übergeben kann." Usw. usw.
Sind Sie wirklich unersetzlich? Tatsächlich fühlen sich viele Menschen einfach unersetzlich. Sie haben das Gefühl, das einfach kein anderer die Aufgaben so gut, so schnell oder so richtig ausführen könnte. Mit dieser Einstellung machen Sie es vor allem sich selbst unnötig schwer. Kleiner Denkanstoß dazu: Was geschieht eigentlich, wenn Sie mal krank sind? Bricht dann alles zusammen? Denken Sie mal darüber nach, ob es nicht vielleicht eine gute Idee wäre, das Delegieren zu erlernen, bevor Sie aus lauter Stress womöglich wirklich krank werden.. Delegieren ist gerade für erfolgreiche Menschen oft Neuland, insbesondere für die, die gerne die Zügel selbst in der Hand halten. Mit den folgenden Tipps erfahren Sie, wie Sie ganz praktisch vorgehen können, um Ihre Arbeitslast auf mehreren Schultern zu verteilen. – 235 –
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Delegieren - so geht's Hier erfahren Sie, wie das Delegieren ganz praktisch geht und welche Faktoren Sie beachten sollten, damit Sie Ihre Aufgaben erfolgreich delegieren können.
Delegieren - aber was? Welche Aufgaben sich delegieren lassen, muss in der Regel im Einzelfall und je nach Situation entschieden werden. Dennoch gibt es eine Richtlinie, an der Sie sich orientieren können. Leicht delegierbar sind vor allem: Routineaufgaben, Spezialistentätigkeiten (dann eben an einen Spezialisten), gut vorbereitete Aufgaben, die quasi anhand einer Checkliste erfüllt werden können und Aufgaben ohne viel Abstimmungsbedarf. Nicht zum Delegieren geeignet sind: Führungsaufgaben, vertrauliche Angelegenheiten und alles, was ungewöhnlich (und dabei bedeutungsvoll) ist.
Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick Wenn Sie mit dem Delegieren einsteigen wollen, dann müssen Sie zuerst einmal auflisten, welche Aufgaben Sie überhaupt in Ihrer Position zu erledigen haben und dann können Sie überprüfen, welche der Teilaufgaben Sie delegieren können und welche Sie auch in Zukunft selbst ausführen wollen. Stellen Sie also zunächst einen detaillierten Arbeitsplan auf, in dem Sie alle zu erledigenden Aufgaben z.B. für ein Projekt oder für den kommenden Monat notieren. Unterscheiden Sie die Aufgaben dann z.B. wie folgt: Routineaufgaben, die immer wieder anstehen, wie Tipp z.B. Kopierpapier auffüllen, Sitzungsraum vorbereiten Achten Sie bei der Delegation von ungeliebten u.ä. Routineaufgaben darauf, dass Sie nicht immer die einmalige Aufgaben, die einfach zu erledigen sind, gleichen Personen mit den gleichen Aufgaben wie z.B. Verschicken einer Postwurfsendung, beschäftigen, denn das kann bei Mitarbeitern oder Entgegennahme einer Lieferung u.ä. Kollegen schnell Frust verursachen. Hier hilft oft komplexe und schwierige Aufgaben, wie z.B. eine ein offenes Gespräch, denn manchmal macht ein Projektplanung erstellen, eine Werbekampagne zu anderer eine Aufgabe ja auch ausgesprochen gern planen u.ä. Aufgaben, von denen Sie wissen, dass Sie diese nicht optimal erledigen könnten, für die also jemand anders besser geeignet wäre, wie z.B. den Kommunikationsworkhop für die Mitarbeiter zu halten oder die Buchhaltung zu machen. Anforderungen, die ausdrücklich an Ihre Person gestellt werden, wie z.B. die Teilnahme an einer Podiumsdiskussion, einen Vortrag halten o.ä. Aufgaben für die andere eigentlich besser qualifiziert sind. Aufgaben, die Sie auf jeden Fall selbst erledigen wollen, wie vielleicht einen Artikel zu schreiben, die Sitzung leiten o.ä. Anhand Ihrer Aufgabenliste können Sie viel leichter entscheiden, welche der Aufgaben Sie delegieren wollen.
An wen delegieren? Nachdem Sie ermittelt haben, welche Aufgaben Sie delegieren können und wollen, überlegen Sie im nächsten Tipp Schritt, an wen Sie die entsprechenden Aufgaben Führen Sie eine Art Kompetenz-Verzeichnis, in delegieren könnten. dem Sie sich notieren, welche Ihrer Kolleginnen Möglich wären hier z.B. und Mitarbeiter welche Fähigkeiten haben. Dann eigene Mitarbeiter (M), wissen Sie im Bedarfsfall schneller, wem Sie andere Abteilungen im eigenen Haus (A), welche Aufgaben übertragen können. Stabsstellen im eigenen Haus (S), Profitcenter im eigenen Unternehmen / Konzern (P) oder externe Dienstleister (E). – 236 –
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Schreiben Sie doch einfach hinter jede Ihrer zu delegierenden Aufgaben, welche der oben gezeigten Möglichkeiten sich am besten dafür eignet. Nutzen Sie dafür die Buchstaben (M, A, S, P, E). Nachdem Sie nun wissen, was Sie delegieren können und wer dafür in Frage kommt, stellen wir Ihnen noch drei entscheidende Erfolgsfaktoren für das Delegieren vor.
Delegation - die Erfolgsfaktoren Wir halten folgende drei Faktoren für eine effektive Delegation für unerlässlich: Vertrauen Transparenz Feedback
Vertrauen - Besteht ein ausreichendes Vertrauensverhältnis? Delegation bedarf des Vertrauens - und zwar: Ihr Vertrauen in die Person, die eine Aufgabe für Sie erledigen soll und das Vertrauen der Person, die die Aufgabe übernimmt, in Sie. Das mit dem Vertrauen ist so eine Sache - viele gehen da lieber getreu nach dem Sprichwort vor "Vertrauen ist gut Tipp - Kontrolle ist besser". Delegieren ist mehr als nur eine Zum Vertrauen gehört auch, dass Sie nicht oder nur Arbeitsanweisungen zu geben und bedeutet, immer auch bedingt vorgeben, wie eine Aufgabe zu erfüllen ist. ein Stück Kontrolle abzugeben. Ihr Vertrauen macht es Es gibt immer mehrere Möglichkeiten, zum der anderen Person deutlich leichter, ein Stück gewünschten Ziel zu kommen und es motiviert Ihre Verantwortung zu übernehmen und auch Kollegen und Mitarbeiter sehr, wenn Sie ihnen eigenverantwortlich zu handeln. Ihre Mitarbeiter oder zutrauen, die Aufgabe in ihrer eigenen Weise zu Kollegen spüren es, wenn Sie ihnen nicht zutrauen, dass erledigen. sie die Aufgabe erledigen können. Das senkt die Motivation und auch das Selbstvertrauen. Versuchen Sie also Ihren Mitarbeitern das notwendige Vertrauen entgegenzubringen. Das fällt vielleicht gerade am Anfang nicht leicht und muss geübt werden. Hilfreich sind hierbei: eine gesunde Einstellung zu Fehlern - wie z.B. "Aus Fehlern können wir lernen", die Bereitschaft anzuerkennen, dass andere manche Aufgaben genauso gut oder sogar besser als Sie erledigen können, ein offener und konstruktiver Umgangston, bei dem alle nach den bestmöglichen Lösungen, statt nach Sündenböcken suchen und die Offenheit, selbst dazu zu lernen. Versuchen Sie es doch einfach einmal. Sie können hier viel dazulernen - und viel gewinnen.
Transparenz - Wird klar und eindeutig delegiert? Die Kommunikation spielt eine große Rolle, wenn es ums Delegieren geht. Hierzu gehören vor allem folgende Punkte: Klare Formulierung der Aufgabe - Der Erfolg der Delegation hängt vor allem von der Klarheit ab, mit der eine Aufgabe übertragen wird. Formulieren Sie also die Arbeitsaufgabe so konkret und eindeutig wie möglich und versichern Sie sich durch Rückfrage, ob Sie richtig verstanden wurden. Was für Sie "klar" ist, muss es für den anderen noch lange nicht sein. Klare Formulierung des Ziels - Mindestens genauso wichtig, wie die Aufgabe selbst zu formulieren ist auch, das Ziel klar festzulegen. Das ist leider nicht so selbstverständlich, wie es sich anhört. Eine normale Aufgabenbeschreibung beinhaltet leider nur in den seltensten Fällen auch eine konkrete Zielformulierung. Aber wer das konkrete Ziel kennt, wird es auch leichter erreichen. Achten Sie also auf eine konkrete und möglichst messbare Zielformulierung. Ausreichende Informationen zum Erledigen der Information - Nur wenn die Person, die die Aufgabe erledigen soll, über alle Informationen und Mittel verfügt, die sie dafür braucht, kann sie optimale Ergebnisse erzielen. Vertrauen Sie hier nicht darauf, dass der andere schon nachfragen wird, wenn ihm oder ihr Informationen fehlen, sondern sorgen Sie durch eine offene und effektive Informationsbereitstellung vor. Wenn Sie nicht abschätzen können, welche Informationen gebraucht werden (z.B. bei Aufgaben, die Sie an einen Spezialisten weitergeben), fragen Sie einfach nach. Information darüber, welchen Sinn und Zweck die Aufgabe hat - Viele halten es für unnötig ihre Mitarbeiter oder Kollegen darüber zu informieren, warum eine Aufgage erledigt werden soll. Wer aber weiß, was der Sinn – 237 –
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hinter eine Aufgabe ist, tut sich viel leichter, sie zu erledigen. Stellen Sie deshalb immer auch den größeren Zusammenhang dar, in dem die Aufgabe ihren Platz hat. Eine offene Kommunikation fördert übrigens auch das Vertrauen - und zwar auf beiden Seiten.
Feedback - Erfolgt eine Rückkoppelung? Delegation endet weder mit der Aufgabenweiterleitung noch mit der Erledigung der Aufgabe. Zum erfolgreichen Delegieren gehört auch, dass Sie Zwischenergebnisse kontrollieren (wenn notwendig), Ihren Mitarbeitern oder Kolleginnen eine Rückmeldung über Ihre Zufriedenheit geben und bei fehlerhaften Ergebnissen sicherstellen, dass der Mitarbeiter die Fehlerquellen begreift und der Fehler möglichst kein zweites Mal passiert. Vergessen Sie an dieser Stelle nicht, wie wichtig und motivierend Lob ist. Teilen Sie Ihren Mitarbeitern und Kollegen immer mit, wenn Sie zufrieden sind - auch wenn es sich nur um kleine Aufgaben handelt. Seien Sie sparsam mit Kritik - und wenn sie nötig ist, dann formulieren Sie diese immer konstruktiv. Viel wichtiger als herauszustellen, was schiefgelaufen ist, ist es, Ideen zu entwickeln, wie es in Zukunft besser geht. Feedback sollte aber nicht nur von Ihnen erfolgen, sondern auch von der Person, die die Aufgabe erfüllt hat. Sie könnte z.B. zu folgenden Punkten etwas sagen: Ob die Aufgabenvergabe klar genug erfolgte, ob die Informationen und Mittel ausreichend waren, ob es etwas für die Zukunft gibt, das sich noch verbessern lässt. Im Folgenden finden Sie nun noch eine praktische Checkliste mit allen Punkten, die es beim Delegieren zu beachten gibt.
Literatur zum Thema: Hans-Jürgen Kratz: Delegieren, aber wie? Chris Roebuck: Professionell delegieren
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Checkliste für das erfolgreiche Delegieren Hier haben wir alle wesentlichen Punkte für das erfolgreiche Delegieren noch einmal als Checkliste für Sie zusammengestellt.
Vorbereitung Sind innere Vorbehalte gegen das Delegieren ausgeräumt und sind Sie überzeugt davon, dass das Delegieren auch für Sie vor allem Vorteile hat? Haben Sie sich einen guten Überblick über alle anstehenden Aufgaben verschafft und haben Sie entschieden, welche davon Sie delegieren wollen? Wissen Sie, welches Knowhow oder welche Fähigkeiten für die Erledigung der jeweiligen Aufgabe nötig sind? Wissen Sie, welche Ihrer Mitarbeiter oder Kolleginnen welche Kompetenzen haben und wem Sie welche Aufgaben übergeben können? Vertrauen Sie Ihren Mitarbeitern und Kolleginnen und vertrauen diese Ihnen?
Aufgabenvergabe und -erfüllung Steht fest, welches Ziel mit der jeweiligen Aufgabe erreicht werden soll? Sollten vielleicht Zwischenziele festgelegt werden (falls die Aufgabe umfangreich ist)? Sind alle Voraussetzungen und Rahmenbedingungen geschaffen, damit die Aufgabe ordnungsgemäß erledigt werden kann? Hat die Person, die die Aufgabe erledigen soll, alle nötigen Informationen und weiß sie, welche Bedeutung die Aufgabe im Gesamtzusammenhang hat? Wurden bekannte Schwierigkeiten oder Fehlerquellen angesprochen, um diese schon im Vorfeld zu vermeiden ? Ist sichergestellt, dass die Aufgabe von demjenigen, der sie ausführen soll, auch tatsächlich verstanden wurde? Haben Sie deutlich gemacht, dass Sie für Rückfragen oder bei Schwierigkeiten zur Verfügung stehen? Ist für alle klar kommuniziert, bis wann die Aufgabe erfüllt sein muss? Weiß der Betreffende, was zu tun ist, falls er oder sie merkt, dass die Aufgabe nicht in der vorgesehenen Zeit zu erledigen ist? Sind Sie darauf vorbereitet, dass Ihre Mitarbeiterin oder Ihr Kollege z.B. durch Krankheit ausfallen kann? Wer übernimmt dann die Aufgabe?
Kontrolle und Feedback Wurde die Aufgabe zufriedenstellend erledigt? Fiel es der Person leicht oder schwer, die Aufgabe zu erfüllen? Konnten Punkte gesammelt werden, die es in Zukunft leichter machen können, dass die Aufgabe effektiv erledigt wird? Haben Sie die Person für die Erledigung der Aufgabe gelobt? Bitte ergänzen Sie diese Checkliste je nach Bedarf und eigenen Erfahrungen.
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Mehr Kraft und Energie im Beruf Von Christine Öttl – objektiv, Management & Lebensqualität - www.selbstmarketing.de Hohe und stetig steigende Arbeitsbelastung, Zeitdruck und Hektik: das kennzeichnet den Arbeitsalltag vieler Menschen, nicht nur in Führungspositionen. Wer häufig oder gar permanent mit hohen Stressbelastungen konfrontiert ist, steht ständig unter Strom und stößt immer wieder an die Grenzen seiner körperlichen und mentalen Kräfte.
Folgen von Stress Kopfschmerzen, Verspannungen im Nacken, Rückenschmerzen, Schlafprobleme, hohe Reizbarkeit und schlechte Stimmung sind einige der Folgen, die sowohl für den Betroffenen selbst als auch für seine Umwelt sehr deutlich erkennbar sind. Wer physisch und psychisch nicht auf der Höhe ist, arbeitet unkonzentrierter und langsamer, sprich ineffizienter. Wer nervös und nicht ausgeschlafen ist, wird schnell ungeduldig und trifft überstürzte und häufig falsche Entscheidungen.
Der Stress-Teufelskreis Dauert diese Situation länger an, ist der Teufelskreis perfekt: Die Leistung geht zurück, man arbeitet noch mehr, um die Lücken zu füllen, und erreicht doch nur, dass die Spirale nach unten immer schneller wird. Schlimmstenfalls gerät alles außer Kontrolle.
Dafür sorgen, dauerhaft belastbar zu sein Wer kontinuierlich und langfristig gute Ergebnisse bringen und erfolgreich sein will, muss sich stabile Grundlagen erarbeiten, um den hohen Anforderungen gewachsen zu sein. Diese Grundlagen sind ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben sowie ein regelmäßiges Wechselspiel zwischen Anspannung und Entspannung. Und die kann man sich nur aktiv und selbstbestimmt erarbeiten.
Praktische Tipps für mehr Kraft und Energie Hier finden Sie allgemeines Tipps für mehr Ausgeglichenheit und Belastbarkeit im Alltag.
Beginnen Sie den Tag "ruhig" und selbstbestimmt Wie viele Leute kämpfen sich buchstäblich in allerletzter Minute aus dem Bett, um dann kopfüber aus dem Haus in Richtung Arbeitsplatz zu eilen. Diese Hektik zieht sich meist durch den ganzen Tag und lässt einen nicht mehr zur Ruhe kommen. Schlechte Voraussetzungen, um souverän und ruhig auch hohen Belastungen zu begegnen! Es geht auch anders: Finden Sie heraus, wie Ihr Tag idealerweise beginnen sollte. Für mich ist es wichtig, jeden Morgen in Ruhe zu frühstücken. Dafür stehe ich eine Stunde früher auf. Andere Leute genießen es, morgens warm zu duschen, bei einer Tasse Kaffee die Zeitung zu lesen oder mit den Kindern zu spielen. Investieren Sie die Zeit dafür und stehen Sie rechtzeitig auf. Sie werden den ganzen Tag davon profitieren!
Nutzen Sie den Weg zur Arbeit für sich! Raus aus dem Bett, kurz in's Bad und dann schnell, schnell in's Auto und weg. Und: schon wieder Stau! Stresshormone überschwemmen den Körper, und die Stimmung sinkt. Endlich im Büro angekommen, müsste man sich eigentlich von der Stressbelastung erholen. Nehmen Sie es selbst in die Hand, wie Ihr Weg zur Arbeit ausschaut! Analysieren Sie all Ihre Möglichkeiten und entscheiden Sie sich aktiv für eine, die Ihnen nicht unnötig Energien raubt! Können Sie auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und die Zeit zum Lesen nutzen? Haben Sie die Möglichkeit, zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren und so für Bewegung und frische Luft zu sorgen? Wenn Sie auf das Auto angewiesen sind: Haben Sie die Möglichkeit, Ihre Arbeitszeiten oder die Route zu ändern und so Staus auszuweichen? Falls nein: Nutzen Sie die im Wagen verbrachte Zeit aktiv und selbstbestimmt, indem Sie Hörbücher oder Musik hören. Selbst über seine Zeit zu bestimmen anstatt sich von äußeren Umständen "versklaven" zu lassen: Das ist der Schlüssel für Ausgeglichenheit und Stärke.
Gestalten Sie Ihr Umfeld so, dass Sie sich wohlfühlen! Sie verbringen wahrscheinlich mehr Zeit an Ihrem Arbeitsplatz als in Ihrem Wohnzimmer. Deshalb ist es wichtig, diesen so zu gestalten, dass man sich wohlfühlt. Machen Sie sich Gedanken darüber, was für Sie wichtig ist, und setzen Sie in die Tat um, was möglich ist. Für den einen sind Pflanzen wichtig, der andere will persönliche Dinge wie Fotos in seiner Nähe haben. Die ergonomischen Voraussetzungen zu erfüllen, ist nicht – 240 –
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nur aus rechtlichen Gründen bedeutsam: Ein rückengerechter Stuhl und der richtige Abstand zum Bildschirm verhindern Beschwerden und tragen so zu höherer Lebensqualität und Leistung bei. Und vergessen Sie nicht, regelmäßig frische Luft in Ihr Büro zu lassen!
Halten Sie Ordnung, um den Durchblick nicht zu verlieren! Gestresst zu sein bedeutet, die Kontrolle zu verlieren, nicht mehr durchzublicken und sich in wildem Aktionismus zu verzetteln. Das ist das erste und markanteste, was an einer gestressten Person sofort ins Auge fällt. "Wie es auf Ihrem Schreibtisch aussieht, so schaut es auch in Ihrem Kopf aus." Meiner Erfahrung nach enthält dieser häufig zitierte Satz sehr viel Wahres. Ordnung in die äußeren Dinge zu bringen, gibt einem innere Ruhe, die Gewissheit, über den Dingen zu stehen, sie unter Kontrolle zu haben und alles schnell finden zu können. Probieren Sie es aus: Halten Sie Ordnung auf Ihrem Schreibtisch und sorgen Sie dafür, dass Sie sich einen guten Gesamtüberblick bewahren. Die innere Sicherheit, die Sie dadurch gewinnen, ist ein gutes Polster, um für die täglichen Herausforderungen gewappnet zu sein. Abgesehen davon, dass Sie schneller finden, was Sie suchen, und so viel Zeit sparen können!
Bewahren Sie die Kontrolle über Ihre eigene Zeit! Viele Menschen sind ungeheuer diszipliniert, was Ihr Zeitmanagement im Berufsleben anbelangt, überlassen aber Ihre privaten Belange völlig dem Schicksal. Berufliche Termine haben immer Vorrang, so dass das Privatleben permanent zu kurz kommt. "Wenn ich mal Zeit habe, gehe ich mal wieder in's Theater." Natürlich hat man nie Zeit. Auch private Termine, Hobbys und grundsätzlich der Ausgleich zur Arbeit müssen genauso geplant werden wie geschäftliche Angelegenheiten. Gewöhnen Sie es sich an, Privates in Ihren Terminkalender einzutragen und diese Termine genauso wichtig- und wahrzunehmen wie die geschäftlichen! Wenn Sie Ansprechpartner für Mitarbeiter sind: Stehen Sie nicht den ganzen Tag und unbegrenzt anderen zur Verfügung! Signalisieren Sie zum Beispiel durch eine geschlossene Tür, wenn Sie gerade keine Zeit haben. Haben Sie den Mut, auch mal Leute auf später zu vertrösten. Sie können auch feste Sprechzeiten einführen, wenn es Sinn macht und umsetzbar ist. Sagen Sie auch mal: "Nein!" Viele Leute sind so hilfsbereit oder wollen alles selber machen, so dass andere über ihre Zeit bestimmen.
Richten Sie Ihr Augenmerk auf Ihre Stärken! Viele Menschen lähmen sich selbst, weil sie ständig Kritik an sich üben und mit den eigenen Fehlern und Schwächen hadern. Das raubt Energien, verstellt den Blick auf sich selbst und verhindert, dass man sich weiterentwickeln kann. Schauen Sie genau hin und werden Sie sich Ihrer Stärken bewusst! Was können Sie gut, was schätzen andere an Ihnen? Welche Erfolge haben Sie erzielt? Feiern Sie Ihre Erfolge und Fortschritte! Stärken Sie Ihre Stärken! Wenn Sie nur an Ihren Schwächen rummäkeln, werden auch Ihre Stärken langsam aber sicher schwächer.
Bewegen Sie sich regelmäßig Wie wichtig und positiv regelmäßige körperliche Aktivitäten sind, darüber gibt es tonnenweise Literatur und immer wieder bestätigte wissenschaftlich-medizinische Untersuchungen. Positive Auswirkungen sind: Vorbeugung gegen Beschwerden ( z. B. Rückenschule, Wirbelsäulengymnastik) besserer Umgang mit Belastungen durch regelmäßiges Training, da körperliches Training den Stresspegel erhöht. Erholung und Ausgeglichenheit, da stressbedingte Stoffwechselprodukte während der Bewegung abgebaut werden. Wohlgemerkt: Es geht hier nicht (nur) um Sport, sondern um Bewegung generell. Gerade wer längere Zeit inaktiv war und möglicherweise einige Pfunde zuviel auf die Waage bringt, wird keine große Freude am Joggen oder an einer schnellen Aerobicstunde finden und deshalb schnell aufgeben. Gehen Sie regelmäßig spazieren, lassen Sie Rolltreppen und Fahrstühle links liegen und gehen Sie zu Fuß die Treppen hoch! Konzentrieren Sie sich auf Ihren Körper und genießen Sie es, aktiv zu sein!
Machen Sie Entspannungsübungen Von Stretching über Yoga bis hin zu Progressiver Muskelrelaxation, das Angebot ist sehr breit gefächert. Finden Sie heraus, welche Übungen sich am besten für Sie eignen und bleiben Sie dran! Ausgeglichenheit und innere Stärke sind die Voraussetzungen, um im hektischen und anstrengenden Berufsalltag souverän und effizient zu bleiben. Diese fundamentalen Eigenschaften werden niemandem geschenkt - und man kann sie auch nicht kaufen. Man muss aktiv sein und permanent etwas dafür tun!
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Nehmen Sie sich die Zeit zum Essen! Planen Sie regelmäßige Mahlzeiten ein, anstatt das Hungergefühl zu unterdrücken, bis Sie von Heißhungergefühlen überwältigt werden und schnell irgendwas in sich hineinstopfen. Selbst wenn Sie nicht immer die wohlbekannten Ratschläge der Ernährungsexperten befolgen (täglich Salat und Obst!): Nehmen Sie sich genügend Zeit, um langsam (!) zu essen und Ihre Mahlzeiten zu genießen! Überessen Sie sich nicht: Sie wissen ja, wie negativ sich ein übervoller Magen auf Leistungsfähigkeit und Kreativität auswirkt. Sorgen Sie für eine angenehme und entspannende Atmosphäre, auch bei Geschäftsessen. Nutzen Sie die Zeit, um zur Ruhe zu kommen, um dann mit wiedergewonnenen Kräften die Arbeit fortzusetzen.
Trinken Sie täglich etwa drei Liter Wasser! Dass Wasser für unser Überleben und Funktionieren unentbehrlich ist, das ist eine Binsenweisheit. Und doch trinken die meisten Leute bei weitem nicht genug Wasser. Tipp Literaturtipp: Wasser - Die gesunde Lösung: Ein Wohlgemerkt: Es geht um Wasser, nicht um irgendeine Flüssigkeit. Denn sehr viele Getränke - vor allem Kaffee - Umlernbuch von Faridun Batmanghelidj entziehen dem Körper sogar Wasser! Wie viele Leute leiden unter Verdauungsproblemen und Sodbrennen! Wasser ist maßgeblich am Verdauungsprozess und an der Bildung einer gesunden Magenschleimhaut beteiligt. Rückenschmerzen, vor allem im Lendenwirbelbereich, auf dem ja der Großteil unseres Oberkörpers lastet, sind weit verbreitet. Die Bandscheiben zwischen den einzelnen Wirbeln bestehen zum Großteil aus Wasser und sind auf ständige Wasserzufuhr angewiesen, um Ihre Federfunktion erfüllen zu können.
Literatur zum Thema: Claudia Kratzel und Mele Brink: PowerPausen Hans-Otto Becker und Dagmar Schenten: Fit im Job Ernest L. Rossi: 20 Minuten Pause
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8 Tipps für Ihren finanziellen Erfolg von Ralf Senftleben Viele Menschen träumen davon reich und damit unabhängig zu sein. Finanzieller Wohlstand ist nach wie vor eines der wichtigsten Ziele vieler Menschen. Obwohl Geld allein nicht glücklich und zufrieden macht und andere Dinge mindestens genauso wichtig sind, macht Geld vieles einfacher. Es ist gut, ausreichend Geld zu besitzen, denn Geldsorgen wiegen schwer. Wir stellen Ihnen in diesem Artikel acht Tipps vor, mit denen Sie finanziell erfolgreicher werden können.
Tipp 1: Achten Sie rechtzeitig auf Ihre Finanzen
Quelle
Einige dieser Tipps stammen aus dem Buch „Der Viele Menschen sagen, Geld hätte für sie keine besondere Weg zur finanziellen Freiheit“ von Bodo Schäfer. Bedeutung. Bemerkenswerterweise sind das oft diejenigen, die genug davon haben. Dagegen wird Geld für viele Menschen, die zu wenig davon haben, zum zentralen Lebens- und Leidensthema. Vielen Menschen wird erst dann schmerzhaft bewusst, wie wichtig Geld in unserer Gesellschaft ist und was es bedeutet, nicht genug davon zu haben, wenn das Konto überzogen und der nächste Kredit nicht mehr bewilligt wird. Dass Geld zum Problem wird, lässt sich glücklicherweise für die meisten von uns dadurch verhindern, dass wir uns rechtzeitig um unsere finanzielle Situation kümmern. Mit einem gesunden Bewusstsein darüber, wie wichtig Ihre Finanzen sind, mit einigen systematischen Überlegungen und etwas Disziplin können Sie verhindern, dass das Thema Geld Ihr Leben bestimmt.
Tipp 2: Erwarten Sie nicht zu viel vom Reichtum Eines soll hier ganz deutlich gesagt werden: Geld ist kein Garant für Glück und Zufriedenheit. Der Volksmund sagt: "Geld allein macht nicht glücklich" und obwohl das viele wissen, denken sie tief in sich vielleicht doch, dass alle ihre Probleme gelöst wären, wenn sie nur genug Geld hätten. Viele Reiche aber unglückliche und unzufriedene Menschen zeigen das deutlich. Geld allein macht wirklich nicht glücklich, aber es befreit uns von vielen Sorgen, so dass wir den Weg frei bekommen, um uns um unser Glück zu kümmern. Geld kann Ihnen den Rücken frei halten und viele Möglichkeiten eröffnen. Geld ist ein nützliches Werkzeug, aber verwechseln Sie Geld nie mit Glück, Zufriedenheit und innerem Frieden.
Tipp 3: Finden Sie heraus, was Sie über Geld und reiche Menschen glauben Wer, glauben Sie, hat bessere Chancen zu Reichtum und Tipp finanzieller Unabhängigkeit zu kommen: Derjenige, der Wenn Sie vielleicht glauben, dass Geld korrupt und denkt, dass reiche Menschen arrogant, geizig und kalt fies macht, dann lesen Sie doch einmal die sind oder derjenige, der davon überzeugt ist, dass Biographien von reichen Menschen, die viel für Reichtum und Wohlstand uns großzügig, mildtätig und ihre Mitmenschen getan haben. gutherzig macht? Vielleicht klingt es seltsam, aber dennoch trifft es zu: Was wir selbst über Geld, Reichtum und Wohlstand denken, beeinflusst jede unserer Handlungen unbewusst und damit auch unsere reale finanzielle Situation. Wenn Sie also bisher noch nicht auf einen grünen Zweig gekommen sind, dann lohnt es sich vielleicht zu überprüfen, welche Grundeinstellung Sie eigentlich zu Geld und Reichtum haben. Ein Beispiel: Für eine ganze Reihe von Menschen ist Geld und Wohlstand regelrecht etwas Verwerfliches. Geld steht für das "Establishment" und weil man nicht zum Establishment dazugehören möchte, bleibt man lieber ohne Geld. Bedenken Sie aber bitte eines: Was heute noch einen gewissen revolutionären Charme haben mag, ist im Alter vielleicht nicht mehr so romantisch.
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Übung: Hinterfragen Sie Ihre Einstellung zu Geld und Reichtum. Vervollständigen Sie dazu einmal in aller Ruhe die folgenden Sätze: Geld bedeutet für mich... Wenn ich viel Geld habe, dann... Reich zu sein, bedeutet... Leute mit viel Geld sind... Geld ist... Geld schafft... Würden Sie sagen, dass Sie eher eine positive oder negative Einstellung zu Geld haben? Oder ist Ihre Einstellung vielleicht zwiegespalten? Wenn Sie durch diese Fragen herausgefunden haben, dass Sie doch eine eher negative Einstellung zu Geld haben, ist es hilfreich, Ihre Einstellung zu Geld verändern und sie durch positive Überzeugungen in Bezug auf Geld zu ersetzen. Überlegen Sie sich dazu allein und vielleicht auch im Gespräch mit anderen Menschen, welche Möglichkeiten Ihnen durch ausreichend Geld offen stehen würden. Überlegen Sie, was Sie alles Gutes tun und wie Sie anderen helfen könnten, wenn Sie viel Geld hätten. Dieser Ansatz kann viel positive Energie in uns mobilisieren und die Einstellung zu Geld verändern.
Tipp 4: Übernehmen Sie Verantwortung für den eigenen, finanziellen Erfolg Reich sein wollen viele Menschen, aber viele wollen keine Verantwortung dafür übernehmen, dass dieser Wunsch wirklich in Erfüllung geht. Wer erfolgreich sein will, der muss aber Verantwortung für sich selbst, seine Wünsche und Ziele übernehmen. Wer erfolgreich sein will, der muss damit aufhören die Schuld und Gründe für Misserfolg oder Versagen bei anderen Menschen, der augenblicklichen Situation oder der Gesellschaft zu suchen. Nur wenn wir immer bei uns selbst anfangen, können wir unser Leben steuern und zwar in die Richtung, in die wir es gerne haben wollen. Wenn Sie finanziell erfolgreicher werden wollen, gibt es drei zentrale Fragen, die Sie sich immer wieder stellen können: Was kann ich jetzt tun, um finanziell erfolgreich zu sein? Was kann ich morgen tun, um finanziell erfolgreich zu sein? Welche Handlungen, Denkweisen und Einstellungen müsste ich mir angewöhnen, um langfristig finanziell erfolgreich zu sein? Setzen Sie sich ruhig immer wieder mit diesen wichtigen Fragen auseinander und sammeln Sie mögliche Antworten schriftlich. Die Betonung liegt in jeder dieser Fragen immer auf dem Wort ich. Also: Was können Sie tun? Eine Anmerkung noch dazu: Bei sich selbst anzufangen, heißt nicht, dass Sie sich nicht helfen lassen dürfen. Die Unterstützung durch andere Menschen ist sehr wichtig, wenn wir erfolgreich sein wollen. Aber im Sinne eines eigenverantwortlichen Lebens müssen Sie sich auch um die Hilfe anderer Menschen aktiv kümmern.
Tipp 5: Setzen Sie sich finanzielle Ziele Wenn wir uns keine Ziele setzen, überlassen wir unseren Erfolg dem Zufall. Durch Ziele bündeln wir unsere Aufmerksamkeit auf das, was wir wollen und erhöhen so die Wahrscheinlichkeit, dass sich unser Leben in die Richtung entwickeln wird, in die wir uns das wünschen. Das gilt auch für den finanziellen Bereich. Bevor wir uns ein finanzielles Ziel setzen, sollten Sie sich aber vielleicht einmal fragen:
Wie viel Geld brauche ich eigentlich? Hierzu eine kleine Übung:
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Tipp Machen Sie doch auch einmal einen Finanzplan, in dem Sie Ihre wirklichen Ausgaben aufschreiben. Überlegen Sie dann, worauf Sie verzichten könnten, um dieses Geld dann zu sparen.
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Übung: Geldbedarf für verschiedene Lebensstile ermitteln - Für sehr viele Menschen ist es ein echter Traum, einmal von den Zinsen des eigenen Guthabens leben zu können, um nicht mehr arbeiten zu müssen. Damit Sie sich das zu Ihrem Ziel machen können, müssen Sie zunächst herausfinden, wie viel Geld Sie für die Erhaltung des von Ihnen gewünschten Lebensstils benötigen. Hier sind natürlich sehr unterschiedliche Lebensstile denkbar. Als erstes brauchen Sie einen Überblick darüber, was Sie Ihr jeweiliger Lebensstil monatlich kostet. Stellen Sie alle Ihre monatlichen Ausgaben zusammen, aber auch Geld für Urlaub, größere Anschaffungen u.ä. Rechnen Sie das alles auf monatliche Beträge um. Für einen gehobenen Lebensstil könnte das so aussehen: Ausgabe pro Monat
Betrag
Hypotheken-Darlehen:
3800 DM
Auto:
1200DM
Versicherungen:
300 DM
Lebensmittel:
1000 DM
Anschaffungen:
700 DM
Hobbys:
1000 DM
Bücher:
500 DM
Haushaltshilfe:
2000 DM
etc. :
...... DM
Summe pro Monat:
12.800 DM
Am Ende erhalten Sie die Summe, die Sie pro Monat brauchen, um im Beispielfall ein "gehobenes Leben" zu führen. Wenn Sie diese Summe mal 150 nehmen, haben Sie ungefähr den Betrag, den Sie benötigen, um von den Zinsen zu leben. Bei 12.800 DM pro Monat wären das also 1,92 Mio. DM. Diese Summe müssten Sie also ansparen, um mit diesem "gehobenen Lebensstil" von den Zinsen leben zu können.
Bitte beachten: Die Beispielrechnung soll nicht suggerieren, dass die Tipps in diesem Artikel nur für Bessererdienende gelten. Die Rechnung kann mit jeder Monatssumme durchgeführt werden. Dieses Beispiel soll Ihnen vielmehr Mut machen, denn wenn Sie sehen, dass Sie weniger Geld monatlich brauchen, wird ja auch die Gesamtsumme, die Sie bräuchten geringer und damit erreichbarer. Grundsätzlich kommt es sehr darauf an, welchen Lebensstil Sie anstreben. Je mehr Sie auf materieller Ebene erwarten, desto höher wird die Summe, die Sie brauchen, um von den Zinsen leben zu können und entsprechend benötigen Sie eine geringere Summe, wenn Sie nicht so viele Dinge brauchen. Hier haben Sie viele Möglichkeiten, diese Summe zu reduzieren. Sie können diese Rechnung mit jedem beliebigen monatlichen Geldbetrag errechnen und so verschiedene Szenarien für Lebensstile durchspielen. Aber haben Sie ruhig den Mut, sich gedanklich ruhig auch mal Summen vorzustellen, die im Moment vielleicht noch nicht ganz realistisch für Sie sind. Mit dieser Übung können Sie also herausfinden, wie viel Geld Sie benötigen, wenn Sie von den Zinsen leben wollen. Eine solche Summe könnte dann Ihr finanzielles Ziel werden. Setzen Sie sich ein finanzielles Ziel. Schreiben Sie jetzt gleich auf: Am .......... besitze ich ............. DM.
Tipp 6: Sparen Sie, denn sonst werden Sie keinen finanziellen Erfolg haben Dieser Tipp ist vielleicht der einfachste, denn er bedarf nur einer weniger Handlungen und die Weichen sind gestellt: Wenn Sie mehr Geld besitzen wollen, dann müssen Sie Geld sparen, d.h. weniger Geld ausgeben, als Sie monatlich zur Verfügung haben. Das übriggebliebene Geld müssen Sie dann gewinnbringend anlegen. Das – 245 –
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klingt soweit ganz einfach, ist es aber offensichtlich für die meisten nicht. Viele Menschen geben genau die Geldsumme aus, die sie zur Verfügung haben und leider oft noch mehr. Nicht umsonst sind so viele Menschen hoch verschuldet. Der Trick beim Sparen ist, dass Sie schon am Monatsanfang einen bestimmten Betrag sparen und nicht Tipp erst am Monatsende schauen, wie viel Geld noch übrig Wenn Sie eine Gehaltserhöhung bekommen, dann ist. Überweisen Sie immer gleich am 1. des Monats legen Sie monatlich doch einfach die Hälfte dieses mindestens 10% Ihres Einkommens auf ein eigenes Geldes an. So steigt Ihr Lebensstandard nicht so Konto, in einen Sparplan oder einen Investmentfond. So stark an und Sie vergrößern Ihren Sparerfolg. stellen Sie sicher, dass dieses Geld vor Ihrem Konsum "geschützt" wird. Der Erfolgsautor Bodo Schäfer nennt das: "Sich selbst bezahlen". Wichtig dabei ist, dass Sie dieses Geld nicht anrühren, sonst schlachten Sie die sprichwörtliche "Goldene Gans" noch bevor sie anfängt, Eier zu legen.
Tipp 7: Investieren Sie in Aktien oder Aktienfonds Aktien und Aktienfonds haben in den vergangenen Jahrzehnten immer deutlich bessere Zinserträge gebracht Tipp als Sparbücher, Schatzbriefe und andere festverzinsliche Verlassen Sie sich niemals auf "heiße Tipps" von Wertpapiere. Deswegen sollten Sie sich einmal gezielt mit den Aktienmärkten beschäftigen. Wenn sie einsteigen Kollegen oder aus Börsen- Zeitschriften und investieren Sie nur in Aktien von Unternehmen, wollen, fangen Sie bei der Aktienauswahl mit Qualitätsderen Geschäft Sie mit Ihrem gesunden und Wachstumsaktien wie z.B. CocaCola oder Menschenverstand verstehen können. McDonalds an. Kaufen Sie Aktien, die nachweislich seit mehreren Jahren im Kurs steigen (z.B. Microsoft, Intel, Aegon, etc.). Kaufen Sie nur Aktien von Unternehmen, dessen Produkte Sie kennen und gut finden. Wenn Sie nicht die Zeit haben, dann überlassen Sie die Anlageentscheidungen Profis und investieren in einen Aktienfond. Der Aktienfond "Templeton Growth Fund" z.B. hat seinen Wert über die letzten 35 Jahre durchschnittlich um 15% pro Jahr gesteigert. Auch bei der Auswahl eines Investmentfonds sollten Sie die Wertsteigerung der letzten Jahre als wichtigstes Kriterium verwenden.
Tipp 8: Take it easy Es ist sehr wichtig, sich bewusst um seine Finanzen zu kümmern und hier nicht alles dem Zufall zu überlassen. Gerade in der heutigen Situation, wo die Renten vielleicht für viele nicht mehr sicher sind, ist es sehr wichtig, für später vorzusorgen und zu einem gewissen Reichtum und zu Wohlstand zu gelangen. Aber wie bei so vielen Dingen ist es so, dass etwas genau dann nicht klappt, wenn wir es zu verbissen versuchen. Es gilt zuerst die Weichen für Ihren finanziellen Erfolg zu stellen und dann auch mal einfach loszulassen. Beschäftigen Sie sich mit Geld, aber übertreiben Sie es nicht. Wie schon gesagt, Geld allein macht nicht glücklich. Also: Sorgen Sie sich um Ihre Finanzen, aber vergessen Sie darüber nicht, dass es auch andere wichtige Dinge gibt.
Literatur zum Thema: Bodo Schäfer: Der Weg zur finanziellen Freiheit Bodo Schäfer und Carola Ferstl: Geld tut Frauen richtig gut
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Das 1x1 des effektiven Wissensmanagements Von Tania Konnerth Mit dem Begriff "Wissensmanagement" wird der Versuch beschrieben, das Wissen, das in einem Unternehmen in Form von Mitarbeiter-Knowhow, Erfahrungen u.ä. vorhanden ist, so zu erfassen, dass es gezielt genutzt werden kann. Vielen ist aber nicht bewusst, dass die Einführung eines funktionierenden Wissensmanagements viel weniger eine Frage der Technik als viel mehr ein Führungsthema ist. Und genau darum geht es in diesem Artikel.
Gute Gründe für ein gutes Wissensmanagement Das Ziel des Wissensmanagements ist es also, vorhandenes Wissen, "greifbar" und nutzbar zu machen. Dadurch hat Ihr Unternehmen folgende Vorteile: Durch den Austausch des vorhandenen Wissens wächst es und wird stetig erweitert. Sie haben so unter Umständen der Konkurrenz entscheidende Informationen voraus. Sie können vermeiden, Fehler immer wieder zu machen. Neue Trends und Entwicklungen werden eher erkannt und so können Sie entsprechend schneller darauf reagieren. Auf der Basis des Wissens können innovative Produkte, Serviceleistungen und andere Angebote entwickelt werden. Ihre Mitarbeiter profitieren selbst vom Wissensmanagement und können Wertschätzung für ihr Know-how erfahren. Damit sind sie motivierter und Ihrem Unternehmen gegenüber loyal. U.a.
Wissen - was ist das? Wissen ist vor allem durch eigene Erfahrungen, zusätzliche Transferleistungen und einen Bezug zur Praxis gekennzeichnet. Es geht hier nicht um nackte Daten oder Informationen, sondern um den Bezug zu einer Aktion. Man spricht deshalb auch von Handlungs- und Entscheidungswissen. Und genau das macht das Wissen besonders wertvoll: Wir sind in der Lage, aus vorherigen Erfahrungen Rückschlüsse zu ziehen und können so Herausforderungen schneller bewältigen, Probleme lösen und bessere Entscheidungen fällen. Dabei gehört es übrigens auch zum Wissen, zu wissen, was man nicht weiß, um diese Lücken bei Bedarf systematisch schließen zu können.
Das Wissen ist in den Menschen Wissen befindet sich vor allem in den Köpfen der Menschen - also in denen Ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Deshalb ist Wissen schwerer zu erfassen als Daten und Informationen. Viele Ansätze zum Wissensmanagement verfolgen vor allem die möglichst vollständige Sammlung aller verfügbaren Informationen. Viel entscheidender ist aber, anwendbares und umsetzbares Wissen für alle Beteiligten im Umlauf zu bringen also dafür zu sorgen, dass innerhalb Ihres Unternehmens im Bedarfsfall einzelne Personen oder Gruppen zusammenarbeiten und Wissen austauschen. Und das erreichen Sie nur, wenn Sie mit Ihrem Wissensmanagement direkt bei den Menschen ansetzen.
Informationssammlung ist nur ein Teil des Ganzen Natürlich ist es von Nutzen, wenn alle Mitarbeiter jederzeit an die von ihnen benötigten Informationen kommen. In vielen Unternehmen werden neben der normalen kaufmännischen Software dafür ausgefeilte und teure Softwaresysteme angeschafft, durch die sich dann alle möglichen Daten und Informationen erfassen lassen um diese dann hinterher den Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen (Data-Warehousing). Leider sind solche Systeme nicht selten sehr kompliziert und können nicht von allen Mitarbeitern hinreichend bedient werden. Die zu verarbeitenden Datenmengen vermehren sich ständig und es kostet viel Zeit und Energie den Datenbestand so aktuell zu halten, dass das System tatsächlich den erhofften Nutzen hat. Viele Unternehmen verwechseln diesen technologieorientierten Ansatz mit Wissensmanagement. Wirkliches Wissensmanagement setzt aber an einem ganz anderen Punkt an: bei den Menschen im Unternehmen. Erfolgreich ist ein menschliches Wissensmanagement Erfolgreich sind vor allem solche Maßnahmen, durch die Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich selbst als ein Teil des Ganzen empfinden und sich aktiv einbringen können. Wenn jeder Einzelne das Gefühl hat, seinen – 247 –
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Teil am Gesamtwissen des Unternehmens beitragen zu können, entsteht ein lebendiges und mitmenschliches System, bei dem es dann kaum eine Rolle spielt, ob bestimmte Informationen bereits da sind oder schnell eigenverantwortlich! - recherchiert werden. Wenn diese Prozesse, dann noch durch den Einsatz von EDVSystemen (z.B. Intranets) unterstützt werden, umso besser.
Grundlagen des Wissensmanagements Auch wenn es ein Bestandteil des Wissensmanagements ist, Informationen und Wissen zu sammeln und verfügbar zu machen, sollte der erste Schritt nicht die Anschaffung teurer Programme und Technik sein. Damit würden Sie den zweiten Schritt vor dem ersten tun. Vielmehr sollten Sie bei den Menschen beginnen, die das Wissensmanagement umsetzen und davon profitieren sollen. Und im Grunde beginnt es ganz zuerst bei Ihnen als Führungsperson oder Verantwortlichen.
Voraussetzungen für ein effektives Wissensmanagement Es gibt eine Reihe von Grundvoraussetzungen ohne die es nur schwer möglich ist, ein effektives Wissenssystem aufzubauen.
Offenheit und Vertrauen Der wichtigste Baustein für das Wissensmanagement ist Offenheit. Diese Offenheit ist nur möglich, wenn bei den Mitarbeitern ein Grundvertrauen in das Unternehmen, die Vorgesetzten und in die Kollegen vorhanden ist. Idealerweise ist jeder jederzeit bereit, jedem sein Wissen weiterzugeben. Wissensvorsprünge werden in einem Umfeld, in dem ein hoher Konkurrenzdruck herrscht, leider oft als ein Mittel gesehen, besser dazustehen und sich seine Position zu sichern. Diese Art zu denken verhindert ein funktionierendes Wissensmanagement. Es liegt an Ihnen als Führungskraft oder Verantwortungsträger, dafür zu sorgen, dass ein offener Wissensfluss honoriert wird. Hierfür müssen Sie in erster Linie selbst ein gutes Vorbild sein. Deshalb sollte es in Ihrem Unternehmen auch so wenig Zugangsbeschränkungen wie möglich zu Informationen oder Wissen geben.
Anerkennung und Wertschätzung Das Wissen von Mitarbeitern wird in vielen Unternehmen selbstverständlich angefordert und genutzt. Hier sind besonders Führungskräfte aufgefordert, Belohnungs- und Anreizsysteme zu entwickeln, durch die der Einzelne im Unternehmen motiviert ist, von sich aus sein Wissen mit anderen zu teilen. Einige Ideen finden Sie hier: Sie können z.B. Ihre Anerkennung und Ihr Lob deutlich artikulieren. Mitarbeiter mit einem großen Wissen könnten zu Mentoren werden, die dafür auch eine bestimmte Entlohnung bekommen. Erkennen Sie Informations- und Lernbedürfnisse als etwas Positives an und ermöglichen Sie es interessierten Mitarbeitern an Weiterbildungsprogrammen teilhaben zu können. Die entstehenden Kosten sind eine direkte Investition in Ihr Unternehmen. Machen Sie es dann aber ruhig zur Bedingung, das neue Wissen auch den anderen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Richten Sie einen ausdrücklichen Wissens- und Informationsetat ein, aus dem z.B. Bücher oder Zeitschriften o.ä. beschafft werden können. Ermuntern Sie Mitarbeiter, Vorschläge zu Neuanschaffungen zu machen. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dazu, durch Vorträge und kleinere Workshops ihr Wissen an andere weiterzugeben oder auch in schriftlicher Form für alle zu dokumentieren.
Nutzenstiftung für alle Seiten Entscheidend ist, dass alle Beteiligten die Chancen und den Nutzen eines aktiven Wissensaustausches erkennen. Das Schöne ist ja, dass mitgeteiltes Wissen immer mehr und nie weniger wird. Voneinander zu lernen beinhaltet also schon von seinem Wesen her immer einen zweiseitigen Nutzen. Es sollte deshalb unbedingt vermieden werden, dass Personen mit einem besonderen Wissen das Gefühl haben, immer nur ihr eigenes Wissen zur Verfügung zu stellen, während sie selbst keines bekommen. Dies kann z.B. durch systematische Weiterbildungsmaßnahmen für solche Personen aufgefangen werden. Fragen Sie sie doch einmal, woran sie interessiert sind und worin sie sich gerne fortbilden würden. Genauso muss aber auch sichergestellt werden, dass "weniger Wissende" nicht das Gefühl haben, selbst "dumm und wertlos" zu sein. Zum einen können Sie als Führungsperson hier das vielleicht noch unentdeckte Wissen dieser Personen freilegen oder auch sie hin und wieder zu bestimmten Weiterbildungen schicken, nach denen sie dann ihr neues Wissen den anderen zur Verfügung stellen können.
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Das Prinzip "Geben und Nehmen" Durch das Wissensmanagement sollte es zur Selbstverständlichkeit für alle Mitarbeiter werden, ihr eigenes Wissen gerne weiterzugeben und auch Wissen von anderen anzunehmen. Nur so wird es möglich jemand anderem einen Tipp zu geben, ohne dass der sich angegriffen fühlt. Leben Sie dieses Prinzip selbst vor und äußern Sie Ihre Freude über einen regen Austausch von Wissen und Informationen deutlich.
Prüfen Sie sich: Wie lief es bisher? Machen Sie zunächst eine Bestandsaufnahme: Wie wird heute Wissen in Ihrem Unternehmen organisiert und erfasst? Gibt es Informationspools, in denen Mitarbeiter- und Unternehmenswissen erfasst wird? Welche Informationsmittel stehen Ihren Mitarbeitern zur Verfügung? Allen die gleichen oder gibt es hier Unterschiede? Stehen Ihren Mitarbeitern PCs mit Internetanschluss zur Verfügung? Existieren Listen von Ansprechpartnern (Experten) zu bestimmten Themen- oder Fachbereichen, die man um Rat fragen kann? Wissen alle Mitarbeiter über die bestehenden Informationsmöglichkeiten? Und fragen Sie sich selbst: Unterstützt die Atmosphäre in meinem Unternehmen / meiner Abteilung einen offenen Austausch? Inwieweit habe ich es bisher anerkannt und honoriert, wenn Wissen im Unternehmen weitergegeben wurde? Gibt es vielleicht Mitarbeiter, die ihr Wissen geheim halten, um sich unersetzlich zu machen? Warum ist das so und was könnte ich als Vorgesetzte tun, um hier mehr Vertrauen zu schaffen? Worin bestehen meine Ängste in Bezug auf die Tatsache, dass in Zukunft alle im Unternehmen untereinander Wissen und Informationen austauschen werden? Wie viel Einsatz bin ich bereit zu bringen, um ein gutes Wissensmanagement aufzubauen und zu unterstützen - und zwar als Person, aber auch mit finanziellem und anderem Einsatz?
Wissensmanagement ganz praktisch Ziel ist es, in Ihrem Unternehmen ein menschliches und auf Ihr jeweiliges Unternehmen zugeschnittenes Wissensmanagement zu entwickeln, bei dem alle Beteiligten von sich aus Motivation und Energie einbringen. Lesen Sie dazu unsere folgenden, praktischen Tipps.
Das Wichtigste: Stellen Sie Zeit zur Verfügung Das Allerwichtigste, was Sie als Führungskraft tun müssen, um ein effektives Wissensmanagement zu erreichen, ist Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Zeit sowohl für die Wissensrecherche als auch für den Wissensaustausch einzuräumen. Wenn Sie erwarten, dass jeder Ihre Wissensmanagementpläne quasi nebenbei umsetzen soll, ist das Ganze zum Scheitern verurteilt. Wenn Ihnen Wissen für Ihr Unternehmen wichtig erscheint, sollten Sie dem auch einen gewissen Zeitraum geben - wie wäre es z.B. mit drei Stunden pro Woche? Sehen Sie diese Zeit als Investition, die bald Früchte tragen wird.
Nutzen Sie bereits vorhandene informelle Wissensnetze In jedem Unternehmen gibt es informelle Wissensnetze. Dazu gehören Klatsch und Tratsch, Fachgespräche von Mitarbeitern untereinander, Ratschläge und Tipps, die sich Kollegen geben, Aufzeichnungen und Informationssammlungen einzelner Mitarbeiter u.ä. Informelle Wissensnetze organisieren sich eigenständig und funktionieren in der Regel recht gut. Der Nachteil an diesen informellen Wissensnetzen ist natürlich, dass die Weitergabe von Informationen eher zufällig verläuft und von außen so kaum beeinflusst werden kann. Außerdem sind dabei nie alle Mitarbeiter, die davon profitieren könnten, beteiligt. Es gilt, diese bestehenden Netze gezielter und systematischer zu nutzen.
Richten Sie ein Wissenszimmer ein Richten Sie dafür z.B. ein spezielles Wissenszimmer ein. In diesem Raum können sich Mitarbeiter zu Diskussionen, zu einem Austausch oder auch zu selbstorganisierten Workshops treffen. – 249 –
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Dort liegen dann sämtliche Bücher und Zeitschriften aus, die von Ihnen oder Ihren Mitarbeitern als hilfreich eingeschätzt werden. Ein Tipp: Falls mal was wegkommt, kaufen Sie einfach ein neues Exemplar. Hier zu sparen, wäre sparen am falschen Ende. Es steht dort mind. ein PC mit Internetanschluss für Recherchen. Es sind in diesem Raum immer ausreichend Schreib- und Malmaterial verfügbar, so dass man sich dort alles Wichtige aufschreiben kann. Die Wände werden mit weißem Papier behangen, auf das jeder Fragen oder Ideen notieren kann - auf die wiederum jeder andere seine Antworten oder Gedanken dazu auch einfach aufschreiben kann.
Veranstalten Sie regelmäßige Wissenstreffen Diesen Raum können Sie dafür nutzen, regelmäßige Wissenstreffen zu veranstalten. Inhalt solcher Treffen können z.B. sein: Austausch von neuesten Informationen, Internetadressen, Buchtipps usw. Berichte über besuchte Seminare mit gut aufbereiteten Zusammenfassungen für alle. Bekanntgabe von neuen "Experten" zu bestimmten Fragen - mit Telefonnummern und Adressen. Erfassen von offenen Fragen oder Wissenslücken - ggf. mit Auftrag an jemanden, das fehlende Wissen zu recherchieren. Allgemeiner Stimmungscheck: Funktioniert das, was wir tun? Haben alle ein gutes Gefühl dabei, wie mit Wissen und Informationen bei uns umgegangen wird? Kreative Ideensammlung zum Thema "Wissensmanagement" und auch zu anderen Bereichen.
Wissensthema des Monats Jeder Monat könnte einem bestimmten Thema oder einer Frage gewidmet werden, für die dann jeder etwas erarbeitet und recherchiert. Diese Themen oder Fragen sollten natürlich möglichst für Ihr Unternehmen wichtig sein und das Unternehmensziel unterstützen. Allerdings ist es nicht ratsam, solche Themen einfach vorzugeben. Entwickeln Sie diese lieber zusammen mit Ihren Mitarbeitern. So erfahren Sie auch gleich etwas über die Informationsbedürfnisse und Interessen Ihrer Leute. So ein Wissensthema des Monats kann einen Projektcharakter wie in der Schule haben, für die dann auch Lehrer und Schüler mit Feuereifer gearbeitet haben. Am Ende des Monats werden die Ergebnisse vorgestellt und von allen bewundert.
Finden Sie einen Wissensbeauftragten Idealerweise haben Sie eine Person, die für das Wissensmanagement im Unternehmen zuständig ist (nicht verantwortlich!). Diese Person hat in erster Linie die Aufgabe, das vorhandene und hinzukommende Wissen im Unternehmen so verfügbar zu machen, dass ein schneller Zugriff sichergestellt wird. Das heißt im Einzelnen z.B.: Bücher und Zeitschriften so zu sortieren, dass jeder einen leichten Zugriff hat, ggf. fehlende Sachen anzuschaffen oder nachzubestellen. Die Informationen, die an den Wänden des Wissenszimmers gesammelt werden, aufzubereiten und so abzulegen, dass sie gut zu finden sind. Unterlagen, die von anderen Mitarbeitern erstellt werden zu sammeln, ggf. zu vervielfältigen und zu verteilen. u.a. Entscheidend dabei ist aber, dass durch diese Person tatsächlich nur die Verwaltung von Informationen und Unterlagen erfolgt - weiterhin aber alle anderen verantwortlich bleiben.
Und was bei der Informationsverwaltung zu beachten ist Noch ein Wort zur Informationsverarbeitung: Natürlich ist es sinnvoll, auch über eine systematische Erfassung von Daten und Informationen nachzudenken. Möglicherweise ist dafür der Einsatz eines professionellen Programms zur Wissensaufbereitung sinnvoll. Machen Sie es aber nicht komplizierter als nötig. Eine einfache Hängeregistratur kann unter Umständen von größeren Nutzen sein als alle PC-Programme zusammen. Für die Auswahl sind vor allem folgende Punkte entscheidend: Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind bei der Entscheidung im Vorfeld zu befragen und mit einzubeziehen. Schließlich sollen sie es nutzen. Die Hemmschwelle, das System zu nutzen, sollte für alle so gering wie möglich sein.
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Es sollte auf keinen Fall nur eine oder wenige Personen damit klarkommen, sondern im Idealfall jeder (ggf. nach einer kurzen Einarbeitungszeit). Idealerweise macht es auch noch Freude, das System zu nutzen.
Literatur zum Thema: Thomas Davenport, Laurence Prusak: Wenn Ihr Unternehmen wüsste, was es alles weiß Klaus North: Wissensorientierte Unternehmensführung
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Wenn das Unternehmen wächst - Expansion und der Faktor Mensch Von Christine Öttl – objektiv. Management & Lebensqualität - www.selbstmarketing.de Auch Wachstum bedeutet Veränderung: und zwar nicht nur im strategischen und ökonomischen Bereich, sondern ganz fundamental was Firmenkultur, Kommunikation und Struktur des Unternehmens angeht. Veränderung wird von vielen Menschen als ungenehm oder gar gefährlich angesehen und meist mit der Befürchtung verknüpft, dass ihre Situation sich verschlechtert und sie etwas verlieren. Gerade wenn ein kleines Unternehmen wächst, sind die Veränderungen sehr groß.
Vorbehalte gegen die Expansion Was Mitarbeiter in kleinen Unternehmen schätzen und nicht verlieren wollen: jeder macht (fast) alles, keine strikte Arbeitsteilung, Abwechslung und Flexibilität, jeder kennt jeden und hat mit jedem direkt zu tun, familiäre Atmosphäre, jeder weiß (fast) alles, schnelle und unkomplizierte Informationsweitergabe, jeder wird in Entscheidungen einbezogen, demokratische Entscheidungsfindung, unkomplizierter Umgang miteinander und kaum Regeln, keine hierarchischen Strukturen, starkes "Wir-Gefühl", Chef ist sichtbar da und für alle greifbar. Auch viele Chefs schätzen die Vorteile eines kleinen Unternehmens, vor allem solche mit einer starken Unternehmensvision, die diese Tag für Tag vorleben und so ihr Team motivieren und mitreißen. Hierarchische Strukturen und Regeln sind vielen ein Greuel, vor allem wenn sie Veränderungen in diese Richtung selber publik machen und umsetzen sollen. Ängste vor Veränderungen, sprich vor Verschlechterung, haben keineswegs nur die Mitarbeiter. Das ist auch nachvollziehbar und verständlich: Die Vorstellung, statt ein Chef "zum Anfassen" ein abgehobener Stratege zu sein, der keine persönliche Beziehung zu seinen Mitarbeitern mehr hat, ist nicht für viele verlockend.
Vogel-Strauß-Politik Ängste vor Entwicklungen in eine unerwünschte Richtung, vor Barrieren und Widerständen von seiten der Mitarbeiter münden immer wieder in die sogenannte Vogel-Strauß-Politik: "Es wird keine Veränderungen geben. Alles bleibt so wie es ist".
... und wie sich die Mitarbeiter dabei fühlen Die Mitarbeiter werden hier oft unterschätzt: Die meisten wissen nämlich ganz genau, dass derartige Beschwichtigungen nichts mit der Realität zu tun haben. Als Folge fühlen sie sich nicht ernstgenommen, links liegen gelassen, für dumm verkauft und mit Absicht getäuscht. Je persönlicher und intensiver die ChefMitarbeiter-Beziehung in einem kleinen Unternehmen ist, um so katastrophaler wirkt sich so ein Verhalten aus, weil es einen fundamentalen Vertrauensbruch bedeutet. So werden der Mentalität "Die da oben sind eh gegen uns da unten!" Tür und Tor geöffnet und die Chancen verspielt, die bereits vorhandenen Potentiale und Synergien zu nutzen und so gesund und nachhaltig zu wachsen.
Expansion ohne Veränderungen gibt es nicht Doch wenn ein Unternehmen wächst und erfolgreich bleiben will, sind Veränderungen unausweichlich. Auch solche, die auf den ersten Blick gefährlich und unangenehm erscheinen und deshalb zwangsläufig auf Widerstände stoßen! Je realistischer man ist und je aktiver man sich auf die Herausforderungen einlässt, um so effektiver gestaltet man die Zukunft des Unternehmens. Je besser geplant und je stärker die Mitarbeiter vorbereitet und einbezogen werden, desto engagierter und motivierter werden sie sich für das Unternehmen einsetzen und desto erfolgreicher wird das Unternehmen wachsen.
Chancen und Möglichkeiten der Expansion Kleine Unternehmen sind häufig damit beschäftigt, das Tagesgeschäft irgendwie zu bewältigen, ohne über die eigenen Strukturen, mehr Professionalität und Verbesserungsmöglichkeiten nachzudenken. Expansion bietet die Gelegenheit dazu! – 252 –
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Chancen für die Mitarbeiter: Es bieten sich Ihnen Aufstiegsmöglichkeiten, die es vorher nicht gab. Sie bekommen einen Ansprechpartner, mit dem Sie in Dialog treten und regelmäßig Gespräche führen können. Sie haben die Möglichkeit, in Gehaltsgesprächen Feedback über Ihre Leistung und eine entsprechende Gehaltsanpassung zu bekommen (war möglicherweise vorher gar nicht der Fall).
Chancen für den Chef: Sie bekommen Zeit und Energie, sich auf Ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und Ihr Unternehmen professionell nach außen zu repräsentieren. Sie bauen sich ein Team von Mitarbeitern auf, die das Tagesgeschäft eigenverantwortlich managen und Sie über alles Wichtige auf dem laufenden halten. Sie arbeiten eng mit Ihren Führungskräften zusammen, die gemeinsam mit Ihnen die Firmenkultur vorleben und allen Mitarbeitern nahebringen.
Veränderungen in Bezug auf Arbeitsteilung und Spezialisierung "Da kann ich ja gleich in die Fabrik gehen und am Fließband arbeiten!" ist eine häufige Reaktion, wenn Arbeitsprozesse aufgeteilt werden, um die Effizienz zu erhöhen, Wartezeiten abzubauen und einfach besser organisiert zu sein. Dabei hat die Arbeitsteilung eine Reihe positiver Auswirkungen für den einzelnen und das ganze Team, die man aufzeigen und dann in der Praxis erleben lassen muss .
Arbeitsteilung macht vieles einfacher und schneller Ich war viele Jahre Leiterin eines stark expandierenden Bildarchivs. In der Anfangsphase waren wir zu viert, jeder kümmerte sich jederzeit um alle anfallenden Aufgaben und bearbeitete die gerade eingehenden Bildbestellungen. Zuerst waren die Widerstände und Befürchtungen groß, als wir Aushilfskräfte für bestimmte Routinetätigkeiten einstellten und jeder die Bildbestellungen einer bestimmten Kundengruppe bearbeiten sollte. Doch schon nach wenigen Tagen waren die positiven Auswirkungen der neuen Struktur so deutlich, dass wir uns fragten: "Wie konnten wir jemals anders arbeiten?" Als Vorteile stellten sich heraus: Wir hatten weniger Routineaufgaben. Wir konnten uns die Zeit einteilen und alle Aufgaben planen, da jeder nur für einen Teil der Bestellungen verantwortlich war. Wir waren in der Lage, die Arbeitsbelastung genau abzuschätzen und bei Bedarf Hilfe zu organisieren. Wir standen deutlich weniger unter Druck, da nicht jeder permanent mit der Bearbeitung von Bestellungen beschäftigt war. Jeder von uns hatte aufgrund der klaren Struktur das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Unser Selbstwertgefühl stieg an, da jeder offiziell einen eigenen Verantwortungsbereich hatte. Wir arbeiteten sorgfältiger und stellten bessere Bildauswahlen zusammen, weil wir mehr Zeit hatten und uns so besser konzentrieren konnten. Wir hatten mehr Spaß und Freude an der Arbeit, da wir deutlich weniger Hektik hatten und gleichzeitig bessere Resultate erzielten. Daraus ergeben sich weitere Chancen für Sie als Mitarbeiter Sie können sich in einem Bereich bewähren, zum Experten werden, immer mehr dazulernen und dadurch immer professioneller arbeiten. Sie übernehmen Verantwortung für einen eigenen Bereich, in dem Sie sich entfalten und über den Sie selbst bestimmen können. Sie haben die Möglichkeit, im eigenen Verantwortungsbereich Verbesserungen zu suchen und neue Wege zu gehen.
Erfolgsfaktoren für die Expansion Es sind weniger die Veränderungen an sich, die Unsicherheit und Frustration auslösen, als vielmehr die Art und Weise, wie sie kommuniziert und dann umgesetzt werden. Einzelne Mitarbeiter zu Vertrauten und Vorgesetzten zu befördern sowie Hierarchien und Regeln einzuführen löst dann negative Reaktionen aus, wenn es überstürzt passiert und die Spielregeln undurchsichtig sind. Überfordert ist in so einer Situation jeder: der Chef, der sich plötzlich zum Handeln genötigt sieht und mit negativer Resonanz konfrontiert wird; die neuen Führungskräfte, die ihrer Aufgabe und Verantwortung nicht gewachsen sind und die Mitarbeiter, die sich übergangen fühlen. – 253 –
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Angst und Widerstände sind voraussehbar Es leuchtet ein, dass Skepsis, Angst und Widerstand die erste Reaktion vieler Mitarbeiter sein wird. Schließlich scheinen sie alles zu verlieren, was ihnen im kleinen Unternehmen lieb und teuer geworden ist. Gerade deshalb ist es so wichtig deutlich zu machen, was sich verändern wird, warum diese Veränderungen notwendig und wichtig sind und was die Mitarbeiter zu gewinnen haben.
Der falsche Ton und seine Folgen Häufig herrscht ein autoritärer Ton, um so die (längst fällige) Anpassung der Strukturen an die neuen Erfordernisse zu erreichen, was alle Beteiligten überfordert und demotiviert. Kommt dann auch noch die Unternehmensberatung ins Haus und beweist anhand von Diagrammen und Zahlen, wo bisher schlecht und ineffizient gearbeitet worden ist, rutschen Motivation und Loyalität immer weiter ab. Schade, wenn die Chancen des Wachstums aus Angst, Bequemlichkeit oder mangelndem Realitätssinn verspielt werden!
Gesundes Wachstum braucht Planung und Steuerung Expansion birgt Chancen und Gefahren. Erstere zu nutzen und letztere so gut wie möglich zu umgehen ist möglich: Das ergibt sich aber nicht automatisch, dafür muss gearbeitet werden! Um langfristig und nachhaltig erfolgreich zu sein, ist eine vernünftige Planung des Wachstums und der benötigten Ressourcen notwendig. Gesundes Wachstum ist das Gegenteil von panikartigem Reagieren auf Veränderungen, um die Situation einigermaßen in den Griff zu bekommen. Es bedeutet, in längeren Zeiträumen zu denken, zukünftige Entwicklungen vorwegzunehmen und stabile Grundlagen für flexibles und souveränes Handeln in schwierigen und unvorhergesehenen Situationen zu schaffen.
Neue Mitarbeiter einstellen Personelle Engpässe verleiten gerne dazu, so schnell wie möglich neue Mitarbeiter einzustellen, um der Situation Herr zu werden. Manche "Hochzeiten" sind jedoch nur temporär und könnten durch interne Maßnahmen gemeistert werden. Fehlen hier Analyse und Planung, bleibt oft nichts anderes übrig, als Mitarbeiter nach einer gewissen Zeit wieder auszustellen. Das kostet Geld und Zeit. Die Auswirkungen solcher Fehlplanung auf die Mitarbeiter sind enorm: das Vertrauen in die Geschäftsleitung sinkt rapide, Unsicherheiten und Ängste vor der Zukunft nehmen zu und wirken sich negativ auf Arbeitsmoral und Engagement aus, was sich auch nach außen nicht verbergen lässt und dem Firmenimage schadet.
Qualitätsniveau halten Wenn der Mitarbeiterstab unter Zeitdruck aufgestockt wird, um dem Wachstum zu begegnen, geht das häufig mit einem rapiden Absinken der Qualität einher. Gründe dafür sind, dass richtiges und fundiertes Einarbeiten aus Zeitmangel versäumt oder für nicht notwendig erachtet wird. "Hauptsache, es geht jemand ans Telefon. Dass der vieles nicht weiß, ist ja klar bei unserem Wachstum!" Aber Expansion kann sehr schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn das Qualitätsniveau nicht gehalten wird. Fatal ist neben dem Verlust von Kunden und Umsätzen auch die Abwanderung von Mitarbeitern, die hohe Qualitätsansprüche an sich und ihre Arbeit haben; das sind natürlich immer die engagiertesten und wertvollsten. Ein einheitliches und konstantes Qualitätsniveau ist fundamental für den langfristigen Erfolg. Deshalb muss eine ausreichende Einarbeitungsphase für jeden neuen Mitarbeiter eingeplant und durchgeführt werden. Ein fundiertes und konzentriertes Training, gehalten von einem kompetenten Mitarbeiter, kostet erstmal Energie und Zeit. Die Investition lohnt sich! ·
Unternehmenskultur gestalten und vermitteln Unternehmenskultur ist nicht ein unabänderliches Schicksal: sie wird von den Menschen im Unternehmen gemacht und gelebt. Die so gefürchtete Anonymität ist keineswegs eine zwangsläufige und unaufhaltsame Folge von Expansion, sondern kann nur dann entstehen, wenn die Menschen in der jeweiligen Firma das zulassen und nichts dagegen unternehmen. Das gilt auch für die Verteilung von Verantwortlichkeiten oder jede Form hierarchischer Ordnung: ob autoritäres Verhalten, Unterdrückung und ein Klima der Angst herrschen oder partnerschaftlicher und respektvoller Umgang miteinander, das ist kein ominöses Schicksal .
Rolle der Vorgesetzten Die Hauptrolle spielen hier die Vorgesetzten: sie geben den Ton an, legen die Rahmenbedingungen fest und bestimmen somit die Atmosphäre, die im Unternehmen herrscht. Es ist möglich, den Geist eines kleinen Unternehmens weiterleben zu lassen und auf das wachsende Unternehmen zu übertragen, was man bewahrenswert findet. Wenn man es wirklich will und sich dafür engagiert.
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Kurz einige Tipps für Chefs Erkennen Sie Ihre eigenen Ängste und bekommen Sie Tipp sie in den Griff: Wie sollen Ihre Mitarbeiter ihre Ignorieren Sie niemals Animositäten und Unsicherheiten und Ängste überwinden, wenn Sie Unstimmigkeiten zwischen Abteilungen! Wenn die nicht Klarheit und Optimismus ausstrahlen? Falls es einzelnen Abteilungen wunderbare Arbeit leisten, Ihnen nicht gelingt, holen Sie sich externe es aber zwischen den Abteilungen keinen Unterstützung (Beratung, Coach)! reibungslosen Fluss gibt und die Kooperation Nehmen Sie die Ängste vor Veränderungen ernst und gestört ist, werden Energien verschwendet und sprechen Sie sie an! · Verleugnen Sie nicht, dass es leidet das Resultat. Gehen Sie der Sache auf den Veränderungen geben wird, und spielen Sie sie nicht Grund und finden Sie gemeinsam mit Ihren herunter! Mitarbeitern Lösungen. Erklären Sie, warum welche Veränderungen notwendig sind, und zeigen Sie die Chancen auf, die sich für das Unternehmen und die Mitarbeiter bieten! Erarbeiten Sie eine Strategie und einen detaillierten Plan, welche Veränderungen wann und zu welchem Zweck implementiert werden sollen. Kommunizieren Sie Ihre Pläne und setzen Sie sie um! Planen Sie langfristig und unter Berücksichtigung der Details! Lassen Sie sich von denjenigen helfen, die in einzelnen Bereichen mehr wissen als Sie! Bauen Sie eine engere Beziehung zu vertrauten Mitarbeitern auf und leben Sie die Unternehmenskultur gemeinsam vor! Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter und ihre Ideen ernst! Setzen Sie sie um, wenn sie gut sind! Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter dazu, Feedback zu geben, auch Altbewährtes kritisch zu hinterfragen nach neuen Lösungen und Wegen zu suchen! Das geht nicht ohne eine gewisse Fehlertoleranz. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, Neuerungen einfach so und auf der Stelle einzuführen: testen Sie vorher und implementieren Sie nur, was sich in der Testphase bewährt hat!
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Erfolgreich networken von Ulrike Bergmann – Büro für ungewöhnliche Zielerreichung www.erfolgsteams.de Kontakte sind das Salz in der Suppe des Lebens. Sie machen es schmackhafter und bekömmlicher. Unsere Beziehungen zu anderen Menschen geben uns Kraft in schwierigen Zeiten; sie beleben und bereichern uns in jeder Phase unseres Lebens. Dennoch unterschätzen viele Menschen den Einfluss von persönlichen Beziehungen auf den beruflichen Erfolg oder werten sie sogar als "Klüngelei" oder "Vitamin B" ab.
Gute Kontakte machen Karriere Ein kluger Mann hat dazu einmal angemerkt, dass sich über den Einsatz persönlicher Kontakte und Beziehungen für das berufliche Vorankommen nur diejenigen aufregen, die keine haben. Alle anderen nutzen diese Möglichkeit zum gegenseitigen Vorteil, denn sie wissen, dass hinter jedem erfolgreichen Menschen viele andere stehen, die diesen Erfolg erst ermöglicht haben.
Know-how oder know-who? Heute ist jeder, der vorankommen will, darauf angewiesen tragfähige Beziehungen herzustellen. Eine gute fachliche Qualifikation wird als gegeben vorausgesetzt, denn es gibt genügend hochqualifizierte Menschen. Entscheidend wird daher in zunehmendem Maße die Fähigkeit des Einzelnen, Kontakte zu knüpfen und sich ein persönliches Beziehungsnetz aufzubauen. Das Know-who (wen ich kenne) wird zunehmend wichtiger als das Know-how (was ich weiß).
Wenn Wissen allein nicht ausreicht... Durch die zunehmende Verbreitung des Internet sind Informationen überall zugänglich. Der lange gültige Ausspruch "Wissen ist Macht" gilt inzwischen nicht mehr, denn es ändert sich so schnell, dass es sich nicht mehr horten und als Machtfaktor einsetzen lässt. Viel wichtiger ist deshalb, sich ein flexibles Netzwerk zu schaffen, das uns dabei unterstützt, unsere Aufgaben zu erledigen und unsere Ziele zu erreichen.
So werden Sie zum erfolgreichen Networker Damit Sie sich ein solches Netzwerk aufbauen können, hier die wichtigsten Schritte für ein gezieltes "Networking", wie die gute alte Kontaktpflege neudeutsch heißt: Nutzen Sie die Macht des ersten Eindrucks. Setzen Sie Visitenkarten geschickt ein. Seien Sie sich über Ihre eigenen Ziele im Klaren. Pflegen Sie Kontakte dauerhaft. Nutzen Sie bestehende Netzwerke nutzen und/ oder bauen Sie welche auf. Und hier folgen die praktischen Tipps für Sie.
So nutzen Sie die Chance des ersten Eindrucks In den ersten 45 Sekunden eines Kontaktes entscheidet sich in der Regel, ob ein Gespräch fortgesetzt wird oder nicht. Für diesen ersten Eindruck sind Sie Ihr eigenes Aushängeschild, sozusagen Ihre personifizierte Visitenkarte. Erarbeiten Sie sich deshalb eine "zündende" Kurzvorstellung und vermeiden Sie dabei nichtssagende Formulierungen wie "Ich arbeite im Einkauf bei einem großen Automobilhersteller" oder "Ich betreue Kunden bei einer renommierten Bank". Sagen Sie statt dessen konkret, wo Sie beschäftigt sind und was Sie beruflich machen. Bringen Sie den Nutzen, den Sie mit Ihrem Angebot oder Ihrer Arbeit bieten, auf einen kurzen und einprägsamen Nenner, wie es bei folgender Aussage der Fall ist: "Wenn Sie einen günstigen Kredit suchen, bin ich die richtige Beraterin für Sie! Ich betreue meine Kunden bei der XY-Bank persönlich bei der Auswahl der richtigen Finanzierung." Je spannender und persönlicher Ihre "Werbebotschaft in eigener Sache" ist, desto stärker wird sie sich einprägen. Ihr Ziel sollte es sein, Ihr Gegenüber so neugierig zu machen, dass Sie als Reaktion ein "Erzählen Sie mir mehr!" hören. – 256 –
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So nutzen Sie Visitenkarten Gehen Sie nie ohne Visitenkarten aus dem Haus. Sie sind das beste Medium, mit anderen in Kontakt zu kommen - und auch zu bleiben. Selbst wenn Sie in Ihrer Firma keine Visitenkarten haben, lassen Sie sich persönliche Karten drucken. In jedem Schreibwarengeschäft erhalten Sie einfache Karten bereits für wenig Geld. Folgen Sie dabei der Devise "lieber schlicht als schräg". Eine Visitenkarte sagt viel über ihren "Träger" aus. Vor allem Selbständige schaffen und unterstreichen damit in nicht zu unterschätzender Weise ihr Image. Denn diese kleine, vermeintlich unscheinbare Karte ist der erste langfristige Eindruck, den Sie machen. Deshalb sollte er besondere Aufmerksamkeit erhalten - sowohl bei der Gestaltung als auch bei der Überreichung. Zudem sind Visitenkarten außerordentlich vielfältig zu nutzen. Hier zwei Anregungen: 1. Sie erfahren etwas über den Menschen, der Ihnen die Karte überreicht. Nehmen Sie sich daher Zeit, sie genau zu betrachten. Auf der Karte finden Sie meist (weitere) Anknüpfungspunkte für ein persönliches Gespräch. Das reicht vom gemeinsamen Vornamen über eine besondere Schreibweise bis zur optischen Gestaltung. Außerdem fühlt sich Ihr Gegenüber wahrgenommen und geschätzt, wenn Sie die Karte betrachten, anstatt sie ohne einen Blick in die Tasche stecken. 2. Die meisten Visitenkarten haben auch heute noch eine leere Rückseite, die sich nach (!) dem Gespräch nutzen lässt. Hier können Sie sich Stichwörter notieren über besondere Vorlieben, persönliche Interessen oder Hinweise auf das Äußere der Person. Dadurch können Sie sich jederzeit Einzelheiten Ihrer Begegnung wieder in Erinnerung rufen.
Seien Sie sich Ihrer Ziele bewusst Damit Sie sich das passende Netzwerk schaffen, müssen Sie Ihre Ziele kennen. Ohne Ziele ist ein planvolles Vorgehen nicht möglich. Fragen Sie sich: Was möchte ich in den nächsten 12 Monaten erreichen? Wen habe ich bereits in meinem Netzwerk, der mich dabei unterstützten könnte? Wer fehlt mir noch, damit ich dieses Ziel erreiche? Überlegen Sie sich dann, wie Sie an diese Person herankommen. Erarbeiten Sie sich dafür einen konkreten Plan für eine gezielte Kontaktaufnahme. Kontakte entstehen nicht von alleine und für besondere Menschen müssen Sie sich auch etwas Besonderes einfallen lassen. In der Regel dauert es auch einige Zeit, bis Sie wirklich einen "heißen" Draht zu jemandem gefunden haben, damit diese Person Sie auch unterstützt und fördert.
Pflegen Sie Ihre Kontakte Sobald Sie jemanden kennen gelernt haben, sollten Sie schnell handeln, damit Sie in Erinnerung bleiben. Am besten Sie nutzen die 72-Stunden-Regel und handeln innerhalb von drei Tagen. Dann vergessen Sie es nicht und überraschen zudem auch noch den Empfänger mit Ihrem Interesse bzw. Ihrer Aufmerksamkeit. Überlegen Sie sich, was Sie der anderen Person anbieten können. Es gibt viele Möglichkeiten, wenn Sie aufmerksam zugehört haben. Hier drei Beispiele: Sie haben in Ihren Unterlagen einen Artikel über das Thema, das im Zentrum Ihres Gesprächs stand. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Empfänger diesen bereits kennt oder nicht. Das Gespräch hat weitere Gedanken in Ihnen ausgelöst, die Sie jetzt kurz zu Papier bringen. Sie kennen ein Buch, das sich mit einem Hobby oder einem Interessensgebiet Ihres Gegenübers beschäftigt. Schicken Sie den Titel mit einigen ergänzenden, persönlichen Hinweisen. Planen Sie auch regelmäßig Zeit für die Kontaktpflege ein. Nur wer sich dafür Zeit nimmt, mit anderen in Verbindung zu bleiben, kann im entscheidenden Moment auch auf schnelle Unterstützung vertrauen.
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So nutzen Sie Netzwerke Ein Netzwerk ist ein lebendiger Mechanismus, der vom gegenseitigen Geben und Nehmen lebt. Dabei sollte das Tipp Geben immer am Anfang stehen. Das wird häufig Falls Sie in bestehenden Organisationen nicht die übersehen. Statt dessen wird erwartet, dass sich der erste Art von Kontakten finden, die Sie sich wünschen, Kontakt ohne weiteres Zutun schnell auszahlt. Das ist jedoch selten der Fall. Meist dauert es einige Zeit, bis eine können Sie - wenn Sie kontaktfreudig sind - auch ein eigenes Netzwerk gründen. Beziehung entsteht, die tragfähig genug ist. Betrachten Sie nur einmal, wie lange Sie brauchen, bis Sie mit Für die weniger Kontaktfreudigen bietet sich die jemandem freundschaftliche Bande geknüpft haben. Teilnahme an einem Erfolgsteam an. Hier finden Warum sollte das im Geschäftsleben plötzlich anders Sie nicht nur Unterstützung beim Verfolgen sein? persönlicher Ziele, sondern schaffen sich auch noch ein sehr persönliches Netzwerk. Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen geht am leichtesten über die Mitgliedschaft in Netzwerken und Organisationen. Hier werden regelmäßig Veranstaltungen angeboten, auf denen Sie nicht nur Vorträge über interessante Themen hören, sondern auch Gleichgesinnte treffen. Dadurch wird die Kontaktaufnahme einfacher. Nach dem Vortrag können Sie sich über das Gehörte unterhalten und damit leichter Kontakte knüpfen - und anschließend auch bei regelmäßiger Teilnahme pflegen. Probieren Sie mehrere Organisationen aus bis Sie diejenige gefunden haben, die Ihnen entspricht und in der Sie sich auch wohl fühlen. Engagieren Sie sich von Anfang an. Dadurch lernen die anderen Mitglieder Sie schneller kennen und gemeinsame Arbeit ist immer noch die beste Form der Kontaktpflege.
Literatur zum Thema: Jeanne Martinet: Die hohe Kunst, Kontakte zu knüpfen Gudrun Fey: Kontakte knüpfen und beruflich nutzen Harvey Mackay: Networking Kirsten Wolf: Karriere durch Networking Thema Erfolgsteam: Ulrike Bergmann: Erfolgsteams
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Das Karriere-ABC Von Tania Konnerth Für viele Menschen ist beruflicher Erfolg sehr erstrebenswert und eine steile Karriere ist ein großes Ziel. Wir haben hier ein paar Karrieretipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen aber auch dann weiterhelfen, wenn Sie nicht ganz nach oben wollen.
An sich arbeiten Wenn Sie hoch hinaus wollen, bedeutet das viel Arbeit. Und zwar nicht nur am Arbeitsplatz, sondern vor allem auch an sich selbst. Sie sollten immer wieder überlegen, wie und wodurch Sie noch besser werden können - sei es in Ihrem Arbeitsgebiet, in Sozialkompetenz, Kommunikation oder in Ihrer Fähigkeit, gut mit sich selbst klarzukommen. Selbst wenn Sie es "geschafft" haben, sollten Sie nicht aufhören, an sich zu arbeiten, denn es gibt nichts, das nicht noch besser werden kann.
Ausstrahlung Ihre Ausstrahlung auf andere kann Ihre Karriere positiv oder negativ beeinflussen. Es ist sehr wichtig, dass Sie herausfinden, wie Sie nach außen wirken. Gut eignen sich dafür Videoaufzeichnungen von sich selbst in den unterschiedlichsten Situationen und ein konstruktives Feedback von Menschen, die es gut und ehrlich mit Ihnen meinen. Versuchen Sie aber nicht, Ihre Ausstrahlung von außen, z.B. durch antrainierte Verhaltensweisen, Gesten oder Mimik zu ändern. Es klappt dauerhaft einfach nicht, anderen etwas vorzumachen. Wenn Sie Ihre Ausstrahlung verändern wollen, dann muss das von innen kommen. Wenn Sie eine positivere Ausstrahlung haben wollen, dann werden Sie also positiver. Es nutzt nichts, anderen nur den positiven Menschen vorzuspielen.
Beruf Sehr wahrscheinlich haben Sie einen bestimmten Beruf erlernt oder ein bestimmtes Studium abgeschlossen. Immer öfter aber kommt es dazu, dass Menschen nicht in ihrem ursprünglich erlernten Beruf arbeiten, sondern in ähnlichen Feldern, angrenzenden Gebieten oder sogar in vollkommen anderen Bereichen arbeiten. Die fest umrissenen Berufsbilder lösen sich mehr und mehr auf und in vielen Fällen ist einiges an Flexibilität von uns gefordert, wenn wir weiterkommen wollen. Verbeißen Sie sich deshalb nicht in ein bestimmtes Tätigkeitsfeld, für dass Sie ursprünglich einmal ausgebildet wurden. Schauen Sie lieber, wo es überall möglich ist, mit Ihren Fähigkeiten und Kenntnissen zu arbeiten und wo Sie sich das gut vorstellen könnten. So bringen Sie die nötige Lust mit, auch richtig gut in Ihrer Arbeit zu sein - unabhängig davon, was Ihr eigentlicher Beruf ist.
Bücher Wenn Sie wirklich weiterkommen wollen, kommen Sie nicht umhin, sich weiterzubilden, weiterzulernen und sich zu entwickeln. Viele Motivationstrainer raten dazu, pro Woche mindestens ein gutes Buch zu lesen. Wer sich ständig mit neuen Ideen beschäftigt, der bleibt auf der Höhe der Zeit, kennt die augenblicklichen Trends und weiß wo es langgeht. Machen auch Sie es sich zur Angewohnheit, pro Woche mindestens ein Buch zu lesen und Sie werden schnell merken, dass sich das nicht nur positiv auf Ihre Karriere auswirkt.
Chef Sie kommen, solange Sie noch nicht selbst an der Spitze sind, nicht um Ihren Chef oder Ihre Chefin herum. Es nutzt wirklich überhaupt nichts, insgeheim auf ihn oder sie zu schimpfen. Nehmen Sie Ihre Vorgesetzten, wie Sie sind. Lernen Sie ihre Erwartungen kennen, finden Sie heraus, was sie erfreut und was sie verärgert. Sehen Sie Ihre Vorgesetzen immer als Trainingsfeld, sich in sozialer Kompetenz zu üben. Aber: Sie müssen sich auch nicht alles gefallen lassen. Wenn etwas in Ihrem Verständnis wirklich zu weit geht, steht es Ihnen zu, das ruhig und sachlich zu sagen. Manchmal ist es einfach notwendig, in angemessener Weise Grenzen zu setzen. In besonders schwierigen Fällen kann es aber auch sinnvoll sein, sich nach einer neuen Anstellung umzusehen. Vorher sollten Sie aber Ihre Möglichkeiten ausschöpfen.
Coaching Ein guter Coach kann Sie dabei unterstützen, Ihre Stärken systematisch aus- und Ihre Schwächen abzubauen. Das kostet natürlich Geld, aber wenn Sie große Karrierepläne haben, dann sollte es Ihnen das wert sein. Allein kommt man eben nicht immer weiter. Viele Manager der größten und erfolgreichsten Unternehmen leisten sich
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einen Coach und profitieren davon enorm. Und es war noch nie eine schlechte Idee, es denen nachzutun, die es bereits geschafft haben.
Controlling Das Controlling in einem Unternehmen stellt sicher, dass die Managemententscheidungen auch tatsächlich zu den gewünschten Ergebnissen führen. Tun sie es nicht, sind Kurskorrekturen nötig. Dieses Prinzip sollten Sie auch für Ihren beruflichen Erfolgsweg nutzen. Konkrete Ziele setzen Sie sich sicherlich bereits. Aber überprüfen Sie auch immer wieder, ob Ihre gewählten Schritte und Maßnahmen Sie wirklich dahin bringen, wo Sie hinwollen. Fragen Sie sich, ob andere Schritte sinnvoller und andere Maßnahmen effektiver sein könnten und ändern Sie dann ggf. Ihre Strategie.
Disziplin Selbstdisziplin ist eine nützliche Eigenschaft, wenn es darum geht, erfolgreich zu sein. Selbstdisziplin ermöglicht es Ihnen durchzuhalten, auch wenn mal alles überhaupt keinen Spaß macht. Disziplinierte Menschen haben eine große Fähigkeit, die Sie von weniger disziplinierten Menschen unterscheidet: Sie können sich selbst motivieren. Lernen Sie also, sich selbst effektiv zu motivieren und dann folgt die Selbstdisziplin von ganz allein.
Emotionale Intelligenz Emotionale Intelligenz umfasst eine ganze Reihe von Eigenschaften und Fähigkeiten, die Ihnen den Umgang mit sich und anderen erheblich erleichtern. Damit legen Sie ein gutes Fundament für alle Ihre Karrierebestrebungen. Befassen Sie sich also einmal damit und bauen Sie Ihre emotionale Intelligenz systematisch aus.
Erfolg Feiern Sie Ihre Erfolge! Viel zu oft gehen wir über unsere persönlichen Erfolge einfach hinweg, als wären sie nichts wert. Damit aber geben Sie sich selbst ein falsches Signal. Seien Sie stolz auf sich, wenn Sie etwas erreicht haben und gönnen Sie es sich, das bewusst zu feiern - allein, besser aber noch mit anderen. Lassen Sie andere an Ihren Erfolgen teilhaben und teilen Sie Ihre Freude mit ihnen. Damit geben Sie sich selbst und vor allem Ihrem Unterbewusstsein positive Signale, die mehr Erfolge nach sich ziehen.
Erfolgsteams Das Konzept der Erfolgsteams ist sehr vielversprechend. Berufliche - aber auch private - Ziele lassen sich damit effektiver und leichter erreichen. Gründen Sie doch einfach Ihr eigenes Erfolgsteam. Wie das geht und was Sie beachten müssen, können Sie in unserem Artikel oder in dem Buch von Ulrike Bergmann nachlesen.
Fehler Welche Einstellung haben Sie zu Fehlern? Sind Fehler für Sie etwas, das es unbedingt zu vermeiden gilt? Wollen Sie immer perfekt sein? Dann stehen Sie sich selbst im Weg. Wer Erfolg haben will, sollte Fehler als Möglichkeiten sehen, etwas dazuzulernen. Fehler zeigen Ihnen den Weg. Es gilt natürlich, den gleichen Fehler möglichst nicht mehrmals zu machen. Machen Sie sich nicht fertig, wenn Sie etwas falsch gemacht haben, sondern sagen Sie sich: Ist ja interessant, das war also in dieser Situation nicht so gut. Was lerne ich daraus? Was kann ich tun, um so etwas in Zukunft zu vermeiden?
Finanzen Finanzsorgen sind keine gute Basis für eine steile Karriere. Dann sind Sie zu sehr dazu gezwungen eine Stelle abhängig von der Bezahlung anzunehmen. Außerdem belasten finanzielle Sorgen sehr stark, was Ihre Energie von Ihrem Karrierevorhaben abzieht. Bringen Sie also zunächst einmal Ihre Finanzen in Ordnung. Notfalls müssen Sie Ihren jetzigen Lebensstandard senken, um den Kopf frei zu bekommen. Eine ganz schlechte Strategie ist es übrigens, sich in Hoffnung auf einen gut bezahlten Job zu verschulden.
Freizeit Beruf und Karriere sind Ihnen wichtig, sonst würden Sie diesen Artikel nicht lesen. Aber Sie dürfen trotz aller Karriereziele nicht vergessen, dass Sie auch Ausgleich und Entspannung brauchen. Schaffen Sie sich Freiraum und nutzen Sie Ihre Freizeit so, dass Sie optimal auftanken können. Vermeiden Sie es, Ihre Freizeit für Ihre Karriere zu opfern. Sicher wird es Phasen geben, in denen Sie wenig Freizeit haben, aber achten Sie darauf, dass sich das auch wieder ändert. Vergessen Sie vor lauter Karriere nicht zu leben! Auf dem Sterbebett hat sich
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sicherlich noch niemand gewünscht, er hätte mehr Zeit im Büro verbracht. Wie bei allem gilt es, eine gesunde Balance zwischen Freizeit und Beruf herzustellen.
Gesundheit Achten Sie auf Ihre Gesundheit. Keine Karriere der Welt ist es wert, dafür Ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Sie haben nur diesen einen Körper und sollten gut acht auf ihn geben. Wenn Sie ernsthaft krank werden, können Sie alle Karrierepläne sowieso erst einmal vergessen - also warum nicht lieber gleich gut für sich sorgen? Für Ihre Gesundheit sollten Sie auf folgende Dinge achten: gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und Ruhephasen, ausgleichende Bewegung und das richtige Maß Sport, am besten Ausdauersport und ein effektives Stressmanagement.
Glaubenssätze Unser Verhalten wird in großem Maße von dem gesteuert, was wir glauben und was wir für wahr und richtig halten. In der Psychologie nennt man diese persönlichen Überzeugungen Glaubenssätze. Erstaunlich ist, dass es bei unseren Glaubenssätzen keine Rolle spielt, ob sie wirklich der Realität entsprechen oder nicht. Oft sind wir von etwas überzeugt, worüber wir einige Jahre später nur still schmunzeln können. Trotzdem bestimmen unsere Glaubenssätze unser Verhalten. Nun gibt es bestimmte Glaubenssätze, die einem auf dem Karriereweg unterstützen können, während andere einen eher behindern. Das gemeine an Glaubenssätzen ist, dass sie uns oft gar nicht bewusst sind und aus dem Stillen agieren. Deswegen ist es sehr nützlich, sich die eigenen Glaubenssätze in Bezug auf die eigene Karriere bewusst zu machen, um die Überzeugungen zu finden, die uns vielleicht unbewusst daran hindern könnten, Karriere zu machen.
Übung: Stellen Sie sich doch einmal folgende Fragen und geben Sie sich ohne viel nachzudenken so schnell wie möglich verschiedene Antworten zu den Fragen. Sie werden vielleicht erstaunt sein, was da zum Vorschein kommt. Karriere machen heißt... Wer Karriere macht, ist... Beruflicher Erfolg bedeutet... Wer oben steht, ist... Man kommt nach oben, indem man... Nach oben kommt man nur durch ... usw.
Hausaufgaben Machen Sie Ihre Hausaufgaben. Das mag für Sie nach Schule und wenig nach Karriere klingen, ist aber ein hilfreicher Tipp für alle, die erfolgreich sein wollen. Konkret heißt das, dass Sie sich immer exzellent vorbereiten sollten. Bevor Sie in eine Sitzung gehen, bereiten Sie sich gut vor. Bevor Sie eine Präsentation halten, bereiten Sie sich gut vor. Bevor Sie in ein Kundengespräch gehen, bereiten Sie sich gut vor. Denn wer gut vorbereitet ist, der erhöht seine Erfolgschancen bei einer Aufgabe enorm. Die Vorbereitung ist nun einmal die sprichwörtliche "halbe Miete". Und das gilt für sämtliche Aufgaben, die Sie zu bewältigen haben.
Ideen Ideen sind unendlich viel wert. Wenn Sie gute Ideen entwickeln können und diese auch gut "verkaufen" können, wird das Ihrer Karriere sehr gut tun. Wer Ideen hat und diese auch zu vertreten weiß, demonstriert Engagement und bringt sich damit weiter. In unserer schnelllebigen Zeit ist nur das Unternehmen erfolgreich, das mit neuen Ideen in den Markt geht und das nach innen und nach außen innovativ handelt. Und es ist natürlich nicht das Unternehmen selbst, das innovativ und kreativ ist, sondern es sind seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Also bringen Sie Ihr Unternehmen durch neue Ideen weiter - dann wird Ihr Unternehmen auch Sie weiterbringen.
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Jahresplanung Wenn Sie im Unternehmen ein Projekt in Angriff nehmen, erstellen Sie zuerst einen Projektplan. Genau das gleiche sollten Sie auch für Ihr persönliches Projekt "Meine Karriere" tun: Erstellen Sie also für Ihr Karrierevorhaben eine konkrete Jahresplanung. Legen Sie fest, bis wann Sie was geschafft haben wollen. Notieren Sie auch Kontrolltermine, an denen Sie überprüfen, was Ihre Maßnahmen gebracht haben und ob Sie noch in die Richtung laufen, die Sie zu Ihrem Ziel bringen wird.
Kommunikationsfähigkeiten Kommunikationsfähigkeiten sind für die meisten Karrierebestrebungen unerlässlich. Machen Sie hier mal einen kleinen Test, wie find Sie im Bereich Kommunikation sind: Können Sie sich klar und verständlich ausdrücken? Können Sie eine Sache kurz und einfach erläutern? Können Sie Ihren Standpunkt argumentativ gut darlegen? Kommen Sie mit verbalen Angriffen klar? Können Sie in Konflikten gut vermitteln und schlichten? Können Sie gut verhandeln? Wissen Sie etwas über die Grundsätze der menschlichen Kommunikation und was Sie damit in der Praxis anfangen können? Sind Sie in der Lage mit einer kurzen Vorbereitungszeit einen 10minütigen Vortrag über eines Ihrer Spezialthemen zu halten? Falls Sie hier oft mit einem "nein" oder auch nur zögerlich geantwortet haben, sollten Sie sich einmal intensiv mit dem Thema Kommunikation beschäftigen. Lesen Sie entsprechende Bücher darüber und besuchen Sie spezielle Kommunikationstrainings.
Kontakte Nutzen Sie Ihre Kontakte. Oft kann man durch das Kennen von einigen wenigen wichtigen Leuten viel mehr erreichen, als durch alles Engagement der Welt. Ob man das nun gut findet oder nicht - es ist immer noch so, dass Beziehungen ein ganz wichtiges Hilfsmittel sind, um karrieremäßig nach oben zu kommen. Deswegen solle das Networking bei der Arbeit an Ihrer Karriere einen wichtigen Stellenwert haben. Halten Sie Kontakte. Melden Sie sich bei allen Ihren Bekannten und ehemaligen Kollegen wenigstens jedes halbe Jahr und lassen Sie den Kontakt nicht abreißen. Es wirkt unschön, wenn Sie sich immer nur melden, wenn Sie etwas wollen. Deswegen melden Sie sich, auch um nur sich auf dem neusten Stand zu halten oder noch besser, wenn Sie Ihrem ehemaligen Kollegen oder Bekannten selbst weiterhelfen können. Denn alles, was Sie in die Welt hinausgeben, wird irgendwann wieder zu Ihnen zurückkommen.
Kreativität Was Kreativität mit Karriere zu tun hat? Eine ganze Menge. Zum einen ermöglicht Ihnen Ihre Kreativität immer wieder neue Ideen und Ansätze zu finden, wie Sie zu Ihren Zielen kommen. Und andererseits sind kreative Menschen in sehr vielen Arbeitsbereichen gefragt. Kreativität meint hier nicht, dass Sie Künstler werden müssen, malen oder Gedichte schreiben sollen. Es geht viel mehr darum, kreative Problemlösungsideen entwickeln zu können, flexibel im Denken zu sein und immer wieder neue Ansätze zu finden, wenn andere schon längst aufgeben.
Leistung Karriere hat viel mit Leistung zu tun. Wer ganz nach oben will, muss in der Regel eine Menge dafür tun. Wenn Sie nicht bereit sind Arbeitseinsatz und Engagement über das normale Maß hinaus zu zeigen, werden Sie es in einem Unternehmen wahrscheinlich nicht allzu weit bringen. Was gute Leistungen sind, hängt natürlich stark von Ihrem Fachgebiet ab. Sie sollten in jedem Fall in einem bestimmten Bereich mehr und bessere Leistungen als andere bringen. So machen Sie sich unentbehrlich und werden immer wertvoller für Ihre Vorgesetzten oder Ihr Unternehmen.
Marketing Ein Unternehmen muss Marketing betreiben, um die eigenen Leistungen und Produkte am Markt zu positionieren. Genau das gleiche gilt auch für das Produkt "Meine Arbeitskraft". Auch sie müssen für Ihre Arbeitskraft Marketing betreiben. Ihr Markt ist dabei Ihre Branche oder Ihr Unternehmen. Betreiben Sie also Marketing in eigener Sache. Wenn Sie gut sind, aber niemand davon erfährt, müssen Sie sich nicht wundern,
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dass Sie nicht vorankommen. Seien Sie einfallsreich, wenn es darum geht, dass die richtigen Leute von Ihren Fähigkeiten erfahren, spielen Sie sich dabei aber nicht zu sehr auf. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.
Neugier Neugierde ist eine Erfolgseigenschaft. Allerdings trifft das nur dann zu, wenn Sie sich weniger um die Liebschaften Ihres Chefs oder die Schulden Ihrer Kollegin kümmern, sondern wenn Sie sich für Ihr Fachgebiet, angrenzende Bereiche und auch vollkommen fremde Fachgebiete interessieren. Seien Sie neugierig auf Wissen. Sammeln Sie Informationen, Daten, Fakten. Je mehr Sie wissen, bei desto mehr Gesprächen können Sie mitreden und desto effektiver können Sie handeln. Wenn Sie von sehr vielen verschiedenen Dingen etwas wissen, macht das nicht nur Eindruck, sondern Sie werden auch feststellen, dass vielfältiges Wissen Sie selbst weiterbringt. Je mehr wir wissen, desto flexibler sind wir im Denken, desto offener sind wir für Neues und desto erfinderischer sind wir in schwierigen Situationen. All das sind nützliche Karriereeigenschaften. Bilden Sie sich also ständig fort.
Oben und unten Sehr viele Menschen haben hierarchische Strukturen im Kopf: "Die da unten und wir hier oben". Immer öfter wird inzwischen erkannt, wie demotivierend und oft auch kontra-produktiv solche Ansichten sind. Arbeiten Sie daran, dass Sie keine Wertungen mit einer Position verbinden. Es gibt sehr viele Menschen, die auf einer unteren Hierarchie-Ebene arbeiten und dort hervorragende Leistungen erbringen. Genauso gibt es weiter oben welche, die das nicht tun. Die Hierarchie-Ebene, auf der sich jemand befindet, sagt nichts über den Charakter oder den Wert eines Menschen aus. Das sollten Sie nie vergessen, vor allem dann nicht, wenn Sie auf der Karriereleiter aufsteigen. Behandeln Sie alle Menschen gleich fair und offen und seien Sie sich niemals zu schade, mit den Mitarbeitern unter Ihnen offen und freundlich umzugehen.
Outfit "Kleider machen Leute" - an diesen Satz ist wohl immer noch etwas Wahres dran. Ob uns das gefällt oder nicht, viele Menschen beurteilen uns nach unserem Outfit und der Wahl unserer Kleider. Deshalb sollten Sie ein bisschen Sorgfalt auf Ihre Kleidung verwenden. Sie brauchen sich aber deshalb keineswegs einem uniformartigen Einheitslook zu unterwerfen. Befolgen Sie einfach folgende Tipps : Machen Sie einen sauberen und gepflegten Eindruck. Achten Sie unbedingt auf fleckenfreie und löcherlose Kleidungsstücke. Wählen Sie dezente Kleidungsstücke, die gut sitzen und die vielfältig kombinierbar sind. Ziehen Sie das an, worin Sie sich wirklich wohl fühlen, denn nur so können Sie selbstsicher auftreten. Wenn Sie sich sehr unsicher sind, können Sie sich ja auch einmal von einem professionellen Stilberater helfen lassen.
Projektmanagement Viele Menschen begehen den Fehler und denken, dass sich Karriere "einfach so" machen lässt . Tatsächlich aber ist einiges an Planung vonnöten um dem Schicksal etwas nachzuhelfen. Eine Karriere ist nichts anderes als ein Projekt in einem Unternehmen. Behandeln Sie Ihr Karriereziel deshalb wie ein Projekt und betreiben Sie ein effektives Projektmanagement um den Erfolg Ihres Vorhabens sicherzustellen: 1. Formulieren Sie konkrete (Karriere-) Ziele. 2. Erarbeiten Sie Maßnahmenpläne. 3. Arbeiten Sie diese Arbeitspläne ab. 4. Kontrollieren Sie, ob Sie diese Schritte auf Ihrem Weg zu Ihrem Karriereziel weitergebracht haben.
Qualität Achten Sie, bei allem was Sie beruflich tun, unbedingt auf Qualität. Sie sollten in Ihrer Arbeit immer ein bisschen besser als andere sein. Geben Sie sich nicht mit dem Durchschnitt zufrieden, wenn Sie ganz nach oben wollen. Es heißt: "Qualität setzt sich durch." Und das stimmt tatsächlich. Deshalb sollten Sie ein ganz persönliches Qualitätsmanagement entwickeln, durch das Sie sicherstellen können, immer die gleiche - oder besser noch: stetig steigende - Qualität zu erhalten. Vielleicht finden Sie einen Mentor, einen Freund oder Kollegen, der bei Ihnen die Qualitätssicherung übernimmt - und Sie im dafür im Gegenzug bei ihm oder ihr?
Reflexion Viele Menschen, die Karriere machen wollen, stehen unter Zeitdruck und sparen an der Zeit für eine gründliche Reflexion. Sie sollten sich aber unbedingt regelmäßig die Zeit nehmen, einmal innezuhalten und darüber – 263 –
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nachzudenken, wie sinnvoll eigentlich das alles ist, was Sie zur Zeit tun. Wenn wir mitten im Geschehen sind, neigen wir dazu, einfach nur zu tun, ohne nachzudenken, ob uns das überhaupt dahin bringt, wo wir hinwollen. So kann es sein, dass Sie Dutzende von Überstunden machen, um zu zeigen, wie engagiert Sie sind, aber es erkennt in dieser Firma keiner an. Oder Sie bilden sich als hervorragender Verkäufer weiter, aber in Ihrer Firma braucht man viel mehr einen Projektmanager. Es ist tatsächlich so, dass man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Das können Sie verhindern, indem Sie sich immer wieder in einer ruhigen Stunde fragen: Wo stehe ich? Wo will ich hin? Wie weit bin ich schon gekommen? Welches waren sinnvolle Schritte, welche Schritte haben mich nicht weitergebracht? Was mache ich als nächstes und warum?
Richtiger Riecher Der "richtige Riecher" ist nichts anderes als Ihre Intuition. Sie sollten immer auch auf Ihr Bauchgefühl hören sehr oft weiß es viel besser, was zu tun ist, als Ihr Verstand. Wenn Sie z.B. ein interessantes Jobangebot bekommen, sollten Sie auch vom Bauch her ein gutes Gefühl haben und sich nicht allein nur von den attraktiven Konditionen beeindrucken lassen. Hören Sie auf sich.
Selbstmanagement Für alle, die erfolgreich sein wollen, ist ein effektives Selbstmanagement unerlässlich. Dazu gehören u.a.: persönliches Zielmanagement, systematisches Zeitmanagement, sinnvolle Arbeitsorganisation, Methoden einer effektiven Informationsverarbeitung, Management der eigenen Emotionen, gut für sich selbst zu sorgen, Antistress-Management u.ä. Wenn Sie hierin Schwächen haben, lassen Sie sich durch einen professionellen Coach unterstützen, besuchen Sie Workshops und lesen Sie gute Ratgeber dazu.
Spezialwissen Werden Sie ein Spezialist. Wir alle kennen doch diese ausgesprochenen Spezialisten in unseren Unternehmen: Wenn es um das Thema XY geht, dann fragen wir diesen Experten und niemand anderen. Ein umfangreiches Spezialwissen zu einem im Unternehmen auch wirklich gefragten Thema ist ein guter Weg, sich unersetzlich zu machen und die eigene Person auch über die Abteilungsgrenzen bekannt zu machen. Eignen Sie sich also Expertenwissen für Ihre Branche an. Indem Sie etwas ganz besonderes wissen oder können, machen Sie sich unentbehrlich für Ihr Unternehmen und attraktiv für potentielle andere Arbeitgeber.
Stress Lernen Sie, gut mit Stress umzugehen und ihn vor allem soweit wie möglich zu vermeiden. Stress schadet nicht nur Ihrer Gesundheit, sondern mindert auch auf Dauer Ihre Leistungsfähigkeit. Wer gestresst ist, ist häufig auch unaufmerksam und leistet minderwertige Arbeit. Das ist keine gute Voraussetzung für eine steile Karriere. Aber: Es wird sicher auch mal stressig werden. Deshalb sollten Sie schon heute damit beginnen, sich ein AntistressProgramm zu erarbeiten, welches Sie bei Bedarf anwenden können.
Teamfähigkeit Noch vor einiger Zeit galt "Teamfähigkeit" für jede Karriere als unerlässlich. Inzwischen wird das auch schon wieder differenzierter gesehen, weil auch Einzelkämpfer durchaus Qualitäten haben. Wir möchten Ihnen empfehlen, über beides zu verfügen - über die Fähigkeit gut und effektiv mit anderen in einem Team arbeiten zu können, gleichzeitig aber auch in der Lage zu sein, allein klarzukommen, wenn es nötig ist. Teamarbeit spielt eine große Rolle in vielen Unternehmen, aber manchmal müssen Sie auch allein weitermachen, ohne ein Team.
Unternehmergeist In den letzten Jahren wird viel darüber geredet, dass die Mitarbeiter einer Firma als kleine Unternehmer innerhalb des Unternehmens agieren sollen. Dieser Gedanke hat einiges für sich, denn ein bisschen – 264 –
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Unternehmergeist kann Ihnen auch dann nicht schaden, wenn Sie innerhalb eines Unternehmens als Angestellter Karrierepläne habe. Mit Unternehmergeist meinen wir das eigenverantwortliche Denken und Tun in Hinsicht auf Ihre beruflichen Ziele, aber auch auf die Ziele Ihres Unternehmens. Seien Sie bereit, Verantwortung zu übernehmen - dann wird man Sie Ihnen auch übertragen.
Unterstützung Suchen Sie Unterstützung, wenn Sie nicht allein weiterkommen. Der Anspruch, alles allein schaffen zu wollen und bloß nie um Hilfe zu bitten, ist eine Eigenschaft, die uns das Leben schwerer macht, als nötig. Machen Sie es sich einfach nicht so schwer! Fragen Sie Freunde, Verwandte und Bekannte um Rat. Lernen Sie neue Menschen kennen, die Ihnen weiterhelfen können. Nehmen Sie vielleicht auch professionelle Unterstützung in Form einer Karriereberatung oder eines Coachings in Anspruch. Sie sind nur so allein, wie Sie sich selbst dazu machen.
Verbindlichkeit Verbindlichkeit bedeutet, dass wir zu dem stehen, was wir gesagt haben. Wir alle schätzen Menschen, auf deren Wort wir uns verlassen können. In einem Unternehmen ist Verbindlichkeit Gold wert, denn oft hängt unsere Arbeit von der Arbeit von Kollegen ab und wenn diese verbindlich handeln, wissen wir, dass wir uns auf sie verlassen können. Seien Sie also unbedingt selbst verbindlich und stehen Sie zu dem, was Sie versprochen haben. Ihre Kollegen werden Ihre Zuverlässigkeit zu schätzen wissen und es wird Ihrer Karriere nutzen.
Wahlfreiheit Viele Menschen in Unternehmen sehen das Verhältnis zwischen der Firma und den Mitarbeitern vollkommen einseitig. Die Firma - also die Vorgesetzten haben die Macht und die Mitarbeiter sind ohnmächtig, ohne Wahlfreiheit. Das fängt für viele schon dann an, wenn sie in ein Vorstellungsgespräch gehen. Viele denken: "Hoffentlich mache ich einen guten Eindruck." Aber nur wenige Arbeitnehmer machen sich bewusst , dass es genauso darum geht zu schauen, ob das Unternehmen zu einem selbst passt. Wir haben selbst auch Wahlfreiheit und können ein Unternehmen ablehnen, wenn uns etwas nicht gefällt. Behalten Sie auch während einer Anstellung diese Wahlfreiheit ständig im Bewusstsein . Sie haben die Wahl zu kündigen und sich ein neues, besseres Unternehmen zu suchen, in dem Sie Ihre Karriere schneller vorantreiben können. Erkennen Sie Ihre Wahl- und Handlungsmöglichkeiten und lassen Sie sich in Zukunft von den folgenden Gedanken leiten: Was will ich? Kann ich das hier erreichen? Was kann ich tun, um mein Unternehmen zu unterstützen und was kann ich tun, mich selbst zu unterstützen? Bringt mich diese Position oder dieses Unternehmen noch weiter oder ist es besser mich zu beruflich zu verändern?
X-mal Niemals aufzugeben ist eine echte Erfolgseigenschaft. Eine andere Bezeichnung dafür ist "Frustrationstoleranz". Wenn Sie hoch hinaus wollen, müssen Sie in der Lage sein, Rückschläge und Niederlagen nicht nur wegzustecken, sondern vor allem auch daraus lernen und schnellstmöglichst neue Energien zu mobilisieren, damit Ihre Arbeit nicht darunter leidet. Wenn Sie z.B. die Stelle, von der Sie träumen nicht bekommen, oder Ihnen die Gehaltserhöhung immer wieder versagt wird, gilt es nicht aufzugeben, sondern es immer wieder erneut zu versuchen. Manchmal hilft die echte "Terrier-Mentalität" und manchmal müssen Sie sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen.
Yuppie Die Bezeichnung "Yuppie" klingt für viele Menschen eher negativ. Tatsächlich aber verbirgt sich dahinter die Ballung von einigen fundamentalen Karrierebausteinen. Im Wörterbuch kann man lesen: Ein Yuppie ist ein junger, karrierebewusster, großen Wert auf seine äußere Erscheinung legender Stadtmensch, ein Aufsteiger. Für unser Karriere-ABC haben wir uns das Wort in seinem Ursprung angeschaut - es wurde abgeleitet von der Abkürzung YUP für "Young Urban Professionals". Und das können Sie positiv für sich leben: Bleiben Sie jung - im Herzen, Geist und Körper. Nutzen Sie alle Chancen, die Ihnen das moderne Stadtleben bietet - Informationen, Menschen, Erlebnisse, Unternehmen und Weiterbildung und seien Sie weltoffen. Seien Sie professionell.
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Ziele Auch bei der Karriere geht es, wie bei so vielen darum, sich seiner eigenen Ziele bewusst zu sein. Nur wenn Sie wissen, was Sie wirklich wollen und was genau Karriere für Sie ganz persönlich heißt, können Sie das auch erreichen. Nehmen Sie sich deshalb die Zeit, sich einmal systematisch darüber klarv zu werden, was Ihre konkreten Karriereziele sind und welche Schritte nötig sind, Sie zu erreichen.
Literatur zum Thema: Tony Atherton: 30 Minuten für die strategische Karriereplanung Brian Tracy: Thinking Big Alexander Christiani: Weck den Sieger in Dir
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Coaching - Unterstützung durch Profis Von Heike Kretz – © bei Heike Kretz, Beratungswerk Heike Kretz www.beratungswerk.de Sicher haben Sie auch schon öfter etwas von der Methode des Coachings gehört. Das Coaching etabliert sich immer mehr, denn viele Menschen stellen fest, wie sinnvoll es sein kann, sich professionelle Unterstützung zu suchen, um gezielt an Themen oder Zielen zu arbeiten. Ursprünglich wurde das Coaching vor allem für Führungskräfte in Unternehmen eingesetzt, u.a. um bei ihnen Höchstleistungen und Effektivität zu sichern. Inzwischen nutzen aber auch immer mehr Privatpersonen die Unterstützung eines professionellen Coaches, um ihre Ziele zu erreichen und erfolgreicher zu werden.
Viele Fragen und auch Unsicherheit Vielleicht haben Sie selbst noch keine genaue Vorstellung davon, was so ein Coaching wirklich ist? Geht es da um Training, Beratung oder ist es eine Art von Therapie? Vielleicht möchten Sie wissen, wann ein Coaching sinnvoll ist und vor allem auch, wie man erkennt, ob ein Coach tatsächlich qualifiziert genug ist? In dem folgenden Artikel finden Sie Antworten auf diese Fragen: Coaching - Was ist es und was ist es nicht und wofür brauche ich es? Coaching in der Praxis Was muss ein Coach können und finde ich den richtigen für mich?
Coaching - Was ist es und was ist es nicht und wofür brauche ich es? Coaching ist eine Wegbegleitung. Der Mensch wird in seiner einzigartigen Individualität erkannt und gefördert. Im Coaching werden die Begabungen und Möglichkeiten des Klienten deutlich gemacht. So wird "das Beste" im Menschen geweckt, der Erfolgsweg erkannt und der Coach erinnert immer wieder an den "richtigen Pfad". Oft entsteht die Frage: Was ist eigentlich der Unterschied zur Beratung, zum Training oder zur Therapie?
Was ist der Unterschied von Coaching und Beratung? In der Beratung weiß der Berater das, was der Kunde nicht weiß. Der Kunde schildert sein Problem, der Berater präsentiert eine Lösung. Diese Lösung entspricht oft dem Verständnis und Weltbild des Beraters. So gibt es sehr viele gute Beratungskonzepte, die nie in die Tat umgesetzt werden, da sie letztendlich nicht auf den Kunden abgestimmt waren. Der Coach geht davon aus, dass der Klient die für ihn beste Lösung selber weiß bzw. entwickeln kann. Der Coach hilft dem Klienten bei dieser Entwicklung. Die Lösung des Problems, die durch ein Coaching entsteht, entspricht voll und ganz dem Klienten und ist für diese nach seinem Selbstverständnis umsetzbar. Der Coach geht davon aus, dass der Klient die beste Lösung bereits in sich trägt!
Was ist der Unterschied von Coaching und Training? Ein Training dient dazu, eine Methode bzw. Fähigkeiten zu erlernen. Die Methode, die der Mensch lernen soll, steht im Vordergrund. Diese wird trainiert, bis sie vom Kunden beherrscht wird. Beim Coaching steht der Mensch im Mittelpunkt. Hier wird entweder die Technik gefunden, die für den Klienten die beste ist oder eine individuelle Lösung entwickelt, die ihm entspricht. Beim Coaching steht der Mensch im Mittelpunkt!
Was ist der Unterschied von Coaching und Therapie? Die Psychotherapie arbeitet im Allgemeinen mit der Vergangenheit, der Ursachenforschung. Hier finden wir Erklärungen, warum wir uns in welcher Situation wie verhalten bzw. fühlen. Coaching ist zukunftsorientiert. Im Coaching wird eine vergangene Situation beleuchtet, um die Lösung zu entwickeln. Wir fragen also in erster Linie nicht: WARUM fühle ich mich in der Situation schlecht? Sondern vielmehr: WAS kann ich tun, um mich zukünftig besser zu fühlen und meine Ziele zu erreichen. Das neue Verhalten muss trainiert werden, bis es verinnerlicht ist. Auch dabei hilft Coaching.
Coaching konzentriert sich auf die Zukunft! Coach (engl.) = 1. Kutsche, 2. Lehrer, 3. Trainer
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Ein Coach bringt uns auf den Weg (Kutsche), gibt notwendige Hinweise (Lehrer) und spornt uns an, unser Bestes zu geben (Trainer). Kurz: Coaching unterstützt auf dem Weg zu persönlichem Erfolg!
Coaching in der Praxis Für den dauerhaften Erfolg ist ein kontinuierlicher Zyklus wichtig. In der Regel dauert das erste CoachingGespräch 2 - 4 Stunden, jedes weitere Gespräch 1 - 2 Stunden. Zu Beginn und während starker Veränderungsphasen sind wöchentliche Treffen zu empfehlen. Zur dauerhaften Unterstützung der gewünschten Verhaltensänderung genügt später ein Gespräch im Monat. Das Coaching-Gespräch sollte in angenehmer, ruhiger und geschützter Atmosphäre stattfinden. Der Klient muss zur Ruhe kommen können und sich wohl fühlen. Im Coaching-Online (per eMail oder Telefon) sollte der Klient selbst für diese Atmosphäre sorgen. Da Coaching keine Technik ist, gibt es keine "optimale" Gesprächsstruktur, keine "normale" Sitzung. Der rote Faden ist in dem Thema des Klienten zu finden. Der Coach hat die Aufgabe, diesen roten Faden im Auge zu behalten, die Entwicklung zu fördern und deutlich zu machen.
Wann Coaching? Coaching kann grundsätzlich in allen Fragen des beruflichen und persönlichen Lebens helfen. Im Coaching geht es darum, Befähigungen zu entwickeln. Die Persönlichkeit wächst durch eine bewusstere Haltung und das praktische Umsetzen. Zum Beispiel geht es nicht darum, einen bestimmten Führungsstil zu erlernen, sondern eine Führungspersönlichkeit zu sein!
Beispiele aus dem Coaching-Alltag Ein Abteilungsleiter will sein Team zu größerer Leistungsbereitschaft führen. Er stellt seinen Führungsstil in Frage. Eine Mutter möchte berufstätig sein und weiß nicht, wie sie Job und Familie vereinbaren kann. Ein Sachbearbeiter wird von seinen Kollegen missachtet. Mobbing? Ein Unternehmensberater steckt "mitten in der Karriere" und befürchtet, seine Familie zu verlieren. Eine Ingenieurin kann sich trotz fachlicher Qualifikation bei ihren überwiegend männlichen Kollegen nicht behaupten. Die Angestellte hat eine Geschäftsidee, aber Angst vor der Selbständigkeit. Bin ich eine Unternehmerin? Mein Partner betrügt mich. Ist das das Ende der Beziehung? Der Projektleiter kann sich in Besprechungen und Meetings nicht durchsetzen. Karrierebremse. u.a.
Was ist das Ergebnis des Coachings? Das Coaching schafft Befähigungen. Man könnte auch von "Schlüsselqualifikationen" sprechen. Hierzu gehören so abstrakte Begriffe, wie soziale Kompetenz, emotionale Intelligenz, Kommunikationsfähigkeit, Führungsqualifikation, Teamfähigkeit, Kreativität, etc. etc. Letztendlich ist das wesentliche Ergebnis des Coachings, dass der Mensch seine Aufgaben und Chancen erkennt und um das richtige Handeln weiß. Das kann bedeuten: Der Klient setzt seine Führungsaufgaben gezielter und verantwortlicher um. Der Klient realisiert Projekte beim Kunden erfolgreicher, weil kundenorientierter. Als Existenzgründer findet er den Mut zur Umsetzung seiner Geschäftsidee. Der Klient verbessert sein Selbstmanagement, um mehr Harmonie in Beruf und Privatleben zu bringen. u.ä.
Was Sie zum Coaching mitbringen müssen Die Bereitschaft, bekannte und vertraute Denk- und Verhaltensmuster in Frage zu stellen - Oft möchten wir Menschen neue Denkmuster einfach ablehnen, weil wir das bisherige als das einzig Richtige anerkennen. Immer wieder müssen Sie sich im Coaching auf die Gedankenspiele einlassen: Was wäre wenn ....? Wäre es möglich, dass ...?
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Was muss passieren, damit ...? Die Bereitschaft, NOT-wendige Veränderungen zu erarbeiten und diese umzusetzen - Die bekannte "Hölle" erscheint vor der Konsequenz des unbekannten "Himmels" oft behaglich. Die Umsetzung neuer Verhaltensweisen braucht Konzentration und Kraft. Wir müssen uns immer wieder üben. Das ist wie mit dem Zähneputzen. Wenn sie kleinen Kindern zuschauen, wie sie sich darum bemühen müssen, jeden Zahn mit dieser unhandlichen Bürste zu säubern – und das über Monate! ... bis diese schwierige Technik zur Routine geworden ist. Stellen Sie sich vor, Sie hätte mit 4 Jahren, diese Bemühungen aufgegeben! Die Bereitschaft, kritische Phasen im Alltag durchzustehen - Jeder Veränderungsprozess durchläuft kritische Phasen. Der Klient ist in seinem Alltag gefordert, alte Verhaltensmuster zugunsten des Notwendigen abzulegen. Das kann schmerzvoll sein und geht oft nur in kleinen Schritten. Hier gibt es Etappen der Sinn- und Mutlosigkeit, in denen der Coach stärkt und stabilisiert. In diesen Phasen braucht der Klient Durchhaltevermögen. Die Bereitschaft, sich an den persönlichen Erfolgen zu freuen - Die Erfolge wahrnehmen und als solche anerkennen. Der Blick auf das, was wir erreicht haben, wird Kraft geben, das zu leisten, was noch vor uns liegt. Deshalb ist es im Coaching auch ganz wichtig, immer wieder die Erfolge zu betrachten und sich daran zu erfreuen.
Was muss ein Coach können und finde ich den richtigen für mich? Ein Coach unterstützt Sie bei der Persönlichkeitsbildung – meist in Verbindung mit Themen der Berufswelt. Hierzu stellt er Gewohnheiten, Sichtweisen, Lebenseinstellung und bestehende Strukturen in Frage, um Veränderungen zu ermöglichen. Die Qualität des Coachings steht und fällt mit der Reife und der Risikobereitschaft des Coachs. Dadurch, dass er den Klienten konsequent an seine Selbstverantwortung erinnert, "riskiert" er möglicherweise eine ablehnende Haltung. Hier bleibt der Coach eindeutig und konsequent. Er bietet damit den konstanten Part, der - neben der Aufforderung zu Veränderungen - dem Klienten die benötigte Sicherheit bietet.
Ein Coach hört Ihnen zu und versteht Sie (Empathie) Ein Coach stellt Ihnen Fragen, die Sie zu Nachdenken anregen (führt Sie zur Selbsterkenntnis). Ein Coach findet mit Ihnen Lösungen und vertraut Ihren Fähigkeiten. Um dies leisten zu können, darf der Coach seine eigene Charakterbildung nicht vernachlässigen. Er muss die eigenen Werte und Prinzipien leben, mit den eigenen Schwächen und Stärken umgehen können. Eine weitere wichtige Fähigkeit ist die "Ego-Leere" während des Coachings. Der Coach muss völlig auf den Klienten konzentriert sein, d.h. frei von eigenen Wünschen. Was sich hier leicht anhört, ist in der Konsequenz eine enorme Herausforderung.
Ein Coach sollte... nicht zu viele eigene Erfolgsgeschichten erzählen. Das kann zwar unterhaltsam sein und stärkt vielleicht das Selbstgefühl des Coachs, bringt den Klienten jedoch nicht weiter. den Klienten nicht zu einem bestimmten Verhalten drängen oder ihm die "immer-richtig"-Lösung präsentieren. Damit projiziert der Coach seine persönliche Weltanschauung und kann Chancen, die darüber hinausgehen, nicht erkennen. dem Klienten auf keinen Fall das Gefühl geben: "Du bist nicht OK, aber ich sorge schon dafür, dass du gut wirst!" Das fördert lediglich das persönliche Selbstgefühl des Coachs. Ein guter Coach stellt viele Fragen!
Grundhaltung im Coaching Für ein erfolgreiches Coaching ist die Grundhaltung - die Lebensanschauung - des Coachs von großer Bedeutung. Der Coach muss sich seines ethischen Verständnisses bewusst sein, da dies maßgeblich die Qualität der Gespräche bestimmt. Das Menschenbild des Coachs ist das Fundament auf dem sich das Coaching entwickelt.
Alle Menschen sind gleichwertig und gleichberechtigt. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Der Coach muss den Klienten in seiner Individualität achten und würdigen. Auch muss er sich der Würde seiner eigenen Person bewusst sein (Selbstachtung). Dem Menschen in Achtung und Würde zu begegnen bedeutet: ihn anzunehmen, wie er ist - mit seinen Schwächen und Stärken - ihm mit Achtsamkeit zu begegnen, seine Bedürfnisse und Grenzen beachten. Nur ein Coach mit Selbstachtung kann auch seine Klienten beachten.
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Jeder Mensch hat aufgrund seiner individuellen Fähigkeiten seine ganz besondere Aufgabe. Ein Coach muss wissen, dass jeder Mensch mit konstruktiven Anlagen zur Welt kommt, die ihn befähigen zu wachsen und sich als Person zu verwirklichen. In Art und Wesen des Menschen findet sich seine Aufgabe und damit sein Potential, seine Chancen. In der Praxis bedeutet das: Der Coach weiß um die Entwicklungsmöglichkeiten jedes Menschen, insbesondere um die des Klienten. Das ist besonders wichtig, wenn der Klient aufgrund einer persönlichen Krise seinen Weg nicht mehr sieht. Hier bleibt der Coach eindeutig.
Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich. Jeder Mensch kann über sich selbst entscheiden. Der Coach darf dem Klienten keine Entscheidungen "abnehmen" oder ihn aus der Verantwortung für sein Handeln entlassen. Es gibt Menschen, die sich einen Coach als eine Art "Guru" suchen. Dieser Guru soll ihm dann sagen, was richtig oder falsch, gut oder schlecht ist; was er tun soll; wie er sich verhalten soll. Dieses GuruSchüler-Verhältnis darf nicht zugelassen werden, da sich er Mensch - aus der Verantwortung entlassen - in die Abhängigkeit zu einer Person begibt. Dieser Grundsatz betont auch die Tatsache, dass der Mensch niemand anderem für sein Denken, Handeln und Fühlen die "Schuld" zuweisen kann. Was sich hier einfach anhört, findet in unserer Gesellschaft kaum Umsetzung. Es scheint völlig "normal" zu sein, für alles einen "Sündenbock" zu finden. Hier hat der Coach die Aufgabe, immer wieder auf die Selbstverantwortung des Einzelnen hinzuweisen.
Die Qualifikation des Coachs Da jeder Mensch Stärken und Schwächen hat, kann auch Ihr Coach keine "Eierlegende WollMilchSau" sein. Dennoch sollte Ihr Coach fachliche und menschliche Voraussetzungen mitbringen. Persönliche Qualifikation - Die Persönlichkeit des Coachs, seine "menschliche Qualifikation" (siehe Grundhaltung) sowie die Sympathie zwischen Coach und Klient sind entscheidend für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Verlassen Sie sich bei der Auswahl auf Ihre Intuition. Leitfragen dazu: Spricht der Coach Ihre Sprache? Fühlen Sie sich angesprochen? Versteht er, wovon Sie reden? Fachliche Qualifikation - Die fachliche Qualifikation ist eher zweitrangig, da die Problematik des Klienten meistens nicht im fachlichen Know-how zu finden ist. Der SAP-Vertriebsmann kennt den Markt, der Abteilungsleiter kennt die Betriebsabläufe, die Personalsachbearbeiterin weiß um die gesetzlichen Regelungen. Dennoch muss der Coach betriebs- und marktwirtschaftliche sowie unternehmerische Kenntnisse haben. Er sollte aus eigener Erfahrung wissen, wie ein Unternehmen funktioniert, welche Kommunikationswege für den Betriebsablauf notwendig sind und wie die Branche des Klienten "tickt". Fragen Sie einfach nach seinen beruflichen Erfahrungen.
Literatur zum Thema: John Whitmore: Coaching für die Praxis Hermann Bayer: Coaching - Kompetenz Walter Staples: Personal Coaching in Action
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Selbstverwirklichung im Beruf: Finden Sie Ihren Traumjob Von Tania Konnerth und Ralf Senftleben Viele Menschen leben vor allem für das Wochenende und den Urlaub. Die normalen Arbeitstage werden "ertragen" und "mühsam" hinter sich gebracht. Da lohnt sich die Frage, ob Sie vielleicht auch zu den Menschen gehören, die sich bisher nicht klar gemacht haben, dass Ihre Arbeitszeit Ihre Lebenszeit ist.
Arbeit sollte Spaß machen! Wie viel Zeit in der Woche verbringen Sie durchschnittlich mit Ihrer Arbeit? Wenn Sie normal berufstätig sind, dürfte das eine ganze Menge sein. 35, 40, 45 oder mehr Stunden? Plus Anfahrtsweg, Sondersitzungen und all die Gedanken, die Sie sich in Ihrer Freizeit machen... Und wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Job? Haben Sie das Gefühl, auch auf Ihrer Arbeit wirklich zu leben oder ist er mehr ein notwendiges Übel? Wie wäre es wohl, wenn Sie eine Arbeit hätten, die Ihnen Spaß macht und bei der Sie sich verwirklichen können?
"Selbstverwirklichung? Ha, ich bin froh, überhaupt einen Job zu haben!" "Man kann schon froh sein, überhaupt einen Job zu haben" - Dieses Argument hört man oft, wenn man mit Menschen über die Möglichkeiten spricht, eine Arbeit zu finden, die einem wirklich liegt und Spaß macht. Es ist teilweise schon tragisch: Viele unzufriedene Berufstätige klammern sich verzweifelt an die Gründe, warum es nicht anders geht. Anstelle sich nach neuen Möglichkeiten und Chancen im Beruf umzuschauen, sich weiterzubilden und dazuzulernen, erzählen sie sich und anderen lieber, warum es besser ist in dem alten Job zu bleiben, obwohl jeder Tag eine Qual ist. Zum Thema "Traumjob" lauten Ihre Killerargumente vielleicht: Bei der Arbeitsplatzlage kann man froh sein, wenn man überhaupt einen Job hat. Selbstverwirklichung ist was für Träumer - im Job geht's ums Geldverdienen. Es gibt keine Arbeit, die Spaß macht. Ich finde keinen anderen Job. Ich bin schon froh, wenn ich überhaupt einen Job finde. Ich bin zu alt. Ich habe nicht die richtige Ausbildung. Ich bin nicht intelligent genug. usw.
Ist Selbstverwirklichung im Beruf denn überhaupt möglich? Ist es denn überhaupt möglich, eine Arbeit zu finden, in der wir aufgehen, die uns Spaß macht, eine Arbeit, bei der wir morgens aufstehen und diese Tätigkeit an den meisten Tagen gegen nichts anderes eintauschen möchten? Die Antwort lautet ganz klar: Ja. Ja, es ist möglich, einen Arbeitsplatz zu finden oder ihn sich zu schaffen, an dem man zufrieden ist und eine Arbeit hat, die man gerne macht. Was zwischen uns und unserem Traumjob steht, befindet sich vor allem in unserem eigenen Kopf. Wir trauen es uns einfach nicht zu, einen Job zu bekommen, in dem wir uns wohlfühlen. Hier begrenzt uns weniger die Wirklichkeit als unser mangelndes Selbstvertrauen in unsere Fähigkeiten.
Wenn andere es schaffen, können Sie das auch Es gibt immer wieder Beispiele von Leuten, die einen Job gefunden haben, der sie erfüllt. Manch einer macht sich selbstständig. Ein anderer probiert vielleicht viele verschiedene Stellungen und Positionen aus, bis er "die richtige" gefunden hat. Und noch ein anderer beginnt in seinem bestehenden Job so lange kleine und große Dinge zu verändern, bis er zufrieden ist. Und das alles ganz unabhängig von Ausbildung, Aussehen, Intelligenz, Alter oder sonstigen Umständen.
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Aber das ist doch alles Blödsinn! - Oder? Vielleicht denken Sie an dieser Stelle: "Das ist doch alles Blödsinn. Die kennen mich und meine Situation doch kein bisschen und wollen mir erzählen, was möglich ist." Lesen Sie bitte trotzdem weiter. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel noch ganz konkrete Beispiele von ganz normalen Menschen, die in verzwickten Situationen steckten und es trotzdem geschafft haben, eine erfüllende Arbeit zu finden oder sich diese zu schaffen. Und das sind ganz normale Menschen, wie Sie und ich.
Eines ist unerlässlich: Sie müssen es für möglich halten "Ob du glaubst du kannst es oder ob du glaubst du kannst es nicht: du hast immer recht" Henry Ford Das Allerwichtigste ist, dass Sie es für möglich halten, einen Job oder eine Tätigkeit finden zu können, in der Sie zufrieden sind und sich selbst verwirklichen können. Denn wenn Sie fest davon überzeugt sind, dass das "nicht geht", werden Sie auch unbewusst immer dafür sorgen, dass es unmöglich ist. Sie kennen ja sicher den Ausspruch, dass der Glaube Berge versetzt. Das funktioniert leider auch in der negativen Richtung. Wenn wir innerlich daran glauben, dass etwas nicht möglich ist, dann tun wir unbewusst alles, um diesen Glauben zu bestätigen. Das ist das, was man in der Psychologie eine "selbsterfüllende Prophezeiung" nennt. Wir boykottieren uns dann oft unbewusst, nur damit sich unsere Überzeugung später als wahr herausstellt. Und dann sagen wir zu uns selbst: "Ich habe es doch gewusst". Und dann helfen dann auch alle guten Tipps und Ratschläge nichts. Also machen Sie sich immer wieder klar: Andere haben es geschafft, es ist also prinzipiell möglich. Diese Menschen hatten genau die gleichen Umstände und Startbedingungen wie ich und sie haben es geschafft - es ist also auch für mich möglich. Persönlicher Erfolg hängt viel weniger von Startbedingungen und Umständen ab, als vom Selbstvertrauen, vom eigenen Durchhaltevermögen und von der Fähigkeit mit wachen Augen in die Welt zu schauen - und all das können Sie lernen.
Es ist möglich, aber nicht immer leicht Selbstverwirklichung und Zufriedenheit im Job sind also möglich - aber zugebenermaßen ist der Weg dorthin nicht immer einfach. Aber es ist auch nicht leicht, jeden Morgen aufzustehen und zu denken: "Oh nein, nicht wieder ein besch******* Tag im Büro" Ja, der Weg zu einem guten Job ist mit Aufwand verbunden. Nur sollten Sie "Aufwand" nicht mit "nicht machbar" verwechseln. Ansonsten könnte es sein, dass Sie es gar nicht erst versuchen, eine Lösung zu finden, durch die Sie enorm an Lebensqualität und Zufriedenheit gewinnen können. Die Hauptfrage ist: ist Ihnen ein Job, in dem Sie glücklich sind den Aufwand wert? Sind Sie bereit in Ihrem Leben etwas zu verändern, so dass Sie eine Arbeit finden oder sich eine solche schaffen können, die Sie erfüllt und zufrieden macht?
Und so schaffen Sie das Wir bieten Ihnen hier eine mögliche Vorgehensweise mit vielen praktischen Tipps an, mit der Sie Ihren Traumjob finden können. Schauen Sie einmal, ob das Ihr Weg sein könnte... Als erstes müssen Sie herausfinden, was Sie eigentlich genau wollen.
Finden Sie heraus, was Sie wollen Beginnen wir mit einer ganz entscheidenden Frage: Könnten Sie eigentlich sagen, welchen Job Sie sich wünschen würden?
Nur wer weiß, was er will, kann es finden Viele Menschen spüren zwar, dass sie unzufrieden sind, haben aber noch nicht über mögliche Alternativen nachgedacht. Wie aber wollen Sie zufriedener in Ihrem Job werden, wenn Sie gar nicht wissen, was Sie zufrieden macht?
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Ihr erstes Ziel sollte also sein, eine ideale Jobbeschreibung zu formulieren, denn nur damit können Sie sich dann auch auf die tatsächliche Suche nach Ihrem Traumjob machen. Um Ihnen das ein bisschen leichter zu machen, haben wir hier einige Übungen und Instrumente für Sie zusammengestellt.
Übung: Der Katastrophen-Job Es fällt uns meist viel leichter, uns auszumalen, was für uns das Schlimmste wäre, als uns eine Traumvorstellung zu überlegen. Tun Sie das ruhig einmal ganz bewusst. Stellen Sie sich einen Arbeitstag vor, der für Sie absolut frustrierend und schlimm wäre. Was sind für sie die schlimmsten Tätigkeiten? Wir sieht Ihr Alptraum-Arbeitsplatz aus? Was wären die schlimmsten Kollegen, die Sie sich vorstellen können? Wie sieht der mieseste aller miesen Chefs für Sie aus? Wie steht es mit Arbeitszeit? usw. Tun Sie das schriftlich und überlegen Sie nicht lange, sondern schreiben Sie schnell und spontan, was Ihnen alles Schreckliches einfällt. Und tauchen Sie einmal so richtig ein in die Übung. Sie brauchen nicht mehr als 10 Minuten. Überzeichnen Sie ruhig ganz bewusst. Stellen Sie sich wirklich Ihr ganz persönliches Horrorszenario von einem Job vor. Ganz schön gruselig, was?
Drehen Sie nun das Schlimme um Jetzt wissen Sie schon einmal ganz genau, was Sie nicht wollen. Nutzen Sie jetzt Ihre Aufzeichnungen dazu herauszufinden: was Ihnen wichtig ist und was Sie sich für Ihre Berufstätigkeit wünschen Allein schon durch das, was Ihnen überhaupt eingefallen ist, wird deutlich, was Ihnen wichtig ist. Dem einen ist z.B. der Inhalt der Arbeit sehr wichtig, ein anderer sucht vor allem Anerkennung und wieder ein andere mag keinen langen Anfahrtsweg oder legt großen Wert auf Prestige und Ansehen des Unternehmens für das er arbeitet. Wenn Sie z.B. beschrieben haben, welche eintönigen Aufgaben Sie in einem dunklen Büro ohne Tageslicht und Fenster mit brummigen Kollegen erledigen müssen, dann wissen Sie, dass Sie sich nach abwechslungsreichen Aufgaben sehnen, Ihnen ein helles schönes Büro wichtig ist und Sie gerne mit freundlichen Kollegen zusammenarbeiten möchten. Wichtig: Es geht hier nicht um "richtig oder falsch", sondern ganz allein um Ihre persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse. Lösen Sie sich von möglichen Klischees, die Sie vielleicht von einem Traumjob im Kopf haben. Sie suchen hier nach Ihrem eigenen Traumjob.
Was Ihnen wichtig ist Hier finden Sie nun noch eine ganze Liste von Kriterien für einen möglichen Traumjob. Notieren Sie sich alle Punkte, die für Sie dazu gehören. Wichtig: auch hier geht es nicht darum, was vielleicht alles "ganz nett" wäre, sondern es geht um das, was Sie sich wirklich für sich wünschen: Meine Arbeit muss "Sinn" machen. Ich brauche Anerkennung durch andere. Ich möchte mit Menschen arbeiten. Mir ist es wichtig, Teil eines Teams zu sein. Ich will selbstbestimmt arbeiten. Ich muss Ergebnisse sehen. Ich will etwas Praktisches machen. Ich fühle mich mit Routinetätigkeiten wohl - zu viel Veränderung gefällt mir nicht. Ich brauche viel Abwechslung. Ich möchte im Freien arbeiten. Ich möchte etwas Handwerkliches tun. Ich bin ehrgeizig und möchte mich mit anderen messen. Ich will viel Geld verdienen. – 273 –
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Ich brauche geregelte Arbeitszeiten. Ich will immer wieder was dazu lernen und Neues erleben. Ich arbeite gerne Details aus. Ich möchte von zu Hause aus arbeiten. Ich habe Spaß an Dienstreisen. u.a. Sie können diese Liste noch beliebig erweitern. Ergänzen Sie alles, was Ihnen persönlich wichtig ist.
Formulieren Sie eine "ideale" Jobbeschreibung oder Ihre "ideale" Firma Nehmen Sie sich nun einmal ein leeres Blatt Papier und formulieren Sie auf der Grundlage der vorherigen Erkenntnisse die für Sie ideale Jobbeschreibung. Dazu gehören: Ihre Position, Ihr konkretes Einsatzgebiet und die Tätigkeit, Größe und Art des Unternehmens, Rahmenbedingungen wie Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen u.ä., Gehalt, Anzahl und Art der Kollegen, u.ä. Entwickeln Sie die Jobbeschreibung so konkret wie möglich. Überlegen Sie sich auch, wie sich auch vielleicht widersprüchliche Wünsche miteinander vereinbaren lassen könnten. Alternativ - für den Fall, dass Sie herausgefunden haben, dass Sie selbstständig arbeiten wollen - beschreiben Sie so konkret wie möglich Ihr ideales Unternehmen - wobei es hier ganz auf Ihre Wunschvorstellung ankommt, ob es sich um ein Ein-Mann-Unternehmen oder um eine große Firma handelt. Denken Sie an Punkte wie: Aufgabe und Zielsetzung Ihrer Firma, Ihre persönlichen Aufgaben, Größe, Mitarbeiterzahl, Umsatz, Rahmenbedingungen wie Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen, u.ä. Nachdem Sie nun wissen, was Sie am liebsten für eine Arbeit tun möchten, geht es darum herauszufinden, was Sie alles gut können.
Finden Sie heraus, was Sie können Zu wissen was man will, ist ein Element auf dem Weg zum Traumjob. Ein anderes ist zu wissen, was man zu bieten hat. Jeder von uns hat ganz viel zu bieten, auch wenn wir es manchmal gar nicht wissen. In jedem von uns liegen verborgene Schätze. Und diese wollen wir in diesem Abschnitt einmal genauer unter die Lupe nehmen. Dabei geht es viel weniger um ein Stück Papier, auf dem "Diplom" oder "Zeugnis" steht, sondern um das, was Sie ganz persönlich besonders gut können - also um Ihre persönlichen Stärken.
Was Sie von einer Stärkenanalyse haben Eine systematische Stärkenanalyse hat eine Reihe von Vorteilen: Sie stärkt unser Selbstvertrauen - Selbstzweifel und irrationale Ängste sind zu einem großen Teil in einer fehlenden oder unrealistischen Selbsteinschätzung begründet. So trauen wir es uns vielleicht gar nicht zu, uns auf eine andere Stelle zu bewerben, weil wir glauben, nicht genug zu können. Eine möglichst objektive StärkenAnalyse bringt hier oft ganz neue Erkenntnisse und damit auch neues Selbstvertrauen, denn, wenn Sie sich und Ihre Fähigkeiten gut kennen, wissen Sie auch, was Sie sich zutrauen können. Eine solche Analyse bietet den Ausgangspunkt für Selbstverbesserung - Wer sich mit seinen Stärken beschäftigt erkennt in der Regel auch, wo Schwachpunkte und Defizite liegen. Und diese Erkenntnis können wir dafür nutzen, uns zu entscheiden, wo wir uns z.B. weiterbilden wollen oder wo wir Hilfe von anderen brauchen. Sie dient als Entscheidungshilfe - Nach den Wünschen und Träumen aus dem ersten Schritt hilft uns eine klare und realistische Analyse unserer eigenen Fähigkeiten dabei, eine für uns richtige Entscheidung in Hinsicht auf unseren Traumjob zu fällen. Den meisten von uns steht die Welt offen, wenn wir nur einmal den Mut haben hinzuschauen. Wir verfügen alle über wundervolle Fähigkeiten und können uns neue Kenntnisse aneignen, um für unseren Traumjob qualifiziert zu sein, wenn wir nur den Mut finden, eine Entscheidung in diese Richtung fällen.
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Was sind Ihre Stärken und Kompetenzen? Jeder von uns hat bestimmte Stärken und Fähigkeiten, die in dieser Kombination nur wir allein haben. Stärken sind all das, was wir besonders gut können, was uns einfach von der Hand geht und womit wir keine Schwierigkeiten haben. Stellen Sie einmal Ihre Stärken, Fähigkeiten und Kompetenzen zusammen. Hierzu zählen alle Fähigkeiten in denen Sie besser als der Durchschnitt sind. Achtung: Unsere größten Stärken sind sehr oft Fähigkeiten, die wir selbst bei uns gar nicht wahrnehmen, da sie für uns vollkommen selbstverständlich geworden sind. befragen Sie deshalb möglichst viele verschiedene Menschen nach Ihren Stärken. Nur so bekommen Sie ein relativ objektives Bild von sich.
Die eigenen Stärken zu sehen, fällt oft schwer "I wouldn't recognize my skills if they came up and shook hand with me." Richard N. Bolles (frei übersetzt: "Ich würde meine Stärken nicht einmal wahrnehmen, wenn sie zu mir kämen, um mir die Hand zu schütteln.") Die meisten Menschen können hier aus dem Stand nicht viele nennen - denn viele von uns schätzen unsere eigenen Leistungen oder Fähigkeiten meist als zu gering ein. Nutzen Sie deshalb einmal die folgenden Fragen, um so Ihre wirklichen Stärken und Kompetenzen zu finden: Was tue ich gerne? Woran habe ich Freude? Was geht mir leicht von der Hand? Was kann ich gut? Wofür loben mich andere? Was ist mir in der Schule, in der Ausbildung oder während des Studiums leichtgefallen? Womit hatte ich bereits Erfolge? Was kann ich anderen gut erklären? Zu welchen Themen oder Problemstellungen werde ich um Rat gefragt?
Ihre möglichen Stärken Wenn Sie immer noch unsicher sind, welches Ihre Stärken sein könnten, haben wir hier noch eine Liste für Sie zusammengestellt, auf der Sie ganz viele Stärken finden. Gehen Sie diese Liste durch und fragen Sie sich selbst, aber auch andere, welche davon Sie haben. Die folgende Liste stellt eine ganze Reihe von Eigenschaften dar, die zumeist als positiv gesehen werden. Fast alle dieser Eigenschaften können aber abhängig von der jeweiligen Situation mehr oder wenig nützlich sein. Überlegen Sie deshalb beim Suchen nach Ihren Stärken, wodurch genau die jeweilige Eigenschaft tatsächlich eine Stärke wird. Fähigkeit, etwas zu erklären (was genau?) Spezielles Fachwissen (in welchem Bereich genau?) Außergewöhnliche Erfahrungen (worin genau?) Analytische Fähigkeiten Selbstbewusstsein Tatkraft Flexibilität Selbstdisziplin Wortgewandtheit Kommunikationsstärke schnelle Auffassungsgabe Vielseitigkeit Ausdrucksstärke technisches Verständnis handwerkliches Geschick Ehrgeiz Stressfähigkeit Spontaneität Verständnis – 275 –
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Einfühlungsvermögen Ausgeglichenheit Kompromissbereitschaft Planung Steuerung Erfindungsreichtum Problemlösungsfähigkeit Andere zum Lachen bringen Verkaufsgeschick Zuhören Durchhaltevermögen Motivationsfähigkeit Charisma Kritikfähigkeit Teamfähigkeit Sprachlicher Ausdruck Räumliche Vorstellungskraft Präsentationsfähigkeit Musikalität Konzeptionelles Denken Umgang mit komplexen Situationen Beratungskompetenz (worin genau??) Entscheidungsstärke Engagement Anpassungsfähigkeit Zuverlässigkeit Aufgeschlossenheit Fähigkeit zur Selbstreflektion Begeisterungsfähigkeit Zielstrebigkeit Kreativität Konzentrationsfähigkeit Belastbarkeit Realitätssinn Kontaktfreudigkeit Toleranz Eigenverantwortlichkeit Organisationstalent Selbstmotivation Veränderungsbereitschaft Optimismus Koordination Geduld Mut Sympathisches Auftreten Lernbereitschaft Stilgefühl Lernfähigkeit Hilfsbereitschaft Überzeugungskraft Gerechtigkeitssinn Künstlerische Ausdrucksfähigkeit mathematisches Verständnis – 276 –
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Umgang mit Kindern Ehrlichkeit Verantwortungsbewusstsein Verhandlungsgeschick Vermögen, Kompliziertes einfach auszudrücken Menschen aufbauen und trösten Fähigkeit den Überblick zu behalten Körperliche Kraft und Geschicklichkeit Entschlossenheit Grafisches Verständnis Fähigkeit, Unklarheit und Mehrdeutigkeiten auszuhalten Umgang mit Informationen (Recherche, Auswertung) u.a. mehr
Ihre besonderen Kernkompetenzen Am Ende dieser Übung sollten Sie eine möglichst lange Liste an Eigenschaften haben, die Sie als Ihre Stärken bezeichnen würden. Wählen Sie daraus nun fünf bis zehn Stärken aus, in denen Sie nicht nur besser als der Durchschnitt sind, sondern in denen Sie deutlich besser als andere sind - also in denen Sie eine echte Kernkompetenz haben.
Und wo möchten Sie sich verbessern? Bei all diesen Überlegungen sind Ihnen vielleicht auch einige Dinge aufgefallen, in denen Sie Ihr Know-how oder Ihre Fähigkeiten stärken möchten. Schauen Sie hier auch noch einmal mit dem besonderen Augenmerk auf Ihre Traumvorstellung von dem idealen Arbeitsplatz - welche Stärken brauchen Sie dafür und wie können Sie diese gewinnen oder ausbauen? Achtung: Beachten Sie, dass Wissen und Fähigkeiten ständig weiterentwickelt werden müssen, um Stärken zu bleiben. In allem worin Sie sich nicht kontinuierliche verbessern, sind Sie sehr schnell nur noch Durchschnitt.
Ihr Stärken-Maßnahmenplan Erstellen Sie sich gleich einen konkreten Maßnahmenplan, in dem Sie sich die Verbesserung von mindestens drei Ihrer ganz besonderen Stärken vornehmen - sei es durch Weiterbildungen, Seminaren, Trainings, Bücher, Rat von anderen oder was auch immer. Nachdem Sie nun wissen, wie Sie arbeiten möchten und wissen, was Sie können, kommen wir zum eigentlichen Erfolgsfaktoren, nämlich zu der Frage, wessen Probleme Sie lösen können.
Werden Sie zum Problemlöser Ein echtes Erfolgsgeheimnis ist die Fähigkeit zum Problemlöser für andere Menschen oder Unternehmen zu werden. Unternehmen haben Probleme und stellen genau dafür Personal ein. Kunden haben Probleme und sind bereit, für eine Lösung Geld auszugeben. Wenn Sie es also schaffen, jemanden zu finden, dessen Problem Sie mit der Kombination aus Ihren Stärken und Ihren Wünschen lösen können, werden Sie auch den Job oder denjenigen als Kunden bekommen.
Welche Probleme können Sie lösen? Ziehen Sie das zusammen, was Sie wollen und das was Sie können und überlegen Sie einmal, wessen Probleme Sie mit dieser Kombination lösen könnten. Stellen Sie sich immer die Schlüsselfragen: Wen oder was gibt es alles (an potentiellen Kunden, Unternehmen, Arbeitgebern), bei dem oder wo ich das tun könnte, was ich will? Welches Problem haben diese Personen oder hat dieses Unternehmen, das ich lösen könnte oder was brauchen sie, das ich ihnen geben könnte? Befragen Sie dazu auch einmal Ihre Freunde und Bekannten. Oft bekommt man hier viele wertvolle Beispiele.
Zwei praktische Beispiele Stellen Sie sich vor, Sie selbst mit all Ihren Vorlieben, Stärken und Kompetenzen wären ein Puzzle-Teil und die Arbeitswelt wäre ein riesiges Puzzle. Dann gibt es in diesem Arbeitswelt-Puzzle viele Stellen, wo Sie mit Ihrem
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Profil optimal passen, sowohl von dem, was Sie können, als auch von dem, was Sie wollen. Und genau diese Stellen im Puzzle müssen Sie finden. In den folgenden konkreten Beispielen möchten wir Ihnen zeigen, wie zwei Menschen sich auf die Suche nach ihrer optimalen Position in diesem Puzzle gemacht und diese auch gefunden haben. Sie können an diesen Beispielen erkennen, dass es nicht auf die Ausbildung oder auf besonders gute Startbedingungen ankommt. Viel entscheidender ist, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie Sie bestehende Probleme anderer lösen können. Wenn Sie es schaffen, mit dem was Sie lieben zum wichtigsten Problemlöser für ein Unternehmen oder Ihre zukünftigen Kunden zu werden, dann haben Sie Ihren Traumjob gefunden.
Ein Arbeitsloser ohne Ausbildung wird zum hochbezahlten Möbelkünstler Frank Bormann hat nach der Schule eine Ausbildung als Schreiner begonnen und vorzeitig abgebrochen, da er mit seinem Chef nicht auskam. Eine neue Ausbildungsstätte fand er bisher nicht und ist nun seit zwei Jahren arbeitslos. Als Wunschvorstellung hat er folgende Punkte formuliert: möglichst viel Geld verdienen was Handwerkliches machen draußen an der Luft keinen haben, der einem sagt, was zu tun ist allein arbeiten, ohne dass jemand stört Frank Bohrmann hat folgende Stärken herausgearbeitet: Handwerkliches Geschick - vor allem mit Holz Fähigkeit zur absoluten Präzision und Genauigkeit Kreative Ideen Fähigkeit, sich selbst zum Durchhalten zu motivieren Absolut flexibel in der Arbeitszeit Nun stellte sich Frank Bohrmann folgende Schlüsselfragen: Von wem kann ich viel Geld nehmen? Antwort: Wohlhabende Menschen. Welches Problem haben viele wohlhabende Menschen, das ich lösen könnte? Antwort: Sie wollen sich mit etwas Besonderem und Einzigartigen gegenüber anderen abgrenzen. Und dieses Einzigartige könnte ich für sie schaffen. Nun überlegte er sich, was er denn konkret schaffen könnte und kam auf folgendes Angebot: Ich erstelle handgefertigte Gartenmöbel aus edlen Holzsorten mit Verzierungen nach Wunsch. Alles, was jetzt noch für die Verwirklichung seiner Traumarbeit nötig war, war zu überlegen, wie er das praktisch realisieren konnte. Dazu frage er in seinem Bekanntenkreis herum, ob nicht irgendjemand einen gut verdienenden Menschen kennt, der Lust hätte, sich von ihm Möbel dieser Art herstellen zu lassen und das zum Selbstkostenpreis als Referenzprojekt. Er fand jemanden und dieser Kunde war so begeistert, dass er nicht nur mehr als die Materialkosten zahlte, sondern auch so viel Werbung für Frank Bormann machte, dass der nun Vorbestellung für viele Monate hat.
Eine Frau mit drei Kindern organisiert die Kinderbetreuung für ein großes Unternehmen Frau Rasmus (32) ist Mutter von drei Kindern (2, 4 und 7). Sie bekommt für die Kinder zwar Unterhalt von ihrem geschiedenen Mann, möchte ihrem Leben aber neben ihren Kindern noch einen weiteren Sinn geben. Sie hat folgende Anforderungen an ihren Traumjob erarbeitet: mit Menschen arbeiten, etwas "gutes und nützliches" Tun, flexible Arbeitszeiten (wegen der Kinder) möglichst von zu Hause arbeiten oder nur kurzer Anfahrtsweg Ihre besonderen Stärken beschreibt sie wie folgt: Organisationstalent Ruhe, Gelassenheit und auch den Überblick bewahren können, selbst wenn es chaotisch wird Kontaktfreude – 278 –
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Sie stellt sich die Fragen: Welche Unternehmen gibt es, die in meiner Nähe sind? Antwort: Ein großer Verlag. Welches Problem könnten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dieses Unternehmens haben, das ich lösen könnte? Antwort: Besonders in Verlagen arbeiten viele Frauen. Hier stellt sich sicher für viele die Frage nach der Kinderbetreuung. Gehälter im Verlag sind nicht sehr hoch und Tagesbetreuung ist für viele unerschwinglich. Gleichzeitig sind aber die Kindergärten überfüllt. Frau Rasmus setzt sich ans Telefon und spricht mit einer Frau, die in dem Verlag arbeitet. In diesem Gespräch erfährt sie, dass tatsächlich eine Reihe von Frauen große Schwierigkeiten damit haben, ihre kleinen Kinder gut betreut zu wissen. Daraus entsteht die Idee: Ich organisiere die Kinderbetreuung für die Mitarbeiter dieses Verlages. Sie arbeitet ein praktisches Konzept dazu aus und lässt sich einen Termin mit dem Geschäftsführer geben. Dieser ist zunächst sehr skeptisch und Frau Rasmus spürt, dass er sie gerne abwimmeln will. Darauf ist sie aber vorbereitet und kann ihn von dem großen Imagegewinn überzeugen, den dieser Verlag nicht nur unter seinen Angestellten, sondern vor allem auch in der Öffentlichkeit bekommen kann. Frau Rasmus wird für 20 Stunden die Woche eingestellt und organisiert, dass die Kinder der Angestellten vor Ort gut betreut und untergebracht sind.
Lassen Sie sich ermutigen! Es gibt zahllose solcher Beispiele. Kleine und große. Sie müssen ja gar nicht Ihr Arbeitsleben komplett umkrempeln - auch kleinere Maßnahmen können viel Verbesserung für Ihre Lebensqualität bringen. Sie brauchen dafür vor allem den Mut, sich einmal auf diese neuen Gedanken einzulassen und herauszufinden, was Sie sich wünschen, was Sie können und wer genau das gebrauchen kann. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.
Literatur zum Thema: Thema "Traumjob finden": Richard Nelson Bolles: Durchstarten zum Traumjob Uta Glaubitz: Der Job, der zu mir passt Laurence G. Boldt: Zen and the Art of Making a Living : A Practical Guide to Creative Career Design Barbara Sher: Live the Life You Love Thema "Zum Problemlöser werden": Kerstin Friedrich, Lothar J. Seiwert: Das Einmaleins der Erfolgsstrategie
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7 Tipps für Ihre erfolgreiche Bewerbung Von Tania Konnerth Steht Ihnen der Sinn nach Veränderung? Sind Sie mit Ihrem jetzigen Job unzufrieden? Kommen Sie in Ihrem Unternehmen nicht voran? Dann ist es vielleicht an der Zeit, sich einfach einen neuen Job zu suchen. Wenn Sie sich nicht selbständig machen wollen, wird das in der Regel bedeuten, dass Sie sich um eine Stelle bewerben müssen. Und damit Sie damit erfolgreich sind, haben wir hier 7 praktische Tipps für Sie zusammengestellt. Nun gibt es Bewerbungsratgeber wie Sand am Meer. Wesentlich sind aber ganz bestimmte Erfolgsfaktoren. Und die stellen wir Ihnen hier vor:
Tipp 1: Sie sollten klare Vorstellungen haben Sie suchen einen neuen Job - aber wissen Sie eigentlich, was Sie genau suchen? Sind Sie bisher vor allem danach gegangen, was Ihnen andere empfehlen oder was vielleicht sicher erscheint? Oder haben Sie sich schon wirklich einmal gefragt, welche Tätigkeit Sie konkret suchen und in was für einem Unternehmen Sie gerne arbeiten möchten? Wissen Sie, was Sie besonders gut können und was Sie einem Arbeitgeber zu bieten haben? Haben Sie sich einmal Gedanken darüber gemacht, was Sie in Zukunft noch alles erreichen wollen und wie Ihr nächster Job Ihnen dabei helfen kann? Je klarer Ihre Vorstellungen sind, desto besser wird Ihre Bewerbung sein. In einer Bewerbung geht es ja vor allem darum, den potentiellen Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass man selbst der oder die Richtige für den Job ist. Und wenn Sie genau wissen, warum Sie diesen Job in diesem Unternehmen wollen, heben Sie sich wohltuend von anderen Bewerbern ab und können Ihre Bewerbung mit viel Überzeugungskraft kommunizieren. Nutzen Sie z.B. diese Fragen, um systematisch klare Vorstellungen zu entwickeln: Wo und was genau würde ich am liebsten arbeiten? Was kann ich besonders gut? Was sind meine Stärken? Welche Anstellung wäre in Hinblick auf mein Lebensziel oder auch auf mein nächstes Karriereziel hin besonders sinnvoll? Welche Jobs stünden mir offen, wenn ich ein, zwei weitere Fähigkeiten ausbaue oder sie mir aneigne?
Tipp 2: Informieren Sie sich im Vorfeld Bevor Sie sich mit Ihrer Bewerbung an ein Unternehmen richten, sollten Sie sich sehr gut informieren - und zwar über folgende Aspekte: über die Branche, in der Sie tätig werden wollen und zwar über neueste Entwicklungen, Gehaltsspiegel, Zukunftsaussichten etc., über die Tätigkeit und Aufgaben, die Sie übernehmen möchten - finden Sie heraus, wodurch Sie hier einem potentiellen Arbeitgeber einen besonderen Nutzen bieten können, was Sie unter Umständen noch an Fähigkeiten, Kenntnissen u.ä. brauchen usw. über das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben möchten - Größe, Firmenphilosophie, vergangene und aktuelle Projekte und Entwicklungen usw. Sie können hierfür z.B. im Internet recherchieren, sich in Zeitschriften, Branchenblättern und Büchern informieren und Personen, die in der Branche oder in dem Unternehmen arbeiten, befragen. Je besser vorbereitet Sie vor Ihrer Bewerbung sind, desto gezielter können Sie Ihr Anschreiben formulieren und auch in einem Telefonat oder im Vorstellungsgespräch überzeugen. Gleichzeitig finden Sie im Rahmen dieser Vorbereitung möglicherweise heraus, dass ein Unternehmen doch nicht optimal für Sie wäre oder Sie entdecken vielleicht auch noch ganz andere Einsatzgebiete, Unternehmen und Möglichkeiten für Ihre zukünftige Berufstätigkeit.
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Tipp 3: Bewerben - gewusst wo! Auf die Frage, wo Sie sich bewerben können, gibt es zwei verschiedene Antworten: Entweder bewerben Sie sich bei Unternehmen, die ausdrücklich jemanden suchen oder Sie Tipp Denken Sie auch an Headhunter, Agenturen und bewerben sich "blind". Stellenangebote finden Sie in allen großen überregionalen Recruitment-Börsen, die Ihnen besonders dann, wenn Sie über besondere Qualifikationen verfügen, Zeitungen aber auch in Ihrem Regionalblatt. Im Internet gute Chancen auf einen interessanten Job bieten. gibt es zahlreiche Jobbörsen, in denen Sie nach Jobanzeigen suchen können. Sie können das z.B. auch gleich hier bei Zeit zu leben tun. Eine andere Möglichkeit sind sogenannte Initiativ- oder Blindbewerbungen. Auch wenn davon oft vorschnell abgeraten wird, sollten Sie über diese Möglichkeit ruhig nachdenken. Wenn Sie sich im Vorfeld gut über ein Unternehmen informiert und auf diese Weise herausgefunden haben, dass Sie mit Ihren Qualifikationen diesem Unternehmen nutzen können, sollten Sie ruhig auch eine Initiativbewerbung starten. Hierfür ist es aber unerlässlich, dass Sie den passenden Ansprechpartner ermitteln. Ganz besonders hilfreich sind auch Beziehungen und Kontakte. Denken Sie einmal ganz bewusst darüber nach, wen Sie alles kennen und wer Ihnen möglicherweise die Tür in einem Unternehmen öffnen kann. Hier brauchen Sie keine Skrupel zu haben, zu fragen. Halten Sie Augen und Ohren offen und nutzen Sie Networkingchancen.
Tipp 4: Bewerben - gewusst wie! Darüber, wie eine Bewerbung aufgebaut ist und was sie beinhalten soll, gibt es zahlreiche Ratgeber. Hier gibt es hin und wieder branchentypische kleine Unterschiede. Der genaue Inhalt Ihrer Bewerbung variiert auch von Position zu Position, für die Sie sich bewerben. Während Sie bei einer Erstbewerbung z.B. noch Ihr Abschlusszeugnis aus der Schule beifügen sollten, ist das bei der Bewerbung auf einen höheren Posten meist überflüssig. Wenn Sie sich darüber unsicher sind, was genau alles in Ihre Bewerbung gehört, empfiehlt sich ein guter Ratgeber. Literaturtipps dazu finden Sie am Ende des Artikels. Das Wichtigste: Unterschätzen Sie nie die Wirkung Ihrer Bewerbungsunterlagen - wenn Sie hier negativ auffallen, werden Sie sehr wahrscheinlich keine weitere Chance bekommen, sich diesem Unternehmen vorzustellen. Folgendes sollten Sie auf jeden Fall beachten: Ihre Unterlagen sollten optisch ansprechend, dezent und seriös wirken. Sparen Sie nicht am Papier, nicht an der Mappe oder an anderen Materialien. Wählen Sie hier Qualität. Achten Sie auf ein klares und gut leserliches Schriftbild. Halten Sie die optische Gestaltung einheitlich durch und verzichten Sie auf graphische Spielereien. In jedem Fall sollten Ihre Bewerbungsunterlagen fehlerfrei sein. Verlassen Sie sich hier nicht darauf, dass Sie keinen Fehler mehr gefunden haben, sondern lassen Sie Ihre Unterlagen möglichst von einem Profi auf Fehler checken. Ihre Unterlagen sollten ohne Flecken oder Knicke beim Unternehmen ankommen. Das heißt einerseits, dass Sie einen verstärkten und gut schützenden Umschlag zum Versenden wählen und andererseits darauf verzichten sollten, Ihre Unterlagen mehrfach zu verschicken. Ihre Unterschrift sollte immer Ihre Originalunterschrift sein und kein Scan.
Tipp 5: Betreiben Sie gekonntes Selbstmarketing Mit einer Bewerbung bieten Sie sich und Ihre Tipp Arbeitsleistung einem potentiellen Interessenten an. Sie Eine gute Übung, mit der Sie lernen, Ihre eigenen sind damit kein Bittsteller, sondern vielmehr ein Stärken kurz und knapp zu kommunizieren ist die Verkäufer, der sein Produkt professionell anbietet. Sehen folgende: Sie haben 30 Sekunden Zeit, um einer Sie Ihre Bewerbung also als Marketing in eigener Sache. wildfremden Person zu sagen, was Sie können und Sie haben vor allem mit dem Anschreiben die was Sie wollen. Probieren Sie es einmal aus - das Möglichkeit, Ihren potentiellen Arbeitgeber für sich zu ist zunächst nämlich gar nicht so leicht. interessieren. Für ein gutes Anschreiben ist es unerlässlich, dass Sie im Vorfeld sowohl konkrete Vorstellungen über Ihre zukünftige Tätigkeit gewonnen, als auch korrekte Informationen über das Unternehmen Ihrer Wahl eingeholt haben. Im Idealfall kommunizieren Sie in Ihrem Bewerbungsanschreiben in kurzen und knappen Sätzen, wie Sie dem Unternehmen nutzen können und was Sie erwarten. – 281 –
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Hierfür einige Tipps: Fassen Sie sich kurz - eine Seite sollte genügen. Nutzen Sie die Möglichkeit des Anschreibens dafür, den Personalverantwortlichen auf sich neugierig zu machen. Dabei geht es weniger um kreative Einfälle (es sei denn Sie bewerben sich z.B. in einer Werbeagentur), als vielmehr darum, sich dem anderen selbstbewusst mit den eigenen Stärken zu präsentieren. Aber Vorsicht: nehmen Sie hier den Mund auch nicht zu voll. Ihr Ziel sollte es sein, klar zu vermitteln, warum Sie und das Unternehmen gut zusammenpassen. Verwenden Sie auf keinen Fall ein Massenschreiben! Texten Sie Ihre Anschreiben für jede Bewerbung individuell für das Unternehmen. Adressieren Sie Ihr Anschreiben an eine Person (die Sie zuvor als den korrekten Ansprechpartner ermittelt haben) und achten Sie in jedem Fall auf die richtige Schreibweise des Namens. Schreiben Sie sachlich und klar. Viele Menschen verfallen bei offiziellen Briefen in einen geschwollenen Ton, der eher negativ ankommt. Tabu sind auch stark umgangsprachliche Formulierungen. Noch ein Wort zum Bewerbungsfoto: Ihr Bewerbungsfoto spielt eine große Rolle im Selbstmarketing. Hier sparen viele Menschen am falschen Ende und fügen ein schlecht aufgenommenes oder im schlimmsten Fall sogar ein Automatenfoto bei. Suchen Sie sich einen guten Fotographen und achten Sie darauf, Bewerbungsfotos zu bekommen, auf denen Sie so aussehen, wie Sie sich präsentieren möchten. Fragen Sie hier ruhig auch andere Personen nach der Wirkung des Bildes. Im schlimmsten Fall müssen Sie mehrmals hintereinander zu einem Fotographen. Ein schlechtes Foto schadet oft viel mehr als gedacht.
Tipp 6: Verkaufen Sie sich nicht unter Wert Bei Ihrer Bewerbung und auch in einem Vorstellungsgespräch sollten Sie eines nie vergessen: Sie haben dem Unternehmen eine Menge zu bieten! Sie sind ein Mensch mit ganz bestimmten Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualitäten. Sie verfügen über ein bestimmtes Know-how oder können bestimmte Dinge besonders gut. Sehen Sie sich also immer als jemand, der viel zu bieten hat und der für seine Qualitäten ein entsprechendes Umfeld sucht. Das heißt natürlich nicht, dass Sie arrogant werden sollen. Aber es heißt, dass Sie sich nicht unter Wert verkaufen sollten. Ihr Bewerbungsanschreiben sollte niemals ein Bittbrief sein, sondern eine kompetente Präsentation Ihrer Person und Ihrer Fähigkeiten. Machen Sie sich immer klar, dass eine Bewerbung eine zweiseitige Angelegenheit ist: Sie prüfen das Unternehmen und das Unternehmen prüft sie.
Tipp 7: Lernen Sie aus Absagen Zu guter Letzt möchten wir Ihnen noch einige Tipps für mögliche Absagen geben. Grundsätzlich sollten Sie eine Absage nie persönlich Tipp nehmen. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, Haken Sie nicht zu früh nach, wenn Sie nach Ihrer warum man sich gegen Sie entschieden haben kann: Bewerbung nichts von dem Unternehmen hören. vielleicht braucht man gerade niemanden mit Ihren Die Mühlen in großen Unternehmen malen Kompetenzen, vielleicht gibt es Engpässe im manchmal sehr langsam und Wartezeiten von drei Unternehmen, die das Einstellen neuer Mitarbeiter nicht Wochen sind zwar unangenehm, aber normal. Nach zulassen, vielleicht aber hat auch einfach ein andere dieser Zeit können Sie dann aber auch zum Bewerber besser gepasst. Telefonhörer greifen und nachfragen Falls Sie vor Ihrer Bewerbung schon einmal persönlich mit dem Personverantwortlichen gesprochen haben, können Sie nach einer Absage ruhig noch einmal anrufen und nach den Gründen fragen. Unter Umständen kann aus einem solchen Gespräch etwas Positives entstehen. Wenn Sie Kritik an Ihren Unterlagen hören, dann wissen Sie wenigstens, wo Sie ansetzen können. Überlegen Sie auch noch einmal, ob dieses Unternehmen und diese Stellung wirklich das Richtige für Sie gewesen wären - manche Menschen glauben ja, dass uns das Schicksal auch den Weg weist. Sicher hilft Ihnen dieser Satz nicht allzu viel, wenn Sie schon x Absagen erhalten haben. Dann ist Ihr Frust verständlich, aber es geht dennoch darum, konstruktiv nach vorne zu schauen: Vielleicht können Sie professionellen Rat annehmen? Es gibt eine Reihe von Berufs- und Karriere-Coaches, die hier professionelle Hilfestellungen anbieten. Vielleicht fehlen Ihnen einfach bestimmte Kompetenzen, die Sie noch erlernen können? Oder Sie sind womöglich überqualifiziert für die Stellung?
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Möglicherweise versteifen Sie sich auch zu sehr auf eine Branche oder eine bestimmte Position? Vielleicht gibt es Betätigungsfelder, in denen Sie sich besser verkaufen können? Vielleicht besteht auch die Möglichkeit durch ein Praktikum erste Schritte in der von Ihnen angepeilten Branche zu machen? Manchmal ist ein solcher Einsatz der Schlüssel zur Traumposition. In jedem Fall ist es ratsam, sich mit anderen Personen zusammen zu tun, die in einer ähnlichen Situation wie Sie sind. Sie können sich so gegenseitig austauschen und weiterhelfen. Wie wäre es z.B. mit der Gründung eines Erfolgsteams?
Literatur zum Thema: Angelika Fuchs: Der FALKEN-Bewerber-Knigge Angelika Fuchs, Axel Westerwelle: Die schriftliche Bewerbung Richard Nelson Bolles: Durchstarten zum Traumjob
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Emotionale Intelligenz Von Tania Konnerth Daniel Goleman prägte mit seinem Buch "Emotionale Intelligenz" einen völlig neuen Begriff. Plötzlich schien neben dem "IQ" auch noch der "EQ" (Emotionaler Quotient) eine Rolle zu spielen - ja mehr noch: man fand heraus, dass Menschen über ganz verschiedene Intelligenzen verfügen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die "emotionale Intelligenz" vor und geben Ihnen praktische Tipps , wie Sie dieses Wissen im Alltag nutzen und umsetzen können.
Was ist "emotionale Intelligenz"? Lange Zeit galt der Intelligenz-Quotient (IQ) als der Maßstab für Erfolg. Nach neuesten Erkenntnissen ist aber die emotionale Intelligenz - der EQ - eines Menschen viel ausschlaggebender für seinen persönlichen und beruflichen Erfolg als der IQ. Mit emotionaler Intelligenz werden eine ganze Reihe von Fähigkeiten und Kompetenzen beschrieben, wie z.B. Mitgefühl, Kommunikationsfähigkeit, Menschlichkeit, Takt, Höflichkeit u.ä. Johann Wolfgang von Goethe sprach von "Herzensbildung".
Emotionale Intelligenz betrifft den Umgang mit uns selbst und mit anderen Das besondere an der emotionalen Intelligenz ist, dass es dabei sowohl um den Umgang mit sich selbst geht, als auch um den mit anderen Menschen. Emotionale Intelligenz beschreibt also das Selbstmanagement und die Selbsterfahrung auf der einen Seite und Kompetenzen und Fähigkeiten im Umgang mit anderen Menschen auf der anderen.
Elemente der emotionalen Intelligenz Für die emotionale Intelligenz sind vor allem folgende Kompetenzen entscheidend: Selbstbewusstheit - Gemeint ist die realistische Einschätzung der eigenen Persönlichkeit, also das Erkennen und Verstehen der eigenen Gefühle, Bedürfnisse, Motive und Ziele, aber auch das Bewusstsein über die persönlichen Stärken und Schwächen. Es geht darum, sich selbst gut zu kennen, um einschätzen zu können, wie man selbst in bestimmten Situationen reagiert, was man braucht und wo man noch an sich selbst arbeiten muss . Selbststeuerung - Als Selbststeuerung wird die Fähigkeit bezeichnet, die eigenen Gefühle und Stimmungen durch einen inneren Dialog zu beeinflussen und zu steuern. Mit dieser Fähigkeit sind wir unseren Gefühlen nicht mehr nur einfach ausgeliefert, sondern können sie konstruktiv beeinflussen. Ein Beispiel: Wenn uns etwas wütend macht, können wir uns durch unseren inneren Dialog selbst beruhigen und können dann viel angemessener reagieren, als wenn wir nicht in Lage sind, uns selbst zu steuern. Motivation - Sich selbst motivieren zu können heißt, immer wieder Leistungsbereitschaft und Begeisterungsfähigkeit aus sich selbst heraus entwickeln zu können. Diese Fähigkeit ist besonders hilfreich in Phasen, in denen ein Projekt schwierig wird oder wenn die Dinge anders laufen als geplant. Wer sich selbst motivieren kann, findet immer wieder Kraft zum Weitermachen und verfügt auch über eine höhere Frustrationstoleranz, also dem Vermögen, Frust auszuhalten und trotzdem weiterzumachen. Empathie - Empathie heißt Einfühlungsvermögen. Gemeint ist damit das Vermögen, sich in die Gefühle und Sichtweisen anderer Menschen hineinversetzen zu können und angemessen darauf zu reagieren. Es geht darum, Mitmenschen in ihrem Sein wahrzunehmen und zu akzeptieren. Dabei heißt akzeptieren nicht automatisch gutheißen. Andere Menschen zu akzeptieren, heißt ihnen mit Respekt entgegenzutreten und Verständnis für ihr Tun und Denken zu haben. Soziale Kompetenz - Unter sozialer Kompetenz versteht man z.B. die Fähigkeit Kontakte und Beziehungen zu anderen Menschen zu knüpfen und solche Beziehungen auch dauerhaft aufrecht erhalten zu können. Gemeint ist also ein gutes Beziehungs- und Konfliktmanagement, aber auch Führungsqualitäten oder das Vermögen, funktionierende Teams zu bilden und zu leiten. Kommunikationsfähigkeit - Eine gute Kommunikationsfähigkeit ist unerlässlich für die emotionale Intelligenz. Gemeint sind damit zwei Dinge: einerseits die Fähigkeit, sich klar und verständlich auszudrücken und somit sein Anliegen deutlich und transparent zu übermitteln; andererseits ist damit die Fähigkeit gemeint, anderen Menschen aktiv und aufmerksam zuhören zu können, und das, was sie sagen, zu verstehen und einzuordnen.
Der Nutzen der emotionalen Intelligenz Was bringt uns nun diese emotionale Intelligenz? Zu Beginn dieses Artikels wurde bereits auf den Zusammenhang von Erfolg und emotionaler Intelligenz hingewiesen. Erfolg meint hier sowohl beruflichen als – 284 –
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auch persönlichen Erfolg. Menschen mit einer hohen emotionalen Intelligenz sind beruflich oft sehr erfolgreich, da sie gut mit Menschen umgehen können und über Führungsqualitäten verfügen. Eine emotionale Intelligenz im Alltag ermöglicht es Ihnen, gut mit Ihrem Partner und Familienmitgliedern klarzukommen, Konflikte konstruktiv zu meistern und mit sich selbst und anderen Menschen gut auszukommen. Emotional intelligente Menschen können aktiv zuhören und akzeptieren ihre Mitmenschen so wie sie sind. Damit sind sie meist sehr beliebt und pflegen tiefgehende Beziehungen und Freundschaften. Sie sorgen aber auch gut für sich selbst und sind deshalb meist zufrieden und ausgeglichen.
Und so finden Sie heraus, wie emotional intelligent Sie sind Sie haben bis hierhin durch das Lesen sicher schon einen ersten Eindruck bekommen, inwieweit Sie selbst über die einzelnen Fähigkeiten, die zur emotionalen Intelligenz gehören, verfügen oder nicht. Wenn Sie gerne Psychotests machen, können Sie auch noch spielerisch überprüfen, wie emotional intelligent Sie sind: Zahlreiche Bücher bieten dazu Selbsttests an. Nehmen Sie solche Testergebnisse als einen ersten Anhaltspunkt und fragen Sie sich dann selbstkritisch, wie weit es mit Ihrer emotionalen Intelligenz tatsächlich steht. Fragen Sie sich dazu z.B.: Wie gut kenne ich mich selbst? Weiß ich, wie ich in bestimmten Situationen reagiere und warum das so ist? Kann ich meine Stimmungen selbst beeinflussen oder bin ich meinen Emotionen ausgeliefert? Wie gut kann ich mit Aggressionen, Wut, Freude, Zuneigung und anderen Gefühlen umgehen - bei mir selbst und bei anderen? Wie ist es mit meiner Kommunikationsfähigkeit bestellt? Kann ich mich klar ausdrücken und mich verständlich machen? Bin ich in der Lage, anderen Menschen aufmerksam zuzuhören? Kann ich gut mit anderen Menschen umgehen? Kann ich andere motivieren? Macht es mir Spaß mit anderen Menschen zu arbeiten? Kann ich anderen Orientierung geben? Verfüge ich über Führungsqualitäten? Bin ich bei anderen Menschen beliebt? Sind andere gerne mit mir zusammen? Suchen Sie Rat bei mir? All diese Fragen sind nur als Denkanstoß gedacht. Wenn Sie wissen, was sich hinter der emotionalen Intelligenz verbirgt, wissen Sie auch, worauf es dabei ankommt und Sie können sich dann selbst die entscheidenden Fragen stellen, um herauszufinden, wo Sie vielleicht noch Defizite haben. Im folgenden finden Sie noch eine Reihe von Tipps , wie Sie ganz praktisch Ihre emotionale Intelligenz steigern können.
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Und so werden Sie "emotional intelligent" Von Tania Konnerth Auch wenn Forscher herausgefunden haben, dass es offenbar genetische Anlagen für eine starke Ausprägung emotionaler Intelligenz gibt, lässt sich die emotionale Intelligenz dennoch erlernen und systematisch fördern. Wie haben insgesamt sieben Tipps für Sie, wie Sie in Alltag und Beruf emotional intelligenter werden können.
Tipp 1: Finden Sie heraus, wer Sie selbst sind Emotionale Intelligenz erfordert es, sich selbst gut zu kennen. Sich selbst kennen zu lernen, fällt uns nicht immer leicht, da wir dazu hin und wieder auch tief in unsere Geschichte und in unser Innerstes eintauchen müssen. Wir haben hier einmal einige Fragen für Sie zusammengestellt, die Sie sich in aller Ruhe und wiederholt beantworten können, um mehr über sich selbst zu erfahren: Wer bin ich wirklich? Was macht mich aus? Wer und was hat mich geprägt? Welche Rollen erfülle ich in meinem Leben und welche davon sind "echt"? Was brauche ich? Was sind meine Bedürfnisse? Was will ich, was erwarte ich? Was sind meine Ziele? Was ist mir wichtig? Was sind meine Schwächen und Stärken? Was kann ich wirklich gut? Was macht mir Spaß? Woran glaube ich (z.B. in Bezug auf andere Menschen, das Leben, den Erfolg, mich selbst)? Was bestimmt mein Handeln, mein Denken, meine Gefühle? Diese Fragen sind nur als erste Denkanstöße gedacht. Es gibt sehr viele Bereiche in unserer Persönlichkeit, die wir erforschen und kennen lernen können. Solch eine Entdeckungsreise zu sich selbst ist nicht immer leicht, aber sie ist spannend und lohnenswert.
Tipp 2: Lernen Sie mit Gefühlen umzugehen Gefühle sind etwas ganz Menschliches und Natürliches. Je weniger Angst wir vor unseren Gefühlen und den Gefühlen anderer Menschen haben und je besser wir mit diesen Gefühlen umgehen können, desto angemessener werden wir uns in emotionalen Situationen verhalten können. Und genau das macht die emotionale Intelligenz aus. Damit Sie mit den Gefühlen anderer Menschen tatsächlich souverän umgehen können, dürfen Sie sich nicht vor Ihren eigenen Gefühlen fürchten. Lernen Sie deshalb Ihre eigene Gefühlswelt neugierig kennen und nehmen Sie jedes Ihrer Gefühle als etwas an, das untrennbar zu Ihnen gehört. Eine gute Möglichkeit bieten hierzu professionell geleitete Selbsterfahrungsseminare. Aber auch im Alltag können Sie sich mit Ihrer Wahrnehmung für Ihre Gefühle öffnen: Registrieren Sie, was in Ihnen vorgeht, ohne zu werten. Stellen Sie sich dazu öfter am Tag die Fragen: "Wie fühle ich mich und wo genau in meinem Körper spüre ich dieses Gefühl? Was löst das Gefühl in mir aus? Wie gehe ich damit um?"
Tipp 3: Gestehen Sie anderen Menschen ihre Persönlichkeit zu Wir alle sind verschieden. Anders-sein heißt aber nicht auch automatisch "besser" oder "schlechter" zu sein. Je besser Sie es schaffen, zu akzeptieren, dass andere Menschen die Welt anders sehen als Sie selbst, desto leichter wird es Ihnen fallen, deren Standpunkt zu erkennen. Und damit fördern Sie Ihre emotionale Intelligenz. Emotional intelligente Menschen finden andere Ansichten oder Auffassungen nicht bedrohlich, sondern interessant - ja, sie sehen sie als Chance, etwas zu lernen.
Tipp 4: Verbessern Sie Ihre Kommunikationsfähigkeit Menschliche Kommunikation verstehen - Kommunikation ist ein komplexes, vielschichtiges und ganz bedeutendes Thema für jedes menschliche Zusammensein. Beschäftigen Sie sich einmal intensiv damit. Ein Verständnis für Kommunikationstheorien, wie z.B. die Transaktionsanalyse nach Eric Berne oder auch die Themenzentrierte Interaktion von Ruth von Cohn, können unser eigenes Kommunikationsverhalten erheblich verbessern. Kommunikationsfähigkeiten erlernen und trainieren - Wenn Sie merken, dass es Ihnen in Bezug auf Ihre Kommunikationsfähigkeiten an Kompetenz fehlt, können Sie viel dafür tun, diese zu verbessern: Es gibt verschiedenste Seminare, in denen Sie lernen können, effektiver zu kommunizieren. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass es in einer solchen Veranstaltung vor allem um die praktische Anwendung und Umsetzung geht, und dass Sie dort viele Möglichkeiten bekommen, wiederholt praktisch zu üben. – 286 –
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Erweitern Sie Ihre Ausdrucksmöglichkeiten - Manchmal fehlt es uns einfach an geeigneten Ausdrucksmöglichkeiten. Dann fehlen uns vielleicht die passenden Worte und erst, wenn die Situation vorbei ist, fällt uns ein, was wir hätten sagen oder tun können. Eignen Sie sich deshalb einen möglichst großen Wortschatz an. Lernen Sie immer wieder neue Worte dazu - vor allem Worte, bei denen es um Gefühle und um zwischenmenschliche Ereignisse geht. Denken Sie dabei auch an die verschiedenen Sinneskanäle, die Sie ansprechen können. Gewinnen Sie den Mut, sich vielfältig auszudrücken - manchmal kann eine besondere Geste oder eine Handlung viel mehr sagen, als Worte. Denken Sie z.B. daran, wie viel Trost eine zarte Berührung schenken kann.
Tipp 5: Werden Sie fit im Konfliktmanagement Die Fähigkeit, mit Konflikten konstruktiv umzugehen und sie effektiv lösen zu können, gehört ganz unmittelbar zur emotionalen Intelligenz. Sie können diese Fähigkeit systematisch üben, indem Sie sich mit möglichst vielen verschiedenen Herangehensweisen an Konflikte beschäftigen und sich solche Handlungsalternativen aneignen. Wer Konflikte als Chancen sieht, hat z.B. schon einen großen Vorteil, sie gut zu bewältigen.
Tipp 6: Werden Sie kritikfähig Bei der Kritikfähigkeit spielen die gleichen Zutaten eine Rolle, wie bei der emotionalen Intelligenz: Es geht einerseits um Sie selbst und andererseits um andere. Lernen Sie, Kritik offen anzunehmen, ohne dass Sie sich selbst dabei fertigmachen oder sofort verunsichern lassen. Überprüfen Sie, inwieweit die Kritik berechtigt ist und was Sie daraus lernen und verbessern können. Lernen Sie auch selbst konstruktiv zu kritisieren, ohne andere Menschen zu entmutigen oder gar zu verletzen.
Tipp 7: Beschäftigen Sie sich mit Menschen Emotionale Intelligenz ist eine Intelligenz in Bezug auf sich selbst und auf andere Menschen. Deshalb lautet unser Abschluss tipp: Beschäftigen Sie sich mit Menschen. Suchen Sie andere Menschen und unternehmen Sie etwas mit ihnen. Begeben Sie sich an Orte, wo Sie möglichst viele verschiedene Menschen treffen und kennen lernen können. Beobachten Sie andere Menschen - offen und aufmerksam. Lernen Sie andere Kulturen kennen. Lernen Sie möglichst viel über die menschliche Psyche. Beschäftigen Sie sich mit den Themen, die andere Menschen bewegen. Lesen Sie die Lebensgeschichten andere Menschen. Entdecken Sie sich und andere.
Literatur zum Thema: Frances Wilks: Das intelligente Gefühl Christian Weisbach und Ursula Dachs: Mehr Erfolg durch Emotionale Intelligenz Claude Steiner: Emotionale Kompetenz
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Wie motiviere ich andere Menschen? Von Tania Konnerth Viele von uns stehen vor der Aufgabe, ein Team oder einzelne Kollegen, vielleicht auch Freunde oder Familienmitglieder für ein Projekt, eine Aktion oder ein Vorhaben zu motivieren. Schon allein, wenn Sie mit anderen einen Wochenendausflug oder eine Party organisieren wollen, müssen Sie diese oft motivieren. Und wer in einem Team arbeitet oder Mitarbeiter unter sich hat, weiß erst recht, wie oft es notwendig ist, andere Menschen zu motivieren. Und manch' einem fällt das sehr schwer.
Ist Motivation möglich? Vielleicht haben Sie ja schon einmal den Buchtitel "Mythos Motivation" von Reinhard Sprenger (erschienen bei Campus, 1992) gesehen. Der Autor stellt die provokante These auf, dass Motivation anderer unmöglich ist, ja mehr noch, dass Motivationsversuche andere Menschen sogar demotivieren. Wir vertreten hier einen etwas anderen Standpunkt. Grundsätzlich gehen wir zwar auch davon aus, dass der Antrieb und der Wille, an einem Projekt mitzuarbeiten und sich dafür so anzustrengen, dass man das Beste gibt, aus jeder einzelnen Person selbst kommen muss . Aber es gibt eine Menge Faktoren, die genau diese Bereitschaft bei unseren Mitarbeitern, Teamkollegen oder auch Freunden positiv beeinflussen können. Und das ist nach unserem Verständnis nichts anderes als Motivation.
Was bedeutet eigentlich Motivation? Wenn wir von Motivation sprechen, meinen wir zwei Dinge, die immer zusammen beachtet werden müssen: Maßnahmen, um andere Menschen für ein Vorhaben zu gewinnen, so dass sie idealerweise mit Begeisterung und Freude mitmachen. Maßnahmen, die verhindern, dass Menschen demotiviert werden, also das Dafürsorgen, dass die Beteiligten möglichst störungsfrei und effektiv arbeiten können. Wirklich motivierte Menschen sind von sich aus bereit, ihr Bestes zu geben, sie engagieren sich aus einer inneren Überzeugung heraus und sind persönlich an einem guten Ergebnis interessiert. Sie können natürlich versuchen, andere Menschen durch Angst und Druck dazu bringen, das zu tun, was Sie wollen. Das aber wäre für uns keine Motivation, sondern viel mehr Manipulation.
Die Merkmale einer konstruktiven Motivation Im Buch "Die Kunst der Motivation" von Kurt Hank wird anhand eines sehr anschaulichen Beispiels klar, worauf es bei der Motivation ankommt: Fällt Ihnen eine Situation ein, in der Menschen motiviert sind, ihr Bestes zu geben und dabei auch noch Spaß haben? Denken Sie einmal an ein Mannschaftsspiel. Hier finden Sie alle Elemente einer gut motivierten Gruppe von Menschen: Alle Mitspieler haben ein klares und eindeutiges Ziel vor Augen und sie wollen bzw. können dieses Ziel nur gemeinsam erreichen. Die Regeln sind klar und jedem bekannt. Das zu erreichende Ziel stellt eine Herausforderung dar, ist aber erreichbar. Alle Mitspieler erhalten augenblicklich und kontinuierlich Feedback über ihre Leistung. Es kommt auf das Team als Ganzes, aber gleichzeitig auch auf jeden einzelnen an. Das Spiel spricht eine breite Palette von Fähigkeiten und Sinnen an. Es steht nicht nur das Ziel, sondern vor allem auch der Spaß und Freude am Spiel selbst im Vordergrund. Ihr Ziel sollte es sein, eine Situation zu schaffen, in der alle Beteiligten mit dem Feuereifer und der Lust an die Aufgabe gehen, wie es die Spieler eines Mannschaftssportes tun, wenn es darum geht, ein Turnier oder ein Match zu gewinnen. Und dafür haben wir einige hilfreiche Tipps für Sie zusammengestellt.
Tipp 1: Beginnen Sie immer bei sich selbst Wenn Sie andere motivieren wollen, müssen Sie zunächst bei sich selbst anfangen! Andere zu motivieren hat etwas mit Führung zu tun. Eine ehrliche und selbstkritische Bestandsaufnahme der eigenen Persönlichkeit ist unerlässlich, wenn Sie erfolgreich andere Menschen für etwas gewinnen wollen. Sie sind es, der oder die Motivation ermöglichen will - und das schaffen Sie nur, wenn Sie bei sich selbst Blockaden und hinderliche Einstellungen auflösen können.
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Fragen Sie sich ehrlich, was Sie bereit sind zu tun Bevor Sie überhaupt an die anderen denken, sollten Sie sich zunächst eine ehrliche Antwort auf die Frage geben, was Sie selbst bereit sind dafür zu tun, um andere zu motivieren. Andere zu motivieren bedeutet, dass Sie viel Zeit und Kraft aufwenden müssen. Sie selbst müssen mehr als alle anderen motiviert sein! Wenn Ihre eigene Motivation zu schnell nachlässt , werden Sie auch andere Menschen nicht dauerhaft motivieren können. Hinzukommt, dass Sie als Ansprechpartner für alle Beteiligten da sein müssen. Möglicherweise müssen Sie bei Konflikten vermitteln und schlichten. Sie müssen bereit sein, selbst ständig dazuzulernen, Ihre Maßnahmen zu überprüfen und ggf. zu ändern. Sie sollten sich also als allererstes immer fragen, ob Sie überhaupt bereit sind, einen solchen Einsatz zu bringen und ob Sie sich das wirklich zutrauen.
Überprüfen Sie Ihre Einstellung gegenüber anderen Menschen Neben Ihrer eigenen Motivation sollten Sie sich aber auch über Ihre Einstellungen und Glaubenssätze anderen Menschen gegenüber bewusst sein. Ihre Einstellung ist entscheidend - Wenn Sie andere Menschen motivieren wollen, sollten Sie Ihre persönliche Einstellung gegenüber Menschen überprüfen. Manche von uns glauben z.B., dass man niemanden wirklich trauen kann, dass andere Menschen faul sind oder dass niemand es wirklich ernst meint. Sie können aber auch an das Gute im Menschen glauben und daran, dass jeder immer das Beste gibt. Von Ihrer Einstellung anderen Menschen gegenüber hängt ab, wie Sie diese und ihre Bemühungen erleben. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück! - Egal, wie Ihre Einstellung ist, andere Menschen spüren, wie Sie über sie denken. Wenn Sie z.B. der Meinung sind, dass Herr Schuhmann im Grunde zu nichts zu gebrauchen ist, dann wird Herr Schuhmann das spüren und unbewusst entweder Ihrem Bild nachkommen oder sich zumindest abwehrend verhalten. Gehen Sie aber offen und positiv auf andere Menschen zu, werden diese viel eher genau Ihren Erwartungen entsprechen. Erkennen Sie Ihre Glaubenssätze über Menschen - Entscheidend ist, dass Sie sich über Ihre Einstellungen gegenüber Menschen bewusst werden. Beantworten Sie deshalb einmal die folgenden Fragen für sich selbst so ehrlich wie möglich: Was sind die Botschaften über andere Menschen, die Sie in Ihrer Kindheit gehört haben? Was haben z.B. Ihre Eltern über die Nachbarn oder über Politiker, Arbeitslose u.ä. gesagt? Was fällt Ihnen spontan zu dem Wort "Menschheit" ein? Was trauen Sie - ganz grundsätzlich - anderen Menschen zu? Wie ist Ihre ehrliche Meinung von jeder einzelnen Person, mit der Sie zusammenarbeiten oder ein gemeinsames Projekt vorhaben? Was halten Sie von ihnen? Wie ist Ihre Wertschätzung den einzelnen Personen gegenüber? Wie offen sind Sie gegenüber den Ideen, Ansichten und Meinungen anderer Menschen? Wie reagieren Sie auf ausgefallene, vielleicht verrückte Vorschläge? Wie ehrlich können Sie die Leistungen anderer Menschen anerkennen, ohne neidisch zu sein oder Angst zu bekommen, ein anderer könnte besser sein als Sie? Wie hoch ist Ihr Anspruch und wie hoch sind Ihre Forderungen an andere Menschen? Wie realistisch oder vielleicht überzogen sind diese Ansprüche?
Ändern Sie konsequent Ihre negativen Einstellungen und hinderlichen Glaubenssätze Wenn Sie bei der Beantwortung der oben gezeigten Fragen feststellen, dass Sie von vornherein eher eine negative Einstellung gegenüber anderen Menschen haben, ihnen misstrauen oder befürchten, andere könnten besser sein als Sie, dann sollten Sie daran arbeiten. Sie brauchen eine positive Einstellung Menschen gegenüber, wenn Sie diese wirklich motivieren wollen. Setzen Sie sich konkrete Ziele dahingehend, welche Einstellungen Sie verändern wollen. Nutzen Sie dazu z.B. bestimmte Mentaltechniken oder Affirmationen. Lesen Sie Bücher, die Sie positiv motivieren. Tauschen Sie sich mit Menschen aus, die anderen gegenüber eine positive Einstellung haben.
Holen Sie sich Feedback und arbeiten Sie kontinuierlich an sich selbst und Ihrer Einstellung Es ist sehr wichtig, sich selbst immer wieder zu überprüfen. Auch wenn Sie vielleicht glauben, alle hinderlichen Einstellungen beseitigt zu haben und bereits alle möglichen Motivationselemente einzusetzen, so sollten Sie sich dennoch immer wieder Feedback holen. Sie können Freunde oder Bekannte bitten, Ihnen ehrlich zu sagen, welchen Eindruck Sie auf sie machen. Sie sollten immer auch Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen direkt um Feedback zu Ihren Aktionen und Maßnahmen bitten. Fragen Sie konkret danach, was Sie besser tun können und – 289 –
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ob und wie Sie vielleicht andere demotivieren. Bedanken Sie sich für alle Vorschläge, die Sie bekommen und seien Sie auch für konstruktive Kritik dankbar. Haben Sie den Mut, auch ruhig einmal unkonventionelle Ansätze auszuprobieren. Seien Sie bereit, ständig an sich zu arbeiten und Ihre Motivations- und Führungsfähigkeiten kontinuierlich zu verbessern. Wenn Sie erkennen, dass die Motivation anderer Menschen immer bei Ihnen selbst beginnt, sind Sie einen großen Schritt weitergekommen.
Tipp 2: Entwickeln Sie gemeinsame Visionen und Ziele Ziele und Visionen sind für die meisten Menschen große Motivatoren. Wer sich ernsthaft ein konkretes Ziel setzt, tut sehr viel dafür, es auch zu erreichen. Das gilt auch für Teams oder Gruppen von Menschen allgemein.
Entscheidend ist das Wort "gemeinsam" Inzwischen werden in vielen Unternehmen oder Teams Visionen und Ziele erarbeitet. Meist geschieht das in einer kleinen Gruppe ausgewählter Führungskräfte. Irgendwann werden dann der Mitarbeiterschaft oder dem Team die Vision und die Ziele präsentiert. Der Ansatz ist gut, nur die Ausführung ist kontraproduktiv. Visionen und Ziele dürfen nicht einfach vorgegeben werden. Wenn Sie wollen, dass Ihre Leute oder Mitarbeiter Visionen mit Leben füllen und Ziele mit aller Energie verfolgen, müssen Sie sie an der Entstehung der Visionen und Ziele beteiligen.
Menschen wollen mitentscheiden Lassen Sie Ihre Mitarbeiter mitreden und bei der Ausformulierung mitarbeiten. Fragen Sie nach Ideen und Vorschlägen und bauen sie diese wenn möglich mit ein. Hören Sie sich Ängste und Bedenken an. Sorgen Sie dafür, dass alle Beteiligten bereits bei der Entwicklung der Vision und bei der Festlegung von Zielen das Gefühl haben, beteiligt zu sein. Visionen und Ziele können nur dann eine magnetische Kraft entwickeln, wenn sich alle in ihnen wiederfinden und sie teilen. Sonst kann es passieren, dass es nur bei den schönen Worten bleibt.
Greifen Sie nach den Sternen und entwickeln Sie eine wundervolle Vision Wenn Sie eine Vision für Ihr Team, Unternehmen oder Projekt entwickeln wollen, dann sorgen Sie dafür, dass es wirklich eine Vision wird und nicht nur ein "Visiönchen". Wer nicht wirklich willens ist, bei der Entwicklung einer Vision tatsächlich auch Visionär zu sein, der sollte sich lieber auf die Formulierung von Zielen konzentrieren. Ziele können ebenso gut motivieren wie eine Vision. Aber wenn Sie schon das Wort Vision benutzen, sollten Sie wirklich etwas entwickeln, das Sehnsucht bei den Beteiligten weckt. Sie sollten gemeinsam ein wunderschönes und ganz und gar erstrebenswertes Bild vor Augen haben. Natürlich sollten Sie nicht vollkommen Unmögliches wollen, dann handelt es sich nämlich um eine Utopie. Aber eine Vision ist schon etwas sehr Großes, das zu Beginn ruhig unerreichbar scheinen darf. Eine Vision löst idealerweise ein innerliches Sehnen nach diesem Zustand aus - und das bei allen Beteiligten.
Formulieren Sie klare und konkrete Ziele Klare Ziele, auf die sich alle verständigt haben, sind für eine motivierte Arbeitsatmosphäre unerlässlich. Nur wer weiß, worauf er hinarbeitet, kann dies auch effektiv tun. Und nur konkret formulierte Ziele ermöglichen eine Überprüfung der Arbeit. Dabei ist es sowohl wichtig, die operativen Kurzzeitziele zu formulieren, als auch die mittel- und langfristigen Ziele anzugehen. Jedem sollte immer auch der größere Zusammenhang der einzelnen Arbeitsschritte klar sein. Ein größeres Ziel zieht wie ein Magnet, auch wenn einmal die vielen nötigen Alltagsarbeitsschritte nerven.
Richten Sie regelmäßige Treffen ein Alle Beteiligten sollten regelmäßig zusammenkommen und über die Ziele und ggf. die Vision sprechen. Solche Treffen haben den Sinn, dass alle Fragen, Bedenken und Zweifel auf den Tisch kommen. Dabei sollten auch neue Erkenntnisse und Erfahrungen ausgetauscht und neue Möglichkeiten und Ideen diskutiert werden. Am Ende eines solchen Treffens müssen die Ziele möglicherweise umformuliert oder ergänzt werden. Bei einer Vision wird das in der Regel nicht der Fall sein, weil sie so übergeordnet ist, dass sie durch kleinere Änderungen nicht beeinflusst wird. Wenn aber bei einigen wirkliche Bedenken oder Ängste in Bezug auf die Vision aufgetaucht sind, sollte unbedingt auch das zum Thema gemacht werden.
Tipp 3: Sorgen Sie für ein gutes Arbeitsklima Die größte Motivation entsteht aus der Freude und dem Spaß am Tun. Damit aber die Arbeit oder die Aufgabe mit Freude angegangen wird, müssen bestimmte Faktoren stimmen. Entscheidend dabei ist, dass Sie immer im Kopf haben, dass die Bedürfnisse von Menschen sehr unterschiedlich sein können. Je besser Sie die Bedürfnisse Ihrer Leute kennen, desto besser können Sie darauf eingehen. – 290 –
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Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich wohlfühlen Das Wohlbefinden von Menschen beeinflusst ihre Motivation. Wohlbefinden können Sie durch zahlreiche Faktoren schaffen: Freundliche Farb- und Einrichtungsgestaltung, Pflanzen, frische Luft, kommunikationsfördernde Treffpunkte, kleine Angebote, wie z.B. kostenlose Getränke oder einmal in der Woche Brötchen für alle - seien Sie kreativ! Und denken Sie dabei nicht nur an die Kosten. Die Vorteile, die Sie durch zufriedene und damit motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erlangen, sollten Sie immer mit einrechnen.
Sorgen Sie für einen reibungslosen Arbeitsablauf und beseitigen Sie alles Störende Viele Menschen werden durch störende Kleinigkeiten demotiviert. Wer z.B. einen Brief verschicken will, darf nicht erst durch die ganze Firma rennen müssen, um einen passenden Briefumschlag zu finden. Umständliche Kontroll- und Genehmigungsverfahren können ebenfalls den natürlichen Arbeitsfluss behindern. Alle Arbeitsplätze müssen so gestaltet sein, dass die Mitarbeiter dort gut, bequem und effektiv arbeiten können. Dafür müssen z.B. Ergonomie, Lichtverhältnisse und auch individuelle Bedürfnisse und Gewohnheiten beachtet werden. Fragen Sie nach, wie Sie die Arbeitsumgebung für jeden Einzelnen verbessern können!
Sorgen Sie für Humor und Spaß In Ihrem Unternehmen, Team oder Projekt sollte nicht alles bierernst zugehen. Wo Menschen lachen, haben sie Spaß und fühlen sich wohl. Freude und Humor tragen ganz wesentlich zum Wohlbefinden bei. Menschen, die über sich selbst lachen können, gehen mit Problemen viel leichter um und finden schnell neue Energien, bei Schwierigkeiten weiterzumachen. Versuchen Sie andere immer wieder dazu zu ermutigen, die lustige Seite an einer Sache zu sehen. Lachen Sie gemeinsam über ein Missgeschick und packen Sie dann die Lösung an.
Schaffen Sie Sinn Menschen, die das Gefühl haben, dass ihre Tätigkeit sinnvoll ist und dass sie gebraucht werden, arbeiten in der Regel sehr viel motivierter als Personen, die das nicht so empfinden. Machen Sie Ihren Mitarbeitern immer wieder klar, was sie für die Firma oder das Projekt leisten und wie gut es ist, dass sie da sind. Sorgen Sie dafür, dass der Sinn und die Bedeutung jedes einzelnen Arbeitsplatzes für alle Beteiligten transparent ist.
Haben Sie ein offenes Oh